Lankwitz extra APR/MAI 2017

gazette

Journal für Lankwitz und Umgebung

Lankwitz

Nr.

JOURNAL FÜR LANKWITZ UND UMGEBUNG

April / Mai

2/2017

extra

Café

Sammel tasse

Begegnungsort nicht nur

für Lankwitzer

GRATIS

ZUM MITNEHMEN


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Lankwitz extra

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Café Sammeltasse

Begegnungsort nicht nur für Lankwitzer

In direkter Nachbarschaft zum

Verkehrsknotenpunkt Kaiser-

Wilhelm-/Paul-Schneider-

Straße öffnen sich seit nunmehr

über 30 Jahren die Türen zur

Begegnungsoase Café Sammeltasse,

dessen Träger der Diakonieverein

Lankwitz e. V. ist.

Menschen, die soziale Kontakte

bei einem duftenden Kaffee

oder einer erfrischenden Rhabarberschorle,

bei Frühstück

oder Nachmittagskuchen pflegen

oder einfach nur beobachten

möchten, sind hier genau

richtig. Egal ob alleine oder

in Gesellschaft, schnell fühlt

man sich in dem gemütlichen

Café an der Kaiser-Wilhelm-

Straße 75-79 willkommen und

trifft mit Gleichgesinnten zusammen,

nur einen Steinwurf

von Hektik und Alltagstreiben

entfernt.

Lankwitz extra 3

Impressum

Lankwitz extra 7. Jahrgang

Verlag

Gazette Verbrauchermagazin GmbH,

Badensche Str. 44, 10715 Berlin

☎ 030 / 844 933-0

Redaktion

Karl-Heinz Christ

extra@gazette-berlin.de

Anzeigen

Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54

d.gottschalk@gazette-berlin.de

Titelbild: Jacqueline Lorenz

© Gazette Verbrauchermagazin GmbH

Lankwitz extra erscheint alle zwei Monate:

am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines

Jahres.

Nächste Ausgabe Juni/Juli Nr. 3/2017

Anzeigen-/Redaktionsschluss: 04.05.2017

Erscheinung: 01.06.2017

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Sie Themen wünsche oder -vorschläge

haben oder selbst etwas aus dem Ortsteil

beitragen möchten, freuen wir uns auf Ihre

Anregungen.

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4

Lankwitz extra

Mehr als alle Tassen

im Schrank

Eine stattliche Anzahl Sammeltassen,

denen das Café seinen

Namen verdankt, erwarten in

Regal und Schaufenster die

Gäste, und im Keller lagert

Tassen-Nachschub. Zum direkten

Einsatz kommen sie an Geburtstagen

und Feiern, welche

die überwiegend ehrenamtlich

tätigen Mitarbeiterinnen mit

viel Liebe und Herzlichkeit vorbereiten.

Zu besonderen Anlässen

steht dann auch schon mal

das ein oder andere Gläschen

Sekt im ansonsten alkoholfreien

Café zum Anstoßen bereit, das

für private Feiern auch gemietet

werden kann.

Rund 35 engagierte Frauen –

viele sind mit dem Café älter

geworden – sind im Wechsel

und in unterschiedlichen Bereichen

vom Einkauf bis zum Ausschank

im Einsatz. „Dabei haben

sie stets ein offenes Ohr für ihre

Gäste und wollen sich für sie Zeit

nehmen“, betont Koordinatorin

Gisela Müller die soziale Funkti-

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Lankwitz extra 5

Sammeltassen, wohin man schaut.

on des Cafés. Ihren Schreibtisch

hat sie im Büro hinter dem Café.

Das Haus gehört der Dreifaltigkeits-Gemeinde,

von der die Diakonie

Räume angemietet hat.

Wenn ein Gast um Rat oder ein

Gespräch sucht, ist Gisela Müller

ebenso wie ihre Mitarbeiterinnen

der richtige Ansprechpartner,

setzt sich auf Wunsch auch

mal am Kaffeetisch dazu oder

erfüllt an sie herangetragene Beratungswünsche

ihrer Gäste. Ihr

ist wichtig: „Wir sind ein offenes

Café für jedermann, egal ob alt

oder jung, beeinträchtigt oder

nicht, mit oder ohne Gesprächsbedarf.“

Das einschließlich sanitärer

Einrichtungen barrierefreie

Begegnungscafé bietet für jeden

ein Plätzchen – auch wenn die

an manchen Tagen knapp sind,

da sich dieser besondere Begegnungsort

großer Beliebtheit erfreut

und seine Stammgäste hat.

Der Taxi-Halteplatz vor der Tür

bringt manchen Fahrer ins Café,

der hier kostenfrei einen Kaffee

bekommt und die Toilette benutzen

darf.

In Kooperation mit zwei Schulen

des Bezirks werden junge

Leute im Rahmen von Schulprojekten

hier behutsam an das

Thema Ehrenamt herangeführt:

Derzeit ist es ein 14-Jähriger,

der am Freitagnachmittag vor

Ort im Café die Praxis des „Bürgerschaftlichen

Engagements“

kennenlernt.

Dienstagmorgen

ist die Welt noch

in Ordnung

Da sind gerade die fünf Ü70er

aus Lichterfelde-Ost mit den

Fahrrädern eingetroffen, wie jeden

Dienstag. Im Sommer treffen

sie sich am Schlachtensee, in

der kälteren Jahreszeit genießen

sie die Gemütlichkeit des Begegnungscafés

bei Lachs- und

Hackepeter-Brötchen, Kaffee

und heißer Schokolade. „Solche

angenehme Atmosphäre, wie

hier, findet man nirgends. Wir

haben schon viel ausprobiert,

landen aber immer wieder hier.

Und diese bequemen Stühle –

die sind ganz neu“, schwärmt

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Lankwitz extra

Nach dem 2. Frühstück ein gepflegtes Kartenspiel.

Beate und beißt in das dicke

Stück Eierlikörkuchen, den eine

„Ehrenamtliche“ gebacken hat,

wie auch den beliebten Zitronenkuchen.

Die anderen Kuchen

sind Konditorware, Außer-Haus-

Verkauf gibt es nicht. Die kleinen

Speisen sind liebevoll dekoriert,

die Auswahl ausreichend, die

Preise sind äußerst zivil. Das

Auge isst mit, und so strahlen

weiße Sticktischdecken mit Blumenmotiven

auf allen Tischen,

Ranunkeln in kleinen Vasen vervollkommnen

das frühlingshafte

Gesamtbild.

Alle zwei Wochen, am „Waffel-

Nachmittag“, durchzieht das Café

köstlicher Duft. Wer aber mehr

für´s Herzhafte ist, freut sich auf

den „Würstchennachmittag“, der

neu im Programm ist.

Musikalische Begegnungen mit

Life-Musik erwartet jeden Freitagnachmittag

die Besucher: Da

kommt das kleine Klavier zu allen

Ehren, das ansonsten in der Café-Ecke

ruhig auf seinen Einsatz

wartet, oder das Akkordeon tönt

fröhlich durch den Raum. Und

auch die Liebhaber der Literatur

und Bildenden Kunst kommen

auf ihre Kosten, da Lesungen

und stets wechselnde Ausstellungen

von Laien-Künstlern an

den Wänden „Tapetenwechsel“

bieten. Derzeit blicken kunstvolle

Woll-Vögel aus den Bilderrahmen

über die Köpfe der Gäste,

und man darf gespannt sein, was

sie ablösen wird.

