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Erste Schritte im neuen Leben

Gott sei Dank wohne ich

Gott sei Dank wohne ich künftig im Wochenendgebiet, also sehr entfernt von diesen Dingen. Ich lebe im Grünen mit direktem Blick aufs Meer. Keine 3km von mir ist Sveti Konstantin und Elena, wunderschön gelegen, Spaziergänge am Meer kann man genießen. Das ist das andere Gesicht einer Metropole. Auch hier in Sveti Konstantin haben wir gefilmt. Dieser Film wird gemacht, damit man mal zeigt, wie das mit der Altersarmut ist. Ich sehe den Film als Dankeschön an die Regierung, die uns Frauen aus meiner Generation total vernachlässigt hat. Man braucht nur mal zu bedenken, dass bis 1969 eine Frau ihren Mann fragen musste, ob sie arbeiten gehen darf, ob sie den Führerschein machen darf. Die Zeit ist noch nicht so lange her, also Frauen achtet darauf, dass ihr Eure Rechte, die wir hart erkämpft haben, nicht aufgebt. Aber wieder zurück zu meiner Reise. Endlich kann ich den Flieger besteigen. Leider muss ich in Wien umsteigen. Auf der Herreise hat die Zeit zum Umsteigen gerade so gereicht, ich bin wie ein geölter Blitz durch Wien gerast, damit ich den Anschluss kriege. Nun also das Gleich rückwärts. Ich renne und renne, der Flughafen nimmt überhaupt kein Ende. Endlich, das Ziel meiner Wünsche ist in Sicht. Erschöpft lasse ich mich auf einen Sitz sinken. Nanu noch nicht auf??? Ich frage einen netten Mann, wieso noch nicht geboardet wird. Er meinte nur wir haben noch eine Stunde Wartezeit. Die Zeitverschiebung. Übrigens mit diesem netten Herrn tausche ich mich zur Zeit noch über FB aus. Gruß dahin. Endlich dann in Frankfurt, ich hoffe, dass ich auf diesem Riesen Areal mein Auto wieder finde. Gott sei Dank, es ist noch da. Ich schmeiße meinen Koffer rein und ab auf die Autobahn Richtung Bad Rappenau. Wenn ich mich recht erinnere war ich so gegen 21.30 zu hause. Das erste was ich mache ist natürlich meine Freundin anrufen, damit sie weiß ich bin am leben. Schön wenn ein Mensch sich um einen sorgt. Eigentlich dachte ich ich komme einen Tag später nach hause, aber da hab ich vor lauter Freude und Neues und überhaupt nicht geachtet. Also es waren keine sieben nur sechs Tage, die ich hatte. Nun musste ich meiner Freundin ja sagen, was ich angestellt hatte. Ich hatte eine Wohnung gekauft. Die Wohnung gibt es noch nicht, aber wir arbeiten dran. Denn eine Wohnung ist es erst, wenn eine Tür drin ist. Alles ein wenig kompliziert. Nun aber Anni kennt mich. Ich beginne nun umgehend mit meinen Vorbereitungen zum auswandern.Das komische an der Sache ist, wenn man was verschenken will, dann hat man schon so seine Schwierigkeiten. Dann wurden mir auch von meinem Vermieter Steine in den Weg gelegt. Da es ja nun schnell gehen sollte, besorgte ich 5 potenzielle Nachmieter, alle hätten mir die Möbel abgekauft, nur mein Vermieter hat keinen davon angeschaut. Also das ist natürlich nicht in Ordnung. Da ich eine Kautionsversicherung hatte, habe ich mir erlaubt die Versicherung darauf hin zu weisen, dass er nicht die Kaution einfordern kann, weil er sich nicht gekümmert hat. Ich denke der Herr springt jetzt im Viereck. Aber egal. Schön fand ich übrigens auch, daß ich in meiner Nachbarschaft in Bad Rappenau mit tränenden Augen verabschiedet wurde. Um die Sache dann vorwärts zu treiben, weil ich auch keine Zeit mehr hatte, habe ich eine Frau aufgetrieben, die fast alles mitgenommen hat, was in meiner Wohnung war. Wir haben insgesamt über 6 Stunden ausgeräumt und das obwohl ich ein Jahr zuvor praktisch nichts hatte. So bin ich denn jetzt auch wieder guten Mutes, dass ich alles was ich verschenkt habe wieder bekomme. (Carepakete bitte an www.Hotel-Margarita.net) Spaß muß seinHHH

