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Gesundheitsregion Allgäu

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GESUNDHEITS-REGION<br />

ALLGÄU<br />

41<br />

KLINIKEN<br />

INFORMIEREN<br />

GLÜCK<br />

beginnt im Kopf<br />

Patienten erzählen von innerer Zufriedenheit<br />

Berufe im Krankenhaus<br />

Menschen helfen Menschen<br />

Verlags-Kundenveröffentlichung der Allgäuer Zeitung mit den Heimatzeitungen und der Mindelheimer Zeitung, 17. April 2018, Nr. 88


Es kommtnicht nur daraufan,<br />

waswir äußerlichinder Welt leisten,<br />

sondernwas wir menschlichgeben.<br />

Albert Schweitzer (1875–1965)<br />

AMBULANZZENTRUM FÜR<br />

•Herz-, Kreislauf- und Gefäßkrankheiten<br />

•Lungen- und Bronchialkrankheiten<br />

•Nieren- und Bluthochdruckkrankheiten<br />

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Medizinisches Versorgungszentrum Kempten-Allgäu<br />

Robert-Weixler-Straße 19 ·87439 Kempten<br />

www.mvz-kempten.de ·info@mvz-kempten.de<br />

Tel: 0831 /570 577-10·Fax:0831 /570 577-51


INHALT<br />

Glücksseite: Glück beginnt im Kopf 4 – 5<br />

Glücksseite: Stimmen aus dem Krankenhaus, Teil 1 6<br />

Kurz gesagt<br />

3<br />

Klinikum Memmingen 7 – 13<br />

Glücksseite: Glückstränen am Gipfel 14 – 15<br />

St. Vinzenz Klinik Pfronten 16 – 18<br />

Fachklinik St. Marien Wertach 19<br />

Glücksseite: „Gott sei Dank war meine Frau bei mir“ 20 – 23<br />

Fachklinik Enzensberg 24 – 28<br />

Fachklinik Ichenhausen 29 – 31<br />

Glücksseite: Es begann mit einem Regenbogen 32 – 33<br />

Klinikverbund Kempten-Oberallgäu 34 – 42<br />

Glücksseite: Stimmen aus dem Krankenhaus, Teil 2 43<br />

Strahlentherapie Süd 44 – 45<br />

Helios Kliniken, Bad Grönenbach 46 – 47<br />

Klinikgruppe der Deutschen Rentenversicherung Schwaben 48 – 51<br />

Psychosomatische Klinik Bad Grönenbach 52<br />

Asklepios Klinik Lindau 54 – 55<br />

Vorgestellt: Chefärzte im Allgäu 56 – 61<br />

Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren 62 – 68<br />

Bezirkskliniken Schwaben 69 – 71<br />

Fachklinik König Ludwig, Schwangau 72<br />

Mit Adleraugen bei der Arbeit 73<br />

Kreiskliniken Unterallgäu, Mindelheim und Ottobeuren 74 – 81<br />

Waldburg-Zeil Kliniken, Isny-Neutrauchburg 82 – 84<br />

Liebe Leserin, lieber Leser,<br />

wenn Sie an Glück denken, was<br />

fällt Ihnen ein? Welcher Gedanke ist<br />

es, der Ihnen ein Lächeln über die<br />

Lippen zaubert? Der an einen geliebten<br />

Menschen vielleicht? Dann geht<br />

es Ihnen wie mir. Aber was passiert<br />

eigentlich aus medizinischer Sicht in<br />

unserem Körper, wenn wir Glücksgefühle<br />

empfinden? Wir spüren<br />

manchmal deutlich die Auswirkungen:<br />

Der Herzschlag wird schneller.<br />

Die Atmung auch. Wir bekommen<br />

Gänsehaut und manchmal wird uns<br />

warm. Aber warum? Auf den Seiten<br />

4/5 erfahren Sie, welcher Teil von<br />

uns für diese Symptome verantwortlich<br />

ist. So viel sei vorab verraten:<br />

Glück beginnt im Kopf.<br />

Und weil Glück so etwas Schönes<br />

ist und wir alle instinktiv danach streben<br />

und suchen, finden Sie es auch<br />

in diesem Magazin auf besonderen<br />

„Glücksseiten“, die wir für Sie mit<br />

Kleeblättern gekennzeichnet haben.<br />

Dort lesen Sie Geschichten von<br />

Menschen, die allesamt eine Gemeinsamkeit<br />

verbindet: Sie hatten<br />

Glück. Da ist eine junge Allgäuerin,<br />

die uns auf den Seiten 14/15 erzählt,<br />

wie sie nach der Entfernung eines<br />

Gehirntumors neue Kraft schöpft. Ihnen<br />

kommt die Geschichte bekannt<br />

vor? Dann hielten Sie 2016 bereits<br />

unser Magazin in Händen, in dem<br />

uns dieselbe Frau ihren damaligen<br />

Schicksalsschlag beschrieb. Diesmal<br />

erkundigten wir uns nach ihrem<br />

Wohlbefinden und bekamen eine<br />

glückliche Botschaft: Sie ist wieder<br />

gesund und sogar so fit, dass sie einen<br />

Fünftausender bestieg.<br />

Auf den Seiten 20/21 erfahren Sie,<br />

wie ein Mann durch einen Schlaganfall<br />

elementare Fähigkeiten verliert.<br />

Er kann nicht mehr schlucken, gehen<br />

oder stehen. Aber: Im Krankenhaus<br />

gelingt es Ärzten, Therapeuten<br />

und spezialisierten Fachkräften, ihn<br />

wieder auf die Beine zu bringen.<br />

So, dass ich beim Gespräch mit ihm<br />

nicht im geringsten merkte, dass er<br />

schwer krank gewesen ist. Auch<br />

ihm geht es heute wieder gut.<br />

Glücklich schätzen sich auch<br />

Menschen, die die richtige Berufswahl<br />

getroffen haben und in ihrer<br />

Arbeit aufgehen. Wie die Mitarbeiter<br />

der Allgäuer Kliniken, die uns für<br />

eine Umfrage Rede und Antwort<br />

standen. Krankenschwestern, Pfleger,<br />

Ärzte, Köche und viele andere<br />

erzählen, warum sie zufrieden sind<br />

mit dem, was sie tun: Menschen<br />

helfen. Diese Berufe verdienen Anerkennung.<br />

Überzeugen Sie sich<br />

selbst – auf den Seiten 6 und 43.<br />

Viel Freude beim Lesen!<br />

Ihre Isabell Schmid<br />

ANZEIGE<br />

Oberschwabenkliniken, Ravensburg und Wangen 85 – 87<br />

Fachklinik Hirtenstein, Bolsterlang 88<br />

iTCM Klinik, Illertissen 89<br />

Rotkreuzklinik Lindenberg 90 – 91<br />

Immer für Sie da:<br />

Die Johanniter im Allgäu.<br />

Kneipp-Kurort Scheidegg 92<br />

Fachklinik Allgäu, Pfronten 93<br />

Berufe entrümpeln, Entlastungen schaffen 94<br />

Rehaklinik Überruh, Bolsternang bei Isny 95 – 97<br />

Namen und Neuigkeiten 98<br />

Das Titelfoto von Willi Roth zeigt den Sonnenuntergang am Aggenstein.<br />

Zahlreiche Fotos, die nicht namentlich gekennzeichnet sind, wurden uns<br />

von den im Heft aufgeführten Kliniken zur Verfügung gestellt.<br />

Impressum: Seite 94<br />

Dankeschön<br />

So umfangreich war die <strong>Gesundheitsregion</strong> Allgäu noch nie. 41 Allgäuer<br />

Kliniken stellen sich und ihre wichtige Arbeit auf 73 Seiten vor. Wir bedanken<br />

uns herzlich bei allen Vertretern der Krankenhäuser, die wieder tatkräftig<br />

an der „<strong>Gesundheitsregion</strong> Allgäu“ mitgearbeitet haben und für all<br />

unsere Fragen stets ein offenes Ohr hatten.<br />

Schnelle Hilfe auf Knopfdruck rund um die Uhr. Fühlen Sie sich<br />

sicher mit dem Notrufsystem der Johanniter.<br />

Betreuen mit Herz –wir helfen, wohäusliche Pflege und medizinische<br />

Versorgung gebraucht werden. Sie finden uns in: Kaufbeuren,<br />

Kempten, Sonthofen, Bad Wörishofen und der Tagespflege Fischen.<br />

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.<br />

Regionalverband Allgäu<br />

Haubenschloßstraße 6<br />

87435 Kempten<br />

Tel. 0831 52157-0


4<br />

Von Schmetterlingen im Bauch ...<br />

Glück beginnt<br />

im Kopf<br />

Nachgefragt:<br />

Was im Körper passiert,<br />

wenn wir glücklich sind.<br />

Interview: Isabell Schmid<br />

Hermann Hesse sagte einst:<br />

„Glück ist Liebe, nichts anderes.<br />

Wer lieben kann, ist glücklich.“<br />

Für jeden Menschen bedeutet<br />

Glück etwas anderes, aber doch<br />

streben wir alle danach. Wir alle<br />

suchen Glücksgefühle, Euphorie<br />

und Freude. Aber haben Sie sich<br />

schon einmal gefragt, wo solche<br />

Gefühle herkommen? Was aus<br />

medizinischer Sicht im Körper<br />

passiert, wenn wir Glück empfinden?<br />

Wir haben dazu Dr. Manfred<br />

Nuscheler, Ärztlicher Direktor<br />

der Kreiskliniken Unterallgäu,<br />

befragt, der sich aus eigenem Interesse<br />

lange mit diesem Thema<br />

beschäftigt hat.<br />

Was passiert im Gehirn,<br />

wenn wir Glück empfinden?<br />

Stimmt der Satz „Glück beginnt<br />

im Kopf“?<br />

Dr. Manfred Nuscheler: Ja,<br />

Glück beginnt im Kopf. Es<br />

findet im zentralen Nervensystem<br />

statt. So ist es<br />

primär eine Leistung des<br />

Gehirns, als Zentrum<br />

des zentralen Nervensystems,<br />

alle Reize,<br />

ob von außen kommend<br />

oder im Körper<br />

selbst entstehend,<br />

zu verarbeiten, sie<br />

zu regulieren und<br />

Antworten darauf<br />

zu koordinieren.<br />

Es ist faszinierend,<br />

was sich<br />

dabei abspielt: Etwa<br />

wie die vielen<br />

beteiligten Areale<br />

des Gehirns über<br />

Botenstoffe wie<br />

Dopamin, Oxytocin<br />

und Serotonin miteinander<br />

kommuni-<br />

zieren; etwa wie der Nucleus<br />

accumbens im ventralen Striatum<br />

des Gehirns beim Erleben<br />

eines Glücksgefühls „aufleuchtet“<br />

oder wie im Gehirn aktivierende<br />

und belohnende Pfade<br />

aufgebaut werden und eine Art<br />

„Sucht“ nach Momenten des<br />

Glücks erzeugen.<br />

Jüngst wurde die oben gestellte<br />

Frage zum Gegenstand<br />

einer neurobiologischen Forschung.<br />

Warum erst jetzt?<br />

Weil die Erforschung des lebenden<br />

Gehirns, das lange Zeit<br />

schlechthin die „black box“ des<br />

menschlichen Körpers war, erst<br />

mit neuen Methoden der naturwissenschaftlichen<br />

Medizin, wie<br />

der radiologischen Bildgebung<br />

durch Kernspin immensen Aufschwung<br />

erhielt. War es doch<br />

davor zwar möglich, die Anatomie<br />

des toten Gehirns zu studieren,<br />

aber kaum möglich, funktionelle<br />

und dynamische Prozesse<br />

des lebenden Gehirns zu ergründen.<br />

Komplex ist die Erforschung<br />

des Funktionierens unseres<br />

menschlichen Gehirns allerdings<br />

immer noch – wie wohl in keinem<br />

anderen Bereich der Medizin<br />

gilt: mit jeder neuen Erkenntnis<br />

werfen sich noch mehr neue<br />

Fragen auf!<br />

Das Gehirn ist die Schaltzentrale,<br />

der Körper sein<br />

Ausführungsorgan. Welche<br />

„Symptome“ zeigt unser Körper<br />

bei einem Glücksgefühl?<br />

Vereinfacht ausgedrückt steuert<br />

das Gehirn über das vegetative<br />

Nervensystem das innere<br />

Gleichgewicht aller lebenswichtigen<br />

Körperfunktionen. Dazu<br />

Zur Person:<br />

Dr. Manfred Nuscheler, Chefarzt<br />

der Anästhesie und<br />

Intensivmedizin an den<br />

Kreiskliniken Unterallgäu,<br />

beschäftigte sich im<br />

Rahmen seiner ehrenamtlichen<br />

Tätigkeit in<br />

der Palliativmedizin<br />

und Hospizarbeit mit<br />

dem Thema Resilienz<br />

und den Fragen:<br />

„Wie bewältigen<br />

Menschen schwerste Schicksalsschläge?“<br />

und „Wie kommen Pflegekräfte,<br />

Ärzte und andere Betreuer damit klar, Tag<br />

für Tag Sterbende jeden Alters zu versorgen<br />

– wie gelingt einem diese Arbeit<br />

über Jahre?“ Seine Freude an diesem<br />

Thema führte dazu, dass er im Rahmen<br />

der Klinik-Vortragsreihe zur Information<br />

für Patienten einen Vortrag mit dem Titel<br />

„Resilienz – Gedeihen trotz widriger Umstände“<br />

hielt und diesen Vortrag auch<br />

auf das Thema „Glück“ erweiterte.


... und Glücksgefühlen<br />

5<br />

zählt nicht nur die Aktivität des<br />

Herzens und der Atmung, sondern<br />

auch die Arbeit unserer<br />

Drüsen und Sexualorgane. So ist<br />

ein Glücksgefühl vielleicht mit einem<br />

erhöhten Puls, einer schnelleren<br />

Atmung, einer Erwärmung<br />

der Haut, mit einem das „Wasser<br />

im Mund zusammen laufen“,<br />

mit Schwitzen und womöglich<br />

auch sexueller Erregung verbunden.<br />

All das ist Ausdruck des komplexen<br />

Zusammenspiels zwischen<br />

dem Gehirn und seinen<br />

verschiedenen für Emotion,<br />

Glück und Freude zuständigen<br />

Arealen auf der einen Seite und<br />

dem vegetativen Nervensystem,<br />

das diese „Informationen“ in<br />

den ganzen Körper, in alle Organe<br />

und Organsysteme vermittelt,<br />

auf der anderen Seite.<br />

Stichwort „Schmetterlinge<br />

im Bauch“. Sie sind für viele<br />

der Inbegriff eines Glücksgefühls.<br />

Woher kommen sie und<br />

wie kann man sie behalten?<br />

„Schmetterlinge im Bauch“<br />

ist eine schöne, poetische Redewendung,<br />

um Glücksgefühle und<br />

Verliebtheit in Worte zu fassen.<br />

Beim Verliebtsein kommt es zur<br />

Freisetzung eines ganzen Cocktails<br />

von Hormonen, die über<br />

das vegetative Nervensystem<br />

den ganzen Körper in „Alarm“<br />

versetzen. Erhöht freigesetztes<br />

Dopamin und Oxytocin wirken<br />

auf das Belohnungssystem im<br />

Gehirn, schaffen Wohlgefühl<br />

und motivieren zur Wiederholung<br />

entsprechender Reize.<br />

Eine Ausschüttung von<br />

„Stresshormonen“ wie Adrenalin,<br />

bringt den gesamten Körper<br />

in erhöhte Wachsamkeit,<br />

macht ihn also sensibler und für<br />

alle Eindrücke empfindsamer.<br />

Da auch der gesamte Magen-<br />

Darm-Trakt über das vegetative<br />

Nervensystem gesteuert wird,<br />

kann Verliebtsein eben auch „im<br />

Bauch“ mit einem „angenehmmerkwürdigen,<br />

angeregten Gefühl“<br />

einhergehen.<br />

Neurowissenschaftler sind<br />

sich einig, dass die „Schmetterlinge<br />

im Bauch“, als Synonym für<br />

Verliebtsein, ähnlich einer Sucht<br />

rauschhaft sind und abhängig<br />

machen können, weshalb sie<br />

auf Dauer zu anstrengend wären<br />

und eher Stress erzeugen. So ist<br />

es vielleicht gar nicht schlecht,<br />

dass sie in dieser Form nicht beliebig<br />

erhalten werden können<br />

und eher ein Schatz der Jugend,<br />

beziehungsweise einer noch jungen<br />

Liebe sind. In wachsenden,<br />

älteren Beziehungen reifen die<br />

Schmetterlinge zu etwas, was<br />

man vielleicht als tiefes Vertrauen,<br />

tiefe Verbundenheit und Liebe<br />

begreift.<br />

Kann Schokolade wirklich<br />

glücklich machen? Warum? In<br />

Schokolade ist eine Vorstufe des<br />

„Glücksbotenstoffs“ Serotonins<br />

enthalten, jedoch wäre für anhaltende<br />

Effekte ein Konsum von<br />

Mengen notwendig, bei dem die<br />

gesundheitsschädlichen Effekte<br />

bei weitem überwiegen würden.<br />

Unglücklich sein kann krank<br />

machen. Kann im Umkehrschluss<br />

glücklich sein gesund<br />

machen oder einen positiven<br />

Effekt auf die Gesundheit haben?<br />

Den Zusammenhang zwischen<br />

der Immunitätslage und Gesundheit<br />

eines Menschen auf der einen<br />

sowie seiner Gemütslage<br />

– ob er also Mut verspürt oder<br />

Mutlosigkeit, ob Hoffnung oder<br />

Hoffnungslosigkeit, ob Glück<br />

oder Unglück – auf der anderen<br />

Seite, hat vielleicht niemand so<br />

eindrucksvoll wie drastisch erlebt<br />

und erzählt wie der Wiener<br />

Neurologe und Psychiater Viktor<br />

Frankl (1905 – 1997, Begründer<br />

der Logotherapie und Existenzanalyse)<br />

in seinem Buch „…trotzdem<br />

ja zum Leben sagen“ . Als<br />

Jude und KZ-Häftling – übrigens<br />

unter anderem auch im Außenlager<br />

des KZ Dachau in Türkheim<br />

– musste er täglich sehen, wie<br />

der Tod im Lager, durch Seuchen<br />

und andere Erkrankungen diejenigen<br />

holte, die sich aufgaben<br />

und diejenigen am<br />

Leben ließ, die<br />

sich<br />

trotz<br />

allem<br />

immer wieder innerlich<br />

aufrichteten und<br />

sich auf ein lohnendes Ziel<br />

in der Zukunft ausrichten konnten.<br />

Auch sonst gibt es viele Hinweise<br />

und starke medizinische<br />

Anhaltspunkte, dass Optimismus,<br />

eine gute soziale Einbindung<br />

und Glück gesund halten,<br />

ja lebensverlängernd wirken, vor<br />

allem indem sie die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit<br />

senken.<br />

Wie kann man die eigene innere<br />

Zufriedenheit beeinflussen?<br />

Können wir Glück selbst<br />

„machen“ oder auslösen?<br />

Die Antwort auf die Frage<br />

nach der Rolle unserer Gene,<br />

bzw. dem Anteil an unserer Befindlichkeit,<br />

den wir selbst mehr<br />

oder weniger aktiv mitbeeinflussen<br />

können, scheint grob 50 zu<br />

50 zu lauten. Wie wir sind, wie<br />

wir denken, wie wir in Krisen reagieren<br />

oder wie wir eine gewisse<br />

innere Ruhe und Sicherheit<br />

oder Glück finden, das hängt<br />

wohl zu rund 50 Prozent von<br />

unserer Erbmasse, zu rund 10<br />

Prozent von äußeren, eher unbeeinflussbaren<br />

Faktoren aber<br />

doch zu rund 40 Prozent von uns<br />

selbst, also von durch uns beeinflussbaren<br />

Faktoren, ab. Diese<br />

40 Prozent sind es wohl, aus denen<br />

der Volksmund sein „Jeder<br />

ist seines Glückes Schmied“ ableitet.<br />

Wie wirkt sich unser Sozialverhalten<br />

auf unser eigenes<br />

Glücksgefühl aus?<br />

Wissenschaftlich belastbare<br />

Hinweise hierzu ergeben sich<br />

aus der Erforschung von Zwillingen,<br />

z. B. der Untersuchungen<br />

von eineiigen Zwillingen, die getrennt<br />

aufwuchsen, aus umfangreichen<br />

Genstudien und z. B. aus<br />

der Resilienzforschung.<br />

Diese geht auf die Langzeit-<br />

Studie einer amerikanischen<br />

Entwicklungspsychologin<br />

namens Emmy Werner<br />

zurück. Auf<br />

der Insel<br />

Hawaii<br />

begleitete sie eine<br />

Gruppe von „Hoch-Risiko-Kindern“<br />

mit extrem<br />

vernachlässigten Umfeldern<br />

mehr als 30 Jahre – also<br />

von der Geburt bis ins Erwachsenenalter.<br />

Werner und ihre Kollegen<br />

stellten sich die Frage, warum<br />

sich viele dieser Kinder trotz<br />

der miserablen Startchancen<br />

positiv entwickelten und glückliche,<br />

psychisch gesunde und erfolgreiche<br />

Erwachsene wurden.<br />

Ihre verkürzte Antwort lautet:<br />

Bindungen. Der Rückgriff auf<br />

zumindest eine vertrauensvolle,<br />

liebevolle Bezugsperson ist<br />

entscheidend. Darüber hinaus<br />

sind eine positiv-optimistische<br />

Einstellung gegenüber dem Leben,<br />

Neugier, Kontaktfreudigkeit<br />

und Offenheit sowie eine positive<br />

Emotionalität mit Dankbarkeit<br />

und Humor quasi weitere<br />

von jedem selbst beeinflussbare<br />

„Schutzfaktoren“, um z. B.<br />

auch aus schweren Krisen und<br />

Rückschlägen wieder gestärkt<br />

hervorzugehen, also resilient zu<br />

sein.<br />

Was ist für Sie persönlich<br />

Glück?<br />

Der Genuss zu lieben, Familie<br />

und Freunde zu haben und das<br />

Gefühl, selbst geliebt zu werden,<br />

einer sinnvollen Arbeit nachzugehen,<br />

etwas interessantes jenseits<br />

des Berufs tun zu dürfen<br />

und Vertrauen zu spüren – in<br />

mein Umfeld und in mich selbst.<br />

Was tun Sie für Ihr Glück?<br />

Es mit einem Satz von Seneca<br />

halten: „Der glücklichste Mensch<br />

ist der, der sich keine Gedanken<br />

über das Glück macht.“ Und hoffen,<br />

dass ich mich in einer Not<br />

bei Albert Camus wiederfinde:<br />

„Mitten im Winter habe ich erfahren,<br />

dass es in mir einen<br />

unbesiegbaren<br />

Sommer gibt“.


6<br />

Stimmen aus dem Krankenhaus<br />

Menschen helfen Menschen<br />

Mitarbeiter –aus vielen Bereichen imKrankenhaus –erzählen über ihren Beruf<br />

Vor allem der Beruf der Pflegekraft hat in<br />

unserer Gesellschaft eine wackelige Position<br />

–obwohl er Anerkennung verdient.<br />

Kritisiert wird inerster Linie die zu hohe<br />

Belastung. Gesetzgeber und Krankenkassen<br />

sind daran interessiert, die Kosten im<br />

Gesundheitswesen nachhaltig zusenken.<br />

In zahlreichen Krankenhäusern und Reha-<br />

Kliniken zeichnet sich ein Fachkräftemangel<br />

ab. Angesichts der Arbeitsverdichtung<br />

sindMenschen, dieinKlinikenbeschäftigt<br />

sind, oftüberlastet.SeitJahrenfordert die<br />

Gewerkschaft Verdi deutlich mehr Personal<br />

und bessere Bedingungen. Diese Botschaften<br />

werden regelmäßig über sämtliche<br />

Kanäle publiziert.<br />

Wer sich allerdings selbst einmal umhört<br />

bei den Menschen vor Ort und Stelle, der<br />

bekommt nicht nur Negatives zu hören.<br />

Bei meinen zahlreichen Besuchen in Allgäuer<br />

Kliniken stieß ich auf den Gängen<br />

auf viele Schwestern und Pfleger und<br />

fragte bei dieser Gelegenheit den einen<br />

oder anderen: „Arbeiten Sie gerne hier?“<br />

Die meisten entgegneten mir mit „ja“,<br />

manche sogar mit einem „selbstverständlich“.<br />

Einige von ihnen verstehen<br />

nicht, warum invielen Köpfen ein derart<br />

negatives Bild vom Arbeitsplatz Krankenhaus<br />

verankert ist.<br />

Wir sind dem nachgegangen, haben Gespräche<br />

geführt und waren überrascht.<br />

Vorallem Schwesternund Krankenpfleger<br />

beschrieben ihren Beruf in vielerlei Hinsichten<br />

–von der Ausbildung bis hin zur<br />

ausgebildeten Kraft –als attraktiv. Haupttonus:<br />

In kaum einem anderen Bereich<br />

gibt es so viele verschiedene Arbeitszeitmodelle<br />

wie inder Gesundheitsbranche.<br />

Teilzeit und ein familienfreundlicher<br />

Wiedereinstieg ins Berufsleben sind kein<br />

Problem. Wer möchte, kann sein Gehalt<br />

durch Wochenend- oder Nachtzuschläge<br />

aufbessern. Und: Heimatverwurzelte finden<br />

mit diesem Berufsbild eine Arbeit,<br />

die sie in jeder Lebenslage und in ihrer<br />

Heimat ausüben können. Was will man<br />

mehr, wenn man imschönen Allgäu aufgewachsen<br />

ist?<br />

Jetzt noch eine Frage an Sie: Wurden<br />

Sie schon einmal ineinem Krankenhaus<br />

behandelt? Dann ist Ihnen vielleicht bewusst,<br />

wasdie Menschendortleisten.Ob<br />

Pfleger, Therapeuten, Ärzte oder Schwestern<br />

–sie alle bringen Engagement, Motivation<br />

und Mitgefühl mit. Das geht nur,<br />

wenn die Arbeit trotz Stress, der natürlich<br />

nicht ausbleibt, auch Freude bereitet.<br />

Hier lesen Sie die Meinungen von Menschen<br />

aus Allgäuer Kliniken und aus sämtlichen<br />

Bereichen eines Krankenhauses<br />

oder einer Reha-Einrichtung. Sie sind<br />

glücklichüberihren Berufund gehendarin<br />

auf. Übrigens, falls Sie nach dieser Umfrage<br />

denArbeitsplatz Krankenhausauchaus<br />

einemanderen Blickwinkel betrachten –in<br />

allen Häusern gilt: Neue Kollegen und Kolleginnen<br />

sind herzlich willkommen.<br />

Isabell Schmid<br />

Rotkreuzklinik Lindenberg<br />

Frank Härtl,<br />

Küchenchef<br />

Ich arbeite gerne hier,<br />

weil ich mit meiner<br />

Arbeit einen Beitrag<br />

zur Genesung der Patienten<br />

leisten kann.<br />

Dafür habe ich ein<br />

starkes, zuverlässiges<br />

Team an der Seite.<br />

Bei unseren Ideen<br />

können wir stets auf<br />

die Unterstützung der Klinikleitung zählen.<br />

Außerdem schätze ich das gute Miteinander<br />

hier imHaus.<br />

Fachklinik Enzensberg<br />

Stefan Zimmermann,<br />

Pflegefachkraft<br />

(neuropsychologische<br />

Station)<br />

Ich habe bereits mein<br />

freies soziales Jahr in<br />

der Fachklinik Enzensberg<br />

absolviert und bin<br />

somit auf den Beruf<br />

des Pflegers gekommen.<br />

Das Arbeiten in meinem Team<br />

macht mir große Freude. Da es eine Rehaklinik<br />

ist, sieht man stets Fortschritte<br />

bei den Patienten. Dieses wiederum<br />

zeigt mir, dass ich mit meiner Berufsund<br />

Arbeitsplatzwahl alles richtig gemacht<br />

habe.<br />

Fachklinik König Ludwig<br />

Monika Borgato,<br />

stellvertretende<br />

Restaurantleitung<br />

Ich habe als Zimmermädchen<br />

in einer<br />

Kurklinik angefangen<br />

aber mein Interesse<br />

galt immer schon<br />

dem Service. Meine<br />

Aufgaben hier im Restaurant<br />

sind vielseitig<br />

und machen mir sehr viel Spaß. Das<br />

Bedienen der Gäste ist manchmal eine<br />

Herausforderung, die viel Engagement<br />

undHerzbluterfordert,umalleWünsche<br />

der Gäste zu erfüllen. Mittlerweile bin<br />

ich schon seit 18Jahren inder Fachklinik<br />

König Ludwig und bereue es nicht diese<br />

Richtung eingeschlagen zu haben.<br />

Reha-Klinik Überruh<br />

Angelika<br />

Heinzelmann,<br />

Krankenschwester<br />

Warum ich seit über<br />

vier Jahrzehnten dabei<br />

bin? Dieser Beruf<br />

bietet mir die Möglichkeit<br />

„Ich“ zusein.<br />

Das Arbeiten amund<br />

mit Menschen, verantwortungsbewusste<br />

Fürsorge,Mitgefühl aber nichtMitleid,<br />

jeden Patienten inseiner Art annehmen<br />

und betreuen, das bietet mir jeden Tag<br />

neue Herausforderungen. Hilfe zur<br />

Selbsthilfe ist ein gemeinsamer Weg.<br />

Fachklinik Ichenhausen<br />

Andreas Frank, Examinierter<br />

Gesundheits-<br />

und Krankenpfleger<br />

(Neurologie)<br />

Ich arbeite seit 15Jahren<br />

in der Fachklinik<br />

Ichenhausen. Vor allem<br />

die Arbeit mit den Patienten<br />

macht mir sehr<br />

viel Freude.KeinTag ist<br />

wie der andere. Und das Schönste für<br />

mich: Das zufriedene Lächeln der Patienten<br />

–das ist einfach unbezahlbar.


Klinikum Memmingen<br />

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Zentrum, KfH-Kindernierenzentrum,<br />

ZertifiziertesKontinenzzentrum<br />

Klinik für Unfallchirurgie,<br />

Handchirurgie und Orthopädie<br />

Regionales Traumazentrum, Zertifiziertes<br />

Endoprothetikzentrum, Verletztenartenverfahren<br />

der BG, Kindertraumatologie<br />

Klinik für Gynäkologie<br />

und Geburtshilfe<br />

Zert. Brustzentrum, Zert.Kontinenzzentrum,<br />

Perinatalzentrum AllgäuLevel 1,<br />

GynäkoonkologischerSchwerpunkt<br />

Medizinische Klinik II<br />

Gastroenterologie/Hepatologie, Hämatologie/<br />

Onkologie, Endokrinologie/Diabetologie, Geriatrie,<br />

Palliativmedizin, ZertifiziertesDarm-,<br />

Zert. Pankreas-und Zert. Kontinenzzentrum<br />

Klinik für Neurologie<br />

Zertifizierte StrokeUnit<br />

Radiologie und Nuklearmedizin<br />

Konventionelle Radiologie, Durchleuchtung,<br />

Mammographie, Ultraschall,Kernspintomographie,<br />

CT,interventionelle<br />

Radiologie, Nuklearmedizin, PET/CT<br />

Klinik für Anästhesiologie,<br />

Operative Intensivmedizin<br />

und Schmerztherapie<br />

Abteilung für Pathologie<br />

Notfallklinik<br />

RegionalesTraumazentrum<br />

Abteilung für Hygiene<br />

und Mikrobiologie<br />

Klinikapotheke, Pharmazeutischer Hersteller<br />

Hersteller fürparenterale (künstlicheErnährung)<br />

von Frühchen undErwachsenen (HomeCare),<br />

Tumortherapien, speziellen Kinderarzneimitteln,<br />

Stoffwechsel-sowie Dialyse-Arzneimitteln<br />

Konsiliarabteilung für Plastische und Ästhetische Chirurgie<br />

Weitere Konsiliar- und Belegabteilungen: Psychiatrieund Psychosomatik, Strahlentherapie,Onkologie,Dermatologie, HNO-Heilkunde<br />

Klinikum Memmingen |Bismarckstraße 23 |87700 Memmingen |Telefon: 08331/70-0 |Internet: www.klinikum-memmingen.de


8<br />

Klinikum Memmingen<br />

ANZEIGE<br />

E Radiologie-Chefarzt Professor Dr. Jens Stollfuß während einer angiographischen Untersuchung.<br />

Fotos (2): Koch<br />

Für die Behandlung<br />

schwerkranker Gefäß- und Tumorpatienten<br />

Klinikum Memmingen investiert 1,3 Millionen Euro in Angiographieanlage – Leistungsspektrum ausgeweitet<br />

1,3 Millionen Euro hat das Klinikum<br />

Memmingen in eine neue<br />

Angiographieanlage in der Radiologie<br />

investiert. Mit diesem<br />

bildgebenden Verfahren können<br />

schwerkranke Gefäß- und Tumorpatienten<br />

untersucht und<br />

behandelt werden. Die neue Angiographieanlage<br />

im Erdgeschoss<br />

des Klinikums besteht aus einem<br />

beweglichen Untersuchungstisch<br />

und einem C-förmigen Bogen, an<br />

dessen einem Ende eine Röntgenröhre<br />

und am anderen ein Bilddetektor<br />

montiert ist. Mit Hilfe des<br />

Geräts können die Gefäße eines<br />

Patienten sichtbar gemacht werden.<br />

Dabei wird Kontrastmittel in<br />

eine Vene oder Arterie gespritzt<br />

und diese mit Hilfe von Röntgenstrahlung<br />

dargestellt. Während<br />

der Untersuchung wird der C-Bogen<br />

um den Patienten oder entlang<br />

des Patienten bewegt, um<br />

die Gefäße aus verschiedenen<br />

Betrachtungswinkeln zu erfassen.<br />

Angiographie:<br />

„Wir können den Patienten<br />

nicht nur untersuchen, sondern<br />

auch in gleicher Sitzung minimalinvasiv<br />

behandeln“, erklärt der<br />

Chefarzt der Abteilung für Radiologie<br />

und Nuklearmedizin, Professor<br />

Dr. Jens Stollfuß.<br />

650.000 Euro hat das neue Gerät<br />

gekostet. Hinzu kam noch einmal<br />

die gleiche Summe für Umbaumaßnahmen.<br />

Das bisherige<br />

Angiographie-Gerät wurde altersbedingt<br />

ausgetauscht.<br />

„Mit der Inbetriebnahme des<br />

neuen Gerätes geht auch eine<br />

Ausweitung des Leistungsspektrums<br />

einher“, so Klinikverwaltungsleiter<br />

Wolfram Firnhaber.<br />

„Dadurch sind die räumlichen und<br />

hygienischen Anforderungen gestiegen“.<br />

Der Angiographie-Raum<br />

wurde daher vergrößert und modernisiert.<br />

„Jetzt können wir noch diffiziler,<br />

also an noch kleineren Gefäßen<br />

arbeiten“, erklärt Stollfuß, dessen<br />

Angiographie nennt man die Darstellung von Gefäßen, meist Blutgefäßen,<br />

mittels diagnostischer Bildgebungsverfahren, beispielsweise<br />

Röntgen oder Magnetresonanztomografie (MRT). Hierzu wird häufig<br />

ein Kontrastmittel in das Blutgefäß eingespritzt. Auf dem Bild der aufgenommenen<br />

Körperregion zeichnet sich dann der mit dem Kontrastmittel<br />

gefüllte Gefäßinnenraum ab. Das resultierende Bild nennt man<br />

Angiogramm.<br />

Patienten häufig an Verschlüssen<br />

oder Engstellen der Becken- und<br />

Beingefäße leiden. „Ursache hierfür<br />

ist oft das Alter, aber auch ein<br />

übermäßiger Zigarettenkonsum“,<br />

so Stollfuß.<br />

Um die Engstellen wieder zu<br />

öffnen, werden mit der Hilfe feiner<br />

Führungsdrähte Ballons eingeführt,<br />

die das Gefäß aufweiten,<br />

beziehungsweise Stents implantiert,<br />

die das Gefäß dauerhaft offen<br />

halten sollen.<br />

Eine nahezu<br />

schmerzfreie Behandlung<br />

„Wir arbeiten mit nur wenige<br />

Millimeter durchmessenden Instrumenten.<br />

Die Behandlungen<br />

laufen nahezu schmerzfrei ab“,<br />

so der Chefarzt. Während der<br />

Behandlung macht die Angiographieanlage<br />

viele Aufnahmen pro<br />

Sekunde. Dennoch ist die Strahlenbelastung<br />

moderner Anlagen<br />

laut Stollfuß relativ gering: „Bei<br />

vergleichbarer Durchleuchtungsdauer<br />

beziehungsweise Aufnahmeanzahl<br />

konnte die Strahlenbelastung<br />

um circa 50 Prozent im<br />

Vergleich zu älteren Geräten gesenkt<br />

werden.“<br />

Eine typische angiographisch<br />

gesteuerte Behandlung ist auch<br />

die sogenannte Chemo-Embolisation:<br />

„Mit diesem Verfahren<br />

können Lebertumorpatienten behandelt<br />

werden, wenn der Tumor<br />

einer Operation nicht zugänglich<br />

ist.“ Hierzu werden die Tumore<br />

lokalisiert und dann gezielt mit der<br />

Einspritzung eines Medikamentes<br />

(Chemotherapeutikum) direkt<br />

über die zum Tumor führende Leberarterie<br />

behandelt.<br />

„Durch dieses Vorgehen gelangen<br />

in die Tumore deutlich höhere<br />

Konzentrationen des Therapeutikums<br />

als bei einer Behandlung<br />

über eine Vene“, erklärt Stollfuß.<br />

„Dies führt sowohl zu einer Verbesserung<br />

des Therapieeffektes<br />

als auch zu einer Verminderung<br />

von Nebenwirkungen.“<br />

Mittels Angiographie können<br />

auch Blutungen nach schweren<br />

Unfällen gestillt werden: „Dank<br />

der Angiographie können wir die<br />

Blutung darstellen und diese beispielsweise<br />

durch das Einbringen<br />

von kleinen Metallspiralen stoppen“.<br />

Kontakt:<br />

Professor<br />

Dr. Jens<br />

Stollfuß<br />

Abteilung<br />

für Radiologie<br />

und Nuklearmedizin<br />

Telefon: 08331/70-2330


Klinikum Memmingen<br />

ANZEIGE 9<br />

Prof. Dr. David Frommhold ist<br />

neuer Chefarzt der Memminger Kinderklinik<br />

Der 43-Jährige war geschäftsführender Oberarzt am Universitätsklinikum Heidelberg<br />

Nach Feierabend schnürt Chefarzt<br />

Prof. Dr. med. David Frommhold<br />

gerne die Laufschuhe. Allerdings<br />

verlässt der sportliche<br />

43-Jährige in diesen Tagen das<br />

Memminger Klinikum oft erst<br />

nach 20 Uhr. „Es gibt vor allem<br />

jetzt am Anfang sehr viel für mich<br />

zu tun“, sagt Frommhold, der seit<br />

Januar die Memminger Kinderklinik<br />

leitet.<br />

Sie waren zuletzt viele Jahre<br />

als geschäftsführender Oberarzt<br />

im Heidelberger Universitätsklinikum<br />

tätig. Welchen<br />

Reiz hat für Sie das Klinikum<br />

Memmingen?<br />

Prof. Dr. med. David Frommhold:<br />

Das Memminger Klinikum<br />

hat für mich einen besonderen<br />

Charme. Die Wege sind kurz und<br />

die Hierarchien flach, was das<br />

Arbeiten sehr angenehm macht.<br />

Und für ein Krankenhaus dieser<br />

Größe (500 Betten, Anmerkung<br />

der Redaktion) ist die 66 Betten<br />

umfassende Kinderklinik mit ihren<br />

rund 4.000 stationären sowie<br />

10.000 ambulanten Patienten im<br />

Jahr überdurchschnittlich stark<br />

ausgebaut. Wir verfügen über<br />

zahlreiche Spezialambulanzen auf<br />

hohem Niveau.<br />

Können Sie Beispiele nennen?<br />

Prof. Dr. med. David Frommhold:<br />

Wir haben eine sehr gut<br />

aufgestellte Gastroenterologie für<br />

Magen-Darm-Erkrankungen bei<br />

Kindern, eine Neuropädiatrie für<br />

Zur Person:<br />

Professor Dr. med. David<br />

Frommhold hat in Rostock<br />

und Greifswald Medizin studiert.<br />

Seine Facharztausbildung<br />

in Kinderheilkunde<br />

absolvierte der 43-Jährige<br />

am Universitätsklinikum Heidelberg.<br />

Zudem verfügt er<br />

über die Zusatzweiterbildungen<br />

„Kinderintensivmedizin“,<br />

„Neugeborenenheilkunde“<br />

und „Kinderlungenheilkunde“.<br />

In Heidelberg war Frommhold<br />

als geschäftsführender Oberarzt<br />

und Hygienebeauftragter<br />

tätig. 2015 wurde er zum außerplanmäßigen<br />

Professor der<br />

Universität Heidelberg ernannt.<br />

Er hat mehrere akademische<br />

Auslandsaufenthalte absolviert<br />

und war an zahlreichen wissenschaftlichen<br />

Arbeiten und<br />

internationalen Forschungsprojekten<br />

maßgeblich beteiligt.<br />

E Das ist er: Der neue Chef der Memminger Kinderklinik Prof. Dr. med. David Frommhold. Der charmante 43-Jährige war<br />

geschäftsführender Oberarzt am Heidelberger Universitätsklinikum. Dort hat er nebenbei geforscht, wie man das unreife<br />

Immunsystem von Früh- und Neugeborenen stärken kann. Frommhold ist der Nachfolger von Prof. Dr. Rainer Burghard, der<br />

nach dem Ausscheiden von Chefarzt Prof. Dr. Martin Ries im Juni 2017 für ein halbes Jahr interimsmäßig die Kinderklinik<br />

leitete.<br />

Foto: Koch<br />

Kinder mit Nervenkrankheiten,<br />

seelischen Erkrankungen oder<br />

Entwicklungsstörungen, eine<br />

Kinderdiabetologie und -endokrinologie<br />

(bei Erkrankungen von<br />

hormonproduzierenden Drüsen,<br />

Anm. d. Red.). Ferner werden<br />

Asthmatiker oder Kinder mit Mucoviszidose<br />

in unserer Pneumologie<br />

behandelt, Herz-Kreislauf-<br />

Kranke in der Kinderkardiologie<br />

und so weiter. Sogar eine eigene<br />

Kinderchirurgie und eine Kinderdialyse<br />

für nierenkranke Buben<br />

Spezialambulanzen:<br />

• pädiatrische Gastroenterologie<br />

(einschließlich aller Endoskopien,<br />

Atemteste und<br />

Leberbiopsie)<br />

• pädiatrische Nephrologie (mit<br />

Dialyse- und Transplantationsambulanz)<br />

• Kinderpneumologie (mit<br />

Bronchoskopie), Mucoviszidose,<br />

Asthmaschulung<br />

• Diabetologie mit Diabetikerschulung<br />

• Adipositas mit Adipositasschulung<br />

• Hämangiombehandlung<br />

• Kinderchirurgie<br />

• Neuropädiatrie und Sozialpädiatrie<br />

incl. Anfallsambulanz<br />

• Psychosomatik<br />

• Ambulanz für „Schreibabies“<br />

• Sonographische Diagnostik<br />

• Allergologie<br />

• Neurodermitis mit Neurodermitisschulung<br />

und Mädchen gibt es im Klinikum<br />

Memmingen. Normalerweise findet<br />

man solch ein Kindernierenzentrum,<br />

wenn überhaupt, nur an<br />

großen Universitätskliniken.<br />

Wird es in der Kinderklinik<br />

unter Ihrer Leitung grundlegende<br />

Veränderungen geben?<br />

Prof. Dr. med. David Frommhold:<br />

Ich möchte die Behandlung<br />

von Früh- und Risikogeborenen in<br />

unserem Perinatalzentrum Level<br />

1 (zertifizierte Einrichtung für die<br />

Versorgung von Früh- und Risikogeborenen,<br />

Anm. d. Red.) noch<br />

weiter ausbauen – sowohl was<br />

die Größe, als auch das Leistungsspektrum<br />

anbelangt. Außerdem<br />

möchte ich die einzelnen Spezialambulanzen,<br />

die ich vorhin aufgezählt<br />

habe und die schon jetzt<br />

Medizin auf sehr hohem Niveau<br />

anbieten, noch weiter stärken – inhaltlich,<br />

technisch und personell.<br />

Einen Säugling können Sie<br />

nicht fragen, wie es ihm geht<br />

und wo es weh tut. Macht das<br />

die Arbeit schwieriger?<br />

Prof. Dr. med. David Frommhold:<br />

Das ist natürlich eine besondere<br />

Herausforderung. Wenn ein<br />

Baby notfallmäßig zu uns kommt,<br />

müssen wir in kürzester Zeit erkennen,<br />

was ihm fehlt und gegebenenfalls<br />

blitzschnell reagieren.<br />

Ich bin seit fast 20 Jahren Kinderarzt.<br />

Ich habe während meiner<br />

Zeit am Universitätsklinikum in<br />

Heidelberg viel gesehen – auch<br />

viel Schlimmes. Das ist nicht<br />

schön, aber man lernt daraus.<br />

Kinder haben noch ihr ganzes<br />

Leben vor sich. Ist es schwer,<br />

als behandelnder Arzt mit dieser<br />

Verantwortung umzugehen?<br />

Prof. Dr. med. David Frommhold:<br />

Man lernt es. Angst sollte<br />

man nicht haben. Denn Angst ist<br />

kein guter Ratgeber. Wenn man<br />

mit Angst an die Sache herangeht,<br />

merken das die Eltern und<br />

auch die Kinder spüren es. Deswegen<br />

ist es von immenser Bedeutung,<br />

Sicherheit zu vermitteln.<br />

Wie schafft man es als dreifacher<br />

Familienvater, die Krankenhausschicksale<br />

nicht allzu<br />

sehr an sich heran zu lassen?<br />

Prof. Dr. med. David Frommhold:<br />

Manchmal, wenn ich ein<br />

schwerkrankes Kind sehe, denke<br />

ich schon, das könnte jetzt zum<br />

Beispiel mein Ältester sein, der<br />

da vor mir liegt. Umso mehr sehe<br />

ich es als Geschenk, dass meine<br />

Kinder gesund sind. Dieses Geschenk<br />

wünsche ich auch allen<br />

Kindern unserer Klinik, auch wenn<br />

ich weiß, dass das leider nicht immer<br />

möglich ist.<br />

Kontakt:<br />

Professor<br />

Dr. med.<br />

David Frommhold<br />

Klinik für Kinder- und<br />

Jugendmedizin<br />

Telefon: 0 8331/70-2300


10<br />

Klinikum Memmingen<br />

ANZEIGE<br />

Gebären mit Bergpanorama<br />

Verglaster Kaiserschnitt-OP-Saal für 2,1 Millionen Euro bietet aktuellste Operations- und Anästhesietechnik<br />

Er ist mit aktuellster Operations-<br />

und Anästhesietechnik<br />

ausgestattet und lässt dank eines<br />

überdimensionalen Panoramabildes<br />

schöne Gefühle aufkommen:<br />

Der neue Operationssaal für Kaiserschnitte,<br />

der für 2,1 Millionen<br />

Euro im Klinikum Memmingen gebaut<br />

wurde.<br />

Alle Wände des neuen Operationssaales<br />

bestehen aus getöntem<br />

Sicherheitsglas.<br />

„Dieses Glas erfüllt höchste Hygiene-<br />

und Sicherheitsansprüche,<br />

weil es durch seine glatte Oberfläche<br />

leicht zu reinigen ist, nicht<br />

altert sowie stoß- und kratzfest<br />

ist“, erklärt Pflegedirektor Hans-<br />

Jürgen Stopora. Ebenfalls hinter<br />

Glas: Ein deckenhohes Panoramabild,<br />

das sich über die ganze<br />

Breite des Saales zieht und eine<br />

Berglandschaft zeigt. Auf dieses<br />

Bild kann die Gebärende während<br />

des Kaiserschnittes blicken.<br />

„So kann die Frau quasi im Grünen<br />

gebären“, schmunzelt Gynäkologie-Chefarzt<br />

Privatdozent Dr.<br />

Felix Flock und fügt ernst hinzu:<br />

„Wir wollen unseren Frauen ein<br />

Umfeld schaffen, welches maximale<br />

Sicherheit für sie und ihr<br />

Kind bietet und dabei schöne bleibende<br />

Eindrücke ermöglicht.“<br />

Der 34 Quadratmeter umfassende<br />

Operationssaal ist zudem<br />

mit einem speziellen Lichtkonzept<br />

ausgestattet: „Durch die Be-<br />

leuchtung mit eingebauten Lichtbändern<br />

in der Decke wird eine<br />

gute Arbeitsplatzatmosphäre geschaffen,<br />

die sich positiv auf die<br />

Konzentration auswirkt“, ist sich<br />

„Dieser Saal erfüllt höchste<br />

Hygiene- und Sicherheitsansprüche.“<br />

Pflegedirektor Hans-Jürgen Stopora<br />

„Wir wollen den Frauen ein<br />

Umfeld schaffen, das maximale<br />

Sicherheit für sie und ihr Kind<br />

bietet.“<br />

Chefarzt PD Dr. Felix Flock<br />

Pflegedirektor Stopora sicher.<br />

„Ich habe bereits ein positives<br />

Feedback von den Mitarbeitern<br />

erhalten.“<br />

Direkt neben dem neuen Sectio-OP<br />

befindet sich ein sogenannter<br />

Reanimationsraum, 24,5<br />

Quadratmeter groß, in dem das<br />

Neugeborene versorgt werden<br />

kann.<br />

„Wir haben zwei festinstallierte<br />

Reanimationseinheiten für den<br />

Fall, dass es sich um eine Zwillingsgeburt<br />

handelt“, erklärt der<br />

Leiter der Betriebstechnik, Jürgen<br />

Binzer. „Und auch für eine dritte<br />

Einheit im Falle einer Drillingsgeburt<br />

haben wir noch Platz gelassen.“<br />

Der neue Operationssaal befindet<br />

sich direkt neben dem Kreißsaal:<br />

„Kurze Wege sind wichtig“,<br />

betont Chefarzt Flock. „Denn<br />

bei einem Notkaiserschnitt geht<br />

es zum Teil um Sekunden.“ Der<br />

alte Sectio-OP, der in die Jahre<br />

gekommen war und jetzt mit der<br />

Inbetriebnahme des neuen Saales<br />

geschlossen wurde, befand sich<br />

ebenfalls auf demselben Stockwerk,<br />

allerdings 20 Meter weiter<br />

entfernt.<br />

„Die Einrichtung des neuen<br />

Operationssaales wurde initiiert<br />

vor allem aufgrund ständig<br />

steigender hygienischer Anforderungskriterien“,<br />

betont der<br />

Ärztliche Direktor, Professor Dr.<br />

Albrecht Pfeiffer. „Für Begleitpersonen<br />

haben wir jetzt auch eine<br />

separate Einschleusemöglichkeit“,<br />

erklärt Technikleiter Binzer.<br />

„So kann der Vater oder eine andere<br />

Begleitperson dem Kaiserschnitt<br />

beiwohnen.“<br />

2,1 Millionen Euro hat der neue<br />

Operationssaal gekostet. Davon<br />

wurden 1,1 Millionen vom Freistaat<br />

Bayern gefördert.<br />

Kontakt:<br />

Privatdozent<br />

Dr. med.<br />

Felix Flock<br />

Klinik für<br />

Gynäkologie- und Geburtshilfe<br />

Telefon: 0 8331/70-2257<br />

E Der neue Kaiserschnitt-Operationssaal am Klinikum Memmingen wurde für 2,1 Millionen Euro mit modernster Operations- und Anästhesietechnik ausgestattet. Im<br />

