Mobile Maschinen 3/2018

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Mobile Maschinen 3/2018

77221

03 MAI 2018

ROBUST ■ STARK ■ SMART

SENSOREN FÜR DIE MOBILHYDRAULIK

06 I WIE AUS GUTEN NOCH

BESSERE BAGGERFAHRER WERDEN

AUTOMATISIERTE ERNTE

56 I LEICHTBAU-ROBOTER STATT GURKENFLIEGER?

IM PROFIL

60 I DR. ULRICH FAß, VOLVO CE

www.mobile-maschinen.info

Organ des Forums Mobile Maschinen im VDMA


Viel seitig

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VERMISCHTE REALITÄTEN

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

einfach in eine andere, ganz eigene Welt eintauchen. Was für viele ein Kindheitswunsch

war, ist heute Wirklichkeit. Per Head-Mounted Displays, oftmals in Form

einer VR-Brille wie die Oculus Rift oder HTC Vive, ergeben sich für den Träger

völlig neue Möglichkeiten. Dank integrierter Sensoren verschwimmen die

Realitäten und finden gerade in der Unterhaltungsindustrie großen Zuspruch.

Auch bereichern Mixed-Reality-Brillen wie die HoloLens unseren Arbeitsalltag. In

einem ganz „eigenem Raum“ lassen sich Hologramme mit Gegenständen der

realen Welt kombinieren und beliebig platzieren. Das schafft ungeahntes Potential

bei der Produktentwicklung und Problemlösung. Mithilfe von „Digital Twins“

können Konstrukteure während des Entstehungsprozesses z.B. auf den Bau von

Prototypen verzichten, da Tests auch am digitalen Abbild durchgeführt werden

können. Es können sowohl mobile Maschinen in der virtuellen Welt konfiguriert,

als auch anwenderspezifische Anpassungen vorgenommen werden. Ebenfalls

können Qualitätskontrollen bei der Fertigung umgesetzt werden. Wer eine solche

Brille trägt, kann „seine“ Erlebniswelt, anders als zu Kindheitstagen, aber auch mit

anderen teilen. Für Servicemitarbeiter, eröffnen sich so neue Möglichkeiten in der

Fernwartung. Geführte Reparatur- und Wartungsanleitungen sparen Reisezeit,

entlasten den Support und ermöglichen eine vorausschauende Wartung.

Die Fähigkeit, Realitäten zu vereinen, verändert nicht nur unsere Wahrnehmung,

sondern auch unsere Art der Kommunikation und des Schaffens. Denn, durch

den neu gewonnenen Freiraum Ideen zu visualisieren und diese zu teilen, schafft

einen absoluten Mehrwert. Schließlich sagen Bilder mehr als tausend Worte.

Ihre

Svenja Stenner

s.stenner@vfmz.de

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LANDMASCHINEN

FORSTMASCHINEN

FÖRDERTECHNIK

KOMMUNAL- UND SPEZIALFAHRZEUGE

38

62

STANDARDISIERTE STROM­

VERTEILER-LÖSUNG

Smarte Box für Teleskoplader

HYDRAFORCE

Stetig auf Wachstumskurs

4 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


SPEZIAL

06 Sensoren für Mobilhydraulik: Machen aus guten,

hervorragende Baggerfahrer

10 Meine Maschine: Der Standraum-Maximierer

14 Industriedesign: Selbsterklärend

16 Smart Talk: Interview mit der Nachi PVD

ROBUST

24 Clevere Ventilatorenlösung: Bitte wenden

26 Flurförderzeuge: Innere Werte

STARK

30 Kompakter Elektroantrieb: Der Tier-G-Motor

SMART

34 Bedien- und Steuergerät: Intelligenter Würfel

vereinfacht Mietenpflege

38 Standardisierte Stromverteiler-Lösung: Smarte Box

für schlanke Kabelbäume

42 Weiterentwickelte Digitalkamera: Immer im richtigen Licht

44 Mobile Automation: Verlässliche Giganten

48 Kamera-Monitor-System: Mehr Überblick

in komplexen Fahrzeugen

52 Interview: Die faire Partnerschaft mit dem Kunden

ist ein wichtiger Erfolgsfaktor

56 Automatisierung in der Landwirtschaft:

Mit Leichtbau-Robotern auf Gurkenernte

MENSCHEN UND MÄRKTE

60 Im Profil: Dr. Ulrich Faß, Research Program Leader, Volvo CE

61 Branchen- und Firmennews, Personalien, etc.

62 Firmenportrait HydraForce: Stetig auf Wachstumskurs

SERVICE

03 Editorial

18 Marktplatz

66 Inserentenverzeichnis

67 Impressum

67 Vorschau

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SENSOREN FÜR DIE MOBILHYDRAULIK

MACHEN AUS GUTEN,

HERVORRAGENDE

BAGGERFAHRER

„Ein Baggerfahrer, der eine Schaufel in die Hand nimmt, ist kein

Baggerfahrer“, sagt der Volksmund. War die präzise Ausführung von

Erdbewegungsarbeiten früher allein dem Feingefühl des

Fahrzeugführers geschuldet, unterstützen in modernen Baufahrzeugen

unzählige sichtbare und unsichtbare Helfer die Arbeit. Sie erhöhen die

Sicherheit, steigern die Effizienz und verbessern den Bedienkomfort.

6 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


Zuverlässige Sensoren zur Positionsüberwachung

übernehmen in der Steuerung

hydraulischer Geräte und Fahrzeuge

wichtige Funktionen. Eingesetzt in Bauund

Landmaschinen oder Fahrzeugen für Transport

und Material umschlag erleichtern sie nicht

nur die Arbeit des Fahrzeugpersonals, sondern

sorgen auch für dessen Sicherheit.

SICHERHEIT GEWÄHRLEISTEN

Denn eine zu große Last kann schnell zur Überforderung

des Systems oder sogar zum Kippen

des Baggers führen. Das kann durch den Einsatz

entsprechender Sensoren verhindert werden. So

ermöglichen beispielsweise die robusten

Dehntrafos der Baureihe SL76/80 von Gefran

eine präzise Überwachung der Lastsituation am

Löffel des Baggers. Sie verfügen über einen integrierten

Digitalverstärker, nutzen die Technologie

der Dehnungsmessstreifen und werden einfach

auf den Löffelstiel geschraubt. Durch die Anbindung

an die Fahrzeugelektronik mittels CAN Bus

können die Signale nicht nur quantitativ

angezeigt, sondern auch zur Begrenzung des

Hydraulikdrucks oder zum Abschalten der

Bewegung verwendet werden.

Die Drehung des Oberwagens, das Ausfahren

der Stützschilder, die Bewegung von Ausleger,

Stiel und Löffel mittels Hydraulikzylindern: alle

Bewegungen erfolgen hydraulisch. Je größer die

Arbeitsleistung ist, desto höher steigt der Druck

im Hydraulikkreislauf. Um einen Überdruck zu

vermeiden, ist eine permanente Drucküberwachung

erforderlich. Typischerweise werden zu

diesem Zweck an der Hydraulikpumpe, die den

Druck des Hydrauliksystems lastabhängig regelt,

Druckmessumformer wie der KH von Gefran

eingesetzt. Das Gehäuse sowie alle messstoffberührten

Teile dieses serienmäßig nach EN

62061 SIL2-zertifizierten Sensors bestehen

vollständig aus Edelstahl. Der KH ist damit

besonders robust gegen starke Stöße und Vibrationen.

Ausgestattet mit einem optionalen Druckdämpfer

können ihm selbst hohe Druckspitzen,

wie sie beim Anlaufen einer Pumpe oder beim

Öffnen bzw. Schließen eines Ventils auftreten,

nichts anhaben. Dabei ist die Bandbreite des

Messbereichs sehr groß. Sie reicht von 0…1 bar

bis 0…1 000 bar mit einer Messungenauigkeit

kleiner 0,5 % vom Maximalwert (inkl. Nichtlinearität,

Hysterese, Wiederholbarkeit und Nullpunkt-

und Endwert-Offset).

Autor: Ralph Rohmann, Business Development

Mobilhydraulik, Gefran Deutschland GmbH,

Seligenstadt

EFFIZIENZ STEIGERN

Präzision, Arbeitsgeschwindigkeit und

Umschlagsleistung entscheiden heute über die

Wirtschaftlichkeit des eingesetzten Gerätes.

Unterstützt von Neigungssensoren lässt sich

nicht nur die Fahrzeugneigung eines Baggers

überwachen. Die Verwendung von Neigungssen-

www.mobile-maschinen.info Mobile Maschinen 2018/03 7


01 Das Produktprogramm für die Mobilhydraulik umfasst

Weg-, Winkel-, Neigungs-, Druck- und Kraftsensoren

02 Die magnetorestriktiven Wegaufnehmer vom Typ RK

können in den Hydraulikzylinder integriert werden

soren – beispielsweise dem GIT Sensor – an Baggerstiel und -löffel

ermöglicht beim Abziehen von Böschungen oder ebenen Flächen

eine Planizität auf wenige Zehntel Grad genau. Der hochpräzise

Neigungssensor ist mit der neusten MEMS-Technologie ausgerüstet

und wahlweise mit einer oder zwei Achsen (XY/360°) erhältlich.

Er ist auf Wunsch einfach oder redundant aufgebaut und verfügt

über analoge oder digitale Ausgänge. Gefran bietet Neigungssensoren

in den drei Versionen GIB (Basic Level), GIG (General Purpose)

und GIT (Top Level) an und damit für jede Kundenanforderung das

richtige Leistungsniveau.

KOMFORTABEL BEDIENEN

Aufschluss über die genaue Position von Löffel, Stiel und Ausleger

eines Baggers erhält der Fahrer anhand von Winkelsensoren – wie

den Typen GRA oder GRN von Gefran – oder Wegmessgebern, die

in die Stellzylinder integriert werden können oder als Anbau lösung

fungieren.

Die Zylindereinbaulösungen der RK5-Familie arbeiten nach dem

berührungslosen und hochpräzisen magnetostriktiven Messprinzip.

Als wirtschaftliche Alternative stehen die potentiometrischen Sensoren

der Serie PMI-SL/SLE zur Verfügung. Sie besitzen eine patentierte

magnetische Schleifermitnahme und sind druckfest gegenüber

Arbeitsdrücken bis 250 bar (400 bar Scheitelwert). Das Gehäuse

aus Edelstahl AISI 316 und der Ausgang mit PUR-Kabel gewährleisten

eine hohe Beständigkeit gegen mechanische

Beanspruchungen. Der Wegaufnehmer wird in den Versionen Sen-

sorkopf mit Einbauflansch und Sensorkopf mit Montage gewinde

angeboten. Die Wege reichen von 50 bis 1 000 mm. Auch in Sachen

Präzision hat dieser Sensor die Nase vorn: So beträgt der maximale

Linearitätsfehler 0,35 % vom Endwert und die Wiederholbarkeit

liegt im Hundertstel-Millimeter-Bereich.

Für den Anbau konzipiert sind dagegen die linearen Wegaufnehmer

der Baureihe PC67. Ebenfalls nach dem potentiometrischen

Messprinzip arbeitend, bestechen diese auch in Explosionsschutzausführung

lieferbaren Linearwegaufnehmer durch ihre extreme

Robustheit und Beständigkeit gegen Umwelt einflüsse und Umgebungstemperaturen

bis 100 °C.

Die Drehwinkelgeber GRA und GRN sind mit oder ohne Welle erhältlich

und überzeugen durch eine hervorragende elektromagnetische

Verträglichkeit. Sie nutzen die neuste Hall-Technologie

mit interner Temperaturkompensation und Zwei-Achsen Prinzip

und setzen Maßstäbe in der Messgenauigkeit. Sie ver fügen über die

E1 Zulassung und sind auch mit SAE J1939 Schnittstelle verfügbar.

Allen Sensoren von Gefran gemein sind extreme Robustheit,

Schutzklasse IP67 oder höher, ein Temperaturband von min. – 40

bis + 85 °C, die SIL2 Zertifizierung sowie wahlweise analoge oder digitale

Ausgänge bis hin zur Anbindung an CANopen-Systeme.

VIELFÄLTIG ANWENDBAR

Innerhalb der Mobilhydraulik finden Sensoren von Gefran viele

Anwendungsfelder in Bau- und Landwirtschaft, Material umschlag,

Transport, Bergbau, Marine und vielen weiteren Segmenten.

In naher Zukunft werden solche Sensoren die Basis für Projekte

ferngesteuerter und autonomer Geräte bilden, die in

gesundheitsgefährdenden Umgebungen eingesetzt werden können

– immer mit dem Ziel die Sicherheit zu erhöhen, die Effizienz

zu steigern und den Bedienkomfort zu verbessern.

www.gefran.de

8 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


02

DIREKTER KONTAKT

Ralph Rohmann

Business Development Mobilhydraulik

ralph.rohmann@gefran.de

ZUSATZINHALTE IM NETZ

01

Welcher Sensor, wo am Bagger zum

Einsatz kommen kann,

zeigt dieses Video:

http://bit.ly/GefranVideo

Visualisieren aber sicher!

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Sichere Anzeige- und Bedieneinheiten

• Varianten von 7 bis 15 Zoll

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DER STANDRAUM-MAXIMIERER

Lars Heier (links) ist beim Alpener

Landtechnik-Hersteller Lemken verantwortlich

für das Produktmanagement. Die

Konstruktion der Einzelkornsämaschine

Azurit 9 stellte sein Team vor einige Herausforderungen.

Als Innovation entwickelte

Lemken das DeltaRow-Verfahren, das eine

verbesserte Standraum verteilung der

Pflanzen auf dem Feld gewährleistet. Dass

die Maschine größtenteils schmierfrei

betrieben werden kann, ist igus-Agrarexperte

Uwe Sund (rechts) und den

Gleitlagern der Kölner Kunststoffschmiede

vom Typ iglidur zu verdanken.

10 Mobile Maschinen 2018/02 www.mobile-maschinen.info


Die Einzelkornsämaschine Azurit 9 ist als 4-,

6- und 8-Reiher verfügbar. Die DeltaRow

besteht aus zwei im Abstand von 12,5 cm

versetzt zueinander angeordneten Teilreihen.

Durch eine Synchronisierung der Teilreihen

kann eine exakte Ablage im Dreiecksverband

gewährleistet werden. Die DeltaRow bietet im

Vergleich zur Einzelreihe einen Standraumvorteil

von 70 %, das bedeutet mehr Wasser,

Nährstoffe und Licht. Das Düngerband wird

innerhalb der DeltaRow im Unterfuß

abgelegt, dies erlaubt einen symmetrischen

Aufbau des Säaggregates. Auf erosionsgefährdeten

Standorten bietet das Verfahren einen

Vorteil durch einen intensiver durchwurzelten

Boden im Vergleich zur Einzelreihe.

Multifunktion im Kraftpaket!

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Frei programmierbare Zentralsteuerung

• Unterstützt IEC 61131-3, “C” und Matlab

Entwicklung

• Flexibel durch Multifunktions I/O’s

• Vielfältige Kommunikationsschnittstellen

• Teil eines skalierbaren Familienkonzepts

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LARS HEIER IST SEIT 18 JAHREN BEIM

LANDTECHNIKEXPERTEN LEMKEN.

SEIT 2017 HAT ER DIE LEITUNG DES

PRODUKTMANAGEMENT INNE

Zwei Doppelscheibenschare legen das Saatgut präzise auf

den rückverfestigten Saathorizont im DeltaRow-Verband

ab. Fangrollen fixieren das Saatgut nach dem Verlassen des

Fallrohrs exakt an der gewünschten Stelle auf dem

Saathorizont. Die an den gekennzeichneten Stellen

eingesetzten igus Gleitlager vom Typ iglidur G, dem

Universal-Werkstoff der Kunststoffexperten, gewährleisten

einen schmierfreien Betrieb, reduzieren gleichzeitig das

Gewicht der Maschine, die Zahl der Wartungsintervalle

und nicht zuletzt die Investitionskosten.

UWE SUND IST STUDIERTER

AGRAR WISSENSCHAFTLER UND

LEITER DES AGRAR-BRANCHEN-

MANAGEMENTS BEI IGUS

12 Mobile Maschinen 2018/02 www.mobile-maschinen.info


EINFACH EINZURICHTENDE

TOUCHSCREEN-KONSOLE

Eine hochleistungsfähige

8,4"-Touchscreen-Konsole

für Einsteiger

bietet

Topcon

Agriculture

mit der X23.

Sie enthält

Funktionen

zur Erweiterung

der

betrie blichen

Anforderungen

und ist

mit der Topcon-Horizon-Software ausgestattet, die

eine benutzerdefinier bare Schnittstelle mit vielen

Führungsmustern bietet. Die Konsole verfügt über

ein auch bei Sonne lesbares Display, das für die

einfache Einrichtung auf Fahrzeugplattformen wie

Traktoren, Sprühern und Erntemaschinen ausgelegt

ist. Mit dem Kauf eines Entsperr-Codes wird sie

Isobus-fähig. Die Konsole verfügt über eine visuelle

Sektionskontrolle von bis zu zehn Sektionen. Sie kann

auch aktualisiert werden, um eine Anwendungskontrolle

und variable Ratensteuerung für ein Gerät zu

ermöglichen, sodass der Benutzer automatisch

Sektionen ein- und ausschalten kann. Die Flüssigkeitsmengenregelung

hält die Ausbringmenge auch

bei unterschiedlichen Fahrzeuggeschwindigkeiten

konstant.

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DATENÜBERTRAGUNG IM

GIGABIT-MASSSTAB

Mit der High-Speed

Isobus-Steckdose stellt

Erich Jaeger die nächste

Isobus-Generation für

die Landtechnik vor. Sie

entspricht dem Wunsch

von Herstellern und

Landwirten nach hohen

Datenübertragungsraten,

wie sie z. B. für die

M2M-Kommunikation,

elektronische Supportund

Diagnosefunktionen

oder Echtzeit-Videosysteme

notwendig

sind. Dabei werden

Datenübertragungsraten

bis 1 Gbit/s erreicht.

Bis zu 5 000 Steckzyklen

sind mit der robusten Dose möglich. Sie ist nach Standard

IP6x staubdicht und IPx8-wassergeschützt. Im Austausch

mit der Agrarindustrie flossen Erkenntnisse aus Feldtests

in ihre Entwicklung ein. Dabei wurde auf die Einhaltung

der Norm ISO 11783 und darüber hinausgehende

kundenspezifische Anforderungen geachtet. Dadurch

sind Steckdose, der ebenfalls neue Stecker und Anbauteile

mit allen auf dem Markt verfügbaren anderen

Lösungen kompatibel. Die Steckdose liegt der Agricultural

Industry Electronics Foundation (AEF) als Vorschlag vor.

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Maschinenanalyse

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Funktionalität

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SELBSTERKLÄREND

Geradlinig, konsequent und funktional.

Das beschreibt das moderne Design des

Fahrerlosen Transportsystems EVE von

Serva Transport Systems. EVE sorgt als

autonomes Flurförderzeug mit der entsprechenden

Software für den optimalen Materialfluss

in der Intralogistik. Die Agentur für strategisches

Design Lumod, war während des

gesamten Entwicklungsvorgangs involviert. Am

Anfang des Designprozesses stand die Einbeziehung

aller Gegebenheiten wie Branchentrends,

Customer- und User-Bedürfnisse sowie die

Unternehmensstrategie. Ein gut gestaltetes

Produkt erklärt sich laut Wanja S. Steinmaier,

Geschäftsführer bei Lumod, von selbst und

vermeidet Fehlnutzungen bzw. unterstützt den

Anwender in seinem Arbeitsalltag. So wird EVE

z. B. durch den Ergoporter zu einer ergonomischen

Gesamtlösung ergänzt. Auf diesem wird

beim Wareneingang die Palette vom Lkw

abgestellt und anschließend von EVE zum

Bestimmungsort in Arbeitshöhe transportiert.

Ebenso wie der mit dem IF Design-Award

prämierte „große Bruder“ RAY, ein automatisiertes

Parksystem, vereint auch EVE Form und

Funktion als sich gegenseitig bedingende

Elemente, denn nur so lässt sich eine nachhaltige

Wertschöpfung erreichen. Lumod entwarf

für EVE ein kompaktes Design, welches das FTS

flexibel im Kommissionierbereich agieren lässt.

Durch die Verwendung von Strangpressprofilen,

sowohl als gestalterische wie auch als strukturelle

Komponente, lässt sich das Fahrzeug auf

Kundenwunsch in fast jeder Länge und Breite

liefern und ermöglicht dem Hersteller dadurch

ein hohes Maß an Flexibilität wirtschaftlich

umzusetzen. Diese Logik im Zusammenspiel

aus Form, Funktion und Wirtschaftlichkeit

schafft ein Alleinstellungsmerkmal und Leitbild

für Fahrerlose Transportsysteme.

www.lumod.de

www.serva-ts.com

14 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


ZUSATZINHALTE IM NETZ

Online finden Sie Videos,

erste Einsatzbespiele, weitere

Informationen zur Funktionsweise

und Bilder zu EVE und RAY.

http://bit.ly/Lumod_EVE

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INTERVIEW MIT DER

NACHI PVD

DANK MIR FÄHRT DER

BAGGER SCHNELLER!

16 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


Bei Hydraulik für Mini- und

Kompaktbagger fordern

Baumaschinenhersteller eine besonders

kompakte Bauweise und hohe

Energiedichte. Die ist nur mit speziell

abgestimmten Pumpen, wie der Nachi

PVD, zu verwirklichen. Wir haben mit ihr

über ihre tägliche Arbeit gesprochen.

Pumpe, stell Dich bitte vor.

Mein Name ist Nachi PVD. Ich bin eine Axialkolbenpumpe

und ich arbeite meistens in Mini- und

Kompaktbaggern mit Tragfähigkeiten zwischen etwa

1 500 bis 6 000 kg.

Warum gerade dort?

Ich schätze, weil ich so klein bin. Wenn mich die

Konstrukteure einplanen, darf ich nur wenig Platz im

Motorraum beanspruchen. Dank meines integralen

Aufbaus lassen sich mit mir bis zu vier Pumpenströme

realisieren, die zudem in zwei gleiche Volumenströme

teilbar sind. Somit kann ich alleine die Volumenströme

und Drücke für sämtliche Funktionen der Bagger

bereitstellen. So brauche ich viel weniger Bauraum als

das konventionelle Antriebskonzept mit zwei hintereinander

gebauten Kollegen.

Du bist eher der Typ „anpassungsfähig und ausgeglichen“,

oder?

Ja, das liegt sicherlich an meiner einstellbaren Schrägscheibe.

Mit der kann man mein Fördervolumen

individuell anpassen. Dadurch kann ich bei gleicher

Antriebsleistung von Kollege Verbrennungsmotor

größere Volumenströme und höhere Drücke erzeugen.

Außerdem bin ich mit zehn Kolben ausgeführt.

So ist mein Volumenstrom exakt gleich teilbar, wahrscheinlich

bin ich deshalb so ausgeglichen.

Was schätzt dein Chef an Dir?

Wenn der Chef ein Raupenfahrwerk hat, kann er mit

mir spurhaltig geradeaus fahren, und das auch noch

schneller als z.B. mit meinen Cousins mit Taumelscheibe.

Außerdem ist auch seine Schaufel und sein

Tragarm dank mir, besser zu steuern. Und mehr heben

kann er auch noch.

www.nachi.de

www.mobile-maschinen.info Mobile Maschinen 2018/03 17


KOMPAKTE, PROGRAMMIERBARE

INDUKTIVE WEGAUFNEHMER

Bei den

induktiven

Wegaufnehmern

von

A.B. Jödden

wird der

analoge

Messwert

mit einem

integriertem

16-Bit-A/D-

Wandler

digitalisiert

und in einem

Mikrocontroller

verarbeitet.

Bei der

Fertigung der Wegaufnehmer wird die Kennlinie des

Spulensystems auf der Messmaschine erfasst und im

integrierten EEPROM gespeichert. Mit diesen Korrekturdaten

werden Genauigkeiten der Ausgangssignale bis

0,1 % vom Messbereich erreicht. Programmiert wird der

Wegaufnehmer durch Verbinden der Anschlüsse ANF bzw.

END mit +UB für mindestens zwei Sekunden. Eine erfolgreiche

Programmierung wird durch kurzzeitigen Wechsel

des Ausgangssignals auf Mittelstellung signalisiert.

Werden die Anschlüsse ANF und END gemeinsam mit UB

verbunden, wird die Werkseinstellung wieder hergestellt.

Damit sind unterschiedliche Messwege mit nur einem

Wegaufnehmer darzustellen. Die Wegaufnehmer haben

ein quadratisches, 25 × 25 mm kleines oder ein rundes

M30-Gehäuse in Schutzart IP66.

www.abjoedden.de

INNENLIEGEND VERBAUTE

180°-MEHRGELENKSCHARNIERE

Die Edelstahl-Mehrgelenkscharniere GN 7237

von Ganter erlauben einen 180°-Öffnungswinkel

von Klappen, Luken und Türen, obwohl sie

innenliegend, platzsparend und vandalismussicher

im Gehäuseinneren verbaut werden.

Dadurch wird eine optimale Zugänglichkeit des

Gehäuseinnenraums erreicht. Gleichzeitig ist

gewährleistet, dass z. B. Fluchtwege nicht

durch rechtwinklig offenstehende Türen

versperrt werden können. Darüber hinaus

bleibt die Gehäuseaußenseite frei von Anbauteilen,

welche nicht zum Design passen oder

zwecks Reinigbarkeit gänzlich vermieden

werden sollen. Aufgebaut sind die Edelstahl-

Mehrgelenkscharniere aus zwei Befestigungswinkeln,

die am Gehäuse bzw. der Tür montiert

werden sowie einer dazwischenliegenden

spiel- und wartungsfrei gelagerten 7-fach-

Gelenkmechanik. Dank des per Simulationssoftware

ausgelegten Bewegungsablaufs der

Gelenkmechanik wird beim Öffnen z. B. eine

Klappe zunächst

leicht angehoben

und dann um 180°

ausgeschwenkt.

www.ganter-griff.de

Antriebssysteme für Industrieanwendungen

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SICHERE FÜHRUNG AUF ENGSTEM RAUM

Für die Leitungsführung auf engstem Raum bei hochdynamischem

Verfahren bietet Igus die Miniatur-E-Kette E2.10 mit

10 mm Innenhöhe, 15 mm Außenhöhe und kleinsten

Biegeradien an. Die Kettenglieder bestehen aus Boden-/

Seitenteil und einem Öffnungssteg. Dieser lässt sich von oben

und von der Seite mit einem Schraubendreher öffnen. Ein

mitgelieferter Kettenöffner ermöglicht ein Öffnen „in einem

Rutsch“. Ein robustes Anschlagsystem sorgt für mehr freitragende

Länge, höhere Zusatzlasten und weniger Eigengewicht. Die Bremse am Anschlag der Kettenglieder

sorgt für einen ruhigen Lauf. Sie eignet sich z. B. für automatische Türen, Fahrzeuge oder medizinische Möbel.

www.igus.de

WEICHE SCHALE,

HARTER KERN

Wenn Dichtungsmanschetten

am Antriebssystem eingerissen

oder undicht sind, bietet GKN

komplette Reparaturlösungen

samt benötigtem Fett und

Spannbändern an. Wenn beim

Originalteil thermoplastische

Elastomere (TPE) zum Einsatz

kommen, sollte zur Reparatur

auch eine TPE-Manschette

montiert werden. Moderne

Antriebssysteme greifen fast

ausschließlich auf TPE zurück, da

es den Leistungsanforderungen

am besten entspricht. Für alle

anderen Anwendungen können

auch Universalmanschetten als

schnelle Hilfe eingesetzt werden,

wenn die spezifische GKN-

Manschette nicht verfügbar ist.

Der Hersteller bietet zehn dieser

sogenannten Flex Boots an, die

über 1 800 verschiedene

Fahrzeuge abdecken. Die

Passgenauigkeit und Materialqualität

sind dabei genau auf die

Gelenke abgestimmt. Dies gilt

insbesondere für Verschiebegelenke,

die zusätzlich zu axialen

Verschiebungen von bis zu

60 mm, einen Beugewinkel von

bis zu 31° ermöglichen – und das

in einem Temperaturbereich von

- 40 bis + 100 °C.

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CONTAINERSTAPLER JETZT

AUCH ELEKTRISCH

Hyster entwickelt einen emissionsfreien

Voll-Containerstapler mit Elektroantrieb

und einer Tragfähigkeit von 48 t. In Kürze

soll die Testphase beginnen. Ziel ist es,

ähnliche Leistungsdaten wie bei dieselbetriebenen

Containerstaplern zu erreichen.

Die ersten Stapler werden mit Lithium-

Ionen-Batterien ausgerüstet. Am Ende soll

es drei Antriebsoptionen geben, u. a. mit

einer Kombination aus kleiner oder

mittlerer Batterie und einer Nuvera-Brennstoffzelle.

Passend zur Anwendung soll es

Elektrostapler mit großem Batteriepack und

konventioneller Aufladung, mit mittlerem

Batteriepack und einer Option für kabelloses Zwischenladen und mit kleinem Batteriepack und einer

Brennstoffzelle geben. Derzeit reicht die Kapazität von Lithium-Ionen-Batterien ohne Auflademöglichkeit

für Containerstapler nicht aus. Einen kontinuierlichen Betrieb sollen hier Brennstoffzellen

gewährleisten, entweder durch eine Aufladeoptionen oder eine Schnellbetankung mit Wasserstoff.

www.hyster.de

DRUCKSENSOR MIT E1-ZULASSUNG

FÜR MOBILE ANWENDUNGEN

Mit der Zulassung nach den E1-Richtlinien und einer

mittleren Lebensdauer von über 100 Jahren sind die

Drucksensoren der Serie SMO3100 von Variohm

Eurosensor für mobile Applikationen geeignet. Sie

bieten ein Edelstahlgehäuse, Schutzklasse bis IP69K,

Störsicherheit gegen elektromagnetische Feldstärken

bis 300 V/m und Belastbarkeit durch Stöße und

Vibrationen. Zudem nutzt diese Konstruktion weder

Ölfüllung noch O-Ringe. Mit der neuesten ASIC-

Generation liefert das piezoresistive Sensorelement

ein ratiometrisches Ausgangssignal von 0,5 bis

4,5 V. Ausgestattet mit solider mechanischer

Überlastsicherheit und einer Lebensdauer von über

10 Mio. Druckzyklen stehen 20 Druckbereiche

zwischen 0,5 und 4 000 bar serienmäßig zur

Verfügung. Problemlos arbeiten die Drucksensoren

der Serie SMO3100 bei Temperaturen zwischen - 40

und + 125 °C,

wobei der

kompensierte

Temperaturbereich

von - 20

bis + 85 °C reicht.

www.variohm.de

Impulsgeber

Kompakt und robust für den Maschinen- und Anlagenbau

www.twk.de

20 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info

TWK.indd 1 12.04.2018 08:48:22


SCHRÄGKUGELLAGER IN

VIELEN VARIANTEN

Preisoptimierte Schrägkugellager

in ein- und zweireihiger Bauweise

bietet Hecht mit seinen Eigenmarken

HKC und HKW. Einreihige

Schrägkugellager sind für die

Aufnahme radialer und einseitig

axial wirkender Kräfte ausgelegt.

Sie kommen bevorzugt paarweise

in Anwendungen zum Einsatz, die

eine hohe Spielfreiheit erfordern,

z. B. bei Spindeln oder in Motoren

OPTIMIERTE DACHMANSCHETTEN-

SÄTZE AUS TPU

Mit den Dachmanschettensätzen

aus Ecopur-

Werkstoffen will

SKF Economos

einen entscheidenden

Mehrwert

zu den am Markt

bekannten

Manschettendichtsätzen aus Kautschuk

bieten. Das eigene Seal-Jet-Verfahren zur

spanenden Fertigung ermöglicht den Einsatz

der herstellereigenen thermoplastischen

Polyurethanen. Diese verfügen über eine bis zu

fünfmal höhere Abriebfestigkeit und eine sehr

gute Medienverträglichkeit. Aufgrund ihrer

mechanischen Eigenschaften sind Dichtelemente

aus diesen Werkstoffen zudem gut zu

montieren. Ein Aufquellen des Dichtungsmaterials

ist ausgeschlossen. Das für den

Anwender aufwendige Nachspannen des

Manschettensatzes ist nicht mehr erforderlich.

Die wartungsfreie Dichtungslösung verursacht

keine Verunreinigung von Ölkreisläufen, die

häufig bei gewebeverstärkten Elastomermanschetten

auftreten kann.

www.skf.com

Kraft und

Präzision,die

bewegt

Verzahnungsteile

GSC Schwörer GmbH

Antriebstechnik

Oberbränder Straße 70

79871 Eisenbach

www.gsc-schwoerer.de

mit vertikaler Achslage. Diesen

Lagertyp gibt es mit verschiedenen

Nenndruckwinkeln und Käfigmaterialien

aus Stahl, Messing oder

Kunststoff. Universalausführungen

können auch ohne Passscheiben

paarweise in O-, X- oder Tandem-

Anordnung verbaut werden. Für

Anwendungen, bei denen

beidseitig große Axialkräfte

wirken, etwa in Pumpen, Landmaschinen,

Kompressoren, führt

der Anbieter zweireihige Schrägkugellager

mit oder ohne Füllnut.

Ohne Füllnut benötigen sie nur

wenig Bauraum und sind beidseitig

gleich hoch belastbar,

während mit Füllnut versehene

Lager für gerichtete axiale

Lastaufnahmen ausgelegt sind.

www.hecht-hkw.de

ZWEIKANALIGE PID-TEMPERATUR-REGLER

GSC.indd 1 24.04.2018 13:43:59

Gefran bietet die Zweikanal-Regler der Serie Performance in den drei

Ausführungen 850 (1/16 DIN), 1650 (1/8 DIN) und 1850 (1/4 DIN) an.

Diese Regler verfügen über eine Sollwertrampe sowie diverse

mathematische und Logikfunktionen für die einfache Konfiguration

zusätzlicher benutzerdefinierter Regelfunktionen. Alle PID-Regler der

Baureihe verfügen über die Option „Zwei Regelkreise“. Sie gestattet

dem Anwender, die beiden Kanäle für die unabhängige PID-Regelung

von zwei Zonen oder für eine Kaskaden- und Verhältnisregelung

sowie für weitere,

individuell konfigurierbare

Funktionen zu nutzen.

Zusätzlich umfasst diese

Option zwei unabhängige

Generatoren für wahlweise

unabhängige, synchrone

oder asynchrone Sollwertprofile.

www.gefran.com

OBERFLÄCHENTECHNIK • KORROSIONSSCHUTZ

Weltneuheit

Nie mehr ROST !

über 6.000 Std. Salzsprühtest, Chemiebeständig

Oberflächentechnik: Garantie bis 50 Jahre

die bunte Alternative zu Zink

Korrosionsschutz

OR 6000®

- Weltrekord

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SMARTE BEDIENUNG

FÜR NUTZFAHRZEUGE

Bediensysteme für Smart

Farming bietet Rafi an. Neben

Armrests für Valtra-Traktoren

und Pistenbullys von Kässbohrer

zählen dazu auch die vom

Anbieter selbstgefertigte

Openmatics-Onboard-Unit

„Bach-Box“, landwirtschaftliche

Trackingsysteme für Werkzeuge

und Anbau geräte sowie

Überwachungslösungen zu

Maschinen- und Nutzerverhalten. Die Armlehne für das Valtra S‐Serien-

Modell S394, die künftig auch in die N- und T-Schlepperserien integriert

wird, wurde mit dem Red Dot Design Award prämiert. Das neue Bedienfeld

für die Pisten bully-Serie PB 100 vereint ebenfalls alle Bedien elemente im

Armrest. Mit der Lösung sollen die Cockpits sämtlicher Pistenbully- Reihen

vereinheitlicht werden. Die Bach-Box ermöglicht in Kombination mit den

batteriebetriebenen Sensor-Tags „Detagtiv“ ein vernetztes System zur

Lokalisierung und Betriebsdatenerfassung von landwirtschaftlichen

Anbau geräten. Das Implement Tracking sorgt für intelligente Anbaugeräte

und effizientes Flottenmanagement.

www.rafi.de

AUTORISIERTE NUTZUNG DER

SCHNITTSTELLE AUTOTRAC TM

Mit dem System Green Fit von Reichhardt wird

die Lenkautomatik-Funktion Autotrac TM von

John Deere auch in Fahrzeugen zugänglich

gemacht, für die John Deere der direkte Zugriff

bisher untersagt wurde. Gestartet wird mit

AGCO-Fahrzeugen, wie Challenger und

Fendt-Plattformen. Damit antworte man auf

Anfragen aus dem Markt nach einer konstruktiven

Nutzung von Schnitt stellen zum

herstellerübergreifenden Einsatz von Ressourcen

und Arbeitsgeräten. Mit herstellerübergreifenden

Nachrüstlösungen könnten in

landwirtschaftlichen Betrieben kosten- und

ressourcenschonend Precision Farming

eingeführt und weiterentwickelt werden. Mit

dem System wird eine Lücke in der Kommunikation

zwischen verschiedenen Systemen

geschlossen. Zukünftig soll es die Kombination

von John Deere Autotrac TM und den bekannten

Sensoren zur Reihen erkennung von

Reichhardt erlauben.

www.reichhardt.com

HIGH-CURRENT, SOLID STATE J1939 CAN CONTROL

INTELLIGENT

EQUIPMENT

INTEGRATION

Steigern Sie die Integration Ihrer Ausrüstung in das digitale

Zeitalter, um eine verbesserte Diagnose, eine Fehlerbehebung

auf dem Bildschirm und eine höhere Benutzereffizienz zu

erreichen. Unsere robusten Intelligent Xpansion -Module

verfügen über digitale Schaltfunktionen und bis zu 15

Ampere-Ausgänge in einem kompakten, abgedichteten

Gehäuse und können aus der Ferne montiert werden, um die

Verdrahtungskosten erheblich zu reduzieren. Fügen Sie diese

Module nahtlos in unsere robusten PowerView®-Displays ein,

um die gesamte Ausrüstung zu steuern.

EFFICIENT.COSTEFFECTIVE. EASY INSTALLATION

22 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info

ENOVATIONCONTROLS.COM

SALES@ENOVATIONCONTROLS.EU


JOYSTICK STATT LENKRAD GIBT

KOMPLETT FREIE SICHT

Eine Pflasterverlegemaschine mit Joysticklenkung ist die

H 99 von Optimas. Die Lenkung ist in die linke Armlehne

integriert und lässt sich intuitiv bedienen. Dadurch, dass

der Fahrer so kein Lenkrad mehr bedienen muss, kann er

entspannter arbeiten. Dazu kommt, dass er ohne

Lenksäule eine komplett freie Sicht auf die Anlegekante

hat. Der Motor der Maschine leistet 17,9 kW bei 24,3 PS.

Damit kann die Maschine in jeder Umweltzone arbeiten.

Die Leistung der Hydraulikpumpe hat ein Volumen von

45 cm³, der Volumenstrom beträgt 121,5 l/min. Das

Bewegen der Maschine und gleichzeitige Heben oder

Senken des Auslegers ist ohne Ruckeln oder Geschwindigkeitsverlust

möglich. Für optimale Haltbarkeit sind

Haube und Dach aus Aluminium gefertigt. Die Frontscheibe

ist mit einem Handgriff zu öffnen. Damit hat der

Fahrer die bestmögliche Sicht auf das Arbeitsfeld.

Außerdem kann er dadurch auch bei geschlossener Tür

Frischluft zuführen.

www.optimas.de

AUF TRAKTOREN ABGESTIMMTE

ANTRIEBSSTEUERUNG

Die Traktorenmodelle

Q110_

S110 und E100 der

Marke Goldoni von

Lovol Arbos, die

demnächst auf

den Markt

kommen, sind mit

der Antriebssteuereinheit

Actua von

MTA ausgerüstet.

Die von der MTA-Elektronikabteilung entwickelte

Einheit steuert in den Traktoren z. B. Lichter, Blinker

und den Joystick im 360°-Modus. Darüber hinaus

dient sie der elektro-hydraulischen Verteilung. Es

stehen 62 Eingänge zur Verfügung, davon 45 digitale,

13 analoge und vier Frequenzeingänge, sowie

30 Ausgänge, davon fünf in Pulsweitenmodulation.

Die Vorsicherungsdose mit einem Dual-Core-Mikrokontroller

wurde aufgrund ihrer kompakten,

robusten Bauweise und ihrer Schutzart IP67

gewählt, die sich laut MTA als ideal für den Landwirtschaftsbereich

erweist. Die speziell für die

Goldoni-Traktormodelle entwickelte Software wird

in einer Basis-Version geliefert, die gemäß der

spezifischen Funktion einer Maschine mit der

MTA-Studio-Tool-Software implementiert wird.

www.mta.it

MOBILITÄT

EINE MINIMALE WÄRMEENTWICKLUNG BEI HOHEN GESCHWINDIGKEITEN

FÜHRT ZU LÄNGERER HALTBARKEIT UND HÖHERER MOBILITÄT.

GALAXY ist die bevorzugte Wahl von Erstausrüstern und Marktführer für Industrie- und OTR-Reifen

mit einem vollständigen Portfolio an Profilen für jede Anwendung. GALAXY weiß, wie wichtig es

ist, dass Reifen sich bei Einsätzen mit längeren Betriebszyklen schnell bewegen. Schnelle Durchlaufzeiten

können den Unterschied zwischen Profit und Problemen ausmachen. Dank der Spezialkonstruktion,

die bei hohen Geschwindigkeiten für eine minimale Wärmeentwicklung sorgt, sind

GALAXY-Reifen agiler und langlebiger.

Alliance Tire Europe BV, De Entree 59

1101 BH Amsterdam Zuidoost, The Netherlands • Tel: +31 (0) 20 2184 770 • Fax: +31 (0) 20 2184 771 • info.europe@atgtire.com • www.atgtire.com


CLEVERE VENTILATORENLÖSUNG

BITTE WENDEN

Extreme Arbeitsumgebungen – wie etwa im

Recycling-Umschlag – stellen Lüftungs- und

Kühlsysteme vor große Herausforderungen.

Staub setzt sich im Ansaugsieb und in den

Kühlrippen fest. Aus Ventilatoren werden

dann Staubsauger.

IFAT

Die Cleanfix-Ventilatoren

kann man auf der IFAT in

München in Halle C5,

Stand 402 live entdecken

24 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


Herkömmliche Ventilatoren, die zum Ausblasen

lediglich ihre Drehrichtung wechseln, sind

nur eine unzureichende Lösung. Der Grund:

Der Luftstrom wird mit der falschen Profilseite

des Flügelblattes erzeugt. Es fehlt Druck für eine gründliche

Reinigung, der Kühlbedarf im Reinigungsmodus

ist nicht ausreichend gedeckt. Die unangenehmen

Folgen sind Überhitzung von Motor, Getriebe und

Hydraulik. Das kann hohe Kosten verursachen.

Abhilfe schaffen die Cleanfix-Umschalt-Ventilatoren.

Die Flügel lassen sich um die eigene Achse drehen –

über die Querstellung. Eine einfache Idee, die aber als

einzige garantiert, dass die Flügelprofile stets in der

optimalen Position stehen, um den maximalen Luftstrom

und Druck für effi ziente Kühlung und gründliche

Reinigung zu erzeugen.

Die Umschalt-Ventilatoren blasen Ansaugsieb und

Kühler automatisch bei maximaler Motoren- und Ventilatorendrehzahl

frei. Das minimiert den manuellen

Reinigungsaufwand. Egal, ob im Radlader oder in

Umschlag maschinen – der Zeitvorteil gegenüber traditionellen

Ventilatoren ist signifikant. Das wirkt sich gleichzeitig

in einer besseren Maschinenproduktivität aus.

Auf dem Gelände der Firma Korn Recycling sind die

Umschalt-Ventilatoren seit mehreren Jahren im Dauereinsatz.

Für Geschäftsführer Alexander Korn eine Investition,

die sich gelohnt hat. „Die Zeitersparnis durch die

Cleanfix-Umschaltventilatoren sind sicherlich zwei

Stunden pro Tag pro Maschine.“ „Unsere Ventilatoren

sind intelligent“, erklärt Benjamin Hägele, „Nicht nur,

dass sie den Luftstrom umkehren, um den Kühler kräftig

zu reinigen, sondern auch der Flügelwinkel passt sich

automatisch dem Kühlbedarf des Motors an, sodass

Kühlung und Luftströmung optimiert werden, um Kraftstoff

zu sparen – und somit bares Geld.“

Die Ventilatoren-Flügel lassen sich um die eigene Achse drehen

www.cleanfix.org

®

Heavy-Duty Camera Solutions

Machen, was zählt!

Leben schützen, Menschen helfen, Kosten senken.

Rückfahrkamerasysteme für Kommunalfahrzeuge

www.motec-cameras.com/kamerasysteme-transportfahrzeuge-kommunalfahrzeuge/


FLURFÖRDERZEUGE

INNERE WERTE

26 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


Hightech-Komponenten machen Flurförderzeuge

sicher, zuverlässig und leise. Ob Antrieb,

Reifen oder Schlauch – individuelle Elemente

sorgen für einen effizienten Betrieb.

Rund um den Globus transportieren Flurförderzeuge Waren

im Lager und Bauteile in der Fabrik schnell von A nach B.

Eine breite Palette an eigens für diesen Anwendungsfall

konzipierten Produkten von Continental gewährleistet, dass

die entsprechenden Aufgaben effizient, sicher, zuverlässig und leise

erfüllt werden. Schon heute verhindern leitfähige Kraftstoffschläuche

Selbstentzündungen, verbessern Hydrolager den Komfort und helfen

Zahnriemen bei der Höhendetektion. „Automatisierte Flurförderzeuge,

intelligente Gabelstapler sowie miteinander kommunizierende

Roboter und Cobots werden fester Bestandteil

logistischer Flotten“, erklärt Hans-Jürgen Duensing, Mitglied des

Continental-Vorstands, mit Blick auf das Lager der Zukunft.

Heutige Technologien spielen dabei weiterhin eine Schlüsselrolle

für den sicheren und effizienten Betrieb der Flurförderzeuge. So ist

überall dort, wo besonders hohe Temperaturen auftreten, der vielseitige

Umlageschlauch Conti Excelsus die passende Lösung. Sein

Spezialgeflecht aus einem hoch temperatur- und chemikalienbeständigen

textilen Kunststoff macht den Schlauch besonders flexibel

und ermöglicht so den Einsatz in engen und komplexen Einbausituationen.

Er kann Temperaturen bis zu 250 °C standhalten,

versorgt Turbolader mit Kühlwasser und Schmieröl und wird auch

in deren Steuerungssystem verwendet. Ebenso eignet er sich für

den Lufttransport. Durch seine Leichtbaukonstruktion erreicht der

Conti Excelsus einen deutlichen Gewichtsvorteil gegenüber den

bisher verwendeten, mit Edelstahl umflochtenen PTFE-Rohren.

Ebenfalls bei vielen Gabelstaplern im Einsatz: flexible und formstabile

Ölleitungen aus einem Polyamid-Rohr mit Festigkeitsträger.

Sie sind bis zu einem Betriebsdruck von 80 bar freigegeben und eignen

sich als Niederdruckhydraulikleitungen für zahlreiche Anwendungen.

Dabei sind sie deutlich flexibler als bisherige PA-Rohre

und dennoch vorgeformt. Durch ihren Aufbau können sie Schwingungen

dämpfen und leicht montiert werden.

Autorin: Antje Lewe, Pressesprecherin, Continental AG, Hannover

www.mobile-maschinen.info Mobile Maschinen 2018/03 27


STATISCHE AUFLADUNG VERHINDERN

01 Der chemikalienbeständige Schlauch hält

Temperaturen bis zu 250 °C stand

02 Clean-Reifen tragen sichtbar zu einem reineren

und sichtbar hygienischeren Arbeitsumfeld bei

01

Mit einem elektrisch leitfähigen Kraftstoffschlauch erzielt Continental

zudem deutlich mehr Sicherheit für den Anwender: Bei dem Produkt

verhindert eine Innenschicht aus FPM (Fluor-Polymer-Kautschuk)

eine statische Aufladung bei hohen Durchflussgeschwindigkeiten, die

im schlimmsten Fall zu Funkenflug und einer Selbstentzündung des

Fahrzeugs führen könnte. Die hoch flexiblen Kraftstoffleitungen sind

für Benzin, Diesel und Bio-Diesel geeignet und halten Betriebstemperaturen

von – 40 bis + 150 °C stand.

Darüber hinaus bietet Continental kompakte Hydraulikschläuche

mit stabiler, aber hochflexibler Stahldrahteinlage für kleinste Einbausituationen

bei Hochdruckanwendungen in Hubgerüsten von Flurförderzeugen,

Hydraulikschläuche für den hydrostatischen Fahrantrieb

sowie Zwillingsschläuche aus Kunststoff für die hydraulische Hubmaststeuerung.

Auch vorgeformte Kraftstoffschläuche aus Polyurethan und

Polyamid für Benzin-, Diesel- und RME-Dieselstapler gehören zum

Programm. Für die schnelle Leitungsmontage wird ein platzsparendes

Stecksystem eingesetzt. Abgerundet wird die Produktpalette durch

Formschläuche, die unter anderem im Spezialbereich Ladeluftkühlung

eingesetzt werden.

MINIMALE BODENSPUREN

Besonders im nordamerikanischen und europäischen Raum steigt die

Nachfrage nach abriebfesten Clean-Reifen. Grund sind strenge

Hy gienevorschriften – nicht nur im Pharma- und Lebensmittelgewerbe,

sondern jüngst auch in einer Vielzahl anderer Industrien. Denn strenge

Umweltauflagen und Trends wie die Digitalisierung und Automatisierung

machen vielerorts Modernisierungen der Produktionsanlagen

notwendig.

Gerade in diesen höchsthygienischen Produktionsbedingungen sollen

Fahr- und Bremsspuren, die durch den Abrieb von Reifen verursacht

werden, und dunkle Reifenstaubreste auf den Produktionsgütern weitestgehend

reduziert werden. Clean-Reifen wie der SC20 Clean mit ihren

hellen Seitenwand- und Laufflächenmischungen, die beinahe golden

aussehen, verursachen deutlich weniger solcher Spuren gegenüber

schwarzen Reifen. Damit tragen sie sichtbar zu einem reineren und sichtbar

hygienischeren Arbeitsumfeld bei.

GERÄUSCHLOSE ANTRIEBE

02

Zahnriemen aus Polyurethan werden im Steuertrieb zahlreicher Gabelstapler

zur Höhendetektion eingesetzt und ermöglichen exaktes Positionieren.

PU-Flachriemen mit hoch belastbaren Festigkeitsträgern bieten

zudem platzsparende und nahezu geräuschlose Antriebslösungen

für Hubmasten von Flurförderzeugen. Durch ihre Polyurethan-

Ummantelung sind sie wartungsfrei und deutlich langlebiger als

Ketten. Ein weiterer Vorteil ist ihre Flexibilität, wodurch auch sehr

kleine Durchmesser ermöglicht werden.

Alle wichtigen Informationen, die Staplerfahrer für ihre Arbeit benötigen,

stellen ihnen die Displays von Continental zur Verfügung. Darüber

hinaus bietet das Unternehmen für Flurförderzeuge elektronische

Steuereinheiten verschiedener Fahrzeugfunktionalitäten. So steuert

beispielsweise eine dieser Einheiten alle Staplerbewegungen, also Vorwärts-

und Rückwärtsfahren, die Lenkung, das Auf und Ab der Gabel

und vieles mehr. Ein weiteres Gerät steuert Licht, Blinker, Scheibenwischer

und Zusatzfunktionen wie Heizung und Radio. Eine andere

Einheit wird in der Armlehne verbaut und übernimmt die Steuerbefehle

der dort vorhandenen Bedienungselemente wie Joystick und Taster.

www.continental.de

28 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


MODULARE HIGH-FLOW-PROPORTIONALVENTILE

Danfoss Power

Solutions hat

sein Angebot

an Proportionalventilen

um

zwei Modelle

mit hoher

Durchflusskapazität

erweitert. Die

Modelle

PVG 128 und

PVG 256 lassen

sich in bestehende

Anlagen

mit Hochleistungs-Proportionalventilen

von Danfoss integrieren. Ihr modularer

Aufbau ermöglicht niedrigen bis hohen hydraulischen Durchfluss in

einem Ventilblock. Die Ventile erweitern das Durchflussspektrum der

PVG-Serie auf bis zu 300 bzw. 400 l/min. Eine Turbo-Version kann den

Durchfluss auf bis zu 500 l/min erhöhen. Die Ventile eignen sich z. B.

für große, mobile oder Lkw-montierte Kräne, Raupenkräne, Schiffskräne,

Winden und Bohranlagen.

www.powersolutions.danfoss.de

MOVE

WITH OUR

EXPERIENCE

Check Valves

Calibrated

Orifices

Pilot operated

Check

Valve

Relief Valves

NEU

Flow Controls

NEU

GEWICHTSREDUZIERTE STEUERBLÖCKE

Beim Fahrzeugbau

Gewicht zu sparen, ist

eine Möglichkeit, den

Emissions-Ausstoß zu

reduzieren. Potenzial

bieten z. B. hydraulische

Steuerblöcke von

Lkw-Aufbauten wie

Hubarbeitsbühnen. B&B

Fluidsysteme bietet

hierfür Steuerblöcke, die

individuell angepasst

werden. Zudem fertigt

das Unternehmen

Aluminiumgehäuse, die

die Steuerblöcke zusätzlich

leichter machen. Durch die Betrachtung der Wandstärken und

entsprechender Anpassung kann weiteres Gewicht eingespart

werden. Per Computerberechnung nach der Finite-Elemente-Methode

wird die Konstruktion dazu auf Festigkeit und Dehnung hin untersucht.

Letzteres ist besonders bei eloxierten Steuerblock-Gehäusen

wichtig: Bei der Druckprüfung mit 50 % mehr als der zulässige

Betriebsdruck darf durch die Dehnung des Materials die Eloxalschicht

nicht reißen. Anhand der getesteten Parameter kann der

Steuerblock so konstruiert werden, dass das optimale Verhältnis von

Funktionalität, Langlebigkeit und Gewicht erreicht wird.

www.bb-fluidsysteme.de

Airbleed

Safety Screens

Betaplugs

LEE Hydraulische

Miniaturkomponenten GmbH

Am Limespark 2 · 65843 Sulzbach

Telefon 06196 / 773 69-0

E-mail info@lee.de

www.lee.de

T H E LEE C O M PA N Y S INC E 19 4 8


KOMPAKTER ELEKTROANTRIEB

DER TIER-G-MOTOR

Die Reduzierung schädlicher Emissionen von

Dieselmotoren ist derzeit ein heißes Thema.

Doch die unterschiedlichen Richtlinien mit

diesem Ziel sind weit davon entfernt,

wirklich „grün“ zu sein.

30 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


Egal, ob „Tier”- oder, „Euro”-Norm: Die Emissionsgesetzgebung

zielt immer auf Benzin- oder

Dieselmotoren ab. Dadurch werden diese zwar

immer umweltschonender, aber den Status „G“

(grün) werden sie nie erreichen. Um dies zu erreichen,

muss ein umweltfreundlicher Motor leistungsstark,

zuverlässig und flexibel sein sowie ähnliche – oder

höhere – Leistungen wie vorhandene Installationen

aufweisen. Zusätzlich muss er dort, wo dies notwendig

ist, vollständig emissionsfrei arbeiten. Transfluid hat

nun einen neuen Elektro-Antrieb entwickelt, den sogenannten

Tier G, um diese Herausforderung anzugehen.

KOMPAKT UND FLEXIBEL

Ergebnis des Entwicklungsprozesses ist ein hocheffizienter

und somit energiesparender Antrieb. Durch

die längere Batteriebetriebszeit steigt die Reichweite

des Fahrzeugs. Der Tier G ist schwingungs- und

emissionsfrei sowie geräuscharm im Betrieb. Durch

seine kompakte Bauform bietet er ein hohes Leistungs-

/ Gewichtverhältnis. Darüber hinaus überzeugt er mit

einem sehr flexiblen Drehmomentprofil, das an die

jeweilige Anforderung angepasst werden kann.

Zusätzlich zum rein elektrischen Antrieb kann der

Tier G auch in Hybridlösungen eingesetzt werden. In

Kombination mit einem Dieselmotor sind vier Betriebsarten

realisierbar: Rein elektrisch, nur Diesel,

Diesel mit Elektromotor als Generator und „Booster”

mit der kombinierten Leistung beider Motoren. Es ist

zu beachten, dass der Transfluid-Hybrid einer der

wenigen Systeme ist, in denen zwischen den Betriebsarten

umgeschaltet werden kann, während sich das

Fahrzeug bereits bewegt, ohne in „Neutral“ zu schalten

oder es anzuhalten. Das Angebot an Hybridmo dulen

beginnt ab 38 kW und reicht bis 1 231 kW.

Fotos: Transfluid, elektronik-zeit/Fotolia.de

www.transfluid.eu

Den Tier-G-Motor gibt es als

Einzelkomponente oder mit

einem vollständigen Satz an

Zubehörteilen


DAS STARKE

EXPERTEN-NETZWERK!

Vernetzen Sie sich mit den

Experten und diskutieren Sie mit –

in unserem XING-Expertenforum.

JETZT IN DER XING-GRUPPE ANMELDEN:

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Mobile Arbeitsmaschinen – Konstruktion,

Entwicklung, Engineering von Baumaschinen,

Landmaschinen, etc.

Alles rund ums Engineering mobiler Arbeitsmaschinen.

Eine Gruppe der Fachzeitschrift Mobile Maschinen.

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DAS FORUM FÜR KONSTRUKTEURE VON MOBILEN

ARBEITSMASCHINEN UND DIE ZULIEFERNDE INDUSTRIE.

Nutzen Sie das Expertenwissen des Branchen-Insiders und

erfahren Sie Aktuelles über Fach-Veranstaltungen, Messen,

neueste technologische Entwicklungen und Trends!

Mobile Maschinen finden Sie auch hier:


HYDRAULIKHAMMER FÖRDERT

HOCHWERTIGEN SCHIEFER

Der Hydraulikhammer SB 202 von Epiroc

hat sich bereits vielfach bewährt. Beim

Schieferabbau unter Tage im Bergwerk

Katzenberg überzeugt er durch seine

Zuverlässigkeit, robuste Bauweise und

Wartungsarmut. Mit moderner Technologie

entwickelt und produziert Epiroc

innovative Anbaugeräte für Bagger, die

in den Bereichen Gesteinsgewinnung,

Abbruch und Recycling zum Einsatz

kommen. Der moderne, speziell

entwickelte Hydraulikhammer SB 202

gewährleistet einen effizienten Abbau

des Moselschiefers. Im Bergwerk sind

insgesamt sechs dieser Hämmer im

täglichen Einsatz – jeweils drei bis vier

Stunden pro Schicht. Zwei dienen als

Reserve, die restlichen vier werden

genutzt, um den abbauwürdigen Schiefer, der vorher mittels

einer Diamantsäge entlang der geologischen Gegebenheiten

in exakte Raster gesägt wurde, zu lösen respektive aus

der Wand herauszubrechen. Beim Einsatz unter Tage

herrschen feuchte, beengte Verhältnisse. Hier zeigen sich die

Stärken des SB 202, der mit seiner einzigartigen Solid-Body-

Bauweise besonders gut für diese Aufgabe geeignet ist.

www.epiroc.com

ENERGIESPEICHER MACHT

ELEKTRISCHE ANTRIEBE EFFIZIENTER

Das Energiespeichersystem

Liduro

von Liebherr

dient der

Effizienzsteigerung

elektrischer

Antriebssysteme

und

Anlagen. Das

flüssigkeitsgekühlte

Komplettsystem beinhaltet alle benötigten

Einzelsysteme und Baugruppen und ermöglicht die

Aufnahme und Abgabe von 100 kW in 15 s. Die Speichereinheit

kann als 2-Pol direkt an einen Gleichspannungszwischenkreis

angeschlossen werden, oder mit einer

zusätzlichen Kommunikationsschnittstelle eine

definierte Energiemenge aufnehmen und abgeben. Die

Speicherkapazität lässt sich auf die Anwendung

skalieren. Außerdem wird eine höhere Leistungsabgabe

und auch eine spätere Verwendung überschüssiger

Energie ermöglicht.

www.liebherr.com

A CHALLENGE IN THE

ELECTRIFICATION OF

YOUR HYDRAULIC

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IT FOR YOU.

Sonceboz is a leader in providing mechatronic

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BEDIEN- UND STEUERGERÄTE

INTELLIGENTER WÜRFEL

VEREINFACHT MIETENPFLEGE

34 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


Die Bedienung und Steuerung

von landwirtschaftlichen

Maschinen, die an einen

Schlepper befestigt werden,

sind häufig noch von

konventioneller Verkabelung

mit einem unübersichtlichen

Kabelbaum geprägt. Dass dies

auch einfacher geht, zeigt eine

Maschine zur Pflege von

Zuckerrübenmieten: Der

Entwickler setzt hier auf das

Qubussystem sowie ein

Bedien- und Steuergerät von

Graf-Syteco.

Autor: Dr. Jörg Lantzsch, Inhaber,

Agentur Dr. Lantzsch, Wiesbaden

In Deutschland werden pro Jahr über drei Millionen Tonnen

Zucker verarbeitet. Die größten Abnehmer sind dabei die

Getränke- und die Süßwarenindustrie. Hergestellt wird dieser

aus Zuckerrüben, aus denen in großen Fabriken der Zucker

extrahiert wird. Die größten Fabriken können bis zu

20 000 t Zuckerrüben pro Tag verarbeiten. Die Konzentration

im Zuckermarkt in den vergangenen Jahrzehnten hat dazu geführt,

dass dieFabriken immer größer und gleichzeitig effizienter

geworden sind. Um diese optimal auszulasten, sollte die Verarbeitung

über einen möglichst langen Zeitraum stattfinden – so

kann eine Kampagne in Deutschland von der ersten Ernte bis

zur letzten Verarbeitung bis zu 100 Tage andauern.

PROBLEMFALL FROST

Nach der Ernte werden die Zuckerrüben am Rand der Anbaufläche

in Mieten gelagert und dann sukzessive zu den Zuckerfabriken

transportiert. Das Aufladen der Rüben auf Lkw oder

Hänger sowie der Transport zur Fabrik übernehmen häufig

Lohnbetriebe. Einen solchen betreibt neben seinem eigenen

landwirtschaftlichen Betrieb auch Hermann Klünder. Der

Landwirt aus Landesbergen in Niedersachsen hat bereits vor

30 Jahren damit begonnen, Rüben aufzuladen, um so ein zusätzliches

Geschäft im Winter zu betreiben. „Durch die längere

Kampagne, während die Zuckerrüben in den Fabriken verarbeitet

werden, kommt es immer wieder vor, dass bereits Frost

herrscht, während die Rüben noch in der Miete gelagert sind“,

so Klünder. „Wenn die Rüben einfrieren und anschließend

wieder auftauen, sinkt der Zuckerertrag bei der Verarbeitung

drastisch.“

Da der Zuckergehalt in den Rüben bereits durch die reguläre

Lagerung sinkt, zahlen die Zuckerfabriken den Landwirten in

manchen Fällen eine Spätlieferprämie. Um das Problem des

Einfrierens in den Griff zu bekommen, werden die Mieten mit

den Zuckerrüben seit dem Ende der 90er-Jahre mit Vlies abgedeckt,

welches bis zu sechsmal wiederverwendet werden

kann. So bleiben die Rüben trocken und können atmen.

MASCHINE FÜR DIE MIETENPFLEGE

„Die Abdeckungen auf den Mieten haben uns beim Aufladen

immer wieder vor Probleme gestellt“ erinnert sich Klünder:

„Wir hatten den zusätzlichen Aufwand, die Planen oder Vliesabdeckungen

zu entfernen.“ Teilweise seien die Planen auch

am Boden festgefroren gewesen, sodass sie beim Entfernen

zerschnitten werden mussten. Unzufrieden mit der Situation

bot Klünder den Landwirten das Anbringen und Entfernen

der Vliesabdeckungen als zusätzliche Dienstleistung an. Als

dann der Auftrag einer kompletten Liefergemeinschaft für

diese Mietenpflege folgte, machte er sich auf die Suche nach

einer Maschine für diese Tätigkeiten – allerdings ohne Erfolg.

Klünder: „Da es am Markt keine brauchbare Lösung gab, haben

wir uns selbst an die Konstruktion gewagt.“ Bei den ersten

Versuchen mit einem Aufbaukran für einen Schlepper stellte

sich heraus: Das Vlies ließ sich zwar über die Miete ziehen,

bei starkem Wind wurde es aber schnell weggeweht. Auch die

Idee, das Vlies mit Heringen festzustecken, hat sich als nicht

praktikabel erwiesen.

Die zündende Idee kam Klünder, als er an Erkältungen in

der Kindheit zurückdachte: „Da steckt man die Bettdecke ja

www.mobile-maschinen.info Mobile Maschinen 2018/03 35


undum unter dem Körper fest.“ Nach dem gleichen Prinzip entwickelte

der Landwirt anschließend eine Maschine, bei dem eine

rotierende Scheibe, das Vlies unter den Zuckerrüben feststeckt. Die

komplette Maschine besteht so aus zwei Teilen, die an den Dreipunkt-Krafthebern

eines Schleppers montiert werden können. Am

Heck befindet sich der Kran, der mit einem Dorn die Rolle mit dem

Abdeckvlies aufnehmen kann. Ein Hydraulikmotor treibt den Dorn

an, der so das Vlies auf oder abwickeln kann. Als Rollen werden herkömmliche

Wasserrohre verwendet. An der Front befindet sich der

Teil mit der rotierenden Scheibe, die ebenfalls mit einem Hydraulikmotor

angetrieben wird. Nachdem das Vlies mit dem Kranaufbau

über die Miete gezogen wurde, wird es mit der Scheibe festgesteckt.

Und zwar so, dass es immer zwischen den untersten Lagen Zuckerrüben

und nicht direkt auf dem Boden liegt, denn sonst könnte es

festfrieren und beim Entfernen von der Miete beschädigt werden.

Der Kran am Heck ist so konstruiert, dass der Schlepper gleichzeitig

noch einen Hänger am originalen Anhängemaul ziehen kann.

So ist sichergestellt, dass der Schlepper trotz angebauter Maschine

01

02

mit der zugelassenen Geschwindigkeit von 80 km/h auf der Straße

fahren kann. Hydraulikzylinder und -motoren sorgen für die zahlreichen

Bewegungen der Maschine. Insgesamt sind 11 Hydraulikventile

für eine proportionale Ansteuerung der Bewegungen in den

beiden Teilen der Maschine verbaut – dafür sind 13 digitale und sieben

PWM-Ausgänge nötig.

ERGONOMISCHE BEDIENUNG

In den ersten Maschinen, die Klünder entwickelte, waren alle Hydraulikventile

bis zur Steuerung im Fahrerhaus verkabelt. Dort konnte

der Fahrer die Maschine mit zwei Joysticks bedienen und so die verschiedenen

Bewegungen kontrollieren. „Der Aufwand für die Verkabelung

ist dadurch natürlich groß; besonders flexibel ist diese

Lösung auch nicht“, so Klünder.

Eine einfachere Lösung fand der Landwirt bei der Firma Brettmeister

Elektronik. Statt einer Einzelverkabelung setzt Brettmeister auf

„Qubus“, ein intelligentes System in Würfelform für die Hydrauliksteuerung

von Graf-Syteco, bei dem alle Ventile über einen Eindrahtbus

angesteuert werden. Der Verkabelungsaufwand ist dadurch gering

und auch unabhängig davon, wie viele Ventile benötigt werden. Ferner

setzt Brettmeister ein Bedien- und Steuergerät vom Typ D1000

ein, ebenfalls von Graf-Syteco. Mit den kompakten Einbau maßen von

96 × 96 mm bei einer Einbautiefe von 48 mm passt das Gerät optimal

in das kompakte Gehäuse, in das neben dem Bediengerät noch ein

V25-Joystick von Gessmann sowie ein Not-Aus-Taster inte griert sind.

Das 3,5"-TFT-Display des D1000 hat eine hohe Auflösung von

320 × 240 Pixel und kann damit auch detailreiche Darstellungen visualisieren.

Bedient wird es über vier taktile Tasten mit Status-LED, die

unter dem Display angeordnet sind. Neben der Masterfunktion für

den Qubus bietet das Bedien- und Steuergerät noch eine Vielzahl weiterer

Schnittstellen. Der Joystick ist z. B. über CAN angebunden, für

die Programmierung wird eine USB-Schnittstelle verwendet.

Die Bedienung ist mit der neuen Steuerung nicht nur ergonomischer,

Klünder nennt noch einen weiteren wichtigen Vorteil: „Die

Steuerung und die verschiedenen Konfigurationen lassen sich über

das D1000 einfach anpassen. Die Umschaltung zwischen dem Kran

am Heck und der rotierenden Scheibe findet an der Front über die

taktilen Tasten am Display statt.“ Auch die Drehgeschwindigkeit der

Scheibe, die Belegung der Taster auf dem Joystick und viele weitere

Funktionen ließen sich flexibel konfigurieren. „Im Prinzip kann der

Bediener sogar die Richtung, in der sich der Kran bei einer Bedienung

des Joysticks bewegt, umdrehen“, erklärt Klünder.

Die Programmierung der Steuerung stammt von der Firma Brettmeister

Elektronik, die das System inklusive dem D1000, dem Joystick,

dem Gehäuse und der Elektronik zur Verfügung stellt. Bei der

Programmierung setzt Brettmeister die Software GDS von Graf-

Syteco ein, in der sich alle Funktionen einfach umsetzen lassen.

Fotos: Graf-Syteco

www.graf-syteco.de

01 Die Verkabelung der einzelnen Stecker benötigt durch das

Bussystem nur eine Busleitung, die gleichzeitig die Spannungsversorgung

enthält

02 Das System zur Bedienung und Steuerung der Maschine ist

ergonomisch und vereinfacht Änderungen an der Konfiguration

36 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


STEUERUNGSRECHNER MIT IP67-SCHUTZ

FÜR BAUMASCHINEN

Syslogic bietet mit dem Rugged Computer einen lüfterlosen

Industrierechner, der eigens für den mobilen Einsatz

unter Extrembedingungen entwickelt wurde. Er kommt in

Fahrzeugen wie Gradern, Radladern, Lastkraftwagen,

Raupenladern, Minenfahrzeugen oder Bulldozern zum

Einsatz. Der Rugged Computer dient als Datenlogger,

Steuerungs- und Controlrechner, zur Datenerfassung oder

für die Fahrzeug-zu-Fahrzeug- oder Fahrzeug-zu-Infrastruktur-

Kommunikation. Das Gehäuse des Computers aus hart

eloxiertem Aluminium ist sowohl staub- als auch wasserund

chemikalienresistent. Damit erfüllt der Rugged

Computer die Schutzklasse IP67. Für die Schnittstellen

verwendet Syslogic verschraubbare M12-Steckverbinder.

Zudem verzichtet der Industriecomputer auf bewegliche

Teile. Entsprechend eignet er sich für den Dauereinsatz

(24/7) in harscher Umgebung oder für den Außeneinsatz.

Die Service-Schnittstellen USB und DVI werden von einer

verschraubten Serviceklappe geschützt. Der Rugged

Computer ist für den erweiterten Temperaturbereich von

-40 bis + 85 °C ausgelegt.

www.syslogic.de

KABELTÜLLEN FÜR VIELE

LEITUNGEN

Icotek erweitert sein Sortiment der

DT-Kabeltüllen um die DT5. Die

DT-Kabeltüllen sind überall dort

einsetzbar, wo eine hohe Anzahl an

elektrischen, pneumatischen oder

hydraulischen Leitungen durchgeführt

und mit IP54 abgedichtet

werden muss. Mit den Kabeltüllen

können maximal vier 14,5-mmund

eine 9,5-mm-Leitung eingeführt

werden. Durch den Einsatz

der Durchführungstüllen lässt sich

die Packungsdichte deutlich

erhöhen. DT-Tüllen sind kompatibel

mit teilbaren Kabeleinführungsleisten

des Herstellers. Das

Einführen von Leitungen mit und

ohne Stecker in einer Kabeleinführungsleiste

lässt sich somit

problemlos kombinieren. Die neue

Kabeltülle ist ab sofort erhältlich.

www.icotek.com

EINGABESYSTEME FÜR MOBILE & STATIONÄRE ANSPRÜCHE

ANALYSE. LÖSUNGSVORSCHLÄGE. PRODUKTENTWICKLUNG.

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Griessbach GmbH · Im Biotechnologiepark · 14943 Luckenwalde · www.griessbach.de

KNOW HOW AUS

LUCKENWALDE


STANDARDISIERTE STROMVERTEILER-LÖSUNG

SMARTE BOX FÜR

SCHLANKE KABELBÄUME

Autor: Jean-Baptiste Delcroix, Produktmanager,

Würth Elektronik ICS GmbH & Co. KG, Niedernhall

38 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


Dieci ist ein führender europäischer Hersteller von

Maschinen für den Materialumschlag in der

Landwirtschaft und im Bausektor. Das aktuelle

Portfolio umfasst 17 Produktlinien mit insgesamt

143 Serienmodellen, die zugleich Basis für

kundenspezifische Lösungen sind. Diese

Angebotsvielfalt erfordert einen hohen

Standardisierungsgrad der Komponenten. Im

Bereich Fahrzeugelektrik arbeitet das Unternehmen

dazu mit Würth Elektronik ICS zusammen.

Die ersten Produkte, die das Unternehmen Dieci aus Montecchio

Emilia, Italien, im Jahr 1962 entwickelte, waren

Fahrmischer. Heute stechen im breiten Portfolio des weltweit

agierenden Unternehmens besonders die Teleskoplader

heraus. Dieci war 1983 einer der ersten europäischen Hersteller

für diese leistungsstarken und vielseitig einsetzbaren Hebefahrzeuge

und kann sich bis heute mit innovativen Lösungen im harten internationalen

Wettbewerb behaupten.

HOHE FUNKTIONALITÄT

Die elektrische Architektur dieser Teleskoplader war früher von einem

komplexen Kabelbaum und mehreren Relais- und Sicherungsboxen

gekennzeichnet. „Es war eine vollverkabelte Lösung, die viel Platz

erforderte und aufwändig zu montieren war. Das war uns nicht mehr

smart genug“, erinnert sich Stefano Gabrini, Electrical Department

bei Dieci. Da kam Würth Elektronik ICS mit seinem neuen Plattformkonzept

für kundenspezifische Stromverteilungslösungen gerade

richtig. Eine Standardbox mit kundenspezifischer Leiterplatte, in der

Hochstromsicherungen und Relais integriert werden? Leiterplattentechnik

und Kupferschienen für hohe Ströme kombiniert?

Der Vorschlag des Spezialisten für leiterplattenbasierte Systemlösungen

für Signal- und Leistungsverteiler ließ die italienischen

Maschinenbauer aufhorchen und versprach eine erhebliche Rationalisierung

im Bereich der elektrischen Systeme. Die Idee klang gut:

Hauptpotenziale werden in Batterienähe aufgetrennt und abgesichert.

Und die Verbraucher in Batterienähe profitieren durch die

direkte Schaltung und Sicherung.

ENGE ABSPRACHE

Innerhalb weniger Monate erarbeitete ein gemeinsames Team von

Würth Elektronik ICS und Dieci die Anforderungen, entwickelte den

www.mobile-maschinen.info Mobile Maschinen 2018/03 39


Die kundenspezifische Box

musste vor allem hinsichtlich

thermischer Anforderungen

überzeugen

kundenspezifischen Teil der Lösung mit dem Namen REDline

Power Box Hybrid und produzierte die ersten Prototypen. „Die

größte Herausforderung bei der Entwicklung bestand darin, alle

Komponenten auf der Leiterplatte unterzubringen und den Kostenrahmen,

den uns Dieci gesetzt hatte, einzuhalten“, erinnert sich der

für Italien zuständige Vertriebsmitarbeiter Sabatino Scarpitto an

die Zeit der ersten Prototypentwicklung.

Unter den qualitätssichernden Maßnahmen war die Thermographie

besonders wichtig. Die Tests nach diesem Verfahren bestätigten,

dass das Layout den Temperaturspezifikationen von Dieci entsprach.

Die Box, untergebracht in Nähe der Batterie im Motorraum,

ist hinsichtlich der Umgebungstemperatur robust. Die

237,5 × 205,5 × 58 mm REDline Power Box Hybrid ist für den Temperaturbereich

von – 40 bis + 85 °C ausgelegt. „Vor Beginn der Serienproduktion

an haben wir einige strenge thermische Tests und wichtige

Feldtests durchgeführt“, sagt Stefano Gabrini. „Die Ergebnisse waren

positiv und das Verhalten der Box lag absolut innerhalb unserer vordefinierten

Grenzen.“ Der Bereich für die Sicherungen im Hochstrombereich

(150 bis 250 A) ist gemäß Schutzklasse IP20 ausgeführt.

Im IP54 abgedichteten Gehäuseteil befindet sich die Leiterplatte, die

auf einer Fläche von ca. 90 × 90 mm mit allen verfügbaren ICS­

Sockeln wie Mini-, ATO- und Maxi-Fuse sowie allen gängigen Relaissockeln

bis zum Hochstromrelaissockel bestückt werden kann.

ANSPRUCHSVOLLE PROJEKTE

Insgesamt drei verschiedene Varianten der Box entwickelte Würth

Elektronik ICS für Dieci. Die erste, die bereits seit rund drei Jahren in

Serie produziert wird, ist zusätzlich mit einem CAN-Bus-Splitter

ausgestattet. 2018 gehen zwei weitere Versionen der REDline Power

Box Hybrid für Dieci in Serie. Bei der einen ist ein Nano ICCS integriert,

auf dem individuell programmierte Verzögerungszeiten eingestellt

werden können, um zündgeschaltete Verbraucher zu steuern.

„Dank Würth Elektronik ICS haben wir unsere Fahrzeugelektrik

innovativ weiterentwickelt. Wir hatten nur Vorteile von dieser

Zusammenarbeit“, lobt Gabrini. „Die REDline Power Box Hybrid

wird in allen neuen Fahrzeugen von Dieci eingesetzt und reduziert

dort nicht nur den Platzbedarf für die Stromverteilung, sondern

trägt auch über eine deutlich verringerte Montagezeit zu Kostensenkungen

bei“.

„Dieci ist ein anspruchsvoller Kunde, der vor dem Hintergrund

eines wettbewerbsintensiven Marktumfeldes seine Produktlinien

ständig optimiert und dadurch auch höchste Anforderungen an

uns stellt. Aber die Zusammenarbeit ist großartig, weil unsere

Ansprechpartner in allen technischen Fragen stets bestens vorbereitet

sind“, verrät Projektmanager Florian Gackel. „Dieci ist die

DIECI IST DIE PERFEKTE REFERENZ

FÜR UNSERE REDLINE POWER BOXES,

WEIL SIE DAS POTENZIAL UNSERER

LÖSUNG VOLL AUSSPIELEN.

FLORIAN GACKEL

perfekte Referenz für unsere REDline Power Boxes, weil sie das

Potenzial unserer Lösung voll ausspielen. Robustes Standardgehäuse

mit einer individuellen Systemlösung zur Leistungsverteilung,

Signalübertragung und Steuerung von Funktionen in Fahrzeugen

tun unter anspruchsvollen thermischen Bedingungen ihren

Dienst. Dabei haben sie erfolgreich den Kabelbaum verschlankt

und die Montagezeit verkürzt. Was will man mehr?“

www.we-online.de/ics

40 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


DATENBANKEN EINFACH IN

APPLIKATIONEN IMPLEMENTIEREN

Mit der Software

Mapp Database von

B&R ist es möglich,

Daten von der

Feldebene direkt in

einer Datenbank zu

archivieren. Dabei ist

es unerheblich, ob

sich die Datenbank

vor Ort oder in der

Cloud befindet. So

wird die Verwaltung

großer Datenmengen

erleichtert. Produzierende

Maschinen

erzeugen sehr viele Daten, die visualisiert, gespeichert oder mit

übergeordneten Systemen ausgetauscht werden. Durch die

Erweiterung der Mapp-Funktionen um Datenbankschnittstellen

können Maschinendaten direkt aus der Steuerung in Datenbanken

gespeichert und verarbeitet werden. Gängige Datenbankfunktionen

wie die gespeicherte Prozedur unterstützen eine flexible

Bildung von KPIs. Die Software lässt sich mit jeder Mapp-Komponente

verbinden, die Daten speichert oder liest. Anstatt Einzeldateien

für eine Alarmliste, Prozesswerte und Audit-Ereignisse zu

erzeugen, werden alle erhobenen Daten mittels Mapp-Link

automatisch in einer Datenbank abgelegt und verwaltet.

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JETZT AUCH FÜR AGRAR-

MASCHINEN ZERTIFIZIERT

Die Sicherheitssteuerung

digsy fusion S von

INTER CONTROL

ist vom TÜV

AgPLd-zertifiziert

worden. Damit

werden neben der

bereits erfolgten Zertifizierung gemäß

EN ISO 13849 nun auch die für den

Agrarmaschinenbereich gültigen

Sicherheitsanforderungen der

EN 16590/ISO 25119 erfüllt. Die

Sicherheitssteuerung nutzt Codesys

3.5 SIL2 als Entwicklungsumgebung. Sie

ist modular von 48 bis zu 240 E/As

skalierbar und verfügt über umfangreiche

Kommunikationsschnittstellen. Einsatzgebiete

sind z. B. Fahrassistenzfunktionen

bei selbstfahrenden Maschinen,

spurtreues Fahren von gezogenen

Maschinen oder die Überwachung und

Vermeidung ungewollter Bewegungen.

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Clevere Lösungen

erleichtern die Arbeit

Your

move?

We’ll drive.

Sie steuern mobile Arbeitsmaschinen zu effizienter und energiesparender Arbeit: Lösungen aus dem

elektronischen Hard- und Softwarebaukasten von Rexroth. Flexibel verbaut in vielfältige Antriebsund

Steuerungssysteme, ermöglicht Rexroth Mobilelektronik intelligente Höchstleistungen. Fest steht:

Mit elektronischen Komponenten von Bosch Rexroth steuern Sie sicher in Richtung Erfolg.

Bosch Rexroth AG

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WEITERENTWICKELTE DIGITALKAMERA

IMMER IM RICHTIGEN LICHT

42 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


Die dritte Generation der mobilen Digitalkamera von

Liebherr erfüllt die höchste Schutzart IP6K9K und

eignet sich so für anspruchsvolle Einsätze in mobilen

Arbeitsmaschinen. Besonderes Merkmal sind dabei die

umfassenden Sensorfunktionen, die ein breites

Anwendungsgebiet eröffnen.

Die MDC3 liefert hochauflösende Bilder mit 1 280 × 960 Pixel und ist

mit umfassenden Sensorfunktionen ausgestattet. Sie erkennt

Bewegungen im erfassten Bereich und kann die Bewegungsvektoren

ermitteln. Basierend auf diesem optischen Fluss können auch

Vorhersagen getroffen werden, wo und mit welcher Geschwindigkeit sich

Objekte hinbewegen.

Darüber hinaus liefert die neue Digitalkamera Kantenbilder. Mit hilfe

dieser Funktion eignet sie sich als Bildsensor in Systemen zur Umfelderkennung

und erhöht so die Betriebssicherheit von mobilen Arbeitsmaschinen.

Der integrierte lichtempfindliche Sensor und die HDR-Funktion sorgen

dafür, dass auch bei schlechten Lichtverhältnissen wichtige Bild details

verfügbar bleiben. Das Ziel sind hochkontrastreiche Bilder ohne Über- oder

Unterbelichtungen, die auch bei wechselhaften Umweltbedingungen volle

Sensorfunktionalität gewährleisten sollen. Zusätzlich ver hindert die integrierte

Scheibenheizung ein Vereisen oder Beschlagen des Objektivs – für

eine klare Sicht auch bei extremen Temperaturen.

INTEGRIERTER ETHERNET-SWITCH

Über eine Ethernet-Schnittstelle lässt sich die MDC3 auf einfache Weise in

ein übergeordnetes Steuersystem integrieren oder mit einem Anzeigegerät

verbinden. Der integrierte Ethernet-Switch stellt einen zusätzlichen Ethernet-

Anschluss zur Verfügung. So lassen sich beliebig viele Kameras in Serie verbinden

(Daisy Chain). Für die Integration ist also nur ein zentraler Ethernet-

Anschluss notwendig – das reduziert den Verkabelungsaufwand.

Je nach Anforderung ist das Videobild per horizontaler und vertikaler

Bildspiegelung flexibel anpassbar. Besonders im Einsatz als Rückfahrkamera

ermöglicht dies eine komfortable Überwachung schwer einsehbarer

Bereiche.

Um einen optimalen Videofluss zu gewährleisten, ist die Datenrate (Bit/s)

einstellbar. Zudem verfügt das Modul über eine sehr geringe Latenzzeit von

max. 75 ms zur Übertragung des erfassten Bildes auf den Stecker. Das

ermöglicht die Umsetzung eines sicheren Kamera-Monitor-Systems nach

ISO 16001.

www.liebherr.de

www.mobile-maschinen.info Mobile Maschinen 2018/03 43


MOBILE AUTOMATION

VERLÄSSLICHE GIGANTEN

44 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


Mit seinen großen Schaufeln räumt ein

Minenbagger in Sekunden Mengen ab, für

die ein Mensch ewig mit der Schaufel

benötigen würde. Ungeplante Stillstände

sind für den Betreiber sehr teuer. Deswegen

investiert er hohe Summen, um einen Ausfall

zu vermeiden. Mit intelligenten Wartungskonzepten

lassen sich diese Kosten jedoch

deutlich reduzieren.

Der größte Tieflöffelbagger der Welt ist 24 m lang,

8,8 m breit und 11 m hoch. 800 000 kg wiegt der

Koloss. Der Baggerfahrer sitzt in 10 m Höhe. Per

Joystick schaufelt er in den rund 47 m 3 fassenden

Löffel etwa 80 t Abraum in 20 s. „Fällt ein solcher Minenbagger

unvorhergesehen aus, muss nicht nur der Minenbetreiber

mit immensen finanziellen Einbußen rechnen, auch die

Logistikkette dahinter ist davon betroffen“, sagt Stefan Taxer,

Produktmanager Mobile Automation bei B&R.

Dass ein Minenbagger ungeplant ausfällt, darf also nicht

passieren. Daher sind heute bei diesen Giganten i.d.R. alle

rotierenden Maschinenkomponenten wie Hydraulikpumpen,

Motoren und Getriebe überdimensioniert oder sie

werden bei Service-Intervallen präventiv getauscht. Damit

auch ungeplante Stillstände schnell behoben werden können,

lagern Minenbetreiber Ersatzteile in nahegelegenen

Lagerhalle. Für Taxer sind das „alles Lösungen, die zusätzliches

Geld kosten.“ Diese Kosten lassen sich mit modernen

Analyse- und Wartungsmethoden reduzieren.

SCHÄDEN VORHERSAGEN

Rotierende Maschinenkomponenten nutzen sich im Laufe

der Zeit ab, was oft akustisch wahrnehmbar ist. „Bei einem

defekten Radlager am Auto zum Beispiel ist gut zu hören,

wenn die Laufruhe gestört ist“, so Taxer. Minenbagger sind

jedoch so laut, dass kein außergewöhnliches Geräusch

mehr herausgehört werden kann. „An dieser Stelle kommt

das vibrationsbasierte Condition Monitoring ins Spiel.“

Vibrationen sind nichts Anderes als Schwingungen, die in

einem bestimmten Frequenzbereich auftreten. Steigt in einem

Bereich eine Amplitude an, ist das bei richtiger Parametrierung

www.mobile-maschinen.info Mobile Maschinen 2018/03 45


01 Die X90-Steuerung bietet B&R optional mit einer Platine für

Condition Monitoring an. Vibrationssensoren lassen sich direkt

anschließen und deren Daten in der Steuerung auswerten Diese

geben Hinweise darauf, innerhalb welcher Zeitspanne der

Maschinen betreiber bestimmte Komponenten tauschen sollte

02 Mit der Vibrationsanalyse lassen sich auch kleineste Lagerschäden

frühzeitig erkennen, denn wird ein Schaden nicht frühzeitig erkannt,

entstehen hohe Kosten für die Instandsetzung

02

01

des Condition-Monitoring-Systems ein Hinweis auf einen sich anbahnenden

Defekt. Die Höhe der Spitze lässt Rückschlüsse auf den Fortschritt

des Schadens zu. Vibrationen erzeugen also Informationen, die

darauf hinweisen, wann ein Teil ausgetauscht werden sollte.

überwachen und rechtzeitig zu warnen, bevor Schäden auftreten“,

sagt Taxer und erläutert die Vorteile der mapps : „Die Bausteine werden

parametriert und kommunizieren automatisch miteinander. Die

klassische Programmierarbeit reduziert sich somit auf ein Minimum.“

MASCHINE SCHICKT EINE NACHRICHT

Ein Beispiel ist das Zusammenspiel des Alarmverwaltungssystems

mapp Alarm mit mapp Tweet. „Ich verknüpfe diese Komponenten so,

dass bei einem Alarm automatisch eine Nachricht an den Servicetechniker

gesendet wird.“ Diese kann dann z.B. darauf hinweisen, dass ein

bestimmtes Lager angeschlagen ist und ausgetauscht werden sollte.

Das Alarmsystem ist einfach einzurichten. Was aber wichtiger ist,

es wirkt sich auf die Wartungsstrategie des Betreibers aus. Dementsprechend

ist das Einsparpotenzial dem Spezialisten zufolge

enorm: Sowohl das vorsorgliche Austauschen teurer Komponenten

als auch die Lagerhaltung lassen sich damit merklich reduzieren.

Es besteht auch die Möglichkeit, dem Maschinenbauer bestimmte

Daten des Condition Monitorings zur Verfügung zu stellen. Kennt

der Hersteller die Gesundheit all seiner Maschinen, kann er deren

Ausfallwahrscheinlichkeit um ein Vielfaches reduzieren.

Taxer hebt noch einen Aspekt hervor: „Die Überdimensionierung

etlicher Komponenten ist nicht mehr notwendig.“ Davon profitieren

beide Seiten: Der Hersteller kann günstiger produzieren und der Betreiber

muss weniger für die Maschine zahlen. Die X90-Steuerung lässt

sich an bestehende CAN-Architekturen anbinden – das Condition

Monitoring als Option daher auch in Bestandsmaschinen integrieren.

Bisherige Strategien, einen ungeplanten Stopp von Minenbaggern

zu vermeiden, sind aufwendig und teuer. Mit dem X90-System und

dem vibrationsbasierten Condition Monitoring von B&R hingegen,

sind Lösungen möglich, die Betreiber und Hersteller der Minenbagger

einen Mehrwert bringen und die Giganten verlässlicher machen.

www.br-automation.de

VIBRATIONSDATEN NUTZEN

„Zur Auswertung der Vibrationsinformationen sind zwei Dinge notwendig“,

erwähnt Taxer. Zum einen bedarf es einer leistungsfähigen

Hardware, die Daten mit einer ausreichend hohen Frequenz erfassen

kann. Zum anderen ist eine intelligente Software nötig, die aus

der großen Datenmenge auffällige Abweichungen herausfiltert.

Als Hardwareplattform bietet sich das „Steuerungs- und I/O-System

X90“ von B&R an (siehe Mobile Maschinen 01/2017 ab Seite 22).

Das Herzstück des Systems ist die X90-Steuerung mit einem leistungsstarken

ARM-Prozessor und bis zu 48 Multifunktions-I/Os. Die

Steuerung ist modular aufgebaut und lässt sich je nach Bedarf mit

Optionsplatinen, zusätzlichen I/Os oder Interfaces ausbauen. „In

Kombination mit unseren „mapp-Softwarebausteinen“ ergibt sich ein

sehr leistungsfähiges System, um den Zustand von Maschinen zu

DIREKTER KONTAKT

Stefan Taxer

Product Manager Mobile Automation

stefan.taxer@br-automation.com

46 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


HARTE ANFORDERUNGEN,

FLEXIBLE LÖSUNG

Stahl-Energieführungsketten von

Tsubaki Kabelschlepp ermöglichen

ein grabenloses Verlegen von

Rohrleitungen bis 60" und über eine

Distanz bis 3 000 m. Für Horizontalbohranlagen

von Prime Drilling

realisierte der Hersteller eine

maßgeschneiderte Lösung auf Basis

der S-Serie. Die Ketten wurden

seitlich an den Lafettenmasten der

Bohranlagen angebracht und führen

bzw. schützen die Hydraulikschläuche.

Die Kette muss bei den Tiefbohrgeräten

bei sehr kompakter

Bauweise extrem viele große,

schwere Schläuche führen. Die

Modifikationen bezogen sich

deshalb vor allem auf eine optimale

Bauraumausnutzung und sehr

stabile Ausführung der Kette auch

im Innenraum.

www.kabelschlepp.de

SCHNELL UND LEISE

VERSTELLT

Gewindemuttern für Trapez- und

Steilgewindespindel, die sich sicher,

schnell und geräuscharm verstellen

lassen, bietet Igus aus dem

Hochleistungspolymer Iglidur E7 an. Dieser ermöglicht einen ruhigen

und vibrationsarmen Lauf bei geringen Lasten und hoher Drehzahl. In

den Werkstoff sind Festschmierstoffe dauerhaft inkorporiert, sodass

keine externen Schmierstoffe nötig sind. Im Test des Herstellers zeigte

sich, dass die Gewindemutter aus dem Werkstoff bei 135 min -1 und

einer Last von 100 N eine vierfach höhere Verschleißfestigkeit an einer

Steilgewindespindel und eine 19 Mal bessere Verschleißfestigkeit an

einer Trapezgewindespindel besitzt als der Standardwerkstoff.

www.igus.de

STARTER-KIT FÜR PRÄVENTIVES

CONDITION MONITORING

Zur frühzeitigen Identifizierung von

Wälzlagerschäden dient die Schallemissionsprüfung

mit Hochgeschwindigkeits-Datenerfassung,

für die Acceed ein Starter-Kit von

Adlink anbietet. Dieses besteht aus einem

Beschleunigungssensor mit Haltemagnet

und 3 m Anschlusskabel, dem Datenerfassungsmodul

USB-2405 und der grafischen

Auswertesoftware Phoenix GM Lite. Für den mobilen Einsatz

benötigt es nur noch einen Laptop für die Software und das

USB-Kabel für die Daten- und Stromverbindung. Besonders

effizient ist das Verfahren der Schwingungsaufnahme zum

Zweck der vorausschauenden Zustandsüberwachung bei

rotierenden Elementen und Lagern.

www.acceed.net

Das neue Software- und Integrationskonzept aus dem Hause

www.graf-syteco.de

GSe-VISU

PC-Programmierumgebung

für die Bediengeräteapplikation

GSe-CTRL

Applikation auf dem Bedienund

Steuergerät

GSe-OS

Betriebssystem auf dem

Bediengerät

GSe-CON

Fernwartung der laufenden

Bedien- und Steuergeräte

im Feld


KAMERA-MONITOR-SYSTEM

MEHR ÜBERBLICK IN

KOMPLEXEN FAHRZEUGEN

48 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


Bei Müllfahrzeugen, Kehr- oder

Streumaschinen gibt es besonders viele

tote Winkel, die beim Rangieren die

Gefahr einer Kollision bergen. Um den

Fahrer zu unterstützen und das Risiko

von Personen-, Sach- oder

Maschinenschäden zu minimieren,

werden diese Fahrzeuge zunehmend mit

Kamera-Monitor-Systemen ausgestattet.

Ein individuell kalibrierbares Kamera-Monitor-System,

das in komplexen Fahrzeugen für mehr Überblick

im Straßenverkehr sorgt, ist das Backeye 360.

Das System ist in der Lage, eine simulierte Vogelperspektive

auf das Fahrzeug zu erstellen und dem Fahrer

mit einem einzigen Bild in Echtzeit eine Rundumsicht zu

vermitteln. Voraussetzung dafür sind vier Ultraweitwinkelkameras,

die die gesamte Umgebung einschließlich aller

toten Winkel erfassen und deren Digitalbilder anschließend

per Video-Stitching kombiniert werden.

In der überarbeiteten Version, die auf der diesjährigen

IFAT in München präsentiert wird, bietet das System

nun eine Vielzahl neuer Konfigurationsmöglichkeiten;

darunter bis zu 19 unterschiedliche Ansichten. Sie

01 Die überarbeitete Version des Kamera-Monitor-

Systems wird auf der IFAT in München präsentiert

01


02 Im Hochformat stehen sechs Ansichten zur

Verfügung: 270°-Ansicht und Rückfahrkamera

Wie die Vorgängerversion besteht auch Backeye BN360-200 aus insgesamt

vier Ultraweitwinkelkameras mit einem Blickwinkel von

etwa 187°, die jeweils eine gesamte Fahrzeugseite inklusive aller

toten Winkel erfassen. Zu diesem Zweck werden die kalibrierten

Kameras vorne, seitlich und hinten an der Oberseite des Fahrzeugs

beziehungsweise der Baumaschine montiert. Deren Live-Bilder

werden gleichzeitig an eine elektronische Steuereinheit (ECU) gesendet,

die sie sofort verarbeitet und per Video-Stitching miteinander

kombiniert. Außerdem entfernt sie die Verzerrung durch die

Fischaugenobjektive der Kameras, sodass auf dem Monitor ein

klares und gleichmäßiges Echtzeit-Bild aus der Vogelperspektive

erscheint. Dadurch kann der Fahrer mit einem einzigen Blick auf

den Monitor das komplette Umfeld mit allen potenziellen Gefahrenbereichen

überblicken.

Die Kombination und Verschmelzung der Kamerabilder lässt

sich dabei speziell an die Anforderungen des Fahrers anpassen.

Durch Verschmelzung können eventuelle Überlappungen zwischen

zwei Kamerabildern ausgeglichen werden. Die Breite des

Verschmelzungsbereichs lässt sich von Null – also einer Bildverschmelzung

mit harten Rändern – bis hin zum gesamten Überlappungsbereich

programmieren. Ebenso kann die Linie des

Verschmelzungsbereichs an jeder beliebigen Stelle des Überlappungsbereichs

platziert werden, um die Sicht für den Fahrer möglichst

wenig zu beeinträchtigen. Damit unterscheidet sich die

Lösung deutlich von vielen anderen 360°-Systemen, die auf ein

Blending der vier Kamerabilder verzichten. Sie zeigen diese in der

Regel einzeln und durch schwarze Balken getrennt im Display an.

können anwendungsspezifisch ausgewählt und an die Anforderungen

des Fahrers angepasst werden.

BLICKWINKEL VON ETWA 187°

02

19 VERSCHIEDENE ANSICHTEN

Das System kann entweder im Quer- oder im Hochformat installiert

werden. Im Querformat ließ auch die bisherige Backeye-Version

bereits Split-Screen-Ansichten zu: Auf der linken Seite des Monitors

konnten dabei zusätzlich die Bilder der vier Kameras in Einzelansicht

angezeigt werden, sodass parallel zum 360°-Bild der Blick in

die Flucht möglich war. Bei der neuen Version ist dies auch im

Hochformat möglich. Zudem wurde das System um eine Vielzahl

von Bild-Kombinations- beziehungsweise Konfigurationsmöglichkeiten

erweitert, was eine sehr präzise Abstimmung auf die jeweilige

Anwendung erlaubt. So können sich beispielsweise die Ansprüche

von Radlader-Fahrern in Abhängigkeit von ihren jeweiligen

Aufgaben massiv unterscheiden: Es macht einen Unterschied,

ob der Fahrzeugführer auf einem Schrottplatz tätig ist und somit

nur Kollegen in seinem Umfeld hat, oder auf einem Häckselplatz,

auf dem auch Privatleute mit dem eigenen Fahrzeug etwas anliefern.

In letzterem Fall kann es durchaus vorkommen, dass eine unvorsichtige

Person plötzlich hinter dem Rad steht und um Hilfe

beim Abladen bittet. Überhört der Fahrer das und setzt mit dem

Radlader zurück, kann eine lebensgefährliche Situation entstehen.

Mit vier verschiedenen Ansichts-Konfigurationen (Querformat 1,

2 und 3 sowie Hochformat 1), die von den insgesamt 19 Ansichten

jeweils maximal zehn umfassen, kann auf diese Bedürfnisse und auf

anwendungsspezifische tote Winkel nun deutlich genauer eingegangen

werden. Zudem lässt sich die Anzeige des Draufsicht-Bilds

individuell anpassen: Die Anforderungen an das Kamera-Monitor-

System hängen auch davon ab, in welchem Radius sich der Radlader

bewegt. Geschieht dies in einem relativ begrenzten Raum, wird die

Erkennbarkeit von Details wichtiger. In diesem Fall kann das Fahrzeug

– und damit auch seine direkte Umgebung – in der Draufsicht

auch größer angezeigt werden. Wird die Baumaschine dagegen auf

einer Mülldeponie eingesetzt und in einem Umkreis von 40 m befindet

sich kein weiteres Fahrzeug, ist die Abbildung eines größeren

Bereichs zu empfehlen, damit der Fahrer den Überblick behält. Hier

kann der Abstand des erfassten Bereichs mit dem Brigade-System

ebenfalls an die Betriebsumstände angepasst werden.

Fotos: Aufmacher Pixelio (Hartmut910), 01+02 Brigade Elektronik GmbH

www.brigadegmbh.de

IFAT 2018

Das Kamera-Monitor-System ist auf der IFAT

in München in Halle C6, Stand 251 zu sehen.

50 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


LANGLEBIGER

SEILZUGSENSOR

Im Vergleich zu Seilzugsensoren

mit herkömmlichem Potentiometer

leistet der Seilzugsensor

Wire Sensor WPS-MK88 U45R

von Micro-Epsilon das

achtfache an Arbeitszyklen.

Der Miniatur-Seilzugsensor

erreicht damit eine Gebrauchsdauer

von bis zu 2 Mio. Zyklen.

Der Sensor misst den Weg, die

Verschiebung oder die Position

von Bauteilen oder beweglichen

Maschinenkomponenten.

Analoge Hybridpotentiometer

wurden bei ihm durch berührungslose

Potentiometer

ersetzt. Bei einem herkömmlichen

Potentiometer fährt

üblicherweise ein Schleifer auf

einer Widerstandsbahn. Dieser

verschleißt schnell. Das

berührungslose Potentiometer

basiert dagegen auf Magnetfeldsensoren.

Zum Einsatz

kommen diese Sensoren z. B. in

der Logistik, etwa bei Gabelstaplern.

Wenn die Hubhöhe

der Last erfasst wird, kann

daraus die optimale Fahrgeschwindigkeit

ermittelt

werden. Ein weiterer Einsatzbereich

ist in Werkzeugmaschinen,

bei denen im

schnellen Takt Material

beigestellt werden muss.

www.micro-epsilon.de

ZENTRALSCHMIERUNG FÜR

KUGELLENKKRÄNZE

Alle Schmierpunkte über nur einen

Zugang versorgt der Zentralschmierverteiler

Centrolube von SAF-Holland.

Er wird direkt am Kugellenkkranz des

Trailers angebracht. So verteilt sich

das Hochleistungsfett gleichmäßig an allen Schmierpunkten, was für

eine gleichbleibende Leistungsfähigkeit der stählernen Drehscheibe

sorgt. Der Schmierstoff wird angepasst dosiert und der Kugellenkkranz

permanent nachgeschmiert. Die Schmierung lässt sich leicht

nachrüsten und an das automatische Schmiersystem des Fahrzeugs

anschließen. Speziell für zentrale Verteiler bietet der Hersteller das

Hochleistungsfett SAF Lilube Expert an. Diese teilsynthetischen

Grundölkomposition ist schmierfest, zeigt eine hohe Viskosität und

ein gutes Haftungsvermögen. Seine Zusammensetzung verringert

gezielt Reibung und Verschleiß. Die Kugellenkkränze, die Trailer-

Chassis und Achse drehbar miteinander verbinden, finden Anwendung

z. B. in Lkw-Anhängern oder landwirtschaftlichen Fahrzeugen.

www.safholland.de

DIGITALE

ÖLÜBERWACHUNG

Maschinenöle und Wasser

haben eine grundsätzliche

Gemeinsamkeit: Nur in

sauberem Zustand sind sie

für ihren bestimmungsgemäßen

Gebrauch geeignet. Die

Überwachung der Bandbreite

der Verwendbarkeit, ist die

Aufgabe von Kleenoil ICC

(Identification Contamination

Control), Ölanalysesensor

für On-board-Ölüberwachung. Dieser wird für die digitale Ölüberwachung als

Bestandteil von Kleenoil-Filtereinheiten angeboten. Dadurch wird der Qualitätszustand

des Öls überwacht und zuallererst die Qualität erhalten. Alle 30 Minuten

erfolgt eine Datenerfassung. Kommt es zu einer übermäßigen Kontamination

mit Wasser, Feststoffen, Fremdölen o. ä., wogegen die eingebauten Filtersysteme

nicht ankommen können, schlägt Kleenoil ICC Alarm. Über den serienmäßigen

digitalen Ausgang kann das Signal weiterverwendet werden, z. B. für eine

Fernüberwachung. Dank eingebautem Datenspeicher können selbst vorausgegangene

Zustände des Öls nachträglich ausgelesen werden.

www.kleenoilpanolin.com

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Umschaltventilatoren zur automatischen Kühlerreinigung

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INNOVATIVE STEUERUNGSTECHNIK

„DIE FAIRE

PARTNERSCHAFT

MIT DEM

KUNDEN IST

EIN WICHTIGER

ERFOLGSFAKTOR“

Das Interview führte Peter Becker, Mobile Maschinen


Claas Löffler ist Technischer Außendienst-

Mitarbeiter bei MRS Electronic. Auf der

Agritechnica sprachen wir mit ihm über die

Landtechnik-Branche, globale Trends und

darüber, wie man einen LEGO-Traktor

vollautomatisiert.

Herr Löffler, wir stehen hier auf der Agritechnica, der Weltleitmesse

für die Landtechnik. Die Branche boomt. Was sind, global

gesehen, Ihrer Meinung nach die Treiber dieser Entwicklung?

Wir leben in einer Welt, in der jeder nach mehr Lebensqualität

strebt. Das trifft auch auf unsere Lebensmittel und Ernährung zu.

Immer mehr Menschen setzen auf qualitativ hochwertige Agrarerzeugnisse.

Aber natürlich auch das globale Bevölkerungswachstum

macht die Agrarindustrie zu einer der wichtigsten Branchen

und stellt diese vor neue Herausforderungen. Ernteausfälle zum

Beispiel durch Klimakatastrophen sind schwer zu kalkulieren und

sorgen für eine Verknappung.

fähigkeit und Intelligenz der Komponenten wird auch immer

wichtiger. Wenn möglich sollen alle verfügbaren Informationen

ausgelesen und ausgewertet werden, um auf deren Basis eine

noch effizientere Lösung zu entwickeln. Ich denke, dass dies

die Voraussetzungen für autonome Fahrzeuge sind: Der Informationsfluss

innerhalb eines Fahrzeuges muss sicher und zuverlässig

funktionieren.

Welche Produkte bieten Sie für diese Spezifikationen an?

MRS bietet hier eine ganze Bandbreite an Produkten und Lösungen,

die die bereits genannten Spezifikationen erfüllen können.

Hier spielen einige wichtige Faktoren eine Rolle, die im Vorfeld

geklärt werden müssen, um das passende Produkt für die Applikation

finden zu können: Wieviel Platz habe ich für diese Baugruppe,

welche Ein-/Ausgänge benötigt der Kunde, wie ist die

Versorgungsspannung des Fahrzeuges, welche Funktionen sollen

01 Die Messeneuheit für alle, die etwas mehr

steuern und regeln möchten: M3600 CAN SPS

Welche Trends haben Sie identifiziert?

Zum einen muss man vorweg nehmen, dass die Kunden an die

Agrarmaschinen immer höhere Anforderungen und Erwartungen

haben als noch vor einigen Jahren. Die Maschinen der Hersteller

unterscheiden sich teilweise enorm. Der Kunde ist hier König

und fordert immer mehr Extras, um sich wiederum von seinem

Wettbewerb abzugrenzen.

Des Weiteren stellt die Dezentralisierung von Steuerungen, beziehungsweise

der Elektronik im Allgemeinen, einen Trend dar. Zum

einen spart man dadurch in der Produktion Zeit, da weniger lange

Kabelbäume verbaut werden müssen und zum anderen hat man

bei Austauschteilen den Vorteil, dass man sehr schnell weiß,

welche Komponente betroffen ist.

Ein weiterer Trend ist das autonome Fahren/Arbeiten sowie die

Zusammenfassung von mehreren Maschinen zu einem

Schwarm, um effizienter zu arbeiten. Die Durchführung gewisser

Projekte zeigt auf, dass in diesem Bereich viel investiert und

entwickelt wird.

Welche Anforderungen tragen die Maschinenhersteller

an Sie heran?

Maschinenhersteller möchten eine Steuerung mit möglichst

vielen Funktionen, die gleichzeitig kompakt ist, um auch in engen

Einbauräumen eine gewisse Intelligenz einzubringen. Kompakte

Steuerungen wie unsere CAN I/O WP PRO V2 ist die perfekte

Lösung, um Basisfunktionen mit Zusatzfunktionen innerhalb

eines CAN-Netzwerks zu erweitern, auszustatten oder zu er -

setzen. Hiermit können spezielle Kundenlösungen einfach und

schnell realisiert werden.

Maschinenhersteller suchen Steuerungen, die robust und zuverlässig,

aber auch kostengünstig sind. Das Thema der Diagnose-

01

www.mobile-maschinen.info Mobile Maschinen 2018/03 53


damit angesteuert werden und welche Informationen sollen

weitergeleitet werden?

Das Spektrum reicht von unserer Micro SPS CAN (drei mögliche

analoge Eingänge, digitale Eingänge oder digitale Ausgänge) mit

einem sehr kompakten 30 × 30 × 40 Millimeter-Gehäuse über die

bereits erwähnte CAN I/O WP PRO V2 – unserem Alleskönner –

bis zu größeren Steuerungen wie der M3600 CAN SPS (19 Eingänge,

davon zehn digital; zehn I/O; zehn Ausgänge). Letztere stellen

wir hier auf der Agritechnica erstmals vor: Die Steuerung für

Kunden, die etwas mehr steuern beziehungsweise regeln wollen.

Mit unserer langjährigen Erfahrung und über 100 verschiedenen

Produktgruppen in den Bereichen Steuerungen, Relais, Gateways

und HMI-Systeme finden wir für jede Applikation einen Lösungsansatz.

Die Software-Programmierung der Produkte gehört ebenfalls

zu unseren Kernkompetenzen, speziell wenn es um kundenspezifische

Produktentwicklungen (Hardware- und Softwareseitig)

geht.

Steuerungshersteller stehen dank Digitalisierung und Elektronifizierung

in starker Konkurrenz. Wie versuchen Sie, sich von den

Mitbewerbern zu unterscheiden?

Mit unserem Standort in Rottweil und unseren knapp 190 Mitarbeitern

sind wir in der Lage, unseren Kunden Alles aus einer Hand

anzubieten. Von dem ersten Kontakt und Evaluierung eines möglichen

Projektes beziehungsweise Konzeptes, über das Prototyping

und die Serienproduktion im Haus, bis hin zum telefonischen

Support während und nach dem Kauf eines Produkts bei uns.

Für uns ist das Thema „Faire Partnerschaft auf Augenhöhe“ ein

wichtiger Erfolgsfaktor und wir versuchen diesen auch in schwierigen

Zeiten aufrecht zu erhalten. Momentan gibt es auf dem

elektronischen Bauteilemarkt große Lieferschwierigkeiten. Damit

haben alle Steuerungshersteller zu kämpfen. Bei MRS Electronic

ist der Kunde sehr gut aufgehoben. Wir produzieren ausschließlich

in Rottweil und sind somit für den Kunden da. Wir sind nicht

abhängig von Dritten und können jederzeit den aktuellen Stand

der Lieferungen dem Kunden direkt mitteilen. Das macht uns

flexibel – und gerade diese Flexibilität wird erwartet und auch von

unseren langjährigen Kunden geschätzt.

Darüber hinaus kann der Kunde sich auf unsere Qualitätsstandards

verlassen: Wir arbeiten nach den Richtlinien der

ISO 9001:2015, ISO 14001:2015 sowie seit Dezember 2017 nach

IATF 16949.

Eines Ihrer Exponate ist ein LEGO-Traktor des Typs Claas Xerion.

Was hat es damit auf sich?

Das ist wirklich ein tolles Projekt unserer Auszubildenden. Mit

den Elektronik-Lehrlingen für Systeme und Geräte wird vor

jeder Messe ein Konzept eines neuen LEGO-Technik-Modell

besprochen. Hierzu werden die Schwerpunkte der Messe, die

Besonderheiten der Endanwendung und die Verbindung zu unseren

Produkten erläutert. Danach wird viel Zeit in die Ideenfindung

und Konzeptphase investiert, um praxisnahe Bewegungsabläufe

vom echten Fahrzeug auf das kleine Modell originalgetreu

umzulegen. Zur Agritechnica haben es die vier angehenden Elektroniker

geschafft, unsere Produktneuheit, die M3600 CAN SPS

mittels selbstgeschriebener Software mit dem LEGO-Technik-

Modell zu ver einen. Die Steuerung regelt die verschiedensten

Funktionen, die vollautomatisch umgesetzt werden, zum Beispiel

die Beleuchtung, die Steuerung des Silage-Schiebers oder der

Kabinenposition.

www.mrs-electronic.de

02

DIREKTER KONTAKT

Claas Löffler

Technischer Außendienst

claas.loeffler@mrs-electronic.de

02 Das LEGO-Modell

wurde von Auszubildenden

in Projektarbeit

vollautomatisiert

54 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


ROBUST UND LEICHT ZU INTEGRIEREN

Posital ergänzt sein Angebot um

inkrementale Hohlwellendrehgeber.

Diese sind so konzipiert, dass sie sich

schnell und sicher auf der Maschinenwelle,

die durch das Sensorelement

läuft, installieren lassen.

Dabei wird der Drehgeber grundsätzlich

von der Welle getragen. Eingesetzt

werden die robusten Durchgangshohlwellengeber

zur präzisen

Überwachung von Drehbewegungen

in einer Vielzahl von Anwendungen,

z. B. in Servomotoren, in der Fördertechnik

oder in Verpackungsmaschinen.

Sie ermöglichen einen platzsparenden

Einbau am Motor oder auch dort, wo die freie

Motorwelle für weitere Anbauten benötigt wird. Verfügbar sind

die inkrementalen Feedback-Geber für Wellendurchmesser von

9,5 bis 44,5 mm. Die kleineren Varianten haben einen Außendurchmesser

von 58 mm, während die größeren Einheiten mit

77 bzw. 100 mm Außendurchmesser aufwarten. Die verfügbare

Auflösung reicht von 360 bis 4 096 PPR. Alle verfügen über

Aluminiumgehäuse und Schutzart IP65.

www.posital.de

Wir sind dabei,

wenn Lösungen nach

Maß gefordert werden.

First Sensor entwickelt und

produziert kundenspezifische

OEM-Drucksensoren zur

Integration in Kraftfahrzeuge,

Sonderfahrzeuge und mobile

Maschinen.

ROBUSTE UND GENAUE NEIGUNGSSENSOREN

Für spezielle Anforderungen in der Neigungsmessung, Nivellierung

und Neigungsüberwachung bietet Althen Sensoren und

Komplettsysteme an. Die Neigungssensoren NM, NSS und NSZ

sind für die Überwachung und Prüfung vorgesehen, z. B. von

Hebebühnen, Nivellierungsaufgaben, Baumaschinen oder

Bauwerken. Die Messsysteme bestehen aus einem berührungslosen

Sensor mit Auswerteelektronik und messen in Bereichen

von ± 3 bis ± 60° bzw. 0 bis 90° mit einer Genauigkeit bis ± 0,1°.

Für Ex-Bereiche ist der NM1-2L-420-Atex zertifiziert. Dieser wird

z. B. in der Abwassertechnik eingesetzt. Die Jewell-Neigungssensoren

Deep Water und Shallow Water sind ausgelegt für Einsätze

in flachen Süß- und Salzwassergebieten, Offshore und für die

Zustandsüberwachung von Brücken, Dämmen, Ölbohrplattformen

oder Pipelines. Für Brückendurchhänge, Damm- und

Bauüberwachung und andere geotechnische Präzisionsmessungen

gibt es die 750-Black-Diamond-Serie von Jewell.

www.althen.de

www.first-sensor.com


AUTOMATISIERUNG IN DER LANDWIRTSCHAFT

MIT LEICHTBAU-ROBOTERN

AUF GURKENERNTE


Roboter sind aus automatisierungsintensiven

Branchen nicht mehr wegzudenken. Aber

auch in der Landwirtschaft ersetzen sie immer

häufiger die mühevolle Handarbeit. Eine

Leichtbaulösung des Fraunhofer IPK soll den

Gurkenanbau in Deutschland rentabel halten.

Einlegegurken werden hierzulande von Hand geerntet,

meist mithilfe von Gurkenfliegern, Fahrzeugen mit angebauten

Tragflächen. Die Erntehelfer liegen bäuchlings

auf den landwirtschaftlichen Maschinen und pflücken

die Gurken. Aufgrund der aufwändigen und kräftezehrenden

Handarbeit wird diese Form der Ernte zunehmend unwirtschaftlich.

Hinzu kommt, dass sich seit der Einführung des

Mindestlohns in Deutschland die Kosten pro Frucht erhöht

haben. Vielen deutschen Anbauregionen droht deshalb das

Aus: Schon jetzt verlagert sich der Gurkenanbau nach Osteuropa

und Indien. Verbesserte Erntetechnologien sind daher

dringend erforderlich, um den Gurkenanbau in Deutschland

rentabel zu halten. Gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und

Wissenschaftlern aus Spanien und Deutschland untersuchen

Experten des Fraunhofer-Instituts für Produktionsanlagen und

Konstruktionstechnik IPK in Berlin im EU-Projekt CATCH –

kurz für „Cucumber Gathering – Green Field Experiments“ –

das Automatisierungspotenzial der Gurkenernte. Partner im

Projekt sind das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie

(ATB) und das spanische CSIC-UPM Centre for Automation

and Robotics.

Ziel der Forscher: ein aus Leichtmodulen aufgebautes kostengünstiges

Dual-Arm-Robotersystem zu entwickeln und zu

testen, das sich für die automatisierte Gurkenernte, aber auch

für andere landwirtschaftliche Anwendungen nutzen lässt.

Der Ernteroboter soll kostengünstig, leistungsstark und

zuverlässig sein und selbst bei widrigen Witterungsbedingungen

erntereife Gurken erkennen und diese dann mit seinen

beiden Greifarmen schonend pflücken und ablegen. Dabei

helfen moderne Steuerungsverfahren, die den Roboter mit

taktilem Feingefühl ausstatten und die Anpassungsfähigkeit

www.mobile-maschinen.info Mobile Maschinen 2018/03 57


Auf sogenannten Gurkenfliegern sind bis zu 50 Erntehelfer im Einsatz

an Umgebungsbedingungen ermöglichen. Sie erlauben ihm auch,

menschliche Bewegungen zu imitieren. So will man unter anderem

vermeiden, dass die Pflanzen beschädigt oder gar mitsamt

Wurzelwerk aus dem Boden gezogen werden. Eine weitere Voraussetzung:

Der automatisierte Erntehelfer muss mindestens so

effektiv sein wie die Pflücker. Ein geübter Pflücker schafft bis zu

13 Gurken pro Minute.

HOHE TREFFERQUOTE

Optisches und taktiles Erfassen, Beurteilen und Bewerten ist eine

große Herausforderung für autonome Systeme. Noch größer wird

sie, wenn wie bei der Gurkenernte grüne Objekte in grünem

Umfeld geortet werden müssen. Darüber hinaus wachsen die

Früchte ungeordnet auf dem Feld und sind mitunter von Blättern

verdeckt. Veränderliche Lichtverhältnisse erschweren die Aufgabe

DER AUTOMATISIERTE ERNTE­

HELFER MUSS MINDESTENS SO

EFFEKTIV SEIN WIE DIE PFLÜCKER

zusätzlich. Multispektralkameras und intelligente Bildverarbeitung

sollen helfen, die Gurken zu lokalisieren und die Greifarme

des Roboters an die richtige Stelle zu dirigieren. Diese Aufgabe

obliegt dem spanischen Projektpartner CSIC-UPM. Ein spezielles

Kamerasystem gewährleistet, dass die Gurken mit einer hohen

Trefferquote von etwa 95 % registriert und lokalisiert werden.

Geplant ist jedoch, alle reifen Gurken zu pflücken, um das Wachstum

der neuen, nachwachsenden Gurken nicht zu behindern. Das

Fraunhofer IPK hat die Roboterarme mit je fünf Freiheitsgraden

auf Basis von Hardwaremodulen der in Köln ansässigen Igus

GmbH entwickelt.

VORBILD MENSCH

Aufgabe der IPK-Experten im Projekt ist es, drei verschiedene

Greifer-Prototypen zu entwickeln: einen Greifer auf Basis von

Vakuum-Technik, einen bionischen Greifbacken (FinRay) und

eine auf Basis der OpenBionics Robot Hand modifizierte „Gurken-

Hand“. Sie setzen dabei auf Arbeiten aus einem anderen europäischen

Forschungsprojekt auf, in dem sie bereits eine Dual-

Arm-Robotersteuerung mit effizienter aufgabenorientierter

Programmierung für den Workerbot I entwickelt hatten, einen

humanoiden Roboter für die industrielle Montage. Diese Steuerung

wird jetzt für die Planung, Programmierung und Regelung

des Roboterverhaltens bei der Gurkenernte erweitert. Die vorprogrammierten

Verhaltensmuster ermöglichen dem Roboter das

bi-manuelle Suchen der Gurken nach menschlichem Vorbild: „So

kann er Blätter beispielsweise durch symmetrische und asymmetrische

oder kongruente und inkongruente Bewegungen zur Seite

schieben. Auch ein automatisches On-the-Fly-Bewegungswechseln,

um sich einer identifizierten Frucht zu nähern und sie dann

zu greifen, ist damit gegeben“, sagt Dr.-Ing. Dragoljub Surdilovic,

Wissenschaftler am Fraunhofer IPK. Ziel der Forschenden ist eine

intelligente Steuerung mit „Urteilsvermögen“, die die Aufgaben

zwischen den Greifarmen verteilt, den Pflückprozess überwacht

und Ausnahmen behandeln kann.

Fotos: Aufmacher Fraunhofer IPK, 01 ATB

www.ipk.fraunhofer.de

58 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


KOMMUNIKATIONSMODUL MIT

M12-ANSCHLUSS FÜR INDUSTRIAL ETHERNET

Das Combitac

10 Gbit-Modul

von Stäubli

Electrical Connectors

kann alternativ

zum RJ45-

Anschluss über

eine M12-Gewindeverbindung

angeschlossen

werden. Für die

10 Gbit (CAT6A)

Ethernet-Datenübertragung

sind

x-kodierte

M12-Stecker mit

8 Pins spezifiziert,

die für die Highspeed-Datenkommunikation zwischen

Maschinen und für die Echtzeitdatenübertragung zwischen

Anlagen eingesetzt werden. Das Modul ist widerstandsfähig

gegen Stöße und Vibrationen und somit geeignet für raue

Umgebungsbedingungen, bewegliche Maschinen und

Roboter sowie Anwendungen, die Erschütterungen ausgesetzt

sind. Ausgelegt ist das Modul für 100 000 Steckzyklen

und kommt für Industrial-Ethernet-Anwendungen der

Fertigungsindustrie, bei denen große Datenmengen zu

übertragen sind, zum Einsatz. Geliefert werden die Module in

zusammengebautem Zustand ohne Kabel. Der Anschluss

zum Umfeld erfolgt über einen RJ45-Steckverbinder oder

über einen M12-Schraubanschluss mit handelsüblichen

Patchkabeln, sodass dieses bei Beschädigung des Kabels oder

am Ende der Kabellebensdauer schnell und einfach ausgetauscht

werden kann.

www.staubli.com

PERSONALISIERBARE DISPALYS

FÜR DEN OFF-HIGHWAY

Displays mit hochentwickelten, anwenderfreundlichen

grafischen Oberflächen, wie man sie aus der

Konsumelektronik kennt, bietet MTA mit den

Modellen Giotto und Giotto K an. Überdies können

sie auf verschiedenen Plattformen verwendet

werden. Die personalisier baren 8"-TFT-Farbdisplays

sind Off-the-Shelf-Produkte, deren Basis-Software

später implementiert werden kann. Sie sind dafür

bestimmt, selbst unter schwersten Einsatzbedingungen

eine hohe Leistung zu bieten. Giotto ist ein

Fulltouch-TFT-Display, während Giotto K ein

TFT-Display mit einer Sechs-Tasten-Tastatur

kombiniert. Beide können als Stand-Alone-Displays

oder in Kombination mit anderen Armaturenbrettern

oder Displays eingesetzt werden. Dazu sind sie

mit reflexfreier Scheibe und Anti-Finger-Print

ausgestattet und unterbinden zudem die Kondensat-Bildung.

Sie sind ausgestattet mit Schutzart

IP66 und zudem hochfest gegenüber Vibrationen

und extremen Temperaturen.

www.mta.it

Your Global Automation Partner

Multiresistent!

Verschleißfreie

Kompakt-Drehgeber

Perfekt zugeschnitten auf Mobile Arbeitsmaschinen: übertrifft e1/E1-Anforderungen, 8…30 VDC, -40…+85 °C, 71 x 64 x 20 mm,

Deutsch-, AMP-, M12-Steckverbinder oder Kabel

Absolut verschleißfrei durch komplett umschlossenen Positionsgeber und berührungsloses Resonator-Messprinzip

Dauerhaft dicht (Schutzart IP67/IP69K) durch komplett vergossene und dichtungslose Bauweise

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DR. ULRICH FAß,

RESEARCH PROGRAM LEADER,

VOLVO CE

Volvo Construction Equipment betreibt in Konz

bei Trier ein Fertigungswerk mit nahezu

1 000 Mitarbeitern. Aber auch ein großes

Forschungs- und Testzentrum ist hier ansässig.

Dr. Ulrich Faß betreibt dort seit 2011

Grund lagenforschung für den schwedischen

Baumaschinenhersteller. Seit 2014 ist er

Research Program Leader. Wir geben ihm Profil.

Mit welcher mobilen Maschine haben Sie

als Kind am liebsten gespielt?

Mit einem Radlader.

Rot oder Gelb oder Blau?

Blau.

Anzug oder Blaumann?

Das kommt sehr auf den Anlass an.

Verbrenner, Hybrid oder Elektro?

Vollelektrisch.

Vollgas oder möglichst effizient?

Effizient.

Ihr liebstes Projekt?

Projekte mit Universitäten machen mir

großen Spaß.

Ihre Inspiration?

Meine zwei Töchter.

Wie lange wird es dauern bis vollelektrische

Bagger serienreif sind?

Im Kompaktbereich sind sie es bereits heute.

www.volvoce.com

60 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


OPC FOUNDATION VERÖFFENTLICHT

OPC UA SPECIFICATION FÜR POWERLINK

Für Powerlink ist ab sofort

eine OPC UA Companion

Specification der OPC

Foundation und der

Ethernet Powerlink

Standardization Group

(EPSG) verfügbar. Die

Spezifikation beschreibt,

wie Nutzdaten zwischen

Powerlink und beliebigen

OPC-UA-Plattformen

ausgetauscht werden.

Damit ist eine Kommunikation

vom Sensor bis in

die Cloud möglich.

„Powerlink gehört zu den

führenden Echtzeit-Bussystemen

im Maschinenund

Anlagenbau. Nun

kann Powerlink mit OPC UA durchgängig und sicher an die

IT-Welt bis in die Cloud angebunden werden“, betont

Thomas Burke (links im Bild), Vorsitzender der OPC

Foundation. Stefan Schönegger, Geschäftsführer der EPSG,

ergänzt: „Die Spezifikation ermöglicht, dass OPC UA und

Powerlink zu einem Netzwerk verschmelzen. So erreichen

wir, dass Geräte unterschiedlicher Hersteller und die

verschiedenen Ebenen der Automatisierungspyramide zu

einem Gesamtsystem werden.“ Das Dokument steht auf

der Website der OPC Foundation zum Download zur

Verfügung: https://opcfoundation.org/markets-collaboration/ethernet-powerlink-standardization-group-epsg/

www.ethernet-powerlink.org

REMINDER: CALL FOR PAPERS FÜR

HYBRIDTAGUNG ENDET BALD

Am 20. Februar 2019 findet in Karlsruhe die 7.

Fachtagung „Hybride und energieeffiziente Antriebe

für mobile Arbeitsmaschinen“ statt. Die Einreichungsfrist

für Abstracts endet am 31. Mai. Zu richten sind

die Beiträge an das Teilinstitut Mobile Arbeitsmaschinen

des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT),

E-Mail: hybridtagung2019@fast.kit.edu.

Folgende Themen werden auf der Tagung aufgegriffen:

Energieeffiziente elektrische Antriebstechnik,

Energieeffiziente hydraulische Antriebstechnik,

Hybride Antriebstopologien, Energie- und Leistungsspeicher,

Steuerungs- und Regelungstechnik sowie

Betriebsstrategien.

www.vdma.org

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Weg- und Winkelmessung

Seit mehr als 65 Jahren ist

Novotechnik wegweisend

in der Weiterentwicklung

der Messtechnik.

Leistungsstarke Weg- und

Winkelsensoren, kontaktlos

oder kontaktbehaftet,

sind das Ergebnis von

Innovationsfreude und Verantwortung

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unseren Kunden und

deren Aufgabenstellungen.

Novotechnik bietet mehr

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62 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


FIRMENPORTRAIT

STETIG AUF

WACHSTUMSKURS

Der Maschinen- und Anlagenbau boomt – und das

global. Doch die riesige Nachfrage birgt große

Herausforderungen für zuliefernde Betriebe:

Lieferschwierigkeiten oder sogar Qualitätsverluste sind

vorprogrammiert. Wie man diese Probleme gar nicht erst

aufkommen lässt, habe ich mir beim amerikanischen

Hersteller von Einschraubventilen und Steuerblöcken,

HydraForce, vor Ort in Chicago angesehen.

Wir sind in Lincolnshire, ungefähr 50 km nördlich von Chicago.

Hier sitzen Parker, Kubota Engines sowie viele kleinere Zulie ferer

aus der Mobilbranche – und HydraForce Inc. mit seinem

Stammwerk, Werk 2 zur zerspanenden Bearbeitung und dem

Innovation Center. Letzteres ist auch mein erster Stopp auf meiner Reise durch

die Herzstücke des global agierenden Ventil-, Steuerblock- und Systemherstellers.

Nach dem Durchschreiten der Tür fällt der Blick zunächst auf den

Zeitstrahl an der Wand, der die erfolgreiche Geschichte des Unternehmens

zusammenfasst. 1985 gegründet, hat sich HydraForce zunächst einen Namen

in der Zusammenarbeit mit kleineren Herstellern mobiler Arbeitsmaschinen

gemacht. Spätestens mit dem Neubau des europäischen Werks 2001 in

Birmingham hat das Unternehmen den Schritt zum Global Player vollzogen.

Weitere Produktionsstandorte in China und Brasilien folgten in den vergangenen

Jahren. 2017 produzierte HydraForce mehr als 13 Mio. Einschraubventile

und ungefähr 1,2 Mio. Steuerblöcke.

Autor: Peter Becker, Mobile Maschinen

ENORME WACHSTUMSRATE

Gleich neben diesem Zeitstrahl steht das HydraForce-„Dogma“: Die Vision

und Mission des Unternehmens. Die Vision lautet frei übersetzt: „…ein unabhängiger

Anbieter innovativer Technik- und Dienstleistungslösungen, die die

Welt verändern können, zu sein.“ Die Mission: „Globale Kundenzufriedenheit

herzustellen, durch das Bereitstellen höchstqualitativer Produkte und des

besten Kunden-Supports auf der Welt, bei gleichzeitig wettbewerbsfähigen

Kosten.“ Diese Leitlinien sind kein neumodisches Marketing-Sprech, sondern

bilden die Grundlage des Unternehmens. Sie wurden bereits bei der Hydra-

Force-Gründung als Basis festgesetzt.

Und wie sehr man sich an diesem Credo orientiert, erläutert mir Russ

Schneidewind, VP Sales & Marketing Global bei HydraForce, bei unserem

Gang durch die Ideenschmiede des Unternehmens. Bereits 2013 wurde das

knapp 150 000 m² große Gebäude akquiriert. Bis vergangenes Jahr war jedoch

nur ein Bruchteil der Fläche in Nutzung, da lediglich Entwicklungsingenieure

www.mobile-maschinen.info Mobile Maschinen 2018/03 63


und Marketing hier ansässig waren. Doch schon damals ging

Hy draForce davon aus, weiter zu wachsen und dementsprechende

Kapazitäten in Sachen Innovation und Entwicklung aufzubauen, um

das Markenversprechen einzuhalten. Dieser Schritt hat sich im vergangenen

Jahr als Segen herausgestellt. Denn: „Wir sind weit über

dem Marktdurchschnitt gewachsen. Wir konnten unseren Umsatz

2017 um fast 30 Prozent steigern“, erklärt mir Russ Schneidewind.

STRIKTER ANWENDUNGSFOKUS

Ein Grund dafür ist sicherlich der praktische Ansatz, mit dem

Hy draForce Überzeugungsarbeit am Kunden leistet. Im Versuchsbereich

der Anwendungsentwicklung treffe ich David Dornbach,

Application Engineering Manager. Er erklärt mir, wie nah an der

Anwendung HydraForce arbeitet: „Entweder kaufen wir Maschinen,

in denen unsere Produkte klassischerweise zum Einsatz

kommen oder wir bekommen die Fahrzeuge von unseren Kunden

IM VERGANGENEN JAHR WUCHSEN

WIR UM FAST 30 %, DEUTLICH

STÄRKER ALS DER DURCHSCHNITT

RUSS SCHNEIDEWIND

gestellt. Wir rüsten diese mit unseren Produkten und Lösungen um

und laden dann dazu ein, die klassische Maschine gegen unsere

umgerüstete antreten zu lassen. Danach sind unsere Kunden dann

meist von unserer Qualität und Performance überzeugt.“

Meist geht es dabei nur um bestimmte Funktionen, die umgerüstet

werden. Im vergangenen Jahr ist HydraForce einen Schritt weitergegangen

und hat die gesamte Hydraulik eines Telehandlers mit

eigenen Lösungen und Komponenten ersetzt. Das Ergebnis: Ein

Prototyp, der zeigt, was HydraForce alles hinsichtlich „Lösungen,

die die Welt verändern“ möglich machen kann, wie es in der

Firmenvision heißt. Der Telehandler spart durch seine Arbeitshydraulik

mit aufgelösten Steuerkanten und zusätzlicher Dezentralisierung

der Hydraulik Sprit und CO 2

-Emissionen ein. Zudem

schrumpft der benötigte Bauraum: Die Maschinen könnten bei

gleicher Leistungsfähigkeit kleiner und leichter konzipiert werden,

wie mir David Dornbach bestätigt. Insofern tragen die Komponenten

des amerikanischen Ventilspezialisten in der Tat dazu bei,

zumindest die Maschinen von morgen zu verändern, und somit in

gewissem Maß auch unsere Arbeitswelt.

LIEFERFÄHIGKEIT = KUNDENZUFRIEDENHEIT

Szenenwechsel: Inzwischen bin ich im wenige Kilometer entfernten

Fertigungswerk angekommen, wo mich Jim Brizzolara, einer der

Firmengründer und aktueller CEO des Unternehmens, durch die

Produktion führen wird. Anfang 2017 schossen die Auftragseingänge

bei HydraForce in die Höhe, und das in einem Maß, das niemand

vorhergesehen hatte. Nicht sicher, ob es sich lediglich um eine kurzzeitige

Auftragsspitze oder einen generellen Trend handelte, warteten

die Einschraubventilexperten zunächst ab, bevor sie sich nach

drei Monaten entschieden, die Produktion der Nachfrage entsprechend

hochzufahren. Umstrukturierungen und massive Investitionen

waren die Folge. Das Prüflabor wurde aus dem Stammwerk in das

wenige Kilometer entfernte Innovation Center umgesiedelt, um Platz

für weitere Fertigungsplätze zu schaffen. Ein Teil der Fertigungslinien

zog ebenfalls in die ungenutzten Lagerflächen des größtenteils leerstehenden

Innovationszentrums um. Mehr als 28 Mio. Dollar wurden

global investiert, unter anderem in acht neue Honmaschinen in

Chicago. Insgesamt stehen im Stammwerk nun 38 solcher Maschinen

bereit. Zudem wurden im vergangenen Jahr über alle Hydra­

Force Standorte hinweg etwa 300 neue Mitarbeiter eingestellt.

Wieso das alles? Das erklärt mir Jim Brizzolara bei unserer Tour

durch die Fertigungslinien. „Der Kunde steht für uns im Zentrum

des Handelns. Solange er zufrieden ist, geht es uns gut. Das heißt,

wir müssen liefern können, wenn die Aufträge kommen. Glücklicherweise

sind wir sehr flexibel in der Fertigung und können

01 02

64 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


schnell auf Veränderungen reagieren. So konnten wir den Auftragsboom

auffangen und haben nichts an Liefertreue eingebüßt. Wir

wollen uns nie über zu viele Aufträge beschweren.“ Liefertreue

heißt, dass die HydraForce-Mitarbeiter Ventilaufträge schnellstmöglich,

im besten Fall innerhalb von 24 Stunden, abarbeiten. Für

Steuerblöcke kann mir Brizzolara keine definitive Zahl nennen, da

die Aufträge zu stark variieren. Dabei ist hervorzuheben, dass es sich

bei allen Aufträgen um kundenspezifische Bestellungen handelt.

GELEBTE FAMILIENATMOSPHÄRE

Jim Brizzolara ist inzwischen weit über das (deutsche) Rentenalter

hinaus. Nichtsdestotrotz ist er noch mittendrin im Tagesgeschäft

und kennt jeden Handgriff und nahezu jeden Mitarbeiter beim

Namen – und es arbeiten 880 Angestellte im Werk in Chicago (Hydra-

Force hat global 1 700 Mitarbeiter). Eine Tatsache, die dem Erfolg

des Unternehmens zuträglich ist. Die Unternehmenswerte werden

tagtäglich vom Gründer vorgelebt, der für alle ersichtlich noch im

Werk aktiv ist. Denn auch das ist eine der HydraForce-Grundlagen,

wie mir der Firmengründer erläutert: „Ich habe damals einen Unternehmensplan

aufgestellt. Die grundlegenden Säulen sind unsere

Vision und Mission. Aber auch der Respekt vor unseren Mitarbeitern

ist von größter Wichtigkeit. Wir wollen, dass unsere Angestellten

nach Möglichkeit auch bei uns in Rente gehen. Sie sind über

Firmenanteile zudem direkt am Unternehmenserfolg beteiligt.“

Und das Konzept scheint aufzugehen: Die Mitarbeiterfluktuation

liegt unter zwei Prozent. Das glaube ich gerne, denn: Während meines

gesamten Trips habe ich das Gefühl, dass alle, die ich treffe,

wirklich gerne für HydraForce arbeiten. Die viel beschworene

Familienatmosphäre am Arbeitsplatz wird hier aktiv gelebt. Die

Mitarbeiter gehen freundschaftlich und respektvoll miteinander

um. Auch dies sind Aspekte, die der Unternehmensmaxime der

größtmöglichen Qualität sicherlich zuträglich sind. Langjährige

Mitarbeiter, die sich wohl- und wertgeschätzt fühlen, sind ein

weiteres Puzzlestück auf der Suche nach den Gründen für den

überdurchschnittlichen Erfolg der Hydraulikventilschmiede.

QUALITÄT ALS MAß DER DINGE

Wie wichtig Qualität für HydraForce ist, verdeutlicht mir der CEO

abschließend anhand einer Anekdote aus den Anfangszeiten: „Wir

hatten uns diese hohen Qualitätsstandards von Beginn an selbst auferlegt.

Doch wir wollten diese auch nach außen tragen und belegen,

denn Worte sind Schall und Rauch. Also haben wir eine Prüfung

gemäß des Ford-Q1-Standards beantragt, das war Ende der 1980er

Jahre das Maß aller Dinge. Diese Prüfer waren damals dann einige

Tage hier im Werk und als sie fertig waren, waren sie sehr verblüfft.

Denn sie konnten uns ohne Mängel zertifizieren, und das beim ersten

Versuch.“, erklärt mir Brizzolara stolz. Heutzutage sind andere

Qualitätsstandards gefordert, doch an den Ansprüchen hat sich

nichts geändert – alle HydraForce-Standorte sind zertifiziert nach

der internationalen Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001:2008.

Kunde, Qualität, Mitarbeiter. Das sind meines Erachtens die drei

Säulen auf denen der HydraForce-Erfolg steht. Solange diese drei

Werte gehegt und gepflegt werden, spricht viel dafür, dass das

Unternehmen auch in Zukunft seinen Wachstumskurs aufrechterhalten

kann.

www.hydraforce.com

01 Teile des Fuhrparks im Versuchsbereich der Anwendungsentwicklung

02 Acht neue Honmaschinen wurden im vergangenen

Jahr in Chicago angeschafft

03 Prüfstände soweit das Auge reicht

DIREKTER KONTAKT

Vertrieb Deutschland

sales-germany@hydraforce.com

03

www.mobile-maschinen.info Mobile Maschinen 2018/03 65


DAVID FRINK WIRD CFO BEI KRONE

Die Bernard Krone Holding erweitert ihre Führungsspitze.

Neben dem bisherigen Vorsitzenden der Geschäftsführung

Alfons Veer (Bild r.) und dem geschäftsführender

Gesellschafter Bernard Krone (2. v.l.) wird künftig David

Frink (2. v.r.) als Finanzvorstand die Geschäfte der Gruppe

führen. Der 45-Jährige ist ab dem 1. April 2018 verantwortlich

für die strategische und konzeptionelle Weiterentwicklung

sowie die operativen Bereiche. Mit der

personellen Erweiterung stellt sich Krone nach eigenen

Angaben auf die Herausforderungen in den Geschäftsbereichen

Landtechnik und Nutzfahrzeuge ein, insbesondere

hinsichtlich der zunehmenden Internationalisierung und

Expansion des Unternehmens. Frink war zuletzt bei dem

Bekleidungshersteller Gerry Weber als Vorstand für Finanzen,

Produktion, Logistik, IT und Personal tätig. Nach einer Lehre

zum Bankkaufmann und anschließendem BWL-Studium an

der RWTH Aachen war er zunächst bei Schiesser tätig. Er

ist verheiratet und hat drei Töchter.

www.krone.de

SCHWEDISCHER KÜHL-SPEZIALIST JETZT

AUCH IN DEUTSCHLAND

Ymer, schwedischer Hersteller von kundenspezifischen

Kühlsystemen, ist ab sofort auch mit einer Niederlassung

in Deutschland vertreten. Von Wörthsee bei München aus

übernimmt die Ymer Technology GmbH die Vertriebsaktivitäten

und technische Kundenbetreuung für den Raum

Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien. Zum

Geschäftsführer des Tochterunternehmens wurde Josef

Graubmann ernannt, der davor für Webasto im Bereich

Standheizungen und Klimasysteme

arbeitete. Zuletzt hatte er dort den Bereich

Bau- und Landmaschinen federführend mit

aufgebaut. Ymer hat seinen Hauptsitz in

Stockholm und betreibt Produktionsstandorte

in Ljungby und Valdemarsvik (Schweden),

Tianjin (China) und Houston (USA).

Das Unternehmen ist spezialisiert auf die

Entwicklung und Fertigung von Kühlermodulen,

kompletten Kühlersystemen und

komplexen Kühlmodulen für Bau-, Landund

Sondermaschinen.

www.ymer.com

SAUER BIBUS ALS PARTNER

VON POCLAIN ZERTIFIZIERT

Der Hydraulikspezialist Sauer Bibus ist zum Certified Repair

Center für die PM-Pumpenbaureihe von Poclain Hydraulics

ernannt worden. Andreas Rauscher (Bild r.), Distribution

Manager von Poclain Hydraulics, überreichte die Urkunde

an Ralf Schrempp (l.), Geschäftsführer von Sauer Bibus.

Damit erweitern die beiden Unternehmen ihre Partnerschaft,

die seit 2016 besteht. Seitdem hatte Sauer Bibus

den Spezialisten für

hydrostatische Antriebe bei

der Betreuung von ausgewählten

deutschen Kunden

unterstützt. Die Antriebssysteme

von Poclain kommen

in den Bereichen Automobil,

Landwirtschaft, Bau,

Umwelt, Materialhandling

und Industrie zum Einsatz.

www.sauerbibus.de

DER DIREKTE WEG

IM INTERNET: www.mobile-maschinen.info

ALS E-PAPER: www.engineering-news.net

REDAKTION: p.becker@vfmz.de

WERBUNG: a.zepig@vfmz.de

TECHNISCH-WISSENSCHAFTLICHER BEIRAT

Dr.-Ing. Hagen Adam,

Hamburg

Prof. Dr. Ludger Frerichs,

Braunschweig

Prof. Dr.-Ing. Marcus Geimer,

Karlsruhe

Dr.-Ing. Karl Grad,

Passau

Prof. Dr.-Ing. Bernd-Robert Höhn,

Garching

Prof. Dr. Matthias Niebergall,

Elchingen

INSERENTENVERZEICHNIS HEFT 03/2018

Alliance Tire Europe, Amsterdam (NL)...23

ASM, Moosinning .........................................3

Baumer, Villingen-Schwenningen ........19

Binder, Neckarsulm .................................. U2

Bosch Rexroth, Lohr ...................................41

BOT, Kulmbach ............................................21

Enovation Controls,

Tulsa/Oklahoma (USA).............................22

First Sensor, Puchheim .............................55

GRAF-SYTECO, Tuningen ..........................47

Griessbach, Luckenwalde ........................37

GSC Schwörer, Eisenbach ........................21

Dr. Herbert Pfab,

Bischofshofen

Dr. Benno Pichlmaier,

Marktoberdorf

Dipl.-Ing. Peter-Michael Synek,

Frankfurt

Prof. Dr.-Ing. Georg Wachtmeister,

München

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Westenthanner,

München

Dr.-Ing. Andreas Ziegler,

Schrobenhausen

Hägele, Schorndorf ...................................51

LEE, Sulzbach ...............................................29

Motec, Hadamar ........................................25

Novotechnik, Ostfildern ..........................61

Sensor-Technik Wiedemann,

Kaufbeuren .......................................9, 11, 13

Sonceboz, Sonceboz (CH)........................33

TTControl, Wien (A) ......................................5

Turck, Mülheim ...........................................59

TWK-ELEKTRONIK, Düsseldorf ...............20

Zeppelin, Hamburg ...................................18

66 Mobile Maschinen 2018/03 www.mobile-maschinen.info


IM NÄCHSTEN HEFT: 04/2018

ERSCHEINUNGSTERMIN: 18. 07. 2018 • ANZEIGENSCHLUSS: 03. 07. 2018

01

01 Das Unternehmen Agricon steigert mit digitalem

Pflanzenbau die Erträge der Landwirte und reduziert

die Bodenbelastung durch Dünger und Pflanzenschutzmittel.

Für die Digitalisierung in der Landwirtschaft

setzt das Unternehmen auf robuste Embedded-

Computer mit Funkanbindung von Syslogic. Diese

übersetzten erhobene Bodenprobe-Daten und steuern

in Abhängigkeit dieser über das Bussystem die

Düngeausgabe. Gleichzeitig wird dokumentiert,

welche Menge Dünger ausgebracht wird und welche

Flächen bedüngt werden sollen.

Bild: Agricon

02

02 Die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

forscht zusammen mit der Berode GmbH an

einem neuartigen elektrohydraulischen Linearaktor.

Alle für den Betrieb eines Hydraulikzylinders erforderlichen

Komponenten werden in den Zylinder integriert.

Eine Besonderheit des Projekts ist die Entwicklung

einer Motorpumpe, bei der Elektromotor und

Hydraulik pumpe untrennbar verschmelzen. Dadurch

soll eine höhere Effizienz gegenüber der konventionellen

Kombination aus Elektromotor und Hydraulikpumpe

erreicht werden.

(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)

IMPRESSUM

erscheint 2018 im 11. Jahrgang, ISSN 1865-7028

Redaktion

Chefredakteur: Peter Becker B. A.,

Tel.: 06131/992-210, E-Mail: p.becker@vfmz.de

(verantwortlich für den redaktionellen Inhalt)

Redakteurin: Svenja Stenner, Tel.: 06131/992-302,

E-Mail: s.stenner@vfmz.de

Redaktionsassistenz: Angelina Haas,

Tel.: 06131/992-361, E-Mail: a.haas@vfmz.de,

Doris Buchenau, Melanie Lerch, Petra Weidt, Ulla Winter

(Redaktionsadresse siehe Verlag)

Herausgeber: Hartmut Rauen, stellvertretender

Hauptgeschäftsführer des VDMA

Organ: Organ des „Forums Mobile Maschinen“ im VDMA

Gestaltung

Mario Wüst, Anette Fröder, Anna Schätzlein,

Sonja Schirmer

Chef vom Dienst

Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer

Anzeigen

Oliver Jennen, Tel.: 06131/992-262,

E-Mail: o.jennen@vfmz.de

Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206,

E-Mail: a.zepig@vfmz.de

Nevenka Islamovic, Anzeigenverwaltung

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