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fn84

Hatte da tatsächlich

Hatte da tatsächlich jemand Netz? ….und wieder am Edersee ..das wievielte Mal fahre ich jetzt zum Edersee??? Und wieder mal Abreise Gelegentlich auch Selbstversorger 16 auf einem „berüchtigten“ Spielplatz, den auch wir für Treff´s nutzten. Ja! Wir waren die, vor denen uns unsere Eltern immer gewarnt hatten! Die K6 wurde im Erstbesitz auf Tommaselli-Stummel, Ronal Alufelgen mit Grimeca-Bremse hinten, Marzocchi-Federbeine, Eckert-Fußrasten, Eckert-Doppelscheiben und Bimota- Kastenschwinge umgerüstet. (Die Bremsscheiben und die Schwinge fahre ich übrigens heute noch.) Mein Spezl hat später noch Rahmen und Lacksatz rot lackiert sowie das Triebwerk geschwärzt. Er hatte sie übrigens nie zugelassen, da er keine Fahrerlaubnis besaß, was damals aber kaum jemand daran hinderte trotz-

Die TMR’s sind große Klasse Die guten alten kamen in die Vitrine dem mal Vollgas durch die Gegend zu brettern. Wir waren ja die, …. Ihr wisst schon. Mit dabei war auch eine schwarze Marving vier in eins. Diese in München zu fahren fand sogar ich nicht ratsam, denn die Münchener Polizei war seinerzeit immer genau dort präsent, wo man sie nun wirklich nicht brauchen konnte. Außerdem war ich seit Kindesbeinen an von der Vier in Vier begeistert. Es war sogar eine HM 300 mit „bearbeiteten“ Dämpfern montiert. Ich kaufte meine Four am 25.12.1987. Merry Christmas. Tourenfahren war in unserer Clique nicht so angesagt. Wir fuhren mit den Bikes zur Schicht, zur Kneipe, zum Billardspielen, zum Raufen auf Volksfeste und sonstwo hin. Am Wochenende ging es dann mal raus auf´s Land mit Bier, Schnaps und Zelt. Ja so war das damals. Es schwebte noch der Hauch der bösen Jungs über den Motorradfahrern. (Zumindest über uns) Es war wichtiger eine Lederjacke zu besitzen, die sicher vor Messerstichen war, als einen Helm. Diese Ära war damals aber schon fast zu Ende. Oder war sie es schon und wir haben es nicht gemerkt? In den Siebzigern jedenfalls waren die Four´s in der Halbstarkenszene nicht wegzudenken. Nach zwei Jahren dann hatte ich einen nicht unerheblichen Unfall mit der Four in Tirol. Wir machten ausnahmsweise doch mal ‘ne Tour. Auf der Heimfahrt fuhr ich, nachdem ich von einem Auto abgedrängt wurde, auf einen MGA von 1955 auf. Mit Bänder- und Kapselrissen kam ich erstmal in die Uniklinik nach Innsbruck. Die Honda war stark lädiert. Gabel verbogen, vordere Felge hin, usw. Vor allem aber der Rahmen. Dieser wurde dann bei Köster wieder gerichtet. Nachdem ich halbwegs wieder laufen konnte wurde die Four zusammengebaut und es ging wieder mit Vollgas weiter, aber nur für kurze Zeit. Ich orientierte mich beruflich um auf Internationalen Fernverkehr. Meine Truckerzeit begann, da war keine Zeit mehr für Motorräder und die Four wurde abgemeldet. Ehe und Vaterfreuden folgten, sowie der Umzug nach Manching / Ingolstadt. Die Four kam zerlegt in den Keller, bis im Jahre 2005 der Neuaufbau begann. Das Rot gefiel mir ohnehin nicht mehr und ich entschied mich für Schwarz. Ansonsten orientierte ich mich mehr an der Originaloptik. Die Eckert-Fußrasten blieben noch eine Weile, der Stummellenker wurde, durch einen dem Original ähnlichen, ausgetauscht. Die Räder wurden ja schon zuvor durch originale Speichenräder ersetzt. Die zum Teil lädierte 300er Vier in Vier wurde durch eine nagelneue HM 341 ersetzt. Diese kostete damals gerade mal 700€ incl. Versand. Trotz des, wie ich meinte, niedrigen Preises gab es deswegen eine heftige Ehekrise. Da hätte ich die 300er für 1000€ auch nehmen können. Aber nachher ist man ja immer schlauer. 2008 machte ich mich dann alleine mit Unmengen Gepäck auf den Weg nach Melderslo zum Euro- Treffen. Seitdem bin ich auch Mitglied im CB Four-Club. Die darauffolgenden Edersee-Treffen besuchte ich regelmäßig sowie einige andere Four-Treffen auch. Mittlerweile ist meine K 6 mit 32er TMR´s bestückt und dreht selbst im 4. noch locker über 9500 U/min. In diesem Sinne immer Vollgas … Gerhard Königer 17