KonsumMarken 2016-01

konsumgeno

Aktuelle Nachrichten aus der großen Konsumfamilie

KonsumMarken

AKTUELLE NACHRICHTEN AUS DER GROSSEN KONSUMFAMILIE

AUSGABE 1/2016

Ein unvergessliches Erlebnis: zum ersten Mal auf Brettern

Das Thüringer Wintersport-Eldorado

Oberhof empfing seine

kleinen Gäste aus

Chemnitz, für die die Gastgeber

mit Unterstützung des ortsansässigen

Sporthauses Luck ein

buntes sportliches Programm

organisiert hatten, mit offenen

Ski heil in Oberhof

Die Zentralkonsum eG

unterstützt den Förderverein

der Landesschule für sehbehinderte

und blinde Kinder

in Chemnitz mit Geld- und

Armen und bereitete den Kindern

und ihrer Lehrerin unvergessliche

Tage im Schnee. Die Mehrzahl

von ihnen stand erstmalig

auf Brettern und durfte an der

Sachspenden. Höhepunkt der Bobbahn einen Weltmeisterschlitten

Zusammenarbeit war Mitte

März ein mehrtägiger Skiurlaub

für acht sehbehinderte Schüler

im Berg hotel Oberhof.

entern sowie mit einem

Lasergewehr in der Skihalle auf

die Scheiben schießen. Die dabei

erkämpften Urkunden und Medaillen

haben alle gleichermaßen

stolz wie Oskar gemacht. Antje

Fengler, ihre begleitende Lehrerin,

dankte den Sponsoren für

die großzügige Spende, »weil ich

soviel Glück und Freude in den

Gesichtern meiner Schülerinnen

und Schüler sehen durfte.« Die

Zentralkonsum eG, die sich mit

Geld und Sachspenden auch für

behinderte Kinder und Jugendliche

in einem Berliner Sportverein

sowie kranke Kinder eines Hospizes

engagiert, wird den Chemnitzer

Förderverein auch in Zukunft

zum Wohle sehschwacher und

blinder Kinder aus Sachsen weiterhin

unterstützen.

In der Skihalle: Schießen

mit einem Lasergewehr

KONSUM-GRUPPE IN ZAHLEN*

Mitglieder Einzelmitglieder EHU brutto sonst. beschäftigte Anzahl Läden VKF in qm

Umsatz Personen

in Mio. EUR davon Azubi Food Non-Food

konsumgenossenschaftliche

Mitglieder (KG‘en inkl. Töchter) 18 155. 000 413 12 2. 974 165 181 44 128.000

weitere Mitglieder 14 43. 200 25 1.060 1. 453 89 134 45 18.326

Summe 32 198. 200 438 1.072 4. 427 254 315 89 146.326

Das Jahr

des Affen

Kaum zu glauben, aber das

Jahr 2016 feiert bald Halbzeit

und wir können schon heute

feststellen, dass Veränderungen

und Neuerungen dieses Jahr

bestimmen. Vielleicht liegt es

ja wirklich daran, dass wir uns

im Jahr des Affen befinden. Das

chinesische Horoskop sagt, dass

es eine Menge Bewegung mit

sich bringt.

Wenn Sie die aktuelle Ausgabe

der KonsumMarken anschauen,

werden Sie erfahren , wieviel

Bewegung in unserer großen

Konsumfamilie steckt: Markteröffnungen,

Neubesetzungen von

Führungspositionen, Weiterbildungsveranstaltungen,

Investitionen

in die Zukunft und neue

Ideen für soziales Engagement.

Vor 12 Jahren, im Februar

2004 – auch einem Jahr des

Affen – ging Facebook ans Netz

und veränderte unser soziales

Miteinander grundlegend.

Umso wichtiger sind heute

das persönliche Gespräch, das

konstruktive Miteinander und

der freundschaftliche Kontakt in

unserer Gruppe.

In diesem Sinne wünsche ich

Ihnen für das zweite Halbjahr

2016, dass Sie Ihrem Affen

weiter Zucker geben und dabei

die nötige Kraft schöpfen, in

Bewegung zu bleiben.

