Gazette Charlottenburg Januar 2017

gazette

Gazette für Charlottenburg und Westend

GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

Januar 2017

Charlottenburg

Hand in Hand

die Welt besser

verstehen

Buddy Bär Berlin und

seine geistigen Eltern

Eva und Dr. Klaus Herlitz

Mit Nachrichten aus dem Rathaus Charlottenburg-Wilmersdorf

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2 | Gazette Charlottenburg | Januar 2017

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Liebe Bürgerinnen und Bürger in Charlottenburg-Wilmersdorf!

nach den Feiertagen und dem Jahreswechsel

begrüße ich Sie herzlich im neuen Jahr 2017!

Ich wünsche Ihnen ein glückliches Jahr, insbesondere

Gesundheit, persönliche Zufriedenheit,

Erfolg in Beruf oder in der ausbildung

und im ehrenamtlichen Engagement.

Integrationspreis 2016

am 16. Dezember habe ich gemeinsam mit

Bezirksverordnetenvorsteherin annegret

Hansen zum 5. Mal den Integrationspreis des

Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf verliehen.

In diesem Jahr wurde als

Einzelperson Irene Muthesius-Ziechmann

für ihre

besonderen Verdienste in

der Integrationsarbeit ausgezeichnet.

Sie ist Mitglied

im Verein „Willkommen im

Westend“ und lernte bei ihrer

ehrenamtlichen arbeit

Reinhard Naumann

in der Kleiderkammer der

notunterkunft Eschenallee 3 viele Geflüchtete

kennen und realisierte schnell, dass die

eigene Wohnung ein wichtiger Schlüssel zur

Integration ist. Inzwischen ist sie ein Profi darin,

Wohnungen zu besorgen, ihre nachbarn

zu überreden, das freigewordene Kinderzimmer

an Geflüchtete zu vermieten. Für 8 Familien

und Einzelpersonen hat sie Wohnungen

gefunden, vielen anderen geholfen, für die

selbst gefundenen Wohnungen die behördlichen

Genehmigungen einzuholen und Vieles

mehr. Was aber viel wichtiger ist: Sie betreut

viele Einzelfälle unglaublich engagiert.

als Institution wurde die EKT regenbogen

Kidz e. V. in der Charlottenburger Brahestraße

ausgezeichnet. Die Einrichtung steht allen

interessierten Familien offen, ungeachtet ihrer

religionszugehörigkeit bzw. nationalität. Im

Fokus ihrer arbeit steht das interreligiöse und

interkulturelle Lernen und Leben. Ziel der pädagogischen

arbeit ist es, nach dem Berliner

Bildungsprogramm zu arbeiten, zwischen den

unterschiedlichen Kulturen und religionen

zu vermitteln sowie Toleranz und akzeptanz

den Mitmenschen gegenüber zu erreichen.

Sie arbeiten eng mit dem jüdischen Kindergartenträger

Masorti e. V. und den christlichen

Kirchen zusammen und führen jedes Jahr u. a.

das Projekt „religion in Berlin“ durch. Hierzu

bestehen gute Kontakte zu Synagogen, Kirchen

und Vereinen.

Gedenktag 27. Januar – Tag der Befreiung

des Konzentrationslagers Auschwitz

Der Bundespräsident hat 1996 in Erinnerung

an den Tag der Befreiung von auschwitz am

27.1.1945 den 27. Januar als nationalen Holocaust-Gedenktag

in Deutschland ausgerufen.

In unserem Bezirk werden Mitglieder des

Bezirksamtes und der Bezirksverordnetenversammlung

an dem Gedenkstein für die Opfer

des nationalsozialismus am Steinplatz einen

Kranz niedergelegen.

Seit 2010 wird am 27. Januar eine Gedenkstunde

durch das regionalteam 3 des

Jugendamtes in Kooperation mit der Ev. Kirchengemeinde

neu-Westend, der Wald-Oberschule

und dem Verein „Erinnern und VeranT-

WOrTung – Gedenkarbeit an Berliner Schulen

e. V.“ im rahmen des regionalen netzwerkes

Charlottenburg-West organisiert. Da der

27. Januar in diesem Jahr der letzte Tag vor

den Ferien ist und die Schülerinnen und

Schüler der Wald-Oberschule an diesem Tag

bereits nach dem zweiten unterrichtsblock

frei haben, wird die Gedenkveranstaltung auf

dem Theodor-Heuss-Platz, nahe dem Blauen

Obelisken, bereits am 26. Januar, ab 12 uhr

stattfinden. In diesem Jahr lautet der Leitsatz

„Wer die Vergangenheit nicht kennt, ist gezwungen,

sie zu wiederholen“. Wir wollen bei

der diesjährigen Veranstaltung auch unsere

Gegenwart kritisch beleuchten und uns fragen,

inwiefern angstmache wieder als politisches

Mittel missbraucht wird.

Moderiert wird die Veranstaltung von einem

Schülerteam des Wald-Gymnasiums. unterhaltungskünstler

Karsten Troyke wird die Veranstaltung

musikalisch begleiten. Darüber hinaus

wird das Bühnenprogramm durch Lied-,

Text- und Gedichtbeiträge von Schülerinnen

und Schülern der Wald-Oberschule gestaltet.

Ich weiß, dass auch viele andere Initiativen,

Gazette Charlottenburg Gazette Wilmersdorf | Januar | 12017 | | 3

Gruppen und einzelne Menschen am 27. Januar

an Stolpersteinen, Gedenktafeln oder

anderen Erinnerungsorten Blumen niederlegen,

schweigend verharren oder sich zu

Gedenkveranstaltungen treffen. Ich freue

mich besonders über die Beteiligung von

Jugendlichen an solchen aktionen, denn wir

wollen, wie roman Herzog es am 19. Januar

1996 formuliert hat, dass die Erinnerung an

die Verbrechen des nationalsozialismus nicht

endet, sie soll auch künftige Generationen zur

Wachsamkeit mahnen. „Es ist deshalb wichtig,

nun eine Form des Erinnerns zu finden, die

in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid

und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an

die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der

Wiederholung entgegenwirken“, so der damalige

Bundespräsident in seiner historischen

rede im Bundestag.

Kiezspaziergang

Beim 181. Kiezspaziergang am Samstag, dem

14. Januar, erforschen wir den Charlottenburger

Spreebogen mit seinen Straßen, die nach

naturwissenschaftlern benannt sind. Treffpunkt

ist auf der östlichen Seite des Spreebogens

an der Bushaltestelle Helmholtzstraße,

die Sie mit den Bussen 101 und 245 gut erreichen

können. Wir werden an der ehemaligen

Müllverladestation und am Fraunhofer-Institut

für Produktionsanlangen und Konstruktionstechnik

vorbeikommen und bei Porsche,

audi sowie Beiersdorf vorbeischauen. Enden

wird unser Kiezspaziergang auf der Marchbrücke.

Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei. alle

Interessierten sind willkommen. Informationen

über die bisherigen Kiezspaziergänge

finden Sie im Internet unter www.kiezspaziergaenge.de.

Für Ihre anregungen, Lob und Kritik bin ich

für Sie erreichbar unter naumann@charlottenburg-wilmersdorf.de.

Ihr

reinhard naumann


4 | Gazette Charlottenburg | Januar 2017

Hand in Hand die Welt besser verstehen

Buddy Bär Berlin und seine geistigen Eltern Eva und Dr. Klaus Herlitz

Bunt bemalte Kühe waren es, die

die überzeugte Berlinerin Eva

Herlitz im Jahr 2000 in New York

auf die Idee brachten, auf ihre

Stadt Berlin abgestimmte vergleichbare

Eyecatcher ins Straßenbild

zu bringen, als Symbol

für ihre Stadt.

Bereits ein Jahr später war Buddy

Bär Berlin geboren, weltoffen,

den Menschenrechten die Tatzen

nach oben entgegen streckend.

Inzwischen reisen er und seine

rund 140 zwei-Meter-großen

United-Buddy-Bear-Genossen,

farbenfroh die jeweiligen Menschen

und die Kultur ihres Landes

repräsentierend, um den Erdball.

Dort stehen sie vor vielen der 260

Bärenstarkes Team: Eva und Klaus Herlitz.

bestehenden Auslandsvertretungen

Deutschlands in von den

Vereinten Nationen anerkannten

Ländern. Meist werden sie dabei

von Eva und Klaus Herlitz begleitet,

auf ihrem Einsatz hin zu mehr

Verständnis, Freundschaft und

einem besseren Sich-Kennenlernen

der Völker und Religionen

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in unserer Welt. „So lernen wir

Länder mit ihren Menschen und

ihrer Kultur sehr viel intensiver

und besser kennen als mancher

Tourist“, betont Eva Herlitz.

Kunst und Kultur stehen ebenso

Hand-in-Hand: Der Buddy-Bär

wird von einem jeweiligen Landes-Künstler

gestaltet, so dass

feinen Juwelen- und Goldschmuck

durch die unterschiedlichen

Stilrichtungen der internationalen

Künstler ein einzigartiges

Gesamtkunstwerk entsteht, das

weltweit bereits rund 35 Millionen

begeisterte Menschen besuchten.

„Platz der Kinderrechte“

– bald Realität?

