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Story of Our Life

S e i t e | 26 Vreni:

S e i t e | 26 Vreni: Ich darf mich hier, wie Jack, mit meinem Familien-Background und meiner Kindheit einschalten, bis zu der Zeit, wo unser Leben (ab Genf) seinen parallelen und gemeinsamen Gang nahm: Meine Grosseltern mütterlicherseits, Maria Hofstetter, geb. am 2.6.1875, von Schänis in der Lindtebene, und Kaspar Spälti, geb. am 20.2.1876, von Netstal, wurden am 2. Juni 1897 in der evanglischen Kirche in Schwanden (wo auch Du getauft wurdest) getraut. Grossmutter war katholisch und, wurde, wie damals üblich, umgehend aus ihrer Kirche, wenn auch nicht aus ihrer Familie, ausgeschlossen. - Ihr Wohnort war in einem kleinen Weiler namens Zusigen, zwischen Schwanden und Haslen. Grossvater Spälti war bei der Brauerei Adler in Schwanden - sie existiert heute noch - für die Auslieferung des Biers verantwortlich, die dazumal noch mit einem Pferdegespann erfolgte. Smit war er der allseits bekannte Bierfuhramann der lokalen Brauerei. Grossmutter arbeitete in der Textilfabrik im nahen Haslen. - Sie waren zwei liebenswerte Menschen, bei denen ich, wie Freddy, viel Zeit verbrachte und mit viel Liebe umsorgt wurde. Wenn wir sie in ihrem Ruhestand besuchten, sassen sie sich meistens in zwei Korbstühlen gegenüber am Fenster; Grossvater las entweder Zeitung oder rauchte seine Pfeife und Grossmutter war mit einer Handarbeit beschäftigt. Aus heutiger Sicht kommt mir das vor wie ein Gemälde von Anker. - Zu

S e i t e | 27 ihrem eisernen (60sten) Hochzeitstag, stellte ihnen die Brauerei eine Pferdekutsche zu Verfügung, mit der sie voller Stolz bis in die Schwandener Kirche fuhren. Als ich im Teenage-Alter war, erkrankte Grossmutter schwer und wurde ins Spital in Glarus eingeliefert. Es war schrecklich für mich, sie so hilflos zu sehen und in dem Moment wollte ich unbedingt Krankenschwester werden. Dafür war ich aber noch zu jung, und später verwarf ich diese Idee. Beide, Grossmutter und Grossvater, durften dann noch ein hohes Alter erreichen. Noch festzuhalten ist, dass sie vier Kinder hatten: zwei Töchter und zwei Söhne. Die älteste war Rosmarie, die leider sehr jung starb und drei Kinder hinterliess. Dann kam Kaspar, der auch relativ jung starb. Der dritte war Fritz Spälti, der einzige, den ich kannte, und das jüngste war Rösli (also Dein Grosi). Fritz, der bei der damaligen Rentenanstalt (der heutigen Swiss Re) angestellt war, lebte mit seiner Frau Hulda und den beiden Söhnen in Zürich. Meine Eltern Rösli und Gottfried Schwab lernten sich in Luzern kennen, wo sie beide in einem Hotel tätig waren, Mamma als Zimmerdame und Papa als Portier. Sie wurden schnell ein Paar und heirateten 1939 in Schwanden. Wohl aus finanziellen Gründen wohnten sie für eine Zeit bei Mammas Eltern in Zusingen. Beide fanden Arbeit in der damals bedeutenden Elektro-Fabrik Therma in Schwanden, wo wir später auch wohnten. Freddy kam im August 1940 zur Welt und ich im Oktober 1941. Wir waren immer sehr eng als Geschwister - ich war die stärkere und habe Freddy immer beschützt. Wir hatten

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