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diabetes Herausgegeben von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 3. Jahrgang · Nr. 4 · 25. April 2018 zeitung Beim Datenschutz gilt neues EU-Recht Was Praxisteams jetzt tun müssen Fotos: iStock/welcomia, fotolia/psdesign1 WIESBADEN. Am 25. Mai 2018 tritt in der EU die Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Die Anforderungen an die Praxen beim Umgang mit Patientendaten werden sich dadurch spürbar ändern. Das Umsetzen der neuen Vorgaben ist ein echtes Praxisprojekt, meint der Rechtsanwalt und Datenschutzexperte Dr. Arnd-Christian Kulow. Als „Verantwortlicher“ muss ein Praxisinhaber umfassend dokumentieren, wie personenbezogene Daten von Patienten, Mitarbeitern, Dritten etc. verarbeitet werden. Das betrifft den sog. Regelbetrieb, aber auch die Verfahren, die Informations-, Auskunfts-, Berichtigungs-, Löschungsund Widerspruchsrechte abbilden. Für den „Datenschutzvorfall“ ist vorzusorgen und ggf. muss ein Datschutzbeauftragter bestellt werden. Das klingt nach ungeliebter Bürokratie – doch ohne sichere Verfahren ist die Digitalisierung riskant. Wer direkt von Experten Konkretes hören möchte, kann dafür die neue DDG-Fortbildungsreihe „Digitalisierung und Diabetestechnologie“ nutzen. Das zertifizierte, produktneutrale und kostenfreie Angebot startet bald – auch mit dem Thema Datenschutz. 3, 17 MODY leichter identifizieren Mainz. Eine neu entwickelte Screening-Methode soll in zwei bis drei Schritten analysieren, ob ein Patient an einem monogenetischen Diabetes erkrankt ist. Die Forscher konnten zeigen, dass nur sehr wenige Fälle auf diese Weise übersehen werden. Dies und weitere Berichte vom Diabetes Update 2018 finden Sie auf den Seiten 11–12 Gemeinsam in die Zukunft Die Vernetzung von Forschung und Klinik steht im Vordergrund 2018 Berlin. Nach einem Abstecher nach Hamburg heißt Sie der Diabetes Kongress in diesem Jahr wieder in der Hauptstadt willkommen. Kongresspräsident Professor Dr. Jochen Seufert gibt Ihnen im Interview einen Einblick in seine ganz persönlichen Programmhighlights und informiert Sie zu Neuerungen im wissenschaftlichen Programm, wie die Rubrik Praxisdialog und der erste Schüler-Informationstag #sugarwatch. Das Kongressmotto lautet „Wissenschaft und klinischer Fortschritt – gemeinsam in die Zukunft“. So soll nicht nur im Alltag, sondern auch auf dem Kongress selbst die Möglichkeit zur Vernetzung der zwei wichtigen Bereiche bestehen. Auf der Agenda sind deshalb viele Symposien zu finden, die beide Aspekte verbinden. Aber auch Themen wie die Digitalisierung und Änderungen im Datenschutz werden in diesem Jahr großgeschrieben. 8–10 Der Diabetesmarkt in Schaubildern Frankfurt. Der weltweite Umsatz mit Diabetes-Arzneimitteln betrug im Jahr 2016 rund 73,5 Mrd. US-Dollar. Bis zum Jahr 2021 könnte er auf ein Niveau von 95 bis 110 Mrd. Dollar zulegen, besagt eine Marktprognose. Was sind die Gründe dafür und wie haben sich die Ausgaben in Deutschland entwickelt? Antworten in Grafiken finden Sie auf Seite 6 Adressfeld rtCGM-Nutzung senkt Hypoglykämien Interview zu den Ergebnissen der HypoDE-Studie Mit foodwatch gegen die Zucker-Lobby Berlin. DDG, DAG und diabetesDE unterstützen die Forderung von foodwatch, gegen das „Influencer-Marketing“ von Coca Cola und Co. in Internet und TV vorzugehen. Wiesbaden. Die Auswertung der Studie zur Nutzung einer kontinuierlichen Glukosemessung (rtCGM) bei intensivierter konventioneller Insulintherapie zeigt: Bei Patienten mit Typ-1-Diabetes und einer Hypoglykämie- Wahrnehmungsstörung kann die Unterzuckerungsrate durch die neue Technik signifikant um 72 % reduziert werden. Der Einsatz einer Insulinpumpe scheint dafür nicht nötig. Erstautor Professor Dr. Lutz Heinemann schildert im Interview, dass nur die korrekte Nutzung des Trotz Diabetes den Ramadan einhalten? Seite 7 Seite 24 Seite 36 Düsseldorf. Was sollte man muslimischen Patienten mit Diabetes raten, wenn sie während des Ramadan fasten wollen? Tipps dazu gibt die Diabetologin Dr. Sebahat Sat. ¸ rtCGM-Systems zu dem positiven Ergebnis führen konnte. Eine adäquate rtCGM-Schulung ist für den Diabetestechnologie-Experten deshalb unerlässlich. 22 Erste Schulung für Angehörige im Test frankfurt. Angehörige von Menschen mit Diabetes sollen künftig von Diabetesberater/innen lernen, wie sie Betroffene unterstützen und z.B. in einem Notfall reagieren können. Wenn der Magen streikt Bochum. Die Gastroparese zählt zu den häufigsten gastroenterologischen Komplikationen bei Diabetes. Zur Diagnose werden eine Ösophagus-Gastro-Duodenosko pie und die Messung der Magenentleerung mittels Szintigraphie oder 13C-Oktansäure-Atemtest angewendet. Die Therapie der Gastroparese erweist sich als klinisch sehr schwierig. Empfehlungen dazu gibt Professor Dr. Juris Meier auf der Seite 33

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