Hintergrund befindet sich ein überdimensionales, verglastes Panoramabild.<br />

Foto: Häfele/Pressestelle Klinikum Memmingen


Klinikum Memmingen<br />

ANZEIGE 11<br />

Strengste Hygiene-Überwachung<br />

Chefarzt Dr. Christoph Pöhlmann kontrolliert die Hygienevorschriften im Klinikum Memmingen<br />

Vor allem multiresistente<br />

Bakterien sind besonders gefürchtet.<br />

Was genau verbirgt<br />

sich dahinter?<br />

Pöhlmann: Das sind Keime,<br />

bei denen die meisten Antibiotika<br />

versagen. Sie sind aber nicht<br />

krankmachender als andere Keime,<br />

sie sind nur schwieriger zu<br />

behandeln. Wenn Sie solch einen<br />

Erreger in sich tragen, werden Sie<br />

nicht automatisch krank. Für Gesunde<br />

stellen diese Keime kein<br />

Problem dar, aber für immungeschwächte<br />

Patienten oder Kranke<br />

mit offenen Wunden.<br />

E Chefarzt Dr. Christoph Pöhlmann überwacht die strengen Hygienevorschriften im Klinikum Memmingen.<br />

Im Klinikum Memmingen<br />

überwacht ein eigener Hygiene-<br />

Chefarzt die strengen Hygienevorschriften:<br />

Dr. Christoph Pöhlmann.<br />

Der gebürtige Würzburger<br />

forschte bereits am renommierten<br />

Karolinska-Institut in Stockholm.<br />

Sehr geehrter Herr Dr. Pöhlmann,<br />

wie halten Sie das Klinikum<br />

Memmingen keimfrei?<br />

Chefarzt Dr. Christoph Pöhlmann:<br />

Völlige Keimfreiheit ist natürlich<br />

unmöglich. Aber wir sind<br />

gut aufgestellt. Wir machen ständig<br />

Abklatschproben von medizinischen<br />

Arbeitsflächen, kontrollie-<br />

Zur Person:<br />

Dr. Christoph Pöhlmann studierte<br />

in Würzburg Chemie und<br />

Medizin. Als Arzt im Praktikum<br />

forschte er am renommierten<br />

Karolinska-Institut in Stockholm,<br />

eine von Europas angesehensten<br />

medizinischen Universitäten.<br />

Seinen Facharzt in Medizinischer<br />

Mikrobiologie machte<br />

Pöhlmann an der Technischen<br />

Universität Dresden. Bevor er<br />

im Januar 2016 Chefarzt am<br />

Klinikum Memmingen wurde,<br />

arbeitete Pöhlmann als<br />

Krankenhaushygieniker und<br />

Oberarzt im Zentrallabor am<br />

Robert-Bosch-Krankenhaus in<br />

Stuttgart.<br />

ren die Hände und Dienstkleidung<br />

von Mitarbeitern in sensiblen Arbeitsbereichen,<br />

prüfen die Keimfreiheit<br />

medizinischer Geräte und<br />

schulen die Mitarbeiter nach den<br />

neuesten Empfehlungen des Robert<br />

Koch-Instituts.<br />

Unser Vorteil am Klinikum<br />

Memmingen ist auch, dass wir<br />

ein eigenes mikrobiologisches Labor<br />

haben, in dem Keime schnell<br />

identifiziert werden können. Das<br />

ist nicht selbstverständlich, denn<br />

viele Krankenhäuser haben ihr<br />

mikrobiologisches Labor ausgelagert,<br />

da es vordergründig kosteneffizienter<br />

erscheint.<br />

Sie haben Baupläne vor sich<br />

auf dem Schreibtisch liegen.<br />

Was hat das mit Ihrer Arbeit als<br />

Hygieniker zu tun?<br />

Pöhlmann: Bauhygiene ist ein<br />

wichtiger Punkt. Jetzt, wo im<br />

Klinikum viel um- und angebaut<br />

wird, sitze ich mit den Architekten<br />

zusammen und bespreche die<br />

Bauvorhaben aus Sicht der Hygiene.<br />

Beim Bau kann man von vornherein<br />

Risiken ausschließen. Ein<br />

Waschbecken beispielsweise hat<br />

in bestimmten Räumen nichts zu<br />

suchen, denn auch Hahnenwasser<br />

kann eine Quelle von Krankenhausinfektionen<br />

sein. Und bei<br />

der Planung von Operationssälen<br />

spielt nicht nur die völlige Desinfizierbarkeit<br />

eine Rolle, sondern<br />

auch die richtige Raumlufttechnik,<br />

die dafür sorgt, dass der Bereich<br />

über dem Operationsgebiet durch<br />

Foto: Koch<br />

den ständigen Luftmassenwechsel<br />

partikel- und damit keimfrei<br />

bleibt.<br />

Viele Menschen haben<br />

Angst, sich in der Klinik einen<br />

sogenannten Krankenhauskeim<br />

einzufangen. Ist diese<br />

Angst berechtigt?<br />

Pöhlmann: Leider ist die Bezeichnung<br />

„Krankenhauskeim“<br />

etwas irreführend. Denn die Keime,<br />

mit denen sich Patienten in<br />

Ausnahmefällen während einer<br />

Operation infizieren, stammen<br />

meist von ihrer eigenen Flora ab.<br />

Unsere Haut ist übersäht von<br />

Keimen und auch unser Darm ist<br />

voller Bakterien. Während einer<br />

Operation können diese Keime<br />

in die Wunde gelangen, vor allem<br />

dann, wenn das Operationsgebiet,<br />

zum Beispiel der Darm, per<br />

se nicht keimfrei ist. Was aber extrem<br />

selten vorkommt. Hier wird<br />

leider auch über die Medien sehr<br />

viel Angst geschürt, was meiner<br />

Ansicht nach unberechtigt ist.<br />

Warum entwickeln Bakterien<br />

Multiresistenzen?<br />

Pöhlmann: Eine der Ursachen<br />

ist der unsachgemäße und oft zu<br />

häufige Gebrauch von Antibiotika<br />

weltweit. Die größten Resistenzprobleme<br />

haben Länder, in<br />

denen hochpotente Antibiotika<br />

ohne Rezept zu bekommen sind,<br />

beziehungsweise wo Reserveantibiotika<br />

sehr breit, das heißt ohne<br />

tatsächlichen medizinischen<br />

Grund, eingesetzt werden. Auch<br />

bei einem Indien-Urlaub können<br />

Sie sich leicht einen multiresistenten<br />

Keim einfangen. Denn Indien<br />

ist einer der größten Hersteller<br />

von Antibiotika und durch fehlende<br />

Umweltauflagen wird dort<br />

die Umwelt mit Produktionsresten<br />

von Antibiotika kontaminiert.<br />

Bakterien, die mit diesen Resten<br />

in Verbindung kommen, werden<br />

durch die geringen Dosen nicht<br />

abgetötet und entwickeln in der<br />

Folge Resistenzen.<br />

Wie schützen Sie das Klinikum<br />

vor multiresistenten Erregern?<br />

Pöhlmann: Wir versuchen, Patienten,<br />

welche einen multiresistenten<br />

Keim in sich tragen, möglichst<br />

schon bei der Aufnahme herauszufiltern.<br />

Dies geschieht durch<br />

Anwendung eines speziellen Fragebogens.<br />

Erhärtet sich an Hand<br />

der Antworten der Verdacht, dass<br />

ein Patient einen multiresistenten<br />

Keim in sich tragen könnte, wird<br />

ein Screening, also ein Abstrich,<br />

vorgenommen. Ist dieser positiv,<br />

werden weiterführende Hygienemaßnahmen<br />

eingeleitet, so zum<br />

Beispiel die Isolation des Patienten<br />

in bestimmten Bereichen des<br />

Krankenhauses. Bei bestimmten<br />

Keimen, wie zum Beispiel MRSA,<br />

kann auch versucht werden, den<br />

Keim zu eradizieren (bedeutet<br />

„vollständig aus dem Körper eliminieren“,<br />

Anmerkung der Redaktion).<br />

Oder bei einer geplanten<br />

Operation wird der Eingriff am<br />

Patienten an das Ende des Tagesprogrammes<br />

gelegt, um eine<br />

weitere Ausbreitung des Keims zu<br />

unterbinden.<br />

Kontakt:<br />

Dr. Christoph<br />

Pöhlmann<br />

Abteilung für<br />

Hygiene und<br />

Mikrobiologie<br />

Telefon: 08331/70-2716


12<br />

Klinikum Memmingen<br />

ANZEIGE<br />

E Notfallklinikleiter Dr. Rupert Grashey (hinten in weiß) im Gespräch mit dem eintreffenden Notarzt. Um Patienten noch schneller nach ihrer Behandlungsdringlichkeit<br />

einschätzen zu können, hat die Notfallklinik am Klinikum Memmingen das sogenannte Manchester-Triage-System eingeführt.<br />

Foto: Koch<br />

Echte Notfälle schnell erkennen<br />

Neues Verfahren der Notfallklinik zeigt noch effektiver die Behandlungsdringlichkeit der Patienten<br />

Um Patienten in der Notaufnahme<br />

noch effektiver nach ihrer Behandlungsdringlichkeit<br />

einschätzen<br />

und einstufen zu können,<br />

wendet die Notfallklinik des Klinikum<br />

Memmingen seit Kurzem das<br />

sogenannte Manchester-Triage-<br />

System an – ein standardisiertes<br />

Verfahren, mit dem bedrohliche<br />

Notfälle von anderen unterschieden<br />

werden können.<br />

„Das System ist ein Gewinn an<br />

Sicherheit für alle“, betont Dr. Rupert<br />

Grashey, Leitender Arzt der<br />

Notfallklinik. „Manchmal kommen<br />

20 Patienten in einer Stunde zu<br />

uns. Hier ist es von immenser Bedeutung,<br />

die wirklichen Notfälle<br />

schnell herausfiltern zu können.“<br />

Denn viele Patienten würden sich<br />

mit nicht akuten Problemen an die<br />

Klinik wenden – beispielsweise<br />

mit Rückenschmerzen, die schon<br />

seit Wochen andauern, oder wegen<br />

einfacher Infektionskrankheiten.<br />

„Das Triage-System ist ein standardisiertes<br />

Verfahren, das die Behandlungsdringlichkeit<br />

nach fünf<br />

Kategorien festlegt“, erläutert<br />

Notfallmediziner Grashey. Jede<br />

Stufe hat eine eigene Farbe: Rot,<br />

orange, gelb, grün und blau. Rot<br />

bedeutet „sofort – keine Zeitverzögerung“,<br />

gelb „dringend“ und<br />

blau „nicht dringend“. Im blauen<br />

Bereich kann es sein, dass der Pa-<br />

tient auch mal ein bis zwei Stunden<br />

auf einen Arztkontakt wartet,<br />

falls die Notaufnahme zu diesem<br />

Zeitpunkt sehr überlastet ist.<br />

„Für die Ersteinschätzung werden<br />

die Patienten von einer speziell<br />

geschulten Pflegekraft untersucht<br />

und nach ihrer Dringlichkeit<br />

eingestuft“, so Grashey. Dabei ist<br />

es nebensächlich, ob die Patienten<br />

selbstständig oder mit dem<br />

Rettungswagen in die Notfallklinik<br />

kommen. „Denn das ist nicht<br />

unbedingt aussagekräftig“, weiß<br />

Grashey. „Es wird stets der zuerst<br />

behandelt, der unsere Hilfe<br />

am dringendsten benötigt.“<br />

Neue Computersoftware<br />

Mit der Einführung des Manchester-Triage-Systems<br />

wurde<br />

auch eine neue Computersoftware<br />

installiert, die am Bildschirm<br />

auf einen Blick alle Patienten zeigt,<br />

die sich zu diesem Zeitpunkt in der<br />

Notfallklinik befinden. Klickt man<br />

mit der Maus auf den Namen des<br />

jeweiligen Patienten, erfährt man<br />

wichtige Angaben zu der Person<br />

wie Alter, Geschlecht, Blutdruck,<br />

Puls, Sauerstoffsättigung, Atemfrequenz<br />

oder Körpertemperatur.<br />

„Das alles kann ich an jedem Arbeitsplatz<br />

in der gesamten Notfallklinik<br />

sehen“, so Grashey.<br />

Sobald der Patient „triagiert“ ist<br />

– was bedeutet, dass er nach seiner<br />

Behandlungsdringlichkeit eingestuft<br />

wurde – läuft der Countdown:<br />

Am Bildschirm neben dem<br />

Namen erscheint eine Uhr, die<br />

zeigt, wie viel Zeit bis zum ersten<br />

Arztkontakt vergehen darf – bei<br />

orange, was für „sehr dringend“<br />

steht, sind es maximal zehn Minuten,<br />

bei gelb 30 Minuten und<br />

bei einem blau markierten Patienten<br />

120 Minuten. Wurde die Zeit<br />

bis zum ersten Arztkontakt überschritten,<br />

wird das am Computer<br />

entsprechend signalisiert.<br />

„Auch das kann bei sehr hohem<br />

Patientenzustrom vorkommen“,<br />

sagt Grashey. Allerdings bestünde<br />

jederzeit die Möglichkeit, eine<br />

zweite Einschätzung durch die<br />

Triage-Schwester durchzuführen:<br />

„So können wir sofort reagieren,<br />

falls sich die Beschwerden eines<br />

wartenden Patienten verschlechtert<br />

haben.“ Später können durch<br />

das Computerprogramm Stoßzeiten<br />

identifiziert und Dienstpläne<br />

demensprechend angepasst werden.<br />

Zudem werden neue Befunde,<br />

wie Röntgenbilder, Laborbefunde<br />

oder andere diagnostische<br />

Maßnahmen sofort in der Graphik<br />

dargestellt. „Dadurch können wir<br />

Verzögerungen in der Behandlung<br />

minimieren, denn durch die<br />

weitgehende elektronische Dokumentation<br />

müssen wir keine Zeit<br />

in die Suche nach Patientenakten,<br />

Medikamentenlisten oder Röntgenbildern<br />

investieren“, betont<br />

Grashey. „Diese Zeit steht dann<br />

für die Behandlung zur Verfügung.<br />

Das ist ein großer Beitrag zur Patientensicherheit.“<br />

Kontakt:<br />

Leitender Arzt<br />

Dr. Rupert Grashey<br />

Notfallklinik<br />

E-Mail: notfallklinik@<br />

klinikum-memmingen.de<br />

Modellklinik:<br />

Die Notfallklinik des Klinikum<br />

Memmingen ist seit Einführung<br />

des Manchester-Triage-<br />

Systems Modellklinik des sogenannten<br />

„AKTIN-Projekts“.<br />

Dieses Projekt will durch den<br />

Aufbau eines nationalen Notaufnahmeregisters<br />

die Versorgungsforschung<br />

in der<br />

Akutmedizin in Deutschland<br />

verbessern. Es wird dabei vom<br />

Bundesministerium für Bildung<br />

und Forschung gefördert.


Klinikum Memmingen<br />

ANZEIGE 13<br />

Kompetent, vielseitig, einfühlsam<br />

Neben der bestmöglichen Medizin spielt am Klinikum Memmingen die Pflege eine entscheidende Rolle<br />

Ein Krankenhausaufenthalt ist<br />

für die Patienten in der Regel<br />

eine hochemotionale Situation,<br />

die mit Gefühlen der Angst verbunden<br />

ist. Deswegen ist es von<br />

immenser Bedeutung, dass die<br />

Klinikmitarbeiter den Erkrankten<br />

Sicherheit vermitteln und sie<br />

kompetent während ihres Klinikaufenthalts<br />

begleiten. Neben der<br />

bestmöglichen Medizin spielt dabei<br />

eine einfühlsame, hochqualifizierte<br />

Pflege eine entscheidende<br />

Rolle.<br />

Wie leisten Sie das am Klinikum<br />

Memmingen?<br />

Pflegedienstleiter Lutz Freybott:<br />

Unser Bestreben ist es,<br />

dem Patienten Spezialisten zur<br />

Seite zu stellen, die für ihn die<br />

richtigen Entscheidungen treffen,<br />

folgerichtig handeln und ihn als<br />

Menschen annehmen. Denn ein<br />

Krankenhausaufenthalt ist für den<br />

Erkrankten eine Extremsituation<br />

– hochemotional und essentiell.<br />

In dieser Situation ist es wichtig,<br />

dass der Patienten hochkompetente<br />

Fachkräfte, die als Team gut<br />

harmonieren, um sich weiß. Dafür<br />

tun wir am Klinikum einiges.<br />

Können Sie Beispiele nennen?<br />

Pflegedirektor Hans-Jürgen<br />

Stopora: Unser Anteil an examinierten<br />

Pflegekräften, die eine<br />

dreijährige, fundierte Ausbildung<br />

abgeschlossen haben, ist extrem<br />

hoch: Wir haben knapp 90 Prozent<br />

examinierte Pflegekräfte und<br />

nur rund zehn Prozent Pflegehelfer<br />

und Hilfskräfte. Der hohe Anteil<br />

liegt darin begründet, dass wir<br />

stets bestrebt waren, die examinierten<br />

Pflegekräfte unmittelbar<br />

nach der Ausbildung aus unserer<br />

eigenen Berufsfachschule für<br />

Kranken- und Kinderkrankenpflege<br />

zu übernehmen.<br />

Werden die Pflegekräfte auch<br />

nach ihrer Ausbildung kontinuierlich<br />

geschult?<br />

Stopora: Ja! Und zwar ganz<br />

gezielt! 2017 zählten wir über<br />

1.732 Teilnehmer allein aus dem<br />

Pflegebereich, die an den von<br />

uns veranstalteten internen Fortbildungen<br />

teilgenommen haben.<br />

Das sind über 6.400 Fortbildungsstunden<br />

in nur einem Jahr.<br />

„Unser Anteil an examinierten<br />

Pflegekräften ist extrem hoch.“<br />

Pflegedirektor Hans-Jürgen Stopora<br />

„Unsere rund 700 Pflegekräfte<br />

verfügen über einen enorm<br />

hohen Erfahrungsschatz.“<br />

Pflegedienstleiter Lutz Freybott<br />

Was sind das für Schulungen?<br />

Stopora: Schulungen zur<br />

Schmerztherapie beispielsweise,<br />

Hygieneschulungen, Lehrgänge<br />

zur Kinästhetik (rückenschonendes<br />

Heben, Anmerkung der Redaktion),<br />

Schulungen in Sachen<br />

Patientensicherheit oder Notfallmanagement,<br />

um nur einige zu<br />

nennen.<br />

Daneben bieten Sie den Pflegekräften<br />

die Möglichkeit an,<br />

nach Ihrer Ausbildung eine<br />

Fachweiterbildung zu absolvieren.<br />

Welche sind das?<br />

Stopora: Wir bieten viele mehrjährige,<br />

berufsbegleitende Ausbildungen<br />

an, die von der Deutschen<br />

Krankenhausgesellschaft (DKG)<br />

zertifiziert sind, zum Beispiel die<br />

Fachweiterbildung für Anästhesie<br />

und Intensivmedizin, die Fachweiterbildung<br />

für den Operationsdienst,<br />

für Kinderheilkunde oder<br />

Krebsheilkunde. Außerdem kann<br />

man bei uns die Ausbildung zum<br />

Operationstechnischen Assistenten<br />

(OTA) und die Ausbildung zum<br />

Gesundheits- und Krankenpfleger<br />

mit oder ohne Bachelorabschluss<br />

absolvieren. Das sind aber nur wenige<br />

von noch viel mehr Angeboten<br />

in unserem Haus.<br />

Genauso wichtig wie eine<br />

kompetente Betreuung der Patienten<br />

ist eine einfühlsame Begleitung<br />

der Erkrankten. Kann<br />

man auch das garantieren?<br />

Freybott: Wir geben unser Bestes!<br />

Denn unsere rund 700 Pflegekräfte<br />

verfügen über einen enorm<br />

hohen Erfahrungsschatz, den sie<br />

sich durch die langjährige Arbeit<br />

an unserem Haus angeeignet haben.<br />

Durch diese Erfahrung sind<br />

sie sensibilisiert für die Bedürfnisse<br />

unserer Patienten. Allerdings<br />

fehlt es leider auch uns, wie den<br />

meisten deutschen Krankenhäusern,<br />

an Nachwuchs.<br />

Kontakt:<br />

Hans-Jürgen Stopora<br />

Pflegedirektion<br />

Telefon: 08331/70-2519<br />

E-Mail: pflege@<br />

klinikum-memmingen.de<br />

E Gut ausgebildet, zuverlässig, vielseitig und einfühlsam – das zeichnet die Pflege am Klinikum Memmingen aus.<br />

Foto: Koch


14<br />

Tumor besiegt – Elbrus erklommen<br />

E Auf dem Gipfel mit dem Blick auf den Kaukasus.<br />

In der <strong>Gesundheitsregion</strong> Allgäu<br />

2016 erzählte uns eine junge<br />

Frau ihre bewegende Geschichte.<br />

Wie sie im Dezember 2014<br />

nachts einen epileptischen Anfall<br />

erlitt. Wie sie ins Krankenhaus<br />

ging und wie ihr mit nur 27 Jahren<br />

ein Gehirntumor diagnostiziert<br />

wurde. Sie wurde operiert und<br />

hat die Krankheit überwunden.<br />

Heute ist sie wieder gesund. Und<br />

vielleicht sogar stärker als zuvor.<br />

Warum? Das lesen Sie hier.<br />

Glückstränen<br />

am<br />

Gipfel<br />

Wie schnell das Leben vorbei sein kann, weiß<br />

eine junge Allgäuerin, der ein<br />

Gehirntumor entfernt wurde. Heute geht es ihr<br />

wieder gut. Sie besteigt einen 5000er, macht<br />

eine Alpenüberquerung und genießt ihr Leben.<br />

Interview: Isabell Schmid<br />

Warum gingen Sie im Winter<br />

2014 ins Krankenhaus? Ich<br />

hatte in der Nacht diesen Anfall.<br />

Am nächsten Tag ging ich blöderweise<br />

zum Arbeiten. Abends ließ<br />

mir der Vorfall aber doch keine<br />

Ruhe und ich suchte die Notaufnahme<br />

auf, wo ein CT gemacht<br />

wurde. Die Ärzte sagten mir, da<br />

sei etwas in meinem Kopf. Ich<br />

sollte über Nacht im Krankenhaus<br />

bleiben, um gleich am nächsten<br />

Morgen ein MRT zu machen. Es<br />

war ein Gehirntumor. Aber er war<br />

gutartig.<br />

Mittlerweile wurde er rückstandslos<br />

operativ entfernt.<br />

Wie geht es Ihnen heute? Sehr<br />

gut! Ich bin wieder fit, habe keine<br />

Probleme mehr und muss lediglich<br />

noch Tabletten einnehmen.<br />

Ich kann wieder Sport treiben –<br />

sogar extremer – und ich habe<br />

keine Angst mehr. Ich bin wieder<br />

belastbar.<br />

Wie lange hat das gedauert?<br />

Im Februar 2015 wurde ich operiert.<br />

Nach zwei Wochen kam ich<br />

nach Hause, nach weiteren zwei<br />

Wochen kam ich für drei Wochen<br />

auf Reha. Anschließend ging es<br />

mir körperlich nach und nach besser.<br />

Ich konnte wieder sprechen,<br />

was kurz nach der Operation für<br />

ein paar Tage nicht mehr möglich<br />

war. Alles wurde besser. Das<br />

Problem war nur: Ich bekam Panikattacken.<br />

Wie äußerten sich diese Panikattacken?<br />

Ich konnte nicht<br />

mehr schlucken. Ich hatte das<br />

Gefühl nicht mehr atmen zu können<br />

und zu ersticken. Mir wurde<br />

schwindelig.<br />

Wann traten die Attacken<br />

auf? Wenn ich Stress hatte,<br />

wenn ich Angst hatte oder wenn<br />

ich nervös war. Es ging soweit,<br />

dass ich in der Arbeit nicht mehr<br />

telefonieren konnte. Und, was<br />

ganz schlimm war: Ich bekam<br />

auch beim Autofahren Angst.<br />

Das machte mich unsicher.<br />

Wie haben Sie das in den<br />

Griff bekommen? Zuerst habe<br />

ich es mit einer Therapie versucht<br />

und bin zum Psychologen gegan-<br />

gen. Der konnte mir aber nicht<br />

helfen. Der ausschlaggebende<br />

Punkt, der die Attacken beendet<br />

hat, war ein Abendessen mit<br />

einem Freund. Er hat mich gefragt,<br />

warum ich nicht einfach<br />

damit aufhöre, mir einzubilden,<br />

dass ich wieder einen Anfall bekomme.<br />

Und das war der Punkt.<br />

Mir wurde bewusst, dass ich das<br />

zwar alles fühlte. Dass ich keine<br />

Luft mehr bekam, oder dass mir<br />

schwindlig wurde. Das war real.<br />

Aber die Ursache dafür, war die<br />

Angst in meinem Kopf. Also habe<br />

ich beschlossen, dass ich keine<br />

Angst mehr haben muss, weil<br />

ich gesund bin. Seitdem kam nie<br />

wieder eine Attacke. Ich hatte<br />

das selbst in der Hand.<br />

Sie haben erst nach der<br />

Krankheit bemerkt, dass Sie<br />

gerne Sport treiben und haben<br />

auch „extremere Dinge“ unternommen.<br />

Was meinen Sie<br />

damit? Ich habe ein Jahr nach<br />

meiner Operation eine Alpenüberquerung<br />

gemacht. Für die<br />

hatte ich gar nicht richtig trainiert,<br />

weil ich mich sehr kurzfristig dazu<br />

entschieden hatte.<br />

Wie kann man so schnell<br />

nach der Entfernung eines Gehirntumors<br />

eine Alpenüberquerung<br />

machen – ohne darauf<br />

trainiert zu haben? (lacht)<br />

Keine Ahnung! Ich hatte natürlich<br />

Muskelkater und manchmal<br />

wars auch brenzlig. Ohne meine<br />

Eltern, die dabei waren – vor allem<br />

meinen Papa –, hätte ich das<br />

wahrscheinlich nicht geschafft.<br />

Er hat mir dann Tipps gegeben<br />

und mir zum Beispiel geraten<br />

anspruchsvolle Passagen rückwärts<br />

zu gehen. Das hat mir<br />

Sicherheit gegeben und dann<br />

ging‘s. Manchmal habe ich mir<br />

aber trotzdem gedacht: „Ich will<br />

einfach nur ins Tal!“<br />

Aber dennoch sind Sie weitergegangen.<br />

Wie haben Sie<br />

das geschafft und was hat<br />

Sie motiviert? Ich glaube das<br />

Wichtigste bei so etwas ist, sich<br />

selbst zu vertrauen. Und das<br />

konnte ich eine Zeit lang nicht<br />

mehr. Ich hatte das Vertrauen in<br />

meinen Körper verloren und wollte<br />

es wieder zurück haben. Diese<br />

Alpenüberquerung hat mir unter<br />

anderem dabei geholfen.<br />

Was haben Sie noch dafür<br />

getan, um es zurückzugewinnen?<br />

Ich habe angefangen zu<br />

Klettern und Yoga zu machen. Ich<br />

habe eine tolle Lehrerin gefunden,<br />

die auf meine Ängste eingegangen<br />

ist. Sie wusste, was ich<br />

hatte und sagte mir die Übungen<br />

dementsprechend an. Zum Beispiel<br />

riet sie mir, nicht zu lange<br />

kopfüber zu bleiben. Beim nach<br />

unten schauenden Hund berührt<br />

man mit Händen und Füßen den<br />

Boden, den Hintern streckt man<br />

in die Luft. Da kann es einem


Tumor besiegt – Elbrus erklommen<br />

15<br />

schon mal schwindlig werden,<br />

weil das Blut in den Kopf schießt.<br />

Ich sollte bei so einer Übung<br />

nicht zu lange in der Stellung verharren.<br />

Abgesehen vom körperlichen<br />

war für mich ausschlaggebend,<br />

dass ich meine eigene Einstellung<br />

verändert habe.<br />

Inwiefern? Das Leben kann<br />

schnell vorbei sein. Wenn einem<br />

das mal so richtig bewusst wurde,<br />

dann nimmt man alles mit,<br />

was geht! Man sagt nicht so<br />

schnell: „Nein, oh Gott, das kann<br />

ich nicht.“ Sondern, man macht<br />

es einfach und probiert es. Wenn<br />

es nicht klappt, dann ist es eben<br />

so. Aber man weiß für sich, dass<br />

man später nicht bereuen muss,<br />

es nicht versucht zu haben.<br />

Konnten Sie aus diesem<br />

Schicksalsschlag auch etwas<br />

Positives für sich mitnehmen?<br />

Auf jeden Fall. In so einer Zeit<br />

merkt man erst einmal, was für<br />

eine tolle Familie man hat, wie<br />

viele liebe Freunde für einen da<br />

sind. Das ist das Schöne, was mir<br />

immer wieder aufgefallen ist und<br />

was mir Kraft gegeben hat.<br />

Ich habe nie so richtig mit<br />

meinem Schicksal gehadert. Ich<br />

habe mich nie gefragt „warum<br />

ich?“. Ich habe einfach akzepiert,<br />

dass ich Pech hatte. Es war so<br />

wie es war und ich musste das<br />

Beste daraus machen.<br />

Was war das intensivste Erlebnis,<br />

seitdem sie wieder gesund<br />

sind? Der Elbrus! mit 5600<br />

Metern Höhe. Letztes Jahr im<br />

Sommer. Das war krass. Und intensiv.<br />

Und schön.<br />

Sind Sie an Ihre Grenze gestoßen?<br />

Ja, extrem. Nicht, wegen<br />

dem Wandern an sich; das<br />

Problem war für mich die Höhe.<br />

Ab 5000 Metern wird es heftig.<br />

Erzählen Sie mehr! Wir hatten<br />

auf 3800 Meter unser Basislager,<br />

da hatte ich ununterbrochen<br />

Kopfschmerzen wegen der<br />

Höhe. Ich wusste, dass sie von<br />

der Höhe kamen, weil ich vorher<br />

mit meinem Arzt gesprochen<br />

hatte. Er war sehr vorsichtig und<br />

sagte mir, dass so eine Aktion<br />

das Risiko, wieder einen Anfall zu<br />

bekommen, erhöhen könnte. Er<br />

nannte mir außerdem die Höhenkrankheit.<br />

Die Wahrscheinlichkeit<br />

sie zu bekommen, sei bei meiner<br />

Vorgeschichte etwas größer.<br />

Kamen Ihre Beschwerden<br />

aufgrund der Höhenkrankheit?<br />

Wie ging es weiter? Nein, ich<br />

glaube nicht. Ab 5000 Meter ging<br />

es mir relativ schlecht. Wir machten<br />

eine Pause und ich hatte das<br />

Gefühl, dass ich nicht mehr weitergehen<br />

kann. Mir war schwindlig,<br />

ich hatte schwarze Punkte vor<br />

den Augen und mir war übel. Da<br />

bin ich in Tränen ausgebrochen.<br />

Ich dachte: Das gibt es doch<br />

nicht. Ich bin völlig am Ende, aber<br />

es sind nur noch 600 Höhenmeter.<br />

Ich war so wütend auf mich<br />

selbst. Mein Bruder war dabei.<br />

Er hat mich dann aufgebaut. Ich<br />

war die einzige Frau in dieser<br />

Höhe, die noch nicht abgebrochen<br />

hatte. Deshalb hatte ich<br />

lauter männliche Begleiter, die<br />

irgendwie einen Beschützerinstinkt<br />

entwickelt und mich dann<br />

ebenfalls aufgebaut haben. Und<br />

natürlich unser russischer Bergführer.<br />

Er sagte mir, ich soll direkt<br />

hinter ihm gehen – ganz langsam,<br />

dann schaffe ich das. Wir sind im<br />

Schneckentempo da rauf, haben<br />

ewig gebraucht – aber ich war<br />

oben.<br />

Wie war das Gefühl? Geil!<br />

Du bist an einem Punkt, an dem<br />

es nichts höheres mehr gibt. Du<br />

siehst den Kaukasus. Da bin ich<br />

gleich wieder in Tränen ausgebrochen,<br />

weil es so schön war<br />

und ich: überglücklich.<br />

E Der zweite steile Aufstieg zum Sattel,<br />

auf dem Pause gemacht wurde.<br />

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16 St. Vinzenz Klinik Pfronten ANZEIGE<br />

St. Vinzenz Allgäu (Klinik │ MVZ │ Reha)<br />

Kirchenweg 15<br />

87459 Pfronten<br />

Telefon: 08363 / 693-0<br />

E-Mail: info@vinzenz-klinik.de<br />

www.vinzenz-klinik.de<br />

IHRE GESUNDHEIT LIEGT UNS AM HERZEN<br />

In der St. Vinzenz Klinik, der Rehaklinik St. Vinzenz und den Medizinischen<br />

Versorgungszentren St. Vinzenz behandeln wir Menschen mit<br />

unterschiedlichen Erkrankungen. Unsere Schwerpunkte setzen wir auf<br />

die Chirurgie, die Orthopädie, die Innere Medizin sowie die Geriatrie.<br />

ambulant - stationär - rehabilitativ<br />

Wir bieten Ihnen medizinische Versorgung aus einer Hand: von der ambulanten<br />

Behandlung im MVZ über den stationären Aufenthalt in unserer<br />

Klinik sowie einer bei Bedarf erforderlichen Anschlussheilbehandlung<br />

in der Rehaklinik.<br />

Ihre Vorteile: kurze Wege und der Austausch der Mitarbeiter verschiedener<br />

Fachdisziplinen wirken sich optimal auf den gesamten<br />

Behandlungsprozess aus.<br />

UNSERE EINRICHTUNGEN<br />

Die Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) St. Vinzenz<br />

ambulante, fachärztliche Sprechstunden in<br />

Pfronten, Füssen und Marktoberdorf<br />

MVZ Pfronten<br />

Chirurgie, Orthopädie, Innere Medizin, Radiologie,<br />

Physikalische und Rehabilitative Medizin<br />

Terminvereinbarung: 0 83 63 / 69 35 38<br />

MVZ Filiale Füssen<br />

Chirurgie, Orthopädie, Innere Medizin,<br />

Physikalische und Rehabilitative Medizin<br />

Terminvereinbarung: 0 83 62 / 30 03 80<br />

MVZ Marktoberdorf<br />

Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Radiologie<br />

Terminvereinbarung: 0 83 42 / 96 50 0<br />

Die St. Vinzenz Klinik<br />

Krankenhaus der Grundversorgung mit der Spezialisierung<br />

auf die Fachbereiche Chirurgie, Orthopädische Chirurgie,<br />

Innere Medizin und Akutgeriatrie<br />

Telefon: 0 83 63 / 69 30<br />

Die Rehaklinik St. Vinzenz<br />

stationäre Rehabilitation für Geriatrie (Altersheilkunde) und<br />

Orthopädische Anschlussheilbehandlungen (AHB)<br />

Telefon Geriatrie: 0 83 63 / 69 31 21<br />

Telefon AHB: 0 83 63 / 69 35 00<br />

E Dr. Johannes Spengler, Dr. Michael Geyer, Dr. Kai Scriba, MUDr. Pavol Pavelka,<br />

Roland Stippler – unsere Hauptoperateure.<br />

Gelenkersatz<br />

in Pfronten<br />

Zertifiziertes Zentrum für Hüfte und Knie<br />

Seit über 30 Jahren ist die Endoprothetik<br />

an Hüft- und Kniegelenk<br />

ein Schwerpunkt der Chirurgie<br />

in Pfronten. Dr. Michael<br />

Geyer und Dr. Johannes Spengler<br />

konnten mit ihrer langjährigen Erfahrung<br />

eine zunehmende Spezialisierung<br />

erreichen und die Zahl<br />

der durchgeführten Hüft- und<br />

Knieprothesenoperationen nahm<br />

in den Jahren kontinuierlich zu.<br />

Diese Entwicklung ist auch dem<br />

erweiterten Einzugsbereich der<br />

Patienten geschuldet, die durch<br />

Empfehlungen der zufriedenen<br />

Patienten auch weitere Wege bis<br />

nach Pfronten auf sich nehmen.<br />

(Entwicklung der Operationszahlen<br />

siehe Diagramm).<br />

Mit der Einführung von Endoprothetikzentren<br />

(EPZ) in Deutschland<br />

entschloss sich auch die St.<br />

Vinzenz Klinik im Jahr 2014 zur<br />

Zertifizierung. Seither erfolgen alle<br />

Prothesenoperationen in hoher<br />

Standardisierung mit festgelegten<br />

Abläufen im EPZ St. Vinzenz.<br />

In diesem Zuge wurden neben<br />

Dr. Spengler und Dr. Geyer auch<br />

weitere Hauptoperateure ausgebildet.<br />

Seit 2017 ist Oberarzt MU-<br />

Dr. Pavol Pavelka als neuer Hauptoperateur<br />

tätig, Oberarzt Roland<br />

Stippler befindet sich derzeit in<br />

der Ausbildung zum Hauptoperateur.<br />

Eine weitere Verstärkung erhielt<br />

das EPZ bereits 2015 durch<br />

den leitenden Oberarzt, Dr. Kai<br />

Scriba. Aufgrund seiner großen<br />

Erfahrung in der Gelenkersatzchirurgie<br />

wurde er bereits nach kurzer<br />

Einführungsphase durch das Zertifizierungsinstitut<br />

als Hauptoperateur<br />

anerkannt. Damit wird die<br />

Hüft- und Knieendoprothetik heute<br />

durch ein sehr erfahrenes Team<br />

in Pfronten durchgeführt.<br />

Zügige Rehabilitation<br />

In der Hüftendoprothetik erfolgt<br />

der operative Eingriff mit<br />

hochwertigen Titanimplantaten in<br />

der sogenannten AMIS-Technik.<br />

Hierbei handelt es sich um einen<br />

Zugang zum Hüftgelenk, der ein<br />

besonders muskelschonendes<br />

Operieren erlaubt und für den Patienten<br />

eine zügige Rehabilitation<br />

ermöglicht. Auch für Prothesen-<br />

Wechsel-Operationen sind sämtliche<br />

notwendige Implantate in der<br />

Klinik vorhanden, so dass auch<br />

schwierige Sonderfälle für den<br />

Patienten optimal gelöst werden<br />

können. In der Knieendoprothetik<br />

werden seit Jahren sehr bewährte<br />

Prothesen verwendet. Der Einsatz<br />

von Sonderimplantaten für<br />

spezielle Situationen wie z.B. bei<br />

einer vorliegenden Allergie des<br />

Patienten, bei fehlenden Bändern<br />

oder Knochendefekten ermöglicht<br />

eine große Flexibilität in der<br />

individuellen Versorgung.


ANZEIGE St. Vinzenz Klinik Pfronten<br />

17<br />

Kontakt:<br />

Dr. med. Johannes Spengler<br />

Facharzt für Chirurgie,<br />

Orthopädie und Unfallchirurgie<br />

spezielle Unfallchirurgie<br />

MVZ St. Vinzenz Pfronten<br />

Terminvereinbarung:<br />

08363 / 693-538<br />

Dr. med. Björn Drews<br />

Facharzt für Orthopädie<br />

und Unfallchirurgie<br />

spezielle Unfallchirurgie<br />

MVZ St. Vinzenz Pfronten<br />

Terminvereinbarung:<br />

08363/ 693-538<br />

MVZ St. Vinzenz Filiale Füssen<br />

Terminvereinbarung:<br />

08362/ 300-380<br />

E Dr. med. Björn Drews und Dr. med. Johannes Spengler.<br />

Unsere Spezialisten für Ihr Knie<br />

Ambulante und stationäre Versorgung aus einer Hand<br />

Wie wir alle erst in der vergangen<br />

Wintersaison erfahren mussten,<br />

kann ein Kreuzbandriss für<br />

einen Spitzensportler das Olympia-Aus<br />

bedeuten. Aber auch<br />

für alle anderen ist eine Knieverletzung<br />

meist mit einem langen<br />

Leidens- und Genesungsweg verbunden.<br />

Durch die zentrale Lage<br />

in der Allgäuer Bergsportregion<br />

hat die St. Vinzenz Klinik im Bereich<br />

der Kniechirurgie seit Jahren<br />

große Erfahrung gesammelt und<br />

bietet den Patienten beste Versorgungsmöglichkeiten,<br />

die mit dem<br />

jetzt eigenen MRT nochmals gesteigert<br />

werden.<br />

Neuer Spezialist<br />

in Pfronten<br />

Im letzten Jahr konnte mit Dr.<br />

Björn Drews ein weiterer Oberarzt<br />

gewonnen werden. Der Facharzt<br />

für Orthopädie und Unfallchirurgie<br />

hat eine sehr fundierte Ausbildung<br />

in der Sportklinik Stuttgart<br />

erhalten. Große Erfahrung konnte<br />

er anschließend in der unfallchirurgischen<br />

Abteilung der Universitätsklinik<br />

Ulm sammeln, bevor er<br />

nach Pfronten kam. Das Team aus<br />

Chefarzt Dr. Spengler und Oberarzt<br />

Dr. Drews bietet mittlerweile<br />

das gesamte Spektrum der gelenkerhaltenen<br />

Kniechirurgie und<br />

Sporttraumatologie an. Hierzu<br />

zählen unter anderem die Knorpelbehandlung<br />

einschließlich der<br />

Knorpeltransplantation, komplexe<br />

Bandoperationen wie die vordere<br />

und hintere Kreuzband-Ersatzoperation<br />

und stabilisierende Operationen<br />

an der Kniescheibe.<br />

Bei operativen Eingriffen an<br />

der Kniescheibe ist zunächst eine<br />

gründliche Diagnostik mit Abklärung<br />

der verschiedenen Problembereiche<br />

erforderlich, da am<br />

Knie auch kombinierte operative<br />

Eingriffe notwendig werden können.<br />

Hierdurch sind wir in der Lage<br />

Fehlformen der Gelenkflächen,<br />

eine Achsfehlstellung oder Drehfehlstellung<br />

sowie weitere Ursachen<br />

operativ zu beheben.<br />

Durch die Tätigkeit beider Ärzte<br />

sowohl im MVZ St. Vinzenz als<br />

auch in der St. Vinzenz Klinik können<br />

unsere Patienten zunächst<br />

in der ambulanten Sprechstunde<br />

im MVZ Kontakt mit dem Spezialisten<br />

aufnehmen, der im Falle<br />

einer notwendig werdenden Operation<br />

die Weiterbehandlung in<br />

der St. Vinzenz Klinik übernimmt.<br />

Hieraus ergibt sich eine optimale<br />

Verzahnung der ambulanten und<br />

stationären Behandlung unserer<br />

Patienten zur Diagnostik, Operation<br />

und der so wichtigen Nachbehandlung<br />

von Knieverletzung.<br />

In der St. Vinzenz Klinik arbeitet man sehr gerne<br />

Als einer der besten Arbeitgeber im deutschen Gesundheitswesen ausgezeichnet<br />

Bereits zum vierten Mal nahm<br />

die St. Vinzenz Klinik Pfronten an<br />

dem Wettbewerb „Bester Arbeitgeber<br />

Gesundheit & Soziales“ teil.<br />

Wie schon in den Jahren 2009,<br />

2012 und 2015 schnitt die Klinik<br />

mit sehr guten Ergebnissen ab<br />

und zählt deutschlandweit zu den<br />

besten Arbeitgebern im Gesundheitswesen.<br />

Eine ausführliche, anonyme<br />

Befragung der Mitarbeiter zu den<br />

Themen Führung, Zusammenarbeit,<br />

Anerkennung, berufliche Entwicklung<br />

und Gesundheit bildet<br />

die Grundlage für die Bewertung.<br />

Aber auch die Personalpolitik und<br />

-arbeit in der Klinik werden durch<br />

das unabhängige Great Place to<br />

Work® Institut beurteilt.<br />

Gerade bei akuten Knieverletzungen<br />

können sich Patienten auch<br />

an den Wochenenden direkt nach<br />

einer Verletzung an das medizinische<br />

Personal in der Notaufnahme<br />

der St. Vinzenz Klinik wenden.<br />

Hier können bereits die Weichen<br />

für die weitere Versorgung beim<br />

Kniespezialisten am Wochenanfang<br />

z. B. durch die unmittelbare<br />

Organisation einer MRT-Untersuchung<br />

gestellt werden. Für den<br />

Fall einer notwendigen Operation<br />

lägen dann bereits wichtige<br />

diagnostische Befunde vor, eine<br />

zeitnahe operative Versorgung ist<br />

damit möglich. Verzögerungen<br />

durch Wartezeiten auf eine Untersuchung<br />

werden reduziert und eine<br />

schnellere Rückkehr in die berufliche<br />

und sportliche Normalität<br />

gewährleistet.<br />

Der Pfrontener Klinikleitung<br />

liegt es sehr am Herzen, dass Ihre<br />

Mitarbeiter bei all dem Stress,<br />

den der Klinikalltag mit sich bringt,<br />

gesund und motiviert bleiben. Um<br />

dieses zu gewährleisten, werden<br />

sehr viele zusätzliche Leistungen<br />

angeboten.<br />

Vielfältige<br />

kostenlose Angebote<br />

Angefangen bei einem Lebensarbeitszeitkonto,<br />

dass einen früheren<br />

Renteneintritt oder eine<br />

Auszeit ermöglicht, über Sonderzahlungen<br />

für Betriebstreue, der<br />

Geburt eines Kindes oder zusätzliche<br />

Dienste, eine betriebliche<br />

Altersvorsorge, vielfältige Angebote<br />

zur Gesundheitsförderungen<br />

E Kniegelenk, Quelle: Arthrex GmbH,<br />

www.arthrex.com<br />

bis hin zu einer psychologischen<br />

Beratung, die die Mitarbeiter<br />

kostenlos in<br />

Anspruch nehmen<br />

können.<br />

Auch Vergünstigungen<br />

in<br />

Freizeitbädern<br />

und Geschäften,<br />

die Übernahme<br />

eines<br />

VHS-Kurses<br />

sowie kostenloses<br />

Obst,<br />

Wasser und<br />

Tee während<br />

der Arbeitszeit<br />

zählen zu diesen Sonderleistungen,<br />

die von den Mitarbeitern gerne<br />

angenommen werden.


