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Auszug aus dem PSA-Handbuch 2017/2018

SCHUTZKLEIDUNG 1.

SCHUTZKLEIDUNG 1. Allgemeines Der menschliche Körper ist während des Arbeitsprozesses vielfältigen Gefahren ausgesetzt. Daher ist es meist unerlässlich, zweckmäßige, physiologisch einwandfreie und qualitativ hochwertige Bekleidung zur Verfü gung zu stellen. Die Auswahl der richtigen Schutzkleidung kann dazu beitragen, Berufskrankheiten zu verhindern. 2. Gesundheitliche Risiken Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Risiken: Mechanische Risiken entstehen durch Strahlmittel, Anstoßen, unentgratete, spitze oder scharfkantige Werkstoffe, Werkstü cke, Werkzeuge sowie bei Transportvorgängen oder beim Verfangen in beweglichen Teilen. Die Folgen sind häufig Schnitt- und Stichverletzungen, Hautabschü rfungen, Prellungen oder Quetschungen. Chemische und biologische Risiken entstehen beim Umgang mit festen, flü ssigen oder gasförmigen Stoffen, z. B. durch Säuren, Laugen, Fette, Öle, Lösemittel, Schmiermittel, Trennmittel, Mikroorganismen usw. Die Schädigungen hängen von Art, Konzentration und Einwirkungsdauer ab. Thermische Risiken entstehen im Wesentlichen durch Kälte, offene Flammen, Wärmestrahlung und Wärmeleitung. Kalte, heiße, feste oder flü ssige Werkstoffe können – abhängig von ihrer Temperatur sowie der Menge der ü bertragenen Wärme/Kälte – Verletzungen in Form von Verbrü hungen, Verbrennungen oder Erfrierungen unterschiedlichen Grades verursachen. Elektrische Risiken treten beim Umgang mit spannungsfü hrenden Teilen an Betriebsmitteln oder -einrichtungen auf. Strahlungsrisiko entsteht durch ionisierende Strahlen und/oder radioaktive Kontamination, UV- und IR-Strahlung, elektromagnetische Strahlung, Mikrowellen. 83

FUSS-SCHUTZ 1. Allgemeines Sturz und Fall stehen in nahezu allen Unfallstatistiken leider nach wie vor an erster Stelle, wobei sehr oft schlechtes Schuhwerk der Auslöser für schwere Unfälle ist. Hinzu kommen Verletzungsgefahren durch Herab- oder Umfallen schwerer und/oder spitzer Gegenstände sowie durch Ausrutschen und Umknicken. Ebenso können durch das Eintreten spitzer, scharfer Fremdkörper (z. B. auf Baustellen) sowie durch Kontakt mit heißen Flüssigkeiten, Gegenständen oder Untergründen, Fußverletzungen verursacht werden. 2. Gesundheitliche Risiken Die Gefahrenquellen für unsere Füße sind vielfältig und umfassen mechanische, chemische, thermische und elektrische Einwirkungen. Zudem sind Fußverletzungen auch nicht an bestimmte Tätigkeiten oder Berufe gebunden – man muss also immer damit rechnen, wenn Gefährdungen durch • Stoßeinwirkung, • Einklemmen, • umfallende, herabfallende oder abrollende Gegenstände, • Hineintreten in spitze und scharfe Gegenstände, • heiße Stoffe, • aggressive Flüssigkeiten oder • unebene, rutschige Böden nicht auszuschließen sind. 3. Normen und Kennzeichnung Sicherheits- und Berufsschuhe fallen je nach Einsatzgebiet unter die PSA-Kategorie II und III. Eine weitere Unterscheidung erfolgt nach den verwendeten Materialien: Schuhe der Klasse I bestehen im Oberteil aus Leder oder anderen Materialien; Schuhe der Klasse II bestehen im Ganzen aus Gummi oder aus Kunststoff (PVC, PUR). Sicherheitssandale S1 Sicherheitshalbschuh S2 Hoher Sicherheitssschuh S3 99

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