Wir übernehmen Verantwortung. Für Mensch und Natur - Rheinkalk

rheinkalk.de

Wir übernehmen Verantwortung. Für Mensch und Natur - Rheinkalk

Wir übernehmen Verantwortung. Für Mensch und Natur


1

Deutschland ist ein rohstoffarmes Land.

Viele für die Industrie und die Wirtschaft

wichtige Rohstoffe müssen importiert werden,

oft unter Bedingungen, die die Weltmärkte

diktieren. Zwei natürliche Rohstoffe, die für

praktisch alle Produkte und Produktionsprozesse

unverzichtbar sind, gibt es allerdings

hierzulande – und das auch in der von den

Abnehmern benötigten Menge und Qualität:

Kalkstein und Dolomit.

Kalkstein und Dolomit sind Naturprodukte,

die entweder nach entsprechender Aufbereitung

direkt verwendet werden oder in großen

Öfen zu gebrannten Produkten nämlich

Branntkalk, Kalkhydrat, gebranntem Dolomit

oder Sinterdolomit weiterverarbeitet werden.

Kalkstein und Kalk werden eingesetzt in der

Eisen- und Stahlindustrie, um aus Eisenerz

im Hochofen Eisen zu erschmelzen und aus

sprödem Eisen dann biegsamen Stahl zu

produzieren.

Im Umweltschutz wird Kalk in der Luftreinhaltung,

der Trinkwasseraufbereitung und der

Abwasserbehandlung eingesetzt. Die Chemische

Industrie braucht Kalk und Kalkstein

als Reaktionsmittel sowie bei der Herstellung

von Arzneimitteln, Zahncreme und Kosmetika,

Farben und Lacken, für die Soda-, Waschmittel-

und Glasherstellung. Kalk in der Papierindustrie

macht hochwertige Papiere besonders

weiß und gut beschreibbar.

In der Bauwirtschaft werden Kalkprodukte

gebraucht für die Produktion von Kalksandsteinen,

Porenbeton und für viele Baustoffe in

Hochbau und Straßenbau. Land- und Forstwirtschaft

machen mit Kalk auf natürliche

Weise die Böden nährstoffreich und den Wald

wieder gesund. Kurzum: Ohne Kalkstein und

Dolomit müssten wir auf viele Dinge unseres

täglichen Lebens verzichten.

1 2

Wir übernehmen Verantwortung. Für Mensch und Natur.

Diese vielen Anwendungsmöglichkeiten sind

den Menschen seit Jahrhunderten bekannt.

Aber erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts

begann die industrielle Gewinnung von Kalkstein

und Dolomit und die Herstellung von

gebrannten Produkten im großen Maßstab.

Für die Menschen in den Abbauregionen

bedeuten die Aktivitäten der Kalkindustrie auf

der einen Seite eine beständige Wirtschaftskraft

vor Ort mit Einkommen sowohl für die

Mitarbeiter der Unternehmen als auch für die

Kommunen. In der Rheinkalk-Gruppe sind

1.100 Menschen beschäftigt. Auf deren Können

und Qualifikation kommt es an, um im Wettbewerb

erfolgreich zu sein.

Dazu trägt auch die eigene Ausbildung der

Rheinkalk-Gruppe bei. Mit etwa 85 Auszubildenden

liegt die Ausbildungsquote bei

Rheinkalk doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt.


1887

Gründung der Rheinisch-Westfälischen Kalkwerke

(RWK) in Dornap

1889

Gründung der Lhoist-Gruppe in Belgien

1896

Gründung des Hönnetaler Kalkwerks in Menden

1896

Gründung der Sauerländischen Kalkindustrie

in Brilon-Messinghausen

1902

Gründung der Grevenbrücker Kalkwerke

1903

Gründung der Rheinischen Kalksteinwerke (RKW)

in Wülfrath

1909

Gründung der Dolomitwerke Hagen-Halden

Ab 1930

Beginn der Mechanisierung und Rationalisierung

in den Betrieben

1934

Beginn der Kalkbrennerei bei Akdolit in Pelm

1935

Aufschluss des Steinbruchs der Harzer Dolomitwerke

in Scharzfeld

1993

Lhoist übernimmt 50 % an der RWK-Gruppe

1996

Lhoist kauft 24,9 % von RKW. Lhoist übernimmt

RWK zu 100 %

1997

RKW gehört zu 100 % zur Lhoist-Gruppe

1999

Aus RKW und RWK mit ihren Werken und Tochtergesellschaften

entsteht Rheinkalk mit Sitz in Wülfrath;

Zuständigkeitsbereich ist der deutsche Markt

3 4

Andererseits gehen mit der Kalksteingewinnung

auch Veränderungen der Landschaft

einher, die in großflächigen Abbaugebieten

mit Halden und Absetzbecken für nicht verwertbare

Boden- und Gesteinsmassen deutlich

werden. Sehr früh hat die Rheinkalk-Gruppe

deshalb ihre Abbaumaßnahmen durch landschaftsgerechte

Rekultivierung und planmäßige

Renaturierungsprojekte begleitet und

erheblich in Folgenutzungen investiert.

Steinbrüche sowie Halden und Sedimen-

tationsbecken gewinnen dabei in unserer

durch den Menschen geprägten Umwelt eine

immer größere Bedeutung als Rückzugsraum

für seltene oder auch bedrohte Tier- und

Pflanzenarten.

Mit der vorliegenden Broschüre möchte Rheinkalk

einen Einblick in das breite Spektrum

der Maßnahmen geben, die seit vielen Jahrzehnten

umgesetzt werden. Kalksteinabbau

und Verantwortung für Mensch und Natur: Ja!

Auch dafür steht Rheinkalk. Die Bürger sind

eingeladen, die zurückgegebenen Flächen

intensiv für Erholung und Hobby zu nutzen, um

die Natur mit Freude zu erleben. Für weitergehende

Informationen stehen Ihnen unsere

Fachleute in den Werken sowie die Ansprechpartner

auf der Rückseite dieser Broschüre

gern zur Verfügung.

Ludwig de Mot Michael Liell Dr. Burkhard Naffin

5

1 Hauptverwaltung in Wülfrath

2 Die erste Verwaltung nach der Jahr-

hundertwende 3 Mitarbeiter 1909

4 Werk Hönnetal 5 Schwerlastkraftwa-

gen im Werk Dornap


1

Kalkstein und Dolomit sind die häufigsten

Carbonatgesteine der Erdoberfläche. Zum

größten Teil entstanden sie in den warmen

Flachmeeren der Tropen und Subtropen –

zum Beispiel in Korallenriffen. Was ist aber

mit den Carbonatgesteinen in Deutschland?

Sind sie etwa auch in wärmeren Gegenden

entstanden? Eine Antwort auf diese Fragen

liefert uns ein Blick in die Erdgeschichte.

Die Kontinente vor 370 Millionen Jahren Die Kontinente heute – 2007

Die Entstehung – Am Anfang war das Meer

Devon Holozän

Mitteleuropa

2

Über einen unvorstellbar langen Zeitraum haben

geologische Prozesse das Oberflächenbild

der Erde grundlegend verändert. Landmassen

und Ozeane haben sich in ihrer Ausdehnung

und Verteilung über den Erdball ständig entwickelt.

Der Globus von vor 70 Millionen

Jahren hat mit der heutigen Erdkugel wenig

gemeinsam. Vergeblich wird man nach

markanten Konturen wie Afrika oder Indien

suchen – von Europa ganz zu schweigen.

Im Verlauf der Erdgeschichte hat auch der

europäische Kontinent immer wieder Gelegenheit

gehabt, einmal ein Meeresraum im

Bereich der Tropen zu sein. Dann wiederum

wurden Teile Europas zu Festland, in dem

Gesteine durch Erosion wieder abgetragen

wurden. Das heutige Bild von Europa ist nur

eine Momentaufnahme im ständig wiederkehrenden

Prozess von Ablagern und Abtragen

von Werden und Vergehen.

Die Erdkruste ist in Platten gegliedert.

Weil diese Platten einer ständigen Bewegung

unterliegen, kommt es zu Kollisionen.

Dabei schieben die Kontinentalplatten teilweise

die jungen Ablagerungen der Meeresbereiche

zusammen und türmen Gebirge auf.

Deshalb findet man Muscheln auf den

höchsten Gipfeln der Alpen, aber auch

kilometertief im Innern der Erde.

Durch unvorstellbare Kräfte werden

die ehemaligen Meeresablagerungen

innerhalb der Erdkruste gebrochen,

gefaltet und gegeneinander versetzt.

Es entstehen Bruchzonen, an denen heißes

Grundwasser die Gesteine mit fremden Stoffen

verändert, die es in anderen Regionen gelöst

und von dort mitgebracht hat. So ist aus Kalkstein

zum Beispiel Dolomit entstanden.


Riffbildende Organismen schaffen

devonischen Massenkalk

Rheinkalk veredelt Carbonatgesteine unterschiedlicher

Entstehungsbedingungen.

Manche sind durch den Stoffwechsel von

Organismen wie Algen entstanden, andere

durch das Anhäufen von Skelettteilen von

Organismen. Auch in der Erdkruste vollständig

zu Dolomit umgewandeltes Calciumcarbonat

wird von Rheinkalk zu hochwertigen Produkten

verarbeitet.

Das Alter der firmeneigenen Lagerstätten

reicht von 70 Millionen Jahren (Devon) bis

90 Millionen Jahre (Kreidezeit). Der überwiegende

Teil gehört zum sogenannten Massenkalkgürtel

des Rheinischen Schiefergebirges.

Dieser beinhaltet Lagerstätten in der Eifel,

in Wuppertal und Wülfrath, weiter östlich in

Hagen, im Hönnetal und bei Brilon sowie in

Lennestadt-Grevenbrück.

