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Ich betrachtete Möwen, Tauben, Skateboardfahrer und Touristen mit Videokameras. Junge Frauen präsentierten in neuster Sommermode ihre körperlichen Vorzüge. Ohne Entschluss trieb ich weiter. Meine Gedanken flatterten durcheinander wie Blätter im Herbststurm. Ich entschloss mich, in Hamburg zu bleiben. Abends würde ich mich in der Hotelbar volllaufen lassen. Zunächst aber holte ich mir bei Nina das Okay für die Verlängerung. Die Sache war kein Problem. Ich fand, wir konnten ein bisschen stolz darauf sein, wie gut wir die Dinge miteinander regelten. Ich fuhr zu dem Hotel in Bahnhofsnähe, in dem ich auch letztes Mal abgestiegen war. Ich buchte ein Zimmer für die Nacht. Dann ging ich noch einmal los, um mir frische Unterwäsche und ein paar andere Utensilien zu kaufen. Ich spazierte an der Außenalster entlang. Ununterbrochen dachte ich an Lara. Die Gedanken an sie taten weh und waren schön zugleich. Ich sehnte mich nach ihr. Warum hatte sie mich versetzt? Als ich erneut am Jungfernstieg vorbeikam, war es viertel nach fünf. Das Wetter hatte sich gehalten. Gedankenversunken überquerte ich die Straße Richtung Innenstadt. Plötzlich, mitten auf dem Zebrastreifen, stand Lara vor mir. In beide Richtungen zogen Menschen scharenweise an uns vorbei. Wir blieben stehen und schauten uns an. Alles um uns her versank in Bedeutungslosigkeit. Dann hörte ich lautes Hupen von allen Seiten. Wir fassten uns an der Hand und rannten hinüber auf die Seite, aus der Lara gekommen war. „Ich wollte verschwinden“, sagte sie, „ohne dich getroffen zu haben. Aber das habe ich nicht geschafft.“ „Wie geht es Maurice?“, fragte Lara. Ich erzählte lange von ihm. Wir aßen in einem spanischen Restaurant. Unsere Hände lagen ineinander auf dem Tisch. Ich redete von den Dingen, die er in ihrer Abwesenheit dazugelernt hatte. Ich nannte ihr die Worte, die er neu sprechen konnte oder die er ausprobierte. Ich erzählte ihr tausend Sachen von ihm, die sie längst wusste, ohne dass 191

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