Basel Live Magazin 1/2018

reinhardt.ch
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MAGAZIN

Wettbewerb

auf Seite

36–37

Die Tage in Basel

werden länger

Unterwegs zum Rhein

Das neue BPG-Schiff

Padel-Tennis

Trendiges Lysbüchel-Areal

Attraktion Muba 2018

Die Highlights

1 | 2018


INSPIRIEREND, ATTRAKTIV

UND STETS AKTUELL.

SO

LEBST

DU BASEL


Gruss aus luftiger Höhe

Atemberaubendes Spektakel: der Kanadier Laurence Tremblay-Vu und seine Hochseil-Performance über den Rhein am 12. Mai. Fotomontage F. Scheibler

Impressum

Eine redaktionelle Verlagsbeilage der Riehener

Zeitung, des Allschwiler Wochenblatts, des

Birsfelder Anzeigers, des Muttenzer & Prattler

Anzeigers, des Birsigtal Boten, des Neubad

Magazins und des Quartierkuriers.

Erscheinungstermin: 18.04.2018

Herausgebende Verlage: LV Lokalzeitungen

Verlags AG, Missionsstrasse 36, 4055 Basel,

Riehener Zeitung AG, Schopfgässchen 8,

4125 Riehen, Cratander AG, Rheinsprung 1,

4051 Basel, Friedrich Reinhardt AG,

Rheinsprung 1, 4051 Basel, Tel 061 264 64 50,

media@reinhardt.ch

Redaktion: Michael Martin

Layout: Franziska Scheibler

Inserate: Martina Eckenstein 061 645 10 00 –

m.eckenstein@reinhardt.ch

Coverfoto: Benjamin Koechlin/Pro Innerstadt Basel

Offizieller Partner: Pro Innerstadt Basel,

Verein Basler Weihnacht

Der Nachdruck sämtlicher Artikel und

Illustrationen und die Verwendung des Inhalts

in elektronischen Medien bedürfen der

ausdrücklichen Genehmigung des Verlags.

www.reinhardt.ch

Das Basler Zirkusfestival

Young Stage

feiert in diesem Jahr

seinen 10. Geburtstag.

Und der Name

bleibt Programm:

Internationale junge

Artisten kämpfen an insgesamt

sechs Shows um die Preise und

damit auch um Engagements unter

dem Zirkuszeltdach. Denn auf den

Zuschauerplätzen werden nicht nur

faszinierte Besucher sitzen, sondern

auch Scouts der wichtigsten Agenturen.

Für die Jubiläumsausgabe haben

sich die Veranstalter neben einem

Open-Air-Zirkus-Event auf dem

Marktplatz (Sonntag, 13. Mai, 13–

18 Uhr) etwas Besonders einfallen

lassen – ein atemberaubendes Spektakel

für die ganze Stadt. Denn am

Samstag, 12. Mai, um 14.30 Uhr wird

Laurence Tremblay-Vu in einer Hochseil-Performance

den Rhein überqueren

– und zwar auf einem 190 m

langen Seil, das an zwei Kranen der

Mittleren Brücke entlang gespannt

wird. Der Kanadier zeigte sich nach

einem ersten Augenschein mit den

Organisatoren begeistert: «Während

wir durch die Stadt streiften, konnte

ich nicht anders, als davon träumen,

vor dieser majestätischen Kulisse bei

der Mittleren Brücke über den Rhein

zu laufen.»

Wir wünschen Windstille, trockenes

Wetter und Ihnen viel Spass bei der

(ungefährlichen …) Lektüre des

Basel Live Magazins!


FOKUS INSPIRATION.LIVE

INSPIRATION.live ist vieles: Ein begehbares Lifestylemagazin, ein Ort

des Austauschs, eine ästhetische Gesamtkomposition, ein interaktiver

Treffpunkt für alle, die nach Individualität und neuen Ideen suchen.

Im Gespräch mit Startups, beim Betrachten von Design und angewandter

Kunst oder beim inspirierenden Mittagstisch. Die Ideen sind serviert.

Greifen Sie zu und werden Sie ein Teil der Geschichte!

Basel, 20. bis 29. April 2018


Inhalt

6–9

Live in Basel

10–12

Ein neues Bijou

auf dem Rhein

!Neu!

14–16

Padel-Tennis:

Trendsport für Basel

Umfrage:

Frühlingsgefühle

in Basel

28–31

26–27

Die Picassos

sind da

22–24

Dora Boros tyan:

Essen, Mode, Beauty

Wettbewerb

Und wo

befindet sich …?

36–37

35

18–21

muba: Inspirierend

wie nie zuvor

Die verborgene

Fussballstadt

38–39

Live in Basel:

EVENTS


Live in Basel

Geschichten

zur Fähri

Dort wo einst bunte Kondome für neugierige Blicke ins

Schaufenster sorgten, prangen nun die Worte «Ferry

Tales». In der Tat hat sich für die angehende Fährifrau

Maria Taubic am Rheinsprung 4 ein Fähri-Märchentraum

erfüllt. Mittels Crowdfunding hat sie die Startsumme von

25 000 Franken aufgetrieben und damit ganz nahe am

Rhein ihr Fähri-Läädeli eröffnet. Neben Fähri-

Souvenirs und -tickets gibt es auch frischen Kaffee und

kleine Snacks.

mhhh!

Tartines, Bagles & mehr

Direkt am Klosterberg, an der Elisabethenstrasse

18, befindet sich La Manufacture –

ein Lokal, das sich mit seinen Tartines,

Bagles, frischen Smoothies und Bowlen längst

einen guten Namen gemacht hat. Dazu gibt

es Fruchtsalate, Birchermüesli auch im Take-

Away, und wer nicht aus dem Büro kommt,

kann sich die Leckereien auch per Velokurier

bringen lassen.

SKANDINAVISCH

stöbern

In Basel scheinen Boutiquen mit skandinavischen Angeboten

besonders beliebt zu sein. Accessoires im schlichten,

zeitlosen Design, Vasen, Lampen, Teller und vieles

mehr finden sich nun auch bei Esmée Interior an der

Steinentorstrasse 18. Und dies zu überschaubaren Preisen.

Wer sich ein bisschen entspannen will, kann dies bei

einem Kaffee im Untergeschoss tun und sich dabei auch

von den zum Lesevergnügen herumliegenden Magazinen

inspirieren lassen.

6 Basel Live


Die Kunst

des guten

Kaffees

Noch mehr Globus

In Basel einen guten Kaffee zu finden, ist nicht

so schwer wie in anderen Städten. Sehr guter

Kaffee hingegen ist und bleibt eine Trouvaille

in der lokalen Gastro-Szene – und somit ist das

Café Vonlanthen am Totentanz 13 eine echte

Entdeckung. Sylvia Vonlanthen ist gleichsam

die personifizierte Kaffeekultur. Sie tüftelt an

ihren Mischungen, röstet in Münchenstein und

verkauft ihre Produkte in ihrem Kaffeemobil,

über ihre Website und neu auch in ihrem Café

am Totentanz. Aroma pur.

in Basel

Anfang März haben gleich zwei neue Globus-Fachgeschäfte

an der Freien Strasse ihre Türen geöffnet –

in der ehemaligen Schild-Filiale befindet sich nun ein

Einkaufsparadies für Frauen, derweil aus dem Herren-

Globus schräg vis-à-vis ein Fachgeschäft für Männermode

geworden ist. Die Eröffnung der beiden Fachgeschäfte

erfolgt im Zug der sogenannten One-Brand-Strategie,

die im Mai 2017 angekündigt worden war. Dabei fasst

die Globus-Gruppe Schild und Herren Globus unter der

Premium-Dachmarke Globus zusammen.

aus Dänemark

Frisches und Saftiges

Der Umbau dauerte länger als angenommen,

doch seit letztem Dezember sind die Spezialitäten

des dänischen Getränkeanbieters Joe & The

Juice auch in Basel erhältlich. Mehr als 100

Filialen gibt es weltweit, die meisten davon in

Skandinavien – und als Hauptargument für die

Kunden werden Fruchtsäfte angeboten, die

jeweils direkt vor dem Kunden frisch gepresst

werden. Daneben bietet die Kette auch Kaffee,

Milkshakes, Smoothies und Sandwiches und

weitere «urbane» Produkte an.

7


Live in Basel

Massgeschneidert

am Rheinsprung

Für den

perfekten Schlaf

!Neu!

STYLE

«Isaks Massbekleidung» nennt sich

der neue Shop am Rheinsprung 1, und

der Blick hinein in den Laden verrät

schon die Spezialitäten: Eine alte

Nähmaschine steht dekorativ vor

eleganten Anzügen. Vermessen wird

vom Spezialisten Silber Isakovski vor

Ort (mit Blick auf den Rhein), und

produziert wird nach individuellen

Vorgaben vom Revers bis zu den

Bundfalten, Knöpfen, zum Futter und

Revers.

Der exklusive Schweizer Bettenhersteller Elite hat an der Baselstras

se 70 in Riehen (dort, wo sich einst das «Bettehuus» befand)

seine «Elite Gallery» eröffnet. Dort begrüssen per sofort André

Niedermann und Claudia Berger die Kundschaft zum Probeliegen

und zur individuellen Schlafberatung. Ob Art und Form der Matratze,

Bettgestell mit Unterfederung, die ganze Bettgestaltung sowie

Duvets und Kissen – mit der «Elite Gallery» liegt man richtig.

Hergestellt werden die Betten in der eigenen Werkstatt in Aubonne.

Geöffnet am Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag 9.30–12.30

und 13.00–18.30 Uhr sowie am Samstag 9.00–17.00 Uhr (Dienstag

geschlossen).

Gesünder Shoppen

im Grieder

Salate, Suppe, Quinoa-Speisen, frische Säfte – wer sich im Grieder

an der Eisengasse der Shopping-Leidenschaft hingegeben hat (oder

sonst durch die Stadt spaziert), kann sich nun im trendigen Inhouse-Restaurationsbetrieb

bei allerlei gesunden Angeboten wieder

stärken. Im 3. Stock soll ein trendiges Konzept jene jungen Leute

ansprechen, die die Boutique mit ihrem sich verändernden Angebot

generell vermehrt ansprechen möchte.

8 Basel Live


Secondhand First –

Mode, aber nachhaltig

Neues

aus alten

Buchstaben

Vintage Letters nennt sich das kreative Atelier an der

Thannerstrasse 36 in Basel, und ein Blick ins Schaufenster

reicht, um zu erkennen wie verblüffend neu und

anders alte, ausrangierte Leuchtbuchstaben unterschiedlichster

Typografien wirken können, wenn man ihnen

neues Lichtleben einhaucht – für ein ganz besonders

warmes und wohnliches Ambiente in allen möglichen

Räumen. Das Angebot umfasst eine faszinierende Anzahl

an Buchstaben von A bis Z aus verschiedenen Ländern

Europas und aus den USA.

Style!

Bei ANNA K. am Rümelinsplatz in Basel finden

Frau & Mann nicht nur über 100 Marken in

einer einzigen Boutique, sondern auch ein

täglich wechselndes Sortiment an Trend- und

Luxusmarken – für einen persönlichen modischen

Austausch.

