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Blick ins Heft - Ausgabe 4

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LIBERTARISMUS Die frühe Österreichische Schule Teil 1 Das Spannungsverhältnis zwischen Libertarismus und Einwanderung haben wir bereits im zweiten Heft „Islam in Deutschland“ beleuchtet und euch die verschiedenen Theorien vorgestellt. In dieser Ausgabe widmen wir uns der Österreichischen Schule der Nationalökonomie. Die „Österreichische Schule“ bildet das Grundgerüst libertären Denkens und unterscheidet sich teilweise von der sogenannten „Neoklassischen Schule“, die zumeist an den Universitäten gelehrt wird. Im Folgenden wollen wir euch die wichtigsten Vertreter der frühen Österreichischen Schule und ihre Ideen näherbringen. Die Formulierung „Österreichisch“ war ursprünglich eine eher abfällige Bezeichnung für eine Gruppe Wiener Ökonomen, die einer deduktiven (das Besondere aus dem Allgemeinen ableiten) Schule der Ökonomie anhingen. Die preußisch-deutschen Ökonomen dagegen vertraten hauptsächlich die „Historische Schule“, die davon ausgeht, dass wirtschaftliche Ergebnisse stets zeit- und raumabhängig sind und abstrakte, allgemein gültige Theorien daher nicht aufgestellt werden können. Als einer der bekanntesten Vertreter gilt der Ökonom und Sozialwissenschaftler Gustav von Schmoller (1838 – 1917), der sich als wichtigster Kritiker der frühen Österreicher positionierte und mit Vertretern der Österreichischen Schule zwischen 1880 und 1890 den berühmten „Methodenstreit“ führte, der selbst im Englischen unter dem deutschen Begriff Methodenstreit Einzug in den ökonomischen Sprachwortschatz fand. Im Nachhinein kann man sagen, dass die Österreicher den ökonomischen Krieg, im Gegenzug zu manch anderen, von ihnen vom Zaun gebrochenen Kriegen, eindeutig für sich entscheiden konnten. Grenznutzenlehre Der „Gegenspieler“ von Schmollers, Carl Menger (1840 – 1921), gilt heute als Begründer der Österreichischen Schule der Nationalökonomie. Menger lehnte die vorherrschende ökonomische Auffassung ab, nach der zwischen Tauschwert und Gebrauchswert zu unterscheiden sei, was nach traditioneller Sichtweise erklären sollte, warum einige lebenswichtige Güter nur einen geringen Wert haben, während entbehrliche Dinge oftmals sehr teuer sind. Der Gebrauchswert wurde als irrelevant für die Preisbildung angesehen, während der Tauschwert auf den Produktionskosten beruhte. Menger ging dagegen davon aus, dass der Wert eines Gutes „nichts den Gütern Anhaftendes, keine Eigenschaft derselben ist“, sondern sich aus dem Verhältnis der zur Verfügung stehenden Menge zu den Bedürfnissen der Menschen bestimmt. Der Wert eines Gutes hängt also von dem Nutzen ab, den ich ihm persönlich zuschreibe. Als Grenznutzen wird in diesem Zusammenhang der Nutzenzuwachs bezeichnet, der durch den Konsum eines zusätzlichen Gutes entsteht. Als Begründer der Grenznutzenschule gilt heute der deutsche Ökonom Hermann Heinrich Gossen (1810 – 1858), dessen Werk erst posthum größere Bekanntheit erlangte. Man spricht vom „Gesetz des abnehmenden Grenznutzens“, da der Grenznutzen eines Gutes, gemäß ökonomischer Theorie, bei steigendem Konsum immer weiter abnimmt. Beispiel gefällig? Die Sonne knallt und Louis Ferdinand hat Lust auf ein Eis. Er macht sich auf den Weg zum Eiscafé Wilhelm und kauft sich ein süßes Schokoladeneis. Danach bekommt er Lust auf ein Zitroneneis und geht schnurstracks zur Eisdiele Friedrich. Wenn er jetzt noch immer nicht genug hat, dann macht er sich auf den Weg zum Eiscafé Franz, am anderen Ende der Stadt. Nach ökonomischer Theorie hätte er nach jeder zusätzlichen Kugel Eis etwas weniger Lust auf eine neue Kugel. Das abnehmende Verlangen nach Eis steht für Wilhelms abnehmenden Grenznutzen. Klingt logisch oder? Aber was ist, wenn Wilhelm nach der ersten Kugel Eis überhaupt erst so richtig Lust auf Eis be- Gustav von Schmoller (1838 – 1917) Carl Menger (1840 – 1921) Eugen Böhm (1851 – 1914) Friedrich von Wieser (1851 – 1926)

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