Gazette Charlottenburg März 2017

gazette

Gazette für Charlottenburg und Westend

GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

März 2017

Charlottenburg

Nofretete & Co.

Traditionelle Kunst

in der Gipsformerei

Mit Nachrichten aus dem Rathaus Charlottenburg-Wilmersdorf

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2 | Gazette Charlottenburg | März 2017

Historische Kunstmanufaktur

In der Gipsformerei in Charlottenburg bleibt Tradition erhalten

Vom Deckenstuck zur Replik der berühmten

Büste der ägyptischen Königin Nofretete

– die Bandbreite von Europas größter

erhaltener Gipsformerei erstreckt sich über

die Jahrtausende. 1819 gründete der preußische

König Friedrich Wilhelm III. die „Königlich

Preußische Gipsgussanstalt“. Die Gründe

waren – wie so oft – finanzieller Natur.

Durch die Herstellung und den Verkauf von

Gipsabgüssen vor Ort sollten neue Einnahmen

fließen. Schließlich mussten die Kopien

klassizistischer Werke sonst teuer aus Italien

importiert werden. Leiter der neuen Anstalt

wurde der bekannte Bildhauer Christian Daniel

Rauch.

Seit 1891 in Charlottenburg

1891 zog die Gipsgussanstalt, die seit 1830

zu den Königlichen Museen zu Berlin, heute

Staatliche Museen, gehört, in das für sie gebaute

Haus in der Sophie-Charlotten-Straße

im heutigen Stadtbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf,

in dem sich die Gipsformerei bis

heute befindet. Die Vielzahl der hier vorhandenen

Formen und Abgüsse spiegeln die

Sammlungen in den Museen wider. Von der

Vor- und Frühgeschichte über die ägyptische

Die berühmte Büste der Nofretete gehört

zu den Stücken, die in der Gipsformerei

hergestellt werden.

Hochkultur, Vorderasien, die Antike, das Mittelalter

und die Renaissance bis hin zum

19. Jahrhundert reicht das Repertoire. Dieses

kann in mehreren Katalogen bewundert

und natürlich auch erworben werden. Und

so kann man unter anderem eine Replik der

Nofretete ins Wohnzimmer stellen.

Traditionelle Formen und moderner Scan

Bis heute werden Formen verwendet, die

zum Teil seit 200 Jahren existieren. Sie sind

zum einen sehr haltbar, zum anderen detailgetreu.

Allerdings ist es mühsam, die

traditionellen Gipsstückformen zu fertigen.

Für die Herstellung neuer Formen wird heute

deshalb oft Silikon verwendet, das nach

etwa zehn Jahren ersetzt werden muss.

Bei sehr empfindlichen Originalen wird ein

3-D-Scan erstellt. Anschließend erfolgt die

detailgetreue Bemalung – dabei werden die

Farben so exakt wie möglich wiedergegeben.

Auch Materialien werden so nachgebildet.

So kann der Gipsabguss – der aus hochwertigem

Alabaster-Gips besteht – optisch dem

Original entsprechen, der beispielsweise aus

Holz oder Bronze war. Einen interessanten

Einblick in die Tradition der Gipsformerei bieten

Führungen durch die Produktions- und

Lagerstätten in der Gipsformerei, die in der

Regel zweimal im Monat stattfinden. Termine

unter www.smb.museum.

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Liebe Bürgerinnen und Bürger in Charlottenburg-Wilmersdorf!

Ich freue mich sehr, dass ich am 3. März um

11.30 Uhr die neue Vorschule in der vom

Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) getragenen

Notunterkunft im ehemaligen Rathaus Wilmersdorf

am Fehrbelliner Platz eröffnen kann.

Vorschule in der Notunterkunft

Im Rahmen des Projektes „Der kleine Stern“

sind dort zwei Vorschulgruppen geplant mit

je 15 Kindern im Alter von 4 bis 6 Jahren, die

noch keinen Kitaplatz haben oder von der

Schule zurückgestellt wurden.

Bislang gibt es eine

Vorschulgruppe, die von

Ehrenamtlichen täglich

von 10 bis 12 Uhr betreut

wird.

Das Projekt „Der kleine

Stern“ bezieht 4 Räume

und wird dort in Kooperation

mit den Ehrenamtlichen

Reinhard Naumann

im Haus montags bis freitags

von 9 bis 13 Uhr Vorschulunterricht anbieten.

Es bietet ein Lern-Erlebnis-Programm

zur ganzheitlichen Sprachförderung mit theater-und

kunstpädagogischen Methoden.

Übergabefest „Ottilie-von-Hansemann-Haus“

Die 100-jährige Geschichte des Prachtbaus an

der Otto-Suhr-Allee setzt sich fort. Am 4. März

findet das Übergabefest des „Ottilie-von-Hansemann-Haus“,

Otto-Suhr-Allee 18/20 statt.

Das Gründerzeitgebäude mit Säulen, Stuckverzierungen

und Freitreppe wurde von der

Profi Partner AG mit erfahrenen Partnern

aufwendig saniert und dem Ursprung nach

wieder zur Wohnanlage umgebaut. So sind

insgesamt 97 modern ausgestattete Apartments

entstanden. Ein moderner Neubau

mit viel Glas und Balkonen komplettiert die

Denkmalimmobilie.

Das ehemalige „Viktoria-Studienhaus“ wurde

1914-15 von Emilie Winkelmann, der ersten

selbständigen Architektin Deutschlands, errichtet.

Es entstand unter dem Protektorat

von Kaiserin Auguste Viktoria dank der Privatinitiative

der Frauenrechtlerin Ottilie von

Hansemann als Studentinnenheim nach dem

WORT WORT DES DES BEZIRKSBÜRGERMEISTERS Gazette Charlottenburg Gazette Wilmersdorf | März | MÄRZ | 32017 | | 31

Vorbild englischer Frauencolleges und bot

Lernen und Wohnen unter einem Dach. In

direkter Nachbarschaft zur Technischen Universität

und zu den beiden Kunsthochschulen

bot es Platz für 100 Studentinnen. Ab 1945

wurde das Haus als Behelfskrankenhaus und

Altersheim genutzt, ab 1957 wieder als Studentinnenwohnheim,

danach von der Deutschen

Bank als Verwaltungsgebäude. Im Haus

befand sich das Theater „Tribüne“, das im August

2011 geschlossen wurde. Seit Ende 2014

wurde das Haus von Investor Dirk Germandi

erfolgreich saniert.

Austausch zur Akzeptanz von sexueller

und geschlechtlicher Vielfalt

Charlottenburg-Wilmersdorf und Mannheim

sind mit ca. 330.000 Einwohner*innen ungefähr

gleich groß, haben ähnliche Strukturen

und stehen vor ähnlichen Herausforderungen.

Sowohl unsere Partnerstadt Mannheim

als auch Berlin sind Orte der Vielfalt. Diese

Facette Mannheims stellt auch das zentralziel

der Stadt Mannheim in den Mittelpunkt:

„Mannheim […] wächst und entwickelt sich

weiter als vielgestaltige […] und bunte Stadt.“

So auch, was die vielfältigen Identitäten lesbischer,

schwuler, bisexueller, transgeschlechtlicher

und intergeschlechtlicher Menschen

(LSBTI) betrifft, die in Mannheim leben und

ein selbstverständlicher und bedeutsamer Teil

der Stadtgesellschaft sind.

Deshalb habe ich mich mit Oberbürgermeister

Dr. Kurz Ende Januar mit dem Mannheimer

Beauftragten für die Chancengleichheit

von Menschen vielfältiger sexueller und geschlechtlicher

Identitäten, Sören Landmann,

getroffen. In diesem Gespräch haben wir

schnell erkannt, dass sowohl von einem Austausch

der Stadtverwaltungen als auch von

einer zusammenarbeit bürgerschaftlicher

Akteur*innen interessante Erkenntnisse und

Entwicklungspotentiale zu erwarten sind. Mit

Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz hatte ich

hierzu einen kommunalen Fachaustausch verabredet.

Denkbare Felder dieser zusammenarbeit,

u. a. zu LSBTI und Alter bzw. Pflege, zur

Arbeit mit Jugendgruppen und zur gemeinsamen

Einbindung in bestehende bundesweite

Netzwerkstrukturen, werden und auf die

möglichen nächsten Schritte hin untersucht.

Kiezspaziergang

An unserem 183. Kiezspaziergang vertritt

mich der Stellvertretende Bezirksbürgermeister

Carsten Engelmann. Treffpunkt ist

am Samstag, dem 11. März, um 14 Uhr am

Amtsgerichtsplatz / Ecke Kantstraße (Bus M49,

X34 und 309).

