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„Vielleicht ist es

„Vielleicht ist es dann ganz gut“, sagte ich, „dass Sie keine Kinder haben?“ „Ja“, sagte sie. „Das ist sicher gut.“ Sie versuchte zu lächeln. Der Versuch stand verloren neben ihren Worten. Plötzlich konnte ich nicht anders, als vorsichtig ihr Gesicht zu streicheln. „Was ist passiert?“, fragte ich leise. Prüfend sah sie mich an. Offenbar bestand ich die Prüfung nicht. „Es ist besser“, sagte sie und stand auf, „wenn ich jetzt gehe.“ „Aber warum denn? Es tut mir leid, wenn ich Ihnen zu nahegetreten bin. Können Sie es nicht einfach vergessen? Es ist nicht wichtig. Ich hatte nur plötzlich das Gefühl … wenn ich da falsch gelegen habe …“ Ich kam ebenfalls hoch, aber Lara war schon fast bei der Tür. Ich lief ihr hinterher. „Ich weiß“, sagte ich, „dass mich die Sache mit Ihrem Mann nichts angeht. Ich bin oft viel zu neugierig. Entschuldigen Sie.“ „Ist schon in Ordnung“, sagte sie. „Sie sind mir weder zu nahe getreten noch zu neugierig. Ich kann nur einfach nicht darüber reden. Noch nicht.“ „Dann lassen sie uns doch einfach über etwas anderes reden“, schlug ich vor. „Irgendwas anderes.“ Jetzt lächelte sie ein bisschen. „Ich glaub, einen Themenwechsel schaffe ich heute Abend nicht mehr“, sagte sie. „Vielleicht ein anderes Mal.“ „Vielleicht?“ „Von mir aus auch mehr als vielleicht“, meinte sie. „Wie wär’s mit sicher“, schlug ich vor. „Solange Sie mir das nicht versprechen, lass ich Sie hier nicht raus.“ Scherzhaft versperrte ich ihr den Weg. Ihr Lächeln erstarb augenblicklich. Fast panisch drängte sie sich an mir vorbei. „Tut mir leid“, sagte sie ernst. „Aber ich verspreche Ihnen gar nichts. Ich muss jetzt wirklich gehen.“ Ich war vollkommen ratlos. 74

„Gute Nacht“, sagte sie förmlich und öffnete die Tür. „Danke für die Einladung. Es war nett, mal etwas länger mit Ihnen zu reden.“ Sie reichte mir die Hand und ging los. „Halt!“, rief ich. „Warten Sie! Ich kann Sie doch jetzt nicht allein gehen lassen. Mitten in der Nacht.“ „Machen Sie sich um mich keine Sorgen“, sagte sie. „Ich kann mich wehren.“ Sie drehte sich nicht mehr um. Kapitel 12 Als ich Maurice am nächsten Morgen bei den „Seepferdchen“ ablieferte, benahm Lara sich, als sei nichts passiert. Sie war freundlich wie immer, wenn auch eine Spur unverbindlicher. Fast war es, als habe der zurückliegende Abend sich nur in meiner Phantasie abgespielt. „Also“, sagte ich beim Gehen, „dann bis heute Mittag.“ Ich wartete weiter auf ein Zeichen. Auf etwas, das eine Verbindung zum letzten Abend herstellte, aber es kam nichts. „Bis heute Mittag“, sagte sie lächelnd. „Könnten Sie vielleicht zehn Minuten früher kommen als sonst? Ich würde gern eher Feierabend machen.“ „Kein Problem“, meinte ich. „Prima“, sagte sie. „Ich würde nämlich gern bei Charlotte im Krankenhaus vorbeischauen und ihr ein paar Sachen bringen. Sie hat mich darum gebeten.“ „Oh.“ Bisher war ich davon ausgegangen, dass sie an diesem Tag wieder nach Hause kommen würde. „Dauert es doch länger?“ „Es scheint so, ja.“ Lara machte ein besorgtes Gesicht. „Gibt es irgendwelche Komplikationen?“, fragte ich. „Das hat sie so direkt nicht gesagt“, entgegnete Lara. „Sie meinte nur, es würde ein paar Tage länger dauern.“ 75

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