stylus_München_1-2018

stylusdasmagazin

MÜNCHEN

Das Metropolmagazin.

Architektur. Interieur. Design. Fotografie. Lebensstil.

DORTMUND

DÜSSELDORF

HAMBURG

HANNOVER

KÖLN/BONN

MÜNSTER

OSNABRÜCK

AUSGABE 01/2018

SCHUTZGEBÜHR 7 EURO

GLAS:

natürlich

wandlungsfähig

beständig

@ Jasmine Deporta

© www.santambrogiomilano.com


MELL BANK

BY JEHS+LAUB

COR.DE

COR interlübke Studio München

Rosenheimer Str. 145i (089) 244 087 067 muenchen@cor-interluebke.de cor-interluebke.de/muenchen


FRÜHLINGSSTIMMUNG BEI STYLUS MÜNCHEN

EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser,

freuen Sie sich auch so über die wärmeren Tage? „Der Frühling lässt sein blaues

Band wieder flattern durch die Lüfte“, so beschrieb schon Eduard Mörike die wunderbare

Zeit nach einem kalten, dunklen Winter. Endlich kommen wieder Licht und

Leidenschaft in unser Leben – und aus diesem Grund haben wir uns für die erste

Ausgabe 2018 dem Thema Transparenz und Lichtdurchlässigkeit gewidmet.

Was könnte klarer und durchscheinender sein als Glas. Zart, aber auch massiv,

kristallklar und matt, zerbrechlich und doch unverwüstlich ... einfach ein faszinierendes

Material. Wie hat sich Glas vor Tausenden von Jahren bis heute entwickelt,

und wie wird seine Zukunft aussehen? Glas bestimmt viele Bereiche, ob es Fassaden

oder ganze Häuser betrifft, die Innenarchitektur, Kunst und Kultur, Technik und

den digitalen Fortschritt. Ein schier unendliches Thema ...

Und stylus bietet natürlich noch mehr: Nachdem die Fastenzeit ebenfalls beendet

ist, haben wir uns kulinarisch umgesehen und traumhafte Bilder gefunden, die

den Magen und die Sinne begeistern. Wir lassen uns ein wenig von bayerischen

Modeideen inspirieren und blicken über die Grenzen hinaus, um auch dort architektonische

Highlights zu bewundern.

Lassen Sie kurz die Seele baumeln, suchen Sie sich ein schönes Sonnenplätzchen

und stöbern Sie in unserem Metropolmagazin ...

Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei und hoffe, dass Sie uns treu bleiben.

Ihre Nina Schmid

stylus München Chefredakteurin

P. S.: Wir freuen uns auch über Anregungen, Fragen

und natürlich über Lob oder Kritik.

Schreiben Sie uns: kontakt@stylus-das-magazin.com

2 | 3 stylus. München 2018


78

36

48

18

62

38

53

30

74 6

70


INHALT

28

58

Glas – das faszinierende Material 06

Von der Antike bis zum „intelligenten Glas“

Sinnlicher Minimalismus trifft auf Vollblutarchitekt 12

Titus Bernhard Architektur

„Die Möbelwerkstatt“ präsentiert Rimadesio 18

Multifunktionale Designobjekte

Wir befragten Röthig & Röthig Immobilien 24

Wie sieht die richtige Verkaufsstrategie aus?

24

Izakaya – ein kulinarisches Erlebnis 30

Japanische Küche & peruanische Aromen

Eine Ganzglas-Vorhangfassade als zweite Haut 36

Das neue Konzerthaus in München

Die Symbiose aus Licht und Spiegel 38

Zierath Spiegelmanufaktur

66

12

Motel One München 44

Bestes Design kombiniert mit einem Low-Budget-Hotel

Die neue Lust am Hut 48

Kreativ-Duo Katrin Eisenblätter & Astrid Triska

Designerwerkschau München 50

Interview mit Michael Vogler

50

46

stylus Buchempfehlungen 53

Von Inspirationen, Eiern und Badezimmern ...

Weltpremiere bei Chiemsee Öfen 58

Der neue Designkamin „Boafokus“

Die Rockmacherin und das Mannszeug 62

Designerin Caroline Lauenstein vom Ammersee

44

76

Shootingstar Stefan Herkner 66

Glas als Kunst- und Designobjekt

Architecture around the world 70

Baumaterial aus Glas und Schiffscontainern

Impressum 81

Alle Experten dieser Ausgabe 82

Überblick für unsere Leser

4 | 5 stylus. München 2018


Text: Nina Schmid

GLAS – HEUTE

WIE GESTERN

FASZINIEREND

Für den modernen Menschen

ist Glas etwas ganz Selbstverständliches:

Täglich treffen wir

auf Fassaden, Türen und Fenster

aus Glas, auf Trinkgläser,

Spiegel, oder wir blicken auf unser

Smartphone. Der unglaublich

vielseitige Stoff ist ein fester

Bestandteil unseres Alltags geworden.

Allerdings wissen die

meisten Menschen keine Antwort

auf die Frage, was Glas eigentlich

genau ist – dieses faszinierende

Material, das uns seit

ein paar 1.000 Jahren begleitet.


Das spektakuläre Bergrestaurant auf 3.048 m wurde vom Architekturbüro Obermoser in Innsbruck designed. Aufgrund der exponierten

Lage im sensiblen Permafrostbereich wurde die Fundamentierung mit nur drei Einzelauflagen sehr klein gehalten. Für die Fassadenkonstruktionen

wählte man Pfosten-Riegelkonstruktionen mit Dreifachverglasungen und teilemailierten Gläsern in den Deckenrandbereichen.

Die Eckausbildungen der Verglasungen wurden als Ganzglaskonstruktionen mit Stufengläsern ausgeführt.

Hier, wo innovative Architektur auf futuristisches Design trifft, wurden auch Teile des James-Bond-Films „Spectre“ gedreht.

Bildmaterial: www.arch-omo.at | Fotograf: Rudi Wyhlidal


Der kleine Lotuskelch ist das älteste

Glasgefäß aus dem Alten Ägypten

und trägt den Name von Thutmosis

III. Hellblaues Glas, Theben Neues

Reich, 18. Dynastie, Zeit Thutmosis’

III., um 1450 v. Chr. ÄS 630,

@ www.smaek.de

Beginnen wir bei den eher

einfachen Zutaten, nämlich

Sand, Kalk und Soda. Mit

einer enormen Hitze zwischen

1.400 und 1.600 Grad

wird diese Mischung zu Glas

verschmolzen. Das gelang

unseren Vorfahren schon

vor rund 4.000 Jahren. Um

2.000 v. Chr. wurden erste

einfache Glasprodukte wie

Glasperlen hergestellt – wahrscheinlich

in Mesopotamien

oder Ägypten. Ungefähr zu

dieser Zeit entwickelten sich

auch die ersten Hohlglaskörper.

Der eigentliche Beginn

der Hohlglasherstellung fand

jedoch erst mit der Erfindung

der Glasmacherpfeife um

200 v. Chr. statt. Dabei entnahmen

Glasmacher mittels

eines langen Rohres Teile

der flüssigen Glasmasse, die

dann gedreht, geblasen und

durch gezielte Kühlung zu

der gewünschten Form verarbeitet

wurde. Durch diese

Erfindung konnte sich im 11.

Jahrhundert das Zentrum

abendländischer Glasmacherkunst

entwickeln, nämlich

in der Handelsmetropole

Venedig. Übrigens wurde die

Glasherstellung aus Brandschutzgründen

– aber vor allem,

um das streng gehütete

Geheimnis der Glasherstellung

zu bewahren – auf die

Insel Murano verlagert.

Die Franzosen brachten dann

um 1330 endlich auch Licht

in die Häuser: Sie erfanden

das Prinzip des Mondglases.

Dabei handelt es sich um ein

im Schleuderverfahren hergestelltes

Flachglas, das im

Mittelalter als Fensterglas

verwendet wurde. Nun ging

es verhältnismäßig schnell:

1676 wurde in England Bleikristall

und im 18. Jahrhundert

das barocke Schnittglas

entwickelt. 1904 erfanden

Émile Fourcault und Émile

Gobbe das Verfahren zur

Herstellung von Flachglas

und läuteten damit die Zeit

der industrialisierten Glasherstellung

ein.

Farbe kommt übrigens durch

die Zugabe von Metalloxiden

und seltenen Erden ins Glas.


Im waldreichsten Mittelgebirge Deutschlands wird seit sieben Jahrhunderten

Glas hergestellt, und mit ihrer über 450-jährigen Geschichte ist

die von Poschinger Glasmanufaktur die älteste Glashütte Deutschlands

mit der längsten Familientradition der Welt. Poschinger fertigt Gläser

nach jedem Kundenwunsch und setzt die Ideen von Designern, Firmen,

Vereinen und Verbänden, aber auch von Privatpersonen um.

www.poschinger.de | @ Fotostudio Eder


Die Zukunft des Glases steht aber nicht still, sie nimmt

gerade wieder Fahrt auf: Heute wird an extrem hartem

und vor allem „intelligentem Glas“ geforscht, auch smart

glass genannt. Solarzellen in Straßen könnten bald

Energie liefern. Der lichtdurchlässige Stoff wird immer

widerstandsfähiger, flexibler und lässt sich auch für das

Energiemanagement einsetzen. So hat Schott aus Jena

zum Beispiel ein 0,7 Millimeter dünnes Glas entwickelt,

das massiven Druck aushält. Es ist so flach wie Alufolie

und soll künftig unter anderem die Bildschirme von

Smartphones und Tablets abdecken. Andere Glassorten

widerstehen sogar Blitzeinschlägen und Hagelkörnern.

In den USA gibt es eine erste Teststraße, die aus Glas

besteht. Unterhalb der durchsichtigen Fläche haben

Techniker des Unternehmens Solar Roadways Solarzellen

eingebaut. Sollte der Test erfolgreich verlaufen, ließe

sich Sonnenenergie über das Straßennetz gewinnen. Es

gibt bereits Brücken aus tragfähigem Glas, und auch erste

tragende Glaswände für Häuser sind in der Fertigung.

Auf der Glasstec im Oktober 2018 in Düsseldorf wird

sicher auch über die zukunftsträchtige Technologie „intelligentes

Glas“ gesprochen. Es kann seine Lichtdurchlässigkeit

durch Anlegen einer elektrischen Spannung

verändern und erlaubt zudem auch einen Informationsaustausch.

Zusätzlich ist es möglich, interaktive Anwendungen

in das Glas einzubauen - so kann man es als

Interface nutzen, und es kann auch die Energiekosten

verringern, die für Heizungen oder Kühlanlagen in Autos

oder Gebäuden gebraucht werden.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Transparenz, Transluzenz,

Farbe, spiegelnd oder undurchsichtiges Aussehen,

und nahezu unbeschränkte Plattenformate in jeder nur

denkbaren Form können hergestellt werden. Nicht nur

diese hervorragenden bauphysikalischen, optischen

oder architektonischen Kriterien, sondern auch Sicherheitsfragen

werden darum in zunehmendem Maße dem

Baustoff Glas übertragen.

Bauherr: U.I. Lapp GmbH, Stuttgart

Produkt: ECONTROL smart® 45/8

Einbau & Fertigstellung des Gebäudes: 2016

Architekt: Schwarz Planungsgesellschaft mbH & Co. KG, Stuttgart

Foto: EControl-Glas GmbH & Co. KG | Fotograf: DIGIWORLD.tv

DYNAMISCHE TRANSPARENZ

OFFEN, KOMMUNIKATIV, KREATIV: BIS INS DETAIL

WIRD DAS OPEN-SPACE-KONZEPT IN DER NEUEN

EUROPAZENTRALE DER LAPP GRUPPE (U.I. LAPP

GMBH) IN STUTTGART-VAIHINGEN GELEBT. DIESER

ROTE FADEN ZIEHT SICH DURCH DAS GESAMTE AR-

CHITEKTURKONZEPT: DIE TRANSPARENTE HÜLLE

DES VERWALTUNGSGEBÄUDES IST VON GROSSEN

FENSTERFRONTEN GEPRÄGT. UM DIE OFFENHEIT

ZU ERHALTEN, ENTSCHIED SICH LAPP FÜR DAS

DIMMBARE GLAS ECONTROL SMART 45/8 (ECON-

TROL, PLAUEN). ES BIETET GLEICH ZWEI VORTEILE:

DIE FREIE SICHT NACH AUSSEN BLEIBT STETS GE-

WAHRT – UND DAS INTELLIGENTE GLAS UNTER-

STÜTZT DIE KLIMATISIERUNG DES ATRIUMS.


www.mirror-houses.com | Fotografie: Oskar Da Riz

GLASSPIEGEL – DIE PERFEKTE REFLEKTIERENDE FLÄCHE

Der Wunsch des Menschen, das eigene Bild zu sehen, war schon immer vorhanden, und die ursprünglichste Form, diesen Wunsch zu erfüllen,

ist die eigene Reflexion auf einer glatten Wasseroberfläche. Im Bronzezeitalter wurden Metallplatten glatt geschliffen, um das Ebenbild

darin zu betrachten. Die ersten Spiegel aus Glas entstanden im spätrömischen Reich um 300 nach Christus. Wie bei der heutigen Spiegelherstellung

wurde eine Glasschicht mit Metall hinterlegt. Zum Ende des Mittelalters entstanden die Quecksilberspiegel – erst im 19. Jahrhundert

wurde der Silberspiegel entwickelt. Für einen industriell gefertigten Spiegel wird Flachglas direkt nach der Herstellung mit einer

reflektierenden Metallschicht versehen. Dafür sind vor allem Silber und Aluminium gebräuchlich. Für anspruchsvolle Zwecke eignet sich

insbesondere die Belegung mit Silber, da dieses sichtbares Licht deutlich besser reflektiert.

