Photovoltaik Tagungsband - NachhaltigWirtschaften.at

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Wirtschaftlichkeit:

Ob das Geschäftsfeld Photovoltaik in sich auch positive Ergebnisse liefert, hängt von

mehreren Faktoren ab:

1.: Aufwand Personal: Pro Anlagenberatung inklusive Angebot, Förderabwicklung ca. 5

Stunden und Fahrtaufwand

2.: Deckungsbeiträge pro Anlage: Die DBs werden von drei Faktoren limitiert: Marktpreis und

EK-Preis, sowie Förderhöhe. Das ist ein Spezifikum der PV Branche, denn nur bei einer

wirtschaftlichen Amortisation von max. 15 Jahren werden auch Anlagen gekauft. Diese

Amortisation wird allerdings von den Förderungen vorgegeben.

3.: Risikoabdeckung: Leistungsgarantien bis 25 Jahre erfordern auch die Sicherheit des

wirtschaftlichen Überlebens des Vorlieferanten. Aus den geringen Margen ist der Aufbau von

Reserven schwierig.

4.: Marketingaufwand: Der derzeit eher geringere Posten bei diesem Geschäftsfeld, da die

Nachfrage enorm ist. Dennoch Messeauftritte, Ausstellungen, Hausmessen, Internet etc.

schmälern die Erträge.

5.: Exportgeschäft / Streckengeschäft: Die Funktion als Großhändler ist zwar mit weniger

Aufwand verbunden, doch dazu bedarf es den Zugang zu hochqualitativen Modullieferanten.

Hier sind die zu erwartenden Margen noch deutlich geringer als im Direktgeschäft.

In Summe kann man sagen:

Bei einer seriösen Kalkulation des Geschäftsfeldes PV ist es rein mit der Installation von PV

Anlagen in Österreich nur schwer möglich, positiv zu bilanzieren. Nur wer über seriöse

Zulieferer, relativ große Mengen und ein intaktes Exportgeschäft verfügt, hat gute Chancen

auch wirtschaftlich zu überleben – sofern die Förderstellen das zulassen!

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