Ihr

Martin Bergner

Vorstandssprecher

Zentralkonsum eG

Tendenz weiter positiv | Das Jahresergebnis 2015 beträgt nach Steuern 3,9 Millionen Euro.

Mit einer Eigenkapitalqote von 85 % liegt die Zentralkonsum eG als Einzelunternehmen deutlich

über der Quote vergleichbarer Unternehmen. Auch im laufenden Jahr hält der positive Trend

weiter an. Es zeigt sich, dass sich die in den vergangenen Jahren umfangreich getätigten

Investitionen zu rentieren beginnen. *Daten der Konsum-Gruppe per 31. 12. 2015.


INTERVIEW

Familienmitglied

eines Netzwerks

Vorstandsmitglied Thomas Auerswald

fühlt sich mit seiner Bank in der Zentralkonsum

eG als Teil der genossenschaftlichen

Gemeinschaft gut aufgehoben.

Herr Auerswald, Volksbanken haben im

ländlichen Raum als Wirtschaftsfaktor

gemeinhin eine größere Bedeutung als

in Metropolen. Wie ist ihre Marktstellung

in Leipzig?

Natürlich ist der Wettbewerb in Leipzig

härter als in unserem angrenzenden Marktumfeld

Borna/Geithain – zumal in Leipzig

alle Finanzdienstleister von Rang und Namen

mit Niederlassungen vertreten sind.

Wer ist Ihr Hauptwettbewerber?

Die örtliche Sparkasse mit einer Bilanzsumme

von knapp zehn Milliarden Euro.

Damit ist sie vierzehnmal so groß wie

unsere Bank mit einer Bilanzsumme von

730 Millionen Euro.

Vorstand Thomas Auerswald:

»Größe ist nicht alles.«

Ist Größe das alleinige Kriterium für

wirtschaftlichen Erfolg?

Nein, wie unsere aktuellen Geschäftszahlen

unter Beweis stellen. Wir wachsen

stetig sowohl auf der Einlagenseite als

auch im Kreditgeschäft. Wohl auch deshalb,

weil wir in unseren Büchern keine

größeren Risiken haben und damit unserer

Kundschaft ein hohes Maß an Sicherheit

bieten können.

Herr Auerswald, wie macht die Bank

dem Kunden den Genossenschaftsgedanken

erlebbar?

Indem wir Geld in der Region einsammeln

und in der Region wieder ausgeben. Ein

Argument, das im Marketing zieht und in

der Kundschaft identitätsstiftend wirkt.

Welchen Nutzen zieht die Volksbank

aus der Mitgliedschaft in der Zentralkonsum

eG?

Wir partizipieren als Teil einer großen

Netzwerkplattform für genossenschaftlich

verfasste Unternehmen von einem

fruchtbaren Ideen- und Gedankenaustausch,

der sich gelegentlich auch

geschäftlich auszahlt.

BERGHOTEL OBERHOF

Zur Marke gereift

Hotelchef Sebastian Löser (2.v.r.) und seine Mannschaft haben es seit ihrem Antritt im Jahr 2010

geschafft, das Vier-Sterne-Haus der Zentralkonsum eG in Berlin aus seinem Dornröschenschlaf zu erwecken

und im Thüringer Wald eine Wellnessinsel als überregionale Marke zu etablieren.