18 St. Vinzenz Klinik Pfronten<br />

ANZEIGE<br />

Altersmedizin: ganzheitliche Behandlung<br />

Enge Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche zum Wohle der Patienten<br />

Unser Ziel ist eine verbesserte<br />

Versorgung für ältere Patienten<br />

sowohl im akuten Krankheitsfall<br />

und auch in einer anschließenden<br />

Rehabilitation. Unsere Station für<br />

Akutgeriatrie in Pfronten ist speziell<br />

auf die Versorgung älterer<br />

Patienten eingerichtet. Neben<br />

der Haupterkrankung, die einen<br />

Krankenhausaufenthalt notwendig<br />

macht (wie z.B. einer Fraktur<br />

durch einen Sturz) leiden ältere<br />

Patienten oftmals unter weiteren<br />

Erkrankungen. Neben den körperlichen<br />

Symptomen, wie Schmerzen,<br />

Fehl- und Mangelernährung,<br />

Gehstörungen, Schwäche oder<br />

Bettlägerigkeit handelt es sich<br />

hierbei häufig um psychische Probleme<br />

wie Depression, Vergesslichkeit<br />

oder Antriebsmangel.<br />

Bedürfnisse, Fähigkeiten und<br />

Fertigkeiten werden beachtet<br />

Mediziner sprechen von einer<br />

sogenannten Multimorbidität (lateinisch:<br />

Mehrfacherkrankung).<br />

Grundlage der geriatrischen Behandlung<br />

muss daher immer eine<br />

ganzheitliche Betrachtung dieser<br />

Patienten sein. Hierbei finden<br />

auch ihre Bedürfnisse, Fähigkeit<br />

sowie Fertigkeiten aber auch ihrer<br />

sozialen Einbindung in der Behandlung<br />

Berücksichtigung.<br />

Dafür arbeiten in Pfronten viele<br />

Berufsgruppen sehr eng zusammen.<br />

Es werden internistische,<br />

chirurgische, neurologische und<br />

psychiatrische Krankheitsbilder<br />

behandelt. In täglichen Besprechungen<br />

und gemeinsamen Visiten<br />

von Geriater (Internist),<br />

Chirurg und Neurologe wird die<br />

E Liebevolle Betreuung: Dr. Brenner und Sr. Rita im Gespräch mit einer Patientin.<br />

individuelle Therapie für die Patienten<br />

geplant, durchgeführt und<br />

überwacht. Das therapeutische<br />

Team wird durch erfahrene Pflegekräfte,<br />

Physio- und Ergotherapeuten,<br />

Logopäden und Psychologen<br />

ergänzt.<br />

Schon während noch die akute<br />

Erkrankung behandelt wird,<br />

beginnen in der Frührehabilitati-<br />

on therapeutische Übungen. Im<br />

Anschluss kann eine stationäre<br />

Rehabilitation bei uns im Haus<br />

erfolgen. Hier liegt der große Vorteil:<br />

die Ärzte kennen die Patienten<br />

und ihre Krankengeschichte.<br />

Aber auch die Patienten konnten<br />

bereits Vertrauen zu den behandelnden<br />

Ärzten fassen. Wir bieten<br />

eine Versorgung aus einer Hand<br />

zum Wohle der uns anvertrauten<br />

Patienten. Für die Beratung und<br />

Entscheidung über einzuleitende<br />

Maßnahmen, die die Weiterbehandlung<br />

und Weiterversorgung<br />

des Patienten betreffen, ist der<br />

Sozialdienst immer mit eingebunden<br />

und steht den Patienten und<br />

Angehörigen mit Rat und Tat zur<br />

Seite.<br />

Schonende MRT-Diagnostik<br />

jetzt auch in Pfronten<br />

Ambulante und stationäre Untersuchungen möglich<br />

Seit dem Herbst letzten Jahres<br />

können in Pfronten MRT-Untersuchungen<br />

durchgeführt werden.<br />

Mit dieser Leistungserweiterung<br />

kommt man dem gestiegenen<br />

Bedarf an dieser Diagnostik nach.<br />

Für Chirurgie<br />

und Innere Medizin<br />

Dieser entstand zum einen in<br />

der Chirurgie, denn insbesondere<br />

für die Darstellung von Gelenken<br />

und Bandstrukturen ist eine MRT-<br />

Untersuchung das Mittel der<br />

Wahl. Zum anderen ist das Gerät<br />

aber auch für die Innere Medizin<br />

der St. Vinzenz Klinik häufig im<br />

Einsatz, um Organe, den Kopf<br />

oder das Rückenmark schonend<br />

zu untersuchen.<br />

Mit zwei Fachärzten kann das<br />

MVZ Marktoberdorf nun am<br />

Standort Pfronten sowohl MRTals<br />

auch CT-Untersuchungen neben<br />

dem klassischen digitalen<br />

Röntgen anbieten. Für die Patienten<br />

des MVZ St. Vinzenz und der<br />

St. Vinzenz Klinik bedeutet das<br />

kurze Wege, da die Untersuchungen<br />

alle vor Ort durchgeführt werden<br />

können. Selbstverständlich<br />

können auch andere Ärzte Patienten<br />

zu einer MRT- oder CT-Untersuchung<br />

an das MVZ (Radiologie)<br />

überweisen.<br />

Kontakt:<br />

Terminvereinbarung:<br />

Montag- Freitag:<br />

8 – 16.30 Uhr<br />

Telefon: 0 8363 / 693-369<br />

E Der neue Magnetresonanztomograph (MRT) steht jetzt den Ärzten der St. Vinzenz<br />

Klinik in Pfronten zur Verfügung.<br />

Fotos (5): Angela Kolleck


ANZEIGE Fachklinik St. Marien Wertach<br />

19<br />

60 Jahre Müttergenesung in Wertach<br />

Am Standort in Wertach hat die Müttergenesung seit nunmehr 60<br />

Jahren einen festen Platz. Den Grundstein für unser heutiges Angebot<br />

legten damals die Franziskusschwestern von Vierzehnheiligen, die damit<br />

großen Mut bewiesen. Die Ordensschwestern, deren Herzensangelegenheit<br />

schon immer der Dienst an den Frauen war, haben zu jeder<br />

Zeit innovativ und vorausschauend agiert. Die erste Schwerpunktkur für<br />

Pflegende wurde beispielsweise in Wertach ins Leben gerufen und ist<br />

zwischenzeitlich bundesweit anerkannt. Auch heute noch ist die Fachklinik<br />

in Trägerschaft der Ordensschwestern und wird von einem sehr<br />

engagierten Team betrieben. Für die Zukunft ist die Zielsetzung klar: Wir<br />

wollen Frauen stark machen.<br />

Klinikerweiterung<br />

Seit Ende vergangenen Jahres verfügen wir über neun zusätzliche Patientenzimmer,<br />

damit finden 70 Frauen Platz in unserer Klinik. Christoph<br />

Köpf, Geschäftsführer der Fachklinik St. Marien freut sich, dass man mit<br />

den zusätzlichen Zimmern der starken Nachfrage nach den Kurmaßnahmen<br />

in Wertach nun noch besser nachkommen könne. Die sehr hohe<br />

Auslastung der Klinik, lange Wartezeiten für die Frauen aber auch die<br />

besseren Versorgungsmöglichkeiten im medizinischen und therapeutischen<br />

Bereich hatten die Entscheidung zum Anbau vorangetrieben.<br />

Fachklinik St. Marien Wertach<br />

Stationäre Rehabilitation & Vorsorge<br />

für Frauen in Familienverantwortung<br />

Am Berg 11<br />

87497 Wertach im Allgäu<br />

Telefon 08365 / 700 – 0<br />

info@haus-st-marien.de<br />

www.haus-st-marien.de<br />

Realität von Müttern: Zwischen modernem<br />

Frauenbild und traditioneller Mutterrolle<br />

In der Fachklinik St. Marien schöpfen überlastete Frauen Kraft und Energie<br />

In der heutigen Zeit könnte man<br />

davon ausgehen, dass sich die<br />

Gleichberechtigung als allgemeiner<br />

gesellschaftlicher Konsens<br />

auch als Entlastung für die Mütter<br />

in den Familien widerspiegelt.<br />

Doch so sehr sich die Rolle der<br />

Frauen in den vergangenen Jahrzehnten<br />

geändert hat, dominiert<br />

in der Regel ein traditionelles Familienmodell.<br />

Väter engagieren<br />

sich zwar stärker in der Erziehung<br />

der Kinder, die Hausarbeit aber<br />

auch die Pflege von Angehörigen<br />

wird immer noch zu einem überwiegenden<br />

Teil von den Frauen erledigt.<br />

Neben ihrer Berufstätigkeit<br />

stehen viele Frauen daher nach<br />

wie vor als Hauptverantwortliche<br />

für Familienarbeit häufig in einer<br />

permanenten Überlastungssituation<br />

mit Zeitstress und hohem<br />

Erwartungsdruck.<br />

Mütter zögern stationäre<br />

Behandlung häufig hinaus<br />

Oft aus Rücksicht auf die Bedürfnisse<br />

der Familie oder des Arbeitgebers<br />

zögern erschöpfte und<br />

kranke Frauen eine notwendige<br />

stationäre Behandlung häufig hinaus.<br />

Erst wenn sie mit den Kräften<br />

am Ende sind, entscheiden<br />

sie sich für eine Mutterkur. „Nach<br />

dieser Zeit für mich ging es mir<br />

viel besser. Ich hätte aber besser<br />

früher fahren sollen“. Diesen Ausspruch<br />

hören die Mitarbeiter der<br />

Fachklinik St. Marien in Wertach<br />

am Ende der dreiwöchigen Maßnahme<br />

von vielen Frauen.<br />

Mütterkuren sind ein spezielles<br />

Angebot für Frauen die alleine<br />

(ohne Kinder) an einer stationären<br />

E „Zeit für Dich“ – in Wertach können Frauen dem Alltag entfliehen und auch mal<br />

an sich denken.<br />

medizinischen Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme<br />

teilnehmen<br />

möchten. In sogenannten<br />

Müttermaßnahmen haben Frauen<br />

die Chance, sich fernab vom<br />

„Arbeitsplatz Familie“ einmal nur<br />

auf sich und ihre Bedürfnisse zu<br />

konzentrieren, nur für sich alleine<br />

verantwortlich zu sein.<br />

Neben den medizinischen Gründen<br />

ist auch hier eine Voraussetzung,<br />

dass Kinder im Haushalt<br />

leben und in der Regel nicht älter<br />

als 18 Jahre sind. Eine Mütter-Kur<br />

kann beantragt werden, wenn<br />

Vorsorge- und Rehabilitationsbedürftigkeit<br />

vorliegt.<br />

Diese Maßnahmen sind eine<br />

erstklassige Alternative zur Mutter-Kind-Kur,<br />

wenn für Ihren Gesundungsprozess<br />

eine Trennung<br />

vom häuslichen Umfeld sinnvoll<br />

und wichtig ist, die Betreuung der<br />

Kinder zu Hause geregelt werden<br />

kann und Sie ganz gezielt diese<br />

Zeit für Ihre Gesundheit und Regeneration<br />

brauchen, ohne die<br />

direkte Verantwortung für die Familie<br />

zu haben.<br />

Unsere Fachklinik St. Marien<br />

für Mütter in Familienverantwortung<br />

arbeitet nach einem ganzheitlichen,<br />

frauenspezifischen<br />

Konzept, das sowohl die körperlichen<br />

Erkrankungen, wie auch die<br />

psychosozialen Belastungen aus<br />

Ihrem persönlichen und familiären<br />

Umfeld berücksichtigt. Dabei<br />

liegt der Fokus weniger auf einzelnen<br />

Symptomen und Leiden als<br />

vielmehr auf den Symptomkonstellationen<br />

und deren vielschichtigen<br />

Ursachen. Körperliche,<br />

psychische und soziale Aspekte<br />

von Krankheiten und Beschwerden<br />

werden integriert behandelt,<br />

die gesamte Lebenssituation der<br />

Frau ist Ausgangspunkt aller medizinischen<br />

und therapeutischen<br />

Maßnahmen. Die Frauen sollen<br />

durch die Therapien in die Lage<br />

versetzt werden, Zusammenhänge<br />

zwischen ihren belastenden<br />

Lebensumständen und ihren Erkrankungen<br />

zu erkennen. Ziel ist<br />

es, sie bei der Entwicklung eines<br />

positiven Gesundheitsbewusstseins<br />

zu unterstützen.<br />

Multidiszpilinäres Team<br />

arbeitet eng zusammen<br />

Um dieses Ziel zu erreichen,<br />

arbeitet in unserer Fachklinik<br />

St. Marien ein multidisziplinäres<br />

Team eng zusammen. Ärzte, Psychologen,<br />

Physiotherapeuten, Sozialpädagogen<br />

und Diätassistenten<br />

unterstützen die Frauen bei<br />

der Bewältigung ihrer Krankheiten<br />

und Lebenssituationen.<br />

Weitere Informationen zu den<br />

Inhalten der Maßnahmen finden<br />

Sie auf unserer Homepage www.<br />

haus-st-marien.de


20<br />

Hand in Hand<br />

E In schweren Zeiten ist es viel Wert, die Hand gereicht zu bekommen: Richard Blanz erfuhr nach seinem Schlaganfall von Ärzten und Pflegekräften, von seiner Familie<br />

und Freunden, viel Beistand, der ihm dabei half, gesund zu werden.<br />

Fotos (2): panthermedia<br />

„Gott sei Dank<br />

war meine<br />

Frau bei mir“<br />

Richard Blanz hatte Glück. Nach einem<br />

Schlaganfall ist er heute wieder gesund. Ein<br />

Lichtblick in schweren Stunden waren seine<br />

Familie und seine Freunde.<br />

Kempten. Pfingstsonntag,<br />

2017. Richard Blanz (Name geändert)<br />

sitzt in Ruhe zu Hause in seinem<br />

Wohnzimmer. Plötzlich fühlt<br />

er sich nicht mehr wohl. Er spürt:<br />

„Da stimmt etwas nicht mit mir.“<br />

Er bemerkt zunächst Taubheitsgefühle<br />

in Armen und Beinen, kann<br />

aber noch alles bewegen. Als<br />

er aufstehen und zur Tür gehen<br />

Text: Isabell Schmid<br />

möchte, gelingt ihm das allerdings<br />

nicht. Er realisiert, dass sich sein<br />

Zustand von Minute zu Minute<br />

verschlechtert und trifft die richtige<br />

Entscheidung: Er alarmiert den<br />

Notruf.<br />

Richard Blanz ist 51 Jahre alt,<br />

als ihm im Krankenhaus diagnostiziert<br />

wird, dass er einen Schlaganfall<br />

erlitten hat. Heute – rund ein<br />

Jahr später – geht es ihm wieder<br />

gut. Beim Gespräch mit unserem<br />

Magazin sitzt er zusammen mit<br />

seinem Arzt, Prof. Dr. Kern, am<br />

Tisch und man merkt ihm nichts<br />

von dem Schicksalsschlag an, der<br />

ihm wiederfahren ist. „Ich hatte<br />

Glück“, sagt er. Glück, dass der<br />

Sanka rechtzeitig gekommen ist,<br />

dass eines von vier Betten für<br />

Frührehabilitanden nach einem<br />

Schlaganfall im Klinikum Kempten<br />

frei war, und Glück, dass er heute<br />

wieder hier sitzt und erzählen<br />

kann, was mit ihm geschah.<br />

Ein Rückblick: Es ist nicht zum<br />

ersten Mal an jenem Pfingstsonntag,<br />

dass Richard Blanz ein Schlaganfall<br />

ins Krankenhaus zwingt. Bereits<br />

sechs Tage zuvor erleidet er<br />

seinen ersten. In der Klinik wird<br />

er daraufhin „lysiert“. Das heißt,<br />

er bekommt per Infusion ein<br />

Medikament, das zur Auflösung<br />

der verstopften Arterie dient, die<br />

den Schlaganfall verursacht hat.<br />

Die Therapie funktioniert. Im Anschluss<br />

daran steht er ohne Beschwerden<br />

auf, wird medikamentös<br />

eingestellt und kann wieder<br />

zurück nach Hause. Zu diesem<br />

Zeitpunkt glaubt er nicht, dass es<br />

ihn noch einmal treffen wird. Aber<br />

sein Gefühl täuscht ihn.<br />

Wider Erwarten aller bekommt<br />

Richard Blanz nur wenige Tage<br />

später einen zweiten Schlag.<br />

Diesmal mit noch größerer<br />

Wucht. „Ich hatte Angst“, sagt<br />

Blanz. Nachdem er selbst den<br />

Notruf alarmiert, wird er sofort ins<br />

Krankenhaus eingeliefert. Nach einer<br />

umfangreichen Untersuchung<br />

mit CT und MRT stellen die Ärzte<br />

die Diagnose. Da es der zweite<br />

Schlaganfall innerhalb kurzer<br />

Zeit ist, wird von einer weiteren<br />

Lysebehandlung abgeraten. Denn:<br />

Diese könne nur unter dem Risiko<br />

einer Hirnblutung stattfinden.<br />

Auf der Schlaganfallstation, der<br />

sog. „Stroke Unit“ wird er überwacht<br />

und über die Vene mit<br />

Flüssigkeit und Medikamenten<br />

versorgt. Das Schlimmste für ihn<br />

in diesen Stunden? „Die Machtlosigkeit.<br />

Ich konnte selbst nichts<br />

dagegen tun. Ich lag im Bett und<br />

wartete jede Minute darauf, dass<br />

sich ein Teil von mir verabschiedet.“<br />

Relativ schnell spürt Richard<br />

Blanz, dass er nicht mehr schlucken<br />

kann. Angesammelte Flüssigkeit<br />

muss er ausspucken. „Das<br />

ging zum Glück noch,“ sagt er.<br />

Wegen eines starken Linksdralls<br />

fällt es ihm immer schwerer zu<br />

sitzen, bis es schlussendlich vergebens<br />

ist. Er kippt um, sobald er<br />

sich aus liegendem Zustand aufrichten<br />

will. Auch die Fähigkeit zu<br />

Gehen und zu Stehen verliert er.


Hand in Hand<br />

21<br />

„Ich habe gespürt, dass ich nach<br />

links falle, konnte aber nichts dagegen<br />

tun. Gott sei Dank war meine<br />

Frau bei mir.“<br />

Besuch von Therapeuten –<br />

die Arbeit geht los<br />

Ein Lichtblick für ihn war die Visite<br />

von Professor Dr. Kern und Dr.<br />

Wahl. Der Chefarzt und der leitende<br />

Oberarzt der Neurologie und<br />

Stroke Unit bieten Richard Blanz<br />

eine „Früh-Reha“ am Klinikum<br />

Kempten an, für die es nur wenige<br />

Plätze gibt. Dort werden Schlaganfallpatienten<br />

in der Übergangsphase<br />

zwischen Akutbehandlung<br />

und Erreichen der Rehabilitationsfähigkeit<br />

intensiv behandelt. Eines<br />

von vier Betten ist an jenem Tag<br />

noch frei. Richard Blanz nimmt das<br />

Angebot wahr. Am nächsten Morgen<br />

besucht ihn eine Gruppe von<br />

Therapeuten. „Die lassen einem<br />

keine Ruhe hier – was sehr gut ist,<br />

auch im Nachhinein betrachtet.“,<br />

sagt er und schmunzelt. Die Arbeit<br />

geht los: Blanz hat zwischen<br />

vier und sechs Anwendungen am<br />

Tag. Mit Physiotherapeuten, Ergotherapeuten,<br />

Neuropsychologen,<br />

Logopäden und weiteren Spezial-<br />

Pflegefachkräften macht er mehrstündige<br />

Übungen im Wechsel.<br />

Ein ausschlaggebender Punkt<br />

E Der Schlaganfall entsteht, wenn im Gehirn eine Arterie verstopft und dann Gewebe<br />

abstirbt, das von dieser Arterie versorgt wird.<br />

für den Erfolg seiner Therapie<br />

kommt am dritten Tag, als er sich<br />

Gedanken macht über seine Vergangenheit<br />

und seine Zukunft,<br />

seine Familie und seinen Beruf.<br />

Er fasst einen Entschluss: „Ich<br />

will mein Leben zurück und das<br />

schaffe ich!“ Auch wenn der Weg<br />

dorthin steinig ist. Sein erstes<br />

Ziel in der Frühreha heißt: Nicht<br />

Umfallen! Das Gleichgewicht soll<br />

zurückgewonnen werden. Schritt<br />

für Schritt. Dafür übt er unter anderem<br />

einen Luftballon hin- und<br />

herzuspielen. Erst im Sitzen,<br />

dann im Stehen. Langsam wagt<br />

er sich an die ersten Schritte und<br />

lernt wieder zu Gehen bis er am<br />

Ende der Früh-Reha sogar seine<br />

angestrebte Königsdisziplin beherrscht:<br />

Treppensteigen. Das ist<br />

jedoch nicht der größte Knackpunkt<br />

in seiner Behandlung.<br />

Am längsten dauert es, das<br />

Schlucken wieder zu erlernen.<br />

Als diese elementare Tätigkeit<br />

noch nicht möglich ist, wird er mit<br />

Magensonde versorgt. Auf Es-<br />

sen verzichten zu müssen, ist für<br />

ihn nicht das Schlimmste. Noch<br />

schwieriger gestaltet sich der Verzicht<br />

aufs Trinken. „Ein Glas Wasser<br />

war mein größter Wunsch.“<br />

Nach vier Wochen Durststrecke<br />

erfüllt sich dieser. Wie es geschmeckt<br />

hat? „Unbeschreiblich<br />

gut.“<br />

Bald darauf wird Blanz entlassen.<br />

Rückblickend sagt er: „Ohne<br />

diese Früh-Reha wüsste ich nicht,<br />

wo ich heute stünde. Ich glaube,<br />

die rechtzeitige therapeutische<br />

Hilfe ist unheimlich wichtig, damit<br />

die Nerven anfangen können, neue<br />

Wege zu finden. Die Therapeuten<br />

haben mir Sicherheit gegeben,<br />

weil sie untereinander abgesprochen<br />

waren und jeder über jeden<br />

weiteren Schritt Bescheid wusste.<br />

Das hat mich unheimlich unterstützt.“<br />

Im Anschluss geht er<br />

sechs Wochen auf Reha und als er<br />

wieder zu Hause ankommt, steckt<br />

er sich seine persönlichen Ziele,<br />

die er nach und nach realisieren<br />

kann.<br />

Zwei Dinge sind Richard Blanz<br />

durch seinen Schlaganfall noch<br />

einmal mehr bewusst geworden:<br />

„Dass der Glaube Berge versetzen<br />

kann, und: Wie wertvoll Freunde<br />

und Familie sind, die einem in<br />

schweren Zeiten zur Seite stehen.“<br />

Hilfe bei Grauem Star<br />

Augenarztpraxis Dr. Langkau ist auf die Behandlung des Grauen Stars spezialisiert<br />

AlsGrauerStar(Katarakt)wirdeine<br />

im wesentlichen altersbedingte<br />

Trübung dernatürlichenAugenlinse<br />

bezeichnet, die mit zunehmendem<br />

Alter –circa ab dem 65. Lebensjahr<br />

–mehr als 50 Prozent der Bevölkerung<br />

trifft. Einzige wirksame Therapie<br />

ist der operative Tausch der<br />

natürlichen Linse durch eine Kunststofinse.<br />

iese peration ist mit<br />

über 800000 Eingriffen pro Jahr der<br />

häugste Eingriff in eutschland<br />

sowie weltweit und erfolgt inrund<br />

90 Prozent der Fälle ambulant.<br />

In den vergangenen Jahren wurden<br />

eine Vielzahl von innovativen<br />

Implantaten entwickelt. iese sogenannten<br />

Sonderlinsen haben<br />

verschiedene Vorteile: So kann<br />

zum Beispiel mit einer Multifokallinse<br />

auch nach der Katarakt-peration<br />

das Tragen einer Lesebrille<br />

oftmals vermieden werden.<br />

Sollte ein Grauer Star mit entsprechender<br />

nachlassender Sehleistung<br />

festgestellt werden, sind<br />

folgende Punkte zu beachten: Eine<br />

Verbesserung derSehleistung kann<br />

nur durch eine Staroperation/Kataraktoperation<br />

erreicht werden. In<br />

aller Regel ist die Komplikationsrate<br />

als gering anzusehen. er Eingriff<br />

sollte bis an das Lebensende<br />

Bestand haben, somit kommt der<br />

Wahl der künstlichen Linse besondere<br />

Bedeutung zu.<br />

Großen Wert legt die Augenarztpraxis<br />

r. Langkau auf die<br />

entsprechende iagnostik und Beratung<br />

vor der peration, um abhängig<br />

von den Bedürfnissen und<br />

Gewohnheiten des Patienten, das<br />

richtige Linsenmaterial zuwählen.<br />

r. Langkau und seine Mitarbeiter<br />

sind auf die Behandlung hoch<br />

fehlsichtiger Patienten insbesondere<br />

durch Linsentausch oder durch<br />

Implantation einer intraocularen<br />

Kontaktlinse spezialisiert. abei<br />

können eine hohe Kurzsichtigkeit,<br />

Weitsichtigkeit, aber auch eine hohe<br />

Stabsichtigkeit (Hornhautverkrümmung<br />

oder Astigmatismus)<br />

korrigiert werden. Auf Wunsch<br />

kann auch weitgehend völlige Brillenfreiheit,<br />

auch im höheren Lebensalter,<br />

erreicht werden.<br />

Kosmetische<br />

Lidchirurgie bei:<br />

■ Gerstenkorn (Hordeolum)<br />

■ Hagelkorn (Chalazion)<br />

■ Warze (Fibrom)<br />

■ Xanthelasma<br />

■ Schlupider<br />

(Blepharochalasis)<br />

Augenarztpraxis<br />

Dr. med. Rainer Langkau<br />

Maximilianstraße 24<br />

87700 Memmingen<br />

Telefon 08331/2317od. 49 49 99<br />

Augenarztpraxis<br />

Dr. med. David Schell<br />

Zwinggasse 3<br />

87700 Memmingen<br />

Telefon 08331/12440<br />

www.augenarzt-drlangkau.de<br />

Augenarztpraxis Filialpraxis<br />

Dr. med. David Schell<br />

Maximilianstraße 61<br />

87719 Mindelheim<br />

Telefon 08261/5720<br />

Kontaktlinsen|Lasertherapie |Sehschule |Kosmetische Lidchirurgie |Ambulante Augenoperationen |Grauer und Grüner Star |IntravitrealeInjektionen beiMaculaerkrankungen


22<br />

Hand in Hand<br />

E Auf einer Schlaganfallstation helfen Ärzte und speziell geschulte Pflegefachkräfte multiprofesionell zusammen, um ihre Patienten wieder auf die Beine zu bringen.<br />

Professor Dr. Kern (rechts hinten im Bild) mit Team bei der Visite eines Patienten.<br />

Foto: Klaus Ruland<br />

Ob Schlucken,<br />

Sprechen<br />

oder Stehen:<br />

Alles kann wieder<br />

erlernt werden.<br />

Schlaganfall: Nach medizinischer Akutbehandlung<br />

ist die Arbeit mit<br />

Spezial-Pflegefachkräften und -therapeuten<br />

entscheidend.<br />

Ein Schlaganfall kommt unverhofft<br />

und kann jeden treffen.<br />

Was dabei im Kopf passiert und<br />

wie die Behandlung im Krankenhaus<br />

abläuft, darüber haben wir<br />

uns bei Prof. Dr. Kern, Chefarzt<br />

der Stroke Unit (Schlaganfallstation)<br />

am Klinikum Kempten informiert.<br />

Text: Isabell Schmid<br />

Prof. Dr. Kern, wen behandeln<br />

Sie in der Neurologie und „Stroke<br />

Unit“?<br />

Wir behandeln Notfälle. Patienten,<br />

bei denen es ungeplant zu neurologischen<br />

Erkrankungen kommt.<br />

Das können zum Beispiel Menschen<br />

sein mit Parkinson, Multipler<br />

Sklerose oder einem Schlaganfall.<br />

Ist der Schlaganfall eine häufige<br />

Erkrankung?<br />

Prof. Dr. Kern: Der Schlaganfall<br />

ist mit 250.000 Fällen im Jahr in<br />

Deutschland eine sehr häufige Erkrankung.<br />

40 bis 50 Prozent der<br />

Patienten auf unserer Station sind<br />

wegen einem Schlaganfall hier.<br />

Was passiert bei einem<br />

Schlaganfall im Körper?<br />

Prof. Dr. Kern: Der Schlaganfall<br />

ist eine Erkrankung, bei der das<br />

Gehirn betroffen ist. Er tritt oft<br />

plötzlich ein. Er entsteht, wenn im<br />

Gehirn eine Arterie verstopft und<br />

dann Gewebe abstirbt, das von<br />

dieser Arterie versorgt wird.<br />

Wie äußert er sich?<br />

Prof. Dr. Kern: Durch typische<br />

Symptome wie zum Beispiel<br />

Lähmungserscheinungen, einen<br />

hängenden Mundwinkel oder<br />

Sprachprobleme und Schluckbeschwerden.<br />

Welche Körperteile beziehungsweise<br />

welche Körperseite<br />

betroffen ist, hängt davon ab, welcher<br />

Teil des Gehirns involviert ist.<br />

Die Symptome äußern sich meist<br />

halbseitig. Ein Schlaganfall der linken<br />

Gehirnhälfte bewirkt eine Ausfallerscheinung<br />

auf der rechten Seite<br />

und umgekehrt. Fähigkeiten, die<br />

durch einen Schlaganfall verloren<br />

gehen, können wieder erlernt, beziehungsweise<br />

verbessert werden.<br />

Deshalb sind die Patienten hier.<br />

Merken die Betroffenen die<br />

Symptome in der Regel selbst?<br />

Prof. Dr. Kern: In den meisten<br />

Fällen schon. Oft wird der Schlaganfall<br />

aber auch von Angehörigen<br />

bemerkt. Wichtig in jedem Fall ist,<br />

dass der Patient umgehend in eine<br />

Klinik gebracht wird.<br />

Welche Rolle spielt der Faktor<br />

Zeit?<br />

Prof. Dr. Kern: Die Zeit spielt eine<br />

zentrale Rolle! Alle Kliniken, die<br />

Schlaganfälle behandeln, sind darauf<br />

ausgerichtet, dass die Patienten<br />

möglichst schnell ankommen<br />

und behandelt werden. Es gilt, so<br />

schnell wie möglich den Blutfluss<br />

im Gehirn wieder herzustellen, damit<br />

so viel Hirngewebe wie möglich<br />

gerettet werden kann.<br />

Wie funktioniert die Rettungskette?<br />

Prof. Dr. Kern: Die muss eingespielt<br />

sein, damit der Schlaganfall<br />

so schnell wie möglich behandelt<br />

werden kann. Eine zentrale Rolle<br />

spielt der Rettungsdienst, der den<br />

Patienten so rasch wie möglich in<br />

die Klinik transportiert und vorher<br />

schon der Notaufnahme Bescheid<br />

gibt, was für ein Patient wann<br />

kommt. In der Notaufnahme wird<br />

dann sofort alles vorbereitet, damit<br />

der Patient umgehend untersucht<br />

werden kann und auch eine Computertomografie<br />

gemacht werden


Hand in Hand<br />

23<br />

kann, so dass die Diagnose gestellt<br />

und der Patient sofort therapiert<br />

werden kann. Interdisziplinär<br />

hilft man zusammen, um Zeit<br />

zu sparen.<br />

Was ist eine Lysebehandlung?<br />

Prof. Dr. Kern: Das ist eine medikamentöse<br />

Behandlung, bei<br />

der das Blut kurzzeitig stark verdünnt<br />

wird, so dass sich die Verstopfung<br />

im betroffenen Gefäß<br />

wieder auflösen kann. Je nach<br />

Schwere des Schlaganfalls und<br />

Größe des verstopften Gefäßes<br />

kommt neben dieser intravenösen<br />

Behandlung auch eine Katheterbehandlung<br />

und eine Stentimplantation<br />

zur Anwendung.<br />

Wann realisiert der Patient<br />

was mit ihm geschehen ist<br />

und wie wird er psychisch aufgefangen?<br />

Prof. Dr. Kern: Das kommt oft<br />

mit Verzögerung. Meist realisiert<br />

er erst nach mehreren Tagen,<br />

was der Schlaganfall für sein<br />

weiteres Leben bedeutet. Eine<br />

kontinuierliche und strukturierte<br />

Weiterbehandlung, die sofort eingeleitet<br />

wird, ist deswegen entscheidend.<br />

Es ist wichtig, dass<br />

sich der Patient in einem spezialisierten<br />

medizinischen Umfeld<br />

befindet und dass er nicht nur<br />

ärztlich, sondern auch von anderen<br />

speziell geschulten Pflegefachkräften<br />

und Therapeuten<br />

betreut wird. Auch der Beistand<br />

durch Familie und Freunde spielt<br />

eine wesentliche Rolle. Durch einen<br />

Schlaganfall entstehen eine<br />

Vielzahl von Problemen, bei denen<br />

der Patient auf die Unterstützung<br />

von anderen angewiesen<br />

ist. Viele Betroffene können zum<br />

Beispiel nicht mehr Auto fahren<br />

oder nicht arbeiten.<br />

Ganz am Anfang spielt die<br />

medizinisch-technische Behandlung<br />

eine tragende Rolle,<br />

danach ist vor allem auch die<br />

Arbeit anderer spezieller Berufsgruppen<br />

wichtig. Welche<br />

sind das und was tun sie?<br />

Prof. Dr. Kern: Dabei handelt es<br />

sich um ein sogenanntes multiprofessionelles<br />

Team unter anderem<br />

aus Ergotherapeuten, Physiotherapeuten,<br />

Neuropsychologen,<br />

Logopäden, Pflegekräften und<br />

Sozialdienst. Es arbeiten eine<br />

Vielzahl von Personen, die speziell<br />

auf Schlaganfälle geschult<br />

sind, eng verzahnt zusammen.<br />

Alle diese Personen tragen durch<br />

ihre Arbeit einen großen Teil dazu<br />

bei, dass der Patient Fortschritte<br />

machen und sich erholen kann.<br />

Sie helfen unter anderem dabei,<br />

elementare Fähigkeiten wie<br />

Schlucken, Sprechen oder Gehen<br />

wieder zu erlernen.<br />

Wozu gibt es eine Früh-<br />

Reha?<br />

Prof. Dr. Kern: Nach der Akutbehandlung<br />

bleiben Patienten oft<br />

nur fünf bis sieben Tage in der<br />

Klinik, bis sie entweder entlassen<br />

oder in eine Rehaklinik verlegt<br />

werden. Menschen mit schweren<br />

neurologischen Erkrankungen<br />

wie zum Beispiel schweren<br />

Schlaganfällen sind dann aber oft<br />

noch zu krank, um in eine Rehaklinik<br />

verlegt zu werden. Für sie gibt<br />

es die neurologische Früh-Reha,<br />

in der sie ein intensives Behandlungs-<br />

und Trainingsprogramm<br />

durchlaufen, während gleichzeitig<br />

eine weitere engmaschige<br />

medizinische Versorgung erfolgt.<br />

Wie läuft dieses intensive<br />

Behandlungsprogramm ab?<br />

Prof. Dr. Kern: Mindestens fünf<br />

Stunden am Tag werden die Patienten<br />

von den verschiedenen<br />

Therapeuten und Pflegekräften<br />

spezialisiert behandelt und beübt.<br />

Eine Pflegekraft betreut<br />

nicht mehr als vier Patienten,<br />

ähnliches gilt für die Therapeuten.<br />

Das heißt, die einzelnen Berufsgruppen<br />

haben mehr Zeit für<br />

den einzelnen Patienten, können<br />

beispielsweise gezielt mit dem<br />

Patienten trainieren, sich wieder<br />

selbst anzuziehen, zu waschen,<br />

zu pflegen, zu essen und zu trinken.<br />

Dabei erlebt der Patient<br />

sehr stark, dass er unterstützt<br />

wird, was für die Genesung<br />

wichtig ist.<br />

E Nach einem Schlaganfall müssen viele Patienten erst wieder lernen zu schlucken.<br />

Für die Nahrungsmittel- und Flüssigkeitsaufnahme erhalten sie dafür ein<br />

spezialisiertes Training.<br />

E Haben Sie einen Marienkäfer gesehen? Dann freuen sie sich und seien dankbar,<br />

dass das Tierchen Ihnen einen kleinen Glücksmoment geschenkt hat. Denn:<br />

Dankbar sein macht glücklich.<br />

Foto: Wolfgang Schneider<br />

Glück oder Glücklichsein? Vom<br />

römischen Philosophen Seneca<br />

ist der Satz überliefert: „Es sind<br />

nicht die Glücklichen, die dankbar<br />

sind, sondern die Dankbaren, die<br />

glücklich sind!“ Also nicht der<br />

Gewinn, das große Geschenk,<br />

wären entscheidend für unser<br />

Lebensglück, sondern viel mehr<br />

unsere Fähigkeit, dankbar zu<br />

sein. Aber, lässt sich einwenden,<br />

wie dankbar sein, wenn Pech,<br />

Mangel oder Krankheit das Leben<br />

bestimmen? Und das Glück<br />

zu fehlen scheint? Eine Reihe sozialpsychologischer<br />

Kenntnisse<br />

widersprechen diesem Einwand.<br />

Der Glücks- oder Zufriedenheitspegel:<br />

Die meisten Menschen<br />

befinden sich geraume<br />

Zeit nach einem einschneidenden<br />

positiven oder negativen Lebensereignis<br />

in etwa wieder auf ihrem<br />

gewohnten Glücks- oder Zufriedenheitspegel,<br />

wie vor dem Ereignis<br />

– das heißt, sehr häufig<br />

relativiert sich die Euphorie genauso<br />

wie die Enttäuschung oder<br />

Trauer.<br />

Bedeutet das, dass der individuelle<br />

Glückspegel festgelegt<br />

und unveränderlich ist? Oder<br />

lässt sich dieser Pegel durch unser<br />

Verhalten und die Wahl unserer<br />

Sichtweise nachhaltig beeinflussen?<br />

Stellvertretend für eine<br />

Vielzahl von Untersuchungen die<br />

Folgende: Glückspilz oder Pechvogel?<br />

In einer wissenschaftlichen<br />

Studie wurde eine große<br />

Zahl an Menschen, die sich selber<br />

als Glückspilz oder als Pechvogel<br />

bezeichneten, interviewt<br />

Glückspilz<br />

oder Pechvogel?<br />

Die Entscheidung liegt bei Ihnen<br />

Text: Joachim Kneile, psychologischer Psychotherapeut<br />

und die objektiven Lebensdaten<br />

und -ereignisse erfragt (Verluste<br />

und Glücksfälle, Gelungenes und<br />

Misserfolge etc.) Die Angaben<br />

aller Glückspilze wurden mit denen<br />

aller Pechvögel verglichen<br />

– es stellte sich heraus, dass die<br />

jeweiligen objektiven Lebensdaten<br />

keine Voraussage zuließen,<br />

ob der Mensch zur Gruppe der<br />

Glückspilze oder der Pechvögel<br />

gehörte! Entscheidend für die<br />

Selbst-Einordnung waren nicht<br />

die Tatsachen, sondern die subjektive<br />

Einschätzung und Bewertung<br />

der Tatsachen!<br />

Das 10-Dollar-Experiment: In<br />

der Fußgängerzone einer amerikanischen<br />

Stadt wurden Passanten<br />

ausgewählt und mit einem<br />

10-Dollar-Schein beschenkt. Das<br />

Geld stammte von einer bekannten<br />

Wohltätigkeitsorganisation,<br />

die Begründung für die Beschenkung<br />

war fingiert. Die Passanten<br />

konnten mit dem 10-Dollar-<br />

Schein tun, was sie wollten und<br />

sollten sich dafür am Abend zu<br />

einem kurzen Interview am Telefon<br />

bereiterklären.<br />

Diejenigen, die aus freien Stücken<br />

ihre 10 Dollar im Laufe des<br />

Tages an Bedürftige weiterverschenkt<br />

hatten, gaben am Abend<br />

eine im Durchschnitt positivere<br />

Gefühlslage an als diejenigen, die<br />

ihr erhaltenes Geschenk nachhause<br />

getragen hatten. Offenbar<br />

zeigt also prosoziales Verhalten<br />

eine positive Auswirkung auf unser<br />

Gefühlsleben, auf unseren<br />

Glückspegel! Genau wie unsere<br />

Fähigkeit zur Dankbarkeit.


24<br />

Fachklinik Enzensberg<br />

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Wenn Sehnen und<br />

Gelenke schmerzen<br />

Diagnose durch neuesten Hochleistungs-Ultraschall<br />

E Ultraschallwellen sind für den Menschen<br />

unschädlich.<br />

Sonografie, Echografie oder<br />

umgangssprachlich auch Ultraschall<br />

kennen wir aus vielen Bereichen<br />

unseres Lebens. Sei es<br />

in der Tierwelt die Fledermaus,<br />

die sich mit Hilfe des Ultraschalls<br />

nachts fortbewegt, in der Schifffahrt<br />

der Kapitän, der mit Hilfe<br />

von Ultraschallwellen die Entfernung<br />

zu anderen Schiffen oder<br />

Eisbergen sichtbar macht oder in<br />

der Medizin der Arzt, der mit der<br />

Sonografie Diagnosen stellt.<br />

1942 setze der österreichische<br />

Neurologe Karl Theo Dussik den<br />

Ultraschall zum ersten Mal in der<br />

Medizin ein. Er stellte damals<br />

durch die sogenannte A-Mode-<br />

Messung einen Seitenventrikel<br />

des Großhirns dar. Heute wird die<br />

Ultraschalldiagnostik von fast allen<br />

medizinischen Fachdisziplinen<br />

genutzt. So auch in der Orthopädie<br />

und Sportmedizin.<br />

Die Hauptanwendungsgebiete<br />

des Gelenkultraschalles sind Beschwerden<br />

an Schulter-, Knie- und<br />

Hüftgelenken sowie an der Achillessehne<br />

und am Ellenbogen- und<br />

Handgelenk. Ebenso besteht die<br />

Möglichkeit, die Funktionen von<br />

Gelenken zu untersuchen, das<br />

heißt, man kann Gelenke und Sehnen<br />

in Bewegung beurteilen und<br />

eine Aussage über die Ursache<br />

einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung<br />

treffen.<br />

Die Untersuchung von Gelenken<br />

mittels Ultraschall, auch genannt<br />

„Arthrosonographie“, hat<br />

wesentliche Vorteile gegenüber<br />

dem in der Medizin ebenfalls<br />

häufig verwendeten Röntgen. So<br />

lassen sich Veränderungen an<br />

Gelenken strahlenfrei darstellen,<br />

die Schallwellen sind für den<br />

Menschen unschädlich. Außerdem<br />

kann man im Gegensatz zum<br />

Röntgen mit dem Ultraschall auch<br />

die Weichteile darstellen. So ist es<br />

möglich, Muskulatur und Sehnen<br />

abzubilden, und es zeigt sich, ob<br />

ein Gelenk sich in einem Reizzustand<br />

befindet oder ob ein Gelenkerguß<br />

vorliegt. Beispiele hierfür<br />

sind zum Beispiel Sehnenreizungen<br />

nach schweren körperlichen<br />

Tätigkeiten oder sportlichen Anstrengungen.<br />

Durch den Einsatz hochmoderner<br />

Techniken wie zum Beispiel<br />

Powerdoppler kann man schon<br />

in frühen Krankheitsphasen eine<br />

entzündliche Gelenkschleimhaut<br />

und Sehnenentzündungen nachweisen<br />

und somit eine rasche<br />

Therapie einleiten.<br />

Beim Vorliegen von Kalkherden<br />

in Sehnen kann man diese auch<br />

ultraschallgestützt gezielt therapieren.<br />

Gelegentlich ist zur Behandlung<br />

eines entzündlichen Gelenkergusses<br />

eine Punktion oder<br />

Spritzentherapie erforderlich.<br />

Hierbei hilft der Ultraschall (Sonographie)<br />

dem Arzt, die richtige<br />

Gelenkstelle aufzusuchen, um einen<br />

effektiven Behandlungserfolg<br />

zu erzielen.<br />

Die Ultraschalldiagnostik ist ein<br />

Verfahren, dessen diagnostischer<br />

Ertrag in hohem Maße vom Ausbildungs-<br />

und Erfahrungsstand<br />

des Untersuchers abhängt. Sie<br />

kann daher nur unter kompetenter<br />

Aufsicht und Anleitung erlernt und<br />

bei regelmäßiger Anwendung und<br />

Fortbildung qualitativ hochwertig<br />

durchgeführt werden.<br />

Der Leitende Oberarzt Dr.<br />

med. Holger Reimers hat in der<br />

Orthopädie die von der DEGUM<br />

(Deutsche Gesellschaft Ultraschall<br />

in der Medizin) höchste<br />

Ausbildungsstufe III und legt als<br />

qualifizierter Ausbilder zudem<br />

besonderen Wert darauf, dass<br />

auch das Ärzteteam der Fachklinik<br />

Enzensberg fortwährend geschult<br />

wird. „Ziel der Ultraschall-<br />

Untersuchung ist der kompetente<br />

Blick in das schmerzende Gelenk<br />

und die dazugehörigen Sehnen<br />

als Wegweiser für eine effiziente<br />

Therapie“, so Dr. Holger Reimers.<br />

Kontakt:<br />

Dr. Holger<br />

Reimers<br />

Leitender<br />

Oberarzt<br />

Orthopädie<br />

08362 12-3545<br />

petra.keller@<br />

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Spezialisierte Akutmedizin<br />

und medizinische Rehabilitation<br />

Höhenstraße 56<br />

87629 Hopfen am See<br />

Telefon 08362 12-0<br />

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Unser Leistungsspektrum auf einen Blick<br />

Akutmedizin:<br />

• Orthopädie-Kompetenzzentrum für akuten Rückenschmerz<br />

• Neurologische Frührehabilitation Phase B<br />

• Interdisziplinäres Schmerzzentrum<br />

Stationäre Rehabilitation:<br />

• Orthopädie/Unfallchirurgie<br />

• Neurologie Phase C/D<br />

• Innere Medizin<br />

• Geriatrie<br />

• Psychosomatik<br />

Ambulante Rehabilitation:<br />

• Praxen für Physio-, Ergotherapie, Logopädie, Massage<br />

• RehaCase Management Support mit Fahreignungszentrum Allgäu<br />

• Prävention<br />

• Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ)


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25<br />

E Menschen mit Depressionen leiden oftmals unter Traurigkeit, gedrückter Stimmung, Interessensverlust und Freudlosigkeit, rascher Ermüdbarkeit, Aktivitätseinschränkung<br />

und ziehen sich aus der Gesellschaft zurück.<br />

Schlecht drauf oder schon depressiv?<br />

Depressionen erkennen und richtig behandeln – Symptome können auch körperliche Beschwerden sein<br />

Rund fünf Millionen Menschen<br />

in Deutschland erkranken derzeit<br />

jährlich an einer Depression und<br />

fast jeder fünfte Bundesbürger<br />

leidet im Laufe seines Lebens<br />

einmal unter einer depressiven<br />

Phase. Grundsätzlich kann jeder<br />

Mensch depressiv werden.<br />

Die Ursachen können jedoch<br />

ganz verschieden sein. Meist<br />

greifen mehrere ineinander und<br />

verstärken sich gegenseitig. Wesentlich<br />

zur Entstehung trägt ein<br />

Missverhältnis von Belastungen<br />

und von individueller Belastbarkeit<br />

bei. Im Vorfeld von Depressionen<br />

treten oft krisenhafte Ereignisse<br />

(Trennung, Verluste) oder anhaltende<br />

Konflikte auf.<br />

Wird eine kritische Grenze hinsichtlich<br />

der Belastbarkeit überschritten,<br />

kann dies zu Depressionen<br />

führen. Obwohl das Thema<br />

„Depression“ heute oft in den<br />

Medien behandelt wird, und auch<br />

berühmte Persönlichkeiten wie<br />

zum Beispiel der Erfolgsautor<br />

Frank Schätzing oder die Sängerin<br />

Sinead O`Connor ihre depressive<br />

Erkrankung öffentlich gemacht<br />

haben, bleiben Menschen mit Depression<br />

oft alleine. Denn in einer<br />

Welt, die von Leistung und Erfolg<br />

und von „Funktionieren“ geprägt<br />

ist, werden „Schwächen“ von<br />

uns selbst und auch von anderen<br />

schwer akzeptiert beziehungsweise<br />

negiert.<br />

Wie erkenne<br />

ich eine Depression?<br />

Aus Expertensicht gibt es verschiedene<br />

Erscheinungsbilder.<br />

Hauptsymptome sind Traurigkeit,<br />

gedrückte Stimmung, Interessensverlust<br />

und Freudlosigkeit,<br />

rasche Ermüdbarkeit und Aktivitätseinschränkung,<br />

sozialer Rückzug.<br />

Dazu kommen Symptome<br />

wie Konzentrationsstörungen,<br />

Schlafstörungen, Schuldgefühle<br />

und Gefühle von Wertlosigkeit,<br />

pessimistische Gedanken an die<br />

Zukunft, „Grübelzwang“, Angst,<br />

innere Unruhe, Hoffnungslosigkeit<br />

und Selbstmordgedanken.<br />

Aber auch körperliche Beschwerden<br />

wie Magendruck,<br />

Verstopfung, Durchfall, Kopfschmerz<br />

und sonstige Schmerzen,<br />

Druckgefühle in Hals und<br />

Brust, Herzrasen, Schwindelgefühle,<br />

Sehstörungen und Muskelverspannungen,<br />

Libidoverlust und<br />

Impotenz können Merkmale einer<br />

Depression sein.<br />

Natürlich hat man nicht gleich<br />

eine depressive Phase, wenn<br />

man einmal traurig, abgeschlagen<br />

und erschöpft ist. Sollte dieser<br />

Zustand jedoch länger anhalten,<br />

gilt es aufmerksam zu sein. Ein<br />

Gespräch mit dem Hausarzt oder<br />

einem Spezialisten kann Klarheit<br />

schaffen und ist auch für die genaue<br />

Diagnosestellung notwendig.<br />

Depression können heutzutage<br />

meist erfolgreich behandelt<br />

werden. Wichtig ist zunächst eine<br />

ausführliche Aufklärung des<br />

Patienten und seiner Angehörigen<br />

über das Krankheitsbild und<br />

die Behandlungsmöglichkeiten.<br />

Leichtere Formen einer Depression<br />

können mit etwas Unterstützung<br />

(zum Beispiel Beratungsgespräche,<br />

Selbsthilfegruppe,<br />

körperliches Training, Kreativtherapie,<br />

Entspannungstraining) vom<br />

Patienten selbst bewältigt werden.<br />

Reicht dies nicht aus, sind Gruppenpsychotherapie<br />

und Einzelpsychotherapie<br />

hilfreich. Von den vielen<br />

Psychotherapieformen, die zur<br />

Verfügung stehen, sind nur drei<br />

von unserem Gesundheitssystem<br />

anerkannt und werden von<br />

den gesetzlichen Krankenkassen<br />

als ambulante Psychotherapie finanziert.<br />

Die Verhaltenstherapie,<br />

die tiefenpsychologisch fundierte<br />

Psychotherapie und die Psychoanalyse.<br />

Unterstützend können bei depressiven<br />

Patienten Antidepressiva<br />

eingesetzt werden. Diese<br />

tragen dazu bei, dass sich die<br />

Stimmung wieder aufhellt, man<br />

sich ausgeglichener fühlt und wieder<br />

aktiver wird. Antidepressiva<br />

machen nicht abhängig und führen<br />

auch nicht zu Langzeitschäden.<br />

Behandlungsprogramm<br />

der Fachklinik Enzensberg<br />

Gelingt mit den genannten ambulanten<br />

Maßnahmen keine nachhaltige<br />

psychische Stabilisierung,<br />

sollten Patienten über einen stationären<br />

Aufenthalt in einer Fachklinik<br />

nachdenken. Die Abteilung<br />

Psychosomatik der Fachklinik<br />

Enzensberg bietet ein spezielles<br />

Behandlungsprogramm für Menschen<br />

mit Depressionen an. Alle<br />

oben genannten wirksamen Behandlungsbausteine<br />

sind neben<br />

einer zusätzlichen speziellen „Depressionsbewältigungsgruppe“<br />

in<br />

ein vier bis sechs wöchiges Gruppenkonzept<br />

eingefügt und ein interdisziplinäres,<br />

gleichbleibendes<br />

Behandlungsteam begleitet und<br />

unterstützt den Patienten bei der<br />

Bewältigung seiner depressiven<br />

Erkrankung. Das feste Programm<br />

wird individuell noch durch zusätzliche<br />

Therapie und Beratung<br />

ergänzt.<br />

Kontakt:<br />

Dr. med.<br />

Astrid Werner<br />

Chefärztin<br />

Psychosomatik<br />

Telefon<br />

0 8362/12-31 85<br />

e-Mail<br />

astrid.werner@<br />

fachklinik-enzensberg.de


26 Fachklinik Enzensberg<br />

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Schmerzfrei ohne Operation<br />

Ergebnisse belegen: Akut-konservative Wirbelsäulenbehandlung der Fachklinik Enzensberg langfristig erfolgreich<br />

Sie hält uns aufrecht, trägt einen<br />

Großteil unseres Gewichts<br />

und ist gleichermaßen stabil und<br />

beweglich: Unsere Wirbelsäule ist<br />

ein Geniestreich der Natur. Trotzdem<br />

klagen immer mehr Menschen<br />

über Rückenschmerzen,<br />

jeder dritte Deutsche hatte es<br />

schon einmal „im Kreuz“. Wenn<br />

man den Begriff „Rückenschmerzen“<br />

googelt, erhält man ungefähr<br />

vier Millionen Ergebnisse und eine<br />

Fülle von Ratgebern, Empfehlungen,<br />

Anzeigen zu Behandlungskonzepten<br />

verschiedener<br />

Kliniken. Eine Klinik, die sich mit<br />

Erfolg auf die Behandlung von Rückenschmerzen<br />

spezialisiert hat,<br />

ist die Fachklinik Enzensberg in<br />

Hopfen am See und das Team der<br />

Akut-Orthopädie um den Chefarzt<br />

Dr. Christian Kranemann.<br />

„Gering ausgeprägte Beschwerdebilder<br />

lassen sich gut ambulant<br />

behandeln, für schwere Schmerzen<br />

und erhebliche Funktionsund<br />

Aktivitätseinschränkungen<br />

stehen operative und nicht-operative<br />

stationäre Behandlungsangebote<br />

zur Verfügung. Es geht aber<br />

auch weniger um ein „entweder<br />

oder“, sondern vielmehr um eine<br />

individuelle Problemlösung. Die<br />

konservative Therapie sollte mit<br />

Ausnahme von Notfallsituationen<br />

immer am Anfang der Behandlung<br />

stehen. Man erreicht damit gute<br />

Ergebnisse“, sagt Kranemann.<br />

Wie wird der Schmerz<br />

empfunden? Eher stechend,<br />

ziehend oder brennend?<br />

„Zusammen mit dem Patienten<br />

versuchen wir den Schmerz<br />

zu lokalisieren. Hierbei stellen<br />

wir ihm Fragen wie zum Beispiel<br />

wann und wo der Schmerz auftritt,<br />

wie stark der Schmerz empfunden<br />

wird und ob er stechend,<br />

ziehend, brennend ist oder eine<br />

andere Schmerzqualität aufweist.<br />

Auch die Information wie weit der<br />

Schmerz in den Arm oder ins Bein<br />

ausstrahlt ist für uns wichtig. Häufig<br />

berichten mir Patienten auch<br />

über Taubheitsgefühle oder Kribbeln<br />

in den Fingern oder Zehen.<br />

All dies gibt Aufschluss über die<br />

mögliche Höhe des Bandschei-<br />

E Hatten Sie es auch schon einmal „im Kreuz“? Immer mehr Menschen klagen<br />

über Rückenschmerzen.<br />

benvorfalls. Eine Überprüfung<br />

des Bewegungsmusters und<br />

der Nerven ergänzt die Untersuchung“,<br />

erklärt Dr. Kranemann<br />

weiter. Zusätzlich hierzu können<br />

Röntgenaufnahmen oder MRT/<br />

CT-Untersuchungen zur genauen<br />

Lokalisation des Bandscheibenvorfalls<br />

beitragen.<br />

Die Behandlung eines solchen<br />

akuten Bandscheibenvorfalls oder<br />

einer Nervenenge sollte in erster<br />

Linie konservativ erfolgen. Umso<br />

wichtiger sind deshalb heutzutage<br />

konservative Behandlungsmöglichkeiten<br />

für Patienten mit<br />

Bandscheibenvorfällen oder engem<br />

Nervenkanal. Bei der sogenannten<br />

Infiltrationsbehandlung<br />

injiziert das Team um Dr. Christian<br />

Kranemann mit Hilfe eines Röntgen-Bildwandlers<br />

entzündungshemmende<br />

Medikamente und<br />

örtliche Betäubungsmittel direkt<br />

an die schmerzverursachenden<br />

Stellen der Wirbelsäule. Dies wird<br />

unterstützt durch Schmerzinfusionen<br />

und ein physiotherapeutisches<br />

Behandlungsprogramm.<br />

Der Eingriff dauert nur ein paar<br />

Minuten. „Am Anfang hatte ich<br />

schon Bedenken und Respekt<br />

vor all dem – der Spritze, der Injektion.<br />

Doch ist alles gar nicht so<br />

schlimm, wie man es sich vorher<br />

ausmalt. Eine Betäubungsspritze<br />

beim Zahnarzt ist schmerzhafter“,<br />

erzählt eine ehemalige Patientin.<br />

Bei 79 Prozent der Patienten<br />

konnte eine Wirbelsäulen-OP<br />

vermieden werden<br />

Dass diese Methode Erfolg hat<br />

zeigt eine Studie der Fachklinik<br />

Enzensberg. Dazu wurden ehemalige<br />

orthopädische Akut-Patienten<br />

mit Bandscheibenvorfall<br />

befragt, die im Kompetenzzentrum<br />

für akuten Rückenschmerz<br />

behandelt wurden. Ergebnis: Insgesamt<br />

gaben rund 80 Prozent an,<br />

die konservativ-orthopädische Behandlung<br />

habe ihre Beschwerden<br />

spürbar gelindert. Bei 79 Prozent<br />

konnte eine Operation wegen<br />

Rückenbeschwerden über den<br />

gesamten untersuchten Zeitraum<br />

von mindestens neun Jahren vermieden<br />

werden.<br />

Kontakt:<br />

Dr. Christian<br />

Kranemann<br />

Chefarzt<br />

Orthopädie<br />

Telefon<br />

08362 12-2215<br />

e-Mail patricia.glatter<br />

@fachklinik-enzensberg.de<br />

E Das Team der Abteilung Akut-Orthopädie um den Chefarzt Dr. Christian Kranemann<br />

(2. v. r.) und dem Leitenden Oberarzt Dr. Holger Reimers (1. v. l.).<br />

E Dauert nur ein paar Minuten – die minimal invasive Bildwandler-gesteuerte Infiltrationsbehandlung.


