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der letzte versuch

12 nehmen wir ihn

12 nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern aus deiner guten und geliebten Hand.“ (Dietrich Bonhoeffer (1944)) „In dir ist Freude in allem Leide …“ (Cyriakus Schneegaß (1598)) wird zu: „In mir ist Freude in allem Leide …“ „… denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, …“ (Röm8, 28) Gott lieben heißt: Die Dinge mit Gottvertrauen, mit anderer Einstellung, sehen. Max Planck kommentiert: "Wem es gelingt, sich bis zu dieser Lebensanschauung zu erheben, der ist wahrhaft glücklich zu preisen." (aus: Vorträge und Erinnerungen, 1949; alle weiteren Zitate Plancks sind dieser Quelle entnommen). 1Petr4, 19: „Darum sollen auch die, die nach Gottes Willen leiden, ihm ihre Seele anbefehlen als dem treuen Schöpfer und Gutes tun.“ Ein Ausspruch Leo Tolstois war: Suche im Leiden den Samen deines zukünftigen geistigen Wachstums, sonst ist das Leben sehr bitter. Wenn man Leid schon nicht verhindern kann, ist es doch das Klügste, sich Hilfe zu holen. Zusätzlich hat man „volle Genüge“ (Joh10, 11), ein Leben mit wenig Angst, Sorgen und Ärger. Man braucht auf nichts zu verzichten, man verzichtet freiwillig. Das ist wie freiwillige Zwangsarbeit die Einstellung macht´s (siehe dazu III.2.4). Umso herrlicher wird unser Leben im Himmel sein, sonst hätte Gott uns das nicht zugemutet. Röm8, 18: “Denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll“, nämlich Offb21, 4: „… und Gott wird abwischen alle Tränen …“ nach leiblichem Tod und Auferstehung. Für mich gilt ganz sicher: Hätte es einen Weg ohne Leid gegeben, so hätte ihn Gott gewählt. Gott will nun das Leid zulassen um seines – hier beschriebenen - Planes willen. Kann willkürliches Schicksal so planvoll sein? Um es noch einmal zu sagen: Weil Freiheit Überwindung bedeutet, und Überwindung Schwierigkeiten – sprich: Leid und Verzicht – bedingt (man muss ja was zum Überwinden haben, was Gott manchmal noch verschärft), ist Freiheit ohne Leid nicht zu haben. Für den Reifeprozess des Menschen ist Leid (z. B. Verachtung) nützlicher als Glück (z. B. Bewunderung). Bei Leid sucht man Hilfe – sinnvollerweise bei Gott, bei Glück bleibt man meist bei sich selbst – unglücklicherweise. Wie Gott – auch schwer Leidenden - hilft, wissen wir nicht, nur der Betroffene selbst, wenn überhaupt. Und überhaupt: Klagen sollte man – wenn überhaupt – nur über sein eigenes Leid. Was andere angeht, so sollen wir helfen und trösten. Ob Gott ungerecht ist/war, können wir nicht beurteilen; es scheint möglicherweise so. Wir sehen zu kurz. Auch kollektives Leid (Krieg, Katastrophen, Schicksalsschläge, …) ist Leid des Einzelnen, es scheint es nur zu potenzieren, soll aber Gottes Ruf zur Umkehr intensivieren. Alles Leid – um es nochmals zu sagen – soll zum Wesentlichen – zu Jesus – führen und ist als Hilfe aus Gottes Liebe gedacht. Auch dazu finden wir ein Beispiel in der Bibel: Lk13, 1f, wo unschuldige Menschen durch Katastrophen bzw. durch Willkür getötet werden. Jesus weist dort nur auf unsere erforderliche Umkehr hin. Aus welchen umfassenderen Gründen es Kriege, Katastrophen, … gibt, weiß Gott allein. Er hat bei seinen Fügungen immer mehreres im Blick. Für uns gilt das Leid des Einzelnen. Gott bedient sich auch anderer Menschen und unserer eigenen Fehler, um zur Veränderung durch Leid zu führen. Wenn ich allerdings an das unermessliche Leid in der Welt, z. B. durch Hitler und weitere, denke, wird mir doch bange. Und trotzdem gilt, was ich über kollektives Leid gesagt habe. Gott ist mit dem Weg seines Sohnes Jesus bis zu dessen Tod am Kreuz durch tiefstes Leid gegangen, für unsere Erlösung (Erklärung kommt noch). So gehen wir auch selbst durch Leid für unsere Freiheit. Wenn jemand etwas zulässt, was er verhindern kann, dann muss er

