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DMG-informiert 2/2018

Spannende und bewegende Missionsberichte aus aller Welt. Unsere Mitarbeiter sind rund um den Globus im Einsatz, damit Menschen Gott begegnen. Thema dieser Ausgabe: Hoffnung für Europa?

EUROPA ÖSTERREICH

EUROPA ÖSTERREICH ITALIEN Was uns Hoffnung macht Christen aus anderen Ländern sind für uns immer wieder eine Ermutigung, viele Nichteuropäer unterstützen unseren Missionsdienst unter Einwanderern in Wien aktiv. Am Freitag war ich zum Gebetsabend einer arabischen Gemeinde eingeladen. Sie ist vor 25 Jahren von drei, vier Männern gegründet worden. Heute, freitagabends beim Gebet, ist ihr Saal brechend voll mit Familien mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die Jesus anbeten. Sie haben ein eigenes Programm für jede Altersgruppe. Beeindruckend, wie hingegeben sie beten. Ich durfte über unseren Dienst berichten. Ein Vater von vier Kindern war begeistert von der Manga-Bibel und dem Karton mit Kinderbibeln in Arabisch, die ich mitgebracht hatte. Meine Frau Junko stammt aus Japan, deshalb betreuen wir einen japanischen Gebetskreis. Der hat kürzlich einen Hausbasar veranstaltet, bei dem wir japanische und koreanische Gerichte angeboten haben. Tagelang haben wir gekocht, sogar die 86-jährige Kiga San war eifrig dabei. Es gab Onigiri, Ohagi, Kimchi, Chijimi und Jeon … Zudem veranstalteten wir ein Konzert mit Botschaft, meine Verkündigung ist Gott wirkt unter den Studierenden aus aller Welt hier in Wien. Oft gebraucht er ihre Einsamkeit, um zu ihnen zu sprechen. ins Chinesische und Japanische übersetzt worden. Der Erlös kam Mission in Japan zugute, eine nachahmenswerte Idee. Gott wirkt unter den Studierenden aus aller Welt hier in Wien. Oft gebraucht er ihre Einsamkeit, um zu ihnen zu sprechen. Yoyo aus Taiwan habe ich im November kennengelernt. Damals erzählte ich ihr von Jesus und lud sie in unsere Gemeinde ein. Seither hat sie viel mit Jesus erlebt. Zum Beispiel ist sie bewahrt geblieben, als ein Lastwagen sie an einem Zebrastreifen niedergefahren hatte und sie bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Kürzlich war Yoyo mit ihrem Studium fertig. Beim Abschied in unserer Gebetsgruppe gab ich ihr Psalm 91,11 mit: „Gott hat seinen Engeln befohlen, dich zu beschützen, wohin du auch gehst …“ Dieses Bibelwort berührte sie sehr und der Abschied fiel ihr sichtlich nicht leicht. Ich ermutigte sie und andere internationale Studenten, weiter die Bibel zu lesen, am Glauben festzuhalten und in ihrer Heimat Kontakte mit Christen zu pflegen. Bitte beten Sie für die vielen Menschen aus aller Welt, die hier in Wien eine Begegnung mit Gott haben. Hausbasar des japanischen Gebetskreises Gerhards Botschaft wird übersetzt Ausverkauf wegen Geschäftsaufgabe Wir schlendern durch die Altstadt von Sansepolcro (16.000 Einwohner) in der Toskana. Schon wieder ein Schaufenster mit dem Schild: „Ausverkauf wegen Geschäftsaufgabe!“ Es ist bereits der dritte Laden, der dichtmachen wird, auf nur wenigen Metern in der Haupteinkaufsstraße. „Die Lage ist hoffnungslos“, hören wir von den Besitzern. Die Wirtschaftskrise in Italien macht ihnen das Leben schwer. Vielen bleibt nur Resignation und aufgeben, sagen sie. Hoffnung für Europa? Für Sansepolcro? An diesem Abend kommt uns Jesus in den Sinn, wie er über Jerusalem weint. Weil die Menschen ihn nicht kennenlernen wollten als Retter – als den Gott, dem NICHTS unmöglich ist! Das gibt uns Hoffnung für Europa. Gerade jetzt, an einem Tiefpunkt der Geschichte, muss unser Kontinent das Evangelium hören. Denn unsere Nachbarn, Freunde und Kollegen können ohne Jesus keine Hoffnung haben, ganz egal ob sie aufgeben und auswandern oder ihr Laden plötzlich wieder Gewinn abwerfen sollte. Paulus sagte im Epheserbrief (Eph. 2,12): „Ihr wart damals von Christus getrennt … hattet keine Hoffnung und lebtet ohne Gott in der Welt.“ So ist es auch heute: Keine Hoffnung! Nur wo Jesus den Laden übernimmt, das Leben jedes Einzelnen, gibt es Hoffnung und Veränderung. Als Gläubige leben wir diese Hoffnung mit unseren Nachbarn, auf der Arbeit und überhaupt. Wir bleiben dankbar und stimmen nicht ins Klagen mit ein. Das ermutigt die Menschen, genauer hinzuschauen, was uns so mutig leben lässt. Keine Religion, kein Hobby, keine Diät, kein volles Bankkonto. Nur Jesus Christus. Derselbe gestern, heute und in Ewigkeit! Christlicher Büchertisch in der Innenstadt 18 Gerhard und Junko Deimel P83250 Thomas und Rebecca Kroeckertskothen P10350