Am Amtsgerichtsplatz startet der

Kiezspaziergang am 11. März.

Schwerpunkt des Märzspaziergangs ist wie

jedes Jahr die Geschichte der Frauen unserer

Stadt. Vom Amtsgerichtsplatz aus werden Sie

über das ehemalige NS-Frauengefängnis in

der Kantstraße 79 und den Karl-August-Platz

zum Verborgenen Museum in der Schlüterstraße

70 spazieren. Das Verborgene Museum

hat sich zur Aufgabe gemacht, unbekannte

Künstlerinnen der Öffentlichkeit vorzustellen

und damit dem Vorurteil entgegenzuwirken,

es habe früher keine herausragenden Künstlerinnen

gegeben.

Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei. Alle

Interessierten sind willkommen. Informationen

über die bisherigen Kiezspaziergänge

finden Sie im Internet unter www.kiezspaziergaenge.de.

Für Ihre Anregungen, Lob und Kritik bin

ich für Sie erreichbar unter naumann@

charlottenburg-wilmersdorf.de.

Ihr

Reinhard Naumann


4 | Gazette Charlottenburg | März 2017

Pionier der Luftschifffahrt

Graf von Zeppelin starb vor 100 Jahren in Charlottenburg

Langsam näherte sich das Luftschiff

Zeppelin seinem Landeplatz.

Das LZ 129 mit dem Namen

Hindenburg war in Frankfurt/

Main gestartet und setzte nun

zur Landung auf dem Zielflughafen

in Lakehurst im US-Bundesstaat

New Jersey an. An Bord

befanden sich 36 Passagiere und

61 Mitarbeiter. Die schlechten

Wetterverhältnisse während des

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Fluges hatte das Luftschiff problemlos

gemeistert. Doch bei der

Landung fing es Feuer. Innerhalb

von nur 30 Sekunden sank es auf

den Boden. 13 Passagiere und

22 Crewmitglieder starben, unter

anderem Ernst Lehmann, ein Mitglied

der Geschäftsführung. Die

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Foto: Bundesarchiv

Ursachen der Katastrophe im Mai

1937 wurden nie abschließend

geklärt, doch sie läuteten das

Ende der Luftschifffahrt ein.

Ein Luftschiff für den

Kriegseinsatz

Der erste Gedanke an ein Luftschiff

wurde am 25. April 1874

schriftlich festgehalten. Graf

Ferdinand von Zeppelin, General

der Kavallerie, hatte im

Deutsch-Französischen Krieg die

dort eingesetzten französischen

Freiballons beobachtet. Er erkannte

klar die Vorteile, aber auch

die Nachteile der nichtlenkbaren

Ballons. 1887 verfasste er eine

Denkschrift über die „Notwendig

der Lenkballone“, die er an

den württembergischen König

richtete. Nach seinem Abschied

aus dem Militärdienst widmete er

sich der Idee der Luftschifffahrt.

Er verfolgte hierbei vor allem den

militärischen Gedanken, stieß

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kommission, die Kaiser Wilhelm

I. eingesetzt hatte, auf wenig Gegenliebe.

Man verlachte ihn als

Träumer und auch finanziell sah

es für sein Projekt nicht rosig aus.

Für den Bau eines Luftschiffs veranschlagte

Zeppelin eine Million

Mark – doch diese Summe schien

in weiter Ferne. Trotz seiner Ablehnung

der Idee förderte der

Kaiser ihn mit 6000 Mark, durch

Sponsoren kam eine Gesamtsumme

von 100 000 Mark zusammen.

Das reichte immer noch nicht,

doch Zeppelin gab nicht auf. Er

gründete eine Aktiengesellschaft,

an der sich mehrere Industrielle

beteiligten. Doch diese hielten

sich finanziell zurück, so dass Zeppelin

nochmal 400 000 Mark aus

seinem Privatvermögen investierte

und so immerhin 800 000 Mark

Stammkapital zusammenkamen.

Er ließ sich seine Idee eines „Lenkbare

Luftfahrzeugs mit mehreren

hintereinander angeordneten

Tragkörpern“ schützen. Der Bau

des ersten Luftschiffs begann

1899.

Flüge und Niederlagen

1900 stieg das erste Luftschiff

über dem Bodensee auf. Nun

lachte niemand mehr und Kaiser

Wilhelm II., der den Grafen noch

als den „Dümmsten aller Süddeutschen“

geschmäht hatte,

verlieh ihm den Roten Adlerorden

erster Klasse. Zeppelin war

allerdings nicht konkurrenzlos

– 1901 begann

August von Parseval ebenfalls

mit dem Bau eines

Luftschiffs, das allerdings

durch Unterbrechungen

der Arbeit erst 1905 fertiggestellt

wurde. Doch

im Volksmund hießen die

Luftschiffe längst „Zeppeline“.

Die Begeisterung

war groß. Als das Luftschiff

Zeppelin LZ 4 abstürzte

und dem Grafen Zeppelin

der Konkurs drohte,

wurde mit der „Zeppelinspende

des Deutschen

Volkes“ die größte Spendenaktion

im Kaiserreich

gestartet. Mit dem Geld

wurden die Luftschiffbau

Zeppelin GmbH und die Zeppelin

Stiftung gegründet. Zeppelin

errichtete die größte Luftschiffhalle

Deutschlands in der Pirschheide

bei Potsdam. Zeppeline

wurden im Ersten Weltkrieg als

Bomber und für Aufklärungsflüge,

aber auch in der Personenbeförderung

eingesetzt. Das Ende

seines Werkes erlebte Graf von

Zeppelin allerdings nicht mehr.

Er starb über 20 Jahre früher, am

8. März 1917 im Charlottenburger

West-Sanatorium. Sein Name

als Synonym für die Luftschifffahrt

blieb jedoch bis heute erhalten.

Im Jahr 2015 waren noch

drei Zeppeline in Deutschland

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62 | Gazette Wilmersdorf Charlottenburg | MÄRZ | 2017 März 2017

NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS | | BVV-THEMA

Die Zukunft des Messe-Geländes

Städtebauliche Neuordnung des Umfelds

Messen und Ausstellungen sind für den

Wirtschaftsstandort Berlin von außerordentlicher

Bedeutung. Die Aktivitäten

der Messe Berlin GmbH unterstützen

in hohem Maße die wirtschaftliche

Entwicklung Berlins und stellen einen

wichtigen Bestandteil des vom Berliner

Senat vorangetriebenen Standortmarketings

dar.

Die bisher realisierten Maßnahmen des

Ausbauprogramms auf 160.000 m² Hallenfläche

sollen die Stellung der Messe

Berlin im internationalen Wettbewerb

sichern. Zur Zukunftssicherung Berlins

als Messe- und Kongressstandort sind

ständig weitere Maßnahmen erforderlich.

Hierzu gehört die langfristige

Sicherung von zusätzlichen Hallenpotenzialen.

Durch die Senatsbeschlüsse zum Gesamtkonzept

für das Umfeld der Messe

Berlin aus dem Jahr 2001 wurde die

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

und Umwelt beauftragt, das nördliche

und südliche Umfeld der Messe planerisch

differenziert zu untersuchen. Dafür

wurden wesentliche Teile des Messeumfeldes

als Gebiet von außergewöhnlicher

städtebaulicher Bedeutung (nach

§ 9 AGBauGB) in die Zuständigkeit des

Senats gestellt und eine umfangreiche

städtebauliche Konzeption erarbeitet.

Dieser Plan wurde durch aktuelle Entscheidungen

stark modifiziert in das

Planwerk „Innere Stadt“ übernommen

und bildet so weiterhin die Orientierung

für konkrete Baumaßnahmen.

Einige Projekte sind inzwischen realisiert

worden, wie zum Beispiel das neue

Servicegebäude an der Wandalenallee.

Andere Projekte sind eingestellt worden

– beispielsweise die ursprünglich

vorgesehene Bebauung des Hammarskjöldplatzes.

Der seit 2003 bestehende

repräsentative Südeingang, die neuen

Service-Gebäude im Südwesten des

Messegeländes sowie der Neubau des

City Cube Berlin an der Stelle der im Jahr

2011 abgerissenen Deutschlandhalle

stellen hier deutliche Verbesserungen

für den Messestandort Berlin dar.