Kaum vorstellbar:

Vor etwa 70 Millionen Jahren liegt dieser

Bereich südlich des Äquators. An Land

bewegen sich die ersten Wirbeltiere und die

ersten geflügelten Insekten. Landpflanzen

breiten sich aus. Stellen wir uns einen flachen

Meeresraum vor, der im Norden von einer

Landmasse begrenzt wird. Es herrschen

tropische Bedingungen. In gut durchlichteten

Flachwasserregionen siedeln die Riffbildner

– sogenannte Stromatoporen und bestimmte

Korallenformen. Sie nutzen das im Wasser

vorhandene Calciumcarbonat für den Bau

ihrer kalkhaltigen Gehäuse und Skelette.

Immer wieder kommt es zu Absenkungen

des Meeresbodens infolge von Prozessen in

der Erdkruste, zum Beispiel durch Erdbeben.

Die Riffbildner kompensieren diese Veränderungen

durch Wachstum und bauen nach und

nach mächtige Riffe auf – der Massenkalk

entsteht.

Irgendwann überwiegt jedoch das Absinken

des Meeresbodens. Die Riffe sterben ab und

werden mit feinkörnigeren Ablagerungen

bedeckt. Aus diesen Sedimenten bilden sich

die den Kalkstein überdeckenden Schieferschichten.

Zusammen mit den älteren und

den jüngeren Schiefern wird der Riffkalkstein

schließlich in den Tiefen der Erdkruste verfaltet,

wieder heraufgehoben und teilweise durch

Wind und Wasser abgetragen. Heute liegt der

Massenkalk in Westdeutschland wieder oberflächennah

an der Erdkruste, teilweise noch in

Schiefergesteine eingepackt oder von Böden

bedeckt.

3

5

4

1 Gastropode im Massenkalk 2 Riffkorallen

3 Eulenkopf – Leitfossil des Mitteldevons

4 Große knollige Stromatopore

– Riffbildner im Mitteldevon


1

Im südlichen Niedersachsen gibt es Kalkstein

aus Perm und Jura

Neben den Skeletten von Organismen können

unter bestimmten Bedingungen auch Rundkörper

mit konzentrisch angelegten Calciumcarbonatschalen

entstehen, sogenannte

Ooide. Die Größe dieser Rundkörper liegt in

den meisten Fällen im Bereich von wenigen

Millimetern. Treten sie aber massenhaft auf,

können sie wie Sande durch Verfestigung bzw.

Zementation Gesteine bilden. Aus solchen

Ablagerungen sind der permische Staßfurtdolomit

und der jurazeitliche Korallenoolith

hervorgegangen, die jeweils von den Rheinkalk-Werken

Scharzfeld und Salzhemmendorf

abgebaut werden.

Auch hier ist der Kalkstein zunächst in warmen

Flachmeeren entstanden. Der Korallenoolith

ist vor etwa 150 Millionen Jahren

gebildet worden, zur Zeit der Dinosaurier und

des Urvogels Archeopterix. In dieser Zeit lag

der Ablagerungsraum bereits nördlich des

Äquators.

Die Meeresablagerungen der oberen Jurazeit

findet man heute überwiegend in Süddeutschland

auf der Schwäbischen Alb wieder.

Einzelne Vorkommen liegen aber auch in

Niedersachsen, z.B. in Salzhemmendorf.

2


3 4 5

Das Münsterland birgt Kalkstein aus der

Kreidezeit

Rund 70 Millionen Jahre später ist der norddeutsche

Raum wieder von einem warmen

Flachmeer bedeckt. Die Dinosaurier sterben

bald aus. Im Meerwasser schwimmen neben

Ammoniten auch Kleinstlebewesen (Plankton).

Auch sie bauen ihr Skelett aus Calciumcarbonat

auf. Nach dem Absterben sinken die

Skelettteile auf den Meeresboden.

Daraus bilden sich mächtige Kalkschlammablagerungen.

Diese Ablagerungen der Oberen

Kreidezeit bestimmen auch die Landschaft des

Münsterlandes. Hochwertige Kalksteine aus

der Kreidezeit baut Rheinkalk im Werk Middel

in Rheine ab.

Kalksteine und Dolomite, die die Natur und die

Erdgeschichte in die beschriebenen Regionen

Deutschlands gebracht hat, werden von Rheinkalk

an verschiedenen Standorten fachmännisch

und sorgfältig abgebaut. Dabei kommen

die besten und modernsten Verfahren zum

Einsatz, um mit der uns anvertrauten Natur

und Landschaft so schonend wie möglich

umzugehen.

Aber auch die Menschen in der Nachbarschaft

der Werke sollen so wenig wie möglich beein-

trächtigt werden.

In den letzten Jahrzehnten sind deshalb

zwischen 17 und 5 Prozent der jährlichen

Investitionsausgaben der Rheinkalk-Gruppe

in Umweltschutzprojekte investiert worden.

Umweltschutzmaßnahmen haben bei Rheinkalk

schon immer einen hohen Stellenwert

gehabt.

Mit Millionenbeträgen werden die Rheinkalk-

Werke ständig auf dem Stand der Umwelttechnik

gehalten. Große Summen fließen aber

auch in die sogenannte „Grüne Seite“. Über

beispielhafte Projekte wird auf den nächsten

Seiten berichtet.

7

1 Rauchquarz 2 Archeopterix in Soln-

hofener Plattenkalk 3 Kalkstein bis zur

Oberfläche 4 Höckerartige Karstformati-

on 5 Sedimentgang im Kalkstein


Raimo Benger, Geschäftsführer Wirtschaftsverband

Baustoffe - Naturstein

e.V., Köln, und Siegfried Schuch, Vorsitzender

NABU Rheinland-Pfalz, Mainz

„Unsere gemeinsame Erklärung zur

nachhaltigen Rohstoffsicherung in

Deutschland soll eine langfristige

Rohstoffsicherung in dem Sinne fördern,

dass Rohstoffsicherung und Rohstoffabbau,

Naturschutz und soziale Entwicklung

keine Gegensätze mehr sein

müssen und für bisher strittige Punkte

gemeinsam erarbeitete Lösungswege

angestrebt werden.“

Steinbrüche – Grundstein für Wachstum und Leben

In Wülfrath zum Beispiel – dem Sitz der

Hauptverwaltung von Rheinkalk – wurde bis

Ende des 19. Jahrhunderts Kalkstein in sehr

kleinen Mengen gewonnen und fast ausschließlich

zur landwirtschaftlichen Nutzung

verwendet oder zu Baustoffen verarbeitet.

Die industrielle Nutzung des Gesteins begann

kurz vor der Wende zum 0. Jahrhundert

durch die „Thyssen & Co., Abteilung Kalkwerke

Wülfrath“. Im Steinbruch Schlupkothen und im

Bochumer Bruch, die beide etwa km östlich

des Stadtkerns von Wülfrath liegen, wurde

bis 1958 Kalkstein im Tagebau gewonnen und

gebrochen.

Die um 1900 schnell wachsende Stahlproduktion

in den Hüttenwerken August Thyssens

erforderte eine gesicherte Versorgung mit

großen Mengen von Kalk und Kalkstein, der

als Schlackenbildner in den Hochöfen oder als

Zuschlagstoff im Stahlprozess benötigt wird.

8

Deshalb wurde schon bald nach Aufschluss

des Steinbruchs Schlupkothen auch die Kalksteinlagerstätte

bei Flandersbach gesichert

und aufgeschlossen, wo das erheblich größere

Vorkommen an hochwertigen Kalksteinen

liegt. Über die Angertalbahn konnte gleichzeitig

eine leistungsfähige Anbindung zu den

Stahlwerken an der Ruhr geschaffen werden.

In Flandersbach wurden seit 190 in insgesamt

drei Steinbrüchen schon über 500

Millionen Tonnen Kalkstein abgebaut und im

Kalkwerk verarbeitet. Der Steinbruch Rohdenhaus

ist mit einer Flächenausdehnung von

etwa 190 ha der größte Kalkstein-Tagebau in

Europa.

Ein weiteres Standbein der Rohmaterialversorgung

für das Werk Flandersbach bildet

der neue Steinbruch Silberberg, der zurzeit

aufgeschlossen wird und über mehr als vier

Jahrzehnte gemeinsam mit Rohdenhaus

ausreichende Kalksteinmengen liefern wird.

Auch wenn die Ausschöpfung der Lagerstätten

in Wülfrath noch in weiter Ferne liegt, wird

zwangsläufig der Tag kommen, an dem die

letzten Vorräte der betriebenen Steinbrüche

abgebaut sind.

Welche Entwicklung die großen Steinbrüche

während der Betriebsphase und auch danach

durchlaufen, ist in Wülfrath bereits heute

gut zu erkennen: Der Steinbruch Silberberg

steht am Anfang seiner Entwicklung und wird

zunehmend Flächen in Anspruch nehmen, die

bisher landwirtschaftlich genutzt werden oder

auch für die Naherholung dienen.

Dieser Eingriff in den Naturhaushalt wird

durch begleitende, z.T. bereits durchgeführte

Maßnahmen ausgeglichen. Ein Folgenutzungskonzept

besteht bereits.

1


Die Kalksteingewinnung in Rohdenhaus wird

seit vielen Jahren betrieben. Der Steinbruch

hat seine flächenmäßige Endausdehnung

nahezu erreicht und ist in Teilbereichen schon

einer weiteren Nutzung zugeführt worden.

Er dient im Südfeld zur Ablagerung von nicht

verwertbaren Abraummassen, die bei der

Kalksteingewinnung beseitigt werden müssen.

Andere Bereiche sind bereits erfolgreich

rekultiviert und von der Natur zurückerobert.

Der etwa 100 ha große Steinbruch Prangenhaus

wird seit 1998 als sogenanntes Sedimentationsbecken

genutzt. Hier wird das aus

der Gesteinswäsche kommende lehmhaltige

Brauchwasser recycelt, bevor es erneut in

der Gesteinswäsche benutzt wird. So findet

das kostbare Gut Wasser im Kreislauf immer

wieder Verwendung.

