Gazette Wilmersdorf März 2017

gazette

Gazette für Wilmersdorf, Schmargendorf, Grunewald und Halensee

GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

März 2017

Wilmersdorf

Wilmersdorf · Schmargendorf · Grunewald · Halensee

Im Rathaus Schmargendorf

wird Heimatkunde lebendig

Mit Nachrichten aus dem Rathaus Charlottenburg-Wilmersdorf

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2 | Gazette Wilmersdorf | März 2017

„Sehen lernen“ in der Villa Oppenheim

Museum Charlottenburg-Wilmersdorf zeigt die Werke der Fotografin Gerda Schimpf

Heute ist sie nur noch wenigen

geläufig, doch in den 1940er- bis

1970er-Jahren portätierte Gerda

Schimpf (1913 – 2014) viele Personen

des öffentlichen Lebens

im westlichen Berlin, darunter

Künstlerinnen und Künstler wie

Bernhard Heiliger, Eva Schwimmer,

Karl Hofer, Heinz Trökes und

Renée Sintenis. Auch die erste

und bislang einzige Bürgermeisterin

von Berlin, Louise Schroeder,

bannte sie im Bild, ebenso bedeutende

Wissenschaftler verschiedener

Fachrichtungen. Daneben

wirkte Gerda Schimpf viele Jahre

in der Berliner Prüfungskommission

für die Gesellen- und Meisterprüfung

für Fotografie. Von 1959

bis 1978 lehrte sie als Dozentin

am Berliner Lette-Verein das Fach

Fotografie. Das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf

widmet der

Fotografin, die immerhin 101 Jahre

alt wurde, eine Sonderausstellung,

die noch bis zum 23. April

gezeigt wird.

Ausbildung als Fotografin

Geboren wurde Gerda Schimpf

1913 in Dresden. Sie wuchs in

Leipzig auf und absolvierte dort

in der Lichtbildnerei Dore Bartcky

eine Ausbildung zur Fotografin.

Ihr Plan, Fotografie am Bauhaus

Dessau zu studieren, zerschlug

sich mit dessen Schließung 1933

durch die Nationalsozialisten.

Gerda Schimpf lernte den Maler

Max Schwimmer kennen und

wurde seine Geliebte. Der vom

NS-Regime als „entartet“ diffamierte

Künstler widmete ihr an

die 500 illustrierte Liebesbriefe.

Gerda Schimpf als junges

Mädchen, 1920er-Jahre.

Ein eigenes Atelier in

Charlottenburg

1937 zog Gerda Schimpf nach

Berlin. Bis zu ihrem Tod lebte

sie in Charlottenburg im Apartmenthaus

am Kaiserdamm/

Königin-Elisabeth-Straße, das

der Architekt Hans Scharoun

1928/29 als moderne Wohnform

für Alleinstehende erbaut hatte.

1946 richtete die Fotografin ein

eigenes Foto atelier am Witzlebenplatz

ein. Hier fertigte sie

vor allem Pass- und Porträtaufnahmen,

daneben entstanden

aber auch Produktfotografien

und andere Aufträge für Berliner

Unternehmen, Geschäfte und

Einrichtungen.

Eine unabhängige Frau

In einer Zeit, in der Unabhängigkeit

und Berufstätigkeit

für ledige Frauen keineswegs

Gerda Schimpf: Louise Schröder als Bürgermeisterin, 1946.


Fotos: Archiv Gerda Schimpf

selbstverständlich waren, führte

Gerda Schimpf als Künstlerin und

Fotografin ein beachtlich selbstbestimmtes

und eigenständiges

Leben. Trotz langjähriger Beziehung

zu Max Schwimmer – und

einer lebenslangen Freundschaft

mit dessen Frau Eva – heiratete

sie nie. Sie blieb kinderlos, hatte

einen großen Freundeskreis,

pflegte Brieffreundschaften in

aller Welt und unternahm zahlreiche

Reisen.

Umfangreiche Einblicke

Die Ausstellung im Kabinett der

Villa Oppenheim bietet erstmals

Einblick in das umfangreiche

fotografische Werk Gerda

Schimpfs. Sie legt bewusst den

Schwerpunkt auf Frauenporträts

aus den 1930er- bis 1970er-Jahren.

Rund zwei Dutzend ausgewählte

Fotografien werden in

der Villa Oppenheim präsentiert.

Sie zeigen prominente Frauen

und Berlinerinnen, die nicht im

Rampenlicht der Öffentlichkeit

standen: Aufnahmen einer Mutter

mit ihrem Kind, einer Ärztin

des Virchow-Krankenhauses

und einer britischen Soldatin

sind ebenso zu sehen wie die

erwähnten Porträts von Louise

Schroeder, Eva Schwimmer oder

Renée Sintenis. Die Fotos werden

ergänzt durch persönliche

Zeugnisse und Arbeitsmaterialien

Gerda Schimpfs.

Die Ausstellung wird bis 23. April

im Museum Charlottenburg-Wilmersdorf

in der Villa Oppenheim,

Schloßstraße 55/Otto-Grüneberg-Weg,

14059 Berlin gezeigt.

Die Öffnungszeiten sind Dienstag

bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Samstag,

Sonntag und Feiertage 11

bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Der

Zugang zum Museum ist barrierefrei.


Liebe Bürgerinnen und Bürger in Charlottenburg-Wilmersdorf!

Ich freue mich sehr, dass ich am 3. März um

11.30 Uhr die neue Vorschule in der vom

Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) getragenen

Notunterkunft im ehemaligen Rathaus Wilmersdorf

am Fehrbelliner Platz eröffnen kann.

Vorschule in der Notunterkunft

Im Rahmen des Projektes „Der kleine Stern“

sind dort zwei Vorschulgruppen geplant mit

je 15 Kindern im Alter von 4 bis 6 Jahren, die

noch keinen Kitaplatz haben oder von der

Schule zurückgestellt wurden.

Bislang gibt es eine

Vorschulgruppe, die von

Ehrenamtlichen täglich

von 10 bis 12 Uhr betreut

wird.

Das Projekt „Der kleine

Stern“ bezieht 4 Räume

und wird dort in Kooperation

mit den Ehrenamtlichen

Reinhard Naumann

im Haus montags bis freitags

von 9 bis 13 Uhr Vorschulunterricht anbieten.

Es bietet ein Lern-Erlebnis-Programm

zur ganzheitlichen Sprachförderung mit theater-und

kunstpädagogischen Methoden.

Übergabefest „Ottilie-von-Hansemann-Haus“

Die 100-jährige Geschichte des Prachtbaus an

der Otto-Suhr-Allee setzt sich fort. Am 4. März

findet das Übergabefest des „Ottilie-von-Hansemann-Haus“,

Otto-Suhr-Allee 18/20 statt.

Das Gründerzeitgebäude mit Säulen, Stuckverzierungen

und Freitreppe wurde von der

Profi Partner AG mit erfahrenen Partnern

aufwendig saniert und dem Ursprung nach

wieder zur Wohnanlage umgebaut. So sind

insgesamt 97 modern ausgestattete Apartments

entstanden. Ein moderner Neubau

mit viel Glas und Balkonen komplettiert die

Denkmalimmobilie.

Das ehemalige „Viktoria-Studienhaus“ wurde

1914-15 von Emilie Winkelmann, der ersten

selbständigen Architektin Deutschlands, errichtet.

Es entstand unter dem Protektorat

von Kaiserin Auguste Viktoria dank der Privatinitiative

der Frauenrechtlerin Ottilie von

Hansemann als Studentinnenheim nach dem

WORT WORT DES DES BEZIRKSBÜRGERMEISTERS Gazette Gazette Wilmersdorf Wilmersdorf | März | MÄRZ | 32017 | | 31

Vorbild englischer Frauencolleges und bot

Lernen und Wohnen unter einem Dach. In

direkter Nachbarschaft zur Technischen Universität

und zu den beiden Kunsthochschulen

bot es Platz für 100 Studentinnen. Ab 1945

wurde das Haus als Behelfskrankenhaus und

Altersheim genutzt, ab 1957 wieder als Studentinnenwohnheim,

danach von der Deutschen

Bank als Verwaltungsgebäude. Im Haus

befand sich das Theater „Tribüne“, das im August

2011 geschlossen wurde. Seit Ende 2014

wurde das Haus von Investor Dirk Germandi

erfolgreich saniert.

Austausch zur Akzeptanz von sexueller

und geschlechtlicher Vielfalt

Charlottenburg-Wilmersdorf und Mannheim

sind mit ca. 330.000 Einwohner*innen ungefähr

gleich groß, haben ähnliche Strukturen

und stehen vor ähnlichen Herausforderungen.

Sowohl unsere Partnerstadt Mannheim

als auch Berlin sind Orte der Vielfalt. Diese

Facette Mannheims stellt auch das Zentralziel

der Stadt Mannheim in den Mittelpunkt:

„Mannheim […] wächst und entwickelt sich

weiter als vielgestaltige […] und bunte Stadt.“

So auch, was die vielfältigen Identitäten lesbischer,

schwuler, bisexueller, transgeschlechtlicher

und intergeschlechtlicher Menschen

(LSBTI) betrifft, die in Mannheim leben und

ein selbstverständlicher und bedeutsamer Teil

der Stadtgesellschaft sind.

Deshalb habe ich mich mit Oberbürgermeister

Dr. Kurz Ende Januar mit dem Mannheimer

Beauftragten für die Chancengleichheit

von Menschen vielfältiger sexueller und geschlechtlicher

Identitäten, Sören Landmann,

getroffen. In diesem Gespräch haben wir

schnell erkannt, dass sowohl von einem Austausch

der Stadtverwaltungen als auch von

einer Zusammenarbeit bürgerschaftlicher

Akteur*innen interessante Erkenntnisse und

Entwicklungspotentiale zu erwarten sind. Mit

Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz hatte ich

hierzu einen kommunalen Fachaustausch verabredet.

Denkbare Felder dieser Zusammenarbeit,

u. a. zu LSBTI und Alter bzw. Pflege, zur

Arbeit mit Jugendgruppen und zur gemeinsamen

Einbindung in bestehende bundesweite

Netzwerkstrukturen, werden und auf die

möglichen nächsten Schritte hin untersucht.

Kiezspaziergang

An unserem 183. Kiezspaziergang vertritt

mich der Stellvertretende Bezirksbürgermeister

Carsten Engelmann. Treffpunkt ist

am Samstag, dem 11. März, um 14 Uhr am

Amtsgerichtsplatz / Ecke Kantstraße (Bus M49,

X34 und 309).

Am Amtsgerichtsplatz startet der

Kiezspaziergang am 11. März.

Schwerpunkt des Märzspaziergangs ist wie

jedes Jahr die Geschichte der Frauen unserer

Stadt. Vom Amtsgerichtsplatz aus werden Sie

über das ehemalige NS-Frauengefängnis in

der Kantstraße 79 und den Karl-August-Platz

zum Verborgenen Museum in der Schlüterstraße

70 spazieren. Das Verborgene Museum

hat sich zur Aufgabe gemacht, unbekannte

Künstlerinnen der Öffentlichkeit vorzustellen

und damit dem Vorurteil entgegenzuwirken,

es habe früher keine herausragenden Künstlerinnen

gegeben.

Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei. Alle

Interessierten sind willkommen. Informationen

über die bisherigen Kiezspaziergänge

finden Sie im Internet unter www.kiezspaziergaenge.de.

Für Ihre Anregungen, Lob und Kritik bin

ich für Sie erreichbar unter naumann@

charlottenburg-wilmersdorf.de.

Ihr

Reinhard Naumann


4 | Gazette Wilmersdorf | März 2017

Heimatverein Wilmersdorf e. V.

Wo Heimatkunde lebendig wird

Das Schulfach Heimatkundeunterricht

– es war einmal. Doch

viele Menschen beschäftigen

sich auch heute noch mit dem

Heimatgedanken, so dass im

Freizeitbereich sinnvolle Angebote

dafür sorgen können, den

Bürgern die geschichtliche Entwicklung

und Erforschung ihres

Bezirks näherzubringen und ihnen

seine wirtschaftlichen, sozialen

und kulturellen Zusammenhänge

verständlich zu machen.

Dieser Herausforderung stellt

sich seit 62 Jahren erfolgreich

der gemeinnützige Heimatverein

Wilmersdorf e. V., der im Jahr

1955 anlässlich der Festwoche

„750 Jahre Schmargendorf“ entstanden

ist. 50 Gründungsmitglieder,

darunter Bezirkspolitiker,

Geschäftsleute und Bürger hatten

sich damals auf die Vereinsfahne

geschrieben, sich gemeinsam der

Pflege des Heimatgedankens der

Stadtteile Wilmersdorf, Schmargendorf,

Grunewald und Halensee

zu widmen.

Vereinsangebot nicht

nur für Mitglieder

Inzwischen zählt der Verein 107

Mitglieder, wovon 31 männlich

sind. Das älteste Mitglied,

Ingeborg Heipcke, wird im

April 101 Jahre alt. Das Durchschnittsalter

liegt bei 74,7. Bedarf

an jüngerem Nachwuchs besteht

auch hier, wie in den meisten

Vereinen. Zu verdanken ist der

rapide Anstieg der Mitgliederzahl

nicht zuletzt dem Engagement

und umfangreichen Netzwerk

Monika Thiemens (SPD), so dass

Ehrung langjähriger Vereinsmitglieder im Jahr 2015 mit Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (2.v.l.).

wieder positiv in die Vereinszukunft

geblickt werden kann. Die

ehemalige Bürgermeisterin von

Charlottenburg-Wilmersdorf

(2001-2011) übernahm 2014 den

Vorsitz über den zu dieser Zeit 57

Mitglieder zählenden Verein, der

im Rathaus Schmargendorf seine

Geschäftsstelle hat.

Die Vereinsvorsitzende

Monika Thiemen.

Bei den vielfältigen Vereinsaktivitäten

und Veranstaltungen ist

für jeden etwas dabei: Lokalgeschichtliche

Vorträge, Tagesfahrten

ins Umland, Museumsbesuche,

geführte Wanderungen,

Besichtigungen von Betrieben,

Botschaften und Landesvertretungen

laden nicht nur die Vereinsmitglieder

ein, auch Vertreter

aus allen Kreisen der Berliner

Bevölkerung sind herzlich willkommen,

zu zivilen Preisen Heimatkundliches

in entspannter Atmosphäre

kennenzulernen. Und

auch die Vereinsmitgliedschaft ist

mit einem jährlichen Beitrag von

13,- Euro für Einzelmitglieder und

19,- Euro für Ehepaare durchaus

erschwinglich. So kommen neue

Mitglieder inzwischen auch aus

benachbarten Bezirken, durch

die attraktiven Vereins-Wanderungen

angelockt.

2016 waren Veranstaltungs-Highlights,

die auch weiter über den

bezirklichen Tellerrand blicken

ließen, u. a. der Besuch der Kirschblüte

in den Gärten der Welt, eine

Wanderung am Langen Sees und

ein Abendspaziergang durch den

feierabendlichen Zoo Berlin. Wer

daran nicht teilnehmen konnte,

genoss die Ausführungen schreibender

Vereinsmitglieder, die

über die vergangenen Aktivitäten

im regelmäßig erscheinenden

Rundbrief berichten.

„Pro Jahr bieten wir rund 16 Veranstaltungen“,

erklärt die Vorsitzende,

„daran nehmen neben

dem Heimatverein auch gerne

Vertreter der Institutionen unseres

weiteren Wirkungskreises teil.“

Dazu zählt das Naturschutzzentrum

Ökowerk Berlin e. V. ebenso

wie der Berliner Turn- und Sportverein

(BTS) FRIESEN e. V., mit denen

einige Mitglieder eine Doppelmitgliedschaft

unterhalten.

Für 2017 ist die Planung bereits

in vollem Gange. Großen Anklang

dürfte die Wanderung entlang

des Spreeufers am 23. April finden,

und für den 28. April steht

„Lokalgeschichtliches beim Kaffee

– Sagen und Geschichten um

das Jagdschloß und den Grunewald“

auf dem Plan.

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Gazette Wilmersdorf | März 2017 | 5

Im Rathaus Schmargendorf hat der Heimatverein Wilmersdorf seine

Geschäftsstelle.

Ehrenamtliche Weinbauern: Christel und Helmut Marschel.

Projekte rund um die

Heimatkunde

Überaus nachhaltige Projekte, sozusagen

Heimatkunde zum Anfassen,

führt der gemeinnützige

Verein außerdem durch:

An den nördlichen Tribünenhängen

des Stadion Wilmersdorf

stehen 200 Rebstöcke Weißen

Rieslings, die der Partnerlandkreis

Rheingau-Taunus dem Bezirk

Charlottenburg-Wilmersdorf geschenkt

hat. Seit Juli 2015 besteht

hierfür eine Pflegevereinbarung

mit dem Heimatverein Wilmersdorf

e. V. Acht Vereinsmitglieder

pflegen jeden Dienstag unterstützend

und unentgeltlich den

Weinberg, indem sie Reben

pflanzen, schneiden, binden,

biegen und schließlich die Weinlese

durchführen. Die Rheingauer

Weinbrunnen GbR verarbeitet

dafür unentgeltlich die Weinausbeute

und übernimmt die Abfüllung

der Flaschen, die dann

dem Bezirk zur Verfügung gestellt

werden. Die „Wilmersdorfer

Rheingauperle“ wird beim jährlichen

„Rheingauer Weinbrunnen“

im Bezirk dann gebührend und

fröhlich gefeiert.

Für die Weinherstellung werden

mindestens 150 Kilogramm

Beeren benötigt. Im letzten Jahr

waren es wetterbedingt mit 75

Kilogramm jedoch deutlich weniger,

so dass die Trauben von den

Mitgliedern selbst überwiegend

zu Gelee verarbeitet wurden.

Ein ebenso beliebtes Projekt ist

die Herausgabe des Foto-Jahreskalenders,

der 2016 historische

Ausflugslokale zum Thema hatte

und in diesem Jahr die 13 Bezirksbrunnen

präsentiert.

Ein Projekt, das auch in anderen

Bezirken Schule machen sollte

und durch FEIN-Mittel unterstützt

wurde, geht auf die Initiative

und Durchführung von

Monika Thiemen und Dr. Oliver

Kersten zurück: Im November

2016 erschien die Broschüre in

Taschenformat „Berliner Ehrengrabstätten

auf Wilmersdorfer

Friedhöfen“, die Auskunft über

Verdienste und Leben der auf den

drei Wilmersdorfer Friedhöfen in

23 Ehrengräbern Bestatteten

gibt. Von Günther Abendroth bis

Margarethe von Witzleben wird

darin ihrer informativ gedacht.

Zusätzlich wurden neben die

rötlichen Steinmarkierungen auf

den Ehrengräbern Informationstafeln

mit jeweiliger Kurzvita platziert.

Erhältlich ist die Broschüre

gegen eine Schutzgebühr beim

Bezirksamt.

Doch der Heimatverein Wilmersdorf

e. V. stellt noch mehr in

Aussicht: Das Broschüren-Projekt

möchte er gerne auf weitere

Friedhöfe ausdehnen. Monika

Thiemen verrät außerdem: „Der

Aufbau einer kleinen Bibliothek

in unserer Geschäftsstelle gehört

auch zu unseren Zielen für

die nahe Zukunft. Denn über den

Altbezirk Wilmersdorf gibt es relativ

viel Literatur.“ Und so hofft

sie gemeinsam mit dem Verein,

dass das ein oder andere heimatkundlich

interessante Buch über

Wilmersdorf, Schmargendorf,

Grunewald und Halensee den

Weg in die Geschäftsstelle und

damit in die Vereins-Bibliothek

in spe finden wird.

Weitere Vereins- und Veranstaltungs-Informationen

unter Telefon

030 – 822 57 57 und über

E-Mail heimatvereinwilmersdorf@

aol.de.


Jacqueline Lorenz

Fotos: Lorenz/ Wolf-Diedrich Kroll jun. / Thiemen

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6 | Gazette Wilmersdorf | März 2017

Mehr U-Bahn geht nicht

Unterwegs im Berliner U-Bahn-Museum

Leise rollt der U-Bahnzug der

Linie U2 in den Bahnhof Olympia-Stadion

ein. Die Treppen

hinauf, und es ist nicht zu übersehen:

Wo von 1931 bis 1983 im

elektromechanischen Hebelstellwerk

der gesamte Fahrbetrieb der

Betriebswerkstatt Grunewald und

des Bahnhofs Olympia-Stadion

überwacht wurde, wird seit 1997

U-Bahn-Geschichte lebendig präsentiert,

von ihren Anfängen im

Jahr 1902 bis heute.

Jung und Alt lassen sich hier im

U-Bahn-Museum am zweiten

Samstag in jedem Monat in den

Original-Stellwerk-Räumen von

funktionstüchtigen Exponaten

und von Bahn-Geschichten

fesseln, die engagierte Mitglieder

aus Ost und West des rund

80-köpfigen gemeinnützigen

AGU Berlin e. V. (Arbeitsgemeinschaft

Berliner U-Bahn e. V.) zu

berichten wissen.

Lebendige Geschichte

zum Anfassen

Stilecht wird die Eintrittskarte im

Museums-Vorraum an der Bahnhofsschaffnersperre

gelöst, die

vom U-Bahnhof Rüdesheimer

Platz stammt, und die Zeitreise

durch fast 115 Jahre U-Bahngeschichte

kann beginnen, mit

grandiosem Blick auf die umliegende

Gleisanlage.

Zu verdanken ist dies besonders

zwei ehemaligen BVG-Mitarbeitern,

wie Vereinsvorsitzender und

ehemaliger Kommunikationsbeauftragter

der U-Bahn, Joachim

Gorell, betont: So trug der damalige

U-Bahn-Betriebsleiter Klaus

Siepert († 2009) – eigentlich für

das Technik-Museum – Exponate

Ein Museum für Groß und Klein – mit Blick auf die Gleisanlage.

und technische Artefakte im Lagerraum

am Bahnhof Yorckstraße

zusammen und ist damit mitverantwortlich

für die aktuelle Vielfalt

des Berliner U-Bahn-Museums.