Doch das ist für Eva, ehemalige

Lehrerin, und Unternehmer

Dr. Klaus Herlitz noch lange kein

Grund, sich mit diesem Erfolg

zufriedenzugeben, sondern ist

vielmehr Ansporn für weitere

bärenstarke Projekte, mit der sie

die Welt verbessern wollen. Ein

vom UN-Kinderhilfswerk UNICEF

initiiertes, an das Ehepaar herangetragenes

Projekt, für das es sich

mit seinem umfangreichen Netzwerk

seit 2015 „Hand in Hand“

einsetzt, ist die längst überfällige

Realisierung eines Platzes der

Kinderrechte: In idealer, leicht erreichbarer

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Gazette Charlottenburg | Januar 2017 | 5

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Tätigkeitsschwerpunkte:

Personen- und Kapitalgesellschaften

Erbschaft- und Einkommensteuer

Charity-Versteigerung.

ge auf der Grünfläche zwischen

John-Foster-Dulles-Allee, Großer

Querstraße, Heinrich-von-Gagern-Straße

und Paul-Löbe-Allee

sollen in Nähe zu Bundestag

und Skulpturenwiese auf der

geschützten Grünfläche zehn

Buddy Bär Skulpturen mit den

Kinderrechten, der Ausstellung

der United Buddy Bears und mit

in sechs Weltsprachen sowie in

Deutsch und Türkisch verfassten

Informationstafeln sowie einem

Informationsstand die Öffentlichkeit

auf mehr Beachtung der

Kinderpolitik und Kinderbelange

aufmerksam machen.

„Die Skulpturenwiese würde dabei

nicht beeinträchtigt, sondern

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beschwerden?

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durch die bewusstere Wahrnehmung

eher aufgewertet. Auch

das geschützte weitläufige Areal

würde durch einen sechs Meter

breiten wasserdurchlässigen

Ökopflasterweg geschont, die

Bepflanzung nicht angetastet“,

versichert Klaus Herlitz.

Anfallende Finanzierung und

laufende Instandhaltungskosten

würden die Unterstützer von

UNICEF sowie Buddy Bär Berlin

tragen. Berlin und Deutschland

aber wären Nutznießer durch

einen gesteigerten Tourismus,

den der „Platz der Kinderrechte“

mit sich bringen dürfte. Befürworter

gibt es viele: So sprachen

sich Persönlichkeiten wie

beispielsweise Bundestagspräsident

Dr. Norbert Lammert, die

Berliner Bürgermeisterin und

Wirtschaftssenatorin Ramona

Anzeige

Pop, Familienbundesministerin

Manuela Schwesig und Journalist

Ulrich Wickert deutlich dafür aus.

Doch auf dem Weg zum Platz der

Kinderrechte bekommen die Bären

noch reichlich zähen Bürokratie-Teer

unter die Tatzen, und sie

müssen viel Geduld zeigen: die

Beantwortung gestellter Anträge

und Anfragen lässt lange auf

sich warten, andere indiskutable

Standorte für den „Platz der Kinderrechte“

werden vorgeschlagen

und rauben wertvolle Zeit.

Mit viel Idealismus und Energie

haken die Initiatoren UNICEF/

Herlitz immer wieder nach, damit

das beispielhafte Projekt nun

endlich genehmigt und vorangebracht

wird.

Farbenfrohe Hilfe dank Buddy Bär

In ihrer Bärenhöhle in der Geisbergstraße

29, Berlin-Schöneberg,

arbeiten Bäreneltern Herlitz

und ihre acht Mitarbeiter

inzwischen an Projekten, die das

Brummen nach Toleranz und Verständnis

der Bären noch weiter

hinaus in eine künftige friedvolle

Welt tragen sollen. Dabei bilden

die Buddy-Bär-Aktivitäten eine

feste Einheit mit der Hilfe für Not

leidende Kinder. Über 2,2 Millionen

Euro konnten durch Versteigerungen

von Buddy Bären

und durch Spenden bislang an

UNICEF und lokale Kinderhilfsorganisationen

gehen. „Direkt in

die Hilfsprojekte“, wie Eva Herlitz

betont. Erst am 15. November

2016 wurden bei der Charity-Buddy-Bär-Versteigerung

in

der Berliner Mercedes Welt für

den guten Zweck 107.250 Euro

eingenommen, die u. a. an

UNICEF, SOS-Kinderdörfer und

die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung

(DKJS) gehen. Dabei

kamen 51 kleine und große

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6 | Gazette Charlottenburg | Januar 2017

Jeder Bär steht für Verständnis und Freundschaft.

Ein bunter Querschnitt der Buddy-Bären grüßt in der „Bärenhöhle“ in

der Geisbergstraße.

Bären unter den Hammer von

Auktionatorin Julia Theurkauf,

die von Künstlern und Prominenten

wie Andrej Wolff, Nina Ruge,

Zohre Esmaeli und Dennenesch

Zoudé, aber auch von Schülern

der Europa-Schule gestaltet,

auf unterschiedlichste Aussageweise

die Gäste faszinierten

und zum Steigern animierten.

Bereits wenige Tage zuvor, am

3. November 2016, waren auf

dem EUREF-Campus bereits zum

sechsten Mal die Green Buddy

Awards als Umweltpreis des

Bezirks Tempelhof-Schöneberg

für Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein

verliehen worden.

– Und auch beim jährlichen Berliner

Europapreis „Blauer Bär“

brummen die Bears laut mit.

Derartige Veranstaltungen mit

den Welt-erobernden United-

Bears verlangen eine aufwendige

Logistik und verursachen

Kosten. Bestritten werden die

von der sich wirtschaftlich selbst

tragenden Herlitz-Buddy Bär

Berlin GmbH, aus ihrem Souvenirbären-Verkauf.

Weltweit wird

sie dabei im Charity-Veranstaltungsbereich

von Sponsoren

unterschiedlichster Bereiche

unterstützt, sei es durch kostenlose

Transportflüge von Fluggesellschaften

oder durch günstige

Zimmerangebote von Hotelketten.

Die weißen Bärenrohlinge

vom aufrechten Bärenmodell bis

tapsigen, auf vier Pfoten stehenden

Bären werden in verschiedenen

Größen in Mitteleuropa von

einem Glasfaser-Unternehmen

hergestellt, in Porzellan fertigt

sie die Königliche Porzellan-Manufaktur

Berlin (KPM). Doch das

ganz große und weite Bärenherz,

das die Bären mit all ihren

Projekten erst lebendig und

erfolgreich werden lässt – von

der Idee bis zur Umsetzung –

schlägt gemeinsam in der Brust

von Eva und Klaus Herlitz. Beide

machen so die Welt dank Buddy

Bär Berlin und United Buddy Bears

ein gutes Stück bunter und

verständnisvoller.

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KEK – am Start kleine Wissenschaftler von morgen

KNAUER Entdecker Klub macht Lust auf mehr

Das Zehlendorfer Familienunternehmen

KNAUER Wissenschaftliche

Geräte GmbH ist nicht nur für

seine präzisen Labormessgeräte

bekannt, auch seine Mitarbeiterfreundlichkeit

und Nachwuchsförderung

ist vielfach ausgezeichnet

und beispielhaft. Dabei

denkt Geschäftsführerin und Firmeninhaberin

Alexandra Knauer

– selbst Mutter zweier Kinder –

auch an Kinder und Jugendliche

als potentielle Wissenschaftler

von morgen.

Im gemeinsam mit der Gruppe

„Kinderforscher“ der TU Hamburg-Harburg

im Jahr 2008 entwickelten

KNAUER Entdecker

Klub (KEK) bekommen Schülerinnen

und Schüler aus ganz Berlin

vor Ort am Hegauer Weg 38 die

Möglichkeit, Wissenschaft lebendig

und live zu erleben und erste

praktische Erfahrung mit der weit

verbreiteten Analysetechnik der

Flüssigkeitschromatografie zu

machen. Dabei erfahren sie in vier

Station vier: Lichtquelle, Prisma & Co.

Stunden spielerisch an fünf Versuchsstationen

ganz nebenbei

viel Wissenswertes, z. B. welche

Cola-Sorte Koffein enthält und

welche nicht oder wie Sportler

auf Doping überprüft werden

können. Begleitet werden sie

dabei von Knauer-Mitarbeitern,

Lehrern und einem extra für sie

ausgearbeiteten HPLC-Laborjournal

mit Aufgaben. Die Lehrer

erhalten vorab ein Vorbereitungsskript

für den Unterricht.

Pro Schüler wird um eine Spende

von 2 Euro gebeten, die an „Die

Arche“ überwiesen werden soll.

Der Spendennachweis gilt dann

als KEK-Eintrittskarte.

Gazette Charlottenburg | Januar 2017 | 7

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Stehen derzeit noch überwiegend

Schüler der Klassen 5 – 7 am

Knauer´schen Labortisch, arbeitet

das Unternehmen aktuell an

einer Projekterweiterung, um in

seinen Räumen bald auch Kinder

im Kita-Alter und junge Grundschüler

mit ins Entdecker-Boot

zu nehmen und altersgemäß an

die Naturwissenschaften heranzuführen.

Entdecker für einen Vormittag

An einem trüben Wintertag betreten

15 Schülerinnen und Schüler

einer 7. Klasse des Werner-von

Siemens-Gymnasium gemeinsam

mit ihrem Lehrer Axel Stahl das

KEK-Labor im blauen Knauer-Fir-

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8 | Gazette Charlottenburg | Januar 2017

Knauer-Mitarbeiter Yannick Krauke (l.) erklärt Lehrer Axel Stahl den

Labor-Aufbau.

Roswitha Knauer stellt den jungen Gastwissenschaftlern das

Unternehmen KNAUER vor.

mengebäude, eine ideale Zahl,

oft sind es um die 30 Schüler. Als

„Schnelllerner“ des Gymnasiums,

die den Lernstoff an vier anstatt

an den Regelklassen-üblichen

fünf Tagen bewältigen, sind sie

am fünften Tag im Rahmen eines

Pflichtprojektes unterwegs:

Praxisnah lernen sie dabei naturwissenschaftliche

Themen auf

vielfältige Art und Weise kennen,

besuchen dazu u. a. das NATLAB

Mitmachlabor der Freien Universität

Berlin, das Science Center

Spectrum – und den KEK.

