Etter in Nittenau: „Alles, was Recht ist“ - Bayerischer Lehrer

bllv.de

Etter in Nittenau: „Alles, was Recht ist“ - Bayerischer Lehrer

34. Jahrgang

ZKZ 03646

Oberpfälzer

Schule

Zeitschrift des Bezirksverbandes Oberpfalz

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2012, Heft 3 (Juni)

BLLV-Lehrertag mit Herbert Heinrich:

Lehrer sind Suchende

BLLV-Ehrung: Goldene Medaille

für Horst Bogner und Peter Gruber

BLLV-Studentinnen berichten

von ihrem Auslandspraktikum

Oberpfälzer Schule 2012/3 1


INHALT

3 BLLV-Lehrertag: Der Lehrer – ein

besonderer Beruf?

Weitere Informationen unter www.oberpfalz.bllv.de

Die nächste Nummer der OBERPFÄLZER SCHULE,

Heft 2012/4, erscheint Ende Juli. Redaktionsschluss ist

am 6. Juli 2012

2

BLLV-LEHRERTAG IN RODING

7 BLLV ehrt Horst Bogner

und Peter Gruber

3 Herbert Heinrich,

Lehrer und Schüler sind Suchende

4 Schroll fordert Honorierung der schulischen Arbeit

6 Gastredner

10 Nachmittagsveranstaltungen

BLLV

5 Bezirksausschuss über Schulpolitik und Finanzen

7 Ehrennadel für Horst Bogner und Peter Gruber

8 BLLV-Wirtschaftsdienst und BLLV Reisedienst

9 Bezirksverband verabschiedete Josef Söllner

13 Runde Geburtstage unserer Mitglieder

17 Sommerferien in der Hohen Tatra

18 BLLV fordert Änderungen im Lehrplan für das

Gymnasium

18 20. Juni 2012: Mathefitnesstag

32 BLLV 150 Jahre

BLLV-STUDENTENGRUPPE

14 Studentinnen berichten über ihr Auslandspraktikum

15 Regensburger Studenten boten Info-Tag an

16 Diana Wengler leitet Studentengruppe

16 Foto-Workshop für Studenten

JUNGLEHRER (ABJ)

21 ABJ-Info über Arbeitslosigkeit und Beamtenstruktur

21 ABJ-Info: Klasse und Klassleitung

21 ABJ-Info über Schwangerschaft und Elternzeit

21 ABJ-Info: Geocaching-Tour auch für Kinder

21 ABJ-Info: Oberpfalz oder Oberbayern?

OBERPFALZ

Oberpfälzer Schule 2012/3 – 34. Jahrgang

14 Studentinnen berichten aus ihrem

Auslandspraktikum

5 STANDPUNKT: Stehen nicht verboten

9 Aus dem Polizeibericht: Oberpfalz 2011

11 Mensch-ärgere-dich-nicht: grenzenlos

22 Schulgeschichte der Oberpfalz: Landschulen

DIENSTRECHT / SCHULRECHT

12 KOMMMENTAR zum neuen Dienstrecht:

Ruhestandsregelung – das falsche Signal!

19 SCHULRECHT:

Schulleitung an Volks-/ Förderschulen

FORTBILDUNG / MEDIEN / FINANZEN

12 St. Ottilien: 6. bis 10. August

13 Medien: Heit san ma wieder kreizfidel

16 Mit Fräulein Brehm Tierwelt erleben

17 Medien: Im Arberland

18 Handwerkerrechnungen absetzbar – aber nur bei

Überweisung

22 Haushalt in Bildung und Forschung

KREISVERBÄNDE

23 Wir gedenken

23 Amberg-Land: Nach Frauentrio jetzt Frauenquartett

25 Neue Mitglieder

..........................................................................................................................................................................

30 Impressum

31 Schule in der Zeitung

..........................................................................................................................................................................

ANZEIGEN

15 Wittmann-Druck

21 edacta-Lehrmittel

30 BtB-Software: Schulsoftware


BLLV-Lehrertag in Roding

Lehrer und Schüler sind Suchende

Herbert Heinrich sprach beim Lehrertag und begeisterte die Zuhörer. „Ist der Lehrer

ein besonderer Beruf?“ war die Frage. In den Augen des Redners sehr wohl.

Neu motiviert und mit neuem beruflichem Stolz verließen die

Besucher den diesjährigen BLLV-Lehrertag in Roding. Herbert

Heinrich hatte anhand von vielen Beispielen aufgezeigt, dass

der Lehrerberuf etwas Besonderes ist. Sepp Zipperer, der

ehemalige Bezirksvorsitzende und jetzige Ehrenvorsitzende,

fasste das Referat knapp und doch vielsagend zusammen:

„So einen Vortrag hätten wir schon beim Studium an der Pädagogischen

Hochschule gebraucht.“

Roding. Kein schulkritisches,

schulpolitisches,

dienstrechtliches oder berufswissenschaftlichesThema

hatte der BLLV­Bezirksverband

für den diesjährigen

Lehrertag gewählt. Im Mittelpunkt

stand die schlichte

Frage: „Der Lehrer – ein

besonderer Beruf?“ Eingeschlossen

in diese Frage waren

die Lehrer/ die Lehrerinnen,

die Förderlehrer, junge

und berufserfahrene, die

Mitte April zum Tagungsort

ins renommierte City­Hotel

gekommen waren. Dass sich

auch eine Reihe von Pensionisten

eingefunden hatten,

zeigt, wie verbunden diese

mit ihrem ehemaligen Beruf sind.

Der Referent, einst Lehrer, Seminarleiter,

Regierungsschuldirektor und jetzt

im Ruhestand, brachte Beispiele aus dem

Alltag der Schule, er zeigte auf, wie der

Lehrer motivierend und aktivierend die

Alltagssituationen bewältigen kann. Es

gilt, die Schüler zur aktiven Mitarbeit zu

bewegen. Voraussetzung ist, dass im Lehrer

ein Feuer brennt, das auf die Schüler

und deren Wissbegierde übergreift. Der

Redner bezog auch ein, wie sich zuweilen

die negative Darstellung in Literatur,

Film oder Fernsehen mit dem Lehrberuf

beschäftigt: Dass der Lehrer oft als pedantisch,

weltfremd, rechthaberisch, faul,

boshaft, humorlos oder engstirnig hingestellt

wird.

Wenn Heinrich vom Lehrer sprach und

Möglichkeiten zu Aktivitäten aufzeigte,

meinte er die ganze Schule, die Schüler,

die Eltern, die Gesellschaft.

Der Redner will, dass die Schule Lebensfreude

vermittelt. Dabei ist eine enge

Beziehung zwischen Lehrer und Schüler

notwendig. Gemeinsam sind sie Suchende,

Detektive, immer aktiv. Zusammen

mit dem Lehrer und den Mitschülern

steht die praktische Arbeit der Schüler

im Mittelpunkt. Dabei muss auch der

Lebensraum, das Klassenzimmer mit den

Menschen einbezogen werden, die sich

dort zusammenfinden. Entscheidend ist

die Stimmung, die hier herrscht. Verantwortlich

dafür sind die Lehrer. Nur die

Lehrer? So stellte der Redner die Frage in

den Raum. Lernen braucht Geborgenheit,

es braucht Spielregeln, Freiheit. Dabei ist

der Lehrer eine „Leitfigur“, der die Gruppe

nach außen verteidigt, die Stärken der

einzelnen Gruppenmitglieder nutzt und

sich Zeit für die Zuwendung zu einzelnen

Gruppenmitgliedern nimmt.

Heinrich ging auf die veränderte Situation

der Gegenwart ein. Die sinkenden

Schülerzahlen führen zu steigender Fokussierung

auf das einzelne Kind, und dabei

wird die Kommunikation zwischen

Lehrern und Eltern immer wichtiger.

Die Eltern müssen merken, dass ihr

Kind von der Schule angenommen wird.

Da müssen die Lehrer eine Brücke bauen.

Um dies zu erreichen, braucht man die

Verbände, die Politiker, die Wirtschaft,

das Handwerk.

Bei der Zusammenarbeit zwischen

Schule und Eltern entstehen auch Probleme.

Die Lehrer fühlen sich durch Eltern

häufig beobachtet und angegriffen,

und die Schüler reagieren auf den Erwartungsdruck

mit Verweigerung und Rückzug.

Zwischen den Generationen ist zwischenzeitlich

eine Kluft entstanden. Einst

hatten die Älteren gegenüber den Jüngeren

eine Beratungsfunktion. In der Zwischenzeit

hat die Informationsflut die Generationshierarchie

verändert.

Der Redner sprach von drei unterschiedlichen

Lehrertypen: der Lehrer

als Datenbank, als Fehlersucher und als

Schönheitssucher, der vielseitig interessiert,

lebensfroh ist, ferner herzlich und

offen, verbindlich und höflich. Mit diesem

Lehrer gehen die Kinder gern auf

Entdeckungsreise. Der Lehrer muss den

Schülern die Augen öffnen für die Schönheit

der Natur, die Faszination der Musik,

die Bedeutsamkeit der Literatur.

Der Mensch hat, so Heinrich, eine tiefe

Sehnsucht nach Schönheit, nach Wärme,

nach Zufriedenheit. Dem ist dienlich

das Verhalten des Lehrers, wenn er lacht,

fröhlich ist, wobei er durchaus auch grantig

sein kann.

Den Kindern zu helfen, kann nach den

Worten des Redners sehr teuer sein. Eine

Alternative dazu gibt es nicht. „Gebt den

Oberpfälzer Schule 2012/3 3


Lehrkräften gute Arbeitsbedingungen,

und sie werden gute Arbeit leisten“, so

die Forderung an die Gesellschaft der Gegenwart.

Im Interesse der Lehrer forderte er eine

lebenslange Fortbildung; diese muss „sehr

konkret und praxisnah“ sein. Es muss sich

für den Lehrer „rentieren“, dass er da hingeht,

meinte Herbert Heinrich. Als erfreulich

nannte er es, dass in der Vergangenheit

die Schulen „schöner geworden“

sind.

Abschließend dankte er allen, die sich

das Wohl der Kinder auf die Fahnen geschrieben

haben. Sie verdienen den größten

Respekt.

Langer Beifall bestätigte, dass bei

den Zuhörern die Worte des Redners auf

fruchtbaren Boden gefallen sind.

Als Dankeschön überreichte die Bezirksvorsitzende

dem Redner ein T­Shirt

mit der Aufschrift „Be a hero – be a teacher“.

–as–

Schroll fordert

Honorierung der

schulischen

Arbeit

Lehrertage des BLLV sind Thementage,

bei denen der Verband aktuelle Fragestellungen

der Schulpolitik aufgreift und von

Fachreferenten beleuchten lässt. In Roding

war es Herbert Heinrich, ehemals

Regierungsschuldirektor bei der Regierung

der Oberpfalz. Mit seinen Ausführungen

bewies er, dass er von Schule eine

andere Vorstellung hat: Im Mittelpunkt

steht das Kind. Dessen Bedürfnisse sind

Richtschnur für Regierende, Verwaltende

und vor allem die Lehrer.

Bezirksvorsitzende Ursula Schroll bezog

sich auf das Motto des Lehrertages

und betonte, die Lehrer wollten nichts

weiter als ihre Arbeit so leisten, dass sie

„uns nicht auffrisst“, dass sie unter vernünftigen

Rahmenbedingungen stattfinden

kann. Zusammengefasst wollen die

Lehrer, dass deren Arbeit wahrgenommen,

unterstützt und entsprechend honoriert

wird.

4

BLLV-Lehrertag in Roding

Oberpfälzer Schule 2012/3 – 34. Jahrgang


Als positiv wertet sie es, dass die Medien

sehr häufig und positiv über die Schulen

und die Arbeit der Lehrer berichten.

Sie verwies auf die Arbeit der Schulleiter.

Deren Aufgaben sind in den letzten Jahren

ständig angewachsen, Entlastung gab

es dafür keine.

Dass, so eine Umfrage unter Lehrern,

das Kultusministerium den Lehrkräften

zu wenig Unterstützung gewährt, sei ein

Alarmsignal. In der freien Wirtschaft hätte

ein Unternehmen, bei dem 90 % der

Beschäftigten mit ihrem Arbeitgeber unzufrieden

seien, wenig Überlebenschancen.

Die Lehrer, so Schroll weiter, erwarten

vom Dienstherrn mehr Rückendeckung

z. B. bei beleidigenden Vorwürfen,

und die Lehrer wollen vor allem „einmal

Ruhe“ an der Schule. Schroll sprach von

wenig durchdachten Reformen, von öffentlichkeitswirksamer

Show und Außendarstellung.

Die Tatsache, dass es für die Lehrer endlich

ein Beförderungsamt gibt, wertete die

Rednerin als erfreulich. Dass aber die Beamten

trotz sprudelnder Steuereinnahmen

„den Kopf hinhalten müssen für einen

Sparhaushalt“ sei nicht nachvollziehbar.

Roding. Im BLLV­Bezirk Oberpfalz ist

es Tradition, dass am Tag vor dem „Lehrertag“

die Bezirksvorstandschaft, die

BLLV­Kreisvorsitzenden und die Leiter

der Fachgruppen im so genannten Bezirksausschuss

gemeinsam tagen, um satzungsgemäße

Beschlüsse zu fassen und

die Weichen für künftige Aktionen abzustecken.

Bei der diesjährigen Zusammenkunft im

April legte der oberpfälzische Schatzmeister,

Klaus Wendler, den Haushaltsentwurf

für das Jahr 2012 vor. Nachdem

die Jahresrechnungen des Jahres 2011

geprüft worden waren, entschied sich der

Ausschuss einstimmig auf Grund des Revisionsberichts

von Siegfried Rupprecht

und Hans Kral, dem für die Finanzen Verantwortlichen

Entlastung zu erteilen.

Schulpolitische Themen sprachen die

Abteilungsleiter Katja Meidenbauer

und Sepp Hoffmann an. Meidenbauer

sprach zur Situation der Grundschulen,

berichtete von den Beratungen be­

BLLV-Lehrertag in Roding / Kommentar

Die Schulen brauchen motivierte Mitabeiter,

so Schroll.

Den Auftakt zum Lehrertag im City­Hotel

boten die Schüler der Rodinger Mittelschule

unter der Leitung ihres Lehrers

Lothar Kerscher. Mit flotten Liedern und

Tänzen machten sie die Gäste aufnahmebereit

für ein schwieriges Thema.

Neben den Grußworten der Politiker (siehe

vorhergehende Seite) hatte auch MdL

Dr. Karl Vetter (FW), am Besuch des Lehrertages

verhindert, seine Gedanken zum

Thema schriftlich dargelegt. Nach seiner

Auffassung sind die Anforderungen an die

Lehrer in den letzten Jahrzehnten schwieriger

geworden. Lehrer seien nicht mehr

uneingeschränkte Respektspersonen. Die

Arbeit des Lehrers verglich Vetter mit der

Tätigkeit eines Gärtners: Der Samen trage

oft erst nach Jahren erkennbare Früchte.

Das erfordere vom Lehrer Geduld und

Optimismus.

Den Festakt beschloss Bezirksvorsitzende

Ursula Schroll mit einem Dank an die

Mitwirkenden und die Personen, die bei

der Vorbereitung des Lehrertages mitgeholfen

hatten. –as–

BLLV-Bezirksausschuss über

Schulpolitik und BLLV-Finanzen

züglich des künftigen Lehrplanes und erläuterte

die Schwerpunkte bei der Diskussion

um Kombiklassen, Ganztagesklassen

und Übertritt. Hoffmann, der die Abteilung

kommissarisch betreut, gab eine

Übersicht über die Entwicklung der Mittelschulen

in der Oberpfalz und über die

Diskussion zur wohnortnahen Schule.

Bezirksvorsitzende Ursula Schroll erläuterte

die Vorbereitungen des BLLV­Jubiläums,

das in Regensburg am 14. Juli anlässlich

des 150. Geburtstag des BLLV

gefeiert wird. Sie sprach die Altersstruktur

im Lehrerverein an und skizzierte die

möglichen Konsequenzen für die Mitgliederbetreuung.

Weitere Themen galten den Vorbereitungen

des Mathefitnesstages, des BLLV­

Gesundheitstages und des Amberger Seminar

im November 2012. Ursula Schroll

unterstrich die jahrelangen Forderung des

oberpfälzischen Bezirksverbandes nach

einer längeren gemeinsamen Schulzeit im

Interesse des Kindes. –as–

Stehen

nicht verboten

Da wollten doch Eltern aus dem Raum

Beratzhausen, Landkreis Regensburg,

vom bayerischen Staat mehr Geld für die

Beförderung von Schulbuskindern, weil

in den Schulbussen die Sitzplätze bei

weitem nicht ausreichend seien. Um dafür

Gelder flüssig zu machen, wandten

sich die Eltern in einer Petition an den

Freistaat. Das Gesuch war mit der Tatsache

begründet worden, dass die zuneh­

STANDPUNKT

mend größeren Schulverbände/ ­verbünde

immer mehr Schülertransporte und

damit mehr Platzbedarf auslösen.

Ende April wurde das Bittgesuch im Petitionsausschuss

des Landtages behandelt

– und von der Mehrheit (CSU/FDP)

abgeschmettert. Die Staatssekretärin im

Wirtschaftsministerium Katja Hessel

(FDP, Rechtsanwältin) begründete die

Ablehnung mit dem Hinweis, dass es

kein Gesetz gebe, das den Transport von

stehenden Schülern verbiete.

Eine seltene Logik! Und das aus dem

Mund einer juristisch gebildeten Person!

Wem Gott ein (politisches) Amt gibt,

dem nimmt er auch den Verstand, muss

man angesichts derartiger Aussagen folgern.

Sollten in Zukunft derlei Begründungen

zum Maßstab für die Tagespolitik

werden, erübrigt sich jede Diskussion.

Der Vorgang zeigt aber auch, mit welch

fadenscheinigen Aussagen das Begehren

von Bürgern abgewimmelt wird.

Die wahren Bedürfnisse unserer Kinder

sind hierzulande immer noch nicht Maßstab

für das politische Handeln. Auch

wenn die Staatssekretärin Hessel in ihren

FDP­Versammlungen und bei ihren

politischen Auftritten so gern das

Wohl der Kinder und Jugendlichen betont

was sie ausgiebig tut – mit der im

Petitionsausschuss gemachten Feststellung

hat sie jede Glaubwürdigkeit verloren.

Viele (unserer Politiker) haben kein Verständnis

dafür, dass auch junge Menschen

am Morgen oder nach einem langen

Schultag das Bedürfnis haben, auf

dem oft langen Schulweg sitzen zu können.

Obwohl Stehen nicht verboten ist.

Anton Schlicksbier

Oberpfälzer Schule 2012/3 5


6

BLLV-Lehrertag in Roding

Gastredner beim Lehrertag in Roding

2. Bürgermeister, Roding, Alfred

Reger: Der Stadtvertreter übermittelte

die Grüße seiner Stadt und des

ersten Bürgermeisters. Für Roding sei es

„eine Freude und Ehre“, dass der Lehrertag

in Roding stattfindet. Roding sei ein

wichtiger Industrie­ und Schulstandort

im Landkreis, und die Stadt unterstütze

die Schulen nach besten Kräften. Reger

dankte den „engagierten und leistungsorientierten

Lehrern und Lehrerinnen“ für

ihren Einsatz in den Schulen, um Basiskompetenzen

zu vermitteln. Der Tagung

wünschte er einen guten Verlauf.

MdL Reinhold Strobl (SPD) bezog

sich ebenfalls auf das Motto des Lehrertages.

Nach seinen Worten beinhalte

der Begriff Schule alles, was man zum Leben

braucht. Er bedauerte, dass im Landtag

Anträge der Opposition oft abgelehnt

würden. Nach Strobls Ansicht werde der

Aktionismus in den Schulen vom Kultusministerium

ausgelöst und nicht von den

Oppositonsparteien. Trotzdem müsse sich

die Schule immer auf neue Entwicklungen

einstellen. Kritisch hinterfragte er das

Oberpfälzer Sprichwort: „Net gschimpft,

is globt gnouch.“

Staatssekretär und MdL Markus

Sackmann (CSU) ging besonders auf

die Schwierigkeiten der Haushaltsgestaltung

ein. Trotz der Schwierigkeiten konnte

man den Beamten „mehr Geld geben“.

Die Schaffung eines Beförderungsamtes

habe er schon immer als notwendig angesehen,

weil es Motivation schafft.

