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Auszug aus dem PSA-Handbuch 2017/2018

VORWORT VORWORT Rund 4,9

VORWORT VORWORT Rund 4,9 Millionen Versicherte sind der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) anvertraut, 2,9 Millionen unselbständig Erwerbstätige (davon mehr als 1,2 Millionen Arbeiterinnen und Arbeiter und über 1,6 Millionen Angestellte) 500.000 Millionen Selbständige sowie 1,4 Millionen in Ausbildung Stehende vom Kindergarten bis zum Studienabschluss. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als gesetzliche Unfallversicherung aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der AUVA – die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten senkt die Kosten für die drei weiteren Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten. Die Prävention liegt der AUVA auch deshalb besonders am Herzen, da mit ihrer Hilfe menschliches Leid verhindert werden kann, bevor es entsteht. Für den Unternehmer bedeutet dies auch, dass keine Ausfallszeiten durch Krankheit entstehen. Die Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) trägt wesentlich zur Vermeidung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten bei. Wichtig ist, darauf zu achten, dass die verwendete Schutzausrüstung die jeweiligen individuellen Anforderungen erfüllt und ein Maximum an Trage komfort aufweist. Denn nur so findet die Persönliche Schutzausrüstung auch die Akzeptanz bei all jenen, die sie regelmäßig verwenden müssen. Und gerade das konsequente Tragen der PSA muss an oberster Stelle stehen, um sicheres und gesundes Arbeiten zu gewährleisten. Das Handbuch „Persönliche Schutzausrüstung“ bietet einen kompakten Überblick über Eigenschaften und Nutzen von PSA und ist ein bewährtes Nachschlagewerk. Je funktioneller und individueller die Schutzausrüstung, umso eher wird sie getragen und kann ihren Zweck optimal erfüllen. Im Interesse der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit wünsche ich der Neuauflage dieses Handbuchs viel Erfolg. KommR DDr. Anton Ofner Obmann der AUVA 10

AUSWAHLTIPPS VORWORT Schritt für Schritt zur richtigen PSA-Auswahl Gehen Sie bei Auswahl und Verwendung von PSA schrittweise vor: Schritt 1: Evaluieren Sie alle Arbeitsplätze auf mögliche Gefahren für Ihre Mitarbeiter/innen; beschließen Sie die erforderlichen Maßnahmen zur Vermeidung oder Verringerung dieser Gefahren nach dem sogenannten „S-T-O-P Prinzip“ (Substitution – Technische Maßnahmen – Organisatorische Maßnahmen – Persönliche Maßnahmen). Schritt 2: Legen Sie fest, welche Arten von PSA an welchen Arbeitsplätzen und für welche Mitarbeiter/innen benötigt werden, um den erforderten Schutz gegen bestehende Restrisiken zu gewährleisten. Schritt 3: Beachten Sie die einschlägigen aktuellen Normen, Verordnungen, Richtlinien und Her stellerhinweise. Achtung: Normen legen nur Mindestanforderungen fest. Schritt 4: Überprüfen Sie anhand der Kennzeichnungen und Gebrauchshinweise die zu erwartende Schutzwirkung der angebotenen PSA und gleichen Sie diese mit Ihren Anforderungen ab. Wichtig: PSA darf nur für jene Zwecke und unter jenen Bedingungen eingesetzt werden, für die sie nach den Angaben des Herstellers bestimmt ist. Schritt 5: Bedenken Sie, dass die PSA über einen längeren Zeitraum getragen werden soll/muss und räumen Sie daher den Faktoren Tragekomfort, Passform und Qualität einen hohen Stellenwert ein. Schritt 6: Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter/innen bei der Auswahl der geeigneten passenden PSA – z. B durch Tragetests – ein! Sie erreichen damit mehr Trageakzeptanz und somit eine höhere Tragequote. Durch entsprechende Einschulungen und Unterweisungen müssen alle PSA-Anwender über deren Anwendung und Schutzwirkung Bescheid wissen. Schritt 7: Vergessen Sie nicht auf die vorgeschriebenen PSA-Überprüfungen auf deren Tauglichkeit und Schutzwirkung (gegebenenfalls Ablaufdatum/Einsatzdauer beachten!). Ebenso sind bei jeder Änderung des Arbeitsprozesses oder der Gefährdungsart zu überprüfen, ob die im Einsatz befindliche PSA noch geeignet ist bzw. deren Schutzwirkung ausreicht. 11

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