Berlin SPD-Fraktion

Mit dem Senatsbeschluss 905/01 vom

27.2.01 wurde für das Gelände der Messe

Berlin ein städtebauliches Konzept

entwickelt. Die Erkenntnisse aus diesem

Konzept flossen in einen Masterplan/

Stufenplan – der als Entwicklungskonzept

mit kurz-, mittel- und langfristigen

Realisierungszielen zu verstehen ist – ein

und ist stark modifiziert in das Planwerk

Innere Stadt übernommen worden. Dieses

ist auch weiterhin Orientierung für

konkrete Baumaßnahmen im Umfeld

der Messe. Dazu wird wie die Neugestaltung

des ZOB auch die zukünftige Nutzung

des ICC gehören, das aus unserer

Sicht als Baudenkmal und Bauzeugnis

nicht eliminiert oder überformt werden

darf. Wir werden wie bisher die Planungen

der Senatsverwaltung positiv kritisch

begleiten. Wolfgang Tillinger

CDU-Fraktion

Die Stärkung des innerstädtischen Messestandortes

ist für unseren Bezirk von

übergeordneter Bedeutung. Eine Investitionsoffensive,

die die Messehallen und

das Umfeld einschließt ist notwendig.

Auf der Prioritätenliste vorne steht für

die CDU die Sanierung des ICC. Auch die

Frage nach einem neuen Hotelstandort

in unmittelbarer Nähe muss endlich geklärt

werden. Zwingend erforderlich ist

die Neuordnung des Verkehrs. Wir fordern

ein Verkehrskonzept für das Umfeld

des Messegeländes, welches sowohl den

motorisierten Verkehr, den Fahrradverkehr

als auch die Fußgängerwege neu

regelt. Darüber hinaus ist die Anbindung

der Messe an den zukünftigen Flughafen

BER zwingend notwendig.

Susanne Klose

B‘90/Grünen-Fraktion

Im Umfeld der Messe, einem der potentesten

Wirtschaftsstandorte Berlins,

hat der Senat Handlungsbedarf: Das

weltweit geschätzte ICC muss endlich

wieder als Kongresszentrum genutzt

werden können, der muffige Zentrale

Omnibusbahnhof (ZOB) attraktiv ausgebaut

werden. Ganz wesentlich: Die

Wiedergewinnung des öffentlichen

Raums für Fuß- und Radverkehr, damit

Messebesucher und ZOB-Reisende ihre

Ziele bequem und gefahrfrei auch nichtmotorisiert

erreichen können. Wenn der

Bund jetzt die Neuordnung des Autobahndreiecks

plant, sollte der Senat die

Chance nicht ungenutzt lassen, ein städtebauliches

Gesamtkonzept zu entwickeln

und dabei den Westkreuzpark als

wichtiges Scharnier zwischen City West

und Grunewald zu integrieren.

Jenny Wieland

Die Linke

Die Messe Berlin zieht jedes Jahr ein Millionenpublikum

an Aussteller*innen und

Besucher*innen an und ist als Jobmotor

und Wirtschaftsgenerator eine feste

Größe für unseren Bezirk, ja für ganz

Berlin. Stichwörter wie Grüne Woche,

ITB Berlin, IFA sind in aller Munde. Deshalb

ist es erstmal ein positives Zeichen,

dass sich Einiges bewegt und über die

Neukonzeption des Messegeländes und

zusätzlicher Veranstaltungsmöglichkeiten

nachgedacht wird. Was man dabei

aber auf keinen Fall vergessen darf, ist

eine echte, frühzeitige Einbindung von

Anwohner*innen und Bürger*inneninitiativen

sowie von Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten,

damit ein innovativer,

zukunftsweisender Weg beschritten

werden kann.

Sebastian Dieke

FDP-Fraktion

Der Funkturm, das ICC, das Messegelände

– wesentliche Identitätspunkte für

den Bezirk. Aber leider nicht in einem

zeitgemäßen Umfeld. Fehlende Fußgängerwege,

dunkle Unterführungen,

lärmende Verkehrswege – dies gilt es

zu verändern.

Mit einem Masterplan will die FDP den

Fortbestand des ICC als Messestandort

sichern und dessen gesamtes Umfeld

– einschließlich des Zentralen Omnibusbahnhofes

– attraktiver gestalten.

Bauliches Kernstück: Die Überbauung

der Stadtautobahn A 100 zur Erschließung

weiterer Messeflächen und zum

Schutz der Wohnbebauung vor Verkehrslärm.

Denn was in München und Düsseldorf

möglich war, muss auch in Berlin möglich

sein – zum Wohl der Bürger und

Besucher der Bundeshauptstadt.

Johannes Heyne

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Nächste Sitzung der

Bezirksverordnetenversammlung

16.03., Do, 17 Uhr

Ausschüsse:

Die Ausschüsse beginnen jeweils

17.30 Uhr, sofern nicht anders vermerkt

2.3., Jugendhilfe; Eingaben und

Beschwerden

7.3., Schule; Rechnungsprüfung

8.3., Straßen- und Grünflächen

9.3., Bürgerdienste, Wirtschafts- und

Ordnungsangelegenheiten

14.3., Haushalt, Personal,

Wirtschaftsförderung,

Informationstechnologie

und Gender Mainstreaming;

Weiterbildung und Kultur

15.3., Stadtentwicklung; Integration

21.3., Jugendhilfe; Umwelt, Natur- und

Klimaschutz und Liegenschaften

22.3., Sport

28.3., Bürgerdienste, Wirtschafts- und

Ordnungsangelegenheiten

29.3., Geschäftsordnung

30.3., Soziales, Gesundheit und Arbeit

4.4., Schule; Rechnungsprüfung

5.4., Stadtentwicklung

6.4., Jugendhilfe; Eingaben und

Beschwerden

Ältestenrat

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Philharmonisches Benefizkonzert

Kandidatenvorstellung

NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS

Jubiläumskonzert 30 Jahre JayJayBeCe

Das Jubiläumskonzert 30 Jahre Berlin

Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe

findet am Samstag, 11. März 2017 um

19.30 Uhr im Georg-Neumann-Saal

der Universität der Künste Berlin statt

(Einsteinufer 43-53 – Jazzgebäude,

Berlin-Charlottenburg, ☎ 3185-0), der

Eintritt ist frei!

Die jungen Leute spielen Highlights der

Programme ihrer gewonnen Wettbewerbe

und das Kulturradio vom rbb schneidet

das Konzert live mit. Mit dabei sind

Elli Sooß (Alt- und Sopransaxofon), Adrien

Liebermann (Altsaxofon), Niko Zeidler

und Patrick Hamacher (Tenorsaxofon),

Anton Kowalski (Baritonsaxofon), Martin

Gerwig, Lisa-Marleen Buchholz, Jan Rolle,

Frederik Schröder und Tobias Knebel

(Trompete), Matthieu Pérot, Laszlo Griese

Am 2. März ab 19.30 Uhr veranstaltet

der Lions Club Berlin-Philharmonie e. V.

in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche,

Breitscheidplatz, zum 8. Mal ein philharmonisches

Benefizkonzert. Bezirksbürgermeister

Reinhard Naumann wird auch

in diesem Jahr das Konzert als Schirmherr

eröffnen.

Mit der Sopranistin Olja Dakich und der

Pianistin Marija Pendeva konnter der Verein

zwei hervorragende Künstlerinnen

gewinnen, die sonst im Konzerthaus Berlin

und anderen internationalen Häusern

auftreten. 2018 werden sie in der Carnegy

Hall in New York zu Gast sein. Gespielt

werden Werke von Händel, Scarlatti, Vivaldi,

Puccini, u. a.

Der Reinerlös kommt der Sanierung

der Orgel der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche

und dem Schulmusikförderprogramm

Querklang (www.querklang.

eu) zugute.

Die Tickets für 20 Euro (Schüler/Studenten

15 Euro) können unter E-Mail: LionsClub@

gmx.de, im Vorverkauf in der Gedenkhalle

der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche

(zzgl. Gebühr) und an der Abendkasse

oder per Überweisung an Lions Förderverein

Berlin-Philharmonie e. V.; IBAN

DE78 1009 0000 2423 4960 05 (mit Angabe

von Namen und Kontaktdaten)

gekauft werden. Eine Begrenzte Anzahl

von VIP-Tickets können nur unter E-Mail:

LionsClub@gmx.de für 35 Euro inklusive

einer Platzreservierung, einer Führung in

die Fassaden-Zwischenräume und Aufstieg

in die Turmruine (festes Schuhwerk)

bestellt werden (Beginn 18.30 Uhr).