MIRROR

HOUSE

BOZEN

@Oscar da Riz

Wie Architektur zur abstrakten Skulptur in der Landschaft werden kann, lässt sich an den „Mirror Houses“ im Bozener Talkessel ablesen.

Die Westfassade aus Spiegelglas ist Projektionsfläche für die Landschaft und fängt die Bergwelt ein. Nach Osten öffnen sich die Einheiten

durch große Glasfassaden, die an den Seitenflächen durch geschwungene, kurvilineare Linien in eine schwarze Aluminiumfassade münden.

Sie lassen viel Licht in die Ferienwohnungen und geben den Blick in den Garten, die Apfelplantagen und auf die Berge frei. Geplant hat diesen

Bau der Südtiroler Architekt Peter Pichler, der heute sein Büro in Mailand hat. Diese exklusive Architektur bringt die atemberaubende

Umgebung voll zur Geltung.


SINNLICHER

MINIMALISMUS

TRIFFT AUF

VOLLBLUTARCHITEKT

Text Nina Schmid | Fotografie: Jens Weber & Orla Connolly, München

Das Architekturbüro des Stararchitekten Titus Bernhard denkt, entwirft und plant interdisziplinär,

das heißt, hier werden fachübergreifend Konzepte vom Hochbau über den Innenausbau bis hin

zum Möbeldesign geplant und umgesetzt, innovative Lichtlösungen kreiert oder Freiräume und

Außenanlagen gestaltet. Grundsätzlich ist aber die Reduktion auf das Wesentliche für Titus Bernhard

elementar: Er verfolgt immer eine klare, teilweise minimalistische Architektursprache. stylus ist vor allem

das Haus H aufgefallen, und das nicht nur, weil die Villa in München als Filmkulisse für BMW diente.


„Wir verstehen gute

Architektur als

kulturellen Beitrag.“

Titus Bernhard


Beim Anblick des strahlenden Traumhauses denkt man an „gestapelte Kuben“ – diese übernehmen jedoch ausschließlich sinnvolle Funktionen.

So ist der nach Süden ausgerichtete Schlaftrakt mit einem großen Überstand „verschoben“ – und übernimmt dadurch die Aufgabe der

Überdachung des Eingangs. Die schrägen Einschnitte und Leibungen überhöhen die plastisch-skulpturale Gebäudeausformung und bieten

wie selbstverständlich baulichen Sonnenschutz ohne zusätzliche verschattende Maßnahmen. Der ganze Entwurf folgt ganz bestimmten

Prinzipien: „Struktur versus Fläche“, „offen versus geschlossen“, „schwer versus leicht“, „Natur versus Artefakt“, „wenige Öffnungen im

Norden und Osten versus großzügige Verglasung nach Süden und Westen“. Das Büro Titus Bernhard hat – auch dank dem Engagements des

Projektleiters Vincent Gabriel – mit „Haus H“ unter anderem den HÄUSER-Award 2018 erhalten.

Im Inneren setzt

sich das sorgfältige,

reduzierte,

von wenigen Materialien

geprägte

Detail fort. Bronziertes

Messing für

Tore & Türen

erzeugen „Wertigkeit“

im Zusammenspiel

mit Naturstein

und Putz.


NEUN MAL NEUN UND ELF MAL ELF

Berichtet man über Titus Bernhard, muss man seine zwei Gebäude 9 x 9 und 11 x 11 erwähnen, die international viel Aufsehen

erregt haben. Denn gegen erhebliche Widerstände aus dem Bauausschuss der Gemeinde und der Nachbarschaft wurde das Haus

9 x 9 trotzdem realisiert. Konzeptionell ist es als bewohnbare Skulptur gedacht und thematisiert eine innovative, ökologische

Fassade. Zum ersten Mal werden hier Gabionen als vorgehängte Fassadenelemente verwendet: 365 handbefüllte „Körbe“ mit

zirka 40.000 Steinen bilden 28 Tonnen Speichermasse, die den Wärmedurchgang regulieren. Im Sommer wie im Winter zeigen

sich ein behagliches Klima und minimaler Heizbedarf. Gegen die raue Außenhaut steht das fein durchgearbeitete und lichte

Innenraumkonzept.

Haus 11 x 11 ist der konsequente Nachfolger von Haus 9 x 9. Über die Außenwände aus Stahlbeton und Holz sowie über ein Holzdach aus

vorfabrizierten Elementen wird eine mehrschichtige Flüssigabdichtung mit schwarzem Finish gecoated; darüber läuft eine lotrechte Holzlamellenfassade

ohne Konter-Lattung, die an Gratbalken auf dem Dach zusammenläuft. Der ästhetisch ausgeprägt grafische Charakter wird

durch die unterschiedlich dichte, sehr präzise Setzung der Lamellen verstärkt und stellt technisch sicher, dass Regen und Schnee hinderungsfrei

abfließen können. Dach und Fassade sind gleichsam ein großer „Regenschirm“. Die Holzfenster sind darin präzise in die Lamellengeometrie

eingebunden.

TITUS BERNHARD IST EIN VOLLBLUTARCHITEKT ...

... der keine Widerstände und Auseinandersetzungen scheut,

wenn es um eine bessere Architektur geht. Seit 1995 ist er mit

spektakulären Architekturprojekten national und international

aufgefallen und wird als „der Villen-Architekt aus Bayern“ gefeiert.

Er bereichert mit einer guten Portion Selbstbewusstsein

und Lust an der Provokation die Baukunst mit eigenen Akzenten.

Auch der Architekturtheoretiker Andreas Denk lobt Bernhards

subtile Raumbildungen, die atmosphärische Wirkung der Räume

und die kreative Materialwahl bei seinen Einzelbauten.

Meier tätig, Projektpartner im Büro PSP, Braunschweig, und Mitarbeiter

im Büro Bohn & Bohn in München, bis er 1994 sein eigenes

Architekturbüro gründete.

Hier legen er und seine Mitarbeiter viel Wert auf Vielseitigkeit: Architektur,

Bildende Kunst, Maschinenbau, Computeranimation, neue

Medien, Grafikdesign und Mehrsprachigkeit sind obligatorisch.

Aber Titus Bernhard will nicht nur als „Luxusarchitekt“ verstanden

wissen.

Für Titus Bernhard ist der „sinnliche Minimalismus“ die Weiterentwicklung

der Bauhaus-Moderne, und für seine mutigen städtebaulichen

Interventionen bekam Bernhard immer viel Lob in der

Fachwelt und unzählige Auszeichnungen. Sein Architekturstudium

absolvierte er in Braunschweig und am Politecnico di Milano bei

Giorgio Grassi. Er war im Büro des New Yorker Architekten Richard

Seit geraumer Zeit treiben ihn das Thema „soziale Verantwortung“

und die Diskrepanz zwischen Wohlstand und Armut im Baubereich

um. Ein Kindergarten für Göggingen, ein interreligiöses Bethaus für

Berlin, ein großer Wohnungsbau mit 141 EOF-geförderten Mietwohnungen,

zu dessen Planung ihn die Wohnungsbaugesellschaft

der Stadt Augsburg beauftragt hat, gewinnen zunehmend Priorität.

„ICH BIN SOZIAL ENGAGIERT,

ICH KANN AUCH LOW BUDGET – UND WIR WOLLEN ZEIGEN, DASS WIR

AUCH FÜR ‚NORMALE MENSCHEN‘ BAUEN KÖNNEN.“

Titus Bernhard

14 | 15 stylus. München 2018


„Wir werden die beste Architektur in den ‚Reese Park‘

bringen“, sagt Titus Bernhard, der zwischen

gefördertem Wohnbau und qualitätsvoller Architektur

keinen Widerspruch sieht.

Auf 10.000 Quadratmetern des Augsburger Reese-Areals werden nicht nur 140

Wohnung realisiert, sondern auch die lang ersehnten Einkaufsmöglichkeiten

wie Vollversorger, Drogerie, Cafés und kleinere Ladengeschäfte.

Hinter dem Neubau steht planerisch Titus Bernhard, der sich für die Nordfassade

etwas Besonders einfallen ließ: Die Laubengänge werden durch gebogene

Blechelemente aufgelockert. „Je nachdem, ob man stadtauswärts oder einwärts

fährt, sind diese bunt oder weiß“, sagt Dominik Hoppe, Chef der Wohnbaugruppe

Augsburg. Bis das Farbenspiel in Augenschein genommen werden kann, dauert

es noch. Rund zwei Jahre Bauzeit sind einkalkuliert.

„Aufgrund der aktuell schwierigen Lage am Wohnungsmarkt in Deutschland

benötigt auch die Stadt Augsburg dringend ein größeres Angebot an günstigen,

bezahlbaren und sozial geförderten Wohnungen. Auch Bürger mit geringeren

Einkommen haben Anspruch auf guten Wohnraum und ansprechende Architektur“,

sagt uns Titus Bernhard.

www.titusbernhardarchitekten.com


Der städtebauliche Entwurf bildet einen signifikanten nördlichen Abschluss des ehemaligen

Reese-Kasernen-Areals und gleichzeitig eine südseitige Fassung des Straßenraums zur Ulmer-Straße.

Alle Wohnungen sind barrierefrei, einige davon behindertengerecht. Das Angebot

an Wohnungstypen entspricht dem Bedarf an unterschiedlichen Formen des Zusammenlebens

sowie Flächen für den sozialen Austausch, gemeinschaftlichen Einrichtungen und individuellen

Rückzugsmöglichkeiten. Im Erdgeschoss befinden sich die öffentlichen Bereiche, Supermärkte,

Cafés und Einzelhandel sowie die Zugänge zu den Wohnungen darüber. Die darüberliegenden

Geschosse dienen rein der Wohnnutzung. Im ersten Obergeschoss befindet sich eine weitläufige

Gartenanlag welchen den angrenzenden Park des Neubaugebiets in das Gebäude integriert und

die Gemeinschaftsräume sowie Spielplätze für die Wohneinheiten miteinander verbindet. Alle

Wohnungen sind konsequent nach Süden zum Park orientiert.


Die „Möbelwerkstatt“

liebt Rimadesio

Benedikt Adolff liebt seine Ausstellung „Die Möbelwerkstatt“ im werkhaus in Raubling, und er hegt eine

besondere Begeisterung für das lombardische Traditionshaus Rimadesio – eine der elegantesten und

feinsten italienischen Marken. stylus München ist von der über 60-jährigen Manufaktur

ebenfalls fasziniert und hat sich vor Ort in der „Möbelwerkstatt“ von den

herausragenden Designobjekten Rimadesios begeistern lassen.

Text: Nina Schmid | Bildmaterial: Rimadesio


Spannend sind die ideenreichen

Verwendungen

von beispielsweise transparentem,

opakem und

reflektierendem Glas –

einem künstlerisch und

ökologisch reinen Material.

Rimadesios große Erfahrung

rund um das Thema

Glas bietet Designern

eine erstaunliche Bandbreite:

Laminierte Gläser

mit glatten Oberflächen,

transparente Gläser, die

eine hohe Kratzfestigkeit

und Korrosionsbeständigkeit

aufweisen, oder satinierte

Gläser, die sich

durch einen homogenen

Satin-Effekt auszeichnen.


GGegründet wurde der Familienbetrieb 1956 von Francesco Malberti

und Luigi Riboldi. Schon früh setzte die Firmenphilosophie auf umweltfreundliche

Materialien – und ihre Ästhetik, komplexe Realisierungen und die

Verwendung von Glas und Aluminium machten die Marke schnell über die Grenzen

Italiens hinaus bekannt. Heute werden die modernen Schiebetüren, Raumtrennsysteme,

Tische, Schränke, Türen und begehbaren Kleiderschränke in 65

Ländern von Hongkong bis New York, von San Paolo bis Shanghai angeboten.

Der Premiumhersteller RIMADESIO fasziniert auch Benedikt

Adolff. Er präsentiert mit Stolz in seinem Showroom DIE MÖ-

BELWERKSTATT im werkhaus bei Raubling die Schiebetüren,

Ankleiden und Wohnwelten in dem typischen klarem, italienischen

Design. Durch die feine Linienführung und hohe Transparenz

verbinden die Designobjekte Ordnung mit filigraner Optik

und stellen ein Erlebnis für die Sinne dar.

DIE MÖBELWERKSTATT bietet Meisterhaftes aus Meisterhand und steht

ihren Kunden als Schreinermeisterbetrieb bereits in der Planung unterstützend

zur Seite. Mit seinem Know-how und technischen Möglichkeiten findet Benedikt

Adolff auch für die kniffligsten Fälle Lösungen, um auch die exklusivsten

Materialien maßgenau einzubauen.