Zum Schulbereich mahnte er an, „so manche

Reform nicht durchzuführen“, um „in

Ruhe arbeiten zu können“.

Abschließend würdigte er, „was gerade

die Mittelschulen in den letzten Jahren

auf den Weg gebracht haben“.

Gerhard Weiherer, Kreisrat

(BÜNDNIS 90/Die Grünen), vertrat

die Landtagsabgeordnete Maria

Scharfenberg. Er sprach die vielfältigen

Aufgaben des Lehrberufes an, erinnerte an

Streitschlichter, Erziehungsarbeit, sprach

vom „Grundschulabitur“. Der Lehrer müsse

selektieren, die Anordnungen der alltäglichen

Bürokratie umsetzen, die jungen

Menschen auf den Beruf vorbereiten und

den Aufgaben der Gesellschaft gerecht

werden. Er sprach die Probleme der Schulleiter

an. Die Gesellschaft müsse endlich

diese vielfältigen Aufgaben anerkennen.

Oberpfälzer Schule 2012/3 – 34. Jahrgang

MdL Thomas Dechant (FDP) ließ

bei seinem Grußwort immer wieder Erlebnisse

seiner eigenen Schulzeit einfließen,

bei denen sich das „Besondere“ des

Lehrerberufes gezeigt habe und die ihm

Freude an der Schule vermittelt hätten.

Mit der FDP als mitverantwortlich in der

Regierung hätte „so manches“ geschaffen

werden könen. Als Erfolg nannte er

es, dass in den vergangenen Jahren 5600

neue Lehrerstellen geschaffen wurden. In

Zukunft sollte den Schulen neben der größeren

Verantwortung auch mehr Entscheidungsfreiheit

ermöglicht werden.

Richard Glombitza, Abteilungsdirektor,

Regierung der Oberpfalz,

überbrachte die Grüße der Regierungspräsidentin.

Er sprach von einem

„tief bohrenden und gut gewählten Thema“

des Lehrertages. Die Lehrkräfte seien

ein Teil der Investition in die Zukunft, immer

mehr gefordert mit der Aufgabe, im

Team zu arbeiten. Sie treten „der Verdunstung

der Werte entgegen“.

Er forderte die Lehrer auf, offen und

selbstbewusst zu sein und mit Augenmaß

„das uns innewohnende Förder­Gen“ zu

pflegen.


In Anwesenheit der Fest- und Ehrengäste

wurden beim Lehrertag in Roding

Horst Bogner und Peter Gruber

mit der Goldenen Ehrennadel des

Bezirksverbandes ausgezeichnet.

Bezirksvorsitzende Ursula Schroll

würdigte die Arbeit der beiden langjährigen

Mitarbeiter im BLLV.

Horst Bogner, Sohn eines engagierten

BLLV­Vaters, der auch Schulleiter war,

war bereits während der Studienzeit dem

BLLV beigetreten (1976).

Als Lehramtsanwärter war er in Neustadt/

WN, Weiden und Schwandorf tätig. 1980

kam er in den Landkreis Regensburg, war

von 1982 bis 1986 an der Hauptschule in

Neutraubling und schließlich (bis heute)

an der Grundschule in Pettendorf – als einer

der wenigen begehrten Männer in der

1./2. Jahrgangsstufe, so Schroll.

1988 wurde er im Landkreis Regensburg

Kassier des BLLV­Kreisverbandes, 1991

übernahm er den Kreisvorsitz; dieses Amt

übte er bis zum April 2012 aus und wurde

in dieser Zeit „ein Aushängeschild für

den BLLV“.

In dieser Amtszeit pflegte Bogner den

Kontakt mit den Abgeordneten, den Bürgermeistern,

den Vertretern der Wirtschaft

und allen Institutionen, die mit Schule zu

tun haben oder zumindest zu tun haben

sollten. Dabei konfrontierte er die Gesprächspartner

mit den Anliegen der Lehrerschaft.

Im Bezirksausschuss brachte er

seine Ideen konsequent ein und gab den

Diskussionen neue Impulse.

Acht Jahre war er im Bezirkspersonalrat

tätig, und seit 18 Jahren ist er Vorsitzender

im örtlichen Personalrat. Das Schulamt

schätze und fürchte ihn gleichermaßen,

weil er die Anliegen der Lehrerschaft

hartnäckig einfordert.

Horst Bogner musste diese öffentliche

Ehrung über sich ergehen lassen, auch

wenn er einst auf einem BLLV­Datenblatt

dokumentiert hatte: „Liebe BLLV­

Vorständler, eigentlich sind mir Ehrungen

ein Greuel. Wenn es sein muss, dann bitte

nicht kurz vor dem Essen (dies unterstrichen)

oder nach der Grußwort­ und Festreden­Orgie,

wenn alle nur noch auf das

Ende warten. Dies als Anregung.“

BLLV-Lehrertag in Roding

Horst Bogner und Peter Gruber mit der

Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet

Horst Bogner, links im Bild, und Peter Gruber vor der Auszeichnung mit der Goldenen

Ehrennadel des BLLV-Bezirksverbandes Oberpfalz

Mit Peter Gruber, so Schroll bei der

Überreichung der Ehrennadel, ehre der

Bezirksverband „einen hoch engagierten,

äußerst gewissenhaften und kritischen

Mitstreiter“. Gruber war im Juni 1974

zum BLLV gekommen.

Ungewöhnlich sei, dass Peter Gruber

schon als Lehramtsanwärter in den Personalrat

gewählt worden sei, und dies vom

letzten Listenplatz aus schaffte. Bis heute

ist er in diesem Gremium vertreten, lange

Jahre auch als stellvertretendern Vorsitzender.

Im BLLV hat er 1989 das Amt des Kreiskassiers

übernommen; dieses Amt übte er

12 Jahre lang aus, von 1994 bis 2001 war

er auch Geschäftsführer im Kreisverband.

und von 2001 bis 2010 Kreisvorsitzender.

In dieser Funktion pflegte er die Arbeit

in der Vorstandsklausur, so in Bayreuth

oder in Fürstenstein, wo neben dem Gesellschaftlichen

ernsthafte BLLV­Politik

gemacht wurde. Die Sachthemen und

Positionen des Landes­ und Bezirksverbandes

wurden konsequent im Kreisverband

umgesetzt; dabei gab es auch Briefe

an den Kultusminister und Abgeordnete

oder regelmäßige Briefe an den BLLV­

Präsidenten. Vor allem war es ihm gelun­

gen, untern den Mitarbeitern ein Gemeinschaftsgefühl

zu entwickeln.

Gruber sei, so Ursula Schroll in ihrer

Rede, auch ein kritischer Geist gewesen,

der etliche Anträge an den Landesverband

gestellt hatte, die „unangenehm“ waren.

Andererseits habe Gruber aber Beschlüsse

sehr solidarisch mitgetragen und umgesetzt,

selbst wenn er ursprünglich anderer

Meinung gewesen war.

Gruber war auch verbandspolitisch aktiv

im Bezirksverband: Von 1994 bis 1996

war er Kassenrevisor und von 1997 bis

2002 Verwalter der Mitgliederorganisation.

Daneben hatte man ihn auch in den

Bezirkspersonalrat gewählt.

Horst Bogner und Peter Gruber dankten

zum Schluss der Veranstaltung für

die Auszeichnung durch den Bezirksverband.,

wobei Bogner vor allem an die Zusammenarbeit

mit Herbert Heinrich an der

Hauptschule in Neutraubling erinnerte.

Er stellte besonders die Sympathie heraus,

die Heinrich bei Lehrern und Schülern

genossen hatte. So habe eines seiner

Referate bewirkt, dass eine Kollegin, entschlossen

den Ruhestand anzutreten, ihre

Arbeitszeit um ein Jahr verlängerte.

–as–

Oberpfälzer Schule 2012/3 7


Vor den Mitgliedern des

BLLV-Bezirksausschusses

im Zusammenhang mit dem

Lehrertag in Roding informierte

der Leiter des BLLV-

Wirtschaftsdienstes, Hans-

Peter Etter (unser Bild), über

die Angebote seiner Einrichtung.

Der BLLV­Wirtschaftsdienst verfolgt keine

Gewinnabsichten. Deshalb kann er unabhängig

und objektiv beraten. Daneben

kann er den BLLV­Mitgliedern durch

Gruppenversicherungen günstige Konditionen

vermitteln. Kernanliegen ist es

hierbei, einen günstigen Tarif, optimale

Leistungen und einen kundenfreundlichen

Service in Einklang zu bringen.

Versicherungen

Welche Versicherungen der Einzelne benötigt,

hängt vom persönlichen Sicherheitsempfinden,

der aktuellen Situation,

dem Alter und den Lebensverhältnissen

ab. Insofern gibt es keine allgemein

verbindlichen Vorschläge. Dennoch empfiehlt

der Wirtschaftsdienst, folgende Versicherungen

abzuschließen:

: Private Haftpflicht

: Versicherung für Dienstunfähigkeit

: Private Altersvorsorge

: Private Zusatz­Pflegeversicherung

Die Mitarbeiter klären ab, ob weitere Versicherungen

notwendig sind und welcher

Versicherungsschutz sinnvoll ist.

Der Wirtschaftsdienst bietet den Mitgliedern

des BLLV und deren Angehörigen

eine unabhängige und kompetente Beratung

in allen Fragen rund um Versicherungen,

Finanzierungen, Vermögensaufbau

und Vermögenssicherung im Alter.

Das Ziel ist eine ganzheitliche Beratung,

die auf die individuellen Bedürfnisse der

Mitglieder ausgerichtet ist.

Ferner bietet der Wirtschaftsdienst kostenlose

Versicherungen an, die in der Mitgliedschaft

eingeschlossen ist.

Für Studenten im BLLV wird auf Antrag

8

BLLV-Lehrertag in Roding

BLLV-Wirtschaftsdienst und BLLV Reisedienst

für Studenten, Lehrer im Dienst und im Ruhestand

eine kostenlose Anwartschaft angeboten.

Damit wird der momentane Gesundheitszustand

ein für allemal festgehalten. So

laufen die Betroffenen nicht Gefahr, dass

die Aufnahme in die private Krankenversicherung

verweigert wird oder über Jahre

hohe Zuschläge zu zahlen sind.

Alle Referendare erhalten neben der

Diensthaftpflicht­ und Schulhausschlüssel­Versicherung

den Einstieg in die Pflegeversicherung

kostenlos. Diese sichert

günstige Beiträge und ist ein wichtiger

Baustein der Existenzsicherung

Alle aktiven BLLV-Mitglieder und deren

Ehepartner erhalten vom Wirtschaftsdienst

für Verwaltungs­ und/oder

Lehrtätigkeit im öffentlichen Dienst die

kostenlose Diensthaftpflicht­ und Schulhausschlüssel­Versicherung.

Diese Versicherungen

sind für jede Lehrkraft unerlässlich,

denn die Lehrer haften für Schäden,

die sie in Ausübungen ihrer Lehrtätigkeit

grob fahrlässig verursachen.

Für BLLV-Mitglieder im Ruhestand

gibt es seit dem 1. September 2011 einen

in Deutschland wohl einzigartigen Service.

Sie erhalten die Kostenerstattung

für einen Schlüsseldienst eigener Wahl

für den Fall, dass man sich vor der Wohnung

aussperrt hat.

Setzen Sie sich mit dem Wirtschaftsdienst

in Verbindung, wenn Sie Informationen

oder Angebote in folgenden Sachverhalten

bekommen wollen:

Krankenversicherung – Haftpflicht –

Rechtsschutz – Unfall – Beratung für

Lehramtsanwärter – Wohngebäude – Beratung

für Studenten – Kfz­Versicherung

Oberpfälzer Schule 2012/3 – 34. Jahrgang

– Beratung für Pensionisten – Hausrat –

Dienstunfähigkeitsversicherung – Private

Altersvorsorge – Riester­Rente – Basis­

Rente („Rürup“) – Kapital­Lebensversicherung

– Pflege­Versicherung – Risiko­

Lebensversicherung – Sterbegeld­Versicherung

– Bausparen – Baufinanzierung

– Beamtendarlehen – Kostenloses Girokonto

– Überprüfung der aktuellen Versicherungen

und Angebot eines kostenlosen

Vergleiches mit Hinweis auf Sparmöglichkeiten

und Versorgungslücken.

Reisedienst

Der BLLV Reisedienst, ein Service für die

BLLV­Mitglieder, hilft schon bei der Planung

einer Reise. Reiseangebote für die

Ferien werden immer nach dem Motto organisiert:

clever und günstig.

In einem kleinen Team entstehen die

BLLV­Reisen, und unter den reisenden

Lehrerkollegen gelten sie inzwischen als

„Geheimtipp“. Die Reisen werden generationenübergreifend

gebucht. Die Programmzusammenstellung

erfolgt mit ausgewählten

Partnern. –as–

BLLV-Wirtschaftsund

BLLV Reisedienst:

Postfach 34 02 29, 80099 München

Tel. 089/ 28 67 62 6

Montag–Freitag: 9.30 bis 12 Uhr,

und 13 bis 17 Uhr (freitags 16 Uhr)

E-Mail: info@bllv-wd.de

www.bllv-wd.de


Oberpfalz:

Aus dem

Polizeibericht 2011

Regensburg. Der jüngste Polizeibericht

für die Oberpfalz, herausgegeben vom

Polizeipräsidium, nennt für das Jahr 2011

folgende Deliktszahlen: Von den 22.155

Tatverdächtigen in der Oberpfalz waren

656 Kinder (im Vorjahr 872), 2014 Jugendliche

(Vorjahr: 2396) und 2519 Heranwachsende

(Vorjahr: 2563). Bei der Tatausführung

waren 1.003 Tatverdächtige

alkoholisiert.

Es ereigneten sich 2011 insgesamt 40

Schulwegunfälle, bei denen 59 Schüler

verletzt wurden. Die Zahlen aus den

einzelnen Gebietskörperschaften: In der

Stadt Amberg: 1 Schulwegunfall (1 Schüler

verletzt), im Landkreis Amberg­Sulzbach:

6 Unfälle (8 Verletzte), in der Stadt

Regensburg: 9 Unfälle (10 Verletzte), im

Lkr. Regensburg: 5 Unfälle (5 Verletzte),

in der Stadt Weiden: 5 Unfälle (5 Verletzte),

im Lkr. Neustadt/ WN: 2 Unfälle

(15 Verletzte), im Lkr. Cham: 2 Unfälle (4

Verletzte), im Lkr. Neumarkt: 4 Unfälle (4

Verletzte), im Lkr. Schwandorf: 4 Unfälle

(5 Verletzte) und im Lkr. Tirschenreuth: 2

Unfälle (2 Verletzte).

Bei den Gewaltdelikten wurden 1386

Tatverdächtige festgestellt, davon waren

33 Kinder, 186 Jugendliche und 255 Heranwachsende.

Bei den Gewaltdelikten gegen

Personen und Sachbeschädigungen

war mehr als die Hälfte der Heranwachsenden

bei der Tatausführung alkoholisiert,

so der Polizeibericht.

Bei den Diebstahlsdelikten ermittelte die

Polizei 4463 Tatverdächtige, davon waren

345 Kinder, 677 Jugendliche und 422

Heranwachsende.

Für die Vermögens- und Fälschungsdelikte

nennt die Kriminalstatistik 5280 Tatverdächtige,

davon 31 Kinder, 342 Jugendliche

und 525 Heranwachsende.

Bei der Rauschgiftkriminalität wurden

2238 Tatverdächtige festgestellt, davon

10 Kinder, 185 Jugendliche und 395 Heranwachsende.

Die Schwerpunkte der polizeilichen Prävention

waren ein Symposium gegen

Rechtsextremismus, eine Sucht­Prävention

und die Aktion „Zivilcourage“.

– as–

Oberpfalz

Bezirksverband verabschiedete Josef

Söllner aus dem Bezirksausschuss

Roding. Als ehemaliger Kreisvorsitzender

des Kreisverbandes Neustadt/WN

wurde Josef Söllner im Bezirksausschuss

verabschiedet. Von 1994 bis 2000 war er

unter Fritz Aumer stellvertretender Kreisvorsitzender

und dann bis zum Januar

2011 Kreisvorsitzender.

Ursula Schroll würdigte die „absolut verlässliche

Arbeit“ von Josel Söllner. Im

Kreisverband organisierte er gut besuchte

Veranstaltungen, eintägige und längere

Reisen, Theaterfahrten, Mitgliederversammlungen

und Schulabschlussfahrten.

Er besuchte, so Schroll, äußerst gewissenhaft

alle Bezirks­ und Landesveran­

Schulhumoriges gesucht

staltungen, darunter mehrere Delegiertenversammlungen.

Söllner war von 2002 bis 2011 Mitglied

des örtlichen Personalrates, die letzten

Jahre als stellvertretender Vorsitzender.

Beruflich war er eingesetzt in fast allen

Jahrgangsstufen, so in Altenkunstadt, Hilpoltstein,

Betzenstein und schließlich seit

1976 in Windischeschenbach. Hier war er

tätig als Beratungslehrer, mit der Pflege

des Schulwaldes betraut und ansonsten

die „gute Seele“ der Schule.

Schroll dankte ihm für die Geradlinigkeit,

seinen Eifer und seine Bereitschaft zur

Mitarbeit. –as–

Das Ende des laufenden Schuljahres ist in Sicht. Hinter uns liegen dann erfolgreiche,

weniger erfolgreiche, anstrengende, erfreuliche und unerfreuliche Stunden. Gerade

die erfreulichen Stunden sind es wert, festgehalten zu werden, schwarz auf weiß, gedruckt,

hier in der Oberpfälzer Schule. Schicken Sie uns humorvolle Begebenheiten

des Schulalltags: Aussprüche von Kindern, von Kollegen, von Vorgesetzten, Auszüge

aus Aufsätzen, lustige Begebenheiten in der Pause, im Unterricht, kurzum alles,

was ein Schmunzeln auslösen kann.

Schicken Sie uns heitere Begebenheiten, je kürzer, desto besser. Die Oberpfälzer

Schule wird die Episoden veröffentlichen – wenn Sie es wünschen, auch ohne Namensangabe.

Die Anschrift der Schriftleitung finden Sie im Impressum, Seite 30.

Manchmal braucht ein Lehrer einen guten Magen, vor allem, wenn er sieht, wie die Kinder

daherkommen und wie sie sich verhalten. Dem kleinen Hans ist der Rotz heruntergehängt

bis zum Mund. Bevor er aber auf den Boden tropfte, hat ihn Hans mit lautem Geräusch

hochgezogen. Jedes Mal schaut der Lehrer den Hans an, immer grantiger. Schließlich

meint er: „Hansl, hast du denn kein Taschentuch?“ Die Antwort: „Ja, schon“, aber die

Mutter wascht es heut.“ Mitgeteilt von Sophie Schikora, Schirmitz

Oberpfälzer Schule 2012/3 9


„Inklusion unter den momentanen

Voraussetzungen

nur schwer möglich“

Manfred Böhm, der Vorsitzende der

Fachgruppe Förderschulen, hatte zu diesem

Thema als Referenten die Schulleiterin

des SFZ Tirschenreuth, Frau Huber,

mit drei Kolleginnen, welche an einer Inklusionsschule

bzw. in Kooperationsklassen

oder Tandemklassen tätig sind, eingeladen

(unser Bild). Sie berichteten von ihren

Erfahrungen in diesem Schuljahr und

mussten feststellen, dass Inklusion unter

den momentanen Voraussetzungen nur

schwer möglich ist. Die Selektion, die

in den Grundschulen oberstes Gebot ist,

steht der Umsetzung einer wirklichen Inklusion

im Wege. (Im Bild: Die Fachgruppe

Förderschulen bei der Nachmittagsveranstaltung

des Lehrertages)

Helmut Lang

Arbeit mit dem Rechtschreibprogramm

„Morpheus“

Morpheus ist ein Trainingsprogramm,

das auf der Arbeit mit Wortstämmen basiert.

Die Teilnehmer wurden in das theoretische

Konzept des Programms eingeführt.

Danach ging es an die praktische

Arbeit. Sowohl Übungsmaterial als auch

Computertrainingsprogramm bieten Differenzierungsmöglichkeiten

auf drei verschiedenen

Niveaustufen. Dabei sind die

Übungen so aufgebaut, dass die Selbstkontrolle

von den Schülern problemlos

erfolgen kann. Dies bestätigten auch die

Teilnehmer. Die Morpheus­Trainingsmappe

enthält ein Manual, ein Buch mit

umfangreichen, motivierenden Übungen

und eine CD für die Arbeit am Computer.

Wie motivierend die Arbeit mit dem Programm

Morpheus sein kann, konnten die

Teilnehmer durch ihr praktisches Tun erfahren.

Sie erlebten, dass Rechtschreibübungen

sehr viel Spaß machen können,

und konnten sich gut vorstellen, diese

Übungen gezielt im Differenzierungs­

und Förderunterricht einzusetzen.

Siegfried Hümmer,

FG Schulberatung in der Oberpfalz

10

BLLV-Lehrertag in Roding

Lehrertag bot auch Nachmittagsveranstaltungen an

Ein Herz fürs Herz –

unterrichtliche Umsetzung

im Fach WTG

Vielfältige Ideen und Anregungen zum

Thema „Herz“ wurden vorgestellt und auf

die Besonderheiten der einzelnen Gegenstände

aufmerksam gemacht. Besonders

begeistert waren die Kolleginnen von den

Workshops, bei denen sie nach Herzenslust

kleine, feine Herzen in verschiedenen

Variationen bzw. Techniken praktisch

umsetzen konnten. Die phantasievoll und

individuell gestalteten Herzen wurden für

alle Teilnehmerinnen eine echte Herzensangelegenheit.

Wir haben uns über das

große Interesse unserer Fachkolleginnen

sehr gefreut und bedanken uns für die

rege Teilnahme.

Hedwig Leipold, SLin EG, und

Barbara Mandl, FOLin EG

Oberpfälzer Schule 2012/3 – 34. Jahrgang

Von dienstlicher Beurteilung

und Beförderungsamt

bis Lebensarbeitszeit

Der Leiter der Abteilung Dienstrecht und

Besoldung, Wilhelm Trisl, informierte interessierte

Kolleginnen und Kollegen über

Neuerungen im Dienstrecht. So stellte er

zuerst die neuen Richtlinien zur dienstlichen

Beurteilung vom September 2011

vor und wies auf die geringfügigen Änderungen

gegenüber den bisherigen Richtlinien

hin. Weitere Themen waren die weitere

Ausgestaltung des funktionslosen Beförderungsamtes

und die Bedingungen bei

der Altersteilzeit. Den Abschluss bildeten

die Verlängerung der Lebensarbeitszeit

und die Themen Frühpensionierung, Antragspensionierung

und reguläre Pensionierung.

Wilhelm Trisl,

Abteilung Dienstrecht und Besoldung


Mensch-ärgeredich-nicht:

grenzenlos

Ein altes Spiel, Mensch ärgere dich nicht, sorgte

dafür, dass sich bayerische und tschechische Kinder

zu kurzweiligen Stunden trafen. Eingeladen

hatte der Förderverein Goldene Straße e. V. mit

seinem Vorsitzenden Rainer Christoph. Über 200

Kinder trafen sich Ende März in Nabburg, würfelten

50 Minuten ohne Unterlass, unterhielten sich

mit dem Gegenüber oder drückten dem Spielpartner

mit Gesten aus, was der „Fremde“ verstehen

sollte.

Die Nordgau­Halle der Stadt Nabburg bot ein un­

gewöhnliches Bild: Vier Kinder an einem Tisch,

„beobachtet“ von einem Erwachsenen (als Aufpasser)

und mitten auf dem Tisch das bekannte Spielbrett

„Mensch ärgere dich nicht“, das sich der Amberger

Bürger Josef Friedrich Schmidt 1907/08

ausgedacht hatte.

Vier Spieler der Schule aus Tschechien und 4 Spieler

einer Partnerschule aus der Oberpfalz sammelten

in zwei Spielrunden Punkte. Die wurden am

Ende addiert, und „Mensch­ärgere­dich­nicht­Könige“

wurden die beiden Partnerschulen mit der

höchsten Punktezahl.

Aus der Oberpfalz konnte die Grundschule Eslarn

den ersten Platz erreichen (mit Bĕlá nad Radbuzou),

Zweiter Sieger wurde die Volksschule Tiefenbach

(und Štĕnovice), Dritter die Mittelschule

Altenstadt (mit Kladruby) und Vierter die Grundschule

Mitterteich (Zárećná Tachov). Am Ende

wurden alle Teilnehmer belohnt; es gab eine ganze

Reihe an Sachpreisen.

Oberpfalz

Als Schirmherrin der Oberpfalz betreute Bezirksvorsitzende Ursula Schroll die

Veranstaltung, als Schirmherr Tschechiens fungierte der Leiter der westböhmischen

Schulabteilung in Pilsen, Herr Jři Struček. Die „Oberaufsicht“ hatte

als Hausherr der Nabburger Bürgermeister Armin Schärtl, der sich über die

zahlreichen Besucher und die Atmosphäre in der „Spielhalle“ freute. Dass sich

bei dem Treffen auch die Ehrengäste „auf“ das Spielfeld wagten, war selbstverständlich.

Dass bei diesem Spiel der Promis die BLLV­Bezirksvorsitzende

am Ende keine einzige Figur im Zielfeld hatte, sei nur am Rande vermerkt.

Unsere Bilder, links: Rainer Christoph freute sich ob des großen Zuspruchs; er

hatte schon 2010 dieses Spielturnier organisiert. – Die Nordgau-Halle war gefüllt,

als sich über 200 Kinder zum Spielturnier eingefunden hatten. An jedem

Tisch gab es ein Jurymitglied, damit niemand schummeln konnte. – Die Spielrunde

der Promis, von links: Ernst Schicketanz (1. Bügermeister, Altenstadt/

WN), Ursula Schroll, Josef Götz (3. Bürgermeister, Nabburg, als Schiedsrichter),

Ludek Thomayer (2. Bürgermeister, Horšovský Týn) und Svatava Štěrbová

(1. Bürgermeisterin, Kladruby) – Preisverleihung.

Oberpfälzer Schule 2012/3 11


12

Dienstrecht/ Bildung

Neues Dienstrecht seit 1. Januar 2011:

Ruhestandsregelung -

das falsche Signal!

Kolleginnen und Kollegen, die vor

dem 2. August 1947 geboren sind,

konnten sich glücklich schätzen, waren

sie doch die letzte Gruppe, die

ihren wohlverdienten Ruhestand

noch nach altem Recht antrat, also

„mit Vollendung des Schuljahres, das

dem vorausgeht, in dem das 65. Lebensjahr

vollendet wird“.

Das ab dem 1. Januar 2011 gültige

neue Dienstrecht brachte neben vielen

positiven Veränderungen leider

auch eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit

mit sich. Ab dem Geburtsjahrgang

1964 muss für die reguläre

Ruhestandsversetzung das 67. Lebensjahr

vollendet sein, für die Geburtsjahrgänge

1947 bis 1963 gibt es

eine Übergangsregelung.

Zwei Beispiele zur Verdeutlichung:

Geburtstag zwischen dem 16. Dezember

1948 und dem 1. Mai 1949

bedeutet Ruhestandeintritt zum 1.

August 2014;

Geburtstag zwischen dem 2. Mai

1949 und dem 14. November 1949

bedeutet Ruhestandseintritt zum 14.

Februar 2015. Das hängt damit zusammen,

dass für das Geburtsjahr

1948 65 Jahre + 2 Monate und für

das Geburtsjahr 1949 65 Jahre + 3

Monate gelten. Außerdem ist die reguläre

Pensionierung einer Lehrkraft

nur zum Schulhalbjahr Mitte Februar

oder zum Schuljahresende – also

zum 1. August – möglich.

Da eine Ruhestandsversetzung zum

Halbjahr einen pädagogisch ungünstigen

Wechsel bedeutet – so zumindest

die Sicht der Regierung der

Oberpfalz auf ihrer Homepage – bittet

sie betroffene Kolleginnen und

Kollegen, entweder von der Möglichkeit

des Antragsruhestands mit

Versorgungsabschlag zum 1. August

vorher Gebrauch zu machen oder auf

Antrag mit Versorgungszuschlag erst

zum folgenden August auszuscheiden.

Auch dazu ein aktuelles Beispiel:

Ein Kollege ist im Oktober 1947 ge­

boren; als normaler Beamter würde

er Ende November 2012 – 65 Jahre

+ ein Monat – ausscheiden; als Lehrer

ist sein Ruhestandseintritt am 16.

2. 2013. Macht er vom Antragsruhestand

zum 1. August 2012 Gebrauch,

muss er einen Abschlag von 1,2 % –

August bis November – in Kauf nehmen.

Verlängert er auf Antrag bis

zum 1. August 2013, bekommt er

den Zuschlag nur für die drei Monate

Dezember bis Februar, die er länger

als andere Beamte arbeiten muss –

also 0,9 %; die Monate März bis Juli

sind sein eigener Wunsch und kommen

deshalb für einen Versorgungszuschlag

nicht in Betracht.

Ganz abgesehen davon, dass jeder

Antrag auf Verlängerung der sowieso

schon erhöhten Lebensarbeitszeit das

falsche Signal für den Dienstherrn

ist – es ist für viele anscheinend kein

Problem, länger zu arbeiten – nimmt

jeder Antrag einer jungen Kollegin

bzw. einem jungen Kollegen zumindest

für ein Jahr eine Arbeitsmöglichkeit

weg. Außerdem müsste es

auf Grund der Erfahrungen im Februar

2012 im Interesse jeder Regierung

liegen, bereits zum Schuljahresbeginn

die Pensionierungen im Februar

einzuplanen und z. B. durch eine

entsprechende Erhöhung der mobilen

Reserve im ersten Halbjahr auszugleichen.

Damit könnte man gut ausgebildeten

jungen Kolleginnen und

Kollegen bereits zum Schuljahresbeginn

eine Arbeitsmöglichkeit bieten

und müsste nicht im Januar verzweifelt

nach geeignetem Ersatz für Mitte

Februar ausscheidende Kolleginnen

und Kollegen suchen.

Ich kann nur an alle Kolleginnen und

Kollegen, die vom Ruhestandseintritt

Mitte Februar betroffen sind, appellieren,

aus oben genannten Gründen

keinen Antrag auf Verlängerung der

Lebensarbeitszeit zu stellen.

Wilhelm Trisl

Abteilung Dienstrecht

und Besoldung

Oberpfälzer Schule 2012/3 – 34. Jahrgang

St. Ottilien:

6. bis 10. August

Unter dem Motto „Woche Ganzheitlicher

Bildung“ lädt das Klosterdorf St. Ottilien

ein, den Horizont zu erweitern und Kräfte

neu zu wecken durch spirituelle Angebote,

Persönlichkeitsbildung, Musik,

Kunst, Bewegung, Vortragsreihe mit

Seminaren, Informationen am Puls der

Zeit.

Beginn: Montag, 6. August 2012, 9 Uhr

Ende: Freitag, 10. August, 14 Uhr

Im Einzelnen wird geboten: Vortragsreihe

„China auf dem Weg zur Weltherrschaft?“,

Persönlichkeitsbildung z. B. über Werteerziehung,

Kommunikationsfähigkeit, Stressbewältigung,

Zeitmanagement, Sinnfragen,

Musische Bildung mit Bewegungsübungen

aus Fernost, Stimmbildung, Chorarbeit, Begegnung

mit Kunst im Rahmen einer Exkursion,

Spirituelle Angebote mit Morgenmeditation,

Möglichkeit zur Teilnahme am

Mittagshore/ Vesper, Exkursion nach München

u. a. ins Konsulat der VR China, Erfahrungsaustausch

abends in angenehmer

Atmosphäre, Verkaufsausstellung (Brigg­

Verlag), Feier-Abend Büfett/ Benefizveranstaltung/

Vorführung, Liturgische Feier

(Gestaltung durch Teilnehmer – Chor).

Verantwortliche Referenten: Richard

Teschke, Ming Tao, Joachim Gerum, Dr.

Günther Schmid, Eva Heerde­Hinojosa, Erzabt

P. Jeremias Schröder, Richard Krekel, P.

Augustinus Pham, Maria Hämmerle, Toni

Gschrei, Prior P. Claudius Bals, Herfried

Glaab, Jörg Fischer.

Die Kosten, je nach Unterbringung, inkl.

Teilnahmegebühr pro Person 269 bis 360

EUR. Darin sind enthalten Honorare der

Referenten, Fahrtkosten bei der Exkursion,

Teilname an den Abendveranstaltungen, Unterkunft:

5­mal Frühstück, 5­mal Mittagessen,

2­mal Abendessen.

Anmeldungen bis spätestens 30. Juni

Detaillierte Informationen über

St. Ottilien, Exerzitienhaus,

86941 St. Ottilien,

www.erzabtei.de,

E­Mail: exhaus@ottilien.de

Tel. 08193­71 600 oder 71 212


Im Juni feiern Geburtstag:

Angelika Althammer, geb. Reichold, Neumarkt, 60 Jahre

Michael Aumann, Waldmünchen, 60

Ingrid Bayer, Weiden, 50

Barbara Daser, Roding, 60

Michael Eckl, Teunz, 80

Stephanie Falk, Regensburg, 65

Rosmarie Fischer, Nittenau, 60

Maria Graf­Burger, Lauterhofen, 65

Bettina Hildebrandt­Höchstetter, Regensburg, 50

Ulrike Hörnlein, geb. Geissler, Regensburg, 65

Mathilde Ipfelkofer, Ihrlerstein, 65

Walter Jugl, Regensburg, 60

Brigitte Karl, geb. Eiwanger, Nittendorf, 60

Hermann Kopp, Lohberg, 75

Elisabeth Lobenstein, geb. Kopp, Pressath, 92

Johann Mages, Amberg, 85

Josef Neumeier, Lam, 60

Ingeborg Olbrich, Neumarkt, 75

Hildegard Plutz, geb. Wülk‚ Regensburg, 60

Richard Rohrer‚ Schierling, 60

Heidrun Saß, Pettendorf, 65

Ingeborg Seidl, geb. Rieger, Nittenau, 65

Erika Spreitzer, geb. Traidl, Cham, 70

Roswitha Strasser, geb. Münch, Tirschenreuth, 60

Anna Stubenrauch, geb. Haimerl, Zell, 50

Bernd Ulbrich, Schwarzenfeld, 65

Wolfgang Wessely, Amberg, 60

Maria Wildenauer, geb. Kleber, Eslarn, 60

Gisela Wuttig, Sulzbach­Rosenberg, 50

Erwin Zach, Berching, 60

Jürgen Zimmermann, Weiden, 60

BLLV Oberpfalz– Medien

Wir gratulieren unseren Mitgliedern zu runden Geburtstagen

Im Juli feiern Geburtstag:

Eva Aberle, Tegernheim, 60 Jahre

Marianne Bauer, Weiden, 85

Maria Baumann, geb. Frank, Erbendorf, 85

Ingrid Blodig, geb. Gleissner, Amberg, 70

Doris Christoph, Altenstadt, 60

Anni Dietl, Mitterteich, 92

Elisabeth Feja, geb. Mack, Hirschau, 50

Frieda Frischmann­Shaukat, geb. Frischmann, Furth, 60

Margit Hofmann, geb. Langhammer, Amberg, 65

Gertraud Hubmann, geb. Eichhorn, Amberg, 75

Karl Islinger, Berg, 60

Raimund Keis, Mähring, 60

Leopold Kies, Eschenbach, 94

Renate Klinger, geb. Hoffmann, Freudenberg, 75

Barbara Lernbecher, geb. Eisenreich, Furth, 60

Margit Meier, geb. Klau, Neunburg, 50

Eva Meister, Kemnath, 65

Werner Müller, Alteglofsheim, 65

Karl­Heinz Neumann, Alteglofsheim, 65

Ursula Pleier, geb. Zwick, Kulmain, 60

Tina Rademacher, Weiden, 50

Felicitas Rohrer, geb. Weigl, Schierling, 60

Rudolf Schieberl, Hahnbach, 85

Dorothea Schmetzer, Pettendorf, 60

Rosemarie Schulz, Sulzbach­Rosenberg, 65

Max Seebauer, Cham, 65

Gertrude Stierstorfer, geb. Dirnberger, Burglengenfeld, 60

Leopold Tausch, Weiden, 70

Siegfried Trenner, Bad Kötzting, 60

Martin Voggenreiter, Regensburg, 50

Monika Wächter, geb. Geier, Neumarkt, 65

Gertraud Wanninger, geb. Weigl, Furth, 60

Angelika Wiendl, Nittenau, 50

Hedda Wiesend, Regensburg, 70

Otmar Zirklbach, Pirk, 75

In der nächsten Nummer der Oberpfälzer Schule veröffentlichen wir die runden Geburtstage in den Monaten August

und September. Wer dies nicht wünscht, möge dies der Schriftleitung rechtzeitig mitteilen.

MEDIEN

Adolf Eichenseer

Heit san ma

wieder kreizfidel

Bairische Wirtshausliader

und Trinksprüch

Volk Verlag München, 2012

288 Seiten, 16,90 EUR

ISBN 978­3­86222­085­4

Es lebe die Sprache der Heimat, könnte

man als Zielvorgabe für die Wirtshauslieder

nennen, die der frühere Bezirksheimatpfleger

Dr. Adolf Eichenseer zusammen

mit seiner Frau Erika im Lau­

fe des Lebens gesammelt und jetzt

in gedruckter Form den Musik­ (und

Wirtshaus)liebhabern anbieten. In Text

und Noten sind die Lieder enthalten, die

einst, als noch niemand vom Wirtshaussterben

sprach, in fröhlicher Runde gesungen

wurden. Es sind „Volkslieder“ im

wahrsten Sinn des Wortes, wie sie einst

das Volk in fröhlicher Runde, auf dem

Heimweg vom Wirtshaus oder auch bei

der Arbeit sang. Und weil es sich um

Wirtshauslieder handelt, mischen sich im

Buch „gschaamige und ausgschaamte“

Lieder.

Neben alten Volksliedern bietet das Buch

Schnaderhüpfl, lustige Vierzeiler, Parodien,

Unsinnstexte, Trink­ und Tanzlieder,

Liebeslieder, lokale Heimatlieder

und auch Soldaten­ sowie Küchenlieder.

Die Lust am Derblecken, Frozzeln, Pro­

vozieren, auch am Schockieren, gehören

zum Grundcharakter des bairischen

Volksstammes. Aus diesem Grund hat

sich der Autor nicht gescheut, auch deftige

Liedtexte in die Sammlung aufzunehmen.

„Wer sie nicht mag, braucht sie auch

nicht zu singen“, bekennt der Autor.

Der Band bringt das Liedgut aus der

Oberpfalz, aus Nieder­ und Oberbayern,

aus Franken und Schwaben, aus dem

Egerland, aus dem Böhmerwald und aus

Österreich. Mit Hilfe eines Ortsverzeichnisses

lassen sich die Liedtexte den einzelnen

Landschaften zuordnen, so dass

das Buch im Grunde auch zu einer Dokumentation

geworden ist.

Weitere Wirtshauslieder aus der Sammlung

des Autors sind „Freinderl, wann geh

ma hoam“ und „Jessas, is‘s im Wirtshaus

schee“. –as–

Oberpfälzer Schule 2012/3 13


14

BLLV-Studentengruppe Regensburg

Drei Regensburger BLLV-Studentinnen berichten

über ihr Auslandspraktikum

Der BLLV bietet seinen studentischen Mitgliedern internationale

Praktika an. Der Verband tut dies vor dem Hintergrund der Globalisierung,

die auch in die Schulen hineinwirkt. Der BLLV will mit

seinem Angebot die Professionalität des Lehrerberufes sichern.

Drei verschiedenen Programme werden angeboten: „Learning

abroad“ (mit Kurzzeitpraktika in Schulen und außerschulischen

Bildungseinrichtungen der Dritten Welt), „Learning for a human

Praktikum an der

Escuela Trañi Trañi

Temuco, Chile

Nach einer Reise von etwa 24 Stunden

kam ich im Februar 2012 auf der

anderen Seite der Welt, in Santiago

de Chile, bei hochsommerlichen 30

Grad an. Zunächst musste ich mich

an den Temperaturunterschied und die

Zeitumstellung gewöhnen. Nach einigen

Tagen ging es dann mit dem Nachtbus

in das neun Stunden südlichere Temuco,

wo ich mein Praktikum beginnen sollte.

Ich wurde sehr herzlich von Roberto

Mansilla, dem Direktor der Stiftung

Fundecam, die die Schule Trañi Trañi

ins Leben gerufen hat, empfangen. Die

Schule Trañi Trañi zeichnet sich dadurch

aus, dass es sich um eine bikulturelle

Einrichtung handelt, die zum Ziel hat, die

Sprache und Traditionen der Mapuche (=

„Menschen der Erde“) aufrechtzuerhalten.

Walking in a winter

wonderland

Mein zweimonatiger Aufenthalt in

Tromsö, Norwegen, war für mich ein unvergessliches

Erlebnis. Ich durfte während

meines Schulpraktikums an der Mortensnes

Skole (1.–7.Klasse) Englisch in der

7. Jahrgangsstufe unterrichten und eigenständig

einen Anfängerkurs in Deutsch

für Schüler der 3., 4. und 6. Klasse geben.

Dabei fiel mir vor allem der Unterschied

zur deutschen Schule auf. Beispielsweise

arbeiten die Schüler in Norwegen nach

einem Wochenplan, der von ihnen selbstständig

bis zum Wochen­Ende erarbeitet

werden soll. Der Lehrer steht ihnen dabei

meist nur als Ratgeber zur Seite. Allgemein

ist der Schulalltag in Norwegen

sehr locker, und das Verhältnis zwischen

Schülern und Lehrern erschien mir stets

Von Beginn an wurden Fabian, mein

Mitpraktikant, und ich in das Schulleben

integriert und durften alle Englischstunden

selbstständig unterrichten. Des Öfteren

durften wir spontan Unterricht halten,

wodurch wir viel Praxiserfahrung

sammeln konnten. Um mehr über die

Kultur der Mapuche zu erfahren und uns

einige Sätze des Mapudugun anzueignen,

nahmen wir zusätzlich am Unterricht in

den Mapudugunklassen der ersten und

viel freundschaftlicher als in Deutschland.

Meine Gastfamilie ist mir in dieser

Zeit sehr ans Herz gewachsen und vor

allem der Abschied von meinen 3 kleinen

Gastgeschwistern fiel mir alles andere als

leicht. Und auch die Insel Tromsö wird

mir immer in guter Erinnerung bleiben.

Tromsö ist durch den vielen Schnee, die

umrandenden Gebirge und der direkten

Lage am Wasser zu meinem ganz persönlichen

Wintermärchen geworden.

Oberpfälzer Schule 2012/3 – 34. Jahrgang

future“ (Langzeitpraktika, so in Chile, Indien, Mexiko, Peru, Namibia),

„Schulen – Partner der Zukunft“ in Kooperation mit

dem Goethe-Institut (derzeit mit Schulen z. B. in Costa Rica, Indonesien,

Norwegen, Polen, Ruanda, Südafrika, Thailand; das

Angebot kann sich jährlich ändern. Für die Oberpfälzer Schule

haben drei Lehramtsstudentinnen der Regesnburger Universität

ihre Erfahrungen mit dem Praktikum zusammengestellt:

zweiten Jahrgangsstufe teil. Alles in allem

kann ich meinen Aufenthalt als durchweg

positiv beschreiben und würde mich am

liebsten fürs kommende Jahr nochmals für

diese Praktikumsstelle bewerben. Im Bild:

Mapudungununterricht der ersten Klasse

im Freien vor der Ruka (traditionelles

Haus der Mapuche).

Sonja Gerhardinger,

8. Semester Lehramt Gymnasium

Englisch/ Spanisch/ Medienpädagogik

In den acht Wochen im Ausland habe ich

sehr viele neue Erfahrungen sammeln

können, und ich bin meines Erachtens

viel selbstständiger und auch selbstbewusster

geworden.

Ich habe in Tromsö viele neue Freunde

kennengelernt und möchte die Zeit im

Ausland auf keinen Fall missen.

Carola Billinger,

6. Semester Lehramt Gymnasium

Englisch/ Spanisch


Vier aufregende Wochen

in den USA

Das vom BLLV vermittelte Auslandspraktikum

eröffnet bayerischen Lehramtsstudenten

völlig neue Perspektiven. Ich bekam

die Gelegenheit, im Frühjahr 2012

vier Wochen an amerikanischen Schulen

zu hospitieren. Genauer gesagt reiste ich

in die Kleinstadt Lansdale in Pennsylvania

und lernte dort den American Way of

Life bei meinen Gasteltern, beide Lehrer,

kennen. Auf amerikanischer Seite wurde

das Praktikum von der Lehrergewerkschaft

PSEA (Pennsylvania State Education

Association) organisiert. So besuchte

ich den Unterricht in Grundschule, Mittelschule,

High School sowie Berufsschule

und bekam dabei einen umfassenden

Einblick in das Bildungssystem der USA.

Daneben stand auch Sightseeing auf dem

Programm: Die amerikanische Familie

BLLV-Studentengruppe Regensburg

ließ es sich nicht nehmen, uns Philadelphia,

Washington, D.C. und auch New

York City zu zeigen. Durch dieses Praktikum

konnte ich viele Eindrücke über

Schule und Kultur in den USA mit nach

Regensburger BLLV-Studenten boten Info-Tag an

Die Studentengruppe Regensburg informierte

und beriet die Erstsemester­Studenten

beim „Erstsemester­Info­Tag“

der Universität Regensburg am 11. April

2012.

Ob der vermeintlichen post­österlichen

Unbeweglichkeit oder der im Sommersemester

traditionell geringeren Zahl an

Studienanfängern geschuldet, sei dahin

gestellt: Es wäre in jedem Fall vermessen,

zu behaupten, die diesjährigen „Erstis“

hätten den Info­Tag der Universität

Regensburg in der Zeit von 12 bis 15 Uhr

in Massen gestürmt.

Wenngleich also nicht überlaufen, so war

der Info­Stand der Studentengruppe Regensburg

doch zumindest rege besucht,

und die Anwesenden der Studentengruppe

informierten, berieten und statteten ihre

künftigen Lehramtskommiliton(inn)en

mit allerlei Info­Broschüren, Werbematerialien

und Süßigkeiten aus. (Eben ganz

im Sinne künftiger Lehrer/innen, die ja

genau wissen, dass man den besten Effekt

dann erreicht, wenn möglichst viele Sinne

angesprochen werden.)

So viel Aufwand hatte sich augenscheinlich

gelohnt: Vom benachbarten Stand

eines rein für die bayerischen Gymnasiallehrer

zuständigen Verbandes kommend,

Hause nehmen und nebenbei auch noch

mein Englisch verbessern.

Christine Renno,

8. Semester Lehramt Gymnasium

Englisch/ Spanisch

bemerkte eine Erstsemester­Studentin:

„Ihr seid also die Normalen, die für alle

Schularten zuständig sind, oder?“, und

zog mit der BLLV­Anmeldekarte von

dannen. Diana Wengler,

Studentengruppe Regensburg

Oberpfälzer Schule 2012/3 15


16

BLLV-Studentengruppe Regensburg / Umwelterziehung

Diana Wengler leitet Studentengruppe

Regensburg. Die BLLV­Studentengruppe

der Universität Regensburg hat sich

eine neue Führungsspitze gegeben. Bei

einer Zusammenkunft im Studentenheim

in der Blauen Sterngasse wurde Diana

Wengler (im Bild links) zur ersten Vorsitzenden

gewählt. Ihre Stellvertreterin

ist Lena Häußler (im Bild rechts) und die

dritte Vorsitzende wurde Sonja Gerhardinger

(bisher erste Vorsitzende). Simone

Bauer, die bisher als 2. Vorsitzende tätig

war, moderierte die Aussprache zu zahlreichen

Themen, die mit dem Studium,

dem Lehramt und der Verbandsarbeit zu

tun haben. Eine Zusammenkunft der bayerischen

Studentengruppen in Bamberg

hatte, so Simone Bauer, dazu zahlreiche

Vorgaben geleistet. Die Zusammenar­

beit mit der ABJ und dem BLLV­Bezirksverband

sei in der Oberpfalz sehr gut, so

die Sprecherin. Als Hauptprobleme kristallisierte

sich die Schwierigkeit heraus,

wie man an der Universität Werbung für

eine BLLV­Mitgliedschaft durchführen

könnte. Im weiteren Verlauf wurde auch

die Teilnahme am 150­jährigen BLLV­Jubiläum

in Regensburg besprochen. Anette

Volland­Küster, welche die Studentengruppe

betreut, wird für die Studentengruppe

eine Zusammenstellung der Werbemittel

erarbeiten. Albert Schindlbeck,

der stellvertretende Bezirksvorsitzende,

gab Informationen zum Verbandsgeschehen

und zur bayerischen Schulpolitik. Die

von ihm geleiteten Neuwahlen konnten

zügig durchgezogen werden.

Mit Fräulein Brehm Tierwelt erleben

Die Stiftung „Fräuleins Brehms Tierleben“

hat sich zum Ziel gesetzt, Tierarten

in Naturkundemuseen, Umweltbildungszentren

und Schulen zu bringen.

Dem Wolf folgten der Luchs und der Bär;

im Sommer 2012 kommt die Wildkatze.

Weitere Tierarten folgen. Das Theaterstück

wird vom Bayerischen Staatsminierium

für Umwelt und Gesundheit in der

Trägerschaft von Bund Naturschutz, Bildungswerk

Regensburg, gefördert.

Es werden packende Informationen und

Zusammenhänge zu ausgewählten europäischen

Tierarten wissenschaftlich verpackt

und einem breiten Publikum vermittelt.

Anders als bei Alfred Brehms

Tierlexika geschieht die Wissensvermittlung

in spannenden Events auf eine multimediale

und multisensorische Art.

Die Protagonistin, Fräulein Brehm, erzählt

lebhaft von ihren Beobachtungen

und Begegnungen mit einheimischen Tieren.

Sie zieht die Zuschauer mehr und

mehr in den Bann der geheimnisvollen

Oberpfälzer Schule 2012/3 – 34. Jahrgang

Foto-Workshop für

Studenten

„Worauf muss ich eigentlich achten,

wenn ich Fotos mache?“ Mit dieser Frage

beschäftigte sich der Foto­Workshop,

den die BLLV­Studentengruppe in diesem

Sommersemester anbot. Am 7. Mai trafen

sich im BLLV­Studentenheim neun interessierte

Studentinnen mit Anton Schlicksbier.

Der Hobby­Fotograf veröffentlichte

seine Bilder bereits in diversen Zeitungen

und belegte erste Plätze bei Wettbewerben.

Mit einem großen Stapel seiner

eigenen Bilder (die Palette reichte

von Schulbank drückenden Kindern bis

zum Donauufer im Abendlicht) erklärte

er anschaulich, welche Gestaltungsmerkmale

er berücksichtigt und welche Kamera­Einstellungen

er jeweils vorgenommen

hatte. Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt.

Sie konnten jedes Bild noch einmal

selbst genau unter die Lupe nehmen.

Neben Bildgestaltungsleitlinien wie Diagonale

oder Goldener Schnitt lernten sie,

worauf man(n)/frau hinter dem Foto­Apparat

bei den Kameraeinstellungen und

beim Bildausschnitt achten muss, wenn

ein gutes Foto entstehen soll.

Im Anschluss konnten die Teilnehmer

des Workshops weitere Fragen stellen,

so z. B. zur Kameratechnik, zur

„Film“empfindlichkeit oder zur Tiefenschärfe.

Die Möglichkeit wurde rege genutzt,

und Anton Schlicksbier gab weitere

Hinweise wie etwa zum Fotografieren in

der Dunkelheit, zum Rote­Augen­Effekt,

zum Schnappschuss­Foto oder zum Thema

Bildbearbeitungsprogramme.

Daniela Härtl

Tierwelt. Anders als in herkömmlichen

Theater kann das Publikum Exponate anfassen

und Stimmen der Tiere hören.

Die Veranstaltung ist für Kinder ab 8 Jahren

geeignet und richtet sich an Jugendliche,

Erwachsene, Familien und Schulklassen,

ist auch für gehörlose und sehbehinderte

Menschen geeignet. Eine Vorstellung

dauert ca. 45 Minuten. Der jeweilige

Veranstaltungsort bucht eine Vorstellung.

Ein Teil der Kosten des Projektes

wird durch Spendengelder und Buchungsgebühren

gedeckt.

Detaillierte Informationen unter www.

brehms­tierleben.com


Für die Zeit vom 31. August bis zum 8.

September 2012 bieten der BLLV–Bezirksverband

Oberpfalz und der Kreisverband

Tirschenreuth­Waldsassen eine Spätsommerreise

in die Hohe Tatra an. Eingeladen

sind BLLV­Mitglieder, Angehörige,

Freunde und Bekannte.

Für ein reichhaltiges Ausflugsprogramm

in ein oft unterschätztes, atemberaubendes

Naturparadies steht vor Ort ein moderner

Reisebus zur Verfügung.

1. Tag, 31.8.2012: 17 Uhr ab Waldsassen,

Bustransfer nach Eger, Weiterfahrt mit

dem Nachtzug im reservierten Schlafwagen

(2 Personen­Abteil) nach Poprad/Slovakei

(Deutschendorf) am Fuße der Hohen

Tatra im historischen „Zips“­er Land.

2. Tag: Ankunft in Poprad um 9 Uhr. Bustransfer

zum Standorthotel, dem „Grand

Hotel“ in Stary Smokovec (Altschmecks).

Nach dem Frühstück mit der Tatra­Bahn

nach Strbske Pleso zum Spaziergang um

den (Tschirmer)­Bergsee. Rückfahrt zum

Hotel. Falls möglich, Auffahrt mit der

Standseilbahn auf den „Hausberg“ Hrebienok

mit Wanderung zur Reinerova Chata

(Hütte). A/Ü im Hotel.

3. Tag: Nach der Begrüßung durch die

Reiseleiterin Abfahrt zur Dobschauer Eishöhle

mit Temperaturen um den Gefrierpunkt

(festes Schuhwerk, Allwetterjacke!).

Anschließend „Märchenschloss“

Betliar der Familie Andrassy inmitten

eines großen Landschaftsparks. Das Ensemble

wurde aufgenommen in das Verzeichnis

„historischer Gärten der Welt“.

Rückfahrt, A/Ü.

4. Tag: Abfahrt nach Levoca (Leutschau),

der „Hauptstadt“ der Zips; Besuch der Jakobskirche

und Stadtführung. Weiterfahrt

nach Tatranska Lomnica, Auffahrt mit

der Kabinenseilbahn zum Skalnate Pleso

(Steinbachsee). Rückfahrt, A/Ü.

5. Tag: Abfahrt nach Majere zur Floßfahrt

durch den Dunajec­Durchbruch im Pieniny

Nationalpark. Mittagspause in der Chata

Pieniny. Fahrt mit dem Bus zur Besichtigung

des Roten Klosters (Cerveny Klastor)

und nach Osturna, einem typischen

Straßendorf der Goralen mit Kaffeepause.

Abendessen mit Zigeunermusik in der

Koliba Zbojnicka.

6. Tag: Abfahrt zur Grenz­Burg Lubovna

aus dem 13. Jhdt. mit 360 Grad­Panorama­Rundblick,

Besichtigung und Besuch

BLLV Oberpfalz/ Medien

Sommerferien in der Hohen Tatra

mit reichhaltigem Ausflugsprogramm

des Freilichtmuseums. Rückfahrt über

Poprad (Stadtbummel) nach Stary Smokovec,

A/Ü.

7. Tag: Abfahrt nach Zakopane in Polen,

Besichtigung der Sprungschanzen, Besuch

des Marktes, Fahrt mit der Bodenseilbahn

auf den Gubalowka mit herrlicher

Rundumsicht, Möglichkeit zum

Mittagessen, Abfahrt nach Zakopane und

Rückfahrt nach Stary Smokovec, A/Ü.

8. Tag: Fahrt zur Zipser Burg, Mittagessen

in einem landestypischen Schäferlokal

– Weiterfahrt nach Kezmarok (Käsmark)

mit vorbildlich restaurierter Altstadt,

Besichtigung der Holzkirche. Rückfahrt

nach Smokovec, Abendessen im

Restaurant Tatra­Sport, Fahrt zum Bahnhof

nach Poprad. 19.30 Uhr Rückfahrt

mit dem Nachtzug nach Eger.

9. Tag: Ankunft in Eger/Cheb um 10 Uhr

und Transfer nach Waldsassen.

Verkehrsbedingte und technische Änderungen,

die den Gesamtablauf der Reise

nicht beeinträchtigen, bleiben vorbehalten.

Für zusätzliche Informationen stehe

ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Verantwortlicher Reiseveranstalter (pauschaler

Sicherungsschein) ist Esperanza

Travel 06201 Horny Smokovec/Sk. Wir

rechnen für das Arrangement pro Person

638.- €; EZi: + 65,- €. (Stand April 2012,

Mindestteilnehmerzahl 30 Personen).

Leistungen: Buszubringer zum Bahnhof

Eger, Bahnfahrt im Schlafwagen nach

Poprad/Sk und zurück, Transfers und

Fahrten in modernen Reisebussen, Besichtigungen

und Ausflüge lt. Programm,

qualifizierte, deutsch sprechende Reiseleiter

vor Ort, Eintrittsgelder, Übernachtung

mit HP im DoZi mit Du/WC.

Versicherung für Reiserücktritt, Abbruch,

Gepäck, Erkrankung mit Notfall­Service.

Mit der Anmeldung (bis 20. Juni 2012!)

wird um Überweisung von 128.- € je Reiseteilnehmer

gebeten.

Konto 8833527, Sparkasse Oberpfalz­

Nord, BLZ 753 500 00, Kennwort: BLLV

Sommer­Reise 2012 Hohe Tatra. Restzahlung

bis Mitte Juli 2012.

Verbindliche Anmeldung mit Angabe

von Name, Vorname, Anschrift, Telefon,

E­Mail und Mitfahrer; mit Anerkennung

der Bedingungen und Angabe von Wünschen.

Datum/ Unterschrift!

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Wendler

MEDIEN

Günter Moser, Bernhard Setzwein

Im Arberland - Rund um

den König des Bayerwaldes

Buch & Kunstverlag Oberpfalz

ISBN 978­3­93719­75­9

128 Seiten, 24,95 EUR

Die farbenprächtigen Bilder von Günter

Moser und weiterer Fotografen sowie die

herzerfrischenden Texte von Bernhard

Setzwein widmen sich dem Bergkönig im

Bayerischen Wald, dem Arber. Mit 1456

Metern ist er der höchste Berg des bayerisch­böhmischen

Grenzgebirges, so verdient

er auch diesen Titel.

Die Arberlandschaft bietet eine Fülle von

touristischen Besonderheiten und spektakulären

Natureindrücken. So wechseln

sich im Buch großformatige Landschaftsbilder

ab mit stimmungsvollen Bildern

von Pflanzen, Tieren und Menschen. Dazwischen

auch historische Bilder aus dem

Alltag der Waldler. Die Fotos, fast alle in

Farbe und in bester Brillanz, zeigen ganzseitige

Motive aus dem jahreszeitlichen

Geschehen der Natur: weite Landschaften

und Miniaturen, die man am Wegrand findet.

Die Texte informieren über die geographischen

Gegebenheiten des Arbergebietes,

über die reiche Tierwelt und die

ungewöhnlichen Pflanzen. Der Textautor

beschreibt die Arbeit der Waldler, erzählt

von den Glasherstellern oder den Wetterbeobachtern

auf dem Arbergipfel. Er beschreibt,

wie die Bauern, von denen es

immer weniger gibt, auf den Schachten

noch ihr Vieh versorgen.

Das Buch, fest gebunden, ist kein Objekt,

das man, einem Roman gleich, in einem

Stück, durchblättert und durchliest. Der

Inhalt löst erst dann seinen Wirkung auf

den „Leser“ aus, wenn man es für kurze

Zeiten in die Hand nimmt, die Bilder

auf sich wirken lässt, unterstützt von den

Worten des Schreibers. Es ist ein Buch,

das dem eingesessenen Waldler Freude

bereiten wird, aber vor allem auch jenen,

die in diesem Landstrich einst aufgewachsen

sind, jetzt in der Fremde leben

und von ihrer früheren Heimat „träumen“

wollen. So leistet „Im Arberland“ auf seine

Weise einen kleinen Beitrag zu etwas

Glückseligkeit fern der Heimat. –as–

Oberpfälzer Schule 2012/3 17


18

Gymnasium/ Fortbildung/ Finanzen

BLLV fordert Änderungen im

Lehrplan für das Gymnasium

In einer Pressemitteilung forderte Mitte

Mai BLLV­Präsident Klaus Wenzel gravierende

Änderungen für den Lehrplan

an den bayerischen Gymnasien. Im Lernkonzept

„Lernplan plus“ nennt der BLLV

drei Aspekte: Eine radikale Reduzierung

der Lehr­ und Lerninhalte, eine Vernetzung

der Fächer und die Orientierung an

entwicklungspsychologischen Erkenntnissen.

Wenzel hofft, dass die Impulse bei

der bevorstehenden Neukonzeption des

gymnasialen Lehrplans bis 2015 berücksichtigt

werden.

Nach Auffassung des BLLV weist der

derzeitige Lehrplan vor allem in den naturwissenschaftlichen

Fächern zu viele

Inhalte auf.

Der Dauerstress und der Prüfungsdruck

belastet nach den Worten von Wenzel

„massiv“ das Familienleben. Notwendig

sei ein nachhaltiges Lernen, um die jungen

Menschen auf die „existentielle Herausforderung

der Zukunft“ vorzubereiten.

Handwerkerrechnungen absetzbar –

aber nur bei Überweisung!

Eine Steuerermäßigung für haushaltsnahe

Dienstleistungen kann nicht gewährt

werden, wenn die Zahlung in bar erfolgt,

denn es ist zwingend erforderlich, dass

der Auftraggeber die Summe auf dem

vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Weg

begleicht, nämlich durch Überweisung.

Nur so ist die Gefahr der Schwarzarbeit

wirksam einzudämmen (Bundesfinanzhof,

Az. VI R, 14/08). Der Fall: Ein Hausbesitzer

hatte das Dach seiner Immobilie

neu eindecken lassen. In seiner Steuererklärung

machte er anschließend die Inanspruchnahme

von Handwerkerleistungen

gemäß den entsprechenden gesetzlichen

Richtlinien geltend. Der Lohnanteil

an den Modernisierungsarbeiten betrug

4.872,­ Euro – und das hätte der Auftraggeber

auch gerne steuerlich abgesetzt.

Doch das Finanzamt machte ihm einen

Strich durch die Rechnung. Der Grund:

Die Summe war bar übergeben worden.

Zwar lag eine Quittung vor und auch der

Steuerberater des Dachdeckers bestätigte

Der derzeitige Lehrplan habe einen enormen

Umfang, erfordere ein hohes Lerntempo,

und der weit verbreitete 45­Minuten

Rhythmus verhindere intensive Verstehens­

und Übungsphasen, so die Pressemitteilung.

Konkret fordert der BLLV vor allem in

den Sachfächern eine Halbierung, um den

Stoff wiederholen und vertiefen zu können.

Die Lehrkräfte bräuchten Freiräume

für nachhaltige Unterrichtsmethoden. Vor

allem in der Mittelstufe müsse die hohe

Anzahl verschiedener Fächer reduziert

werden.

Um mit den Inhalten der gymnasialen

Lehrpläne dem jeweiligen Alter der Schüler

gerecht zu werden, sollten bei der Gestaltung

eines neuen Lehrplanes auch Entwicklungspychologen

hinzugezogen werden.

Vom Kultusministerium erhofft sich der

BLLV, dass die Vorschläge geprüft und

offen diskutiert werden.

den Empfang der Summe, aber der Fiskus

beharrte trotzdem auf dem vorgeschriebenen

Weg der Überweisung. So blieb

dem Bürger, wollte er doch noch eine

Chance auf Anerkennung der Handwerkerleistungen

haben, nichts anderes übrig

als der Gang vor den Kadi.

Das Urteil: Es gebe weder verfassungsrechtliche

Bedenken, noch werde der

Gleichheitsgrundsatz verletzt, wenn der

Staat auf einer Überweisung bestehe, befand

der Bundesfinanzhof. Der Gesetzgeber

verfolge schließlich mit der Steuerermäßigung

ausdrücklich den Zweck, „einen

Anreiz für Beschäftigungsverhältnisse

im Privathaushalt zu schaffen und

die Schwarzarbeit in diesem Bereich zu

bekämpfen“. Gerade Barzahlungen seien

aber regelmäßig „wesentliches Kennzeichen

der Schwarzarbeit“. Die bankmäßige

Dokumentation von Überweisungen

sei ein Weg, illegale Geschäfte auf diesem

Sektor zu verhindern.

Wer Handwerker in seiner eigengenutzten

Oberpfälzer Schule 2012/3 – 34. Jahrgang

20. Juni 2012

Mathefitness-Tag

Domino­Verlag und BLLV Oberpfalz

veranstalten am 20. Juni 2012 in der

Schule Teublitz einen Mathefitness­Tag.

Beginn: 14.15 Uhr, Begrüßung (Ursula

Schroll und Günther Brinek)

14.30 Uhr „Unverständnis und Missverständnisse

im Mathe­Unterricht der

Grundschule“

(Alexander von Schwerin)

15.15 Uhr Mathefitness­Details

(Claudia Gingele)

16.00 Uhr Workshop, Runde 1

(Thema 1 oder 2)

17.00 Uhr Workshop­Runde 2

(Thema 3 oder 4)

Die Themen der Workshops:

1) „Zahlbegriff und Zahlverstädnis“

2) „Stellenwertsystem“

3) „Sachaufgaben“

4) „Division

Anmeldungen bis 13. Juni 2012 unter

www.domino­verlag.de/mathefitnesstag

Wohnung beschäftigt hat, kann bis zu

6.000,­ Euro absetzen. Anerkannt davon

werden 20 Prozent, also max. 1200,­

Euro. Wenn Sie Renovierungs­, Erhaltungs­

oder Modernisierungsarbeiten

durchführen, können Sie für die Arbeits­,

Fahrt­ und Maschinenkosten (ohne Material!)

einschließlich der darauf entfallenden

Mehrwertsteuer den Steuerabzugsbetrag

einstreichen. Dazu zählen auch Reparatur­

und Wartungsarbeiten. Es werden

z. B. Rechnungen vom Schornsteinfeger,

die Heizungswartung oder Hausmeister­

und Reinigungsdienste anteilig

anerkannt.

Gerichtlich geklärt ist inzwischen, dass

auch kleine Schönheitsreparaturen zu den

Handwerkerleistungen zählen. Die Maßnahme

darf aber nicht aus öffentlichen

Mitteln gefördert worden sein, z. B. aus

dem Gebäudesanierungsprogramm der

KfW­Förderbank.

Die Abzugsfähigkeit der Handwerkerleistungen

kostet dem Staat ca. 4 Milliarden

Euro im Jahr.

Arthur Schriml,

BLLV-Bezirkssozialreferent


1. Persönliche und dienstliche Rechtsstellung

des Schulleiters

1.1 nach dem Beamtenrecht

Der erste für die Rechtsstellung des

Schulleiters maßgebliche Rechtsbereich

ist das Beamtenrecht. Der Schulleiter an

allgemein bildenden Schulen und staatlichen

Förderschulen sind bayerische

Staatsbeamte, so dass das bayerische Beamtengesetz

und alle einschlägigen beamtenrechtlichen

Nebenvorschriften für

sie gelten. Er besitzt alle allgemeinen

beamtenrechtlichen Rechte und Pflichten

(Art. 33–52 BeamtStG und Art. 73–

85 BayBG). Er trägt nach Art. 36 Abs. 1

BeamtStG die volle persönliche Verantwortung

für die Rechtmäßigkeit seiner

dienstlichen Handlungen – und selbstverständlich

auch – wenn dies auch im Gesetz

nicht erwähnt ist – für deren sachliche

Richtigkeit.

Der Schulleiter muss seine Vorgesetzten

beraten und unterstützen; er ist verpflichtet,

deren dienstliche Anordnungen

auszuführen und deren allgemeine

Richtlinien zu befolgen (vgl. Art. 35

BeamtStG). Das erfordert, wo nötig,

auch die Geltendmachung von Bedenken

gegen Vorhaben und Anordnungen

der Schulaufsichtsbehörden. Art. 36 BeamtStG

sieht für diesen Fall ein Remonstrationsverfahren

vor. Das Ziel der Gegenvorstellung

besteht darin, den Vorgesetzten,

der eine Maßnahme getroffen

hat, zur Überprüfung seiner Anordnung

unter Berücksichtigung der vom Schulleiter

vorgetragenen Gesichtspunkte zu

veranlassen. Gleichwohl die Gegenvorstellung

weder an eine bestimmte Form

noch Frist gebunden ist, sollte man diese

tunlichst schriftlich erheben. Wird die

Anordnung aufrechterhalten, so kann der

Schulleiter, wenn seine Bedenken gegen

die Rechtmäßigkeit fortbestehen, sich an

den nächsthöheren Vorgesetzten wenden.

Schulrecht

Schulleitung an Volks-/ Förderschulen:

Rechtsstellung und Aufgabenfelder

Aufgaben der Schulleiter an Grund-, Haupt-, Mittel- und Förderschulen

werden unter vielen Stichworten erörtert, z. B. Schulmanagement,

pädagogische Schulleitung, Personalführung, Profilbildung, Schulkultur,

erhöhte Selbstbestimmung und Selbstverantwortung, Evaluation,

autonome Schule, Weiterentwicklung der Schulaufsicht usw.

Bestätigt dieser die Anordnung, so muss

der Schulleiter (von den Ausnahmen der

erkennbaren Strafbarkeit / Ordnungswidrigkeit,

Verletzung der Menschenwürde

abgesehen) diese ausführen und ist von

der eigenen Verantwortung befreit. Die

Bestätigung der Anordnung ist auf Verlangen

schriftlich zu erteilen (vgl. § 36

Abs. 2 BeamtStG).

Bei politischer Tätigkeit muss der Schulleiter

diejenige Mäßigung und Zurückhaltung

wahren, die sich aus seiner Stellung

gegenüber der Allgemeinheit und

aus Rücksicht auf die Pflichten seines

Amtes ergeben (vgl. § 33 Abs. 2 BeamtStG).

Der Schulleiter dient dem

ganzen Volke, nicht einer Partei. Dienst

am Volke besagt aber auch, dass der Beamte

unmittelbar dem Staatsvolk als Gesamtheit

der Staatsbürger, die ihre Organisationsform

im Staate gefunden haben,

verpflichtet ist und nicht gegenüber bestimmten

Gruppierungen oder Parteien.

Die parteipolitische Neutralität ist in erster

Linie ein Gebot neutraler Amtsführung.

1.2 nach dem Schulrecht

Nach Art. 57 Bay EUG ist für jede Schule

eine Person mit der Schulleitung zu

beauftragen, die zugleich Lehrkraft an

der Schule ist. Schulrechtliches Zentrum

der Normierung der Rechtsstellung als

Schulleiter ist Art. 57 Abs. 2 und 3 Bay­

EUG.

1.3 nach dem Behördenrecht

Als dritter für die Rechtsstellung des

Schulleiters maßgeblicher Rechtsbereich

sind das Behördenrecht und die für die

Behördentätigkeit einschlägigen verwaltungsrechtlichen

und zivilrechtlichen

Verfahrensvorschriften zu nennen. Schulleiter

sind Behördenleiter im Sinne des

Verwaltungsrechts und deshalb für die

Tätigkeit ihrer Behörde umfassend zu­

ständig und verantwortlich. Sie üben in

dieser Eigenschaft öffentliche Gewalt

aus, nämlich das aus Art. 7 Grundgesetz

und Art. 130 Abs. 1 Bayerische Verfassung

fließende staatliche Erziehungsrecht,

das gleichberechtigt neben dem

Erziehungsrecht der Eltern steht.

1.4 nach dem Kommunalrecht und

Schulfinanzierungsrecht

Der vierte für die Rechtsstellung des

Schuleiters maßgebliche Rechtsbereich

sind die einschlägigen Bestimmungen

des Kommunalrechts und des Schulfinanzierungsrechts.

Träger des Schulaufwands

für die staatlichen Schulen

sind nach Art. 8 BaySchFG kommunale

Körperschaften, bei den Volksschulen

die Gemeinden und Schulverbände, bei

den Förderschulen darüber hinaus auch

Landkreise und Bezirke. Sie sind also Eigentümer

der Schulanlage und ihrer Ausstattung

und stellen kommunale Haushaltsmittel

für den Betrieb der Schule zur

Verfügung.

Schulleiter verwalten nach Art. 14

BaySchFG für den Aufwandsträger die

Schulanlage und das übrige Schulvermögen

und bewirtschaften die kommunalen

Haushaltsmittel, soweit ihnen diese Aufgabe

von der kommunalen Körperschaft

übertragen ist. Ferner organisieren sie für

die kommunale Körperschaft den Schülertransport,

denn bei Volksschulen, Mittelschulen

und Förderschulen gehört die

notwendige Beförderung der Schüler auf

dem Schulweg anders als bei den sonstigen

Schularten zum Schulaufwand (vgl.

Art. 3 Abs. 4 BaySchFG).

Erfüllt der Schulaufwandsträger nach

Auffassung des Schulleiters seine Bereitstellungsverpflichtung

nicht ausreichend,

so muss er nach Erfolglosigkeit

von Verhandlungen mit der Kommune

die Rechtsaufsichtsbehörde der Kommune

einschalten. Auch das Hausrecht üben

Oberpfälzer Schule 2012/3 19


Schulleiter in erster Linie für den Staat

aus, weil es Ausfluss des staatlichen Nutzungsrechts

und zugleich Mittel zur Sicherstellung

des geordneten Schulbetriebs,

also der staatlichen Tätigkeit, ist,

in zweiter Linie für den Schulaufwandsträger,

weil es zugleich Ausfluss des Eigentums

ist. Das Weisungsrecht gegenüber

dem kommunalen Hauspersonal ist

nicht auf Angelegenheiten der Verwaltung

des Schulvermögens beschränkt,

sondern gilt auch in schulischen Angelegenheiten,

Art. 14 Abs. 1 Satz 1

BaySchFG, also im Bereich des staatlichen

Schulbetrieb.

2. Inhaltliche Aufgabenfelder der

Schulleitung

2.1 Behördenleitung

Der Schulleiter, dessen Stellung als Behördenvorstand

in § 24 Abs. 1 Satz 1

LDO ausdrücklich genannt ist, muss also

zunächst dafür sorgen, dass alle äußeren

notwendigen Voraussetzungen für die

Unterrichtung und Erziehung der Schüler

gegeben sind. Der Schulleiter trägt nicht

nur Sorge, dass die Schulanlage alle Erfordernisse

erfüllt, die für die Tätigkeit

der Schule notwendig sind, wozu auch

ihre Sicherheit (vgl. dazu auch § 29 Abs.

1 Sätze 2 bis 4 und Abs. 3 LDO) und ihre

hygienische Eignung (vgl. dazu auch §

31 LDO) gehören, sondern auch darum,

dass sie mit allen für Unterricht und Erziehung

notwendigen pädagogischen Gegenständen

ausgestattet ist.

Zur Behördenleitung gehören ebenso die

Planung, Ordnung und Gewährleistung

des Schulbetriebs (vgl. dazu auch § 24

Abs. 2 LDO) und die Wahrnehmung der

Verwaltungsaufgaben der Schule.

Das sind sowohl die staatlichen Angelegenheiten

als auch die dem staatlichen

und dem kommunalen Bereich zugehörige

Verwaltung des Schulvermögens,

ferner die Verwaltung der kommunalen

Haushaltsmittel.

Zu den staatlichen Angelegenheiten der

Schulleitung gehören auch der Vorsitz in

der Lehrerkonferenz und in anderen Gremien

der Schule sowie die Beziehungen

zu den Einrichtungen der Elternvertretung

und der Personalvertretung, ferner

der gesamte Bereich der Vertretung der

Schule nach außen, Art. 57 Abs. 3 Bay­

EUG und § 24 Abs. 3 LDO.

Aufgabe des Schulleiters als Behördenleiter

ist es weiterhin, für die Einhaltung

und den Vollzug der für die Arbeit der

20

Schulrecht

Schule maßgeblichen Rechts­ und Verwaltungsvorschriften

zu sorgen (vgl. §

24 Abs. 2 LDO). Dazu zählen auch die

Überwachung der Schulpflicht, die Entscheidungen

über die Aufnahme oder Zurückstellung

der Schüler, die Entscheidungen

über die Schullaufbahn usw.

2.2 Schulrechtliche Aufgaben

Unter diesen Begriff ist vor allem die

Verantwortung für das pädagogische Geschehen

an der Schule zu subsumieren.

Es handelt sich dabei insbesondere um

die in Art. 57 Abs. 2 Satz 1 BayEUG genannte

Verantwortung für die Bildung

und Erziehung der Schüler. Diese Verantwortung

teilt die Schulleiterin/ der Schulleiter

mit den Lehrkräften.

Die Lehrkräfte tragen nach Art. 59 Abs. 1

Satz 1 BayEUG die unmittelbare pädagogische

Verantwortung für die Unterrichtung

und Erziehung der Schüler. Aber

die Schulleiter tragen die abschließende

Gesamtverantwortung. Um diese wahrnehmen

zu können, müssen sich Schulleiter

nach Art. 57 Abs. 2 Satz 1 Halbsatz

2 BayEUG über das Unterrichtsgeschehen

an ihrer Schule informieren, und sind

nach Satz 2 gegenüber den Lehrkräften

und dem sonstigen Personal weisungsbefugt.

Die schulrechtlichen Aufgaben und

Befugnisse der Schulleiter sind in § 24

Abs. 1 LDO nochmals betont und in § 27

LDO im Einzelnen geregelt.

2.3 Dienstrechtliche Aufgaben

Zu diesem Bereich zählen alle Aufgaben

und Befugnisse der Schulleiter, die ihnen

als Vorgesetzte des an der Schule tätigen

pädagogischen und nichtpädagogischen

Personals zustehen. Vorgesetzter ist nach

Art. 3 BayBG, wer einem Beamten für

seine dienstliche Tätigkeit Anordnungen

erteilen kann. Die Verpflichtung, solchen

Weisungen seines Vorgesetzten nachzukommen,

ist in Art. 35 BeamtStG ausdrücklich

festgelegt. Schulrechtlich wird

das Weisungsrecht der Schulleiter in Art.

57 Abs. 2 Satz 2 BayEUG und § 24 Abs.

1 Satz 2 LDO wiederholt.

Außerdem üben Schulleiter auch die

Dienstaufsicht aus (§ 24 Abs. 1 Satz

1 LDO). Sie treffen im Rahmen ihrer

Zuständigkeiten auch dienstrechtliche

Entscheidungen über die persönlichen

Angelegenheiten der Beamten und

Angestellten und sind damit auch Dienstvorgesetzte.

Vom Vorgesetzten unterscheidet das

Beamtenrecht den Dienstvorgesetz­

Oberpfälzer Schule 2012/3 – 34. Jahrgang

ten; Dienstvorgesetzter ist nach Art. 3

BayBG, wer für beamtenrechtliche Entscheidungen

über die persönlichen Angelegenheiten

der ihm nachgeordneten Beamten

zuständig ist.

2.4 Schulaufsichtliche Aufgaben

Der Begriff „Schulaufsicht” ist mehrdeutig.

In einem sehr weiten, von den

Verfassungsgerichten und Verwaltungsgerichten

definierten Sinne ist die Gesamtheit

der staatlichen Befugnisse zur

Organisation, Planung, Leitung und Beaufsichtigung

des Schulwesens. Schulaufsichtliche

Aufgaben sind auf die verschiedenen

Verwaltungsebenen – Staatsministerium

für Unterricht und Kultus,

Bezirksregierungen, Staatliche Schulämter

(unmittelbar Schulaufsicht, Art.

114 Abs. 1 BayEUG) und Schulleitungen

– aufgeteilt.

Schulleiter sind zwar keine Schulaufsichtsbeamten,

ihnen sind aber in § 24

Abs. 2 LDO sowie § 27 Abs. 4 und 5

LDO einige bedeutsame schulaufsichtliche

Aufgaben übertragen (Sorge für die

Erfüllung des Auftrags der Schule und

für die ordnungsgemäße Erteilung des

Unterrichts, Abstimmung der Arbeit der

Lehrkräfte, Sicherstellung angemessener

Anforderungen in den einzelnen Fächern,

gleichmäßige Verteilung der schriftlichen

Leistungserhebungen, Überprüfung und

erforderlichenfalls Ungültigkeitserklärung

von Probearbeiten).

Nach den „Richtlinien für die dienstliche

Beurteilung und den Leistungsbericht

für Lehrkräfte an Staatlichen Schulen in

Bayern“ werden an den Volksschulen die

dienstlichen Beurteilungen der Lehrkräfte

in der Besoldungsgruppe A 12 mit der

Lehrbefähigung für Grund­, Haupt­ und

Mittelschulen auf Vorschlag der Schulleiter

durch die fachliche Leitung des

Schulamts erstellt und unterzeichnet .

Der Schulleiter bestätigt durch Unterschrift

seine Mitwirkung und nimmt von

der Beurteilung Kenntnis.

Die beispielhafte Aufzählung von Aufgaben

des Schulleiters an bayerischen

Grund­, Haupt­ und Mittelschulen sowie

Förderschulen in vorstehenden Abschnitten

ist bei weitem nicht vollzählig.

Artikel gekürzt; Original abrufbar über

BehnUdo@aol.com

Udo Behn,

BLLV-Rechtsabteilung Oberpfalz


ABJ-Info über Arbeitslosigkeit

und

Beamtenstruktur

Am 26.6.2012 erhalten Lehramtsanwärter

im 2. Jahr und alle weiteren Interessierten

an der Mittelschule Schwarzenfeld

Informationen rund um die Beamtenstruktur,

die zunehmende Arbeitslosigkeit

unter Junglehrern und die derzeitige

Anstellungssituation.

Die ABJ konnte einen hochkarätigen

Referenten gewinnen. Von 15 bis 17

Uhr wird Gerd Nitschke (Vizepräsident

BLLV) Rede und Antwort stehen.

Bereits ab 14.15 Uhr können sich die

Teilnehmer bei Kaffee, Kuchen und

Snacks mit anderen Junglehrern austauschen.

Anmeldung (bzw. Anforderung der Einladung

zu dieser Veranstaltung) bis zum

21.6.2012 mit Angabe der jeweiligen

Schulart und des Workshops bei Katrin

Gerl (abj.katrin.gerl@gmx.de).

Für Teilnehmer, die keinen BLLV­Ausweis

vorlegen, fällt ein Unkostenbeitrag

von 5 € für Teilnahme und Skript an.

ABJ-Info:

Geocaching-Tour

auch für Kinder

Die ABJ Oberpfalz bietet am 30.6.2012

(Ersatztermin bei Regen: 7.7.2012) von

14 bis 17 Uhr eine Geocaching­Tour an.

Der Veranstaltungsort (Raum Regensburg)

wird bei der Anmeldung bekannt

gegeben.

Nach einer Einweisung in die Geräte

durch die Referentin Linda Roppelt wird

sie die Teilnehmer bei der Suche nach

dem Cache unterstützen. Verwendet werden

können hierfür iPhones, Smart­

Phones bzw. GPS­Geräte. Selbstverständlich

können auch Kinder mitgenommen

werden.

Anmeldung bis zum 22.6.2012 bei Julia

Steinbach (julia_steinbach@arcor.de),

mit Angaben, ob ein eigenes Gerät vorhanden

ist. Für Teilnehmer, die keinen

BLLV­Ausweis vorlegen, fällt ein Unkostenbeitrag

von 5 € an; Kinder nehmen

kostenlos teil. Geräte können gegen eine

Leihgebühr gestellt werden.

Junglehrer Oberpfalz

ABJ-Info:

Klasse und

Klassleitung“

Am 26.6.2012 veranstaltet die ABJ Oberpfalz

an der MS Schwarzenfeld eine Infoveranstaltung

zum Thema Klassenleitung

für LAA GS und LAA HS/MS im

ersten Jahr.

Die Referenten Katja Meidenbauer

(Grundschule) und Barbara Gierth

(Hauptschule/ Mittelschule) werden von

15 bis 17 Uhr schulartspezifisch Informationen

und Tipps geben, wie der Alltag in

der eigenen Klasse gut gemeistert werden

kann. Insbesondere werden die erfahrenen

Lehrerinnen auf die ersten Schultage

eingehen.

Bereits ab 14.15 Uhr können sich die

Teilnehmer bei Kaffee, Kuchen und

Snacks mit anderen Junglehrern austauschen.

Anmeldung (bzw. Anforderung der Einladung

zu dieser Veranstaltung) bis zum

21.6.2012 mit Angabe der jeweiligen

Schulart und des jeweiligen Workshops

bei Katrin Gerl (abj.katrin.gerl@gmx.de).

Für Teilnehmer, die keinen BLLV­Ausweis

vorlegen können, fällt ein Unkostenbeitrag

von 5 Euro für Teilnahme und

Skript an.

ABJ-Info:

Oberpfalz oder

Oberbayern?

Die heurige Doppelveranstaltung der

ABJ wird in den letzten zwei Juliwochen

kurz nach Herausgabe des Anstellungsschnitts

im Gasthof „Zum Mayerwirt“ in

Pettendorf (bei Regensburg/ Adlersberg)

stattfinden. Vertreter der jeweiligen Regierungen

der Oberpfalz und von Oberbayern

werden über die Anstellungsnoten,

den Lehreraustausch mit Oberbayern

und die zu beachtenden rechtlichen

Vorgaben informieren. Des Weiteren besteht

voraussichtlich auch die Möglichkeit,

konkrete Einsatzwünsche für Oberbayern

abzugeben.

Anmeldung bei Katrin Gerl (abj.katrin.

gerl@gmx.de). Der Besuch der Veranstaltung

ist kostenlos.

ABJ-Info über

Schwangerschaft

und Elternzeit

Neustadt a. d. WN, 2.5.2012. Früher

oder später betrifft sie wohl fast jede(n)

– die Elternzeit. Der Referent Willi Trisl

(BLLV­Experte für Dienstrecht und Besoldung)

informierte über Rechte und

Pflichten schwangerer Lehrkräfte, Fragen

rund um Elternzeit und Elterngeld,

einzuhaltende Antragsfristen sowie die

verschiedenen Optionen für den beruflichen

Wiedereinstieg nach der Elternzeit.

Aber auch die Auswirkungen einer

„Babypause“ auf die berufliche Laufbahn

und die Pension wurden angesprochen.

Im Anschluss an den Vortrag nutzten die

Teilnehmer die Gelegenheit, individuelle

Fragen an den Referenten zu richten, so

dass diese rundum gut informiert waren.

Maria-Teresa Kellner

Alles für die Schule

Laminierfolien (100 Stück/Karton):

DIN A 4, 2 x 80 mic. 8,45 EUR

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100 mic., stapelverarbeitbar

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MwSt.; Mengenrabatt ab 100,00 EUR netto.)

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EUR. (Spitzenprodukt, Metallgehäuse u. ­zahnräder!)

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Anfrage.

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(0,40 EUR ab 10 St.; 0,35 EUR ab 50 St.)

neu: 12,4x9,2x2,3 ohne Steg: 0,90/0,80/0,70 EUR

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Tel.: 09181/698559; Fax: 09181/698561

E­Mail: edacta.greiner@t­online.de

Oberpfälzer Schule 2012/3 21


Mit dem siebenbändigen Werk „Alte einklassige

Landschulen in der Oberpfalz“*)

liegt eine geschlossene Topografie über

die ungeteilte Landschule des Regierungsbezirks

vor. Da die Zahl der Zeitzeugen,

die diese Schulform noch erlebt bzw. in

ihr unterrichtet haben, zurückgeht, wird

mit dem Werk ein wesentliches Stück

Schulgeschichte vor dem Vergessen bewahrt.

Dieses Verdienst kommt Helfried

Stöckel, ehemals Leiter der Schulabteilung

bei der Regierung der Oberpfalz,

und einer Vielzahl von Mitwirkenden zu.

Mit der Dokumentation liegt ein historisch

konkreter Ein­ und Überblick über

die Organisation des Schulwesens vor,

das bis Anfang der 70er Jahre den ländlichen

Raum geprägt hat. Das Werk weist

in seiner Anlage, Informationsdichte,

Detailtreue und Anschaulichkeit weit

über die Schulverhältnisse der Oberpfalz

hinaus und kann für die Schulgeschichte

Bayerns und Deutschlands als exemplarisch

angesehen werden.

Mit konsequenter Präzision, in kompakter

Form und mit sichtbarer Hingabe wird

jedes einzelne Schulgebäude porträtiert:

seine Eigenlage, seine Geschichte, sein

Erscheinungsbild, seine Funktionalität

und seine Ausstattung.

Sehr aufschlussreich sind die statistischen

Angaben zu den Schülerzahlen. Ihre rückläufige

Entwicklung und das Ziel erhöhter

fachlicher Anforderungen erzwangen die

Schließung der einklassigen und die Einführung

jahrgangsgegliederter Schulen.

Diese unvermeidliche Entscheidung wird

sachlich nachgezeichnet, ohne die „Einklassige“

nostalgisch zu romantisieren

oder pädagogisch­schwärmerisch zu verklären.

Die umfassende Dokumentation

verleiht dem Zwang des Faktischen im

Nachhinein eine nachvollziehbare Plausibilität.

Gleichwohl wird immer wieder

verdeutlicht, wie schmerzlich für die

Dörfer der Verlust ihrer Schule gewesen

ist und wie sehr sie um ihr Verbleiben gerungen

haben.

Die Illustration der Bände durch historische

und aktuelle Fotos veranschaulicht

nicht nur die Veränderung der Schulgebäude,

des Mobiliars und der Lehrmittel,

sondern auch den Wandel der Schülerschaft

und der pädagogischen Atmosphäre.

Unterhaltsam und spannend lesen

22

Schulgeschichte Oberpfalz

Bücher über ungeteilte Landschulen sind ein

Stück Schulgeschichte der Oberpfalz

sich die Erinnerungen von Zeitzeugen.

Sie vergegenwärtigen das Schulleben

in der „Einklassigen“ plastisch und authentisch.

Belastend sind die Streiflichter

über die Rigorosität des NS­Regimes,

über die Ängste und Zerstörungen in den

Kriegsjahren, über die Not nach dem Zusammenbruch

und über den langsamen

Wiederaufbau. Befreiend wirken kleine

Alltagsbegebenheiten und humorvolle

Episoden, die Schülern wie Lehrern in

Erinnerung blieben.

Die Arbeits­ und Lebensverhältnisse, die

Lehrerinnen und Lehrer der Einklassigen

schildern, können sich Jüngere kaum noch

vorstellen. Im Unterrichtsstoff mussten

sie fachliche „Allrounder“ sein und in den

Unterrichtsmethoden wahrhafte Virtuosen:

Gesamtunterricht für acht Jahrgangsstufen,

der fliegende Wechsel bei der Einführung

in Sachgebiete für verschiedene

Altersgruppen, die flexible Organisation

der inneren Differenzierung, Einsatz älterer

Schüler als Helfer der jüngeren. Außerhalb

des Unterrichts kamen die spartanischen

Wohnbedingungen im Schulhaus

hinzu, oft der Dienst als Organist und Gemeindeschreiber.

Eindrucksvoll ist die Vielfalt und Fülle

der aufgefundenen Quellen: Hand­ und

Notizbücher, Chroniken, Lokalgeschichte,

Festschriften, Zeitungsberichte, Protokolle

und mehr als 1.000 Zeitzeugen!

Ohne diese Dokumentation wäre Vieles

unwiederbringlich verloren!

Aus der umfassenden Darstellung können

aber auch wichtige Anregungen für

die aktuelle Schulentwicklung gewonnen

werden: Angesichts des jahrgangsübergreifenden

Unterrichts in kleinen Grundschulen

sollte der Fundus vielfältiger Unterrichtsmethoden

der Einklassigen wieder

in das Bewusstsein der Lehrerschaft

gehoben und von der gegenwärtigen didaktischen

Forschung transformiert werden.

Angesichts drohender, z. T. grassierender

Schulschließungen zeichnet sich erneut

ein Kampf der Dörfer um ihre Schule ab.

Die Schule ist nach wie vor ein „Standortfaktor“.

Sie ist von größter Bedeutung für

das Bildungs­ und Erziehungshandeln,

für das Wachsen sozialer Bindungen und

das Bewusstsein kultureller Identität. Die

Schule im Dorf hat hohen Symbolwert:

Oberpfälzer Schule 2012/3 – 34. Jahrgang

In ihr pulsiert das Leben, wird Zukunft

augenfällig. An diesem Wert müssten

sich künftige Strukturentscheidungen vor

allem orientieren.

Der Autor und seine vielen Zuarbeiter/innen

haben sich in ganz ausgezeichneter

Weise verdient gemacht, dass die Erinnerung

an die einklassige Landschule, an

ihre Schüler und Lehrer lebendig bleibt.

Als ehemaliger Leiter der Schulabteilung

bei der Regierung der Oberpfalz war

Helfried Stöckel zu dieser beharrlichen,

historischen Aufarbeitung geradezu prädestiniert.

Man darf alle zu diesem gelungenen

Opus gratulieren!

Dr. h. c. Albin Dannhäuser

Ehrenpräsident des Bayerischen

Lehrer- und Lehrerinnenverbandes

(BLLV)

März 2012

*) Helfried Stöckel (Hrsg.): Alte einklassige

Landschulen in der Oberpfalz in 7 Bänden.

Verlag Lassleben/Kallmünz (2004–2010),

Haushalt in Bildung

und Forschung

Die Zeitschrift Haushalt in Bildung &

Forschung ist eine wissenschaftlich ausgerichtete

und anwendungsbezogene

Fachzeitschrift der Ernährungs­, Gesundheits­

und Verbraucherbildung. Sie wendet

sich an Studierende, Lehrende und

Forschende, engagiert sich für nachhaltige

haushalts­, ernährungs­, gesundheits­ und

verbraucherbezogene Bildungsprozesse,

umfasst jeweils ein Schwerpunktthema

mit entsprechenden Einzelbeiträgen, erscheint

4­mal jährlich im Verlag Barbara

Budrich mit einem Jahresumfang von rd.

260 Seiten im Format B5.

Jahresabonnement (zuzügl. Versand):

Institutionen: 79,00 €

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Einzelheft: 16,90 €

Bestellungen/ Fragen:

info@budrich­journals.de


Oberpfälzer

BLLV-Kreisverbände

berichten

Wir gedenken

Katharina Brunner, + 3.3.2012

96 Jahre, Kreisverband Amberg­Land

Edith Kiendl-Schriever, geb. Schriever, + 9.3.2012

67 Jahre, Kreisverband Schwandorf

Bernhard Gleissner, + 21.3.2012

88 Jahre, KV Tirschenreuth­Waldsassen.

Kreisverband

Amberg-Land

Nach Frauentrio

jetzt Frauenquartett

an der Spitze

Die Führung des BLLV Amberg­Land

wurde für die

nächsten drei Jahre weitgehend

in ihren Ämtern bestätigt.

Das Frauentrio mit Ruth

Kappl, Michaela Bergmann

und Gerlinde Blank bildet

weiterhin die Vorstandsspitze.

Erhöht wird die Frauendominanz

durch die Besetzung des

Kassierpostens mit einer weiteren

Dame, Frau Elisabeth

Herkommer.

Bei der im dreijährigen Turnus

stattfindenden Generalversammlung,

dieses Mal in

der Gaststätte „Alte Kaserne“,

gedachte man anfangs der

verstorbenen Mitglieder. Vorsitzende

Ruth Kappl blickte

in ihrem Rechenschaftsbericht

auf eine Vielzahl von

Terminen, Gemeinschaftsveranstaltungen

und Reisen zurück.

Ihr Dank galt den Mitarbeitern

in der Vorstandschaft

und in den Referaten, die sie

immer unterstützt und ihr viel

Arbeit abgenommen haben.

Sehr beliebt seien bei den

Mitgliedern die Weihnachtsfeier,

das Ausbuttern am

Schuljahresende und das von

Margit Hofmann hervorragend

organisierte Reiseprogramm.

Die Kassenrevisoren

konnten dem Kassier Thomas

Oetzinger, der für eine

Wiederwahl nicht mehr bereit

war, eine mustergültige Kassenführung

bescheinigen.

Nach den Wahlgängen, die

von Wahlleiter Klaus Wollmann

hervorragend geleitet

wurden, dankte die wiedergewählte

Vorsitzende den

Referenten, die für ihre Bereiche

nicht mehr kandidiert

hatten, für ihre jahrelange Arbeit:

Thomas Oetzinger (Kassier),

Anja Bräu (Presse),

Gerd Eckstein (Schulpolitik)

und Rupert Sachsenhauser

(Schriftführer).

Die Wahlen brachten folgendes

Ergebnis:

1. Vorsitzende Ruth Kappl,

2. Vorsitzende Michaela

Bergmann, 3. Vorsitzende

Gerlinde Blank, Kassier Elisabeth

Herkommer und Geschäftsführer

Walter Prucker.

Die Abgabe junger Kollegen

vor allem nach Oberbayern,

der demographische Wandel

und eine generell fest­

Kreisverbände

stellbare Unlust für ein Ehrenamt

führten zu Doppelbesetzungen

bzw. Nichtbesetzungen

einiger Referate: Presse

und Schriftführerin Gerlinde

Blank, Markus Gleißner

(Junglehrer), Hubert Harrer

(Förderlehrer), Elisabeth

Herkommer (Verwaltungsangestellte),

Margit Hofmann

(Reise/Kultur/Pensionistenbetreuung),

Peter Kraus (musisches

Schaffen), Peter Oswald

(Dienstrecht und Besoldung),

Stephan Tischer

Kreisverband

Burglengenfeld

Jubiläum auch in

Burglengenfeld

Der Kreisverband Burglengenfeld

feiert heuer

sein 150-jähriges Bestehen.

Bald nach Gründung

des BLV im Jahr

1861 in Regensburg entschlossen

sich Lehrer,

den Bezirksverein Burglengenfeld

ins Leben zu

rufen. Zum ersten Vorsitzenden

wurde Albert

Schicker gewählt.

Von den inzwischen 13 Nachfolgern

leitete Ludwig Hirsch,

Lehrer in Emhof von 1906 bis

zur Auflösung des BLV durch

das Naziregime die Geschicke

des Vereins.

Dass die regelmäßigen Ver­

(Schulleitung und Berufswissenschaften),

Christine Schüller

(Fachlehrer und Homepage),

Klaus Wollmann (Kontakt

zum Bayerischen Beamtenbund).

Revisoren sind weiterhin

Erika Schenk und Rudolf

Schieberl.

Walter Prucker

Unser Bild: Die Vorstandschaft

des Kreisverbandes

Amberg-Land, v. l.: Ruth

Kappl, Gerlinde Blank, Elisabeth

Herkommer, Michaela

Bergmann und Walter Prucker

sammlungen nicht immer von

zahlreichen Kollegen besucht

wurden – man bedenke, damals

ging man zu Fuß oder

fuhr mit dem Rad zum Versammlungsort

– zeigt ein Eintrag

ins Protokollbuch vom

28. Januar 1906. Dort heißt

es: „Heute fand Versammlung

in der „Roten Amsel“ in Kallmünz

statt. Erschienen waren

nur sechs Herren, doch

verschönten drei Damen den

kleinen Kreis.“

Die „Geburtstagsfeier“ findet

am 15. Juni in Burglengenfeld

statt. Das Hauptreferat hält

Präsident Klaus Wenzel mit

dem Thema „Aufbrechen –

Bildung als Menschenrecht“.

Die Ehrung zahlreicher langjähriger

Mitglieder nimmt

Bezirksvorsitzende Ursula

Schroll vor.

Die Vorstanschaft des KV

hofft auf zahlreiche Teilnahme

seiner Mitglieder. –gk–

Oberpfälzer Schule 2012/3 23


24

Kreisverband

Eschenbach

BLLV-Kreisverband

im Siemens-

Werk Kemnath

Seit mehr als 160 Jahren steht

der Name Siemens für technische

Leistungsfähigkeit,

Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit

und Internationali­

tät. Davon konnten sich die

Mitglieder des Kreisverbands

Eschenbach bei einer Erkundung

des Siemens Healthcare

Standorts überzeugen.

Günther Roman Bauer, Mitglied

der Betriebsleitung,

und Wolfgang Weber, Fertigungsleiter

der Angiographie,

machten die Pädagogen zunächst

mit der spezifischen

Produktwelt von Siemens am

Standort Kemnath vertraut.

Seit der Gründung im Jahre

1962 sei eine kontinuierliche

Weiterentwicklung von einer

verlängerten Werkbank hin

zu einem Kompetenzzentrum

für hoch integrierte mechatronische

Komponenten erfolgt.

Mit rund 1200 Beschäftigten

bei einer Produktionsfläche

von 39.000 Quadratmetern

sei Siemens einer der größten

Arbeitgeber in der nördlichen

Oberpfalz. Das Kundenspektrum,

so Bauer und Weber,

erstrecke sich auf führende

medizinische und akademische

Institute, mittelgroße

und große Krankenhäuser

sowie regionale Gesundheitszentren.

Der Standort

Kemnath könne neben der

Computertomographie und

den klassischen Röntgensystemen

auch andere Technologien

von „Healthcare“

wie Nuklearmedizin oder

Diagnostik mit innovativen

Komponenten versorgen. Vor

allem das Thema „Entwicklung“

werde in Kemnath groß

geschrieben, betonten die

Sprecher: „Was wir uns ausdenken,

wird auch in die Tat

umgesetzt“. Sämtliche Produkte

dienten der Gesundheit

des Menschen. Stolz sei man

zudem auf die Auszeichnung

„Fabrik des Jahres 2011“,

verdeutliche dieser Preis die

engagierten und mit dem

Betrieb verbundenen Mitarbeiter.

Ein umfangreiches

Gesundheitsmanagement und

die Einbeziehung motivierter

Mitarbeiter würden sich für

alle Beteiligten auszahlen,

gaben sich Bauer und Koch

überzeugt. Im Hinblick auf

die Umwelt möchte man als

„grüne Fabrik“ Vorbildcharakter

in der Region zeigen.

Beim anschließenden Rundgang

konnten die Lehrkräfte

einen Einblick in die Prozesse

der Fertigung hochwertiger

und global vertriebener

Medizintechnik gewinnen.

Kreisvorsitzender Uwe

Prösl bedankte sich bei den

Gastgebern mit einem guten

Tropfen.

Anton Waldmann

Kreisverbände

Kreisverband

Kemnath

Pensionisten beim

Preisschafkopf

erfolgreich

Dass die Pensionisten beim

Schafkopfspiel gut mithalten

können, zeigte sich beim

Preisschafkopf im Gasthof

„Zur Fantasie“. Sie stellten

nämlich den ersten und dritten

Sieger. Bruno Steinhauser

wurde mit 203 Punkten Erster.

Mit einem Solo­Tout hatte

er in einem Spiel 60 Punkte

auf sein Konto verbuchen

können. Auf den zweiten

Platz kam Peter Wolf mit 171

Punkten. Dritter wurde August

Schmid mit 169 Punkten.

Den Trostpreis – einen Laib

Bauernbrot und ein Stück Geräuchertes

– gewann Manfred

Schmidt.

Nach der Begrüßung durch

die stellvertretende Kreisvorsitzende

Martina Thöns wur­

Osterferien in

Amsterdam und

Rotterdam

Kemnath. Keine Tulpen, dafür

aber viele positive Erlebnisse

brachten die 25 Teilnehmer

der BLLV­Reisegruppe

aus Amsterdam mit. Die Hafenstadt

an der Amstel war

das erste Ziel der viertägigen

Osterreise.

Bei der Anreise hatte Otto

Oberpfälzer Schule 2012/3 – 34. Jahrgang

den die Preise vorgestellt,

die gewonnen werden konnten.

Der erste Preis war 70 €,

der zweite Preis 40 € und der

dritte 25 €. Außerdem gab

es einen Reisegutschein, Essensgutscheine

und attraktive

Sachpreise. Jeder Spieler

konnte einen Preis mit nach

Hause nehmen. Nachdem Harald

Schinner die Spielregeln

bekanntgegeben hatte, wurde

an vier Tischen um die heiß

begehrten Punkte gekartelt.

Nach 60 spannenden Spielen

stand das Ergebnis fest.

Martina Thöns dankte allen

Teilnehmern und kündigte

an, dass das Schafkopfturnier

auch 2013 wieder stattfinden

wird. Nach der Siegerehrung

wies sie auf die nächsten

Veranstaltungen hin: Für

die Herbstreise hat Wolfgang

Lippert Oman als Ziel

ausgewählt. Im Oktober ist

ein Kochkurs „Griechischer

Abend“ geplant.

Josef Zaglmann

Beck die Stadt Limburg an

der Lahn angesteuert. Die malerische

Stadt zwischen Westerwald

und Taunus mit ihren

engen Gassen und ihrem

unzerstörten mittelalterlichen

Stadtkern gefiel den Ausflüglern

sehr gut.

„Das Fundament von Amsterdam,

auf etwa 90 Inseln gebaut,

bilden über fünf Millionen

Fichtenstämme“, erklärte

die Fremdenführerin Martina


ei der Stadtrundfahrt, „die

Hauptstadt wird von einem

etwa 100 Kilometer langen

Kanalsystem aus 165 Grachten

durchzogen, über die 1200

Brücken führen“, ergänzte

sie. Die Stadt liegt zum großen

Teil unterhalb des Meeresspiegels.

Die flachen Gebiete

werden durch große Deiche

vor Sturmfluten geschützt,

die insgesamt eine Länge von

etwa 3.000 Kilometern haben.

Beeindruckend war die präch­

Kreisverband

Neunburg v. W.

Pensionistenthemen

und Fischessen auf

dem Programm

Zu einer Mitgliederversammlung

des kleinen BLLV­

Kreisverbandes Neunburg

im Gasthaus Lacher „Alter

Wirt“ in Bach (verbunden

mit dem „nachgeholten“

traditionellen Fastenzeit­Fischessen)

konnte der Vorsitzende

Hans Graßl in seinem

„heimischen Gäu“ (als Bürgermeister)

eine erfreuliche

Zahl der aktiven und den

schon im Ruhestand befindlichen

Kollegen (die deutlich

in der Überzahl waren) willkommen

heißen. Sein besonderer

Gruß galt dem Beauftragten

des Bezirksverbandes

Oberpfalz für die Pensionis­

tige Fassade des königlichen

Palasts, der heute noch von

der Macht der Amsterdamer

Handelsfamilien im Goldenen

Jahrhundert zeugt. Bei einem

Spaziergang durch den Blumenmarkt

durfte natürlich ein

Besuch in einem typischen

Käsekeller nicht fehlen. Mitten

im Trubel der Innenstadt

lag der idyllische Beginenhof,

in dem das älteste erhaltende

Holzhaus der Niederlande

besichtigt werden konn­

ten, Fritz Aumer. Dieser hatte

einige Nachrichten und Tipps

vor allem für die Pensionisten

„auf Lager“. Zunächst stellte

er fest, dass die Ruheständler

dem Verband sehr wichtig

sind, da ihre Zahl ständig

steigt und sie immerhin 42 %

des Beitragsaufkommens leisten,

obwohl der Beitrag bei

der Pensionierung sinkt. Der

Verband tue auch etwas für

die Pensionisten, er nannte

hier vor allem den Reise­ und

Wirtschaftsdienst des BLLV,

die stets für Beratungen bereit

seien und dem Verband auch

wichtige Einnahmen erbringen.

Informationen zu vielen

Themen finde man im Internet,

z.B. über Vorsorgevollmachten.

Für „aktive“ Lehrer

erbringe der Verband im Rahmen

der Schulhausschlüsselversicherung

auch bei Fahrlässigkeit

Leistungen. Pensionisten

können zweimal im

Kreisverbände

te. Vom Bus aus war das historische

Rembrandthaus zu sehen,

in dem über 250 Radierungen

und Zeichnungen ausgestellt

sind.

Der Besuch in der Diamantenschleiferei

Coster Diamonds

war eine ganz besondere

Attraktion für die Ausflügler.

Den Abschluss der Stadtbesichtigung

bildete eine gemütliche

Grachtenrundfahrt auf

den Kanälen von Alt­Ams­

Jahr einen Schlüsseldienst beanspruchen,

wenn man sich

selbst aussperre. Auf Bezirksebene

sei man auch aktiv, so

hat der Bezirk Oberpfalz unter

Aumers Regie in den beiden

letzten Jahren Pensionistentage

in Regensburg und

Amberg abgehalten, die riesigen

Anklang fanden. Einer

der Hauptzwecke sei das

Treffen alter Bekannter. Die

Bezirksreferenten z. B. für

Rechtsfragen oder Besoldung

Wir begrüßen als neue Mitglieder:

terdam.

Am Dienstag stand eine Tagesfahrt

nach Rotterdam auf

dem Programm. „Rotterdam

ist Europas wichtigster Hafen“,

betonte die Führerin,

„rund 35.000 Hochseeschiffe

und über 130.000 Binnenschiffe

machen jährlich hier

Station.“ Rotterdam gilt inzwischen

als Hollands wichtigstes

gesellschaftliches Laboratorium.

Bei der Besichtigung der St.­

Laurentius­Kirche wurde besonders

die prächtige Hauptorgel

mit ihren zwei Nebenorgeln

bewundert. Zu den architektonischen

Highlights der

Stadt gehören die Kubushäuser.

Bei der Hafenrundfahrt

bot sich den Reisenden ein

ganz anderes Bild als in Amsterdam.

Die Rückreise nach

Amsterdam erfolgte durch das

Blumenanbaugebiet zwischen

Leiden und Haarlem.

Unser Bild: Vor dem Portal

der Laurenskirche in Rotterdam.

Josef Zaglmann

stehen stets für Auskünfte zur

Verfügung.

Auf Kreisebene werden häufig

Tagesfahrten oder Reisen

organisiert, gerade auch für

Pensionisten.

Nach diesen Informationen

kam das leibliche Wohl zu

seinem Recht, denn man ließ

sich die Fischspezialitäten des

Hauses (aus eigenen Beständen)

gut schmecken. Ein gemütliches

Beisammensein

schloss sich an.

Judith Aschenbrenner, Kreisverband Regensburg­Stadt

Kirstin Seidenschwand, Kreisverband Regensburg­Stadt

Stephanie Soller, Kreisverband Regensburg­Land

Redaktionsschluss

der nächsten Oberpfälzer Schule: 6. Juli 2012

Oberpfälzer Schule 2012/3 25


26

Kreisverband

Neustadt/ WN

Tagesfahrt zur

Landesausstellung

in Halle

Als Ziel für die obligatorische

Tagesfahrt in den Osterferien

hatte der Kreisverband Neustadt

diesmal die Stadt Halle

gewählt. Dort wird nämlich

seit Dezember 2011 im Landesmuseum

für Vorgeschichte

eine hochinteressante Ausstellung

gezeigt: „POMPEJI .

NOLA . HERCULANEUM –

Katastrophen am Vesuv“ gezeigt.

Wegen des sehr großen Besucherinteresses

wird die Ausstellung

noch bis 26. August

2012 verlängert. Auf 1200

Quadratmetern werden Wandmalereien,

Gold­ und Silberschmuck

sowie Alltagsgegenstände

aus den untergegangenen

Städten am Vesuv

gezeigt. Die beiden Museumsführer

verstanden es

ausgezeichnet, die Folgen

des katastrophalen Vulkanausbruchs,

der die Gebäude,

Straßen und Leichen unter

einer meterhohen Vulkanschicht

begrub und so über

Jahrtausende in einzigartiger

Qualität konservierte, den

Teilnehmern zu schildern..

Sie konnten zwei Stunden

eine lebendige Geschichtsstunde

genießen. Nach einer

Mittagspause machte man

sich mit zwei Stadtführern

auf, die Altstadt zu erkunden.

Sie ist eine der wenigen Städte

Deutschlands, die im 2.

Weltkrieg vom Bombenhagel

fast ganz verschont blieb und

deshalb besonders schön ist.

Kreisverband

Nittenau

Etter in Nittenau:

„Alles, was Recht

ist“

Schulrechtliches Grundwissen

vermittelte der verbandspolitische

Leiter der BLLV­

Rechtsabteilung Hans­Peter

Etter den Lehrkräften des

Kreisverbandes Nittenau im

Foyer der Nittenauer Regental­Halle,

denn Schule, so

Etter, bewege sich auch in

einem juristischen Raum.

Kreisvorsitzender Klaus Beiderbeck

kündigte Etter als

Rechtsexperten an, der den

„Dschungel der Paragrafen

und Verordnungen beherrsche“,

der das Grundwissen

für die Lehrkräfte liefere,

um den rechtlichen Anforderungen

im Schulbetrieb

gerecht zu werden.

Eltern hinterfragten, so Etter,

Kreisverbände

Hier wurde 1685 der bedeutendste

Komponist des Barock,

Georg Friedrich Händel,

geboren. Das Gesicht des

Marktplatzes prägt die dreischiffige

Hallenkirche, die

Marienkirche oder Marktkirche.

Interessant auch der

Brunnen auf dem Marktplatz.

Dominant sind natürlich die

heutzutage immer stärker

schulische Entscheidungen,

sei es Ordnungsmaßnahmen

oder Noten. Und so lieferte

Etter in Nittenau den Lehrern

das juristische Rüstzeug,

um nicht in Rechtsfallen zu

geraten. Kein Elternteil habe

beispielsweise das Recht, so

der Leiter der Rechtsabteilung,

auf eine Probearbeit

Kommentare zu schreiben,

da es sich um eine Veränderung

einer Urkunde handle.

Oberpfälzer Schule 2012/3 – 34. Jahrgang

fünf Türme. Ohne Turm allerdings

ist der Dom, die ehemalige

Klosterkirche der Dominikaner.

Auch die Moritzburg

als Vierflügelanlage der Spätgotik

ist einen Besuch wert.

Natürlich besuchte man auch

das Händelhaus. Nach einer

Kaffeepause trat man die

Heimreise an. Fritz Aumer

Auch könnten Verweise nicht

angefochten werden. Und

natürlich dürfe ein Lehrer

einen Schüler, der permanent

den Unterricht störe, des

Klassenzimmers verweisen,

ohne rechtliche Konsequenzen

befürchten zu müssen.

Im Zweifelsfalle jedoch,

bekräftigte Etter, stehe die

BLLV­Rechtsabteilung jedem

BLLV­Mitglied mit Rat und

Tat zur Seite.

Oskar Duschinger


Kreisverband

Regensburg-Stadt

Großes Interesse an

den Schülerfirmen

bei der dona

Im März lud der BLLV seine

Mitglieder zu einem Besuch

der Donau­Ausstellung,

kurz „dona“ genannt, ein.

Eine Stunde vor der offiziellen

Eröffnung begrüßte der

kommissarische Vorsitzende

des Kreisverbandes Regensburg­Stadt,

Stefan Würdinger,

die BLLV­Mitglieder und

deren Angehörige. In 16 Hallen

boten 300 Aussteller aus

den Bereichen Handwerk, Industrie,

Dienstleistung, Bau,

Kreisverband

Tirschenreuth-W.

Jahreshauptversammlung

mit Berichten

und Bildern

Der Kreisvorsitzende Wilhelm

Trisl eröffnete die diesjährigeJahreshauptversammlung

mit einem Totengedenken

für die beiden verstorbenen

Mitglieder Herta

Böhm und Barbara Fischer.

Anschließend erinnerte Trisl

kurz an folgende Veranstaltungen

des Kreisverbandes:

­ den Tagesausflug am 7. Mai

2011 nach Weseritz, Manetin

und Maria Teinitz in

Nahrungs­ und Genussmittel

bis hin zu den Bereichen Gesundheit

und Wellness Waren

und Dienstleistungen an. Besonders

beeindruckend war

aber, dass die dona Schülerfirmen

aus der Stadt, dem

Landkreis und der Region

eine Plattform bot, ihre Produkte

auf der Ausstellung anzubieten.

Gefördert werden

die Schülerfirmen vom Arbeitskreis

Schule Wirtschaft

Regensburg e.V. Der Arbeitskreis

hat sich zum Ziel gesetzt,

mit konkreten Aktionen

und Informationen Brücken

zu bauen zwischen den Schulen

und der Wirtschaft und

den Schülerfirmen in der Öffentlichkeit

eine Möglichkeit

zu bieten, sich zu präsentie­

Tschechien unter der Leitung

von Ingrid Leser

­ den Pensionistentag des Bezirks

am 27. Mai 2011 in

Amberg

­ die Luisenburgfahrt am 5.

Juli 2011 mit dem Stück

„Der Holledauer Schimmel“

­ die Sitzung des Kreisausschusses

am 27. September

2011

­ das traditionelle Fischessen

am 20. Oktober 2011

im Gasthof Prockl in Falkenberg

­ die Jahresschlussveranstaltung

mit Ehrungen und

Gratulation zu runden Geburtstagen

am 8. Dezember

2011 in Waldsassen zu­

Kreisverbände

ren. Die Schülerfirmen waren

natürlich ein besonderer

Magnet für die Mitglieder des

BLLV. Im Bereich Dienstleistung

demonstrierten Schüler

des Johann­Michael­Fischer­

Gymnasiums ihre Kompetenz

in Informatik, indem sie

Hilfen bei der Homepagegestaltung

anboten. Schüler der

Gregor­von­Scherr­Realschule

aus Neunburg vorm Wald

betreuen ganzjährig nachmittags

die jüngeren Schulkameraden

und bieten vom Kochkurs

über Kinderschminken

bis hin zur Gestaltung

von Kindergeburtstagen ihre

Dienste an. Die Realschule

Obertraubling, die St.­Marien­Realschule

Regensburg

und die Grund­ und Mittel­

sammen mit der stellvertretenden

Bezirksvorsitzenden

Maria Karg­Pirzer

­ die Sitzung des Kreisausschusses

am 18. Januar

2012

­ den Pensionistentreff am 27.

Februar 2012 in Waldsassen

Aus dem Bereich Dienstrecht

und Besoldung erläuterte

der 1. Vorsitzende folgende

Punkte:

­ neue Lehrerstellen für alle

Schularten im Nachtragshaushalt

2012

­ Arbeitszeitverkürzung ab

dem Schuljahr 2012/13

­ Festhalten am Beamtenstatus

für Lehrer durch die

Bayerische Staatsregierung.

Nach einem geordnetem Be­

schule Hemau präsentierten

selbstgefertigte Geschicklichkeitsspiele,

Brett­ und Lernspiele.

Die Albert­Schweitzer­

Realschule veräußerte bunte

Vogelfutterstationen. Die

Otto­Schwerdt­Mittelschule

verkaufte Selbstgenähtes

vom Handytäschchen bis hin

zum eigenkreierten Kleid. Die

staatliche Realschule Kemnath

bot Schlüsselanhänger

und Hausaufgabenhefte. Die

Regensburger Mittelschulen

St. Wolfgang und Hans­

Herrmann konnten mit allerlei

kreativen, originellen und

preiswerten Osteraccessoires

aufwarten. BLLV­Mitglied

Sylvia Hammerschmid, die

die Schülerfirma „Die Wolf

Gang“ betreute, meinte, dass

ihre Schüler viel geleistet und

über die AG­Stunden hinaus

sehr viel Freizeit geopfert hätten,

um möglichst viele schöne

Ostersachen auf der dona

präsentieren zu können. Bei

dem reichhaltigen Sortiment

der Schülerfirmen hatten die

Mitglieder des BLLV die

Qual der Wahl und manch einer

verließ mit einer prall gefüllten

Tüte die Halle.

Claudia Baierl

richt des Kassiers Rüdiger

Bönisch und der Kassenprüfer

wurde der Vorstandschaft

durch die Versammlung die

Entlastung erteilt.

Auf der Grundlage der Mustersatzung

von BLLV­Land

wurde eine Satzung für den

Kreisverband Tirschenreuth­

Waldsassen erarbeitet und

verabschiedet. Danach ging

es noch um die 150­Jahr­Feier

des BLLV am 14. Juli 2012

in Regensburg, zu der zeitnah

nähere Informationen folgen

werden.

Abschließend wies der Vorsitzende

noch auf anstehende

Veranstaltungen des KV hin,

so auf die Luisenburgfahrt am

Dienstag, dem 3. Juli 2012

Oberpfälzer Schule 2012/3 27


Osterferien in Kuba

verbracht

Tirschenreuth. Die größte

Antilleninsel beeindruckte die

Reisegruppe erwartungsgemäß

mit kristallklarem Meer,

weißen Sandstränden und paradiesischen

Landschaften,

aber auch mit morbiden, noch

immer hübschen Kolonialstädten

und durch Kontraste,

die in einer jahrzehntelangen

Mangelverwaltung sozialistischer

Prägung entstanden

sind. So konnte man sich

durchaus in die 50er Jahre

des vergangenen Jahrhunderts

zurückversetzt vorkommen,

nicht nur wegen der vielen

Oldtimer und der teilwei­

... Tirschenreuth/ Jahreshauptversammlung:

zum Stück „Blues Brothers“.

Den Abschluss der diesjährigenJahreshauptversammlung

bildete ein Diavortrag

des Kollegen Otto Hauenschild

mit dem Titel „Bildimpressionen

aus der Natur unserer

Heimat“. Dabei untermalte

der Referent die eindrucksvollen

Bilder aus den

vier Jahreszeiten mit einfühlsamen

und treffenden Kommentaren.

–wt–

28

se bejammernswerten Bausubstanz!

Selbst die Hotellerie

vermochte nur mühsam,

frühere Versäumnisse

zu kaschieren. Trotzdem hat

sich die Gruppe in Kuba sicher

und wohl umsorgt fühlen

können. Überall traf man

auf freundliche Menschen,

die sich im milden Klima der

Karibik bei Samba, Rum und

Zigarren und nicht zuletzt

dank einer reichen Vegetation

arrangieren ihre Würde bewahren

konnten. Zum Nachtreffen

am 21. Juli 2012 wird

noch gesondert eingeladen!

Unser Bild: Die Gruppe nach

dem Besuch der Kirche San

Juan Bautista in Remidios

zwischen Trinidad und Varadero.

Klaus Wendler

Kreisverbände

Tagesausflug in das

Erzgebirge

Tirschenreuth. 1. Mai 2012

– auch in diesem Jahr nutzte

der Kreisverband den Tag

wieder für einen Tagesausflug

ins benachbarte Tschechien –

ins Erzgebirge. 44 Teilnehmer

erlebten unter der fachkundigen

Reiseleitung von Ingrid

Leser bei herrlichem Wetter

einen unvergesslichen Tag.

Über Eger und Karlsbad ging

es zunächst in das kleine

Städtchen Neudeck (Nejdek),

in dem ein liebevoll eingerichtetes

kleines Museum besichtigt

werden konnte. Imposant

zeigte sich die Barockkirche

St. Martin mit ihren

Seitenaltären und dem

wunderschönen Taufbecken.

Die Weiterfahrt auf den Keilberg,

mit 1244 m die höchste

Erhebung des Erzgebir­

Oberpfälzer Schule 2012/3 – 34. Jahrgang

ges, belohnte mit einem weiten

und eindrucksvollen Blick

auf die tschechischen Wälder

und die Wintersportanlagen

von Oberwiesenthal auf deutscher

Seite.

Nach dem Mittagessen in

Gottesgab (Bozi Dar) bestand

Gelegenheit, das Grab des berühmten

Volkssängers Anton

Günther, dessen 75. Todestag

sich erst am 25. April 2012

jährte, zu besuchen. Der Ort

selbst ist das höchstgelegene

Städtchen Mitteleuropas und

von Hochmooren umgeben.

Außerdem ist dort ein alter

Silberbergwerksstollen zu besichtigen.

Auf den Höhen ging es

über Böhmisch Wiesenthal,

Schmiedeberg und Kupferberg

nach Klösterle (Klasterec)

an der Eger, auch böhmisches

Meran genannt. Dieser

Ort wird vom Schlossgarten

und dem Schloss der Familie

von Thun geprägt, in

dem Porzellanausstellungen

zu besichtigen sind.

Den Schlusspunkt der Tagesfahrt

setzte das Städtchen

Kaaden (Kadan) mit seinem

wunderschön restaurierten

Marktplatz und dem Wahrzeichen,

dem sechseckigen Rathausturm.

Besonders beeindruckte

der Gang durch das

Henkergässchen, durch das

einst Verbrecher zur Hinrichtung

geführt wurden.

Fazit des Tagesausflugs:

Tschechien ist mehr als nur

eine Reise wert! Wilhelm Trisl

Unser Bild, unten:

Die Reisegruppe im Städtchen

Kaaden


Kreisverband

Vohenstrauß

Rückblick, Schulpolitik

und Ehrungen

Zur Jahreshauptversammlung

mit Ehrung langjähriger Mitglieder

hatte der Kreisverband

ins Hotel „Regina“ nach Pleystein

geladen. Als besonderen

Ehrengast konnte Kreisvorsitzende

Martina Maier

die Bezirksvorsitzende Ursula

Schroll begrüßen.

Die Kreisvorsitzende betonte

im Jahresbericht, wie

sehr die kurzfristige und überhastete

Einführung von Erneuerungen

sowohl Schüler

als auch Lehrer und Schulleitungen

belaste. Wenn alle

angedachten Projekte, dazu

kleinere Klassen und andere

pädagogisch wertvolle und

wünschenswerte Verbesserungen

der Unterrichtssituation

realisiert würden, seien

etwa 20.000 zusätzliche Lehrerstellen

erforderlich. Dabei

stünden 2.500 junge Lehrer

auf der Straße.

Das Jahresprogramm bot den

Mitgliedern unterschiedliche

Veranstaltungen. Betriebserkundungen,

Wanderungen,

Ausflugs­ und Konzertfahrten

sowie Vorträge und Referate

würden gut besucht.

Den umfassenden Kassenbericht

erstattete Kreiskassier

Rudolf Schopper. Die Prüfung

ergab eine einwandfreie,

saubere und gewissenhafte

Kassenführung.

Bezirksvorsitzende Ursula

Schroll ging auf den Anspruch

ein, der heutzutage an

den Lehrerberuf gestellt werde.

So stünden die Eltern oft

vor schwierigen Aufgaben

und erwarteten die therapeutische

Unterstützung durch

das Lehrpersonal. Lehrer sollten

Vater und Mutter ersetzen

und gleichzeitig Ratgeber

in Familienfragen sein. „Über

alle persönlichen Grenzen

hinweg werden diese Aufga­

ben von uns Lehrerinnen und

Lehrern engagiert wahrgenommen“,

stellte Schroll fest.

Auch habe der Kampf um

Schüler begonnen. Die dramatisch

zurückgehenden

Schülerzahlen hätten deutlich

spürbare Auswirkungen. Aus

diesem Grund änderten alle

anderen Bundesländer mit

Ausnahme von Bayern ihre

Schulsysteme.

Zu viele Schüler gingen im

selektierenden, sozial ungerechten

bayerischen Schulsystem

verloren und die Schere

zwischen Arm und Reich

werde immer größer. Die

Grundschule entwickle sich

zur Sortieranstalt und der

Übertrittsdruck schränke die

Schülerleistungen ein und behindere

sinnvolles Lernen.

„Wir mögen unsere Kinder

und lieben unseren Beruf“,

betonte Ursula Schroll. Doch

viele Lehrer fühlten sich

durch bürokratische Neuerungen

alleine gelassen. Auch

sei es eine Schande, dass Unterrichtsausfall

die Regel sei,

während arbeitslose Lehrer

auf der Straße stünden.

Ursula Schroll freute sich, gemeinsam

mit dem stellvertretenden

Vorsitzenden Manfred

Böhm eine Reihe vitaler

Jubilare ehren zu können.

Sie ging auf jeden ein und

schilderte kurz ihr Wirken.

Unser Bild: Ursula Schroll

und Martina Maier mit Schulamtsdirektor

a. D. Karl Weber

(links) und Rektor a. D. Herwig

Maier.

Kreisverbände

Die Verbandsjubilare:

Auf 20-jährige Verbandszugehörigkeit

können Doris

Bodensteiner, Evi Gleixner,

Martina Maier und Ramona

Mensch zurückblicken. Birgit

Pruy, Alfons Raab und

Kreisverband

Waldmünchen

Arthur Schriml

informierte über

Pflege

Arthur Schriml, BLLV­Sozialreferent

der Oberpfalz, informierte

die Mitglieder des

BLLV­Kreisverbandes zum

Thema „Leistungen im Pflegefall

– Alltagshilfen für Angehörige

oder Pflegefall –

was tun?“

In Deutschland gibt es derzeit,

so Schriml einleitend,

zirka 2,4 Millionen Pflegebedürftige,

von denen fast zwei

Drittel zu Hause versorgt

werden. Für viele seien die

gesetzlichen Pflegeleistungen

wie auch ihre Beantragung

bei den zuständigen Stellen

ein undurchsichtiges Dickicht

an Vorgaben und Vorschriften.

Als Referent und zugleich

privat Betroffener konnte

Schriml zu dieser überaus

vielfältigen und vielschichtigen

Thematik neben den gesetzlichen

Grundlagen auch

zahlreiche praktische Empfehlungen

und Tipps geben.

Nach der Darstellung der

Leistungen des Staates im

Richard Troglauer gehören

dem Verband seit 25 Jahren

an. Dorit Schmid erhielt die

Urkunde für 30 Jahre Mitgliedschaft.

35 Jahre gehören

Johann Ebnet und 40 Jahre

Bernd Wildenauer zum

Verband. Die Ehrenurkunde

für 45 Jahre Mitgliedschaft

erhielten Heribert Kett und

Karl Senft. Rektor a. D. Herwig

Maier wurde der Ehrenbrief

des BLLV für 55 Jahre

Zugehörigkeit zum Verband

überreicht. Bereits seit 65

Jahren ist Schulamtsdirektor

i. R. Karl Weber Mitglied

im BLLV und wurde aus diesem

Grund ebenfalls mit dem

Ehrenbrief des BLLV ausgezeichnet.

Martina Maier

Pflegefall, ging er ausführlich

auf die Modalitäten bei

der Leistungsbeantragung ein.

Das Führen eines Pflegetagebuches,

unterlegt mit fachärztlichen

Attesten, sei dabei

unumgänglich.

Mittels einer Literaturliste zur

Pflege sowie kommentierten

Internetadressen zum Thema

Pflege waren Pflegeberatung,

zusätzliche Betreuungsleistungen,Verhinderungspflege,

Kurzzeitpflege, Wohnungsumbau,

Pflegekurse nur

einige von vielen Aspekten,

die der Referent anriss und inhaltlich

sehr informativ füllte.

Kreisverbandsvorsitzende Bianca

Ederer bedankte sich

bei Arthur Schriml für dessen

fundierte Ausführungen zum

Thema „Pflegefall“ (im Bild).

Julia Gruber-Platzer

Oberpfälzer Schule 2012/3 29


30

Kreisverband

Weiden

Von Leipzig und

Buchmesse

angelockt

Wer die Wahl hat – hat die

Qual! Manch einer konnte

sich erst beim Aussteigen

entscheiden, ob er auf die

Buchmesse gehen oder bei

strahlendem Sonnenschein

der Stadt und dem Zoo einen

Besuch abstatten sollte.

Aber keiner hat seine

Entscheidung bereut!

Die 90­minütige Altstadtführung

war gewürzt mit

köstlichen Anekdoten, auch

von unserem Max­Reger aus

Weiden: Als sein Konzert

von einem Leipziger Kritiker

zerrissen wurde, soll er ihm

Folgendes geschrieben haben:

„Ich sitze hier im kleinsten

Raum meines Hauses und

habe Ihre Kritik noch vor mir,

bald aber hinter mir“.

Rund 850 Tierarten in sechs

aufregenden Themenwelten

ließen sich im Zoo entdecken.

Jeder war begeistert vom neu

eröffneten „Gondwanaland`.

Hier findet man drei Kontinente

vereint unter einem

Dach – den tropischen Regenwald

Afrikas, Asiens

und Südamerikas. Mit dem

Boot auf dem Urwaldfluss

oder auf Dschungelpfaden

über Hängebrücken konnte

]

man die exotische Tier­und

Pflanzenwelt erkunden.

Auf der Buchmesse lautete

das Motto: eintauchen in

die faszinierende Welt der

Literatur und spannende

Neuerscheinungen, Autoren,

Programme und Verlage

entdecken. 2150 Aussteller

aus 36 Ländern hatten 28

702 m 2 genutzt rund 163 000

Bücher vorzustellen. Wann

sonst hat man die Chance,

ein Autogramm von einem

Kreisverband im

Druckzentrum

Weiden. Überraschend ruhig

war es in den Hallen im

neuen Druckzentrum des

Medienhauses „Der neue

Tag“, als wir um 19.30 zur

Besichtigung eintrafen. Um

dennoch einen Eindruck

vom „laufendem Betrieb“ zu

haben, sahen wir vor der eigentlichen

Besichtigung einen

entsprechenden Film.

Die Tageszeitung „Der neue

Tag“ in Weiden in der Oberpfalz

existiert bereits seit

dem Jahre 1946. Gegründet

wurde sie von Victor von

Gostomski und Anton Döhler.

Sie wird mit insgesamt acht

Ausgaben veröffentlicht. Das

Erscheinungsgebiet umfasst

die Stadt­ und Landkreise

Amberg, Amberg­Sulzbach,

Neustadt an der Waldnaab,

Schwandorf und Tirschen­

Kreisverbände

der Tatort­Kommissare

Miro Nemec, Axel Prahl

oder Peter Sodann zu ergattern?

Den Paradiesvogel

Harald Glööckler sowie den

Schauspieler Christian Berkel

konnte man ebenso wie viele

andere Stars live erleben. Ein

Augenschmaus waren, wie

jedes Jahr, die Cosplayers,

kostümierte Manga Fans, die

sich zum Cosplay Gathering

trafen. Christiana Köhler

reuth. Die verkaufte Auflage

liegt bei etwa 80.000 Exemplaren.

Um den Anforderungen

der Zeit weiterhin gerecht

werden zu können, war ein

neues Druckzentrum nötig,

die Redaktionen bleiben am

bisherigen Standort. 25 Millionen

Euro wurden in diesen

Neubau investiert. Das war

die einzige Information zu

den angefallenen Kosten, die

wir erhielten. Was z. B. der

neue Falzapparat kostet, der

pro Stunde 45 000 Exemplare

der Zeitung schneiden und

falzen kann, ist Betriebsgeheimnis.

Zum Schluss wurde es dann

doch etwas lebendiger, als wir

in die Verladehalle kamen.

Die Donnerstag­Ausgabe eines

Weidener Wochenblattes

wurde gerade in viele Kleintransporter

einsortiert.

Christiana Köhler

Oberpfälzer Schule 2012/3 – 34. Jahrgang

Oberpfälzer

Schule

Zeitschrift des

BLLV-Bezirksverbandes

Oberpfalz

Impressum:

Inhaber und Verleger:

Bezirksverband Oberpfalz

im Bayerischen Lehrer- und

Lehrerinnenverband e. V.

(BLLV)

Schriftleitung

und Gestaltung:

Anton Schlicksbier

Am Südhang 3

93093 Donaustauf

Tel.: 09403/ 961 360

Fax: 09403/ 961 361

E-Mail:

oberpfaelzer-schule@oberpfalz.bllv.de

und:

anton.schlicksbier

@t-online.de

Titelbild: Anton Schlicksbier

Bezug: Die Oberpfälzer

Schule erscheint sechsmal im

Jahr; sie wird allen BLLV-Mitgliedern

Oberpfälzer Kreisverbände

kostenlos geliefert.

Bezugspreis ohne Mitgliedschaft,

jährlich: 10,- Euro;

Bestellungen bei der Schriftleitung.

Druck: Wittmann-Druck,

Regensburger Str. 13

und 15, 93426 Roding,

Tel.: 09461/ 2693

Fax: 09461/ 7475

Namentlich gekennzeichnete

Beiträge stellen die Meinung

der Verfasser, nicht die Stellungnahme

der Schriftleitung

dar.

Es gilt die Anzeigenpreisliste

2012. Kleinanzeigen von

Mitgliedern werden kostenlos

abgedruckt.

Die Zusendung der

BLLV-Zeitschriften

an die Mitglieder

ist nur gesichert,

wenn dem BLLV jede

Adressänderung

mitgeteilt wird.

Nachsendeanträge bei

der Post erledigen das

nicht.


Wie man mit behinderten Kindern umgehen soll, ist nicht

nur eine persönliche, sondern vor allem auch eine politische

Frage: Sollen alle Kinder gemeinsam lernen, egal, ob eines im

Rollstuhl sitzt, das nächste nur Russisch spricht und ein drittes

aus einer deutschen Mittelstandsfamilie stammt? Selbst ernannte

Experten für diese Fragen gibt es zuhauf, gut ausgebildete

hingegen kaum. (Fundstelle: DIE ZEIT, 10.5.2012)

Tatsächlich gab es selten für Abiturienten einen günstigeren

Zeitpunkt, „auf Lehramt“ zu studieren, als heute: Pädagogen

werden in vielen Fächern gebraucht, bis zu 250.000 Stellen,

schätzen Experten, werden bis 2020 frei. Gleichzeitig buhlen

die Hochschulen um die klügsten Köpfe. Davon profitieren

zunächst die Studenten, in ein paar Jahren dann aber vor

allem die Schüler. Bundesbildungsministerin Annette Schavan

(CDU) hat kürzlich sogar eine „Exzellenzinitiative“ für die

Ausbildung von Lehrern vorgeschlagen. Inzwischen spricht sie

etwas weniger zugespitzt von einen „Qualitätsoffensive“. Die

aber soll sich gewaschen haben: 500 Millionen Euro will Schavan

in den nächsten zehn Jahren ausgeben, damit – wie sie sagt

– das Lehramtsstudium nicht länger das „fünfte Rad am Wagen“

sei. (Fundstelle: DIE ZEIT, 10.5.2012)

Trotz Unterrichtsausfällen und überfüllter Klassen sind in

Bayern knapp 4000 Lehrer ohne Anstellung. „Wir könnten den

Bedarf der Schulen ohne Weiteres mit den Bewerbern auf den

Wartelisten abdecken, aber sie werden nicht eingestellt“, beklagte

der bayerische SPD­Landtagsabgeordnete Christoph Rabenstein.

Eine Anfrage an die Staatsregierung habe ergeben,

dass zu Beginn dieses Schuljahres 1854 Grundschul­, 1176

Gymnasial­, 152 Hauptschul­ und 804 Realschullehrer auf der

Warteliste gestanden hatten. Vor allem bei den Fächern Deutsch,

Englisch und Geschichte gebe es überproportional hohe Wartezeiten.

(Fundstelle: Die Welt kompakt, 30.4.2012)

Die Kinder von armen Eltern sind dem Staat weniger wert

als die Kinder der anderen. Das ist die grundfalsche und bittere

Konsequenz der jüngsten Pläne für das Betreuungsgeld.

Hartz­IV­Empfänger, die ihre kleinen Kinder zu Hause erziehen,

müssen sich den Zuschuss auf die Sozialleistung anrechnen

lassen. Es ist nicht das erste Mal, dass der Staat Milliarden

für Familien ausgibt und die Bedürftigsten von der Leistung

ausschließt. Auch bei Kindergeld und Elterngeld profitieren die

Armen nicht, auch dort erhalten Besserverdienende unter dem

Strich höhere Zuschüsse als die Normalverdiener. (Fundstelle:

Süddeutsche Zeitung, 26.4.2012)

Für Ex­Bundespräsident Roman Herzog sind die Bildungsreformen,

die seit dem Pisa­Schock umgesetzt wurden, reine

Spielereien im Interesse der Lehrer. Er hält nichts von Gemeinschaftsschulen

und mahnt im FOCUS­Interview eine echte Bildungsrevolution

an. (Fundstelle: Focus­Interview, 13.5.2012)

Schule in der Zeitung

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Eine dringende Bitte an die Leser:

Immer wieder erhält die Schriftleitung die

Mitteilung, dass die Oberpfälzer Schule

(und damit auch die Bayerische Schule

sowie Der Junglehrer) nicht zugestellt

werden konnten, weil die Anschrift nicht

mehr aktuell ist. Die Leser verlassen sich

häufig auf einen Nachsendeantrag, den

sie beim Umzug bei der Post gestellt

haben. Dieser Antrag gilt nur für Briefe,

nicht für Zeitungen. Wir bitten deshalb,

nach einem Umzug eine Adressänderung

dem Kreisverband oder der Schriftleitung

mitzuteilen. Diese informieren alle BLLV-

Untergliederungen.

Oberpfälzer Schule 2012/3 31


BLLV Oberpfalz - Am Südhang 3 - 93093 Donaustauf

ZKZ 03646 – Entgelt bezahlt, Deutsche Post AG

32

Oberpfälzer Schule 2012/3 – 34. Jahrgang

1 5 0 J a h r e

BLLV: gegründet am 27. Dezember 1861 in Regensburg

Feier des 150. Geburtstages am 14. Juli 2012 in Regensburg

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