Sozialstadtrat Carsten Engelmann lädt

ein zur Vorstellung der Kandidatinnen

und Kandidaten für die Wahlen zur Seniorenvertretung:

„In der Woche vom

27. bis 31.03.2017 findet die Wahl zur

Seniorenvertretung statt. Bereits in

den vergangen Wochen haben die Seniorinnen

und Senioren eine Wahlbenachrichtigung

dazu erhalten. Um den

46 Kandidatinnen und Kandidaten die

Möglichkeit zu geben, sich der Öffentlichkeit

vorzustellen, hat die Wahlkommission

am 8. März von 10 bis 13 Uhr

eine Vorstellungsrunde im Festsaal

des Rathauses Charlottenburg Otto-Suhr-Allee

100 organisiert. Ich sehe

die Wahlen zur Seniorenvertretung als

große Chance zur Mitwirkung und Mitgestaltung

und lade alle Interessierten

herzlich zum Besuch der Kandidatenvorstellungen

ein. Eine Anmeldung ist

nicht erforderlich!“

und Jan Ole Zabel (Posaune), Alicia Sayell

(Tuba), Paul Peuker (Gitarre), Kenneth

Berkel (Klavier), Alex Will (Bass) und Johann

Gottschling (Schlagzeug).

Das Berlin Jazz Composers Orchestra Jay-

JayBeCe – ein etwas griffigeres Kürzel

für JugendJazzBand Charlottenburg

wurde 1987 von Christof Griese an der

City West von Berlin gegründet. Gerade

mal ein halbes Jahr später gewann Jay-

JayBeCe den 3. Preis beim Europäischen

Big Band Wettbewerb in Berlin.

Das einzigartige Konzept – junge Musiker*innen

spielen ausschließlich Kompositionen

Berliner Komponist*innen

– führte zu Einladungen auf Festivals in

Berlin, London – Lewisham, Norwich,

Cardiff, Eindhoven, Kopenhagen, Leipzig

und Nürnberg.

50 Jahre Städtepartnerschaft

mit Or-Yehuda

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann

begrüßte am 8. Februar Liat

Shohat, Bürgermeisterin von Or-Yehuda

(Israel) mit ihrer Delegation, anlässlich

der 50jährigen partnerschaftlichen Beziehungen

zwischen Or-Yehuda und

dem Bezirk. Diese Städtepartnerschaft

zählt damit zu den allerersten Verbindungen

auf kommunaler Ebene nach

Aufnahme der diplomatischen Beziehungen

zwischen Deutschland und

Israel im Jahr 1965.

Begleitet wurde Liat Shohat von Frau

Yamit Karakokli (Mitglied des Stadtrats,

Koalition), Herrn Tal Ashkenazi

(Mitglied des Stadtrats, Opposition)

und Herrn Yoel Levy (Büroleiter der

Bürgermeisterin). Auf dem 4-tägigen

Programm standen ein Treffen mit

dem Bezirksamt und den Fraktionsvorsitzenden,

eine Bezirksrundfahrt, auf

welcher Bezirksbürgermeister Reinhard

Naumann den Gästen die Vielfalt von

Charlottenburg-Wilmersdorf gezeigt

hat und eine Feierstunde mit der Eintragung

in das Goldene Buch und die

Unterzeichnung der Erneuerungsurkunde

der Städtepartnerschaft. Außerdem

besuchte die Delegation das

Anne-Frank-Zentrum Berlin Heinz-Galinski-Grundschule.

Die jüdische Grundschule

ist der erste Neubau einer jüdischen

Schule in Deutschland nach dem

Holocaust, benannt nach dem langjährigen

Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde

zu Berlin und Ehrenbürger der

Stadt. Das Haus wurde am 15.9.1995

eingeweiht. Der israelische Architekt

Zvi Hecker gruppierte gemäß den

Umrissen einer Sonnenblume in stark

dynamischer Formensprache sechs

miteinander verbundene Gebäude

kranzförmig um einen Innenhof. Etwa

250 jüdische und nichtjüdische Schüler

werden hier unterrichtet. Am Samstag

nahm die Delegation am 182. Kiezspaziergang

mit Bezirksbürgermeister

Reinhard Naumann teil. Der Treffpunkt

lag dabei ganz bewusst auf dem Breitscheidplatz

zwischen Budapester Straße

und Gedächtniskirche, dem Ort des

Attentats vom 19. Dezember auf dem

Weihnachtsmarkt.

Schnupperpraktikumsplätze Boys`Day

Indem Jungen und Mädchen die gesamte

Vielfalt von Möglichkeiten in der

Berufswahl aufgezeigt werden kann,

sollen die beruflichen Perspektiven

von Jungen und Mädchen verbessert

werden. Besonders Jungen sollten berufliche

Möglichkeiten in eher männeruntypischen

Berufen kennenlernen.

Deshalb findet auch in diesem Jahr

wieder ein Jungen-Zukunftstag am

27.04.2017 in Charlottenburg-Wilmersdorf

statt.

Dafür sucht das Jugendamt möglichst

viele engagierte Unternehmen, Einrichtungen

und Gewerbetreibende,

die Jungen im Alter 13 bis 17 Jahren

Gazette Charlottenburg Gazette Wilmersdorf | März | MÄRZ 2017 | 73

Reinhard Naumann und Liat Shohat bei

der Eintragung ins Goldene Buch.

Foto: J. Held, Pressestelle

die Möglichkeit bieten, an diesem Tag

Einblicke in den beruflichen Alltag und

die Herausforderungen in ihrem Betrieb

kennen zu lernen.

Angebote können auf der Aktionskarte

für Berlin des bundesweiten Boy´sDay

unter www.boys-day.de eingestellt

werden.

Weitere Informationen beim Bezirksamt

Charlottenburg-Wilmersdorf, Abt. Jugend

Familie, Bildung, Sport und Kultur

– Jugendamt, Thomas Gommert, Hohenzollerndamm

174-177, 10714 Berlin,

☎ 9029-15104, Fax 9029-15269, E-Mail:

Thomas.Gommert@charlottenburg-wilmersdorf.de.

Kaiser-Friedrich-Straße 7

10585 Berlin-Charlottenburg

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48 | Gazette Wilmersdorf Charlottenburg | MÄRZ | 2017 März 2017

NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS | | VERANSTALTUNGEN

Zukunftstische 2017

Wie auf dem IV. Zukunftstag am 25. Januar

2017 im Rathaus Charlottenburg

vereinbart, laden Bezirksbürgermeister

Reinhard Naumann und Bezirksstadtrat

Carsten Engelmann zu den Zukunftstischen

im April alle Aktiven, die sich intensiv

mit der jeweiligen Thematik des

Zukunftstisches beschäftigen und sich

hierzu vernetzen möchten ein.

Themen und Fragestellungen der

einzelnen Zukunftstische wurden auf

dem IV. Zukunftstag gemeinsam mit

den Teilnehmenden erarbeitet und

festgehalten. Die Zukunftstische sollen

zu insgesamt acht Themenfeldern

durchgeführt werden. Sie dienen einer

vertieften Zusammenarbeit der jeweiligen

Aktiven innerhalb des jeweiligen

Themenfeldes untereinander und miteinander.

Die Zukunftstische finden jeweils von 13

bis 17 Uhr im Rathaus Charlottenburg,

Otto-Suhr-Allee 100 statt:

01.03.: Arbeit und Ausbildung

06.03.: Freizeit, Sport und Begegnung

& Nachbarschaft und gesellschaftliche

Teilhabe

08.03.: Gesundheit

21.03.: Wohnen

29.03.: Frauen

03.04.: Vernetzung

05.04.: Schule & Bildung

24.04.: Werte, Rollen, Normen.

Die Ergebnisse der einzelnen Zukunftstische

werden erneut dokumentiert und

sowohl unter www.charlottenburg-wilmersdorf.de

veröffentlicht als auch auf

dem V. Zukunftstag im September 2017

vorgestellt.

Die Teilnehmerzahl ist jeweils begrenzt,

daher ist eine Anmeldung bis spätestens

7 Tage vor der jeweiligen Veranstaltung

per Post, Fax oder E-Mail erforderlich

beim Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf

von Berlin, Otto-Suhr-Allee

100, 10585 Berlin, Fax: (030) 9029-14770

oder E-Mail: ehrenamt-fluechtlinge@

charlottenburg-wilmersdorf.de. Das

Anmeldeformular ist unter www.charlottenburg-wilmersdorf.de

zu finden.

Detailliertere Informationen zu den Zukunftstischen

– wie Raum und Ablauf

– werden kurz vor den Zukunftstischen

per E-Mail mit der Anmeldebestätigung

versendet.

Musikschule

Rathaus Schmargendorf, Berkaer

Platz 1, 14199 Berlin, ☎ 9029-15514,

www.musikschule-city-west.de. Alle

Veranstaltungen Eintritt frei, wenn nicht

anders vermerkt.

