Aufrufe
vor 1 Woche

handouts_foodwaste

Im Laufe der Beschäftigung mit dem Schwerpunkt Lebensmittelverschwendung konnten wir unser Wissen enorm erweitern; nicht zuletzt durch persönliche Begegnungen. Dennoch war es uns wichtig, uns genauso durch intensive Internetrecherche weiterzubilden - daher möchten wir auch euch unsere dadurch entstandenen Handouts zu den Themen Rechtliche Lage, Qualität und Frische, Alternativen, sowie eine allgemeine Einleitung und ein paar Linktipps zur Verfügung stellen. In Kürze werden diese auch auf unserem Blog (derzeit in Arbeit) veröffentlicht werden. Wir sind auch gerade dabei, unser umfangreiches Projekt mit einer Radiosendung im Radio B138 weiter aufzuarbeiten - nähere Informationen folgen :) Viel Spaß beim Lesen!

und erwarten, dass wir

und erwarten, dass wir uns aus vielem genau das aussuchen können, was uns gerade beliebt, ohne die Verantwortung Lebensmitteln gegenüber wahrzunehmen. Auswirkungen Natürlich richtet sich die Industrie genau nach diesen Konsumvorlieben. Doch unser Wegwerfverhalten ist nicht nur angesichts der Hungernot in der Welt ethisch verwerflich, es betrifft auch die Umwelt: Weil wir wegwerfen, müssen wir nachproduzieren – die Lebensmittelproduktion braucht enorme Mengen an Wasser, Strom und auch die Entsorgung kostet Ressourcen (und ist im Fall von thermischer Entsorgung, also Verbrennung, auch eine Belastung für die Umwelt und eventuell für den Menschen, da es immer noch Gesundheitsrisiken in der Müllverbrennungsindustrie gibt. 2 ) Laut wastecooking.com stammt ein Drittel aller CO2 Gase aus der Lebensmittelproduktion – und wenn wir halb so viel Lebensmittelmüll produzierten, hätte es dasselbe Ausmaß wie jedes 2. Auto stillzulegen. Convenience Food Frei übersetzt heißt das so viel wie „bequemes Essen“ und meint industriell vorgefertigte Gerichte und Lebensmittel, die in Betrieben oder Privathaushalten nur mehr aufgewärmt werden müssen. Auch Fertigprodukte tragen zum Phänomen des Food Waste bei, weil sie dem Verbraucher das Gefühl der Wertschätzung für das Produkt nehmen. Beinahe jeder wird es an sich selbst wahrnehmen können: Es ist sehr viel einfacher, die fertig gekauften Nudelsalat im Kühlschrank zu ignorieren, als ein Gericht, das man ganz selbst gekocht hat. Es fehlt einfach oft das Bewusstsein für die Mühe – die Energiekosten, die Dauer des Anbaus der verarbeiteten Lebensmittel, die Löhne der Arbeitskräfte, das Wasser und das Benzin für die Ernte, Transportkosten – die eigentlich hinter jedem Fertiggericht stecken. Und nicht zuletzt das Bewusstsein dafür, dass alles was wir zu uns nehmen, auch ein Teil von uns wird. 2 Siehe Film: trashed

Lebensmittelverschwendung Rechtliche Lage Frankreich Erstes Land, in dem unverkaufte Lebensmittel nicht mehr weggeschmissen werden dürfen. Diese Ware soll gespendet, als Tiernahrung genutzt oder als Kompost für die Landwirtschaft verwendet werden. Supermärkte mit einer Fläche von über 400 Quadratmetern werden verpflichtet, mit einer karitativen Organisation ein Abkommen für Lebensmittelspenden zu schließen. Italien Supermärkte dürfen unverkaufte Lebensmittel nicht mehr wegwerfen oder müssen sie billiger anbieten. Großbritannien Großbritannien entwickelt ein Food Waste Reduction- Gesetz. Das Gesetz verpflichtet große Supermärkte und auch die Produzenten, ihre Lebensmittelabfälle bis 2025 um 30 Prozent zu senken und ihre Abfallmengen transparent zu machen. Die Lebensmittel-Abfallmenge pro Kopf soll bis 2030 halbiert werden. Leider wurde der mutige und sehr weitreichende Gesetzesentwurf bis heute nicht umgesetzt. Österreich In Österreich gilt, dass Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums weiterhin verkauft werden dürfen. Der Verbraucher muss aber deutlich auf die abgelaufene Frist aufmerksam gemacht werden. Ein Projekt gibt es in Österreich über das Internet: Die "Markthelden" ersteigern die Waren direkt von den Herstellern, die das Essen nicht mehr verkaufen könnten und letztlich vernichten müssten. Diese Lebensmittel können dann online gekauft werden.