Im KEK-Labor erwarten sie die

Marketing- und KEK-Flyer-Zuständige

des Unternehmens,

Daniela Fehr, Yannick Krauke,

Anwendungs- und Applikationsentwickler,

sowie als ehemaliger

Chemie- und Biologie-Lehrer von

der Zehlendorfer John-F.-Kennedy-Schule

Berlin, Dr. Ingo Sgustav.

„Auch nach meiner Pensionierung

wollte ich mit jungen Leuten

weiterarbeiten. Da kam es gerade

recht, dass ich Frau Knauer bei einer

Fortbildung im Biotechnologieverbund

Berlin-Brandenburg

kennenlernte“, erklärt er, der nun

seit 3 1/2 Jahren die Laborkurse

fachkundig begleitet, so auch an

diesem Tag. Klassenlehrer Stahl

bleibt da eher die Beaufsichtigung

seiner Schüler.

HPLC-Rennbahn,

Laufmittel und mehr

Die insgesamt motivierten und

konzentrierten Schüler lernen zu

Beginn, dass HPLC für „High Performance

(oder Pressure) Liquid

Chromatography = Hochleistungsflüssigkeitschromatografie“

steht. Um die HPLC-Anlage

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begreifbar zu machen, geht es

dann an die erste der fünf Stationen,

auf die „HPLC-Rennbahn“.

Hier können die Schüler den Verlauf

einer selbst aufgegebenen

Probe mit Laufmittel verfolgen.

Die Aufgabe der Pumpe und ihre

Auch nach der Pensionierung

noch für die Schüler da: Dr. Ingo

Sgustav.

Aufgabe zur Überwindung kleiner

und großer Hindernisse spielt

an der zweiten Station eine wichtige

Rolle, während an der dritten

Station in einer spannenden Papierchromatografie

schwarze

Filzstiftfarbe in ihre Grundfarben

getrennt wird, unter Einfluss der

sogenannten festen Phase auf die

Flüssigkeitstrennung. An der vorletzten

Station erwartet die jungen

Wissenschaftler ein Detektor,

dessen Funktion anhand der Veränderung

eines Lichtstrahl-Spektrums

verdeutlicht wird. Dazu platzieren

die Schüler verschieden

stark konzentrierte Traubensaftproben

zwischen eine Lichtquelle

und ein Prisma. Zwischen den einzelnen

Stationen, die die einzelnen

Schülergruppen durchlaufen,

bekommen sie die Möglichkeit,

die dazu im Laborjournal gestellten

Fragen zu beantworten. Am

Ende der Stationen wird, ableitend

von den erfolgten vier Versuchen,

der Aufbau eines Analyse-Gerätes

an einem einsehbaren

Knauer-HPLC-System anschaulich

und gerätebezogen besprochen.

Dazu werden „Kindercola“ (ohne

Koffein) und „Erwachsenencola“

(mit Koffein) verglichen, die Ergebnisse

in ein Diagramm eingetragen.

Während der Pause in der für

Mitarbeiter und kleine Entdecker

offenen Kantine zeigen sich die

jungen Entdecker begeistert. „Toll,

dass es die Möglichkeit gibt, so

was in einer Firma zu tun“, lobt

Antonia, „da werden Zusammenhänge

richtig klar.“ Sophie erklärt

dazu: „Da wir ja noch kein Chemie

in der Schule haben, macht es

Spaß, hier was Neues zu lernen.“

Und Lilli ergänzt: „Das ist viel interessanter

als in der Schule und

weniger langweilig.“

Am Ende dieses spannenden Vormittags

verabschiedet die jungen

Gastwissenschaftler die Unternehmensmitgründerin

Roswitha

Knauer, die wie in den vergangenen

60 Jahren auch heute noch

regelmäßig im Unternehmen anzutreffen

ist. Es gibt eine Urkunde

und kleine Geschenke und den

guten Rat dazu, „sich weiterhin

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neugierig mit Naturwissenschaften

zu beschäftigen, um vielleicht

später einmal ein richtiger Wissenschaftler

zu werden.“

Und vielleicht kehrt ja dann einer

von ihnen in das blaue Haus am

Hegauer Weg zurück…

KEK-Interessierte erhalten weitere

Informationen unter www.knauer.net

und entdecker@ knauer.net.


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GAZETTE Wilmersdorf 1/17

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NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS

Westkreuz: Wohnungsbau oder Grün?

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

und umwelt hat

ein Änderungsverfahren zum

Flächennutzungsplan (FnP) eingeleitet,

mit dem die derzeitige

Darstellung von gemischter

Bau- und Bahnfläche in Grünfläche

geändert werden soll.

Im rahmen dieses Verfahrens

soll als nächster Verfahrensschritt

die Beteiligung der Öffentlichkeit

und der Behörden

sowie der Träger öffentlicher

Belange erfolgen. nach den

dem Bezirksamt vorliegenden

Informationen beabsichtigt die

Deutsche Bahn aG jedoch, das

Gelände zwischen Westkreuz

und Holtzendorffstraße von

Bahnbetriebszwecken freistellen

zu lassen und dann zu veräußern.

Die Entwicklung stadt- und

landschaftsplanerischer nutzungskonzepte

wird also im

Wesentlichen davon abhängen,

wie das Verfahren zur Änderung

des FnP ausgeht und

ob die Deutsche Bahn aG weiterhin

an ihren Veräußerungsplänen

festhält. Derzeit lässt

das Bezirksamt in abstimmung

mit der Senatsverwaltung für

Stadtentwicklung und umwelt

ein Struktur-, nutzungs- und Erschließungskonzept

erarbeiten,

dass voraussichtlich ab Februar

2017 öffentlich vorgestellt werden

soll.

Ziel ist es, das FnP-Änderungsverfahren

zugunsten einer Freiraumnutzung

voranzutreiben

und über ein Bebauungsplanverfahren

die rechtsgrundlage

für eine weitere Entwicklung zu

schaffen.

Berlin SPD-Fraktion

Eine klare Entscheidung für

Grün. Initiiert durch einen antrag

der Grünen, den die SPD-

Fraktion unterstützt hat. Wir

wollen eine Grünfläche und

eine Wegeanbindung von der

rönnestraße zum S-Bahnhof

Westkreuz. Die Senatsverwaltung

hat zwischenzeitlich dazu

ein Änderungsverfahren zum

Flächennutzungsplan eingeleitet,

mit dem die derzeitige

Darstellung von gemischter

Bau- und Bahnfläche in Grünfläche

geändert werden soll. Im

rahmen dieses Verfahrens ist

als einer der nächsten Schritte

die Beteiligung der Öffentlichkeit,

der Behörden und der Träger

öffentlicher Belange vorgesehen.

Das alles geschieht im

Spannungsfeld zwischen den

Verkaufsinteressen der DB und

dem ausgang des Flächennutzungsverfahrens.

Wolfgang Tillinger

CDU-Fraktion

Bei den Planungen für eine nutzung

der Brache neben dem

Bahnhof Westkreuz stehen für

die CDu – Fraktion die Interessen

der anwohner und der

nutzer der angrenzenden Kleingartenkolonie

im Vordergrund.

nur mit diesen gemeinsam wird

es möglich sein, zu einem tragfähigen

Konzept zu kommen.

Wir begrüßen ausdrücklich die

Überlegungen, diese bislang einer

Müllhalde gleichende Fläche

sinnvoll zu nutzen. Bei der

nutzungsart kommt es darauf

an, eine Verträglichkeit mit der

umgebung herzustellen. Daher

spricht vieles für die Überlegungen

hier einen Park anzulegen.

Die CDu-Fraktion spricht sich

dafür aus, die weitere Diskussion

anhand konkreter Planungsentwürfe

zu führen, die bisher

noch nicht vorliegen.

Christoph Brzezinski

Gazette Charlottenburg | Januar 2017 | 9

B‘90/Grünen-Fraktion

Die Stadt wächst und braucht

Wohnungsbau. Verdichtet werden

sollte aber nur dort, wo es

Sinn macht. und wir brauchen

grünen ausgleich. Die Brache

am Westkreuz liegt mitten

zwischen lärmbelasteten

Bahntrassen, eine verkehrliche

Erschließung ist kaum möglich.

Zwangsläufig kann gar nicht

anders als teuer gebaut werden

– Investoren wollen dort Luxuswohnraum

in Hochhäusern.

und für wenige bezahlbare

Wohnungen sollen Kleingärten

weichen. Das macht gar keinen

Sinn! Wir Grünen möchten stattdessen

am Westkreuz einen naturnahen

Stadtpark entwickeln,

der alle Kleingärten belässt und

die wichtige Kaltluftschneise

vom Grunewald in die City West

erhält. Das Gleisdreieck hat’s

vorgemacht!

Jenny Wieland

Die Linke

Ja, wir brauchen Wohnraum.

Dringend – auch im Bezirk, für

untere und mittlere Einkommensgruppen.

Mittelgroße

Wohnungen für nicht mehr als

6 €/qm Kaltmiete. Die aktuellen

Pläne sehen das nicht vor – nur

wenige Sozialwohnungen sind

vorgesehen, diese liegen aber

getrennt von teuren Wohnhäusern

und eingeklemmt

zwischen Bahngleisen der

Fernbahn und drei S-Bahnlinien

– solche andauernd hohen

Lärmbelastungen sind gefährlich

für die Gesundheit der

Bewohner*innen. Zudem fehlt

nötige soziale Infrastruktur. Das

Projekt ist ein Musterbeispiel für

fehlgeleiteten Wohnungsbau.