Die fünf Fahrradfreunde sind

inzwischen zu ihrer all-dienstäglichen

Kartenrunde übergegangen,

haben die gestickte

Tischdecke ordentlich zur Seite

gelegt. Am Nachbartisch wird

die ausliegende Tageszeitung

studiert, und gegenüber ist

Kreuzworträtselzeit. Zwei junge

Süß oder herzhaft – für jeden etwas.


Lankwitz extra 7

Frauen kommen lachend herein,

Einkaufspause bei einem

„Sanften Engel“ und dem neuesten

Gedankenaustausch unter

Freundinnen. Hinter dem Tresen

bei den beiden ehrenamtlichen

Mitarbeiterinnen geht es mindestens

ebenso heiter zu; – dass

es ihnen Spaß macht, für andere

Menschen da zu sein, sieht und

spürt man hier sofort.

Wer sich von der herzlichen Atmosphäre

des Begegnungscafés

selbst überzeugen möchte, kann

dies während der Öffnungszeiten

Mo.- Fr. von 9 – 13 Uhr und

15 – 18 Uhr sowie Sonn- und

Feiertag von 16 – 18 Uhr. Fragen

ans Café unter Telefon 030

– 774 20 29.

Sie möchten das Café und seine

Mitarbeiterinnen mit Ihrem

ehrenamtlichen Einsatz unterstützen?

Ansprechpartnerin

ist Gisela Müller, Telefon 030 –

770000-22. ◾


Jacqueline Lorenz

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Lankwitz extra

Von Lankwitz in die Welt

Miniaturflügel von Carl Goetze waren Verkaufsschlager

Carl Goetze erwarb die Villa in der Grabertstraße 4 als Wohnsitz. Heute befindet sich hier die

Musikschule.

Mal laut und fordernd, mal

sanft und schmeichlerisch

– der Faszination

gut dargebotener Klaviermusik

kann sich kaum jemand entziehen.

Seine ersten Erwähnungen

fanden die Vorläufer des Instruments

im 12. Jahrhundert. Von

da an dauerte es noch 700 Jahre,

bis Carl Goetze seine Instrumente

aus Lankwitz in die ganze Welt

verschickte.

Begeisterung

für die Musik

Carl Goetze, (*1837 †1916), kam

in Halle/Saale zur Welt. Die Liebe

zur Musik war ihm in die Wiege

gelegt, sein Vater war der Opernsänger

Friedrich Wilhelm Goetze.

Daher war es kein Wunder, dass

er in Berlin ein Musikstudium

aufnahm und Schüler des berühmten

Dirigenten Hans von

Bülow wurde. Sein weiterer Weg

führte ihn nach St. Petersburg.

Dort arbeitete er als Klavierlehrer

und beschäftigte sich zeitgleich

mit der Technik des Klavierbaus.

Schließlich gründete er sein eigenes

Unternehmen in Russland.

Seine Pianofortefabrik schrieb

dort Erfolgsgeschichte und die

dort gefertigten Musikinstrumente

erfreuten sich in ganz

Russland großer Beliebtheit.

Von St. Petersburg

nach Lankwitz

Doch Carl Goetze zog es nach

Berlin zurück. In dem Ort Lankwitz

erbaute er zunächst eine

Pianoforte-Fabrik, in St. Petersburg

bestand weiterhin eine Filiale.

1895 zog er nach Südende

um, in die Villa, die heute die

Musikschule beherbergt. Er ließ

sich den Bau von Flügeln ohne

Holzraste patentieren. Hierüber

schieb die „Illustrierte Patent-Uebersicht“

im Jahr 1897: „diesem

Flügel ist der Holzkörper (Raste)

fortgelassen und ein leichter

gußeisener Rahmen zur Aufnahme

des gesamten Saitenzuges

benutzt. Die Seitenwandungen

bestehen aus drei auf einander

geleimten und entsprechend

gebogenen dünnen Lagen aus

Buchenholz und sind mit dem

Eisenrahmen durch Schrauben

verbunden. Durch diese Einrichtung

des Flügels soll eine

erhöhte Klangwirkung sowie

Materialersparniß und Gewichtsminderung

erziehlt werden.“

Klein und klangvoll

– der Miniaturflügel

Zu den Entwicklungen von Carl

Goetze gehörten auch die Miniatur-Flügel.

Die platzsparenden

Instrumente ließ er in den Längen

1,30 m, 1,50 m und 1,64 m

fertigen. Trotz ihrer zierlichen

Maße zauberten sie einen volltönenden,

guten Klang, was zu

einer hohen Nachfrage im Inund

Ausland führte. Doch mit

diesem Nischenprodukt waren

keine Reichtümer zu erwerben

und so wurde die C. Goetze

GmbH im Jahr 1910 aufgelöst.

Mit Carl Goetze als alleinigem

Inhaber firmierte das Unternehmen

zur oHG um. Mit dem

Tod des Firmengründers im Jahr

1916 erlosch das Unternehmen.

Klaviere von Goetze werden jedoch

bis heute über Fachhändler

oder Kleinanzeigen verkauft. ◾


Lankwitz extra 9

Seniorenchor Steglitz e. V.

Ein Sängerkreis, der sich hören lassen kann

Foto: Seniorenchor Steglitz e. V.

Die 65 singenden Damen

und Herren des Seniorenchor

Steglitz beweisen

an diesem Freitagvormittag

einmal mehr, dass reifere

Stimmen mindestens genauso

viel Klangkraft besitzen können

wie jüngere. Im vom Bezirk

gestellten Probenraum im Club

Steglitz am Selerweg 18-22 sind

die Hobbysänger – eine bunte

Mischung aus ehemaligen Musiklehrern,

Hobbymusikern und

begeisterten Gesangsliebhabern

– wie jede Woche zur gemeinsamen

Chorprobe zusammengekommen,

um zwischen

10 und 12 Uhr mit viel Freude

und Konzentration an der Vervollkommnung

ihres Gesangsprogrammes

zu arbeiten. Vierstimmig,

mit Sopran, Alt, Tenor

und Bass tönt da Mendelssohns

„Frühlingslied“ hell in den trüben

Vormittag und vertreibt

den Winterblues. Mit jedem

Ton des stimmstarken Chores

wird deutlicher, wie viel Spaß

die zwischen 63 und 87 Lebensjahre

zählenden Mitglieder am

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Lankwitz extra

Singen macht Spaß – besonders wenn es gut klingt.

Singen und Erarbeiten alter und

neuer Volkslieder, romantischer

Chorsätze, geistlicher Werke,

aber auch Musical- und Operettenmelodien

haben. Auch der

ein oder andere Popsong und

Evergreen hat dabei seinen festen

Platz im rund 220 Titel umfassenden

Repertoire gefunden,

von „A la Nanita Nana“ bis „Zur

Feier“. Bei dieser Bandbreite ist

es kaum verwunderlich, dass

um die 18 öffentliche Auftritte

pro Jahr keine Seltenheit sind.

