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Sport | Regional

Sport | Regional Samstag, 14. April 2018 Fußball: Klare Regelung in der A-Liga MÜNSTER. Die Saison bei den Fußballern geht in die Endphase. Ein untrügerisches Bild: Aufund Abstieg sind ein Thema, werden diskutiert. Spätestens seit die Aussicht besteht, dass den Vizemeistern von der Bezirks- bis zur Westfalenliga eine zusätzliche Beförderung winkt. Dabei herrscht aktuell im Fußballkreis Münster allerdings eine irrige Annahme hinsichtlich der Abstiegsregelung in der Kreisliga A vor. Ein vermehrter Aufstieg – eben durch den Staffelersten und den -zweiten – hat keinen Einfluss auf die Zahl der Absteiger. Der 15. und 16. je A- Liga-Staffel muss in die B- Liga. Ein möglicher freier Platz durch einen weiteren Aufsteiger führt zu einem vermehrten Aufstieg aus der B-Liga. Sollte eine Mannschaft aus der Bezirksliga in den Kreis Münster zurückkehren, bleibt es bei vier Absteigern aus dem Kreisliga-Oberhaus, also den beiden Letzten der jeweiligen Staffeln. Bei zwei Bezirksliga- Absteigern müssten fünf A-Ligisten in die B-Liga wandern. Der fünfte Absteiger wü rde in einem Entscheidungsspiel ermittelt. Weiterhin denkbar, aber aufgrund der aktuellen Tabellensituation eher unwahrscheinlich, sind drei Bezirksliga-Absteiger. Dann wü rde es die A-Ligisten auf den jeweiligen Plätzen 14, 15 und 16 erwischen. Bei vier aufzunehmenden Bezirksligisten wü rde ein Entscheidungsspiel der Tabellen-13. einen siebten Absteiger in die B- Liga ermitteln. (uni) Jetzt zählt’s Badminton: Union peilt gegen den TSV Trittau das Final Four an Von wegen aller guten Dinge sind drei. Das soll nicht für den TSV Trittau gelten. Denn nach den zwei Siegen des Gastes in der Normalrunde der Badminton­Bundesliga, soll es im Viertelfi nale am Samstag (14. April, 16 Uhr) bei Union 08 Lüdinghausen nichts zu holen geben. Von Markus Kleymann LÜDINGHAUSEN. Bange machen gilt nicht. Von einem Angstgegner will Union- Coach Christoph Schnaase nicht sprechen. Aber er weiß genau um die schwarze Serie, die Lüdinghausens Badminton-Bundesligateam gegen den TSV Trittau aufweist. Nicht erst seit der aktuellen Spielzeit. Sogar in den fünf Begegnungen dieser und der letzten Saison hieß der Sieger immer: TSV Trittau. „Einmal muss die Serie reißen“, gibt sich der Trainer vor dem Viertelfinale am heutigen Samstag (14. April, 16 Uhr) in der Sporthalle des St.-Antonius-Gymnasiums optimistisch. „Wir haben unser Publikum im Rücken und wollen es unbedingt unter die besten vier Badmintonteams in Deutschland schaffen“, so Christoph Schnaase. Denn nur der Sieger fährt zum Final Four nach Saarbrücken drei Wochen später. „Einmal muss die Serie reißen.“ Union­Coach Christoph Schnaase Dort spielen dann die beiden bestplatzierten Teams der Bundesliga-Vorrunde – der BC Bischmisheim und der BC Beuel – sowie die Sieger der beiden Viertelfinal-Begegnungen Union 08 gegen Trittau so- Konzentration auf Trittau: Roman Zirnald (l.), Robert Blair und Union 08 Lüdinghausen. Foto: Christian Besse wie BV Mülheim gegen TV Refrath die drei Meisterschaftsmedaillen aus. Und da würden die Lüdinghauser allzu gerne wieder mitmischen. Doch vorher zählt nur das Jetzt. Aller Voraussicht nach kann der Trainer auf seinen gesamten eingespielten Kader zurückgreifen, der sich mit Platz vier in der Vorrunde das Heimrecht erkämpft