Wir setzen uns dafür ein am

Standort einen Park zu errichten

– und kämpfen weiter für

günstige Mieten und bezahlbaren

Wohnungsneubau.

Niklas Schenker

FDP-Fraktion

unser Bezirk wächst. Jeder weiß

es und sagt es: wir brauchen

dringend neuen Wohnungsbau.

Es sind sich aber auch alle

einig: nicht jede Ecke, nicht

jede Freifläche ist zu bebauen.

Ein Widerspruch – so scheint

es zumindest. Die Freien Demokraten

meinen: das muss es

nicht sein. am Westkreuz gibt

es die Chance, Wohnungsbau

mit augenmaß zu betreiben

und gleichzeitig Grünflächen zu

entwickeln. Eine neue schöne

Grünfläche allein nützt grundsätzlich

nur den Menschen, die

bereits in unserem Bezirk leben.

Durch dieses Bewahren vom

Status quo blenden wir aber

die Bevölkerungsentwicklung

aus und verschließen uns vor

neuem. unser Plan: 900 Wohnungen

in einem grünen umfeld.

nicht gegen- sondern miteinander.

Felix Recke

BVV Charlottenburg-Wilmersdorf

Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin, Raum 226, 226a, 226b

Telefon: 9029-14900/01/02, E-Mail: bvv@charlottenburg-wilmersdorf.de,

Internet: www.charlottenburg-wilmersdorf.de

Nächste Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung

19.01., Do, 17 Uhr

AUS DEM BEZIRK

Zum Nikolaus eine Freude für geflüchtete Kinder

auf den nikolaustag am 6. Dezember

fieberten im Bezirk

unzählige ehrenamtliche und

hauptamtliche Helferinnen

und Helfer hin. auch wenn

nur wenige geflüchtete Kinder

und Jugendliche den nikolaus

kennen, freuen sie sich über

die verteilten Süßigkeiten und

kleinen Präsente. Diese wurden

von ehrenamtlich Engagierten

– zum Teil mit großzügiger unterstützung

von unternehmen

und Privatpersonen – organisiert

und überreicht. Wie zum

Beispiel in der unterkunft in der

Soorstraße. In dieser wurde am

nikolaustag sämtlichen Kindern

und Jugendlichen eine eigene

Decke überreicht.

nachdem beim Soorstraßen-

Sommerfest das Projekt von der

Initiative “Mini Decki Deutschland”

vorgestellt und auf großes

Interesse gestoßen ist, nahmen

Ehrenamtliche (auch überbezirklich)

und Bewohnerinnen

und Bewohner der unterkunft

an dem Projekt teil. Im Vorfeld

erstellten sie u. a. in der nähgruppe

die vielen Decken. Ein

arbeitsintensives unterfangen,

das nur mit unterstützung Ehrenamtlicher

der “Mini Decki

Deutschland” realisiert werden

konnte.

Frau Linke, Ehrenamtliche der

Soorstraße und Leiterin der

nähgruppe, berichtete über

die aktion: „Die Decke vermittelt

Wärme und Geborgenheit,

kann auch abgrenzung für das

Kind gegenüber unbekanntem

und damit Schutz bedeuten,

indem sich das Kind die Decke

über die Schultern legt und sich

darin einkuschelt.“

Sozial- und Gesundheitsstadtrat

Carsten Engelmann: Ich möchte

an dieser Stelle meinen großen

respekt aussprechen und mich

bei allen ehrenamtlichen Helferinnen

und Helfern bedanken.

neben ganz praktischen Tätigkeiten,

wie beispielsweise Besorgungen,

Behördengängen

und vieles andere mehr, sind Sie

mit den Menschen zusammen,

bringen diese zum Lachen,

Staunen und zum nachdenken.

Es ist wunderbar mit anzusehen,

wie viel Freude den Menschen

mit Ihrer ehrenamtlichen

Tätigkeit bereitet wird.

Förderpreis Frauen und

Mädchen im Sport

Das Bezirksamt von Charlottenburg-Wilmersdorf

ist erfreut

und stolz zugleich, dass

es gelungen ist, am 7. Dezember

zum zweiten Mal den Förderpreis

Frauen und Mädchen

im Sport zu verleihen. Preisträgerinnen

waren der Charlottenburger

Damen-Schwimmverein

„nixe e. V.“ sowie der

Kampfsportverein Sultans e. V.

Bezirksstadträtin Heike

Schmitt-Schmelz würdigte

das Engagement beider Vereine.

Beide bemühen sich auf jeweils

besondere art und Weise,

neue Zielgruppen anzusprechen.

So versucht „nixe e. V.“

zum Beispiel im Bereich des

Schwimmsports auch ältere

Frauen mit und ohne Migrationshintergrund

zum Schwimmen

zu animieren. Bei Sultans

e. V. achtet eine Frauenvertreterin

im Vorstand nicht nur

auf die rege Beteiligung von

jungen Mädchen und Frauen

im Kampfsport, sondern es ist

dem Verein gelungen, diese

besonders langfristig an den

Verein zu binden. Das funktioniert

nur mit klugen Strategien

und dafür wurden beide

Vereine mit dem ersten Preis

geehrt.

alle Beteiligten lobten das besondere

Engagement des Bezirkes

an dieser Stelle, so auch

die Vizepräsidentin des Landessportbunds

Claudia Zinke.

Die Gleichstellungsbeauftragte

Carolina Böhm machte

deutlich, dass es sich um eine

langfristige aufgabe handele,

denn nach wie vor sei die

Beteiligung der Mädchen und

Frauen im Sport noch zu gering.

Der Preis soll daher in

Zukunft regelmäßig ausgelobt

werden.


4 NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS

GAZETTE Wilmersdorf 1/17

10 | Gazette Charlottenburg | Januar 2017

NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS

AUS DEM BEZIRK

Neue E-Ladesäule

am 8. Dezember wurde die

erste E-Ladesäule auf private

nachfrage für elektrisch angetriebene

Fahrzeuge in der

nehringstr. 4 in Betrieb genommen.

Seit Mitte 2015 gibt

es im Kiez bereits in der Knobelsdorffstr.

53 eine solche

Ladesäule, die über das Senatsprogramm

„Schaufenster

Elektromobilität Berlin/Brandenburg“

des Senats installiert

wurde. In der ersten Phase wurde

so flächendeckend die ganze

Stadt mit Ladesäulen versorgt.

In der zweiten Phase wurde die

Ladesäule in der nehringstr. 4

vom Inhaber der Fahrschule InnoM,

die direkt gegenüber liegt,

persönlich beantragt und in

abstimmung zwischen Bezirksamt

und allego aufgestellt. allego

entwickelt gemeinsam mit

Kunden und Geschäftspartnern

maßgeschneiderte Lösungen,

die den Fahrern von Elektrofahrzeugen

eine frei zugängliche

und bezahlbare Lademöglichkeit

bieten. Die Ladestation

in der nehringstr. 4 ist die erste

berlinweit, die auf nachfragebedarf

einer Privatperson installiert

wurde. neu an dieser Ladesäule

ist, dass der Standort nicht

Neuerscheinung

Thomas Lippert, BA

nach dem Senatsprogramm errichtet

wurde, sondern dass der

nutzungsbedarf, in diesem Fall

der Fahrschule gegenüber, im

Vordergrund stand.

Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger:

„Dieser privat angefragte

nutzungsbedarf einer

Ladesäule hat eine neue Qualität,

der hoffentlich künftig zum

normalfall wird. Besonders innovativ

ist, dass sich in diesem

Fall eine Fahrschule auf dieses

neue Terrain traut und ihre Fahrzeugflotte

darauf umstellt und

ausrichtet. So können in Zukunft

Fahranfängerinnen und

-anfänger in dieser Fahrschule

mit Elektrofahrzeugen das Fahren

erlernen – damit gibt es

das erste Elektrofahrschulauto

berlinweit. Die neuen, künftigen

autobesitzer*innen werden

so als Fahrschüler*innen

an die neue Technik und den

umgang eines Elektroautos

herangeführt.“

Über eine Mobilitäts-app kann

man immer abfragen, wo, ob

und wie lange Ladesäulen gerade

frei sind und zu welcher

der kürzeste Weg (Staus berücksichtigt)

vom eigenen Standort

führt.

Der Kalender 2017 des Heimatvereins

Wilmersdorf e. V. mit Bildern

von Brunnen in Wilmersdorf,

Schmargendorf, Grunewald

und Halensee ist ab sofort für

10 Euro im Verkauf in der Villa

Oppenheim, Schloßstr. 55 / Otto-Grüneberg-Weg,

14055 Berlin,

und 11 Euro inkl. Versand

beim Heimatverein bei vorheriger

Überweisung auf das Vereinskonto

(Berliner Bank, IBan

DE80 1007 0848 0313 9219 00).

Weitere Informationen beim

Heimatverein Wilmersdorf e. V.,

rathaus Schmargendorf, Zi 2,

Berkaer Platz 1, 12199 Berlin,

☎ 8225757 oder E-Mail:

HeimatvereinWilmersdorf@aol.

de.

Musikschule räumt wieder zahlreiche Preise ab

Beim diesjährigen Berliner

Jazztreff, einem Festival, das

der Landesmusikrat Berlin am

03. und 04. Dezember in der

uFa-Fabrik veranstaltete, haben

Schülerinnen und Schüler

der Musikschule City West

zahlreiche Preise gewonnen.