13 gewichtige Gründe haben. Also: Wenn auch das Leid uferlos ist und Gott auch noch schweigt, so will er doch Gutes. Wenn dieses Leid kommt, dann wäre es gut, wenn man Gott schon gefunden hätte. Gott wirkt durch das Leid – für wen, wodurch, wozu – mag unklar bleiben …denen, die Gott lieben, dienen alle Dinge zum Besten… und „ … Und müsstest du dein Liebstes missen, …, dass Gott nie einen Fehler macht!“ (Lied 1943 von Herbert Sack im Kessel von Stalingrad gedichtet, s. S 26). Zusammengefasst: Ohne das Böse (Mensch, Natur, Schicksal, Katastrophe, …) kein Leid; ohne Leid keine Überwindung, ohne Überwindung keine Freiheit (Jesus); ohne Freiheit keine Herrlichkeit (Gott). In der täglichen Bibellese „Der Herr ist nahe“ vom 29.10.2015 las ich die Inschrift, angeblich auf einem Grabstein: „Gott, ich danke dir für alles Glück, aber noch mehr danke ich dir für alles Unglück.“ Aber auch, wenn ich mich im Leid geborgen fühle, so tut es doch sehr weh. In einem Satz: Ohne Leid wäre keine Schöpfung!!!!! Letzte Anmerkungen zum Leid: Wenn es die Auferstehung nicht gäbe, sprich Jesus nicht gäbe, sprich Gott nicht gäbe, wäre die Schöpfung sinnlos. Welchen Sinn sollte sie sonst haben? Und kann es überhaupt etwas Sinnloses geben, das ist doch ein Widerspruch in sich selbst. Da es die Schöpfung nun mal gibt, hat sie einen Sinn, also hat das Leid einen Sinn, in sinnvollem kann es nichts Sinnloses geben. Jedem Sinnvollen muss ein Plan zugrunde liegen, sonst wäre es nicht. Für jeden Plan muss es einen Planer geben. Und wer – außer Gott – könnte das sein? – III.2.4) die Lösung: Jesus Und da sind wir bei der Durchführung der Idee Gottes zur Erlösung: Jesus, der Sohn Gottes. Während unseres Menschseins sollen wir alles ausleben, was uns von Gott trennt, was wir im Vor- Universum nicht ausleben konnten. Im Himmel konnten die Grausamkeiten, wie wir sie auf Erden erleben, nicht durch abgefallene Engel begangen werden, dazu mussten wir erst Mensch werden. Wenn wir dann noch unsere uns von Gott zugedachten Aufgaben erfüllen (gibt uns der Hlg. Geist ein), unser Quantum Leid zur Veränderung nutzen, unsere Schuldverfallenheit er- und bekennen, und noch zu Jesus finden würden durch Anerkennung seines Herrschaftsanspruches, so hätten wir unseren Sinn erfüllt. Für Menschen, die Gott anhangen, ist auch schweres Leid leichter, denn in Mt11, 30 sagt Jesus: „Mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht“. Das heißt nicht, dass z. B. Schmerzen weniger werden, die Einstellung dazu ändert sich durch Jesus. Es entstehen Hoffnung, Erwartung, Vertrauen auf Besseres (Röm8, 18: „Denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, …“), frei nach dem Motto: „Das einzig Gute an mir ist meine Laune.“ Geteiltes Leid ist halbes Leid, sagt der Volksmund. Wir finden das schon im Psalm73, 26: „Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allzeit meines Herzens Trost und mein Teil“. Gesundheit, Wohlstand, Ansehen, Not, Gefahr, …. verlieren ihre Wichtigkeit. Paul Gerhardt in „Ist Gott für mich…“, 5. Strophe: „… kein Unheil mich betrübt.“ Auch schwere Last ist dann leichter. In Mt11, 28 steht: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“ Dann kann man auch Zwangsarbeit mit Freude tun. Petrus konnte ruhig schlafen, trotz äußerer Gefangenschaft (Apg12, 6.7). Ich kann ruhig schlafen trotz meiner inneren Gefangenschaft. Wir sind geborgen. Die wichtigste Erkenntnis, die wir erhalten können, ist das Wort Jesu in Joh15, 5: „… denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Wir sehen und erkennen nichts. Ich weiß nicht, und ich kann nicht. Dazu passt auch 2Kor1, 9: „… Das geschah aber darum, dass wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst stellten, sondern auf Gott, der die Toten

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