hat. Dazu zählen die deutschen Nationalspieler Josche Zurwonne, Kai Schäfer, Linda Efler, Yvonne LI und Eva Janssens. Hinzu kommen der mehrfache österreichische Meister Roman Zirnwald, der niederländische Vizemeister Nick Fransman sowie der ehemalige schottische Weltklassespieler Robert Blair, der als Trainer hauptberuflich die schottische Juniorennationalmannschaft betreut. Besonders setzen die Unionisten in dem Viertelfinale auch auf die Fans aus den benachbarten Vereinen, die stets extra eingeladen werden. So hat sich beispielsweise schon eine große Delegation vom TV Emsdetten angesagt – dem Heimatverein von Union- Spielerin Linda Efler. Insgesamt erwartet Christoph Schnaase sieben sehr enge Begegnungen, so dass die Zuschauer mit Sicherheit spannende Spiele sehen werden. Eintrittskarten sind noch an der Tageskasse in ausreichender Anzahl erhältlich. „ Wir haben unser Publikum im Rücken und wollen es unbedingt unter die besten vier Badmintonteams in Deutschland schaffen. Union­Coach Christoph Schnaase„ LESERREISEN KEUKENHOF/ NIEDERLANDE … MIT DER SCHÖNSTE FRÜHLINGSPARK DER WELT. TAGESFAHRT | DIENSTAG, 24.04.2018 Der Keukenhof ist das internationale Schaufenster der Niederländischen Blumenzucht. Im Park konzentriert sich der Schwerpunkt auf die 7 Millionen Frühjahrsblumenzwiebeln. In mehr als 20 Blumenschauen präsentieren 500 Blumenzüchter Schnittblumen und Topfpflanzen in all ihrer Vielfalt. In den Pavillons wechseln sich über 20 Blumen- und Pflanzenshows ab. Das Keukenhof Thema 2018 ist „Blumenromantik“. Romantik und Blumen sind untrennbar miteinander verbunden und das ist die Inspirationsquelle für das Thema in der kommenden Keukenhof Saison. Erleben Sie einen schönen Tag und nehmen neue Ideen mit nach Hause! LEISTUNGEN: • Fahrt im modernen Fernreisebus mitWC • Eintritt Keukenhof • ca. 5 Stunden individueller Aufenthalt ABFAHRTSORTE: 07.00 Uhr Münster (Busparkplatz: Hafenstr./Ecke Frie-Vendt-Platz) 07.35 Uhr Greven (Rathaus) RHODO 2018 IN WESTERSTEDE BLÜTENPARADIES FÜR PROFIS & LEIDENSCHAFTLICHE ENTDECKER TAGESFAHRT | DONNERSTAG, 17.05.2018 pro Person €45,- pro Person € 38,- Erleben Sie Ihr blühendes Wunder! Alle vier Jahre findet in Westerstede, Europas größte Rhododendronschau statt. Mitten in der grünen Gesundheitsstadt im Herzen des Ammerlandes stehen dann die unterschiedlichsten Arten von Rhododendren und Azaleen in voller Blüte. Besonders in den Monaten Mai und Juni eines jeden Jahres verwandeln die vielen Baumschulbetriebe das Gebiet um Westerstede in eine blühende Parklandschaft. Die RHODO ist daher auch nicht mit den Blumenschauen zu verwechseln, da die„Ammerländer Rhododendronzucht“ auf ein über 225-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Eingebettet in ein farbenfrohes Blütenmeer aus Rhododendren und Azaleen, laden stilvolle, weiße Pagodenzelte im Herzen von Westerstede zum Stöbern ein. Schönes für Freizeit und Hobby, Dekoratives und Praktisches für Haus, Hof, Garten und Balkon und eine breitgefächerte Auswahl von regionalen und überregionalen Ausstellern erwarten die Besucher. LEISTUNGEN: • Fahrt im modernen Fernreisebus mitWC • Eintritt RHODO • ca. 5 Stunden individueller Aufenthalt ABFAHRTSORTE: 07.00 Uhr Münster (Busparkplatz: Hafenstr./ Ecke Frie-Vendt-Platz) 07.35 Uhr Greven (Rathaus) BREMERHAVEN 3. SeeStadtFest – LANDGANG BREMERHAVEN GÖNNEN SIE SICH EINEN