„Rimadesio überzeugt durch seine klare Linienführung und das

schlichte Design. Die einzigartigen Oberflächen

machen Rimadesio zu einem Erlebnis für die Sinne!“

Benedikt Adolff, Die Möbelwerkstatt


Rimadesios multifunktionale

Designobjekte

verleihen dem Wohnen

eine ganz besondere Note.

Gepaart mit technologischer

Raffinesse und

unzähligen Farb- und

Formvarianten, werden

meisterhafte Lösungen

für den täglichen Gebrauch

geschaffen, die

eine überwältigende

Leichtigkeit und Transparenz

vermitteln.

Am Erfolg des Unternehmens ist auch maßgeblich Giuseppe Bavuso beteiligt: Der Architekt, Designer und Artdirector – 1959

geboren – lebt und arbeitet in Seregno und kombiniert in seinen Projekten minimalistische Stile mit umfassendem technischen

Know-how und außergewöhnlichen Materialien, die er intelligent verwendet und einsetzt. Eine faszinierende Synergie, deren

Ergebnisse nicht nur einen brillanten Minimalismus kreieren, sondern gleichzeitig auch Glamour und Eleganz ausstrahlen.

Bavuso erhielt schon viele Auszeichnungen und Design-Awards und hat für Rimadesio einzigartige Designobjekte kreiert.

www.diemöbelwerkstatt.de

Beim Durchschreiten

der edlen, leichten

und multifunktionalen

Raumtrenn-

Systeme schnell klar,

wie kreativ diese

italienische Manufaktur

in Sachen

Design, Verarbeitung

und Detailliebe ist.

Schränke werden zu

begehbaren Salons

und Büros zu inspirierenden

Glashäusern

innerhalb der

eigenen vier Wände.


FOTOGRAFIE: SYLVAN MÜLLER • CHEFKOCH: CHRIS ZÜGER

MIT KUNST GRILLIEREN


WIE FINDET MAN DEN RICHTIGEN

WEG, SEINE IMMOBILIE

BESTENS ZU VERKAUFEN?

Text: Monika Segl | Fotos: Carolin Tietz

EIN ALTBAU IN MÜNCHENS BESTLAGE SOLL

EINEN NEUEN EIGENTÜMER FINDEN. EINE

SPANNENDE AUFGABE FÜR DIE EXPERTEN

VON RÖTHIG & RÖTHIG, DENN ES HANDELT

SICH BEI DEN VERKÄUFERN UM EINE ERBEN-

GEMEINSCHAFT, DIE ÜBER ALLE KONTINEN-

TE VERSTREUT IST. SIE WERDEN VON EINEM

DEUTSCHEN RECHTSANWALT VERTRETEN,

DER RÖTHIG & RÖTHIG MIT DEM

VERKAUF DER IMMOBILIE BEAUFTRAGT HAT.


WELCHER WEG IST DER RICHTIGE,

UM SEINE IMMOBILIE ZU DEN BESTEN

KONDITIONEN ZU VERKAUFEN?

Dazu hat stylus das Team von RÖTHIG & RÖTHIG

Immobilien befragt. Anhand eines aktuellen Beispiels

können Kathrin und Thomas Röthig aufzeigen,

dass jede Immobilie ihre

eigene Strategie benötigt.

Außerdem ist eine

umfassende Beratung

für einen erfolgreichen

Verkauf unverzichtbar.

Schwabing am Englischen Garten, Altbau aus

der Jahrhundertwende, ca. 140 qm Wohnfläche,

Lift. Das waren die Eckdaten der Immobilie.

Bei der ersten Besichtigung der Immobilie erkannten

die Immobilienspezialisten sofort das

große Potenzial der Wohnung, obwohl die Innenausstattung

aus den 1980er-Jahren deutlich im

Vordergrund stand.

Teppichböden, abgehängte Decken, eine veränderte

Raumaufteilung und eine nicht zeitgemäße

Badausstattung erwarteten die Immobilienprofis.

Dazu kamen diverse alte Möbel und Gegenstände,

welche in der Wohnung abgestellt worden sind

und einen überfüllten Eindruck hinterließen.

Streng nach dem Motto „Wir machen Ihre Wohnung

fit für den Verkauf!“ wurde für das Objekt

ein Maßnahmenpaket entwickelt, mit den Eigentümern

abgestimmt und von RÖTHIG & RÖTHIG

organisiert und durchgeführt.


Im Falle der antiken Möbel wurde ein Auktionshaus mit der Versteigerung

beauftragt, und die restlichen Möbel und Gegenstände

wurden geräumt und entsorgt. Anschließend wurde der alte

Teppichboden in der Wohnung entfernt.

Wie erwartet, kam ein original Eichenparkett zum Vorschein, das

seinen ganzen Glanz entfaltete, nachdem ein Fachmann es perfekt

aufbereitet hatte. Nun sorgte der Maler für makellose weiße

Wände. Ein wahres Altbaujuwel mit vielen schönen Originaldetails

war nun aus Wohnung entstanden. Zum Schluss verlieh ein

Reinigungsteam den Räumlichkeiten noch den letzten Schliff.

Aufgrund der Exklusivität der Immobilie in Hinblick auf Lage

und Qualität wurde für sie als Verkaufsstrategie das Bieterverfahren

ausgewählt. Der auschlaggebende Vorteil: Ein möglichst

schneller Verkauf zum besten Preis. In diesem Fall lagen wesentliche

Faktoren auf der Hand: die vorzügliche Lage, verbunden mit

dem Charme einer Altbauwohnung, und letztendlich auch das

rare Angebot in der Stadt München.

Zügig wurde das Team von RÖTHIG & RÖTHIG nun mit der

eigentlichen Vermarktung aktiv. Zunächst erstellte der Profifotograf

hochwertige Architekturfotos der Immobilie für die Verkaufsanzeigen

und ein aussagekräftiges Exposé.

Zuerst wurden die Kunden aus der eigenen Datenbank über den

anstehenden Verkauf im Bieterverfahren informiert. Danach

folgte die Veröffentlichung der Anzeigen in allen wichtigen Portalen

mit den perfektesten Platzierungen. Das war zwar ein großer

Kostenfaktor, trägt aber wesentlich zur Sichtbarkeit und schließlich

zum Verkaufserfolg der Immobilie bei.

Diese Maßnahmen generierten mehr als 200 Anfragen, die alle

beantwortet wurden, um weitere Details zu besprechen. Nach

über 80 Besichtigungen – in kürzester Zeit als Einzeltermine

absolviert – nahmen die Eigentümer das beste und lukrativste

Angebot an. Das Zeitfenster der umfangreichen Aktionen betrug

lediglich 14 Tage. Chapeau.

Frau Röthig resümiert:

„Die Strategie ging wieder einmal voll auf. Mit einem eher verhaltenen

Startpreis von Euro 1.200.000,- Mio. konnten wir die Türen

öffnen und haben Interesse und Begeisterung geweckt. So wurde auch

eine Art Verknappung erzeugt, aus der sehr hohe Angebote der Bietinteressenten

resultieren.

Schließlich lag der Kaufpreis weit über unseren Erwartungen und der

unserer Kunden. Die Beurkundung ist in kürzester Zeit erfolgt, und

wir freuen uns schon jetzt darauf, die Immobilie bald an die Käufer

übergeben zu dürfen.“

26 | 27 stylus. München 2018


Grundsätzlich lässt sich sagen, dass das Bieterverfahren gut und schnell ist und

vor allem für den Verkäufer den besten Preis erzielt. Doch nicht jede Immobilie ist dafür

geeignet, und nicht jeder Käufer und Verkäufer ist bereit, diesen Weg mitzugehen.

Auch erfordert das Bieterverfahren einiges an Erfahrung und sollte dem Profi überlassen

werden.

An Erfahrung mangelt es Kathrin und Thomas Röthig nicht, sie haben das Verfahren vor

15 Jahren in München eingeführt und verfügen über das entsprechende know how. Sie

wissen, dass jede Immobilie ihre eigenen Qualitäten hat und besondere Verkaufsstrategien

erfordert.

Fazit: Lassen Sie sich beraten, um das beste Resultat zu erzielen!

www.roethig-immobilien.de


www.michel-baeder.de

Michel Bäder GmbH • Von-der-Tann-Str. 4 + 6 • 80539 München

Tel: 089 5 40 42 47 0 • E-Mail: info@michel-baeder.de


Text: Nina Schmid | Bildmaterial: Izakaya Asian Kitchen und Bar

IZAKAYA – EIN

GENUSS WIE

AM ERSTEN

URLAUBSTAG


DAS IZAKAYA IST EIN AUTHENTISCHES, KULI-

NARISCHES ERLEBNIS, IN DEM EXTRAVAGANTE

JAPANISCHE KÜCHE AUF PERUANISCHE AROMEN TRIFFT.

WENN SICH DIE AUSERLESENEN ZUTATEN MIT DER KREA-

TIVEN PHANTASIE DER KÜCHE VERBINDEN, ENTWICKELT SICH

EIN WAHRES FEUERWERK DER GLÜCKSELIGKEIT. „DIESE SINNLICHEN

KÖSTLICHKEITEN KANN MAN AUCH IN AMSTERDAM, HAMBURG, IBIZA

UND BALD IN MAILAND GENIESSEN“, ERZÄHLT UNS YOSSI ELIYAHOO,

GASTRONOMIE-UNTERNEHMER UND MITBEGRÜNDER DER ENTOURAGE

GROUP, ZU DER DAS IZAKYA GEHÖRT.


Das IZAKAYA mit seiner einzigartigen Bar und dem geheimnisvollen „RED“ ist seit Oktober 2017 der kulinarische Hotspot in

München, dessen Philosophie für moderne japanische Küche mit südamerikanischen Einflüssen steht – kreiert auf einzigartige

Art und Weise vom Küchenteam um Chefkoch Hariprasad Shetty. Hier werden authentische Elemente durch den Einsatz von

kreativen Techniken modern interpretiert. Dies gilt für die Speisekarte ebenso wie für das Gesamtkonzept.

Das Flair und die Leichtigkeit zeitgenössischen Designs in klassischem Ambiente und dem unverwechselbaren avantgardistischen

Ansatz wurde vom preisgekrönten Amsterdamer Architektenbüro „Concrete“ geplant und entworfen. Das Restaurant lebt durch

das Zusammenspiel von schwarzen Elementen und kontrastierenden hellen Eichenlamellen, die sich über Decke und Wände

erstrecken. Natürliche Materialien wie Holz, Leder und Marmor dominieren und schaffen eine Atmosphäre warmer Sinnlichkeit.

Dunkle, erdige Töne bilden das spannende Gegenstück zu pointiert eingesetzten Kupferelementen. Eye-Catcher über dem großen

Gemeinschaftstisch im Restaurant ist ein scheinbar schwebendes Mobile in Form eines Fischs aus Naturholz – ein in den IZA-

KAYA-Restaurants immer wiederkehrendes Designelement.


WIE IN ALLEN IZAKAYA-LOCATIONS LIEGT DER TRA-

DITIONELLE ROBATA-GRILL IM HERZEN DES RESTAU-

RANTS UND BIETET DIE MÖGLICHKEIT, GERICHTE

WIE TEMARI SUSHI, KOMBUJIME, CORN TEMPURA,

LANGSAM GEKOCHTE SHORT RIBS UND ROBATA-

SPEZIALITÄTEN ZU KREIEREN. DANEBEN BIETET DIE

SPEISEKARTE KLEINE SAKANA-GERICHTE, KREATIO-

NEN VON SUSHI UND SASHIMI, DIE MIT EXOTISCHEN

PERUANISCHEN GEWÜRZEN EINZIGARTIG VERFEI-

NERT WERDEN.

Thunfisch in einem Eis-Iglu – das ist der Wow-Effekt, einfach köstlich!

„SEEZUNGE MIT CHILI-SHISO-SAUCE, SERVIERT

MIT DAIKON-CRESS-SALAD UND FRITTIERTEN FISH

BONES“, LAUTETE DIE AUSDRÜCKLICHE EMPFEH-

LUNG VON YOSSI ELIYAHOO. UND TATSÄCHLICH,

ES SCHMECKT AUSSERGEWÖHNLICH, UND DIE SEE-

ZUNGE SCHMILZT WIE BUTTER IM MUND!

32 | 33 stylus. München 2018


„IZAKAYA kann man am besten als „japanische Kneipe“ übersetzen –

ein Ort, der tief in der japanischen Kultur verwurzelt ist.

Die Gerichte werden auf kleinen Teller serviert, alles wird geteilt.“

Yossi Eliyahoo, Gründer der ENTOURAGE GRUPPE

Das Izykaya ist auch ein Tipp zur

Lunch-Time, unter der Woche zwischen

12 und 14.30 Uhr geöffnet.

Hier ist dann die Bento-Box die

perfekte Wahl für die Mittagszeit.