Dem heute über 80-jährigen Ernst

Neumann gelang es schließlich,

die BVG vom Erhalt des Stellwerks

am Olympia-Stadion zu überzeugen

und die Räumlichkeiten als

Museum zu nutzen. Ihm ist es zu

verdanken, dass es als eines der

drei U-Bahn-Museen Europas

neben Moskau und Budapest beliebtes

Ziel von Touristen geworden

ist. „Besonders die Schweizer

sind immer wieder begeistert“, erzählt

Gorell, denn in der Schweiz

gibt es – außer der U-Bahn Lausanne

– keine Untergrund-Bahn.

Pro Öffnungstag besuchen zwischen

250 und 300 Gäste die Ausstellungsräume.

Träger des Museums ist der AGU

Berlin e. V. Zu seinen Vereinsmitgliedern

zählen ebenso ehemalige

und noch tätige U-Bahn-und

BVG-Mitarbeiter wie Handwerker,

Ingenieure, Schüler und Studen-

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Gazette Wilmersdorf | März 2017 | 7

ten, die sich um Erhalt und Wartung

der Fahrzeugsammlung

der Berliner Verkehrsbetriebe

kümmern, aber auch für den

reibungslosen Museumsbetrieb

sorgen, jeder nach seinem jeweiligen

Tätigkeitsschwerpunkt

aktiv. So sind an den Öffnungssamstagen

mit viel Herzblut für

die Sache zwischen 10 und 15

Mitglieder im Einsatz, die dem

Besucher mit Informationen und

Fachwissen zur Seite stehen.

Besonderes Augenmerk wird

auf die jüngsten Museumsgäste

gelegt, die mit Voranmeldung

als Kitagruppe und Schulklasse

sogar bei freiem Eintritt herzlich

willkommen sind. „Hände weg“

hört man da kaum. Im Gegenteil,

beim Stellen der rund 600 Kilo

schweren Weichenanlage an der

Handkurbel oder am Mikrofon

mit eigener Durchsage sind die

kleinen Leute gerne gesehen.

Schnell findet sich ein Museumsbegleiter,

der ihnen alles

kindgerecht erklärt. Mit den für

jede Altersstufe speziell präparierten

und von Vertriebstechniker

Haase liebevoll geschaffenen

U-Bahn-Lego-Modellen sowie

am „heißen Draht“ und an der

Dampfmaschine lässt sich zum

Thema Untergrund-Bahn so

manches spielerisch lernen und

begreifen. Da wundert es kaum,

dass auch die BVG gerne mit ihren

Auszubildenden im Museum

vorbeischaut, da die ältere Technik

Schaltwege und Fahrstraßeneinstellungen

übersichtlich und

verständlich darstellte.

Von Abfertigungskelle

bis Zahlensignal

Besonderer Stolz des AGU-Vereins,

der mit der BVG einen Wartungsvertrag

hat, ist als kürzlich

saniertes „Herzstück“ des Museums

das einst europagrößte,

14 Meter lange Hebelwerk des

elektromechanischen Stellwerkes

aus dem Jahr 1931, das ehemalige

Stellwerk Olympia-Stadion.

Von Siemens & Halske erbaut,

ermöglichte die noch funktionstüchtige

Anlage die Sicherung

von 616 Fahrstraßen durch die

Bedienung von 99 Licht- und

Zahlensignalen sowie 103 elektrischen

Weichen. Sämtliche Signale,

Weichen, Zug-Standorte und

Fahrstraßen werden auf der kürzlich

restaurierten Fahrschautafel

über 1200 Lämpchen angezeigt.

– Nicht nur der Bahn-Fan reagiert

da mit Begeisterung. Und die

wird schnell größer, im Angesicht

von Relaisraum, Präzisionswaage,

Bahnhofsnamensschildern, alten

Fahrscheine, Abfertigungskellen

und der Telefonvermittlung aus

den 20er-Jahren. Wenn dann an

der Stellwerksfahrschautafel,

die vom U-Bahnhof Gleisdreieck

stammt, auch noch das Licht angeht,

darf der Museumsbesucher

ruhig ein wenig Ehrfurcht empfinden.

– Ehrfurcht vor der Leistung

der Vereinsmitglieder, die dieses

museale Kleinod der U-Bahngeschichte

am Olympia-Stadion mit

vielen unbezahlten Arbeitsstunden,

Spenden, Vereinsbeiträgen

und Eintrittsgeldern lebendig

bewahren.

Das Museum ist am 2. Samstag jeden

Monats von 10.30 bis 16 Uhr

geöffnet. Eintritt: Erwachsene 2,. /

Kinder 1.- Euro. Schulklassen und

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82 | Gazette Wilmersdorf | MÄRZ | März 2017 2017

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dar.

Die bisher realisierten Maßnahmen des

Ausbauprogramms auf 160.000 m² Hallenfläche

sollen die Stellung der Messe

Berlin im internationalen Wettbewerb

sichern. Zur Zukunftssicherung Berlins

als Messe- und Kongressstandort sind

ständig weitere Maßnahmen erforderlich.

Hierzu gehört die langfristige

Sicherung von zusätzlichen Hallenpotenzialen.

Durch die Senatsbeschlüsse zum Gesamtkonzept

für das Umfeld der Messe

Berlin aus dem Jahr 2001 wurde die

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

und Umwelt beauftragt, das nördliche

und südliche Umfeld der Messe planerisch

differenziert zu untersuchen. Dafür

wurden wesentliche Teile des Messeumfeldes

als Gebiet von außergewöhnlicher

städtebaulicher Bedeutung (nach

§ 9 AGBauGB) in die Zuständigkeit des

Senats gestellt und eine umfangreiche

städtebauliche Konzeption erarbeitet.

Dieser Plan wurde durch aktuelle Entscheidungen

stark modifiziert in das

Planwerk „Innere Stadt“ übernommen

und bildet so weiterhin die Orientierung

für konkrete Baumaßnahmen.

Einige Projekte sind inzwischen realisiert

worden, wie zum Beispiel das neue

Servicegebäude an der Wandalenallee.

Andere Projekte sind eingestellt worden

– beispielsweise die ursprünglich

vorgesehene Bebauung des Hammarskjöldplatzes.

Der seit 2003 bestehende

repräsentative Südeingang, die neuen

Service-Gebäude im Südwesten des

Messegeländes sowie der Neubau des

City Cube Berlin an der Stelle der im Jahr

2011 abgerissenen Deutschlandhalle

stellen hier deutliche Verbesserungen

für den Messestandort Berlin dar.

Berlin SPD-Fraktion

Mit dem Senatsbeschluss 905/01 vom

27.2.01 wurde für das Gelände der Messe

Berlin ein städtebauliches Konzept

entwickelt. Die Erkenntnisse aus diesem

Konzept flossen in einen Masterplan/

Stufenplan – der als Entwicklungskonzept

mit kurz-, mittel- und langfristigen

Realisierungszielen zu verstehen ist – ein

und ist stark modifiziert in das Planwerk

Innere Stadt übernommen worden. Dieses

ist auch weiterhin Orientierung für

konkrete Baumaßnahmen im Umfeld

der Messe. Dazu wird wie die Neugestaltung

des ZOB auch die zukünftige Nutzung

des ICC gehören, das aus unserer

Sicht als Baudenkmal und Bauzeugnis

nicht eliminiert oder überformt werden

darf. Wir werden wie bisher die Planungen

der Senatsverwaltung positiv kritisch

begleiten. Wolfgang Tillinger

CDU-Fraktion

Die Stärkung des innerstädtischen Messestandortes

ist für unseren Bezirk von

übergeordneter Bedeutung. Eine Investitionsoffensive,

die die Messehallen und

das Umfeld einschließt ist notwendig.

Auf der Prioritätenliste vorne steht für

die CDU die Sanierung des ICC. Auch die

Frage nach einem neuen Hotelstandort

in unmittelbarer Nähe muss endlich geklärt

werden. Zwingend erforderlich ist

die Neuordnung des Verkehrs. Wir fordern

ein Verkehrskonzept für das Umfeld

des Messegeländes, welches sowohl den

motorisierten Verkehr, den Fahrradverkehr

als auch die Fußgängerwege neu

regelt. Darüber hinaus ist die Anbindung

der Messe an den zukünftigen Flughafen

BER zwingend notwendig.

Susanne Klose

B‘90/Grünen-Fraktion

Im Umfeld der Messe, einem der potentesten

Wirtschaftsstandorte Berlins,

hat der Senat Handlungsbedarf: Das

weltweit geschätzte ICC muss endlich

wieder als Kongresszentrum genutzt

werden können, der muffige Zentrale

Omnibusbahnhof (ZOB) attraktiv ausgebaut

werden. Ganz wesentlich: Die

Wiedergewinnung des öffentlichen

Raums für Fuß- und Radverkehr, damit

Messebesucher und ZOB-Reisende ihre

Ziele bequem und gefahrfrei auch nichtmotorisiert

erreichen können. Wenn der

Bund jetzt die Neuordnung des Autobahndreiecks

plant, sollte der Senat die

Chance nicht ungenutzt lassen, ein städtebauliches

Gesamtkonzept zu entwickeln

und dabei den Westkreuzpark als

wichtiges Scharnier zwischen City West

und Grunewald zu integrieren.

Jenny Wieland

Die Linke

Die Messe Berlin zieht jedes Jahr ein Millionenpublikum

an Aussteller*innen und

Besucher*innen an und ist als Jobmotor

und Wirtschaftsgenerator eine feste

Größe für unseren Bezirk, ja für ganz

Berlin. Stichwörter wie Grüne Woche,

ITB Berlin, IFA sind in aller Munde. Deshalb

ist es erstmal ein positives Zeichen,

dass sich Einiges bewegt und über die

Neukonzeption des Messegeländes und

zusätzlicher Veranstaltungsmöglichkeiten

nachgedacht wird. Was man dabei

aber auf keinen Fall vergessen darf, ist

eine echte, frühzeitige Einbindung von

Anwohner*innen und Bürger*inneninitiativen

sowie von Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten,

damit ein innovativer,

zukunftsweisender Weg beschritten

werden kann.

Sebastian Dieke

FDP-Fraktion

Der Funkturm, das ICC, das Messegelände

– wesentliche Identitätspunkte für

den Bezirk. Aber leider nicht in einem

zeitgemäßen Umfeld. Fehlende Fußgängerwege,

dunkle Unterführungen,

lärmende Verkehrswege – dies gilt es

zu verändern.

Mit einem Masterplan will die FDP den

Fortbestand des ICC als Messestandort

sichern und dessen gesamtes Umfeld

– einschließlich des Zentralen Omnibusbahnhofes

– attraktiver gestalten.

Bauliches Kernstück: Die Überbauung

der Stadtautobahn A 100 zur Erschließung

weiterer Messeflächen und zum

Schutz der Wohnbebauung vor Verkehrslärm.

Denn was in München und Düsseldorf

möglich war, muss auch in Berlin möglich

sein – zum Wohl der Bürger und

Besucher der Bundeshauptstadt.

