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Wirtschaftszeitung_23042018

6 HOCH-, TIEF- UND

6 HOCH-, TIEF- UND GEWERBEBAU Aufbauen –Abbauen – Umbauen Insbesondere öffentliche Entscheider schätzen die Flexibilität der Modulbauweise DieGesellschaft entwickelt sich heute immer schneller. Das hat zur Folge, dass viele Dinge in immer kürzeren Zeitabständen neuen Anforderungen gerecht werden müssen. Die Speiseausgabe kann nach der temporären Nutzung demontiert und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. Das gilt auch für Gebäude: Sie müssen nicht nur fl exibel nutzbar sein, sondern sollten im Idealfall sogar bei Bedarf unkompliziert auf- und wieder abgebaut werden können. Eine Bauweise, die genau das schafft, ist der Modulbau. Ein eindrucksvolles Beispiel hierfür ist die Speiseausgabe der Generalmajor Freiherr-von- Gersdorff Kaserne in Euskirchen. Ein Modulbauer setztesich hier mit einem spannenden Entwurf bei der Ausschreibung durch. Die Module aus Morsbach wurden zu einem eingeschossigen, barrierefreien Gebäude zusammengesetzt. Es bietet reichlich Raum für eine Speiseausgabe undeinen Speisesaal für mehr als 80 Personen sowie für Sanitärbereiche und eine Garderobe. Auch Zubereitungsräume, Trocken- und Kühllager, eine große Garküche und eine Spülküche sowie Platz zum Umkleiden und für die Speiseanlieferung sind vorhanden. Von außen ziert eine braune hinterlüftete Holzfassade das Gebäude. Die dunkelgrauen Fensterrahmen setzen zusätzlich optische Akzente. Zahlreiche teils bodentiefeFenster lassen viel Tageslicht ins Innere und ermöglichen zugleich beim Essen freie Sicht hinaus ins Grüne. An schönen Tagenist zudem die großzügigeHolzterrasse besonders einladend. Doch nicht nur die Fassade und die Terrasse aus dem Naturmaterial Holz kennzeichnen die Nachhaltigkeit des Gebäudes. Per seist die Modulbauweise aufgrund ihrer fl exiblen Umbaumöglichkeiten besonders nachhaltig. Für das Bauwerk in der Euskirchener Kaserne ist eine Nutzungsdauer vonzehn Jahren geplant. Im Anschluss können die einzelnen Module problemlos demontiert, mit dem Tiefl ader abtransportiert und an anderer Das barrierefreie, eingeschossige Gebäude bietet neben einem großen Speisesaal auch Funktionsräume für die Küchenmannschaft. Fotos: BMF/SÄBU Morsbach Stelle wieder neu zusammensetzt werden. Die Flexibilität sowie die kurze Aufbauzeit dank umfangreicher industrieller Vorfertigung machen sich besonders Bauentscheider der öffentlichen Hand gerne zu Nutze. Den Ausschlag gabesindiesem Fall aber auch die nachgewiesene hohe Qualität. Denn als Mitglied in der Bundesgütegemeinschaft Montagebau und Fertighäuser (BMF) und Träger des RAL Gütezeichens „Mobile Raumsysteme“ unterwirft sich das bei der Ausschreibung erfolgreiche Unternehmen einer regelmäßigen, unabhängigen Qualitätskontrolle durch die BMF. Hierbei müssen unter anderem die Anforderungen an den Brand- und Schallschutz sowie die Energieeffizienz des Gebäudes nachgewiesen werden. „Die Zertifizierung ist sowohl für das Bauunternehmen als auch für den Bauherrn von Vorteil, denn es kennzeichnet von vornherein die Einhaltung strenger Qualitätsstandards. Nicht nur bei öffentlichen Bauprojekten gibt das schließlich den entscheidenden Ausschlag“, so die Prüfstellenleiterin der BMF, Antje Wagner. BMF/RS Rege Nachfrage Technologiepark Bocholt nahezu vollständig vermarktet DER SPEZIALIST FÜR TRENNWÄNDE AUS GLAS Reger Nachfrage erfreuen sich aktuell die Flächen imTechnologiepark in Bocholt. Noch in diesem Jahr,sosagt Wendelin Knuf, Leiter des Geschäftsbereichs Wirtschaftsförderung bei der Bocholter Wirtschaftsförderung, „ist der südlich liegende Bereich nahezu vollständig besiedelt“. ■ In den kommenden Monaten wird dieser vollständig vermarktete Bereich des Technologieparks endausgebaut. „Dann wird indiesem Bereich der von Anfang an geplante parkähnliche Charakter des Areals sichtbar“, so Knuf. Im nördlichen Teil des Technologieparks sind derzeit noch einige Grundstückeinder Größe zwischen 1000 und 2000 Quadratmeter verfügbar. Sie zeichnen sich durch eine exponierteLage, fl exible Zuschnitte, effizienteNutzbarkeit sowie attraktive Grundstückspreise aus. Gebaut werden können sowohl kleinere zweigeschossige Einheiten, ebenso wie Punkthäuserals viergeschossige Türme mit 14Meter Höhe. Der Technologiepark Bocholt –neben der Fachhochschulabteilung Bocholt gelegen –wurde speziell für Unternehmen entwickelt, die auf eine Kooperation mit der Fachhochschule zielen. Zudem wird von der InnoCent Bocholt GmbH ein Technologiezentrum mit einer Nutzfl ächevon rund 1100 Quadratmeter betrieben. Hier werden innovative und technologieorientierte Jungunternehmen oder Existenzgründer durch die Bereitstellung vonRäumlichkeiten gefördert. Das Technologiezentrum wurde im Jahr 2002 ohne staatliche Zuschüsse im Rahmen einer Partnerschaft zwischen öffentlicher Hand und fünf privaten Unternehmen, einer typischen PPP, realisiert und zuletzt im Jahr 2006 noch erweitert. TreWaSys®– Trennen, ohne sich trennen zu müssen. HeinrichNiggemann GmbH +Co. KG Coermühle2c 48157 Münster-Kinderhaus Telefon0251/932579-0 Telefax 0251/93 25 79-29 info@niggemann-glas.de www.niggemann-glas.de Die rege Bautätigkeit im Technologiepark Bocholt hält an. In diesem Jahr wird der südliche Bereich des Areals fertiggestellt. Foto: Wirtschaftsförderung Bocholt