Eine regionale Spezialität

Baumkuchen aus Salzwedel,

handwerklich hergestellt aus besten

Zutaten, wurden in der alten

Hansestadt bereits in der ersten

Hälfte des 19. Jahrhunderts »erfunden.«

Er ist eine geschützte

Der Eigner des Berghotel

Oberhof, die Zentralkonsum

eG in Berlin,

setzte vor sechs

Jahren auf Sebastian Löser (35),

als er den bodenständigen Thüringer

mit der Herkulesaufgabe

betraute, die im Jahr 1884 erbaute

und 1928 von der Großhandelsgesellschaft

Deutscher Consumvereine

erworbene Topimmobilie bei

laufendem Betrieb schrittweise

in ein modernes Wellness- und

Tagungshotel zu verwandeln. In

der Zwischenzeit gelang es dem

tatkräftigen Direktor und seiner

Führungscrew, die Marke Berghotel

deutschlandweit bekannt

zu machen. Die Bilanz zu Beginn

des Jahres 2016 kann sich sehen

lassen. Gestützt auf ein finanziell

gut gepolstertes Millionen-Investment

der Berliner Mutter gelang

es, das Gästeklientel zu verjüngen

und 25 000 neue Gäste in das

Berghotel im wetterwendischen

Oberhof zu locken, das auf dem

Internetportal Holydaycheck für

Oberhof auf Platz Eins rangiert

und thüringen- sowie deutschlandweit

mit dem Holidaycheck

Award 2016 ausgezeichnet wurde

und somit als eines der beliebtesten

Hotels gewertet wird.

regionale Spezialität und wird

im Salzwedeler Betrieb des Mitgliedsunternehmens

»Ihr Landbäcker

GmbH« hergestellt und

wurde von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft

(DLG)

mit Gold prämiert.

Die überwiegend zahlungskräftige

Gästeschar weiß die

Annehmlichkeiten des Hauses

mit seinen 69 komfortablen

Zimmern und Suiten, Wellnessbereich

und Bowlingbahn zu

schätzen und entsprechend zu

honorieren. So war es möglich,

den Jahresumsatz innerhalb der

letzten sechs Jahre von 1,4 Millionen

Euro auf 2,6 Millionen Euro

zu steigern und das Durchbrechen

der Drei-Millionen-Schallmauer

anzuvisieren. »Denn«, da

ist sich Hotelchef Löser ganz

sicher, »die Mehrzahl unserer

Gäste kommt inzwischen nicht

Treffen unterm Fernsehturm

Die Sekretärinnen der Konsumfamilie

trafen sich im April zu

ihrem dritten Seminar in Berlin.

Dabei erhielten sie von Dr. Frank

Keller (GMW Group GmbH) wichtige

Tipps zur Stressbewältigung,

Selbstorganisation und zum Zeitmanagement.

Das Seminar unter

dem Berliner Fernsehturm endete

mit einem Showbesuch im

Friedrichstadtpalast.


nach Oberhof, sondern ins Berghotel.«

Einen nennenswerten

Beitrag zum Ergebnis des Hotelbetriebes

leistet auch das neu

implantierte Tagungsgeschäft,

neben dem Hauptgeschäft Wellness

und Aktivurlaub das zweite

Standbein. Dabei handelt es sich

überwiegend um Teambildungsund

Motivationstagungen für

Führungskräfte, die auch zu

außergewöhnlichen gruppendynamischen

Bewährungsproben

außerhalb des Tagungsbereichs

herausgefordert werden – im

Hochseilgarten sowie beim Bau

von Flößen, Piratenschiffen und

Holzbrücken. Um diese speziellen

Kundenwünsche aus einer Hand

Das Poolhaus wird zum Jahresende

2016 in Betrieb genommen.

Frische-Markt in Vellahn

Das 35 Jahre alte ländliche Einkaufszentrum

der Konsumgenossenschaft

Hagenow eG in Vellahn

hat ausgedient. Um das Einkaufen

für die Kundschaft attraktiver

exklusiv anbieten zu können, hat

sich das Berghotel jüngst mit

einem Spezialisten aus Leipzig

verbündet.

I-Tüpfelchen der seit sechs Jahren

voran getriebenen Metamorphose

des Berghotel Oberhof ist

das im Bau befindliche Poolhaus.

Es wird zum Jahresende in Betrieb

genommen und verfügt

über ein Salzwasser-Schwimmbad

mit Gegenstromanlage, ein

Tecaldarium, eine Salzgrotte sowie

ein Römisches Dampfbad. Damit

kommt ein millionenschweres

Modernisierungsprogramm

zum Abschluss, das dem Berghotel

Oberhof im Umkreis von 300

Kilometer eine Alleinstellung im

Thüringer Hotelmarkt sichert.