ANZEIGE Fachklinik Enzensberg<br />

27<br />

Was uns aus dem Gleichgewicht bringt<br />

Schwindel ist unangenehm und oft beängstigend – am Anfang der Behandlung steht die Klärung der Ursache<br />

E Der Boden schwankt, alles dreht sich und auch die Beine wollen nicht mehr. Schwindel ist ein Alarmzeichen des Gehirns,<br />

ein Hinweis darauf, dass etwas in dem System, das unser Gleichgewicht regelt, gestört ist.<br />

Alles dreht sich, der Boden<br />

schwankt und auch die Beine<br />

wollen nicht mehr. Wer unter<br />

Schwindel leidet, ist kein Einzelfall.<br />

Schwindel zu verspüren ist<br />

unangenehm und oftmals auch<br />

beängstigend, erst recht, wenn<br />

er aus dem Wohlbefinden heraus<br />

aufgetreten ist. Bei mindestens<br />

einem Drittel der Patienten<br />

einer neurologischen Klinik wird<br />

das Symptom Schwindel als Beschwerde<br />

spontan oder auf Nachfrage<br />

geäußert. In der hausärztlichen<br />

Praxis gehört Schwindel zu<br />

den häufigsten Klagen. Schwindel<br />

ist ein Alarmzeichen des Gehirns,<br />

ein Hinweis darauf, dass etwas in<br />

dem System, das unser Gleichgewicht<br />

regelt, gestört ist. In der<br />

Klärung der Schwindelursache<br />

steht am Anfang die möglichst<br />

genaue Befragung: Wann tritt<br />

der Schwindel auf, unter welchen<br />

Umständen (zum Beispiel bei<br />

Lagewechsel, beim Aufstehen),<br />

lässt er sich gegebenenfalls auslösen,<br />

wie lange hält er an?<br />

„Bei vier von fünf Fällen führt<br />

schon die Anamneseerhebung<br />

zur Diagnose bzw. lässt zumindest<br />

eine Wegweisung für den<br />

weiteren Untersuchungsgang zu.<br />

Durch die Befragung ist zu klären,<br />

ob es sich um einen Schwankoder<br />

Drehschwindel handelt und<br />

ob er gegebenenfalls mit Benommenheit,<br />

Übelkeit, Sehstörungen<br />

oder weiteren Auffälligkeiten<br />

verbunden ist. Ist der Schwindel<br />

anhaltend oder wiederholt er<br />

sich öfters, sollte man auf jeden<br />

Fall einen Hals-Nasen-Ohren Arzt<br />

aufsuchen.“ sagt der Chefarzt der<br />

Neurologie der Fachklinik Enzensberg<br />

Dr. UIrich Steller.<br />

Da Hör- und Gleichgewichtsorgan<br />

unmittelbare Nachbarn sind,<br />

kommen bei einigen Schwindelsyndromen<br />

auch Hörstörungen<br />

wie Ohrgeräusch (Tinnitus) und<br />

Hörminderung (Meniére-Erkrankung)<br />

vor. Bei vielen Schwindelsyndromen<br />

ist hinsichtlich einer<br />

diagnostischen Zuordnung auch<br />

der zeitliche Verlauf von Bedeutung:<br />

Sekunden bis Minuten anhaltender<br />

Lagerungsschwindel<br />

weist auf eine Störung in den Bogengängen<br />

des Innenohrs, mehrere<br />

heftige Schwindelattacken<br />

am Tag können eine Störung an<br />

der Wurzel des Gleichgewichtsnerven<br />

andeuten. Tage bis Wochen<br />

anhaltender Schwindel kann<br />

Symptom einer Entzündung der<br />

Gleichgewichtsnerven sein.<br />

Findet der Hals-Nasen-Ohren-<br />

Arzt keine Ursache, erfolgt meist<br />

die Überweisung zum Neurologen.<br />

Die neurologische Untersuchung<br />

zeigt, ob zusätzliche<br />

Störungen beispielsweise im<br />

Gesichtsbereich, bei Bewegung<br />

der Augen oder auch der Nerven-<br />

Bahnen, die zum Rückenmark<br />

ziehen, vorhanden sind. Ein „normaler“<br />

klinisch-neurologischer<br />

Befund schließt üblicherweise<br />

eine gravierende Erkrankung aus,<br />

dennoch werden zur Absicherung<br />

oder bei zweifelhaften Befunden<br />

weitere apparative Untersuchungen<br />

veranlasst, mit denen ein<br />

Kopftumor nachgewiesen beziehungsweise<br />

ausgeschlossen werden<br />

kann.<br />

Kardiologische Abklärung<br />

Auch die neurologische Untersuchung<br />

inklusive der Zusatzuntersuchungen<br />

kann ohne pathologischen<br />

Befund ausfallen. Was<br />

nun? Die normale Funktion des<br />

Gehirns setzt die Intaktheit des<br />

Herz-Kreislaufsystems voraus.<br />

Gibt es hier Störungen, werden<br />

diese häufig von Schwindelsymptomen<br />

begleitet. Zu hoher oder<br />

zu niedriger Blutdruck, verminderte<br />

Herzleistung, Veränderungen<br />

an Herzklappen, veränderte<br />

Blutzusammensetzung sind<br />

einige beispielhafte Störungen,<br />

die maßgeblich für anhaltenden<br />

Schwindel sein können und<br />

entsprechende therapeutische<br />

Maßnahmen meist in Form einer<br />

individuellen Medikamentenanpassung<br />

erfordern.<br />

Die neurologische Abteilung der<br />

Fachklinik Enzensberg ist oft mit<br />

der Klage über Schwindel, meistens<br />

bei Patienten nach Schlaganfall<br />

oder nach Schädel-Hirn-Verletzungen,<br />

konfrontiert. Vielfach<br />

schädigen diese Erkrankungen die<br />

im Hirnstamm lokalisierte „Zentrale“,<br />

die für die Gleichgewichtsregulation<br />

zuständig ist: Die sogenannten<br />

Nuclei vestibulares. Es<br />

handelt sich dabei um eine in ein<br />

Netzwerk eingebundene Schaltzentrale,<br />

die mit dem eigentlichen<br />

Gleichgewichtsorgan in der Schädelbasis,<br />

mit dem Rückenmark,<br />

mit dem Kleinhirn, mit den Kernarealen<br />

für die Augenbewegungen<br />

und mit den übergeordneten<br />

Hirnzentren, der Hirnrinde (Cortex)<br />

verbunden ist. Diese „Gleichgewichtszentrale“<br />

wird beim<br />

wachen Menschen permanent<br />

mit Signalen aus allen genannten<br />

Regionen versorgt. Treten nun an<br />

irgendeiner relevanten Stelle Störungen<br />

auf, führt dies zur Wahrnehmung<br />

von Schwindel. Wie<br />

sowohl die neurobiologische Forschung<br />

als auch die Ergebnisse<br />

der therapeutischen Anwendungen<br />

vielfach belegt haben, sind erfreulicherweise<br />

Nervenstrukturen<br />

beeinflussbar.<br />

„Mittels gezielter physiotherapeutischer<br />

Maßnahmen, die wir<br />

als „Schwindeltraining“ bezeichnen,<br />

gelingt es, das Symptom zu<br />

lindern, erträglicher zu machen<br />

und zuweilen ganz zu eliminieren.<br />

Lagerungsübungen, visuelle Fixationsübungen,<br />

Gleichgewichtsübungen<br />

sind unter anderem<br />

Bestandteile des Schwindeltrainings,<br />

welches unter Anleitung<br />

speziell geschulter Therapeuten<br />

zur Anwendung kommt“, sagt Dr.<br />

Steller abschließend.<br />

Kontakt:<br />

Dr. Ulrich Steller<br />

Chefarzt<br />

Abteilung Neurologie<br />

Telefon 08362 12-3148<br />

claudia.messmer<br />

@fachklinik-enzensberg.de


28 Fachklinik Enzensberg<br />

ANZEIGE<br />

Die Schmerz-Heilung beginnt im Kopf<br />

Interdisziplinäres Schmerzzentrum hilft bei chronischen Schmerzen<br />

Galt der Schmerz früher im Sinne<br />

Darwins als der direkte Ausdruck<br />

der Heftigkeit einer Verletzung,<br />

wird der Schmerz heute als<br />

seelisch-körperliches Gesamtereignis<br />

aufgefasst, an dessen Entstehung<br />

und Aufrechterhaltung<br />

neben körperlichen auch verhaltensmäßige,<br />

kognitive und emotionale<br />

Komponenten beteiligt sind.<br />

Körper und<br />

Seele betrachten<br />

Das bio-psycho-soziale<br />

Schmerzmodell setzt voraus, zu<br />

jeder Zeit alle Erkrankungen – insbesondere<br />

schmerzverursachende<br />

– ganzheitlich zu betrachten.<br />

Dies bedeutet den Schmerz, seine<br />

Ursache und seine Bewertung<br />

nicht rein körperlich auf der einen<br />

und rein seelisch auf der anderen<br />

Seite zu betrachten, sondern<br />

gemeinsam, das heißt in Wechselwirkung<br />

zueinander. Wie kann<br />

diese Wechselwirkung aussehen?<br />

Wir alle kennen Verschleißerscheinungen.<br />

Viele glauben,<br />

Verschleiß beginnt im Erwachsenenalter,<br />

also frühestens mit 25<br />

Jahren. Weiterhin gehen die meisten<br />

Menschen davon aus, dass<br />

Verschleiß in der Regel Schmerzen<br />

bereitet. Beides ist jedoch ein<br />

Irrtum. Verschleiß beginnt mit der<br />

ersten Bewegung beziehungsweise<br />

Belastung und kommt erst<br />

später zum Tragen. Bei Menschen<br />

typischerweise im frühen<br />

Erwachsenenalter. Klassisch lässt<br />

sich dies beim Leistungssportler<br />

betrachten, dessen Verletzungshäufigkeit<br />

ab Mitte 20 zunimmt.<br />

Die körperliche Leistungsfähigkeit<br />

lässt dann langsam nach.<br />

Es stellt sich nun die Frage, wie<br />

wir diesen Verschleiß „verhindern“<br />

beziehungsweise „in den<br />

Griff bekommen“ können. Hierzu<br />

gehört einmal ein gut funktionierender<br />

Schutz der Gelenke durch<br />

die Stoßdämpferfunktion einer guten<br />

und ausdauerkräftigen Muskulatur<br />

und zum anderen durch<br />

die korrekte und angemessene<br />

Benutzung. Ein Beispiel: wird ein<br />

Auto mit defekten Stoßdämpfern<br />

mit Vollgas über eine Strecke mit<br />

Schlaglöchern gefahren, wird die<br />

Konsequenz ein zunehmendes<br />

Ausschlagen der Achsgelenke<br />

sein.<br />

Ganzheitliche<br />

Schmerzbehandlung wichtig<br />

Wird also der eigene Körper immer<br />

nur mit „Vollgas“ bei (irgendwann)<br />

mangelhafter Muskulatur<br />

benutzt oder missbraucht, wird<br />

dies sich negativ auf den eigenen<br />

Gelenkverschleiß auswirken.<br />

Umgekehrt werden verschlissene<br />

Gelenke nicht unbedingt besser,<br />

wenn man sie nicht mehr benutzt.<br />

Es ist also nicht nur „zu viel“<br />

E Manchmal hilft es, den (akuten) Schmerz herauszuschreien – bei chronischen Schmerzen hilft Ihnen das Interdisziplinäre<br />

Schmerzzentrum der Fachklinik Enzensberg.<br />

schlecht, sondern auch „zu wenig“<br />

– die Balance macht es!<br />

Nicht nur körperliche Überbelastung<br />

kann zur Aktivierung der Verschleißerkrankungen<br />

und damit<br />

zu Verschleißreizungen oder Entzündungen<br />

von Gelenken führen,<br />

sondern auch jegliche dauerhafte<br />

seelische Belastung. Das zieht eine<br />

zunehmende Verspannung der<br />

Schulter-Nacken-Muskulatur und<br />

somit eine zunehmende körperlich<br />

schmerzhafte Reizung mit schon<br />

leicht verschlissenen Wirbelgelenken<br />

nach sich. Wird dieser Teufelskreislauf<br />

der seelisch bedingten<br />

Muskelverspannungen nicht<br />

unterbrochen, zum Beispiel durch<br />

eine Optimierung des Stressmanagements<br />

oder sogar eine psychotherapeutische<br />

Behandlung,<br />

wird dieses Schmerzphänomen<br />

weiter bestehen bleiben. Dies ist<br />

der klassische Zusammenhang<br />

zwischen Körper und Seele –<br />

fachspezifisch Psychosomatik genannt<br />

– und der wiederholte Beweis<br />

dafür, dass Seele und Körper<br />

nie getrennt betrachtet werden<br />

können und dürfen! Eine ganzheitliche<br />

Schmerzbehandlung ist<br />

somit nicht nur eine rein körperliche<br />

(„da wo es weh tut“), sondern<br />

auch immer eine Behandlung<br />

der Psyche. Dies gilt nicht<br />

nur für den Akutschmerz, sondern<br />

auch den chronischen Schmerz.<br />

Der Prozess der Chronifizierung<br />

findet nicht nur auf körperlichen,<br />

sondern auch auf psycho-sozialen<br />

Ebene statt. Also führen nicht nur<br />

dauerhafte Schmerzreize durch<br />

eine körperliche Erkrankung zu<br />

dieser Chronifizierung, sondern<br />

auch Ängste und depressive Verstimmungen.<br />

Welche Bedingungen fördern<br />

nun also die Chronifizierung?<br />

Dies sind sowohl eine pessimistische<br />

Einstellung des Betroffenen<br />

gegenüber dem Verlauf seiner<br />

Schmerzen, als auch die Tendenz<br />

zu depressiver Verstimmung und<br />

sozialem Rückzug, „Schmerz-<br />

Schutz-Haltungen“, Probleme in<br />

der Familie oder am Arbeitsplatz,<br />

ungünstige Erfahrung in der Diagnostik<br />

und Behandlung der eigenen<br />

Erkrankung, aber ebenso die<br />

Skepsis des Patienten bezüglich<br />

einer ganzheitlichen Betrachtung<br />

der Schmerzen durch die Ärzte<br />

und Therapeuten.<br />

Multimodale<br />

Therapieprogramme helfen<br />

Das Interdisziplinäre Schmerzzentrum<br />

der Fachklinik Enzensberg<br />

hat sich auf die Behandlung<br />

von chronischen Schmerzpatienten<br />

spezialisiert. Multimodale<br />

Therapieprogramme sind der<br />

Schlüssel zum Erfolg. Hierbei handelt<br />

es sich um mit dem Patienten<br />

inhaltlich abgesprochene und<br />

abgestimmte Behandlungen verschiedener<br />

Therapeutengruppen.<br />

Im Rahmen dieses Programmes<br />

besteht der ärztliche Therapieanteile<br />

überwiegend in der Analyse<br />

und Aufklärung der Gesamterkrankung,<br />

der der Psychologen<br />

in der Identifizierung der psychosozialen<br />

Risikofaktoren und der<br />

Durchführung eines Schmerzbewältigungsprogrammes.<br />

Die Erfahrung<br />

zeigt, dass Betroffenen<br />

ihren Schmerz verstehen lernen<br />

müssen. Dies ist entscheidend für<br />

den Erfolg der Behandlung. Nicht<br />

die Wunderpille löst das Schmerzproblem,<br />

sondern die Wertung<br />

und der Umgang des Betroffenen<br />

mit dem Schmerz. Heilung beginnt<br />

also im Kopf.<br />

Mehr Informationen zum Interdisziplinären<br />

Schmerzzentrum<br />

und zum Multimodalen Therapieansatz<br />

finden Sie unter www.<br />

fachklinik-enzensberg.de<br />

Kontakt:<br />

Dr. Klaus Klimczyk<br />

Chefarzt<br />

Interdisziplinäres<br />

Schmerzzentrum<br />

Telefon 0 8362/1231 92<br />

schmerzzentrum@<br />

fachklinik-enzensberg.de


ANZEIGE Fachklinik Ichenhausen<br />

29<br />

m&i-Fachklinik Ichenhausen<br />

Krumbacher Straße 45<br />

89335 Ichenhausen<br />

Telefon 08223 99-0<br />

Fax 08223 99-1050<br />

info@fachklinik-ichenhausen.de<br />

www.fachklinik-ichenhausen.de<br />

Interdisziplinäre<br />

Kernkompetenz<br />

Die m&i-Fachklinik<br />

Ichenhausen bietet<br />

interdisziplinäre Kernkompetenz<br />

in einem<br />

vernetzten Behandlungsspektrum<br />

von<br />

der akutmedizinischen<br />

Versorgung und Rehabilitation<br />

bis zur ambulanten<br />

Behandlung.<br />

Neben den großen<br />

Fachbereichen Neurologie/Neuropsychologie,<br />

Orthopädie/<br />

Unfallchirurgie, Innere<br />

Medizin/Rheumatologie<br />

und der Geriatrie<br />

hat sich die Klinik auf<br />

die akutmedizinische<br />

Behandlung von Patienten<br />

mit Parkinson,<br />

MS, Bewegungsstörungen<br />

und Rheumatologie spezialisiert.<br />

Für schwer betroffene,<br />

neurologische Patienten betreibt<br />

die Klinik eine spezielle Einheit für<br />

Frührehabilitation. Sie ist eine zertifizierte<br />

Parkinson-Fachklinik mit<br />

einer Parkinson-Ambulanz. Im interdisziplinären<br />

Schlaflabor können<br />

Schlaferkrankungen diagnostiziert<br />

und behandelt werden. Zu den<br />

richtungsweisenden Diagnostikeinrichtungen<br />

der Klinik gehören<br />

ein CT und ein Fahrsimulator. Das<br />

interdisziplinäre Schmerzzentrum<br />

behandelt chronische und akute<br />

Schmerzkrankheiten (akut-stationär<br />

und ambulant).<br />

Auf einen Blick:<br />

Spezialisierte Akutmedizin:<br />

- Neurologie<br />

- Neurologische<br />

Frührehabilitation Phase B<br />

- Geriatrie<br />

- Innere Medizin/Rheumatologie<br />

- Orthopädie<br />

- Schmerztherapie<br />

- Schlafmedizin<br />

- Schluckzentrum<br />

Medizinische Rehabilitation:<br />

- Neurologie/Neuropsychologie<br />

- Orthopädie/Unfallchirurgie<br />

- Innere Medizin/Rheumatologie<br />

- Geriatrie<br />

Der Zungenschrittmacher<br />

Neues Therapieverfahren bei Behandlung des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms<br />

Schnarchen ist lästig – und vor<br />

allem gefährlich. Lästig für die<br />

Person, mit der man das Bett<br />

teilt, gefährlich für die Betroffenen<br />

selbst: Denn Atemaussetzer<br />

schlagen auf Herz und Kreislauf.<br />

Ein neues Therapieverfahren soll<br />

nun Abhilfe verschaffen – der Zungenschrittmacher.<br />

Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen<br />

und das Gefühl, erledigt<br />

zu sein – und das trotz regelmäßigem<br />

Schlaf? Wem diese<br />

Symptome bekannt vorkommen,<br />

der leidet möglicherweise an<br />

Obstruktiver Schlafapnoe (OSA).<br />

Nacht für Nacht ringen Betroffene<br />

nach Luft, ohne es zu wissen. In<br />

Deutschland soll etwa jeder Zehnte<br />

darunter leiden.<br />

Wer im Schlaf nach Luft ringt,<br />

dem versperrt möglicherweise<br />

die Zunge die Atemwege<br />

Grund dafür ist die im Schlaf<br />

erschlaffende Muskulatur: Die<br />

Zunge sackt zurück in den Rachen<br />

und versperrt die oberen<br />

Atemwege. Der Schlafende bekommt<br />

dann keine Luft mehr, bis<br />

schließlich der Körper reagiert,<br />

Stresshormone ausschüttet und<br />

den Schlafenden zum Aufwachen<br />

zwingt. Das Schlimme: Durch die<br />

Krankheit steigt das Herzinfarktund<br />

Schlaganfallrisiko.<br />

Bisher wurden die Patienten<br />

im Wesentlichen mit einer nächtlichen<br />

Beatmungsmaske behandelt,<br />

die das Zurückfallen der<br />

Zunge verhindert und damit Obstruktion<br />

im Bereich des Rachens<br />

mit den entsprechenden folgenden<br />

Atempausen verhindern. Dieses<br />

etablierte Therapieverfahren<br />

hat allerdings den Nachteil, dass<br />

viele Patientin sich durch die Gesichtsmaske<br />

und die damit verbundenen<br />

Unannehmlichkeiten<br />

in der Nacht beeinträchtigt fühlen<br />

und mit dieser nicht zu Recht<br />

kommen. Auch psychische Faktoren<br />

spielen hier sicher eine Rolle.<br />

Nun gibt es ein neues Therapieverfahren,<br />

das die Maske in vielen<br />

Fällen ersetzen kann. Ähnlich<br />

E Kleiner Eingriff mit großer Wirkung: Der Zungenschrittmacher macht die Atemwege<br />

wieder frei und verringert so das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko.<br />

einem Herzschrittmacher wird<br />

ein Schrittmacher implantiert, der<br />

den Zungennerv bei Atemaussetzern<br />

stimuliert. Der Zungenschrittmacher<br />

wird unter das Schlüsselbein<br />

eines Patienten eingesetzt.<br />

Eine Sonde, die von dem Gerät<br />

zu Muskeln zwischen den Rippen<br />

führt, registriert, wann der Patient<br />

im Schlaf einatmet. Dann sendet<br />

der Schrittmacher zeitgleich einen<br />

Stromimpuls an den Zungennerv.<br />

Dieser wird dadurch gereizt, die<br />

Zunge streckt sich nach vorne<br />

und gibt so die Atemwege wieder<br />

frei. Der Schrittmacher wird über<br />

eine Art Batterie versorgt, die<br />

acht bis zehn Jahre Energie liefert.<br />

Erst dann muss sie wieder mit einem<br />

kleinen Eingriff ausgetauscht<br />

werden. Diese neue Operationstechnik<br />

wurde bisher weltweit<br />

450 Mal durchgeführt. Bei dem<br />

Großteil der Patienten wurden die<br />

Atemaussetzer um bis zu 70 Prozent<br />

reduziert.<br />

Kooperation zwischen Fachklinik<br />

Ichenhausen und Bezirkskrankenhaus<br />

Günzburg<br />

In der neurochirurgischen Klinik<br />

der Universität Ulm am Bezirkskrankenhaus<br />

Günzburg in Zusammenarbeit<br />

mit dem Schlaflabor<br />

der Fachklinik Ichenhausen sind<br />

mittlerweile die ersten Patienten<br />

erfolgreich operiert worden.<br />

Zuständig für die diagnostischen<br />

Maßnahmen im Schlaflabor der<br />

Fachklinik Ichenhausen sind Chefarzt<br />

Dr. Joachim Durner und die<br />

leitende Oberärztin Dr. Hannelore<br />

Hösch. Für die operative Anwendung<br />

ist in der Neurochirurgie<br />

Günzburg Prof. Dr. Gregor Antoniadis<br />

(Leiter der Peripheren Nervenchirurgie)<br />

zuständig. Die Ärzte<br />

gehen davon aus, dass dieses<br />

Verfahren sich längerfristig durchsetzen<br />

wird und einer Vielzahl der<br />

Patienten die nächtliche Maskenbeatmung<br />

erspart bleiben wird.<br />

Kontakt:<br />

Dr. Joachim<br />

Durner<br />

Chefarzt<br />

Neurologie<br />

08223 99-1034<br />

gisela.pfannenstiel<br />

@fachklinik-ichenhausen.de


30 Fachklinik Ichenhausen<br />

ANZEIGE<br />

Wir machen mobil<br />

Verkehrsteilnehmer können im Fahrkompetenzzentrum der Fachklinik Ichenhausen ihre Mobilität testen lassen<br />

Millionen Bundesbürger setzen<br />

sich täglich in Bewegung, um zum<br />

Beispiel zur Arbeit, zum Einkaufen<br />

oder in den Urlaub zu kommen.<br />

Mobilität nimmt in unserer Gesellschaft<br />

einen immer höheren Stellenwert<br />

ein. Mobilität ist Ausdruck<br />

und Merkmal von Lebensqualität,<br />

die es möglichst lange zu erhalten<br />

gilt. Daher hat das Fahrkompetenzzentrum<br />

der Fachklinik Ichenhausen<br />

unter dem Motto „Mobil<br />

bleiben und Mobilität wiedererlangen“<br />

ein Konzept entwickelt, das<br />

die verschiedenen Aspekte der<br />

Mobilität berücksichtigt. Es ist vor<br />

allem für Patienten der Fachklinik<br />

Ichenhausen gedacht, jedoch haben<br />

auch andere Verkehrsteilnehmer<br />

die Möglichkeit, ihre Mobilität<br />

testen zu lassen.<br />

Wahrnehmung, Reaktion<br />

und Konzentration<br />

werden untersucht<br />

Die Untersuchung besteht unter<br />

anderem aus einer testpsychologischen<br />

Erhebung, welche die<br />

Bereiche der Wahrnehmung, der<br />

Reaktion und der Konzentration<br />

abdeckt. Aber auch eine ärztliche<br />

Untersuchung, um wichtige medizinische<br />

Teilbereiche abzuklären,<br />

ist Teil des Konzepts. Ergänzend<br />

hierzu gibt es ein fundiertes Beratungsangebot,<br />

welches auf die<br />

individuellen Bedürfnisse eingeht.<br />

Neben der testpsychologischen/<br />

verkehrsmedizinischen Abklärung<br />

steht ein moderner Fahrsimulator<br />

zur Verfügung, der es ermöglicht,<br />

das Fahrverhalten unter<br />

Laborbedingungen zu betrachten.<br />

Es können hier verschiedene Szenarien<br />

und Wetterbedingungen<br />

ausgewählt werden – Landstraße,<br />

Autobahn, Stadtverkehr, Sonnenschein,<br />

Dämmerung, Regen, Nebel,<br />

Nachtfahrten.<br />

In den letzten Jahren ist ein<br />

Trend zu beobachten: weg von<br />

der reinen PC-Leistungstestung,<br />

hin zu einer umfassenden Betrachtung<br />

– unter Einbezug eines<br />

Fahrsimulators und immer häufiger<br />

auch einer praktischen Fahrverhaltensbeobachtungsfahrt.<br />

Gerade bei älteren Patienten<br />

ist zu beobachten, dass gewisse<br />

Berührungsängste und fehlende<br />

Vertrautheit mit dem PC vorliegen.<br />

Dies kann zu schlechten Resultaten<br />

beim PC-Test führen, die<br />

dann den Schluss zulassen, dass<br />

eine Fahreignung nicht mehr gegeben<br />

ist. Hier ist in jedem Fall<br />

ergänzend eine Fahrsimulator-Untersuchung<br />

oder im Idealfall eine<br />

praktische Fahrprobe zu empfehlen.<br />

Diese weist eine sehr hohe<br />

Gültigkeit auf, da hier der zu Untersuchende<br />

im realen Straßenverkehr<br />

beobachtet werden kann.<br />

Dies geschieht mit Hilfe eines<br />

Fahrschulfahrzeuges und unter<br />

E Im Fahrsimulator kann das Fahrverhalten hinterm Steuer unter Laborbedingungen betrachtet werden. Verschiedene Szenarien<br />

und Wetterbedingungen können ausgewählt werden – Landstraße oder Stadtverkehr, Sonnenschein oder Dämmerung.<br />

Teilnahme eines Fahrlehrers und<br />

eines Fachpsychologen für Verkehrspsychologie.<br />

Das Ziel des Fahrkompetenzzentrums<br />

der Fachklinik Ichenhausen<br />

ist es, Mobilität möglichst<br />

lang zu erhalten. Die Untersuchungen<br />

werden von sehr erfahrenen<br />

Fachleuten durchgeführt.<br />

Die Fachklinik verfügt über mehrere<br />

Fachärzte für Neurologie, die<br />

gleichzeitig auch die Zusatzqualifikation<br />

Verkehrsmedizin aufweisen,<br />

sowie einem Psychologen,<br />

der neben der Ausbildung zum Klinischen<br />

Neuropsychologen auch<br />

eine spezielle Weiterbildung zum<br />

Fachpsychologen für Verkehrspsychologie<br />

absolviert hat. Dies<br />

erlaubt es der Fachklinik auch,<br />

sogenannte praktische Fahrproben<br />

durchzuführen, die auch von<br />

Fahrerlaubnisbehörden anerkannt<br />

werden.<br />

Eine schlechte Testung<br />

bedeutet nicht die Aufgabe<br />

der Mobilität<br />

Sollten sich im Verlauf der Testung<br />

oder Fahrprobe Mängel<br />

zeigen, so bedeutet dies nicht<br />

automatisch eine Aufgabe der<br />

Mobilität, sondern es besteht die<br />

Möglichkeit, durch Nachschulungen<br />

in Form virtueller Fahrstunden<br />

am Fahrsimulator oder<br />

praktischer Fahrstunden wieder<br />

eine entsprechende Routine zu<br />

erlangen und somit auch wieder<br />

die Sicherheit zur Teilnahme am<br />

Verkehr zurückzugewinnen. Auch<br />

bietet der Gesetzgeber eine Reihe<br />

von Möglichkeiten an, die Mobilität<br />

zu erhalten. Zum Beispiel<br />

durch verschiedene Beschränkungen<br />

im Sinne einer bedingten<br />

Fahreignung. Dies kann bedeuten,<br />

dass eine Umkreisbeschränkung<br />

vorgenommen wird oder<br />

eine gewisse Höchstfahrdauer<br />

sowie das Fahren unter bestimmten<br />

Bedingungen angeraten wird<br />

(z.B. keine Nachtfahrten, keine<br />

Fahrten bei Schneeverhältnissen<br />

oder Starkregen).<br />

Mit diesem Mobilitätscheck<br />

kommen Sie als Patient oder älterer<br />

Verkehrsteilnehmer der sogenannten<br />

Vorsorgepflicht bzw.<br />

Eigenverantwortlichkeit des Gesetzgebers<br />

nach und können im<br />

Falle eines Unfalles oder Polizeikontrolle,<br />

bei der die Fahreignung<br />

hinterfragt wird, durch die<br />

Vorlage eines Untersuchungsbefundes<br />

unserer Fachklinik sicher<br />

belegen, dass Sie mobil sind und<br />

hierfür auch die Voraussetzungen<br />

mitbringen. Gerade im Falle<br />

von Erkrankungen kann dies aus<br />

versicherungs- und strafrechtlichen<br />

Gründen sehr wichtig sein,<br />

da ohne einen solchen Nachweis<br />

evtl. kein Versicherungsschutz besteht.<br />

Schweigepflicht –<br />

keine Weitergabe<br />

an Behörden<br />

Kontakt:<br />

Alle in der Fachklinik Ichenhausen<br />

durchgeführten Untersuchungen<br />

unterliegen der ärztlichen und<br />

psychologischen Schweigepflicht<br />

und es erfolgt keine Weitergabe<br />

an Behörden. Als Auftraggeber<br />

der Untersuchung entscheiden<br />

Sie, was mit Ihren Ergebnissen<br />

geschieht, es drohen also keinerlei<br />

Konsequenzen. Wir sprechen<br />

lediglich Empfehlungen aus, dürfen<br />

jedoch keinerlei Verbote verhängen.<br />

Diplom-<br />

Psychologe<br />

Thomas Hertkorn<br />

Leiter Psychologie/<br />

Neuropsychologie<br />

08223 99-3023<br />

thomas.hertkorn@<br />

fachklinik-ichenhausen.de


ANZEIGE Fachklinik Ichenhausen<br />

31<br />

Wege aus dem Schmerzdschungel<br />

Multimodale Schmerztherapie in der Fachklinik Ichenhausen: Patienten sollen Experten ihrer Krankheit werden<br />

E Chefarzt Dr. Günter Baumgärtner (rechts) erarbeitet mit seinem Team individuelle Therapien für jeden Patienten des<br />

Schmerzzentrums.<br />

Anhaltende Rückenschmerzen,<br />

permanente Gelenkschmerzen<br />

oder dauerhafte Kopfschmerzen:<br />

Die Zahl chronischer Schmerz-Patienten<br />

in Deutschland wird auf ca.<br />

eine Dreiviertel-Million Menschen<br />

geschätzt. Für die Betroffenen bedeutet<br />

dieses Schicksal andauerndes<br />

Leid und Einschränkungen im<br />

Alltag. Die m&i-Fachklinik Ichenhausen<br />

kann hier helfen – mit ihrer<br />

multimodalen Schmerztherapie.<br />

„Wir wollen unseren Patienten<br />

Wege aus dem Schmerzdschungel<br />

aufzeigen. Mit unserer Mul-<br />

timodalen Schmerztherapie, bei<br />

der wir für jeden Patienten einen<br />

individuellen Behandlungsverlauf<br />

erarbeiten, geben wir Ihnen einen<br />

Leitfaden an die Hand – sie sollen<br />

Experten ihrer eigenen Krankheit<br />

werden“, so Dr. Günter Baumgärtner,<br />

Chefarzt des Schmerzzentrums<br />

an der Fachklinik Ichenhausen.<br />

„Die Komplexität mancher<br />

Krankheitsbilder bedingt eine koordinative<br />

Teamarbeit aller Fachbereiche<br />

unserer Fachklinik. Aber<br />

auch das Engagement der Patienten<br />

selbst ist wichtig“, so der Arzt<br />

E Die Radiofrequenztherapie ist eine Möglichkeit zur gezielten und schonenden<br />

Verödung der Nervenstrukturen der schmerzhaften Gelenke.<br />

für Spezielle Schmerztherapie.<br />

Das Konzept beinhaltet das interdisziplinäre<br />

Zusammenwirken<br />

zahlreicher medizinischer Fachgebiete<br />

mit dem Ziel, dem Patienten<br />

neben der allgemeinen Schmerzreduktion<br />

die aktive Bewältigung<br />

seiner verbleibenden Schmerzen<br />

zu ermöglichen und ihn bei der<br />

Re-Integration in Familie und Beruf<br />

zu unterstützen. Entscheidend<br />

ist zunächst eine ausführliche klinisch<br />

orthopädische und neurologische<br />

Untersuchung des Patienten<br />

unter Berücksichtigung seiner<br />

individuellen Beschwerden.<br />

Insbesondere bei Patienten mit<br />

chronischen Begleitkrankheiten<br />

wie Rheuma oder Morbus Parkinson<br />

kann dadurch in Zusammenwirken<br />

der verschiedenen<br />

Fachdisziplinen eine kompetente<br />

Hilfe gegeben werden. Darauf<br />

aufbauend wird die therapeutische<br />

Behandlung individuell an<br />

die Bedürfnisse des Patienten<br />

angepasst. Hierzu gehört eine intensive<br />

Physiotherapie und eine<br />

verhaltenstherapeutisch orientierte<br />

psychologische Betreuung zum<br />

Grundgerüst der Behandlung.<br />

Daneben kann die Fachklinik<br />

durch gezielte Injektionstechniken<br />

unter dem C-Bogen oder auch<br />

kontrolliert durch die Computertomographie<br />

die Schmerzursache<br />

besser eingrenzen und effektiv<br />

behandeln. Durch thermo-ablative<br />

Verfahren können zusätzlich<br />

schmerzhafte Zwischenwirbelgelenke,<br />

das Iliosacralgelenk (ISG)<br />

oder der vordere retropatellare<br />

Knieschmerz langfristig verbessert<br />

werden. Die Schmerzmitteldosis<br />

kann entsprechend angepasst<br />

und häufig reduziert<br />

werden.<br />

Kopfschmerzzentrum<br />

in der Fachklinik<br />

Seit über einem Jahr bietet die<br />

Fachklinik Ichenhausen auch spezielle<br />

Module für Patienten mit<br />

chronischen Kopfschmerzen an.<br />

Aufbauend auf eine ausführliche<br />

Anamneseerhebung und körperlicher<br />

Untersuchung erfolgt eine<br />

genaue Klassifizierung der jeweiligen<br />

Kopfschmerzen.<br />

Das Therapiespektrum umfasst<br />

verhaltenstherapeutisch psychologische,<br />

physiotherapeutische<br />

und ärztliche Therapiebausteine.<br />

Speziell für Kopfschmerzpatienten<br />

gibt es neben dem Entspannungsverfahren<br />

nach Jacobsen<br />

und dem autogenen Training auch<br />

achtsamkeitsbasierte Meditation<br />

und Biofeedbacktraining. Eine<br />

gezielte Medikation kann häufig<br />

prophylaktisch, z.B. bei Migräne,<br />

eingesetzt werden. Möglich ist<br />

z.B. auch die Injektion von Botulinumtoxin<br />

bei chronischer Migräne<br />

oder die Verabreichung und Verordnung<br />

von hochdosiertem Sauerstoff<br />

bei Clusterkopfschmerz.<br />

Wege der Einweisung<br />

Eine stationäre Aufnahme bei<br />

chronischen Schmerzkrankheiten,<br />

bei denen trotz Ausschöpfen der<br />

ambulanten Behandlungsmöglichkeiten<br />

die Lebensqualität und<br />

die Arbeitsfähigkeit weiter beeinträchtigt<br />

ist, ist nach Einweisung<br />

durch den Haus- oder Facharzt<br />

möglich.<br />

Es können aber auch Patienten<br />

mit akut immobilisierenden – das<br />

heißt bewegungsunfähig machenden<br />

– Schmerzen des Bewegungsapparates<br />

kurzfristig aufgenommen<br />

und stationär behandelt<br />

werden. Ebenso ist eine ambulante<br />

Behandlung nach Überweisung<br />

des behandelnden Hausarztes<br />

oder Facharztes durchgeführt<br />

werden. Patienten mit akuten<br />

Kopfschmerzen werden in der<br />

neurologischen Abteilung aufgenommen<br />

und weiter behandelt.<br />

Kontakt:<br />

Dr. Günter<br />

Baumgärtner<br />

Chefarzt Orthopädie/<br />

Schmerztherapie<br />

08223 99-1041<br />

sabine.mayer@<br />

fachklinik-ichenhausen.de


32<br />

Letzter Wunsch geht in Erfüllung<br />

Memmingen. Darf man eine<br />

Geschichte mit „Glück“ überschreiben,<br />

an deren Anfang die Diagnose<br />

Krebs und an deren Ende<br />

der Tod steht?<br />

Mit nur 41 Jahren bekommt<br />

Thomas Kahnert aus Memmingen<br />

die erschütternde Diagnose Krebs<br />

– unheilbar. Da ist sein seltener<br />

Tumor der Thymusdrüse schon<br />

Kindskopf groß und mit Herz und<br />

Lunge verwachsen. Ein Spezialist<br />

wagt sich an die Operation und<br />

schält den Tumor aus wie eine<br />

Orange. Die Ränder allerdings, die<br />

mit den lebenswichtigen Organen<br />

Herz und Lunge verwachsen sind,<br />

Es begann<br />

mit einem<br />

Regenbogen<br />

Die Geschichte eines Krebspatienten,<br />

der seine letzte Kraft in ein<br />

Balkonprojekt investiert, von dem andere<br />

Sterbenskranke profitieren werden.<br />

Text: Eva Maria Häfele<br />

muss er stehen lassen. Zwei Tage<br />

nach der Operation wird Thomas<br />

Kahnert ins Koma versetzt, weil<br />

seine Lunge, die Leber und die<br />

Nieren kollabieren. Der 15 Zentimeter<br />

große Tumor hatte in seinem<br />

Körper ein großes Loch hinterlassen.<br />

Als seine Frau Heike den Anruf<br />

der Ärzte bekommt und von seinem<br />

Gesundheitszustand erfährt,<br />

bricht bei ihr eine Augenkrankheit<br />

aus, die sie in kürzester Zeit fast<br />

vollständig erblinden lässt.<br />

Doch die Kahnerts kämpfen –<br />

weiter und immer weiter. Auch,<br />

als der Krebs an der Stelle zurückkehrt,<br />

wo sich die nicht operablen<br />

Ränder des Tumors befanden. Einmal<br />

und noch ein zweites Mal.<br />

Es vergehen Jahre, in denen<br />

sich Hoffnung und Enttäuschung,<br />

Mut und Verzweiflung, Freude<br />

und Leid aneinanderreihen.<br />

Fünfmal liegt Thomas Kahnert in<br />

dieser Zeit auf der Palliativstation<br />

im Klinikum Memmingen.<br />

Am 12. Mai 2017 fällt er ins Koma.<br />

„Da habe ich mich, wie so oft<br />

in diesem Leben, von Tom verabschiedet“,<br />

erzählt seine Frau Heike<br />

rückblickend. Doch am nächsten<br />

Tag wacht er wieder auf und<br />

tags darauf feiern die Kahnerts<br />

sogar seinen 51. Geburtstag auf<br />

der Palliativstation im Klinikum<br />

Memmingen.<br />

„An diesem warmen Frühlingssonntag<br />

erschien ein Regenbogen<br />

am Himmel und Toms größter<br />

Wunsch war es, ihn von einem<br />

Balkon aus zu betrachten“, erzählt<br />

Heike Kahnert. Doch die Palliativstation<br />

im zweiten Obergeschoss<br />

des Klinikums besitzt keinen Balkon<br />

und Thomas Kahnert ist zu<br />

schwach, um im Rollstuhl in den<br />

Klinikgarten zu gelangen.<br />

Spendenprojekt geboren<br />

In diesem Augenblick wird ein<br />

Spendenprojekt geboren, über<br />

das später in vielen Zeitungen, im<br />

Radio und Fernsehen berichtet<br />

wird.<br />

„Wir haben angefangen, Spenden<br />

für einen Außenbalkon auf<br />

der Palliativstation zu sammeln,<br />

der es bettlägerigen Patienten<br />

ermöglicht, vom Krankenbett aus<br />

die Kraft der Sonne zu spüren und<br />

die frische Luft einzuatmen“, erzählt<br />

Heike Kahnert. „Unser ganzes<br />

Engagement und Toms letzte<br />

Kraft haben wir in dieses Projekt<br />

gesteckt.“<br />

„Tom glaubt an die<br />

Auferstehung und dass<br />

es dort, wo er jetzt ist,<br />

kein Leid, keine Tränen<br />

und keinen Schmerz<br />

gibt – also nur Glück.“<br />

Heike Kahnert<br />

Sie basteln Spendensammelbüchsen,<br />

mit denen Heike Kahnert<br />

von Haus zu Haus zieht. Abends<br />

zählt Thomas Kahnert das zusammengekommene<br />

Geld. Als das<br />

Projekt über die Zeitung bekannt<br />

gemacht wird und durch Berichte<br />

von ersten Spendenübergaben<br />

immer bekannter wird, kommt eine<br />

Spendenwelle ins Rollen. Die<br />

Geschichte der Kahnerts bewegt<br />

die Menschen: Innerhalb weniger<br />

Monate kommen unglaubliche<br />

120.000 Euro an Spenden zusammen.<br />

Damit ist das Projekt gesichert<br />

und die Verwaltungsleitung des


Letzter Wunsch geht in Erfüllung<br />

33<br />

Klinikum Memmingen beauftragt<br />

eine Architektenfirma mit der Erstellung<br />

der Balkonpläne.„Als Tom<br />

erfuhr, dass die Baupläne fertig<br />

gestellt sind und die Ausschreibungen<br />

an die Firmen hinausgehen,<br />

hat ihm das noch einmal viel<br />

Frieden gegeben und dazu beigetragen,<br />

dass er loslassen konnte“,<br />

schildert seine Frau Heike. „Am<br />

21. November 2017 ist er ganz<br />

friedlich zu Hause gestorben.“<br />

In den kommenden Wochen<br />

und Monaten soll nun der rund 30<br />

Quadratmeter große Balkon an der<br />

Südwestseite der Palliativstation<br />

verwirklicht werden. Der Balkon<br />

bekommt zum Teil ein Glasdach<br />

und ein verglastes Geländer, damit<br />

Sterbenskranke vom Bett aus<br />

ohne Hindernisse in den Klinikgarten<br />

blicken und die Sterne sehen<br />

können.<br />

„Toms großer Wunsch war es,<br />

der Eröffnung des Balkons beizuwohnen“,<br />

erzählt seine Frau Heike.<br />

„Das wird er auch!“, ist sie<br />

sich sicher und blickt für einen<br />

kurzen Augenblick lächelnd zum<br />

Himmel. Und sie fügt noch an:<br />

„Tom glaubt an die Auferstehung<br />

und dass es dort, wo er jetzt ist,<br />

kein Leid, keine Tränen und keinen<br />

Schmerz gibt – also nur Glück.“<br />

E Hinter dieser Fensterfront der Palliativstation wird sich schon bald ein Balkon befinden, auf den bettlägerige Patienten im<br />

Krankenbett geschoben werden können. Im Bild: Der mittlerweile verstorbene Krebspatient Thomas Kahnert (vorne) mit<br />

seiner Frau Heike (rechts), Klinikverwaltungsleiter Wolfram Firnhaber (links) und dem Vorsitzenden des Klinikfördervereins,<br />

Thomas Munding (hinten Mitte).<br />

... und ich fühl mich wohl.<br />

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und Fürsorge<br />

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Bilder: Salitaris<br />

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Bahnhofstraße 42|87435 Kempten |Tel. 0831/52306-60<br />

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34 Klinikverbund Kempten-Oberallgäu ANZEIGE<br />

„Wir sind Partner der Ärzte“<br />

Karen Barnett ist Gesundheits- und Krankenpflegerin aus Leidenschaft<br />

„Für mich ist der<br />

Pflegeberuf anspruchsvoll<br />

und abwechslungsreich.<br />

Meine<br />

Dienstplanwünsche in<br />

der Klinik Immenstadt<br />

werden berücksichtigt.<br />

Auf meiner Station herrscht ein<br />

gutes, sehr kollegiales Arbeitsklima.“<br />

Elena Ziegler, Krankenschwester<br />

„Ich bin Mutter von<br />

zwei kleinen Kindern<br />

und dankbar für meine<br />

familienfreundlichen<br />

Sonder-Arbeitszeiten<br />

von 8 bis 13 Uhr. Urlaub<br />

bekomme ich in<br />

den Schulferien. Im Team ich werde<br />

voll akzeptiert und die Kollegen<br />

sind super nett und rücksichtsvoll.“<br />

E Lernen auf der Schülerstation der Klinik Immenstadt: Die angehende Gesundheits- und Krankenpflegerin Sandra Besler<br />