2

Die Morphologie des Steinbruchs mit seiner

türkisfarbenen Wasserfläche bietet ein spektakuläres

Bild, das im Rahmen der Veranstaltung

„illumina 00 “, durch Künstler mit Ton

und Licht in Szene gesetzt, viele Tausende

Besucher über eine Woche lang begeisterte.

Auch für den Steinbruch Dachskuhle ist die

betriebliche Nutzung noch nicht abgeschlossen.

Dennoch ist ein wesentlicher Bereich der

Betriebsfläche zurzeit als aufregender Geländewagen-Parcours

gestaltet.

Natürlich mit Rücksicht auf die Natur

Der Steinbruch Schlupkothen ist seit 1958

stillgelegt und inzwischen ein Naturschutzgebiet

mit einer Ausdehnung von etwa 1 ha.

Dieses Gebiet ist durch einen Zaun vor Zutritt

durch den Menschen gesichert und beherbergt

heute eine vielfältigere Flora und Fauna als

vor Beginn des Abbaus. Den Menschen steht

Schlupkothen zur Naherholung dennoch zur

Verfügung: Über den EUROGA-Rundwanderweg

ist der ehemalige Steinbruch mit anderen

Kulturstätten an Maas und Rhein verbunden.

Der benachbarte Bochumer Bruch, ebenfalls

3

seit etwa 50 Jahren nicht mehr betrieben, ist

inzwischen auch ein ökologisches Juwel, das zudem

als Freizeit- und Kulturstätte genutzt wird.

Sportkletterer des deutschen Alpenvereins finden

hier Übungsfelsen. In einem Zeittunnel wird

den Besuchern die Geschichte der Kalkstein-

entstehung und -gewinnung erläutert, um am

Ende des Tunnels einen beeindruckenden Blick

in die Historie der Kalkindustrie zu werfen.

Auch am zweitgrößten Standort der Rheinkalk-

Gruppe, dem weiter östlich gelegenen Hönnetal,

ist die Entwicklung ähnlich verlaufen. Auch hier

wird seit über 100 Jahren hochwertiger Kalkstein

abgebaut und zu Branntkalk veredelt. Der

Ingenieur Emil Hessmann erkannte bereits damals

die zunehmende Bedeutung des Kalksteins

für die wachsende Industrie an Ruhr und Sieg.

Der derzeit betriebene Steinbruch Asbeck ist

mit 1 0 ha der größte von fünf Steinbrüchen.

Die Steinbrüche „Emil“ und „Martha“, benannt

nach dem Werksgründer und seiner Frau,

wurden stillgelegt und der Folgenutzung zugeführt.

Abgebaute Bereiche dienen heute als

Sedimentationsbecken.

4

9

1 Flandersbach 2 Dornap 3 Hönnetal

4 Salzhemmendorf 5 Middel

5


Sven Kübler, AG Natur+Umwelt Haan

„Die ehemalige Grube 7 von Rheinkalk

in Gruiten ist ein gutes Beispiel für

eine funktionierende Zusammenarbeit

von ehrenamtlichem Naturschutz und

Abgrabungsindustrie zum Wohle des

Artenschutzes.“

1

2

Flora und Fauna – Geschütztes Leben im Steinbruch

In Landschaften, die von Menschen genutzt

werden, sind Pflanzen und Tiere Lebensbedingungen

unterworfen, die sich ständig

verändern. Vor allem durch die fortschreitende

Technisierung und Nährstoffanreicherung

entstehen Kultur- und Industrielandschaften

ohne eigenständigen Charakter. So werden oft

auch altansässige Pflanzen- und Tierarten verdrängt,

während andere, häufig als

„Allerweltsarten“ bezeichnete Arten zunehmen.

Dies gilt gleichermaßen für Wohnbebauungen,

land- und forstwirtschaftliche Nutzungen

und Industrieansiedlungen.

10

Eine von Laien oft nicht erwartete Umkehr

dieser Entwicklung lässt sich in den Steinbrüchen

der Kalkindustrie beobachten. Durch den

Aufschluss wie auch durch die Renaturierung

von Steinbrüchen entstehen hier die unterschiedlichsten

Lebensraumtypen, die für viele

der als selten oder sogar als gefährdet einzustufenden

Pflanzen- und Tierarten wertvolle

Ersatzlebensräume bieten. Gesteinsabgrabungen

sind geprägt durch zunächst vegetationsfreie

nährstoffarme Fels- und Rohbodenflächen,

die fast alle Bodenarten von extrem

trockenen bis zu nassen oder wechselfeuchten

sowie sonnen- als auch schattenexponierten

Standorten umfassen. Dadurch eröffnen sie

Ansiedlungsmöglichkeiten für unterschiedlichste

Pflanzen- und Tierarten.

Steinbrüche sind wertvolle Lebensräume

Aufgrund zahlreicher Untersuchungen ist heute

nachgewiesen, dass in Steinbrüchen bereits

während ihres Betriebes und insbesondere

im Zuge ihrer relativ ungestörten natürlichen

Entwicklung Biotope und Lebensgemeinschaften

entstehen — Biotope, deren Existenz

in unseren Kulturlandschaften durch unmittelbare

Eingriffe, Entwässerungsmaßnahmen,

Nährstoffeinträge usw. vielfach bedroht sind.


3

Beispielhafte Biotope in Nordrhein-Westfalen

sind Felsbildungen, naturnahe Blockschutthalden,

Magerwiesen, Trocken- und Halbtrockenrasen,

Gebüsche trockenwarmer Standorte

sowie Schlucht-, Block- und Hangschuttwälder.

Aber auch temporäre Kleingewässer,

naturnahe Verlandungsbereiche sowie Höhlen

und Stollen ergeben neue Refugien für Tiere

und Pflanzen. Sie alle gelten als schutz-

würdige bzw. gefährdete Biotope, die für die

heimische Flora und Fauna eine bedeutende

Rolle spielen. Hier gedeihen verschiedene

seltene Orchideen- und Nelkenarten sowie

andere geschützte und gefährdete Blüten-,

Farn- und Moospflanzen.

4

11

5

1 Habichtskraut 2 Stendelwurz

3 Renaturierter Steinbruch 4 Gewöhn-

liche Akelei 5 Bienenragwurz


Entwicklung Uhu-Population

2005 - 2007

Brutpaare Jungvögel

2005 8 18

2006 10 14

2007 14 22

1

Kreuzkröte und Geburtshelferkröte

fast nur noch in Steinbrüchen

In den Steinbrüchen, auf den Abraumhalden

und in den Sedimentationsbecken findet sich

aber auch eine große Vielfalt an Tierarten.

Die großen, ungestörten Waldflächen bieten

etwa Rehen und Wildschweinen Nahrung und

Deckung. Aber auch Feldhasen sind auf den

Freiflächen heimisch. In den Steinbrüchen

finden auch viele anspruchsvolle Tierarten,

die auf spezielle Wohnbedingungen und Standorte

angewiesen sind, ihre ökologische Nische.

Abgrabungsgebiete stellen zum Beispiel für

die Kreuzkröte und Geburtshelferkröte einen

Hauptverbreitungsschwerpunkt dar und signalisieren

hiermit deren herausragende Bedeutung

als geschützte Lebensräume. Aber auch

zahlreiche andere in unserer Kulturlandschaft

gefährdete Arten wie Schmetterlinge, Heuschrecken,

Wildbienen oder Laufkäfer finden

in Steinbrüchen wertvolle Ersatzbiotope.

1

2

Uhu zurück im Bergischen Land

Darüber hinaus stellen Abgrabungsgebiete

auch für Artengruppen, die Ansprüche an

großflächige Ökosysteme haben, einen

wichtigen Lebensraum dar. Insbesondere für

Vogelarten wie Wanderfalke, Steinschmätzer

oder Uhu, die in den Steinbruchwänden

geeignete Bruthabitate vorfinden, sind sie

heute unverzichtbar. Durch die Steinbrüche im

niederbergischen Kalkrevier hat der Uhu,

unsere größte heimische Eulenart, mittlerweile

wieder eine hohe Populationsdichte

entwickeln können. Um diesen guten Zustand

zu erhalten, engagiert sich Rheinkalk maßgeblich

in einem „Uhu-Projekt“. Hierbei arbeiten

alle Steinbruchbetreiber des niederbergischen

Raumes sowie die Stadt Wuppertal und der

Kreis Mettmann zusammen. Durch lang-

fristige Beobachtungen sollen Erkenntnisse

über Brut- und Ernährungsgewohnheiten des

Uhus sowie sein Jagd- und Revierverhalten

gewonnen werden.

3


Ziel ist es, Empfehlungen zur zukünftigen

Bestandserhaltung ableiten zu können, um die

in diesen Raum zurückgekehrte Art Uhu langfristig

stabil zu erhalten. Immerhin galt der

Uhu in dieser Region bis vor einigen Jahren

noch als ausgestorben.

Von großer Bedeutung sind aber auch Felsspalten,

Höhlen und alte Stollenbauwerke

für Fledermäuse. In den Steinbrüchen des

Bergischen Landes sind regelmäßig diverse

Fledermausarten – u. a. der Große Abendsegler

und die Wasserfledermaus – zu beobachten,

die in den Spaltensystemen Sommer- wie

auch Winterquartier finden. Die ganzjährig

in der Region vertretene Wasserfledermaus

nutzt diese Gebiete auch als Paarungsquartier.

Die meist insektenreichen, teilweise wasserbestandenen

Sohlflächen bieten den hier

lebenden Tieren ideale Reviere für ausgiebige

Nahrungsflüge.