Gerne und

richtig singen

Zum Einsingen klang es im Kanon

durch den Raum: „Chorsingen

ist Diktatur, da ist von Demokratie

keine Spur, die Sänger

singen immer nur, was der Chorleiter

will, ganz stur, ganz stur.“

Doch ganz so streng nimmt es

Chorleiterin Maria Grimm dann

doch nicht, die Vorschläge neuer

Gesangsstücke gerne von den

Chormitgliedern annimmt, auch

wenn sie dann letztendlich die

Entscheidung über die Aufnahme

ins Programm trifft. Die Professionalität

des Hobby-Chores

ist nicht zuletzt ihr zu verdanken,

die sie seit 2008 auf einer durch

ihren Vorgänger Peter Augst geschaffenen

soliden Grundlage

aufbauen kann. Die Korrepetitorin,

die u. a. durch ihre Assistenz

der Leitung des Studiochor

Berlin und des Rundfunk-Kinderchor

Berlin sowie als Dozentin

für Musik an der Berliner

Schule für Schauspiel reichlich

Erfahrung besitzt, widmet sich

mit viel Einfühlungsvermögen

den reiferen Stimmen des Seniorenchores,

so dass der Spaß

neben dem notwendigen Probenernst

nicht zu kurz kommt

und gute Stimmung garantiert

ist. Sie erklärt: „Auch wenn die

Mitglieder hobbymäßig singen,

etwas Stimmtechnik muss sein

und tut den Stimmen im Alter

gut. Sie sollen gerne, aber auch

richtig singen.“ Maria Grimm bietet

den Sängerinnen und Sängern

manche Herausforderung,

die diese motiviert annehmen:

Beispielsweise, wenn es darum

geht, spanisch, französisch, englisch,

lateinisch oder russisch zu

singen und anspruchsvollere

Stücke einzustudieren. Auf der

alljährlichen Chorfahrt nach Zinnowitz

steht daher das intensive

Einstudieren neuer Werke für die

Sommer- und Weihnachtskonzerte

an erster Stelle, etwa acht

Titel kommen pro Jahr zum Repertoire

dazu, sogar sechs- und

acht-stimmig gesungene waren

schon darunter. Daraus resultiert

das für einen Hobby-Chor recht

hohe Niveau des Sängerkreises.

Und so korrigiert die Chorleiterin

auch an diesem Vormittag beim

„Frühlingslied“, aufmerksam,

ohne dabei aber das Loben zu

vergessen. „Schöne Linien singen,

fließen lassen! Ihr Lieben,

die Schöpfung nicht runtersacken

lassen! Breite Vokale – ja,

so ist es ein schöner Klang. Wie

schreibt man „will“ ? – Mit „ü“? “

Alle lachen, finden aber schnell

wieder zur konzentrierten Probenarbeit

zurück.

„Unsere Chorleiterin hebt auch

den ältesten Jahrgang aufs Fahrrad

und ist ein Musterbeispiel an

Geduld“, betont schmunzelnd

Hansjörg Gärtner, Bass sowie

langjähriges Chor- und Gründungsmitglied.

Als ehemaliger

Handelsvertreter unterstützt er

mit viel Geschick den Vereinsvorstand

in der Akquise, wenn

es darum geht, neue Auftritte

zu organisieren, Interessierte

ins Chor-Boot zu holen und den

Seniorenchor in der Öffentlichkeit

noch bekannter zu machen.

Den Vorstand weiß er mit seinem

ehrenamtlichen Vorsitzenden

Peter Bubolz und der 2. Vorsit-


Lankwitz extra 11

Noten geben Sicherheit.

Chorleiterin Maria Grimm hört jeden Fehler und korrigiert geduldig.

zenden Ruth Radtke engagiert

hinter sich. „Es bedarf einer umfangreichen

und durchdachten

Logistik, um alle Chortermine

und –Mitglieder unter einen

Hut zu bringen“, erklärt Bubolz,

tiefer Bass, der seit acht Jahren

dabei ist, die Gemeinschaft und

als Betriebswirt auch die Vereinsfinanzen

im Auge behält.

Aus den Vereinsbeiträgen – der

Mitgliedsbeitrag pro Monat liegt

bei 10.- Euro – und aus Auftritts-

Gagen werden das Honorar für

die Chorleiterin, die Zinnowitz-

Busanreise und gesponserte

Auftritte bestritten.

In Berliner Senioreneinrichtungen,

Nachbarschaftstreffs, Zoo,

Tierpark, und Britzer Garten hat

der Seniorenchor Steglitz seine

Stammhörer, und die Sommerund

Weihnachtskonzerte mit

ihrem vielseitigen Programm

sind inzwischen ein Muss für

das musikbegeisterte Publikum.

Der trübe Probenvormittag

endet für die Chormitglieder

schließlich mit Meeresrauschen:

das Chanson „La Mer“ weckt

Sommergefühle und begleitet

die Chorsängerinnen und –Sänger

noch ein gutes Stück auf ihrem

Nachhauseweg durch den

nasskalten Wintertag.

Mitsingen erwünscht

Auf seinem Weg zu weiteren erfolgreichen

Auftritten und hin zu

noch größerer Aufmerksamkeit in

der Öffentlichkeit sind dem Seniorenchor

Steglitz neue Mitglieder

herzlich willkommen. Besonders

die Männerstimmen und der Alt

freuen sich auf Verstärkung. Wer

Freude am Singen hat und den

richtigen Ton trifft, ist zur freitäglichen

Chorprobe um 10 Uhr im

Selerweg 18-22 eingeladen. Es

erwartet ihn kein strenges Vorsingen,

sondern Gleichgesinnte

freuen sich auf ein potentielles

neues Chormitglied. Wer den

Chor aber „in Aktion“ erleben

möchte, kann dies am 14. Juni

2017 im Britzer Garten sowie

am 16. Juli 2017 um 11 Uhr auf

der IGA in den „Gärten der Welt“

in Marzahn. Weitere Termine

und Informationen unter www.

seniorenchorsteglitz.com. ◾


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Lankwitz extra

Eileen Moritz will Barrieren abbauen

Neue Bezirksbeauftragte für Menschen

mit Behinderungen startet durch

Eileen Moritz, neue Bezirksbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, und ihr vierbeiniger „Mitarbeiter“ Joschi.

Seit Januar belebt die Dipl.

Sozialpädagogin und

ausgebildete Supervisorin

Eileen Moritz das seit zwei

Jahren unbesetzte Amt der Bezirksbeauftragten

für Menschen

mit Behinderungen wieder. In

ihrem Büro im Rathaus Zehlendorf

arbeitet sie sich an fünf Tagen

in der Woche während ihrer

Orientierungsphase intensiv in

ihre verantwortungsvolle Tätigkeit

ein, für die sie beste Voraussetzungen

und ein gehöriges

Maß an Begeisterung mitbringt:

Vielfältigste Bereiche der Sozialarbeit

hat sie während ihrer bisherigen

beruflichen Laufbahn

kennengelernt, ohne dabei die

vielfältigen Facetten des Bereichs

Behinderung je aus den

Augen zu verlieren.

