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Blick ins Heft - Ausgabe 4

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KRAZ-GESRPÄCH I Entdecke das Schöne! KRAZ: Woher kennt ihr euch und wie ist die Idee zu eurem gemeinsamen Projekt entstanden? Anbruch: Grüßt euch! Wir kennen uns schon seit unseren Jugendtagen und kommen beide aus einer recht langweiligen, mittelgroßen Stadt in Westfalen. Wir sind früher oft zusammen zum Fußball gefahren, verloren uns dann aber für ein paar Jahre aus den Augen. Als der Kontakt sich dann wieder verstärkte, wurde deutlich, dass wir weltanschaulich auf einer Wellenlänge sind. Wir begeistern uns mehr oder weniger für die gleichen Themen und unser privater Literaturkanon überschneidet sich größtenteils. Als Studenten der Geisteswissenschaften „ ist natürlich der Drang selbst schreiben zu wollen immer präsent, jedoch konnten wir kein passendes Medium für uns finden. Daraus resultierte dann recht schnell die Idee, ein eigenes Projekt aufzubauen. Als sich im Jahr 2015 (mit dem Einsetzen der großen Flüchtlingswelle) alle konservativen und identitären Projekte stark auf die „Flüchtlingskrise“ konzentriert haben, war für uns allerdings klar: Wir fokussieren uns darauf, unsere eigene Kultur und die europäischen Denktraditionen wiederzuentdecken, um somit an einer geistigen Renaissance Europas mitzuarbeiten. KRAZ: Euer Name „Anbruch“ kann im Sinne eines Aufbruchs oder (Neu)Anfangs gedeutet werden. Gleichzeitig kann das Verb brechen auf eine Beschädigung oder den Beginn eines Bruchs hinweisen. Wie seid ihr auf den Namen gekommen? Es geht weniger darum, einen vergangenen Zustand der Geschichte zu idealisieren und zu diesem zurückkehren zu wollen. Anbruch: Ganz genau. Diese zwei Ebenen sind es, die letztlich zur Namensfindung geführt haben. Zum einen wollen wir den vorherrschenden Diskurs brechen und öffnen, da er die existenzielle Frage nach der Identität verneint, die für uns aber eine Art anthropologische Konstante darstellt. Zum anderen geht es darum, nach neuen Anknüpfungspunkten zu suchen und das Eigene attraktiver zu gestalten. Das heißt aber auch, mit konventionellen konservativen Positionen zu brechen und gleichzeitig die Ideen zu modernisieren. Wenn wir das nicht schaffen, bleibt unsere Sprache, gerade für junge Leute, die im Sog der Digitalisierung und Schnelllebigkeit aufgewachsen sind, unverständlich. Unser Leitspruch lautet daher: Entdecke deine Kultur. Erkenne dich selbst. KRAZ: Tano, du bist Religionswissenschaftler und glaubst an die „Wiederverzauberung “ der Welt“. Worin lag der „Zauber der Welt“ früher und wann ist er ihr abhandengekommen? Tano: Es geht weniger darum, einen vergangenen Zustand der Geschichte zu idealisieren und zu diesem zurückkehren zu wollen. Diese Auffassung hat sich besonders im konservativen Denken als großes Hindernis erwiesen. Jeder kennt auch die Diskussionen, in denen es darum geht, was denn letztlich zu dem unwiderruflichen Bruch mit der „alten, guten Zeit“ geführt hat. Da wird 24

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