Johannes Heyne

BVV Charlottenburg-

Wilmersdorf

Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-

Allee 100, 10585 Berlin, Raum 226,

226a, 226b

Telefon: 9029-14900/01/02, E-Mail:

bvv@charlottenburg-wilmersdorf.de,

Internet: www.charlottenburgwilmersdorf.de

Nächste Sitzung der

Bezirksverordnetenversammlung

16.03., Do, 17 Uhr

Ausschüsse:

Die Ausschüsse beginnen jeweils

17.30 Uhr, sofern nicht anders vermerkt

2.3., Jugendhilfe; Eingaben und

Beschwerden

7.3., Schule; Rechnungsprüfung

8.3., Straßen- und Grünflächen

9.3., Bürgerdienste, Wirtschafts- und

Ordnungsangelegenheiten

14.3., Haushalt, Personal,

Wirtschaftsförderung,

Informationstechnologie

und Gender Mainstreaming;

Weiterbildung und Kultur

15.3., Stadtentwicklung; Integration

21.3., Jugendhilfe; Umwelt, Natur- und

Klimaschutz und Liegenschaften

22.3., Sport

28.3., Bürgerdienste, Wirtschafts- und

Ordnungsangelegenheiten

29.3., Geschäftsordnung

30.3., Soziales, Gesundheit und Arbeit

4.4., Schule; Rechnungsprüfung

5.4., Stadtentwicklung

6.4., Jugendhilfe; Eingaben und

Beschwerden

Ältestenrat

15.3., 22.3., 16.15 Uhr

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Philharmonisches Benefizkonzert

Kandidatenvorstellung

NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS

Jubiläumskonzert 30 Jahre JayJayBeCe

Das Jubiläumskonzert 30 Jahre Berlin

Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe

findet am Samstag, 11. März 2017 um

19.30 Uhr im Georg-Neumann-Saal

der Universität der Künste Berlin statt

(Einsteinufer 43-53 – Jazzgebäude,

Berlin-Charlottenburg, ☎ 3185-0), der

Eintritt ist frei!

Die jungen Leute spielen Highlights der

Programme ihrer gewonnen Wettbewerbe

und das Kulturradio vom rbb schneidet

das Konzert live mit. Mit dabei sind

Elli Sooß (Alt- und Sopransaxofon), Adrien

Liebermann (Altsaxofon), Niko Zeidler

und Patrick Hamacher (Tenorsaxofon),

Anton Kowalski (Baritonsaxofon), Martin

Gerwig, Lisa-Marleen Buchholz, Jan Rolle,

Frederik Schröder und Tobias Knebel

(Trompete), Matthieu Pérot, Laszlo Griese

Am 2. März ab 19.30 Uhr veranstaltet

der Lions Club Berlin-Philharmonie e. V.

in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche,

Breitscheidplatz, zum 8. Mal ein philharmonisches

Benefizkonzert. Bezirksbürgermeister

Reinhard Naumann wird auch

in diesem Jahr das Konzert als Schirmherr

eröffnen.

Mit der Sopranistin Olja Dakich und der

Pianistin Marija Pendeva konnter der Verein

zwei hervorragende Künstlerinnen

gewinnen, die sonst im Konzerthaus Berlin

und anderen internationalen Häusern

auftreten. 2018 werden sie in der Carnegy

Hall in New York zu Gast sein. Gespielt

werden Werke von Händel, Scarlatti, Vivaldi,

Puccini, u. a.

Der Reinerlös kommt der Sanierung

der Orgel der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche

und dem Schulmusikförderprogramm

Querklang (www.querklang.

eu) zugute.

Die Tickets für 20 Euro (Schüler/Studenten

15 Euro) können unter E-Mail: LionsClub@

gmx.de, im Vorverkauf in der Gedenkhalle

der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche

(zzgl. Gebühr) und an der Abendkasse

oder per Überweisung an Lions Förderverein

Berlin-Philharmonie e. V.; IBAN

DE78 1009 0000 2423 4960 05 (mit Angabe

von Namen und Kontaktdaten)

gekauft werden. Eine Begrenzte Anzahl

von VIP-Tickets können nur unter E-Mail:

LionsClub@gmx.de für 35 Euro inklusive

einer Platzreservierung, einer Führung in

die Fassaden-Zwischenräume und Aufstieg

in die Turmruine (festes Schuhwerk)

bestellt werden (Beginn 18.30 Uhr).

Sozialstadtrat Carsten Engelmann lädt

ein zur Vorstellung der Kandidatinnen

und Kandidaten für die Wahlen zur Seniorenvertretung:

„In der Woche vom

27. bis 31.03.2017 findet die Wahl zur

Seniorenvertretung statt. Bereits in

den vergangen Wochen haben die Seniorinnen

und Senioren eine Wahlbenachrichtigung

dazu erhalten. Um den

46 Kandidatinnen und Kandidaten die

Möglichkeit zu geben, sich der Öffentlichkeit

vorzustellen, hat die Wahlkommission

am 8. März von 10 bis 13 Uhr

eine Vorstellungsrunde im Festsaal

des Rathauses Charlottenburg Otto-Suhr-Allee

100 organisiert. Ich sehe

die Wahlen zur Seniorenvertretung als

große Chance zur Mitwirkung und Mitgestaltung

und lade alle Interessierten

herzlich zum Besuch der Kandidatenvorstellungen

ein. Eine Anmeldung ist

nicht erforderlich!“

und Jan Ole Zabel (Posaune), Alicia Sayell

(Tuba), Paul Peuker (Gitarre), Kenneth

Berkel (Klavier), Alex Will (Bass) und Johann

Gottschling (Schlagzeug).

Das Berlin Jazz Composers Orchestra Jay-

JayBeCe – ein etwas griffigeres Kürzel

für JugendJazzBand Charlottenburg –

wurde 1987 von Christof Griese an der

City West von Berlin gegründet. Gerade

mal ein halbes Jahr später gewann Jay-

JayBeCe den 3. Preis beim Europäischen

Big Band Wettbewerb in Berlin.

Das einzigartige Konzept – junge Musiker*innen

spielen ausschließlich Kompositionen

Berliner Komponist*innen

– führte zu Einladungen auf Festivals in

Berlin, London – Lewisham, Norwich,

Cardiff, Eindhoven, Kopenhagen, Leipzig

und Nürnberg.

50 Jahre Städtepartnerschaft

mit Or-Yehuda

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann

begrüßte am 8. Februar Liat

Shohat, Bürgermeisterin von Or-Yehuda

(Israel) mit ihrer Delegation, anlässlich

der 50jährigen partnerschaftlichen Beziehungen

zwischen Or-Yehuda und

dem Bezirk. Diese Städtepartnerschaft

zählt damit zu den allerersten Verbindungen

auf kommunaler Ebene nach

Aufnahme der diplomatischen Beziehungen

zwischen Deutschland und

Israel im Jahr 1965.

Begleitet wurde Liat Shohat von Frau

Yamit Karakokli (Mitglied des Stadtrats,

Koalition), Herrn Tal Ashkenazi

(Mitglied des Stadtrats, Opposition)

und Herrn Yoel Levy (Büroleiter der

Bürgermeisterin). Auf dem 4-tägigen

Programm standen ein Treffen mit

dem Bezirksamt und den Fraktionsvorsitzenden,

eine Bezirksrundfahrt, auf

welcher Bezirksbürgermeister Reinhard

Naumann den Gästen die Vielfalt von

Charlottenburg-Wilmersdorf gezeigt

hat und eine Feierstunde mit der Eintragung

in das Goldene Buch und die

Unterzeichnung der Erneuerungsurkunde

der Städtepartnerschaft. Außerdem

besuchte die Delegation das

Anne-Frank-Zentrum Berlin Heinz-Galinski-Grundschule.

Die jüdische Grundschule

ist der erste Neubau einer jüdischen

Schule in Deutschland nach dem

Holocaust, benannt nach dem langjährigen

Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde

zu Berlin und Ehrenbürger der

Stadt. Das Haus wurde am 15.9.1995

eingeweiht. Der israelische Architekt

Zvi Hecker gruppierte gemäß den

Umrissen einer Sonnenblume in stark

dynamischer Formensprache sechs

miteinander verbundene Gebäude

kranzförmig um einen Innenhof. Etwa

250 jüdische und nichtjüdische Schüler

werden hier unterrichtet. Am Samstag

nahm die Delegation am 182. Kiezspaziergang

mit Bezirksbürgermeister

Reinhard Naumann teil. Der Treffpunkt

lag dabei ganz bewusst auf dem Breitscheidplatz

zwischen Budapester Straße

und Gedächtniskirche, dem Ort des

Attentats vom 19. Dezember auf dem

Weihnachtsmarkt.

Schnupperpraktikumsplätze Boys`Day

Indem Jungen und Mädchen die gesamte

Vielfalt von Möglichkeiten in der

Berufswahl aufgezeigt werden kann,

sollen die beruflichen Perspektiven

von Jungen und Mädchen verbessert

werden. Besonders Jungen sollten berufliche

Möglichkeiten in eher männeruntypischen

Berufen kennenlernen.

Deshalb findet auch in diesem Jahr

wieder ein Jungen-Zukunftstag am

27.04.2017 in Charlottenburg-Wilmersdorf

statt.

Dafür sucht das Jugendamt möglichst

viele engagierte Unternehmen, Einrichtungen

und Gewerbetreibende,

die Jungen im Alter 13 bis 17 Jahren

Gazette Gazette Wilmersdorf | März | MÄRZ 2017 | 93

Reinhard Naumann und Liat Shohat bei

der Eintragung ins Goldene Buch.

Foto: J. Held, Pressestelle

die Möglichkeit bieten, an diesem Tag

Einblicke in den beruflichen Alltag und

die Herausforderungen in ihrem Betrieb

kennen zu lernen.

Angebote können auf der Aktionskarte

für Berlin des bundesweiten Boy´sDay

unter www.boys-day.de eingestellt

werden.

Weitere Informationen beim Bezirksamt

Charlottenburg-Wilmersdorf, Abt. Jugend

Familie, Bildung, Sport und Kultur

– Jugendamt, Thomas Gommert, Hohenzollerndamm

174-177, 10714 Berlin,

☎ 9029-15104, Fax 9029-15269, E-Mail:

Thomas.Gommert@charlottenburg-wilmersdorf.de.

Anders trauern,

Friedhofskultur neu erleben:

Ein blühender Ort für Trauer,

Erinnerung, Besinnung,

Begegnung

Friedhof Ruhleben

Am Hain 1 · 13597 Berlin

www.memoriam-garten-berlin.de


410 | | Gazette Wilmersdorf | MÄRZ | März 2017 2017

NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS | | VERANSTALTUNGEN

Zukunftstische 2017

Wie auf dem IV. Zukunftstag am 25. Januar

2017 im Rathaus Charlottenburg

vereinbart, laden Bezirksbürgermeister

Reinhard Naumann und Bezirksstadtrat

Carsten Engelmann zu den Zukunftstischen

im April alle Aktiven, die sich intensiv

mit der jeweiligen Thematik des

Zukunftstisches beschäftigen und sich

hierzu vernetzen möchten ein.

Themen und Fragestellungen der

einzelnen Zukunftstische wurden auf

dem IV. Zukunftstag gemeinsam mit

den Teilnehmenden erarbeitet und

festgehalten. Die Zukunftstische sollen

zu insgesamt acht Themenfeldern

durchgeführt werden. Sie dienen einer

vertieften Zusammenarbeit der jeweiligen

Aktiven innerhalb des jeweiligen

Themenfeldes untereinander und miteinander.