4.3., 18 Uhr, „Alles frisch?“ – Konzert mit dem

Zephyro-Consort: Handweberei Geltow,

Am Wasser 19, Ensemble für Alte Musik,

Leitung: Klaus-Peter Perschke

10.3., 18.30 Uhr, Fachbereichskonzert

Tasteninstrumente: Bechstein Centrum

im Stilwerk, Kantstr. 17, es spielen

Lehrkräfte des Fachbereichs,

Koordination: Tim Sund

11.3., 16 Uhr, Fachbereichskonzert

Blasinstrumente: Konzertsaal

Musikschule, Prinzregentenstr. 72, es

spielen Schülerinnen und Schüler des

Fachbereichs, Koordination: Kai Heiden

11.3., 16 Uhr, Schüler- und Ensemblevorspiel

Quod Libet: Kantine der Eichendorff-

Grundschule, Goethestr. 14-19, Klasse

Martin Ebelt

11.3., 19.30 Uhr, Jubiläumskonzert 30 Jahre:

Berlin Jazz Composers Orchestra

JayJayBeCe, Georg-Neumann-Saal,

Jazzinstitut Berlin, Einsteinufer 43-53,

Leitung: Christof Griese, Mittschnitt

Kulturradio vom rbb

12.3., 17 Uhr, Serenaden und andere

Kostbarkeiten: Festsaal Rathaus

Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100,

mit Anke Perschnick (Violine), Petra

Hildner (Querflöte) und Tassilo Kaiser

(Viola)

16.3., 19.30 Uhr, Carry On Dialogue – Konzert

Jazzduo: Konzertsaal Musikschule,

Platanenallee 16, mit Johannes

Kersthold (Klavier) und Torsten Piper

(Saxofon)

16.3., 20.30 Uhr, Berlin Jazz Composers

Orchestra JayJayBeCe: Aufsturz Club,

Oranienburger Str. 67, Leitung: Christof

Griese, in Kooperation mit Jazzkeller

69 e. V.

17.3.,19.30 Uhr, Soirée – Konzert

fortgeschrittener Schülerinnen und

Schüler: Konzertsaal Musikschule,

Prinzregentenstr. 72, Koordination:

Angela Müller-Velte

18.3., 17 Uhr, Saxofon-Ensemble SAXO

CON MOTO: Konzertsaal Musikschule,

Platanenallee 16, Leitung: Friedemann

Graef

19.3., 14.30 Uhr, Jahreskonzert der

Musikschule: Kaiser-Wilhelm-

Gedächtniskirche, Breitscheidplatz, es

spielen Ensembles der Musikschule,

Koordination: Kai Heiden

24.3., 19 Uhr, Fachbereichsvorspiel

Zupfinstrumente: Konzertsaal

Musikschule, Platanenallee 16, es

spielen Schülerinnen und Schüler des

Fachbereichs, Koordination: Matthias

Loose

27.3., 19 Uhr, Jazz Live mit Ensembles des

Fachbereichs Jazz/Rock/Pop: Konzertsaal

Musikschule, Platanenallee 16, mit

dem Tabla-Ensemble Kamalesh Maitra

(Leitung: Laura Patchen), StuVo-Bands

(Leitung: Horst Nonnenmacher und

Dirk Strakhof)

31.3., 18.30 Uhr, Fachbereichskonzert

Tasteninstrumente: Bechstein Centrum

im Stilwerk , Kantstr. 17, es spielen

Schülerinnen und Schüler des

Fachbereichs, Koordination: Tim Sund

31.3., 19 Uhr, Fachbereichskonzert Gesang:

Festsaal Rathaus Charlottenburg, Otto-

Suhr-Allee 100, es singen Schülerinnen

und Schüler des Fachbereichs,

Koordination: Kai Heiden

31.3., 20 Uhr, Duo Traviano – Musik für Flöte

und Klavier: Konzertsaal Musikschule,

Prinzregentenstr. 72, Werke von Bonis,

Milhaud, Francaix, Gubaidulina, mit

Ulrike Philippi (Querflöte) und Petra

Schnier (Klavier)

1.4., 20 Uhr, Orchesterkonzert mit dem

Kammerorchester Charlottenburg:

Festsaal Rathaus Charlottenburg, Otto-

Suhr-Allee 100, Leitung: David Klammer

3.4., 18.30 Uhr, Mauskonzert – Kinder spielen

für Kinder: Konzertsaal Musikschule,

Platanenallee 16, Koordination: Kai

Heiden

Museum Charlottenburg-Wilmersdorf

In der Villa Oppenheim, Schloßstr. 55/

Otto-Grüneberg-Weg, 14059 Berlin,

☎ 9029-24106, www.villa-oppenheimberlin.de,www.kultur.charlottenburgwilmersdorf.de,

E-Mail: museum@

charlottenburg-wilmersdorf.de. Di-Fr 10-

17 Uhr, Sa, So und Feiertage 11-17 Uhr.

Eintritt frei. Der Zugang ist barrierefrei.

Café Villa Oppenheim, backt und

kocht täglich herzhafte und süße

Köstlichkeiten! Öffnungszeiten: Di-Fr

9-19 Uhr, Sa+So 10-19 Uhr, ab April auch

Mo 9-19 Uhr, ☎ 92359783.

SONDERAUSSTELLUNG

Bis 23.4. „Sehen lernen“ Die

wieder zu entdeckende Fotografin

Gerda Schimpf (1913 – 2014)

Die Fotografin Gerda Schimpf (1913 –

2014) kam 1937 nach Berlin und fand

am Charlottenburger Kaiserdamm ihre

neue Heimat. Die damals 24-Jährige

arbeitete unter anderem in Berlin für

die AEG im Bereich Produktfotografie.

Geschäftsauslagen, Kunst und Mode,

vor allem aber Porträts wurden ihr

fotografisches Hauptarbeitsfeld. Ihr

umfangreicher Nachlass mit ca. 12.000

Pass- und Porträtaufnahmen wird

derzeit von den Kuratorinnen Christine

Kahlau und Irja Krätke aufgearbeitet.

Eine Auswahl an Frauenporträts aus

den Jahren 1946 bis 1963 zeigt das

Museum nun erstmals öffentlich in

einer Kabinettausstellung.

Bei Interesse an einer Gruppenführung

durch die Ausstellung: Information und

Terminvereinbarung unter ☎ 9029

24108.

12.3., 26.3., 15 Uhr, Öffentliche Führungen

durch die Ausstellung: Kostenbeitrag

3 € pro Person, die Teilnehmerzahl ist

aus Platzgründen begrenzt, weitere

Informationen zur Ausstellung finden

Sie im redaktionellen Teil dieser

Ausgabe.

DAUERAUSSTELLUNG

„WESTEN!“ Stadtgeschichte Charlottenburg-

Wilmersdorf: Multimedial und objektnah

erzählt die Ausstellung von Ereignissen

und Personen, die den Bezirk über gut

drei Jahrhunderte geprägt haben. Im

Zentrum steht die besondere Rolle

der beiden „schönen Schwestern“

Charlottenburg und Wilmersdorf

als zweites Stadtzentrum neben der

historischen Mitte Berlins: als City West.

Weitere Ausstellungen

Sorgenfrei: Die Geschichte der Villa

Oppenheim und ihrer Bewohnerinnen

und Bewohner.

SammlerStücke: Die Kunstsammlung

Charlottenburg. Die Sammlung wurde

1908 auf Initiative des Magistrats

der bis 1920 selbständigen Stadt

Charlottenburg begründet, 1912 erfuhr,

sie eine bedeutende Erweiterung durch

die Stiftung Raussendorff.

Emil Brack, Im Atelier, 1889, Aquarell.

Foto: Hans-Joachim Bartsch

… wenn das Haus nasse Füße hat …

Planung + Ausführung:

Innen-/Außenabdichtung

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NACHRICHTEN AUS AUS DEM DEM RATHAUS | VERANSTALTUNGEN | Gazette Charlottenburg Gazette Wilmersdorf | März | MÄRZ 2017 | 95

VERANSTALTUNGEN

Sofern nicht anders angegeben, ist die

Teilnahme an den Veranstaltungen

kostenfrei.

5.3., 12-14 Uhr, Museumsspaß mit der

Familie – Kleider machen Leute: Alles ist

erlaubt – von der Ritterrüstung bis zum

Seidenkleid. Gemeinsam erkunden

wir, wie sich die Leute früher gekleidet

haben und gestalten unsere eigene

Mode. Mit der Museumspädagogin

Dr. Nicola Crüsemann und Birgit

Wiedow-Weinberger. Für Eltern,

Großeltern und Kinder von 3 bis

11 Jahren.

8.3., 18 Uhr, Werkstattgespräch: mit

Christine Kahlau und Irja Krätke. Die

Kuratorinnen der Ausstellung „Sehen

lernen“ – Die wieder zu entdeckende

Fotografin Gerda Schimpf 1913-2014

berichten über das Leben und Oeuvre

der Berliner Fotografin. Zugleich geben

sie einen Einblick in die Aufarbeitung

ihres umfangreichen Nachlasses.