Ja und so rückte dann der letzte Tag, die letzte Nacht in meiner kleinen Wohnung an. Ich genoss noch einmal mein geliebtes Boxspringbett, ein Traum, den ich mir vor einem Jahr erfüllt habe. Ich schaute mir nochmal Rappenau an, denn dort habe ich sehr gerne gelebt. Und nun soll es also los gehen. Mit dem SWR ist vereinbart, dass ich die allerletzte Nacht auf deutschem Boden alleine bei meinem Sohn Michael in Waiblingen verbringe. Am nächsten Tag wollten wir uns dann in Linz treffen. Nun fuhr ich also nach Waiblingen, habe dort von meinem Sohn ein wunderbares Essen zubereitet bekommen. Wir haben uns gut und ausgiebig unterhalten und ich fand seine Einstellung ganz toll, denn er meinte, wenn man nur wegen dem Geld nicht geht, wenn alles kaputt ist, dann ist das Prostitution. Ja so sehe ich das auch, ich will keinen Versorger, sondern einen echten Partner an meiner Seite. Ja und käuflich war ich noch nieH Nach dem Frühstück am nächsten Morgen, packte ich meine sieben Sachen zusammen und los ging die Fahrt ins Abenteuer, erste Stadion Linz Teil 3 Na prima, ich bin aus der Gegend , kenne mich aus, also denke ich ich fahre über Stgt, Ulm, München. Mein Navy plärrt, bitte wenden, bitte wenden. Nun warum sollte ich, ich weiß ja wo ich lang will. Aber weit gefehlt, ich sollte nicht über Ulm fahren, nein mein Navi will mich über Nürnberg führen. Also fahre ich dann in Ludwigsburg auf die Autobahn und habe somit schon gleich am Anfang 20km Umweg drauf. Na wenn das so weitergeht. Es ist friedlich, schön und gemütlich zu fahren. Es ist Sonntag die LKW sind weitesgehend nicht vorhanden und so kann ich dann vor mich hin fahren. Leichter Nieselregen, bräuchte auch nicht sein, aber es kann ja nur besser werden. Meine Gedanken hängen den vergangenen Tagen und Wochen nach, ich ziehe Bilanz und frage mich was wird die Zukunft bringen??? Langsam nähere ich mich der Grenze. Ein seltsames Gefühl beschleicht einem, man ist ja doch Deutscher, man ist auch heimatverbunden, man kennt fast alles. Nun geht die Tür zu einer ganz anderen neuen Welt auf, Österreich. Zuallererst musst Du mal Deinen Eintritt ins gelobte Land bezahlen. Also raus, Pickerl kaufen. Komisch wir zahlen überall, aber bei uns darf man so fahren. Ist das gerecht??? Darüber zerbreche ich mir jetzt aber nicht den Kopf, habe im Moment mit der neuen Verkehrsführung usw. zu tun. Ausfahrt Linz, hier muß ich runter. Mein Navi führt mich gut in die Stadt, bis zu meinem Hotel. Ein sehr schönes nobles Haus. Ich gehe schnell auf mein Zimmer, schmeiß meine Sachen rein und begebe mich sofort wieder in die Empfangshalle. Ist der Herr vom SWR schon da?? Hier wollten wir uns treffen. Lange brauche ich nicht warten, der Aufzug geht auf und der Herr steht vor mir. Schön, hat also auch geklappt. Ja was machen wir mit diesem angefangenen Sonntagnachmittag. Wir beschließen mal durch Linz zu laufen, eine wirklich sehr sehenswerte Stadt und dann noch der Weihnachtsmarkt, kann mich nicht erinnern, dass ich schon jemals mittags um 15.30Uhr Glühwein getrunken habe. Heute ist das so. Schmeckt super, dann noch schnell an die schöne blaue (graue) Donau und wieder zurück zum Hotel, denn der Tontechniker sollte auch in Linz eintreffen. Wir sind gerade am Hotel zurück als uns der Anruf erreicht, bin da. Schön, dann können wir ja zu dritt losziehen. Der Tontechniker ist aus Sofia angereist, weil