Übrigens finden Freunde des

Nachtlebens im IZAKAYA München

ein neues Ziel: Die 360°

schwarz gebeizte Bar mit ihrer

Onyx-Marmorfläche. Ein perfekte

Ort, um ausgewählte Weine, erstklassige

Cocktails sowie seltene

Shōchū-Sorten zu genießen. Die

Barchefs kreierten eine erlesene

Karte mit Drinks basierend auf

Wermut, Shōchū und Sherry.

Und das IZAKAYA bietet noch mehr,

als man auf den ersten Blick vermutet,

nämlich das RED, ein „Zimmer

im Zimmer“, direkt neben der Bar.

Dieser versteckte Raum bringt die

Gäste direkt zurück in die 1960-er

Party-Szene. Ausgehen und dabei

Spaß haben wird hier kultiviert.

Und besondere, extra geladene

DJs veredeln das Partyerlebnis

– nun sind die legendären IZA-

KAYA-Events auch im Münchener

Nachtleben angekommen.

Hinter dem Izakaya steckt die

Entourage Group, gegründet

von Yossi Eliyahoo und Liran

Wizman, die im Jahr 2008 in

Amsterdam das MOMO eröffneten,

ein raffiniertes, asiatisches

Fusion-Restaurant mit Bar und

Lounge.

Das überzeugte die Gäste, und so

ging die Erfolgsstory weiter: Es folgten

das Izakaya, the Butcher, das

Shirkhan, the Duchess, Mr. Porter

und der Mad Fox Club. Es war nur

eine Frage der Zeit, bis die seit 2016

stetig wachsende Gruppe mehrere

stilvolle Veranstaltungsorte in ganz

Europa von Berlin und München bis

Hamburg und Ibiza eröffnete.

„Ich bin stolz darauf, dass sich meine

in Amsterdam geborenen Konzepte

zu international anerkannten

Marken entwickelt haben“, sagt

Yossi Eliyahoo.

Von Amsterdam bis in die Hauptstädte

Europas und darüber hinaus

setzt THE ENTOURAGE GROUP

den neuen Standard für moderne,

gehobene Gastlichkeit.

www.concreteamsterdam.nl

www.the-entouragegroup.com

www.izakaya-restaurant.com


EXKLUSIV

Weltpremiere Boa Focus

9. Mai 2018 in Raubling

DIE WELTPREMIERE IM WERKHAUS IN RAUBLING. SEIEN SIE GESPANNT.

Am Mittwoch, 9. Mai 2018 laden wir Sie herzlich zur exklusiven Weltpremiere des neuen Boa Focus zu uns ins werkhaus ein.

Erleben Sie zusammen mit Kollegen und Freunden einen unvergesslichen Abend mit viel Unterhaltung, Flying Buffet

mit Swen Philipp und Barbetrieb auf zwei Stockwerken. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Ihr Chiemsee Öfen Team

Bitte melden Sie sich inkl. Begleitpersonen bis spätestens 4. Mai per WhatsApp oder

SMS unter +49 (0) 171 - 4964236 oder per Email unter buchfellner@chiemsee-oefen.de an.

Chiemsee Öfen GbR im werkhaus · Rosenheimer Str. 32 | 83064 Raubling

Tel.: +49 (0) 8035 - 90 72 60

info@chiemsee-oefen.de · www.chiemsee-oefen.de


Das neue Konzerthaus in München:

ZURÜCK

HALTEND

AUSSAGE

UND DOCH

KRÄFTIG

Text: Monika Segl | Bildmaterial: Cukrowicz Nachbaur

Das junge Vorarlberger Architekturbüro Cukrowicz Nachbaur setzte sich

gegen zahlreiche Stararchitekten durch. Das Preisgericht lobte den Siegerentwurf

für seine prägnante Gestalt, der im heterogenen Umfeld des

Münchner Werksviertels einen Ruhepunkt schafft.

Aufgabe war der Entwurf eines Konzerthauses mit einer

Nutzfläche von circa 9.500 Quadratmetern. Ein großer Saal mit

1.800 Sitzplätzen und ein kleiner mit 600 Plätzen bilden den

Kern des Raumprogramms. Hinzu kommen Räume für die

Hochschule für Musik und das Theater München, darunter

ein Aufführungsort, die sogenannte Werkstatt, mit Platz

für ungefähr 200 Zuschauer.

Der Entwurf steht „in fast archaischer Gebäudeform

kraftvoll und prägnant im heterogenen Umfeld“,

urteilte die Jury.

Die Ganzglas-Vorhangfassade ist als zweite Haut

mit einer dahinterliegenden einfachen,

wärmegedämmten Stahlbetonkonstruktion

konzipiert. Der Entwurf verspricht Offenheit,

Leichtigkeit und Transparenz.


Auch die Entwürfe für den Innenbereich überzeugten

die Jury. Die klaren, sehr einladenden und attraktiven

Foyer-Bereiche auf allen Ebenen sowie die gleichwertige

Behandlung von öffentlicher Zone und Backstagebereich

wurden gelobt. Der große Saal erstreckt sich bis

in das siebte Obergeschoss. Er ist als „weichgeformte

Schachtel“ mit drei Rängen geplant und hat ein „sehr

hohes akustisches Potenzial“.

Die Architekten Andreas Cukrowicz

(links) und Anton Nachbaur-Sturm

(rechts) haben sich

von der Idee eines transparenten,

lichtdurchlässigen Klangspeichers

inspirieren lassen.

„WIR HABEN UNS

BEWUSST FÜR EINE

EINFACHE, PRÄGNANTE

FORM ENTSCHIEDEN.

DAS LIEGT UNS MEHR

ALS DAS SPEKTAKULÄRE.“

www.cn-architekten.at


DIE SYMBIOSE

AUS LICHT UND

SPIEGEL

Text: Markus Noldes | Bildmaterial: Günther Zierath GmbH

DAHEIM IN DER GARAGE AUS ALTEN,

WEGGEWORFENEN SPIEGELN NEUE

ZAUBERN: GÜNTHER ZIERATH ERIN-

NERT SICH NOCH GANZ GENAU AN DIE

ANFÄNGE SEINES UNTERNEHMENS.

WAS ALS LUKRATIVES NEBENGE-

SCHÄFT ANFING, IST ÜBER DREI JAHR-

ZEHNTE SPÄTER EINE DER LETZTEN

SPIEGELMANUFAKTUREN DEUTSCH-

LANDS. SEITHER HAT SICH VIEL GETAN.

„EIN BLICK IN DEN SPIEGEL SOLL UNS

DIE WAHRHEIT ZEIGEN. DAS GEHT

ABER NUR IM ZUSAMMENSPIEL MIT

LICHT“, ERKLÄRT GÜNTHER ZIERATH

HEUTE. DENN WER KENNT DAS ERLEB-

NIS NICHT: WAS IM HEIMISCHEN BAD

NOCH TOLL AUSSAH, HAT BEISPIELS-

WEISE IM THEATER EINE ANDERE

WIRKUNG. DESHALB VEREINEN ZIE-

RATH-SPIEGEL DESIGN UND DURCH-

DACHTE BELEUCHTUNG. ABER VON

ANFANG AN ...


Neuer Ankleidespiegel „Dress-Up“


Alina Zierath: Marketing und Vertrieb,

Adrian Zierath: Produktdesign

Um ein Zierath-Spiegel zu werden, bedarf es gewisser Ansprüche

– und die kommen gleich zu Beginn zum Tragen. Denn das

Spiegelglas wird am Firmensitz in Georgsmarienhütte nicht

selbst hergestellt. Für den Zulieferer gibt es jedoch eine hohe

Auflage. „Unsere Spiegel sollen zu 100 Prozent lunkerfrei sein.

Deshalb müssen wir fast 30 Prozent des Spiegelglases unverarbeitet

entsorgen“, sagt Zierath. Lunker, das sind kleine Hohlräume,

die bei der Fertigung des Glases entstehen können und

so die Abbildungsqualität mindern.

Ist das perfekte Glas gefunden, geht es an die Fertigung. Auf 4.000

Quadratmetern wird dafür auch noch heute Hand angelegt. Denn 80

Prozent der produzierten Spiegel sind Maßanfertigungen. „Deshalb

entwickeln wir Spiegel wie den YourStyle Pro so, dass die Form und

die Position der LEDs flexibel sind, das Design aber erhalten bleibt“,

erklärt Adrian Zierath. Er kümmert sich im Unternehmen um Design

und Technik und bildet mit seiner Schwester Alina, die die Bereiche

Marketing und Vertrieb verantwortet, die neue Generation im Familienbetrieb.

Das Spiegelglas wird schließlich zugeschnitten, geschliffen und veredelt.

Auch bei den LEDs überlässt man nichts dem Zufall. Günther

Zierath: „Bei kostengünstigen LED-Lichtspiegeln muss man Abstriche

bei der Lichttechnik in Kauf nehmen.“ Deshalb setzt Zierath auf

langlebige, austauschbare LEDs, die über einen hohen Farbwiedergabeindex

verfügen. So kombinieren die Zieraths Qualitätsanspruch mit

modernem Design, der nicht nur in deutschen Bädern hängt. Bis in die

Badausstellungen Shanghais haben es die Produkte bereits geschafft.


DDie neueste Innovation ist der „Dress-Up“, ein Spiegel für

jeden, „der im perfekten Outfit vor die Tür möchte“, so Alina

Zierath. Der entscheidende Faktor: die Lichtfarben. Drei

Unterschiedliche hält der „Dress-Up“ bereit, zwischen denen

man mit einem Touch wechseln kann.

„Kleidung und Make-up wirken je nach Lichtfarbe unterschiedlich. Deshalb

sollte diese vorm Spiegel abgestimmt sein auf die spätere Location“, erklärt

Alina Zierath. Mit einem Touch auf „daylook“ oder „nightlook“ wird der

Raum darum mit Misch- beziehungsweise Warmlicht geflutet. So herrscht

Gewissheit, wie der Look am Tage oder beim abendlichen Restaurantbesuch

zur Geltung kommt.

Mit dem „colourcheck“ lässt sich zudem präzise erkennen, welche Farbe

ein Kleidungsstück hat – gerade bei

Schwarz und Dunkelblau nicht immer

leicht. Diese Lichttechnik ist

auch in anderen Serien wie dem

YourStyle Pro verbaut.

„Aber uns dreien werden sicher

noch weitere Lichter aufgehen“, so

Günther Zierath mit einem Augenzwinkern

in Bezug auf die weitere

Unternehmensentwicklung.

40 | 41 stylus. München 2018


Wenn der

Mond das Bad

erleuchtet

Wer aufregende Designs schaffen möchte, muss sich inspirieren lassen. Diesem Motto folgt man auch bei Zierath seit mehr

als drei Jahrzehnten. Dabei ist es mal ganz offensichtlich, mal sehr persönlich, was die Spiegelmanufaktur zu ihren Serien

bewegt hat. Beim „Moon“ verrät schon der Name, wer hier Pate stand. Doch das schönste Design ist nur wenig wert, wenn die

Funktionalität auf der Strecke bleibt. Beim Moon sorgt die gleichmäßige LED Beleuchtung hinter dem kreisrunden satinierten

Lichtausschnitt deshalb nicht einfach nur für tolle Atmosphäre. Per Touch-Sensor Schalter kann zwischen drei Lichtfarben

gewechselt und die Leuchtintensität stufenlos gedimmt werden. Den Spiegel gibt es in Standard-Maßen mit drei unterschiedlichen

Modulgrößen und in Anfertigung nach Kundenwünschen.

Mehr Infos: www.zierath.de


WIR MACHEN IHRE IMMOBILIE ZUR CHEFSACHE.

Immobilienverkauf | RÖTHIG & RÖTHIG in München-Herzogpark | Pienzenauerstraße 2

Tel.: +49 (0) 89 / 99 72 97-0 | office@roethig-immobilien.de | www.roethig-immobilien.de


Das „Campus Restaurant“ richtet sich

an drei Nutzergruppen: Für Hotelgäste

und normale Besucher soll es eine

attraktive Restaurant- und Baradresse

sein und trotzdem den Mitarbeitern

auch als Kantine dienen.


MOTEL ONE & IPPOLITO FLEITZ

Fotograf: Zooey Braun | www.zooeybraun.de

Für das Münchener Hauptquartier der Hotelkette Motel One wurden von

der Ippolito Fleitz Group das Konferenz- und Ausbildungszentrum,

mehrere Büroetagen, die zentrale Lobby und ein

öffentliches Restaurant gestaltet. Aufgabe war es,

für alle Bereiche eine Designsprache zu finden,

die zur Corporate Identity von Motel One passt

und trotzdem eigenständig ist.


Der Münchener Standort vereint Firmenzentrale und reguläres Hotel in einem Haus. Zu den Büros gesellen sich ein

Konferenz- und Ausbildungszentrum, das vor allem für die Schulung der Mitarbeiter installiert wurde, und das

„Campus Restaurant“. Alle Bereiche werden über eine gemeinsame Lobby erschlossen. Die Raummitte markieren eine 8 m

hohe Reliefwand aus Holz, vor der sich die Rezeption befindet, und auf der anderen Seite eine Art Brand Wall mit einer

bequemen Ledersofalandschaft.

