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AUS DEN GESELLSCHAFTEN / ANKÜNDIGUNGEN

DR. INGRID WAGNER 70 JAHRE

Frau Doktor Ingrid Wagner ist 70 geworden, am 6. Juni 2006. Wenn

man sie sieht, hält man dies kaum für möglich: jung geblieben, flexibel

und mobil (seit Jahren sogar solarmobil), engagiert und interessiert, so

kennt man sie, so war sie immer. In einem Alter, in dem andere sich

zurückziehen, geht sie hinaus in die Welt der Technologiepolitik und

kämpft konsequent für den Einsatz erneuerbarer Energieformen, vor allen

Dingen für den Einsatz der Sonnenergie und für eine nachhaltige

Entwicklung

Ingrid Wagner kam in Wien zur Welt, verbrachte dann einige

Jugendjahre in Linz und studierte, nach Wien zurückgekehrt – vielleicht

ihrer Tante, einer Physikerin nacheifernd – Chemie, während ihr Bruder

sich geisteswissenschaftlichen Studien widmete. Das zeigt, sie folgte

schon in ihrer Jugend nicht den üblichen Klischees und Rollenbildern.

Anschließend trat sie unter dem damaligen Institutsvorstand

Universitätsprofessor Dr. Grünsteidl. eine Assistentinnenstelle am Institut für Technologie und

Warenwirtschaftslehre der Wirtschaftsuniversität Wien an. Unter der Institutsleitung von

Universitätsprofessor Dr. Hölzl und später von Universitätsprofessor Dr. Vogel war sie hier Oberassistenin,

Institutsvorstandsstellvertreterin und Leiterin des Technologischen Laboratoriums.

Ihre Arbeitsschwerpunkte, zu denen zahlreiche Publikationen erschienen, waren: Chemische Industrie,

Kunststoffe, Umweltschutz (Wasser- und Luftverschmutzung, Schwermetalle, Sonderabfälle, Recycling)

Energieintensive Industrien, Erneuerbare Energien, Biologisches Bauen.

Weiters arbeitete sie an verschiedenen Forschungsprojekten wie

• einem wissenschaftlichen Filmprojekt: zum Nachweis von Schwermetallspuren in Pilzen

• Energieanalysen diverser Produkte und Produktionsverfahren

• Reduktion von CO2-Emissionen bei energieintensiven Industrien in Österreich

• Wege und Verbleib von toxischen Schwermetallen

• Strategien zur Förderung von Umwelttechnologien und deren Export

• Entwicklung von umweltverträglichen Infrastrukturen im Transport

Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit und der Studentenbetreuung widmete sie sich der Arbeit in

mehreren Gremien und Vereinen. Wir alle kennen sie von ihrer Jahrzehnte langen Tätigkeit in der ÖGWT

und der IGWT, wo sie als Vorstandsmitglied, selbst nach ihrer Pensionierung im Jahr 2000, immer an

vorderster Front stand. Sie war auch federführend an der Herausgabe von Forum Ware beteiligt. Für dieses

Engagement in den Angelegenheiten der Technologie und Warenwissenschaften gebührt ihr unser ganz

besonderer Dank.

Energie war immer schon ihr Lieblingsthema: so war sie während ihrer Berufstätigkeit u.a. Mitglied der

CO2- Kommission, gegen Ende ihrer Berufslaufbahn begann sie bei Eurosolar Austria mitzuarbeiten, wo

sie seit 2003 stv. Vorsitzende ist und die Redaktion des Mitteilungsblattes für EUROSOLAR Austria,

SOLAR-Infos und Kommentare leitet, sowie an der Durchführung von wissenschaftlichen Veranstaltungen

und allgemeiner Aufklärungsarbeit maßgebend und unermüdlich mitwirkt.

Ingrid Wagner hat durch ihren unermüdlichen Einsatz nicht nur unter ihren ehemaligen Kollegenkreisen

und Studenten, sowie in der großen Gemeinschaft der IGWT viele Freunde gefunden, sondern auch in den

letzten Jahren unter den Verfechtern einer nachhaltigen Entwicklung.

Abschließend ein paar ganz persönliche Worte: mich selbst hat Ingrid Wagner in den drei Jahrzehnten, die

ich sie kenne, immer begleitet; zuerst als kompetente Lehrerin an der Universität, dann als liebe Kollegin

und bald auch als persönliche und treue Freundin. Ich verdanke ihr viel: durch sie habe ich meinen Mann

kennen gelernt, weil sie mich als Studentin dazu „gezwungen“ hat, an einer Exkursion teilzunehmen, und

sie hat meine Vorliebe für unser Fachgebiet geweckt.

Anlässlich des beginnenden neuen Lebensjahrzehntes wünschen wir Ingrid Wagner noch viel

Schaffenskraft und dass sie recht bald die Wende hin zu umweltverträglichen Energieformen erleben möge.

Eva Waginger im Namen der Kollegen und Kolleginnen des Instituts für Technologie und nachhaltiges

Produktmanagement, Wirtschaftsuniversität Wien

FORUM WARE 34 (2006) NR. 1 - 4

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