POLEN RUMÄNIEN Leise und heimlich hat sich der Gedanke eingeschlichen. Unverhofft wurde er greifbar, anders als erwartet. Wenn wir zurückblicken, waren die Spuren vorher schon erkennbar, nur wir haben in die andere Richtung geschaut: Laetitia und ich (Dirk) hatten schon seit unserer Kindheit Mission auf dem Herzen. Bewusst haben wir Südostasien, den Nahen Osten, Nordafrika und Zentralasien bereist, wo wir als christliche Fachkräfte arbeiten wollten. Wir haben uns vorbereitet und die theologische Ausbildung begonnen. Vielleicht hat Gott damals schon unsere Gedanken umsortiert. Bemerkt haben wir das noch nicht, denn unser Blick war in die Ferne gerichtet. Jesus gebrauchte eine Freundschaft, um uns aufs Ziel aufmerksam zu machen. 2011/12 waren wir mit der theologischen Ausbildung fertig und wollten endlich in die Mission, doch er ließ uns warten. Erst 2016 fiel es uns (wie bei Paulus in Apg. 9,18) wie Schuppen von den Augen: Europa ist der Kontinent und Polen das Land! Hier will Gott uns haben, nicht in Asien oder Afrika. Dirk und Laetitia Held mit ihren Kindern Tabéa und Elias sind auf dem Weg nach Polen, wo sie im Gemeindeaufbau tätig sein werden. Neue Missionare für Polen Europa ist der Kontinent! Aus heutiger Sicht war es großartig, wie Gott uns vorbereitet hat. Wir passen nach Polen. Hier möchten wir Gemeinde bauen, wie Hirten sich um Schafe kümmern: Wir möchten die kleine Herde beschützen und auf gute Weiden führen, damit sie wächst. Unsere Schwerpunkte werden Lehre in Groß- und Kleingruppen sowie die persönliche Betreuung Einzelner sein. Wir möchten verlorene Schafe suchen und in die Herde bringen. Dazu kommt Leiterschulung, damit sich mehr polnische Hirten um ihre Schäflein kümmern. Wir werden Christen motivieren und fördern, Verantwortung zu übernehmen, Fähigkeiten zu trainieren und Wissen zu erwerben. Wir freuen uns auf unseren Einsatz und sind voll Hoffnung, dass Gott durch uns Gemeinde baut. Er hat nicht nur ferne Länder auf dem Herzen, auch die in der Nähe! Es gibt Hoffnung für Polen. Wir alle können Hoffnungsträger sein, manchmal aber anders als wir uns das vorstellen. Tausende Kinder hören von Jesus Die Kinder kommen lachend angerannt, sobald sie uns sehen. Sie können es kaum erwarten, von Jesus zu hören, und bringen ihre Freunde mit. „Die Gute Nachricht für Rumänien“ heißt unsere Kampagne des rumänischen KEB-Zweigs (Kinder entdecken die Bibel), die wir jeden Sommer in einem anderen Landkreis abhalten. Gemeinsam mit christlichen Gemeinden vor Ort bieten wir fünf Tage ein buntes, kindgerechtes Programm mit klarer Botschaft an. Wir stellen den Gemeinden Hilfsmittel und Freiwillige zur Verfügung, die wir im Vorfeld geschult haben. Die Gemeinden entscheiden selbst, wo und wie die Programme für Fünf- bis Zwölfjährige stattfinden. Zum vereinbarten Termin stoßen wir als Vollzeitmitarbeiter zu den lokalen Teams und halten täglich drei bis vier Einsätze in mehreren Orten ab. So erreichen wir manchmal hunderte Kinder pro Tag. Es ist spannend, wir kennen meist weder die lokalen Mitarbeiter, noch die Orte, in die wir fahren. Man weiß nie, was einen erwartet. Ich kam im Landkreis Iași im Nordosten an der Grenze zu Moldawien in die kleine Stadt Târgu Frumos. Wir waren ein Team von sechs Leuten und hatten täglich vier Kinderprogramme. Die drei örtlichen Mitarbeiterinnen Viorica, Lidia und Madalina hatten wenig Erfahrung. Sie waren motiviert und hatten Lampenfieber. Die Kinder kamen gerne und hörten aufmerksam zu. Wir ermutigten die drei jungen Frauen, die Arbeit weiterzuführen. Sie wollen künftig jeden Samstag eine Jungscharstunde anbieten. Bitte beten Sie für diese kleine ev. Gemeinde. Ein Mitarbeiter bedankte sich begeistert: „Wenn ich alleine gewesen wäre, hätte ich vielleicht 20 Kinder mit dem Evangelium erreicht, zusammen mit euch waren es 3.500! Das ist Teamarbeit, Gott sei gepriesen!“ Im Juli 2018 tragen wir „Die Gute Nachricht für Rumänien“ in den Landkreis Suceava. Bitte beten Sie, dass Jesus Kinderherzen verändert und sich genug Mitarbeiter finden. NEU: Dirk und Laetitia Held P10903 Margret Hildebrandt P10239 19