Motel One München:

Bestes Design für ein Low-Budget-Hotel

Der Empfang wir durch einen langen Tresen aus Räuchereiche dominiert; das Material ist in den Hotels

von Motel One ein typisches Element und steht für besondere Aufenthaltsqualität. Typisch für Motel One

sind die unterschiedlichen Sitzinseln, von denen vor allem die Gruppe mit Arne Jacobsens Egg Chairs zu

einem Markenzeichen der Kette geworden ist.


Motel One legt großen Wert auf die

Aufenthaltsbereiche – im Hotel genauso

wie im Büro. Die großzügigen

Rückzugszonen werden auf den Etagen

durch die dunkle Holzverkleidung

im Raum markiert. Rundum

die Teeküche sind unterschiedliche

Sitzangebote von gemütlich bis informell

zu finden. Die Mitarbeiter

einer Etage können sich hier auf einer

großen Kreidetafelfläche austauschen;

die Kommunikation mit allen

anderen Kollegen erfolgt über eine

Medienwand und das darauf implementierte

interaktive Intranet.

Die Arbeitswelten in der

Münchener Firmenzentrale von Motel

One stellen Verbindungen zur

Hotelwelt her.

So greifen Lobby und Office-Bereich

Farben, Materialien oder Möbel der

hoteleigenen Corporate Identity

auf. Aber auch die „inneren Werte“

der Firma werden transportiert: Die

Vielfalt der Kommunikationsorte

steht im Vordergrund und wird mit

dem gleichen hohen Designanspruch

wie in den Hotels zelebriert.

SEI DEIN EIGENER GAST.

WO DIE HOTELKETTE MOTEL ONE

MITARBEITER UND GÄSTE ZU TISCH BITTET.

Das Restaurant erstreckt sich über zwei Ebenen. Den Eingang von der Lobby umgibt eine großzügige

Glasfront, die sich über die gesamte Höhe des Raumes erstreckt. Auch die Metalllamellen

an der Decke laufen von der Lobby aus ins Restaurant durch und ziehen den Besucher in den

Raum hinein.

Die unterschiedlichen Schirme aus Wellpappe lassen das Licht entlang horizontaler Linien austreten

und sorgen so für eine warme, behagliche Atmosphäre. Im großen Raum können die Gäste

zwischen verschiedenen Tischformen und -größen wählen. Je nach Sitz- und Gesprächssituation

wurden für jeden Tisch dazu passende Stuhltypen ausgewählt. Den Hintergrund bildet ein

attraktiver und markanter Tresen, der auch nach außen Baratmosphäre vermittelt. Da dieser

Bereich aber sowohl für Bar und Restaurant als auch für das Frühstücksbuffet funktionieren

muss, gliedern ihn drei verschiedene Tischelemente. Diese ermöglichen mit ihren unterschiedlichen

Niveaus und Materialien eine variable Bespielung.

Den Übergang zum hinteren Bereich markiert ein mit Fliesen verkleideter Kamin. Hier sitzt man

an langen Tischreihen, die auf zwei große Fenster zulaufen, die den Blick in die Lobby freigeben.

Im hinteren Bereich des nun nur noch eingeschossigen Raumes wechselt die Atmosphäre. Tief

hängende Lampen, ledergepolsterte Sitzbänke, Holzverschalung und Weinkühlschränke kennzeichnen

den Bereich, der als Enothek und Bar dient.

Auf der oberen Ebene, die man über eine Treppe erreicht, sind ein kleiner Lounge-Bereich sowie

zwei separate Räume für Private Dining untergebracht. Hier verbindet eine Brücke Restaurant

und die „One University“, das firmeneigene Ausbildungszentrum. Das Campus Restaurant

bedient mit seinem heterogenen Sitzplatzangebot ganz unterschiedliche Klientel in ganz unterschiedlichen

Bewirtungskontexten. Naturmaterialien mit offenen, haptischen Oberflächen

übersetzen Atmosphäre und Philosophie der Hotelkette in den Restaurantkontext.

www.motel-one.com

www.ifgroup.org

IM INNEREN DES RESTAURANTS FÜLLT

EIN HIMMEL AUS OPULENTEN LAMPEN, DIE

AN SCHWEBENDE LAMPIONS ERINNERN,

DEN IMPOSANTEN LUFTRAUM.

46 | 47 stylus. München 2018


DIE

NEUE

LUST

AM

HUT

Text: Nina Schmid

Das kreative Duo

Katrin Eisenblätter

und Astrid Triska weckt

diese neue Lust im

Glockenbachviertel mit

Spaß und Phantasie.

Foto: Erich Höpfl


„Hüte sind ein Ausdruck

von Lebensfreude“

Foto: Alesha Birkenholz

Foto: Claudia Göpperl

Foto: Claudia Göpperl

Foto: Claudia Göpperl

Der Blick in ihren Laden in der Münchner

Hans-Sachs-Straße zeigt klassische Herrenhüte

mit klarer Linie und erinnern an legendäre

Filmszenen. Im Laden probieren Damen

und Herren jeglichen Alters spielerisch die

reizvollen Kreationen von Katrin Eisenblätter

und Astrid Triska vor den grossen Spiegeln

aus – immer gut beraten von den Modistinnen.

Die Hüte zeigen sich in rosé, apricot, lindgrün

oder himbeereisfarbig aus Sisal, italienischem

Stroh, aus Popeline, Piqué, Samt, Tüll oder

Filz. Sie sind gross mit breitem oder schmalem

Rand, erinnern an thailändische Pagoden

oder chinesische Beamtenhüte, sind als runde

Kappen oder freche Stirnbänder konzipiert,

klassische Formen aus edlen Materialien sind

die Grundlage für die Herrenkollektion; kurz:

Hüte von Eisenblätter und Triska sind dazu

bestimmt, das Erscheinungsbild der gut gekleideten

Dame oder auch des gut gekleideten

Herrn zu vervollständigen und abzurunden.

Katrin Eisenblätter und Astrid Triska absolvierten

ihre Meisterprüfung 1993 und

gründeten ihre gemeinsame Hutwerkstatt

„eisenblätter & triska“. Beide haben ihr Handwerk

in Münchner Salons gelernt, bei Berta

Häusler und im Schwabinger Salon Coquette.

Und beide verstehen ihre Hutkreationen

bildhauerisch, auch wenn die Modelle noch

so ausgefallen oder gar exklusiv sind, immer

liegen ihnen klassische Formen zugrunde. Es

ist dieser unnachahmliche Zusammenklang

von Farbe, Form und Funktion, der den

besonderen Reiz der Hutkollektionen ausmacht.

Die entstehenden Hüte werden von

Hand modelliert, die Ränder gezogen. Nähte

dienen als plastische Elemente. Zum Schluss

wird der Hut über einen Holzkopf gezogen

und gedämpft, um seine Form auch auf Dauer

zu behalten. Das Modemuseum im Münchner

Stadtmuseum hat bereits mehrfach von ihnen

Objekte angekauft.

Das Credo von Katrin Eisenblätter und Astrid

Triska: „Wir wollen gute Hüte machen, die jede

Frau, jeder Mann tragen kann.“ Deshalb arbeiten

sie auf Bestellung ebenso wie auf Vorrat.

Die neue Lust am Hut – sie gibt ihnen Recht

und begründet ihren Erfolg.

48 | 49 stylus. München 2018

www.eisenblaetter-triska.de


DIE DESIGNERWERKSCHAU IN MÜNCHEN

SHOWROOM FÜR INSPIRIERENDE AUSSTELLUNGEN UND SPANNENDE VORTRÄGE

Interview: Nina Schmid | Bildmaterial: Designerwerkschau

Wir haben einen Termin

im Fruchthof München in

der Gotzinger Straße. Das

historische Gebäude wurde

nach dem Krieg wieder

aufgebaut und von 1995 bis

2005 komplett saniert. In

diesem ältesten, zum Großmarkt

gehörenden Bauwerk

präsentieren sich heute

bedeutende internationale

Interior-Brands mit innovativen

Materialien und faszinierenden

Produkten.

Unser Ziel ist die Designerwerkschau

im Innenhof, und

unser Gesprächspartner ist

Michael Vogler, der Leiter

der Designerwerkschau.

stylus: Herr Vogler, schön, dass Sie für uns Zeit

haben. Wie lange gibt es denn die Designerwerkschau

nun schon, und wie ist die Verbindung zu

Glas Trösch, bzw. welches Ziel verfolgt Glas

Trösch mit dieser Einrichtung?

Vogler: Unsere Werkschau mit starken Partnern

aus dem Interieur gibt es seit Mai 2012.

Der Schweizer Hersteller Glas Trösch war der

Initiator und konzipierte damals den ersten

Multi-Brand-Showroom mit professioneller

Beratung durch Architekten in München. Die

Idee zu dieser dauerhaften, szenografisch inszenierten

Ausstellung für Neuprodukte entstand

aus dem Verlangen von Glas Trösch und

seinen Partnerfirmen nach einer dauerhaften

Präsenz. Wir schaffen gemeinsam ein kreatives

Ambiente, in dem sich professionelle Bauherren,

Architekten, Planer, Designer, aber

auch Wiederverkäufer über die Produkte umfassend

informieren, sich aber auch dort zur

Bemusterung oder Beratung mit ihren Auftraggebern,

Klienten oder Kunden verabreden

können. Aber auch Verarbeitern und Händlern

steht der Showroom zu Präsentations- und

Schulungszwecken zur Verfügung.

stylus: Wie viele Quadratmeter umfasst dieser

faszinierende Showroom? Der Aufgang und das

Ambiente erinnern ja auch ein wenig an die kreativen

Hinterhöfe New Yorks ... oder? Darin liegt

doch sicher ein großes Potenzial. War das auch ein

Grund, die Räumlichkeiten von SOFTlab NY in

Szene zu setzen – wieso ein Büro aus New York?

Vogler: Der Grundgedanke des Showrooms

ist, die Exponate der Partner in extra dafür inszenierten

Räumen auf ca. 1.000 qm erlebbar

zu machen. Das New Yorker Büro SOFTlab war

uns vorab bereits in zahlreichen Veröffentlichungen

mit seiner Kreativität und Avantgarde

aufgefallen. Die Jungs hatten spontan

zugesagt, als wir sie für die Umsetzung der

Szenografie angefragt hatten. Mit dem Thema

„Cells & Seeds“ schlagen die Designer aus New

York City gestalterisch die Brücke zur Gebäudegeschichte

des Fruchthofs.

stylus: Sind die Aussteller häufig wechselnd oder

feste Größen bei Ihnen?

Vogler: Sowohl als auch. Firmen wie beispielsweise

Création Baumann sind seit dem ersten

Tag an bis heute geschätzte Partner und Aussteller

im Showroom. Die meisten Partnerschaften

gehen über mehrere Jahre, was ein

fundiertes, gemeinschaftliches Netzwerk zur

Folge hat mit, dem man verlässlich und erfolgreich

arbeiten kann.

Es gibt aber auch immer wieder Wechsel in der

Ausstellung. Erst kürzlich kamen die Firmen

Lintex und Solarlux dazu.


Auch in diesem Jahr wird es noch Änderungen

geben. Die Gespräche und Planungen

dazu sind im vollem Gange.

stylus: Sehen Sie sich hier auch als eine Art

Kontaktbörse? Wen wollen Sie ansprechen?

Vogler: Absolut. Vor allem unsere mehrmals

im Jahr stattfindenden Events wie der

Summer Summit oder die Herbstlounge sind

ideale Plattformen zum Netzwerken. Bei den

Veranstaltungen dürfen wir jeweils zwischen

200 und 300 Architekten, Planer, Designer,

Studenten, aber auch potenzielle neue Aussteller,

Verarbeiter und Händler begrüßen.

Die Events sind aufgrund ihrer inhaltlichen

Qualität, der Live-Acts und des Caterings

sehr beliebt und bieten eine Plattform für Interaktionen

zwischen den Menschen hinter

den Produkten und deren Anwendern. Bei

Interesse an künftigen Events kann man sich

gerne unter www.designerwerkschau.de in

unseren Newsletter-Verteiler eintragen und

bekommt dann seine persönliche Einladung

per Mail.

stylus: Wird hier ausschließlich B-to-B gemacht?

Vogler: Genau so ist es. Ich persönlich bin als

Dipl.-Ing. Architektur von Montag bis Freitag

von 9.00 bis 17.00 Uhr vor Ort und Ansprechpartner

für alle Aussteller und Produkte. Natürlich

berate ich als Mitarbeiter von Glas

Trösch fundiert die eigenen Produkte und

Innovationen an Designgläsern. Aus meinem

architektonischen Verständnis heraus bin ich

aber eben auch in der Lage, mich ganzheitlich

mit Architekten, Innenarchitekten, Planern

und Bauherren auszutauschen und gestalterisch

Lösungen zu erarbeiten.

stylus: Sie wollen den eigenen Veranstaltungsraum

zu einem „Durchlauferhitzer“ für die gesamte

Ausstellung machen – was meinen Sie damit?

