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KnapsackSPIEGEL 03-04/2018

Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

UNSERE NOTFALLMANAGER

UNSERE NOTFALLMANAGER Die Notfallmanager sind ein fester Bestandteil der professionellen Gefahrenabwehrorganisation des Chemieparks Knapsack D ie Funktion des Notfallmanagers wurde im Jahr 1997 im Chemiepark Knapsack eingeführt und bis heute erfolgreich weiterentwickelt. Insgesamt gibt es sechs Mitarbeiter, die die Aufgabe des Notfallmanagers übernehmen. Dabei handelt es sich um erfahrene Führungskräfte der InfraServ Knapsack mit einer naturwissenschaftlichen oder ingenieurstechnischen Ausbildung. Diese wird mit Übernahme der Notfallmanager-Tätigkeit um eine spezielle Einarbeitungsphase ergänzt, die alle notwenigen anlagenspezifischen Kenntnisse und einsatzrelevanten Informationen und Prozesse vermittelt. Der Notfallmanager ist 24 Stunden im Dienst. Sobald eine Alarmierung eingeht, rückt er gemeinsam mit der Werkfeuerwehr zum Einsatzort aus. Der Notfallmanager beurteilt gemeinsam mit dem Einsatzleiter der Werkfeuerwehr die Lage, stuft das Ereignis ein, setzt je nach Ausmaß und Gefahrenlage eine Meldung an die Behörden ab, beruft den Werkskrisenstab ein und veranlasst zur Warnung von Mitarbeitern und Nachbarschaft die Auslösung interner und externer Sirenen. Er hat im Einsatzfall weitreichende Entscheidungsbefugnisse und kann, wenn nötig, auch in den Betriebsablauf der Anlagen am Standort eingreifen, um die Gefährdung und Auswirkungen für Mensch und Umgebung so gering wie möglich zu halten. Gemeinsam mit dem Einsatzleiter der Werkfeuerwehr, einem verantwortlichen Ansprechpartner des betroffenen Betriebs sowie unter Umständen weiteren externen Einsatzkräften bildet er in einem, mit allen erforderlichen Kommunikationsmitteln 12 | KNAPSACKSPIEGEL 04.2018

1997: Einführung der Funktion des NFM im Chemiepark Knapsack 6 Mitarbeiter übernehmen aktuell die Aufgabe des Notfallmanagers 24 Stunden ist der Notfallmanager im Dienst ausgestatteten, Einsatzleitcontainer die technische Einsatzleitung des Chemieparks Knapsack. Sobald bei einem Ereignis der Werkskrisenstab einberufen wird, berichtet der Notfallmanager regelmäßig über den aktuellen Sachstand an den Werkskrisenstab, tauscht Informationen aus und stimmt sich zur weiteren Vorgehensweise sowie zu Unterstützungsmaßnahmen ab. Der Werkskrisenstab übernimmt dann unter anderem die weitere Information der Behörden und Öffentlichkeit. Außerhalb des Einsatzgeschehens arbeiten die Notfallmanager in verschiedenen Führungspositionen bei der InfraServ Knapsack. Jede dieser Positionen hat eine Schnittstelle und Nähe zum Thema Sicherheit oder Gefahrenabwehr. Von den Aufgaben in seinem regulären Tagesgeschäft ist der diensthabende Notfallmanager aber sofort befreit, wenn eine Alarmierung oder ein Anruf auf dem Bürgertelefon eingeht, welches auf den Notfallmanager aufgeschaltet ist, um eine 24/7-Erreichbarkeit für den Chemiepark sicherzustellen. Bei einem größeren Ereignis wird das Bürgertelefon von einem speziell geschulten Bürgertelefonteam übernommen. Jeder Notfallmanager-Dienst startet morgens um acht Uhr und dauert an bis zum darauffolgenden Morgen. Danach wird der 24-Stunden-Dienst an den nächsten Kollegen übergeben. Alle 14 Tage wechseln sich so tageweise zwei Kollegen ab. Abends findet sich der Notfallmanager in separaten Räumlichkeiten bei der Werkfeuerwehr ein, wo ihm unter anderem ein Ruhe- und die Sozialräume zur Verfügung stehen. Außerdem ist der Notfallmanager mit einem Einsatzhandy, einem Funkgerät und einem Einsatzfahrzeug ausgestattet. So kann er im Einsatzfall autark agieren und sich z. B. auf Erkundungsfahrt für Lärm, Geruch oder Immissionen im Umfeld des Chemieparks begeben. Wichtige Aufgaben … … des Notfallmanagers zusammengefasst – ein unabdingbarer Experte und fester Bestandteil der Gefahrenabwehrorganisation im Chemiepark Knapsack • Einstufung der Ereignisse mit möglicher Außenwirkung in Meldekategorien und Mitteilung an die Behörden (D-Meldung) in Abstimmung mit dem Einsatzleiter der Werkfeuerwehr • Auslösen der Sirenen bei großen Schadensereignissen • Alarmierung des Werkskrisenstabs und weiteren Fachfunktionen und Experten • Verhindern bzw. Begrenzen von Schadensauswirkungen durch Anweisen von Maßnahmen bis zum Eintreffen des Leiters des Werkskrisenstabs. Dazu gehört auch das Eingreifen in den Betrieb von Anlagen oder von Anlagenteilen. • Informationspflichten gegenüber internen Stellen, Behörden, betroffenem Unternehmen und Öffentlichkeit wahrnehmen, bis der Werkskrisenstab aktiv ist • Beratung des Einsatzleiters der Werkfeuerwehr in chemischen und technischen Fragen • Ermittlung des Gefahrenpotenzials bei Stofffreisetzungen Weitere Informationen sind auch zu finden unter https:// www.chemiepark-knapsack.de/life/safety/ Wenn es drauf ankommt Der Notfallmanager hat im Einsatzfall weitreichende Entscheidungsbefugnisse und kann, wenn nötig, auch in den Betriebsablauf der Anlagen am Standort eingreifen, um die Gefährdung und Auswirkungen für Mensch und Um gebung so gering wie möglich zu halten. KNAPSACKSPIEGEL 04.2018 | 13