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B-Probleme: Pleuraerguss und Pleurapunktion

Zentrales Thema in Akut- und Intensivmedizin, gehört zum Basiswissen. Um einen Eindruck zu bekommen, "wie man das machen könnte...." mit Tipps und Tricks. UND Sie können am PC/Mac alle Filme herunterladen und nutzen und verbreiten - Bedienen Sie sich :-))

oder diagnostiziert.

oder diagnostiziert. Abhängig vom klinischen Kontext ergibt sich die Indikation zur Pleurapunktion und ggf. auch zur Anlage einer Drainage (Pleuracath, Thoraxdrainage). Das Ziel dieser Publikation ist Tipps und Tricks im Thema Pleurapunktion zu erklären und einen visuellen Eindruck der Prozedur per Video darzustellen. Die Ergusspunktion innerhalb von Akutsituationen oder bei schlechter lagerbaren, beatmeten Intensivpatienten unterscheidet sich markant vom Vorgehen in der klinischen Routine ohne Zeitdruck (z.B. im Ultraschalllabor). Daher soll die Methode aus Sicht des Akut- und Intensivmediziners betrachtet werden. Klinischer Fall Eine 67-jährige Frau wird aus einem anderen Krankenhaus zur Weiterbehandlung bei prolongiertem Weaning übernommen. Aufgrund einer schweren Pankreatitis mit operativer Therapie wurde sie über 4 Zeit Massnahme Dauer (min) 23:15 Meldung (schwere) „Luftnot“ 0,5 23:16 PoCUS: Gerät zu Patienten, Standby —> on 1,5 23:17 Voruntersuchung, Lungensono (inkl. B-Linien, Pl-E, Ausschluss Pneu) 2 23:20 Aufklärung („Notfall“) 2 23:23 Überprüfung Gerinnung usw. 2 23:25 Material zusammenstellen 5 23:30 Vorbereiten Px am Patientenbett, Lagerung Patient 5 23:35 Punktion, Ablassen des Ergusses 13 23:48 Nachuntersuchung, Resterguss, Ausschluss Pneu, klinisches Befinden 23:50 Aufräumen des Arbeitsplatz, Sicherheit & Hygiene 2 23:52 Doku (Kurve, KIS, Kodierung) und Diagnostik für Labor 4 2 Tabelle 1: Zeitlicher Ablauf des Falls von Symptom bis zur Dokumentation Breitkreutz R (2018) SonoABCD Online Supplement zu E-FAST / FEEL Seite 4

Monate stationär und durchgehend intensivmedizinisch behandelt. Sie hatte rezidivierende Pleuraergüsse, die meist mit länger liegenden Drainagen behandelt wurden. Insgesamt waren es 4 Drainagen innerhalb von 16 Wochen auf beiden Seiten. Zuletzt war sie in der Woche vor Verlegung in diesem Zusammenhang lt. Verlegungsbrief unauffällig, lediglich geringe Restergüsse wurden vor Verlegung beobachtet. Die Pankreatitis war ausgeheilt. Die Patientin war im ASB-Modus bei einem FiO2 von 0,25 über eine Trachealkanüle assistiert beatmet. Am 3. Tag nach Übernahme auf die neue Station, wo zunächst „homing“ angesagt war, also keine gravierenden Veränderungen der Therapie, gab sie beim Dienstarzt während der nächtlichen Visite an, dass sie (leichte) Luftnot hat. Es würde zwar gehen, aber es sei schwerer als am nachmittag. Daraufhin wurde mittels „LUS akut“ festgestellt, dass beidseitige, massive Pleuraergüsse mit einem geschätzten Volumen von mehr als 1L vorliegen. Da die Pleurapunktion eine häufige Konsequenz nach Erhebung des sonographischen Befundes von Pleuraergüssen ist, weil sie klinisch wirksam, d.h. symptomatisch sind, sollten vor Punktion folgende Fragen und Voraussetzungen erörtert werden: Fragen 1) Liegt ein Pleuraerguss vor? 2) Liegt der klinische Kontext für die Indikation der Nadelpunktion vor? 3) Sind weitere Bildgebung (Rö/Th oder CT) vor Px oder im Verlauf erforderlich? 4) Wird die Blutgerinnung medikamentös beeinflusst, d.h. sind Maßnahmen /Veränderungen der Therapie vor Px zu treffen? 5) Kann der Patient noch aufgeklärt / informiert werden? 6) Wer punktiert? 7) Wann soll punktiert werden? 8) Wer hilft mit (technische Vorbereitung, Assistenz, Lagerung)? 9) Ist Sedation erforderlich? 10) Wie soll gelagert werden? Aufgrund des klinischen Kontexts und der bevorstehenden Nacht, wurde der Heparinperfusor ausgestellt und die Patientin gefragt, ob man heute eine Seite punktieren solle. Dies wurde von ihr bejaht und Breitkreutz R (2018) SonoABCD Online Supplement zu E-FAST / FEEL Seite 5

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