SCHÖNEN UND ERLEBNIS- REICHEN TAG IN DER SEESTADT BREMERHAVEN TAGESFAHRT | DONNERSTAG, 24.05.2018 Seien Sie dabei und erleben das große„SeeStadtFest – Landgang Bremerhaven“. Es erwartet Sie ein abgerundetes Programm und reichlich Windjammer zum Anschauen und Anfassen. Originelle Kleinkünstler, Street Food und maritimes Kunsthandwerk sind ebenfalls zu erleben. Ein vielfältiges Musikprogramm sowie Aktivitäten für Kinder runden die erlebnisreichen Tage ab. Stars aber sind die großen und kleinen Schiffe unter Segel oder mit Motor.Vielleicht besuchen Sie die„Havenwelten“, ein maritimes Zentrum in Bremerhaven mit einzigartigen Attraktionen wie dem Klimahaus, Bremerhaven 8° Ost und der Aussichtsplattform SAIL City. Dazu das erfolgreiche Deutsche Auswandererhaus, das Deutsche Schifffahrtsmuseum und das U-Boot„Wilhelm Bauer“. LEISTUNGEN: • Fahrt im modernen Fernreisebus mitWC • Individueller Aufenthalt in Bremerhaven • Rückfahrt um ca. 18:00 Uhr ab Bremerhaven pro Person € 29,- ABFAHRTSORTE: 06.25 Uhr Münster (Busparkplatz: Hafenstr./Ecke Frie-Vendt-Platz) 07.00 Uhr Greven (Rathaus) Informationen und Buchung 02864.8800-134 Kardinal-von-Galen-Straße 9 · 48734 Reken · info@lms-reisen.de Termine Heimspiel­Tipps für das Wochenende Badminton Playoff­Viertelfinale zur Deutschen Meisterschaft: Union 08 Lüdinghausen ­ TSV Trittau (Sa., 16 Uhr, Sporthalle St. Antonius Gymnasium) Handball 2. Bundesliga: TV Emsdetten ­ Wilhelmshavener HV (Sa., 19 Uhr, Emshalle) Verbandsliga Frauen: Westfalia Kinderhaus ­ ASV Handball­Westfalen (Sa., 17 Uhr, Sporthalle Schulzentrum) Fußball Westfalenliga: Preußen Münster II ­ BSV Roxel (So., 15 Uhr, Tilbecker Straße) Kontakt zur Sportredaktion sportredaktion@agmuensterland.de Die heiße Phase... ...für den 13. Sparkassen- Münsterland-Giro wurde am Donnerstag stimmungsvoll vor dem Schloss eingeleitet. Auch ein Indiz dafür, dass sich die Interessierten sputen sollten. Dabei wartet erneut die Chance, mit einem Frühbucherrabatt Geld zu sparen. Zudem können die Radfahrer, die sich bis zum 30. April (Montag) anmelden, ein einwöchiges Trainingslager auf Mallorca gewinnen und sich dort auf das Rennen am 3. Oktober (Mittwoch) vorbereiten. Anmeldungen sind online (ww w w.muensterland-giro.de) möglich. (uni) Karl Toom wechselt zum TVE Handball: Rückraumspieler kommt aus Neuhausen EMSDETTEN. Die Kaderplanung für das Zweitligateam des TV Emsdetten zur nächsten Spielzeit schreitet weiter voran. Der estnische Handballnationalspieler Karl Toom wechselt zur Saison 2018/19 vom TV Neuhausen nach Emsdetten und erhält einen Zwei-Jahres- Vertrag. Der 20-jährige Toom gilt als eines der größten Handballtalente im osteuropäischen Raum und möchte mit dem Sprung von der 3. Liga Süd in die 2. Handball-Bundesliga den nächsten Schritt in seiner noch jungen Karriere machen. Dabei bringt Toom alle Attribute eines Top-Talentes mit. 1,95 Meter bei 97 Kilogramm misst der kernige Este, der derzeit noch beim TV Neuhausen unter Vertrag steht. Zusätzlich bringt er internationale Erfahrung mit an die Ems. In seinen jungen Jahren hat Toom bereits über 20 A-Nationalländerspiele für Estland absolviert. „Karl hat seine handballerische Entwicklung sicherlich noch nicht abgeschlossen, doch vor allem bei der Deckungsarbeit bringt er enormes Potenzial für sein junges Alter mit“, freut sich der Sportliche Leiter Holger Krimphove auf den Rückraumspieler. (pm)