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Fester Wert

an der

Bäumleingasse

«Schön und attraktiv, aber nie billig und ordinär.» Nach

diesem Credo kleidet Raphael Blechschmidt seit bald 30

Jahren die Basler Damenwelt (und natürlich auch die Kundinnen,

die von weit her den Weg zu ihm finden). 1989 war

es, als Blechschmidt im Schmiedenhof sein erstes Atelier

eröffnete. Seit 2001 befindet sich sein Geschäft an der

Bäumleingasse 22 – und inmitten des sich unablässig verändernden

Basler Shopping-Angebots ist er längst zu einem

festen Wert geworden. Weiterhin gibt es zwei Kollektionen

pro Jahr – und noch immer wird in Basel produziert.

9


Ein neues Bijou

auf dem Rhein

Am 16. Mai wird das neue Basler Personenschiff auf dem Rhein getauft –

seinen endgültigen Namen wird es von einem der 1777 Vorschläge aus

der Bevölkerung erhalten. Das neue Schiff bietet grössere Kapazitäten,

ein Panorama- und Sonnendeck und erstaunliche Raumhöhen. Daniel Schaub

10 Basel Live


Peter Stalder, Geschäftsführer

der Basler Personenschifffahrt

(BPG),

ist eben zurückgekehrt

aus dem österreichischen

Linz. Dort erlebte

er Ende März in der

Werft der Firma ÖSWAG die Einwasserung

des neuen Basler Rheinschiffes,

das bis zur öffentlichen Taufe am

16. Mai noch «UNSER SCHIFF» heissen

und erst dann jenen definitiven Namen

tragen wird, der aus 1777 Vorschlägen

aus der Bevölkerung von

einer Jury auserkoren worden ist.

«Es war ein erhabener und stark

emotionaler Moment, als das Schiff

ins Wasser glitt und so eine ganz neue

Perspektive ermöglichte.» Über viele

Wochen hat Stalder den Bauprozess

begleitet, jetzt ist er ganz einfach

«stolz und tief erfreut, dass etwas

Grosses entstanden ist».

Durch 68 Schleusen

Bis das neue Bijou der BPG in Basel

auf dem Rhein verkehren wird, vergehen

indes noch einige Wochen. Auf

dem Wasserweg wird es sich Ende

April von der Werft in Linz über die

Donau, den Main-Donau-Kanal, den

Main und den Rhein auf insgesamt

1226 Kilometern und durch 68

Schleusen Richtung Basel bewegen,

ehe es nach einer mindestens zehntägigen

Reise am Dreiländereck ankommen

wird. Bis es seinen regulären

Betrieb aufnehmen wird, verstreicht

dann nochmals Zeit. «Wir müssen das

Schiff kennenlernen, es muss ein

paar Mal durch die Schleusen verkehren,

nach Rheinfelden fahren – und

das mit all unseren Schiffsführern.»

Stalder rechnet damit, dass die ersten

Kursfahrten im Juli stattfinden

können.

Die Idee für ein neues Basler

Rheinschiff wurde im Verwaltungsrat

der BPG im September 2010 erstmals

diskutiert. Die beiden Flottenschiffe

«Baslerdybli» und «Lällekönig» sind

schon über 30 Jahre alt, es gibt neue

gesetzliche Anforderungen in Sachen

Sicherheit und Umwelt, eine Sanierung

wäre zu aufwendig gewesen.

Dazu wollte sich die BPG die nachhaltige

Wirtschaftlichkeit sichern mit

einem modernen Schiff, das ganz

neue Chancen und Möglichkeiten

eröffnet. Das neue Flaggschiff der BPG

wird bei maximaler Belegung bis zu

600 Personen aufnehmen können, die

alle einen Sitzplatz finden. Bankette

sind bis zu 320 Personen möglich.

Das Panorama- und Sonnendeck

Optisch auffallend sind die markant

grössere Raumhöhe von 2,60 Metern

im Hauptdeck sowie das neuartige

360-Grad-Panoramadeck mit Sonnen-Lounge

im Oberdeck. «Das Schiff

überzeugt auch durch seine Durchgängigkeit,

die eine optimale Beweglichkeit

der Gäste ermöglicht», sagt

Stalder und findet für die Ausstattung

nur eine Beschreibung: «Es ist

ein wunderschönes Schiff.» Eingeflossen

in die Planung des deutschen

Schiffingenieurs Bernhard Utz, der

von seinem Standort Achberg am

Bodensee schon viele Schweizer

«Das Schiff überzeugt

auch durch seine

Durchgängigkeit,

die eine optimale

Beweglichkeit der Gäste

ermöglicht.»

Schiffe konzipierte hat, sind zahlreiche

Erfahrungswerte und Ansprüche

aus Basel. Viele Rahmenbedingungen

werden auch vom baulichen Umfeld

am Rhein vorgegeben. Beachtet

werden müssen Brückendurchfahrten,

der Tiefgang, Schleusenbreiten, aber

auch die Anlagestellen für Ein- und

Ausstiege.

Aus einer anfänglichen Skizze

entwickelte Utz einen ersten Generalplan.

Und dieser stiess in Basel gleich

auf Begeisterung. «Wow» hätten sie

alle gesagt, erinnert sich Peter Stalder,

und das sei in diesem Planungsstadium

eher aussergewöhnlich. Es

folgten die ersten Visualisierungen,

die Gespräche mit den Entscheidungsträgern

im Verwaltungsrat, im Regierungsrat

und im Grossen Rat, damit

das Gesamtbudget von rund neun

Nach der Einwasserung wird das Basler Rheinschiff bei der Werft in Linz festgemacht.

11


Millionen Franken genehmigt werden

konnte. Im vergangenen Mai begannen

nach der Kiellegung in Linz die

Bauarbeiten am Schiff, das 460 Tonnen

schwer, 70 Meter lang, 11,4 Meter

breit und – ab Wasserspiegel –

6 Meter hoch sein wird.

«Lällekönig» wird verkauft

Nun ist man kurz vor dem Ende eines

langjährigen Prozesses und es wird

nach der Ankunft des neuen Schiffes

nach Auffassung von Stalder noch ein

weiteres Jahr dauern, bis «wir das

Potenzial und die Möglichkeiten des

Schiffes kennengelernt haben». Auch

deshalb hat man sich mit der Ent-

«Wir möchten uns

herantasten und für

vieles offen bleiben»

wicklung von neuen Events noch

zurückgehalten. Denkbar sind künftig

neben Events von grösserer Kapazität

vermehrt kulturelle Anlässe.

«Wir möchten uns herantasten und

für vieles offen bleiben», sagt Stalder.

Ende 2018 wird die Flotte der

Basel Basler Live Personenschifffahrt AG wieder

Kombi-Inserat

auf drei Boote reduziert.

Hörmittelzentrale

Der «Lällekönig»

wird dann

Nordwestschweiz – WIDEX

Ende März erstmals im Wasser: Das neue Bijou wird im Mai in Basel eintreffen. Fotos zVg/BPG

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verkauft.

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MAGAZIN

Zeit zum

Geniessen

Unterwegs zum Rhein

Das neue BPG-Schiff

Rehberger-Weg

Kunstvolles Wandern

Padel-Tennis

Trendiges Lysbüchel-Areal

Im Wandel

Die neue Welt im Klybeck

2 | 2017

MAGAZIN

Die Tage in Basel

werden länger

Attraktion Muba 2018

Die Highlights

1 | 2018

Wettbewerb

auf Seite

36–37

© Palazzo Niccolini, Firenze

Kunstvolle Einzelstücke von heute

nach Vorbildern von gestern

Sonderausstellung, 21. April – 7. Oktober 2018

Museum, Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr

Ristorante La Sosta und Boutique, täglich von 9.30 bis 18 Uhr

Steinenvorstadt 1, CH-4051 Basel | www.swmb.museum

Spielzeug Welten

Museum Basel

13


Eine neue Trendsportart

für Basel

Thomas Keller und Thilo Mangold wollen «Padel-Tennis» in der Stadt etablieren.

Philipp Schrämmli

Am 24. März fand in

der Markthalle die

erste Generalversammlung

des

Vereins «Padel

Basel» statt. 150

Mitglieder zählt der

junge Verein bereits, was bemerkenswert

ist, vor allem wenn man weiss,

dass der neue Padel-Court auf dem

Lysbüchel-Areal erst Anfang März

eröffnet wurde. «Ich habe wirklich

das Gefühl, dass dieser Sport in Basel

durch die Decke schiessen könnte»,

sagt Thilo Mangold.

Aber was ist Padel-Tennis? Und

wie kommen zwei Kulturschaffende

dazu, in Basel einen Platz für diese

hierzulande praktisch noch unbekannte

Sportart zu bauen?

Padel-Tennis ist eine Mischung aus

Squash und Tennis. Gespielt wird in

einem «Käfig», der Ball – im Prinzip

ist es ein Tennisball, dem die Luft

ausgegangen ist – darf die Seitenwände

berühren, die Spielgeräte

erinnern an etwas zu dick geratene

Beach-Tennis-Schläger. Gespielt wird

Padel-Tennis vor allem in Spanien

und Lateinamerika. «Dort ist das eine

grosse Sache. Im öffentlichen Raum

gibt es Courts, die man benutzen

kann», sagt Mangold.

Entdeckt hatte Keller Padel-Tennis,

als er in Buenos Aires lebte – und er

Arbeiten für die Popularität ihrer Sportart: der Vorstand von Padel Basel mit Marco Catanzariti

(mit dem Racket vor dem Gesicht), Präsident Thomas Keller, Michael Rudin, Thilo Mangold und

Franca Frey (im Uhrzeigersinn von oben links).

war sofort begeistert. «Als er zurückkam,

konnte er nicht aufhören, davon

zu schwärmen, und hat mich überzeugt,

dass wir in Basel unbedingt

auch so eine Anlage brauchen», sagt

Mangold. Fünf Jahre haben die beiden

nach einer geeigneten Halle

gesucht, bis sie auf dem Lysbüchel-

Areal nun endlich fündig wurden.

Der Verein «Unterdessen», der die

Zwischennutzungen auf dem Gelände

organisiert, habe von ihrer Idee

gewusst und sei aktiv auf die beiden

zugekommen. «Es hat mitunter auch

14 Basel Live


deswegen so lange gedauert, weil wir

einen speziell coolen Ort gesucht

haben, einen mit einem eigenen

Charakter», sagt Mangold.

Im letzten Sommer konnten die

beiden die ehemalige Lastwagenwerkstatt

des Coop-Verteilzentrums übernehmen,

die Duschen der Chauffeure

funktionierten sie zu Garderoben um.

Zu Beginn spielten sie noch in einem

Provisorium, behelfsmässig zusammengebaut

aus Holzplatten. Seit März

steht nun aber ein professioneller

Court, der eigens aus Spanien angeliefert

wurde. Mittlerweile wird in

der Halle bereits jeden Tag gespielt,

die Reservation erfolgt online, Schläger

und Bälle stehen in der Halle zur

Verfügung.