Die gebürtige Norddeutsche,

die 1982 nach Berlin kam, acht

Jahre in Steglitz lebte und heute

in Heiligensee wohnt, arbeitete

u. a. in einem Wohnprojekt

für HIV-infizierte und an AIDS

erkrankte Menschen. 2001

wandte sich Eileen Moritz beruflich

wieder der politischen

Behinderten- und damit Selbstbestimmt-Leben-Bewegung

zu. Indem sie sich tiefer mit der

UN-Behindertenkonvention beschäftigte,

fand sie immer stärker

zu ihrem Arbeitsschwerpunkt

im Bildungsbereich. Trainingsund

Weiterbildungsangebote

realisierte sie zu Themen wie

Inklusion als Menschenrecht,

Barrierefreiheit, Empowerment

und Diversity und begleitete in

ihrer Funktion als Supervisorin in

unterschiedlichen Institutionen

Veränderungs- und Inklusionsprozesse.

Viel hat sie sich mit

Architekten und Bauvorhaben

beschäftigt und dabei immer

wieder festgestellt, was sie geändert

sehen will: „Barrierefreiheit

ist dabei immer ein Sonderkostenpunkt,

anstatt barrierefreies

Bauen auch unter Berücksichtigung

des demografischen Wandels

zum Standard werden zu

lassen.“

Barrieren machen

Beeinträchtigte

zu Behinderten

Selbst mit Beeinträchtigung

aufgewachsen, gelingt es Eileen

Moritz unkompliziert, auf

direkter Augenhöhe mit an-


deren Menschen in Kontakt

und Austausch zu treten. Ihre

Aufgabe als Bezirksbeauftragte,

Ansprechpartnerin und

Vermittlerin für Mitmenschen

mit Behinderungen sieht sie

darin, „dafür Sorge zu tragen,

dass die Belange dieser Menschen

bei geplanten Projekten

des Bezirksamtes Berücksichtigung

finden.“ Stets ein Ohr für

Frauenbereiche zu haben, liegt

ihr ebenso am Herzen. Etwas

überrascht ist sie darüber, wie

viele Bürgerinnen mit Beeinträchtigung

sich über die Respektlosigkeit

beschweren, mit

der ihnen begegnet wird, und

wie sehr Grenzüberschreitung

oder Herablassung noch immer

Thema zu sein scheinen, denn

sie selbst macht immer weniger

diese Erfahrungen.

Den Unterschied zwischen „Beeinträchtigung“

und „Behinderung“

bringt die Bezirksbeauftragte

so auf den Punkt: „Wenn

Menschen mit Beeinträchtigung

auf Barrieren stoßen, werden

sie zu Behinderten. Denn Behinderung

entsteht erst durch

Barrieren.“ Die Hauptaufgabe

von Eileen Moritz wird es auch

zukünftig sein, diese Barrieren,

die unterschiedlichster Art sein

können und Beeinträchtigung

oft erst zum Problem machen,

beseitigen zu helfen. Sie freut

sich auf diese Arbeit, für die sie

sich als Ansprechpartnerin und

Gesprächspartnerin viele interessante

Begegnungen im Bezirk

verspricht: Mit Menschen mit Beeinträchtigung

ebenso wie mit

Vereinen, Selbsthilfegruppen,

Initiativen und Organisationen,

die sich mit der Lebenssituation

von Menschen mit Behinderungen

befassen.

Vom Reagieren

zum Agieren

Derzeit ist es der neuen Bezirksbeauftragten

besonders wichtig,

bald einen kompetenten bezirklichen

Beirat für Menschen mit

Behinderungen an ihrer Seite zu

wissen, um gemeinsam das Bezirksamt

mit seinen Gremien in

behindertenpolitischen Fragen

auf der Grundlage des Landesgleichberechtigungsgesetzes

erfolgreich beraten und unterstützen

zu können.

In der Büro-Organisation wird

Eileen Moritz von Susanne

Wunderlich begleitet, die bereits

ihre Vorgängerin Beatrix Beese

unterstützte und seit 2008 im

Rathaus dabei ist. Über die neue

Kollegin sagt sie: „Sie ist eine

ganz Taffe!“

Gut ausgestattet habe sie der

Bezirk für ihre Arbeit, freut sich

Eileen Moritz. Als einziger vierbeiniger

Bezirksamt-Mitarbeiter

mit Sondergenehmigung ist

ihr 8-jähriger Golden Retriever

„Joschi“ immer mit dabei. Der

Assistenzhund vom „Hunde für

Handicaps e. V.“ erledigt Aufgaben,

die Eileen Moritz schwer

fallen: Er hebt Dinge vom Boden

auf, öffnet Türen und drückt

Fahrstuhlknöpfe. Im Bezirksamt

Steglitz-Zehlendorf dürfte er

sich bald – nicht zuletzt wegen

seines treuen Blickes – zum

Lieblings-Mitarbeiter entwickelt

haben.

Eileen Moritz verspricht indessen:

„Ein Jahr nehme ich mir zum

Reagieren und zum Erkennen,

Lankwitz extra 13

welche Schwerpunktthemen

im Bezirk vorliegen, um dann

eigene Schwerpunkte zu setzen

und mit eigenem Profil so richtig

loszulegen.“

Auch wenn sie sich sehr auf

die Zusammenarbeit mit Frank

Mückisch, dem Bezirksstadtrat

für Bildung, Kultur, Sport und

Soziales freut, bedauert sie die

kurz vor ihrem Amtsantritt getroffene

Entscheidung, dass sie

als Beauftragte nicht mehr der

Bezirksbürgermeisterin zugeordnet

ist. Denn: „Behinderung

ist kein rein soziales, gesundheitliches

Thema, sondern ein

gesamtgesellschaftliches Querschnittsthema,

welches alle

Lebensbereiche berührt. „Nicht

umsonst haben wir auf einen

Paradigmenwechsel – weg von

der Fürsorge hin zu Umsetzung

von Chancengleichheit und gleichen

Rechten von Menschen mit

Behinderungen – hingewirkt“,

kommentiert sie. Dabei ist sie

der festen Überzeugung: „Unsere

gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung

mit Inklusion

bringt uns alle voran und kann

darüber zu einer Gesellschaft

mit Wertschätzung und Respekt

für die Vielfalt führen.“

Kontakt zur Bezirksbeauftragten

für Menschen mit Behinderung:

Sprechzeiten Do. von

10 – 12 Uhr im Rathaus Zehlendorf

Raum A 27, Kirchstr. 1-3 in

14160 Berlin und nach tel. Vereinbarung

unter ☎ 90299 – 6309. E-

Mail behindertenbeauftragte@

ba-sz.berlin.de.

Weitere Informationen unter

www.steglitz-zehlendorf.de/

behindertenbeauftragte ◾


Jacqueline Lorenz


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Lankwitz extra

Familientradition im Emisch-Haus

Paul Emisch und seine Nachkommen in Lichterfelde West

Das Emisch-Haus nahe dem

Bahnhof ist ein besonderer

Blickfang in Lichterfelde

West. Das Haus ist nicht nur

optisch eine Besonderheit, es ist

auch seit mehr als 100 Jahren in

Familienbesitz. Monika Schnoor,

Ur-Enkelin von Paul Emisch, hat

seine Geschichte aufgeschrieben:

„Was du ererbt von Deinen Vätern,

erwirb es, um es zu besitzen“,

sagt der Volksmund. In der

Villenkolonie von Lichterfelde

gibt es eine Reihe attraktiver

Landhäuser – ein besonderes

Kleinod ist das Emisch-Haus, die

Turmvilla in der Curtiustraße 6

am Bahnhof Lichterfelde West.

Deren Fachwerk und Fassadenflächen

sind reich verziert.

Solche originellen Stadtvillen

zu restaurieren und zu erhalten

ist mit viel Mühe und Kosten

verbunden. So kann man das

„erwirb es, um es zu besitzen“

interpretieren.

Architekt in

Lichterfelde

und Namibia

Der Architekt Wilhelm Sander

hat als Liebhaber altdeutscher

bürgerlicher Städtearchitektur

1895 das zweistöckige Eckhaus

erbaut und den Fachwerkgiebel

mit farbenfroher Malerei versehen.

Die Motive sind biblischen

Ursprungs. Da die Bauphase von

viel Regen beeinträchtig war,

ließ der Architekt die Fassade

mit der Geschichte der Arche

Noah, die Rettung der Tiere vor

der Sintflut, bemalen. Wilhelm

Sander geriet wenig später in

finanzielle Schwierigkeiten, verkaufte

das Haus und wanderte

nach Südwest-Afrika, heute

Namibia, aus. In Swakopmund

baute er unter anderem eine

Bahnstation, eine Schule und

diverse Wohnhäuser, die an das

Emisch-Haus erinnern.

Der Copy-Shop

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Lankwitz extra 15

Historisches Foto des Emisch-Hauses um 1900.

In Familienbesitz

seit 1900

Paul Emisch, am 26. Mai 1873 als

Sohn eines Tuchfabrikanten in

Luckenwalde geboren, kam 1900

als Bankier nach Lichterfelde.

Hier kaufte er das Fachwerkhaus,

baute es um und vervollständigte

die Malereien. Neben Walther

von der Vogelweide, Greifvögeln

und zwei Engeln ließ er sein Familienwappen,

das eine von

seiner Tochter gehaltene Sonne

zeigt, mit seinem Wahlspruch

„Fürchte Gott, tue recht, scheue

niemand“ malerisch gestalten.

Sein Schutzpatron, der heilige

Paulus, steht in einer Giebelnische

zur Baseler Straße zeigend.

In der Kartusche aus halb aufgerollten

Blättern ist der Name Paul

Emisch zu lesen, so nannten die

Lichterfelder die Stadtvilla das

„Emisch-Haus“.

Diverse Wahlsprüche von ihm,

die auch seine starke Persönlichkeit

wiederspiegeln, zieren

die Wände im und am Haus:

„Hic rideo ego (Hier lache ich)“

„Wem‘s nit gefallt, Mach hier nit

Halt Kann maken wat hei will“

„Wer Dag for Dag sien Arbeit

deiht un jümmer ufn Posten

steht un deiht dat froh un deiht

dat gern Der mag sich ok mal

ameseern.“

gesund • vital • genießen


16 STLW Lankwitz extra

Paul Emisch, Namensgeber des Hauses, bei der Arbeit.

Ein weiteres Kuriosum ist der

Dachgarten des Hauses, der einst

von einem verschnörkelten Zaun

umgeben und mit großen Zierstrauchkübeln

sowie einem Sitzplatz

eine Idylle darstellte. Hier

graste auch ein Ziegenbock. In

der Dachspitze des Fachwerkgiebels

befinden sich noch gut

erhaltene Stallungen, in denen

die Tochter Bärbel Kaninchen

und die Ziege hielt. Heutzutage

blühen auf dem Dach im Frühling

selbstausgesäter Mauerpfeffer

und Schnittlauch in den

Komplementärfarben Gelb und

Violett.

Immobilien,

Zigarren und mehr

Außer, dass das Haus seit 1902

im Familienbesitz ist, verbirgt

sich hinter der Fassade eine

weitere Familientradition: hier

wird seit 100 Jahren gemäkelt.

1900 gründete Paul Emisch ein

„Bankgeschäft für Grundbesitz

und Hypothekenverkehr“ und

war somit der erste Immobilienmakler

am Ort. Vor 76 Jahren

war er Gründungsmitglied des

Berufsverbandes Ring Deutscher

Makler, RDM, in Köln. Nach

langjähriger Zugehörigkeit im

Haus- und Grundbesitzerverein

wurde ihm 1953 die Ehrenmitgliedschaft

verliehen. Nebenbei

betrieb er einen Wein- und Zigarrenhandel

sowie eine staatliche

Lotterie- Einnahme, die ihm

bei Lichterfeldern, die nicht das

große Los gezogen hatten, den

Spitznamen „Nieten-Paule“ einbrachte.

Das hörte er gar nicht

gern.

Immobilienspezialisten

seit

Generationen

Seine beiden Kinder, Bärbel Wichmann

geb. Emisch und Klaus

Emisch (geboren 1902 und 1905)

traten in die Fußstapfen ihres Vaters,

erlernten den Immobilienberuf

und hatten nach dem 2. Weltkrieg

ihre eigenen Maklerfirmen.

Selbst mit über 80 Jahren ließ es

sich die alte Dame nicht nehmen,

ab und zu noch eine Immobilie zu

vermitteln. Seinen 1918 aus Ostafrika

zurückkehrenden Schwiegersohn,

Walter Wichmann,

bildete er ebenfalls im Immobiliengeschäft

aus, in dem dieser bis

1944 tätig war. Die Enkeltochter,

Ingeborg Burghardt, geb. Wichmann,

widmete sich der der Verwaltung

der Bestandsimmobili-


en. Sie machte es sich Anfang der

70er-Jahre zur Lebensaufgabe

das Emisch-Haus, das vor ein paar

Jahren unter Denkmalschutz gestellt

wurde, zu restaurieren und

Instand zu halten, um den nachfolgenden

Generationen den

Familienstammsitz zu bewahren.

1995, zum hundertjährigen

Bestehen des Hauses, an dessen

Fest auch die sich in den letzten

Jahrzehnten verdient gemachten

Handwerksfirmen teilnahmen,

ließ sie die Malereien von einem

Kunstmaler erneuern.

Immobilienshop

mit Galerie

Seit 1971 führt das Ehepaar Monika,

die Urenkelin, und Eugen

Schnoor das Unternehmen. Der

heutige Firmeninhaber ist Vorstandsmitglied

im RDM, Landesverband

Berlin und Brandenburg

e. V. und unter anderem Mitglied

im Gutachterausschuss für

Grundstückswerte beim Senat

von Berlin. Die 5. Generation, der

jüngere von zwei Söhnen, Steffen

Schnoor, Dipl.-Betriebswirt (BA)

ist ebenfalls im Unternehmen

tätig. Anfang 1999 eröffnete die

Lankwitz extra 17

Firma im Erdgeschoß des Emisch-

Hauses einen Immobilienshop

und integrierte eine Galerie. Die

Vernissagen dienen nicht nur den

Kunstliebhabern, mit Kunden,

Geschäftspartnern und Freunden

des Emisch-Hauses finden

anregende Kommunikationsgespräche

statt.



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18

Lankwitz extra

Feiern unter

Blütenträumen

16. Kirschblütenfest am ehemaligen Genzstreifen

zwischen Lichterfelde und Teltow

Viele Stände, Informationen,

leckeres Essen, Spaß

und Spiel – mit dem traditionellen

Kirschblütenfest am

letzten Sonntag im April hat

sich ein beliebter Treffpunkt

etabliert, der von Jahr zu Jahr

mehr Besucher begeistert. Hier

fasziniert das außergewöhnlich

schöne Ambiente unter blühenden

japanischen Kirschbäumen,

die auf dem ehemaligen Mauerstreifen

zwischen Lichterfelde

und Teltow stehen. Diese wunderschöne

Allee verdanken die

Berliner und Brandenburger der

TV Asahi Group, die anlässlich

des Mauerfalls unzählige Japaner

dafür begeisterte, für die

Bäume zu spenden. Allein die

Kirschbaumallee zählt ca. 1000

Bäume. Insgesamt wurden bei

mehreren Pflanzaktionen insgesamt

10 000 Bäume in Berlin und

Brandenburg gepflanzt.

Wie ein rosafarbenes Band zieht

sich die Kirschblütenallee zwischen

den Marktplätzen Teltow-

Seehof und Teltow-Sigridshorst

auf dem ehemaligen Mauerstreifen

entlang. Auf mehreren

Ein Blütentraum auf dem ehemaligen Grenzstreifen

zwischen Teltow und Lichterfelde.

Bühnen zeigen Künstler ihr Programm

und auf dem Grün links

und rechts der blühenden Bäume

sieht man Familien, die ein

Picknick genießen. Zur besonderen

Stimmung beim Kirschblütenfest

gehören auch die

Besucher, die mit fantasievollen

Kostümen und dem passenden

Make-up ganz in der japanischen

Manga-Tradition erscheinen.

Dazu passend werden auf den

Bühnen Beiträge zur Deutsch-

Japanischen Freundschaft sowie

über Kunst und Kultur des fernöstlichen

Landes präsentiert. Das

diesjährige Kirschblütenfest wird

am Sonntag, den 30. April von 13

bis 18 Uhr gefeiert. ◾

Typisch Japanisches und vieles mehr gibt es

beim Kirschblütenfest zu entdecken.


Schwimmgemeinschaft

Steglitz Berlin e. V.

Vom Breiten- bis zum Leistungssport

Lankwitz extra 19

Das nasse Element ist ihr

Metier: Die rund 1000

Mitglieder der SG Steglitz

Berlin e. V. tauchen darin ein, um

das Schwimmen überhaupt erst

zu lernen, Freizeitabwechslung

beim Breitensport zu finden oder

aber, um im Leistungssport nach

und nach das Siegertreppchen

über dem Beckenrand höher zu

erklimmen. Nicht selten entwickelt

sich eine bemerkenswerte

Schwimmkarriere vom „Seepferdchen“

bis zur vielversprechenden

Wettkampfstärke. Jugend- und

Nachwuchsarbeit wird vom Verein

äußerst wichtig genommen,

doch auch Aquafitness und Seniorenkurse

finden hier Beachtung,

und sogar Wasserball steht auf

dem Plan, so dass im Vereinsangebot

für jeden etwas dabei ist.

Junger Nachwuchs in

geschichtsträchtiger

Halle

Aus zwei traditionsreichen

Schwimminstitutionen ist die

Schwimmgemeinschaft hervorgegangen

– aus dem Schwimm-

Club Lichterfelde 1920 e. V. und

der Schwimmabteilung des Vereins

Sport Club Südwest 1947

e. V. – und ist heute Mitglied im

Berliner Schwimm Verband e. V.

Ihre Trainings- und eigentliche

Heimat-Schwimmhalle an der

Lichterfelder Finckensteinallee,

erfährt, 2014 umfangreich saniert,

durch Schwimmvereine

und Schulen die notwendige

und sinnvolle Auslastung. Sie ist

der Öffentlichkeit zugänglich.


20

Lankwitz extra

Die SG Steglitz nutzt daneben

die Halle am Hüttenweg und

muss bei Vereinsmeisterschaften

auf das Stadtbad Tempelhof

ausweichen: Für Wettkampf-

Zuschauer bietet die denkmalgeschützte

Halle in Lichterfelde

zu wenig Platz, ihre Empore ist

für Publikum nicht freigegeben,

was nicht nur SG-Pressesprecher

Hendrik Kissel bedauert.

Wenn in den Vereins-Trainingsstunden

eine Welle schwimmbegeisterter

Kinder und Jugendlicher

mit ihren Trainern und

Begleitern die geschichtsträchtige

Halle flutet, wird der ruhige

Alltagstrott von Bademeister &

Co schon mal empfindlich aus

dem Tritt gebracht. Doch das

Schwimmbad lässt sich nicht aus

der durch die Sanierung wiedererlangten

Statik bringen, viel hat

es über die Jahre miterlebt: Auf

dem ehemaligen Gelände der

preußischen Hauptkadettenanstalt

zog 1933 die SS ein, und die

Figuren am Halleneingang erinnern an vergangene Tage.

Zentrale der Leibstandarte Adolf

Hitlers hatte hier ihren Sitz, was

der monumentale NS-Baustil

bis heute verrät. Bis zum Mauerfall

waren dann US-Alliierte auf

dem Lichterfelder Areal untergebracht.

Aktuell liegt die Zuständigkeit

für die Schwimmhalle bei

den Berliner Bäderbetrieben.

Teamgeist auch für

Einzelkämpfer

Egal ob Breitensportler, der die

Abwechslung im Wasser sucht,

oder kindlicher Schwimmanfänger,

dem im Verein ein hoher

Stellenwert zugerechnet wird:

Teamgeist ist hier das A und O,

Auf dem Weg zum Leistungssportler?


auch für den Bahn um Bahn ziehenden

Einzelschwimmer.

An diesem Nachmittag läuft

das Trainingsprogramm im für

diesen Tag in 25-Meter-Kurzbahnen

aufgeteilten Becken

für den Nachwuchs auf vollen

Touren. An anderen Tagen wird

auf 50-Meter-Längsbahnen geschwommen.