Vogler: Wir sind in der Designerwerkschau

in der glücklichen Situation, einen technisch

sehr gut ausgestatteten, ca. 320 qm großen

Saal inkl. Bestuhlung, mobilen Tribünen und

einen flexiblen Besprechungsraum zur Verfügung

zu haben. Das alles nutzen wir natürlich

für unsere eigenen Events, möchten es aber

künftig auch externen Interessenten aus dem

Business-Bereich als Mietobjekt für Präsentationen,

Schulungen oder Workshops zur Verfügung

stellen. Unser Titel als „Werk“-Schau

soll dabei Programm werden. Hier sollen Ideen

entstehen, Lösungen erarbeitet und sich

über möglichst viele Themen ausgetauscht

werden. Der Showroom als Institution kann

mit seinem kreativen Ambiente dabei atmosphärisch

unterstützen und profitiert auch

selbst durch seine wachsende Bekanntheit

und das immer größer werdende Netzwerk.

DER GRUNDGEDANKE DES

SHOWROOMS IST, DIE

EXPONATE DER PARTNER IN

EXTRA DAFÜR INSZENIERTEN

RÄUMEN AUF CA. 1.000 QM

ERLEBBAR ZU MACHEN.

Michael Vogler


stylus: Wie wird die Zukunft der Designerwerkschau aussehen, bzw. was wird Ihr Ziel für

2018/2019 sein?

Vogler: Es wird noch in diesem Jahr Partnerwechsel und somit neue Aussteller im Showroom

geben. Aber auch die aktuellen Partner präsentieren natürlich fortlaufend wechselnde und

innovative Produktlösungen. Wir werden unsere Kooperationen mit der Technischen Universität

München und den Hochschulen weiter ausbauen und mit ihnen interessante und

interdisziplinäre Ausstellungen und Events umsetzen. Im Rahmen der BAU 2019 werden

wir die Designerwerkschau für Kontaktpflege und Netzwerk parallel zum eigentlichen Messeauftritt

auf der Messe München einsetzen.

Nachhaltiges Ziel wird es sein, die Werkschau als Beratungs-, Kompetenz- und Kommunikationszentrum

in Sachen Planen, Bauen, Sanieren, Wohnen und Arbeiten im Großraum

München zu etablieren. Baufachleuten, Planern, Designern und Händlern, aber auch den

Regionalleitern und Architektenberatern unserer Partner soll der Showroom als nützliches

Werkzeug für ihre Arbeit dienen.

stylus: Zu guter Letzt: Sie sagten einmal „Geschmack ist auf dem Nutellabrot“ - können Sie unseren

Lesern diese Aussage erklären?

Vogler: Achtung, Schleichwerbung (lacht)! Kritik an kreativen und künstlerischen Arbeiten

sollte meiner Meinung nach nicht aus der Versuchung des individuellen Geschmacks heraus

geübt werden. Über Geschmack lässt sich eben nicht streiten. Der Bauaufgabe entsprechend

unterliegt Gestaltung konzeptionellen Überlegungen, die bis ins Detail schlüssig ausgearbeitet

und bestenfalls baulich virtuos interpretiert werden. Ob diese Konzepte gelungen

sind oder nicht, darüber kann und sollte man kommunizieren, diskutieren oder eben auch

unterschiedlicher Meinung sein. Architektur, Innenarchitektur, Design und Kunst müssen

kommuniziert werden und diskutierbar bleiben. Mein Wunsch und Ziel ist es, dass die Designerwerkschau,

Glas Trösch und ihre Partner dazu ihren Beitrag leisten.

stylus: Lieber Herr Vogler, danke für das aufschlussreiche und amüsant-interessante Gespräch.

stylus freut sich schon auf den nächsten spannenden Event!

BEI UNSEREN EVENTS DÜRFEN WIR

JEWEILS ZWISCHEN 200 UND 300

ARCHITEKTEN, PLANER, DESIGNER,

STUDENTEN, ABER AUCH POTENZIELLE

NEUE AUSSTELLER, VERARBEITER UND

HÄNDLER BEGRÜSSEN.

Michael Vogler

www.designerwerkschau.de


„my inspiration“ ist eine lesenswerte und informative Quelle, um die Hintergründe wahrer Kreativität besser zu verstehen. Auf

304 Seiten befragt der Journalist Thomas Hammerl 31 Top-Kreative weltweit nach ihren Inspirationen, Ideen und Erfolgen. Eine

spannende Art, die Antriebskraft für Fantasie, Ideenreichtum und Denkfähigkeit zu begreifen. Nicht immer stehen die Namen der

„Schöpfer“ im Vordergrund – deren Kreationen wurden jedoch weltberühmt, wie die Comic-Serie „The Walking Dead“ des Zeichners

Charlie Adlard, die Erfindung der Digitalkamera von Steven J. Sasson oder das neue Wahrzeichen von Sevilla des deutschen

Architekten Jürgen Mayer H..

Hanin Rashid

Alon Livné

CHARLIE ADLARD

Homa Arkani

Demis Volpi

stylus buchempfehlung

Vor der Verwirklichung einer erfolgreichen

Idee steht immer eine Vision.

Spielte die Intuition eine Rolle dabei?

Woher stammt die Inspiration zur

Idee? Und wie gehen die Kreativen mit

Erfolg oder Scheitern um?

Diese und weiterreichende Fragen suchte

Thomas Hammerl in den 31 Interviews

mit renommierten Repräsentanten unterschiedlichster

Genres zu ergründen. Die

in Europa, Asien, Australien oder den USA

ansässigen Gesprächspartner offenbaren

erstmals die höchstpersönlichen Hintergründe

ihrer individuellen Schaffensprozesse

und Arbeit, die meist seit Jahren

weltweit gefragt ist – im O-Ton.

www.my-inspiration-book.com

Das Resultat: ein einzigartiger, aufgrund

seiner Nähe stets faszinierender Blick

in das Schaffen bedeutender Kreativer.

Unterhaltsam. Informativ. Zeitlos. Bereichernd.

Motivierend.

52 | 53 stylus. München 2018


stylus buchempfehlung

»EIN EI? NORMALERWEISE VERSCHWENDEN

WIR KAUM EINEN GEDANKEN AN EINES UNSERER

WERTVOLLSTEN GRUNDNAHRUNGSMITTEL.

DABEI IST DAS EI EINE HERRLICHE DELIKATESSE,

EGAL, OB GEBRATEN, GERÜHRT ODER GEKOCHT.

UND ES IST NOCH VIEL MEHR.« Luc Hoornaert

»Ei a la carte«

Text: Monika Segl | Foto: Kris Vlegels


»DAS WEISS EIN JEDER,

WERS AUCH SEI,

GESUND UND STÄRKEND

IST DAS EI.«

Wilhelm Busch

Das Ei ist einfaches Grundnahrungsmittel und herrliche Delikatesse. »Ei á

la carte« präsentiert Rezepte ausgewählter Spitzenköche aus China, Großbritannien,

Japan, Korea, der Türkei, dem Iran sowie Desserts, Klassiker

und Cocktailkreationen – von einfach bis anspruchsvoll. Zusammengetragen

von Food-Autor Luc Hoornaert, zeigen die Gerichte, welch vielfältige

Genüsse in dem Naturprodukt stecken. Es finden sich Highlights wie Eggs

Benedict, Omelett mit Trüffel, Datemaki oder Goldenes Ei und ausgefeilte

Desserts wie eine Opéra-Tarte, Baklava und fruchtige Zitronentartelettes.

Die Kreationen werden von Fotograf Kris Vlegels aufwendig in Szene

gesetzt und mit überraschenden Geschichten, Wissenswertem und Kuriosem

rund ums Ei kombiniert: Was verbindet den Osterhasen mit der

Göttin des wiederkehrenden Lichts Ostara? Sind chinesische Pidan-Eier

nun hundert oder tausend Jahre alt? Woher hat das Eclair – der Blitz –

seinen Namen? Auf jeden Fall nachahmenswerte Eier ...

Luc Hoornaert „Ei à la carte“ | Vielfältige Rezepte aus aller Welt | Fotografien von Kris Vlegels | Übersetzt von Barbara Buchwalter, Ira Wilhelm

22 x 27 cm | 192 Seiten | 230 Abbildungen | Hardcover, ca. € 34,- [D] | ca. € 35,- [A] | ISBN 978-3-944874-80-7 | März 2018


stylus buchempfehlung

BADEN BADEN

DAS ILLUSTRIERTE

BUCH „BADEN BADEN“

ZEIGT BADEZIMMER

VON HEUTE – UND WIE

AUS WASCHRÄUMEN

EIN WASCHECHTES

ZUHAUSE WIRD.

HISTORISCHES

BADEVERGNÜGEN

Douglas Mackie

Foto: Stephan Julliard


Zurücklehnen und eintauchen lautet die Prämisse. Ein Badezimmer

muss vieles können: Es soll Entspannung bieten, funktional

sein und einen müden Morgen ebenso fröhlich erwecken wie

einen Abend harmonisch ausklingen lassen. Von praktisch bis modern,

von Hightech bis Heim-Spa, ob minimalistisch oder verspielt – das Badezimmer

ist ein privater Raum, den wir individuell und ganz nach unseren

Vorlieben gestalten können. Egal, ob man nach schlichter Ästhetik oder

opulenter Kreativität sucht, nach einer Lösung fürs Gästebad oder einer

privaten Oase, in diesem Buch findet sich Inspiration für jedes Projekt.

BADEN BADEN VERSAMMELT DIE CLEVERSTEN EINRICHTER,

ZEIGT APARTE BÄDER UND ÜBERZEUGENDE KONZEPTE, DIE

GESTALTERISCHE VERVE MIT PRAKTISCHEM WISSEN VERBINDEN

– UND WIRD DAMIT ZUM ZEITGEMÄSSEN NACHSCHLAGEWERK.

TAUCHEN SIE EIN!

Jesse Bennett Studio

Foto: Sean Fennessy

Ein Bad im Freien

TECHNĒ ARCHITECTURE + INTERIOR

DESIGN Foto: Tom Blachford

BADEN BADEN | Im Badezimmer zu Hause

Herausgeber: Gestalten

Ausstattung: vollfarbig, Hardcover, fadengebunden,

256 Seiten | Format: 24 × 30 cm | Preis: € 39,90 (D)

Deutsche Ausgabe ISBN: 978-3-89955-932-3


Text: Nina Schmid | Bildmaterial: www.focus-kamin-design.de

Der Bauch

der Schlange

„Boas verschlingen ihre Beute als Ganzes, ohne zu kauen.

Danach können sie sich nicht mehr bewegen und schlafen sechs Monate

zur Verdauung.“ Antoine de Saint-Exupérys erklärt in „Der kleine Prinz“

Diese Vorstellung einer gleichmäßig schlanken Riesenschlange, deren

kugelförmige Mitte verrät, wo sich Magen und Beute befinden, hat den

Designer und Gründer der Marke Focus, Dominique Imbert, bei dem

Namen seiner jüngsten Kreation inspiriert. Pünktlich zum 50-jährigen

Bestehen der Ideenschmiede erhält ihre jüngste Schöpfung den Iconic

Award 2018, denn das edle Äußere des umweltfreundlichen Gaskamins

„Boafocus“ ummantelt ausgefeilte, saubere Technik auf der Höhe der Zeit.


Der umweltschonende Gaskamin „Boafocus“ verknüpft eine klare Gestaltungslinie mit hochwertiger, ausgefeilter

Technik. Hinter einer großflächig gewölbten Sichtscheibe, die scheinbar rahmenlos in den schwarzen Stahlkörper

des Kaminofens eingesetzt ist, präsentiert sich das Feuerbett aus Keramikscheiten. Die Bedienung erfolgt höchst

komfortabel über eine Fernbedienung, die batteriebetrieben auch bei Stromausfall für wohlige Wärme sorgt.

Dank des luftdichten Verbrennungskreislaufs eignet sich Boafocus auch für alle Arten von Niedrigenergiehäusern.

Zudem produziert die Feuerstelle keine Feinstäube, was ihren Betrieb zu jeder Zeit ermöglicht. Die guten

Leistungswerte des Kaminofens entsprechen allen europäischen und nationalen Anforderungen. Tatsächlich

gehen beim „Boafocus“ Fuß, Brennkammer und Abzug so organisch ineinander über, dass der Eindruck eines

von innen geweiteten Rohrs entsteht. Das gläserne Sichtfenster ist im gleichen Radius gewölbt wie der „Bauch“

des schläfrigen Reptils und schließt nahezu übergangslos an das Metall des Brennraums an. Dieses bis in die

feinsten Details durchkomponierte Design des neuen Gaskamin-Modells wurde folgerichtig mit dem international

renommierten Designpreis Iconic Award 2018, für „visionäre Architektur und innovative Produkte“ gewürdigt.

Die Ergebnisse der Iconic Awards gelten als anerkannte Trendbarometer für die gesamte Einrichtungsbranche.

Der Iconic Award ist eine Initiative des Rats

für Formgebung. Dieser zählt zu den weltweit

führenden Kompetenzzentren für Kommunikation

und Wissenstransfer im Bereich

Design. Weitere Informationen unter: www.

german-design-council.de


DIE WELTPREMIERE

IM werkhaus RAUBLING:

DER BOAFOCUS LIFE!