Der Gewinner des Landeswettbewerbs

„Jugend jazzt“ ist die

Band THE STEaDIES aus der

Studienvorbereitenden abteilung

der Musikschule. unter

der Leitung von Dirk Strakhof

dürfen die jungen Musiker

Vincent Koch, Jonathan Zielke,

Clemens Bigge, Elias Weber

und Mathis Klockow das

Land Berlin bei der 15. Bundesbegegnung

„Jugend jazzt“

in Saarbrücken vom 15. bis

18. Juni 2017 vertreten.

als Förderpreis bekam das

Ausbildungsplätze

Ensemble Triótri des Pianisten

Clemens Bigge (Klasse

Tim Sund) einen Studiotag im

Blackbird Music Studio, die

Teilnahme am internationalen

Jazzworkshop der MS City-

West gewann Mathis Klockow

(Klasse rainer Winch), Einzelunterricht

und eine einjährige

Teilnahme an allen Masterclasses

am Jazzinstitut Berlin

gewann wiederum Clemens

Bigge, Kompositions- und

arrangierunterricht gewann

Jonathan Zielke (Klasse arne

Jansen und Fee Stracke) und

CD-Pakete gewannen ron Fabian

und Laszlo Griese (Band

Blue Lemon – Leitung Christof

Griese) sowie Vincent Koch

(Klasse Torsten Piper). Damit

haben Schüler der Musikschule

die meisten Preise gewonnen

Beispiel guter Praxis in Europa

Bereits im Februar lud Carsten

Engelmann, Bezirksstadtrat für

Gesundheit und Soziales, zu

einem Zukunftstag in das rathaus

Charlottenburg ein. Hier

sprachen er und Bezirksbürgermeister

reinhard naumann mit

Bürgern und Entscheidungsträgern

aus Verwaltung, Wirtschaft

und Sozialarbeit, über Möglichkeiten

der nachhaltigen Integration

geflüchteter Menschen

in unseren Bezirk. Inzwischen

ist der Zukunftstag zu einer

regelmäßigen Veranstaltung

geworden, die auch eine generationenübergreifende

Wirkung

entfaltet hat. So gründete das

Kinder- und Jugendparlament

(KJP) eine „aG Flüchtlinge“, die

sich besonders mit der Integration

junger Menschen beschäftigt.

Im rahmen eines Besuchs

in Brüssel berichteten angehörige

des KJP von dem Konzept

der Zukunftstage.

Zum Jahresende besuchten

nun 30 junge Journalisten, aus

11 Mitgliedsstaaten, eine notunterkunft

in unserem Bezirk.

Dort trafen sie sich mit jungen

Flüchtlingen aus 8 Herkunftsländern.

Während der Interviews,

Workshops und einem

gemeinsamen Mittagessen,

entwickelte sich bald ein internationales

Jugendtreffen, dessen

Ergebnisse im anschluss

mit Carsten Engelmann, im

rathaus Charlottenburg, diskutiert

wurden. Der Stadtrat

betonte dabei den einmaligen

Die Stadtbibliothek Charlottenburg-Wilmersdorf

bildet

ab 1. September 2017 wieder

zwei Fachangestellte für Medien-

und Informationsdienste

(FaMI) mit der Fachrichtung Bibliothek

aus.

Menschen, die Interesse an der

arbeit mit Medien und Computern

sowie Freude im umgang

mit Publikum haben, können

sich bis Dienstag, dem 31. Januar

2017 bewerben.

Im beruflichen alltag ist Sorgfalt

und Genauigkeit auch bei

routinearbeiten ebenso gefragt

wie Teamfähigkeit, Flexibilität

und Kontaktfreudigkeit.

Die Fähigkeit zum systematischen

arbeiten und zum Erkennen

von Ordnungsprinzipien

muss vorhanden sein.

Körperliche Belastbarkeit, eine

hohe Lernbereitschaft, höfliche

umgangsformen und Zuverlässigkeit

werden ebenfalls

erwartet.

Bewerberinnen und Bewerber

müssen mindestens über einen

Mittleren Schulabschluss (MSa)

und gute noten in Deutsch,

Mathematik und Englisch verfügen.

am Ende der dreijährigen

ausbildung im dualen System

(Berufsschule und betriebliche

ausbildung) hat ein FaMI ein

breites Wissen über die Tätigkeiten

in einer Bibliothek. Der

abschluss befähigt zum Einsatz

im Öffentlichen Dienst und in

der Privatwirtschaft. Bewerbungen

von Menschen mit Migrationshintergrund

sind ausdrücklich

erwünscht.

Das Bewerbungsschreiben mit

tabellarischem Lebenslauf, Kopie

der letzten beiden aktuellen

und mit der Weiterleitung zur

Bundesbegegnung „Jugend

jazzt“ 2017 auch den Hauptpreis.

Keine andere Berliner Musikschule

konnte so viele Ensembles

auf das Festival schicken.

Teilgenommen haben das Berlin

Jazz Composers Orchestra

JayJayBeCe, die Jugendband

Blue Lemon und die Kinderband

Black Cat (Leitung: Christof

Griese), die Bands der

Studienvorbereitenden abteilung

The Steadies (Leitung:

Dirk Strakhof) und The Illegal

Imperts sowie Oktopuzzle

(Leitung Horst nonnenmacher),

die Funkband Groove

Lab (Leitung: Matthias Loose)

und das aus der Musikschule

entstandene Ensemble: Triótri

des Pianisten Clemens Bigge.

Charakter der Zukunftstage in

Berlin und empfahl eine Übertragung

dieses Modells auch in

andere europäische Länder.

Der Besuch der Journalisten

war Teil einer Seminarwoche,

die von der School of Data mit

der Europäischen Jugendpresse

durchgeführt und über JuGEnD

für Europa finanziert wurde.

Das Konzept der Zukunftstage

ging somit in das europäische

Seminarthema „Faktenbasierter

Journalismus zum abbau von

Vorurteilen gegen Migranten“

ein. Gemeinsam mit der „aG

Flüchtlinge“ und der „aG Öffentlichkeitsarbeit“

wird sich

die „aG Europa“ des KJP nun

um die Idee „Europäischer Zukunftstag“

kümmern.

Schulzeugnisse und nachweise

bereits durchgeführter Praktika

ist unter Einhaltung der Bewerbungsfrist

zu senden an:

Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf

Fachbereich Bibliotheken

Dietrich-Bonhoeffer-Bibliothek

z.H. Frau Tocki

Brandenburgische Str. 2

10713 Berlin.

aus Kostengründen können

Bewerbungsunterlagen nur

mit einem beigefügten, ausreichend

frankierten, B4-rückumschlag

zurückgesandt

werden.

Wir bitten, auf die Verwendung

von Klarsichthüllen und Bewerbungsmappen

zu verzichten.

Weitere Informationen unter

www.charlottenburg-wilmersdorf.de


GAZETTE Wilmersdorf 1/17

NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS

NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS Gazette Charlottenburg | Januar 20173

| 11

VERANSTALTUNGEN

Musikschule

Rathaus Schmargendorf, Berkaer

Platz 1, 14199 Berlin, ☎ 9029-15514,

www.musikschule-city-west.de. Alle

Veranstaltungen Eintritt frei, wenn nicht

anders vermerkt.

8.1., 20 Uhr, Gustav Mahler – Sinfonie Nr. 2

– Consortium Musicum: Philharmonie,

Herbert-von-Karajan-Str. 1, zusammen

mit Junges Ensemble Berlin – Chor

und Orchester, Leitung: Vinzenz

Weissenburger

13.1., 19.30 Uhr, Roda de Choro mit dem

Brasil Ensemble: DTK-Wasserturm,

Kopischstr. 7, Leitung: Andréa Botelho

und Eudinho Soares

14.1., 15 Uhr, Früh übt sich... – Es spielen

jüngere Schülerinnen und Schüler solistisch

und in Ensembles: Festsaal Rathaus

Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100,

Fachbereich Streichinstrumente,

Koordination: Nils Arne Schneider

14.1., 17 Uhr, Fachbereichskonzert

Streichinstrumente: Festsaal Rathaus

Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100,

Vorbereitung Jugend Musiziert, es

spielen Ensembles der Musikschule,

Koordination: Nils Arne Schneider

16.1., 19 Uhr, Jazz Live: Konzertsaal

Musikschule, Platanenallee 16,

Ensembles des Fachbereichs Jazz/Rock/

Pop – StuVo-Bands, Leitung: Horst

Nonnenmacher und Dirk Strakhof,

Koordination: Christof Griese

19.1., 20.30 Uhr, Berlin Jazz Composers

Orchestra JayJayBeCe: Aufsturz Club,

Oranienburger Str. 67, Leitung: Christof

Griese, in Kooperation mit dem

Jazzkeller 69 e. V.

19.1., 19.30 Uhr, Zupfen und Tasten:

Konzertsaal Musikschule, Platanenallee

16, Kompositionen von Rolf Zielke und

Guilherme Castro, Guilherme Castro

(Konzertgitarre und E-Bass), Rolf Zielke

(Klavier)

21.1., 18 Uhr, Konzert Wind-Or-Jester:

Lindenkirche Wilmersdorf, Homburger

Str. 48, das Sinfonische Blasorchester

präsentiert unter der Leitung von

Thomas Lamp sein neuestes Programm.

Auf diese Werke können Sie sich freuen:

Alfred Reed (The Hounds of Spring),

Otto M. Schwarz (Nostradamus), Arturo

Marquez (Danzon Nr. 2), Johan deMeij

(Gandalf), Itaru Sakai (The 7. Night of

July)

22.1., 16 Uhr, Konzert Wind-Or-Jester: Heilig-

Kreuz-Kirche Kreuzberg, Zossener

Str. 65, das Sinfonische Blasorchester

präsentiert unter der Leitung von

Thomas Lamp sein neuestes Programm.