«Das Schöne am

Padel-Tennis ist,

dass der Einstieg in

den Sport sehr

niederschwellig ist»

«Das Schöne am Padel-Tennis ist, dass

der Einstieg in den Sport sehr niederschwellig

ist», erklärt Mangold. Anfänger

hätten rasch Erfolgserlebnisse,

die meisten ihrer Mitglieder hätten

vorher weder Tennis noch Squash in

einem Club gespielt. «Ich selber bin

untalentierter als die meisten unserer

Mitglieder und trotzdem macht es mir

mordsmässig viel Spass.» Zudem sei

Padel-Tennis weniger aggressiv, es

wird beispielsweise von unten aufgeschlagen,

und habe auch eine soziale

Komponente, weil es immer im Doppel,

also im Team gespielt werde.

Für Mangold und Keller ist indes

klar, dass in ihrem Verein nicht nur

der Sport im Vordergrund stehen soll.

Auch neben dem Court seien viele

Aktivitäten geplant. «Unsere Halle

soll so etwas wie der Dorfplatz des

Lysbüchel-Areals werden, auf welchem

sich die anderen Zwischennutzer,

aber auch Gäste treffen können»,

sagt Mangold. So sollen beispielsweise

Geburtstagsfeste durchgeführt

werden können, im Sommer wollen

sie die Fussball-Weltmeisterschaft

übertragen und mit allen Besuchern

gemeinsam grillieren. «Das Ziel ist,

dass die Leute nicht nur Sport treiben,

sondern gerne auch ihre Freizeit

hier verbringen.»

Der Zwischennutzungs-Vertrag für

die Padel-Halle läuft nur bis Ende

2019, für Keller und Mangold ist dies

indes kein Nachteil. Wegen des temporären

Verhältnisses seien die Mietbedingungen

günstig. «Wenn wir

schon dauerhaft irgendwo eingezogen

wären, hätten wir viel mehr bezahlen

müssen, ohne zu wissen, ob sich

überhaupt irgendjemand für Padel-

Tennis interessiert.»

Doch offenbar interessieren sich

die Leute. Unter den 150 Mitgliedern,

die der Verein bereits ausweist, seien

viele «Kreativschaffende», wie Mangold

sagt, allerdings erhalte er nun

vermehrt Anfragen von Expats, welche

den Sport aus ihrer Heimat kennen.

Mit dem Sportamt, welches das

Projekt ideell unterstützt, stünden

sie im Austausch. Sollte ihr Verein

dieses Jahr überrannt werden, würden

sie sich auf die Suche nach einem

Standort für einen zweiten Court

machen. «Unser Plan ist klar, dass es

Padel-Tennis über das Jahr 2019

hinaus in Basel gibt. Wir wollen den

Sport in der Stadt etablieren.»

«Unser Plan ist klar,

dass es Padel-Tennis

über das Jahr 2019

hinaus in Basel gibt.

Wir wollen den

Sport in der Stadt

etablieren.»


Lysbüchel – ein Ort mit Zukunft

Das Lysbüchel-Areal im Nordwesten Basels beim Bahnhof

St. Johann ist eines jener Gebiete der Stadt mit dem grössten

Entwicklungspotenzial. Die Behörden wollen das Industriegebiet

in eine Mischnutzung überführen, auf dem Gelände sollen

in den nächsten Jahren bis zu 3000 neue Arbeits plätze sowie

Wohnraum für bis zu 2000 Einwohnerinnen und Einwohner

entstehen. Die Planung sieht dabei eine klare Trennung von

lärmintensiven und lärmempfindlichen Nutzungen vor. Der

nördliche Bereich des Areals verbleibt in der Industrie- und

Gewerbezone und soll Platz für emissionsintensives Gewerbe

bieten. Durch ruhiges Gewerbe und Dienstleistungen abgetrennt,

liegt im Süden des Areals der Schwerpunkt auf der

Wohnnutzung. Ebenfalls im Süden soll das im St. Johann

dringend benötigte zusätzliche Schulhaus zu liegen kommen.

Während sich die Grundbesitzer – es sind dies vornehmlich

die SBB, die Stiftung Habitat und der Kanton Basel-Stadt –

bezüglich dieser Neuausrichtung einig sind, wehrt sich insbesondere

der baselstädtische Gewerbeverband gegen die

Umnutzung. Es gebe in Basel kaum noch zusammenhängende

Industrieareale, folglich dürfe man eines der letzten verbliebenen

nicht aufheben. Während die Zukunft des Lysbüchel-Areals

noch nicht definitiv besiegelt ist, finden in bereits

nicht mehr genutzten Hallen, namentlich in den leer stehenden

Räumlichkeiten der ehemaligen Coop-Verteilzentrale,

diverse Zwischennutzungen statt. Organisiert werden diese

vom Verein «Unterdessen», welcher die Flächen für zweieinhalb

Jahre weitervermieten darf. Unter anderem befindet sich

in einer der leer stehenden Hallen seit Kurzem ein Spielfeld

für «Padel-Tennis». Daneben arbeiten auch Künstler auf dem

Areal, Architekten haben Büros bezogen, es hat Proberäume

für Bands, Autofreaks schrauben an ihren Maschinen und in

einer Halle wird CBD-Hanf angepflanzt.

Marianne, 63

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17


Inspirierend

wie nie zuvor

Die 102. Austragung der Mustermesse Basel, heute nur noch muba genannt,

verspricht aller Tradition zum Trotz die «jüngste» in ihrer Geschichte zu werden.

Zahlreiche attraktive Ausstellungen gerade für Familien mit Kindern oder für

Jugendliche ergänzen das bewährte Angebot. Basel Live stellt die Highlights vor.

Auf der Suche nach dem neuen

Schweizer Grill-Champion

Am ersten Muba-Wochenende (21./22. April) gastieren auf dem

Messeplatz – vor den Eingangstoren der Rundhofhalle und

gratis zugänglich – wieder die Bell BBQ Single Masters. Die

Schweizer Einzelgrillmeisterschaft ist fast schon Stammgast

an der Muba und bietet den kreativen Grillchefs (und

Grillchefinnen) die Gelegenheit, sich für den Finaltag

vom 1. September in Wil SG zu qualifizieren. Für alle

Teilnehmer gibt es attraktive Sofortpreise zu gewinnen

– und dem neuen Schweizer Meister, oder eben der

neuen Schweizer Meisterin, winkt der Hauptpreis: eine

BBQ-Reise in die USA mit dem Besuch des legendären

Jack Daniel’s World Championship Invitational Barbecue

im Wert von 7500 Franken. Die Teilnahme wird allen

Mitmachenden von den Hauptpartnern Bell, Feldschlösschen,

Weber und Coca-Cola offeriert; es reicht, sich

(rechtzeitig) vor Ort einzuschreiben. Jeweils acht Grilleure

treten dabei pro Serie (dauert ca. 45 Minuten) gegeneinander an

und müssen auf Q3200-Gasgrills von Weber ein Menü aus einem zuvor

unbekannten Warenkorb kreieren. Das Gericht wird in der Folge in einem

Food Container anonym an eine Profijury der Swiss Barbecue Association übergeben

und dort nach streng festgelegtem Regelwerk begutachtet. Wie gut in Basel grilliert

wird, hat im vergangenen Jahr Patrick Straub bewiesen: Der Fotograf hatte sich

an der Muba für den Final 2017 auf dem Berner Waisenhausplatz qualifiziert – und

sich letztlich den Titel an den Bell BBQ Single Masters gesichert.

18 Basel Live


Bricklive wird superaktiv

Wer aufzählen will, was dieses Jahr an der Bricklive läuft, muss

erst einmal ganz tief Luft holen. Denn das grösste Spielparadies

der Schweiz ist superaktiv geworden: Im Ninjago-Bereich

oder auf der Bricklive-Bühne zeigt ein Kampfsporttrainer

pfiffige Tricks zur Selbstverteidigung. Wer will,

kann auch sein eigenes Rennauto bauen, gegen seine

Freunde antreten und am Ende aufs Siegertreppchen

steigen. Aktiv werden kann man auch mit dem Bauhelm

auf dem Kopf und an der riesigen City-Baustelle

mitarbeiten. Dort braucht es eine Feuerwehrzentrale,

einen Rheinhafen mit Umschlagterminal und einen

Flughafen. Danach geht es auf Safari: Nicht weniger

als 82 Tierskulpturen, aus Lego-Steinen gebaut von

professionellen Modellbauern, verwandeln die Halle in

einen Dschungel und in die Savanne Afrikas. Mit einem

regulären Bricklive-Ticket wird übrigens der Besuch der

muba und der Creativa kostenlos. Und wer bereits ein

muba-Ticket oder eine muba Friends Card besitzt, erhält die

Bricklive-Eintrittskarte für einen Aufpreis. Für die besonders

gros sen Bricklive-Fans gibt es neu das VIP-Ticket, mit dem man exklusiv

die Spielzone eine Stunde früher betreten darf als alle anderen (mit

offeriertem Snack, Getränken und Goodie-Bag).

WG-Leben mitten im Messetrubel

Unvergessliche Serienabende, endlose Diskussionen über Haare im Abfluss und Freunde

fürs Leben: Alles das erlebt, wer zu Hause aus- und in eine WG einzieht. Die Entscheidung,

die elterlichen vier Wände zu verlassen, fällt oft schnell – Kisten packen, Auto

und Freunde für den Umzug organisieren und los gehts. Die wirklich kniffligen Fragen

tauchen erst später auf. Woher das Geld für das Mietzinsdepot nehmen? Wo den Hausrat

versichern? Welches Mobile-, TV- und Internet-Abo ist das richtige? Und wie passt der

sperrige Schrank überhaupt ins WG-Zimmer? Wer plant, in die erste WG oder in die

eigene Wohnung zu ziehen, kann sich an der muba schlau machen. In

Kooperation mit IKEA wurde in der Halle 2.1 auf 180 Quadratmetern

ein komplettes Appartement eingerichtet. Dieses wird während der

zehn Messetage von fünf Frauen und Männern bewohnt. Diese

haben während ihres Aufenthalts in der muba-WG verschiedene

Challenges zu bewältigen. So müssen sie etwa

innerhalb einer Stunde unter Anleitung der

Food-Bloggerin Zoe Torinesi ein 3-Gang Menü zaubern.

Oder es gilt, den Wocheneinkauf mit einem

knapp bemessenen Budget zu kalkulieren und dabei

auch noch einen ausgewogenen Speiseplan zu berücksichtigen.

Tipps und Unterstützung für den Wohn-Alltag

geben die verschiedenen Aussteller, die sich rund um

die muba-Wohnung präsentieren.


