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SHE works! - Das Leben leben und gestalten #Frauen #Wirtschaft #Karriere

Das Leben ist mehr als nur Arbeit, aber Arbeit ist ein Teil davon. Wie also wollen wir unser Leben gestalten? Ist Digitalisierung das Allheilmittel, um Zeit zu sparen und das Leben leichter zu machen? Was wollen wir verdienen? Wie soll unsere Umgebung aussehen? In Bezug auf die women&work versuchen wir die Fragen nach dem Lebensdesign zu beleuchten. Mit dabei: Inka Aniol, Stephanie Borgert - Rednerin, Beraterin, Autorin, Nicole Truchseß, Deneb Moosmeier von GYMDER und mehr.

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ENDLICH MONTAG! Was Wohnpsychologie am Arbeitsplatz bewirken kann Carolin Schäufele sprach mit Inka Aniol Wir verbringen viele Stunden unseres Lebens an unserem Arbeitsplatz. Es lohnt sich also, diesen einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Was Wohnpsychologie für uns tun kann, damit wir (wieder) gerne ins Büro gehen, erfuhr Carolin Schäufele im Gespräch mit der Hamburger Wohnpsychologin Inka Aniol. Frau Aniol, was ist eigentlich Wohnpsychologie? Sprechen Sie mit Wänden? Wohnpsychologie ist ein jüngerer Zweig der Psychologie, der sich mit dem Zusammenspiel von Menschen und ihrer Umwelt beschäftigt. Das kann zum Beispiel ein privates oder ein berufliches Umfeld sein. Wohnpsychologie ist Teil der Architekturpsychologie, die wiederum Teil der Umweltpsychologie ist. Wenn es um das Arbeitsumfeld geht, sprechen wir eher von Architekturpsychologie. Die zentrale Frage ist, welchen positiven oder auch negativen Einfluss eine bestimmte Umgebung auf uns Menschen und unser Miteinander haben kann. Übrigens, mit Wänden zu sprechen hat zwar nichts mit Wohnpsychologie zu tun, ist aber dennoch gar nicht so abwegig. Da erreicht man manchmal mehr, als wenn man gleich mit dem Kollegen, Mitarbeiter oder Chef direkt spricht (lacht). Der imaginäre Dialog ist ja eine Intervention aus dem systemischen Coaching und eine gute Vorbereitung auf das nächste Gespräch. Wie kann ich mir meinen Arbeitsplatz so gestalten, dass er mich positiv beeinflusst? Die Gestaltung von Arbeitsplätzen und weiteren Räumen in Unternehmen muss an anderer Stelle platziert werden. Der einzelne Mitarbeiter hat oft nur eingeschränkte Möglichkeiten, seinen Arbeitsplatz und dessen Umgebung zu gestalten. Teilweise ist das von Unternehmensseite auch ausdrücklich unerwünscht. Deshalb bietet sich eine ganzheitliche Planung an, in die Mitarbeiter oder deren Vertreter eingebunden werden sollten. Förderlich ist eine Umgebung, die unseren Sinnen das richtige Futter gibt, um einerseits motiviert, konzentriert und leistungsfähig arbeiten zu können, uns anderseits aber auch die Möglichkeit schafft, unsere Batterien durch kleine Erholungsphasen wieder aufzuladen. Sinnvoll ist es also, Räume zu schaffen, die unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden. Dabei ist eine mittlere Reizintensität erstrebenswert. Das heißt, dass wir nicht zu wenigen, aber auch nicht zu vielen Reizen, z.B. in Form von Farbe, Licht, Pflanzen oder Gegenständen ausgesetzt sein sollten. 21