Sport Samstag, 14. April 2018 Augen zu und durch: Was in dieser Szene Martin Kobylanski (Münster, l.) und Ronny König (Zwickau) im Kampf um den Ball zeigen, ist für manchen Verein der Leitgedanke des Handelns. „ Jeder muss sich genau überlegen: Was habe ich zur Verfügung? „ Ronald Maul, Geschäftsführer des SV Meppen Sportnotizen Eishockey: Bullen oder Bären? BERLIN. Das Finale 2018 ist das Halbfinale der Vorsaison. Dabei setzte sich der aktuelle Titelverteidiger EHC Red Bull München gegen die Eisbären Berlin durch. Nach dem Auftakt der Best­of­Seven­Serie am Freitag in der bayrischen Landeshauptstadt, haben die Eisbären am Sonntag (15. April, 14.30 Uhr) erstmals Heimrecht. Sämtliche Begegnungen der Finals werden live auf Sport 1 übertragen. Das dritte Spiel findet am Mittwoch (18. April, 19.30 Uhr) in München statt, das vierte ist für den 20. April (Freitag, 19.30 Uhr) in Berlin terminiert. Weitere Termine – falls notwendig – wären der 22., 24. und 25. April. (uni) DFB­Pokal: Vier wollen nach Berlin 3. Liga – Pleiteliga? Fußball: Der Kampf um die schwarze Null / Viele Vereine haben finanzielle Not Mindestens neun Vereine in der 3. Liga haben finanzielle Probleme. Die Clubs riskieren viel, sie fordern gleichzeitig mehr Unterstützung vom DFB. Gemeinsam arbeitet man an einem Modell des „Financial Fairplay“. Von Nils Jewko LEIPZIG. Im offiziellen Logo der 3. Liga ist auch die kleinere Zahl problemlos zu erkennen. Am äußeren Rand steht in goldener Farbe: „10 Jahre“. Es ist ein kleiner Hinweis auf die Jubiläumssaison der höchsten Spielklasse im Deutschen Fußball-Bund (DFB). Zehn Jahre nach Gründung einer eingleisigen 3. Liga lassen sich in den Club-Bilanzen aber auch Hinweise finden, die zeigen, dass in dieser Saison erneut viele Vereine finanzielle Probleme haben. Mindestens neun sind betroffen. „Es gibt leider einige Clubs, für welche die Finanzen eine Gratwanderung sind“, heißt es aus der DFB-Zentrale. Die Verantwortlichen in Frankfurt sind sich bewu sst über eine Problematik, die sich in voller Härte beim FC Rot- Weiß Erfurt zeigt, dem vor wenigen Wochen neun Punkte aberkannt wu rden – und er somit erster Absteiger ist. Der Tabellenletzte hatte angesichts von acht Millionen Euro Schulden einen Insolvenzantrag gestellt. Am vergangenen Dienstag folgte der Chemnitzer FC mit dem gleichen Schritt. Den Weg einer geordneten Insolvenz hatten vergangene Saison bereits der VfR Aalen und der FSV Frankfurt eingeschlagen. Die Finanznöte der Vereine sind nicht neu. Sie kratzen schon länger am Image der 3. Liga, die in der öffentlichen Debatte schon mal als „Pleiteliga“ abgestempelt wird. Die Gründe werden beim Verband, aber auch bei den Vereinen gesucht. Veränderungen: Ronald Maul nimmt die Vereine in die Pflicht.Foto: mak Ronald Maul nimmt die Clubs in die Pflicht, wenn es um die Personalkosten geht. „Jeder muss sich genau überlegen: Was habe ich zur Verfügung? Und welches Risiko gehe ich ein?“, sagt der Geschäftsführer des SV Meppen. „Ich bin mir sicher, dass generell ein Umdenken in den einzelnen Vereinen stattfinden muss.