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Fenster in den Garten,

Fenster in den Garten, in dem sich langsam die ersten Blätter an den Bäumen und Sträuchern entfalteten. Und ich starrte irgendwo in den Raum, der zwischen draußen und drinnen lag. Meine Blicke gingen ins Leere. Nachdem wir Maurice zu uns genommen hatten, gab es eine kurze Zeit in unserem Leben, in der Nina und ich noch einmal glücklich waren. Vielleicht war es für uns sogar die beste Zeit überhaupt. Wir kannten uns damals seit fünf Jahren, drei davon waren wir verheiratet. Für uns beide war es die zweite Ehe. Nina war von Robert geschieden und meine erste Frau, Loni, war acht Jahre zuvor bei einem großen Zugunglück ums Leben gekommen. Wir hatten beide keine Kinder. Als wir heirateten, war ich bereits 38, Nina 34 Jahre alt. Trotzdem waren wir fest entschlossen, so viele Kinder in die Welt zu setzen, wie es in unserem Alter noch möglich war. Wir waren beide wie ausgehungert danach. Während, wie ich damals noch sicher war, Loni keine Kinder kriegen konnte, hatte Robert um keinen Preis Nachwuchs in eine Welt setzen wollen, deren unmittelbar bevorstehenden Untergang ihm klar war. Nina sagte, dass dies letztlich der Grund ihrer Trennung von ihm war: Auf Dauer ein Leben ohne Kinder konnte und wollte sie sich nicht vorstellen. Dieser lange mit anderen Partnern gewachsene und unerfüllte Wunsch war wohl unsere größte und stärkste Gemeinsamkeit. Nina und ich traten vor den Traualtar, weil wir zusammen Kinder haben wollten. Finanziell ging es uns gut. Nach langen Jahren bescheidener Mittelmäßigkeit hatte ich in kurzer Zeit zwei Bestseller hintereinander veröffentlicht, bei denen allein der Verkauf der Filmrechte alles in den Schatten stellte, was ich bis dahin für möglich gehalten hatte. Nina war freischaffende Fotografin, die es sich aufgrund meiner neuen Situation erlauben konnte und wollte, den Beruf so lange hintan zu stel- 16

len, wie unsere Kinderpläne es erforderlich machten. Die Bedingungen schienen perfekt. Das einzige Problem war, das Nina nicht schwanger wurde. Eine zermürbende Zeit begann. Kapitel 2 Nachdem ich begriffen hatte, dass Nina sich wirklich Sorgen um Maurices Entwicklung machte, stimmte ich dem Plan mit der Kindergruppe zu. Zunächst hatte ich gedacht, es ginge ihr um einfache Gewissensberuhigung: Wenn sie mich von Maurice entlastet wusste, konnte sie mit besserem Gefühl ihren eigenen beruflichen Wegen folgen. „Du hast dann wenigstens diese drei Stunden am Tag durchgehend Zeit, zu schreiben.“ Das war im Laufe unserer zermürbenden, eine Woche anhaltenden Diskussion, ihr häufigstes Argument gewesen. Tatsächlich hatte ich seit fast einem Jahr nichts Brauchbares mehr zu Papier gebracht. Seit Nina in der Werbeagentur arbeitete, war Maurice meine Hauptaufgabe. Durch ihn waren meine Tage mit Leben gefüllt. Zum Schreiben kam ich bestenfalls abends, nachts oder wenn Maurice zwischendurch schlief. Das Letzte kam allerdings so unregelmäßig vor, dass ich mich, wenn es mal passierte, nicht automatisch konzentrieren konnte. So sehr ich mich auch bemühte, es gelang mir nicht, eine mehr als dreiseitige Geschichte zu Papier zu bringen. Für meinen Verleger natürlich zu wenig. Ich überlegte ernsthaft, Kindergeschichten zu schreiben, weil die kürzer waren, aber ich konnte es nicht und verwarf den Gedanken wieder. Inzwischen hatten wir Maurice offiziell adoptiert, aber der Weg dahin war nicht einfach gewesen. Nie hätte ich gedacht, wie kompliziert es ist, einem elternlosen Kind ein Zuhause zu geben. Noch nicht mal, wenn man es selbst gerettet hat. 17

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    Ich musste zweimal schlucken. Entt

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    weißes T-Shirt übergestreift. Der

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    Lara noch ich hätten es in irgende

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    ner linken Hand, bevor ich es sah.

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    daraus die Möglichkeit ergab, das

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    Frank Schulte war ihr Chef. „Nich

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    Kapitel 25 Auf der Hamburger Stadta

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    Paul, hab dein Auto zufällig entde

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