9.3., 14 Uhr, Forschen. Sammeln. Bewahren:

Führung durch das Archiv des

Museums. Anhand ausgewählter

historischer Dokumente, Fotografien,

Karten und Nachlässe gibt die

Sammlungsleiterin Sonja Miltenberger

einen Einblick in den Archivbestand in

der Villa Oppenheim.

12.3., 14 Uhr, Kunst im Gespräch: Regina

Niederhut (Freundeskreis Museum) lädt

zum Gespräch über Gemälde in der

Kunstsammlung der Villa Oppenheim.

19.3., 11 Uhr, Berliner Tagebuch – Fünf

Miniaturen aus der Berliner Stadtgeschichte:

erzählt von Peter Krönig. Was geschah

heute vor soundsoviel Jahren in

Berlin? Dieser Frage geht Peter Krönig

(Freundeskreis Museum), waschechter

Berliner und langjähriger SFB-Reporter,

nach und berichtet über Personen und

Ereignisse der Berliner Stadtgeschichte.

23.3., 18 Uhr, Dichterlesung mit Gesang

– Von Beruf Tochter (Mete Fontane,

1860-1917): Anlässlich des 100.

Todesjahres lesen Dagmar von

Gersdorf und Herzeleide Henning

aus Briefen und Aufzeichnungen von

Theodor Fontane und seiner Tochter

Martha „Mete“ Fontane-Fritsch,

begleitet von Silvia Weiss (Gesang).

Eine Benefizveranstaltung des

Soroptimist International Club Berlin-

Charlottenburg, zu Gast in der Villa

Oppenheim. Eintritt: 6 €, der Betrag

kommt einem Stipendium für Mädchen

in Dhaka/Bangladesch zugute.

FÜHRUNGEN, WORKSHOPS,

STADTTEILFÜHRUNGEN

Gönnen Sie sich, Ihrer Familie

oder Freunden doch einmal

einen Museumsbesuch mit einer

exklusiven Führung! Unterhaltsam

und informativ führen Sie unsere

erfahrenen Museumspädagoginnen

und Moderatorinnen durch die

Ausstellungen in der Villa Oppenheim.

Termine nach Vereinbarung, nähere

Information und Buchung unter

☎ 9029 24108 oder museum@

charlottenburg-wilmersdorf.de

Kommunale

Galerie Berlin

Hohenzollerndamm 176,

10713 Berlin, ☎ 9029-16704, www.

kommunalegalerie-berlin.de, E-Mail:

info@kommunalegalerie-berlin.de, Di-Fr

10-17 Uhr, Mi 10-19 Uhr, So 11-17 Uhr,

Eintritt frei.

Bis 16.4.: scheinbar/ offensichtlich

Frauenmuseum Berlin e. V. zu Gast in

der Kommunalen Galerie Berlin: Yuni

Kim – Installation, Fotografie; Dagmar

Weissinger – Skulpturen

Der Titel dieser Ausstellung

thematisiert Dialektik als künstlerisches

Prinzip. Beide Adjektive beziehen sich

auf visuelle Wahrnehmungsvorgänge

bzw. die darauffolgende intellektuelle

Verarbeitung. Das offensichtlich

Ersichtliche einerseits, der getäuschte

Blick andererseits – es gilt, den

Hintergrund zu entdecken, das

Hintergründige aufzuspüren. Techniken

des Gegenüberstellens, Assoziierens,

Offenlegens und Verbergens sind den

Werken von Yuni Kim und Dagmar

Weissinger gemeinsam.

Dagmar Weissinger, Findling,

geschnitten, Osttiroler Serpentin

Tauerngrün, 1991/2016. Foto: KommGal

9.4., 12 Uhr, Künstlerinnengespräch:

Moderation Dr. Birgit Möckel, Eintritt

frei

Bis 30.4.: Martin Rupprecht-

Unrast der Linie

Collagen und Zeichnungen

15.3., 19 Uhr, Strichlagen, fortlaufend –

Künstlergespräch: Martin Rupprecht und

Christoph Tannert

Napuka 3, 2016, Stifte, Papier und Pappe,

84 x 60 cm. Foto: Kulturamt

Charlottenburg-Wilmersdorf

Bis 30.4. Fortsetzung jetzt!

150 Jahre Verein der Berliner

Künstlerinnen 1867 e. V.

Murshida Arzu Alpana, Silvia Klara

Breitwieser, Ricoh Gerbl, Angela Hampel,

Franziska Klotz, Irma Markulin (Gast),

Gisela Weimann, Karla Woisnitza

8.3., 18 Uhr, 26.3., 12 Uhr,

Ausstellungsrundgang: Die Künstlerinnen

im Gespräch mit Claudia Beelitz

5.4., 19 Uhr, Konzert. Susanne Paul, Cello solo:

Musikalische Verzweigungen zwischen

Jazz, Flamenco und Improvisation,

www.groovecello.de

ARTOTHEK

In der Kommunalen Galerie Berlin.

Die Artothek verleiht grafische Werke,

Skulpturen, Gemälde, Fotografien,

ausgewählte internationale Plakate und

Bilder für Kinder über 10 oder 20 Wochen.

Alle Werke können sofort mitgenommen

werden. Das Angebot der Artothek richtet

sich an alle Berlinerinnen und Berliner.

Ein besonderer Schwerpunkt ist die

Berliner Stadtfotografie. Die Leihgebühr

wird pro Werk erhoben und beträgt

zwischen 1 bis max. 5 €. Öffnungszeiten:

Di, Do, Fr 11-17 Uhr, Mi 11-19 Uhr,

☎ 9029-16709.

„Neue Werke 2017

Die Sonderschau bietet einen

Querschnitt durch alle Kunstgattungen.

Bereits während der Ausstellung

können die neuen Werke vorbestellt

werden.

Artothek in der Kommunalen Galerie

Berlin.

Foto: Kulturamt

Charlottenburg-Wilmersdorf

ATELIER

Im Atelier der Kommunalen Galerie

Berlin können Kinder und Jugendliche

kreativ arbeiten. Unter der Anleitung

erfahrener Kunstpädagoginnen

finden Führungen und Workshops für

Kindergarten- und Schülergruppen

zu den aktuellen Ausstellungen statt.

Sie werden dem Alter der Kinder

entsprechend angepasst. Information

unter: ☎ 9029-16704, Di-Fr 10.00-

16.30 Uhr

Sport

EISSPORTHALLE

CHARLOTTENBURG „PO9“

Glockenturmstr. 14, allgemeine

Informationen gibt es unter

☎ 315114924 während der

Öffnungszeiten

Öffentlicher Eislauf bis 17.3.:

Mo, 15 -17 Uhr, (nur für Frauen und

Eltern/Großeltern mit Kindern bis zum

6. Lebensjahr)

Di und Do, 9.30-11.30 Uhr, 12-14 Uhr,

14.30-16.30 Uhr,

Mi, 9.30-11.30 Uhr, (nur für Seniorinnen

und Senioren ab 60 Jahre und

Menschen mit Behinderung),

12-14 Uhr, 14.30-16.30 Uhr,

Fr, 9.30-11.30 Uhr

25. und 26.12., 9.30-11.30 Uhr,

12-14 Uhr, 14.30-16.30 Uhr,

1.1., 12-14 Uhr, 14.30-16.30 Uhr,

Schließzeiten: Samstags, sonntags und

an den gesetzlichen Feiertagen kein

öffentlicher Eislauf.

Eintritt für 2 Stunden für

Erwachsene 3,30 €, ermäßigt 1,60 €.

Schlittschuhverleih 5 € / Schulklassen

4 €.

Sonstige

29.3., 15-17 Uhr, Bürgersprechstunde

mit Sozial- und Gesundheitsstadtrat

Carsten Engelmann: Notunterbringung

Eschenallee, Eschenallee 3. Anmeldung

ist erforderlich unter ☎ 9029-14301

oder -14302.