Auf diese Werke können Sie sich freuen:

Alfred Reed (The Hounds of Spring),

Otto M. Schwarz (Nostradamus), Arturo

Marquez (Danzon Nr. 2), Johan deMeij

(Gandalf), Itaru Sakai (The 7. Night of

July)

22.1., ab 18 Uhr, Musikschule City West zu

Gast in der Kunstfabrik Schlot: Kunstfabrik

Schlot, Schlegelstr. 26

um 18 Uhr, Jazz for Kids – Kinder spielen

für Kinder: Black Cat, Leitung: Christof

Griese

um 19 Uhr, Newcomers mit dem Brasil

Ensemble: Leitung: Andréa Botelho und

Eudinho Soares und den StuVo-Bands,

Leitung: Horst Nonnenmacher und Dirk

Strakhof

um 21 Uhr, Dozentenkonzert mit dem

Tuba Vibes Project mit Christof Griese:

Saxofon, Franz Bauer (Vibrafon), Stefan

Gocht (Tuba) und Karoline Körbel

(Schlagzeug)

22.1., 16 Uhr, Sonntagskonzert vom

Chorverband Berlin – Junges Consortium:

Kammermusiksaal der Philharmonie,

Herbert-von-Karajan-Str. 1, zusammen

mit dem Concentus Neukölln und

Kammerchor Vocantar, Leitung: Vinzenz

Weissenburger, Werke von Brahms,

Reger, Gjeilo, Orban und Esenvalds

23.1., 19 Uhr, Konzert der StuVo Klassik/

Schulmusik/Sound: Konzertsaal

Musikschule, Platanenallee 16,

Zwischenprüfung Praxis der

Studienvorbereitenden Abteilung,

Koordination: Angela Müller-Velte

24.1., 19 Uhr, Konzert der StuVo Jazz:

Konzertsaal Musikschule, Platanenallee

16, Zwischenprüfung Praxis der

Studienvorbereitenden Abteilung,

Koordination: Angela Müller-Velte

27.1., 20 Uhr, Duo-Abend: Konzertsaal

Musikschule, Prinzregentenstr. 72,

Anton Bakan (Klarinette) und Andreas

Lisius (Klavier) spielen Werke von Carl

Maria von Weber, Johannes Brahms,

Leonard Bernstein, Artie Shaw.

28.1., 17 Uhr, Orchesterkonzert

PlatanenStreicher: Festsaal Rathaus

Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100,

Leitung: David Klammer

Museum

Charlottenburg-

Wilmersdorf

In der Villa Oppenheim, Schloßstr. 55/

Otto-Grüneberg-Weg, 14059 Berlin,

☎ 9029-24106, www.villa-oppenheimberlin.de,

www.kultur.charlottenburgwilmersdorf.de,

E-Mail: museum@

charlottenburg-wilmersdorf.de. Di-Fr

10-17 Uhr, So und Feiertage 11-17 Uhr.

Eintritt frei. Der Zugang ist barrierefrei.

Das Café „Frau Bäckerin in der Villa

Oppenheim“ ist täglich 9-19 Uhr,

geöffnet. Sonderöffnungen zu den

Veranstaltungen des Museums.

SOnDErauSSTELLunG

Bis 8.1., Auf den Spuren von

Heinrich Zille – Kiezfotografien

1976 – 1984 von Gottfried Schenk

Wo einst Heinrich Zille jahrzehntelang

lebte und seine berühmten „Milljöh“-

Studien schuf, war zwischen 1976

und 1984 auch der Fotograf Gottfried

Schenk zu Hause: im Kiez des

Klausenerplatzes. In jenen politisch

bewegten Zeiten dokumentierte

der gebürtige Österreicher als

Mitglied der Mieterinitiative

Sanierungsgebiet Klausenerplatz e. V.,

die sich für den Erhalt der Häuser

und bezahlbare Mieten nach deren

Sanierung einsetzte, die Aktivitäten

von engagierten Bewohnerinnen

und Bewohnern. Gottfried Schenks

Fotografien zeigen Szenen aus einem

traditionellen Arbeiterkiez ebenso wie

die morbide Schönheit verfallender

Gründerzeitbauten und fangen so

Spuren des alten Zille-Milieus ein.

Bei Interesse an einer Gruppenführung

durch die Ausstellung: Information und

Terminvereinbarung unter ☎ 9029

24108.

DauErauSSTELLunG

„WESTEN!“ Stadtgeschichte Charlottenburg-

Wilmersdorf: Multimedial und objektnah

erzählt die Ausstellung von Ereignissen

und Personen, die den Bezirk über gut

drei Jahrhunderte geprägt haben. Im

Zentrum steht die besondere Rolle

der beiden „schönen Schwestern“

Charlottenburg und Wilmersdorf

als zweites Stadtzentrum neben der

historischen Mitte Berlins: als City West.

Weitere Ausstellungen

Sorgenfrei: Die Geschichte der Villa

Oppenheim und ihrer Bewohnerinnen

und Bewohner.

SammlerStücke: Die Kunstsammlung

Charlottenburg. Die Sammlung wurde

1908 auf Initiative des Magistrats

der bis 1920 selbständigen Stadt

Charlottenburg begründet, 1912 erfuhr

sie eine bedeutende Erweiterung

durch die Stiftung Raussendorff. Sie

umfasst Gemälde und Skulpturen vor

allem des 19. Jahrhunderts und der

Berliner Secession, darunter Werke

von Walter Leistikow, Hans Baluschek,

Franz Skarbina und Max Liebermann.

Zum Bestand gehören auch Ansichten

Charlottenburgs, etwa von Eduard

Gaertner, Friedrich Kallmorgen und

Carl Krafft.

Franz Skarbina, Promenade in Karlsbad,

1890-1894.

Foto: Hans-Joachim Bartsch/

Museum Charlottenburg-Wilmersdorf

VEranSTaLTunGEn

Sofern nicht anders angegeben, ist die

Teilnahme an den Veranstaltungen

kostenfrei.

12.1., 14 Uhr, Forschen. Sammeln. Bewahren:

Führung durch das Archiv des Museums

mit Sonja Miltenberger (Leiterin der

Sammlung)

15.1., 11 Uhr, Berliner Tagebuch:

Fünf Miniaturen aus der Berliner

Stadtgeschichte erzählt von Peter

Krönig (Freundeskreis Museum).

18.1., 18 Uhr, Lesung „John Höxter – Poet,

Maler und Schnorrer der Berliner Bohème“:

„Er kannte jeden und ein Jeder kannte

ihn, doch wer kannte ihn wirklich?“.

Diesen Fragen ist der Theaterregisseur

und Autor Jörg Aufenanger in seiner

jüngst erschienenen Biografie über

John Höxter nachgegangen. Mit einer

Lesung daraus gibt er nun Einblick in

das Leben und Wirken Höxters, der

gewissermaßen zum „beweglichen

Mobiliar“ des Café des Westens und des

Romanischen Cafés in Charlottenburg

gehörte.

19.1., 18 Uhr, Filmprogramm „Schaufenster

des Westens: Laufsteg City-West“: Der

Kurfürstendamm und die Gegend

um die Gedächtniskirche waren in

den 1950er-Jahren das Zentrum der

Berliner Mode. Namhafte Couturiers

hatten hier elegante Salons, ihre

Modenschauen wurden zum Treffpunkt

der West-Berliner Prominenz aus

Film, Politik und Gesellschaft.

Anlässlich der Berlin Fashion Week

zeigt das Museum begleitend zur

Dauerausstellung „ WESTEN!“ die

Kurzfilme „Herbstmodenschau im Salon

Staebe-Seger“ von 1957 und „Berliner

Chic“ von 1965. Im Anschluss findet ein

Gespräch mit der Kuratorin Christine

Kisorsy und dem Modeschöpfer Klaus

Schumann statt. Begrenzte Plätze.

Einlass ab 17:30 Uhr.

2.2., 18 Uhr, Lesung „Wir haben keine andre

Zeit als diese…“: Die Autorin Jutta

Rosenkranz liest aus ihrer Biografie

über Mascha Kaléko, die, 1907 in

Galizien geboren, um 1930 in Berlin

mit heiter-melancholischen Großstadt-

Gedichten bekannt wurde. 1938 floh

die erfolgreiche Lyrikerin der Neuen

Sachlichkeit, die oft mit Kurt Tucholsky

oder Erich Kästner verglichen wurde

und doch ihren ganz eigenen Stil

prägte, nach New York. Die vierbändige

Gesamtausgabe von Kalékos Schaffen

publizierte Jutta Rosenkranz 2012, die

Biografie erschien 2007.

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STaDTTEILFÜHrunGEn

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Termine nach Vereinbarung, nähere

Information und Buchung unter

☎ 9029 24108 oder museum@

charlottenburg-wilmersdorf.de

Kommunale

Galerie Berlin

Hohenzollerndamm 176,

10713 Berlin, ☎ 9029-16704, www.

kommunalegalerie-berlin.de, E-Mail:

info@kommunalegalerie-berlin.de, Di-Fr

10-17 Uhr, Mi 10-19 Uhr, So 11-17 Uhr,

Eintritt frei.

Bis 29.1., Die Bilder der Anderen

Malerei / Fotografie / Grafik / Objekte

Warum eigentlich sehen wir weltweit

nur die 20 zentralen Kunstpositionen

oder ihre Variationen durch fleißige

Kunststudierende, Künstler und

Künstlerinnen, wo doch in den

Schubladen, Wohnzimmern oder

den verlassenen Schweineställen

der Republik die spannenden Werke

„der Anderen“ liegen, derer, die im

Glücksspiel Kunst ausgeschieden

oder schlicht übersehen worden sind:

unbeachtete Meisterwerke, ignoriert

und zum Verstauben verurteilt.