(links) mit Praxisanleiterin Karen Barnett.<br />

Die 80-jährige Patientin, die soeben<br />

in die Klinik Immenstadt eingeliefert<br />

wurde, leidet unter starken<br />

Schmerzen. Zuhause ist sie<br />

unglücklich gestürzt und jetzt tut<br />

die Hüfte weh. Die Frau ist völlig<br />

aufgelöst, sie weint. Erst kürzlich<br />

ist ihr Mann gestorben. Und jetzt<br />

auch noch das! Nach dem Erstkontakt<br />

mit dem Arzt übernimmt Gesundheits-<br />

und Krankenpflegerin<br />

Karen Barnett die Patientin. „Die<br />

Aufnahme ist für viele traumatisch<br />

und hier fange ich an, meinen Koffer<br />

voll mit pflegerischem Fachwissen<br />

auszupacken“, erklärt die<br />

54-Jährige. Als erstes kümmert<br />

sich die erfahrene Pflegekraft um<br />

die Schmerzmedikation. Dazu ein<br />

fester Händedruck und tröstende<br />

Worte: „Sie schaffen das, alles<br />

wird gut.“<br />

Schnell hat sich die alte Dame<br />

beruhigt. Sie trägt jetzt ein Klinikhemd.<br />

Karen Barnett ermittelt<br />

den Pflegestatus. Spezifische<br />

Kompetenz ist gefragt: Wie sieht<br />

die Haut der Patientin aus? Wie ist<br />

ihre Atmung? Ihr Ernährungszustand?<br />

Ist sie orientiert? Besteht<br />

die Gefahr des Wundliegens? Gibt<br />

es Auffälligkeiten? Diese und weitere<br />

Punkte gilt es zu klären und<br />

in der Patientenakte zu dokumentieren.<br />

Das Handy klingelt. Die<br />

Krankenpflegerin muss zu anderen<br />

Patienten. Sie steht unter Zeitdruck.<br />

„Das will ich mir aber nicht<br />

anmerken lassen“, sagt sie.<br />

Die übergewichtige Frau kann<br />

sich nicht bewegen. Sie muss<br />

deshalb fachgerecht gedreht<br />

werden – eine echte körperliche<br />

Herausforderung für die zierliche<br />

Krankenpflegerin. Sie bringt die<br />

80-Jährige in eine bequeme Position<br />

und streichelt ihr über die<br />

Hand. Das Wasserlassen klappt<br />

nicht: Routiniert und flink legt<br />

die 54-Jährige vorübergehend ei-<br />

nen Katheter. Aus dem „effeff“<br />

weiß sie, was ihre Patientin benötigt,<br />

um wieder auf die Beine zu<br />

kommen. Dabei kommen ihr der<br />

reiche Erfahrungsschatz und das<br />

umfangreiche Wissen entgegen,<br />

das sie in zahlreichen Pflegefachfortbildungen<br />

erworben hat.<br />

Seit 32 Jahren arbeitet die gebürtige<br />

Britin aus Wales in ihrem<br />

Beruf. Zuvor hatte sie den akademischen<br />

Weg eingeschlagen<br />

und ein Wirtschaftsstudium absolviert.<br />

Doch die Karriere ließ sie<br />

bald sausen: „Ich wollte etwas für<br />

mich Sinnvolleres tun.“ In Großbritannien<br />

ließ sie sich als „SR<br />

Nurse“, zur Krankenschwester<br />

ausbilden. „Dort genießt unser<br />

Beruf ein besseres Image als in<br />

Deutschland“, weiß sie. Ihren<br />

Schritt hat Karen Barnett nie bereut.<br />

Pflege ist für sie eine echte<br />

Herzensangelegenheit. Noch immer<br />

liebt sie ihren Wunschberuf<br />

und die Arbeit in der Klinik Immenstadt,<br />

wo sie bereits seit 13<br />

Jahren tätig ist.<br />

Ein sehr<br />

abwechslungsreicher<br />

Beruf<br />

„Wir sind kompetente Partner<br />

der Ärzte, nicht ihre Handlanger“,<br />

sagt die Wahl-Allgäuerin,<br />

„mein Fokus ist die Pflege von<br />

Menschen mit verschiedenen<br />

Krankheitsbildern.“ Das ständige<br />

Klagelied über ihren Beruf macht<br />

sie traurig. Ja, die Tätigkeit sei<br />

anspruchsvoll und oft anstrengend.<br />

Und ja, der Personalschlüssel<br />

und die Wertschätzung der<br />

Pflege müssten generell besser<br />

sein. Doch die 54-Jährige, die seit<br />

1989 in Deutschland lebt, konzentriert<br />

sich auf die schönen Seiten:<br />

„Unser Beruf ist ungemein<br />

abwechslungsreich. Wer Menschen<br />

helfen möchte und gerne<br />

mit ihnen arbeitet, ist hier bestens<br />

aufgehoben.“ Als engagierte Praxisanleiterin<br />

vermittelt sie dieses<br />

positive Selbstverständnis den<br />

Auszubildenden der Krankenpflegeschule<br />

Kempten-Oberallgäu. Zu<br />

den jungen Leuten, die unter ihrer<br />

Anleitung erstmals selbstständig<br />

mit „richtigen“ Patienten arbeiten,<br />

gehört Sandra Besler. „Ich<br />

arbeite richtig gern in der Pflege.<br />

Insbesondere liebe ich den Umgang<br />

mit älteren Patienten und<br />

Neugeborenen“, versichert die<br />

Krankenpflegeschülerin im dritten<br />

Ausbildungsjahr. Freilich gebe es<br />

auch stressige Momente. Doch<br />

die zunehmende Routine trage<br />

dazu bei, auch in hektischen Situationen<br />

gelassen zu bleiben.<br />

Das Schönste an ihrem Beruf,<br />

finden die beiden, ist der persönliche<br />

Kontakt zu den Patienten.<br />

„Menschlichkeit hilft heilen“, sagt<br />

Karen Barnett. Kleine Gesten und<br />

Humor könnten die ungewohnte<br />

Situation eines Patienten sehr<br />

entspannen. „Natürlich stehen<br />

wir Pflegekräfte unter Zeitdruck“,<br />

sagt die ehemalige langjährige<br />

Stationsleiterin. Den kranken<br />

Schützling während der Pflegetätigkeiten<br />

optimistisch zu stimmen<br />

und ihm ein Lächeln zu schenken,<br />

koste jedoch kaum zusätzliche<br />

Zeit. Sie selbst ist immer wieder<br />

fasziniert davon, welche positive<br />

Wirkung ihre angewandten Pflegekenntnisse<br />

und die aufmunternden<br />

Worte haben: „Durch meinen<br />

Einfluss kann ein Patient schneller<br />

gesund werden.“<br />

Im Vorbeigehen schaut Karen<br />

Barnett nochmal nach ihrer neuen<br />

Patientin. Die 80-Jährige schlummert,<br />

der Gesichtsausdruck ist<br />

entspannt. Und die Krankenpflegerin<br />

ist überzeugt, ihr in der kritischen<br />

Anfangssituation das Beste<br />

gegeben zu haben.<br />

Lysann Groß, Krankenschwester<br />

„Der Pflegeberuf<br />

ist spannend und unglaublich<br />

vielfältig.<br />

Man kann sich in viele<br />

Richtungen weiter<br />

entwickeln. Ich strebe<br />

eine Fachweiterbildung<br />

an, eventuell als OP-Fachpfleger.“<br />

Drasko Majkic, Krankenpfleger<br />

„Die Arbeit mit<br />

kranken Menschen ist<br />

für mich ein Herzensanliegen.<br />

Ich freue<br />

mich jedes Mal, wenn<br />

es einem Patienten<br />

durch meine Mithilfe<br />

wieder besser geht.“<br />

Minela Dragolj, Krankenschwester<br />

„Ich arbeite gern auf der größten<br />

Station der Klinik Immenstadt<br />

- auch wenn´s personell immer<br />

wieder mal eng wird. Sind die Patienten<br />

gut versorgt, gehe ich zufrieden<br />

nach Hause. Meine Vorgesetzten<br />

haben immer ein offenes<br />

Ohr für mich.“<br />

Vera Skakunow, Krankenschwester<br />

Klinikverbund<br />

Kempten-Oberallgäu<br />

Robert-Weixler-Straße 50<br />

87439 Kempten<br />

www.kv-keoa.de


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35<br />

Medizinische Ausbildung – Berufe mit Zukunft<br />

Berufsfachschulen des Klinikverbundes bieten fachlich fundierte Ausbildung<br />

Ausbildung auf höchstem Niveau<br />

bieten die Berufsfachschule<br />

für Krankenpflege sowie die<br />

Berufsfachschule für Technische<br />

Assistenten in der Medizin (MTA-<br />

Schule) des Klinikverbundes Kempten-Oberallgäu.<br />

In den beiden<br />

Einrichtungen erlernen junge Menschen<br />

Berufe mit hervorragenden<br />

Zukunftsperspektiven. Nach dem<br />

Examen bestehen für die Gesundheits-<br />

und Krankenpfleger bzw. die<br />

Medizinisch-technischen Laborassistenten<br />

(MTLA) und Medizinischtechnischen<br />

Radiologieassistenten<br />

(MTRA) beste Chancen auf Festanstellung<br />

an einem der vier Klinikstandorte<br />

in Kempten, Immenstadt,<br />

Sonthofen oder Oberstdorf.<br />

„Wir bilden Fachkräfte<br />

der Zukunft aus – von<br />

der Region für die<br />

Region.“<br />

Andreas Ruland, Klinikverbund<br />

Geschäftsführer<br />

sie alle notwendigen Fachbereiche.<br />

Begleitet werden die Nachwuchskräfte<br />

in dieser Zeit von Mentoren<br />

und ausgebildeten hauptamtlichen<br />

Praxisanleitern.<br />

Einzigartig im Allgäu ist die MTA-<br />

Schule in Kempten. Der Beruf der<br />

MTLA ist unersetzlicher Bestandteil<br />

der medizinischen Diagnostik<br />

Magnetresonanz-Tomographen<br />

bei entscheidenden Diagnosestellungen.<br />

Darüber hinaus vermittelt<br />

die Ausbildung zum Beispiel in der<br />

Strahlentherapie ein hohes Maß an<br />

Feingefühl im Umgang mit den Patienten.<br />

Weiter ermöglicht der Beruf<br />

unter anderem das Mitwirken an<br />

Diagnosen und Therapiemöglich-<br />

Ausbildungsberufe im Klinikverbund<br />

Kempten-Oberallgäu:<br />

• Gesundheits- und<br />

Krankenpfleger/in<br />

• Gesundheits- und<br />

Kinderkrankenpfleger/in<br />

• Neu: Altenpfleger/in<br />

• Medizinische/r<br />

Fachangestellte/r (MFA)<br />

• Medizinisch technische/r<br />

Laborassistent/in (MTLA)<br />

• Medizinisch technische/r<br />

Radiologieassistent/in (MTRA)<br />

• Operationstechnische/r<br />

Assistent/in (OTA)<br />

• Hebamme<br />

• Kauffrau/mann<br />

für Büromanagement<br />

• Kauffrau/mann<br />

im Gesundheitswesen<br />

• Fachinformatiker/in, Fachrichtung<br />

Systemintegration<br />

• Fachkraft für Lagerlogistik<br />

• Duales Studium/Studium<br />

mit vertiefter Praxis<br />

Die Berufsfachschule für Krankenpflege<br />

bildet insgesamt 99 Gesundheits-<br />

und Krankenpfleger aus.<br />

Die Auszubildenden absolvieren eine<br />

anspruchsvolle dreijährige Ausbildung<br />

mit 2500 Stunden Praxis<br />

und 2100 Stunden Theorie. Die sogenannten<br />

„Skills Labs“ (Fertigkeitenlabors)<br />

der Krankenpflegeschule<br />

Kempten sind einzig in der Region.<br />

Darin werden berufliche Tätigkeiten<br />

in einem realitätsnahen Umfeld<br />

trainiert. Somit können die Schüler<br />

besonders praxisnah aus Fehlern<br />

lernen. Bevor die Auszubildenden<br />

das Geübte im Krankenhaus an<br />

echten Patienten umsetzen, erlangen<br />

sie in den Skill-Labs zusätzliche<br />

Sicherheit durch Simulationen.<br />

Vielfältige Unterrichtsmethoden<br />

vermitteln die Wissensgrundlagen<br />

des Pflegeberufes. Während der<br />

praktischen Ausbildung arbeiten<br />

die Auszubildenden mit dem Pflegepersonal<br />

auf Klinikstationen im<br />

Schichtdienst. Dabei durchlaufen<br />

E Auszubildende übernehmen Pflege und Organisation: Auf begeisterte Resonanz<br />

bei den Krankenpflegeschülern und Lehrkräften des Klinikverbundes<br />

Kempten-Oberallgäu stieß die Einrichtung einer Schülerstation in der Klinik<br />

Immenstadt. Das Pilotprojekt ist einmalig im Allgäu und gibt angehenden Gesundheits-<br />

und Krankenpflegern die Möglichkeit, auf der Station eigenverantwortlich<br />

die Organisation und Pflege internistischer Patienten zu übernehmen.<br />

Erfahrene Ärzte, Fachkräfte und Praxisanleiter begleiten die Stationsprozesse<br />

im Hintergrund. Das Foto zeigt bei der Eröffnung der Schülerstation (unten,<br />

von links): Dr. Nis Nissen (Chefarzt Innere Medizin), Sabrina Haas (Lehrerin<br />

Krankenpflegeschule), Dunja Kagermann (Schulleiterin), Matthias Ecker (Pflegedienstleiter),<br />

Karen Barnett (Praxisanleiterin), Stephan Ettensperger (Stationsleitung),<br />

Dr. Patricia Alger (Oberärztin Kardiologie), Michael Osberghaus<br />

(Klinikverbund-Geschäftsführer), Prof. Dr. Wulf Ito (Chefarzt Kardiologie), Matthias<br />

Fink (stellv. Pflegedienstleiter), Stefan Rösle (Betriebsrat). Auf der Empore<br />

die ersten Auszubildenden der Schülerstation (von links): Corinna Schneider,<br />

Theresa Weißenbacher, Laura Dundovic, Nathalie Häuser, Vreni Lotter, Naemi<br />

Kahl und Sandra Besler.<br />

im Krankenhaus, in Praxen von Laborärzten<br />

oder in der Forschung.<br />

Die dreijährige Ausbildung zum/<br />

zur MTLA gehört zu den zukunftsweisenden<br />

medizinischen Berufen.<br />

MTRA´s erlernen die Arbeit am<br />

Umgang mit medizinischen Hightech-Geräten<br />

wie Computer- oder<br />

keiten bei verschiedenen Erkrankungen.<br />

Seit mehr als 30 Jahren<br />

ist die MTA-Schule ans Kemptener<br />

Klinikum bzw. an den Klinikverbund<br />

angeschlossen und bietet so eine<br />

moderne theoretische und praktische<br />

MTA-Ausbildung – als einzige<br />

im Allgäu.<br />

Kontakt:<br />

Klinikverbund<br />

Kempten-Oberallgäu<br />

Personalabteilung<br />

Robert-Weixler-Straße 50<br />

87439 Kempten<br />

bewerbungen@kv-keoa.de<br />

Berufsfachschule<br />

für Krankenpflege<br />

Telefon 0831/530-3401<br />

krankenpflegeschule<br />

@kv-keoa.de<br />

Berufsfachschule für Techn.<br />

Assistenten in der Medizin<br />

Telefon 0831/530-3743<br />

mta-schule@kv-keoa.de<br />

Reha-Klinik Allgäu<br />

www.reha-sonthofen.de<br />

MVZ Immenstadt Allgäu<br />

www.mvz-immenstadt.de<br />

https://www.kv-keoa.de/jobs<br />

-karriere/fuer-berufseinsteiger/<br />

E Ausbildungsberufe mit Zukunft


36 Klinikverbund Kempten-Oberallgäu<br />

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Die schwere Leukämie überwunden<br />

Innovative Krebstherapie bringt Katja Helmle das Leben zurück<br />

Induktionstherapie mit hoch dosiertem<br />

Vitamin-A sowie Arsen<br />

begonnen. Vier Wochen liegt die<br />

Weitnauerin stationär in Ulm. Die<br />

zielgerichtete Behandlung verhindert<br />

das weitere Wachstum der<br />

Krebszellen, die Blutwerte der<br />

Patientin verbessern sich zusehends.<br />

„Die Behandlung hat gut<br />

angeschlagen und ich habe sie<br />

sehr gut vertragen“, freut sie sich.<br />

Endlich darf sie nach Hause zu ihrem<br />

Mann und den Kindern. Die<br />

Familie ist ihr großer Rückhalt.<br />

„Ich habe mein Leben<br />

zurückgewonnen und lebe nun<br />

jeden Tag sehr viel bewusster.“<br />

Katja Helmle, Patientin<br />

E Gemeinsam haben sie es geschafft: Katja Helmle (rechts) und PD Dr. Christian Langer (links) freuen sich über das gute<br />

Therapieansprechen der schweren Form der Leukämie.<br />

Katja Helmle kann wieder lachen.<br />

„Meine Lebensfreude ist<br />

zurück“, sagt die 39-Jährige und<br />

strahlt. Über Monate hinweg<br />

war die Mutter von zwei Kindern<br />

krank. Die Ärzte hatten bei ihr<br />

eine besonders schwere Form<br />

von Blutkrebs diagnostiziert: die<br />

sogenannte „Akute Promyelozytenleukämie“<br />

(APL). Geholfen hat<br />

der Weitnauerin das engagierte<br />

Team der Klinik für Hämatologie,<br />

Onkologie und Palliativmedizin<br />

am Klinikum Kempten. Heute ist<br />

die Erkrankung nicht mehr nachzuweisen.<br />

„Dank beeindruckender<br />

medizinischer Fortschritte in<br />

der Krebstherapie dürfen wir der<br />

Patientin sehr große Chancen auf<br />

eine Heilung einräumen und das<br />

ohne eine Chemotherapie“, freut<br />

sich Chefarzt PD Dr. Christian<br />

Langer, „vor 50 Jahren wäre diese<br />

aggressive Form der Leukämie<br />

noch tödlich gewesen.“<br />

Auf einen Schlag:<br />

schlapp, müde, kraftlos<br />

Sommer 2017: Schlagartig fühlt<br />

sich Katja Helmle schlapp, müde<br />

und kraftlos. „Es war, als hätte<br />

man einen Schalter umgelegt“,<br />

erinnert sich die Weitnauerin.<br />

Mit Sport versucht sie, wieder in<br />

Schwung zu kommen. Doch ihr<br />

Zustand verschlimmert sich. Beim<br />

Treppensteigen sind die Beine<br />

schwer wie Blei, am Körper tauchen<br />

blaue Flecken auf. Der Hausarzt<br />

hat keine guten Nachrichten:<br />

Sämtliche Blutwerte sind im Keller.<br />

Umgehend überweist er die<br />

39-Jährige stationär ins Klinikum<br />

Kempten, wo die Diagnose einer<br />

akuten Leukämie rasch gestellt<br />

wird. „Damit“, so Katja Helmle,<br />

„hat niemand gerechnet. Es war<br />

ein Schock für mich und meine<br />

Familie.“<br />

Wie in solchen Fällen üblich,<br />

erfolgt die weitere Diagnose und<br />

Therapieeinleitung in enger Kooperation<br />

mit einem Leukämiezentrum,<br />

im Fall von Katja Helme<br />

dem Universitätsklinikum in Ulm.<br />

Aufgrund der besonderen Unterform<br />

der Leukämie wird eine<br />

Weitere vierwöchige Behandlungsblöcke<br />

sind notwendig.<br />

Dank ihrer guten Prognose kann<br />

die Weitnauerin diese nun aber<br />

ambulant am Klinikum Kempten<br />

erhalten. Bis Juni 2018 wird sich<br />

die ambulante Therapie noch<br />

zweimal wiederholen. Dr. Langer:<br />

„Diese weiteren Blöcke sind eine<br />

Konsolidierungsbehandlung, um<br />

sicher zu gehen, dass die Erkrankung<br />

dauerhaft unter Kontrolle<br />

bleibt.“ Trotz der bevorstehenden<br />

weiteren Einschränkungen ihres<br />

Alltags ist Katja Helmle wieder<br />

glücklich. „Ich habe mein Leben<br />

zurückgewonnen und lebe nun<br />

jeden Tag sehr viel bewusster“,<br />

sagt sie. „Allen Ärzten und Pflegekräften,<br />

die mit mir darum gekämpft<br />

haben, bin ich unendlich<br />

dankbar.“<br />

Kontakt:<br />

Klinik für<br />

Hämatologie,<br />

Onkologie und<br />

Palliativmedizin<br />

PD Dr. Christian Langer<br />

Telefon 0831/530-2228<br />

Telefax 0831/530-2457<br />

christian.langer@<br />

klinikum-kempten.de<br />

Sprechstunde 0831/530-2228<br />

E Dr.<br />

Jürgen<br />

Gatter,<br />

Leitender<br />

Oberarzt<br />

E Dr.<br />

Stefan<br />

Hanzel,<br />

Oberarzt<br />

E Dr.<br />

Beatrix<br />

Hausser,<br />

Oberärztin<br />

E Dr. Maya<br />

Wichelhaus,<br />

Oberärztin<br />

E Dr.<br />

Andrea<br />

Sambaß,<br />

Oberärztin<br />

E Oberärzte der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin am Klinikum Kempten


ANZEIGE Klinikverbund Kempten-Oberallgäu<br />

37<br />

Tumorpatienten in besten Händen<br />

Sechs Organkrebszentren am Klinikum Kempten – DKG zertifiziert<br />

Wer die schwerwiegende Diagnose<br />

„Krebs“ erhält, begibt sich<br />

auf die Suche nach erfahrenen ärztlichen<br />

Spezialisten. In besten Händen<br />

befinden sich Tumorpatienten<br />

am Klinikum Kempten. Dort garantieren<br />

sechs Organkrebszentren eine<br />

individuelle, qualitätsgesicherte<br />

Therapie. Zertifiziert sind die Zentren<br />

nach den besonders strengen<br />

Qualitätsrichtlinien der Deutschen<br />

Krebsgesellschaft (DKG).<br />

Die nachhaltigen Anstrengungen<br />

zugunsten der bestmöglichen Behandlung<br />

bei Krebs finden bundesweit<br />

Beachtung.<br />

Auf der Focus-Liste<br />

So zählt das Klinikum Kempten<br />

auf der „Klinikliste 2018“ des<br />

Nachrichtenmagazins Focus zu<br />

den 56 Top-Kliniken in Bayern. Insbesondere<br />

wird dort die Behandlung<br />

im Interdisziplinären Brustzentrum,<br />

im Darmzentrum sowie im<br />

Prostatakarzinom-Zentrum empfohlen.<br />

Nicht zuletzt verfügt das<br />

Klinikum als einzige Klinik in der<br />

Region über eine eigene Hauptabteilung<br />

für Hämatologie und Onkologie.<br />

E Die Chefärzte und Koordinatoren der sechs Organkrebszentren am Klinikum Kempten arbeiten interdisziplinär zusammen:<br />

Dr. Christian Hart, Chefarzt Prof. Dr. Peter Büchler, Dr. Maria-Rita Anwander, Dr. Hans Heller, Chefarzt Prof. Dr. Ricardo<br />

Felberbaum, Chefarzt Dr. Wolfgang Angeli, Chefarzt Prof. Dr. Rolf von Knobloch, Dr. Monika Kibele, Dr. Ralph Orner, Dr.<br />

Jürgen Knuth.<br />

Zu den sechs Organkrebszentren<br />

gehören zudem das Interdisziplinäre<br />

gynäkologische Krebszentrum,<br />

das Magenkrebszentrum<br />

und das Pankreaszentrum.<br />

Immer mehr Menschen vertrauen<br />

sich den Tumorspezialisten<br />

am Klinikum Kempten an. In<br />

den vergangenen fünf Jahren<br />

verzeichneten die dortigen Organkrebszentren<br />

der DKG einen<br />

kontinuierlichen Zuwachs: Neben<br />

zahlreichen anderen Tumorerkrankungen<br />

wurden dort rund 650<br />

Menschen mit der Erstdiagnose<br />

Krebs behandelt. Zum Vergleich:<br />

2011 waren es 393 Neupatienten.<br />

Über fünf Jahre hinweg (bei<br />

Brustkrebspatientinnen zehn Jahre)<br />

überprüfen die Mediziner jährlich<br />

den Gesundheitszustand der<br />

behandelten Krebspatienten. Am<br />

Klinikum Kempten sind das rund<br />

4500 Menschen pro Jahr.<br />

Herausragender Zuwachs<br />

Patientenzahlen um 50 Prozent gestiegen<br />

Herausragend ist der Zuwachs<br />

insbesondere am Darmzentrum.<br />

Dort kamen 2016 über 150 neu diagnostizierte<br />

Darmkrebspatienten<br />

in Behandlung. Zum Vergleich: In<br />

allen deutschen Darmzentren werden<br />

im Durchschnitt lediglich 75<br />

Erstpatienten pro Jahr behandelt.<br />

Aufgrund der nachweislichen Ergebnisqualität<br />

zählt das Darmzentrum<br />

am Klinikum zu den Besten<br />

seiner Art in Deutschland.<br />

Dies zeigen auch die Patientenzahlen,<br />

die in den letzten fünf Jahren<br />

um über 50 Prozent gestiegen<br />

sind. Mehr als 500 Darmkrebs-<br />

Patienten aus der Region profitieren<br />

bereits von der hohen Qualität<br />

und den innovativen Strukturen der<br />

Einrichtung. Diese arbeitet eng mit<br />

den niedergelassenen Haus- und<br />

Fachärzten zusammen. Vier Facharztpraxen<br />

für Gastroenterologie<br />

sind anerkannte, von der DKG<br />

zertifizierte Behandlungspartner<br />

des Darmzentrums am Klinikum:<br />

die gastroenterologische Schwerpunktpraxis<br />

von Dr. Christof Weitzel<br />

(Kempten), das MVZ St. Vinzenz/Innere<br />

Medizin / Dr. Dominik<br />

Müller (Pfronten), die gastroenterologische<br />

Praxis von Dr. Roland Graf<br />

(Leutkirch) sowie die internistische<br />

Praxis an der Klinik Sonthofen mit<br />

Dr. Andreas Baumgarten (Filiale<br />

MVZ Immenstadt Allgäu).<br />

Studien verweisen auf signifikante<br />

Verbesserungen der<br />

Heilungsraten und Langzeitprognosen,<br />

wenn Krebspatienten in<br />

spezialisierten und zertifizierten<br />

Zentren wie am Klinikum Kempten<br />

behandelt werden. Dazu gehört<br />

eine wöchentliche Tumorkonferenz<br />

mit Medizinern der<br />

verschiedenen Fachdisziplinen.<br />

Beteiligt sind Ärzte und Chefärzte<br />

der Chirurgie, Onkologie,<br />

Gastroenterologie, Gynäkologie,<br />

Urologie, Strahlentherapie, Radiologie<br />

sowie des Zentrums für<br />

Pathologie Kempten-Allgäu. Im<br />

Mittelpunkt stehen alle Patienten<br />

mit einem Tumor. Jeder Fall wird<br />

ausführlich besprochen.<br />

Strahlentherapie<br />

in Kempten<br />

Anschließend legt das Expertenteam<br />

gemeinsam die individuelle<br />

Behandlung für jeden einzelnen<br />

krebskranken Menschen fest. Spezialisten<br />

für die Strahlentherapie in<br />

den Organkrebszentren sind die<br />

Ärzte der Praxis für Strahlentherapie<br />

in Kempten.<br />

Die Deutsche Krebsgesellschaft<br />

(DKG), die den sechs Organkrebszentren<br />

am Klinikum das Gütesiegel<br />

erteilt hat, zertifiziert nach<br />

E Interdisziplinäre, neuroradiologische Konferenzen für Neurochirurgie und Onkologie<br />

finden regelmäßig statt.<br />

sehr strengen Beurteilungsrichtlinien.<br />

Auf dem Prüfstand stehen<br />

die Abläufe der interdisziplinären<br />

Diagnostik und Therapie ebenso<br />

wie die Qualität der Patientenbetreuung<br />

sowie der Einsatz modernster<br />

Verfahren bis hin zu den<br />

Behandlungszahlen. Für die Zertifizierung<br />

werden alle Prozesse der<br />

Zusammenarbeit und die Qualität<br />

der Ergebnisse aufwändig analysiert.<br />

Einbezogen werden auch<br />

die Behandlungsergebnisse, also<br />

Angaben über Komplikationen und<br />

Rückfallquoten.<br />

Um das Zertifikat zu erhalten,<br />

müssen diese den bestmöglichen<br />

Leistungen entsprechen. Bei einer<br />

schwerwiegenden Erkrankung wie<br />

Krebs muss das komplexe Zusammenspiel<br />

der vielen an einer Tumortherapie<br />

beteiligten Ärzte und<br />

Disziplinen optimal funktionieren,<br />

um eine bestmögliche Behandlung<br />

der Patienten sicherzustellen.<br />

Kontakt:<br />

Interdisziplinäres Brustzentrum<br />

Interdisziplinäres<br />

Gynäkologisches Krebszentrum<br />

Prof. Dr. Ricardo Felberbaum<br />

Telefon 0831/3393<br />

ricardo.felberbaum@<br />

klinikum-kempten.de<br />

Darmzentrum Kempten-Allgäu<br />

Magenkrebszentrum<br />

Pankreaszentrum<br />

Prof. Dr. Peter Büchler<br />

Telefon 0831/5303001 oder<br />

Telefon 0831/5303232<br />

peter.buechler@<br />

klinikum-kempten.de<br />

Prostatakarzinom-Zentrum<br />

Prof. Dr. Rolf von Knobloch<br />

Telefon 0831/5303782<br />

rolf.von-knobloch@<br />

klinikum-kempten.de


38<br />

Klinikverbund Kempten-Oberallgäu<br />

ANZEIGE<br />

Zweites Herzkatheterlabor<br />

Verkürzte Wartezeiten in Immenstadt<br />

E Klinik Immenstadt<br />

Im Februar 2018 wurde in der<br />

Klinik Immenstadt ein zweites<br />

Herzkatheterlabor in Betrieb genommen.<br />

„Damit gehören längere<br />

Wartezeiten für die Patienten<br />

der Vergangenheit an“, freut sich<br />

Professor Dr. Jan Torzewski über<br />

die Erweiterung. „Eine gute, ausreichende<br />

Versorgung“ sei damit<br />

in der Region sichergestellt,<br />

so der<br />

Chefarzt des Herzund<br />

Gefäßzentrums<br />

(HGZ) Oberallgäu-<br />

Kempten. An den<br />

beiden Standorten<br />

E Verbund-<br />

Geschäftsführer<br />

Michael<br />

Osberghaus<br />

in Immenstadt und<br />

Kempten stehen<br />

nun jeweils zwei<br />

Herzkatheterlabore<br />

für die rund 250.000<br />

Einwohner im südlichen Allgäu<br />

sowie für die Urlaubsgäste zur<br />

Verfügung. „Der Klinikverbund investierte<br />

rund 700.000 Euro in das<br />

neue Labor“, so Geschäftsführer<br />

Michael Osberghaus.<br />

Im Herzkatheterlabor werden<br />

minimal-invasive Untersuchungen<br />

des Herzens mit Hilfe<br />

eines Katheters<br />

durchgeführt. Häufigste<br />

Indikation ist<br />

laut Torzewski eine<br />

Verengung der Herz-<br />

E Prof.<br />

Dr. Jan<br />

Tozewski,<br />

Chefarzt<br />

Herz- und<br />

Gefäßzentrum<br />

kranzgefäße. Wenn<br />

sich der Verdacht<br />

bestätigt, kann bei<br />

diesem Eingriff in<br />

einem Arbeitsschritt<br />

mit Hilfe einer Ballondilatation<br />

das<br />

Gefäß geweitet oder durch einen<br />

Stent gestützt werden.<br />

Auch die Gefäßmediziner nutzen<br />

die schonende Untersuchungsmethode,<br />

um etwa Verengungen<br />

in den Beigefäßen feststellen zu<br />

können. Dank der Ausstattung des<br />

zweiten Labors mit Geräten der<br />

neuesten Generation können die<br />

Angiologen jetzt sogar die Gefäße<br />

eines ganzen Beins darstellen.<br />

In Immenstadt wurden bislang<br />

im Jahr rund tausend Kathetereingriffe<br />

und 500 Gefäßeingriffe<br />

vorgenommen. Künftig werden<br />

es rund 2.000 Untersuchungen<br />

werden, so viele wie in Kempten,<br />

schätzt Professor Torzewski.<br />

Beide Standorte haben bestimmte<br />

Schwerpunkte entwickelt: In<br />

Kempten ist es die Elektrophysiologie,<br />

in Immenstadt sind es<br />

Gefäß- und Herzklappeneingriffe.<br />

„Herzkatheteruntersuchungen,<br />

Herzinfarktbehandlungen sowie<br />

Herzschrittmacher- und Defibrillatorimplantationen<br />

können selbstverständlich<br />

an beiden Standorten<br />

durchgeführt werden“, betont der<br />

Mediziner.<br />

Ersatzgelenk als letzte Alternative<br />

Schulter-Spezialisten in Immenstadt und Kempten<br />

Schulterschmerzen, etwa bedingt<br />

durch ein Engpass-Syndrom<br />

oder eine Arthrose, sind für den<br />

Unfallchirurgen und Orthopäden<br />

noch kein Grund, sofort zum Skalpell<br />

zu greifen. „Eine konservative<br />

Behandlung mit Schmerztherapie<br />

und Krankengymnastik ist für uns<br />

nach wie vor zunächst das Mittel<br />

der Wahl“, sagt Dr. Rainer Zinser<br />

(53). Der Leitende Oberarzt für<br />

Unfallchirurgie und Orthopädie, an<br />

der Klinik Immenstadt und ausgewiesener<br />

Schulterexperte, ist kein<br />

Freund von schnellen Eingriffen.<br />

Erst, wenn die konservativen Maßnahmen<br />

nicht mehr ausreichen,<br />

empfiehlt Zinser eine Operation<br />

oder ein neues Schultergelenk.<br />

Letzteres wird auch benötigt, wenn<br />

ältere Patienten zum Beispiel einen<br />

Trümmerbruch des Oberarmkopfes<br />

erlitten haben. „Da ist dann eine<br />

Rekonstruktion des Gelenkes mit<br />

Platten und Schrauben oft nicht<br />

mehr möglich.“<br />

Wenn freilich die Entscheidung<br />

für ein Kunstgelenk bei einer Arthrose<br />

des Schultergelenkes gefallen<br />

ist, sollte die Operation nicht allzu<br />

lange hinausgeschoben werden.<br />

„Dann sind die Ergebnisse eindeutig<br />

besser“, so Zinser. Der erfahrene<br />

Spezialist für Schulterendoprothetik<br />

führt im Jahr rund 30 bis 40<br />

solcher Eingriffe durch. Die Zahlen<br />

sind im Laufe der Jahre stetig gestiegen.<br />

Der Grund laut Zinser:<br />

„Die Schulterendoprothetik hat<br />

im letzten Jahrzehnt einen großen<br />

Schritt nach vorn gemacht. Waren<br />

noch bis vor 15 Jahren die Prothesen<br />

bessere Platzhalter, haben sich<br />

die Haltbarkeit der Prothesen sowie<br />

die Funktion nach der Operation erheblich<br />

verbessert.“<br />

Es gibt für den Gelenkersatz der<br />

Schulter inzwischen bis zu fünf<br />

unterschiedliche Modelle, die vom<br />

Oberflächenersatz bis zur speziellen<br />

Prothese bei defekter Rotatorenmanschette<br />

oder anderen<br />

Defektsituationen an der Schulter<br />

reichen. Damit, betont der Mediziner,<br />

sei eine individuelle Versorgung<br />

möglich, die im Normalfall zu<br />

einer Schmerzfreiheit und zu einer<br />

guten Beweglichkeit führt. Allerdings:<br />

„Schulter braucht Zeit.“ Arzt<br />

und Patient sollten bei der konservativen<br />

Behandlung<br />

wie auch bei allen<br />

Eingriffen an der<br />

Schulter Geduld mitbringen:<br />

„Die Schulter<br />

ist ein relativ<br />

komplexes Gelenk.“<br />

E Dr. Rainer<br />

Zinser,<br />

Leitender<br />

Oberarzt<br />

Unfallchirurgie<br />

Neben der Schulterendoprothetik,<br />

einer der Schwerpunkte<br />

am Standort<br />

Immenstadt, werden<br />

dort von einem<br />

sehr erfahrenen<br />

Team alle Arten von Schultereingriffen<br />

durchgeführt: Die Leistungen<br />

reichen von minimalinvasiven (arthroskopischen)<br />

bis hin zu offenen<br />

Schulteroperationen. Degenerative<br />

Erkrankungen am Schultergelenk<br />

wie zum Beispiel Engpasssyndrome<br />

oder degenerative Schädigungen<br />

der Rotatorenmanschette spielen<br />

ebenso eine Rolle wie auch - in<br />

hohem Maße - frische Verletzungen<br />

am gesamten Schultergürtel<br />

(Band-, Sehnenverletzungen und<br />

Frakturen). Das Spektrum der Patienten<br />

umfasst dabei alle Altersklassen<br />

vom Sportler bis hin zum älteren<br />

Menschen. „Durch die Vielzahl<br />

der Patienten und Eingriffe besteht<br />

am Standort Immenstadt ein hohes<br />

Maß an Verständnis für das Schultergelenk<br />

in all seinen Facetten“,<br />

betont Zinser.<br />

In der ambulanten Versorgung im<br />

MVZ erhalten Patienten mit Schulterbeschwerden<br />

zunächst eine umfassende<br />

Diagnostik und Beratung.<br />

Zinser: „Mir ist es wichtig, dass der<br />

Patient sein Krankheitsbild kennt<br />

und versteht. So können unnötige<br />

Operationen, wie etwa bei einer<br />

Kalkschulter oder bei Schleimbeutelentzündungen<br />

unter dem Schulterdach<br />

vermieden werden.“<br />

Stationär und ambulant<br />

Über eine gleichfalls hohe Kompetenz<br />

in den Bereichen der stationären<br />

und ambulanten Versorgung<br />

verfügen die Experten der Klinik für<br />

Orthopädie und Unfallchirurgie am<br />

Klinikum Kempten bzw. der Praxis<br />

für Orthopädie des MVZ Klinikum<br />

Kempten. Auch hier werden alle<br />

Arten von Schulteroperationen einschließlich<br />

arthroskopischer Verfahren<br />

und der Schulterendoprothetik<br />

durchgeführt. „Die hochwertige<br />

Ausstattung des neu errichteten<br />

OP-Traktes sowie sämtliche moderne<br />

Diagnosemöglichkeiten ermöglichen<br />

eine professionelle und<br />

spezialisierte Versorgung unserer<br />

Patienten“, so Oberarzt Dr. Tobias<br />

Harnoß, Facharzt für Orthopädie<br />

und Unfallchirurgie am Klinikum.<br />

Das MVZ Immenstadt wird<br />

ab April 2018 auch am Standort<br />

Oberstaufen (im ehemaligen Krankenhaus)<br />

u.a. ein Spezialsprechstunde<br />

für Schulterbeschwerden<br />

anbieten, um der zunehmenden<br />

Nachfrage gerecht zu werden. Die<br />

Sprechstunde wird von Dr. Zinser<br />

und Dr. Mayer betreut.<br />

E Moderne<br />

Schulterendoprothetik<br />

Gebündelte Ambulanzen<br />

in Immenstadt<br />

Die Klinik für Gefäßchirurgie und<br />

endovaskuläre Chirurgie an den<br />

Standorten Immenstadt und Kempten<br />

erhält in diesen Tagen eine gemeinsame<br />

Anlaufstelle in der Klinik<br />

Immenstadt. Im Erdgeschoss wird<br />

ein gemeinsamer Ambulanzbereich<br />

eingerichtet. Die Klinik, Teil des<br />

Herz- und Gefäßzentrums Oberallgäu-Kempten,<br />

ist zuständig für die<br />

Patienten in der Region Allgäu.<br />

Insgesamt stehen im Gefäßzentrum<br />

Oberallgäu-Kempten jetzt<br />

rund um die Uhr vier Angiologen,<br />

fünf Gefäßchirurgen sowie sechs<br />

Radiologen für die Versorgung von<br />

Gefäßpatienten auch im Notfall zur<br />

Verfügung.


Klinikverbund Kempten-Oberallgäu<br />

ANZEIGE 39<br />

Neu: Hybrid-Operationssaal<br />

in Immenstadt<br />

Mitte April wird der neue Hybrid-Operationssaal<br />

im Neubau an<br />

der Klinik Immenstadt eröffnet. In<br />

einem Hybrid-OP können Ärzte<br />

bei Eingriffen am Herz- und Gefäßsystem<br />

gleichzeitig diagnostizieren<br />

und therapieren. Besonders<br />

erfreut ist Dr. Joachim Rogg,<br />

Chefarzt der Klinik<br />

für Gefäßchirurgie<br />

im Klinikverbund,<br />

über die Hochleistungs-Angiographieanlage.<br />

Das ist<br />

eine Röntgenanlage,<br />

die beinahe beliebig<br />

um den Patienten<br />

herum positioniert<br />

werden kann. Damit<br />

werden dreidimensionale<br />

Aufnahmen<br />

von Gefäßen in höchster Präzision<br />

selbst während des Eingriffs möglich.<br />

Die Informationen aus Ultraschall,<br />

Röntgen, CT und MRT laufen<br />

zusammen und<br />

ergänzen einander.<br />

Die Vorteile für die<br />

Patienten: Die Eingriffe<br />

werden scho-<br />

E Dr. Joachim<br />

Rogg,<br />

Chefarzt<br />

Gefäßchirurgie<br />

E Dr. Roland<br />

Tines,<br />

Chefarzt<br />

Gefäßchirurgie<br />

nender, schneller<br />

und sicherer durch<br />

minimal-invasive<br />

Technik. Die Folge<br />

sind weniger<br />

Schmerzen, raschere<br />

Heilung und eine<br />

kürzere Verweildauer.<br />

Im Notfall kann der minimal-invasive<br />

Eingriff auch in eine offene<br />

Operation umgewandelt werden,<br />

ohne dass der Patient in dieser kritischen<br />

Situation umgelagert und<br />

transportiert werden muss.<br />

Darminfektion mit<br />

fremden Stuhl behandeln<br />

Versagen bei einer Darminfektion<br />

mit dem Bakterium „Clostridium<br />

difficile“ alle Medikamente,<br />

greift Dr. Wolfgang Angeli am<br />

Klinikum Kempten zu einer besonderen<br />

Therapie: Der Chefarzt der<br />

Klinik für Gastroenterologie überträgt<br />

austherapierten Patienten<br />

den Stuhl eines gesunden Spenders.<br />

„Dies klingt ungewöhnlich,<br />

kann aber insbesondere bei älteren,<br />

immungeschwächten Patienten<br />

Leben retten“, verdeutlicht<br />

der Darmspezialist. Erweisen sich<br />

Antibiotika als wirkungslos, könne<br />

die Stuhltransplantation die gefährlichen<br />

Bakterien bekämpfen<br />

und die Darmflora rasch wieder<br />

ins Gleichgewicht bringen. Dabei<br />

wird der verdünnte Stuhl eines<br />

anderen Menschen mithilfe eines<br />

Endoskops in den Darm des Kranken<br />

übertragen. Die Darmflora<br />

des Patienten baue sich dadurch<br />

meist innerhalb von 24 Stunden<br />

völlig neu auf, berichtet der Chefarzt,<br />

die Erfolgsquote liege bei<br />

über 90 Prozent.<br />

E „Christoph 17“ hautnah erleben: Das durften kleine Patienten der Kinderstation<br />

des Klinikums Kempten.<br />

Foto: Tobias Mayer<br />

Neuartiges Verfahren erspart Darmoperation<br />

Vollwandresektion ein medizinischer Fortschritt<br />

Ein neuartiges endoskopisches<br />

Verfahren - die sogenannte Vollwandresektion<br />

- erspart Patienten<br />

am Klinikum Kempten und an der<br />

Klinik Immenstadt eine Darmoperation.<br />

Die gastroenterologischen Abteilungen<br />

(Leitung Dr. Wolfgang<br />

Angeli und Dr. Nis<br />

Nissen) entfernen<br />

mit dieser Methode<br />

nun auch bislang<br />

nicht abtragbare<br />

Geschwulste bereits<br />

während der<br />

Darmspiegelung.<br />

Dabei werden die<br />

Polypen/Adenome<br />

mittels einer<br />

E Dr. Wolfgang<br />

Angeli,<br />

Chefarzt<br />

Gastroenterologie<br />

speziellen Schlingentechnik<br />

aus der<br />

Darmwand gezogen<br />

und entfernt.<br />

Polypen und Adenome sind<br />

Veränderungen des Gewebes der<br />

Darmschleimhaut, aus denen sich<br />

Darmkrebs entwickeln kann oder<br />

sich bereits entwickelt hat. Ragen<br />

diese stielförmig in den Dickdarm<br />

hinein, können schon seit vielen<br />

Jahren mittels Endoskop problemlos<br />

während der Darmspiegelung<br />

entfernen.<br />

Nicht möglich war dies allerdings<br />

bisher bei flachen Polypen/<br />

Adenomen, die bereits in die Tiefe<br />

der Darmwand wachsen und zum<br />

Frühkrebs übergehen. In diesen<br />

Fällen mussten sich die Patienten<br />

einer konventionellen Darmoperation<br />

unter Vollnarkose unterziehen.<br />

Jetzt jedoch profitieren die<br />

Betroffenen von der neuartigen<br />

minimalinvasiven Vollwandresektion.<br />

Wie funktioniert<br />

der Eingriff?<br />

Dabei wird eine Kappe auf die<br />

Spitze des Endoskops gesetzt.<br />

Nach Entdeckung eines Adenoms<br />

oder Frühkarzinoms wäh-<br />

Endoskopie und Pneumologie:<br />

Innovative Methoden in neuen Räumen<br />

Neben dem neuen Hybrid-Operationsaal<br />

sind in einem Neubau<br />

der Klinik Immenstadt auch Räume<br />

für die Endoskopie geschaffen<br />

worden. In die Erweiterung<br />

investierte der Klinikverbund insgesamt<br />

sechs Millionen Euro. Für<br />

die Endoskopie- und Pneumologie-Patienten<br />

stehen seit Mitte<br />

März auf rund 150 Quadratmetern<br />

zwei neue Aufwachräume zur<br />

Verfügung – mit sechs Plätzen für<br />

Liegendpatienten und drei Plätzen<br />

für ambulante Patienten.<br />

Außerdem entstanden neue<br />

Untersuchungsräume und Arztzimmer.<br />

Mit den neuen Räumlichkeiten<br />

wurde auch das Angebot in<br />

der Endoskopie vergrößert.<br />

Thermische Verfahren<br />

Auch für Pneumologie-Patienten<br />

werden jetzt neue Leistungen<br />

angeboten. Dazu zählen thermische<br />

Verfahren in der interventionellen<br />

Behandlung bei COPD<br />

und Asthma. Die Lungendenervierung,<br />

die aktuell in Studien untersucht<br />

wird, ist ein nichtoperatives<br />

Verfahren, das Nervensignale<br />

Kindern<br />

Herzenswunsch erfüllt<br />

Einmal den „Christoph 17“ aus<br />

nächster Nähe sehen und sogar<br />

darin sitzen zu dürfen: Diesen<br />

Herzenswunsch ermöglichten der<br />

Verein „Herzenswünsche Allgäu<br />

e. V.“ und das Besatzungsteam<br />

des Rettungshubschraubers zahlreichen<br />

kleinen Patienten der Kinderstation<br />

des Klinikums Kempten.<br />

Notarzt, Rettungsassistent und<br />

Hubschrauberpilot beantworteten<br />

die vielen Fragen der Kinder.<br />

Dabei wurden Träume geboren<br />

- der größte davon: einmal Hubschrauberpilot<br />

werden. Der kürzlich<br />

gegründete Verein „Herzenswünsche<br />

Allgäu e. V.“ ist das<br />

gemeinsame soziale Projekt des<br />

Jugendtreffs Waltenhofen und<br />

des Klinikverbundes Kempten-<br />

Oberallgäu.<br />

rend der Darmspiegelung wird<br />

die Geschwulst mit einer Zange<br />

gegriffen und gemeinsam mit allen<br />

Schichten der Darmwand in<br />

die Kappe hineingezogen. Danach<br />

legt der behandelnde Arzt einen<br />

speziellen Clip um den betreffenden<br />

Darmabschnitt und trennt den<br />

krankhaften Befund<br />

mit einer Schlinge<br />

heraus. Das kranke<br />

Gewebe wird über<br />

den Darm geborgen.<br />

Der Clip dient<br />

als Kurzzeit-Implantat<br />

und verhindert,<br />

E Dr. Nis<br />

Nissen,<br />

Chefarzt<br />

Gastroenterologie<br />

dass sich eine Öffnung<br />

in der Darmwand<br />

bildet.<br />

Nach dem minimalinvasiven<br />

Eingriff<br />

bleiben die<br />

Patienten in einem guten Allgemeinzustand<br />

und können bereits<br />

nach zwei Nächten aus der Klinik<br />

entlassen werden.<br />

unterbricht und COPD-Symptome<br />

reduziert.<br />

Ganz neu sowohl am Standort<br />

als auch in der Region ist die<br />

bronchiale Thermoplastie, so Professor<br />

Dr. Christian Schumann<br />

von der Klinik für Pneumologie,<br />

Thoraxonkologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin<br />

im Klinikverbund<br />

Kempten-Oberallgäu. Bei einer<br />

bronchialen Thermoplastie wird<br />

an die Wände des Atemwegs<br />

kontrolliert Wärme abgegeben.<br />

Die Bronchienmuskulatur wird dadurch<br />

langfristig entspannt.


40<br />

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Vital und aktiv<br />

in die Zukunft!<br />

DAS ZENTRUM FÜR GERIATRIE<br />

IN DER URLAUBSREGION ALLGÄU –<br />

DIE TOP-SPEZIALISTEN FÜR SENIOREN<br />

Umrahmt von Bergen und Seen liegt die Reha-Klinik Allgäu im<br />

südlichen Oberallgäu – einer der beliebtesten Urlaubsregionen in<br />

Deutschland. Die Reha-Klinik Allgäu zählt zu den größten geriatrischen<br />

Reha-Kliniken in Bayern. Die Patienten werden von einem<br />

Fachärzteteam unter der Leitung von Chefarzt Dr. Ronald Treiber<br />

betreut. Dr. Treiber ist langjährig erfahrener Geriater, bildet Fachärzte<br />

für Geriatrie aus und ist Dozent an der Hochschule Kempten. Gemeinsam<br />

mit der Akutgeriatrie der Klinik Sonthofen bildet die Reha-<br />

Klinik Allgäu das „Zentrum für Älterenmedizin“ in der Region Allgäu.<br />

Kontakt<br />

Reha-Klinik Allgäu GmbH<br />

Telefon 08321 804-150<br />

info@reha-sonthofen.de<br />

www.reha-sonthofen.de<br />

Mehr erfahren Sie unter www.reha-sonthofen.de oder<br />

rufen Sie uns unter der Telefonnummer 08321 804-150 an.<br />

Gerne beantworten wir Ihre Fragen zur geriatrischen<br />

TOP Reha-Klinik im Allgäu.