Der grosse Koch-Showdown

Im «FOOD.live»-Bereich in der Halle 2 kann man sich kulinarisch verwöhnen lassen. Im

Fokus steht die Kocharena. Diese ist allabendlicher Schauplatz von Tastings mit wechselndem

Schwerpunkt – von Wein über Whiskey bis hin zu Insekten! Besonderes Highlight ist der

von Starkoch Thomas Bissegger moderierte Feierabend-Event mit dem Titel «Das perfekte

muba-Dinner»: In der Kocharena der muba zaubern die Teilnehmenden – unterteilt

in zwei Teams – binnen sechzig Minuten ein Menü hin und bewerten

dieses anschliessend gegenseitig. Am Sonntag, dem letzten

muba-Tag, kommt es zum grossen Showdown zwischen den

beiden Finalisten, die sich innerhalb ihrer Teams durchgesetzt

haben. In der Kocharena führt Thomas Bissegger

auch durch die zweimal täglich stattfindende Kochshow.

Am Eröffnungstag der muba treffen zum Beispiel Molekularkoch

Rolf Caviezel und sein Kollege Silvan Oswald

aufeinander, um über ihre jeweiligen Kochphilosophien

zu diskutieren. In Kollaboration mit dem Warenhaus

Globus können Jugendliche überdies bei der

«Kinderkochen»-Show mitmachen. Attraktiv wird an

der «FOOD.live» auch der Gang durch die einheitlich

gestaltete Food Shopping Street, auf der es nicht nur

fein duftet. Hier kann man sich auch über die aktuellsten

Ernährungs- und Foodtrends informieren. Ein

muba-Novum ist die benachbarte «Welt der Getränke».

«Original Regional»: Genuss von hier

Wer achtsam einkauft, stellt rasch einmal fest, dass die Spargeln mitunter aus Griechenland, das

Lammfleisch aus Neuseeland und die Erdbeeren aus Südafrika stammen. Die Folge der globalen

Transportmöglichkeiten ist ein riesiges und jederzeit verfügbares Angebot, das jedoch

weder saisonal noch nachhaltig ist. Eine Situation, an der sich viele Konsumentinnen

und Konsumenten zusehends stören. Mit dem Resultat, dass sich diese

wieder vermehrt für Produkte aus der Region interessieren und sich ebenso

wieder stärker mit diesen identifizieren. Das mit gutem Grund, denn lokal

produziertes wie Obst, Gemüse oder Küchenkräuter schont aufgrund kurzer

Transportwege die Umwelt. Und weil die Pflanzen nicht unterwegs, sondern

vor Ort ausreifen, wissen die Lebensmittel gerade in geschmacklicher Hinsicht

zu überzeugen. Vor diesem Hintergrund rückt die muba bewusst die

regionalen Produzenten ins Rampenlicht – in der Erlebniswelt «Original

Regional», wo man die Menschen hinter den Produkten kennenlernt und

vertiefende Einblicke in den Entstehungsprozess lokaler Leckerbissen erhält;

in der Marktatmosphäre an kunterbunten Genussständen.


Inspiration in der

«Pop Up-City»

Es ist wie das Leben in einem Lifestyle-Magazin.

Wir blättern nicht nur in ihm herum, sondern

gestalten selber mit, erleben, was andere ermöglichen,

und spazieren gleichzeitig in diesem «Magazin»

herum. Das steckt hinter der Idee von

«INSPIRATION.live»: Dieses begehbare Lifestyle-

Magazin führt die Besucher durch eine einzigartige

«Pop Up-City», in der es einiges zu tun und zu

erleben gibt – auf unterschiedlichen Ebenen in

einer vielgestaltigen und anregenden Szenerie.

Die Plattform BASEL.live gewährt dabei aussergewöhnliche

Einblicke: Es gilt, in luftiger Höhe die

Stadt neu zu erkunden oder in verwinkelten

Gassen die neusten Insidertipps urbaner Trendsetter

und Stadtführerinnen zu erfahren. Selbstverständlich

mit von der Partie ist die vielfältige

Produkt- und Designwelt Basels, wo aktive Besucher

selber Hand anlegen können; etwa bei einem

Siebdrucker oder bei einem Schreiner, mit dessen

Unterstützung man den eigenen muba-Hocker

erschaffen kann. Eine Menge Individualität steckt

auch in Kunst- und Designstücken. Doch meistens

bleiben deren Gestalterinnen unbekannt. Der

Bereich «DESIGN.live» schafft diesbezüglich

Abhilfe: Hier wird sichtbar, wer hinter den ausgestellten

Objekten steht, die von Schweizer Designerinnen

und Kunsthandwerkern kreiert wurden.

Anne Gold

Wenn Marionetten

einsam sterben

320 Seiten, kartoniert

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21


«Die Picassos

sind da»

Vor 50 Jahren sorgte Basel für einen einzigartigen politischen Entscheid. Das Volk

bewilligte an einer Urnenabstimmung sechs Millionen Franken für den definitiven

Ankauf von zwei Picasso-Werken im Kunstmuseum. Dieses würdigt nun mit der

Ausstellung «Kunst. Geld. Museum» das historische Ereignis. Daniel Schaub

Es war der Dreikönigstag

des Jahres 1968, als am

Basler Kunstmuseum

eine Banderolle an die

Säulenbögen gehängt

wurde. «Die Picasso sind

da», stand dort in grossen

Lettern. Es war der triumphale

Abschluss eines einzigartigen, bewegten

Kapitels der Basler Kulturgeschichte

vor nur mehr 50 Jahren.

Begonnen hatte alles mit einem

schrecklichen Flugzeugunglück am

20. April 1967 auf Zypern. Betroffen

war die Maschine «Britannia» der

schweizerischen Charterfluggesellschaft

Globe Air AG, die von Peter

A. Staechelin, dem Sohn des Basler

Kunsthändlers Rudolf Staechelin,

massgeblich alimentiert wurde.

120 Menschen kamen ums Leben.

Das Unglück löste grosse Schwierigkeiten

aus, Staechelin hatte viel Geld

investiert, sein Vermögen auch für

Bürgschaften für die Globe Air AG

verwendet. Beim endgültigen Konkurs

im Oktober 1967 stand diese mit

rund 20 Millionen Franken in der

Kreide, Staechelin war mit seinen

Bürgschaften längst in Zugzwang

geraten. Sein Vater hatte bei der

Überführung seiner Kunstsammlung

in die «Rudolf Staechelinsche Familienstiftung»

verfügt, dass keine

Bilder verkauft werden dürfen, es sei

denn, ein Familienmitglied geriete in

finanzielle Notlage. Diese war nun

definitiv gegeben.

Schmidt startete Sammlung

1947 hatte Rudolf Staechelin die

beiden Picasso-Gemälde «Les deux

frères» (1905) und «Arlequin assis»

(1923) als Leihgabe ins Basler Kunstmuseum

übergeben. Der damalige

Kunstmuseums-Direktor Georg

Schmidt hatte mit seinem Eintritt

1939 begonnen, eine Picasso-Sammlung

anzulegen. Den Anfang machten

1943 zwei kleine Stillleben als Depositen

aus der Sammlung von Maja

Sachers Hoffmann-Stiftung. Bis zum

Rücktritt Schmidts im Jahr 1962 war

die Sammlung auf 13 Werke Picassos

angewachsen. Die beiden Werke aus

dem Staechelin-Besitz sollten 1967 –

wie zuvor schon Vincent van Goghs

«La Berceuse» – auf dem internationalen

Kunstmarkt verkauft werden.

Franz A. Meyer-Chagall, der damalige

Basler Kunstmuseums-Direktor, reagierte

rasch und verschaffte sich ein

bis zum 31. Dezember 1967 gültiges

Vorkaufsrecht. Der Preis für die

beiden Picassos wurde auf 8,4 Millionen

Franken festgesetzt, im Ausland

hätte er, so sagte Staechelin selbst,

rund 11 Millionen Franken lösen

können. Doch er wollte das Vermächtnis

seines Vaters nicht beeinträchtigen,

die Sammlung nicht auseinanderreissen.

Er willigte auch in einen

Leihvertrag für 15 Jahre für weitere

Werke aus der Sammlung der Stiftung

seines Vaters ein.

Ein politischer Kraftakt

8,4 Millionen Franken waren in der

damaligen Zeit ein immenser Betrag,

vor allem auch für die öffentliche

Hand, die den Hauptteil der Summe

aufbringen sollte. Der Grosse Rat des

Kantons Basel-Stadt sprach am 6. Oktober

1967 einen Kredit über 6 Millionen

Franken, verbunden mit der

Bedingung, dass der Restbetrag aus

privaten Quellen generiert werden

müsse. Das war der Anfang einer

beispiellosen Solidaritätsaktion in

22 Basel Live


Noch immer eine grosse Attraktion: die beiden Picasso-Bilder «Venus und Amor» sowie «Das Paar» im Kunstmuseum Basel. Foto kmb

Basel. Die chemische Industrie sprach

einen Beitrag von 1,5 Millionen Franken,

das übrige Geld wurde aus verschiedensten

Quellen generiert.

Entscheidend war das Basler

«Bettlerfest» am 25. November 1967.

Kunstschaffende «bettelten» sich mit

ihren Werken viele Franken zusammen,

die ganze Stadt war auf den

Beinen. Die Regierungsräte, darunter

der spätere Basler Nationalrat Dr.

Edmund Wyss, und Nationalratspräsident

Alfred Schaller servierten in den

Lokalen, die Luxushotels boten ein

«Bettlermenü» für 20 Franken an,

Merianstiche wurden reproduziert

und verkauft, die Kunstgewerbeschüler

brachten ihre Werke an die Leute,

der FC Basel, damals schon in der Ära

von Helmut Benthaus, bewarb die

Aktionen. Ja, selbst der Stadtpräsident

von Zürich, Sigi Widmer, kam

nach Basel, und überbrachte einen

Check über 26 500 Franken aus einer

Sammlung in Zürich.

Das «Bettlerfest» brachte nicht nur

Geld, es liess den Glauben an das

Unmögliche massgeblich wachsen.

Denn der Picasso-Kredit kam nach

einem Referendum des Garagisten

Alfred Lauper, selbst ein betroffener

Kleinaktionär der Globe Air AG, in

Rekordzeit vors Volk – die Ende Jahr

auslaufende Option beschleunigte

den ansonsten trägeren politischen

Rhythmus. Die Chancen auf eine

Annahme des Kredites wurden allgemein

als gering eingestuft. Doch

niemand hatte mit diesem eindrücklichen

Basler Schulterschluss gerechnet.

Am 17. Dezember 1967 stimmten

32 118 Baslerinnen und Basler für den

Kredit, 27 190 dagegen. Der Urnengang

hatte weit über die Grenzen für

Aufmerksamkeit und Bewunderung

gesorgt. «Der Enscheid bewahrt nicht

nur den Baslern und ihrem Museum

unersetzliches Kunstgut, sondern

wird auch das Prestige unserer Stadt

in der übrigen Welt stärken», schrieb

Rudolf Suter in den «Basler Nachrichten».

Und Kollege Wolfgang Bessenich

ergänzte in der «National-Zeitung»:

«Mit dem Erwerb von zwei Hauptwerken

in dieser einzigartigen Qualität

ist das ganze Museum mit einem Ruck

eine Stufe höher gerückt.»