“ Der ehemalige Profi spricht eine Praxis an, die sich in der 3. Liga regelmäßig beobachten lässt. Manche Vereine planen mit mehr Geld, als sie tatsächlich zur Verfügung haben. „Eine zu hohe Risikobereitschaft“, wie es vom DFB heißt. Diese ist offenbar bei Vereinen in Ostdeutschland besonders groß. Der FC Carl Zeiss Jena und der FC Hansa Rostock sind stark abhängig von Investoren, die zuletzt auf Forderungen in Millionenhöhe verzichteten. Beim Halleschen FC setzt man auf kreative Wege, wie etwa ein Benefiz-Schnitzelessen, um die Etat-Lücke von rund 1,5 Millionen Euro zu schließen. Beim Chemnitzer FC mussten schon die Stadt und ein Energiekonzern mit Millionen aushelfen. Das sind nur Auszüge einer Liste, die sich bundesweit durch Vereine wie den SC Paderborn, den Karlsruher SC oder den VfL Osnabrück ergänzen lässt. Die schwarze Null – sie scheint für manche Clubs in dieser Liga kaum realisierbar. Dahinter verbirgt sich meist ein Zusammenspiel von eigenen Fehlern und einer strukturellen Kritik, die von den Vereinen geäußert wird. „In der 3. Liga ist es nicht möglich, Gewinne einzufahren. Die Zukunft von Hansa Rostock kann nicht die 3. Liga sein“, sagte der Vorstandsvorsitzende Robert Marien während der letzten Mitgliederv ersammlung. Ein besonderes Anliegen der Vereine in dieser Strukturfrage sind die Fernsehgelder. „Ich glaube, dass wir in der 3. Liga den gleichen Aufwand haben, eher mehr – wir haben ja noch zwei Mannschaften mehr dabei. Aber die Fernsehgelder sind halt das Zehnfache weniger“, sagt der Sportv orstand des Chemnitzer FC, Steffen Ziffert. Die Drittligisten erhalten vom DFB in dieser Saison 12,8 Millionen Euro. Zum Vergleich: Die Deutsche Fußball Liga verteilt an die 36 Erst- und Zweitligisten rund eine Milliarde Euro. Trotz aller Kritik beweisen einige Vereine aber auch, dass eine positive Entwicklung möglich ist. Als Vorzeigebeispiel dient oftmals der 1. FC Magdeburg, der von hohen Zuschauerzahlen profitiert. Auch beim SV Meppen schreiben sie schwarze Zahlen – das war in der Vergangenheit nicht immer so. „Wir sind in der Lage, unsere Kosten zu decken. Wenn jeder damit anfängt, wäre das sicherlich ein Schritt nach vorne“, sagt Ronald Maul. Der DFB arbeitet gemeinsam mit den Clubs am Modell eines „Financial Fairplay“. Dieses soll nach Angaben des Verbands nicht auf Strafen setzen, sondern nachhaltig wirtschaftende Vereine belohnen. (dpa) BERLIN. Vier wollen nach Berlin, doch dort ist im DFB­Pokalfinale am 19. Mai (Samstag) nur Platz für zwei Mannschaften. Diese beiden Plätze gilt es im Halbfinale in der kommenden Woche zu ergattern. Am Dienstag (17. April) erwartet im ersten Semifinale Bayer 04 Leverkusen den alten und neuen Deutschen Meister FC Bayern München. 24 Stunden später treff en am Mittwoch (18. April) der FC Schalke 04 und Eintracht Frankfurt aufeinander. Beide Partien – Beginn ist jeweils um 20.45 Uhr – werden in der ARD übertragen. (uni) Fußball Bundesliga TSG Hof enh. ­ Hamburger SV Sa. Hertha BSC ­ 1. FC Köln Sa. B. Leverkusen ­ E. Frankfurt Sa. VfB Stuttgart ­ Hannover 96 Sa. B. München ­ B. M’gladbach Sa. VfL Wolfsburg ­ FC Augsburg Fr. FC Schalke 04 ­ Bor. Dortmund So. Werder Bremen ­ RB Leipzig So. FSV Mainz 05 ­ SC Freiburg Mo. Ein Grund zum Feiern B.F.C. Germania 1888 Berlin: Der älteste Fußballclub wird 130 Von Uwe Niemeyer Ob es an der oft besungenen „Berliner Luft“ liegt? Fakt ist, dass sie dem B.F.C. Germania 1888 nicht ausgegangen ist. Der älteste Fußballverein Deutschlands feiert am Sonntag (15. April) seinen 130. Geburtstag. Und das mit einem Heimspiel – inzwischen in der B-Liga. BERLIN. „Wir bauen ein