Hotelchef Löser, seit 25 Jahren

Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer

des SV Werder Bremen,

steht nunmehr vor der nicht

weniger anspruchsvollen Aufgabe,

ohne Investitionsdynamik

die Leistungsbereitschaft seiner

Mannschaft hochzuhalten und

jedem seiner sechzig Mitarbeiter

das Gefühl vermitteln zu müssen,

»auf seinem Spielfeld dafür Sorge

zu tragen, eigenverantwortlich

den Ball im Netz unterzubringen.«

Die dafür notwendige Kraft

zieht der junge Hotelchef aus

dem Zusammenhalt und dem

Gemeinschaftsgefühl der großen

Konsumfamilie. Tugenden, die

Werderfan Löser mit seinem

Lieblingsverein verbindet, wenn

er bei Heimspielen, mit Thüringer

Rostbratwürsten im Gepäck,

von seinem Stammplatz hinter

der Trainerbank, ganz Direktor,

von Victor Skripnik eine Auswechslung

fordert.

zu machen, öffnete Mitte März in

unmittelbarer Nachbarschaft zur

alten Konsumfiliale ein moderner

Frische-Markt mit einer 750 Quadratmeter

großen Verkaufsfläche

seine Pforten.

INTERVIEW

Zum Vorstand berufen

Andreas Bosse,

Geschäftsführer und Inhaber

der »Ihr Landbäcker «-Gruppe,

wechselt nach vierzehn Jahren

im Aufsichtsrat nebenamtlich

in den Vorstand der

Zentralkonsum eG.

Herr Bosse, wann hatten Sie

erstmalig Berührung mit einer

Konsumgenossenschaft?

1999 als Vertriebs- und Marketingleiter

der Multikauf KG in

Magdeburg. Die Genossenschaft

bestellte mich 2002 zum Vorstand.

In dieser Funktion wurde

ich für den Aufsichtsrat der Zentralkonsum

eG vorgeschlagen

und von der Generalversammlung

gewählt.

Wann haben Sie sich

selbstständig gemacht?

Im Jahr 2005, nachdem es mir

gelungen war, die verlustreich

arbeitenden Bäckereien des

ehemaligen Konsumbezirksverbandes

Magdeburg zu sanieren.

Parallel dazu haben Sie weiter im

Aufsichtsrat der Zentralkonsum eG

mitgearbeitet. Welchen Nutzen

haben Sie daraus gezogen?

Die Arbeit im Aufsichtsrat und

der Austausch mit erfahrenen

Vorständen von Genossenschaften

sowie dem Vorstand der

Zentralkonsum eG hat mir für

meine Arbeit im Unternehmen

sehr genutzt.

Herr Bosse, wie bewerten Sie das

Angebot von Aufsichtsratschef

Wilhelm Kaltenborn, gemeinsam mit

Vorstandssprecher Martin Bergner

künftig als Vorstand im Nebenamt

die Geschicke des Unternehmens

mitzuleiten?

Als einen ehrenvollen Vertrauensbeweis

in meine Arbeit als

Unternehmer sowie in meine

langjährige Mitarbeit im Aufsichtsrat

der Genossenschaft.

Müssen Sie nicht befürchten,

aufgrund der Doppelbelastung als

Unternehmer einer GmbH mit

600 Beschäftigten und 20 Millionen

Euro Jahresumsatz sowie als

nebenamtlich tätiger Konsumvorstand

gelegentlich zwischen

alle Stühle zu geraten?

Die Sorge habe ich nicht, denn

ich verfüge über eine gute

Mannschaft. Außerdem genieße

ich die nötige Rückendeckung

durch meine Familie und habe

künftig in Berlin in Martin Bergner

einen Vorstandskollegen zur

Seite, den ich sehr schätze und

dem ich vertraue.