Neu geschaffene Biotope ersetzen

ursprüngliche Habitate

Grundsätzlich bieten Steinbrüche zahlreichen

seltenen Pflanzen- und Tierarten, die aus

ihren angestammten Lebensräumen verdrängt

werden, neue Besiedlungsmöglichkeiten. Neben

den genannten Standortfaktoren wird dies

begünstigt vor allem durch die Vielfältigkeit

des Lebensraumes Steinbruch, die hohe Dynamik

der natürlichen Entwicklung unterschiedlicher

Lebensräume sowie besonders auch

die weitgehend ungestörte Besiedlung und die

biologische Vielfalt eines Steinbruchs.

Um dieses Entwicklungspotenzial zu nutzen

und zu fördern, werden bereits während der

Abbauphase von Rheinkalk vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten

genutzt. Zu nennen

sind hier insbesondere Erhalt von Felsköpfen,

Variation von Böschungsneigungen sowie die

Anlage von Schuttkegeln, Steinriegeln und

Laich-Gewässern.

Die Anlage von offenen Landflächen bietet

dem Uhu ein sicheres Jagdrevier und begünstigt

die Entwicklung von Faltern, Bienen und

Orchideen gleichermaßen. Zur Förderung und

zum Erhalt der Wertigkeit von Steinbrüchen

als Sekundärbiotope werden die Schaffung

und Pflege einer Vielzahl unterschiedlicher

Standorte und Habitate umgesetzt.

Hierbei kommt es auf die ungestörte, natürliche

Weiterentwicklung stillgelegter Abbauflächen,

aber auch auf zielgerichtete und lokal

begrenzte Maßnahmen an. Rheinkalk hat in

vielen Jahrzehnten bewiesen, auch in diesem

Bereich über fundiertes Know-how zu verfügen.

4

1

5

1 Kreuzkröte 2 Junge Uhus 3 Bergmolch

4 Flußregenpfeifer 5 Großer Abendsegler


Barbara Lorenz-Allendorf,

Bürgermeisterin von Wülfrath

„Mit der Wiederherrichtung des

Tillmannsdorfer Sattels setzt Rheinkalk

erneut einen kulturellen Akzent,

der nahtlos an die vom Unternehmen

geförderten Projekte Zeittunnel

und Illumina anschließt.“

Kulturerbe und Denkmalschutz – Dokumente der Vergangenheit

Denkmal ins rechte Licht gerückt

Der „Tillmannsdorfer Sattel“ ist eine besonders

schöne Kalkstein-Formation, die ursprünglich

vor mehr als 00 Millionen Jahren

abgelagert wurde. Als sich später das Rheinische

Schiefergebirge bildete, wurden auch

die Kalksteinbänke in ihrer heute sichtbaren

Erscheinungsform aufgefaltet. Der sogenannte

„Tillmannsdorfer Sattel“ entstand, und da

diese Falte zudem auch geologisch besonders

informativ ist, hatte die Leitung des Rheinkalk-

Werkes Dornap entschieden, dieses zwischen

Wülfrath und Wuppertal-Dornap liegende

Naturdenkmal besser zur Geltung zu bringen.

Heute erstrahlt das Geotop im neu gestalteten

Umfeld in ganz neuem Glanz. Durch Halogenleuchten

wird der „Tillmannsdorfer Sattel“

auch bei Dunkelheit farbig angestrahlt und im

wahrsten Sinne des Wortes ins rechte Licht

gerückt — ein weiterer Beweis dafür, dass

Denkmalschutz und Kulturerbe bei Rheinkalk

einen hohen Stellenwert haben.

1

Schon vor mehr als 50 Jahren hat das Unternehmen

die regionale Kulturszene gefördert:

Alle zwei Jahre kamen Maler, Grafiker und

Bildhauer zum „Tag der Kunst“ in die Kalk-

stadt Wülfrath, um in der Industrielandschaft

und insbesondere in den Steinbrüchen der

Kalkwerke Motive für ihre künstlerische Arbeit

zu entdecken. Da die Menschen in der Nachkriegszeit

aber andere Sorgen hatten, als

Kunstobjekte zu erstehen, erwarb Rheinkalk

oft die Gemälde und stellte sie in den eigenen

Büroräumen aus. So manche künstlerische

Laufbahn nahm bei Rheinkalk ihren Anfang

und manche Existenz junger Künstler wurde

so gesichert.

1 2

„Weltsensation in Wülfrath“

So hieß 1999 die Schlagzeile in einer Zeitung.

Aber mit bloßem Auge war nichts zu erkennen,

handelte es sich doch um fossile Pflanzenfunde,

die mikroskopisch klein sind. Beim

Kalksteinabbau im Steinbruch Rohdenhaus-

Süd waren Rheinkalk-Mitarbeiter auf eine

hundert Millionen Jahre alte Höhle gestoßen.

Dort entdeckten sie botanische Fossilien, die

dann durch die Fachleute des Geologischen

Dienstes untersucht wurden. Für die Experten

war der Fund übrigens ein echter Glücksfall,

bot er doch einen seltenen Einblick in die

Pflanzenwelt der Urzeit. Während der wissenschaftlichen

Untersuchungen ruhten die

Abbauarbeiten im Bereich der Fundstelle.

Einige Jahre später – im September 00 –

wurde bei Erweiterungsarbeiten diesmal im

Steinbruch Rohdenhaus-Nordost eine Reihe

von Holzresten sowie Holzeinbauten entdeckt.

Bei näherer Betrachtung fanden sich knapp

unter der Geländeoberfläche zwischen

Kalkstein und Schiefer insgesamt ähnliche

Fundstellen. Schnell wurde klar, dass es sich


hier um einen archäologischen Fund von historischen

Bergbauschachthölzern sowie teilweise

behauenen Spaltbohlen und Rundhölzern

handelte. Diese historischen Bergbauschächte

wurden im Mittelalter vermutlich zur Gewinnung

von Bleiglanz und Silbererzen abgeteuft.

Auch diese Funde wurden in Abstimmung mit

dem Rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege

durch ein von Rheinkalk bezahltes Fachunternehmen

untersucht. Heute wissen wir, es

handelt sich um die bisher ältesten Funde von

Bergbauspuren im Bergischen Land. Durch die

schnelle und reibungslose Zusammenarbeit

zwischen der Denkmalbehörde und Rheinkalk

konnte dafür gesorgt werden, dass auch dieser

Fund für die Nachwelt gesichert ist.

Gutshof zieht um

Ebenfalls erhebliche finanzielle Mittel setzte

Rheinkalk für den Erhalt des historischen

Gutshofes „Gut Dahl“ ein. Da der Hof beim

Neuaufschluss des Kalksteinfeldes Silberberg

weichen musste, hat Rheinkalk in

Abstimmung mit den Behörden eine Möglichkeit

gesucht, um den Erhalt des historischen

3

4 5

Gebäudes zu sichern. Mit dem Bergischen

Freilichtmuseum in Lindlar wurde vereinbart,

die Hofanlage in ihren wesentlichen Bestandteilen

in Wülfrath abzutragen, nach Lindlar

umzusetzen und dort möglichst originalgetreu

wieder aufzubauen. Die notwendigen Arbeiten

zu dieser „Translozierung“ werden von den

Fachleuten des Museums begleitet. Durch die

neue Nutzung im Freilichtmuseum kann Gut

Dahl zukünftig 70.000 Besuchern pro Jahr

gezeigt werden.

Noch weitere Kulturdenkmäler werden von

Rheinkalk unterstützt und erhalten. Zum

Beispiel der 50 Jahre alte Oberrödinghauser

Hammer im Hönnetal im Märkischen Kreis.

Noch heute ist an einigen Tagen das von zwei

Wasserrädern angetriebene Hammerwerk in

voller Aktion zu sehen. Oder aber Burg Klusenstein,

die aus der Mitte des 1 . Jahrhunderts

stammt. Auch sie ist Eigentum von Rheinkalk

und wird ebenfalls vom Werk Hönnetal erhalten.

Mit ihr wird den Besuchern ein Ensemble

präsentiert, das an das durchaus ausschweifende

Leben im Mittelalter erinnert und in der

märkischen Region wohl einmalig ist.

Vom Devon zur Neuzeit

Ein besonders gutes Beispiel für die Erhaltung

einer Industrieanlage ist das von Rheinkalk

unterstüzte Museumsprojekt „Zeittunnel“ in

Wülfrath: Im alten 1 0 Meter langen Arbeitstunnel

des ehemaligen Bochumer Bruchs

werden in einer Ausstellung 00 Millionen

Jahre Erdgeschichte erlebbar. Vom Devon aus,

dem Zeitalter, in dem der Wülfrather Kalkstein

entstanden ist, durchschreiten die Besucher

acht Zeitfenster bis in die Neuzeit. Am Ende

treten sie auf eine Rampe, die einen herrlichen

Blick in einen stillgelegten, naturbelassenen

Kalksteinbruch gewährt. Selbst Bundestagspräsident

Wolfgang Thierse hat sich hier 00

von der Erdgeschichte und der Kalkhistorie

beeindrucken lassen.

15

1 Tillmannsdorfer Sattel 2 100 Mio.

Jahre alte Pflanzenfossilie unter dem

Mikroskop 3 Bergbauschächte aus dem

Mittelalter 4 „Alte Schmiede“ Oberrödinghauser

Hammer 5 Denkmalgeschützte

Arbeitersiedlung in Rohdenhaus


Michael Massenberg,

Vorsitzender 1. FC Wülfrath

„Wenn es Rheinkalk nicht geben würde,

hätten die Wülfrather Sportler und Schulen

nicht diese hervorragende Sportstätte

am Erbacher Berg.

Zudem wäre es ein Traum geblieben,

Fußball-Bundesligisten wie Duisburg

und Leverkusen oder auch das DFB

U1 -Länderspiel gegen Dänemark

in Wülfrath zu sehen.“

Freizeit und Sport – Anlagen wie aus dem Bilderbuch

„Ein freudiges Ereignis“ nannte Bürgermeister

Ulrich Eilebrecht den . Oktober 00 , an dem

er die neue, moderne Sportarena am Erbacher

Berg eröffnen konnte. Vor einer Vielzahl

an Gästen übergab er anschließend stolz die

Anlage zur weiteren Nutzung an Wülfrather

Vereine und damit indirekt auch an die Bevölkerung

der Stadt. Stolz konnte Eilebrecht auch

sein, denn mit einem Naturrasenplatz, zwei

Kunstrasenplätzen, einem Beach-Volleyball-

Platz und einer Kunststoff-Laufbahn gehört

die Sportstätte zu den besten und schönsten

im weiten Umkreis.