HOCH-, TIEF- UND GEWERBEBAU 7 Grüner Trend im Industriebau Der natürliche Baustoff Holz wird imBereich des Industrie-Hallenbaus zunehmend populärer. Schnelle Montage: Dieses Holztragwerk besteht aus einer Dreigelenkrahmenkonstruktion und wurde innerhalb von nur vier Wochen realisiert. Foto: Derix-Gruppe Immer mehr Unternehmer überzeugen die hervorragenden Materialeigenschaften und die Nachhaltigkeitsaspekte dieses traditionsreichen Baumaterials, dasdankmoderner Technologie und standardisierter Prozesse heute als hochwertiger High-TechBaustoff genutzt wird. Dabei sind Bauherren wie Architekten oftmals erstaunt, dass mit Holz tatsächlich auch wirtschaftlicher gebaut werden kann alsmit denSubstitutionswerkstoffen Stahl und Beton. Das Baumaterial Holz besticht neben den fl exiblen Gestaltungsmöglichkeiten, die es durch große, stützenfreie Spannweiten bietet, vorallem durch seine hohe Tragfähigkeit bei geringem Eigengewicht und kurze Bau- und Montagezeiten. „Vergleicht man zum Beispiel Holz mit Beton, so stellt man fest, dass bei gleicher Tragkraft Holz nur 20 Prozent des Eigengewichts hatund somit auch nur 20 Prozent der Transportkosten verursacht. Dies ist vor allem im Bereich des Lager- und Logistikbaus ein wichtiges Argument,denn hier wirdoftmals sehr eng kalkuliert,“ so Markus Derix, geschäftsführender Inhaber der DERIX-Gruppe.„Der hohe Vorfertigungsgrad, mit dem die Holzbauteile „just in time“ zur Baustelle geliefert werden, trägt dann zusätzlich dazu bei, Bauund Montagezeiten kurz und die Kosten überschaubar zu halten“. Während sich in der Vergangenheit Ressentiments gegen den Holzbau oft auf Ängste hinsichtlich vermeintlicher Brandgefahren gründeten, wird dieser Mythos nun zunehmend widerlegt. Experten sind sich einig, dass das Brandrisiko bei einem Holzbau mitnichten größter ist als bei anderen Gebäuden. Dieser Erkenntnis folgend, ordnete die Landesregierung Baden-Württemberg bereits 2015 ihre Brandschutzverordnung neu und ließ mehrgeschossige Holzgebäude zu. Die anderen Bundesländer schließen sich hier mittlerweile anund aktualisieren ihre Verordnungen entsprechend. Die Tatsache, dass die Aspekte Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit und Gesundheit immer stärker in den gesellschaftlichen Fokus rücken, macht auch vor dem industriellen Bauen nicht halt. So wird schon längst nicht mehr nur im Wohnungsbau oder bei der Erstellung öffentlicher Gebäude auf umwelt- und ressourcenschonende Bauweise, nachhaltige Baustoffe und ein gutes Raumklima geachtet. „Holz ist einfach das Material der Wahl, wenn es darum geht, nachhaltig und ökologisch zu bauen“, bestätigt Markus Derix. „Es ist der einzige Baustoff, der nachwächst –und der darüber hinaus auch noch aktiv das Klima schützt, denn Holz speichert ja CO ² und entzieht es somit langfristig der Atmosphäre,“ so der Experte. Letzten Endes profitieren die Unternehmen davon direkt, denn sie leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt und zur Gesunderhaltung ihrer Mitarbeiter, sondern können auch unter Beweis stellen, dass ihnen nachhaltiges Wirtschaften wirklich am Herzen liegt. Ein Dach aus Holz ist eines der herausragenden Merkmales dieses nachhaltig errichteten Verbrauchermarktes. Foto: Archimage; Meike Hansen Erfolg planen. Raum gewinnen. Zukunftbauen. Wirerstellen: ¬ ¬ SchlüsselfertigeIndustrie- und Gewerbeobjekte Stahl- und Hallenbauten Produktions-und Lagerhallen Stahl-, Dach- und Fassadenkonstruktionen Büro- und Verwaltungsgebäude Verkaufs- und Ausstellungsgebäude Landwirtschaftliche Gebäude ¬ ¬ Wir entwickeln für Sie die beste Lösung. Von der Planung bis zur Fertigstellung –als Generalbauunternehmen stellen wir sicher, dass die von uns betreuten Projekte, hochwertig, kostengünstig, termingerecht und vor allen Dingen reibungslos umgesetzt werden. IG Könning GmbH Landwehr 61 46325 ¬ Borken Tel. 0 28 61 / 90 820-0 Fax 0 28 61 / 90 820-10 ¬ info@ig-koenning.de www.koenning-stahlbau.de ¬