Versteckt sich nicht längst die Kunst mit

Seele in den Werken der Autodidakten

und Zurückgezogenen?

„Die Bilder der Anderen“ ist ein Anfang,

ein erster Schritt in die Wahrheit der

Authentizität oder in den Sumpf der

Artikulationslosigkeit.

8.1., 14 Uhr, Kuratorenführung: durch die

Ausstellung „Die Bilder der Anderen“

mit Thomas Nolden, Andreas Hüppi

und Ralf Schmitt

Bis 5.2., Kunstpreis

Charlottenburg-Wilmersdorf 2016

Beate Terfloth: Was so des Weges kommt

Die Berliner Künstlerin Beate Terfloth

erhält für ihr zeichnerisches Werk

den Kunstpreis Charlottenburg-

Wilmersdorf 2016. Die Ausstellung

gibt einen Einblick in das aktuelle

Schaffen der Künstlerin. Im Rahmen

der Preisträger-Ausstellung hat die

Künstlerin eine Wandzeichnung in der

Kommunalen Galerie Berlin realisiert.

Grundlage für diese Zeichnung sind

ihre Landschaftsbeobachtungen,

die von der Künstlerin kontinuierlich

angelegt und archiviert werden. Dem

gegenüber steht eine Lichtinstallation

aus zwei filigran gebogenen

Neonkreisen. Die Linie wird hier zum

energetischen Medium von hoher

Strahlkraft transformiert. Wie in den

Landschaftsbetrachtungen greift die

Künstlerin dabei auf ein umfangreiches

Vokabular an Kreiszeichnungen zurück,

die Grundlage für die Neonkreise sind.

Bis 15.1., Das chinesische Zimmer

Ausstellung in Kooperation mit dem

Frauenmuseum Berlin e. V., Lisa Tiemann,

Installation | Kata Unger, Bildteppiche

4händig spielen, heißt es in der Musik

– für die Ausstellung »Das Chinesische

Zimmer« würde man eher sagen,

dass zwei Künstlerinnen 4händig

arbeiten, auf einen Raum hin, in dem

Materialität und Stofflichkeit eine

ebenso große Bedeutung haben wie

die ihn sie verwebte Semantik. Kata

Unger webt tatsächlich, ihr Medium

sind Bildteppiche, während Lisa

Tiemann mit ihren bildhauerischen

Arbeiten die Grenzen des klassischen

Skulpturbegriffs auslotet.

arTOTHEK

In der Kommunalen Galerie Berlin.

Die Artothek verleiht grafische Werke,

Skulpturen, Gemälde, Fotografien,

ausgewählte internationale Plakate

und Bilder für Kinder über 10 oder 20

Wochen für eine geringe Gebühr. Alle

Werke können sofort mitgenommen

werden. Das Angebot der Artothek

richtet sich an alle Berlinerinnen und

Berliner. Öffnungszeiten: Di, Do, Fr 11-

17 Uhr, Mi 11-19 Uhr, ☎ 9029-16709.

aTELIEr

Im Atelier der Kommunalen Galerie

Berlin können Kinder und Jugendliche

kreativ arbeiten. Unter der Anleitung

erfahrener Kunstpädagoginnen

finden Führungen und Workshops für

Kindergarten- und Schülergruppen

zu den aktuellen Ausstellungen statt.

Sie werden dem Alter der Kinder

entsprechend angepasst. Information

unter: ☎ 9029-16704, Di-Fr 10.00-

16.30 Uhr

Sport

EISSPOrTHaLLE

CHarLOTTEnBurG „PO9“

Glockenturmstr. 14, allgemeine

Informationen gibt es unter

☎ 315114924 während der

Öffnungszeiten

Die überdachte Außenfläche steht für

den öffentlichen Eislauf zu folgenden

Zeiten zur Verfügung:

Mo, 15 -17 Uhr (nur für Frauen und

Eltern/Großeltern mit Kindern bis zum

6. Lebensjahr)

Di und Do, 9.30-11.30 Uhr, 12-14 Uhr,

14.30-16.30 Uhr

Mi, 9.30-11.30 Uhr (nur für Seniorinnen

und Senioren ab 60 Jahre und

Menschen mit Behinderung), 12-

14 Uhr, 14.30-16.30 Uhr

Fr, 9.30-11.30 Uhr

Schließzeiten: Samstags, sonntags und

an den gesetzlichen Feiertagen kein

öffentlicher Eislauf.

Eintritt für 2 Stunden für Erwachsene

3,30 €, ermäßigt 1,60 €.

HOrST-DOHM-EISSTaDIOn

Fritz-Wildung-Str. 9, ☎ 2903113,

www.horst-dohm-eisstadion.de

Mo-Fr 9-18 Uhr, 19.30-22.00 Uhr

Sa 9-22 Uhr

So 10-18 Uhr

Schließungszeiten: Mo-Fr 18.00-

19.30 Uhr, 24.12.

Eintritt für 2 Stunden für Erwachsene:

3,30 €, ermäßigt 1,60 €.

Schlittschuhverleih: 1 Stunde 5 €,

1,5 Stunden 7 €, 2 Stunden 9 €


12 | Gazette Charlottenburg | Januar 2017

Kultur im Bunker

Ein neuer Raum für die Kunst in Schmargendorf

Klaviertöne erfüllen den kleinen

Raum, dessen Wände für eine

bessere Akustik mit Vorhängen

und schalldämmenden Stoffen

versehen sind. Kein Nachbar beschwert

sich über die Musik – das

ist bei diesem ungewöhnlichen

Ort kein Wunder, denn kein Ton

dringt nach draußen. Der Raum

befindet sich unter der Erde – und

zwar in einem 800 Quadratmeter

großen Bunker unter dem Haus

und Parkplatz des Grundstücks

Hohenzollerndamm 120 in

Schmargendorf.

Positive Energie trotz

Kriegsvergangenheit

Die Wiederentdeckung des Bauwerks

aus dem Zweiten Weltkrieg

war eher zufällig. Nach

einem Eigentümerwechsel des

Hauses entdeckte der Käufer

den Bunker, in dem das Wasser

stand. Als die Immobilie nach

der sehr teuren und aufwändigen

Renovierung auf den Markt

kam – der neu geschaffene

Zugang ist über den Parkplatz

des Hauses erreichbar – sahen

Jong-Ha Kim und seine Frau das

Angebot, als es erst eine Minute

im Internet stand. Der Jazzmusiker

war auf der Suche nach

Übungsräumen und als er das

Inserat sah, ergriff er die neue

Möglichkeit beim Schopf. Das

Ehepaar besichtigte den Bunker

und spürte sofort die positive

Energie, die dieser Ort trotz

seiner düsteren Vergangenheit

ausstrahlt. So griffen sie mutig

zu und schufen ein Zuhause für

Künstler – eben Artist Homes.

Geheimsache Trafo

Geplant wurde der Bunker bereits

im Jahr 1935 als Standort für

eine Flugmeldekompanie. Vier

Jahre vor Kriegsbeginn waren

die Vorbereitungen also bereits

im Gange. 1937 war Baubeginn.

Der Bunker wurde unter höchster

Geheimhaltung mit dem

Der Eingang zum Bunker liegt auf

einem Parkplatz.

Codenamen „Trafo“ erstellt. Eine

Besonderheit ist ein Wandbild,

das sorgfältig restauriert wurde.

Es stellt Mitarbeiter des Kommandos

dar, die auch tatsächlich

im Bunker gearbeitet hatten.

Von Schmargendorf aus warnte

man die Berliner, wenn sich die

Bomber der Alliierten der Stadt

näherten.

Probenräume, Ausstellungen

und Konzerte

Heute erklingen zwischen den

Betonwänden ganz andere Töne:

In sechs Räumen, die an einzelne

Musiker und Bands vermietet

werden, wird geprobt. Außerdem

soll nach und nach eine

Bibliothek mit philosophischer

und musischer Literatur eingerichtet

werden. Ein Service für

Eltern, die im Bunker Konzerte

besuchen möchten, ist ein Spielzimmer

mit Kinderbetreuung. Im

Konzertsaal, der bis zu 200 Besuchern

fasst, wird Klassische Musik

genauso gespielt wie Jazz und

Cellokonzerte, dargeboten von

Michael Hussla, der als Erster Solo-Cellist

an der Deutschen Oper

Berlin spielte. Einen Kunstort für

Schmargendorf zu schaffen, gehört

zu den Visionen der Mieter.

Deshalb gibt es hier nicht nur

Raum für Musiker und Konzerte,

sondern auch wechselnde Ausstellungen

und das Art-Café, das

zum Verweilen im erstaunlich hellen

Bunker einlädt.

Vielseitiges Angebot

Mit Kunst Geld zu verdienen

– nicht um reich zu werden,

sondern um davon zu leben

und selbst wiederum Künstler

fördern zu können, ist ebenfalls

ein Zukunftsplan von Jong-Ha

Kim. Artist Homes erhält keinerlei

Förderung vom Land und

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Zentrum?

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die Vorbereitung von Konzerten

und Ausstellungen – dazu gehört

auch Werbung und Druck von

Flyern – ist aufwändig. Einnahmen

bekommt er bisher durch

die Vermietung der Probenräume

und Spenden. Aber auch als Ort

für Workshops, Firmenmeetings,

Partys und andere Events kann

sich Jong-Ha Kim den Bunker gut

vorstellen. Interdisziplinäre Angebote,

in denen sich beispielsweise

Jazz und Philosophie mischen,

sind weitere Ideen, mit denen der

Musiker seinen Bunker beleben

möchte.

Artist Homes

Hohenzollerndamm 120, 14199 Berlin

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Kindertanz geht es

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Abwesenheit stellt sich dieselbe Frage:

Wer könnte den Briefkasten leeren und

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das Ihnen genau dann hilft, wenn

Sie Unterstützung im Haushalt benötigen

und nicht irgendwann vorher oder

nachher – wäre das nicht schön?