Möglich wurde der Bau der richtungweisenden

Anlage vor allem auch durch die tatkräftige

und finanzielle Unterstützung von Rheinkalk.

So stellte das Unternehmen nicht nur das

Gelände besonders günstig zur Verfügung,

sondern es trug auch mit vielen Sach- und Arbeitsleistungen

zum Gelingen des Vorhabens

bei. Rheinkalk stiftete unter anderem Tische

und Stühle für die Cafeteria und den Konferenzraum.

1

1 2

3

Einen besonderen Beitrag leistete das

Rheinkalk-Berufsbildungszentrum (BBZ)

für die Bestuhlung der Tribünen und für die

Elektroinstallationen. Dort wurden von den

Auszubildenden allein 1. 00 Arbeitsstunden in

das Projekt investiert. Insgesamt waren rund

7.000 Bohrungen und . 00 Dübel und Schrauben,

5.500 Meter Elektrokabel, 1. 00 Klemmen,

00 Kabelkanäle und 800 Lampen nötig.

„Ohne euch hätten wir das nicht geschafft“,

lobte der Bürgermeister die Azubis.

Mit dieser Anlage war der Grundstein für eine

Reihe von Sportevents gelegt, die nur in einer

guten Sportanlage stattfinden konnten, und

zwar fast immer mit der Unterstützung von

Rheinkalk. So gelang es dem ortsansässigen

Fußballverein, Freundschaftsspiele gegen

Bundesliga-Mannschaften zu organisieren, die

immer auf große Begeisterung in der Bevölkerung

stoßen. Und auch im Jugendbereich

gibt es Turniere mit den Nachwuchsteams von

bekannten Fußballclubs aus ganz Europa.

Die Stadt Wülfrath hat das Stadion wegen der

großen Verdienste der Firma für diese Sportanlage

Rheinkalk-Stadion“ getauft.

Kletterparadies im Kalksteinbruch

Um ihren Sport unter freiem Himmel ausüben

zu können, mussten Kletterer aus Westdeutschland

früher weite Wege in Kauf nehmen.

Seit einigen Jahren ist das anders. Der

NRW-Landesverband des Deutschen Alpenvereins

bietet Teile des Bochumer Bruchs in

Wülfrath als Übungswände für Sportkletterer

an. Und die Idee dazu hatte ein Rheinkalk-Mitarbeiter.

Seit 00 kann man dort unter Aufsicht

versierter Kletterer in dem ehemaligen

Rheinkalk-Steinbruch einige Kalksteinfelsen

erklimmen. Die dort bestehenden Biotope bleiben

selbstverständlich unberührt.

Informationen zum Klettern findet man unter

www.bochumer-bruch.de.


Reiten auf ehemaligem Absetzbecken

Nicht erst in jüngerer Zeit macht Rheinkalk

sich Gedanken über die Nutzung seiner

früheren Werksanlagen. So sind bereits um

1950 herum auf dem Gelände des ehemaligen

Sedimentationsbeckens in Wülfrath Freizeitsportanlagen

entstanden. 5 ha umfasst die

landschaftlich sehr schön gelegene Anlage

Hotzepar in Wülfrath, die über viele Jahre als

nordrhein-westfälische Landesreit- und Fahrschule

diente. Heute hat eine private Reitschule

das Gelände übernommen und bietet dort

Pferdesport vom Feinsten.

Weißer Sport auf Kalkgelände

Gleich neben dem Reitsportgelände hat sich

ein Tennisverein etabliert. Auf einer , ha

großen Gartenanlage gibt es neben 10 Aschen-

und Hallenplätzen auch eine Boulebahn und

einen Platz für Beach-Tennis. Viele der über

00 Mitglieder sind oder waren bei Rheinkalk

beschäftigt. Mitarbeiter und Pensionäre

übernehmen häufig Leitungsfunktionen in

Vereinen.

4

Bis an die Grenzen der Physik offroad

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt,

über steile Abfahrten, scheinbar unpassierbare

Sandlöcher und marternde Rüttelstrecken

die Grenzen eines Gelände-

fahrzeugs auszutesten? Die Sahara liegt

leider weit entfernt und ist nicht kurzfristig

am Wochenende zu erreichen. Dabei liegt die

Möglichkeit zur Realisierung des Traumes

manchmal so nahe: Steinbrüche eignen sich

hervorragend für solche Abenteuer.

Rheinkalk hat sich entschlossen, einige nicht

so häufig genutzte Flächen in seinen Steinbrüchen

für Offroad-Veranstaltungen zu öffnen.

Und zwar an mehreren Standorten. So stellt

das Werk Hönnetal seinen Steinbruch für die

Deutschen Truck-Trial-Meisterschaften immer

wieder zur Verfügung. Truck-Trial ist die

hohe Kunst des Lkw-Fahrens. Hierbei werden

tonnenschwere Fahrzeuge auf schwierigem

Gelände mit natürlichen und künstlichen Hindernissen

bewegt. Es kommt immer auf das

Geschick an und nicht auf Geschwindigkeit.

5 6

Das Werk Dornap beteiligt sich alljährlich an

dem Aktionstag „Wuppertal Std. live“, einer

Initiative des Wuppertaler Stadtmarketings.

Hier konnten zum Beispiel Teilnehmer einer

Enduro-Tour ihre Motorräder einmal abseits

befestigter Straßen testen. Auch dabei ging

es nicht um hohe Geschwindigkeiten, sondern

um die genaue Einhaltung einer festgelegten

Fahrzeit auf einer anspruchsvollen Geländestrecke.

Offroad und Land Rover sind Begriffe, die

untrennbar miteinander verbunden sind. Seit

1997 nutzt eine Eventagentur den Wülfrather

Steinbruch Dachskuhle für ein autorisiertes

Land Rover-Experience-Center. Mehr als

1.000 Teilnehmer sammeln hier jährlich auf

schwerem Terrain Erfahrungen im Umgang

mit Defender, Discovery oder Range Rover.

Und natürlich steht hier wie auf dem gesamten

Rheinkalk-Gelände die Natur an erster Stelle.

Offroader wissen genau, dass bei Ausüben

ihres Sports Umwelt und Natur Vorrang haben.

17

1 Enduro in Dornap 2 Tennis am

Hotzepar 3 Bogenschießen in der Dachskuhle

4 Trucktrial im Hönnetal 5 Fußball

am Erbacher Berg 6 Reiten am Hotzepar

7 Offroad in der Dachskuhle

7


Ernst Ellsiepen, Geschäftsführer

Rheinische Kalksteinwerke Wülfrath

von 1952 – 1976

„Im Rahmen der allgemeinen Umweltschutzbestrebungen

ist unser Unternehmen

sehr darum bemüht, bei der für die

Menschen und ihre Freizeit immer wichtiger

werdenden Landschaftspflege nach

Kräften zu helfen.“ (September 1958)

1

2

Nehmen und Geben – Nutzung heißt auch Verantwortung

Dieser Firmenphilosophie ist Rheinkalk bis

heute und auch in der Zukunft verpflichtet.

Mit der großindustriellen Nutzung der Kalksteinvorkommen

ist zwangsläufig auch eine

Inanspruchnahme von Landschaftsflächen

verbunden. Weitläufige Kalksteinbrüche,

Abraumhalden und Sedimentationsbecken

prägen die Industrielandschaft. Diese Entwicklung

bewog die Wülfrather Unternehmensleitung

bereits nach dem ersten Weltkrieg,

Pflanzmaßnahmen in den Randbereichen der

Steinbrüche und auf den dort geschütteten

Abraumhalden zu veranlassen.

Aus diesen ersten Maßnahmen entwickelten

sich immer aufwändigere Rekultivierungs-

und Renaturierungskonzepte. Landschaftsgestalter

und Landschaftsarchitekten entwarfen

gemeinsam mit der Firma Konzepte

zur Einbettung der Kalksteintagebaue in ihre

natürliche Umgebung.

18

Neue Wald- und Naturlandschaften wurden

entwickelt. Dabei erhielt die Schaffung von

neuen Naherholungsgebieten für die Bevölkerung

in der Nachbarschaft der Steinbrüche

immer größere Bedeutung. So gehört es heute

zur Zielsetzung von Rheinkalk, bereits vor und

während des Kalksteinabbaus Freizeitflächen

an die Menschen zurückzugeben.

„Langer Mann“ erzählt von der Arbeit

Im Eifelörtchen Pelm hat Rheinkalk Akdolit

wesentlich die Entstehung des Geo-Rundweges

„Gerolsteiner Dolomiten“ gefördert.

Durch die Integration in den Geopfad mit

Schautafeln und schönen Blickpunkten in den

Dolomit-Steinbruch lassen sich dort bei einer

,5-stündigen Erlebniswanderung 80 Millionen

Jahre Erdgeschichte erleben.

In Rösenbeck im Sauerland hat Rheinkalk

Messinghausen die weithin sichtbare Landmarke

„Langer Mann mit Schaufel“ installiert.

Mit seiner acht Meter hohen Skulptur hat

Künstler Boris Sprenger auch den Eingriff des

Menschen in die Natur dargestellt.

Der Riese prägt nun selbst das Gesicht der

Landschaft und erinnert weithin sichtbar an

das harte tägliche Schaffen der Menschen im

Sauerland.

