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KnapsackSPIEGEL 03-04/2018

Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

EIN OFFENES OHR FÜR DIE

EIN OFFENES OHR FÜR DIE MITARBEITER Dr. Markus Lindner ist neuer Betriebsarzt im Chemiepark Knapsack S eit Ende letzten Jahres ergänzt Dr. Markus Lindner das Ärzteteam unter der Leitung von Dr. Beate-Kleuren Paus und unterstützt seither tatkräftig die Kollegen Dr. Markus Steinbach und Dr. Matthias Fischer. Der Kölner, der zuletzt in Leverkusen auf der Intensivstation des dortigen Klinikums tätig war, begann seine Laufbahn als Arzt vor sechs Jahren im Rahmen einer Ausbildung zum Internisten und beendete diese im Jahr 2017 als „Facharzt für Innere Medizin“. In Knapsack absolviert Dr. Lindner seine zweite Facharztausbildung als „Facharzt für Arbeitsmedizin“. Vor der Entscheidung für die Stelle hatte der 34-Jährige für sich reflektiert: „Wo möchte ich in zehn Jahren stehen? „Ich wurde super aufgenommen. Das Betriebsklima hier am Standort sowie der Umgang miteinander sind außergewöhnlich gut“ Oberarzt in einer Klinik sein, eine eigene Praxis betreiben, oder etwas ganz anderes?“ Das breite Feld der Arbeitsmedizin, insbesondere in einem großen Konstrukt wie dem Chemiepark Knapsack mit seinen zahlreichen Möglichkeiten, dazu noch beim „Top-Arbeitgeber“ InfraServ Knapsack (die ISK belegte in diesem Jahr erneut Spitzen- plätze), schien ausgesprochen reizvoll. Nicht zuletzt durch seine Qualifikation zum Notarzt brachte Lindner alle wichtigen Voraussetzungen für den Job mit. Für den Vater zweier Kinder ist der Wechsel aus dem Schichtdienst der Klinik in den geregelten Arbeitsalltag ein positiver Nebenaspekt. EINE ANDERE WELT „Ich wurde super aufgenommen, das Betriebsklima hier am Standort sowie der Umgang miteinander sind außergewöhnlich gut“, zieht Lindner eine positive Bilanz seiner Anfangszeit in Knapsack. Im Vergleich zur Klinik sei der Chemiepark „eine andere Welt“, eine – im positiven Sinn – andere Art zu arbeiten. Schließlich sind die Werksärzte nicht nur für den betrieblichen Gesundheitsschutz und die Gesundheitsförderung sowie die Versorgung von Notfällen zuständig, sondern haben auch eine beratende Tätigkeit. Illustrationen: alekseyvanin – Fotolia.com 4 | KNAPSACKSPIEGEL 04.2018

7 FRAGEN WIE VERBRINGEN SIE AM LIEBSTEN IHRE FREIZEIT? Zunächst natürlich mit meiner Frau und meinen beiden Kindern. Außerdem fahre ich Mountainbike und Rennrad, gerne im Bergischen Land. Ich repariere die Räder aber gerne auch oder baue sie mir selbst zusammen. WELCHE LITERATUR BEVORZUGEN SIE? Aus gegebenem Anlass lese ich momentan viel Fachliteratur. Wenn Zeit bleibt, bevorzuge ich Science Fiction, Fantasy und Krimis – in dieser Reihenfolge. AN DR. LINDNER WELCHE MUSIK HÖREN SIE GERNE? Mein Geschmack ist bunt gemischt, da würde ich mich nicht auf einen Stil oder Künstler festlegen wollen. Grundsätzlich gilt aber: Gute Musik sollte handgemacht sein. WAS KOMMT BEI IHNEN AUF DEN TISCH? Vom Rahmen her mag ich es sehr, gemütlich beisammenzusitzen und gerne auch mehrere Gänge zu genießen. Gerne darf es mediterran sein, deftige Küche ist eher nicht meins. WELCHE EIGENSCHAFTEN SCHÄTZEN FREUNDE UND BEKANNTE AN IHNEN? Hoffentlich meine Zuverlässigkeit und meinen Humor. GIBT ES EIN ERLEBNIS IM BERUF, DAS IHNEN BESONDERS POSITIV IN ERINNERUNG GEBLIEBEN IST? Hier in Knapsack konnte ich bereits erleben was Aufklärung und Prävention für die Gesundheit bewirken können. Aus der Klinik fällt mir spontan der Fall ein, wo wir nach einem Unfall einen Familienvater lange reanimiert und dann ins künstliche Koma versetzt haben. Die Prognose war ziemlich schlecht – glücklicherweise ist der Mann dennoch genesen. Als er wieder gehen konnte, kam er zu mir ins Büro um sich zu bedanken und wir haben uns unterhalten. Das ist mir sehr präsent in Erinnerung geblieben. UND DIE AUS IHRER SICHT NEGATIVEN ASPEKTE IHRES JOBS? Im Rahmen meiner nun neu begonnenen Tätigkeit sind mir bisher nur positive Seiten aufgefallen - aber der gerade beschriebene Fall hätte ja auch anders ausgehen können – so etwas lässt dann natürlich auch den behandelnden Arzt nicht kalt. Außerdem vertrete ich die Meinung, dass demente Menschen und auch die pflegenden Angehörigen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus zu sehr alleine gelassen werden. Das habe ich oft mitbekommen, und es wäre schön, wenn sich in dieser Hinsicht etwas ändern würde. Dr. Lindner fährt in seiner Freizeit Mountainbike und Rennrad Illustrationen: ONYXprj (oben) und smastepanov2012 – Fotolia.com KNAPSACKSPIEGEL 04.2018 | 5