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DIE SPEZIALISTEN FÜR ORTHOPÄDIE UND CHIRURGIE<br />

CHIRURGISCH-ORTHOPÄDISCHE PRAXEN –VON KONSERVATIV BIS CHIRURGISCH –<br />

MIT SPRECHSTUNDEN INKEMPTEN, OBERSTAUFEN UND IMMENSTADT<br />

Die Orthopäden und Chirurgen der Chirurgisch-Orthopädischen Praxen des MVZ Immenstadt Allgäu verfügen<br />

über langjährige und breit gefächerte Erfahrung in der konservativen Orthopädie, der Traumatologie und bei orthopädischen<br />

Operationen. Sie sind ausgewiesene Spezialisten für minimalinvasiveund orthopädische Chirurgie<br />

insbesondere für Endoprothetik (u.a. für Gelenkersatz an Hüft-, Knie und Schultergelenken), Hand- und plastische<br />

Chirurgie, Wirbelsäulenchirurgie, Fußchirurgie, Schulterchirurgie und Kniechirurgie. Das Kompetenznetzwerk mit<br />

Orthopäden und Chirurgen gewährleistet den Patienten ein Höchstmaß an Sicherheit und Qualität.<br />

Neben den ambulanten Sprechstunden in den verschiedenen Fachbereichen deckendie chirurgisch-orthopädischen<br />

Praxen in Kooperation mit der Zentralen Interdisziplinären Notaufnahme der Klinik Immenstadt eine rund<br />

um die Uhr Versorgung von orthopädisch/chirurgischen Notfällen ab.<br />

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IMMENSTADT<br />

NEU seit Januar 2018<br />

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Dr. med.<br />

Karsten Menzel<br />

Chefarzt für<br />

Unfallchirurgie und<br />

orthopädische Chirurgie,<br />

Zentrumsleiter<br />

EPZmax Oberstdorf,<br />

D-Arzt<br />

Dr. med. Thorsten<br />

Haußecker<br />

Facharzt für<br />

Orthopädie und<br />

Unfallchirurgie<br />

Dr. med.<br />

Johannes Huber<br />

Facharzt für Chirurgie,<br />

Handchirurgie<br />

Plastische Chirurgie,<br />

Wiederherstellungschirurgie<br />

D-Arzt<br />

Dr. med. Rainer<br />

Zinser<br />

Facharzt für Chirurgie,<br />

Orthopädie und<br />

Unfallchirurgie, Spezielle<br />

Unfallchirurgie,<br />

Notfallmedizin, D-Arzt<br />

Dr. med.<br />

Herbert Mayer<br />

Chefarzt für Unfallchirurgie<br />

und orthopädische<br />

Chirurgie,<br />

D-Arzt<br />

Dr. med.<br />

Herbert Mayer<br />

Chefarzt für Unfallchirurgie<br />

und orthopädische<br />

Chirurgie,<br />

D-Arzt<br />

Dr. med.<br />

Wolfgang Weiske<br />

Facharzt für Chirurgie,<br />

Unfallchirurgie,<br />

Orthopädie Spezielle<br />

Unfallchirurgie, Notfallmedizin,<br />

D-Arzt<br />

Dr. med.<br />

Philipp Krämer<br />

Facharzt für Orthopädie,<br />

Unfallchirurgie,<br />

Spezielle Unfallchirurgie<br />

und Chirurgie<br />

Dr. med.<br />

Alexander Scola<br />

Facharzt für Orthopädie<br />

–Unfallchirurgie<br />

–Spezielle<br />

Unfallchirurgie<br />

Dr. med. Rainer<br />

Zinser<br />

Facharzt für Chirurgie,<br />

Orthopädie und<br />

Unfallchirurgie, Spezielle<br />

Unfallchirurgie,<br />

Notfallmedizin, D-Arzt<br />

Dr. med.<br />

Karsten Menzel<br />

Chefarzt für<br />

Unfallchirurgie und<br />

orthopädische Chirurgie,<br />

Zentrumsleiter<br />

EPZmax Oberstdorf,<br />

D-Arzt<br />

KONTAKT<br />

Im Stillen 2-3, 87509 Immenstadt<br />

(Nebeneingang Notaufnahme Klinik Immenstadt)<br />

Tel.:08323 910-366<br />

Fax.:08323 910-650<br />

E-Mail: unfallchirurgie-im@mvz-immenstadt.de<br />

KONTAKT<br />

Schloßstr.28,<br />

(ehemaliges Krankenhaus)<br />

87534 Oberstaufen<br />

Tel.:08386 99-5710<br />

Fax.:08386 99-32 27<br />

E-Mail: orthopaedie@<br />

mvz-immenstadt.de<br />

KONTAKT<br />

Immenstädter Str. 77b,<br />

87435 Kempten<br />

Tel.:0831 5229650<br />

Fax.: 0831 5209783<br />

E-Mail: info@cpk-kempten.de<br />

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Im Ärztehaus<br />

am KlinikumKempten<br />

Robert-Weixler-Straße 48a<br />

87439 Kempten (Allgäu)<br />

AMBULANTE FACHARZTVERSORGUNG IMALLGÄU<br />

INTERNISTISCHEFACHARZTPRAXIS FÜRPNEUMOLOGIE, ALLERGOLOGIE,<br />

THORAXONKOLOGIE, BRONCHOSKOPIEUND SCHLAFMEDIZIN<br />

Für Patienten mit Erkrankungen oder Allergien der Lungeoder Atemwege,mit Schlafproblemen<br />

sowie mit Krebserkrankungen der Lungeist die internistische Facharztpraxis erster Ansprechpartner<br />

in derRegion. DieBetreuung erfolgt durch langjährig erfahrene Fachärzte, die eine<br />

individuelle, kompetente undumfassendeBeratung auchbei schweren,unklaren und seltenen<br />

Erkrankungen anbieten. In der Regelkönnen alle Untersuchungen inklusive Röntgenbildder Lunge<br />

zeitnah in der Praxis erfolgen.<br />

Im Bereichder Allergologie werden Immuntherapien bei Atemwegs- undInsektengiftallergien angeboten.<br />

Eine besondereExpertise besteht auchinder Behandlung vonschweremAsthma bronchiale.<br />

In der Spezialsprechstundefür Thoraxonkologie bekommenunserePatientenmit Verdacht auf<br />

Lungenkrebs und bei Zweitmeinungen einen adhoc-Termin. Modernste Diagnostik und individualisierteBehandlungenmit<br />

neuesten Krebstherapien stehenzur Verfügung.<br />

In Kooperationmit dem KlinikumKempten führtdie Praxis ambulante Bronchoskopien (Lungenspiegelungen)<br />

durch. Die engeKooperationder Praxismit dem Klinikverbund ermöglicht einen<br />

nahtlosen Übergang vonambulanter undstationärer Behandlung.Durch die enge Zusammenarbeit<br />

istesmöglichfür deneinzelnen Patienten dasindividuell beste Behandlungskonzept<br />

festzulegen.<br />

KONTAKT<br />

Telefon 0831 530-2280<br />

E-Mail pneumologie@<br />

mvz-klinikum-kempten.de<br />

PRAXIS FÜR HÄMATOLOGIE UND ONKOLOGIE<br />

Die Praxis fürHämatologie und Onkologie mit einer Tagesklinik istspezialisiertauf die Diagnostik<br />

und Therapie vonErkrankungen und Funktionsstörungen des blutbildenden Systems (Hämatologie),allen<br />

Formen vonKrebserkrankungen (Onkologie) sowie Störungendes Immun- und<br />

Gerinnungssystems.<br />

Durch die engeVerzahnung derambulanten und stationären Behandlungseinheiten am Klinikum<br />

Kempten, profitieren die Patienten voneiner Behandlung auseiner Hand.<br />

Sowohl bei derDiagnosefindungwie auchinder Therapie sehenwir den Menscheninseiner<br />

Gesamtheit. Entsprechendwichtig ist uns eine demneuesten Stand der Medizin angepasste,<br />

individuell abgestimmte Therapie für jeden Patienten zu finden. Zudemlegen wir großen Wert<br />

darauf,unserePatienten in enger Abstimmung mitden weiterenbetreuenden Kollegen auch auf<br />

dem WegnacheinerüberstandenenErkrankung oderwährend einer chronischen Krankheit zu<br />

begleiten.<br />

Zur PraxisgehörtaucheineTagesklinik mit 16 Therapieplätzen. Patienten haben hier die<br />

Möglichkeit viele der Therapien (z.B. Antikörpergaben, Immuntherapien, Transfusionen und<br />

konventionelle Chemotherapien)ambulant zu erhalten. Oftmals lassen sichhierdurch mögliche<br />

Krankenhausaufenthalte vermeiden.<br />

PRAXIS FÜR ORTHOPÄDIE<br />

Wirkümmern uns um IhreBeschwerden an der Wirbelsäule an Muskeln,Sehnen undHüft-,<br />

Knie-, Schulter- und Sprunggelenk.ImVordergrund steht diegründliche Diagnostik und ganzheitliche<br />

Therapie.<br />

Erst wenn nach der Diagnose alle Möglichkeiten der konservativen Behandlung, einschließlich<br />

alternativer Heilverfahren, und der gelenkerhaltendenTherapien (beiArthrose) ausgeschöpft<br />

sind, wirdzueiner Operation geraten. Da unser Expertenteam nicht nur operativ tätig ist, stehen<br />

die Orthopäden auchfür das Einholen einer Zweitmeinung zur Verfügung, wenn es um die Frage<br />

geht, ob z.B. eine Operationüberhaupt erforderlichist.Die Orthopäden des MVZoperieren<br />

am Klinikum Kempten oder im Ambulanten Operationszentrum AOZKempten und betreuen<br />

ihrePatienten persönlichvon der Diagnose biszur Nachbehandlung. Die Ärzte der Praxis für<br />

Orthopädie sind ausgewiesene Spezialisten für Schmerztherapie, Endoprothetik (Gelenkersatz),<br />

Arthroskopie, Schulterchirurgie, Fußchirurgie und minimal-invasiveChirurgie.Aber auch für Chirotherapie<br />

und Osteopathie.<br />

KONTAKT<br />

Telefon 0831 530-2226<br />

E-Mail onkologie@<br />

mvz-klinikum-kempten.de<br />

KONTAKT<br />

Telefon 0831 530-2300<br />

E-Mail orthopaedie@<br />

mvz-klinikum-kempten.de<br />

PRAXIS FÜR<br />

NEUROCHIRURGIE<br />

Die medizinischen Schwerpunkte der Praxis<br />

für Neurochirurgie liegen auf der ambulantenVersorgung<br />

und Nachbetreuungvon<br />

Erkrankungen des Gehirns, insbesondereder<br />

Behandlung und Entfernungvon Gehirntumoren,<br />

Gefäßmissbildungen in Gehirn und<br />

Rückenmark sowie Hirnwassererkrankungen<br />

(Hydrocephalus). Bei Erkrankungen der<br />

Nerven an Armen und Beinen, bei Wirbelsäulenerkrankungen<br />

sowie Schädel-Hirn-<br />

Verletzungen und –Blutungen stehen die<br />

Neurochirurgenebenfalls mit Ratund Tatzur<br />

Seite. In engerZusammenarbeit mit der Klinik<br />

für Neurochirurgie am KlinikumKemptenbieten<br />

wir unseren Patienten dieambulante Vorund<br />

Nachsorge in der Sprechstunde und der<br />

operativen Behandlungaus einer Hand an.<br />

KONTAKT<br />

Telefon 0831 530-2293<br />

E-Mail neurochirurgie@<br />

mvz-klinikum-kempten.de<br />

WWW.MVZ-KLINIKUM-KEMPTEN.DE


Stimmen aus dem Krankenhaus<br />

43<br />

Tagesklinik Lindau<br />

Bezirkskrankenhaus Kempten<br />

Kathrin Hänsle,<br />

Chefsekretärin<br />

Meine Arbeit ist aufregend<br />

und abwechslungsreich.<br />

Kein Tag gleicht<br />

dem anderen. Ich habe<br />

mitvielen Berufsgruppen<br />

zu tun und es ist immer<br />

ein kollegiales undnettes<br />

Miteinander. Außerdem<br />

gefällt mir das Gleitzeitmodell<br />

sehr gut, das kannte ich von meiner<br />

früheren Tätigkeit als Arzthelferin nicht. Besonders<br />

gut gefällt mir an meiner Arbeit das<br />

Organisieren von Veranstaltungen.<br />

Fachklinik Hirtenstein<br />

Mark Tunkel,<br />

Von links nach rechts:<br />

Susanne Rimmel,<br />

Mona Reichart, Tatjana<br />

Grundl, Pflegepersonal<br />

Wirarbeiten gernehier,<br />

weil wir als examiniertes,<br />

engagiertes Pflegepersonal<br />

rund um<br />

die Uhr Ansprechpartner<br />

für unsere Patienten sind. Ihre Belange<br />

nehmen wir ernst, denn mitmenschliche<br />

Verantwortung ist uns wichtig. Esgibt uns<br />

ein gutes Gefühl, wenn sich die Patienten<br />

aufgehoben und verstanden wissen und<br />

dieses auch bekunden. Interressant ist<br />

es, die Entwicklungswege der Patienten<br />

während des Klinikaufenthaltes zubeobachten.<br />

Wir sind ein wichtiges Bindeglied<br />

zwischen Therapeuten und Ärzten.<br />

Kunsttherapeut<br />

Ich habe eine Vollzeitstelle,<br />

was im Bereich<br />

der Kunsttherapie eher<br />

seltener ist. Das ist genial!<br />

Ich erlebe hier in<br />

sehr hohem Maß, dass<br />

mir Spiel- und Freiräume<br />

gegeben werden, die ich<br />

nutzen kann. Die Galerie,<br />

die wir im Haus haben, ist ein Juwel. Wir<br />

sind ein überschaubares Team; ein direkter<br />

Austausch ist stets möglich. Wir arbeiten<br />

dort, wo andere Urlaub machen.<br />

Psychosomatische Privatklinik<br />

Bad Grönenbach<br />

Fachklinik Allgäu<br />

Dorothee Reuting,<br />

Psychologin<br />

Ich arbeite seit Mitte<br />

März in Teilzeit<br />

als Psychologin im<br />

Haus. Die hier vorhandene<br />

hohe Flexibilität<br />

und das Vertrauen<br />

ermöglichen<br />

es mir, meine Arbeit<br />

inhaltlich selbst zu<br />

gestalten. So lässt<br />

sich auch meine selbstständige Tätigkeit<br />

als Coach und Seminarleiterin in der freien<br />

Wirtschaft gut mit meiner Tätigkeit<br />

hier vereinbaren.<br />

Klinikum Memmingen<br />

Rike Rau,<br />

Teamleiterin in der<br />

Personalabteilung<br />

Als Teamleiterin der Personalabteilung<br />

habe ich<br />

einen sehr abwechslungsreichen<br />

Job. Kein<br />

Tag gleicht dem anderen<br />

und ich stoße täglich auf<br />

neue, spannende Herausforderungen.<br />

Ichschätzedas mir anvertraute,<br />

eigenverantwortliche Arbeiten.<br />

Ursula Doser,<br />

Kreativtherapeutin<br />

Ich kann alle meine<br />

Ausbildungen und Erfahrungen<br />

im Umgang<br />

mit Patienten hier einbringen.<br />

In Zusammenarbeit<br />

mit unseren<br />

Psychologen werden<br />

gemeinsam die Schwerpunkte<br />

in der Körperarbeit<br />

festgelegt. Mein Tätigkeitsfeld umfasst<br />

vielfältige Anwendungen – von Feldenkrais<br />

bis Kampfsport – mit dem Schwerpunkt<br />

Wasser-Balance. Hierbei geht esum<br />

Körperwahrnehmungsübungen zuKraft und<br />

Leichtigkeit sowie zu Loslassen-Abgeben-<br />

Annehmen. Ich bin immer wieder erneut<br />

berührt, wie die Arbeit im Wasser die Therapieprozesse<br />

intensiv unterstützen kann.<br />

Bezirkskrankenhaus<br />

Kaufbeuren<br />

Cornelia Uklei,<br />

Mitarbeiterin<br />

in der Pforte<br />

An meiner Tätigkeit<br />

gefällt mir die Begegnung<br />

mit unterschiedlichen<br />

Menschen:<br />

Ärzte, Patienten, Besucher,<br />

Firmen. Es<br />

gilt, Telefonate und<br />

Anfragen zu koordinieren.<br />

Die Tätigkeit, zu der auch die<br />

Schlüsselhoheit und die Post gehören, ist<br />

sehr abwechslungsreich. Die Arbeitszeiten<br />

sind interessant, weil sie sich mit der<br />

Familie gut vereinbaren lassen. Mein Arbeitsweg<br />

ist kurz, ich brauche kein Auto.<br />

Günztalklinik Allgäu<br />

Obergünzburg<br />

Inge Plath,<br />

Leiterin der<br />

Hauswirtschaft<br />

Nach 23 Jahren in<br />

der Akutpsychiatrie<br />

im BKH Kempten<br />

bin ich vor eineinhalb<br />

Jahren in die<br />

Psychosomatik<br />

Günztalklinik Allgäu<br />

gewechselt. Das<br />

Haus istsehrschön.<br />

Wir haben ein ganz tolles Team. Unsere<br />

Arbeit wird von den Patienten und Mitarbeitern<br />

gleichermaßen geschätzt. Patienten<br />

sagen, dass es sie freut, wenn sie<br />

uns schon morgens mit einem Lächeln<br />

im Gesicht sehen. Das helfe ihnen für<br />

ihre Therapie. Durch meinen Wechsel<br />

habe ich mehr Zeit für die Familie, insbesonderefür<br />

meine beiden Enkelkinder.<br />

Bezirkskrankenhaus<br />

Memmingen<br />

Monika Stulier,<br />

stv. Stationsleiterin<br />

Ich fühle mich hier<br />

gehört und wertgeschätzt.<br />

Ich arbeite<br />

seit 16 Jahren fest<br />

im BKH Memmingen,<br />

und ich durfte<br />

als gelernte Altenpflegerinvon<br />

Anfang an alle meine Fähigkeiten<br />

einbringen. Man wird gefördert,<br />

nicht gehemmt, aber auch gefordert.<br />

Früher habe ich die Seniorengruppe geleitet,<br />

heute ist esdie Skillsgruppe, eine<br />

ambulante Borderline-Gruppe. Ich gehe<br />

einfach gerne indie Arbeit.


44<br />

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Behandlung. Verständnis. Perspektive.<br />

Strahlentherapie Süd<br />

Telefon: 08341 9 996400<br />

Email: info@strahlentherapie-sued.de<br />

Internet: www.strahlentherapie-sued.de<br />

Strahlentherapie Süd – hochpräzise und innovativ<br />

Die Strahlentherapie Süd<br />

Strahlentherapie ist eine der<br />

wichtigsten Therapiemöglichkeiten<br />

bei der Behandlung von<br />

Krebs. In den vergangenen Jahren<br />

haben rasante Entwicklungen in<br />

der Computertechnik immer präzisere<br />

Bestrahlungs- und Diagnoseverfahren<br />

bei der Behandlung<br />

von bösartigen Tumoren möglich<br />

gemacht.<br />

Die Strahlentherapie Süd, ein<br />

Netzwerk mehrerer Strahlentherapiepraxen,<br />

kann diese technischen<br />

Entwicklungen und Neuerungen<br />

den Patientinnen und<br />

Patienten im Allgäu, in Biberach<br />

und im Großraum Ingolstadt zur<br />

Verfügung stellen. Die Strahlentherapie<br />

Institute sind mit modernsten<br />

Linearbeschleunigern<br />

TrueBeam, VitalBeam (Varian)<br />

sowie spezielle 4D Computertomographen<br />

(Canon, Aquilion<br />

LargeBore 16) an allen Standorten<br />

ausgestattet.An den Kliniken in<br />

Kaufbeuren, Memmingen, Kempten,<br />

Biberach und Ingolstadt werden<br />

die strahlentherapeutischen<br />

Behandlungen auf höchstem medizinischen<br />

und technischen Niveau<br />

durchgeführt. Die Strahlentherapie<br />

und radioonkologische<br />

Behandlung erfolgt in den meisten<br />

Fällen in enger Abstimmung<br />

mit anderen Fachdisziplinen im<br />

Rahmen der interdisziplinären<br />

Krebsbehandlung.<br />

Ein besonderes Anliegen der regionalen<br />

Strahlentherapieversorgung<br />

von Krebspatienten ist die<br />

heimatnahe Behandlung. So kann<br />

eine unkomplizierte und zeitnahe<br />

Abstimmung der Therapie zwischen<br />

den behandelnden Hausärzten,<br />

Fachärzten und den Strahlentherapeuten<br />

vor Ort erfolgen.<br />

Spezielle Therapieverfahren, die<br />

nur selten zur Anwendung kommen<br />

wie zum Beispiel die Brachytherapie,<br />

die Radiochirurgie oder<br />

die Stereotaxie an Kopf oder Körper,<br />

können durch den Praxisverbund<br />

jedem Patienten der Region<br />

in höchster Qualität zur Verfügung<br />

gestellt werden.<br />

Was ist Strahlentherapie?<br />

Seit über 100 Jahren wird die<br />

Strahlentherapie erfolgreich zur<br />

Behandlung von bösartigen Tumoren<br />

eingesetzt. Ionisierende<br />

Strahlen (ultraharte Röntgenstrahlen)<br />

können ganz gezielt schnell<br />

wachsende Krebszellen in Geweben<br />

in ihrer Teilung hemmen und<br />

vernichten. In gesunden Gewebezellen<br />

wird die Strahlenwirkung<br />

durch Reparaturmechanismen bis<br />

zu 100 Prozent repariert.<br />

Moderne Strahlentherapie<br />

Die rasante technische Entwicklung<br />

der vergangenen Jahre hat<br />

wesentlich zur Verbesserung der<br />

Möglichkeiten der strahlentherapeutischen<br />

Behandlungen beigetragen.<br />

Die Darstellung von Tumoren<br />

mit modernen bildgebenden Verfahren<br />

(Röntgen, CT, PET, Kernspintomographie,<br />

Sonographie)<br />

ermöglicht heute eine zielgenaue<br />

Lokalisation der Behandlungsge-<br />

biete im Körper und eine noch präzisere<br />

Planung der Strahlentherapie.<br />

Die Behandlung wird heute<br />

als Hochpräzisionsstrahlentherapie<br />

durchgeführt. Durch neue<br />

Bestrahlungsverfahren kann die<br />

lokale Wirksamkeit der Strahlentherapie<br />

durch gezielte Dosissteigerung<br />

verbessert und vor allem<br />

die Begleitreaktionen durch Dosiseinsparung<br />

im gesunden Geweben<br />

reduziert werden.<br />

An allen Standorten der Strahlentherapie<br />

Süd wird die Strahlentherapie<br />

als Hochpräzisionsstrahlentherapie<br />

millimetergenau<br />

verabreicht. Wenn es im Einzelfall<br />

notwendig ist, wird die Bestrahlung<br />

in Form der intensitätsmodulierten<br />

Strahlentherapie (IMRT),<br />

der Rotations-IMRT (Rapid Arc)<br />

oder als Radiochirurgie (einmalige<br />

Bestrahlung) durchgeführt. Die<br />

Kontrolle der Bestrahlungsfelder<br />

erfolgt durch modernste Bildführung<br />

(IGRT = Image-Guided Radiotherapy,<br />

bzw. Cone Beam-CT).<br />

Vernetzte, interdisziplinäre<br />

Tumortherapie<br />

In vielen Fällen hat sich die<br />

Kombination einer präzisen Strahlentherapie<br />

mit einer medikamentösen<br />

Therapie oder mit einer<br />

Operation bei der Behandlung von<br />

bösartigen Tumoren bewährt.<br />

Die Strahlentherapie ist bei 50<br />

Prozent aller Tumorheilungen alleine<br />

oder in Kombination mit anderen<br />

Verfahren beteiligt. An allen<br />

Praxisstandorten arbeiten die Ärzte<br />

in den Tumorzentren eng mit<br />

den Kollegen der anderen Fachdisziplinen<br />

und den Hausärzten<br />

bei der Abstimmung von Therapiekonzepten<br />

zusammen. Anhand<br />

internationaler Leitlinien werden<br />

individuelle Therapiekonzepte abgestimmt<br />

und so eine exzellente<br />

und modernste Krebstherapie für<br />

alle Bewohner des Allgäus ermöglicht.<br />

Gutartige Erkrankungen,<br />

Schmerzbestrahlung<br />

Seit Jahrzehnten ist die<br />

schmerzstillende und entzündungshemmende<br />

Wirkung niedrig<br />

dosierter Strahlentherapie durch<br />

speziell ausgebildete, qualifizierte<br />

Strahlentherapeuten bekannt.<br />

Bei chronischen Gelenkerkrankungen<br />

(zum Beispiel Gelenkarthrosen<br />

an der Schulter, Hüfte, Knie,<br />

Fersensporn oder Ellenbogen) sowie<br />

gutartigen überschießenden<br />

Wucherungen (Narbenkeloide,<br />

Fibromatosen wie M. Dupuytren,<br />

M. Ledderhose) ist die Strahlentherapie<br />

ein fester Bestandteil<br />

etablierter Behandlungskonzepte.<br />

Sprechen Sie uns an:<br />

Über die zum Teil lebensrettenden<br />

Möglichkeiten moderner<br />

Strahlentherapie können Sie sich<br />

weiter auf der Internet-Seite der<br />

Strahlentherapie Süd informieren.<br />

Bei speziellen Fragen stehen Ihnen<br />

qualifizierte Mitarbeiter oder<br />

die Ärzte für Strahlentherapie der<br />

Strahlentherapie Süd an den regionalen<br />

Standorten zur Verfügung,<br />

die Sie jederzeit anrufen können.


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STRAHLENTHERAPIE-<br />

STANDORTE<br />

KAUFBEUREN<br />

MEMMINGEN<br />

BIBERACH<br />

KEMPTEN<br />

INGOLSTADT<br />

Strahlentherapie Kaufbeuren<br />

Am Klinikum Kaufbeuren<br />

Dr.-Gutermann-Straße 2<br />

87600 Kaufbeuren<br />

Tel.: 0 8341 9996400<br />

Fax: 08341 99964029<br />

Sprechzeiten:<br />

Mo. - Do.: 8:00 - 16:00 Uhr I Fr.: 8:00 - 14:00 Uhr<br />

und nach Vereinbarung<br />

Technische Ausstattung:<br />

Linearbeschleuniger (TrueBeam)<br />

Intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT),<br />

Rapid Arc (VMAT)<br />

Bildgeführte Strahlentherapie (IGRT), Atemgating<br />

Stereotaktische Bestrahlung (Radiochirurgie)<br />

CT (Computertomographie) zur Bestrahlungsplanung<br />

Brachytherapie<br />

Es behandeln Sie:<br />

Dr. med. Andreas Peter Rhein<br />

Facharzt für Strahlentherapie<br />

Ärztliches Qualitätsmanagement<br />

Herr Roman Eckle<br />

Facharzt für Strahlentherapie<br />

Dr. med. Kerstin Meltke<br />

Fachärztin für Strahlentherapie<br />

Strahlentherapie Kempten<br />

Am Klinikum Kempten<br />

Robert-Weixler-Straße 50,<br />

87439 Kempten<br />

Tel.: 0831 9 6079 40<br />

Fax: 0831 9607 943456<br />

Sprechzeiten:<br />

Mo. - Do.: 8:00 - 16:00 Uhr I Fr.: 8:00 - 14:00 Uhr<br />

und nach Vereinbarung<br />

Technische Ausstattung:<br />

Linearbeschleuniger (TrueBeam)<br />

Linearbeschleuniger (VitalBeam)<br />

Intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT),<br />

Rapid Arc (VMAT)<br />

Bildgeführte Strahlentherapie (IGRT), Atemgating<br />

Stereotaktische Bestrahlung (Radiochirurgie)<br />

CT (Computertomographie) zur Bestrahlungsplanung<br />

Jod-Seed-Therapie bei Prostatakrebs<br />

Es behandeln Sie:<br />

Prof. Dr. med. Florian Sterzing<br />

Master of Business Administration<br />

Facharzt für Strahlentherapie<br />

Dr. med. Stephan Lächelt<br />

Facharzt für Strahlentherapie<br />

Dr. med. Christian Horn<br />

Facharzt für Strahlentherapie<br />

Dr. med. Kerstin Röse-Wiedenmann<br />

Fachärztin für Strahlentherapie<br />

Herr Andreas Batsios<br />

Facharzt für Strahlentherapie<br />

Ingolstadt<br />

Biberach<br />

Memmingen<br />

Kaufbeuren<br />

Kempten<br />

Strahlentherapie Ingolstadt<br />

Am Klinikum Ingolstadt<br />

Levelingstr. 23<br />

85049 Ingolstadt<br />

Tel.: 0841 8 854650<br />

Fax: 0841 8 8546529<br />

Sprechzeiten:<br />

Mo. - Do.: 8:00 - 16:00 Uhr I Fr.: 8:00 - 14:00 Uhr<br />

und nach Vereinbarung<br />

Technische Ausstattung:<br />

Linearbeschleuniger (TrueBeam)<br />

Linearbeschleuniger (Clinac)<br />

Intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT),<br />

Rapid Arc (VMAT)<br />

Bildgeführte Strahlentherapie (IGRT), Atemgating<br />

Stereotaktische Bestrahlung (Radiochirurgie)<br />

CT (Computertomographie) zur Bestrahlungsplanung<br />

Jod-Seed-Therapie bei Prostatakrebs<br />

Brachytherapie<br />

Es behandeln Sie:<br />

Prof. Dr. med. Andreas Schuck<br />

Facharzt für Strahlentherapie<br />

Dr. med. Maria Anna Valenti-Schleibinger<br />

Fachärztin für Strahlentherapie<br />

Dr. med. Haitao He<br />

Facharzt für Strahlentherapie<br />

Dr. med. Michael Kirschner<br />

Facharzt für Strahlentherapie<br />

Strahlentherapie Memmingen<br />

Am Klinikum Memmingen<br />

Bismarckstraße 23<br />

87700 Memmingen<br />

Tel.: 08331 990440<br />

Fax: 08331 9904443<br />

Sprechzeiten:<br />

Mo. - Do.: 8:00 - 16:00 Uhr I Fr.: 8:00 - 14:00 Uhr<br />

und nach Vereinbarung<br />

Technische Ausstattung:<br />

Linearbeschleuniger (Clinac)<br />

Intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT),<br />

Rapid Arc (VMAT)<br />

Bildgeführte Strahlentherapie (IGRT), Atemgating<br />

Stereotaktische Bestrahlung (Radiochirurgie)<br />

CT (Computertomographie) zur Bestrahlungsplanung<br />

Es behandeln Sie:<br />

Dr. med. Stefan Glocker<br />

Facharzt für Strahlentherapie, Palliativmedizin<br />

Dr. med. Carsten Fels<br />

Facharzt für Strahlentherapie<br />

Herr Andreas Batsios<br />

Facharzt für Strahlentherapie<br />

Strahlentherapie Biberach<br />

An der Kreisklinik Biberach<br />

Ziegelhausstraße 56<br />

88400 Biberach<br />

Tel.: 073 51 52 98200<br />

Fax: 073 51 52 982028<br />

Sprechzeiten:<br />

Mo. - Do.: 8:00 - 16:00 Uhr I Fr.: 8:00 - 14:00 Uhr<br />

und nach Vereinbarung<br />

Technische Ausstattung:<br />

Linearbeschleuniger (Clinac)<br />

Intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT),<br />

Rapid Arc (VMAT)<br />

Bildgeführte Strahlentherapie (IGRT), Atemgating<br />

Stereotaktische Bestrahlung (Radiochirurgie)<br />

CT (Computertomographie) zur Bestrahlungsplanung<br />

Es behandeln Sie:<br />

Dr. med. Juliane Hagg<br />

Fachärztin für Strahlentherapie, Palliativmedizin<br />

Dr. med. Stefan Glocker<br />

Facharzt für Strahlentherapie, Palliativmedizin<br />

Dr. med. Carsten Fels<br />

Facharzt für Strahlentherapie


46 Helios Kliniken Bad Grönenbach ANZEIGE<br />

Helios Kliniken<br />

Bad Grönenbach<br />

Sebastian-Kneipp-Allee 3-5<br />

87730 Bad Grönenbach<br />

Telefon 08334/981-100<br />

Fax: 08334/981-599<br />

E-Mail: info.bad-groenenbach@helios-gesundheit.de<br />

www.helios-gesundheit.de/<br />

bad-groenenbach<br />

„Wer rastet, der rostet“ – immer aktiv bleiben<br />

Chefärzte Dr. Ulrich Seitzer und Dr. Rainer Fink von den Helios Kliniken Bad Grönenbach über eine erfolgreiche Reha<br />

Warum ist Reha eigentlich so<br />

wichtig? Was können Patienten<br />

selbst tun, um wieder fit zu werden<br />

oder um gesund zu bleiben?<br />

Auf diese und viele andere Fragen<br />

gaben uns die Chefärzte Dr. Ulrich<br />

Seitzer und Dr. Rainer Fink im Gespräch<br />

mit unserem Magazin Antworten.<br />

Welche Patienten behandeln<br />

Sie in den Helios Kliniken Bad<br />

Grönenbach?<br />

Dr. Ulrich Seitzer: Der Behandlungsschwerpunkt<br />

der Abteilung<br />

Kardiologie und Innere Medizin<br />

liegt hauptsächlich auf der kardiologischen<br />

Nachsorge nach einer<br />

Herzerkrankung bzw. nach einer<br />

Herz-Operation. Zusätzlich betreuen<br />

wir Patienten nach Magen-<br />

Darm-Operationen und nach Operationen<br />

an den Gefäßen.<br />

Warum ist eine stationäre<br />

Reha so wichtig?<br />

Dr. Ulrich Seitzer: Kardiologische<br />

Patienten nach<br />

einem Herzinfarkt,<br />

nach einer Bypass-<br />

E Dr. Ulrich<br />

Seitzer<br />

oder Herzklappenoperation<br />

profitieren<br />

besonders von einer<br />

stationären Rehabilitation.<br />

Diese kardiovaskulären<br />

Hochrisikopatienten<br />

erhalten zur möglichst<br />

schnellen Wiederherstellung der<br />

Funktionsfähigkeit sowie zur Behebung<br />

ihrer Beschwerden spezifische<br />

Therapieangebote. Der<br />

Reha-Aufenthalt umfasst neben<br />

der ganzheitlichen Sport- und Bewegungstherapie<br />

eine engmaschige<br />

medizinische Betreuung sowie<br />

Schulungen über Risikokrankheiten,<br />

deren Beeinflussung und<br />

E Das Schwimmbad im Spa-Bereich der Helios Kliniken Bad Grönenbach wird<br />

sowohl von Patienten als auch Mitarbeitern des Hauses gerne genutzt.<br />

Moderne Rehabilitationsmedizin<br />

Seit über 20 Jahren gibt es die Reha-Fachkliniken in Bad<br />

Grönenbach. Hier werden Patienten mit Hörstörungen,<br />

Tinnitus, Schwindel-Erkrankungen sowie orthopädischen<br />

und kardiologischen Erkrankungen rehabilitiert. Der Fachbereich<br />

„Klinik Am Stiftsberg“ bietet Platz für 185 Patienten.<br />

Elemente der Kneipp-Therapie sind aus Überzeugung<br />

in die Rehabilitation integriert und weil Bad Grönenbach<br />

seit 1996 jüngstes Kneippheilbad Bayerns ist.<br />

Prävention. Anleitungen zu einer<br />

gesünderen Lebensweise, spezielle<br />

Gruppen- und Einzeltherapien,<br />

Fahrrad-Ergometrie,<br />

Psychotherapie oder<br />

Kraft- und Ausdauertraining<br />

gehören<br />

ebenso zum Programm.<br />

Zur Nachhaltigkeit<br />

mindestens<br />

E Dr. Rainer<br />

genauso wichtig ist<br />

Fink<br />

die entsprechende<br />

ambulante Nachsorge sowie ambulante<br />

örtliche Herzsportgruppen.<br />

„Fachliche Kompetenz<br />

der Mitarbeiter, individuelle<br />

Therapieangebote und eine<br />

Wohlfühl-Atmosphäre bieten die<br />

optimalen Voraussetzungen für<br />

Ihre Gesundheit.“<br />

In der Orthopädie und Unfallchirurgie<br />

werden Patienten<br />

nach Gelenkersatzoperationen<br />

und Unfallverletzungen behandelt,<br />

aber auch Menschen mit<br />

Rückenleiden. Wovon hängt<br />

der Erfolg einer Rehabilitation<br />

ab?<br />

Dr. Rainer Fink: Die moderne<br />

Reha-Medizin ist auf partnerschaftliches<br />

Arbeiten an gemeinsam<br />

definierten Therapiezielen<br />

ausgerichtet. Unsere Bemühungen<br />

waren dann erfolgreich, wenn<br />

der Patient am Ende des Aufenthaltes<br />

diese Ziele erreicht hat. Diese<br />

sind für die Patienten sehr individuell<br />

zu formulieren. Wir bringen<br />

uns mit Fachwissen und Therapieangeboten<br />

ein, unsere Patienten<br />

mit ihrer motivierten Mitarbeit am<br />

Gesundungsprozess.<br />

Was können Rehabilitanden<br />

tun um fit zu bleiben?<br />

Ärztlicher Direktor Dr. Volker Kratzsch, Chefarzt der Abteilung<br />

Hörstörungen, Tinnitus, Schwindel-Erkrankungen<br />

Dr. Rainer Fink: Leider verlieren<br />

wir mit zunehmendem Alter automatisch<br />

an Muskelmasse. Bewegungsmangel,<br />

Erkrankungen und<br />

Verletzungen verschlimmern die<br />

Situation. Das Erhalten oder Wiedererlangen<br />

motorischer Grundfertigkeiten<br />

ist ganz wichtig. Das<br />

gelingt am besten durch Freude<br />

an der Bewegung, zum Beispiel<br />

beim Training mit unseren Physio-,<br />

Sport- und Ergotherapeuten.<br />

Ziel muss es sein, sich die Motivation<br />

für einen bewegungsaktiven<br />

Lebensstil zu bewahren. Wer also<br />

körperlich aktiv ist und durch geeignete<br />

Übungen seine Muskulatur<br />

und sein Gleichgewichtsgefühl<br />

trainiert, kann dem Abbauprozess<br />

der Muskeln entgegenwirken und<br />

profitiert bis ins hohe Alter von einer<br />

gut erhaltenen Kondition und<br />

Beweglichkeit. Deshalb kann der<br />

Rat nur lauten: Aktiv bleiben und<br />

nicht jede Bequemlichkeit nutzen.<br />

Das Sprichwort gilt für Jung und<br />

Alt: Wer rastet, der rostet. Das<br />

beste Rostschutzmittel ist die Bewegung.<br />

Was machen Sie um fit zu<br />

bleiben?<br />

Dr. Rainer Fink: Bei uns können<br />

nicht nur unsere Patienten,<br />

sondern auch wir Mitarbeiter unsere<br />

Fitnessräume, -geräte, den<br />

Spa-Bereich mit Schwimmbad<br />

und Sauna nutzen. Im Rahmen<br />

unseres betrieblichen Gesundheitsmanagements<br />

haben unsere<br />

Mitarbeiter die Möglichkeit, sich<br />

vor oder nach der Arbeit sportlich<br />

zu betätigen. Wir legen großen<br />

Wert darauf, dass sich unsere Mitarbeiter<br />

wohlfühlen. Deshalb achten<br />

wir bewusst auf eine herzliche<br />

und menschliche Atmosphäre im<br />

Umgang miteinander. Wir haben<br />

auch schon mit Kollegen und Mitarbeitern<br />

in unseren Allgäuer Bergen<br />

im Sommer und Winter Wanderungen<br />

unternommen. Fitte<br />

Mitarbeiter sind doch die besten<br />

Vorbilder für unsere Patienten.


ANZEIGE Helios Kliniken Bad Grönenbach & Helios Privatklinik Allgäu 47<br />

Psychosomatische Reha: Angstfrei in die Zukunft<br />

In den Helios Kliniken Bad Grönenbach finden Menschen mit psychosomatischen Störungen Hilfe<br />

Im Fachbereich „Klinik für Psychosomatische<br />

Medizin“ der<br />

Helios Kliniken Bad Grönenbach<br />

werden Menschen<br />

mit psychosomatischen<br />

Störungen<br />

und Krankheiten<br />

aus dem gesamten<br />

Spektrum der Psychosomatischen<br />

Medizin und Psy-<br />

E Dr. med.<br />

Robert<br />

Dusch<br />

chotherapie behandelt<br />

und rehabilitiert.<br />

Auf der Basis un-<br />

seres bio-psycho-sozialen Verständnisses<br />

von Gesundheit und<br />

Krankheit kommen medizinische,<br />

psychotherapeutische, sozialtherapeutische<br />

und körperorientierte<br />

Verfahren zum Einsatz.<br />

Während einer medizinischen<br />

Rehabilitation stehen die Überwindung<br />

von Krankheitsfolgen<br />

und die Reduktion von Funktionseinschränkungen<br />

sowie die<br />

Verbesserung der Teilhabe am<br />

Arbeitsleben und im Alltag im<br />

Vordergrund.<br />

Psychosomatische Erkrankungen<br />

führen neben persönlichem<br />

Leid häufig auch zum Rückzug<br />

der Betroffenen aus ihrem sozialen,<br />

familiären und beruflichen<br />

Umfeld. Aus diesem Grund fokussieren<br />

wir neben der Linderung<br />

von Krankheitssymptomen<br />

bereits bei Rehabilitationsbeginn<br />

die Reintegration in das individuelle<br />

Umfeld – familiär, beruflich<br />

und/oder gesellschaftlich. Die<br />

Vereinbarung individueller Ziele<br />

erfolgt zu Rehabilitationsbeginn<br />

gemeinsam mit den Ärzten und<br />

Therapeuten.<br />

Auf der Basis einer gemeinsam<br />

erarbeiteten Zielorientierung<br />

erstellen wir einen jeweils<br />

individuellen Behandlungsplan,<br />

der wöchentlich auf den Grad<br />

der Zielerreichung hin überprüft<br />

und, falls erforderlich, angepasst<br />

wird. In besonderer Weise bemühen<br />

wir uns um einen möglichst<br />

erfolgreichen Transfer der neuen<br />

Erkenntnisse und Erfahrungen in<br />

den Alltag der Betroffenen.<br />

Kontakt:<br />

Helios Privatklinik Allgäu<br />

Betriebsstätte der<br />

Helios Privatkliniken GmbH<br />

Sebastian-Kneipp-Allee 7<br />

87730 Bad Grönenbach<br />

Telefon 08334 259929-550<br />

E-Mail: privatklinik.allgaeu<br />

@helios-gesundheit.de<br />

www.helios-gesundheit.de<br />

/privatklinik-allgaeu<br />

Der Weg aus der Burnout-Falle<br />

Patient: „Nach der Tiergestützten Therapie legte ich mir selbst einen Hund zu“<br />

Arbeitszeiten von zehn bis zwölf<br />

Stunden täglich und das Privatleben<br />

nebenbei am Laufen halten:<br />

Das war für Martin Müller (Name<br />

von der Redaktion geändert) über<br />

20 Jahre lang Alltag. Als Spitzenführungskraft<br />

in einem börsennotierten<br />

Unternehmen verlangte er<br />

Höchstleistungen von sich selbst,<br />

die er über viele Jahre hinweg erbrachte.<br />

„Es war eine fatale Situation“,<br />

blickt Martin Müller zurück.<br />

Denn die langjährige berufliche<br />

Extrembelastung verbunden mit<br />

privaten Herausforderungen, führte<br />

über Nacht zum Zusammenbruch<br />

des 52-Jährigen. Die Diagnose<br />

im Krankenhaus: schweres<br />

Burnout. Die Ärzte rieten Herrn<br />

Müller dringend zu einer stationären<br />

akutpsychotherapeutischen<br />

Behandlung. Er entschied sich für<br />

die Helios Privatklinik Allgäu. Patienten,<br />

die privat versichert sind<br />

oder die Behandlung selbst zahlen,<br />

erhalten die Therapie hier im<br />

Ambiente eines 4-Sterne-Superior-Hotels.<br />

„Unser Team ist<br />

u.a. auf die Behandlung<br />

von Burnout-Patienten<br />

spezialisiert.<br />

Ergänzend zu un-<br />

E Birthe<br />

Hilde-<br />

brandt-<br />

Möller<br />

serem integrativen<br />

Therapieprogramm<br />

u.a. mit Einzel- und<br />

Gruppenpsychotherapie,<br />

Kunst-, Musik-,<br />

Körper- und Sporttherapie,<br />

bietet unsere Privatklinik<br />

noch weitere Programme an, wie<br />

zum Beispiel Mindfulness Based<br />

Stress Reduction (MBSR) oder<br />

berufsspezifische Angebote für<br />

Lehrer und Ärzte“, erklärt Birthe<br />

Hildebrandt-Möller, Chefärztin der<br />

Helios Privatklinik Allgäu.<br />

Der Effekt ist für Martin Müller<br />

spürbar: „Ich war vor allem davon<br />

beeindruckt, wie gut sich die Therapeuten<br />

mit den Aufgabeschwerpunkten<br />

und Stressfaktoren einer<br />

Führungskraft auskennen. Der<br />

Mensch und seine Genesung stehen<br />

hier klar im Mittelpunkt. Dass<br />

ich auch von einer tiergestützten<br />

Therapie profitieren konnte, hat<br />

mich sehr beeindruckt.<br />

Eigenen Hund gekauft<br />

Die Kontakte mit Therapiehund<br />

Marlena waren für mich so positiv,<br />

dass ich nach Entlassung einen<br />

eigenen Hund gekauft habe,<br />

der heute ein wertvolles Mitglied<br />

unserer Familie ist. Mittlerweile<br />

blicke ich wieder optimistisch in<br />

die Zukunft. Alleine hätte ich diese<br />

Ausnahmesituation nie geschafft.<br />

Ich bin dem Team um Frau Hildebrandt-Möller<br />

sehr dankbar.“<br />

Tiergestützte Therapie<br />

mit Hündin Marlena<br />

Ganz nach dem Motto: „Wer<br />

glaubt, man kann Glück nicht<br />

anfassen, der hat noch nie einen<br />

Hund gestreichelt“. Die<br />

bloße Anwesenheit bspw. eines<br />

Hundes reicht aus, um die<br />

wahrgenommenen Stressparameter<br />

zu senken. Menschen<br />

lächeln öfter und geben eine<br />

höhere Zufriedenheit an, sie<br />

verhalten sich sozialer, helfen<br />

Anderen und nehmen aktiver<br />

am Alltag teil, wenn sie in Begleitung<br />

eines Hundes therapiert<br />

werden. Tiergestützte<br />

Therapie reduziert signifikant<br />

Depressions-Symptome. Gerade<br />

im Bereich der affektiven<br />

Störungen wie Depression,<br />

Phobien und Traumafolgestörungen<br />

ist der positive Effekt<br />

eines Therapiehundes durch<br />

zahlreiche Studien belegt. Den<br />

Patienten der Helios Privatklinik<br />

Allgäu steht deshalb auf<br />

Wunsch und nach Verfügbarkeit<br />

der Therapiehund Marlena<br />

zur Seite.<br />

Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR):<br />

Die auf Achtsamkeit beruhende „Mindfulness Based Stress Reduction“ (MBSR) nach Jon Kabat-Zinn ist<br />

ein ambulantes 8-Wochen-Programm, dessen Wirksamkeit bei Stress und vielen anderen körperlichen und<br />

psychischen Problemen wissenschaftlich nachgewiesen ist. „Achtsamkeit“ ist in diesem Kontext vor allem<br />

Ausdruck einer inneren Haltung von freundlichem Interesse und einer wohlwollend-geduldigen, nicht<br />

bewertenden Beziehung zur gegenwärtigen Erfahrung. Diese Haltung vorgelebt zu bekommen und selbst<br />

einzuüben, führt zu mehr Sensibilität und Akzeptanz in der Selbstwahrnehmung.


48 Reha-Klinik Bad Wörishofen ANZEIGE<br />

Nach dem Herzinfarkt – wie geht es weiter?<br />

Gut eingestelle Risikofaktoren sind wichtig<br />

In der Reha-Klinik Bad Wörishofen werden seit 60 Jahren Patienten mit Herzerkrankungen behandelt<br />

Schon mit 48 Jahren erleidet<br />

Hubert F. aus seiner Sicht völlig<br />

überraschend einen Hinterwand-<br />

Herzinfarkt. Im Akutkrankenhaus<br />

werden ihm zwei Stents in die<br />

rechte Herzkranzarterie eingesetzt.<br />

Was ist jetzt für die Nachsorge<br />

wichtig, damit es möglichst<br />

zu keinem weiteren Herzinfarkt<br />

mehr kommt?<br />

In der Reha-Klinik Bad Wörishofen<br />

behandelt man seit 60 Jahren<br />

Patienten mit Herzerkrankungen.<br />

Chefarzt Prof. Dr. med. Jens Wagner<br />

beschreibt die wichtigsten<br />

Maßnahmen nach einem Infarkt.<br />

Rauchen: Der Verzicht auf<br />

die Zigarette ist wichtig. Reha-<br />

Kliniken bieten spezielle Entwöhnungskurse<br />

und bei Bedarf auch<br />

medikamentöse Unterstützung.<br />

Dennoch wird es ohne das „aktive<br />

Wollen“ des Patienten nicht<br />

gelingen. Eine der Kernfragen an<br />

den Patienten lautet „Was finden<br />

Sie denn jetzt noch gut am Rauchen?“<br />

Blutdruck: Generell sollte nach<br />

drei Minuten Ruhe der Blutdruck<br />

nicht höher als 140 zu 90 sein, bei<br />

über 80-Jährigen nicht höher als<br />

150 zu 90. Beim Sport geht der<br />

Blutdruck natürlicherweise nach<br />

oben. Jedoch senkt regelmäßiger<br />

Ausdauersport den Blutdruck zwischen<br />

den Aktivitäten. Übergewicht,<br />

übermäßiger Salzkonsum<br />

und körperliche Inaktivität erhöhen<br />

den Blutdruck. Neben dem<br />

Lebensstil können Medikamente<br />

den Blutdruck senken, wobei bisweilen<br />

in Stress-Situationen (berufliche<br />

Arbeit) höhere Dosen benötigt<br />

werden als in entspannten<br />

Situationen (Urlaub). Bei eventueller<br />

Überdosierung der Blutdrucksenker<br />

(Schwindelgefühl) kann<br />

unter Kontrolle das Medikament<br />

reduziert werden. Umgekehrt sind<br />

vorübergehend mild erhöhte Blut-<br />

E Die drei Psychologinnen der Klinik Bad Wörishofen (von links): Dr. Mary Jack, Claudia Keller und Vera-Jeanette Lorenz.<br />

E Von vielen Zimmern der Reha-Klinik Bad Wörishofen aus fällt der Blick auf den<br />

schön angelegten Park des Hauses.<br />

druckwerte (wie zum Beispiel 160<br />

zu 90) kein Grund die Notaufnahme<br />

aufzusuchen. Vielmehr sollte<br />

die Dosis leicht erhöht werden.<br />

Cholesterin: Bei Hochrisikopatienten<br />

und nach Herzinfarkt<br />

sollte das gefährliche LDL-Cholesterin,<br />

welches zur Gefäßverengung<br />

führt, bei weniger als 70<br />

Milligramm pro Deziliter liegen.<br />

Bei Patienten, die vor dem Infarkt<br />

bereits ein LDL von unter 130 hatten,<br />

sollte eine Verminderung um<br />

mindestens 50 Prozent stattfinden<br />

(Beispiel: war das LDL ohne<br />

Medikament vor dem Infarkt bei<br />

100, sollte es danach unter 50<br />

liegen). Nach vielen Studien mit<br />

zehntausenden Patienten haben<br />

sich die Statine bewährt, die die<br />

Sterblichkeit nach einem Infarkt<br />

senken (4S-Studie 1994, LIPID-<br />

Studie 1998, HPS-Studie 2002).<br />

Sie können mit Ezetimib – ein<br />

Stoff, der ebenfalls klinische Endpunkte<br />

senkt, kombiniert werden.<br />

Bei der seltenen echten Statin-<br />

Unverträglichkeit können sogenannte<br />

PCSK9-Hemmer vierzehntägig<br />

gespritzt werden. Erst nach<br />

all diesen Möglichkeiten sollte die<br />

sehr teure (60.000 Euro pro Jahr)<br />

Lipidapherese, die ähnlich einer<br />

Dialyse funktioniert, in Betracht<br />

gezogen werden.<br />

Der Chirurgie-Professor Walter<br />

Hartenbach veröffentlichte 2002<br />

im Alter von 88 Jahren das Buch<br />

„Die Cholesterin-Lüge“, das die<br />

wissenschaftliche Cholesterinforschung<br />

auf Gewinnstreben der<br />

Pharmaindustrie reduziert und<br />

zum Bestseller wurde. Herr Hartenbach<br />

verbreitete weitere haarsträubende<br />

Thesen: zwischen<br />

Rauchen und Krebs bestünde<br />

kein Zusammenhang (2002) und<br />

Ohrformen würden die wichtigsten<br />

Charakterzüge eines Menschen<br />

verraten (1993). Auch wenn<br />

manchmal „alternative Fakten“<br />

populär erscheinen, werden sie<br />

dadurch nicht richtig.<br />

Diabetes: Der Diabetiker ohne<br />

bisherigen Infarkt hat das gleiche<br />

Risiko wie ein Patient nach Herzinfarkt.<br />

Dies zeigt, warum man<br />

sich besonders um Diabetiker<br />

kümmern muss. Der Blutzucker-<br />

Langzeitwert HbA1c sollte bei<br />

weniger als sieben Prozent liegen.<br />

Dies kann neben Lebensstil durch<br />

Medikamente erreicht werden,<br />

von denen einige in Studien nachweislich<br />

die Sterblichkeit senken.<br />

Obwohl in bestimmten Situationen<br />

unverzichtbar, ist die Insulintherapie<br />

eher auf dem Rückzug<br />

(außer bei Typ1-Diabetes), auch<br />

weil sie mit Nachteilen verbunden<br />

ist: Gewichtszunahme, Notwendigkeit<br />

des Spritzens, Unterzucker-Gefahr.<br />

Stress: Zum Beispiel am Arbeitsplatz<br />

beeinflußt Herzerkrankungen<br />

negativ. Depressive<br />

Begleiterkrankungen sollten unbedingt<br />

mitbehandelt werden. Eine<br />

psychologische Betreuung schon<br />

in der Rehabilitation mit dem Erlernen<br />

von Verarbeitungsstrategien<br />

muss angeboten werden.<br />

Bewegung: Drei bis fünfmal<br />

pro Woche je 30 Minuten Ausdauertraining<br />

wird empfohlen.<br />

Nachsorge: Nach dem Infarkt<br />

ist eine chronische Medikamenteneinnahme<br />

(ASS, Statine, Blutdrucksenker<br />

etc.) unerlässlich. Der<br />

Hausarzt muss den Post-Infarkt-<br />

Patienten mindestens einmal pro<br />

Jahr zur Kontrolle an den Kardiologen<br />

überweisen, bei Bedarf auch<br />

häufiger. Routinemäßige Herzkatheter<br />

nach festen Zeiten sind<br />

nicht notwendig, sondern werden<br />

in Abhängigkeit von typischen Beschwerden<br />

durchgeführt.<br />

Prognose: Ist bei top eingestellten<br />

Patienten sehr gut. Immer<br />

mehr Patienten nach Infarkt<br />

erreichen heute das achte oder<br />

neunte Lebensjahrzehnt, wenn<br />

vorgenannte Punkte eingehalten<br />

werden.<br />

Kontakt:<br />

Chefarzt<br />

Prof. Dr. med.<br />

Jens Wagner<br />

Facharzt für<br />

Innere<br />

Medizin,<br />

Kardiologie,<br />

Pneumologie,<br />

Intensivmedizin<br />

Klinik Bad Wörishofen<br />

Fachklinik für<br />

Herzkreislauferkrankungen<br />

und Orthopädie<br />

Sekretariat<br />

Michaela Holdenried<br />

Telefon 0 8247/999501<br />

jens.wagner@drv-schwaben.de<br />

www.klinik-badwoerishofen.de


ANZEIGE Reha-Klinik Lindenberg-Ried<br />

49<br />

Gespräche unter dem Motto<br />

„Morgen ist der stressigste Tag der Woche“<br />

Ein Angebot der Klinik Lindenberg-Ried in Bezug auf arbeitsplatzbezogenes Stresserleben<br />