Die Schenkung in Mougins

In der Kleinstadt Mougins in der

südfranzösischen Provence hatte der

Maestro persönlich von den basisdemokratischen

Ereignissen rund um

seine Bilder in Basel Wind bekommen.

Picassos Frau Jacqueline rief noch am

Abstimmungsabend in der Basler

Kunsthalle an, wo Museumsdirektor

Franz Meyer und seine Mitstreiter das

positive Resultat feierten. Sie liess

ausrichten, dass ihr Mann eine Überraschung

bereithalten würde, Meyer

möge umgehend nach Südfrankreich

reisen. Schon tags darauf ging es

nach Mougins, Bernhard Scherz,

Redaktor, und Kurt Wyss, Fotograf

23


der «National-Zeitung», begleiteten

ihn zur Villa Notre-Dame-de-Vie. Der

damals 86-jährige Picasso, unvermindert

lebhaft und temperamentvoll,

empfing im «zartblauen Pullover,

hellbeigen Hosen, gelben Socken und

braunen Hausschuhen», wie detailliert

festgehalten wurde.

«Die Leute sind bei Ihnen für

meine Bilder auf die Strasse gegangen

– das finde ich prächtig», liess

Picasso die Basler Delegation wissen.

Und er war derart gerührt,

dass er in grosszügige Geberlaune

verfiel. Er vermachte dem Besuch

aus seinem Frühwerk das Familienbild

«Homme, femme et enfant»

(1906) und eine erste Skizze der

weltberühmten, später in New York

ausgestellten «Les Demoiselles

d’Avignon». Franz Meyer durfte sich

dann noch ein grossformatiges Bild

aus dem aktuellen Jahresschaffen

des Künstlers aussuchen. Und weil

er sich zwischen «Venus et l’amour»

und «Le couple» nicht so richtig

entscheiden konnte (oder wollte),

überliess ihm Picasso auf Anraten

seiner Frau kurzerhand einfach

beide. Die Bilder entstanden am

9./10. Juni 1967 an zwei aufeinanderfolgenden

Tagen, sie gehörten

offensichtlich zusammen.

Schlagzeilen nach

dem 17. Dezember

1968.

Auf dem Balkon des «Trois Rois»

Es waren unglaubliche Momente, die

die Basler im Landhaus Picassos in

Südfrankreich erlebten. Der Künstler

erzählte von seinem letzten Besuch

in Basel rund 30 Jahre zuvor, in den

1930er-Jahren. Er hatte damals im

Hotel «Drei Könige» genächtigt und

verbrachte eine ganze Nacht auf dem

Balkon, weil er vom «tintenschwarzen»

Rhein und von der Stille zwischen

der letzten und der ersten

Strassenbahn so beeindruckt war. Am

Morgen genoss er das Erwachen der

Stadt: «Ich liebe diesen Augenblick,

wo irgendwo in einer neuen Stadt am

frühen Morgen der erste Schlüssel

umgedreht wird.»

Das Basler Glück war mit diesem

Besuch noch nicht vollendet. Zwischen

Weihnachten und Neujahr liess

Mäzenin Maja Sacher ausrichten, dass

sie der Basler Picasso-Sammlung noch

ein weiteres Werk aus ihrem Privatbestand

überlassen werde, «Le poète»

aus dem Jahr 1912. Sie gab mit diesem

Geschenk ihrer «Dankbarkeit und

Freude über den grossartigen Einsatz

der Bevölkerung, insbesondere der

Jugend, für den Erwerb der beiden

Picasso-Bilder» Ausdruck, der «den

Ruf Basels als Kulturstadt neu gefestigt»

habe.

Ausstellung

zum 50-Jahr-

Jubiläum

pd. 2018 jährt sich die erstmalige gemeinsame

Präsentation aller 1967 erworbenen

Picassos im Kunstmuseum Basel

zum 50. Mal. Das Jubiläum bildet den

Anlass für eine erweiterte Sammlungspräsentation,

für die die Werke von

Pablo Picasso den Ausgangspunkt bilden,

die sich jedoch vor allem auch als

Blick hinter die Kulissen der Sammlung

des Kunstmuseums damals und heute

versteht, und die an die wichtigen, nach

wie vor aktuellen Fragen der 1967/68

geführten Debatte anknüpfen möchte.

Aus Anlass des 50-Jahr-Jubiläums wirft

die Ausstellung «Kunst. Geld. Museum»

einen frischen Blick auf die «Picasso-Story»

und beleuchtet zentrale Momente

und Beteiligte. Die damals sicher auch

vom Zeitgeist getragene, höchst engagiert

geführte Diskussion um den Wert

von Kunst und ihre Bedeutung für die

Stadt hat nichts an Aktualität eingebüsst.

Bei genauerem Hinsehen zeigt

sich, dass die damalige Debatte im

selben Spannungsfeld von künstlerischen

Kriterien, handfesten finanziellen Argumenten

und strategischen Belangen des

Museums geführt wurde, die auch heute

noch das Denken und Handeln aller

bestimmt, die mit der Sammlung des

Kunstmuseums zu tun haben — ob als

Publikum oder Künstler der Stadt, als

Mäzene oder in der Rolle des Direktors.

In Interviews nimmt das Basler Kunstmuseum

diese aktuellen Bezüge auf und

stellt den historischen Dokumenten

Stimmen aus dem heutigen Museumsumfeld

zur Seite.

Kunst. Geld. Museum.

50 Jahre Picasso-Story

Kunstmuseum Basel. Bis 12. August

2018. Kuratorin: Eva Reifert.

www.kunstmuseumbasel.ch

24 Basel Live


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25


Frühlingszeit ist

auch Aufbruchzeit

Der Frühling, der lyrisch-poetisch auch als Lenz bezeichnet wird, ist eine der

vier Jahreszeiten. In den gemässigten Zonen ist er die Zeit der erwachenden und

spriessenden Natur. Astronomisch hat der Frühling im Norden am 19. oder

20. März begonnen. Meteorologisch und biologisch wird er meist auf Anfang

März angesetzt. Jordi Küng

Manuela Humbel ist

18 Jahre alt, geht in die FMS

Basel mit Fachrichtung

«Kommunikation/Media»

und wohnt in Riehen.

Manuela Humbel

«Im Frühling gönne ich mir eine neue Garderobe und verbringe so

viel Zeit wie möglich draussen. Ob beim Chillen, Grillieren oder

Fussballspielen hängt von der Lust und dem Umfeld ab», so der

Fast-Zweimeter-Jüngling. Und seine bevorzugten Orte sind dabei das

Birsköpfli oder das Rheinufer. «Am Wasser ist es immer am besten;

fliessendes Gewässer hat etwas Beruhigendes», so der Schüler.

«Im Frühjahr gönne ich mir meist Dinge, die gute Laune bereiten und

mich motivieren. Denn mit dem Frühjahr weiss man, der Sommer ist

nicht mehr weit weg – und mit ihm kommt die Festival- und Abenteuerzeit,

die langen Nächte, die mit einem Picknick beginnen und mit

einem gemütlichen Lagerfeuer enden, das meist bis in die frühen

Morgenstunden reicht. Im Frühjahr geniesse ich die Wärme der Sonne

im Gesicht, wenn man am Morgen draussen in seinem Lieblingscafé

sitzt und zuschaut, wie die Stadt Basel aufwacht. Im Frühling unternimmt

man Spaziergänge in den grünen Flächen der Stadt, im Kannenfeldpark

zum Beispiel. Ausserdem liebe ich es, bei diesem Wetter

durch die Strassen Basels zu bummeln und mich gemütlich in den

diversen Läden umzuschauen.»

Gilles Bösch

26 Basel Live

Gilles Bösch (18) ist Schüler und wohnt in Allschwil.


Lisa Müller

«Wenn es im Frühjahr anfängt zu blühen, neue und frische Gerüche in

der Luft liegen, die Vögel zwitschern und die Welt zu neuem Leben

erwacht, werden auch der eigene Körper und Geist von frischer Energie

durchströmt. Ich gönne mir im Frühling, meine Energie für Kreatives zu

nutzen, mich in der Natur sportlich auszutoben. Ich gönne mir lange

Spaziergänge in farbenfrohe Sonnenuntergänge hinein, tiefgehende und

emotionale Gespräche mit guten Freunden auf deren Veranda bis in die

tiefe, lauwarme Nacht hinein. Ich gönne mir, noch tiefer als sonst, in

die Humorschublade zu greifen und mich selber und mein Umfeld mit

Wortwitz und Schlagfertigkeit zu überraschen. Und wenn ich vor lauter

Gönnen noch nicht genug habe, die Freude am Leben und die Lust auf

Neues zu gross ist, düse ich wohin und gönne mir ein Picknick zwischen

summenden Bienen und zwitschernden Vögeln.»

Lisa Müller (28) hat

einen Masterabschluss in

klinischer Psychologie und

Neurowissenschaften.

Kai Miyoshi

«Im Frühjahr gibt es endlich wieder coole Outdoor-Events. Ich gönne

mir dann immer Tickets zu tollen Konzerten oder anderen Veranstaltungen,

die draussen in der Natur stattfinden. Und ich liebe es, mit

meinem Hund in die Grün 80 zu gehen. Ausserdem kann man dort –

auch ohne Hund – eine superbe Zeit verbringen und viele Aktivitäten

entwickeln. Ich denke da an ein Picknick – oder einfach die Seele

baumeln lassen und die Frühlingssonne geniessen. Herrlich!»

Kai Miyoshi (19) lebt in Mumpf, aber einen Grossteil seiner Zeit

verbringt er in Basel, da er hier auch zur Schule geht.

Larissa Bucher

«Sobald es etwas wärmer wird, miste ich meinen Kleiderschrank

aus und kaufe mir ein paar neue Kleider. Es ist für mich wie ein

Neuanfang. Alles wird leichter und bunter, es ist ein tolles Gefühl.

So habe ich für jedes Jahr neue Kleider und neue Erinnerungen»,

erklärt sie schmunzelnd. Und fährt fort: «Wie wohl jedefrau/

jedermann in Basel, zieht es auch mich schon früh ans Rheinufer.

Ich liebe es, wenn es langsam warm wird, man aber noch einen

angenehm frischen bis kühlen Wind spürt. Noch lieber als am

Rhein sitze ich dann draussen in einem der vielen schönen Strassen-Kaffees»,

so die Schülerin und wohl spätere Studentin.

Larissa Bucher (18) lebt in Basel, wird im Juli die FMS abschliessen

und eine Praktikumsstelle bei Telebasel antreten.

27


Die verborgene

Fussballstadt

Der FC Basel 1893 feiert dieses Jahr seinen 125. Geburtstag – und sorgt

mit seiner internationalen Strahlkraft für den guten Ruf der Fussballstadt.