Trainerin Gudrun

Kock ist fünfmal pro Woche im

Einsatz und eigentlich, wie viele

der Vereinsmitglieder, „öfter im

Wasser als am Rand“. Die kleinen

Schwimmerinnen und Schwimmer

sind U11, zwischen sechs

und elf Jahren. Die jährliche Vereins-Mitgliedschaft

kostet für sie

Lankwitz extra 21

132 Euro pro Kind plus 25 Euro

Aufnahmegebühr, wenn sie

bereits etwas sicherer schwimmen

können. 100 Euro Aufnahmegebühr

zahlen Anfänger,

die einer größerer Zuwendung

bedürfen. Mindestens vier Jahre

jung muss ein Kind sein, bevor

es beim SG ins Wasser darf. Auf

zwei Meter Tiefe wird das Wasser

im Schwimmbecken einheitlich

aus Energiegründen gehalten,

der imposante Springturm wurde

im Rahmen der Sanierung

abgerissen. – Neben den kaum

nutzbaren Emporen ein weiterer

Wermutstropfen im klaren

Wasser. „Das begrenzt die Bewegungsfreiheit

der Jugendlichen

gewaltig. Turm-Springen würde

vor den Trainingsstunden zum

Warmwerden ideal sein, zumal

hier wenig Platzmöglichkeiten

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22

Lankwitz extra

Rolli weiß, wie´s richtig ist.

für das Trockentraining sind“, erklärt Trainer Rolli,

der täglich und seit Jahren für den Verein tätig

ist, und denkt dabei ebenfalls an die ungenutzte

Empore. Zum Landtraining zieht er mit seinen

Kids in die Turnhalle der Wilma-Rudolph-Schule

nach Zehlendorf, die Kooperationspartner des

Vereins ist. Athletik, Gymnastik, aber auch Gewichttraining

schaffen hier spielerisch die Kondition,

die für ein effektives Schwimmtraining die

richtige Voraussetzung ist. Auf gemeinsamen

Fahrten wird die dann ebenso wie der Teamgeist

vertieft, demnächst zu Ostern im Trainingslager

in Spanien.

Wettkampf und Wasserball

Gudrun erzählt von den Vorteilen des Vereins-

Schwimmtrainings im Vergleich zum Schwimmunterricht

durch die Schule: Neben sauberem

Schwimmstil und richtiger Technik lernen die

Kinder hier weitaus mehr als das bloße sich-über-

Wasser-Halten. Dazu bekommen sie die Zeit, die

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Lankwitz extra 23

jeder für sich zum Schwimmenlernen individuell

benötigt, Inklusion ist dabei selbstverständlich.

Ins zwei-Meter-Becken geht´s mit Schwimmnudel

und -Brett, Angst vor´m tiefen Wasser kommt da

gar nicht erst auf. So ist es nicht selten, dass zum

Training eine gute Freundin mitgebracht wird, nur

„zum Zuschauen“, die wenig später selbst Vereinsmitglied

ist.

Langweilig wird es aber auch den ehrenamtlichen

Helfern und Älteren aus dem Verein nicht: Da sind

die gestaffelten Wettkämpfe der unterschiedlichen

Leistungsklassen, Abzeichen-Vorbereitungen

von Seepferdchen bis Bronze, Breitensport

und Wasserball. Gemeinsam mit der SG-Schöneberg

spielen ihn oft Schwimmer, die sich im Team

wohler fühlen als allein auf ihrer Schwimmbahn.

Derzeit überlegt die SG Steglitz, eine spezielle

Wasserball-Kindermannschaft aufzustellen. Wer

sicher schwimmt, Bronze-Abzeichen, Schwimmerfahrung

und Spaß am Mannschaftssport hat, kann

sich dazu gerne beim Verein melden.

Einig sind sich Gudrun, Kissel und Rolli mit ihrem

Verein: Auch zukünftig wollen sie den Nachwuchs

behutsam und spielerisch an den Schwimmsport

heranführen, ohne dabei aber den Breitensport

zu vergessen. Dazu bedarf es vieler begleitender

Hände – gerne auch aus dem FSJ-Bereich.

Schwimm-Aktionstage für Kinder

Die Schwimmgemeinschaft Steglitz Berlin e. V.

lädt Schul- und Kitakinder zum kostenlosen

„Schnupperschwimmen“ ein: Schulkinder probieren

sich am 6. Mai und Kitakinder am 24. Juni

2017 im Stadtbad Tempelhof, Götzstraße 14-18.

Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung

möglich. Auf Wunsch wird der Aktionstag

auch im Unterricht oder Elternabend vorgestellt.

Anfragen und Anmeldungen in der Geschäftsstelle

der Schwimmgemeinschaft Steglitz unter

☎ 817 47 11 oder service@SG-Steglitz.de.

Weitere Informationen und Kontaktadresse unter

www.sg-steglitz.de und www.facebook.com/

sg.steglitz



Jacqueline Lorenz

Fotos: SG Steglitz

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24

Osterhase oder Osterei?

Tipps für die bevorstehenden Osterfeiertage

Der Ostersonntag fällt stets

auf den Sonntag nach

dem ersten Frühlingsvollmond

und kann so zwischen

dem 22. März und 25. April eines

Jahres liegen. Für viele ist es auch

das Ende einer langen Verzichtsphase

– der Fastenzeit. In den

vergangenen sieben Wochen

seit Aschermittwoch haben viele

Deutsche auf bestimmte Nahrungsmittel,

Alkohol, Zigaretten

oder den Fernseher verzichtet.

Eier

Lankwitz extra

Traditionell werden Hühnereier

zu Ostern bunt gefärbt. Der

Handel bietet verschiedene

Mittel wie Flüssigfarben oder

Färbetabletten an. Aus gesundheitlichen

Gründen sollten bei

Eiern, die noch gegessen werden,

natürliche Farben verwendet

werden. Hierfür eignen sich

beispielsweise: Rote Beete (Rosa-violette

Färbung), Grüner Tee

(Gelb-grüne Färbung) oder Kaffee

(Braune Färbung). Im Internet

findet man hierzu Anleitungen

und Tipps. Wer Angst hat, dass

ein vermehrter Eier-Verzehr an

Ostern seinen Cholesterinspiegel

in die Höhe schnellen lässt,

sei beruhigt. Ein gesunder Körper

kann hohe Cholesterinwerte

kurzweilig gut verkraften.

Schokolade

Osterhasen, gefüllte Schokoladeneier,

Blätterkrokant – die Liste

Ostereier: Ein gesunder Körper kann hohe Cholesterinwerte kurzweilig gut verkraften.


Foto: KKH

der süßen Leckereien zu Ostern

ist lang. Ein übermäßiger Schokoladenkonsum

ist nicht unbedenklich.

Neben der Menge ist

die Art der Schokolade entscheidend:

je dunkler, desto besser.

Warum? Weil in weiße Schokolade

reichlich Zucker, Milch und

Kakaobutter mit hohem Fett- und

Energiegehalt beigemengt werden,

aber keine Kakaomasse. Bitterschokolade

enthält dagegen

kaum oder keine Milch, weniger

Zucker und den höchsten Anteil

an Kakaomasse. Wer den süßen

Schmelz ohne Reue genießen

möchte, greift zu Bitterschokolade

mit einem Kakaoanteil von

mindestens 60 Prozent. Sie ist

reich an Flavonoiden, so genannten

sekundären Pflanzenstoffen,

die zellschädigende freie Radikale

neutralisieren. Diese wirken

sich vorteilhaft auf Blutgefäße

sowie Blutdruck aus und können

vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen

schützen. Wer allerdings ein Glas

Milch dazu trinkt, macht diesen

günstigen Effekt zunichte. Denn

Milch kann verhindern, dass die

in Bitterschokolade enthaltenen

Schutzstoffe ins Blut gelangen.◾


Therapeuten auf vier Pfoten

Haustiere fördern Gesundheit ihrer Besitzer

Haustiere in der Bundesrepublik

leisten täglich therapeutische

30Millionen

Arbeit bei gestressten oder einsamen

Deutschen. Denn Hund, Katze und Co. haben gesundheitsfördernde

Effekte auf den Tierhalter – zu

diesem Schluss kommen zahlreiche Studien.

Alleinstehende Personen oder Senioren, die ihren

Lebenspartner bereits verloren haben, profitieren

besonders von der Lebensgemeinschaft mit einem

Haustier. Es leistet ihnen Gesellschaft und vermittelt

das Gefühl, dass sie gebraucht werden. Personen

mit einem Vierbeiner an der Seite knüpfen zudem

leichter soziale Kontakte.

Bei Risikopatienten für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

haben vor allem Hunde eine positive Wirkung. Die

täglichen Gassigänge wirken günstig auf entscheidende

Faktoren wie Übergewicht, Blutdruck und

Cholesterinwerte. Auch bei Traurigkeit oder Stress

helfen Haustiere. Unsere vierbeinigen Freunde merken

ganz genau, in welcher Stimmung wir sind. Sie

spenden Trost und heitern uns auf. Erwiesenermaßen

führen die Anwesenheit und das Streicheln

eines Tieres dazu, dass Stress reduziert und Glückshormone

ausgeschüttet werden.

Nachwuchs geplant?

Lange Zeit wurde vermutet, dass Haustiere bei

Kleinkindern und Babys Allergien oder Asthma

auslösen. Doch genau das Gegenteil ist der Fall:

Dr. Petra Richter

Tierärztin

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Gesundheit 25

Foto: Photocreo Bednarek / Fotolia

Kinder, die mit einem Haustier aufwachsen, haben

ein stabileres Immunsystem.

Das Haustier sollte auf jeden Fall zum Lebensstil

passen. So ist ein Hund nur für Personen geeignet,

die sich im Alltag Zeit für den Vierbeiner nehmen

können. Katzen hingegen können auch über einen

längeren Zeitraum allein sein. Der Vorteil von

kleinen Nagetieren wie Hamster und Maus: Sie

dürfen auch in Mietwohnungen gehalten werden,

wenn ein generelles Tierverbot im Mietvertrag

festgelegt ist.

Egal, ob Wellensittich, Siamkatze oder Goldhamster:

Tierhalter bewältigen Stress besser, sind glücklicher

und kommen leichter mit anderen Menschen

in Kontakt.


26

Gesundheit

Diebe des Sehvermögens

Bis zum Jahr 2030 erwarten Augenärzte

rund 50 Prozent mehr Patienten

Mit der alternden Gesellschaft steigt auch

die Zahl der Augen erkrankungen. Doch

niemand muss sich sein Sehvermögen

stehlen lassen. Mit regelmäßigen Augenkontrollen

und ein paar Alltagstricks lässt sich den tückischen

Dieben das Handwerk meist gut legen.

Aufpassen ist die halbe Miete

Wer Kostbares nicht verlieren möchte, sollte wachsam

und vorrausschauend sein. Ganz gleich, ob

es ums Portemonnaie oder Sehvermögen geht.

Bereits jeder zweite der 52- bis 64-Jährigen in

Deutschland ist am Grauen Star erkrankt. Und

das oft ohne es zu wissen, weil die Linsentrübung

schleichend verläuft. Seh-Checks beim Arzt oder

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Augenoptiker helfen, die Hauptursachen für Erblindung

in Deutschland früh aufzuspüren. Zudem

lassen sich Grauer Star, Grüner Star (blinde

Stellen im Gesichtsfeld, oft erhöhter Augeninnendruck),

altersbedingte Makuladegeneration (AMD;

Netzhautschäden) und diabetische Retinopathie

(Schädigung von Blutgefäßen) gut behandeln.

Die Lebensqualität hängt erheblich vom intakten

Sehvermögen ab. Eine US-Studie zeigt, dass

besonders AMD als großer Risikofaktor für Depressionen

gilt. Mit einer perfekt angepassten

Brille kann es aber gelingen, trübe Stimmung zu

vertreiben. Voraussetzung für jede erfolgreiche

Augentherapie bleibt: Die Erkrankung muss möglichst

früh erkannt werden. Online Seh-Checks

können Hinweise auf Sehprobleme geben (www.

seh-check.de).

Der größte Räuber:

Ungesunder Lebensstil

Je früher bzw. länger der Sehsinn geschützt wird,

desto besser. Forscher haben herausgefunden,

dass die Augen von einer abwechslungsreichen

Ernährung mit Vollkornprodukten, Gemüse, Obst

und Fisch profitieren. Noch besser als Möhren ist

grünes Blattgemüse, wie Spinat, Brokkoli und

Grünkohl. Die darin enthaltenen Carotinoide

schützen die Netzhautzellen vor blauem Licht und

kurzwelligen Strahlen und mindern so das Risiko

an AMD zu erkranken. Nitratreiches Gemüse, wie

Rucola, Kohl und Rote Beete tragen neusten Erkenntnissen

zu Folge dazu bei, den Augeninnendruck

zu reduzieren: Das Risiko an Grünem Star zu

erkranken könnte so gesenkt werden.

Rauchen hingegen ist schlecht für die Augen. Es

schädigt den Sehnerv, weil er schlechter durchblutet

wird. Eine englische Untersuchung zeigt,

dass jede fünfte AMD auf Tabakkonsum zurückzuführen

ist.


Gesundheit 27

Angekurbelt wird die Durchblutung

durch Bewegung. Kein Wunder also,

dass Joggen auch die Augen fit hält,

wie amerikanische Experten feststellten.

Brenzlig wird es für die Augen, wenn

Make-up nicht gründlich entfernt wird.

Weil die Tränendrüse leicht verstopft,

kann es zu Entzündungen der Lider

kommen, schlimmstenfalls zu einem so

genannten trockenen Auge.

Eine gute Kombination aus Sehtests,

Sehkorrektion, gesunder Ernährung,

Bewegung und Augenhygiene fördert

die Lebensqualität und ist langfristig

der beste Schutz gegen die Diebe der

Sehkraft.

Langfristiger Schutz in kleinen Schritten:

1. Seh-Test beim Augenoptiker im TÜV-

Rhythmus: Alle zwei Jahre

2. Augenuntersuchung beim Augenarzt: Ab

dem vierzigsten Lebensjahr einmal jährlich

3. Ausgewogene Ernährung mit Vollkornprodukten,

Gemüse, Obst und Fisch

4. Regelmäßige Bewegung

5. Augenhygiene ◾

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