Die Zukunftstische finden jeweils von 13

bis 17 Uhr im Rathaus Charlottenburg,

Otto-Suhr-Allee 100 statt:

01.03.: Arbeit und Ausbildung

06.03.: Freizeit, Sport und Begegnung

& Nachbarschaft und gesellschaftliche

Teilhabe

08.03.: Gesundheit

21.03.: Wohnen

29.03.: Frauen

03.04.: Vernetzung

05.04.: Schule & Bildung

24.04.: Werte, Rollen, Normen.

Die Ergebnisse der einzelnen Zukunftstische

werden erneut dokumentiert und

sowohl unter www.charlottenburg-wilmersdorf.de

veröffentlicht als auch auf

dem V. Zukunftstag im September 2017

vorgestellt.

Die Teilnehmerzahl ist jeweils begrenzt,

daher ist eine Anmeldung bis spätestens

7 Tage vor der jeweiligen Veranstaltung

per Post, Fax oder E-Mail erforderlich

beim Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf

von Berlin, Otto-Suhr-Allee

100, 10585 Berlin, Fax: (030) 9029-14770

oder E-Mail: ehrenamt-fluechtlinge@

charlottenburg-wilmersdorf.de. Das

Anmeldeformular ist unter www.charlottenburg-wilmersdorf.de

zu finden.

Detailliertere Informationen zu den Zukunftstischen

– wie Raum und Ablauf

– werden kurz vor den Zukunftstischen

per E-Mail mit der Anmeldebestätigung

versendet.

Musikschule

Rathaus Schmargendorf, Berkaer

Platz 1, 14199 Berlin, ☎ 9029-15514,

www.musikschule-city-west.de. Alle

Veranstaltungen Eintritt frei, wenn nicht

anders vermerkt.

4.3., 18 Uhr, „Alles frisch?“ – Konzert mit dem

Zephyro-Consort: Handweberei Geltow,

Am Wasser 19, Ensemble für Alte Musik,

Leitung: Klaus-Peter Perschke

10.3., 18.30 Uhr, Fachbereichskonzert

Tasteninstrumente: Bechstein Centrum

im Stilwerk, Kantstr. 17, es spielen

Lehrkräfte des Fachbereichs,

Koordination: Tim Sund

11.3., 16 Uhr, Fachbereichskonzert

Blasinstrumente: Konzertsaal

Musikschule, Prinzregentenstr. 72, es

spielen Schülerinnen und Schüler des

Fachbereichs, Koordination: Kai Heiden

11.3., 16 Uhr, Schüler- und Ensemblevorspiel

Quod Libet: Kantine der Eichendorff-

Grundschule, Goethestr. 14-19, Klasse

Martin Ebelt

11.3., 19.30 Uhr, Jubiläumskonzert 30 Jahre:

Berlin Jazz Composers Orchestra

JayJayBeCe, Georg-Neumann-Saal,

Jazzinstitut Berlin, Einsteinufer 43-53,

Leitung: Christof Griese, Mittschnitt

Kulturradio vom rbb

12.3., 17 Uhr, Serenaden und andere

Kostbarkeiten: Festsaal Rathaus

Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100,

mit Anke Perschnick (Violine), Petra

Hildner (Querflöte) und Tassilo Kaiser

(Viola)

16.3., 19.30 Uhr, Carry On Dialogue – Konzert

Jazzduo: Konzertsaal Musikschule,

Platanenallee 16, mit Johannes

Kersthold (Klavier) und Torsten Piper

(Saxofon)

16.3., 20.30 Uhr, Berlin Jazz Composers

Orchestra JayJayBeCe: Aufsturz Club,

Oranienburger Str. 67, Leitung: Christof

Griese, in Kooperation mit Jazzkeller

69 e. V.

17.3.,19.30 Uhr, Soirée – Konzert

fortgeschrittener Schülerinnen und

Schüler: Konzertsaal Musikschule,

Prinzregentenstr. 72, Koordination:

Angela Müller-Velte

18.3., 17 Uhr, Saxofon-Ensemble SAXO

CON MOTO: Konzertsaal Musikschule,

Platanenallee 16, Leitung: Friedemann

Graef

19.3., 14.30 Uhr, Jahreskonzert der

Musikschule: Kaiser-Wilhelm-

Gedächtniskirche, Breitscheidplatz, es

spielen Ensembles der Musikschule,

Koordination: Kai Heiden

24.3., 19 Uhr, Fachbereichsvorspiel

Zupfinstrumente: Konzertsaal

Musikschule, Platanenallee 16, es

spielen Schülerinnen und Schüler des

Fachbereichs, Koordination: Matthias

Loose

27.3., 19 Uhr, Jazz Live mit Ensembles des

Fachbereichs Jazz/Rock/Pop: Konzertsaal

Musikschule, Platanenallee 16, mit

dem Tabla-Ensemble Kamalesh Maitra

(Leitung: Laura Patchen), StuVo-Bands

(Leitung: Horst Nonnenmacher und

Dirk Strakhof)

31.3., 18.30 Uhr, Fachbereichskonzert

Tasteninstrumente: Bechstein Centrum

im Stilwerk , Kantstr. 17, es spielen

Schülerinnen und Schüler des

Fachbereichs, Koordination: Tim Sund

31.3., 19 Uhr, Fachbereichskonzert Gesang:

Festsaal Rathaus Charlottenburg, Otto-

Suhr-Allee 100, es singen Schülerinnen

und Schüler des Fachbereichs,

Koordination: Kai Heiden

31.3., 20 Uhr, Duo Traviano – Musik für Flöte

und Klavier: Konzertsaal Musikschule,

Prinzregentenstr. 72, Werke von Bonis,

Milhaud, Francaix, Gubaidulina, mit

Ulrike Philippi (Querflöte) und Petra

Schnier (Klavier)

1.4., 20 Uhr, Orchesterkonzert mit dem

Kammerorchester Charlottenburg:

Festsaal Rathaus Charlottenburg, Otto-

Suhr-Allee 100, Leitung: David Klammer

3.4., 18.30 Uhr, Mauskonzert – Kinder spielen

für Kinder: Konzertsaal Musikschule,

Platanenallee 16, Koordination: Kai

Heiden

Museum Charlottenburg-Wilmersdorf

In der Villa Oppenheim, Schloßstr. 55/

Otto-Grüneberg-Weg, 14059 Berlin,

☎ 9029-24106, www.villa-oppenheimberlin.de,www.kultur.charlottenburgwilmersdorf.de,

E-Mail: museum@

charlottenburg-wilmersdorf.de. Di-Fr 10-

17 Uhr, Sa, So und Feiertage 11-17 Uhr.

Eintritt frei. Der Zugang ist barrierefrei.

Café Villa Oppenheim, backt und

kocht täglich herzhafte und süße

Köstlichkeiten! Öffnungszeiten: Di-Fr

9-19 Uhr, Sa+So 10-19 Uhr, ab April auch

Mo 9-19 Uhr, ☎ 92359783.

SONDERAUSSTELLUNG

Bis 23.4. „Sehen lernen“ Die

wieder zu entdeckende Fotografin

Gerda Schimpf (1913 – 2014)

Die Fotografin Gerda Schimpf (1913 –

2014) kam 1937 nach Berlin und fand

am Charlottenburger Kaiserdamm ihre

neue Heimat. Die damals 24-Jährige

arbeitete unter anderem in Berlin für

die AEG im Bereich Produktfotografie.

Geschäftsauslagen, Kunst und Mode,

vor allem aber Porträts wurden ihr

fotografisches Hauptarbeitsfeld. Ihr

umfangreicher Nachlass mit ca. 12.000

Pass- und Porträtaufnahmen wird

derzeit von den Kuratorinnen Christine

Kahlau und Irja Krätke aufgearbeitet.

Eine Auswahl an Frauenporträts aus

den Jahren 1946 bis 1963 zeigt das

Museum nun erstmals öffentlich in

einer Kabinettausstellung.

Bei Interesse an einer Gruppenführung

durch die Ausstellung: Information und

Terminvereinbarung unter ☎ 9029

24108.

12.3., 26.3., 15 Uhr, Öffentliche Führungen

durch die Ausstellung: Kostenbeitrag

3 € pro Person, die Teilnehmerzahl ist

aus Platzgründen begrenzt, weitere

Informationen zur Ausstellung finden

Sie im redaktionellen Teil dieser

Ausgabe.

DAUERAUSSTELLUNG

„WESTEN!“ Stadtgeschichte Charlottenburg-

Wilmersdorf: Multimedial und objektnah

erzählt die Ausstellung von Ereignissen

und Personen, die den Bezirk über gut

drei Jahrhunderte geprägt haben. Im

Zentrum steht die besondere Rolle

der beiden „schönen Schwestern“

Charlottenburg und Wilmersdorf

als zweites Stadtzentrum neben der

historischen Mitte Berlins: als City West.

Weitere Ausstellungen

Sorgenfrei: Die Geschichte der Villa

Oppenheim und ihrer Bewohnerinnen

und Bewohner.

SammlerStücke: Die Kunstsammlung

Charlottenburg. Die Sammlung wurde

1908 auf Initiative des Magistrats

der bis 1920 selbständigen Stadt

Charlottenburg begründet, 1912 erfuhr,

sie eine bedeutende Erweiterung durch

die Stiftung Raussendorff.

Emil Brack, Im Atelier, 1889, Aquarell.

Foto: Hans-Joachim Bartsch

HOTEL

MARKGRAF

KLOSTER LEHNIN

Hotel Markgraf &

Restaurant Korbbogen

Friedensstr. 13, 14797 Kloster Lehnin

☎ 03382 / 7650

www.hotel-markgraf.de

Ostern auf dem Land 14. bis 17. April 2017

3 x Übernachtung mit Begrüßungscocktail, Frühstück,

geführte Wanderung mit Picknick

3-Gang-Wahlmenü: Dessertbüffet, traditionelles Lammhaxenessen

Märkisches Abendbüffet, Osterfeuer im Hotelgarten,

Entspannung in der Sauna

ab EUR 164,- pro Person

Wir laden Sie ein, sich von uns verwöhnen zu lassen.

Familie Meyer und Mitarbeiter

Suchen Sie noch ein Restaurant für Ihr Osteressen?

Wir kochen täglich für Sie ab 12 Uhr. Reservierung erbeten.


NACHRICHTEN AUS AUS DEM DEM RATHAUS | VERANSTALTUNGEN | Gazette Gazette Wilmersdorf | März | MÄRZ 2017 2017 | | 115

VERANSTALTUNGEN

Sofern nicht anders angegeben, ist die

Teilnahme an den Veranstaltungen

kostenfrei.

5.3., 12-14 Uhr, Museumsspaß mit der

Familie – Kleider machen Leute: Alles ist

erlaubt – von der Ritterrüstung bis zum

Seidenkleid. Gemeinsam erkunden

wir, wie sich die Leute früher gekleidet

haben und gestalten unsere eigene

Mode. Mit der Museumspädagogin

Dr. Nicola Crüsemann und Birgit

Wiedow-Weinberger. Für Eltern,

Großeltern und Kinder von 3 bis

11 Jahren.

8.3., 18 Uhr, Werkstattgespräch: mit

Christine Kahlau und Irja Krätke. Die

Kuratorinnen der Ausstellung „Sehen

lernen“ – Die wieder zu entdeckende

Fotografin Gerda Schimpf 1913-2014

berichten über das Leben und Oeuvre

der Berliner Fotografin. Zugleich geben

sie einen Einblick in die Aufarbeitung

ihres umfangreichen Nachlasses.