Viele Tausend Fussballer in der Stadt gehen ihrem Hobby fernab der

Öffentlichkeit nach. Eine Reise zu Diamanten und Sternen, zu Jung und

Alt und zur Einigkeit unter Sportfreunden. Daniel Schaub

Der FC Basel 1893 zog

in den ersten Monaten

dieses Jahres

wieder einmal die

gesamte Aufmerksamkeit

auf sich. Der

Millionentransfer von

Manuel Akanji, die Rückkehr von

Fabian Frei und Valentin Stocker, der

sportliche Kaltstart in die Rückrunde,

der Stromausfall im St. Jakob-

Park und nur drei Tage später das

nächste Glanzlicht auf der europäischen

Bühne der Champions League.

Dem FCB gelang es, als erstes Team

dieser Saison bei einem der teuersten

und besten Fussballteams des Planeten,

Manchester City, mit 2:1 zu

gewinnen. Eine nächste Sternstunde.

Im langen Schatten der internationalen

Strahlkraft des FC Basel 1893

wächst in der Fussballstadt Basel

nicht mehr viel Gras. Andere Vereine

können davon ein Liedchen singen.

Der EHC etwa oder der RTV. Dabei

waren es ausgerechnet die 1879

gegründeten Realturner, die im Sommer

1893 mit ihrem Adolf «Papa»

Glatz den Fussball definitiv nach

Basel brachten. Wenige Monate später

wurde der Football Club Basel gegründet

– der RTV war am 10. Dezember

1893 auf dem Landhof auch der

erste Gegner des noch taufrischen

FC Basel – und unterlag mit 0:2.

Old und Young Boys

In den folgenden Jahren setzte eine

wahre Gründungswelle von Fussballclubs

in Basel ein – Vereine, deren

Sterne oft schnell wieder erloschen,

und die Namen wie Buckjumpers,

Gough’s Team, Viktoria, White Stars

oder Half Moon trugen. Es gab sogar

einen FC St. James (aus dem St. Johann)

und einen FC Kleinbasel, einen

FC Rhenania und einen FC Rosenthal.

Am nachhaltigsten gehalten hat sich

aus der Frühzeit der BSC Old Boys.

Er wurde ebenfalls von Adolf Glatz

mitbegründet. Die Grundlage war

einfach. Beim RTV durften damals

nur Realschüler mitwirken. Hatten

sie die Schule beendet, waren sie für

den RTV folglich zu alt. Die neue

Vereinigung nannte sich folgerichtig

Old Boys, zunächst wars bloss ein

Football Club, 1907 gabs unter dem

Namen Old Boys auch eine Leichtathletiksektion,

ab 1920 nannte sich der

Verein mit mehreren Sektionen erstmals

Basler Sport Club (BSC) Old

Boys. Der F.C. Old Boys hatte übrigens

bei einem Gastspiel beim FC Bern

1898 auch einige junge Fussballer, die

sich dort im Verein nicht mehr über

die notwendige Akzeptanz verfügten,

zur Gründung der Young Boys inspiriert.

In Basel gab es ebenfalls Kontrastprogramme

zu den Old Boys. Ab

1900 existierten die Young Kickers,

ab 1906 die Blue Boys, und ab 1907

gabs sogar einen FC Young Boys

Klybeck. Es folgten 1908 noch die

Young Players.

28 Basel Live


Das erste Training des FC Basel 1893 auf dem Landhof.

Die Old Boys begannen 1894 noch als reiner Football Club. Stars und Sternchen: die Black Stars im Jahr 1930.

Das Sternenjahr 1907

Im Fussball der Gründerzeit ging es

aber bei den Vereinsgründungen

nicht bloss um Jung oder Alt, sondern

durchaus auch um glitzernde Diamanten

(der FC Excelsior Basel spielte

1901/1902 in der Serie A), um Glück

(auch der FC Fortuna Basel gehörte

am Anfang des 20. Jahrhunderts der

Serie A an) und jene Sterne, die der

FC Basel heutzutage in der Champions

League vom Himmel holt. 1907 war in

dieser Hinsicht ein besonders reichhaltiges

astronomisches Jahr: gegründet

wurden der FC Blue Stars, der

«Fünf Basler Clubs

spielten gleichzeitig

in der höchsten

Schweizer Liga.»

FC Red Stars, der FC Polarstern und

der FC Südstern. Auch diese Sternschnuppen

erloschen nach kurzer Zeit

wieder. Gehalten hat sich einzig der

ebenfalls 1907 aufgestiegene Stern

des FC Black Stars. Und natürlich

auch jener des 1901 ins Leben gerufenen

FC Nordstern – die Gründer wollten

einen neuen Stern am nördlichen

Basler Fussballhimmel aufsteigen

lassen, die Mannschaft kickte ursprünglich

in schwarzen Trikots mit

gelbem Stern und eroberte schnell

auch die nationale Bühne.

Nordstern und die Black Stars

gehörten in der Saison 1930/1931 zu

jenen fünf (!) Basler Clubs, die damals

in der höchsten Schweizer Liga

spielten. Eine einmalige Konstellation,

die jedoch nicht ausreichte, um

einen Basler Club zum Schweizermeister

zu machen. Es war in jener

Zeit durchaus so, dass der FC Basel

nicht immer die unbestrittene Nummer

1 in der Stadt war. Heute kaum

mehr vorstellbar. Der fünfte Basler

Club auf höchster Stufe war in jener

Rekordsaison der FC Concordia.

Einigkeit und Freundschaft waren

damals im Fussball und seinen Vereinen

ebenfalls Themen, wieder unter

englischem (United) oder nun auch

deutschem (Union, Eintracht) Einfluss.

Union Breite gab es ebenso wie

Eintracht Therwil oder den FC Amicitia

Basel. Der FC Concordia verbrachte

nur eine Phase seiner Vereinsgeschichte

in der höchsten Spielklasse,

von 1923 bis 1931.

Viele Fusionsprodukte

Die «Big Five» des Basler Fussballs

sind gleichsam die ältesten fünf

Basler Clubs, die heute noch existieren.

Vereine mit klingenden Namen

wie FC Erasmus, FC Jamaika, FC

Gesellenverein, FC Kino, AFC Mulbeer,

FC Petrinerverein, SC Baudepar-

29


In der Saison 1930/31 spielten gleich fünf

Basler Clubs in der höchsten nationalen Liga:

Black Stars, Concordia, Nordstern, OB und der

FCB (von links).

tement hingegen sind von der

Rasenfläche verschwunden. Andere

wiederum sind in teilweise fein

verwinkelten Fusionsprodukten

eingebunden. Der heutige Basler

Fussballverein SC Steinen Basel hat

nicht weniger als acht Vorgängerorganisationen

(FC Breite, FC St. Clara,

SC ACV, SC Coop, SC Regio, SC Regio

Basel, FC Steinen, FC Steinen-Regio).

Auch dem ASC Sparta-Helvetik sind

sechs ehemalige Vereine zuzuordnen:

der FC Sparta (vormals AFC Sparta),

der SV Helvetik (Fusion aus FC Basilea

und FC Helvetia) und der Arbeiter-Sport-Club.

Das Kontrastprogramm dazu sind

zwei Vereine, die fast denselben

Namen haben, aber nie über eine

Fusion nachgedacht haben: die Vereinigten

Sportfreunde und der

FC Sportfreunde wurden beide im

Jahr 1924 gegründet und existieren

noch heute. Sie sind etwas jünger als

zwei andere Stadtclubs, die es nie zu

höherem sportlichem Erfolg gebracht

haben und trotzdem immer noch da

sind: der 1921 gegründete FC Jüdischer

Turnverein und der SC Novartis,

auch ein Fusionsprodukt zwar, aber

vor allem wirtschaftlich bedingt.

Unter seinem Fussballdach sind – wie

im richtigen Leben – die ehemaligen

Chemiebetriebe von Geigy, Ciba und

Sandoz vereint.

Auch GC gabs in Basel

Noch eine letzte Eigenheit der

verborgenen Fussballstadt Basel:

Ja, es gab hier tatsächlich auch

einmal Grasshoppers. 1908 wurde

der FC Grasshopper St. Johann

(vormals FC St. Johann) gegründet,

1920 im Satus-Verband auch ein

FC Grasshoppers, dem ein längeres

Leben beschert war. 1926 wurde

GC Basel – Vereinsfarben: gelb-blau –

sogar Schweizer Satus-Meister, an

den Erfolgsausweis seines bekannten

Zürcher Namensvetters, dem Schweizer

Rekordmeister, kam man aber

natürlich nie heran. Bis 2003

spielten die Basler Grasshoppers in

den unteren Ligen der Region,

danach verschwand der Name durch

eine Änderung auf FK Vardar Basel.

Aber auch für diesen Club gilt: Er

bewegt sich wie viele seiner Basler

Mitstreiter im langen, rotblauen

Schatten.

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Als der Fussball nach Basel kam: Adolf «Papa» Glatz (hinten links)

und seine Realturner im Sommer 1893.

Einnahmen im Fussball anno dazumal: Am Eingang des FC Black Stars

steht im Jahr 1922 prominent das Kassahäuschen.

Fotos zu diesem Artikel aus: «75 Jahre Fussballverband Nordwestschweiz

1939–2014»

Fast 20 000

Fuss ballerinnen

und Fussballer

100 Fussballvereine sind heute unter dem Dach des 1939

gegründeten Fussballverbandes Nordwestschweiz vereint,

darunter kommt rund die Hälfte aus der Stadt Basel, der Rest

teilt sich auf Baselland, das aargauische Fricktal und das

Solothurner Leimental und Schwarzbubenland auf. Lizenziert

sind derzeit 19 348 Spielerinnen und Spieler, die in 985

Mannschaften von 1843 Trainerinnen und Trainern betreut

werden.

Die Erfolge des FC Basel 1893 und des Schweizer Nationalteams

haben seit der Jahrtausendwende zu einem wahren

Fussballboom auch in der regionalen Breite geführt. Seit

dem Jahr 2000 hat sich die Anzahl lizenzierter Fussballerinnen

und Fussballer in der Nordwestschweiz um rund

30 Prozent erhöht. Gesamtschweizerisch sind derzeit

282 000 Spieler registriert. Zusammen mit den kleinsten

Junioren G und F, die noch keinen Spielerpass benötigen,

ist die 300 000er-Grenze bereits überschritten.

Feinste Pralinés und Truffes, edle Tafelschokoladen, Kugeln mit

zartschmelzender oder alkoholhaltiger Füllung, Bruchschokolade,

Branchlis und saisonale Produkte.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Salinenstrasse 72, 4133 Pratteln

Telefon +41 (0) 61 825 91 31

www.schoggihüsli.ch

facebook.com/chocolatshalba

Öffnungszeiten:

Mo-Fr: 09.00 – 19.00 Uhr

Sa: 09.00 – 16.00 Uhr


ERNÄHRUNGSCOACHING

Das unspektakulärste

Ernährungsprogramm…

… vor 25 Jahren in Bern entwickelt, überlebt

alle Mode-Diäten und ist gefragter denn je!