Nicht immer haben Nachbarn, Freunde

oder die eigene Mutter Zeit für diese

Dinge. Jeder von ihnen würde Ihnen

sicher gerne helfen. Aber auch sie haben

einen eigenen Alltag zu bewältigen

und können Ihre, vielleicht ganz speziellen

Wünsche, nicht einfach nebenbei

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aufgefüllt, wenn Sie aus dem

Urlaub kommen. Eine liebevolle Einkaufshilfe

oder Essenszubereiter, hilft

Ihnen, wenn Sie krank im Bett liegen und

eine Schnippelhilfe, wenn Sie für Gäste

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14 | Gazette Charlottenburg | Januar 2017

RATGEBER

Das ändert sich im neuen Steuerjahr

Nur wer eine Steuererklärung abgibt, kann auch alle Steuervorteile nutzen

2017 dürfen Steuerzahler mit einer, wenn

auch kleinen, Entlastung rechnen. So steigt

der Grundfreibetrag im neuen Steuerjahr

von 8.652 auf 8.820 Euro, für Verheiratete

gilt der doppelte Betrag. Zudem wird, durch

eine leichte Änderung bei den Einkommensteuer-Tarifen,

der Effekt der sogenannten

„kalten Progression“ etwas abgemildert.

„Aufgrund der derzeit sehr niedrigen Inflation

wird die Veränderung für den einzelnen

Steuerpflichtigen aber voraussichtlich kaum

spürbar sein“, erklärt Robert Dottl, Vorstandsvorsitzender

der Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern

e. V.), „obwohl der Staat damit die Steuern

um ca. 1,37 Mrd. Euro senkt.“

Ebenfalls nur eine Entlastung im Miniaturformat

ist durch die Anhebung von Kindergeld

und Kinderfreibetrag zu erwarten: Die

Leistungen für das erste und zweite Kind

steigen dabei von 190 auf 192 Euro, für das

dritte Kind auf 198 Euro und für jeden weiteren

Nachwuchs auf 223 Euro monatlich.

Der Kinderfreibetrag wird von 4.608 Euro auf

4.716 Euro angehoben. Der Freibetrag für

die Betreuung, Erziehung und Ausbildung

eines Kindes bleibt hingegen unverändert

bei 2.640 Euro. Auch diese Steuerentlastung

wird für Familien wohl nicht besonders ins

Gewicht fallen.

Aufwendungen für die Altersvorsorge können

wie gewohnt auch 2017 als Sonderausgaben

geltend gemacht werden. Dazu

zählen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung

und zu berufsständischen Versorgungseinrichtungen,

aber auch Beiträge zur


Foto: stockpics / Fololia

Rürup-Rente ebenso wie bestimmte Berufsunfähigkeitsversicherungen.

Der Maximalbetrag für Ledige beträgt im

neuen Jahr 23.362 Euro und 46.724 Euro für

verheiratete Paare. Wirkten sich im Jahr 2016

82 Prozent der angegebenen Altersvorsorgeaufwendungen

steuerlich aus, werden es

2017 84 Prozent sein. Hintergrund sei eine

vom Gesetzgeber beschlossene schrittweise

Anhebung des Prozentsatzes um jährlich

zwei Prozentpunkte bis 2025.

Umzugspauschale erhöht

Wer in diesem Jahr aus beruflichen Gründen

umziehen muss, der kann sich über eine höhere

Umzugspauschale freuen. Ab Februar

2017 können für Ledige 764 Euro, für verheiratete

Paare pauschal 1.528 Euro abgezogen

werden. Unter die Pauschale fallen kleinere

Aufwendungen, die in direktem, zeitlichen

Zusammenhang mit einem Umzug stehen,

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wie etwa Kosten für den Auf- und Abbau von

Haushaltsgeräten, Kosten für Ummeldungen,

Aufwendungen für Wohnungsanzeigen etc.

Wer von Berufs wegen den Wohnort wechselt,

sollte bei seiner Steuererklärung größere

Posten wir Transport- und Reisekosten, Maklergebühren

oder doppelte Mietzahlungen

jedoch mit Rechnungen nachweisen, denn

diese werden nicht pauschal abgegolten,

sondern sind in ihrer individuellen Höhe als

Werbungskosten absetzbar.

Apropos Steuererklärung: Mit dem Grundfreibetrag

steigt im neuen Jahr auch die

Einkünftegrenze für die Steuerklärungspflicht

von 8.652 auf 8.820 Euro. Diese Abgabepflicht

betrifft übrigens auch Bürger,

die keine Leistungen aus einem aktiven oder

früheren Beschäftigungsverhältnis erhalten,

sondern ihre Einkünfte beispielsweise aus

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Vermietung oder Verpachtung beziehen. Für

Arbeitnehmer, Rentner und Pensionäre lohnt

jedoch in den meisten Fällen zu einer Steuererklärung.

Denn wie im alten so gilt auch

im neuen Jahr: Nur wer eine Steuererklärung

abgibt, der kann auch alle Steuervorteile nutzen.

Und wer sich selbst nicht tief ins Thema

einarbeiten möchte, sollte sich von erfahrenen

Experten unterstützen lassen.

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Impressum

Verlag

Gazette Charlottenburg · Januar Nr. 1/2017 · 35. Jahrgang

Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Charlottenburg, Wilmersdorf,

Steglitz, Zehlendorf sowie Schöneberg & Friedenau.

Gazette Verbrauchermagazin GmbH · Badensche Str. 44 · 10715 Berlin

☎ (030) 844 933-0 · www.gazette-berlin.de

Redaktion Karl-Heinz Christ · redaktion@gazette-berlin.de

Nachrichten aus dem Rathaus: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf

Anzeigen Karin Keiser · ☎ (030) 822 34 93 · anzeigen@gazette-berlin.de

Druck

WirMachenDruck GmbH · 71522 Backnang

Nächste Ausgabe Februar Nr. 2/2017 · Anzeigen-/Redaktionsschluss: 16.01.2017 · Erscheinung: 02.02.2017


Für einen gesunden Schlaf

Tageslicht gegen den Winterblues

GESUNDHEIT

Auch bei nasskaltem Wetter sollte man im

Winter regelmäßig spazieren gehen.

Die anhaltende Dunkelheit, Kälte und Nässe

im Januar und Februar stellt viele Menschen

vor eine Geduldsprobe. Der Frühling wird immer

mehr herbeigesehnt, und bis es soweit

ist, bleibt man lieber vor allem drinnen. Doch

mangelnde Bewegung und der Lichtentzug,

der es unserem Körper erschwert, den Tagund

Nachtrhythmus zu koordinieren führt

nicht selten dazu, dass sich im Winter Schlafstörungen

einstellen.

Tatsächlich halten sich viele Menschen im

Winter praktisch nur noch in Räumen auf. Wer

nur im Kunstlicht sitzt, nimmt seinem Körper

den natürlichen Zeitgeber. Ohne echtes Tageslicht

bleibt der Spiegel des „Schlafhormons“

Melatonin auch tagsüber erhöht. Und

wer nicht durch frische Luft und Bewegung

richtig wach wird, kann nachts auch nicht gut

schlafen.

Das Deutsche Grüne Kreuz e. V. empfiehlt daher,

regelmäßig spazieren zu gehen, auch bei

nasskaltem Wetter. Damit schlagen Sie gleich

zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie bringen

Ihren Körper in Bewegung und „sammeln

Tageslichtreize“. Sowohl die Bewegung als

auch das Tageslicht bewirken eine verstärkte

Ausschüttung des „Wohlfühlhormons“ Serotonin,

und eine Hemmung des Melatonins.

Dadurch werden Sie tagsüber richtig wach,

und abends, wenn es gut geht, richtig müde.

Wer meint, draußen sei es dafür nicht hell genug,

der irrt. Selbst an bedeckten Wintertagen

herrscht draußen noch eine Beleuchtungsstärke

von etwa 3.000 Lux. Das ist immerhin

das Zehnfache von der Lichtmenge, die man

in geschlossenen Räumen hat (rund 300 Lux).

Gazette Charlottenburg | Januar 2017 | 15

Und es ist genug Licht, um die Produktion des

Serotonins anzukurbeln, das den Körper in

den „Tag-Modus“ versetzt.

Wenn Sie dann noch vor dem Zubettgehen

die Temperatur im Schlafzimmer spürbar

absenken, die Heizung herunterdrehen und

das Fenster für ein paar Minuten weit öffnen

– dann sollte einem guten Schlaf nichts mehr

im Wege stehen.

Solarium gegen gedrückte Stimmung?

Gegen den weitverbreiteten „Winterblues“

hilft die künstliche Sonne übrigens nicht.

Wirksam gegen das Wintertief ist nur die optische

Strahlung, also das für uns normale,

sichtbare Licht, das auf die Augen fällt. Die

Röhren der künstlichen Sonne geben aber nur

UV-Licht ab und die Augen sind beim Brutzeln

unter der Röhre – hoffentlich – geschlossen.

Experte raten ohnehin von der Solariennutzung

ab. Grund: Studien zeigen, dass Solariennutzer

ein um 20 Prozent erhöhtes Risiko für

schwarzen Hautkrebs haben als Menschen,

die nicht ins Solarium gehen. Für jene, die

sich schon vor dem 35. Lebensjahr mit künstlichem

UV-Licht bräunen, steigt die Gefahr

demnach sogar um 90 Prozent an.

Dr. Hubert Klauser

Orthopäde | Chirurg

Handchirurg |

zertifizierter Fußchirurg

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