Doppelspitze:

Martin Bergner (l.)

und Andreas Bosse

in der Zentrale der

Zentralkonsum eG

vor einer Tafel

mit den Logos der

32 Mitgliedsunternehmen


Genossenschaftsidee

Illusion und Wirklichkeit

Wilhelm Kaltenborn, Autor

diverser Veröffentlichungen

zur Idee und Geschichte von

Genossenschaften, weist

in seiner jüngsten Schrift

»Illusion und Wirklichkeit«

kenntnisreich nach, dass die

Genossenschaftsidee ein

fortwährender Begleiter der

menschlichen Geschichte ist.

Im Frühjahr 2015 stellte die

deutsche UNESCO-Kommission

bei der UNESCO in Paris den

Antrag, die Genossenschaftsidee

in die Liste des immateriellen

Kulturerbes aufzunehmen. Mit

der Begründung, von Delitzsch,

Weyerbusch und Flammersfeld,

als den früheren Wirkungsstätten

der deutschen Genossenschaftler

Hermann Schulze-Delitzsch

und Friedrich Wilhelm Raiffeisen,

hätten sich Idee und Praxis der

Genossenschaften über andere

Teile Deutschlands und darüber

hinaus ausgebreitet. Kaltenborn

widerlegt in seiner jüngsten

Schrift anhand diverser Belege

kenntnisreich diese Behauptung

und geht der Frage nach, wie

sich Idee und Praxis der Genossenschaften

eigentlich entwickelt

haben? Dabei kommt der Autor,

seit 2002 Aufsichtsratsvorsitzender

der Zentralkonsum eG in

Berlin, zu dem Schluss, die Genossenschaftsidee

ist kein deutscher

Einfall gewesen, der zum

ersten Mal von Schulze-Delitzsch

und Raiffeisen umgesetzt wurde.

Stattdessen tritt Kaltenborn den

Nachweis an, dass die Genossenschaftsidee

eine Menschheitsidee

ist – und deshalb unabhängig von

allen Erklärungen der UNESCO so

oder so zum immateriellen Weltkulturerbe

gehört. Die Genossenschaftsidee

und ihre praktische

Umsetzung, schreibt Kaltenborn,

begleiten die Entwicklung und Geschichte

des Menschen schon von

Anbeginn und er verweist darauf,

dass kooperatives, also genossenschaftliches

Wirken, schon die Neandertaler

bei der Grosswildjagd

praktizierten. Auch das europäische

Altertum und das Mittelalter

kannten Genossenschaften in

allen möglichen Formen, die auch

Schulze-Delitzsch bekannt waren.

Die Broschüre ist bei Amazon bzw.

Thalia zum Preis von 7.99 € und als

eBook für 4.99 € erhältlich.

PERSONALIA

Dr. Axel

Viehweger ist

neuer Vorstandschef

der Hermann-

Schulze-Delitzsch

Gesellschaft e.V.

Der Vorgänger

Dietmar Berger hat sein

Amt niedergelegt.

Carola Pauly,

Assistentin des

Vorstandes

Zentralkonsum eG,

hat zum 1. April die

Vermarktung der

Gewerbeflächen

»Neue Kauffahrtei« in Chemnitz

übernommen.

Die KONSUM »Optimal-Kauf eG

Haldensleben hat mit Martina

Lüdtke eine neue Vorstandsvorsitzende.

Jens Keck steht ihr

als Vorstandsmitglied zur Seite.

Petra Woege wurde zum

Jahreswechsel in den Ruhestand

verabschiedet.

RATGEBER RECHT RATGEBER LOHN TERMINE 2016

Kann ein Arbeitnehmer, der fristlos

kündigt, Schadensersatz fordern?

Auch ein Arbeitnehmer kann

außerordentlich kündigen. Kein

Grund, aber Anlass ist häufig

der vorzeitige Wechsel des

Arbeitgebers. Eine solche Kündigung

wird der Arbeitgeber

hinnehmen. Arbeitnehmer verlangen

dann Schadensersatz,

weil der Arbeitgeber die fristlose

Kündigung verursacht hätte.