Nein, damit nehmen Sie nicht zehn Kilo in drei Wochen

ab. Nein, es geht nicht um eine neue Stoffwechsel-Diät,

einen noch besseren Diätdrink oder eine weitere mysteriöse

Blutanalyse. Nein, Sie müssen nicht hungern oder

Zwischenmahlzeiten, Kohlenhydrate und Einladungen

streichen. Und nein, es handelt sich auch nicht um einen

neu erfundenen Stoffwechseltyp, der Ihre Nahrungsauswahl

noch mehr einschränkt. Das unspektakulärste

Gewichtsreduktionsprogramm funktioniert ohne Firlefanz

– und gibt es seit 2013 auch in Basel.

Das Vitalyse Ernährungsprogramm wurde 1990 mit dem

Ziel entwickelt, der Ursache für Gewichtsprobleme auf

den Grund zu gehen. Es basiert auf den drei Phasen

«Gewichtsabnahme», «Stabilisierung» und «Gewichtserhaltung».

In der Durchführung ist es unkompliziert. Es

gibt weder fixe Diätpläne noch Ersatzmahlzeiten.

Schlank sein ist lernbar, richtig essen auch

Yolanda Unger, dipl. Ernährungscoach von Vitalyse

Basel, hilft Ihnen persönlich, Ihr Essverhalten auf

gesunde Art zu verändern und es konsequent im Alltag

umzusetzen – vielleicht unspektakulär, aber dauerhaft

und mit Einfühlungsvermögen. Denn Essen soll Spass

machen, kein schlechtes Gewissen.

Persönliche und professionelle Einzelberatung

durch Yolanda Unger

Von Prof. Dr. med. Thierry Carrel empfohlen

Das Vitalyse-Ernährungsprogramm ist alltagstauglich in

der Umsetzung, wissenschaftlich fundiert und wird von

Prof. Dr. med. Thierry Carrel, Direktor der Universitätsklinik

für Herz- und Gefässchirurgie, Inselspital Bern,

persönlich empfohlen.

Termin jetzt reservieren

Wenn Sie nachhaltig abnehmen und Ihre Essgewohnheiten

optimieren möchten, bietet Ihnen Vitalyse Basel

ein unverbindliches Abklärungsgespräch an. Rufen Sie

jetzt an und reservieren Sie sich einen Termin.

«Mein unmittelbares Umfeld gab mir zusätzliche

Motivation durch Komplimente und es geht mir

jetzt sehr gut. Ich habe 20 Kilo abgenommen, fühle

mich fitter, attraktiver und aufgeweckter»

Priscilla Casadei, Basel

Persönliche Beratungen

Indem Sie sich unter kompetenter Aufsicht ein definitiv

neues Essverhalten aneignen, beseitigen Sie die Ursache

Ihres Gewichtsproblems. Sie nehmen ab (rund 0,8 kg

pro Woche), bekommen Ihr Gewicht, Ihre Figur und

Ihre Ernährung Schritt für Schritt unter Kontrolle. Somit

lernen Sie, eine erneute Gewichtszunahme zu verhindern.

Dank individuellen, regelmässigen Einzelberatungen

ist es Yolanda Unger möglich, den Erfolg zu steuern und

wirklich auf Ihre Bedürfnisse einzugehen. Das Resultat:

32

Sie

Basel

nehmen

Live

rationell ab und bleiben motiviert.

Yolanda Unger,

dipl. Ernährungscoach

Selbständige Lizenzpartnerin von Vitalance

Vitalyse Basel

Innere Margarethenstrasse 10, 4051 Basel

Tel. 061 272 22 24, www.vitalyse-basel.ch

E-Mail: info@vitalyse-basel.ch

Weitere Praxis-Standorte: www.vitalyse.ch


Grill’n’Chill auf dem Schiff

Verbringen Sie mit Ihren Liebsten einen ausgelassenen Abend an Bord

der Basler Personenschifffahrt. Während die Basler Stadtkulisse ruhig

an Ihnen vorbeizieht, können Sie sich am vielfältigen BBQ-Buffet à

discrétion bedienen: saftige Steaks, knusprige Spareribs, zarte Pouletbrust

und viele weitere Leckereien. Dazu rassige Saucen und ein

grosses Salatbuffet … bei dieser Auswahl kann Ihnen auch das Wetter

keinen Strich durch das Vergnügen machen – die Fahrten finden bei

jedem Wetter statt!

Preis

CHF 86.– für Schifffahrt,

Buffet à discrétion und Dessert

50 % Reduktion für Kinder zwischen

6–15 Jahre | gratis für Kinder bis 5 Jahre

Daten

2., 7., 15., 23., 29. Juni

6., 14., 21., 27. Juli

9., 18., 24., 31. August

7., 14., 22. und 29. September

Fahrplan

Basel Schifflände ab 19:15 | an 22:45

Basel Dreiländereck ab 18:30 | an 22:15

Basler Personenschifffahrt AG, Westquaistrasse 62, 4057 Basel, +41 61 639 95 00, Info@bpg.ch

Martina Simonis

Stillerthal

Das Lied Aymurins. Band 1

350 Seiten, kartoniert

CHF 19.80

ISBN 978-3-7245-2279-9

Erhältlich im Buchhandel oder unter www.reinhardt.ch

33


Die Spezialisten für ästhetische Medizin

und Behandlungen im Sport-Wellness-Bereich

Wenn die Kleidung leichter wird

Frühlingserwachen. Es wird langsam warm. Die

ersten Sonnenbäder locken, die Gartenbäder sind

bald wieder geöffnet. Und mit dem Hervorholen

der T-Shits, Shorts und Trägerblusen sieht man

wieder Haut. Und wird gesehen.

Vor den ersten Sonnenbädern

Da fällt vielleicht plötzlich wieder die eine oder

andere Jugendsünde auf, die unter den Winterkleidern

verborgen geblieben ist – ein Tattoo etwa,

das nicht mehr passt oder mit dem man beim Job

auf Probleme stösst. Störend kann auch starker

Haarwuchs auf dem Rücken sein. Viele Frauen

fühlen sich nicht wohl, wenn die Achselhaare

dominant zu sehen sind. Auch Aknenarben, vor

allem im Gesichtsbereich, können das Wohlbefinden

beeinträchtigen.

«Jetzt wäre es Zeit, diese Probleme anzugehen»,

sagt Dominik Schnyder, «denn für solche Hautbehandlungen

darf die Haut nicht gebräunt sein.»

Wer sich also im Sommer unbeschwert und leicht

bekleidet bewegen will, sollte dies vor den ersten

Sonnenbädern tun. Dominik Schnyder verfügt in

seinem Med-Laser-Zentrum in Riehen über eine

umfangreiche Palette von verschiedenen Lasergeräten

und hat viel Erfahrung mit Laserbehandlungen

aller Art.

Jet-Peeling für das Wohlbefinden

Eine Wohltat, die man sich zu jeder Jahreszeit

gönnen kann, ist das Jet-Peeling. Bei dieser

Methode werden mit einem fein zerstäubten

Sauerstoff-Wasser-Strahl Anti-Aging-Substanzen

bis in tiefere Hautschichten hineingebracht, ohne

dass dabei die Haut verletzt wird, wie dies bei einer

Spritze der Fall wäre. «Der Vorteil dieser Methode

ist, dass man den Effekt sofort sieht und keine

Erholungszeit abwarten muss», sagt Dominik

Schnyder. «Die Behandlung wird als sehr angenehm

und erfrischend wahrgenommen, hält bei

einmaliger Anwendung für etwa eine Woche – das

ideale Brush-up für die Hochzeit oder das Fest von

morgen. Meistens machen wir aber drei bis vier

Behandlungen mit wechselnder Zusammensetzung

der Substanzen, und dann hält der Effekt etwa ein

halbes Jahr an», fügt Dominik Schnyder hinzu.

Dr. Dominik Schnyder

leitender Arzt

Med-Laser Zentrum

Med-Laser-Zentrum

Äussere Baselstrasse 107

4125 Riehen

Telefon +41 61 643 72 77

info@med-laserzentrum.ch

www.med-laserzentrum.ch

Öffnungszeiten

Montag 8–12/15–18.30 Uhr

Dienstag 8–16 Uhr

Mittwoch 8–12/15–18.30 Uhr

Donnerstag 8–12 Uhr

Freitag 8–16 Uhr


Essen,

Mode,

Beauty

Dora Borostyan will in ihrem

eigenen Verlag Bücher herausgeben,

die sie selber interessieren.

Philipp Schrämmli

Wenn Dora Borostyan

etwas

macht, macht

sie es richtig.

Und sie macht

es selber. Das

war schon

immer so. 2003, kurze Zeit nachdem

sie ihre Lehre als Maskenbildnerin

abgeschlossen hatte, machte sich

Borostyan selbstständig. Zusammen

mit einer Freundin gründete sie eine

eigene Visagistenschule. 2010 wurde

sie Chefredaktorin des Beauty-Magazins

«Gloss», das sie mitbegründet

hatte. Und seit 2017 ist sie Inhaberin

ihres eigenen Verlages («Rancoon

Books»), mit welchem sie in erster

Linie Bücher zu den Themen Schönheit,

Mode, Ernährung und Gesundheit

herausgeben will.

Was sich nach einem geradlinigen,

durchgeplanten Werdegang anhört,

ist bei genauer Betrachtung auch

eine Aneinanderkettung von Zufällen

und von Schicksalsschlägen. Hinter

jeder beruflichen Neuorientierung

Borostyans steckt nämlich eine

Geschichte. Als junge Frau mit eigener

Visagistenschule und unzähligen

Schminkaufträgen stiess Borostyan

mit der Zeit an ihre körperlichen

Grenzen. Sie erlitt ein Burn-Out. «Das

war eine schlimme Erfahrung, das

wünsche ich niemandem», sagt sie.

Borostyan nahm sich eine Auszeit,

ihre Schule gab sie auf. Doch bald

schon hatte sie sich wieder aufgerappelt,

nahm einen neuen Anlauf und

lancierte ein Beauty-Magazin.

«Das war eine schlimme

Erfahrung, das wünsche

ich niemandem.»

Nur unterlief ihr auch hier das gleiche

Malheur. Ohne auf ihren Körper zu

hören, stürzte sie sich in die Arbeit,

schuftete bis zu 16 Stunden am Tag –

und brannte erneut aus. «Das war der

Moment, als ich realisiert habe, dass

ich etwas in meinem Leben ändern

muss.» Und das war die Ernährung.

Borostyan recherchierte, stellte ihre

Essgewohnheiten um. «In dieser Zeit

eignete ich mir viel Fachwissen in

diesem Gebiet an und dachte mir, dass

ich das doch auch mit anderen Leuten

teilen kann.» Also schrieb sie ein

Buch, «Kochen für das Immunsystem».

Und weil es ihr wahrscheinlich

zu einfach und zu wenig «Borostyan»

gewesen wäre, gründete sie gleich

noch ihren eigenen Verlag. Nebst

ihrem Kochbuch hat sie im letzten

Jahr zudem einen Make-up-Guide für

Frauen über 60 veröffentlicht. Dieses

Frühjahr erscheinen ein Kinderbuch

– die Autorin ist Borostyans Schwester

– sowie der Erstlingsroman einer

Frau, die nicht mit ihrem echten

Namen auftreten möchte. Die «Legende

von Qatna» (siehe Cover)handelt

von der Inhaberin einer Model-Agentur

auf der Suche nach der Formel für

eine Creme, die ewige Jugend verspricht.

