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6. LEUCHttURMPROJEKTE

6. LEUCHttURMPROJEKTE intelligente systeme und netze, die in absehbarer Zeit bis zu 100 % erneuerbare Energie in der lokalen und regionalen Energieversorgung ermöglichen und die teilnahme von Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern an regionalen wertschöpfungsketten und überregionalen Märkten unterstützen. Derartige Systeme und Netze sind eine wichtige voraussetzung für die Flexibilisierung der Energiesysteme zur sektor-, energieträger- und inftrastrukturübergreifenden Integration, Bereitstellung und Nutzung signifikant hoher Anteile erneuerbarer Energie. Sie befähigen Gemeinden und regionen zur Umsetzung ambitionierter Energieziele, zum Aufbau regionaler wertschöpfungsketten sowie zur teilnahme am überregionalen Energieaustausch. Break-Through technologien für die industrie, die eine sprunghafte reduktion von rohstoff- und Energieverbrauch, deutlich geminderte Emissionen sowie höhere rohstoff- und Energieunabhängigkeit bei gleichem output ermöglichen. Sie sind eine wichtige voraussetzung für die Dekarbonisierung industrieller Prozesse und Produkte, insbesondere auch in der energieintensiven Industrie. Die neuen Produkte und Prozesse sollen auf die hocheffiziente Nutzung der eingesetzten Energien und ressourcen möglichst in kaskadischer Nutzung fokussieren sowie die Abstimmung des Energiebedarfs von industriellen Anlagen und der Energieversorgung aus fluktuierenden erneuerbaren Energien ermöglichen. Dabei spielen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Co2-neutralen Stahlerzeugung eine ebenso wichtige rolle wie die auf biobasierten rohstoffen aufbauenden Prozesse und Produkte. energieeffiziente mobilitätssysteme der Zukunft Intensive Mobilitätsforschung ist notwendig, um die verpflichtenden EU-Ziele zu erfüllen und Strafzahlungen zu vermeiden. Gleichzeitig ist die wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Automotive- und Aeronautik-Industrie im laufenden technologischen Umbruch in richtung Elektromobilität, Leichtbau sowie automatisierten verkehr durch F&E-Förderung zu sichern sowie organisatorische und soziale Innovationen zu nutzen. weiters gilt es, EU-Initiativen wie jene für eine Batteriezellenproduktion in Europa durch komplementäre nationale Förderprogramme zu begleiten, um der E-Mobilität zum Durchbruch zu verhelfen. Darüber hinaus ist die heimische Industrie in internationale wertschöpfungsketten im Gesamtsystem Batterie-Fahrzeug-Energieversorgung von der Herstellung bis zum recycling zu integrieren. massnahmen - - - FtI Förderprogramme (technologiereifegrade - trL 1 bis 8) - - - Aktivierung europäischer Fördermittel (z.B. SEt-Plan, EU rahmenprogramm) - - - Beteiligungen an europäischen und internationalen Kooperationen wie EU Strategieplan für Energietechnologien (SEt-Plan) oder Internationale Energieagentur - - - 56 - - -

6. LEUCHttURMPROJEKTE LEUCHttURM 10: ENERGIEFORSCHUNGSINITIATIVE 2 – PROGRaMM MISSION INNOVATION AUSTRIA ausgangslage Um die Umsetzung auf europäischen Heimmärkten zu stimulieren und die internationale Sichtbarkeit österreichischer Lösungen auf globalen Märkten zu erhöhen, ist die großflächige Erprobung von technologien und Lösungen im realbetrieb erforderlich. Dieser Living-Lab Ansatz ist bei der erforderlichen transformation der Energie- und Mobilitätssysteme wichtig, da die Umsetzung der Forschungsergebnisse oft bei Implementierung in realumgebungen oder bei der Skalierung scheitert. ZielBilD In großflächigen testregionen werden mit innovativen Energietechnologien aus Österreich Musterlösungen für intelligente, sichere und leistbare Energie- und verkehrssysteme der Zukunft entwickelt und demonstriert. Ausgehend von den drei thematisch unterschiedlichen „Energie-vorzeigeregionen” und den verkehrsrelevanten reallaboren (Urbane Mobilitätslabore und testumgebungen für automatisiertes Fahren) sollen Projekte mit einer breiten Palette von Innovatoren aus wirtschaft, wissenschaft, regionalen Akteuren und Bedarfsträgern entwickelt werden. Folgende Ziele werden verfolgt: - - - Entwicklung und beispielgebende Anwendung von heimischen Energietechnologien und energierelevanten verkehrstechnologien zur großflächigen Praxiserprobung von intelligenten Systemlösungen im realbetrieb. - - - Stärkung und Ausbau Österreichs als Leitmarkt für innovative Energietechnologien und energierelevante verkehrstechnologien sowie technologiebasierte Dienstleistungen. - - - Das Zusammenwirken von teilsystemen und technologien soll in realumgebungen getestet werden. - - - Lösungen sollen an konkreten regionalen oder lokalen Bedarfssituationen ausgerichtet und erprobt werden, sowie die Spezifika des jeweiligen Innovations-Ökosystems berücksichtigt werden. - - - Mithilfe der Labore wird Systemwissen gesammelt und bereitgestellt, indem ein gemeinsamer Lernprozess unterstützt sowie die Anpassung von erforderlichen rahmenbedingungen ermöglicht wird. - - - Zeitlich befristete regulatorische Innovationszonen bieten den Akteuren der Innovationsregionen die Möglichkeit, neue technologien, verfahren und Geschäftsmodelle unter innovativen (ggfs. unterschiedlichen) rechtlichen und regulatorischen rahmenbedingungen ohne wirtschaftliche Nachteile zu testen. - - - Anschlussfinanzierungen mit Mitteln aus Marktüberleitungs- und Umsetzungsförderprogrammen ermöglichen die Entwicklung von Projekten der Innnovationsregionen bis zu technologiereifegrad (trL) 9. - - - offene Experimentierräume befähigen sowohl lokale Innovatoren als auch die Bevölkerung dazu, derzeitige Probleme in Lösungen zu verwandeln. Sie unterstützen Forschung und Innovation bei der Entfaltung ihrer Potenziale, indem sie zukünftige technologienutzer und Bedarfsträger in den Entwicklungsprozess als test-User einbinden. Dafür sind Instrumente für möglichst alle Innovationsphasen in richtung Markteinführung sowie die Einbindung privater Investoren erforderlich. - - - 57 - - -