Aufrufe
vor 3 Monaten

Auszug aus dem PSA-Handbuch 2017/2018

VORWORT VORWORT

VORWORT VORWORT ArbeitnehmerInnenschutz ist der Arbeiterkammer besonders wichtig. Es geht darum, durch vorbeugende Maßnahmen Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Erkrankungen zu vermeiden. Seit Inkrafttreten des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes mit 1. Jänner 1995 ist ein deutlicher Rückgang der Zahl der Arbeitsunfälle zu beobachten. Für die praxisgerechte Anwendung müssen einzelne Teilbereiche des ArbeitnehmerInnenschutzes mittels Durchführungsverordnungen konkretisiert werden. Denn klare Regeln sorgen für eine einfachere Umsetzung und für mehr Sicherheit in den Betrieben. Die Verordnung Persönliche Schutzausrüstung (PSA-V) regelt die Auswahl, Prüfung und sichere Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung und entspricht damit einer langjährigen Forderung von Arbeiterkammern und Gewerkschaften. Grundlage für gelebten ArbeitnehmerInnenschutz ist die Arbeit der Sicherheitsfachkräfte, ArbeitsmedizinerInnen, Arbeits- und OrganisationspsychologInnen, Betriebsräte und Sicherheitsvertrauenspersonen. Eine besondere Bedeutung für die Einhaltung des ArbeitnehmerInnenschutzes kommt auchden ArbeitsinspektorInnen zu. Sie sorgen mit ihren Kontrollen dafür, dass die Schutzvorschriften für die Beschäftigten gewahrt bleiben. Diese Strukturen stellen auch in Zukunft die Basis für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit dar. Unbestritten ist auch, dass ArbeitnehmerInnenschutz nur gemeinsam mit den Beschäftigten umgesetzt werden kann. Die aktive Einbindung der ArbeitnehmerInnen bei der Auswahl von geeigneter persönlicher Schutzausrüstung erhöht die Akzeptanz, wodurch die Tragequote steigt. Die vorliegende Broschüre bietet Ihnen wertvolle Hilfestellungen für die Auswahl verfügbarer persönlicher Schutzausrüstungsgegenstände. Sie soll Unternehmer, Betriebsrat und Sicherheitsvertrauenspersonen im Vorfeld der Investitionsentscheidung unterstützen, um Fehlinvestitionen beim Ankauf nicht geeigneter Schutzausrüstungen zu vermeiden. Gesundheit ist das wertvollste Gut des Menschen. Wir werden deshalb auch in Zukunft ein verlässlicher Partner für einen wirksamen ArbeitnehmerInnenschutz sein. Rudi Kaske Präsident der Bundesarbeitskammer Fotocredit: Katharina Schiffl 6

VORWORT Sicherheit am Arbeitsplatz ist die Voraussetzung für produktives Arbeiten und mitverantwortlich für gesunde Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Als deren berufliche Interessensvertretung ist es dem ÖGB ein großes Anliegen, dass Beschäftigte über die richtige und sichere Anwendung der Schutzausrüstung informiert werden. Doch ebenso sollen betroffene ArbeitnehmerInnen bei der Auswahl und Verwendung der Schutzausrüstung mitbestimmen können. Mithilfe dieser Broschüre kann mehr aktive Beteiligung im Gesundheitsschutz und in den Fragen der Sicherheit erzielt werden. Besonders wichtig für den ÖGB ist auch die Verringerung arbeitsbedingter psychischer Belastungen. Diese führen zu Krankheiten, die nicht nur für viele Krankenstandstage verantwortlich sind. Auch mehr als 60 Prozent aller Arbeitsunfälle sind auf Stress zurückzuführen. Die verpflichtende Evaluierung der psychischen Belastungen hat dazu geführt, dass z. B. stressbezogene Ursachen von Arbeitsunfällen leichter herausgefunden werden können. Neben ArbeitsmedizinerInnen und Sicherheitsfachkräften werden nun auch verstärkt Arbeits- und OrganisationspsychologInnen zur Evaluierung beigezogen. Ziel dabei ist, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und krankmachende Abläufe zu vermeiden. Davon profitieren alle: ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen. Studien des Europäischen Gewerkschaftsinstituts (ETUI) zeigen, dass in der EU jährlich etwa 102.500 Menschen an arbeitsbedingten Krebserkrankungen sterben. Dies übersteigt die Anzahl der tödlichen Arbeitsunfälle in der EU um das Zwanzigfache. Für Österreich wird vom ETUI eine Zahl von jährlich 1.820 Todesfällen aufgrund einer arbeitsbedingten Krebserkrankung genannt. Obwohl diese Zahl eine Schätzung darstellt und auf einer Hochrechnung von aggregierten EU- Daten basiert, wird hier deutlich, dass diesbezüglich auch für Österreich dringender Handlungsbedarf besteht. Um einen zeitgemäßen Gesundheitsschutz der ArbeitnehmerInnen zu erreichen, gilt es, eine „moderne“ Grenzwertsetzung zu implementieren. Weg von den alten TRK-Werten, hin zu risikobasierten Grenzwerten. Bei der heute anerkannten Vorgangsweise der Festlegung risikobasierter Grenzwerte wird unabhängig von den Stoffen zuerst durch politischen Konsens festgelegt, welches Krebsrisiko in Folge der Arbeit maximal als gesellschaftlich tragbar angesehen wird. ArbeitgeberInnen haben die notwendigen Kosten für die Sicherheit und Gesundheit im Betrieb zu tragen. Die Gefahrenquellen müssen ermittelt und beseitigt werden. Aber nicht alle Gefahrenquellen können aus dem Weg geräumt werden. In solchen Fällen müssen Schutzausrüstungen die Sicherheit der ArbeitnehmerInnen gewährleisten. Dabei ist auch die Auswahl sehr wichtig. Die Schutzausrüstungen sollen am Stand der Zeit sein und den Bedürfnissen der Beschäftigten entsprechen. VORWORT Erich Foglar ÖGB-Präsident 7

BG-Regel Benutzung von Schutzkleidung
En-Leitfaden herunterladen - Ansell Healthcare Europe
EN-Leitfaden herunterladen - Ansell Healthcare Europe
EN-Leitfaden herunterladen - Ansell Healthcare Europe
EN-Leitfaden herunterladen - Ansell Healthcare Europe
En-Leitfaden herunterladen - Ansell Healthcare Europe
EN-Leitfaden herunterladen - Ansell Healthcare Europe
2012_06_26_ Handbuch Auszug Vision & Mission
GUV-R 189 - Regelwerk des Bundesverbandes der Unfallkassen ...
Benutzung von Schutzkleidung - Eisenbahn-Unfallkasse
Benutzung von Schutzkleidung GUV-R 189 Regel
als PDF herunterladen - Arbeitssicherheit.de
GUV-R 189 - Regelwerk des Bundesverbandes der Unfallkassen ...