paar Stände mehr auf, der Stadionsprecher sorgt für Stimmung und wir präsentieren einige neue Fanartikel“, lässt der 1. Vorsitzende Heinz-Dietrich Kraschewski im Vorfeld schon Partystimmung erahnen. Der Verein, der am 15. April 1888 vom damals 17-jährigen Paul Jestram, seinen Brüdern sowie ein paar Schulfreunden gegründet wurde, ist nicht der erste Fußballverein Deutschlands. Zuvor wurden schon der Berliner Fußball-Club Frankfurt (1885) oder der SC Germania in Hamburg (1887) aus der Taufe gehoben. Allerdings bestehen diese Teams nicht mehr. Auch lässt das Gründungsjahr einiger Fußballvereine Rückschlüsse zu, sie wären vor 1888 gegründet worden. Wie der TSV 1860 München, der VfL Bochum 1848 oder der SSV Ulm 1846. Tatsächlich aber existierten sie zunächst als Sportvereine. Erst später wurden Fußballabteilungen gebildet. Anders in der Bundeshauptstadt. Da es 1888 noch keine eigenen Sportplätze gab, nutzte der B.F.C. Germania zunächst das Tempelhofer Feld, auf dem später der Flughaufen errichtet wurde. Die Anfänge waren geprägt von Streitigkeiten und Kompetenzgerangel sich ebenfalls findender und konkurrierender Verbände. Ohnehin liegt hinter dem Geburtstagskind eine bewegte Vergangenheit. Sportlich. Zunächst erstklassig, steht 1904 der Abstieg an. Zwar gelingt postwendend das Comeback, doch 1909 geht es wieder abwärts. Nur noch zwei Mal – in der Saison 1911/12 und 1917/18 – gehört der B.F.C. der obersten Berliner Spielklasse an. Erst viel später, in der Saison 1995/53, gelingt der Aufstieg in die Amateurliga, damals die zweithöchste Klasse in Berlin. Der Höhenflug dauert jedoch nur ein Jahr. Erst in jüngster Vergangenheit sorgte der B.F.C. zunächst wieder für gute Kunde. Zwischen 2000/01 und 2002/03 schafft er sogar den Durchmarsch von der Bezirks- in die Verbandsliga. Kein Höhenflug von Dauer. Aktuell spielt die erste Mannschaft des B.F.C in der Kreisliga B. Für den Vereinsboss kein Beinbruch. „Es ist doch unerheblich, wo man sich befindet. Entscheidend ist doch das Wie. So schliddern wir jedenfalls nicht in eine Pleite“, sagt Kraschewski. Für den Geburtstag hat er derweil tatsächlich einen Wunsch: „Ich wünsche mir, dass wir bald den Unterbau zusammenbekommen. Der ist unerlässlich.“ Zu dieser Das waren noch Zeiten: Die erste Mannschaft des B.F.C. Germania 1888 im Jahr 1913 vor einem Freundschaftsspiel gegen den großen Stadtrivalen Hertha BSC. Foto: B.F.C. Germania 1888 Saison mussten nämlich die A-Junioren, aus der ein Quartett in die erste Mannschaft wechselte, abgemeldet werden. Auch B-Junioren fehlen. Vorhanden sind aber zwei Senioren- und zwei Altherren- Teams. Früher prägten einige Germania-Mitglieder sogar den Fußball in Deutschland. Georg Demmler und Fritz Boxhammer waren aktiv an der Gründung des Berliner Fußball- Verbands und des DFB beteiligt. Insgesamt trugen vier Germanen das Trikot der Nationalmannschaft. Beim ersten offiziellen Länderspiel des DFB steht auch mit Torwart Fritz Baumgarten ein Germania-Spieler im Aufgebot. Selbst bei dem heute berühmtesten Verein der Metropole, Hertha BSC, hatte der B.F.C. Einfluss. Bei der Namenssuche war beim aktuellen Bundesligisten zunächst Germania erste Wahl, Hertha die Alternative. Da dieser Name jedoch seit vier Jahren verheben war, blieb nur Plan B – und Hertha. Das war sicher auch ein Grund zum Feiern. So wie am Sonntag der runde Geburtstag.