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schen hatte ich kaum

schen hatte ich kaum noch damit gerechnet: Lara war tatsächlich hier. Ich machte auf dem Absatz kehrt und klingelte an der Tür. Eine Frau öffnete mir. Sofort war ich mir sicher, dass es sich um die Gattin von Dr. Schuberth handelte. Sie war fast ebenso groß wie er und sehr hager. Ihr halblanges Haar war schwarz gefärbt und sehr dünn. Über den Rand ihrer schmalen Brille hinweg lächelte sie mich freudlos und fragend an: Anzeige „Ja?“ „Guten Tag“, sagte ich. „Ich suche meine Frau. Ihr Auto steht hint dem Haus. Ich …“ „Dann sind Sie Herr Braun?“, fragte sie. „Ich bin übrigens Frau Schuberth.“ „Ja“, stammelte ich. „Ich meine nein. Mein Name ist Thailer, Paul Thailer.“ Verwirrt sah sie mich an und machte keine Anstalten, mich hereinzu- 214

lassen. „Wir haben nicht denselben Nachnamen“, erklärte ich endlich. „Aber Sie haben Recht. Ich suche Frau Braun. Lara Braun. Ich muss sie sofort sprechen. Die Sache duldet keinen Aufschub.“ Frau Schuberth sah mich an, als müsse sie die Informationen in ihrem Kopf erst einmal sortieren, bevor sie zu einer Handlung in der Lage war. „Ich weiß genau“, betonte ich vorsichtshalber, „dass sie in diesem Haus ist.“ „Jaja, natürlich ist sie das“, gab sie zerstreut zurück. „Das streitet ja auch gar niemand ab.“ Endlich hielt sie die Tür soweit auf, dass ich eintreten konnte. „Kommen Sie doch erst einmal herein.“ Im großen Eingangsbereich roch es nach frischem Bohnerwachs. Frau Schuberth führte mich in ein kleines Zimmer, auf dessen Tür Wartezimmer stand. Mittendrin stand ein großer, altmodischer Holztisch, auf dem stapelweise Zeitungen lagen. Um den Tisch herum war ein ungeordnetes Sammelsurium verschiedener Stühle drapiert. Die Wände zierten Kunstdrucke von Picasso und Monet in rahmenlosen Bilderhaltern. Frau Schuberth schob zwei der Stühle – beides Schwingstühle mit schwarzem Kunstleder und Chromgestellen ¬ direkt an den Tisch und forderte mich zum Platznehmen auf. Ich nahm das Angebot nicht an. „Ich möchte meine Frau sprechen“, sagte ich. „Es ist dringend.“ „Das geht jetzt leider nicht, Herr Braun …“ „Thailer“, wiederholte ich. „Paul Thailer.“ „Herr Thailer, natürlich“, fuhr sie in ihrer Mischung aus geschäftsmäßiger Freundlichkeit und Zerfahrenheit fort. Sicher war auch sie Psychologin. „Aber das geht jetzt leider wirklich nicht. Ihre Frau, also Frau Braun, befindet sich bereits in Behandlung. Wir können da jetzt nicht stören.“ „Was für eine Behandlung ist das eigentlich genau?“, fragte ich vorsichtig. „Das wissen Sie nicht?“ 215

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