Auch in Hagen-Halden entwickelt Rheinkalk

weitläufige Wanderwege um den dortigen Dolomit-Steinbruch

„Donnerkuhle“. Zusammen

mit dem Verein „Geopark Ruhrgebiet“ – in dem

Rheinkalk übrigens Mitglied ist – sind auch

hier bereits während der Abbauphase Konzepte

entwickelt worden, die der Bevölkerung

von besonderen Aussichtspunkten großzügige

Einblicke in den Steinbruch und in die weitläufige

Landschaft bieten.

Die von Rheinkalk geschaffenen Wege erfreuen

sich großer Beliebtheit und werden erheblich

frequentiert. Deshalb achtet Rheinkalk

auch hier besonders darauf, dass das Wegenetz

für die Erholung suchende Bevölkerung

ständig intakt und verfügbar ist.


Der „Rheinkalk-Marathon“ ist gestartet

Richtungweisend zum Beispiel war in Wülfrath

die Eröffnung des Rundwanderweges um das

ehemalige Sedimentationsbecken „Eignerbach“

im Jahr 1995. Hier — zwischen Wülfrath

und Velbert gelegen — sind vom Werk

Flandersbach von 19 0 bis 001 Sande und

Lehme eingespült worden, die beim Waschen

des Kalksteins in der Gesteinswäsche anfielen.

Mit der großzügigen Anlage eines rund 10

Kilometer langen Weges rund um den „Eignerbach“

hat Rheinkalk der Bevölkerung ein

Naherholungsgebiet zur Verfügung gestellt,

das von Wanderern, Radfahrern, Joggern und

Spaziergängern mit großer Begeisterung

angenommen wird. Damit das so bleibt, sorgt

Rheinkalk auch für die Unterhaltung der Wege.

Insgesamt investiert das Unternehmen hohe

Summen in die weitere Rekultivierung des Sedimentationsbeckens.

Nach Abschluss dieser

Maßnahmen stehen den Bürgerinnen und Bürgern

aus Wülfrath, Velbert und der Umgebung

zusätzliche Naherholungsgebiete offen.

3

Im Jahr 00 wurde der „Scheidter Höhenweg“

unter großer Anteilnahme von Politik, Presse

und Bevölkerung eröffnet. Abermals fand das

Bestreben von Rheinkalk nach einer raum-

und sozialverträglichen Standortsicherung

breite Anerkennung. Der neu gestaltete Weg

ermöglicht eine Rundwanderung von mehreren

Kilometern Länge. An ausgewählten

Punkten erlauben Blickschneisen weiträumige

Blicke in das Angertal und auf die angrenzenden

Hochflächen der Heiligenhauser und

Mettmanner Terrassen.

Seit 00 führt die „Fliether Runde“ über eine

rekultivierte Abraumhalde direkt am ehemaligen

Steinbruch Prangenhaus vorbei und

bietet reizvolle Einblicke in das Umfeld des

heute als Sedimentationsbecken genutzten

Steinbruchs. Rund ,5 Kilometer ist der Weg

lang und geprägt durch typische Materialien

und Hilfsmittel des Kalksteinabbaus. So findet

man dort Loren, Kalksteinblöcke, Schienen

und Bahnschwellen. Das Rheinkalk-Wanderwege-Konzept

geht aber noch weiter:

Das Unternehmen plant, die bereits fertiggestellten

Wege rund um Wülfrath mit weiteren

neuen Strecken zu vernetzen. Am Ende steht

dann ein etwa 0 km langer Rundwanderweg

– der „Rheinkalk-Marathon“ – der Bevölkerung

zur Verfügung.

Vom Kalkwerker zum Wanderführer

Das Werk Hönnetal bei Menden im Sauerland

veranstaltet in jedem Jahr einen öffentlichen

Wandertag, bei dem Rheinkalk-Mitarbeiter

sich mit großer Begeisterung als orts- und

sachkundige Wanderführer engagieren. Auf

einer kürzeren sowie alternativ auf einer

langen und anspruchsvollen Route durch

Felder und Wiesen informieren die Mitarbeiter

die Wandergäste über Geschichte, Flora

und Fauna des Hönnetales und natürlich über

das aktuelle Betriebsgeschehen. Die Wanderrouten

führen vorbei an Steinbrüchen,

Schlammteichen und rekultivierten Gebieten

des Unternehmens. Regelmäßig nehmen 00

bis 500 Gäste daran teil.

4

19

1 +3 Scheidter Höhenweg 2 „Langer Mann

mit Schaufel“ Rösenbeck 4 Volkslauf von

Rheinkalk gesponsert


Prof. Dr. Gerd-C. Weniger,

Direktor Neanderthal-Museum

„Ohne das Engagement von Rheinkalk

hätte unsere illumina 00 Nachtbilder

nicht stattfinden können!“

1

2

Industrie und Kultur – Events mit nächtlichem Zauber

00 und 00 fand in Nordrhein-Westfalen

und in der niederländischen Grenzregion

Maastricht erstmals eine gemeinsame dezentrale

Landesgartenschau statt. In vielen

Städten und Gemeinden wurden Kunst-,

Kultur- und Freizeiteinrichtungen geschaffen,

die nachhaltig der Bevölkerung zur Verfügung

stehen. In Wülfrath entstanden damals mit der

Unterstützung von Rheinkalk das Museumsprojekt

„Zeittunnel“ am Bochumer Bruch und

der Rundwanderweg um das Naturschutzgebiet

„Steinbruch Schlupkothen“.

Als Höhepunkt und Abschlussveranstaltung

der „Euroga 00 plus“ öffnete Rheinkalk

zusätzlich im September 00 für zehn Tage

den ehemaligen Steinbruch Prangenhaus für

die „illumina 00 IndustrieNaturRaum“. Auf

einem Rundwanderweg konnten die Besucher

an zehn Stationen interessante und lustige

Gespräche zwischen Bäumen und Kalksteinen

verfolgen, die Geschichte der Wülfrather

Kalkindustrie kennen lernen und sich durch

wunderbare musikalische Klänge verzaubern

lassen.

0

Der Steinbruch selbst wurde mit farbigen

Lichteffekten dramatisch inszeniert, aber

auch mit Originalgeräuschen wieder zum

Leben erweckt. Über 5.000 Besucher kamen

zur „illumina 00 “ nach Wülfrath, um diese

einmalige Licht- und Klanginszenierung zu

erleben. Damit wurden selbst die kühnsten Erwartungen

weit übertroffen. Das künstlerische

Konzept der Veranstaltung hatte sich schnell

herumgesprochen und viele Gäste aus nah und

fern angelockt.

00 feierte die wissenschaftliche Welt das

150-jährige Jubiläum der Entdeckung des

Neanderthalers. Da der Fund dieser urtümlichen

Menschenform im Jahre 185 auf den

Kalksteinabbau zurückzuführen ist, hat es

für Rheinkalk nahe gelegen, sich auch für die

„illumina 00 Nachtbilder“ zu engagieren.

Dabei sollte es vor allem um Geschichte und

Geschichten um das Tal und seine frühen

Bewohner gehen.

Das Neandertal hat im Lauf der Zeit einen

ungeheuren Wandel erlebt, und der wurde

mit einer Licht- und Klanginszenierung

dargestellt. Dort war Geschichte erlebbar.

Der „Rabenstein“, ein riesiger Kalkfelsen am

Eingang zum Fundort, erzählte zum Beispiel

die wechselvolle Geschichte des Tales. Der

historische Fundort des Neanderthalers wurde

durch „Space Canons“ im Nachthimmel sichtbar

gemacht – im Schnittpunkt der strahlenden

Scheinwerfer.

Auch die „illumina 00 Nachtbilder“ war ein

schöner Erfolg. Rund 1 .000 Menschen besuchten

das idyllische Tal, um dieses einmalige

Ereignis zu erleben. Einige kamen sogar

mehrmals, denn „eine illumina ist wirklich ein

Erlebnis“, wie Hobbyfotografen feststellten.

Ein Sommer wird zum Märchen

Sommer 00 : wer denkt nicht gern an die

Zeit der Fußball-WM zurück, die aus Deutschland

ein riesiges Festivalland machte. Möglich

wurde dies auch durch viele kleinere

Veranstaltungen, die sich alle um das Thema

Fußball drehten.

3


Zum Beispiel in Wülfrath-Rohdenhaus: Dort

hatte ein ortsansässiger Wirt gemeinsam mit

Hauptsponsor Rheinkalk während der WM

im firmeneigenen Paul-Ludowigs-Haus ein

großes Fußballfest angeboten. Beim „Public

Viewing“ nutzten viele hundert Partygäste die

Gelegenheit, die mit Beamern auf mehreren

Großleinwänden übertragenen Spiele zu verfolgen.

Gefeiert wurde wie in ganz Deutschland

natürlich mit Freunden!

Riesenfete mit Pauke und Trompete

Wolfgang Köster, Mitarbeiter von Rheinkalk,

war es, der das große „MusikFestival NRW

00 “ nach Wülfrath holte. Zum 50-jährigen

Bestehen seines Vereines wollte der Musikverein

„Kalkstädter“ etwas ganz Besonderes auf

die Beine stellen. Sponsoren wurden gesucht

und gefunden, das Programm erstellt. Im Juni

00 war es dann so weit. Wolfgang Köster

konnte im großen Rheinkalk-Festzelt die

ersten Gäste begrüßen.

Insgesamt .000 Musiker der Fachrichtung

Spielmannszüge, Fanfaren- und Blasmusik

nahmen an der Veranstaltung teil. Neben

Musikwettbewerben und Festzug gab es auch

jede Menge andere Aktivitäten.

Kalk – der gute Nachbar

Zur bundesweiten Aktion „Tag des offenen

Steinbruchs“ öffnen Rheinkalk-Werke seit

einiger Zeit in jedem Jahr einige der Steinbrüche.

Hunderte Besucher folgen jedesmal der

Einladung und nehmen die Gelegenheit wahr,

während einer Kombination aus Busfahrten

und Wanderungen Informationen aus erster

Hand über Lagerstätte sowie Gewinnung und

Verarbeitung des wertvollen Kalksteins zu

erhalten.

Mitarbeiter des Unternehmens geben interessante

Einblicke in den Tagebau und beantworten

alle gestellten Fragen. So geben Bergbau-Ingenieure

Auskunft über die historische

Entwicklung der Steinbrucharbeit und erläutern

auch die Zukunftspläne der Standorte.

Geologen informieren über die Entstehungs-

geschichte des Vorkommens und veranschaulichen

die Mineralogie des Steinbruchs anhand

mitgeführter Karten.

Vor und nach den Besichtigungen haben die

Besucher die Gelegenheit, sich mit Speisen

und Getränken zu stärken. Auch an Souvenirs

ist gedacht: Kalksteine liegen bereit, die die

Besucher kostenlos mit nach Hause nehmen

können. Daran haben besonders die jüngeren

Besucher ihre helle Freude. Manche gehen

„steinreich“ nach Hause.

Ein besonderes Highlight gab es 005 bei

Rheinkalk Akdolit im kleinen Eifelstädtchen

Pelm bei Gerolstein. Dort veranstaltete die

Firma zur Feier des Tages ein faszinierendes

Feuerwerk im eigenen Steinbruch. Für dieses

einmalige Erlebnis gab es Beifall von allen

Seiten.

4

1

5

1 WM-Public Viewing im Paul-Ludowigs-

Haus 2 illumina 00 in Prangenhaus

3 illumina 00 im Neandertal

4 Musikfestival NRW in Wülfrath

5 Tag des offenen Steinbruchs in

Flandersbach


Ulrich Koch, Leitender Polizeidirektor,

Kreispolizei Mettmann

Im alten Verwaltungsgebäude von Rhein-

kalk konnten wir mit unsere Polizisten

aus dem gesamten Kreis Mettmann das

Vorgehen gegen Geiselnehmer trainie-

ren. Wir hatten dort die Möglichkeit,

Situationen so realistisch nachzustellen,

dass auch der Umgang mit der extremen

psychologischen Belastung erlebt und

geübt werden konnte.

1

Gesellschaft und Soziales – Engagement vor der Tür

Junge Menschen brauchen Perspektiven

Alle Rheinkalk-Werke sind an ihren jeweiligen

Standorten bedeutende Unternehmen,

die aktiv in ihr Umfeld eingebunden sind. Für

sie ist es deshalb selbstverständlich, in der

Nachbarschaft auch soziale Verantwortung zu

übernehmen. Und dies hat viele Facetten.

Zum Beispiel Ausbildung: Bei rund 1.000 fest

angestellten Mitarbeitern bereitet Rheinkalk

etwa 85 Auszubildende auf ihren Beruf vor —

eine Ausbildungsquote, die weit über dem

Durchschnitt liegt. Darüber hinaus bietet

Rheinkalk an den großen Standorten Hönnetal

und Wülfrath benachbarten Unternehmen eine

Ausbildungskooperation an. Dadurch können

insbesondere auch kleinere Firmen Ausbildungsplätze

anbieten und so vom Ausbildungs-Know-how

der Rheinkalk-Gruppe profitieren.

Besonders erfreulich, wenn dadurch

Partner gefunden werden, die zum ersten Mal

ausbilden – vor allem natürlich für die jungen

Menschen, die endlich einen Ausbildungsplatz

finden.

Zum Beispiel Sport: Rheinkalk unterstützt

die Vereine, vor allem die jeweiligen Jugendmannschaften.

Mit der gezielten Förderung

durch die Firma ist in Wülfrath ein großzügiges

Stadion entstanden, das wegen seiner

hervorragenden Anlage heute Stützpunkt des

Deutschen Fußball-Bundes ist. Bei regelmäßig

stattfindenden Fußball-Turnieren von

Werksmannschaften werden Erlöse aus dem

Essensverkauf immer für wohltätige Zwecke

gespendet – ein besonderes Engagement der

beteiligten Mitarbeiter.

Steinbrüche als Übungsgelände

Immer wieder resultiert das soziale Engagement

von Rheinkalk aber auch unmittelbar

aus seinen Steinbrüchen. So stellt das Werk

Dornap seit vielen Jahren der Wuppertaler

Feuerwehr einen Teil seines Geländes für

Löschübungen zur Verfügung.

2

Ein viel beachtetes Ereignis war dabei ein

Extremtraining, mit dem sich die Wuppertaler

Feuerwehrleute gemeinsam mit Ausbildern

der europaweit anerkannten Feuerwehrschule

Skövde aus Schweden auf den Notfall vorbereiteten.

Höhepunkt war dabei die Bekämpfung eines

„Flashovers“, bei dem sich ein lokaler Brandherd

schlagartig und explosionsartig auf einen

ganzen Raum oder eine ganze Wohnung ausbreitet.

Bei den Trainings im Rheinkalk-Steinbruch

können in Realsituationen Brandverlauf,

Löschtaktik und Löschtechnik studiert und die

Brandbekämpfung gezielt und vor allem sicher

geübt werden. Denn oberstes Ziel der Feuerwehren

ist, Menschen zu retten, ohne dabei

die eigenen Wehrleute unverantwortbaren

Gefahren auszusetzen.


3 4 5

Im Dienste der Sicherheit

Hier stellt das Werk Dornap sein Gelände

immer wieder den Spezialisten der Polizei zur

Verfügung, wenn es darum geht, Bomben zu

entschärfen. Fernab von Menschen und Gebäuden

sind die Steinbrüche hierfür das ideale

Gelände, um sich in größtmöglicher Sicherheit

auf den immer wieder auftretenden Ernstfall

vorzubereiten.

Nach den grausamen Anschlägen auf eine

Schule in Erfurt hat die Kreispolizei Mettmann

ein Konzept entwickelt, wie Polizisten gezielt

gegen einen Attentäter vorgehen können, der

sich zum Beispiel in einer Schule mit Geiseln

verschanzt hat. Um diese sowohl psychologisch

wie auch kriminaltechnisch äußerst

belastende Situation trainieren zu können,

benutzte die Polizei einen vorübergehend leer-

stehenden Gebäudetrakt der Rheinkalk-

Hauptverwaltung. Wegen der Ähnlichkeit zu

Schulgebäuden ein ideales Terrain für Trainings

im Echtablauf, für die das Unternehmen

das Gebäude gerne der Polizei überließ.

Als im Jahr 00 der Einsatz eines Fernmeldebatallions

im Kosovo anstand, suchte die

Bundeswehr dringend eine Möglichkeit, das

Fahren mit schwerem Gerät auf unwegsamem

Gelände üben zu lassen. Schnell war im Steinbruch

Dornap ein ideales Gelände gefunden.

Unter der Anleitung von Fahrlehrern der Bundeswehr

konnten die Soldaten das Anfahren

an extremen Steigungen, das Schalten in den

Geländegängen, das Passieren von Hindernissen

sowie das Fahrverhalten insgesamt

trainieren und verbessern. Eine gelungene

Veranstaltung, wie alle Teilnehmer hinterher

zufrieden feststellten.

Eine runde Sache ist auch die Enduro-Tour, die

das Werk Dornap einmal jährlich anbietet. Dabei

können Motorrad-Fahrer im Steinbruch mit

ihren Geländemaschinen ihre Geschicklichkeit

im Wettbewerb vergleichen. Der ansehnliche

Erlös der Veranstaltung wird immer für einen

guten Zweck gespendet. Beim letzten Mal

zum Beispiel für die Aktion „Wünsch Dir was“:

Damit konnte einem behinderten Kind

ein Wunsch erfüllt werden, dessen Realisierung

sonst nicht möglich gewesen wäre. Die

strahlenden Kinderaugen sprachen mehr als

viele Worte, wie groß die Freude war.

Veranstaltung für den Kindergarten

Daneben nutzt Rheinkalk auch andere Möglichkeiten

zu sozialen Engagements: 00

hatte ein Lkw-Hersteller den Steinbruch

Rohdenhaus für ein Wochenende gemietet, um

seinen Kunden eine neue Lastwagen-Generation

im schweren Einsatz präsentieren zu können.

Eine gelungene Veranstaltung mit über

00 Gästen. Aber auch ein willkommener Anlass

für die Stadt Wülfrath. Die Werksleitung

hatte sich nämlich entschlossen, den vereinnahmten

Mietbetrag vollständig als Zuschuss

für den damals gerade im Bau befindlichen

Hundertwasser-Kindergarten zu spenden.

1 Scheckübergabe in Dornap 2 Rheinkalk-Azubi

unter den Landesbesten

3 Rheinkalk Berufsbildungszentrum 4

Feuerwehrübung in Dornap 5 Von Rheinkalk

gesponsert – der Hundertwasser-

Kindergarten in Wülfrath


Prof. Dr. Volker Stein,

Ilsede, ehemals Niedersächsisches

Landesamt für Bodenforschung

„Im Steinbruch Voska des Rheinkalk-

Werkes Salzhemmendorf liegt

der schönste Orchideengarten

Niedersachsens“.

1

Natur und Umwelt – Schutz vertraglich besiegelt

Steinbrüche sind Eingriffe in die Natur, benötigen

Flächen und verändern die Landschaft.

Neben einer ordnungsgemäßen Wiederherrichtung

der Fläche ist es deshalb für Steinbruchbetreiber

eine besondere Verpflichtung,

Landschaft und Natur zu schützen. Rheinkalk

hat sich in öffentlich-rechtlichen Verträgen mit

verschiedenen lokalen Naturschutzbehörden

verpflichtet, zur Erhaltung und Verbesserung

der Artenvielfalt sowie der naturnahen Landschaftsentwicklung

beizutragen.

Im sauerländischen Hönnetal verfügt das Unternehmen

über umfangreichen Grundbesitz.

Genutzt wird davon zurzeit nur ein kleiner Teil

zur Kalksteingewinnung, der überwiegende

Teil dient als langfristige Rohstoffreserve

und wird erst in einigen Jahrzehnten benötigt.

