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Blick ins Heft - Ausgabe 4

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Da braut sich einiges zusammen. Das Deutsche Eck in Koblenz mit dem Reiterstandbild Kaiser Wilhelms. Aus dieser Aufnahme nicht zu erkennen: "Nimmer wird das Reich zerstöret, wenn ihr einig seid und treu." © Sidonie, CC 4.0 „Ein Deutscher, der sein Vaterland abstreift wie einen alten Rock, ist für mich kein Deutscher mehr.“ Otto von Bismarck. Der eiserne Junker liegt schon lange unter der Erde, aber viele seiner Sprüche sind noch immer präsent. Auswandern bedeutet das Wegwerfen des Erbes, der Geschichte, der Kultur und der Sprache zum Zwecke seines eigenen Wohlergehens. Die Kernfrage lautet: Was bedeutet Wohlergehen? Auswandern für Deutschland? Ja, in Deutschland läuft einiges, oder besser gesagt ziemlich viel, absolut falsch. Deshalb gleich das Land verlassen? Das ist an fahnenflüchtiger Feigheit nicht zu überbieten. Akzeptabel sind in meinen Augen lediglich zwei Szenarien. Sein eigenes Leib und Leben oder das der Familie wird ernsthaft bedroht oder gefährdet. Dazu zählt aber nicht ein aggressiver Dorfpolizist oder ein drohender Neubürger. Die Sorge sollte etwas größer sein. Würden zum Beispiel Martin Sellner oder andere Aktivisten ins Exil gehen (Repression, Verhaftung, Angriffe, Auto angezündet) kann man das vollkommen nachvollziehen. Allerdings sollte er auch seine Arbeit weiterhin aus dem Ausland machen. Und damit kämen wir zum zweiten Punkt, einer vollkommen legitimen Auswanderung. Wenn man nämlich aufgrund eines repressiven Staates an seiner politischen, künstlerischen 8 Schuster bleib... Wer Deutschland den Rücken kehrt, verrät Wurzeln, Land und Geschichte. Auch in anderen Ländern gibt es Repression und Widrigkeiten. Am besten stellt man sich den Problemen der Zeit in seiner Heimat entgegen. Auswandern ist nur eine Flucht auf Zeit, meint Florian Müller. oder idealistischen Arbeit behindert wird. Oliver Janich beispielsweise lebt auf den Philippinen und versucht, tagein, tagaus, die deutsche Öffentlichkeit aufzuklären. Ob dies aus dem Ausland wirklich besser möglich ist, kann nicht gesagt werden, den alltäglichen Repressalien, denen andere Aktivisten gegenüberstehen, entgeht er zumindest. Zurück zur Ausgangsfrage. Aus einer echten Überzeugung heraus seinem Land etwas Gutes zu tun und sein Leben nicht in Gefahr zu bringen, ist es vollkommen legitim im Ausland, oder wenn man so möchte im Exil, zu leben. So denken allerdings die wenigsten. Die meisten Leute verlassen Deutschland, weil sie, aus Privatinteresse geleitet, irgendwo auf dem Erdenrund ein finanziell besseres Leben erhoffen. Andere Gründe sind sicherlich mehr Freiheit, eine sichere Arbeit oder besseres Wetter, aber zumeist ist es doch das liebe Geld, das die Deutschen ins Ausland lockt. Im Angesicht der fiskalischen Steuerlast ein nachvollziehbarer, aber nicht gutzuheißender Ausweg. Denn: Mit jedem Deutschen, der auswandert, schnürt sich die Zwangsjacke um die verbliebenen Deutschen enger, die Freiheit weicht, wenn diejenigen, die sie immer forderten, in ein anderes Land gehen. Auch die finanzielle Last wird für die Hiergebliebenen immer größer. Deutschland blutet aus. Finanziell, wirtschaftlich, kulturell und intellektuell. In Sachen Ideologie ist die Sache simpel: Bezüglich der Auswanderung erkenne ich zwischen konsequenten Libertären und antideutschen Sozialisten keinen

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