9.3., 14 Uhr, Forschen. Sammeln. Bewahren:

Führung durch das Archiv des

Museums. Anhand ausgewählter

historischer Dokumente, Fotografien,

Karten und Nachlässe gibt die

Sammlungsleiterin Sonja Miltenberger

einen Einblick in den Archivbestand in

der Villa Oppenheim.

12.3., 14 Uhr, Kunst im Gespräch: Regina

Niederhut (Freundeskreis Museum) lädt

zum Gespräch über Gemälde in der

Kunstsammlung der Villa Oppenheim.

19.3., 11 Uhr, Berliner Tagebuch – Fünf

Miniaturen aus der Berliner Stadtgeschichte:

erzählt von Peter Krönig. Was geschah

heute vor soundsoviel Jahren in

Berlin? Dieser Frage geht Peter Krönig

(Freundeskreis Museum), waschechter

Berliner und langjähriger SFB-Reporter,

nach und berichtet über Personen und

Ereignisse der Berliner Stadtgeschichte.

23.3., 18 Uhr, Dichterlesung mit Gesang

– Von Beruf Tochter (Mete Fontane,

1860-1917): Anlässlich des 100.

Todesjahres lesen Dagmar von

Gersdorf und Herzeleide Henning

aus Briefen und Aufzeichnungen von

Theodor Fontane und seiner Tochter

Martha „Mete“ Fontane-Fritsch,

begleitet von Silvia Weiss (Gesang).

Eine Benefizveranstaltung des

Soroptimist International Club Berlin-

Charlottenburg, zu Gast in der Villa

Oppenheim. Eintritt: 6 €, der Betrag

kommt einem Stipendium für Mädchen

in Dhaka/Bangladesch zugute.

FÜHRUNGEN, WORKSHOPS,

STADTTEILFÜHRUNGEN

Gönnen Sie sich, Ihrer Familie

oder Freunden doch einmal

einen Museumsbesuch mit einer

exklusiven Führung! Unterhaltsam

und informativ führen Sie unsere

erfahrenen Museumspädagoginnen

und Moderatorinnen durch die

Ausstellungen in der Villa Oppenheim.

Termine nach Vereinbarung, nähere

Information und Buchung unter

☎ 9029 24108 oder museum@

charlottenburg-wilmersdorf.de

Kommunale

Galerie Berlin

Hohenzollerndamm 176,

10713 Berlin, ☎ 9029-16704, www.

kommunalegalerie-berlin.de, E-Mail:

info@kommunalegalerie-berlin.de, Di-Fr

10-17 Uhr, Mi 10-19 Uhr, So 11-17 Uhr,

Eintritt frei.

Bis 16.4.: scheinbar/ offensichtlich

Frauenmuseum Berlin e. V. zu Gast in

der Kommunalen Galerie Berlin: Yuni

Kim – Installation, Fotografie; Dagmar

Weissinger – Skulpturen

Der Titel dieser Ausstellung

thematisiert Dialektik als künstlerisches

Prinzip. Beide Adjektive beziehen sich

auf visuelle Wahrnehmungsvorgänge

bzw. die darauffolgende intellektuelle

Verarbeitung. Das offensichtlich

Ersichtliche einerseits, der getäuschte

Blick andererseits – es gilt, den

Hintergrund zu entdecken, das

Hintergründige aufzuspüren. Techniken

des Gegenüberstellens, Assoziierens,

Offenlegens und Verbergens sind den

Werken von Yuni Kim und Dagmar

Weissinger gemeinsam.

Dagmar Weissinger, Findling,

geschnitten, Osttiroler Serpentin

Tauerngrün, 1991/2016. Foto: KommGal

9.4., 12 Uhr, Künstlerinnengespräch:

Moderation Dr. Birgit Möckel, Eintritt

frei

Bis 30.4.: Martin Rupprecht-

Unrast der Linie

Collagen und Zeichnungen

15.3., 19 Uhr, Strichlagen, fortlaufend –

Künstlergespräch: Martin Rupprecht und

Christoph Tannert

Napuka 3, 2016, Stifte, Papier und Pappe,

84 x 60 cm. Foto: Kulturamt

Charlottenburg-Wilmersdorf

Bis 30.4. Fortsetzung jetzt!

150 Jahre Verein der Berliner

Künstlerinnen 1867 e. V.

Murshida Arzu Alpana, Silvia Klara

Breitwieser, Ricoh Gerbl, Angela Hampel,

Franziska Klotz, Irma Markulin (Gast),

Gisela Weimann, Karla Woisnitza

8.3., 18 Uhr, 26.3., 12 Uhr,

Ausstellungsrundgang: Die Künstlerinnen

im Gespräch mit Claudia Beelitz

5.4., 19 Uhr, Konzert. Susanne Paul, Cello solo:

Musikalische Verzweigungen zwischen

Jazz, Flamenco und Improvisation,

www.groovecello.de

ARTOTHEK

In der Kommunalen Galerie Berlin.

Die Artothek verleiht grafische Werke,

Skulpturen, Gemälde, Fotografien,

ausgewählte internationale Plakate und

Bilder für Kinder über 10 oder 20 Wochen.

Alle Werke können sofort mitgenommen

werden. Das Angebot der Artothek richtet

sich an alle Berlinerinnen und Berliner.

Ein besonderer Schwerpunkt ist die

Berliner Stadtfotografie. Die Leihgebühr

wird pro Werk erhoben und beträgt

zwischen 1 bis max. 5 €. Öffnungszeiten:

Di, Do, Fr 11-17 Uhr, Mi 11-19 Uhr,

☎ 9029-16709.

„Neue Werke 2017

Die Sonderschau bietet einen

Querschnitt durch alle Kunstgattungen.

Bereits während der Ausstellung

können die neuen Werke vorbestellt

werden.

Artothek in der Kommunalen Galerie

Berlin.

Foto: Kulturamt

Charlottenburg-Wilmersdorf

ATELIER

Im Atelier der Kommunalen Galerie

Berlin können Kinder und Jugendliche

kreativ arbeiten. Unter der Anleitung

erfahrener Kunstpädagoginnen

finden Führungen und Workshops für

Kindergarten- und Schülergruppen

zu den aktuellen Ausstellungen statt.

Sie werden dem Alter der Kinder

entsprechend angepasst. Information

unter: ☎ 9029-16704, Di-Fr 10.00-

16.30 Uhr

Sport

EISSPORTHALLE

CHARLOTTENBURG „PO9“

Glockenturmstr. 14, allgemeine

Informationen gibt es unter

☎ 315114924 während der

Öffnungszeiten

Öffentlicher Eislauf bis 17.3.:

Mo, 15 -17 Uhr, (nur für Frauen und

Eltern/Großeltern mit Kindern bis zum

6. Lebensjahr)

Di und Do, 9.30-11.30 Uhr, 12-14 Uhr,

14.30-16.30 Uhr,

Mi, 9.30-11.30 Uhr, (nur für Seniorinnen

und Senioren ab 60 Jahre und

Menschen mit Behinderung),

12-14 Uhr, 14.30-16.30 Uhr,

Fr, 9.30-11.30 Uhr

25. und 26.12., 9.30-11.30 Uhr,

12-14 Uhr, 14.30-16.30 Uhr,

1.1., 12-14 Uhr, 14.30-16.30 Uhr,

Schließzeiten: Samstags, sonntags und

an den gesetzlichen Feiertagen kein

öffentlicher Eislauf.

Eintritt für 2 Stunden für

Erwachsene 3,30 €, ermäßigt 1,60 €.

Schlittschuhverleih 5 € / Schulklassen

4 €.

Sonstige

29.3., 15-17 Uhr, Bürgersprechstunde

mit Sozial- und Gesundheitsstadtrat

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ist erforderlich unter ☎ 9029-14301

oder -14302.

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Besuchen Sie auch die Galerie 16


12 | Gazette Wilmersdorf | März 2017

Pionier der Luftschifffahrt

Graf von Zeppelin starb vor 100 Jahren in Charlottenburg

Langsam näherte sich das Luftschiff

Zeppelin seinem Landeplatz.

Das LZ 129 mit dem Namen

Hindenburg war in Frankfurt/

Main gestartet und setzte nun

zur Landung auf dem Zielflughafen

in Lakehurst im US-Bundesstaat

New Jersey an. An Bord

befanden sich 36 Passagiere und

61 Mitarbeiter. Die schlechten

Wetterverhältnisse während des

Fluges hatte das Luftschiff problemlos

gemeistert. Doch bei der

Landung fing es Feuer. Innerhalb

von nur 30 Sekunden sank es auf

den Boden. 13 Passagiere und

22 Crewmitglieder starben, unter

anderem Ernst Lehmann, ein

Mitglied der Geschäftsführung.

Die Ursachen der Katastrophe

im Mai 1937 wurden nie abschließend

geklärt, doch sie läuteten

das Ende der Luftschifffahrt ein.

Ein Luftschiff für den

Kriegseinsatz

Der erste Gedanke an ein Luftschiff

wurde am 25. April 1874

schriftlich festgehalten. Graf

Ferdinand von Zeppelin, General

der Kavallerie, hatte im

Deutsch-Französischen Krieg

die dort eingesetzten französischen

Freiballons beobachtet. Er

erkannte klar die Vorteile, aber

auch die Nachteile der nichtlenkbaren

Ballons. 1887 verfasste er

eine Denkschrift über die „Notwendig

der Lenkballone“, die er

an den württembergischen König

richtete. Nach seinem Abschied

aus dem Militärdienst widmete er

sich der Idee der Luftschifffahrt.

Er verfolgte hierbei vor allem den

Bundesarchiv

militärischen Gedanken, stieß

aber bei der Sachverständigenkommission,

die Kaiser Wilhelm

I. eingesetzt hatte, auf wenig

Gegenliebe. Man verlachte ihn

als Träumer und auch finanziell

sah es für sein Projekt nicht rosig

aus. Für den Bau eines Luftschiffs

veranschlagte Zeppelin eine Million

Mark – doch diese Summe

schien in weiter Ferne. Trotz seiner

Ablehnung der Idee förderte

der Kaiser ihn mit 6000 Mark,

durch Sponsoren kam eine Gesamtsumme

von 100 000 Mark

zusammen. Das reichte immer

noch nicht, doch Zeppelin gab

nicht auf. Er gründete eine Aktiengesellschaft,

an der sich

mehrere Industrielle beteiligten.

Doch diese hielten sich finanziell

zurück, so dass Zeppelin nochmal

400 000 Mark aus seinem Privatvermögen

investierte und so

immerhin 800 000 Mark Stammkapital

zusammenkamen. Er ließ

sich seine Idee eines „Lenkbare

Luftfahrzeugs mit mehreren hintereinander

angeordneten Tragkörpern“

schützen. Der Bau des

ersten Luftschiffs begann 1899.