Zusammen mit der Landschaftsbehörde

des Kreises hat Rheinkalk vor mehr als zehn

Jahren damit begonnen, Teile dieser noch

nicht benötigten Areale dem zeitweiligen Naturschutz

zuzuführen. Hierbei handelt es sich

überwiegend um Waldflächen, die naturnah

bepflanzt und bewirtschaftet werden.

Rheinkalk verzichtet bewusst auf eine rein

ökonomische Waldnutzung. Die Rechte und

Pflichten dazu sind in einem öffentlich-rechtlichen

Vertrag zwischen dem Märkischen Kreis

und Rheinkalk festgelegt.

Es wurde vereinbart, dass das Unternehmen

auf bestimmten Flächen alle anstehenden

Pflege-, Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen

so durchführt, dass sie der

naturschutzfachlichen Verbesserung dienen.

Gemeinsam mit der Unteren Landschaftsbehörde

ist ein Pflege- und Entwicklungskonzept

abgestimmt worden. Die festgelegten Maßnahmen

haben vornehmlich zum Ziel, den Laubholzbestand

zu fördern — Nadelholzstandorte

werden so schonend wie möglich umgebaut

und durch Buchen ersetzt.

Ökokonto vereinbart

Ein Ökokonto bedeutet Gewinn für beide

Vertragspartner – die Landschaftsbehörde des

Märkischen Kreises kann z. B. ohne Eigenmittel

die Ziele des Landschaftsplanes langfristig

auch auf Rheinkalk-Flächen umsetzen.

Durch die Vereinbarung von Zielen für einzelne

Flächen können andererseits Reserveflächen

bis zur Inanspruchnahme für die Steingewinnung

zeitweilig dem Naturschutz überlassen

werden. Zusätzlich werden sie auch vor Überplanungen

geschützt, die der Rohstoffgewinnung

entgegenstehen. Verbesserungen durch

umgesetzte Maßnahmen werden nach Punkteschema

bewertet und Rheinkalk in einem Ökokonto

gutgeschrieben. Ein Guthaben kann als

Kompensation für zukünftige Eingriffe in Natur

und Landschaft, die beim Abbau von Kalkstein

unvermeidlich sind, angerechnet werden.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Märkischen

Kreis und Rheinkalk ist mittlerweile

auch auf den Bereich der Gewässerrenaturierung

ausgedehnt worden.

Im Zuge der angestrebten Renaturierung der

Hönne sind von Rheinkalk im Bereich des

Werkes Hönnetal verschiedene Bauwerke wie

Sohlschwellen oder Wehre zurückgebaut und

wieder fischgängig gemacht worden. Auch

diese Maßnahmen wurden dem Ökokonto

Hönnetal gutgeschrieben.

2


Vogelparadies im Werksgelände

Das Werk Flandersbach erzeugt seit über

100 Jahren hochwertigen Kalk. Dazu ist es

erforderlich, den Rohstein vor der Verarbeitung

von Sand und Lehm zu reinigen. Das

geschieht in riesigen Gesteinswäschen, in

denen anhaftende Teile abgewaschen werden.

Das gebrauchte Waschwasser wird dann

zum Recyceln in ein Sedimentationsbecken

eingeleitet, wo sich die feinen Lehmpartikel

absetzen und das Wasser so wieder klar wird.

Etwa 19 0 wurde das Sedimentationsbecken

Eignerbach als Talsperre an der Stadtgrenze

Wülfrath-Velbert errichtet und bis 001 betrieben.

Im Laufe dieser langen Nutzung verlandete

das Eignerbach-Becken immer mehr und

aus der ursprünglichen 1 0 ha großen Wasserfläche

wurde ein hochdynamischer Raum

mit abgetrockneten Bereichen, mit Schlammwasserzonen

und mit offenen, veränderlichen

Restwasserflächen. Ökologisch entstand ein

wertvoller Raum für Pflanzen, Amphibien und

insbesondere für Wasservögel.

Im Zuge der Wiederherrichtung und Folge-

nutzung wurde gemeinsam mit dem Kreis

Mettmann ein Konzept entwickelt, das Biotop-

und Artenschutz ebenso berücksichtigt wie

die Bedürfnisse der umliegenden Bevölkerung

zu Freizeit, Naherholung und Landschaftserlebnis.

In einem öffentlich-rechtlichen Vertrag

verpflichtete sich Rheinkalk, auf eine gewerbliche

Nutzung dieser Fläche zu verzichten.

Neben Flächen für extensive Landwirtschaft,

Waldflächen und Wasserflächen sind Maßnahmen

zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung

von Natur und Landschaft vorgesehen sowie

Flächen, die der natürlichen Entwicklung

überlassen werden. Ergänzt wird dies durch

ein System von Wegen, das es Wanderern

ermöglicht, Natur hautnah zu erleben.

Abbauverzicht für Orchideenhabitat

3

Im Weserbergland liegt das Dolomitwerk

Salzhemmendorf, in dem seit 100 Jahren in

zwei Steinbrüchen Dolomit abgebaut und verarbeitet

wird. Die Region ist gekennzeichnet

durch weite Talauen und sanfte, teils schroffe

Hügelzüge, an denen die Ablagerungen des

jurassischen Kalksteines deutlich zu erkennen

sind. Östlich von Salzhemmendorf, am Thüster

Berg, kann man auch heute die verschiedenen

historischen Gewinnungstechniken im Bergbau

noch gut erkennen.

Aus qualitativen Gründen wurde der Steinbruch

Voska in einigen Bereichen lange Zeit

nicht genutzt. Als Rheinkalk das Werk 1990

übernommen hat, war eine Anpassung der

bestehenden Abbauplanung und Abgrabungsrechte

notwendig geworden. Die dabei durchgeführte

floristische Kartierung ergab, dass

sich gerade in den Altbereichen des Steinbruchs

Voska ein bedeutendes Orchideengebiet

mit hoher Artenvielfalt entwickelt hatte.

Obwohl hier der Abbau von zwei Millionen

Tonnen Kalkstein genehmigt war, erklärte sich

Rheinkalk bereit, vorerst auf den Abbau zu verzichten.

Nach intensiven Verhandlungen mit

dem Land Niedersachsen wurde daraus sogar

ein dauerhafter, freiwilliger Abbauverzicht,

der in einem öffentlich-rechtlichen Vertrag

besiegelt wurde. Im Gegenzug erklärte das

Land sich bereit, Rheinkalk bei zukünftigen

Erweiterungsvorhaben zu unterstützen.

5

4

1 Gesundgepflegter Uhu kann wieder in

die Freiheit 2 Flussuferläufer 3 Renaturierung

der Hönne 4 Große Händelwurz


Standorte/Projekte

Wülfrath-Flandersbach:

Naturschutzgebiet Steinbruch Schlupkothen

Klettern im Bochumer Bruch

Museum Zeittunnel

„illumina 00 IndustrieRaumNatur

„illumina 00 Nachtbilder“

Wanderweg „Scheidter Höhenweg“

Wanderweg „Fliether Runde“

Wanderweg und Refugium „Rund um den

Eignerbach“

Reitgelände und Tennisanlage „Hotzepar“

Sportanlage „Rheinkalk-Stadion“

Uhu-Projekt

Sicherung und Erfassung historischer

Funde

Versetzung „Gut Dahl“

Arbeitersiedlung Rohdenhaus

Renaturierung Gut Laubeck

Steinbruch Dachskuhle

„Land Rover-Experience-Center“

Ausbildung und Ausbildungskooperationen

Menden-Hönnetal:

Fischtreppen in der Hönne

Naturschutzgebiet

Sedimentationsbecken „Riemke“

Kletterfelsen „Sieben Jungfrauen“

Historische Schmiede „Alter Hammer“

Mittelalterliche Burg Klusenstein

Wanderführungen rund um den Steinbruch

Truck-Trial und Westfalen-Rallye

Ausbildung und Ausbildungskooperationen

Wuppertal-Dornap:

Uhu-Projekt

Wuppertal Stunden live

Historischer Kalkofen Eskesberg

Reitweg Knäppertsteich

Geotop „Tillmannsdorfer Sattel“

Volkslauf „Schweinelauf“

Übungsgelände für Feuerwehr,

Polizei und Bundeswehr

Salzhemmendorf:

Orchideengarten „Steinbruch Voska“

Verzichtsflächen

Rheine/ Middel:

Waldhügel und Bewaldungsflächen

Hagen-Halden:

Beteiligung an Geopark Ruhrgebiet

Aussichtspunkte/ Schautafeln

Zurückgegebene Flächen

Brilon-Messinghausen:

Rekultivierung Halde Ost

mit Landmarke „Langer Mann“

Rekultivierung Steinbruch Messinghausen

Hoppecke Tal


Grevenbrück:

Verzichtsflächen

FFH-Gebiet zum Lennetal

Scharzfeld:

Pflege Fledermaus-Stollen

Pelm:

Geo-Rundwanderweg

„Gerolsteiner Dolomiten“

Römische Kalköfen Iversheim (Münstereifel)

Bildnachweis:

Rheinkalk

Klaus Tamm

Gedruckt auf umweltfreundlichen

Papier mit PEFC-Zertifikat für

nachhaltige Waldbewirtschaftung

7


Rheinkalk GmbH

Am Kalkstein 1

89 Wülfrath

Telefon: + 9 (0) 0 58 17 0

Telefax: + 9 (0) 0 58 17 10

info@rheinkalk.de

www.rheinkalk.de

Ansprechpartner

Umweltschutz und Genehmigungen

Uwe Stichling

Telefon: + 9 (0) 0 58 17-

Lagerstättenwesen

Rainer Westermann

Telefon: + 9 (0) 0 58 17- 8

Öffentlichkeitsarbeit

Peter-Josef Müllenborn

Telefon: + 9 (0) 0 58 17- 5 7

11/ 007

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine