27.04.2018 Aufrufe

Tempo Herbst 2018

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

DAS VIERTE PROGRAMM

HERBST 2018

TEMPO

BÜCHER


»DIE WELT IST EIN EINZIGER GROSSER

TEXT, UND UNSERE AUFGABE IST ES,

DIESEN TEXT ZU LESEN.«

MAX WOLF, GLÜCKSREAKTOR


TEMPO

DAS VIERTE

PROGRAMM

10

6

EIN PULSIERENDES DEBÜT

In Max Wolfs erstem Roman trifft Rave auf

Tschick – und Fred auf die Technokultur

der Neunziger.

DIE ABENTEUER EINER

DENKENDEN FRAU

»Es scheint, als gäbe es in der Wildnis

etwas Bedeutendes zu lernen, das aber

ausschließlich Männern zugänglich ist.«

Für Leser von Laurie Penny und

Jon Krakauer.

14

EIN LITERARISCHER

PARFORCERITT VON

FITZCARRALDO’SCHEN

AUSMASSEN

Der unvergleichliche Ned Beauman

erzählt voller anarchischem Humor von

der Grenzenlosigkeit menschlicher Gier

und Rivalität.

18

EIN FANTASTISCHER UND FANATISCHER AUTOR

Uwe Kopf war Textchef von Tempo. In seinem ersten und letzten Roman

erzählt er die Geschichte seines Bruders, umkreist das Scheitern und findet

trotzdem jede Menge leuchtende Momente.


HERBST 2018

22

BESTIMMUNG

Die ultimative Anleitung zur Unternehmensgründung

mit Sinn, die Lust

macht, die Ärmel hochzukrempeln und

die Welt zu verändern.

24

STORY

Eine Drehbuchautorin aus Hollywood

erklärt, wie aus jeder Geschichte eine

großartige werden kann.

26

DESIGN

Ein Handbuch über nachhaltiges Design,

das klar macht, weshalb Schönheit kein

Luxus, sondern eine Notwendigkeit ist.


LITERATUR

»GLÜCKSREAKTOR«

IST REBELLION, RAVE

UND EKSTASE – EIN

LESERAUSCH, DER

EINEN VÖLLIG

ENERGETISIERT

ERWACHEN LÄSST.

Ein Roman über elektronische Musik,

über Freundschaft, Freiheit und die

immerwährende Sehnsucht nach

dem echten Leben.

Sommer 1994 in der fränkischen Provinz, Punk ist tot, und eine

Elektrowelle schwappt im Vierviertelbeat über Deutschland.

Fred ist siebzehn, steht auf Physik, Marihuana und die Freundinnen

seiner Mutter und ist bereit alles zu tun, um gegen das

Ameisenleben seiner Eltern aufzubegehren. Er will sprudeln,

er will hochfrequent vibrieren, er will seine Glücksbarometer

auf Maximalausschlag bringen. Mit seinem besten Freund

Nick entdeckt er den Technoclub Das Boot und Ecstasy –

den perfekten Gegenentwurf zur kleinbürgerlichen Tristesse

der Erwachsenen. Vor allem Fred taucht immer tiefer ein in

diese hedonistische und selbstzerstörerische Szene. Bis seine

Rebellion zum Kampf gegen die physikalischen Naturgesetze

wird – ein Kampf, in dem das Thema Energie eine entscheidende

Rolle spielt und Fred Gefahr läuft, seinen besten Freund

und am Ende sich selbst zu verlieren.

MAX WOLF, geboren 1976 in der Schweiz, aufgewachsen in

Süddeutschland. Er studierte Volkswirtschaftslehre und Biologie

in Mannheim, Heidelberg und Berkeley und promovierte

in Evolutionsbiologie in den Niederlanden. Seit 2011

arbeitet er an einem Leibniz-Forschungsinstitut in Berlin

und ist für seine Arbeiten im Bereich der Verhaltensforschung

mehrfach mit international renommierten Preisen

ausgezeichnet worden. Glücksreaktor ist sein erster Roman.


7

MAX WOLF

GLÜCKSREAKTOR

Roman ca. 240 Seiten, gebunden Warengruppe 1112

ISBN 978-3-455-00439-7 Euro 20,– [D] / 20,60 [A] 14. August 2018


LESEPROBE / MAX WOLF

WIR SIND DOCH NUR

EINE BESSERE ASPIRIN-

TABLETTE. WIR WERDEN

INS LEBEN GEWORFEN,

SPRUDELN FÜR EIN

PAAR SEKUNDEN, UND

DANN LÖSEN WIR UNS

INS NICHTS AUF.

hin, sie drückt uns Stempel auf die Hand, dann sind wir drinnen.

Natalie deutet mit der Hand auf einen schmalen Gang, der

vom Eingangsbereich links abgeht. Da ist die Lounge und der

Durchgang zum Deck, sagt sie. Dann nickt sie in Richtung

einer steil abfallenden Eisentreppe neben uns.

Aber die Party ist da unten, sagt sie.

In diesem Moment kommen zwei Typen die Eisentreppe

hochgezuckt, die hacken mit ihren Armen den Beat in die

Luft, die reden und lachen, die sind so krass gut drauf, auf

einmal checke ich, was für eine mächtige Energie hier durch

den Raum schwirrt. Dann geht es die Treppe nach unten. Mit

jedem Schritt schwappen uns frische Klang- und Stimmungswellen

entgegen, immer größer werden diese Wellen, unten

angekommen spüre ich die ganze Wucht des Sounds.

Natalie ist sofort im Beat, zuckend zieht sie eine Zigarette aus

ihrer Schachtel, kurz darauf tänzelt sie an der länglichen Bar

vorbei und taucht mit runden Bewegungen in den Nebel auf

der Tanzfläche ab. Ich schaue ihr hinterher, die Tanzfläche ist

prall gefüllt mit pulsierenden Körpern,

Der Türsteher schaut zu Nick und mir, der merkt doch sofort,

dass wir die Obergrünschnäbel sind, dann schwenkt er zu Natalie.

Ihr seid zu dritt?, fragt er. Natalie nickt.

Dann viel Spaß, sagt er.

Wir laufen über einen kurzen, rostig-metallenen Steg, der das

Boot mit dem Kanal verbindet, dann schieben wir uns durch

einen braunen Vorhang in den Innenraum des Bootes. An der

Kasse gleich hinter dem Vorhang sitzt ein Mädchen mit grünen

Augenbrauen und lächelt uns zu. Natalie legt ihr fünfzehn Mark

Stroboskopblitze zerteilen die Bewegungen

in ein Daumenkino in Zeitlupe.

Alles ist bunt und ausgelassen hier, vor Energie strotzend. Ich

zünde mir eine Zigarette an, und auf einmal springt das alles

als Argument in meine Lebendigkeitsfunktion und knallt das

Teil schlagartig auf ein globales Maximum.

Alter, Toilette?, fragt Nick. In meinen Verständnisarealen


9

herrscht kurzfristig Stromausfall, dann klickt es. Ich schiebe

meine Hand in die Hosentasche und taste nach der Pille. Dann

laufen wir los. Zurück, an der länglichen Bar vorbei, die Eisentreppe

nach oben. Schräg neben der Kasse ist die Toilette.

Am Waschbecken stehen zwei Typen, der eine hat den Arm

über die Schulter des anderen gelegt und redet leise auf ihn

ein. Als wir einlaufen, hebt der seinen Kopf und fixiert uns für

einige Sekunden, dann lächelt er. Nick schiebt sich als Erster

in die Kabine, danach ich. Ich fummele die in ein Taschentuch

eingewickelte Pille aus der Hosentasche, dann schicke ich das

Teil Richtung Magen. Im Vakuum fallen eine Feder und ein

Stück Blei oder jeder andere Körper gleich schnell zu Boden:

Eine Sekunde nach dem Loslassen haben alle Körper eine Geschwindigkeit

von 9,81 Meter pro Sekunde, nach fünf Sekunden

49,05 Meter pro Sekunde. Aber wie groß ist der Reibungsverlust

einer Pille in der Speiseröhre?

Plötzlich vibriert mein Körper immer heftiger, der Beat hat

jetzt auch die letzte meiner Zellen erreicht, ich bin komplett

durchelektrisiert. Ich marschiere los. Tausende Glückshormone

rauschen durch meine Blutbahnen, alles an mir zuckt.

Am Rand der Tanzfläche komme ich zum Stehen. Es ist jetzt

voller als vorhin, an der Bar sitzt fast niemand mehr, alle

stehen und wippen, und auch ich bin voll auf Vibration

eingestellt. Ich habe ein unbändiges Bedürfnis zu rauchen,

meine Lunge schreit wie wild nach Nahrung, rasch fummele

ich eine Zigarette aus der Schachtel. Die Schallwellen befeuern

mich maschinengewehrmäßig, jeder einzelne Ton durchquert

meinen ganzen Körper, um dann in meinem Schädel eine

Glücksexplosion auszulösen. Meine Finger zittern, alles an mir

zittert, vor Freude und Energie, von irgendwoher kommt Feuer

und ein Lächeln, ich will das Mädchen umarmen, ich will jeden

hier umarmen. Ich pumpe den Rauch anschlagsmäßig Richtung

Lunge. Die Tanzfläche quillt über vor guter Laune. Ein

Typ mit einem rot-weiß gestreiften Achselshirt schiebt sich an

mir vorbei ins Stroboskopgewitter, seine angewinkelten Arme

hacken nach vorne und zurück – vor und zurück, vor und

zurück –, die Zeigefinger hält er dabei nach oben ausgestreckt,

der Typ ist 1-A im Beat.

Dann bin ich auf der Tanzfläche. Das ist das erste Mal, dass

ich zu dieser Musik tanze. Das ist mein erstes Mal Raven. Der

Sound gibt richtig Druck, ich bin monstermäßig aufgeputscht.

Die Bindungskräfte in meinem

Körper werden immer schwächer,

ich stehe kurz vorm Auseinanderfliegen,

zentrifugal, tangential,

pillateral, gleich zerberste ich in

meine Einzelteile, vor Freude

und Energie.

Alles um mich herum verschwindet, was bleibt sind die Elektrowellen

und meine Bewegungen. Ich bin eins mit der Musik.

Ich bin die Musik.

Irgendwann tanze ich neben einem Mädchen in einem silbernen

Bikini. Ihre Bewegungen sind leicht und zurückhaltend, als

ob sie sie nur andeuten möchte. Als sich unser Lachen auf der

Tanzfläche trifft, explodiert die nächste Glücksbombe in mir.

Ich will sie umarmen, ich will die Arme in die Luft reißen, ich

will allen zurufen, wie transzendental das hier ist, die Raver, der

Sound, das Boot, und, und, und – jedes einzelne Molekül, das hier

herumschwirrt, bringt mein Glücksbarometer zum Anschlag.

Ich bin eine Funktion auf ihrem globalen

Maximum, ich bin ein Neuron im

Dauerfeuerzustand, ich bin ein Körper,

der mit Vollbeschleunigung durch das

Vakuum rauscht.

Ich setze das Gravitationsgesetz außer Kraft. Ich setze alle Gesetze

außer Kraft. Galileo, Newton, Einstein – ihr könnt mich

mal, von euch lasse ich mir gar nichts sagen, wegen euch verändere

ich doch nicht mein Leben. Ameisen wie mein Vater, die

halten sich an die Naturgesetze. Vor mir tauchen zwei Typen

mit weiß geschminkten Gesichtern und nacktem Oberkörper

auf, ihre Bewegungen sind kantig, roboterartig, aufgeladen. Irgendwo

fliegt ein Zauberhut durch die Luft. Der Sound wird

immer blubbernder. Nebel wird von der Seite auf die Tanzfläche

gepumpt. Ich schließe die Augen und lasse mich treiben.

Dann taucht Natalie neben mir auf, ihre Pupillen sind zwei

riesige schwarze Löcher. Ich höre nicht auf zu schwingen und

lache sie an. Natalie fährt ihre Hand aus und landet damit auf

meiner Schulter. Trink das, sagt Natalie und hält mir ein großes

Glas hin. Ich ziehe das Teil in einem Zug weg, das ist Wasser,

das tut gut, ich könnte drei von den Teilen trinken. Das ist der

absolute Hammer hier, sage ich zu Natalie, meine Kieferknochen

pressen sich zusammen.

Natalie nickt und lacht.

Du musst immer genügend trinken, sagt sie, darauf

musst du achten.

JETZT DIGITALES

LESEEXEMPLAR BESTELLEN:

vertrieb@hoca.de

MAX WOLF

GLÜCKSREAKTOR


LITERATUR

»EIN BUCH WIE

DIESES HABEN

SIE NOCH NIE

GELESEN, SO

VERFÜHRERISCH,

SO MUTIG, SO

AMÜSANT.«

THE GUARDIAN

Erin ist 19. Sie hat England nie verlassen, aber jede Menge

Survival-Shows im Fernsehen gesehen und fragt sich, warum

immer nur Männer Abenteuer in der Wildnis erleben. Also

macht sie sich selbst auf den Weg, um den Archetypus des

einsamen Mannes in seiner selbstgebauten Hütte à la Thoreau

zu erforschen. Sie besteigt ein Schiff nach Island, reist weiter

nach Grönland, am Polarkreis entlang über Kanada bis nach

Alaska. Sie ist zu Fuß unterwegs, per Anhalter, mit dem Hundeschlitten

und auf Fischerbooten.

Dabei schließt sie Freund- und Feindschaften, vor allem aber

reflektiert und diskutiert sie über ihr großes Thema: Männlichkeit,

Natur und Abenteuer. Woher kommt die Faszination

für unberührte Natur, die doch gleichzeitig von Menschen

(Männern) zerstört wird?

Abi Andrews hat mit Erin eine Protagonistin geschaffen, die

vor nichts zurückschreckt: weder vor Kälte, allzu selbstbewusster

Männlichkeit, Einsamkeit noch den großen Themen

unserer Zeit. Wildnis ist ein weibliches Wort ist ein wahres

Leseabenteuer, ein Roman voller Hochachtung für die Wunder

unserer Welt und ein Aufruf, sie zu bewahren.

ABI ANDRE WS wurde 1991 in den Midlands geboren und lebt

und arbeitet heute in London. Sie hat Englische Literatur und

Kreatives Schreiben studiert. Ihre Storys wurden in zahlreichen

Zeitschriften veröffentlicht. Wildnis ist ein weibliches Wort ist ihr

erster Roman.


11

ABI ANDREWS

WILDNIS IST EIN WEIBLICHES WORT

Roman Aus dem Englischen von Mayela Gerhardt

Originalverlag: Serpent's Tail, London ca. 320 Seiten, gebunden Warengruppe 1112

ISBN 978-3-455-00418-2 Euro 20,– [D] / 20,60 [A] 5. November 2018


INTERVIEW / ABI ANDREWS

FEMINISMUS

UND ABENTEUER–

ABI ANDREWS

IM GESPRÄCH

Wildnis ist ein weibliches Wort ist Ihr

Debütroman. Wie kamen Sie darauf,

über die Abenteuer einer jungen Frau

in der Arktis zu schreiben?

Genau wie meine Protagonistin Erin habe ich die Verfilmung

von Jon Krakauers In die Wildnis gesehen. Der Film hat mich

sehr berührt, vor allem die Tatsache, dass Chris McCandless

nach Alaska gegangen ist, um etwas Authentisches zu tun, und

sein Ziel erreicht hat, indem er dort draußen starb. Der Film

hat meine Sehnsucht nach der Wildnis geweckt, ich wollte auch

so eine Reise unternehmen. Aber dann fiel mir auf, dass der

Film von den Zuschauern vollkommen anders aufgenommen

worden wäre, würde er von einem Mädchen handeln. Also

begann ich darüber nachzudenken, woran das liegt. In der

Literatur und im Film gibt es diesen Topos junger männlicher

Aussteiger, die romantische Abenteuer erleben – sie haben aber

kein weibliches Gegenstück. Mir ging auf, dass die Suche nach

Authentizität in der Wildnis für eine Frau ganz anders aussehen

würde, die Erfahrung wäre eine völlig andere, und ihre

Geschichte müsste völlig anders erzählt werden.

Die klassische Abenteuerliteratur wurde von Männern über

Männer und für Männer geschrieben. Moby Dick, die Bücher

von Jack London oder Thoreau suggerieren, dass in der Natur

etwas sehr Wichtiges, ja Übersinnliches zu finden ist, das aber

ausschließlich Männern vorbehalten ist.

Im Roman geht es auch um unser Verhältnis

zur Natur, die wir romantisieren

und gleichzeitig zerstören.

Wir denken immer noch in dem Gegensatz Mensch / Natur

oder Natur / Kultur. Dieses Denken zerstört letztendlich

unseren Planeten. Wenn wir die Natur als »das Andere« sehen,

heißt das, wir glauben noch immer daran, dass wir

ohne die Natur existieren könnten. Die Naturwissenschaften

sind da zum Glück schon weiter, sie sehen Menschen und

Natur inzwischen als untrennbar miteinander verbunden. Wir

sind ohne die Natur nicht denkbar, das Menschentier kann

ohne sie nicht überleben.

Deshalb wollte ich auch über die Arktis schreiben. Es gibt da

eine große Faszination, sie gilt als mythenumwobenes, letztes

unerforschtes Gebiet. Dahinter liegt der kolonialistische

Wunsch, die Wildnis zu bezähmen, sie zu erobern. In der

modernen Abenteuerliteratur empfindet der Protagonist eingangs

meist ein Unbehagen mit der Welt, was ihn dazu bringt,

sich auf in die Wildnis zu machen. Wenn nun dieses Unbehagen

daher rührt, dass wir uns von der Natur entfremdet

haben, sollten Frauen, die doch immer als so besonders naturnah

dargestellt werden, dieses Unbehagen nicht viel mehr

empfinden als die männlichen Abenteurer aus den Romanen?

Die Frage ist natürlich eine Provokation. Aber so ist meine Idee

entstanden, eine junge Frau in die Wildnis zu schicken, um sie

von den Männern »zurückzufordern«, was natürlich einfacher

gesagt als getan ist.

Ihre Protagonistin Erin ist gerade mal

neunzehn. Sie wird auf der Reise durch

die Wildnis erwachsen. Macht Reisen

weise?

Davon bin ich fest überzeugt! Ich wollte in meinem Roman

zeigen, dass die Begegnung mit dem ganz Fremden und Neuen

dir bewusst macht, wo dein Platz in der Welt ist. Für den

Roman war es wichtig, dass Erin in einem Alter ist, in dem

man erwacht, die Welt plötzlich anders wahrnimmt. Wildnis

ist ein weibliches Wort ist ein Bildungsroman. Auch in diesem

Genre sind die Protagonisten meist Jungen oder Männer. Erin

ist jung, ehrgeizig, wagemutig und ein bisschen naiv. Sie hat

etwas von einer jugendlichen Aussteigerin und ist verwandt

mit Chris McCandless (aus: In die Wildnis) oder etwa den Protagonisten

aus Der Herr der Fliegen. Sie verliert ihre Naivität

und Unschuld, die Reise ist eine Art Initationsritus.


13

Der Roman liest sich so realistisch, dass

man ihn fast für einen Reisebericht

halten könnte. Sind Sie selbst zum

Polarkreis gereist?

Nein, so weit im Norden bin ich nie gewesen. Beim Schreiben

habe ich an andere Orte gedacht, zu denen ich gereist bin, und

habe versucht, die Faszination und Aufregung, die ich dort

gespürt habe, auf die Orte zu übertragen, die meine Protagonistin

Erin besucht. Ich habe jede Menge recherchiert, mir

Dokumentarfilme angesehen, um in die Köpfe von Leuten zu

schauen, die ähnliche Reisen unternommen haben. Ich wollte,

dass mein Roman sich so realistisch wie möglich liest, und

gleichzeitig die Distanz beibehalten zu einem Ort, den ich mir

letztendlich nur ausdenke.

ABI ANDREWS

WILDNIS IST EIN

WEIBLICHES WORT

In Lonely-Planet-Reiseführern und

Reiseblogs kann man auch über die

abgelegensten Winkel der Welt lesen.

Kann Reisen heute überhaupt noch

ein Abenteuer sein?

Das Traurigste an Chris McCandless’ Geschichte ist, dass

sein Bus durch den Film zu einem Mekka für Touristen

geworden ist, die die Natur zerstören. Ich hoffe wirklich,

dass mein Buch Lesern zeigt, dass sie alle Erlebnisse kaputt

machen, wenn sie sie einzufangen versuchen, alles fotografieren,

es auf Facebook posten und überall ihre Spuren

hinterlassen. Wenn wir doch ohne all das reisen könnten und

stattdessen die Natur mit Neugier und Lust, etwas zu lernen,

erfahren könnten! Natürlich gibt es da die Idee, dass die »unberührte

Natur« durch die »Entdeckung« und Anwesenheit

eines Menschen »unrein« wird. Diese Vorstellung sollten

wir schleunigst verwerfen, denn da haben wir wieder den

Dualismus Mensch / Natur. Und natürlich ist auch eine »unreine«

Natur schützenswert. Denn die Natur lässt sich renaturieren,

wir können wilden Tieren Raum zurückgeben, die

Wildnis wieder wild sein lassen. Wenn wir den Gedanken von

einer »unberührten Natur« aus unseren Köpfen kriegen, ist

noch nicht alles verloren.


LITERATUR

»ÜBERWÄLTIGEND.«

THE GUARDIAN

»ÜBERWÄLTIGEND.«

THE TIMES

»ÜBERWÄLTIGEND.«

THE INDEPENDENT

»ÜBERWÄLTIGEND.«

THE DAILY PRESS

»ÜBERWÄLTIGEND.«

THE SPECTATOR

1938 im Dschungel von Honduras: Zwei Expeditionen geraten

bei einem neu entdeckten Maya-Tempel in eine bizarre Sackgasse.

Die einen wollen den Tempel abbauen und nach New

York bringen, die anderen wollen vor Ort einen Hollywood-

Film drehen. Beide weigern sich aufzugeben. Ned Beauman,

der »genialische Wunderkindautor« (Frankfurter Allgemeine

Zeitung), legt einen funkensprühenden, intelligenten Roman

über Abenteuerlust, Genie, Wahn und Verschwörungen vor.

Der New Yorker Multimillionär Elias Coehorn Senior zwingt

seinen missratenen Sohn zu einer Expedition nach Honduras,

wo er den wertvollen Tempel abbauen soll, um ihn in

Manhattan auf US-amerikanischer Erde wieder aufzubauen.

Gleichzeitig beauftragt der geheimnisvolle, legendäre Produzent

Arnold Spindler einen jungen, ehrgeizigen Regisseur,

bei dem Tempel eine Komödie mit dem Titel »Herzen in der

Finsternis« zu drehen. Als die beiden Gruppen aufeinandertreffen,

sind die angeheuerten Einheimischen plötzlich verschwunden.

Es entsteht eine Pattsituation, niemand ist bereit,

sein Vorhaben aufzugeben.

NED BEAUMAN wurde 1985 in London geboren und studierte

in Cambridge. Er schreibt für zahlreiche Zeitungen und

Magazine, u. a. den Guardian und den Daily Telegraph. Sein

Debütroman Der Boxer erschien 2010. Sein zweiter Roman,

Egon Loesers erstaunlicher Mechanismus zur beinahe augenblicklichen

Beförderung eines Menschen von Ort zu Ort (2013), war für

den Man-Booker-Prize nominiert. Bei Hoffmann und Campe

erschien von ihm Glow (2014).


15

NED BEAUMAN

WARUM DER WAHNSINN EINER NIEDERLAGE VORZUZIEHEN IST

Roman

Aus dem Englischen von Marion Hertle

Originalverlag: Sceptre, London ca. 500 Seiten, gebunden Wa reng r upp e1112

ISBN 978-3-455-00416-8 Euro 24,– [D] / 24,70 [A] 15. September 2018


LESEPROBE / NED BEAUMAN

»BEAUMANS BEEINDRUCKENDSTER

ROMAN, SCHEINBAR MIT LEICHTER

HAND GESCHRIEBEN, DOCH VON

UNGLAUBLICHER INTELLIGENZ.«

THE SPECTATOR

»Voller Triumph kehrt Beauman von

seiner neuesten Expedition zurück.«

FINANCIAL TIMES

Und so zogen sie hinter einer Drillspitze aus Macheten in den

Dschungel. Im Allgemeinen hielt die gute Stimmung viel länger,

als Trimble erwartet hätte. Aldobrand schritt die Reihen auf

und ab, um allen seine ermunternden Worte zukommen zu

lassen: »Denkt dran, wir sind fast die ersten Weißen, die diese

Stätte zu sehen bekommen. Davon könnt ihr noch euren Enkelkindern

erzählen.« Als ihr Ziel zwischen den Kapokstämmen

durchblitzte, wurde gejubelt und dann gedeutet. Denn wenn es

möglich war, dass neunundsiebzig Menschen tatsächlich glaubten,

die ihnen angeblich vorauseilenden »anderen Amerikaner«

seien nur eine optische Täuschung, wie der Einbrecher, der

doch nur das eigene Spiegelbild am anderen Ende des düsteren

Flurs ist, dann war es auch möglich zu glauben, dass sich die

Ruine durch irgendeine refraktäre Eigenschaft der tropischen

Luft in sich selbst zusammengefaltet hatte. Das jedenfalls versicherten

sie sich gegenseitig, bis ihre Sinne die Beweise nicht

mehr leugnen konnten. Da stand nur ein halber Tempel.

Und über dem Sirren, Brummen,

Meckern, Nörgeln und Rülpsen des

Urwalds war eine Jazz-Band zu hören.

In diesen ersten Tagen fragten sich die wenigsten, warum die

Pozkito Coehorns vage Anweisungen so ausgelegt hatten, zuerst

eine der beiden großen Treppenhälften des Tempels abzutragen,

ehe sie sich der zweiten zuwandten, anstatt mit dem Deckstein

zu beginnen und sich dann langsam nach unten vorzuarbeiten.

Immerhin bedeutete beides vermutlich den gleichen

Arbeitsaufwand, und für einen »zivilisierten« Geist, der gelernt

hat, Symmetrie zu trauen und Willkür zu misstrauen, fühlte

es sich so logischer an. Doch ein paar Tage später machte die

Geschichte über einen Pozkito-Jungen die Runde, den man

dabei beobachtet hatte, wie er erst komplett die eine Hälfte einer

Papaya aß, ehe er sich an die andere machte (anstatt sich den

Weg um den Äquator zu erarbeiten wie bei einem Apfel). Dies

mag zu der Theorie beigetragen haben, dem Volk der Pozkito sei

eine in ihrer Rasse begründete Veranlagung zum bisektionalen

Fortschreiten zu eigen, obwohl der Pozkito-Junge in Wahrheit

vielleicht nur die mehlige Hälfte der Papaya verschmäht hatte.

Jedenfalls waren die Ereignisse dieser ersten paar Tage an der

Maya-Stätte für die meisten Neuankömmlinge so unerwartet,

dass kaum jemand geometrische Analysen anstellte. Vor allem

die Mitglieder der Filmcrew hatten, als sie zwischen den Bäumen

hervortraten, nichts weiter im Kopf als:

»Uns fehlt der halbe Tempel!«

Sie waren ihres touristischen Erlebnisses beraubt, das sie sich

nach der langen Reise verdient hatten, der Ehrfurcht, die sie

hätte treffen sollen wie ein Schlag in die Magengrube. Denn der

Tempel musste doch recht beeindruckend gewesen sein, als er


17

noch intakt war: 60 Meter hoch, 60 Meter breit, 120 Meter lang,

mit moosigen Balustraden voller Skulpturen und einem Peripteros,

das entfernt an das Jefferson Memorial erinnerte, als krönender

Abschluss der oberen Terrasse, dort wo sich die beiden

Treppen trafen. Und all das – kaum zu fassen – inmitten eines

unbändigen und ungebändigten Dschungels.

Whelt schrie, mit den Armen wedelnd:

»Aufhören!« Er hob sein Megaphon.

»Sofort damit aufhören!«

Trimble war sofort klar, dass Whelt verlieren würde. Er klang

wie ein Pazifist oder ein Vegetarier. Die »anderen Amerikaner«,

von denen viele Karten spielten oder in der Sonne badeten,

sahen sich verwirrt um, als immer mehr Neuankömmlinge wie

bei einem halbherzigen Überfall aus dem Dschungel stolperten.

Und die Pozkito beachteten Whelt überhaupt nicht.

Wenn zwei Menschen sich auf der Straße mit ihren Hunden

begegnen, kann man oft beobachten, wie die Hunde zu jaulen

und zu bellen anfangen, sobald sie einander erblicken, um sich

dann ohne Debatte direkt in den Kampf zu stürzen. Als hätte

der eine Hund den Vater des anderen umgebracht oder dessen

Frau vergewaltigt oder sein Kaufhaus in den Ruin getrieben,

obwohl sie sich in Wirklichkeit nie zuvor begegnet sind; die

einzige Erklärung ist, dass jeder im anderen eine schreckliche

Nichtvergleichbarkeit erschnuppert auf der tiefsten Ebene der

Hundemusik, der Hundemathematik.

Genau das geschah, als Whelt und Coehorn sich zum ersten

Mal in die Augen sahen. Sie fingen nicht an zu knurren – gut.

Aber Trimble hörte den Hass in der Luft zwischen ihren Köpfen

knistern, ein Hass, den keiner der beiden hätte erklären

können, ein Hass wie eine Liebe, die kein Außenstehender

wirklich verstehen kann, der aber unmittelbar, unbestreitbar

und übermächtig ist. »Wer sind Sie, und wer sind diese ganzen

Menschen?«, fragte Whelt. »Mein Name ist Elias Coehorn jr.,

und das sind meine Angestellten. Hoffentlich haben Sie ebenfalls

eine gute Antwort parat.«

»Mein Name ist Jervis Whelt. Ich bin der Regisseur des Films

Herzen in der Finsternis von Kingdom Pictures. Das ist meine

Besetzung und meine Crew. Wir sind hier, um am Originalschauplatz

bei diesem Maya-Tempel zu drehen.«

»Tut mir leid, aber wie Sie sehen, kommen

Sie zu spät. Wir nehmen den Tempel

mit nach Hause. Sie hätten schon letzte

Woche hier sein müssen.«

NED BEAUMAN

WARUM DER WAHNSINN EINER

NIEDERLAGE VORZUZIEHEN IST

A2-PLAKAT

978-3-455-98313-5


LITERATUR

»BRILLANT

UND ZUTIEFST

ERSCHÜTTERND

UND VOLLER

HEITERKEIT.«

CHRISTIAN

KRACHT

»MIT SEINER SPRACH-

LICHEN PRÄZISION, SEINER

INHALTLICHEN WUCHT UND

SEINEM TRAGIKOMISCHEN

WITZ EIN BUCH, DAS SUPER-

LATIVE VERDIENT.«

DEUTSCHLANDFUNK

»EIN SPRACHLICH FURIOSES

WERK, VOLLER TRAURIGKEIT,

DRASTISCHER KOMIK UND

BRILLANZ.« BRIGITTE

»Das Lied der Schlümpfe spiegelt die

Absurdität des Daseins und der Welt.«

Es beginnt mit einem Ende. Mit Toms Ende. Am Muttertag

im Mai 1998 erhängt sich »der 40-jährige Junge«, auch Jesus

genannt, in Hamburg-Barmbek »nach Art der Greise«. Tom

ist wohl das, was die Gesellschaft leichtfertig eine gescheiterte

Existenz nennt – kein Glück mit Elke, nicht mit anderen Frauen,

ein Gelegenheitsjob als Briefsortierer, die Suche nach dem

Ausweg. Über die Abgründe und Niederlagen wird Tom von

seinem Bruder Sören und immer wieder dem nächsten Bier

getragen. Doch auf jeden Hoffnungsschimmer, auf jeden

Rausch folgt auch Ernüchterung. Bis nichts mehr geht. Am

Ende steht die Frage, ob auf seiner Beerdigung, so wie Tom es

sich gewünscht hat, Das Lied der Schlümpfe gespielt wird.

»VOLLER WITZ UND

VOLLER WÄRME.«

RADIOEINS, RBB

»IN DIESEM BUCH STECKT

ALLES, WAS UWE AUSMACHTE:

SEIN HERZ UND SEINE WUT,

SEINE DIREKTHEIT UND

SEIN WITZ, SEINE URTEILS-

KRAFT UND LEIDENSCHAFT.«

ROLLING STONE

In virtuoser, zugleich radikal einfacher Sprache und mit popliterarischen

Anleihen komponiert Uwe Kopf einen unsentimentalen

Streifzug durch Toms Leben, durch das kleinbürgerliche

und prekäre Hamburg der siebziger, achtziger und

neunziger Jahre. Die elf Gehirne der Seidenspinnerraupe ist kein

befindlichkeitsfixiertes Lamento, sondern eine lebenspralle

Geschichte, die menschliche Größe und Untiefen in unscheinbaren

Momenten findet.

UWE KOPF, Jahrgang 1956, war u. a. Kolumnist und Textchef

der Zeitschrift Tempo, danach arbeitete er als freier Schreiber

für über achtzig verschiedene Zeitschriften und Zeitungen,

darunter lange für das Magazin Faces und den Rolling Stone.

Vielen Lesern war er auch durch seine tägliche Kolumne in

der B.Z. bekannt. Uwe Kopf starb im Januar 2017 in seiner

Heimatstadt Hamburg.


19

UWE KOPF

DIE ELF GEHIRNE DER SEIDENSPINNERRAUPE

Roman 320 Seiten, Paperback Warengruppe 1112

ISBN 978-3-455-00420-5 Euro 12,– [D] / 12,40 [A] 14. August 2018


DO–BOOKS

MITMACHEN

WEITERMACHEN

bereits erschienen

LESEZEICHEN

VE 50 Exemplare,

978-3-455-98299-2

DISPLAY

A2-PLAKAT

bestückt mit 12/10 Exemplaren der Novitäten

978-3-455-98298-5

individuelle Bestückung möglich

978-3-455-98300-5

FRAGEN SIE IHRE/N VERTRETER/IN


21

»DIE DO LECTURES ERINNERN

DIE MENSCHEN AN IHRE TRÄUME.«

DAVID HIEATT ÜBER DAS MACHEN UND DIE KRAFT DER BESTIMMUNG

Was hat dich zu den DO LECTURES

inspiriert und was ist die Idee dahinter?

Unternehmen können beides erreichen, einen Unterschied

machen und Gewinn bringen. So kannst du erfüllt sein und

schließlich glücklich.

Eines Abends bekamen meine Frau und ich eine SMS von

einem guten Freund. Darin stand: »Steh nicht einfach rum,

tu etwas.« Clare und ich kamen auf die Idee, eine Veranstaltung

ins Leben zu rufen, um die Macher dieser Welt zu feiern.

In der Hoffnung, dass sie die Menschen dazu anregen würde,

einfach anzufangen und großartige Dinge zu tun.

Was lieben die Menschen an den DO

LECTURES?

Ich denke, die DO LECTURES erinnern sie an ihre Träume.

Immer wieder beschreiben die Menschen die Tage dort als

Schlüsselmoment ihres Lebens. Weil sie im Anschluss etwas

verändern. Das ist ihre Wirkung, sozusagen 360 Grad-Veranstaltungen.

Sie sind so angelegt, dass sie jeden einzelnen

deiner Sinne überraschen und beglücken. Wir haben immer

vermieden, die DO LECTURES als lebensverändernd zu bezeichnen.

Aber die Briefe, die wir bekommen, die E-Mails und

die Dankesgrüße, die uns erreichen, verwenden diesen Begriff

mehr als nur einmal.

Deine drei Tipps für angehende UnternehmerInnen?

1. Fang an.

2. Setz dich durch.

3. Hab Spaß.

Kannst du einige deiner erstaunlichsten

Erfahrungen nennen, die du während

des Aufbaus einer von Bestimmung

geleiteten Marke gemacht hast?

Das Beste daran ist für mich, ein Team aufzubauen. Wenn

ein Team sich dafür entscheidet, ein Team zu sein und auf

den Prüfstand gestellt wird, ziehen alle an einem Strang. Das

ist zweifellos das Beste am Unternehmertum. Dann weißt du,

dass du alles erreichen kannst, was du dir vorgestellt hast.

Warum macht es einen Unterschied,

von Bestimmung geleitete Unternehmen

zu gründen?

Es geht um Folgendes: Wir alle haben millionenschwere Unternehmer

kennengelernt, die zutiefst unglücklich sind. Sie haben

eine Menge Geld verdient, aber das erfüllt sie nicht. Eines unserer

menschlichen Bedürfnisse ist es, einen Beitrag zu leisten.

Kurz: Haben wir etwas verändert? Von Bestimmung geleitete

DAVID HIEATT

Mitbegründer der DO LECTURES, aus

denen die DO BOOKS entstanden sind.

www.thedolectures.com

www.thedobook.co


DO–BOOKS

DIE BESTEN

GESCHÄFTS-

MODELLE

WERDEN ZU

ROLLEN-

MODELLEN.

Die wichtigsten Marken der Welt

berühren uns, weil sie etwas verändern

und wir ein Teil dieser Veränderung

sein möchten. Diese Unternehmen

wollen so viel mehr als nur Profit

machen: Sie haben eine Bestimmung!

Bestimmung verleiht die Kraft, das Unmögliche zu erreichen.

Mit dem Ziel, sinnvoll zu handeln, gelingt es, die eigene Geschichte

zu erzählen, ein großartiges Team und eine positive

Unternehmenskultur zu bilden.

David Hieatt liefert faszinierende Einblicke in von Bestimmung

geleitete Unternehmen. Wie man mit den einfachsten

Denkanstößen die Bestimmung für das eigene Unternehmen

findet, wieso es kalte Leidenschaft und ein klares Feindbild

braucht und der Businessplan am besten auf einen Bierdeckel

passen sollte — diese ultimative Anleitung zur Unternehmensgründung

mit Sinn macht Lust, die Ärmel hochzukrempeln

und die Welt zu verändern.

DAVID HIEATT hat sich in der internationalen Werbebranche

einen Ruf als Marketing-Genie erarbeitet. Er hat Apple und

Google beraten, mit Howies eine der einflussreichsten fairen

Sportmarken auf dem Markt etabliert und 2007 mit seiner

Frau Clare die Do Lectures gegründet. In seiner walisischen

Heimatstadt Cardigan stand einst die größte Jeans-Fabrik

Großbritanniens. Diese Tradition hat er aufgegriffen und vor

Kurzem das nachhaltige Label Huit Denim gegründet.


23

DAVID ALICE HIEATT HOLDEN BESTIMMUNG. ANPFLANZEN. WARUM MARKEN FANG MIT MIT ZEHN SINN EINFACHEN DEN UNTERSCHIED SORTEN MACHEN

AN

Aus dem Englischen Aus dem Englischen von Anabelle von xxx Assaf 160 ca. 160 Seiten, Seiten, Paperback Taschenbuch Warengruppe Warengruppe xxxx 2485

ISBN ISBN 978-3-455-00427-4 978-3-455-00314-7 Euro Euro 12,– 12,– [D] [D] / 12,40 / xx,xx [A] [A] 15. 14. September März2018 2018


DO–BOOKS

»ZEIG MIR EINEN

HELDEN, UND

ICH SCHREIBE

DIR EINE

TRAGÖDIE.«

F. SCOTT

FITZGERALD

Dieser Ausspruch von F. Scott Fitzgerald

verrät viel über die Macht des Storytelling.

Doch wie erzählt man eine

Geschichte so gut, dass die Welt auch

zuhört?

Geschichten besitzen eine große Kraft: Sie können uns

verletzen und trösten, sie verbinden Menschen miteinander,

sie verändern Zeitläufte und sie geben unserem Leben einen

Sinn. Die große Erzählerin Joan Didion behauptet sogar,

wir erzählen uns Geschichten, um zu leben. Und wir alle

schätzen einen guten Geschichtenerzähler, schon als Kinder

und erst recht als Erwachsene, wo wir oft selbst gefordert

sind. Bobette Buster lehrt seit vielen Jahren die Kunst des

Geschichtenerzählens und ist fest davon überzeugt, dass jeder

diese Kunst beherrschen kann. In diesem Buch verrät sie, wie

aus jeder Geschichte eine großartige wird, die die Zuhörer

nicht gleichgültig lässt.

»BOBETTE IST EINE

GROSSARTIGE LEHRERIN,

EIN WAHRES JUWEL.

NIEMAND VERSTEHT

STORYTELLING

SO GUT WIE SIE.«

LARRY TURMAN, FILM- UND FERNSEHPRODUZENT

BOBETTE BUSTER ist Drehbuchautorin und Filmemacherin.

Schon viele Jahre unterrichtet sie die Kunst des Storytelling

und bekommt Einladungen aus der ganzen Welt. Dies ist ihr

erstes Buch.


25

BOBETTE BUSTER

STORY. WIE MAN EINE GESCHICHTE RICHTIG ERZÄHLT

Aus dem Englischen von Tino Hanekamp ca. 160 Seiten, Taschenbuch Warengruppe 2485

ISBN 978-3-455-00426-7 Euro 12,– [D] / 12,40 [A] 15. September 2018


DO–BOOKS

WIE DIE

SCHÖNHEIT

DER WELT IM

DESIGN EINER

AXT SICHTBAR

WIRD.

Ob es ein handgemachter Stuhl, eine

Website oder ein ganzes Unternehmen

ist – der Designer Alan Moore

lässt uns nicht nur darüber nachdenken,

was wir produzieren, sondern

auch wie und warum. Und er zeigt,

dass der Schlüssel zu zeitlosem,

gutem Design die Schönheit ist.

Weil Schönheit und gutes Design oft so einfach wirken, glauben

wir, sie seien mühelos entstanden. Und nehmen an, dass

kreatives Genie ein Zeichen göttlicher Eingebung ist. Doch

Alan Moore ist davon überzeugt, dass in jedem von uns ein

Künstler steckt, wenn wir nur genau hinsehen. Er gibt erstaunlich

einfache Tipps, um diesen Künstler wachzukitzeln. Mit

vielen Beispielen und Übungen, um etwas bleibend Schönes

zu erschaffen, beweist er, dass Schönheit kein Luxus ist,

sondern eine Notwendigkeit.

»ALAN MOORE HAT MIR

DIE KLARHEIT DER GEDANKEN

VERSCHAFFT – UND DEN

KRÄFTIGEN ANSTOSS, DINGE

EINFACH ZU TUN, UM DANN

ZU SEHEN, WOHIN SIE MICH

TRAGEN. WELCH EIN BUCH!«

JONO SMART, ZEITGENÖSSISCHER TÖPFER

ALAN MOORE hat schon so ziemlich alles kreiert und designt –

vom Buch bis zum Unternehmen. Er hat ein einzigartiges Gespür

für die Kräfte, die unsere Welt formen, und dafür, wie wir kreativ

auf sie reagieren können. Auf sechs Kontinenten hat er bereits

gearbeitet und sein Wissen als Berater weitergegeben, unter

anderem bei Microsoft und Coca-Cola. Moore arbeitet als

Künstler und hat Bücher über Kreativität, Marketing und

Unternehmenswandel veröffentlicht. Sein Ziel ist es, jeden Tag

ein bisschen mehr Schönheit in die Welt zu bringen.


27

ALAN MOORE

DESIGN. WARUM DAS SCHÖNE WICHTIG IST

Aus dem Englischen von Cornelius Reiber ca. 160 Seiten, Taschenbuch Warengruppe 2585

ISBN 978-3-455-00425-0 Euro 12,– [D] / 12,40 [A] 15. September 2018


BACKLIST

BACKLIST

KATHERINE HEINY

GEMISCHTE GEFÜHLE

352 Seiten, gebunden

Euro 20,– [D] / 20,60 [A]

ISBN 978-3-455-40624-5

GAY TALESE

HIGH NOTES

Reportagen

368 Seiten, gebunden

Euro 22,– [D] / 22,70 [A]

ISBN 978-3-455-00288-1

SABINE KRAY

FREIHEIT VON

DER PILLE –

EINE UNABHÄNGIG-

KEITSERKLÄRUNG

144 Seiten, Paperback

Euro 10,– [D] / 10,30 [A]

ISBN 978-3-455-00266-9

REBECCA SOLNIT

DIE MUTTER ALLER FRAGEN

320 Seiten, gebunden

Euro 20,– [D] / 20,60 [A]

ISBN 978-3-455-00177-8

REBECCA SOLNIT

WENN MÄNNER MIR

DIE WELT ERKLÄREN

224 Seiten, gebunden

Euro 18,– [D] / 18,50 [A]

ISBN 978-3-455-00196-9

MAXIM BILLER

HUNDERT ZEILEN HASS

400 Seiten, Leinen

Euro 25,– [D] / 25,70 [A]

ISBN 978-3-455-00110-5


29

»MACHT SPASS.«

RADIOEINS, RBB

»FASZINIEREND!«

SPIEGEL ONLINE

»HINREISSEND SCHÖN!«

OBERÖSTERREICHISCHE NACHRICHTEN

»EINES DER SCHÖNSTEN

BÜCHER, DIE ICH IN DIE-

SEM JAHR IN DER HAND

GEHALTEN HABE.«

20 MINUTEN

»DIESES BUCH IST EIN

SCHMÖKERPARADIES

FÜR GRAFIKER. UND FÜR

ALLE ANDEREN AUCH.«

P.M. MAGAZIN

KASSIA ST CLAIR

DIE WELT DER FARBEN

352 Seiten, gebunden Euro 25,– [D] / 25,70 [A] ISBN 978-3-455-00133-4

»EIN BUNTER KORB VOLL

KLEINER GESCHICHTEN.

UND EIN SCHÖN

ANZUSEHENDES

BUCH EBENFALLS.«

HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG


IMPRESSUM

VERLAG

Kontakt für Bestellungen

und Reklamationen

KNO VA

Hanna Lena Beier

Tel. (0711) 78 99-2030

Fax (0711) 78 99-1010

hoca@kno-va.de

Fragen an den Vertrieb

vertrieb@hoca.de

Tel. (040) 4 41 88-227

Fax (040) 4 41 88-211

Bestellungen zu Reisekonditionen

richten Sie an Ihre/n Vertreter/in oder

an den Verlag.

KONTAKT

Hoffmann und Campe Verlag GmbH

Postfach 13 04 44, 20139 Hamburg

Harvestehuder Weg 42, 20149 Hamburg

Tel. (040) 4 41 88-0

Fax (040) 4 41 88-211

www.hoca.de

Verkaufsleitung

Moritz Klein

Tel. (040) 4 41 88-227

Fax (040) 4 41 88-211

moritz.klein@hoca.de

Presseleitung

Laura Hage

Tel. (040) 4 41 88-287

Fax (040) 4 41 88-200

laura.hage@hoca.de

Lesungen und Veranstaltungen

Carola Brandt

Tel. (040) 4 41 88-220

Fax (040) 4 41 88-200

carola.brandt@hoca.de

Leitung Lizenzen

Nina Staedler

Tel. (040) 4 41 88-267

Fax (040) 4 41 88-319

nina.staedler@hoca.de

Abdrucke und Kleinlizenzen

Matthias Wagner

Tel. (040) 4 41 88-458

Fax (040) 4 41 88-319

lizenzen@hoca.de

VERTRETER/

INNEN

Änderungen aller bibliografischen

Daten und Preise vorbehalten.

Der Preis in € [A] wurde von unserem

österreichischen Alleinauslieferer als

sein gesetzlicher Letztverkaufspreis in

Österreich festgesetzt.

IHRE VERLAGSVERTRETUNG

Hamburg, Schleswig-Holstein

Martin Goldberg

Berliner Verlagsvertretungen

Liselotte-Herrmann-Straße 2, 10407 Berlin

Tel. (030) 4 21 22 45

Fax (030) 4 21 22 46

berliner-verlagsvertretungen@t-online.de

Bremen, Niedersachsen

Jürgen vom Hoff

Berliner Verlagsvertretungen

Liselotte-Herrmann-Straße 2, 10407 Berlin

Tel. (030) 4 21 22 45

Fax (030) 4 21 22 46

berliner-verlagsvertretungen@t-online.de

Berlin, Brandenburg,

Mecklenburg-Vorpommern

Martina Wagner

Berliner Verlagsvertretungen

Liselotte-Herrmann-Straße 2, 10407 Berlin

Tel. (030) 4 21 22 45

Fax (030) 4 21 22 46

berliner-verlagsvertretungen@t-online.de

Nordrhein-Westfalen

Verlagsvertretung

Sabine Schönfeld

Am Wolfspfädchen 6

53859 Niederkassel-Lülsdorf

Tel. (02208) 76 90 70

Fax: (02208) 76 90 71

sabine.schoenfeld@t-online.de

Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Buchbüro SaSaThü

Thomas Kilian

Vor dem Riedtor 11, 99310 Arnstadt

Tel. (03628) 5 49 33 10

Fax (03628) 5 49 33 10

thomas.c.kilian@web.de

Hessen, Rheinland-Pfalz,

Saarland, Luxemburg

Peter Wiebel

Gartenstraße 29e, 63512 Hainburg

Tel. (06182) 8 27 99 66

Fax (06182) 8 27 99 67

info@peterwiebel.de

Baden-Württemberg

Nimo Reininger

Dr. Johannes Reininger

Montélimarstraße 23, 88213 Ravensburg

Tel. (0751) 9 33 10

Fax (0751) 9 46 29

reininger.vv@gmx.de

Bayern

Cornelia und Stefan Beyerle

Maximilian von Uslar-Gleichen

Riesengebirgstraße 31A, 93057 Regensburg

Tel. (0941) 46 70 93 70

Fax (0941) 46 70 93 71

buero@beyerle.bayern

www.beyerle.bayern

Schweiz

Mattias Ferroni

b+i buch und information ag

Hofackerstraße 13, 8032 Zürich

Tel. (044) 4 22 12 17

Fax (044) 3 81 43 10

m.ferroni@buchinfo.ch

Österreich

Buchnetzwerk Verlagsvertretung

Marlene Pobegen und Günther Staudinger

Gußriegelstraße 17/6/1, 1100 Wien

Tel. (01) 208 83 46

Fax. (01) 25 33 033 9936

office@buchnetzwerk.at

AUSLIEFERUNGEN

Deutschland

Koch, Neff & Oetinger

Verlagsauslieferung GmbH

Ferdinand-Jühlke-Str. 7, 99095 Erfurt

Für Remissionen

KNO VA, Tempo

Remittendenabteilung VA

c/o KNV Logistik

Ferdinand-Jühlke-Str. 15, 99095 Erfurt

Schweiz

Schweizer Buchzentrum

Industriestraße Ost 10, 4614 Hägendorf

Tel. (062) 2 09 25 25

Fax (062) 2 09 26 27

kundendienst@buchzentrum.ch

www.buchzentrum.ch

Österreich

Mohr Morawa Buchvertrieb GmbH

Sulzengasse 2, 1230 Wien

Tel. (01) 68 01 40

Fax (01) 6 89 68 00

momo@mohrmorawa.at

www.mohrmorawa.at


31

ÜBERSETZER/

INNEN

BILDNACHWEISE

ABI ANDREWS

WILDNIS IST EIN WEIBLICHES WORT

Mayela Gerhardt studierte Literaturübersetzen in

Düsseldorf und London. Sie übersetzt aus dem Englischen,

Spanischen und Französischen und lebt in Barcelona.

NED BEAUMAN

WARUM DER WAHNSINN EINER NIEDERLAGE

VORZUZIEHEN IST

Marion Hertle, Jahrgang 1977, hat in Erlangen und Nordirland

Deutsche und Englische Literaturwissenschaft studiert. Sie hat u. a.

Ray Bradbury, Edna O’Brien und Edgar Rice Burroughs übersetzt.

DAVID HIEATT

BESTIMMUNG

Anabelle Assaf, geboren 1986, studierte Angewandte Literaturwissenschaft

in Berlin. Heute lebt sie als Übersetzerin aus dem

Französischen und Englischen in Köln, wo sie außerdem als freie

Lektorin und Literaturagentin für die connACT lit.agency tätig ist.

BOBETTE BUSTER

STORY

Tino Hanekamp, geboren 1979, war Musikjournalist und

Clubbetreiber. 2011 erschien sein Debütroman So was von da, der

mehrfach ausgezeichnet und auch verfilmt wurde. Derzeit lebt

er als Übersetzer und Autor im Süden Mexikos.

ALAN MOORE

DESIGN

Cornelius Reiber, geboren 1973, studierte Germanistik,

Geschichte und Kulturwissenschaften in Köln und Berlin lebt

als Übersetzer in Berlin, daneben lehrt er an der Universität Basel.

Zuletzt übersetzte er den Roman Der Gentleman (2017) von

Forrest Leo aus dem Englischen.

COVER:

NED BEAUMAN

© Micha Theiner

SEITE 6/7

© Pablo Ocqueteau

SEITE 8

© Daniel Wirtz / Unsplash

SEITE 10/11

© privat

SEITE 12

© Jessica Durrant

SEITE 13

© photo-nic.co.uk / Unsplash

SEITE 14/15

© Lorenzo Dalberto / Alamy Stock Photo

SEITE 17

© David Peters / Unsplash

SEITE 22/23

© Olaf Ladousse 2014, Andrew Paynter 2014

SEITE 24

© Millie Marotta 2013

SEITE 26/27

© Tashl Mannox

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!