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Anzeige zerstört. Mit deiner Hilfe. Und ich soll euch gehen lassen?“ Ich brauchte ihn nicht anzusehen, um zu wissen, dass er seine Worte absolut ernst meinte. „Und wohin“, fragte er, „soll ich euch deiner Meinung nach gehen lassen. Vielleicht zu dieser Schwuchtel, mit der du mich hintergangen hast? Ja? Wäre das in deinem Sinne?“ Äußerlich blieb er weiter ruhig, aber innerlich kochte er. Ich sagte nichts, registrierte aber jede seiner Bewegungen, jede noch so kleine Veränderung in seiner Mimik und Gestik übergenau. Deutlich sah ich, wie der Feind in ihm Stück für Stück die Oberhand gewann. Er sprach nicht aus, was er vorhatte. Weder mit Maurice noch mit mir. Aber es war klar, dass es nichts Gutes sein konnte. Mehr noch: Wenn er seine Andeutungen ernst meinte, und daran zweifelte ich keine Sekunde, gab es nur eine einzige Möglichkeit für ihn. Er musste mir Maurice wegnehmen. Und wohin sollte er mit ihm, wo ich ihn nicht wieder finden würde? Es gibt keinen Ort der Welt, an dem eine Mutter ihr Kind nicht findet. Außer jemand tötet das Kind. Ich hatte nur noch einen einzigen Gedanken: fort aus diesem Haus, in dem er mich als Gefangene hielt. Einfach mit meinem Kind weg 166

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