GAB Mai 2018

blumediengruppe

FILM

DVD

Kurzfilm:

Illusionen

Seit Mittzwanziger Nico

(René Haßfurther, auch

Drehbuch & Regie) seine

große Liebe Ramon

verlor, lebt er in seiner

eigenen Welt – jeder

junge Mann, mit dem er

sich trifft, erinnert ihn

an Ramon, so auch der

umwerfend aussehende

Merlin (Christian Funk).

Seine besten Freunde

Robert (Wolfram A.

Guenther) und Carlotta

(Viola Wedekind) versuchen

ihm klarzumachen,

dass es so nicht

FOTO: RENO FILM

KINO

Maria by Callas

Auch über vierzig Jahre

nach ihrem Tod steht

der Name der Ausnahmesopranistin

Maria Callas noch

immer für die ultimative Diva

des 20. Jahrhunderts. Niemals

ging es in der Berichterstattung

über „die Callas“ nur

um die Kunst, immer auch

um den Star, die Person, ihre

Allüren und Affären. Höchste

Zeit, Maria selbst zu Wort

kommen zu lassen – und das

macht Regisseur Tom Volf

in seinem Dokumentarfilm

„Maria by Callas“, der diesen

Monat in den Kinos anläuft.

Die Lebensgeschichte

der außergewöhnlichen

Künstlerin wird aufgerollt:

von ihrer frühesten Kindheit

als Tochter griechischer

Einwanderer in New York

FOTO: FONDS DE DOTATION

MARIA CALLAS

(ihr Geburtsname lautete

Maria Anna Sofia Cecilia

Kalogeropoulou) über ihre

beispiellose Karriere, ihre Ehe,

ihre Affären und Skandale

bis hin zu ihrem frühen Tod

im Alter von nur 53 Jahren

in Paris. Und niemals gibt es

einen allwissenden Erzähler,

es kommt ausschließlich

Maria Callas selbst zu Wort.

In zahlreichen Interviewausschnitten,

in einer kleinen

Auswahl aus 400 erhaltenen

Briefen (gelesen von Eva

Mattes) und nicht zuletzt

natürlich in ihrem Gesang.

So zeichnet der Film das

höchst subjektive Bild einer

zutiefst zerrissenen Frau, die

ihr Leben ihrer schicksalhaften

Begabung opferte und

dabei unter vielen Begleiterscheinungen

ihrer Karriere

und ihres Ruhms schwer litt

– vom Verzicht auf Familienleben

und Kinder bis hin

zur steten Verfolgung durch

impertinente Paparazzi.

„Maria by Callas“ ist gleichermaßen

geeignet für Fans der

großen Diva wie auch für alle,

die bisher wenig Kontakt mit

der Callas hatten. Der Film

taugt auch als Einführungskurs

und – dank ausgiebig

eingestreuter Konzertmitschnitte

– als Genussmittel.

Höchst sehenswert! *am

Zum Filmstart verlosen

wir drei Exemplare der

großartigen Compilation

„The New Sound of Maria

Callas“ von Warner Music

auf CD. Teilnahme auf

www.blu.fm/gewinne

„Da sind zwei

Menschen in mir,

Maria und die

Callas ...“

Maria Callas, New York, 1958

weitergehen kann. Aber

immer wieder holt Nico

die Vergangenheit ein –

weil er weiß, dass sein

Bruder Carlo (Andreas

Hartner) schuld ist, dass

er Ramon verloren hat…

Der 17-minütige Kurzfilm

mit einer Titelmusik

von Felix Räuber (Polarkreis

18) ist jetzt auf

DVD mit vielen Extras

erhältlich. *am

KINO

Die Hütte am See

Der Film, der in der Queerfilmnacht im Mai gezeigt wird, ist eine spannende finnischbritische

Koproduktion.

Mikko Makelas Film zeigt eine romantische, wenn

auch zerbrechliche sommerliche Idylle, in der

der Pariser Student Leevi in seiner finnischen

Heimat – hier soll er bei der Renovierung

des Familien-Ferienhauses helfen – auf

den syrischen Architekten Tareq trifft.

Beide finden Gefallen aneinander, was

der Zuschauer anhand der Sexszenen

deutlich vorgeführt bekommt. Ein

wahrlich lustvoller Film mit ernsten

Untertönen. *rä

Die genauen Orts- und Zeitangaben

für die einzelnen Städte findest du

hier: www.queerfilmnacht.de

FOTO: SALZGEBER

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