Seit vier Jahren setzt Christian Buchfellner mit seinem Unternehmen

„Chiemsee Öfen“ im werkhaus bei Raubling die außergewöhnlichen

focus-Kamine in Szene – exklusiv für ganz Bayern. Und am

9. Mai 2018 wird hier der „Boafocus“ mit einem fulminanten Event

das erste Mal präsentiert. Selbstverständlich kann man sich von

dem neuesten Meisterwerk aus der Ideenschmiede von focus auch

danach faszinieren lassen.

Chiemsee Öfen ist das einzige Unternehmen im südbayerischen Raum,

über den man focus-Kamine beziehen kann. Durch Christian Buchfellners

Engagements und handwerkliches Know-how wurde er zum Premiumhändler

für die Design-Feuerstellen von Dominique Imbert – und zwar für

alle in Deutschland zugelassenen Modelle, die in Frankreich designt und

gebaut werden.

„Selbstverständlich gehört der fachgerechte Einbau der focus-Kamine

für uns dazu, ganz egal, wo unsere Kunden zu Hause sind“, sagt Christian

Buchfellner. Seine Monteure sind überall zur Stelle, wo sie gebraucht

werden. „Damit unsere Kunden mit ihrem neuen Kamin und der Marke

focus-Design maximale Freude erleben können – mit Funktionalität und

Effizienz, aber auch mit der Optik.“

In der Ausstellung im werkhaus kann man sich aber auch über weitere Öfen

und Kamine informieren: beispielsweise traditionelle Grundöfen, hochmoderne

Gasöfen oder klassische Kachelöfen und extravagante Architekturöfen.

Besonders faszinierend ist auch die neue „focus-APP“:

Mit diesem technischen Trick kann sich jeder seinen Traumkamin direkt

ins Wohnzimmer holen: www.focus-kamin-design.de/realite-augmentee

www.chiemsee-oefen.de | www.das-werkhaus.de | www.focus-kamin-design.de


Text: Monika Segl | Foto: Erol Gurian

wie kam die

rockmacherin

eigentlich zum

mannszeug?

DER WEG FÜHRTE – WIE IMMER – ÜBER DIE FRAU ... WIE AUCH SONST!

CAROLINE LAUENSTEIN KAM VON DER ELBE AN DEN AMMERSEE UND VERLIEBTE SICH

IN DIE VIELFALT DER ALPENLÄNDISCHEN TRACHT. SO ENTSTANDEN DIE ERSTEN RÖ-

CKE IN EIGENER HANDARBEIT: EIN BEQUEMES UND ZUGLEICH FEMININES KLEIDUNGS-

STÜCK SOLLTE ES WERDEN, MIT DEM MAN IN ALLEN LEBENSLAGEN GUT ANGEZOGEN

IST. DAS ERGEBNIS: EINE MODERNE VERSION DES TRACHTENROCKS – WEIBLICH UND

UNKOMPLIZIERT, EIN TÄGLICHER BEGLEITER, GANZ GLEICH, OB ZU GUMMISTIEFELN

ODER IM OPERNSESSEL. DAMIT HAT SIE DEN NERV DER ZEIT GETROFFEN.

DIE RÖCKE KAMEN AUCH BEI DEN MÄNNERN GUT

AN – ABER ... NICHTS FÜR G’STANDNE MANNSBIL-

DER. ALSO KREIERTE DIE ROCKMACHERIN DAS

„MANNSZEUG“ – EINE TRACHT FÜR ECHTE KERLE,

ALLTAGSTAUGLICH, ROBUST UND BESTECHEND

SCHLICHT. MIT HOSEN, HEMDEN UND WESTEN,

DIE ZWISCHEN TRACHT UND ARBEITSKLEIDUNG

CHANGIEREN.


Der Rock von Caroline Lauenstein kombiniert verschiedene Trachtenstoffe zu einem figurschmeichelnden Schnitt: eine breite Passe,

den Faltenwurf etwas unterhalb der weiblichen Hüftzone angesetzt, an der Seite zu knöpfen und mit viel Liebe zum Detail aus

verschiedenen Mustern und Materialien wie Loden, Seide und Leinen zusammengestellt. Das Ergebnis: eine neue Version des Trachtenrocks,

hochwertig in Material und Verarbeitung, ein Lieblingsstück durch die einzigartige Mischung aus Tradition und Moderne.

Inzwischen bietet das Label eine ganze Modelinie: Mäntel, Jacken und verschiedene Blusen, die die Handschrift von Caroline Lauenstein tragen.

Beim Mannszeug sieht es ähnlich aus: Die Hosen aus Kord und Deutschleder sind eine Mischung aus Arbeitshose und Krachlederner, die schlichten

Hemden aus Baumwolle und Leinen, nach Möglichkeit aus kontrolliert biologischem Anbau. Hochgeschlossene Westen mit Baumwollrücken

und dezentem Jacquardmuster oder in schlichter Melange sowie stylische Hosenträger machen das Outfit komplett. Die Kollektionen werden

ausschließlich in Bayern produziert, die Baumwollstoffe in Deutschland, das Leinen kommt aus Österreich. Mit dem Kauf dieser Produkte entscheidet

sich der Kunde bewusst für kürzere Transportwege, die Stärkung der regionalen Wirtschaft, Sicherung der heimischen Arbeitsplätze,

Förderung des Handwerks und den bewussten Umgang mit unseren Ressourcen. Wir von stylus sind bereits Fans der „Rockmacherin“!

www.rockmacherin.de | www.mannszeug.de


NACHHALTIGKEIT

„… bedeutet für mich nicht nur

der respektvolle Umgang mit den

Ressourcen unserer Erde, sondern

auch die herzliche Beziehung zu den

Menschen, mit denen ich arbeite.“

Caroline Lauenstein


»Meine Objekte sind hochwertig,

persönlich und ehrlich.«

Designer Sebastian Herkner

Text: Nina Schmid | Bildmaterial: Sebastian Herkner

ER IST DER DESIGN-SHOOTING-

STAR – SEINE ENTWÜRFE FINDEN

INTERNATIONAL BEACHTUNG, SIE

VERFÜHREN UND BEGEISTERN.

SEIT SEINEM STUDIUM GESTALTET

ER OBJEKTE UND PRODUKTE, DIE

KULTURELLE KONTEXTE SOWIE

TECHNOLOGIEN UND TRADITIO-

NELLES HANDWERK MITEINAN-

DER VERBINDEN. SEIT DER GRÜN-

DUNG SEINES DESIGNSTUDIOS

ENTWIRFT HERKNER FÜR NAM-

HAFTE HERSTELLER WIE CLASSI-

CON, PULPO ODER MOROSO.

Oda ist eine riesige Stehlampe für das Wohnzimmer in den Glasfarben Opal, Grau und Amber. Das Ziel

war es, einen Ballon voller Licht zu kreieren. Fotografien von Wassertürmen der deutschen Fotografen

Bernd und Hilla Becher haben das Design inspiriert. Eine einfache und elegante Metallstruktur, die eine

mundgeblasene, getönte Glaskugel ausgleicht.


Netzwerken hat für Sebastian Herkner eine

große Bedeutung. Ihn interessieren die Vorgänge

hinter den Kulissen. „Ich finde es toll, wenn ich

die Menschen sehen kann, die etwas produzieren.

Denn sie haben die Fähigkeiten, meine Ideen

umzusetzen.“ Der respektvolle Umgang mit den

Menschen, die aus seinen Entwürfen ein Produkt

machen, ist unter anderem auch sein Erfolg.

»ES IST KEIN BERUF, WAS ICH

MACHE. DAS IST LEIDENSCHAFT.

ICH ATME DAS. ICH BRAUCHE

DAFÜR KEINE DISZIPLIN. BRAUCHT

MAN DISZIPLIN, BEDEUTET DAS,

DASS ES KEINEN SPASS MACHT.«

Sebastian Herkner

Unter dem Namen „edition van Treeck“ entstehen

Designobjekte aus veredeltem Glas – das Sebastian

Herkner Studio arbeitete zum ersten Mal mit

der Bayerischen Hofglasmalerei zusammen, was

zu einem farbenfrohen Ergebnis geführt hat: die

Beistelltische Pastille. Sie sind hängende Tropfen

aus farbigem Glas, die ihre Inspiration in der

Besonderheit der Glasschmelztechnik gefunden

haben. Die leicht gefärbten Schatten, die auf dem

Boden hinterlassen werden, enthüllen die

Kunstfertigkeit hinter dem Objekt.

66 | 67 stylus. München 2018


»ICH WILL KEIN EINFACHES

DESIGN MACHEN, DAS IMMER

GUT ANKOMMT. IMMER

NUR ZU GEFALLEN, IST LANG-

WEILIG.« Sebastian Herkner

Bestes Beispiel für Sebastian Herkners

Designansatz ist der Bell Table. Er stellt den

gewohnten Umgang mit Materialien auf

den Kopf: Hier wird der Tischfuß zur prägnanten,

farbig-transparenten Glasform,

auf dem ein Metallkörper aufliegt. Das Glas

erzeugt eine schwebender Leichtigkeit, und

der traditionell in einer Holzform geblasene

Glasfuß und der gedrückte Metallkörper

treten in einen spannenden Kontrast. Der

Bell Table ist ein Meisterwerk traditioneller

Handwerkskunst. Jeder Tisch ist handgefertigt,

deshalb sind auch kleinere Bläschen

oder Unebenheiten ein typisches Merkmal.

Sebastian Herkner gestaltete diesen faszinierenden

Beistelltisch für den bayerischen

Hersteller ClassiCon. Der mundgeblasene

Glasfuß in verschiedenen Farben

wurde in der Glasmanufaktur Freiherr

von Poschinger hergestellt.

www.sebastianherkner.com


www.moebelwerkstatt.de

Ständige Ausstellung im werkhaus:

Rosenheimer Str. 32, 83064 Raubling

Tel: +49 (0) 8035 907 121

info@moebelwerkstatt.de


architecture around the world

Text: Monika Segl | Bildmaterial:www.whitakerstudio.co.uk

SCHIFFSCONTAINER

IN DER WÜSTE


VOR EINIGEN JAHREN ENTWARF DER LONDONER ARCHITEKT

UND DIGITALKÜNSTLER JAMES WHITAKER EINEN AUS SCHIFFS-

CONTAINERN GESTALTETEN BÜRORAUM – DAS PROJEKT WUR-

DE JEDOCH NIE GEBAUT. ALS CHRIS HANLEY, EIN AMERIKANI-

SCHER FILMPRODUZENT, DAVON ERFÄHRT, IST ER BEGEISTERT.

NUN WIRD SEIN FERIENDOMIZIL IN DER WÜSTE, WENIGE AU-

TOSTUNDEN VON LOS ANGELES ENTFERNT, AUS GENAU DIESEN

SCHIFFSCONTAINERN DESIGNED.


architecture around the world

„Jeder Container ist so

ausgerichtet, dass er den Blick

über die Landschaft

maximiert“, sagt Whitaker.

Auf dem 2.000-Quadratmeter-Grundstück

in der südkalifornischen Wüste

liegen die weißen, gespreizten Container

sternenförmig in einer kleinen, vom Regenwasser

geschaffenen Schlucht. Die

Luxus-Heimat „Joshua Tree Residence“

verfügt über drei Schlafzimmer, eine Küche,

ein Wohnzimmer und eine mit Solarzellen

überdachte Garage, um das Haus

mit Strom zu versorgen. Der in London ansässige

Designer berücksichtigte auch die

Windrichtung des Gebiets, um das Haus

als Barriere zu nutzen und einen privaten

Whirlpool in den Hang zu legen. Das Innere

des spektakulären Baus ist modern

designed und sehr luxuriös.

Die Idee für das Design entstand bereits

2010 für ein Start-up-Agenturbüro in

Deutschland, aber die Werbeagentur

nahm nie ab, und so wurde die Idee auch

nie umgesetzt.

„Als sich mein amerikanischer Kunde mit

mir in Verbindung setzte, begann ich, die

zerklüftete Landschaft von Joshua Tree zu

betrachten – es war der perfekte Ort, um

das Design zu überdenken“, sagt Whitaker.

„Ein Filmproduzent als Kunde kann sich

mit kreativen Projekten auseinandersetzen,

also in vielerlei Hinsicht der Traumpartner.“


Durch „Upcycling“ wird aus alten Seecontainern

ein wertvoller Baustoff. Sie sind

praktisch, es gibt sie in großer Stückzahl,

und sie sind durch ihre Standardisierung

leicht zu verbauen. Das entdecken immer

mehr Architekten und Designer und bauen

Neues aus alten Schiffscontainern.

Der standardisierte Seecontainer ist meist der

ISO-Container 668. Von diesen nach internationalem

Standard genormten Frachtcontainern

aus Stahl gibt es weltweit etwa 15 Millionen

Exemplare. Sie haben eine Innenabmessung von

12,032 Metern in der Länge und 2,352 Metern

in der Breite und bieten eine Höhe von 2,385

Metern. Damit bieten sie auf einer Fläche von

28,3 Quadratmetern eine akzeptable Deckenhöhe.

Wem das noch nicht reicht, dem sei gesagt:

Die 40-Fuß-Container gibt es auch als High-Cube-Container

mit einer Deckenhöhe von 2,896

Metern.

