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Lebensweg mitgeben, sind

Lebensweg mitgeben, sind unumgänglich, um Elite zu sein. Ob es nun die Fuxenstunde oder der erste geleitete Generalconvent ist, die Vorbereitung auf die Mensur oder die Mensur selbst: Es sind Fertigkeiten, die der nicht-korporierte Student zu Beginn seiner Berufslaufbahn und auch später niemals besitzen wird. Sie formen uns zu einer Elite. Von außen betrachtet, sind es auch häufig Vorurteile, die uns zu einer Elite zugerechnet erscheinen lassen: Um Mitglied einer Studentenverbindung werden müsse man einen entsprechenden familiären Hintergrund haben, die Mitglieder protegierten sich untereinander, übten Standesdünkel aus und weitere. Dies kann getrost als Gerücht abgetan werden. Es gibt jedoch auch Wahrheiten, die uns von außen betrachtet zu einer Elite werden lassen: Die oben erwähnte Bildung außerhalb des Curriculums, ein Interesse an gesellschaftlichen und politischen Vorgängen, welches über das normale Maß hinausgeht oder auch der persönliche Einsatz für die Verbindung. Warum ist es im 21. Jahrhundert denn überhaupt notwendig, Eliten zu bilden? Ist es nicht vor dem Hintergrund einer Chancengleichheit überhaupt gerecht, Eliten zu bilden? In meinen Augen ist es weniger die Notwendigkeit nach außen hin als vielmehr die Pflicht nach innen. Selbstverständlich fordern wir von unseren Bundesbrüdern ein Eintreten für den Bund gegen Angriffe von außen. Ein „Schlag“ ohne Gegenwehr ist für einen Salzburger Germanen undenkbar, dies wird von jedem Burschen gefordert. Die Kehrseite ist der Medaille ist aber auch bekannt: Wenn ein Bund, der ausschließlich aus Mitgliedern besteht, die sich aufgrund ihrer negativen Exposition nicht ins Gesellschaftsleben einfügen können, ist dabei nichts gewonnen. Wir wollen keine Burschenschaft sein, die nur durch Provokationen auffällt. - 6 -

Wir wollen als Burschenschaft fähige junge Männer ins Berufsleben und in die Gesellschaft entlassen, die das nötige persönliche und professionelle Rüstzeug haben, um sich im Alltag profilieren zu können. Hier ist jedes einzelne Mitglied gefordert, nach seinen Möglichkeiten den jungen Bundesbrüdern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Im beruflichen Leben gibt es für alles Spezialisten. Ebenso ist es im Bund. Niemand beherrscht alles vollkommen und trotzdem können wir als Gemeinschaft dieses Wissen an die jungen Mitglieder weitergeben. Das Wissen für das Berufsleben wie Rhetorik, Verhaltensregeln oder spezielle Bewerbungsseminare können und sollen natürlich durch externe Seminarleiter durchgeführt werden. Gerade hier zählt Expertenwissen mehr als verstaubte Fuxenmappen. Die tradierten - wörtlich weitergegebenen - Werte unserer Gemeinschaft jedoch können nur durch personell als auch ideell kontinuierliche Reihen aufrechterhalten werden. Fechtunterricht, historisches, politisches und gesellschaftliches Interesse, um nur einige Themen zu nennen sind Zeuge für das Rüstzeug, das wir als Burschenschaft unseren jungen Bundesbrüdern mitgeben sollten. Vor allem aber die innige Freundschaft im Bund, die herzliche Kameradschaft zu den Schützen aus Göflan, das brüderlich verbindende Kartell mit den Nibelungen und auch das gelebte Freundschaftsverhältnis zu Markomannia sind Ausdruck unseres Lebensbundes, der uns zu einer Werte-Elite macht. Es geht weniger um das, was dem Einzelnen die Gemeinschaft bringt als vielmehr darum, was der Einzelne der Gemeinschaft bringen kann. Jeder von uns kann und soll im Bund wirken, wie auf ihn während - 7 -

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