Flüge und Niederlagen

1900 stieg das erste Luftschiff

über dem Bodensee auf. Nun

lachte niemand mehr und Kaiser

Wilhelm II., der den Grafen noch

als den „Dümmsten aller Süddeutschen“

geschmäht hatte,

verlieh ihm den Roten Adlerorden

erster Klasse. Zeppelin war

allerdings nicht konkurrenzlos

– 1901 begann August von Parseval

ebenfalls mit dem Bau eines

Luftschiffs, das allerdings durch

Unterbrechungen der Arbeit erst

1905 fertiggestellt wurde. Doch

im Volksmund hießen die Luftschiffe

längst „Zeppeline“. Die

Begeisterung war groß. Als das

Luftschiff Zeppelin LZ 4 abstürzte

und dem Grafen Zeppelin der

Konkurs drohte, wurde mit der

„Zeppelinspende des Deutschen

Volkes“ die größte Spendenaktion

im Kaiserreich gestartet. Mit

dem Geld wurden die Luftschiffbau

Zeppelin GmbH und die

Zeppelin Stiftung gegründet.

Zeppelin errichtete die größte

Luftschiffhalle Deutschlands in

der Pirschheide bei Potsdam.

Zeppeline wurden im Ersten

Weltkrieg als Bomber und für

Aufklärungsflüge, aber auch in

der Personenbeförderung eingesetzt.

Das Ende seines Werkes

erlebte Graf von Zeppelin allerdings

nicht mehr. Er starb über

20 Jahre früher, am 8. März 1917

im Charlottenburger West-Sanatorium.

Sein Name als Synonym

für die Luftschifffahrt blieb jedoch

bis heute erhalten. Im Jahr

2015 waren noch drei Zeppeline

in Deutschland zugelassen.

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Schädigen Bildschirme unsere Augen?

Vorsorge in jungen Jahren ist wichtig, ab 40 helfen Bildschirmbrillen

Aktuelle Studien belegen: Die

Nutzung von Computer, Laptop

und Smartphone wirkt sich auf

die Entwicklung unseres Sehens

aus. Zudem leiden 68 Prozent

der 20- bis 30-Jährigen unter digitalem

Augenstress. Doch wenige

Menschen wissen, wann die

Nutzung elektronischer Geräte

gefährlich ist und was dagegen

hilft.

Auffällig ist, dass die Zahl der

Brille tragenden deutschen

Twens heute drei Mal so hoch

ist, wie noch vor 65 Jahren. Forscher

sehen darin einen direkten

Zusammenhang zum Gebrauch

von Bildschirmgeräten: Circa

37 Prozent der 21- bis 35-Jährigen

nutzen mehr als neun Stunden

täglich ein digitales Gerät.

Kinder und Jugendliche:

Aufenthalt im Freien beugt vor

Studien zeigen, dass das Starren

auf den Monitor aus kurzen Distanzen

sowie fehlendes natürliches

Licht zu starker Kurzsichtigkeit

führen kann. Noch bis

zum 30. Lebensjahr regt beides

das Wachstum des Auges an: Es

wird länger als normal. Die gute

Nachricht ist: Ausreichende Pausen,

Bewegung im Freien und regelmäßige

Sehchecks begünstigen

eine gesunde Entwicklung

und geben Sicherheit bei der

Einschätzung der Sehleistung.

Bildschirmbrillen: Gegen

Verspannungen und Augenstress

RATGEBER

Digitaler Konsum kann bei jungen Menschen zu starker Kurzsichtigkeit

führen.

Bildschirmbrillen sind für Sehentfernungen zwischen 40 und

90 Zentimetern optimiert.

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individuellen Sehdaten und

technischen Brillenmaße optimal

für die Anfertigung berücksichtigt

werden.

Menschen ab 30 sind durch

Naharbeit nicht gefährdet. Ihr

Augapfel ist ausgewachsen. Allerdings

fallen Sehdefizite durch

die intensive Bildschirmarbeit

schneller auf. Mit zunehmendem

Alter sinkt die Elastizität

der Linse. Je schlechter sie sich

Entfernungswechseln anpasst,

desto wichtiger wird eine Brille,

die exakt auf die Sehdistanz zum

PC abgestimmt ist. Das ist meist

ab 40 der Fall. Betroffene versuchen

oft, das verschwimmende

Bild durch das Vorneigen von

Kopf und Körper zu korrigieren.

Die verkrampfte Haltung

führt aber zu Verspannungen,

Rücken – und Kopfschmerzen

oder sogar zu Haltungsschäden.

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Sehentfernungen zwischen 40

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Schnelle Blickwechsel – wie sie

über 30.000 Mal täglich zwischen

Tastatur, Bildschirm und

Kollegen stattfinden – sind dann

wieder entspannt möglich.

Sehhilfe für den Job:

Arbeitgeber zahlt

„Ist eine Bildschirmbrille nachweislich

für den Job notwendig,

übernimmt laut Arbeitsschutzgesetz

§ 3 der Arbeitgeber die

Kosten“, so Jörg Feldmann von

der Bundesanstalt für Arbeitsschutz

und Arbeitsmedizin

(BAuA). Betroffene können sich

von einem vom Unternehmen

benannten Fachmann untersuchen

lassen. Zeigen die Ergebnisse,

dass eine normale Brille

für die Computerarbeit nicht

geeignet ist, hat der Arbeitnehmer

Anspruch auf eine spezielle

Bildschirmbrille. Detaillierte Informationen

zum Vorgehen und

den gesetzlichen Grundlagen

erhält jeder Beschäftigte beim

Betriebsrat oder bei der für das

Unternehmen zuständigen Berufsgenossenschaft.

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Gazette Wilmersdorf | März 2017 | 13

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14 | Gazette Wilmersdorf | März 2017

RATGEBER

Nur wo Siegel drauf sind, ist Bio drin

Siegel von Anbauverbänden gehen über grundlegende Bio-Standards hinaus

Der Marktanteil von Bio-Produkten

beträgt im Schnitt nur

3,7 Prozent. Das ist zu wenig.

Darauf weist der Rat für Nachhaltige

Entwicklung auf seinem Verbraucherportal

www.nachhaltiger-warenkorb.de

hin. Er rät, beim

Einkauf auf das EU-Bio-Siegel als

Mindeststandard zu achten und

für eine gute Klimabilanz saisonales

Obst und Gemüse aus der

Region zu wählen.

Fakt 1: Das EU-Bio-Label

ist ein Mindeststandard

Im Laden erkennen Verbraucher

Bio-Produkte am nationalen

sechseckigen Bio-Siegel oder

dem grünen EU-Bio-Siegel, einem

stilisierten Blatt auf grünem

Grund. Nur Produkte, die nach

den Regeln der EG-Öko-Verordnung

produziert wurden, tragen

diese Zeichen. Grundsätze artgerechter

Tierhaltung und nachhaltiger

Anbau werden damit

garantiert. Tragen als nachhaltig

beworbene Eigenmarken von

Discountern und Supermärkten

das Siegel nicht, sollte man davon

ausgehen, dass die gesetzlichen

Mindeststandards nicht erfüllt

werden können. Siegel von Anbauverbänden

wie demeter, Naturland,

Bioland, Gäa oder Biopark

gehen über diese grundlegenden

Standards hinaus.

Fakt 2: Wenn Bio draufsteht,

ist auch Bio drin

Die Bezeichnungen „Bio“ oder

„Öko“ sind geschützt – Produkte,

die der EG-Öko-Verordnung nicht

entsprechen, dürfen mit diesen

Begriffen nicht gekennzeichnet

werden. Die EU-Richtlinien schreiben

vor, dass mindestens 95 %

der Zutaten eines verarbeiteten

Bio-Produkts aus ökologischem

Landbau stammen müssen. Aus

konventioneller Landwirtschaft

dürfen maximal fünf Prozent der

Zutaten ergänzt werden – und

auch nur dann, wenn sie notwendig,

aber nicht in Bio-Qualität verfügbar

sind. Das ist zum Beispiel

bei bestimmten exotischen Früchten,

Gewürzen und Ölen der Fall.


Fakt 3: Die Bio-Tomate ist

nicht immer ökologischer

Wie umweltfreundlich Gemüse

und Obst tatsächlich ist, hängt

nicht nur vom Bio-Label ab.

Wichtig ist, wie, wann und wo es

erzeugt wurde. Außerhalb der

Saison haben z. B. auch Bio-Tomaten

eine schlechte Klimabilanz.

Wachsen sie hierzulande

im beheizten Treibhaus auf, fallen

rund 9,2 Kilogramm CO² pro

Kilogramm Tomaten an. Bei konventioneller

Erzeugung sind es

rund 9,3 Kilogramm. Am besten

schneiden saisonale Tomaten aus

der Region ab. Sie verbrauchen

rund 85 Gramm (konventionell)

bzw. 35 Gramm (bio) CO² je Kilogramm.

Beim Einkauf sollten

Verbraucher daher so oft es

geht saisonales Obst und Gemüse

aus der Region wählen. So

entfallen weite Transporte und

lange Lagerung. Wer direkt auf

dem Wochenmarkt kauft oder

beim Erzeuger eine Gemüsekiste

abonniert, vermeidet außerdem

unnötigen Verpackungsmüll. Der

Saisonkalender im Nachhaltigen

Warenkorb zeigt, was wann frisch

vom Feld verfügbar ist.

Fakt 4: Bio ist frei von Gentechnik

Der bewusste Einsatz von Gentechnik

ist bei Bio-Produkten

gesetzlich verboten. Wer Bio-Produkte

kauft, kann sicher sein, dass

diese die Toleranzgrenze von

0,9 Prozent gentechnisch veränderter

Organismen (GVO) nicht

überschreiten. Der Wert ergibt

sich aus zufälligen oder technisch

Foto: monticellllo / fotolia

unvermeidbaren Beimischungen

von GVO und muss daher nicht

ausgezeichnet werden.

Fakt 5: Bio nutzt der Umwelt

Wer Bio-Lebensmittel kauft,

unterstützt den ökologischen

Landbau und schont die Umwelt.

Bio-Landwirte verwenden

unter anderem keine chemischen

Pflanzenschutzmittel, wenig

Dünger und erhalten die Bodenfruchtbarkeit

durch Fruchtfolgen.

Das schont die Böden und fördert

die Artenvielfalt auf Wiesen und

Feldern. Durch die Anbaumethoden

werden Gewässer weniger

belastet und Pestizide und Düngemittel

müssen nicht aufwendig

aus dem Trinkwasser herausgefiltert

werden.

Der Nachhaltige Warenkorb

„Nachhaltig konsumieren ist

heute schon möglich“, so lautet

die Botschaft des Nachhaltigen

Warenkorbs des Rates für Nachhaltige

Entwicklung. Der Einkaufsführer

zeigt nachhaltige

Konsumalternativen auf und gibt

mit Faustregeln Orientierung für

konkrete Konsumentscheidungen

aus 16 Themenbereichen:

unter anderem zu Lebensmitteln,

Reisen und Mobilität, Wohnen

und Bauen, Haushalt und

Elektronik, Mode und Kosmetik

sowie Bewertungen von Siegeln

und Produktkennzeichnungen.

Der Warenkorb ist als Broschüre

erhältlich und im Internet sowie

als kostenlose App für Android,

iOS und Windows Phone. www.

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„Ich hab‘ Rücken“

Von Hexenschüssen und anderen Schmerzquellen

Viele kennen es: Eine falsche Bewegung beim

Aufstehen oder beim Heben der schweren Getränkekiste

und plötzlich schießt ein stechender

Schmerz in den Rücken. Wer unter dem im

Volksmund als Hexenschuss bekannten Problem

leidet, kann sich oftmals kaum noch aufrichten.