Ein großer Vorteil der Cargo-Container ist ihre

Modularität: Sie sind strengen ISO-Normen unterworfen,

um problemlos gestapelt zu werden.

Außerdem sind sie extrem robust, um sie übereinander

zu stapeln, und ihre Oberfläche aus

korrosionsgeschütztem Stahl kann den rauesten

Witterungsbedingungen auf hoher See trotzen.

Preislich können die Frachtcontainer mit vielen

anderen Baustoffen konkurrieren – und der Designaspekt

ist einmalig!

72 | 73 stylus. München 2018


architecture around the world

Text: Nina Schmid | Bildmaterial: Santambrogiomilano

The Glass House

„DER MENSCH SOLL SICH VOLLKOMMEN

AUF DIE NATUR EINLASSEN. LEBEN IM

WALD, TAG UND NACHT, MIT SONNE UND

REGEN, MIT WIND, EIS UND SCHNEE,

DER TRAUM VOM WALD WIRD ZUM

WOHNHAUS.“

Carlo Santambrogio, Santambrogiomilano


architecture around the world

Seit 2003 arbeitet die „Design-Werkstatt“ Santambrogiomilano mit dem magischen Material Glas. Das Architekten-Duo

Carlo Santambrogio und Ennio Arosio entwickelt und kreiert außergewöhnliche, transparente Designobjekt – wunderbare,

exklusive Unikate, die in allen Bereichen des täglichen Lebens Platz finden.

Besondere Aufmerksamkeit erlangte das „Glass-House“ mit ausschließlich

gläsernem Interieur – Badewanne, Bett, Couch und Herd – alles ist gläsern

wie in einem modernen Märchen. „Einfachheit ist“, sagen die Architekten,

„wenn im Akt des Schaffens eines Wohnhauses die Materie transparent

wird, zu einem Medium für ästhetische Werte, zu Bühne und Theater der

Repräsentation.“ Das gläserne Hauskonzept kann fast überall auf der Welt

gebaut werden. Es besteht aus der innovativen Glaskollektion SIMPLICITY,

einem extra klarem Material, hergestellt von Saint Gobain. Dieses getemperte

und laminierte Glas wurde wegen seiner extremen Reinheit und Helligkeit

Diamant genannt.

Die große Besonderheit des Glashaus-Projekts ist, dass man einen Rund-um-Kontakt mit der Natur haben kann – und zwei

Minuten später die absolute Privatsphäre. Möglich macht dies das spezielle Material Privalite-Glas, das in der Lage ist, mit

einem Klick transparentes Glas in ein mattes zu verwandeln und somit den Ein- und Ausblick zu verhindern. Natürlich sind

diese totalen Glasbauten nicht für dichte städtische Gebiete gedacht, sie sollen eine Art unsichtbare Hülle schaffen für ein

Haus mitten in der Natur.

www.santambrogiomilano.com


architecture around the world

Hier entsteht der

schlankeste Skyscraper

Text: Nina Schmid | Bildmaterial: SHoP Architects

111 West 57th Street addresses Central Park and

Manhattan – das ist schon eine „extraordinäre“ Adresse,

mitten im Herzen von Midtown Manhattan,

und besteht aus dem historischen Steinway-Gebäude,

das harmonisch in einen neuen Luxus-Turm integriert

wird. Ab einem 10:1-Verhältnis von Gebäudehöhe

zu Grundfläche gilt ein Wolkenkratzer als „super

slender“. Und das trifft für „111 West 57th Street“

zu: Nach seiner für 2019 geplanten Fertigstellung soll

das Hochhaus das weltweit schlankeste und mit 438

Metern das höchste New Yorks sein.

Entworfen wurde der Skyscraper vom Architektenbüro

SHoP Architects, die unter anderem auch das

Barclays Center in Brooklyn konzipiert haben.

Die Form des Turms ergibt sich aus einer unkonventionellen

Interpretation dessen, was möglich ist. Es

wurden auch neue Wege beschritten, um die Möglichkeiten

von Terrakotta zu nutzen, eines der flexibelsten

und schönsten Materialien aus dem Goldenen

Zeitalter des Wolkenkratzers in Manhattan.


Die Blöcke werden extrudiert sowie verglast und dann an den Ost- und Westfassaden zu wellenförmigen

„Pilastern“ gestapelt, deren versetzte Wellen zu einem subtilen und unverwechselbaren

Moiré-Muster verschmelzen. Jeder Pilaster steigt zu einem der oben genannten Rückschläge auf,

sodass sich der Turm beim Aufsteigen zu dematerialisieren scheint. Zwischen ihnen wechseln sich

senkrechte, mit Bronze getrimmte Bänder ab. Im Norden und Süden wird der Blick auf die Stadt

und den nahegelegenen Central Park durch die Verwendung von sauber gegliederten Glaswänden

maximiert. Die Grundfläche des Gebäudes wurde so kompakt wie möglich gehalten und von der

Straße aus gut positioniert, um das denkmalgeschützte Steinway Building an seiner Basis zu respektieren

und zu bewahren.

Das Ergebnis ist ein einzigartiges Superslim: eine Übung im sensiblen Urbanismus, der kreative

Einsatz von Technologie und ein Stolz, der nur in Manhattan zu finden ist.

www.shoparc.com


Das Metropolmagazin.

Architektur. Interieur. Design. Fotografie. Lebensstil.

Showroom for Interior & Exterior Brands

Impressum

stylus. Das Metropolmagazin. Ausgabe München.

Herausgeber

cre.do. think tank

Schlanderweg 1 · 83703 Gmund

kontakt@stylus-das-magazin.com

USt-IdNr.: DE 309 41 48 99

Chefredaktion

Nina Schmid · Plinganserstr. 19 · 81369 München

redaktion@stylus-das-magazin.com

Telefon +49 89 78 74 92 24

Mobil +49 170 44 10 935

Redaktion

Markus Noldes · Monika Segl · Nina Schmid

Grafik/Layout

Nina Schmid · Konzeption & Grafik

www.nina-schmid.de

Lektorat

Angela Braun, Schliersee · www.lektorat-braun.com

Leiter Media & Strategie

Sonja Lux · lux@stylusmagazin.com

Mobil +49 163 825 70 13

Druck

Fromm Druck- und Verlagshaus

www.druckhaus-fromm.de

Erscheinungsweise

Drei Ausgaben 2018

Urheber- und Verlagsrechte

Das Magazin und alle in ihm enthaltenen einzelnen

Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich

geschützt. Jede Verwertung außerhalb der durch

das Urheberrechtsgesetz festgelegten Grenzen ist

ohne Zustimmung von stylus München unzulässig.

Für Inhalte auf verlinkte fremde Webseiten trägt

stylus München keine Verantwortung. Die gültigen

Geschäftsbedingungen von stylus München stehen

unter www.stylus-das-magazin.com zur Verfügung.

Der redaktionelle Inhalt wird sorgfältig erarbeitet.

Dennoch wird für die Richtigkeit von Angaben

sowie für Druckfehler keine Haftung übernommen.

@ stylus ist eine eingetragene Marke von Thomas Seitz

und Ingo Kabutz

Fruchthof München

2. Innenhof, 2. Etage

Gotzinger Straße 52b

81371 München

089 39 29 17 96

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag

9:00-17:00 Uhr

www.designerwerkschau.de


STYLUS

VORSCHAU

In unserer Sommerausgabe, die im Juli 2018 erscheinen wird, beschäftigen

wir uns mit dem Thema COLOURS – Farben in allen

Bereichen: in der Architektur, im Möbeldesign, bei Accessoires und

räumlicher Gestaltung.

Das ist ein sehr spannendes und umfassendes Thema, denn Farbe ist

ein Phänomen aber zugleich auch ein Medium der visuellen Kommunikation

und hat auf uns Menschen einen enormen Einfluss: sie kann

Emotionen oder Erinnerungen wecken und die Wohnatmosphäre

positiv oder negativ beeinflussen. Dabei ist die Wahrnehmung von

Farbe zunächst eine sehr individuelle Angelegenheit und stark vom

persönlichen Geschmack abhängig. Seien Sie gespannt!

Wir freuen uns auch über Themenvorschläge von Architekten und

Designern aus der Region München und Umgebung zu unseren

Schwerpunkten „Farbe · Architektur · Design“.

Bitte senden Sie Ihre Anregungen und Ideen bis zum 10. Juni 2018

an: kontakt@stylus-das-magazin.com.

Apropos:

Schauen Sie doch mal auf unser neues Online-Portal:

www.stylus-das-magazin.com

Hier können Sie sich von unseren neuesten Beiträgen rund um Architektur,

Design, Lebensart und Lifestyle inspirieren lassen.

stylus Abo

Bezugsmöglichkeiten

stylus München erscheint dreimal jährlich und wird im Raum München im gehobenen

Einzelhandel, in der exklusiven Gastronomie, in Arztpraxen, Rechtsanwalts- und Steuerkanzleien,

Architekturbüros, bei Immobilienmaklern, bei Dienstleistern und kulturellen

Einrichtungen kostenlos zur Mitnahme ausgelegt.

Jetzt bestellen für einen

Jahresbeitrag von 26 Euro.

kontakt@stylus-das-magazin.com.

Alle Infos unter

www.stylus-das-magazin.com

Urheber- und Verlagsrecht

Das Magazin und alle in ihm enthaltenen einzelnen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich

geschützt. Jede Verwertung außerhalb der durch das Urheberrechtsgesetz festgelegten Grenzen ist ohne

Zustimmung von stylus München unzulässig. Für Inhalte auf verlinkte fremde Webseiten trägt stylus München keine Verantwortung.

Die gültigen Geschäftsbedingungen von stylus München stehen unter www.stylus-das-magazin.com zur Verfügung.

Gebrauchsnamen

Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen und dergleichen in diesem Magazin berechtigt nicht

zu der Annahme, dass solche Namen ohne Weiteres von jedermann benutzt werden dürfen. Oft handelt es sich um gesetzlich geschützte,

eingetragene Warenzeichen, auch wenn sie nicht als solche gekennzeichnet sind.


Unsere Experten dieser Ausgabe:

Hier finden Sie die Köpfe und Unternehmen, die den Input für unsere Ausgabe gegeben haben:

Architekten, Designer, Innenarchitekten, Gewerke ... und ihre Projekte. Und selbstverständlich die

Kontaktinformationen gleich dazu. Egal was Sie suchen – bei stylus finden Sie es.

Architekt Titus Bernhard

www.titusbernhardarchitekten.com | Foto: Jens Weber & Orla Connolly

Architekturbüro Cukrowicz Nachbaur

www.cn-architekten.at

Architekturbüro obermoser arch-omo zt gmbh

www.arch-omo.at | Foto: Rudi Wyhlidal

Architekt Peter Pichler

www.peterpichler.eu | www.mirror-houses.com | Foto: Oskar Da Riz

casa idea

www.casa-idea.de

Chiemsee Öfen im werkhaus

www.chiemsee-oefen.de

COR interlübke München

www.cor-interluebke.de

Designer Sebastian Herkner

www.sebastianherkner.com

Designerwerkschau | Glas Trösch

www.designerwerkschau.de

Die Möbelwerstatt im werkhaus

www.diemöbelwerkstatt.de

Die Rockmacherin

www.rockmacherin.de | www.mannszeug.de | Foto: Erol Gurian

ECONTROL® – Sonnenschutz mit dimmbarem Glas

www.econtrol-glas.de

Feuerring

www.feuerring.ch

Focus Kamine

www.focus-kamin-design.de

Glass Design Luxury Architecture

www.santambrogiomilano.com

Hutkreation Eisenblätter & Triska

www.eisenblaetter-triska.de | Foto: A. Birkenholz | C. Göpperl | E. Höpfl

Ippolito Fleitz Group

www.ifgroup.org

Izakaya Restaurant

www.izakaya-restaurant.com

Licht im werkhaus

www.licht-im-werkhaus.de

Michel Bäder

www.michel-baeder.de

Motel One München

www.motel-one.com | Fotograf: Zooey Braun | www.zooeybraun.de

Occhio

www.occhio.de

Rimadesio

www.rimadesio.com

Röthig & Röthig Immobilien

www.roethig-immobilien.de | Fotos: Carolin Tietz

USM

www.usm.com

Von Poschinger Glasmanufaktur

www.poschinger.de | @ Fotostudio Eder

werkhaus Raubling

www.das-werkhaus.de

Zierath Spiegelmanufaktur

www.zierath.de

www.stylus-das-magazin.com


Occhio LED: Energieeffizienzklasse A+

occhio.de/mito

Ständige Ausstellung im Werkhaus:

Rosenheimer Str. 32

83064 Raubling

Tel: +49 (0) 8035 907 121

Fax: +49 (0) 8035 907 129

www.licht-im-werkhaus.de


Make it yours !

USM pfl egt die wohlüberlegte Reduktion: klassisches

Design, klare Formen, unaufdringliche Eleganz.

Böhmler Einrichtungshaus GmbH, Tal 11, 80331 München

Tel. +49 89 2136 -0, info@boehmler.de, www.boehmler.de

Böhmler Büro und Objekt GmbH, Tal 11, 80331 München

Tel. +49 89 856329-40, info.bbo@boehmler.de, www.boehmler.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine