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Blick ins Heft - Ausgabe 4

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Taleeb Brown („That Guy T“) ist ein 23-jähriger Unternehmer und Youtuber (100.000 Abonnenten) aus Detroit, Michigan, dem man viele Adjektive zuweisen könnte: Antifeministisch, atheistisch, politisch unkorrekt. In seinen Videos nimmt er kein Blatt vor den Mund und desmaskiert all jene Ideo logien, die er als Feinde der Freiheit und einer funktionierenden Gesellschaft ausgemacht hat. Als Anarchokapitalist hat er, wie er selbst sagt, „das Staatstheater verlassen“ und redet nun mit der Krautzone über Kulturkämpfe, Sezessionen, die Zukunft der USA und Möglichkeiten, die sich in dieser Zeit des Umbruchs für Li bertäre ergeben. gungen einen Widerstand gegen staatlich orchestrierten Multikulturalismus und zeigen, dass man mancherorts doch gerne unter sich bleiben möchte. Wie erklären Sie sich das Verhalten der „humanitären“ Linken, die so gar nicht in der Lage zu sein scheinen dieses menschliche Bedürfnis zu akzeptieren? Brown: Die sogenannte humanitäre Linke wandert in den Fußstapfen des Marxismus, dieser in ihrem Wesen parasitären Ideologie, welche die totale wirtschaftliche und soziale Gleichheit anstrebt und daher immer und überall zum Wegbereiter des Totalitarismus werden muss. Ich glaube nicht, dass die Linke einer weiteren Erklärung bedarf. Sie ist Feind der libertären Philosophie und der Freiheit. Punkt. KRAZ: Wie, glauben Sie, werden die USA im Jahr 2030 aussehen? Brown: Das ist eine sehr komplizierte Frage. Ich glaube, dass die USA finanziell wohlhabender sein werden. Wenngleich der Staat seine autoritären Marktmanipulationen fortführen wird, habe ich keine Zweifel daran, dass die Kräfte des Kapitalismus und des Humanismus immer zwei Schritte vor dem bürokratischen Monster sein werden. Was die Kultur angeht, bin ich skeptischer und glaube, dass eine Fortführung des Kulturkampfes die USA sozial weiter spalten wird. Der politische Extremismus, den wir in diesen Tagen sehen, wird zunehmen und ich hoffe, dass dies der Nährboden für eine Auflösung der aktuellen Machtstrukturen und eine Hinwendung zu lokaleren Verantwortlichkeiten sein wird. In meiner Vision wird sich der nationale Diskurs dahingehend verändern, dass alle politischen Lager ihre Kultur durch Souveränität zu sichern versuchen, nicht durch Krieg (Politik). Ob man auf eine solche friedliche Lösung bauen sollte, lasse ich an der Stelle einmal dahingestellt. KRAZ: Sicher haben Sie Europas Migrationskrise verfolgt. Was ist Ihre Perspektive auf Europa und ganz speziell Deutschland? Brown: Deutschland und andere westliche Länder wurden durch ihre politische Elite in eine unglückliche Situation gebracht. Aus meiner Sicht könnt ihr euch den Luxus, eure sozialen und wirtschaftlichen Probleme von links anzugehen, nicht mehr leisten, da euer demografisches Überleben auf dem Spiel steht. Hier, in Amerika, blicken viele Libertäre darauf, wie sich die zunehmende Landnahme und die Ausbreitung des Terrorismus in Europa vollzieht, und selbst überzeugte „Multikultis“ erschauern bei dem, was sie sehen. Ich kann natürlich nur meine Sicht aus der Ferne beschreiben, muss aber sagen, dass ich echte Angst um eure Zukunft habe. KRAZ: Würden Sie Libertären raten, sich mit Nationalisten zu verbünden, um diese Migrationsgefahr abzuwehren? Kann das – eine diskriminierende Migrationspolitik – überhaupt eine libertäre Position sein? 33

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