In einigen Fällen strahlen Beschwerden

sogar bis in Beine oder Füße aus und Kribbeln

oder Taubheitsgefühle entstehen. „Dann ist

häufig der Ischiasnerv betroffen, welcher sich

vom unteren Rücken bis in die Füße erstreckt“,

weiß der Orthopäde und Präsident der Deutschen

Wirbelsäulenliga Dr. Reinhard Schneiderhan.

„Während ein akuter Hexenschuss,

auch als Lumbago bezeichnet, häufig nach

einigen Tagen wieder verschwindet, empfiehlt

es sich bei ausstrahlenden Schmerzen,

die länger als eine Woche anhalten, einen Arzt

aufzusuchen, um die Ursache zu klären.“

Plötzliche Bewegungsnot

RATGEBER

Zumeist tritt ein Hexenschuss im Bereich der

Lendenwirbelsäule auf und führt dort zu lokal

begrenzten Beschwerden. Aufgrund von mangelnder

Bewegung oder dauerhaften Fehlhaltungen

zum Beispiel beim Sitzen, liegt bei

den meisten Betroffenen eine unzureichend

ausgebildete Rückenmuskulatur vor. In diesen

Fällen reichen als Auslöser für den plötzlich

auftretenden Rückenschmerz oft bereits ruckartige

Bewegungen wie das schnelle Anheben

schwerer Gegenstände oder ungewöhnliche

Körperdrehungen. Doch auch Unfälle oder

Stürze mit unerwartet starken Belastungen

des Rückgrats erhöhen das Risiko eines Hexenschusses.

Viele Patienten nennen außerdem

kalte Zugluft als Ausgangspunkt ihrer Probleme.

In der Folge kommt es zu Muskelverspannungen,

ein sogenannter Hartspann entsteht

und löst Schmerzen aus. „Daneben ist häufig

eine Gelenkblockierung der Grund für eine

Lumbago. Durch ungünstige Bewegungen

können sich die Gelenke verhaken und blockieren.

Die Vielzahl von Nerven im Bereich der

kleinen Wirbelgelenke erzeugt dann schmerzhafte

Beschwerden“, erklärt Dr. Schneiderhan.

Bei einem akuten Verlauf klingen diese jedoch

meist nach einigen Tagen wieder ab.

Nerv in der Klemme

Bestehen Schmerzen länger und kommt es zu

Gefühlsstörungen wie Taubheit oder Kribbeln,

liegt häufig eine Reizung oder Einklemmung

des Ischiasnervs vor. Als einer der dicksten

Nerven im menschlichen Körper besteht er

aus mehreren Nervenwurzeln, auch Segmente

genannt. „Je nachdem, welches Segment

betroffen ist, strahlen Beschwerden unterschiedlich

weit in Beine oder Füße aus“, sagt

Dr. Schneiderhan. Degenerative Veränderungen

der Bandscheiben stellen die Hauptursache

für Ischiasschmerzen dar. Durch dauerhaften

Druck auf die Wirbelsäule kommt es dabei

zu Verschleißerscheinungen der natürlichen

Stoßdämpfer, sodass sich Bandscheibengewebe

vorwölbt oder vollständig austritt und auf

umliegende Nervenwurzeln drückt. Auch eine

Spinalkanalstenose, bekannt als Wirbelkanalverengung,

oder die sogenannte Spondylolisthesis,

also eine Instabilität der Wirbelsäule,

kann Auslöser des Ischias-Syndroms sein. Für

eine exakte Diagnose empfiehlt sich ein Besuch

beim Arzt. Dieser führt eine sorgfältige

klinische Untersuchung sowie gegebenenfalls

Gazette Wilmersdorf | März 2017 | 15

Ruckartige Bewegungen wie das schnelle

Anheben schwerer Gegenstände können zu

Rückenschmerzen führen.


Foto: Dr Schneiderhan & Kollegen

bildgebende Verfahren wie eine Magnetresonanztomografie,

kurz MRT, durch. Je nach

Auslöser kommen dann verschiedene Therapiemaßnahmen

infrage, die von schmerzlindernden

oder verspannungslösenden

Medikamenten bis hin zu Bandscheibenbehandlungen

zum Beispiel mit dem Wirbelsäulenkatheter

reichen. „Dabei injizieren wir ein

spezielles Medikamentengemisch gezielt an

die betroffene Stelle und schrumpfen störendes

Gewebe. Dieses minimalinvasive Verfahren

reduziert das Risiko anschließender Narbenbildung

auf ein Minimum“, betont Dr. Schneiderhan

abschließend.

Tipps und Tricks zur Selbsthilfe

Eine akute Lumbago lässt sich mit der sogenannten

Stufenlagerung lindern. Dabei liegen

Kopf und Rücken gerade auf einer festen Unterlage.

Knie und Unterschenkel ruhen erhöht,

zum Beispiel auf einem Stuhl, sodass ein rechter

Winkel entsteht. Auch Wärmeanwendungen

wie Rotlicht- oder Fangotherapien bessern

Beschwerden. Generell gilt: Wer sich schnell

wieder bewegt, baut Verspannungen aktiv ab

und beugt weiteren Schmerzen effektiv vor.

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Impressum Gazette Wilmersdorf · März Nr. 3/2017 · 37. Jahrgang

Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Wilmersdorf, Charlottenburg,

Steglitz, Zehlendorf sowie Schöneberg & Friedenau.

Verlag

Gazette Verbrauchermagazin GmbH

Badensche Str. 44 · 10715 Berlin · ☎ (030) 844 933-0 · www.gazette-berlin.de

Redaktion Karl-Heinz Christ · redaktion@gazette-berlin.de

Nachrichten aus dem Rathaus: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf

Anzeigen Daniel Gottschalk · ☎ (030) 323 38 54 · anzeigen@gazette-berlin.de

Druck

WirMachenDruck GmbH · 71522 Backnang

Nächste Ausgabe April Nr. 4/2017

Anzeigen-/Redaktionsschluss 20.03.2017

Erscheinung 06.04.2017


16 | Gazette Wilmersdorf | März 2017

RATGEBER

Steuererklärung ohne Beleg

Finanztip erklärt, was auf Steuerpflichtige zukommt

Wer seine Steuern elektronisch

an das Finanzamt meldet, muss

ab sofort keine Belege mehr

einreichen und nicht mehr alle

Daten händisch in die Steuererklärung

eintragen. Das regelt

unter anderem das neue Gesetz

zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens.

Das gemeinnützige

Verbraucherportal Finanztip

erklärt, was alles durch das Gesetz

auf Steuerpflichtige zukommt.

11,5 Millionen Steuerpflichtige erhielten

2011 im Schnitt 875 Euro

zu viel gezahlte Steuern zurück

– das zeigen jüngste Zahlen des

Statistischen Bundesamtes. Eine

Abgabe der Steuererklärung

lohnt sich für Verbraucher daher

meist. Mit dem Steuermodernisierungsgesetz

soll dies noch

einfacher werden.

Vorausgefüllte Erklärung nutzen

Im digitalen Finanzamt Elster

können Steuerpflichtige von einer

vorausgefüllten Erklärung

profitieren. Mit dem sogenannten

Belegabruf können Arbeitnehmer

Informationen wie Name,

Adresse, Konfession, Steuernummer,

die vom Arbeitsgeber einbehaltenen

Steuern und Sozialversicherungseinträge

per Mausklick

abrufen. „Die Registrierung ist

zwar etwas mühselig, es lohnt

sich aber langfristig trotzdem“,

sagt Udo Reuß, Steuerexperte bei

Finanztip. „Denn einmal erledigt,

muss man nicht jedes Jahr wieder

die elektronisch gemeldeten

Daten eingeben.“ Sich blind auf

den Belegabruf zu verlassen sei

aber keine gute Idee: „Verbraucher

sollten die Daten auf jeden

Fall prüfen.“

Foto: Gina Sanders / Fotolia

Belegversand fällt weg

Ebenfalls neu ist, dass Belege

nicht mehr postalisch eingereicht

werden müssen. „Wer die Steuererklärung

online macht, kann

sich ab sofort die Portokosten für

den Belegversand sparen“, erklärt

Reuß. „Benötigt das Finanzamt

bestimmte Nachweise, fordert es

diese konkret ein. Deshalb sollte

man die Belege bis mindestens

ein Jahr nach dem Steuerbescheid

aufbewahren.“ Dass das

Finanzamt Belege anfordert, soll

aber die Ausnahme werden.

Maschine prüft die

Steuererklärung

Die meisten Steuererklärungen

können seit diesem Jahr

erstmals nur noch maschinell

geprüft werden. Wer möchte,

dass ein Sachbearbeiter über die

Steuererklärung guckt, für den

hat Reuß einen Tipp: „Einfach im

Freitextfeld einen Hinweis eintragen

– das lohnt sich zum Beispiel,

wenn man anderer Auffassung als

das Finanzamt ist oder die Daten

nicht stimmen.“ Auch den Steuerbescheid

kann man auf Wunsch

digital abrufen oder sich zusenden

lassen.

Wer zu spät abgibt, muss zahlen

Bis Ende Mai des Folgejahres

müssen Steuerpflichtige die Erklärung

in der Regel einreichen.

Ab 2019 – also erstmals für die

Steuererklärung 2018 – gelten

spätere Abgabefristen. Und an

diese sollte man sich tatsächlich

halten, denn „wer seine Erklärung

zu spät abgibt, muss künftig zahlen“,

warnt Reuß. „Mindestens

25 Euro pro verspätetem Monat

gehen automatisch an den Staat.“

Wer mehr Zeit braucht, wendet

sich an einen Lohnsteuerhilfeverein,

einen Steuerberater oder

stellt zum Beispiel wegen langer

Krankheit einen begründeten Antrag

beim Finanzamt.

GMBH

ROLLADENBAU

chlomm

MEISTERBETRIEB

Einbruchschutz - Rollläden - Elektroantriebe -

Zeitschaltuhren - Rollgitter - Scherengitter - Sektional -

Garagen- und Rolltore - Dreh- und Schiebetor Antriebe

- Insektenschutz - Plisse - Jalousien - Lamellenvorhang

Service - Montagen - Reparaturen

Rollläden

schrecken ab

Ein solider Rollladen stellt einen

mechanischen Widerstand

dar, den der Ganove erst einmal

überwinden muss. Elektrische

Antriebe wie jene des Unternehmens

Becker-Antriebe

sind zudem mit einer unnachgiebigen

Elektromagnetbremse

ausgestattet. Sie erschwert, in

Kombination mit handelsüblichen

Hochschiebesicherungen,

das ungewollte Öffnen des

Rollladens.

Schlieperstr. 18 · 13507 Berlin · www.schlomm-rolladenbau.de

Telefon: 0 30 / 4 31 55 92

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Wilmersdorfer Str. 80,

Ecke Sybelstraße

10629 Berlin

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AKTIONSGUTSCHEIN für DAMEN

Gilt nicht für Produkteinkauf.

Barauszahlung und Teileinlösung nicht möglich.

Gültig bis April 2017

www.lars-cordes-hairdesign.de

030 | 31 99 78 80

Mo - Fr 9 - 20 Uhr, Sa 9 - 16 Uhr

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