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Wannsee extra AUG/SEP 2017

Journal für Wannsee und Umgebung

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6 Wannsee extra Die Gotische Fontäne im Park Babelsberg. der Erweiterung des Schlosses auch Terrassen zu errichten, ging auf Hermann Fürst von Pückler- Muskau zurück, der sich 1842 um die Weitergestaltung des Babelsberger Parks bewarb und dem es gelang, den Architekten Ludwig Persius (1803-1845) von der Terrassen-Idee zu begeistern. Die Terrassen sollten nach Pücklers Bekunden wie „Schlossräume in vergrößertem Maßstab unter freiem Himmel“ wirken. Sie waren daher reich mit Blumen, Skulpturen, Mosaiken und exotischen Pflanzen geschmückt. Sie entstanden sukzessive zwischen 1843 und 1848. Auf unterschiedlichen Ebenen angelegt, über Treppen erreichbar, sind sie von den Innenräumen des Schlosses aus zugänglich und mit dem anschließenden Pleasureground verbunden. Ein fischblasenornamentiertes Geländer umfasst die Terrassenebenen. Lange eingelagert, konnte es restauriert und mit einer zusätzlichen Stützkonstruktion wieder montiert werden. Jede Terrasse ist spezifisch ausgestattet. Im Zentrum der Porzellanterrasse steht der jetzt wieder funktionierende Städte-Brunnen, der um 1863 in Gestalt einer gotischen Fiale und als Geschenk der Dombauhütte Köln zum Dank für die Bemühungen Friedrich Wilhelms IV. (1796-1861) und Wilhelms I. um die Vollendung des Kölner Domes errichtet wurde. Von den zahlreichen Tierplastiken auf der Porzellanterrasse haben sich die Gruppe „Adler und Geier um eine Gemse kämpfend“ von Christophe Fratin (1801-1864) und verschiedene Hundeplastiken von Elisabeth Ney (1833-1907) erhalten. Die Goldene Terrasse verdankt ihren Namen einem vergoldeten, bepflanzten Rankgerüst unmittelbar vor dem Erkerfenster des Arbeitszimmers der Prinzessin Augusta (1811-1890). Es konnte nach erhaltenen Teilen rekonstruiert werden und wird bald wieder Blütenfreude versprühen. Restauriert wurden zudem die stark geschädigten ornamentierten Bodenmosaike der Porzellanterrasse und der Goldenen Terrasse sowie die Beeteinfassungen aus vergoldeten Stahlseilen, die an Schiffstaue erinnern. Verloren gegangen war der blau gebänderte Belag der Blauen Terrasse. Die jetzt fertig gestellte Gliederung der Bodenoberfläche nimmt Materialität und Dimension der Babelsberger Terrassen in einem neuen Entwurf auf. Der östliche Teil der Blauen Terrasse wurde Anfang des 20. Jahrhunderts abgetragen. Die Bruchkante markiert ein einfaches Eisengeländer. Gartenmöbel Foto: SPSG/Leo Seidel aus Gusseisen zieren die Terrassen. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wird eine Sitzgruppe mit Motiven aus Eichenlaub und -ästen wieder auf der Blauen Terrasse aufgestellt. Vor der Blauen Terrasse stehen vier große neugotische Bänke, die bereits 2015 dank einer Spende restauriert und nachgegossen wurden. Sie gehen auf einen Entwurf von Johann Heinrich Strack (1805- 1880) um 1850 zurück. Eine kleine, zierliche Bank aus einer englischen Kunstgießerei, die sich am Teeplatz unterhalb der Porzellanterrasse befindet, vervollständigt das historische Gartenmobiliar. Südlich des Schlosses schließt sich die gestufte Voltaireterrasse an. Nachgüsse neogotischer Vasen schmücken die Balustraden der Terrassenabsätze. Der Tonfliesenbelag wurde saniert und ergänzt, die Pflanzflächen unter den Linden mit Efeu bepflanzt. Auf der zweithöchsten Stufe der Terrasse befindet sich der 1854 – anlässlich der Silber-

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