Hallo Sie! Ja Sie! Genau Sie<br />

meine ich! Sagen Sie mal, geht<br />

es Ihnen auch so? Wenn Sie sich<br />

in Ihrer Arbeitswelt umschauen,<br />

haben Sie da nicht auch das Gefühl,<br />

Sie bewegen sich inmitten eines<br />

Baumstämme schleppenden<br />

Ameisenhaufens? Und wenn Sie<br />

dann noch genauer hinschauen –<br />

vorausgesetzt natürlich, Sie nehmen<br />

sich die Zeit, um überhaupt<br />

erst mal stehen zu bleiben – entpuppen<br />

sich diese ach so fleißigen<br />

Ameisen dann nicht plötzlich<br />

zu chronisch-übermüdeten, erschöpft-depressiven<br />

Kriechtieren?<br />

Und fällt Ihnen dann nicht siedend<br />

heiß ein, dass Sie eigentlich selbst<br />

chronisch-übermüdet und durchaus<br />

hin und wieder erschöpft-depressiv<br />

trotzdem durch mittlerweile<br />

jeden Tag der Woche hetzen?<br />

Wieso eigentlich? Und bitte, welcher<br />

imaginäre Ihnen im Nacken<br />

sitzende Sklaventreiber hat eigentlich<br />

konkret das Recht zu behaupten,<br />

dass Sie sich selbst so unter<br />

Stress setzen müssen?<br />

Verhaltensmuster verstehen<br />

Die Behandlung von Patienten<br />

mit arbeitsplatz- und stressbezogenen<br />

Problemen stellt – neben<br />

der Behandlung von Schmerz- und<br />

Schlafstörungen – einen Schwerpunkt<br />

der psychosomatischen<br />

Behandlung der Klinik Lindenberg-<br />

Ried dar. In diesem strukturierten<br />

Behandlungsangebot werden den<br />

Patienten einerseits selbstwertdienlichere<br />

Strategien im Umgang<br />

mit der immer hektischer werdenden<br />

Arbeitswelt vermittelt,<br />

andererseits lernen die Patienten<br />

eigene, vielleicht auch bereits automatisierte<br />

Verhaltensmuster<br />

besser zu verstehen und zu verändern.<br />

Das Angebot umfasst sechs<br />

Gruppensitzungen à 90 Minuten.<br />

Diesem vorausgehend erfolgt<br />

E Wenn Sie sich in Ihrer Arbeitswelt umschauen, haben Sie da auch manchmal das Gefühl, Sie bewegen sich inmitten eines<br />

Baumstämme schleppenden Ameisenhaufens? Wenn sich diese fleißigen Ameisen plötzlich zu chronisch-übermüdeten,<br />

erschöpft-depressiven Kriechtieren entpuppen, dann ist Vorsicht geboten.<br />

Foto: fotolia<br />

eine ausführliche testpsychologische<br />

Untersuchung, in der<br />

bestimmte Fragestellungen zu<br />

persönlichen Eigenschaften wie<br />

Verausgabungstendenz, Perfektionsstreben,<br />

Distanzierungsfähigkeit<br />

aber auch die Frage, welchen<br />

Stellenwert die berufliche Tätigkeit<br />

im Leben des Betroffenen<br />

hat, genau untersucht werden. Im<br />

Anschluss werden in zwei Gruppensitzungen<br />

à 60 Minuten diese<br />

Verhaltensmuster genauer analysiert<br />

und in Bezug gesetzt zur jeweiligen<br />

Arbeitsplatzsituation. Im<br />

darauffolgenden Angebot „Morgen<br />

ist der stressigste Tag der Woche“<br />

soll den Patienten einerseits<br />

vermittelt werden, zu welchem<br />

„Typ Arbeitsmensch“ (Gesundheitstyp,<br />

Schontyp, Risikotyp A<br />

oder B) sie gehören, zum anderen<br />

ermöglicht das Gruppenangebot<br />

den Austausch über subjektive Erfahrungen<br />

mit beruflichem Stresserleben.<br />

Durch die Gespräche mit<br />

ähnlich Betroffenen in der Gruppe<br />

wird eine Korrektur destruktiver<br />

Tendenzen (zum Beispiel resignative<br />

Passivität oder Pessimismus)<br />

erreicht, gleichzeitig können individuelle<br />

Erfahrungen bewertet und<br />

gegebenenfalls relativiert werden.<br />

Verschiedene Schwerpunkte<br />

In Anlehnung an das SBA-Trainingsprogramm<br />

von Hillert/Koch<br />

und anderen enthält das Angebot<br />

der Klinik Lindenberg-Ried verschiedene<br />

Schwerpunkte. Die<br />

Themen „Arbeit und Gesundheit“,<br />

„soziale Kompetenz am Arbeitsplatz“,<br />

„soziale Konflikte am<br />

Arbeitsplatz“, „Grundlagen der<br />

Stressbewältigung“ und „Umsetzung<br />

von Stressbewältigungsstrategien“<br />

stehen hierbei im Mittelpunkt.<br />

Das Herausarbeiten von<br />

individuellen Ressourcen des Einzelnen<br />

ist hierbei genau so wichtig<br />

wie die Erarbeitung von gesundheitsförderlichen<br />

„Pausen- und<br />

Genussregeln“. Letzteres fördert<br />

(in Anlehnung an Lutz und andere)<br />

„angenehme Ausgleichserfahrungen“.<br />

Und angenehme Ausgleichserfahrungen<br />

sind in unserer Hektik<br />

überfluteten, oft fremdbestimmten,<br />

termingeregelten und social<br />

network gesteuerten Alltagswelt<br />

so wichtig wie das Amen in der<br />

Kirche. Denn: „Ein voller Terminkalender<br />

ist noch lange kein erfülltes<br />

Leben!“ Dieser Satz trifft den Kern<br />

in des Pudels Dauerwelle! Also –<br />

liebe Freunde des geschätzten<br />

„Morgen ist der stressigste Tag<br />

der Woche“- Wahnsinns! Vielleicht<br />

geht es ja doch auch ein bisschen<br />

anders! Wie anders? Wir zeigen es<br />

Ihnen!<br />

Kontakt:<br />

Chefärztin<br />

Jana Bastin<br />

Fachärztin<br />

für psychosomatische<br />

Medizin<br />

E Das Team der Klinik Lindenberg-Ried kümmert sich neben der Behandlung von Schmerz- und Schlafstörungen vor allem<br />

auch um die Behandlung von Patienten mit arbeitsplatz- und stressbezogenen Problemen.<br />

Klinik<br />

Lindenberg-Ried<br />

Ried 1 a<br />

88161 Lindenberg<br />

Telefon: 0 8381/8040<br />

klinik-lindenberg@<br />

drv-schwaben.de<br />

www.klinik-lindenberg-ried.de


Unser Team bietet stationäre und ambulante Anschlussrehabilitationen,<br />

Reha-Maßnahmen und Nachsorge-Programme für<br />

folgende Indikationen<br />

Unser Team bietet stationäre und ganztägig ambulante Reha-<br />

Maßnahmen und ein Nachsorge-Programm für folgende<br />

Indikationen<br />

Klinik<br />

Bad Wörishofen<br />

Fachklinik für Herz-Kreislauferkrankungen<br />

und Orthopädie<br />

Am Tannenbaum 2<br />

86825 Bad Wörishofen<br />

Tel.: 08247 -999 0<br />

www.klinik-badwoerishofen.de<br />

klinik-bw@drv-schwaben.de<br />

Kardiologie<br />

•nach Herzinfarkt /Stent<br />

•nach Bypass-Operationen<br />

•Herzklappenerkrankungen<br />

•Herzmuskelschwäche<br />

•nach Lungenembolie<br />

•Gefäßerkrankungen<br />

Orthopädie<br />

•Wirbelsäulenerkrankungen<br />

•Bandscheibenschäden<br />

•nach Hüft- /Knie-TEP<br />

•nach unfallchirurgischen Eingriffen<br />

•nach Schulter-OP<br />

Besondere Leistungen<br />

•Intensivzimmer für akute Notfälle<br />

•Rehabilitation von Dialyse-Patienten<br />

•Rehabilitation nach Herztransplantation, Kunstherz oder<br />

Defi-Weste<br />

•spezielles Wundmanagement für Patienten mit schweren<br />

Infektionen<br />

•spezielles Programm für Patienten mit chronischen Schmerzen<br />

•Begleitpersonen willkommen<br />

Psychosomatik<br />

•Depressionen<br />

•Anpassungsstörungen<br />

•Angststörungen<br />

•Panikstörungen<br />

•Erschöpfungssyndrome<br />

•Stressfolgekrankheiten bei beruflichen oder privaten<br />

Konflikten<br />

Besondere Leistungen<br />

•neu saniertes Hallenbad<br />

•eigener Badeweiher<br />

•Terraintherapien im Voralpenland<br />

•Trainingswanderungen<br />

Klinik<br />

Buching<br />

Psychosomatische Klinik<br />

Rauhenbichl<br />

87642 Halblech<br />

Tel.: 08368 -790<br />

www.klinik-buching.de<br />

klinik-buching@drv-schwaben.de<br />

Die Klinikgruppe der Deutschen Rentenversicherung Schwaben<br />

Unser Team bietet stationäre und ambulante Anschlussrehabilitationen,<br />

Reha-Maßnahmen und Nachsorge-Programme für<br />

folgende Indikationen<br />

Unser Team bietet stationäre und ambulante Anschlussrehabilitationen,<br />

Reha-Maßnahmen und Nachsorge-Programme<br />

für folgende Indikationen<br />

Klinik<br />

Lindenberg-Ried<br />

Fachklinik für Psychosomatik und Orthopädie<br />

Ried 1a<br />

88161 Lindenberg/Allgäu<br />

Tel.: 08381 -804 0<br />

www.klinik-lindenberg-ried.de<br />

klinik-lindenberg@drv-schwaben.de<br />

Psychosomatik<br />

•Reaktion auf schwere Belastungen<br />

/Anpassungsstörungen,<br />

insbesondere<br />

bei Arbeitsplatzproblemen<br />

•somatoforme Schmerzstörungen<br />

•chronische Insomnie<br />

•depressive Störungen<br />

•Angststörungen /Phobien<br />

Orthopädie<br />

•nach Hüft- und Knie-TEP<br />

•nach Wirbelsäulen-OP<br />

•nach Gelenk-OP<br />

•nach Unfallfolgen<br />

•Wirbelsäulen- und Bandscheibenerkrankungen<br />

•Gelenkerkrankungen<br />

Besondere Leistungen<br />

•spezielles Programm für chronische Schmerzstörungen<br />

•spezielles Programm bei Arbeitsplatzkonflikten<br />

•spezielles Programm bei chronischen Schlafstörungen<br />

Orthopädie<br />

•Wirbelsäulensyndrome<br />

•Bandscheibenschäden<br />

•Gelenkerkrankungen<br />

•chronische Schmerzzustände<br />

•Folgen von Fehl- und Überbelastungen<br />

•Osteoporose<br />

•Erkrankungen als Folge von Bewegungsmangel<br />

•Erkrankungen des Muskel-, Sehnen- und Bandapparates<br />

•Folgen von neurologischen Schädigungen<br />

•Folgezustände nach Tumoroperationen<br />

•Mitbehandlung von internistischen Begleiterkrankungen<br />

wie Diabetes mellitus, arterielle Hypertonie, Übergewicht,<br />

Durchblutungsstörungen, etc.<br />

Besondere Leistungen<br />

•modernes Wundmanagement<br />

•Fatburner-Programm<br />

•Präventionsmaßnahmen<br />

•orthopädische Hilfsmittelversorgung<br />

•Entspannungsmaßnahmen<br />

•langjährige operative Erfahrung<br />

Fachklinik<br />

Oberstdorf<br />

Fachklinik für Orthopädie und Rheumatologie<br />

Wasachstraße 41<br />

87561 Oberstdorf<br />

Tel.: 08322 -910 0<br />

www.fachklinik-oberstdorf.de<br />

klinik-oberstdorf@drv-schwaben.de


52<br />

Psychosomatische Privatklinik Bad Grönenbach<br />

ANZEIGE<br />

Am Schlossberg 6<br />

87730 Bad Grönenbach<br />

Telefon: 08334/394-0<br />

Mail: info@psychosomatischeprivatklinik.eu<br />

www.psychosomatischeprivatklinik.eu<br />

Neue Perspektiven gewinnen<br />

Die Psychosomatische Privatklinik Bad Grönenbach ist ein besonderer Ort für Menschen, die Hilfe brauchen<br />

Die Psychosomatische Privatklinik<br />

Bad Grönenbach ist ein besonderer<br />

Ort für Menschen, die Hilfe<br />

brauchen, um zu sich zu kommen,<br />

Krisen zu bewältigen, Belastungen<br />

zu verarbeiten und neue Perspektiven<br />

zu gewinnen.<br />

Mitmenschlichkeit<br />

und Respekt<br />

In der Abgeschiedenheit einer<br />

kleinen Gemeinde und einer wunderschönen<br />

Landschaft bietet die<br />

Klinik ein „Secret Hideaway“ und<br />

damit den Schutz, den Raum und<br />

die Begleitung, die unsere Patienten<br />

brauchen, um gesund zu<br />

werden. Mit einem hohen Maß<br />

an Respekt und Achtsamkeit wird<br />

die Vielfalt der Lebenswege gewürdigt<br />

und nach individuellen<br />

Lösungsstrategien gesucht, um<br />

unseren Patienten dabei zu helfen,<br />

Belastungen, Konflikte, Verluste<br />

und Traumata zu verarbeiten und<br />

ihr Herz wieder für das Leben<br />

zu öffnen. Ausstattung, Komfort<br />

und Service sind geprägt vom<br />

Wunsch, unseren Patienten eine<br />

Umgebung zur Verfügung zu stellen,<br />

in der im höchsten Maße entspannt<br />

werden kann, um sich der<br />

Lösung psychischer und psychosomatischer<br />

Schwierigkeiten zu<br />

widmen. Mitmenschlichkeit und<br />

Wärme, Respekt und Empathie<br />

stehen im Zentrum der Behandlung.<br />

Die Klinik bietet eine äußerst<br />

intensive psychotherapeutische<br />

und medizinische Behandlung mit<br />

hoher Therapiedichte. Mit 60 Behandlungsplätzen<br />

hat die Klinik eine<br />

angenehme Größe und ist gut<br />

überschaubar.<br />

Je nach Schwere der Erkrankung,<br />

der entsprechenden Indikation,<br />

den terminlichen Möglichkeiten<br />

unserer Patienten und der<br />

angeratenen bzw. gewünschten<br />

Zeit variieren Dauer und Programm<br />

der Behandlung. Zwei<br />

Behandlungsprogramme werden<br />

in der Psychosomatischen Privatklinik<br />

Bad Grönenbach angeboten:<br />

Die intensive Kurztherapie dauert<br />

drei bis vier Wochen. Sie ist<br />

geeignet zur Diagnostik und Identifikation<br />

der Problemsituation sowie<br />

zur akuten Behandlung von<br />

aktuellen beruflichen oder anderen<br />

Krisen im Sinne einer Krisenintervention.<br />

Eine umfassende stationäre<br />

Psychotherapie ist bei allen<br />

länger andauernden oder tiefer gehenden<br />

psychischen und psychosomatischen<br />

Erkrankungen angezeigt.<br />

Mit jedem Patienten wird<br />

ein individueller Behandlungsplan<br />

erstellt, der nach Indikation in<br />

erster Linie Einzeltherapien oder<br />

eine Kombination aus Einzel- und<br />

Gruppentherapien vorsieht. Für<br />

die Einzeltherapie steht dem Patienten<br />

ein Bezugstherapeut zur<br />

Verfügung, der auch die weiteren<br />

Therapien koordiniert und „den roten<br />

Faden“ im Auge behält.<br />

Gesunde Mahlzeiten<br />

im Haus gekocht<br />

Bewusstheit für das Essen und<br />

eine gesunde Ernährung gehören<br />

zum ganzheitlichen Konzept der<br />

Klinik. Das Ernährungskonzept<br />

wird laufend aktuellen Erkenntnissen<br />

und Erfordernissen angepasst<br />

und bietet unseren Patienten geschmackvolle,<br />

frische, gesunde<br />

und vollwertige Mahlzeiten, die<br />

im Haus frisch zubereitet werden.<br />

Ein zunehmender Teil der Lebensmittel<br />

sind regionale Produkte<br />

aus dem Allgäu und stammen<br />

aus biologischem Anbau und artgerechter<br />

Tierhaltung. Angeboten<br />

werden auch alle medizinisch angezeigten<br />

Diätformen. Eine rein<br />

vegetarische Ernährung ist möglich.<br />

Ihr Weg in die Klinik<br />

Kontaktieren Sie uns für ein Beratungsgespräch<br />

oder ein persönliches<br />

Vorgespräch mit Dr. Jochen<br />

von Wahlert. Auch eine Hausführung<br />

in der Klinik ist auf Ihren<br />

Wunsch im Vorfeld möglich. Wir<br />

freuen uns auf Ihren Anruf.<br />

Ihr<br />

E Bei QiGong können unsere Patienten das auf sich wirken lassen, was sie in<br />

Gesprächen oder Therapiestunden gelernt haben.<br />

E Dr. Jochen von Wahlert, Chefarzt der Psychosomatischen Privatklinik Bad Grönenbach,<br />

im Gespräch mit einer Patientin.


ANZEIGE AOK<br />

53<br />

AOK –Die Gesundheitskasse<br />

Nah amMenschen: Mit 16 Geschäftsstellen im Allgäu für die Kunden da<br />

Viele Menschen vertrauen der<br />

AOK. Sie schätzen den Schutz<br />

einer großen Versichertengemeinschaft<br />

und die Kompetenz der<br />

Gesundheitskasse. Sie profitieren<br />

von vielfältigen Gesundheitsangeboten<br />

und innovativen Projekten.<br />

Darüber hinaus nutzen ihre Versicherten<br />

eine Fülle von Zusatzleistungen<br />

und Servicevorteilen. Seit<br />

über 125 Jahren steht die AOK<br />

als größte Krankenversicherung<br />

in Deutschland für größtmögliche<br />

Sicherheit und umfassende<br />

medizinische Versorgung im<br />

Krankheitsfall. Die AOK betreut<br />

knapp 25 Millionen Menschen –<br />

fast ein Drittel der Bevölkerung in<br />

Deutschland. Rund 53.000 Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter garantieren<br />

in ca.1.150 Geschäftsstellen<br />

einen leistungsstarken Service. In<br />

Bayern sorgen rund 10.000 Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter in 250<br />

Geschäftsstellen für das Wohl von<br />

rund 4,5 Millionen Versicherten.<br />

Damit betreut die AOK Bayern<br />

mehr als 40 Prozent der inBayern<br />

lebenden Menschen.<br />

Und: Die AOK ist mehr als eine<br />

Krankenversicherung. Sie hat ein<br />

umfassendes Gesundheits- und<br />

Qualitätsmanagement etabliert.<br />

Das bedeutet für die Versicherten:<br />

optimale Versorgung zugünstigen<br />

Beiträgen. Von Versicherten und<br />

Arbeitgebern gewählte Vertreter<br />

nehmen in den Selbstverwaltungen<br />

die Interessen der Mitglieder<br />

und deren Arbeitgeber wahr. Diese<br />

Selbstverwaltung garantiert eine<br />

versicherten- und betriebsnahe<br />

Gestaltung der Krankenversicherung.<br />

Schnell –Zuverlässig –Kompetent<br />

–Ortsnah. Dies sind die<br />

Schlagworte, die sich die AOK<br />

–Die Gesundheitskasse auf ihre<br />

Fahnen geschrieben hat. Der Service<br />

am Kunden hatbei ihroberste<br />

Priorität.<br />

Schnell<br />

Umgehend und unbürokratisch<br />

beantworten Fachleute Fragen zu<br />

Gesundheit und Krankenversicherung.<br />

Konkret heißt das: Innerhalb<br />

von 24Stunden erhält der Kunde<br />

werktags auf seine Emailanfrage<br />

sein Feedback, schriftliche<br />

Anfragen beantworten wir innerhalb<br />

von drei Tagen. Jederzeit<br />

stehen außerdem hochwertige<br />

Datenbanken, aktuelle News und<br />

medizinische Lexika im AOK-Gesundheitsportal<br />

zum Abruf bereit,<br />

wenn man sich selbst informieren<br />

möchte. Mit dem AOK-Gesundheitsnavigator<br />

findet man alle<br />

wichtigenInformationen zumThema<br />

Gesundheit: einen passenden<br />

Arzt, ein geeignetes Krankenhaus<br />

oder eine qualifizierte Pflegeeinrichtung<br />

in Ihrer Nähe.<br />

Zuverlässig<br />

Hohe Ansprüche an ihre Beratungsleistungen<br />

sind für die AOK<br />

selbstverständlich. Auf der Grundlage<br />

von zuverlässigen und wissenschaftlich<br />

fundierten Quellen<br />

geben Fachleute qualifiziert Auskunft.<br />

Kompetent<br />

Ob ErnährungsberaterIn, Fachärzte<br />

oder SportwissenschaftlerIn<br />

–die AOK hält die passenden<br />

Experten zu den Bereichen Ernährung,<br />

Entspannung und Bewegung<br />

bereit. Und zum Thema<br />

Krankenversicherung selbstverständlich<br />

auch. Verantwortlich<br />

sind sie nicht nur für das seriöse<br />

Informationsangebot der AOK, sie<br />

stehen auch fürpersönlicheAnfragen<br />

gerne zur Verfügung.<br />

Ortsnah<br />

Allein im Allgäu ist die AOK in<br />

16 Orten für ihre Kunden da! Im<br />

Gegensatz zu anderen Kranken-<br />

kassen bleibt die AOK auch in Zukunft<br />

flächendeckend präsent. Mit<br />

dieser Festlegung bekräftigt die<br />

AOK ihre verbraucherorientierte<br />

Geschäftspolitik. „Wer weiß, wie<br />

kompliziert das Gesundheitswesen<br />

ist, steht in der Pflicht, seinen<br />

Versicherten kompetente Beratung<br />

vor Ort anzubieten.“ Dies ist<br />

eine der Kernaussagen der AOK-<br />

Geschäftspolitik.<br />

Über 80 Prozent der AOK-Versicherten<br />

sehen dies genau sound<br />

geben den persönlichen Kontakt<br />

zu ihren Kundenberatern in Geschäftsstellen<br />

als sehr wichtig<br />

an, sodas Ergebnis einer Befragung.<br />

Bei Versicherten im Alter<br />

von 36 bis 55 Jahren liegt der<br />

Wert sogar bei knapp 90Prozent.<br />

Aber auch 81 Prozent der 16- bis<br />

35-Jährigen sehen im persönlichen<br />

Beratungsangebot vor Ort<br />

eine notwendige Serviceleistung<br />

ihrer Krankenkasse. Das Umfrageergebnis<br />

zeigt eindrucksvoll, dass<br />

AOK-Versicherte die wohnortnahe<br />

Betreuung und die hohe Beratungsqualität<br />

sehr schätzen. Die<br />

AOK bekennt sich zu ihrem Geschäftsstellennetz<br />

und wird dies<br />

auch künftig beibehalten. Gemäß<br />

ihrem Motto: Einfach nah. Meine<br />

AOK.<br />

Wir bleiben da, wo wir hingehören –<br />

in Ihrer Nähe<br />

In 250 Geschäftsstellen inBayern und davon 16Mal im Allgäu sind wir persönlich für Sie da!<br />

Bei Bedarf kommen wir auch gerne zu Ihnen nach Hause.<br />

www.aok.de/bayern


54 Asklepios Klinik Lindau ANZEIGE<br />

Individuelle und differenzierte<br />

Beratung und Therapie<br />

Behandlung am Orthopädischen Wirbelsäulenzentrum Bodensee<br />

E Dr. Stephan Werle, Chefarzt<br />

Das Orthopädische Wirbelsäulenzentrum<br />

Bodensee der<br />

Asklepios Klinik Lindau bietet<br />

Patientinnen und Patienten das<br />

gesamte Spektrum an Behandlungen<br />

an der Wirbelsäule sowie<br />

individuelle und differenzierte<br />

Beratung und Therapie.<br />

Langjährige Erfahrung<br />

und hohe Spezialisierung<br />

Chefarzt Dr. Stephan Werle ist<br />

Inhaber des Master-Zertifikats<br />

der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft.<br />

Dieses wird ausschließlich<br />

an Ärzte in hochspezialisierten<br />

Einrichtungen mit<br />

langjähriger Erfahrung für operative<br />

Eingriffe verschiedener<br />

Schwierigkeitsgrade vergeben.<br />

Die Gesellschaft bestätigt damit<br />

unter anderem die Expertise<br />

zur Anwendung verschiedenster<br />

operativer Techniken zur Behandlung<br />

von Verschleißerkrankungen,<br />

Tumoren, Fehlstellungen.<br />

Zweitmeinung zu einer vorgeschlagenen<br />

Behandlung<br />

Das Orthopädische Wirbelsäulenzentrum<br />

Bodensee beteiligt<br />

sich zudem am DWG-<br />

Zweitmeinungsportal. Über die<br />

Internetseite www.dwg.org/<br />

zweitmeinungsportal/ bietet diese<br />

Plattform die Möglichkeit, zu<br />

einer vorgeschlagenen Behandlung<br />

eine zweite Meinung eines<br />

Experten einzuholen. Voraussetzung<br />

für die Teilnahme am Portal<br />

ist die Expertise im gesamten<br />

Spektrum der Erkankungen der<br />

Wirbelsäule von der nicht-operativen<br />

Therapie bis hin zur komplexen<br />

operativen Versorgung.


ANZEIGE Asklepios Klinik Lindau<br />

55<br />

Gelenkersatz<br />

nach höchsten Maßstäben<br />

Behandlung aller Arten von Gelenk- und Mobilitätsproblemen<br />

E Dr. Thomas Wißmeyer, Chefarzt<br />

Das Endoprothetikzentrum der<br />

Asklepios Klinik Lindau ist eine<br />

Spezialabteilung für Gelenkchirurgie,<br />

in der alle Arten von Gelenkund<br />

Mobilitätsproblemen behandelt<br />

werden. Die Erneuerung<br />

stark geschädigter Gelenke durch<br />

Endoprothesen wird hier nach<br />

modernsten Methoden durchgeführt.<br />

Seit 2011 wurden so in<br />

Lindau knapp 2000 Gelenkersatzoperationen<br />

vorgenommen. Das<br />

Zentrum ist unter dem Namen<br />

Endo-LindauBodensee als erstes<br />

Endoprothetikentrum der Region<br />

Bodensee/Oberschwaben/Allgäu<br />

zertifiziert.<br />

Schonung der Muskulatur<br />

Hüftgelenkersatzoperationen<br />

werden nach der sogenannten<br />

AMIS-Methode minimalinvasiv<br />

von Chefarzt Dr. Thomas Wißmeyer<br />

und seinem Team durchgeführt.<br />

Hierbei wird lediglich ein<br />

kleiner Zugang unter maximaler<br />

Schonung der Muskulatur an der<br />

Hüfte verwendet, um geringere<br />

Blutungen zu verursachen, die<br />

Muskulatur zu schonen und nach<br />

der OP rasch wieder einsatzfähig<br />

zu machen. Patienten können so<br />

meist nach drei Tagen bereits wieder<br />

Treppensteigen.<br />

Knieprothesen werden allesamt<br />

unter Anwendung von Computernavigation<br />

hochpräzise eingebaut,<br />

was eine lange Haltbarkeit<br />

des Gelenkersatzes gewährleistet.<br />

Auch die immer häufiger notwendigen<br />

Wechseloperationen<br />

von Gelenkprothesen werden im<br />

Endo-LindauBodensee durchgeführt,<br />

was gerade älter werdenden<br />

Patienten zugute kommt.<br />

Die Leistungen der Zentren im Überblick<br />

Schwerpunkte Orthopädisches<br />

Wirbelsäulenzentrum<br />

Bodensee<br />

• Spinalkanalstenosen<br />

• Bandscheibenvorfälle<br />

• Instabilitäten/Wirbelgleiten<br />

• Wirbelbrüche<br />

• Fehlstellungen bei Kindern<br />

und Erwachsenen (Skoliosen,<br />

Kyphosen)<br />

• Infektionen<br />

• Tumore<br />

• Rheumatische<br />

Veränderungen<br />

• Wirbelsäulenveränderungen<br />

bei Stoffwechselstörungen<br />

oder allgemeinen Erkrankungen<br />

des Bewegungsapparates<br />

Behandlungsspektrum<br />

• minimalinvasive operative<br />

Verfahren aller Wirbelsäulenabschnitte<br />

• funktionserhaltende<br />

operative Versorgung<br />

• dynamische Verfahren,<br />

Bandscheibenprothesen<br />

• endoskopische Chirurgie<br />

• Frakturen an Wirbelsäule und<br />

Becken bei Osteoporose<br />

• Revisionschirurgie<br />

(Folgeeingriffe nach füherer<br />

operativer Behandlung)<br />

• nichtoperative Behandlung,<br />

interventionelle Schmerztherapie<br />

Leitungsspektrum<br />

Endoprothetikzentrum<br />

• Minimalinvasive<br />

Endoprothetik der Hüfte<br />

• Navigierte Knieendoprothetik<br />

• Navigierte Wechsel-Endoprothetik<br />

am Knie<br />

• Schulterprothesen<br />

• Minimalinvasiver Wechsel<br />

von Endoprothesen<br />

• Gelenkverletzungen aller<br />

Gelenke einschließlich<br />

Knorpeltherapie und<br />

Bandersatz<br />

• Unfallverletzungen im Alter<br />

(Alterstraumatologie)<br />

• Unfallbehandlung für<br />

Versicherte der<br />

Berufsgenossenschaften<br />

• Arthroskopie der Gelenke<br />

(Knie, Schulter, Ellenbogen,<br />

Sprunggelenk)<br />

Friedrichshafener Straße 82, 88131 Lindau<br />

Sekretariat: Petra Kriese<br />

Telefon 08382/276-3820<br />

www.asklepios.com/Lindau


56<br />

Chefärzte<br />

Prof. Dr. med. Lars Fischer<br />

Klinikum Memmingen<br />

Klinik für Anästhesiologie,<br />

operative<br />

Intensivmedizin und<br />

Schmerztherapie<br />

Alter: 49 Jahre<br />

Hobbys: Fußball,<br />

Wandern, Lesen<br />

PD Dr. med. Felix Flock<br />

Klinikum Memmingen<br />

Klinik für Gynäkologie<br />

und Geburtshilfe<br />

(Gynäkoonkologischer<br />

Schwerpunkt)<br />

Alter: 54 Jahre<br />

Hobbys: Lesen,<br />

Wandern, Radeln,<br />

Garten<br />

Dr. med. Rupert Grashey<br />

Klinikum Memmingen<br />

Dr. rer. nat. Eberhard Grusa<br />

Klinikum Memmingen<br />

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Carsten N. Gutt<br />

Klinikum Memmingen<br />

Dr. med. Walter Hofmann<br />

Klinikum Memmingen<br />

Leitung<br />

Notfallklinik<br />

Alter: 47 Jahre<br />

Hobbys: Ski- und<br />

Hochtouren<br />

Klinikapotheke,<br />

Pharmazeutischer<br />

Hersteller<br />

Alter: 59 Jahre<br />

Hobbys: Kultur,<br />

Geographie<br />

Klinik für Allgemein-,<br />

Viszeral-, Thoraxund<br />

Gefäßchirurgie<br />

Alter: 52 Jahre<br />

Hobbys:<br />

Sport, Garten,<br />

Kochen, Handwerk<br />

Abteilung für<br />

Pathologie<br />

Alter: 64 Jahre<br />

Hobbys: Oper<br />

Prof. Dr. med. Christoph Höhnke<br />

Klinikum Memmingen<br />

PD Dr. med. Christoph Lichy, M.Sc.<br />

Klinikum Memmingen<br />

Prof. Dr. med. Andreas May<br />

Klinikum Memmingen<br />

Prof. Dr. med. Albrecht Pfeiffer<br />

Klinikum Memmingen<br />

Plastische und<br />

ästhetische Chirurgie<br />

(Konsiliararzt)<br />

Alter: 60 Jahre<br />

Hobbys: Skifahren,<br />

Segeln, Wandern,<br />

Literatur<br />

Klinik für Neurologie<br />

mit zertifizierter<br />

Stroke Unit<br />

Alter: 47 Jahre<br />

Hobbys: Klassische<br />

Musik, Literatur,<br />

Geschichte,<br />

Fahrradfahren<br />

Medizinische Klinik I<br />

(Kardiologie,<br />

Pneumologie,<br />

Nephrologie,<br />

Int. Intensivmedizin)<br />

Alter: 50 Jahre<br />

Hobbys:<br />

Laufen, Schwimmen<br />

Medizinische Klinik II<br />

(Gastroenterologie/<br />

Hepatologie, Endokrinologie/Diabetologie,<br />

Onkologie, Palliativmedizin,<br />

Geriatrie)<br />

Alter: 61 Jahre<br />

Hobbys: Sport,<br />

Klassische Musik<br />

Dr. med. Christoph Pöhlmann<br />

Klinikum Memmingen<br />

Prof. Dr. David Frommhold<br />

Klinikum Memmingen<br />

Prof. Dr. med. Christian Schinkel<br />

Klinikum Memmingen<br />

Prof. Dr. med. Peter Schneede<br />

Klinikum Memmingen<br />

Abteilung für<br />

Hygiene und<br />

Mikrobiologie<br />

Alter: 49 Jahre<br />

Hobbys: Radfahren,<br />

Schwimmen, Lesen,<br />

Musik hören, Fliegen<br />

Klinik für Kinderund<br />

Jugendmedizin<br />

(Kinderchirurgie,<br />

KfH-Nierenzentrum,<br />

Perinatalzentrum,<br />

Sozialpädiatrisches<br />

Zentrum)<br />

Alter: 43 Jahre<br />

Hobbys: Badminton,<br />

Langlauf, Fotografie<br />

Klinik für<br />

Unfallchirurgie,<br />

Handchirurgie<br />

und Orthopädie<br />

Alter: 53 Jahre<br />

Hobbys: Sport,<br />

Bergsport<br />

Klinik für Urologie (Spezielle<br />

Urologische Chirurgie,<br />

Medikamentöse<br />

Tumortherapie, Harntrakt-Röntgendiagnostik,<br />

Palliativmedizin, Andrologie,<br />

Kinderurologie)<br />

Alter: 55 Jahre<br />

Hobbys: Natur, Heim,<br />

Handwerk<br />

Prof. Dr. med. Jens Stollfuß<br />

Klinikum Memmingen<br />

Dr. med. Stefan Grammer<br />

Waldburg-Zeil Kliniken<br />

Prof. Dr. med. Paul-Jürgen Hülser<br />

Waldburg-Zeil Kliniken<br />

Dr. med. Andreea-Oana Barsan<br />

Waldburg-Zeil Kliniken<br />

Abteilung für<br />

Radiologie und<br />

Nuklearmedizin<br />

Alter: 54 Jahre<br />

Hobbys:<br />

Lesen,<br />

Wandern, Garten<br />

Rehabilitationsklinik<br />

Bad Wurzach,<br />

Klinik für Geriatrie<br />

Alter: 55 Jahre<br />

Hobbys: Musik,<br />

Radfahren<br />

Klinik für neurologische<br />

und neurochirurgische<br />

Rehabilitation,<br />

Fachkliniken Wangen<br />

Alter: 63 Jahre<br />

Hobbys: Wandern,<br />

Garten<br />

Rehabilitationsklinik<br />

Bad Wurzach<br />

Klinik für neurologische<br />

und neurochirurgische<br />

Rehabilitation<br />

Alter: 47 Jahre<br />

Hobbys: Kulturelle und<br />

kulinarische Reisen,<br />

Sprachen, Meditation<br />

Univ.-Prof. Dr. med. univ. Christian M. Kähler<br />

Waldburg-Zeil Kliniken<br />

Dr. med. Klaus Müller<br />

Waldburg-Zeil Kliniken<br />

Dr. med. Christof Neukirch<br />

Waldburg-Zeil Kliniken<br />

Thomas Pöttgen<br />

Waldburg-Zeil Kliniken<br />

Klinik für<br />

Pneumologie,<br />

Fachkliniken Wangen<br />

Alter: 52 Jahre<br />

Hobbys: Sport,<br />

Natur, Musik<br />

Klinik im Hofgarten<br />

Klinik für Orthopädie<br />

und Rheumatologie,<br />

Bad Waldsee<br />

Alter: 57 Jahre<br />

Hobbys: Klavier spielen,<br />

Sport, Joggen<br />

Argentalklinik,<br />

Fachklinik für konservative<br />

Orthopädie<br />

und Rheumatologie<br />

Alter: 50 Jahre<br />

Hobbys: Familie,<br />

Sport, Heraldik<br />

Rehabilitationsklinik<br />

Bad Wurzach,<br />

Klinik für Orthopädie<br />

Alter: 41 Jahre<br />

Hobbys: Skifahren,<br />

Fotografieren<br />

PD Dr. med. Robert Scheubel<br />

Waldburg-Zeil Kliniken<br />

Dr. med. Jörg Schmitz<br />

Waldburg-Zeil Kliniken<br />

Dr. med Roman Schmucker<br />

Waldburg-Zeil Kliniken<br />

Dr. med. Armin Schneider (MBA)<br />

Waldburg-Zeil Kliniken<br />

Klinik für<br />

Thoraxchirurgie,<br />

Fachkliniken Wangen<br />

Alter: 48 Jahre<br />

Hobbys: Sport,<br />

Musik, Familie<br />

Onkologische<br />

Abteilung, Klinik<br />

Schwabenland<br />

Alter: 53 Jahre<br />

Hobbys: Wandern,<br />

Bergtouren<br />

Kardiologische<br />

Abteilung, Klinik<br />

Schwabenland,<br />

Neutrauchburg<br />

Alter: 58 Jahre<br />

Hobbys: Familie,<br />

Tennis<br />

Klinik für Anästhesie<br />

und Intensivmedizin,<br />

Fachkliniken Wangen<br />

Alter: 63 Jahre<br />

Hobbys: Sport, Musik,<br />

Kunst, Fotografie


57<br />

Dr. med. Thomas Spindler<br />

Waldburg-Zeil Kliniken<br />

Dr. med. Nora Volmer-Berthele (MBA)<br />

Waldburg-Zeil Kliniken<br />

Dr. med. Wolfgang Beinborn<br />

Klinikum Kaufbeuren<br />

Prof. Dr. med. Helmut Diepolder<br />

Klinikum Kaufbeuren<br />

Klinik für Pädiatrische<br />

Pneumologie und<br />

Allergologie, Akut und<br />

Rehabilitation,<br />

Fachkliniken Wangen<br />

Alter: 59 Jahre<br />

Hobbys: Radeln,<br />

Langlauf, klassische<br />

Musik<br />

Rehabilitationsklinik<br />

für Kinder und<br />

Jugendliche, Psychosomatik,<br />

Fachkliniken<br />

Wangen<br />

Alter: 38 Jahre<br />

Hobbys: Sport,<br />

Reisen, Literatur<br />

Radiologie,<br />

Neuroradiologie<br />

Alter: 57 Jahre<br />

Hobbys: Trompete,<br />

Klavier,Gesang,<br />

Komposition,<br />

Joggen<br />

Innere Medizin,<br />

Gastroenterologie<br />

Alter: 55 Jahre<br />

Hobbys: Skifahren,<br />

Kochen, Musik,<br />

Photografie<br />

PD Dr. med. Bernd Hartmann<br />

Klinikum Kaufbeuren<br />

Dr. med. Joachim Klasen<br />

Klinikum Kaufbeuren<br />

Dr. med. Michaela Knestele<br />

Klinikum Kaufbeuren<br />

PD Dr. med. Marcus Koller<br />

Klinikum Kaufbeuren<br />

Anästhesie,<br />

Intensivmedizin,<br />

Schmerztherapie,<br />

Palliativmedizin<br />

Alter: 48 Jahre<br />

Hobbys: Joggen,<br />

Skifahren, Radfahren,<br />

Lesen<br />

Anästhesie,<br />

Intensivmedizin,<br />

Schmerztherapie,<br />

Palliativmedizin<br />

Alter: 54 Jahre<br />

Hobbys: Chor,<br />

Langstreckenlauf<br />

Wundzentrum –<br />

Venenchirurgie,<br />

Lymphologie,<br />

Wundbehandlung<br />

Alter: 56 Jahre<br />

Hobbys: Garten,<br />

Hunde, Unterrichten<br />

Innere Medizin,<br />

Kardiologie,<br />

Elektrophysiologie<br />

Alter: 49 Jahre<br />

Hobbys: Skifahren,<br />

Bergwandern, Tennis,<br />

Literatur<br />

Prof. Dr. med. Stefan Maier<br />

Klinikum Kaufbeuren<br />

Dr. med. Marianne Mayer<br />

Klinikum Kaufbeuren<br />

PD Dr. Markus Rauchenzauner<br />

Klinikum Kaufbeuren<br />

Dr. med. Wolfgang Schnitzler<br />

Klinikum Kaufbeuren<br />

Allgemein-,<br />

Viszeral-, Thoraxund<br />

Gefäßchirurgie<br />

Alter: 47 Jahre<br />

Hobbys:<br />

Mountainbiken<br />

Frauenklinik,<br />

Brust- und<br />

Beckenbodenzentrum<br />

Alter: 63 Jahre<br />

Hobbys: Tennis,<br />

Bergsport, Hund<br />

Kinder- und<br />

Jugendmedizin,<br />

Neuropädiatrie<br />

Alter: 43 Jahre<br />

Hobbys: Skifahren,<br />

Mountainbiken,<br />

Joggen, Berge,<br />

Gitarre<br />

Unfallchirurgie,<br />

Orthopädische<br />

Chirurgie<br />

Alter: 53 Jahre<br />

Hobbys: Lesen,<br />

Fotografieren,<br />

Tischtennis<br />

Dr. med. Winfried Eschholz<br />

Klinik Füssen<br />

Dr. med. Martin Hinterseer<br />

Klinik Füssen<br />

Dr. med. Jochen Schmand<br />

Klinik Füssen<br />

Dr. med. Claus Uecker<br />

Klinik Füssen<br />

Gynäkologie/<br />

Geburtshilfe<br />

Alter: 57 Jahre<br />

Hobbys: Berge,<br />

Wandern, Skitouren,<br />

Radeln, Lesen<br />

Innere Medizin,<br />

Kardiologie<br />

Alter: 49 Jahre<br />

Hobbys: Skifahren,<br />

Skitouren, Radeln,<br />

Bergsteigen<br />

Chirurgie/<br />

Unfallchirurgie<br />

Alter: 55 Jahre<br />

Hobbys: Neuere<br />

Geschichte,<br />

Wassersport<br />

Geriatrische<br />

Rehabilitation<br />

Alter: 48 Jahre<br />

Hobbys: Outdoor,<br />

Acrylmalerei,<br />

Biografien,<br />

Südostasien<br />

Dr. med. Roland Vieth<br />

Klinik Füssen<br />

Dr. med. Sascha Chmiel<br />

Klinik Buchloe<br />

Dr. med. Christoph Düsterwald<br />

Klinik Buchloe<br />

Dr. med. Stefan Härtel<br />

Klinik Buchloe<br />

Leitender Arzt<br />

Viszeralchirurgie<br />

Alter: 57 Jahre<br />

Hobbys: Langlaufen,<br />

Skitouren,<br />

Mountainbiken,<br />

Wandern<br />

Kardiologie<br />

Alter: 44 Jahre<br />

Hobbys: Joggen,<br />

Mountainbiken,<br />

Motorradfahren<br />

Anästhesie<br />

Alter: 46 Jahre<br />

Hobbys: Skifahren,<br />

Bergwandern, Lesen<br />

Chirurgie,<br />

Visceralchirurgie<br />

Alter: 63 Jahre<br />

Hobbys: Langlauf,<br />

Bergwandern,<br />

Radfahren, Segeln<br />

Dr. med. Peter Meyer<br />

Klinik Buchloe<br />

Dr. med. Artur Schleich<br />

Klinik Buchloe<br />

Innere Medizin,<br />

Gastroenterologe<br />

Alter: 57 Jahre<br />

Hobbys: Reisen,<br />

Fahrradfahren,<br />

Wandern,<br />

Klavier spielen<br />

Innere Medizin,<br />

Rheumatologie,<br />

Gastroenterologie<br />

Alter: 64 Jahre<br />

Hobbys: Gartenbau,<br />

Bienenhaltung<br />

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Prof. Dr. Martin Heuschmid<br />

Oberschwabenklinik<br />

Dr. med. Franz Immler<br />

Oberschwabenklinik<br />

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Radiologie<br />

Alter: 44 Jahre<br />

Hobbys: Skifahren,<br />

Fahrradfahren, Golf<br />

Allgemein- und<br />

Visceralchirurgie<br />

Alter: 62 Jahre<br />

Hobbys: Laufen,<br />

Fahrradfahren<br />

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Dr. med. Stefan Locher<br />

Oberschwabenklinik<br />

Dr. med. Elmar-D. Mauch<br />

Oberschwabenklinik<br />

Dr. med. Jörg Maurus<br />

Oberschwabenklinik<br />

Dr. med. Günther Waßmer<br />

Oberschwabenklinik<br />

Anästhesie,<br />

Intensiv-, Notfall- und<br />

Schmerzmedizin<br />

Alter: 60 Jahre<br />

Hobbys: Skifahren<br />

und Langlauf,<br />

Fahrradfahren, DRK<br />

Gynäkologie<br />

und Geburtshilfe<br />

Alter: 58 Jahre<br />

Hobbys: Skifahren,<br />

Reiten, Wandern,<br />

Motorradfahren<br />

Innere Medizin,<br />

Kardiologie,<br />

Gastroenterologie<br />

Alter: 58 Jahre<br />

Hobbys: Klettern,<br />

Bergwandern<br />

Orthopädie und<br />

Unfallchirurgie<br />

Alter: 60 Jahre<br />

Hobbys:<br />

Radwandern<br />

Dr. med. Ronald Treiber<br />

Reha-Klinik Allgäu, Klinik Sonthofen<br />

Eric Sontag<br />

Reha-Klinik Allgäu, Klinik Sonthofen<br />

Dr. med. Ulrich Bäcker<br />

Klinik Oberstdorf<br />

Dr. med. Nis Nissen<br />

Klinik Immenstadt<br />

Innere Medizin<br />

und Geriatrie<br />

Alter: 57 Jahre<br />

Hobbys:<br />

Rennradfahren<br />

Innere Medizin<br />

und Geriatrie<br />

Alter: 52 Jahre<br />

Hobbys:<br />

Musik/Gitarre, Sport<br />

Innere Medizin,<br />

Gastroenterologie<br />

und Sportmedizin<br />

Alter: 57 Jahre<br />

Hobbys: Wandern,<br />

Reisen, Sprachen<br />

Innere Medizin und<br />

Gastroenterologie,<br />

Sportmedizin<br />

Alter: 55 Jahre<br />

Hobbys: Literatur,<br />

Mountainbiking,<br />

Langstreckenlauf<br />

Dr. med. Karsten Menzel<br />

Klinik Immenstadt , Klinik Oberstdorf<br />

Dr. med. Herbert Mayer<br />

Klinik Immenstadt<br />

Dr. med. Lutz Hausser<br />

Klinik Immenstadt<br />

Dr. med. Joachim Rogg<br />

Klinikum Kempten und Klinik Immenstadt<br />

Chirurgie,<br />

Unfallchirurgie,<br />

Orthopädie<br />

Alter: 50 Jahre<br />

Hobbys: Skifahren,<br />

Klettern, Bergsteigen,<br />

Bereitschaftsarzt<br />

der Bergwacht<br />

Oberstdorf<br />

Chirurgie, Unfallchirurgie,<br />

Orthopädie<br />

Alter: 48 Jahre<br />

Hobbys: Skifahren,<br />

Bergsteigen,<br />

Bereitschaftsarzt der<br />

Bergwacht Oberstaufen,<br />

Regionalarzt<br />

Bergwacht Allgäu<br />

Allgemein- und<br />

Viszeralchirurgie<br />

Alter: 51 Jahre<br />

Hobbys:<br />

keine Angaben<br />

Gefäßchirurgie<br />

Herz- und Gefäßzentrum<br />

Oberallgäu-<br />

Kempten,<br />

Notfallmedizin<br />

Alter: 52 Jahre<br />

Hobbys: Skitouren,<br />

Mountainbike<br />

Dr. med. Roland Tines<br />

Klinikum Kempten und Klinik Immenstadt<br />

Prof. Dr. med. Mathias Haller<br />

Kliniken Kempten, Immenstadt, Oberstdorf<br />

Dr. med. Martin Fiedermutz<br />

Kliniken Kempten, Immenstadt, Oberstdorf<br />

PD Dr. med. Florian Wagner<br />

Kliniken Kempten , Immenstadt, Oberstdorf<br />

Gefäßchirurgie<br />

Herz- und<br />

Gefäßzentrum<br />

Oberallgäu-Kempten<br />

Alter: 44<br />

Hobbys: Familie,<br />

Wandern, Literatur,<br />

Musik<br />

Anästhesie,<br />

Intensiv- und<br />

Notfallmedizin<br />

Alter: 63 Jahre<br />

Hobbys: Sport,<br />

Musik, Lesen<br />

Stv. Ärztl. Direktor<br />

Kliniken Immenstadt,<br />

Sonthofen, Oberstdorf,<br />

Anästhesie,<br />

OP-Management,<br />

Notfallmedizin<br />

Alter: 52 Jahre<br />

Hobbys: Segeln,<br />

Skifahren, Allgäu<br />

Anästhesie,<br />

Intensiv- und<br />

Notfallmedizin<br />

OP-Management<br />

Alter: 42 Jahre<br />

Hobbys: Rennrad,<br />

Mountainbike,<br />

Skifahren<br />

Prof. Dr. med. Wulf Ito<br />

Klinikum Kempten und Klinik Immenstadt<br />

Angiologie, Kardiologie,<br />

Innere Medizin<br />

Herz- und Gefäßzentrum<br />

Oberallgäu-<br />

Kempten<br />

Alter: 53 Jahre<br />

Hobbys: Familie,<br />

Natur, klass. Musik<br />

PD Dr. med. Martin R. Karch<br />

Klinikum Kempten und Klinik Immenstadt<br />

Stv. Ärztl. Direktor<br />

Klinikum Kempten<br />

Herz- und Gefäßzentrum<br />

Kardiologie,<br />

Elektrophysiologie,<br />

Intensivmedizin,<br />

Innere Medizin<br />

Alter: 53 Jahre<br />

Hobbys: Natur, Sport,<br />

Kirchenmusik<br />

Prof. Dr. med. Jan Torzewski (MBA)<br />

Klinikum Kempten und Klinik Immenstadt<br />

Ärztl. Direktor Kliniken<br />

Immenstadt, Sonthofen,<br />

Oberstdorf<br />

Kardiologie, Intensivmedizin,<br />

Innere Medizin<br />

Herz- und Gefäßzentrum<br />

Oberallgäu-<br />

Kempten<br />

Alter: 49 Jahre<br />

Hobbys: Wandern<br />

Prof. Dr. med. Christian Schumann<br />

Klinikum Kempten und Klinik Immenstadt<br />

Pneumologie,<br />

Thoraxonkologie,<br />

Schlaf- und<br />

Beatmungsmedizin<br />

Alter: 46 Jahre<br />

Hobbys: Familie,<br />

Sport und Allgäu<br />

Dr. med. Johannes Paula<br />

Klinik Immenstadt<br />

Prof. Dr. med. Andrik Aschoff<br />

Klinikum Kempten<br />

Prof. Dr. med. Peter Büchler<br />

Klinikum Kempten<br />

Prof. Dr. med. Ricardo Felberbaum<br />

Klinikum Kempten<br />

Herzchirurgie<br />

Allgäu-Klinik<br />

Alter: 55 Jahre<br />

Hobbys: Allgäu,<br />

Segeln, Skifahren<br />

Diagnostische und<br />

interventionelle<br />

Radiologie und Neuroradiologie<br />

Alter: 51 Jahre<br />

Hobbys: Rennrad,<br />

Snowboard, Segeln,<br />

Literatur, Film<br />

Allgemein-, Viszeralund<br />

Thoraxchirurgie<br />

mit<br />

Departement<br />

Kinderchirurgie<br />

Alter: 50 Jahre<br />

Hobbys: Natur, Sport,<br />

Chirurgie<br />

Ärztlicher Direktor<br />

Klinikum Kempten,<br />

Frauenheilkunde und<br />

Geburtshilfe, gyn.<br />

Onkologie, Reproduktionsmedizin<br />

Alter: 56 Jahre<br />

Hobbys: Literatur,<br />

Familie, Oper, Theater<br />

Prof. Dr. med. Rolf von Knobloch<br />

Klinikum Kempten<br />

Dr. med. Herbert Müller<br />

Klinikum Kempten<br />

PD Dr. med. Christian Langer<br />

Klinikum Kempten<br />

Dr. med. Christoph Schul<br />

Klinikum Kempten<br />

Urologie, spezielle<br />

urologische Chirurgie,<br />

Medikamentöse<br />

Tumortherapie,<br />

Andrologie<br />

Alter: 53 Jahre<br />

Hobbys: Skifahren und<br />

Biken in den Alpen<br />

Kinderheilkunde,<br />

Jugendmedizin,<br />

Neonatologie,<br />

Perinatalzentrum<br />

Alter: 64 Jahre<br />

Hobbys: Berge, Rad,<br />

graphische Kunst<br />

Hämatologie,<br />

Onkologie,<br />

Palliativmedizin<br />

Alter: 44 Jahre<br />

Hobbys: Musik,<br />

Skifahren, Familie<br />

Neurochirurgie<br />

Alter: 54 Jahre<br />

Hobbys: Familie,<br />

Motorradfahren,<br />

Garten


59<br />

Prof. Dr. med. Georg Täger<br />

Klinikum Kempten<br />

Dr. med. Wolfgang Angeli<br />

Klinikum Kempten<br />

Prof. Dr. med. Rolf Kern<br />

Klinikum Kempten<br />

Dr. med. univ. Dagmar Strauß<br />

Klinikum Kempten<br />

Orthopädie,<br />

spez. Unfallchirurgie,<br />

Handchirurgie,<br />

Chirurgie<br />

Alter: 54 Jahre<br />

Hobbys:<br />

Fliegenfischen, Garten,<br />

Musik, Wandern<br />

Gastroenterologie<br />

Alter: 60 Jahre<br />

Hobbys: Familie,<br />

das Allgäu<br />

Neurologie und<br />

Intensivmedizin<br />

Alter: 45 Jahre<br />

Hobbys: Sport, Musik,<br />

Familie, Reisen<br />

Zentrale<br />

interdisziplinäre<br />

Notaufnahme<br />

Innere Medizin,<br />

Notfallmedizin<br />

Alter: 51 Jahre<br />

Hobbys: Skifahren,<br />

Golf, Notfallmedizin<br />

Dr. med. Markus Brenner<br />

St. Vinzenz Klinik Pfronten<br />

Dr. med. Michael Geyer<br />

St. Vinzenz Klinik Pfronten<br />

Dr. med. Dominik J. Müller<br />

St. Vinzenz Klinik Pfronten<br />

Dr. med. Johannes Spengler<br />

St. Vinzenz Klinik Pfronten<br />

Rehaklinik, Geriatrie<br />

Alter: 48 Jahre<br />

Hobbys: Dirigent<br />

der Musikkapelle<br />

Eisenberg<br />

Leiter der<br />

orthopädischen<br />

Chirurgie<br />

Alter: 58 Jahre<br />

Hobbys: Skitouren,<br />

Mountainbiken<br />

Innere Medizin<br />

Alter: 55 Jahre<br />

Hobbys: Eishockey,<br />

Ausdauersport,<br />

Klassische Musik,<br />

Altgriechisch<br />

Chirurgie, Orthopädie,<br />

Unfallchirurgie<br />

Alter: 55 Jahre<br />

Hobbys: Bergsteigen,<br />

Mountainbiken,<br />

Skitouren<br />

Dr. Achim Grinschgl<br />

Bezirkskliniken Schwaben, Obergünzburg<br />

Günztalklinik Allgäu:<br />

Klinik für<br />

Psychosomatik und<br />

Psychotherapie<br />

Alter: 52 Jahre<br />

Hobbys: Bergsteigen,<br />

Skifahren, Lesen<br />

(Literatur)<br />

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Prof. Dr. Martin Hecht<br />

Bezirkskliniken Schwaben, Kaufbeuren<br />

Klinik für Neurologie<br />

Alter: 54 Jahre<br />

Hobbys: Familie,<br />

Laufen, Musik hören<br />

Prof. Dr. Markus Jäger<br />

Bezirkskliniken Schwaben, Kempten<br />

Klinik für Psychiatrie,<br />

Psychotherapie und<br />

Psychosomatik<br />

Alter: 47 Jahre<br />

Hobbys: Lesen,<br />

Bergwandern,<br />

Radfahren<br />

Dr. Andreas Küthmann<br />

Bezirkskliniken Schwaben, Memmingen<br />

Klinik für Psychiatrie,<br />

Psychotherapie und<br />

Psychosomatik<br />

Alter: 56 Jahre<br />

Hobbys: Geschichte,<br />

Kochen, Backen,<br />

Wandern<br />

Norbert Ormanns<br />

Bezirkskliniken Schwaben, Kaufbeuren<br />

Klinik für Forensische<br />

Psychiatrie<br />

und Psychotherapie<br />

Alter: 56 Jahre<br />

Hobbys: Sport, Musik,<br />

Literatur, Motorrad,<br />

Reisen, Kochen


60<br />

PD Dr. Albert Putzhammer<br />

Bezirkskliniken Schwaben, Kaufbeuren<br />

Dr. Klaus Klimczyk<br />

Fachklinik Enzensberg<br />

Dr. Christian Kranemann<br />

Fachklinik Enzensberg<br />

Dr. Ulrich Steller<br />

Fachklinik Enzensberg<br />

Klinik für Psychiatrie,<br />

Psychotherapie und<br />

Psychosomatik<br />

Alter: 53 Jahre<br />

Hobbys: Wandern,<br />

Mountainbike<br />

Interdisziplinäres<br />

Schmerzzentrum/<br />

spezielle Orthopädie<br />

Alter: 64 Jahre<br />

Hobbys: Radfahren,<br />

Lesen, Familie<br />

Orthopädie/<br />

Unfallchirurgie<br />

Alter: 60 Jahre<br />

Hobbys: Segeln,<br />

Fischen, Reiten,<br />

Mountainbiking<br />

Neurologie<br />

Alter: 63 Jahre<br />

Hobbys: Lesen,<br />

Tanzen, Moutainbiking<br />

Dr. Astrid Werner<br />

Fachklinik Enzensberg<br />

Dr. Günter Baumgärtner<br />

Fachklinik Ichenhausen<br />

Dr. Joachim Durner<br />

Fachklinik Ichenhausen<br />

Dr. med. Volker Kratzsch<br />

Helios Kliniken Bad Grönenbach<br />

Psychosomatik<br />

Alter: 59 Jahre<br />

Hobbys: Kampfsport<br />

(traditionelles<br />

Taekwondo),<br />

Tauchen,<br />

Bergwandern<br />

Spezielle Schmerztherapie,<br />

Physikalische<br />

Therapie, Akupunktur,<br />

Chirotherapie,<br />

Sozialmedizin<br />

Alter: 58 Jahre<br />

Hobbys:<br />

Radfahren, Lesen<br />

Neurologie, Innere<br />

Medizin, Physikalische<br />

und Rehabilitative<br />

Medizin, Klinische<br />

Geriatrie, Schlafmedizin,<br />

Sozialmedizin<br />

Alter: 61 Jahre<br />

Hobbys:<br />

Familie, Sport<br />

Hörstörungen, Tinnitus<br />

und Schwindel-<br />

Erkrankungen<br />

Alter: 58 Jahre<br />

Hobbys: Reisen,<br />

Lesen, Sport<br />

Dr. med. Ulrich Seitzer<br />

Helios Kliniken Bad Grönenbach<br />

Dr. med. Rainer Fink<br />

Helios Kliniken Bad Grönenbach<br />

Dr. med. Robert Dusch<br />

Helios Kliniken Bad Grönenbach<br />

Birthe Hildebrandt-Möller<br />

Helios Privatklinik Allgäu<br />

Kardiologie,<br />

Innere Medizin<br />

Alter: 54 Jahre<br />

Hobbys: Karate,<br />

Rennrad, Berge,<br />

„Christoph 17“<br />

Orthopädie und<br />

Unfallchirurgie<br />

Alter: 63 Jahre<br />

Hobbys: Reisen,<br />

Bergtouren,<br />

Mountainbiken<br />

Psychosomatische<br />

Rehabilitation<br />

Alter: 51 Jahre<br />

Hobbys: Literatur,<br />

Philosophie, Sprachen,<br />

Wintersport<br />

und MTB-Fahren<br />

Akutpsychosomatik<br />

Alter: 52 Jahre<br />

Hobbys: Lesen,<br />

Klavier, Rudern,<br />

Schwimmen<br />

Dr. med. Thomas Bösch<br />

RehaZentren Baden-Württemberg<br />

Dr. med. Peter Pommer<br />

Fachklinik Allgäu<br />

Dr. med. Maximilian Krinninger<br />

Fachklinik Allgäu<br />

Dr. med. Wolfgang Pflederer<br />

iTCM-Klinik Illertal<br />

Rehaklinik Überruh:<br />

Innere Medizin,<br />

Kardiologie,<br />

Sozialmedizin,<br />

Notfallmedizin<br />

Alter: 55 Jahre<br />

Hobbys: Sport,<br />

Kochen, Reisen<br />

Chefarzt<br />

Pneumologie<br />

Alter: 58 Jahre<br />

Hobbys: Kunst, Kultur<br />

Musik, Literatur,<br />

Fotografie<br />

Facharzt für Psychosomatische<br />

Medizin<br />

und Psychotherapie,<br />

medizinischer Sachverständiger<br />

(cpu)<br />

Alter: 34 Jahre<br />

Hobbys: Moderne<br />

Medien, Basketball,<br />

Lesen<br />

Ärztlicher Direktor<br />

iTCM-Klinik Illertal<br />

Internist und Kardiologe<br />

Alter: 71 Jahre<br />

Hobbys: Theologie,<br />

Geschichte, Musik<br />

Dr. med. Naixin Wu<br />

iTCM Klinik Illertal<br />

Ärztlicher Leiter<br />

iTCM-Klinik Illertal<br />

Praktischer Arzt<br />

Arzt für Traditionelle<br />

Chinesische Medizin<br />

Alter: 62 Jahre<br />

Hobbys: Qi Gong<br />

Dr. med. Martin Hessz<br />

Rotkreuzklinik Lindenberg<br />

Innere Medizin,<br />

Kardiologie<br />

Alter: 51 Jahre<br />

Hobbys: Tennis,<br />

Skifahren, Wandern,<br />

Biken<br />

Christoph Kruis<br />

Rotkreuzklinik Lindenberg<br />

Unfall- und<br />

Wiederherstellungschirurgie<br />

Alter: 57 Jahre<br />

Hobbys: Skifahren,<br />

Bergsteigen<br />

Josef Lang<br />

Rotkreuzklinik Lindenberg<br />

Allgemein- und<br />

Visceralchirurgie,<br />

Notfallmedizin,<br />

Proktologie<br />

Alter: 56 Jahre<br />

Hobbys:<br />

Garten, Natur, Heimat<br />

Dr. med. Thomas Meier<br />

Rotkreuzklinik Lindenberg<br />

Hals-Nasen-<br />

Ohrenheilkunde<br />

Alter: 60 Jahre<br />

Hobbys: Sport (Laufen,<br />

Schwimmen, Radeln),<br />

Tanzen, Kochen,<br />

Italienisch lernen<br />

Dr. med. (Univ. Zagreb)<br />

Koraljka Slade-Mastnak<br />

Rotkreuzklinik<br />

Lindenberg<br />

Radiologie, Radiologische<br />

Diagnostik<br />

Alter: 53 Jahre<br />

Hobbys:<br />

mit Freunden feiern<br />

und kochen, Konzerte,<br />

Ausstellungen<br />

Dr. Andreas Weiß<br />

Rotkreuzklinik Lindenberg<br />

Anästhesie und<br />

Intensivmedizin<br />

Alter: 48 Jahre<br />

Hobbys: Laufen, Radfahren,<br />

Langlaufen<br />

Dr. med. Tilman Eßlinger<br />

Kreiskliniken Unterallgäu<br />

Kreiskliniken<br />

Ottobeuren und<br />

Mindelheim<br />

Unfallchirurgie, Orthopädie,<br />

Spez. Orthopädische<br />

Chirurgie,<br />

Spez. Unfallchirurgie<br />

Alter: 55 Jahre<br />

Hobbys: Sport<br />

Dr. med. Wolfgang Frehner<br />

Kreiskliniken Unterallgäu<br />

Severin Greiner<br />

Kreiskliniken Unterallgäu<br />

Dr. med. Horst Hartje<br />

Kreiskliniken Unterallgäu<br />

Prof. Dr. med. Hubert Hautmann<br />

Kreiskliniken Unterallgäu<br />

Kreisklinik<br />

Ottobeuren<br />

Allgemein-, Viszeralund<br />

Thoraxchirurgie<br />

Alter: 60 Jahre<br />

Hobbys: Gartenarbeit<br />

Kreisklinik<br />

Mindelheim<br />

Radiologie<br />

Alter: 38 Jahre<br />

Hobbys: Kunst,<br />

Oldtimer<br />

Kreisklinik<br />

Ottobeuren<br />

Schmerztagesklinik<br />

Alter: 57 Jahre<br />

Hobbys: Natur, Lesen,<br />

Sport<br />

Kreisklinik Ottobeuren<br />

Klinik für Innere<br />

Medizin mit<br />

Lungenzentrum<br />

Alter: 57 Jahre<br />

Hobbys:<br />

Berge, Natur, Musik


61<br />

Dr. med. Manfred Nuscheler<br />

Kreiskliniken Unterallgäu<br />

Kreiskliniken Ottobeuren<br />

und Mindelheim<br />

Ärztlicher Direktor,<br />

Anästhesie, spezielle<br />

Intensivmedizin,<br />

Palliativmedizin,<br />

Notfallmedizin<br />

Alter: 56 Jahre<br />

Hobbys: Hospizarbeit<br />

PD Dr. med. Peter Steinbigler<br />

Kreiskliniken Unterallgäu<br />

Kreisklinik<br />

Mindelheim<br />

Klinik für Innere<br />

Medizin mit<br />

Herz-Gefäßzentrum<br />

Alter: 56 Jahre<br />

Hobbys: Sport, Natur<br />

Dr. med. Markus Tietze<br />

Kreiskliniken Unterallgäu<br />

Kreisklinik<br />

Mindelheim<br />

Allgemein-, Viszeral<br />

und Gefäßchirurgie<br />

Alter: 52 Jahre<br />

Hobbys:<br />

Berge und Meer<br />

Martin Wiedemann<br />

Kreiskliniken Unterallgäu<br />

Kreisklinik<br />

Ottobeuren<br />

Schmerztagesklinik<br />

Alter: 54 Jahre<br />

Hobbys: Musik,<br />

Laufen, Liegeradfahren<br />

Dr. med. Ursula Fennen, MBA<br />

Fachklinik Hirtenstein Bolsterlang<br />

Psychiatrie, Psychotherapie,<br />

Sozialmedizin,<br />

Rehabilitationswesen,<br />

Verkehrsmedizinische<br />

Qualifikation,<br />

Suchtmedizinische<br />

Grundversorgung<br />

Alter: 53 Jahre<br />

Hobbys: Musik, Lesen<br />

Dr. Jochen von Wahlert<br />

Psychosom. Privatklinik Bad Grönenbach<br />

Psychosomatische<br />

Medizin und Psychotherapie<br />

Alter: 58 Jahre<br />

Hobbys: Laufen mit<br />

Hund, Beachen im<br />

Sand, Musik am Klavier<br />

und Doppelkopf<br />

mit den Kindern<br />

Jan Ribbeck<br />

Fachklinik König Ludwig<br />

Chirurgie, Manuelle<br />

Therapie und Chirotherapie<br />

Alter: 54 Jahre<br />

Hobbys: Sport,<br />

Bücher, Musik<br />

Marek Podsiadlo<br />

Fachklinik König Ludwig<br />

Chirurgie, Orthopädie<br />

und Unfallchirurgie<br />

Alter: 61 Jahre<br />

Hobbys:<br />

Gutes Essen,<br />

Alpinski<br />

Dr. Mark Boockmann<br />

Asklepios Klinik Lindau<br />

Dr. Christian Conzelmann<br />

Asklepios Klinik Lindau<br />

Priv. Doz. Dr. Heinz Linhart<br />

Asklepios Klinik Lindau<br />

Dr. Fabian Heuser<br />

Asklepios Klinik Lindau<br />

Gynäkologie und<br />

Geburtshilfe<br />

Alter: 49 Jahre<br />

Hobbys: Joggen,<br />

Wandern, Lesen und<br />

Heimwerken<br />

Arthroskopische<br />

Gelenkchirurgie und<br />

Sportorthopädie<br />

Alter: 51 Jahre<br />

Hobbys: Tennis, Golf,<br />

Skifahren<br />

Innere Medizin<br />

Alter: 51 Jahre<br />

Hobbys: Wandern,<br />

Schwimmen,<br />

Fliegenfischen<br />

Anästhesie und<br />

Intensivmedizin<br />

Alter: 38 Jahre<br />

Hobbys: Mountainbiken,<br />

Wandern,<br />

Kochen, Skifahren<br />

Dr. Sven von Rönn<br />

Asklepios Klinik Lindau<br />

Dr. Thomas Wißmeyer<br />

Asklepios Klinik Lindau<br />

Klaus Wunder<br />

Klinik Lindenberg-Ried<br />

Geriatrie<br />

Alter: 44 Jahre<br />

Hobbys: Joggen,<br />

Radfahren, Lesen<br />

Prof. Dr. med. Jens Wagner<br />

Reha-Klinik Bad Wörishofen<br />

Orthopädie und<br />

Unfallchirurgie, Leiter<br />

des Zertifizierten Endoprothetikzentrums<br />

Alter: 57 Jahre<br />

Hobbys: Musik aktiv<br />

und passiv, Theater,<br />

Krimis, Radfahren,<br />

Fitness<br />

Kardiologie,<br />

Pneumologie<br />

Innere Medizin<br />

Alter: 53 Jahre<br />

Hobbys: Mountainbike,<br />

Garten,<br />

Bogenschießen<br />

Orthopädie<br />

Alter: 60 Jahre<br />

Hobbys: Fotographie,<br />

Schachliteratur,<br />

Skifahren, Kanutouren<br />

Dr. Stephan Werle<br />

Asklepios Klinik Lindau<br />

PD Dr. med. Hanns-Eberhard Schratt<br />

Reha-Klinik Bad Wörishofen<br />

Jana Bastin<br />

Klinik Lindenberg-Ried<br />

Dr. med. Nils Dalaker<br />

Fachklinik Oberstdorf<br />

Leiter Wirbelsäulenzentrum<br />

Bodensee<br />

Abteilung Wirbelsäulenerkrankungen<br />

Alter: 44 Jahre<br />

Hobbys: Kochen,<br />

Mountainbiken<br />

Unfallchirurgie,<br />

Chirurgie,<br />

Naturheilverfahren<br />

Alter: 54 Jahre<br />

Hobbys: Musik,<br />

Fotographie<br />

Psychosomatik<br />

Alter: 46 Jahre<br />

Hobbys: Hund Tobi,<br />

Wandern, Skifahren,<br />

Schnitzen<br />

Orthopädie<br />

Alter: 64 Jahre<br />

Hobbys: Radfahren,<br />

Skifahren, Langlaufen<br />

Prof. Dr. Ulrich Schöffel<br />

Asklepios Klinik Lindau<br />

Allgemein- und<br />

Viszeralchirurgie<br />

Sprechstunde mit Dr. Dr. Stein Tveten<br />

Augenlidkorrekturen<br />

Erschlafftes Bindegewebe im Ober-, Unterlidbereich oder Tränensäcke<br />

Erschlafftes Bindegewebe im Ober-, Unterlidbereich<br />

schaffen oder dagezielte Tränensäcke Abhilfe. lassen Optimale die Au-Korrektur wird durch eine<br />

lassen die Augen müde oder verquollen erscheinen. Neue Lasertechniken<br />

operative gen müdeoder Entfernung verquollen von überschüssigem erscheinen.Neue Haut- und Fettgewebe im<br />

Ober- Lasertechniken oder Unterlidbereich schaffen da mit gezielte demAbhilfe.<br />

CO2-Laser geschaffen. Dadurch<br />

verjüngt sich der gesamte Gesichtsausdruck. Der Einsatz der Lasertechnologie<br />

erlaubt einen nahezu unblutigen mikrochirurgischen Eingriff, da<br />

Optimale Korrektur wirddurch eineoperative<br />

der Entfernung Laserstrahl von kleinere überschüssigem Blutgefäße sofort Haut- wieder und verschließt.<br />

Fettgewebe im Ober- oder Unterlidbereich<br />

Die Wundheilung kann innerhalb einer Woche erfolgen. Für strahlende<br />

mit Augen dem CO ohne 2 -Laser sichtbare geschaffen. Narben Dadurch sind äußerste verjüngt<br />

sicherforderlich. gesamte Die Schnitte Gesichtsausdruck. werden so gesetzt, dass die Narben<br />

Präzision, Übung und<br />

Erfahrung<br />

inDer derEinsatz Oberlidfalte der Lasertechnologie verschwinden. Bei erlaubt der Unterlidkorrektur einen<br />

nahezu unblutigen mikrochirurgischenEingriff, da der Laserstrahl<br />

werden die<br />

Schnitte in die Innenseite<br />

des Augenlides<br />

Wundheilung gelegt. kann Das<br />

kleinere Blutgefäße sofort wieder verschließt. Die<br />

innerhalb einer Woche erfolgen. Für strahlende Augen Unterlid ohnewird sichtbare<br />

Narben sind äußerste Präzision, Übung und Erfahrung äußereerforderlich.<br />

Narben ge-<br />

ohne<br />

Die Schnitte werden so gesetzt, dass die Narbenstrafft.<br />

in der Oberlidfalte Hautüberschuss<br />

und äußerliche<br />

Falten werden<br />

verschwinden. Bei der Unterlidkorrekturwerden die Schnitteindie Innenseite<br />

des Augenlides gelegt. Das Unterlid wirddurch ohne äußere das Laserpeeling<br />

werdengestrafft<br />

durch<br />

Narben<br />

gestrafft. Hautüberschuss und äußerliche Falten<br />

das Laserpeeling gestrafft und geglättet. und geglättet.<br />

aesthetic clinic<br />

Bahnhofstraße 42<br />

87435 Kempten<br />

Tel. 08 31 -960 86 80<br />

www.aesthetic-info.com<br />

„Ultimus finis hominum est<br />

beatitudo - das letzte Ziel des<br />

Menschen ist das Glück.“<br />

Thomas von Aquin<br />

Vertrauen<br />

Sie auf unsere<br />

langjährige<br />

Erfahrung!


62 Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren ANZEIGE<br />

E Das Ärzteteam des Herzzentrums Füssen-Außerfern unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Martin Hinterseer (1. v. links) freut sich über das Zertifikat der Deutschen<br />

Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung für die neu eröffnete Chest Pain Unit.<br />

Bei Brustschmerz 112 wählen!<br />

Neu: Chest Pain Unit in der Klinik Füssen – zertifizierte Notfallstation für Menschen mit unklaren Brustschmerzen<br />

Engegefühl und starker Druck<br />

im Brustkorb. Ausstrahlende,<br />

sich rasch verschlimmernde<br />

Schmerzen in den linken Arm,<br />

linke Schulter und Unterkiefer bis<br />

hin zu regelrechten Vernichtungsschmerzen.<br />

So stellt man sich<br />

die klassischen Symptome eines<br />

Herzinfarktes vor, bei denen man<br />

ohne Zeitverzögerung unter der<br />

Nummer 112 den Notarzt rufen<br />

sollte! Doch was, wenn die Symptome<br />

ganz anders sind oder fast<br />

völlig ausbleiben?<br />

Rund 600 Menschen im Ostallgäu<br />

erleiden jährlich einen Herzinfarkt.<br />

Nur 30 bis 40 Prozent von<br />

ihnen haben die typischen Symptome.<br />

Wenn die Beschwerden jedoch<br />

atypisch oder nicht so stark<br />

ausgeprägt sind, ordnen Patienten<br />

ihren Brustschmerz häufig<br />

anderen Erkrankungen zu wie beispielsweise<br />

Rückenproblemen,<br />

Magenschmerzen oder auch einer<br />

Rheumaerkrankung und denken<br />

gar nicht an einen Herzinfarkt oder<br />

an andere ebenfalls zeitkritische<br />

und lebensgefährliche Erkrankungen<br />

wie beispielsweise eine Lungenembolie<br />

oder eine Aortendissektion<br />

(lebensbedrohlicher Einriss<br />

der Hauptschlagader). Daher wird<br />

oft erst viel zu spät der Notarzt verständigt,<br />

was rund ein Drittel der<br />

Herzinfarktpatienten mit ihrem Leben<br />

bezahlt. Sogar Ärzte sind nicht<br />

vor Fehlinterpretation gefeit und<br />

lassen sich von atypischen Symptomen<br />

täuschen. „Es gibt Patienten,<br />

die haben sogar ein völlig<br />

unauffälliges EKG und trotzdem einen<br />

Herzinfarkt“, berichtet Dr. Roland<br />

Wimmer, Funktionsoberarzt<br />

der Kardiologie in der Klinik Füssen.<br />

In diesem Fall gebe nur eine<br />

unverzügliche Untersuchung der<br />

Herzenzyme im Blut Aufschluss<br />

über einen möglichen Herzinfarkt.<br />

„Um möglichst alle Patienten mit<br />

Herzinfarkt trotz atypischer und<br />

unklarer Symptome zu identifizieren,<br />

haben wir jetzt in der Klinik<br />

Füssen eine sogenannte Chest<br />

Pain Unit (CPU, auf Deutsch: eine<br />

Brustschmerzeinheit) eingerichtet“,<br />

erläutert Wimmer.<br />

Standardisierte Checkliste<br />

Die CPU in der Klinik Füssen<br />

gewährleistet ein standardisiertes<br />

Vorgehen, sodass ein Herzinfarkt<br />

schnellstmöglich diagnostiziert<br />

und behandelt werden kann. „Eine<br />

standardisierte Checkliste, die<br />

ohne Ausnahme bei jedem Patienten<br />

angewendet wird, der mit unklaren<br />

Brustschmerzen in unsere<br />

Chest Pain Unit kommt, trägt maßgeblich<br />

dazu bei, schwer erkrankte<br />

Patienten innerhalb kürzester Zeit<br />

zu erkennen und ihrer lebensrettenden<br />

Behandlung zuzuführen“,<br />

erläutert Wimmer. Diese Standardisierung<br />

stelle darüber hinaus<br />

sicher, dass auch der subjektive<br />

Faktor, also die Einschätzung des<br />

Arztes, so niedrig wie möglich<br />

gehalten werde. Denn: „Auch alte<br />

Hasen täuschen sich“, so Wimmer.<br />

Immer mehr Krankenhäuser<br />

richten deshalb entsprechende<br />

Brustschmerzeinheiten ein. Wimmer<br />

begrüßt diese deutschlandweite<br />

Entwicklung sehr: „Zahlen<br />

zeigen, dass durch die Existenz<br />

entsprechender Brustschmerzeinheiten<br />

Falscheinschätzungen aufgrund<br />

atypischer Symptome drastisch<br />

gesenkt werden“, erläutert<br />

Wimmer.<br />

Um die hohe Behandlungsqualität<br />

in der Chest Pain Unit der Klinik<br />

Füssen bestätigen zu lassen, hat<br />

sich die CPU direkt einer externen<br />

Qualitätsprüfung durch strenge<br />

Gutachter der Deutschen Gesellschaft<br />

für Kardiologie – Herz- und<br />

Kreislaufforschung e.V. (DGK) gestellt<br />

und die Zertifizierung unter<br />

großem Lob erhalten. „Jetzt muss<br />

sich nur noch in den Köpfen der<br />

Menschen etablieren, dass sie bei<br />

unklaren Brustschmerzen, auch<br />

bei schwächeren Symptomen,<br />

nicht lange abwarten, sondern unverzüglich<br />

den Notarzt rufen oder<br />

direkt in unsere Chest Pain Unit<br />

kommen“, ergänzt Kardiologie-<br />

Chefarzt Dr. Martin Hinterseer.<br />

Und Wimmer, der selbst seit vielen<br />

Jahren Notarzteinsätze fährt,<br />

fordert mit Nachdruck: „Lieber<br />

einmal zu viel anrufen als einmal<br />

zu wenig! Zeit ist Herzmuskel.“<br />

Bereits aus dem Rettungswagen<br />

heraus wird das Patienten-EKG<br />

mittels telemetrischer EKG-Geräte<br />

direkt ins Notfallzentrum der Klinik<br />

Füssen gesendet werden. Im<br />

Falle des Falles werden dort unmittelbar<br />

alle nötigen Vorbereitungen<br />

für den Herzkathetereingriff<br />

getroffen, sodass nach Eintreffen<br />

des Patienten ohne Verzögerung<br />

mit der lebensrettenden Behandlung<br />

begonnen werden kann.<br />

Kontakt:<br />

Herzzentrum Füssen-Außerfern<br />

Chefarzt<br />

Dr. med. Martin Hinterseer<br />

Sekretariat<br />

Heike Warta, Kerstin Speck<br />

Telefon 08362/500-366<br />

Telefax 08362/500-364<br />

E-Mail: Martin.Hinterseer@<br />

kliniken-oal-kf.de


ANZEIGE Kliniken Ostallgäu Kaufbeuren<br />

63<br />

Vorhofflimmern und Schlaganfallrisiko<br />

Zertifizierter Spezialist Dr. Markus Riedl implantiert Herzohr-Schirmchen zum Schutz vor Schlaganfall<br />

Rund 20 Prozent aller Schlaganfälle<br />

sind auf Vorhofflimmern<br />

zurückzuführen. Viele Menschen,<br />

man geht von rund 10 Prozent aller<br />

Senioren über 65 Jahren aus,<br />

leiden an dieser Herzrhythmusstörung.<br />

Oftmals sogar unbemerkt.<br />

In aller Regel ist Vorhofflimmern<br />

mit Medikamenten gut<br />

behandelbar. Da sich bei dieser<br />

Erkrankung jedoch die Herzvorhöfe<br />

nicht richtig zusammenziehen,<br />

nimmt die Fließgeschwindigkeit<br />

des Blutes ab und es können sich<br />

Blutgerinnsel bilden, bevorzugt in<br />

einer Zipfelmützen-förmigen Verlängerung<br />

des linken Herzvorhofs,<br />

dem sog. Vorhofohr. Wenn diese<br />

Blutgerinnsel abgeschwemmt<br />

werden, kann es zum gefürchteten<br />

Schlaganfall mit anschließenden<br />

oft schweren, lebenslangen<br />

Behinderungen kommen.<br />

Im Klinikum Kaufbeuren wird<br />

seit vielen Jahren ein spezielles<br />

Verfahren angewendet, das<br />

Patienten wirksam vor einem<br />

Schlaganfall schützt. „In unserem<br />

Herzzentrum implantieren wir via<br />

Herzkatheter in einem rund ein- bis<br />

zweistündigen Eingriff ein kleines<br />

Schirmchen, welches das Vorhofohr<br />

völlig verschließt, so dass sich<br />

dort keine Blutgerinnsel mehr bilden<br />

können“, erklärt Dr. Markus<br />

Riedl, Kardiologe und ltd. Oberarzt<br />

am Herzzentrum Ostallgäu-<br />

Kaufbeuren.<br />

Denn ähnlich wie der Blinddarm<br />

für den Darm, habe das Vorhofohr<br />

keine Funktion für die Tätigkeit<br />

des Herzens. „In einem darauffolgenden<br />

körpereigenen Prozess<br />

E Millimetergenau wird das Herzohr-Schirmchen zum Verschluss des Vorhofohrs platziert. Nach der Implantation wird das<br />

Schirmchen in einem körpereigenen Prozess von eigenem Gewebe überzogen.<br />

wird das Schirmchen mit eigenem<br />

Gewebe überzogen“, erläutert<br />

Spezialist Riedl und offiziell ermächtigter<br />

Proktor (Ausbilder) für<br />

interventionelle Kardiologen, die<br />

diese Methode erlernen wollen.<br />

Denn: Nur für dieses Verfahren<br />

zertifizierte Kardiologen sollten<br />

diesen Eingriff, der viel Können<br />

und Fingerspitzengefühl erfordert,<br />

durchführen.<br />

Wer kommt dafür infrage?<br />

Patienten, bei denen das Vorhofflimmern<br />

bekannt ist, müssen<br />

in der Regel lebenslang<br />

blutverdünnende Medikamente<br />

wie beispielsweise Marcumar<br />

einnehmen, um die Bildung von<br />

Blutgerinnseln zu verhindern.<br />

Doch nicht jeder verträgt diese<br />

Medikamente. „Für Patienten, die<br />

eine Blutungsneigung haben und<br />

schon einmal Magen- oder Darmblutungen<br />

hatten, oder Menschen,<br />

die in Berufen mit hoher<br />

Verletzungs- und Blutungsgefahr<br />

wie beispielsweise Schreiner tätig<br />

sind, können blutverdünnende<br />

Medikamente sogar gefährlich<br />

sein“, erklärt Riedl. „Für diese<br />

Patienten stellt das Schirmchenverfahren<br />

eine hervorragende<br />

Alternative dar und schützt wirksam<br />

vor Schlaganfällen“, so der<br />

zeritifzierte Kardiologe. Als eines<br />

der ersten Zentren in ganz Süddeutschland<br />

hatte das Herzzentrum<br />

Ostallgäu-Kaufbeuren unter<br />

Leitung von Chefarzt PD Dr. Koller<br />

dieses Verfahren schon vor etwa<br />

sieben Jahren etabliert. Seither<br />

führt Herzspezialist Riedl den sog.<br />

Vorhofohrverschluss erfolgreich<br />

und zum Wohle seiner Patienten<br />

regelmäßig am Klinikum Kaufbeuren<br />

durch.<br />

Kontakt:<br />

Herzzentrum<br />

Kaufbeuren-<br />

Ostallgäu<br />

Chefarzt<br />

PD Dr. med.<br />

Marcus Koller<br />

Ltd. Oberarzt<br />

Dr. med. Markus Riedl (Foto)<br />

Sekretariat<br />

Petra Kneifel, Brigitte Greiter<br />

Telefon 0 8341/42-4901<br />

Telefax 0 8341/42-4931<br />

E-Mail: Markus.Riedl@<br />

kliniken-oal-kf.de<br />

E Rund ein bis zwei Stunden dauert der Eingriff, der im hochmodern ausgestatteten Herzkatheterlabor am Klinikum Kaufbeuren seit bereits sieben Jahren erfolgreich<br />

durchgeführt wird.


64 Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren<br />

ANZEIGE<br />

E Eine Resynchronisationstherapie kann zur signifikanten Verbesserung der Beschwerden herzinsuffizienter Patienten führen. „Um bestmögliche Resultate zu erzielen,<br />

wird vor jedem Eingriff ein Herzultraschall durchgeführt“, erläutert Herzspezialist Dr. Sascha Chmiel, Chefarzt der Kardiologie der Klinik St. Josef in Buchloe.<br />

Wenn das Herz schlapp macht<br />

Seit vielen Jahren implantiert Dr. Sascha Chmiel spezielle Herzschrittmacher bei ausgeprägter Herzschwäche<br />

Atemnot beim Treppensteigen<br />

oder bei anderen körperlichen Belastungen,<br />

Wassereinlagerungen,<br />

zum Beispiel in der Lunge oder in<br />

den Beinen mit vermehrtem Wasserlassen<br />

in der Nacht, verminderte<br />

Leistungsfähigkeit, Müdigkeit<br />

und Appetitlosigkeit und vielleicht<br />

sogar Herzrhythmusstörungen –<br />

all das sind Symptome, die Hinweis<br />

auf eine Herzschwäche geben.<br />

Allein in Deutschland leiden<br />

rund 1,8 Millionen Menschen an<br />

einer sogenannten Herzinsuffizienz.<br />

Ursachen der Herzschwäche<br />

können sein: ein vorausgegangener<br />

Herzinfarkt, Bluthochdruck,<br />

Herzklappenerkrankungen, Herzmuskelentzündungen,<br />

angeborene<br />

Herzfehler, Alkoholmissbrauch,<br />

Herzrhythmusstörungen<br />

oder auch eine Überfunktion der<br />

Schilddrüse. Durch entsprechende<br />

medikamentöse Behandlungsmaßnahmen<br />

und Beseitigung der<br />

Ursachen ist eine Herzinsuffizienz<br />

in der Regel gut behandelbar.<br />

Nun gibt es jedoch Patienten,<br />

die trotz optimaler Herzmedikation<br />

und aller anderen Behandlungsmaßnahmen<br />

immer noch<br />

Beschwerden haben. „Bei vielen<br />

Patienten führt die Herzschwäche<br />

auch zu einer erheblichen Störung<br />

der elektrischen Erregungsausbreitung<br />

im Herzen“, informiert<br />

Dr. med. Sascha Chmiel, Chefarzt<br />

der Kardiologie in der Klinik St. Josef<br />

in Buchloe.<br />

Bei diesen Patienten arbeiten<br />

die rechte und linke Herzkammer<br />

nicht mehr optimal aufeinander<br />

abgestimmt, sondern ziehen sich<br />

zeitversetzt zusammen. „Hierdurch<br />

kann die Pumpkraft des<br />

Herzens stark abnehmen“, so<br />

Herzspezialist Chmiel. Die Leitungsverzögerung<br />

sei im EKG<br />

deutlich sichtbar. „Für diese<br />

schwer herzkranken Patienten<br />

„Nach ein bis zwei Tagen stationärem Aufenthalt<br />

kann der Patient die Klinik wieder verlassen.“<br />

Dr. med. Sascha Chmiel, Chefarzt der Kardiologie in der Klinik St. Josef, Buchloe<br />

kommt eine sogenannte Resynchronisationstherapie<br />

in Frage“<br />

erläutert Chmiel. „Mithilfe eines<br />

speziellen Schrittmachers, der<br />

beide Herzkammern gleichzeitig<br />

stimuliert, kann eine Harmonisierung<br />

sprich Resynchronisation<br />

erreicht werden“, erklärt Chmiel.<br />

Die Herzkammern ziehen sich<br />

wieder gleichzeitig zusammen,<br />

sodass die Herzpumpkraft und<br />

damit die Herzleistung insgesamt<br />

deutlich verbessert werden kann.<br />

Allerdings betont Chmiel: „Voraussetzung<br />

ist, dass wirklich alle<br />

anderen Ursachen für die Herzschwäche<br />

beseitigt sind und das<br />

EKG eindeutige Hinweise für die<br />

Desynchronisation liefert!“ Das<br />

heißt, der Patient ist unter Umständen<br />

bereits mit einem herkömmlichen<br />

Herzschrittmacher versorgt,<br />

seine Medikamente sind optimal<br />

eingestellt und die einwandfreie<br />

Durchblutung des Herzens ist<br />

gewährleistet. Sind alle Voraussetzungen<br />

gegeben, so kann der<br />

rund zweistündige Eingriff unter<br />

örtlicher Betäubung in der Klinik<br />

St. Josef in Buchloe durchgeführt<br />

werden. „Unter Röntgenbestrahlung<br />

wird dieser spezielle<br />

Herzschrittmacher unterhalb des<br />

Schlüsselbeins eingesetzt und<br />

die Verbindung zum Herzen über<br />

drei Elektroden hergestellt.“, erklärt<br />

Chmiel. Während bei einem<br />

herkömmlichen Herzschrittmacher<br />

nur zwei Elektroden eingesetzt<br />

werden, sorgt bei diesem<br />

Schrittmacher die dritte Elektrode<br />

für die Stimulation der linken<br />

Herzkammer. Dies gewährleistet<br />

eine gleichzeitige Aktivierung aller<br />

Herzmuskelabschnitte. „Nach<br />

ein bis zwei Tagen stationärem<br />

Aufenthalt, kann der Patient die<br />

Klinik wieder verlassen“, informiert<br />

Chmiel. Danach gelte es,<br />

den betreffenden Arm für etwa<br />

drei Wochen zu schonen. Alle drei<br />

Monate sollte eine kardiologische<br />

Kontrolle stattfinden. Seit rund<br />

zehn Jahren schon wendet Herzspezialist<br />

Chmiel die Resynchronisationstherapie<br />

bei seinen dafür<br />

infrage kommenden Patienten<br />

an. Seine Erfahrung: „Wenn trotz<br />

leitliniengerechter Behandlung<br />

aller Ursachen und Symptome<br />

scheinbar nichts mehr hilft, kann<br />

mit der Resynchronisationstherapie<br />

häufig eine deutliche Verbesserung<br />

der Beschwerden erreicht<br />

werden.“<br />

Kontakt:<br />

Kardiologie<br />

Klinik St. Josef Buchloe<br />

Chefarzt Dr. med. Sascha Chmiel<br />

Sekretariat<br />

Renate Stöckle<br />

Telefon 08241/504-281<br />

Telefax 08241/504-316<br />

E-Mail:<br />

Sascha.Chmiel@kliniken-oal-kf.de


ANZEIGE Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren<br />

65<br />

Heimatnahe Betreuung krebskranker Kinder<br />

Kinderklinik Kaufbeuren eröffnet erste kinderonkologische und -hämatologische Ambulanz im Allgäu<br />

Wenn bei einem Kind eine bösartige<br />

Erkrankung festgestellt<br />

wird, steht meist die ganze Familie<br />

unter Schock. Zu den Sorgen<br />

um das Kind gesellt sich die Angst<br />

vor der langwierigen, komplizierten<br />

und eingreifenden Therapie,<br />

die in den meisten Fällen nur weit<br />

entfernt vom Wohnort durchgeführt<br />

werden kann. Eine Zerreißprobe<br />

für die ganze Familie. Denn,<br />

wenn das Kind noch klein ist und<br />

Vater oder Mutter es begleiten<br />

müssen, es aber noch zu betreuende<br />

Geschwister in der Familie<br />

gibt, sind die Eltern nicht selten<br />

sogar gezwungen, ihre Arbeit<br />

aufzugeben. Ganz zu schweigen<br />

von den vielen Fahrten zwischen<br />

Wohnort und Klinik bei einer ambulant<br />

durchgeführten Chemotherapie<br />

oder zu den anfänglich<br />

engmaschig angesetzten Nachsorgeuntersuchungen.<br />

Als erste Klinik im Allgäu hat<br />

jetzt die Kinderklinik Kaufbeuren<br />

eine kinderonkologische und –hämatologische<br />

Ambulanz eröffnet.<br />

Leiter ist der kinderonkologische<br />

und -hämatologische Spezialist<br />

Oberarzt Dr. med. Götz Wehl. „In<br />

unserer Ambulanz betreuen wir<br />

Kinder mit Krebs- und Leukämieerkrankungen<br />

vom Säuglingsalter<br />

bis hin zum Jugendlichen.“ Sofern<br />

alle medizinischen Voraussetzungen<br />

passen, kann ab sofort in der<br />

Kinderklinik Kaufbeuren auch eine<br />

Chemotherapie ambulant und heimatnah<br />

durchgeführt werden. Natürlich<br />

stets in enger Abstimmung<br />

mit dem behandelnden Kinder-<br />

krebszentrum in München oder<br />

Augsburg und unter Berücksichtigung<br />

aktueller, standardisierter<br />

und geprüfter Empfehlungen nationaler<br />

und internationaler Fachgesellschaften.<br />

Neben der ambulanten Behandlung<br />

von Kindern und Jugendlichen<br />

mit Krebs- und Leukämieerkrankungen<br />

umfasst die<br />

Ambulanz auch die Abklärung<br />

Ist mein Kind Epileptiker?<br />

Klare Diagnose in der erweiterten EEG-Ambulanz<br />

E In einer freundlichen Atmosphäre werden kleine Patienten der Kinderklinik Kaufbeuren von Oberarzt Dr. med. Götz Wehl<br />

(links) und PD Dr. med. Markus Rauchenzauner behandelt.<br />

und Behandlung von nichtmalignen<br />

Bluterkrankungen. Nicht nur<br />

Eisenmangel kann zu einer Blutarmut<br />

führen. Auch eine Reihe<br />

angeborener Erkrankungen führt<br />

zur sog. Anämie. „Oftmals wird<br />

eine Bluterkrankung rein zufällig<br />

entdeckt“, erläutert Wehl. Ein<br />

schlechtes Blutbild sei meist ein<br />

erster Hinweis darauf. Dann gelte<br />

es, dies abklären zu lassen, um<br />

eine schwere Erkrankung auszuschließen.<br />

„Abhängig von der<br />

jeweiligen Diagnose führen wir<br />

spezialisierte Therapien durch.“,<br />

so Wehl. Und natürlich würden alle<br />

Fragen, die im Zusammenhang<br />

mit einer Bluterkrankung auftauchen<br />

in einer ruhigen, freundlichen<br />

und kindgerechten Umgebung<br />

geklärt werden.<br />

Immer mehr Kinder leiden unter<br />

unklaren Kopfschmerzen,<br />

Konzentrationsstörungen, Entwicklungsverzögerungen<br />

oder<br />

Krampfanfällen. Um Hirntumoren<br />

auszuschließen und abzuklären,<br />

ob für die Beschwerden eine<br />

bislang unentdeckte Epilepsie<br />

verantwortlich ist, müssen die<br />

Hirnströme untersucht werden.<br />

Immerhin ist die Epilepsie die<br />

häufigste neurologische Erkrankung<br />

im Kindesalter. Und die Zahlen<br />

steigen. „Waren es 2014 noch<br />

etwa 200 EEG-Untersuchungen,<br />

die wir bei unseren kleinen Patienten<br />

durchgeführt haben, so<br />

ist die Zahl mittlerweile auf sage<br />

und schreibe rund 1000 Untersuchungen<br />

pro Jahr angestiegen“,<br />

informiert Neuropädiater PD Dr.<br />

med. Markus Rauchenzauner,<br />

Chefarzt der Pädiatrie im Klinikum<br />

Kaufbeuren. Durchschnittlich vier<br />

Ableitungen pro Tag – so werden<br />

EEG-Untersuchungen genannt<br />

– führt das EEG-Team der Kinderklinik<br />

Kaufbeuren durch. Um<br />

diesem stark gewachsenen Bedarf<br />

gerecht zu werden, hat die<br />

Kinderklinik Kaufbeuren jetzt mithilfe<br />

einer großzügigen Spende<br />

der Kinderkrebshilfe Königswinkel<br />

über 15.000 Euro die EEG-Ambulanz<br />

für Kinder um eine komplette<br />

EEG-Anlage erweitert.<br />

Leisungsspektrum der<br />

EEG-Ambulanz zertifiziert<br />

E Das Team um PD Dr. med. Markus Rauchenzauner kümmert sich um Kinder mit<br />

Epilepsie und anderen neurologischen Erkrankungen.<br />

Zum Leistungsspektrum der<br />

EEG-Ambulanz gehören auch<br />

neurophysiologische Untersuchungen<br />

der Sehbahnen, Hörbahnen<br />

und peripheren Nerven<br />

zur Abklärung von beispielsweise<br />

Gefühlsstörungen oder Verletzungen<br />

zum Leistungsspektrum der<br />

EEG-Ambulanz, die vor wenigen<br />

Monaten von der Deutschen Gesellschaft<br />

für Epileptologie (DGfE)<br />

zertifiziert worden ist. „In den<br />

meisten Fällen können wir mit<br />

Hilfe eines Schlaf-EEGs eine klare<br />

Diagnose zum Anfallsleiden oder<br />

zu anderen neurologischen Beschwerden<br />

eines Kindes stellen“,<br />

so Epilepsie-Experte Rauchenzauner.<br />

Als Universitätsmediziner hat<br />

Rauchenzauner die Neuropädiatrie<br />

und insbesondere die Epilepsie<br />

zu seinem Spezialgebiet gemacht<br />

und verfügt über langjährige Erfahrung<br />

auch aus seiner Tätigkeit<br />

an großen neuropädiatrischen<br />

Zentren wie Vogtareuth und der<br />

Uniklinik Freiburg.<br />

Kontakt:<br />

Kinderklinik Kaufbeuren<br />

Chefarzt PD Dr. med.<br />

Markus Rauchenzauner<br />

Sekretariat<br />

Sonja Dorsch, Angelika Paulig<br />

Telefon 0 83 41/42-22 06<br />

Telefax 0 83 41/42-22 31<br />

E-Mail: Markus.Rauchenzauner<br />

@kliniken-oal-kf.de


66<br />

Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren<br />

ANZEIGE<br />

OPs an der Bauchspeicheldrüse<br />

– nur was für Spezialisten<br />

„Ich fühlte mich in guten Händen“ – 80-Jährige von Prof. Stefan Maier operiert. Ungewöhnlich schnelle Genesung<br />

E Prof. Dr. med. Stefan Maier freut sich sehr darüber, dass sich seine Patientin Franziska Blümel trotz ihrer schweren Operation<br />

so guter Gesundheit erfreut.<br />

Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas)<br />

wiegt nur 40 bis 120 g und<br />

liegt ein wenig versteckt hinter<br />

dem Magen im Oberbauch. So<br />

klein das Organ auch ist, so groß<br />

ist seine Bedeutung für die Verdauung<br />

und den Zuckerstoffwechsel.<br />

Denn die Bauchspeicheldrüse<br />

produziert wichtige Enzyme wie<br />

zum Beispiel Insulin und Glukagon.<br />

„Wenn dieses Organ nicht<br />

richtig funktioniert, kann es zu folgenschweren<br />

Erkrankungen und<br />

Komplikationen kommen,“ informiert<br />

Prof. Dr. med. Helmut Die-<br />

polder, Chefarzt der Gastroenterologie<br />

am Klinikum Kaufbeuren.<br />

Gefürchtet ist vor allen Dingen<br />

der Bauchspeicheldrüsenkrebs.<br />

Da er sich meist erst sehr spät<br />

bemerkbar macht, zählt er trotz<br />

modernster Therapiemöglichkeiten<br />

zu den am schwierigsten zu<br />

behandelnden Krebsarten. Operationen<br />

an der Bauchspeicheldrüse<br />

sind immer kompliziert und<br />

erfordern höchste ärztliche Kunst.<br />

„Sie gehören zu den größten Eingriffen<br />

der Chirurgie und sollten<br />

ausschließlich an spezialisierten<br />

Zentren durchgeführt werden“,<br />

fordert deshalb Prof. Dr. med.<br />

Stefan Maier, Chefarzt der Allgemein-,<br />

Viszeral-, Thorax- und<br />

Gefä