In den Überresten von Qatna,

der untergegangenen Hauptstadt

eines syrischen Stadtkönigsreichs,

glaubt sie die Rezeptur für eine

solche Creme zu finden.

Im Herbst sollen dann bereits zwei

weitere Bücher erscheinen, auch

diese jeweils zu Themen rund um

Gesundheit und Schönheit. «Mein

Verlag soll sein, was ich bin, was

mich interessiert», sagt Borostyan.

Drei grosse Projekte habe sie in ihrem

Leben bislang in Angriff genommen,

sagt sie. «Ich hoffe nun, dass der

Verlag mein letztes ist.»

35


Und wo

befindet sich …?

Wettbewerb

Der Basler Fotograf Viktor Börlin hat in seinem wunderbar unaufgeregten

Bildband «Basel – Unspektakuläre Ansichten» scheinbar unscheinbare

Details der Stadt aufgestöbert, die doch fester Teil einer gesamten

Perspektive sind. Wenn wir uns in der Schnelllebigkeit der Zeit nur ein

bisschen besser auf diese Kleinigkeiten achten würden, hätten wir

keine Probleme, auf dem Stadtplan die gezeigten Motive der Zahlenfolge

nach zuzuordnen. Richtig aneinander gereiht, ergeben die Buchstaben

auf dem Plan das gesuchte Lösungswort.

1. Preis

Pro Innerstadt Bons im

Wert von 200 Franken

2. Preis

Pro Innerstadt Bons im

Wert von 150 Franken

3. Preis

Pro Innerstadt Bon im

Wert von 100 Franken

4.–10. Preis

Basler Bücher aus dem

Friedrich Reinhardt Verlag

Ordnen Sie die zehn Motive (rechts) den Buchstaben auf dem

Stadtplan zu. Die Zahl beim Objekt entspricht der Reihenfolge der

Buchstaben für das Lösungswort.

36 Basel Live


1 2 3

4 5

6

7 8

9 10

Lösungswort

Schicken Sie das Lösungswort bis am 15. Mai 2018 per Post an: Friedrich Reinhardt Verlag l Basel Live Wettbewerb l

Rheinsprung 1, 4051 Basel, oder via Mail an: wettbewerb@reinhardt.ch l Teilnahmemöglichkeit auch auf www.basellive.ch 37


Live in Basel EVENTS

VERANSTALTUNGS-

HIGHLIGHTS

APRIL BIS AUGUST

IN BASEL

21.04.–07.10.2018

Exquisite Kostüme

venezianischer Karnevalsbälle

In der Sonderausstellung im Spielzeug

Welten Museum Basel dreht sich

vom 21. April bis zum 7. Oktober 2018

alles um die traditionsreichen venezianischen

Karnevalsbälle und ihre in

aufwendiger Handwerkskunst gefertigten

Kostüme. Die Ausstellung

macht es möglich, in die mystische

Traumwelt des Karnevals einzutauchen.

Die auserlesenen Kostüme

stammen aus einer Privatsammlunng

und werden das erste und letzte Mal

öffentlich zu sehen sein. Die besten

europäischen Kunsthandwerker

fertigten alle Teile auf Mass an.

Spielzeug Welten Museum Basel |

www.swmb.museum

12.04.–16.05.2018

Jazzfestival Basel

Während seiner Durchführung rückt

Basel einmal im Jahr in den Mittelpunkt

des weltweiten Jazzinteresses.

Zahlreiche hoffnungsvolle Jungtalente,

bekannte Stars und hochkarätige

«Altmeister» finden dann den Weg in

die Stadt am Rhein. Die Liste der

teilnehmenden Musikerinnen und

Musiker verspricht auch in diesem

Jahr ein Festival auf höchstem internationalem

Niveau.

www.offbeat-concert.ch

20.04.–29.04.2018

Bricklive

Egal ob Kinder oder Erwachsene: Hier

haben alle ihren Spass! Die Kleinen

spielen mit Duplos und Riesen-LEGO,

die etwas Grösseren lassen ihre

selbstgebauten Autos flitzen und die

Erwachsenen bestaunen die Werke

der LEGO-Künstler. Auf einer Fläche

von über 15 000 m 2 stehen zwei Millionen

Steine im Einsatz.

Halle 1 Messe Basel | www.muba.ch

29.04.–02.09.2018

BACON-GIACOMETTI

Die Ausstellung widmet sich zwei

Künstlern, deren Vision die figurative

Kunst der zweiten Hälfte des

20. Jahrhunderts bis heute stark

beeinflusst: Giacometti und Bacon.

Die beiden Künstler teilten einen

unerschütterlichen Glauben an die

Bedeutung der menschlichen Figur

und die Rolle der Tradition.

Fondation Beyeler |

www.fondationbeyeler.ch

04.–06.05.2018

Blickfang

Rund 130 Aussteller aus den Bereichen

Möbel, Mode und Schmuck

zeigen an der Blickfang Basel ihre

aktuellen Kollektionen. Freuen Sie

sich auf die Kreationen namhafter

Designer und vielversprechender

Jungtalente!

Messe Basel | www.blickfang.com

9.–13.05.2018

Europäisches Jugendchor Festival

Das Festival versteht sich als Konzertund

Begegnungsplattform für höchstqualifizierte

Kinder- und Jugendchöre.

Es nimmt in dieser Rolle

weltweit einen Spitzenplatz ein.

www.ejcf.ch

10.–12.05.2018

Fantasy Basel

Das grösste und vielseitigste Festival

für Film, Comic, Manga, Anime und

Cosplay der Deutschschweiz, wird

auch 2016 die Herzen der Besucher

höherschlagen lassen.

Fantasy Basel | www.fantasybasel.ch

11.–15.05.2018

YOUNG STAGE

Das grösste Circusfestival der Schweiz

feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges

Jubiläum. Das Publikum darf sich

auf eine topmoderne Bühnenshow

und die herausragenden Jungartisten

freuen.

Das Zelt | www.youngstage.ch

09.06.–21.10.2018

Theaster Gates. The Black Madonna

Theaster Gates’ (*1973) künstlerische

Praxis reicht von urbanen Interventi-

38 Basel Live


onen über Performance bis hin zu

Töpferei. Der Künstler versteht sich

selbst als Sammler von Sammlungen

und Archiven, vor allem der schwarzen

Kultur in Amerika. Sein Interesse

gilt dabei oft den vergessenen Objekten,

Bildern und Themen, die er in

seine künstlerische Praxis integriert.

Kunstmuseum Basel |

www.kunstmuseumbasel.ch

11.–17.06.2018

Liste

Seit ihrer Gründung im Jahre 1996 ist

die LISTE zu einer der wichtigsten

Messen für vorwiegend neue, zum Teil

aber auch einer mittleren Generation

von Galerien geworden. Die LISTE

konzentriert sich auf das Vorstellen

von jungen Galerien, mit mehrheitlich

jungen noch wenig bekannten

Künstlerinnen und Künstlern.

Werkraum Warteck pp | www.liste.ch

14.–17.06.2018

Art Basel

Die Art Basel gilt unangefochten als

wichtigste Weltmesse des internationalen

Kunstmarktes. Über 300 sorgfältig

ausgewählte Aussteller der

weltweit bedeutendsten Galerien

machen die Messe zum wichtigsten

Museum auf Zeit.

Messe Basel | www.artbasel.com

29.06.2018

Summerblues

It’s Summerblues time, Zeit für mehr

als 50 Stunden Live-Blues zum Nulltarif!

31 Bands spielen am 10. Glaibasler

Bluesfescht auf sieben Freiluftbühnen

und an drei kleineren

Spielorten vor insgesamt mehr als

15 000 Bluesfans – Summerblues Basel

ist der grösste Openair-Bluesanlass

der Schweiz. Zudem sorgen zahlreiche

Beizen und Bars im ganzen Festareal

für beste Verpflegung. Eintritt frei.

Claraplatz |

www.summerblues.ch

18.–28.07.2018

Basel Tattoo

Das Basel Tattoo präsentiert jährlich

im Juli weltbekannte Ohrwürmer,

originelle Choreographien und eine

brillante Lichtshow vor der wunderschönen

historischen Kulisse der

Kaserne Basel.

Kaserne Basel | www.baseltattoo.ch

23.07.–11.08.2018

Im Fluss

Das Kulturfloss auf dem Rhein verspricht

Konzerte mit nationalen und

regionalen Musikern. Die schwimmende

Konzertbühne zieht während zwei

Wochen viele Zuschauer ans Basler

Rheinufer. Die Konzerte sind gratis –

Spenden sind willkommen.

Kleinbasler Rheinufer/Mittlere Brücke |

www.imfluss.ch

31.07.2018

Bundesfeier am Rhein

Basel startet seine Feierlichkeiten

zum Schweizerischen Nationalfeiertag

traditionsgemäss bereits am

31. Juli mit einem Stadtfest am

Rhein. Über 90 Beizen und Verkaufsstände

sowie zahlreiche Musikbühnen

und Darbietungen sorgen an den

beiden Rheinufern bis um 2.00 Uhr

für gute Stimmung.

www.marketing.bs.ch

09.–11.08.2018

Open Air Basel

Der Kasernenhof wird während neu

drei Tagen zur stimmungsvollen

Konzertarena. Auf der Bühne von

Open Air Basel stehen nationale und

internationale Musikgrössen. Viva

con Agua begleitet das Festival seit

der ersten Stunde und sammelt mit

der Botschaft «sauberes Trinkwasser

für alle» mit verschiedenen Aktionen

Spenden für Trinkwasserprojekte.

Kaserne Basel | www.openairbs.ch

14.08.2018

38. Basler Rheinschwimmen

Rund 1000 Schwimmer starten jährlich

am offiziellen Rheinschwimmen.

Mit einem Schwimmsack ausgerüstet,

in dem die Kleider trocken mittransportiert

werden können, lassen Sie

sich an der Altstadt vorbeitreiben.

Kleinbasler Rheinseite |

www.rheinschwimmen.ch

17.08.2018

Em Bebbi sy Jazz

Das Jazz-Festival in der Basler Altstadt

ist eine der beliebtesten und

grössten Sommerveranstaltungen

und verzaubert jährlich aufs Neue

Hunderte von Musikbegeisterten.

Em Bebbi sy Jazz |

www.embebbisyjazz.ch

Basel Live 39


ereits ab 9.90 CHF/Mt.

schnellstes Internet

der Schweiz!

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Davon ausgenommen sind Telefonie-Gesprächsgebühren und der Bezug aus der Mediathek. Aktion gilt für alle neu abgeschlossenen Abonnements oder Abo-Upgrades. Aktion

gültig bis 30.06.2018. Davon ausgeschlossen sind Wechsel innerhalb der gleichen Produktlinie. Eine Barauszahlung oder Kumulierung mit anderen Aktionen ist nicht möglich.

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