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10 | Gazette Charlottenburg | März 2017

„Sehen lernen“ in der Villa Oppenheim

Museum Charlottenburg-Wilmersdorf zeigt die Werke der Fotografin Gerda Schimpf

Heute ist sie nur noch wenigen

geläufig, doch in den 1940er- bis

1970er-Jahren portätierte Gerda

Schimpf (1913 – 2014) viele Personen

des öffentlichen Lebens

im westlichen Berlin, darunter

Künstlerinnen und Künstler wie

Bernhard Heiliger, Eva Schwimmer,

Karl Hofer, Heinz Trökes und

Renée Sintenis. Auch die erste

und bislang einzige Bürgermeisterin

von Berlin, Louise Schroeder,

bannte sie im Bild, ebenso bedeutende

Wissenschaftler verschiedener

Fachrichtungen. Daneben

wirkte Gerda Schimpf viele Jahre

in der Berliner Prüfungskommission

für die Gesellen- und Meisterprüfung

für Fotografie. Von 1959

bis 1978 lehrte sie als Dozentin

am Berliner Lette-Verein das Fach

Fotografie. Das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf

widmet der

Fotografin, die immerhin 101 Jahre

alt wurde, eine Sonderausstellung,

die noch bis zum 23. April

gezeigt wird.

Ausbildung als Fotografin

Geboren wurde Gerda Schimpf

1913 in Dresden. Sie wuchs in

Leipzig auf und absolvierte dort

in der Lichtbildnerei Dore Bartcky

eine Ausbildung zur Fotografin.

Ihr Plan, Fotografie am Bauhaus

Dessau zu studieren, zerschlug

sich mit dessen Schließung 1933

durch die Nationalsozialisten.

Gerda Schimpf lernte den Maler

Max Schwimmer kennen und

wurde seine Geliebte. Der vom

NS-Regime als „entartet“ diffamierte

Künstler widmete ihr an

die 500 illustrierte Liebesbriefe.

KNEFFEL

Gerda Schimpf als junges

Mädchen, 1920er-Jahre.

Ein eigenes Atelier in

Charlottenburg

1937 zog Gerda Schimpf nach

Berlin. Bis zu ihrem Tod lebte

sie in Charlottenburg im Apartmenthaus

am Kaiserdamm/

Königin-Elisabeth-Straße, das

der Architekt Hans Scharoun

1928/29 als moderne Wohnform

für Alleinstehende erbaut hatte.

1946 richtete die Fotografin ein

eigenes Foto atelier am Witzlebenplatz

ein. Hier fertigte sie

vor allem Pass- und Porträtaufnahmen,

daneben entstanden

aber auch Produktfotografien

und andere Aufträge für Berliner

Unternehmen, Geschäfte und

Einrichtungen.

Eine unabhängige Frau

Gerda Schimpf: Louise Schröder als Bürgermeisterin, 1946.


Fotos: Archiv Gerda Schimpf

In einer Zeit, in der Unabhängigkeit

und Berufstätigkeit für

ledige Frauen keineswegs selbstverständlich

waren, führte Gerda

Schimpf als Künstlerin und

Fotografin ein beachtlich selbstbestimmtes

und eigenständiges

Leben. Trotz langjähriger Beziehung

zu Max Schwimmer – und

einer lebenslangen Freundschaft

mit dessen Frau Eva – heiratete

GELENK

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Wir helfen.

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sie nie. Sie blieb kinderlos, hatte

einen großen Freundeskreis,

pflegte Brieffreundschaften in

aller Welt und unternahm zahlreiche

Reisen.

Umfangreiche Einblicke

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Die Ausstellung im Kabinett der

Villa Oppenheim bietet erstmals

Einblick in das umfangreiche

fotografische Werk Gerda

Schimpfs. Sie legt bewusst

den Schwerpunkt auf Frauenporträts

aus den 1930er- bis

1970er-Jahren. Rund zwei Dutzend

ausgewählte Fotografien

werden in der Villa Oppenheim

präsentiert. Sie zeigen prominente

Frauen und Berlinerinnen,

die nicht im Rampenlicht

der Öffentlichkeit standen:

Aufnahmen einer Mutter mit

ihrem Kind, einer Ärztin des Virchow-Krankenhauses

und einer

britischen Soldatin sind ebenso

zu sehen wie die erwähnten

Porträts von Louise Schroeder,

Eva Schwimmer oder Renée Sintenis.

Die Fotos werden ergänzt

durch persönliche Zeugnisse

und Arbeitsmaterialien Gerda

Schimpfs.

Die Ausstellung wird bis 23. April

im Museum Charlottenburg-Wilmersdorf

in der Villa Oppenheim,

Schloßstraße 55/Otto-Grüneberg-Weg,

14059 Berlin gezeigt.

Die Öffnungszeiten sind Dienstag

bis Freitag 10 bis 17 Uhr,

Samstag, Sonntag und Feiertage

11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist

frei. Der Zugang zum Museum ist

barrierefrei.

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Schlüsselhinterlegung unter hohen

Sicherheitsstandards erfolgt die Hilfe

im Notfall durch medizinisch geschulte

DRK-Mitarbeiter und nicht wie bei

vielen anderen Anbietern durch eine

Wach- und Schließgesellschaft. Bereits

über 5000 Kunden vertrauen diesem

Notrufsystem, bei dem die Hilfe auf

Knopfdruck sofort vor Ort ist. Weitere

Informationen bekommen Sie über

www.drk-berlin.de/hausnotruf, per

E-Mail service@drk-berlin.de oder telefonisch

030-600 300 800 von Montag

bis Freitag zwischen 7 und19 Uhr.

030/600 300

Unsere Angebote

Hausnotruf* & Mobilruf-Lösungen

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(z.B. Wassergymnastik, PEKIP etc.)

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12 | Gazette Charlottenburg | März 2017

RATGEBER

Nur wo Siegel drauf sind, ist Bio drin

Siegel von Anbauverbänden gehen über grundlegende Bio-Standards hinaus


Foto: monticellllo / fotolia

Der Marktanteil von Bio-Produkten

beträgt im Schnitt nur

3,7 Prozent. Das ist zu wenig.

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Darauf weist der Rat für Nachhaltige

Entwicklung auf seinem

Verbraucherportal www.nachhaltiger-warenkorb.de

hin. Er rät,

beim Einkauf auf das EU-Bio-Siegel

als Mindeststandard zu achten

und für eine gute Klimabilanz

saisonales Obst und Gemüse aus

der Region zu wählen.

Fakt 1: Das EU-Bio-Label

ist ein Mindeststandard

Im Laden erkennen Verbraucher

Bio-Produkte am nationalen

sechseckigen Bio-Siegel oder

dem grünen EU-Bio-Siegel, einem

stilisierten Blatt auf grünem

Grund. Nur Produkte, die nach

den Regeln der EG-Öko-Verordnung

produziert wurden, tragen

diese Zeichen. Grundsätze artgerechter

Tierhaltung und nachhaltiger

Anbau werden damit

garantiert. Tragen als nachhaltig

beworbene Eigenmarken von

Discountern und Supermärkten

das Siegel nicht, sollte man davon

ausgehen, dass die gesetzlichen

Mindeststandards nicht

erfüllt werden können. Siegel

von Anbauverbänden wie demeter,

Naturland, Bioland, Gäa oder

Biopark gehen über diese grundlegenden

Standards hinaus.

Fakt 2: Wenn Bio draufsteht,

ist auch Bio drin

Die Bezeichnungen „Bio“ oder

„Öko“ sind geschützt – Produkte,

die der EG-Öko-Verordnung

nicht entsprechen, dürfen mit

diesen Begriffen nicht gekennzeichnet

werden. Die EU-Richtlinien

schreiben vor, dass mindestens

95 % der Zutaten eines

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RATGEBER

Gazette Charlottenburg | März 2017 | 13

verarbeiteten Bio-Produkts aus

ökologischem Landbau stammen

müssen. Aus konventioneller

Landwirtschaft dürfen maximal

fünf Prozent der Zutaten

ergänzt werden – und auch nur

dann, wenn sie notwendig, aber

nicht in Bio-Qualität verfügbar

sind. Das ist zum Beispiel bei bestimmten

exotischen Früchten,

Gewürzen und Ölen der Fall.

Fakt 3: Die Bio-Tomate ist

nicht immer ökologischer

Wie umweltfreundlich Gemüse

und Obst tatsächlich ist, hängt

nicht nur vom Bio-Label ab.

Wichtig ist, wie, wann und wo es

erzeugt wurde. Außerhalb der

Saison haben z. B. auch Bio-Tomaten

eine schlechte Klimabilanz.

Wachsen sie hierzulande

im beheizten Treibhaus auf, fallen

rund 9,2 Kilogramm CO² pro

Kilogramm Tomaten an. Bei konventioneller

Erzeugung sind es

rund 9,3 Kilogramm. Am besten

schneiden saisonale Tomaten aus

der Region ab. Sie verbrauchen

rund 85 Gramm (konventionell)

bzw. 35 Gramm (bio) CO² je Kilogramm.

Beim Einkauf sollten

Verbraucher daher so oft es

geht saisonales Obst und Gemüse

aus der Region wählen. So

entfallen weite Transporte und

lange Lagerung. Wer direkt auf

dem Wochenmarkt kauft oder

beim Erzeuger eine Gemüsekiste

abonniert, vermeidet außerdem

unnötigen Verpackungsmüll. Der

Saisonkalender im Nachhaltigen

Warenkorb zeigt, was wann frisch

vom Feld verfügbar ist.

Fakt 4: Bio ist frei von Gentechnik

Der bewusste Einsatz von Gentechnik

ist bei Bio-Produkten

gesetzlich verboten. Wer Bio-Produkte

kauft, kann sicher sein,

dass diese die Toleranzgrenze

von 0,9 Prozent gentechnisch

veränderter Organismen (GVO)

nicht überschreiten. Der Wert

ergibt sich aus zufälligen oder

technisch unvermeidbaren Beimischungen

von GVO und muss

daher nicht ausgezeichnet werden.

Fakt 5: Bio nutzt der Umwelt

Wer Bio-Lebensmittel kauft,

unterstützt den ökologischen

Landbau und schont die Umwelt.

Bio-Landwirte verwenden

unter anderem keine chemischen

Pflanzenschutzmittel, wenig

Dünger und erhalten die Bodenfruchtbarkeit

durch Fruchtfolgen.

Das schont die Böden und fördert

die Artenvielfalt auf Wiesen und

Feldern. Durch die Anbaumethoden

werden Gewässer weniger

belastet und Pestizide und Düngemittel

müssen nicht aufwendig

aus dem Trinkwasser herausgefiltert

werden.

Der Nachhaltige Warenkorb

„Nachhaltig konsumieren ist

heute schon möglich“, so lautet

die Botschaft des Nachhaltigen

Warenkorbs des Rates für Nachhaltige

Entwicklung. Der Einkaufsführer

zeigt nachhaltige

Konsumalternativen auf und gibt

mit Faustregeln Orientierung für

konkrete Konsumentscheidungen

aus 16 Themenbereichen:

unter anderem zu Lebensmitteln,

Reisen und Mobilität, Wohnen

und Bauen, Haushalt und

Elektronik, Mode und Kosmetik

sowie Bewertungen von Siegeln

und Produktkennzeichnungen.

Der Warenkorb ist als Broschüre

erhältlich und im Internet sowie

als kostenlose App für Android,

iOS und Windows Phone. www.

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14 | Gazette Charlottenburg | März 2017

RATGEBER

Schädigen Bildschirme unsere Augen?

Vorsorge in jungen Jahren ist wichtig, ab 40 helfen Bildschirmbrillen

Aktuelle Studien belegen: Die

Nutzung von Computer, Laptop

und Smartphone wirkt sich auf

die Entwicklung unseres Sehens

aus. Zudem leiden 68 Prozent der

20- bis 30-Jährigen unter digitalem

Augenstress. Doch wenige

Menschen wissen, wann die Nutzung

elektronischer Geräte gefährlich

ist und was dagegen hilft.

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Auffällig ist, dass die Zahl der

Brille tragenden deutschen

Twens heute drei Mal so hoch

ist, wie noch vor 65 Jahren. Forscher

sehen darin einen direkten

Zusammenhang zum Gebrauch

von Bildschirmgeräten: Circa

37 Prozent der 21- bis 35-Jährigen

nutzen mehr als neun Stunden

täglich ein digitales Gerät.

Kinder und Jugendliche:

Aufenthalt im Freien beugt vor

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Digitaler Konsum kann bei jungen Menschen zu starker Kurzsichtigkeit

führen.

Studien zeigen, dass das Starren

auf den Monitor aus kurzen

Distanzen sowie fehlendes natürliches

Licht zu starker Kurzsichtigkeit

führen kann. Noch bis

zum 30. Lebensjahr regt beides

das Wachstum des Auges an: Es

wird länger als normal. Die gute

Nachricht ist: Ausreichende Pausen,

Bewegung im Freien und

regelmäßige Sehchecks begünstigen

eine gesunde Entwicklung

und geben Sicherheit bei der Einschätzung

der Sehleistung.

Bildschirmbrillen: Gegen

Verspannungen und Augenstress

Menschen ab 30 sind durch

Naharbeit nicht gefährdet. Ihr

Augapfel ist ausgewachsen. Allerdings

fallen Sehdefizite durch

die intensive Bildschirmarbeit

schneller auf. Mit zunehmendem

Alter sinkt die Elastizität

Vier Fakten und Tipps

für gesunde Augen:

1. 20 Prozent der Kinder in Deutschland

leiden unter unentdeckten

Sehfehlern, 60 Prozent ihrer Sehschwächen

werden zu spät erkannt.

TIPP: Kinder sollten spätestens

ab dem dritten Lebensjahr dem

Augenarzt vorgestellt werden, bei

Sehdefiziten der Eltern bereits ab

dem sechsten Monat.

2. Kurze Sehdistanzen und fehlendes

natürliches Licht begünstigen

Kurzsichtigkeit junger Menschen.

TIPP: Elektronische Geräte nicht unbegrenzt

nutzen und für genügend

Bewegung im Freien sorgen.

3. Je höher der Bildungsgrad desto

wahrscheinlicher ist die Kurzsichtigkeit.

TIPP: Jugendliche und Erwachsene

sollten ihre Sehleistung alle

zwei bis drei Jahre prüfen lassen.

4. Für knapp jeden dritten Computerarbeiter

gehören Augenbeschwerden

und Verspannungen

zum Alltag. TIPP: Bei Sehdefiziten

sorgen Bildschirmbrillen für gutes

Sehen und entspannte Haltung. Bei

Bedarf muss der der Arbeitgeber die

Kosten übernehmen.

der Linse. Je schlechter sie sich

Entfernungswechseln anpasst,

desto wichtiger wird eine Brille,

die exakt auf die Sehdistanz zum

PC abgestimmt ist. Das ist meist

ab 40 der Fall. Betroffene versuchen

oft, das verschwimmende

Bild durch das Vorneigen von

Kopf und Körper zu korrigieren.

Die verkrampfte Haltung

Impressum

Verlag

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Gazette Charlottenburg · März Nr. 3/2017 · 35. Jahrgang

Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Charlottenburg, Wilmersdorf,

Steglitz, Zehlendorf sowie Schöneberg & Friedenau.

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Redaktion Karl-Heinz Christ · redaktion@gazette-berlin.de

Nachrichten aus dem Rathaus: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf

Titelbild: Archiv Georg Kolbe Museum

Anzeigen Karin Keiser · ☎ (030) 822 34 93 · anzeigen@gazette-berlin.de

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Nächste Ausgabe April Nr. 4/2017 · Anzeigen-/Redaktionsschluss: 20.03.2017 · Erscheinung: 06.04.2017

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RATGEBER

Gazette Charlottenburg | März 2017 | 15

Bildschirmbrillen sind für Sehentfernungen zwischen 40 und

90 Zentimetern optimiert.

führt aber zu Verspannungen,

Rücken – und Kopfschmerzen

oder sogar zu Haltungsschäden.

Entlastung bringen Bildschirmbrillen.

Im Gegensatz zu Leseund

Gleitsichtbrillen sind sie für

Sehentfernungen zwischen 40

und 90 Zentimetern optimiert.

Schnelle Blickwechsel – wie sie

über 30.000 Mal täglich zwischen

Tastatur, Bildschirm und

Kollegen stattfinden – sind dann

wieder entspannt möglich.

Sehhilfe für den Job:

Arbeitgeber zahlt

„Ist eine Bildschirmbrille nachweislich

für den Job notwendig,

übernimmt laut Arbeitsschutzgesetz

§ 3 der Arbeitgeber die

Kosten“, so Jörg Feldmann von

der Bundesanstalt für Arbeitsschutz

und Arbeitsmedizin

(BAuA). Betroffene können sich

von einem vom Unternehmen

benannten Fachmann untersuchen

lassen. Zeigen die Ergebnisse,

dass eine normale Brille

für die Computerarbeit nicht

geeignet ist, hat der Arbeitnehmer

Anspruch auf eine spezielle

Bildschirmbrille. Detaillierte Informationen

zum Vorgehen und

den gesetzlichen Grundlagen

erhält jeder Beschäftigte beim

Betriebsrat oder bei der für das

Unternehmen zuständigen Berufsgenossenschaft.

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16 | Gazette Charlottenburg | März 2017

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