Schaden soll ein geringerer

Verdienst beim neuen Arbeitgeber

während der ordentlichen

Kündigungsfrist, entgangenes

Urlaubs- und Weihnachtsgeld

sowie eine Abfindung sein. Das

Arbeitsgericht Stendal hat die

Grenzen solcher Ansprüche gezeigt:

Die Arbeitnehmerin wurde

versetzt. Sie ließ sich sofort

krankschreiben, suchte

einen neuen Arbeitgeber und

kündigte dann das Arbeitsverhältnis

fristlos. Das ArbG lehnte

einen Anspruch nach § 628

Abs. 2 BGB ab (Schadensersatzanspruch,

wenn der andere

Vertragspartner die Kündigung

veranlasst). Die zweiwöchige

Frist des § 626 Abs. 2 BGB

wurde nicht eingehalten, weil

die Versetzung seit Monaten

bekannt war.

Das ArbG vermutete die neue

Arbeitsstelle als Grund der

Eigenkündigung, und der

Arbeitgeber hätte nach Abmahnung

aus verhaltensbedingten

Gründen (Arbeitsverweigerung)

selbst kündigen dürfen.

(ArbG Stendal, Urteil v. 8.1.2016,

2 Ca 1306/14, rechtskr.)

RA Ulrich

Northoff,

Hauptgeschäftsführer

der KONSUM-

Tarifgemeinschaft

e.V., Arbeitgeberverband

für die

Konsumgenossenschaften

und andere

Unternehmen

Wie wird das Kinderkrankengeld

berechnet?

Die Berechnung der Höhe des

Kinderkrankengeldes wurde bereits

zum 1. Januar 2015 geändert.

Der Umfang hat sich nicht

verändert und umfasst weiterhin

10 Arbeitstage bzw. bei

Alleinstehenden 20 Arbeitstage

je Kind.

Neu seit 2015 ist die Berechnungsgrundlage:

Ausgangswert

für die Berechnung des Kinderkrankengeldes

ist das während

der Freistellung tatsächlich ausgefallene

Nettoarbeitsentgelt.

Das (Brutto-) Kinderkrankengeld

beträgt 90 Prozent dieses

ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts.

Die Berechnung soll dadurch

transparenter, gerechter

und unbürokratischer werden.

Erst zum Zeitpunkt der tatsächlichen

Kürzung des Arbeitsentgeltes

kann auch eine

Meldung des Arbeitgebers

an die Krankenkasse abgegeben

werden. Die Kürzung des

Entgelts wird in der Regel bei

der Entgeltabrechnung ermittelt

und diese erfolgt nicht

zwingend parallel zum Freistellungszeitraum.

Mit einer Krankengeldzahlung

kann der Arbeitnehmer

damit in der Regel

erst im Folgemonat rechnen.

Unter dieser Rubrik beantwortet

Ihnen die Geschäftsführerin der

KPSA-KONSUM-Personalserviceund

-abrechnungsgesellschaft

mbH Birgit Gertz regelmäßig

häufig gestellte Fragen zur

Lohn- und Gehaltsabrechnung.

Birgit Gertz,

Geschäftsführerin

der KPSA-KONSUM-

Personalserviceund

-abrechnungsgesellschaft

mbH

14./15. Juni

Fachseminar

»Finanzen /Steuern«

Dorotheenhof Weimar

23. Juni

Sommerliche

Bootsfahrt in Berlin

1. September

Aufsichtsratssitzung

Röstfein Kaffee GmbH

6./7. September

Fachseminar

»Rund um die

Immobilie«

Hotel Dorotheenhof

Weimar

22. September

Mitgliederworkshop

Hamburg

14./15. November

Arbeits- und

Tarifrechts-Seminar

Berlin

15. November

KONSUM-

Tarifgemeinschaft

Jahresmitgliederversammlung

22./23. November

Fachseminar »Jahresabschluss

2016«

Oberhof

29. November

Aufsichtsratssitzung

Berghotel Oberhof

Herausgeber: Zentralkonsum eG

Neue Grünstr. 18, 10179 Berlin

Tel. (030) 275 84 -111

www. zentralkonsum. de

Redaktion: George media (0152–341 724 88)

Gestaltung: Siegmar Förster

Druck: Laser-Line Berlin

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine