Rund um die Hörspieltage [pdf] Mehr zum Festival - ARD

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Rund um die Hörspieltage [pdf] Mehr zum Festival - ARD

ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG DER BADISCHEN NEUESTEN NACHRICHTEN VOM 30. OKTOBER 2008


2 ARD Hörspieltage 2008

Ein Fest für die Ohren

Wir wollen Sie verführen –

zum Hören! Und feiern

mit Ihnen ein kleines Jubiläum:

Die fünften ARD Hörspieltage.

Sie finden in diesem Jahr

zum dritten Mal im ZKM |

Zentrum für Kunst und Medientechnologie

Karlsruhe und

in der HfG (Hochschule für

Gestaltung), statt. Dazu lade

ich Sie herzlich ein.

Auf dem Programm stehen Hörevents,

Diskussionen, Workshops,

Konzerte und Partys.

Und vor allem gibt es Zeit und

Raum für Gespräche mit den

Hörspiel-Machern.

Besondere Highlights in diesem

Jahr: Die szenische Lesung

„Rotkäppchen und der Wolf“

von und mit Martin Mosebach,

Hans Hollmann und Andrea

Reuter, der Bucovina Club mit

Shantel und die Live-Radioshow

„Das Magische Auge“

u. a. mit Jochen Busse und Robert

Kreis. Der 9. November ist

der Tag für die kleinen Hörspielfans:

Der ARD Kinderhörspieltag.

Besonders empfehlen

möchte ich das Hörspiel mit

Musik: „Schon schön oder Die

ungewöhnliche Geschichte vom

Ö“ mit der hr-Bigband und dem

Kinderchor Frankfurt – live vor

Ort und im Radio. Viel zum

Hören und Mitmachen gibt es

für die Kleinen u. a. bei der

hr2-Domino-Spielbox-Show,

der SWR2-Spielraum-Tour, der

Willkommen im Reich der Schallwellen

In Karlsruhe, wo Heinrich

Hertz die Existenz elektromagnetischer

Wellen 1886

nachgewiesen hat, darf darauf

hingewiesen werden, dass

Hörspiele physikalisch gesprochen

Signalereignisse im

Schallwellenbereich zwischen

16Hz und 20KHz sind. Damit

wir wissen, wovon wir reden:

Dieser Schallwellenbereich

hat seine Hz-Grenzen durch

die Kanalkapazität des

menschlichen Ohrs. Wir sehen,

das Hörspiel ist ein Ereignis

im Grenzbereich. Es macht

uns, aufgewachsen mit Soundkarten,

die unsere Ohren seit

unserer Geburt durch natürliche

und künstliche Quellen

füttern, zu Audioslaves. Audio

heißt „ich höre“. Wir Menschen

sind also Sklaven der

Tontechnik der Natur und

haben eine künstliche Tontechnik,

das Radio, erfunden,

um uns als Audiosklave zu

emanzipieren und die Grenzen

Foto: ZKM/ONUK

Peter Weibel

der Hörereignisse, wenn schon

nicht physisch, dann zumindest

psychisch, zu erweitern.

Wenn wir ein Radioprogramm

anhören (audire), wird uns

gewissermaßen eine Audienz

(Anhörung) gewährt. Als

emanzipierte Audiosklaven

möchten wir allerdings nicht

nur anhören und zuhören, sondern

auch selbst vorsprechen

und vorsingen. Wir wollen eine

Audition. Das Radio wird also

zu einer Art Bühne für eine

Hör- und Sprechprobe, es wird

ein Probespiel. Das Radiospiel

ist das beste Probespiel des

Radios. Daher hat es seinen

Namen. Willkommen im Reich

des entgrenzten Schallwellenbereichs,

im ZKM in Karlsruhe

während der ARD Hörspieltage.

Sie werden einen

Blick in die Zukunft des Ohrs

werfen: The Ear in the Digital

Era.

Professor Peter Weibel

Vorstand des ZKM | Zentrum

für Kunst und Medientechnologie

Karlsruhe

Hörspielkunst ausloten und entwickeln

Hörspiele, einschließlich

der eigenen Produktion

und der wissenschaftlichen

Beschäftigung mit ihnen, haben

seit Jahren einen festen

Platz an der Staatlichen Hochschule

für Gestaltung Karlsruhe

(HfG) und am ZKM |

Zentrum für Kunst und Medientechnologie

Karlsruhe. In

dem Feld zwischen fortdauernder

Produktion dessen, was

das Publikum erwartet, und

der Erschließung neuer Formen

und Inhalte, liegt das

Interesse der beiden Institutionen

sicherlich näher an den

Herausforderungen der Fortentwicklung

dieser Kunstform.

Insbesondere die Verbindung

mit neuen technischen Möglichkeiten

zur Intensivierung

der Interaktivität, die In-

Heinz Sommer

Foto: HR/Rheker

tegration anderer Formen

künstlerischer Tätigkeit und

die Öffnung für komplexe

Inhalte sind die aktuellen The-

Uwe Hochmuth

Foto: HfG

WDR-Bärenbude, dem Ohrenbär

vom rbb. Eine Kinderjury

entscheidet übrigens über den

„Kinderhörspielpreis der Stadt

Karlsruhe“.

Außerdem vergeben wir den

ARD Online Award“. Im Netz

können Sie Ihre Stimme abgeben

unter www.radio.ARD.de

oder persönlich während der

ARD Hörspieltage. Verliehen

werden auch der begehrte

„Deutsche Hörspielpreis der

ARD“, der Newcomer-Award

„Premiere im Netz“ und der

„Deutsche Kinderhörspielpreis“.

Ich wünsche Ihnen in Karlsruhe

oder beim Zuhörern am Radio

viel Spaß und spannende

Unterhaltung!

Dr. Heinz Sommer

Hörfunkdirektor und stellvertretender

Intendant des

Hessischen Rundfunks (hr)

menfelder. Wie in den vergangenen

Jahren sind wir deshalb

nicht nur dieumlichen Gastgeber

für die ARD Hörspieltage

2008 und für die Mitwirkenden,

sondern stellen

auch aktive Teilnehmer, die

aus der Beteiligung vor und

bei der Veranstaltung wichtige

Impulse für ihre inhaltliche

Arbeit beziehen. Wir freuen

uns auf das gemeinsame „Hörspielen“

und den anregenden

Austausch.

Uwe Hochmuth

Prorektor der Staatlichen

Hochschule für Gestaltung

Karlsruhe (HfG)

Hörspiel auf Erfolgskurs

Längst ist das Hörspiel keine

Nischenkunst mehr:

Das zeigt die Resonanz der

Hörerinnen und Hörer und das

freut uns – die ARD und das

Deutschlandradio, Ausrichter

der Hörspieltage – natürlich

sehr. Die Breitenwirkung, die

eine Reihe wie der populäre

ARD Radio Tatort“ erzielt,

der Platz, den Hörspiele auf

der Beliebtheitsskala unserer

Hörer erreichen, oder Erfolge

auf dem Hörbuchmarkt unterstreichen

die Bedeutung des

Genres. Eindrucksvoll zeigen

auch die ARD Hörspieltage

selbst, dass sich immer mehr

Menschen mit Vergnügen auf

die aktuelle Radiokunst einlassen:

8 000 Besucher kamen

im letzten Jahr zumFestival

für das Hörspiel“, um sich mit

den hervorragenden Beispielen

eines Hörspieljahrgangs

auseinanderzusetzen, das Rahmenprogramm

zu genießen,

sich inspirieren und klug

unterhalten zu lassen. Eine

seiner Kernaufgaben hat der

öffentlich-rechtliche Rundfunk

darin, die Vielfalt von

Kulturleistungen zu spiegeln

und eigene Qualitätsprogramme

anzubieten. Das Hörspiel

ist dazu bestens geeignet, denn

es ist ein außerordentlich produktives

künstlerisches Genre,

das nicht nur äußerst entwicklungsfähig

und innovativ ist,

sondern auch zeitgeistunabhängig

und robust. Nach dem

Westdeutschen Rundfunk und

dem Südwestrundfunk hat

nun der Hessische Rundfunk

Kraftvoll, schrill und schön

– so wollen die ARD Hörspieltage

gleich von Anfang an

zum Hören verführen. Denn

zur Eröffnung des großen Hörspiel-Festivals

zieht Hilde

Kappes alle Register: Sie singt,

sie schreit, sie flüstert und verführt.

Ihre Stimme scheint über

mehr Stimmbänder zu verfügen

als die Natur es vorsieht,

und sie hat sich für diese Stimme

eine eigene Sprache geschaffen,

die sie bei jedem

Auftritt neu kreiert. Ihr „Schortuanisch“

klingt wie Russisch

und dann eben doch nicht, es

klingt wie Französisch und

dann auch wieder nicht. Man

meint die Sprache verstehen zu

können, aber der Charme liegt

gerade darin, dass der Sinn der

Wörter immer wieder im Sound

der Stimme davon treibt. Hilde

Kappes begleitet sich selbst

auf dem Klavier, aber sie spielt

auch auf einem Abflussrohr,

pfeift auf Wasserflaschen oder

schlägt die Trommeln. Die

Künstlerin hält sich weder

stimmlich noch instrumental

an überlieferte Techniken, sondern

ist auf der Suche nach einer

neuen Unterhaltung quer

durch alle Sparten und über

alle Grenzen hinweg. Der Auftritt

der Stimmakrobatin

verspricht einen rauschenden

Foto: SWR

Bernhard Hermann

die Federführung in der Organisation

der ARD Hörspieltage

übernommen. Was uns

besonders freut: Ort und Partner

bleiben! In diesem und

auch im nächsten Jahr werden

wir gemeinsam mit dem ZKM|

Zentrum für Kunst und

Medientechnologie Karlsruhe

und der Hochschule für Gestaltung

(HfG) die Hörspieltage

in Karlsruhe anbieten. Unser

herzlicher Dank gilt allen,

die uns unterstützen. Den Besuchern

des Festivals wünsche

ich spannende, abwechslungsreiche

Tage.

Bernhard Hermann

Hörfunkdirektor des

Südwestrundfunks (SWR)

Konzert

Schön Schrill

Auftakt mit Stimmakrobatin Hilde Kappes

Auftakt für die ARD Hörspieltage,

zu denen SWR2-Moderatorin

Evi Seibert das Publikum

begrüßen wird. Der hr-Hörfunkdirektor

Dr. Heinz Sommer

wird in das Programm der

ARD Hörspieltage einführen

und Professor Peter Weibel

(Vorstand des ZKM) und Uwe

Hochmuth (Prorektor der HfG)

begrüßen alle Hörspielfreunde

im Namen der gastgebenden

Häuser.

� Mittwoch,

5. November,

19 Uhr: Eröffnung

ZKM_Foyer

Die Stimmakrobatin Hilde

Kappes. Foto: Simin Bazargani


Hör mal! – Hier gibt’s was auf die Ohren ...

Die ARD Hörspieltage vom 5. bis 9. November 2008 im ZKM | Karlsruhe

Hörspielfans aufgepasst:

Zum fünften Mal wird dem

Hörspiel der rote Teppich ausgerollt

– ob bei öffentlichen

Hör events, Diskussionen, Workshops

oder bei Gesprächen zwischen

Publikum und Hörspielmachern

über die Vielfalt dieses

faszinierenden Radiogenres,

über Zukunft und Entwicklungsmöglichkeiten

und über

die aktuelle Hörspielszene.

Spannend wird es für alle natürlich

auch bei den öffentlichen

Diskussionen der Fachjury um

Hortensia Völckers, Vorstand

und künstlerische Direktorin

der Kulturstiftung des Bundes.

Denn am Ende dieses Hörspiel-

Festivals kann es nur einen Gewinner

geben, der den begehrten

Deutschen Hörspielpreis der

ARD nach Hause trägt. Die

Hörspiele im Wettbewerb bilden

die große Bandbreite der aktuellen

Produktionen ab. Mit

Herr Sarkowicz, Sie sind nicht

nur Leiter des Wellenteams

Künstlerisches Wort bei hr2kultur,

sondern auch von Haus

aus Historiker. Wenn Sie einmal

zurückschauen – wie hat sich

der Stellenwert des Hörspiels

im Lauf der Zeit gewandelt?

Das Hörspiel spielte in der

Frühphase der Bundesrepublik

eine Rolle, die man sich heute

gar nicht mehr vorstellen kann.

Es gab kein Fernsehen, es gab

damit auch kein Fernsehspiel,

keinen Fernsehkrimi, keinen

„Tatort“ - das Hörspiel war ein

Familienerlebnis. Die Familien

haben tatsächlich abends vorm

Radio gesessen und ein Hörspiel

gehört, heute unvorstellbar. Und

entsprechend wurde auch über

Hörspiele diskutiert. Günther

Eichs „Träume“ zum Beispiel

hat ganz energische Ablehnungsreaktionen

hervorgerufen,

und wir wissen, dass Millionen

von Menschen dieses Hörspiel

gehört haben – und das in den

fünfziger Jahren! Damit können

wir heute nicht mehr rechnen.

Das Hörspiel heute wendet sich

an einen wieder wachsenden

Kreis, der sich speziell für das

Hörspiel interessiert. Das Fern-

unterschiedlichsten akus tischen

Mitteln werden Geschichten

erzählt und aktuelle, gesellschaftspolitische

Themen

dargestellt. Weitere Preise, die

während des Festivals in Karlsruhe

vergeben werden, sind der

Deutsche Kinderhörspielpreis

und der Kinderhörspielpreis der

Stadt Karlsruhe – über letzteren

stimmen die kleinen Hörer ab.

Mit dem ARD Online Award

wählt das Publikum seinen

Hörspiel-Favoriten und die Premiere

im Netz zeichnet das beste

Newcomerstück aus. Gehört

und bewertet werden diese beiden

Preise im Internet unter

www.radio.ARD.de.

Zusätzlich zu den täglichen

Hörspielvorführungen gibt es

ein vielfältiges Rahmenprogramm:

Kraftvoll, schrill und

schön wird es gleich zu Anfang:

Da eröffnet die stimmgewaltige

Hilde Kappes das Festival und

Wachsende Begeisterung

fürs Hörspiel

Interview mit Hans Sarkowicz

Hans Sarkowicz Foto: privat

sehpublikum ist dafür schwer

zu gewinnen – aber auch da gibt

es Hoffnung.

Inwieweit haben sich heute auch

die Hörgewohnheiten durch

Podcast und den gewachsenen

Hörbuchmarkt geändert?

Das Hörspiel hat es im Programm

nicht ganz einfach, weil

es an Sendezeiten gebunden ist:

Zu einer bestimmten Uhrzeit

kommt ein bestimmtes Hörspiel.

Das hat über viele Jahre gut

funktioniert, aber heute sind

wir es gewohnt, wie es so schön

heisst, „zeitsouverän“ auch mit

Radioangeboten umzugehen.

Das heisst, man möchte ein Hörspiel

dann hören können, wenn

man dazu Lust hat, und nicht

dann, wenn es im Programm

angeboten wird. Und deshalb

agieren wir auf zwei Ebenen:

zum einen auf der Ebene unseres

Programms und zum anderen

auf dem Hörbuchmarkt.

Beides schließt sich nicht aus, es

ist auch nicht konkurrent zueinander,

sondern ergänzt sich

hervorragend.

Oft wird ja auch die Ausdauer

für ein bestimmtes Stück bezweifelt.

Es heißt, die Leute

könnten heute nur noch drei,

fünf oder zehn Minuten etwas

anhören, und dann müssten sie

erst mal wieder etwas anderes

machen. Unsere Erfahrung ist

eine andere. Wir haben Hörspiele

produziert, die 24 Stunden

lang sind, und wir haben auch

16 Stunden am Stück Hörspiele

gesendet, und es gab ganz viele

Hörer, die 16 Stunden dabei geblieben

sind.

Hat der Boom des Hörbuchmarktes

dem Hörspiel neue Impulse

gegeben?

Wir wissen, dass die Hörbuchkäufer

zehn, fünfzehn, vielleicht

sogar zwanzig Jahre jünger sind

als die durchschnittlichen Hörer

eines Radiokulturprogramms.

Das heisst, wir erreichen über

Ein Festival für das Hörspiel

wird dabei u. a. auch ihr tönendes

Abfl ussrohr bespielen. Neugierige

und Experimenten gegenüber

aufgeschlossene Ohren

fi nden besondere Hörerlebnisse

in der Hörspielbahn, im Klang-

Labyrinth, im ZKM_Kubus, bei

den Klangplastiken und vor allem

im Klangdom. Die Wortoper

„Rotkäppchen und der

Wolf“ von und mit Martin Mosebach

bringt dann Bekanntes

in neuem Gewand zu Gehör (6.

11., 21 Uhr). Und die Live-

Radioshow „Das Magische

Auge“ (7. 11., 21 Uhr) beschäftigt

sich mit der Faszination des

Hörens. Radio zum Anschauen

gibt es dabei im satirischen

Live-Hörspiel.

Ein euphorisches Musikerlebnis

mit brodelndem und tanzbarem

Foto: SWR/Schmidt

das Hörbuch eine jüngere Zielgruppe

für das Hörspiel. Die

Verkaufszahlen zeigen, dass in

dieser jüngeren Zielgruppe ein

ganz großes Interesse für das

Hörspiel besteht. 50 000 bis

60 000 verkaufte Exemplare einer

Produktion sind keine Seltenheit.

Das gibt es oft und das

ist natürlich ein großer Gewinn.

So erreichen wir eine Hörerschicht,

die im Kulturradio noch

nie ein Hörspiel gehört hat, aber

bereit ist, ein Hörbuch zu kaufen

– oder downzuloaden, das ist

Balkan-Pop ist am 6. November

im Lichthof der HfG angesagt.

Dann heizen Shantel und das

Bucovina Club Orkestar dem

Publikum so richtig ein.

Spannend wird es in der Nacht

von Samstag auf Sonntag. Im

ARD Radio Tatort geht es im

Vortragssaal gemeinsam auf

Verbrecherjagd – sogar mit einer

Vorpremiere.

Und dann kommt am 9. November

der große Tag für die kleinen

Hörer – voller Überraschungen

für Ohren und Augen: Der

ARD Kinderhörspieltag (vgl. S.

14/15)!

Wer die ARD Hörspieltage 2008

nicht besuchen kann, der hat die

Möglichkeit, einiges davon im

Radio zu hören. So übertragen

zum Beispiel hr2-kultur und

SWR2 live die Radioshow „Das

Magische Auge“ (7. 11.) und etliche

ARD-Sender das Hörspiel

mit Musik „Schon schön oder

Die ungewöhnliche Geschichte

vom Ö“ (9. 11.).

Am besten aber einfach vom 5.

bis 9. November in Karlsruhe

vorbei kommen und sich vor Ort

akustisch verführen lassen!

Der Eintritt ist frei, außer bei

der Radioshow. Tickets: SWR2

Service-Center: 0 72 21 / 300 200,

im Musikhaus Schlaile: 07 21 /

230 00 und im ZKM: Infotheke

(Mi-So: 11 bis 18 Uhr) 07 21 /

81 00-12 00, Eintrittspreise: 12 €,

erm. 10 € – jew. zzgl. Bearbeitungsgebühr.

ja auch eine Möglichkeit. Wir Impuls zu sehen, dass ihre Kunst

haben also heute, sowohl was

vom Publikum angenommen

das Alter der Hörer betrifft als

wird und dass sie nicht für den

auch die Akzeptanz, eine sehr leeren Raum produzieren. Na-

viel breitere Basis als noch vor türlich ist es auch wichtig, sich

etwa zehn Jahren.

einer öffentlichen Kritik aus-

Wie strahlen die ARD Hörspielzusetzen, auch das wirkt betage

auf die Hörspiellandschaft fruchtend auf die eigene Ar-

insgesamt aus?

beit. Und natürlich sind die

Dieses Festival hat eine gute ARD Hörspieltage auch ein

Tradition. Wir haben jedes Jahr großes Klassentreffen. Hier

mehrere tausend Besucher in kommen Menschen zusammen,

Karlsruhe, die den öffentlichen die sich sehr viel zu sagen ha-

Vorführungen der Hörspiele ben und die sich austauschen

lauschen. Und ich glaube, es ist möchten über die genuine

für Hörspielmacher ein starker Kunstform des Radios.

3

Lichtinstallation «Psssst...!»

Rainer Kehres & Sebastian

Hungerer, ZKM 2007,

www.commonlights.com


4 Rahmenprogramm

Martin Hollmann, Andrea Reuter und Martin Mosebach lesen

„Rotkäppchen und der Wolf“ Foto: Heiner Wittmann

Live-Lesung

Rotkäppchen & der Wolf

Martin Mosebachs Wortoper

Aus einem Märchen voll alter

Mythen hat der Büchnerpreisträger

Martin Mosebach

ein eindrucksvolles modernes

Versdrama geschaffen. In freien

und gereimten Rhythmen, Songs

und volksliedhaften Gedichten

wird das ganze Märchen zur

handelnden Person: der Wald

mit den Tannen und Tieren, Pilzen

und Blumen, der Wolf und

seine auf Rotkäppchen eifersüchtige

Frau, der Förster und

natürlich Großmutter, Mutter

und das Rotkäppchen selbst.

Die weibliche Heldin ist bei Mosebach

halb Licht und halb

Schatten, halb Alice im Wunderland,

halb Iphigenie, halb

Kind und halb Frau.

Ursprünglich fürs Theater geschrieben,

hat der Regisseur und

Dramaturg Hans Hollmann

Mosebachs Stück zu einer szenischen

Lesung zusammengefasst.

Bei der Live-Veranstaltung

im ZKM_Medientheater

liest Hollmann nun im Wechsel

mit der Sopranistin Andrea

Reuter und mit Martin Mosebach

selbst. Der Autor hat sein

literarisches Vorhaben übrigens

einmal so beschrieben: „‘Rot-

käppchen und der Wolf‘ ist eine

Wortoper, ein vielstimmiges

symbolisches Stück Sprachmusik.

Ich wollte einmal etwas

schreiben, das geeignet war, einen

Rausch zu erzeugen, ein ungehindertes

Strömen der Imagination,

eine Sprachwollust und

ein mit Leidenschaft gemischtes

eigentümliches Gelächter. Ich

war der genauen Schilderung

der Realität satt. Ich hatte mich

an der Zergliederung der Welt,

wie sie mich umgibt, erschöpft.

Stattdessen sollte mich nun die

Sprache selbst führen, an ihrem

Faden tastete ich mich durch

den labyrinthischen deutschen

Märchenwald.“ Das Publikum

der ARD Hörspieltage kann sich

vom Gelingen dieses Vorhabens

selbst überzeugen: Beim Hören

erschließt sich die ganze Fülle

von Mosebachs literarischem

Gesamtkunstwerk – Zartes und

Empfindsames, Vitalität und

Poesie, Musikalität und Sprachphantasie.

� Donnerstag, 6. November,

21 Uhr,

ZKM_Medientheater

Schlagzeug-Konzert

Looping on the Ghost Train of Time

László Hudacsek

Der Musiker beschäftigt sich

seit einiger Zeit mit der

musikalisch-ästhetischen Vorstellung

einer horizontalen und

vertikalen Zeitspirale (inspiriert

von Karlheinz Stockhausen).

Bei den ARD Hörspieltagen

wird er unter anderem Stücke

von Iannis Xenakis („OKHO“,

1989), Karlheinz Stockhausen

(„VIBRA ELUFA“), Steve Reich

(„Music for Pieces of Wood“,

1973), Thierry De Mey („Musique

des Tables“, 1993) sowie

die Eigenkomposition „Homage

to Reich“ spielen.

Die einzelnen Schlagzeugstimmen

der Werke hat Hudacsek

vor dem Konzert nach einander

aufgenommen. Sie werden in

der Aufführung zeitgleich ne-

Live-Hörspiel

Menschen, Möbel, Dialoge

Eine öffentliche Hörspielaufführung mit vielen Dramaturgen

„Von der Fahrt mit der Transsibirischen

Eisenbahn zurückgekehrt,

bin ich bereit, Ihnen bei

der Ausarbeitung Ihrer Geschichte

zur Seite zu stehen.

Bitte teilen Sie mir mit, wie bei

Ihnen der Stand der Dinge ist.

Mit freundlichen Grüßen.“ – Er

beginnt ganz freundlich-distanziert,

der Mail-Verkehr des

Dramaturgen mit seinem Autor.

Doch weil er nicht so recht

will, der Autor, oder auch nicht

so recht kann, auf jeden Fall

nicht so, wie der Dramaturg

das will, verändert sich der

Ton. Der Dramaturg legt sich

ins Zeug. Er ringt um den Plot.

Um die Figuren. Und um den

beneinander montiert und gewissermaßen

als Ensemble auf

die Leinwand projiziert (teil-

Der Schlagzeuger László Hudacsek

Foto: Peter Altneder

Autor gleich mit: „Fordern Sie

sich, so wie Sie Ihren Protagonisten

und alle anderen Figuren

fordern und ernst nehmen

sollten. Gängeln und langweilen

Sie Ihre Figuren nicht mit

Ihrer eigenen Lebensgeschichte.

Diese ist herzlich uninteressant.“

So ein Dramaturg ist

eben immer irgendwie auch

ein Lebensberater.

Womit genügend über den

Dramaturgen gesagt wäre.

Aber noch nicht genug über

den Autor des Stücks, der

selbstverständlich mit dem

Autor im Stück nur die Berufsbezeichnung

gemein hat:

Stefan Weigl, der Autor von

weise „geloopt“). Hudacsek

spielt dazu jeweils eine der

Schlagzeugstimmen live. So

entsteht keine in sich geschlossene

Abspielkonserve, sondern

ein ensembleartiger Musikhintergrund,

vor dem der Musiker

im Hier und Jetzt musiziert und

zwischen den Koordinaten der

Zeitspirale hin und her springen

kann. Für die Dauer der Aufführung

überlappen sich so die

Zeitschichten. Mit diesem Projekt

möchte Hudacsek kreative

Menschen zu ähnlichen Projekten

mit ihm anregen.

� Donnerstag, 6. November,

18 Uhr,

ZMK_Kubus

„Menschen Möbel Dialoge“,

lebt in München und schreibt

hauptsächlich Hörspiele, gelegentlich

auch Prosa. Der studierte

Orientalist, ehemalige

Werbetexter und bekennende

Fan der Münchner Löwen ist

anwesend, wenn sein Hörspiel

live von SWR2 Dschungel im

ZKM_Vortragssaal präsentiert

wird. Mit dabei sind außerdem

ein Schauspieler und etliche

Dramaturgen – aber mehr wird

nicht verraten.

� Donnerstag, 6. November,

15 Uhr,

ZKM_Vortragssaal

Klangplastiken

Wo Form und Klang verschmelzen

Percussionisten bearbeiten Kunstwerke

Klangwelten von filigraner

bis zu ohrenbetäubender

Wucht erzeugen die drei Percussionisten

Ottmar Köhler,

Markus Hauke und Nils Tannert

mit den Klangplastiken

des Bildhauers Klaus Gündchen.

Der Karlsruher Bildhauer

entwirft seit vielen Jahren

Edelstahlplastiken, deren besondere

Eigenart ihre Hohlkörper

sind. Schon früh bemerkte

der Künstler die

Möglichkeit, seine Plastiken

zum Klingen zu bringen. Heute

steht beim Schaffen einer

neuen Plastik zwar nach wie

vor deren plastische Qualität

im Vordergrund, interessanterweise

aber zeigt sich stets die

Universalität der Ästhetik:

Sowohl in der optischen als

auch der akustischen Wahrnehmung

bestimmen die Proportionen

den Eindruck. Natürliche

Harmonien können in

einem Klangkörper leichter

schwingen als Disharmonien.

So zeigt sich erstaunlicherweise,

dass eine Arbeit, mit

der der Künstler plastisch zufrieden

ist, auch immer gut

klingt.

Ottmar Köhler, Markus Hauke

und Nils Tannert, die drei Percussionisten

von „stixxx &

soundzzz“, arbeiten seit Jahren

mit den Plastiken von Gündchen.

Denn die Kunstwerke generieren

eine erstaunliche Vielfalt

an Klängen, je nachdem

Schlagzeuger bearbeiten Kunstwerke

Foto: Phase 7

mit welchen Schlägeln sie bearbeitet

werden. So lassen sich

traditionelle Trommelschlägel

rhythmisch prägnant ebenso

einsetzen wie Besen, Triangelschlägel,

Marimbaschlägel und

große, schwere Gong- und

Tamtamschlägel, um tiefe

Basstöne und grollende Donner-

und Gewittersounds zu

erzeugen. Gummibälle werden

gerieben und die dadurch entstehenden

Klänge erinnern

entfernt an Walgesänge. Und

wenn die Verbindungsstreben

verschiedener Hohlkörper mit

Bassbögen gestrichen werden,

so erklingt eine Vielzahl interessanter

Flageolettöne. Kurz,

es entsteht ein überraschend

vielseitiger klanglicher Kosmos,

der die beindruckende

optische Präsenz der Arbeiten

von Klaus Gündchen noch um

eine Dimension erweitert.

� Samstag, 8. November,

20 Uhr,

ZKM_Foyer


ARD Radio Tatort-Nacht

Hochspannung und Nervenkitzel

Die neue ARD Hörspielkrimireihe

Der „Tatort“ im Radio erobert

seit Jahresbeginn das

Krimi-Publikum. Unter dem

Titel „ARD Radio Tatort“ präsentiert

jeder ARD-Sender

einmal im Monat ein spannendes

Originalhörspiel mit regionalem

Flair. Dafür entwickelten

die Hörspielabtei-

lungen aller neun ARD

Landesrundfunkanstalten

(BR, hr, MDR, NDR, RB, rbb,

SR, SWR, WDR) neun verschiedene

Krimi-Konzepte, in

deren Mittelpunkt stets ein

Ermittlerteam steht. Zu hören

sind die 55-minütigen Produktionen

ARD-weit auf den

jeweiligen Krimi-Plätzen der

beteiligten Sender.

Bei der ARD Radio Tatort-

Nacht können es sich die Hö-

rer im ZKM_Vortragssaal mit

Kissen und Getränken bequem

machen und drei Hörspiele

voller Extraspannung genießen

– harte Fakten und gefährliche

Entwicklungen sind garantiert.

Ein Tatort wird dabei als

Pre-Listening präsentiert und

die Hörer können sich beim

Krimi Abriss sozusagen

als Erst-

Ermittler auf Tätersuche

begeben.

Los geht es mit

der SWR-Produktion Mordlauf

von Christine Lehmann,

Regie führte Günter Maurer:

„Morgen passiert was am Hermann-Hesse-Gymmi!“,

ruft

ein junger Grufti in einer

Stuttgarter Polizeiwache. Die

Regisseur Niki Stein und Nina Petri, die die Rolle der Dr. Ursula

Pelz im hr-Tatort spricht Foto: HR/Knabe

Klangdomkonzert

Spektakulärer Raumklang

Werke von Brümmer, Normandeau, Ockert und anderen

Mit dem Klangdom verfügt

das ZKM | Institut für

Musik und Akustik (IMA) über

einen außergewöhnlichen Konzertsaal.

Aufgrund seiner spektakulären

Akustik und variablen

Einrichtungsmöglichkeiten

ist er in der musikalischen Welt

einer der wenigen Aufführungsräume,

der den stetig

gewachsenen Anforderungen

elektro-akustischer Musik gerecht

wird. Mit dem darin kuppelförmig

installierten Klangdom,

der mit 47 variabel im

Raum und an der Decke

verteilten Lautsprechern für

künstlerische Arbeit und Konzerte

zur Verfügung steht, hat

das IMA ein Instrument zur

umlichen Darstellung von

beweglichen Licht-Klang-Inszenierungen

geschaffen, das

seine exponierte Stellung im

internationalen Musikleben

einmal mehr unterstreicht.

Lichtquellen an den Lautsprechern

ermöglichen es, Musik

auch in Farben zu transformieren

und so mit Farben zu komponieren.

Komplexe Raum-

Klang-Bewegungen können

realistisch dargestellt werden.

Die am IMA entwickelte Steuerungssoftware

Zirkonium des

Klangdoms ermöglicht eine

extrem differenzierte musikalische

Wiedergabe.

Von der Festplatte in den Klangdom:

Dem Publikum der ARD

Hörspieltage werden die immensen

akustischen Steue-

Foto: SWR/Schmidt

Klangdom im ZKM_Kubus

rungsmöglichkeiten des Klangdoms

anhand unterschiedlicher

Raum-Klang-Werke vorgestellt.

Zu hören sind die Werke „de la

nuit“ in der 36-Kanal-Klangdom-Version

mit Laser-Choreographie

von Ludger Brümmer

als Uraufführung (Visuals:

Manuel Weber) sowie „molecular

attraction“ für Altsaxophon,

E-Gitarre und Live-

Eletronik von Matthias Ockert,

Rahmenprogramm

LKA-Profiler Xaver Finkbeiner

(Ueli Jaeggi) und Nina

Brändle (Karoline Eichhorn)

haben 24 Stunden Zeit, den

potentiellen Amokläufer zu

finden.

Den zweiten Fall, Krim-

Krieg in Wiesbaden, eine Produktion

des hr unter der Regie

von Niki Stein, schrieb der renommierteDramatiker

Roland

Schimmelpfennig.

In Wiesbaden ermitteltHauptkommissar

Raymond Falk (Peter

Jordan) im Mordfall an

einem Wiesbadener Sekt-Fabrikanten.

Unterstützt wird er

von seinem Vater, dem Pressefotografen

Camillo Falk (Peter

Fitz).

Der dritte und letzte Fall,

Abriss von Tom Peuckert, ist

eine Produktion des rbb.

Die Regie übernahm Robert

Schoen. Bei ihrem ersten gemeinsamen

Fall führen die

Nachforschungen Katharina

Holz (Eva Kryll) und Alexander

Polanski (Alexander Khuon)

bis in die Vergangenheit

der DDR-Zeit und offenbaren

gesellschaftliche Brüche und

Verwerfungen.

� Samstag, 8. November,

23.00 Uhr,

ZKM_Vortragssaal

Mordlauf (SWR)

Krimkrieg in Wiesbaden (hr)

Abriss (rbb) – Pre-Listening

www.radiotatort.ARD.de

ebenfalls als Uraufführung.

Dieses Stück ist 2007/08 in einem

experimentellen Arbeitsprozess

am ZKM | Institut für

Musik und Akustik entstanden

und wurde gefördert durch das

Heinrich-Hertz-Stipendium

der Gesellschaft zur Förderung

der Kunst und Medientechnologie

Karlsruhe und das ZKM |

Institut für Musik und Akustik.

Präsentiert werden außerdem:

„Hamlet Maschine“ in der

16-Kanal-Fassung von Robert

Normandeau sowie Teile aus

„reDeSigning the future ... Remix“

von Jaap Blonk, Martin

Brandlmayr, Werner Dafeldecker,

Markus Popp und Matthias

Schubert. Dieses Hörstück

changiert sowohl zwischen Stilen

und Genres, als auch zwischen

in strumentalen, vokalen

und elektronischen Elementen.

Die Musiker gehen dabei von

den unterschiedlichsten Ausgangspositionen

aus, die in einem

extra für den Klangdom

geschaffenen Remix präsentiert

werden.

� Samstag,

8. November, 19 Uhr,

ZKM_Kubus

Balkan Pop mit Shantel & Bucovina Club Orkestar – DISKO PAR-

TIZANI Tour 2008 Foto: Essay Recordings, Harald Schroeder

Konzert

Exzessiver Balkan-Abend

Shantel & das Bucovina Club Orkestar

Als der bekannte Frankfurter

DJ Shantel alias Stefan

Hantel vor mehr als 10 Jahren

begann, in seinen elektronischen

Mix auch Beats aus Brasilien

und Nordafrika, Brass-Madness,

Roma-Balladen und Tänze

vom Balkan zu verwirbeln, fanden

die Tanzfreudigen diese

Herangehensweise nur logisch.

Eine Reise in die Bucovina, die

Heimat seiner Familie mütterlicherseits,

und nach Rumänien

brachte das Erweckungserlebnis:

Was vorher von Platten wie

ein ferner Klang aufstieg – hier

war es physisch erlebbar: wilde

Blaskapellen, Sängerinnen mit

Soul in der Stimme, Melancholie

in instrumentalen Balladen,

Frenesie in den Tänzen Kolo,

Hora oder Cocek, der Balkan-

Variante des Bauchtanzes.

Shantels Bucovina-Club-Abende,

die zunächst im Schauspiel

Frankfurt stattfanden, wurden

zum Instant-Erfolg. Inzwischen

reißen sich die Clubs und Festivals

von London, Rom, Wien,

von der trendigen Schweiz bis

hin zum Top-Szene-Club von Istanbul

um die exzessgeladenen

Bucovina-Abende. Am Donnerstag

kommt der „King of

Balkan Pop“ zu den ARD Hörspieltagen.

� Donnerstag, 6. November,

22 Uhr, HfG_Lichthof 4

Vielseitiges Akkordeon – Motion Trio Foto Iza Pajonk Degardo

Preisverleihung und Konzert

Akkordeon hoch drei

Motion Trio live

Das Motion Trio – ein Akkordeontrio,

das 1996

durch Janusz Wojtarowicz gegründet

wurde – ist schon auf

Grund seiner Besetzung ein außergewöhnliches

Ereignis.

Der musikalische Stil ist ein

Extrakt aus allen möglichen

Richtungen der Vergangenheit

und Gegenwart mit einer besonderen

Vorliebe zur Minimal-

Musik eines Philip Glass oder

Steve Reich. Meisterhaft spielt

das Trio mit suggestiven Klängen.

In hohen Lagen verwandeln

sich die Akkordeons in

Streicher, zuweilen klingen sie

wie klassische Holzbläser, dann

dröhnen gravitätische Bässe

wie die einer Orgel. Der Live-

Auftritt stellt für das Motion

5

Trio eine ganz besondere Herausforderung

dar, „denn im

Studio kann man in gewisser

Weise schummeln, nicht jedoch

während eines Konzerts“. Ihr

Können stellen die Akkordeonisten

während der Preisverleihung

am Samstag Abend im

ZKM_Medientheater unter Beweis.

Im Anschluss an den Festakt

kann das Publikum dann

bei einem Konzert von „Motion

Trio“ in entfernte musikalische

Galaxien abschweben – das

versprechen Titel wie „Stars“,

„UFO“ und „Silence“.

� Samstag,

8. November, 22.15 Uhr,

ZKM_Medientheater


6 (Klang)Installationen

Gebetomat

Eigentlich sollte er an

Bahnhöfen, Flughäfen,

Raststätten und anderen öffentlichen

Orten stehen, jetzt

wird er aber erstmal zu den

ARD Hörspieltagen im ZKM

aufgestellt – der Gebetomat

(eine Koproduktion von ZKM

und hr). Man muss ihn sich

vorstellen wie eine Foto-Fix-

Kabine, in die man hineingeht,

den Vorhang hinter sich zu

zieht und schnell ein Passfoto

macht. Im Gebetomat kann

man rasch mal innere Einkehr

halten.

Die kleine Kabine im ZKM_Foyer

läßt sich ganz einfach als

Rückzugsort zum eigenen Gebet

nutzen. Man kann aber auch ein

KlangLabyrinth

In der von Studenten der HfG

für die Hörspieltage entworfenen

Lautsprecherin stallation

ist der Besucher eingeladen, sich

durch einen Parcours von

Klangzonen mit narrativen und

experimentellen Hörspielen zu

bewegen. Anja Kerschkewicz ist

mit der Arbeit „Versprecher

Beatbox“ vertreten, in der es um

Versprecher, Wortfetzen, ungewollte

Wörter und Klänge geht.

Welche Klänge finden sich zwischen

den Wörtern und welche

Rhythmik entfaltet sich, wenn

man den Augenblick des Versprechens

ausdehnt und arrangiert?

Elmar Ferchs Hörspiel

SWR2-Dokublog

DOKUBLOG ist ein interaktives

Internetprojekt

für Feature-Fans, Autoren und

O-Ton-Sammler. Es verbindet

Bürgerjournalismus mit Audiokunst,

Internet mit Radio und

bietet eine Plattform für „Profis“

und „Amateure“. Hier können

sie sich begegnen und gemeinsam

an Features arbeiten.

Während der ARD Hörspieltage

können die Besucher

im ZKM_Foyer das Angebot

im Netz ausprobieren. DO-

KUBLOG eröffnet jedermann

die Möglichkeit, O-Töne, Interviews,

zeittypische Geräusche,

Tondokumente aus dem eige-

Geldstück einwerfen und dann

über eine Benutzeroberfläche

Gebete aus fast allen Religionen

der Welt in vielen Sprachen anwählen

und ihnen zuhören: vom

strengen Zarathustra-Vaterunser

über tibetanische Mönchsgesänge,

buddhistische Sutren,

Korangebete, hebräische Kaddisch-Gebete,Indianer-Gesänge,

Gebete von Schamanen aus

Neu-Guinea oder Mali bis hin

zu zeitgeistigen Gruppenmeditationen

und amerikanischen

Fernsehpredigern. Es besteht

die Möglichkeit des Mitbetens,

vom rasch gesprochenen Stoßgebet

bis zur ausgedehnten Meditation.

Die Zeit der Benutzung

hängt von der eingeworfenen

„FragmentarGestaltExkurs“

spielt mit Satzfragmenten aus

Radio, TV und Internet. Ein

Fragment leitet ins andere über,

es ergeben sich unkontrollierbare

Weiterentwicklungen. Samuel

Israels Arbeit „Lilian, der Zorn

Gottes“ erzählt von einem religiösen

Erlebnis der besonderen

Art. Jeweils zur vollen geraden

Stunde werden einzelne Hörstücke

präsentiert.

� Mittwoch, 5. November –

Samstag, 8. November,

10 – 23 Uhr

HfG_Studio

nen Archiv, Reportagen und

Features im Internet zu veröffentlichen

und anderen DO-

KUBLOG-Autoren zur weiteren

Arbeit zur Verfügung zu

stellen. Einmal im Monat - abwechselnd

im SWR2 Dschungel-Magazin

„Machete“ und im

SWR2 Feature „Mehrspur. Das

Feature mit dem Dokublog“ –

ist das Geschehen auf der Internetseite

Thema von Radiosendungen.

Und alles, was gesendet

wird, wird honoriert, so dass

sich Mitmachen lohnt.

� ZKM_Foyer

Geldmenge ab, und gegen Ablauf

des Zeitbudgets ertönt ein

Warnton, so dass der Benutzer

Geld nachwerfen kann.

Regisseur Oliver Sturm kam die

Idee zu dem Gebet-Automaten,

als er im Jahr 1999 auf einem U-

Bahnsteig in New York in mitten

einer Menge von Menschen unterschiedlicher

Hautfarbe und

sozialer Herkunft stand. In einer

Ecke des Bahnsteigs stand

ein Automat, der mit einer gesampelten

Stimme auf einlullend

monotone Weise sprach.

Oliver Sturm verstand zwar

nicht ganz, was die Stimme sagte,

aber er hatte spontan die

Idee: Wie wäre es, wenn aus diesem

Automaten Gebete kämen?

Jetzt hat der Regisseur seine

Idee gemeinsam mit dem bildenden

Künstler Till Exit, dem

Musikdesigner Andreas Bick

und dem Programmierer Till

Beckmann realisiert. In dem

Prototyp kann man während

der turbulenten ARD Hörspieltage

jederzeit stille Einkehr halten.

In Zukunft sollten, ginge es

nach dem Willen des Regisseurs,

Gebetomaten einfach überall zu

finden sein – zum Beispiel auch

an Universitäten, in leerstehenden

Kirchen oder in Kaufhäusern.

Oliver Sturm jedenfalls ist

von seinem Konzept überzeugt:

„Ich halte die – dem Denken

Andy Warhols verwandte – Idee

einer automatenhaft herstellbaren

Erzeugung religiösen Gefühls

für einen sehr zeitgenössischen

Gedanken.“

� ZKM_Foyer

Grenzüberschreitungen

- Hörspiel trifft Feature,

Feature Hörspiel

Schon in den 70er Jahren

gab es Überschneidungen in

der Hörspiel- und Feature-

Arbeit – sogenannte Originalton-Hörspiele,

die mit

raffinierter Schnitttechnik

künstlerischen Ansprüchen

genügen wollten; aber auch

Hörspiel-Autoren, die den

Reiz des Dokumentarischen

für sich entdeckten und außerhalb

des Studios mit Realitätspartikeln

ihre Stoffe

realisierten.

Heute sind Überschneidungen

dieser Art gang und

gäbe. Man sucht sich, findet

sich aber nicht. Die Werkstatt„Grenzüberschreitungen“

möchte Hörspiel- und

Feature-Macher an einen

Studiotisch bringen.

Zunächst sollen anhand

mitgebrachter Beispiele

Schnittmengen diskutiert

werden. Es geht aber auch

um den Austausch von

Handwerk. Was kann das

Feature vom Hörspiel gebrauchen,

was das Hörspiel

vom Feature? Unter diesem

Aspekt werden Sendungen

analysiert.

Schließlich wollen wir sogenannte

Highlights vorstel-

Mit „HYPERION_Fragment“ hält eine neue Arbeit der Künstlerin

Rosalie Einzug ins ZKM. Die monumentale Lichtskulptur

im ZKM_Foyer besteht aus 3 200 Beleuchtungseinheiten, die

einen kontinuierlichen Lichtfluss zwischen den unterschiedlichsten

Farbtönen zeigen. So bietet das Kunstwerk vor allem

in den Abendstunden der kürzer werdenden Tage ein atemberaubendes

Schauspiel von Licht, Farbe und Rhythmus.

Collecting Sounds

An der ZKM_Hörbar im Foyer

können Besucher den

audio-visuellen Produktionen

des ZKM lauschen. Zu hören ist

die Arbeit „Souvenir“ von

Christina Ciupke über das Zusammenspiel

von Bewegung

und Klang. „Spectral Viola“ von

Garth Knox und Brian O‘Reilly

stellt elektroakustische Werke

u. a. von Salvatore Sciarrino

vor. Die Komposition „Medusa“

von Ludger Brümmer benutzt

die Software „Genesis“, um

künstliche Klänge zu erzeugen,

die echt klingen. Das „Gebirgskriegsprojekt“

von Jorge È. Lopez

führt an die Kriegsfront in

den Dolomiten im Ersten Welt-

Workshops bei den ARD Hörspieltagen

len, bei denen Hörspiel- und

Feature-Elemente zu etwas

Drittem führen. Vielleicht zu

einem neuen Genre – zu einer

radiogerechten Doku-Soap?

Der Film hat es ja schon vorgemacht.

Trainer: Leonhard Koppelmann,

Hörspielregisseur; Wolfgang

Bauernfeind, Leiter der

Feature-Abteilung des rbb.

Anmeldung: Mitarbeiter der

ARD-Rundfunkanstalten über

ihre Aus- und Fortbildungsabteilung.

Sonst über: hoerspieltage@hr-online.de

� Vom 5. November,

13 Uhr, bis 7. November,

15 Uhr, (dreitägig)

SWR Baden-Baden

Treffpunkt: ZKM_Infotheke

Hörspiel schreiben – leicht

gemacht

Wie kann ich trotz vollem Terminkalender,

Berufsstress und

familiären Verpflichtungen

mein Hörspiel konzentriert

planen und entspannt zum Abschluss

bringen?

Eine neue kreative Methode

hilft uns, unser Ziel zu erreichen,

auch wenn wir täglich

nur eine Stunde Zeit zu schreiben

haben: Wir gliedern unsere

Arbeit in kleine, überschaubare

Einheiten. Bei jedem einzel-

krieg. Das Stück „Asylphonia“

handelt von Verfolgung und Verwandlung

und beginnt mit einer

Welle. Der DokuHörFilm

„Der Kritiker Paul Bekker und

das Kritische schlechthin“ von

Achim Heidenreich ist eine

klanglich-szenische Annäherung

an den bedeutendsten Musikkritiker

der Weimarer Zeit.

� ZKM_Foyer

COLLECTING SOUNDS:

Audio-visuelle Produktionen

des ZKM | Institut für

Musik und Akustik und des

Karl-Sczuka-Preis-Archivs

für akustische Spielformen

nen Schritt der Entwicklung

einer Story lernen wir aus

ganz persönlichen Erfahrungen

zu schöpfen und diese

dann auf Plot und Charaktere

zu über tragen.

Wie kann man in einem Text

Menschen schon mit ihren

ersten Worten lebendig, dreidimensional

und unvergesslich

werden lassen? Wie erzeugen

wir Empathie auch

mit Figuren, die nicht sympathisch

oder gar böse sind?

Schreibübungen, Storyanalysen,

Rollenspiele sollen uns

Mut und Freude machen.

Trainer: Wolfgang Kirchner,

Hörbuch- und Drehbuchautor.

Anmeldung: Mitarbeiter der

ARD-Rundfunkanstalten

über ihre Aus- und Fortbildungsabteilung.

Sonst über:

hoerspieltage@hr-online.de

� Vom 5. November,

14 Uhr, bis 7. November,

15 Uhr, (dreitägig)

HfG_Senatsraum

Treffpunkt:

ZKM_Infotheke


Ihre aktuellen Produktionen haben die Hörspielredaktionen von ARD und DLR in den Wettbewerb um die verschiedenen Auszeichnungen der ARD Hörspieltage

geschickt. Auf dieser Seite und auf der Seite 10 stellen wir Ihnen die einzelnen Stücke vor. Hören können Sie sie dann entweder im Internet unter www.

radio.ARD.de oder beim großen ARD-Hörspielfestival von Mittwoch, 5., bis Samstag, 8. November. Alle Vorführungen finden im ZKM_Kubus statt. Im Anschluss

an die Präsentationen diskutiert die Jury öffentlich vor dem Publikum, danach hat das Publikum auf dem ZKM_Musikbalkon Gelegenheit, den Machern

Fragen zu stellen. Die Moderation der Hörspiele und der anschließenden Fragerunden übernimmt Ruth Fühner von hr2-kultur.

Mittwoch, 5. November 2008,

20 Uhr, ZMK_Kubus

Speicher

Von Michaela Melián

Thematischer und formaler

Ausgangspunkt für Speicher ist

VariaVision – Unendliche Fahrt,

die 1965 realisierte, heute verschollene

intermediale Arbeit

von Alexander Kluge (Texte),

Edgar Reitz (Filme) und Josef

Anton Riedl (Musik) zum Thema

des Reisens. Die Arbeit entstand

an der internationalen

Hochschule für Gestaltung

(HfG) Ulm, die damals mit dem

1959 gegründeten Siemens-

Studio über eines der ersten

elektronischen Studios in Westdeutschland

verfügte. Heute ist

es im Deutschen Museum München

ausgestellt. Für Speicher

hat Michaela Melián das Studio

im Deutschen Museum München

noch einmal zum Klingen

gebracht. Diese Klänge, Töne,

Geräusche wurden aufgezeichnet

und bilden die klanglichen

Basisbausteine für eine neue

Komposition. Dazu verschränkt

Melián Aussagen und Texte zu

Reise und Bewegung, zu tönenden

Schleifen und Spiralen. In

den Münchner Kammerspielen

entstand am 29. Februar 2008

während des Festivals DOING

IDENTITY-BASTARD MÜN-

CHEN mit Speicher eine Raumsituation,

die die Konzeption

von VariaVision mittels Projektionen

und Wandzeichnungen,

Stimme und Musik aufgreift.

Die Besucher nehmen sich als

Teil derselben dynamisch wahr,

ohne dass der Standpunkt des

Publikums definiert ist.

Mit Stefan Merki, Hans Kremer

u. a.

Nach der Jurydisskussion Frageforum

mit Michaela Melián

(Autorin und Regie).

Michaela Melián, Jahrgang

1956, lebt in Oberbayern. Seit

2006 ist sie Gastprofessorin an

der Hochschule für bildende

Künste in Hamburg. Melián

hat zahlreiche Einzel- und

Gruppenausstellungen in verschiedenen

Museen und

Michaela Melián

Kunstvereinen realisiert. 2005

wurde ihr Hörspiel „Föhrenwald“

mit dem „Hörspielpreis

der Kriegsblinden“ ausgezeichnet.

Musik: Münchner

Kammerspiele

Hörspielbearbeitung und

Realisation: Michaela Melián

Produktion: BR 2008

53’01

Mittwoch, 5. November 2008,

22 Uhr, ZKM_Kubus

Abgesoffen

Von Carlos Eugenio López

Zwei Auftragskiller fahren

vom Landesinnern Spaniens

an die Küste von Gibraltar. Im

Kofferraum: ein Toter, der 29.

nordafrikanische Immigrant,

den sie gegen Bezahlung abgemurkst

haben. Eigentlich ist

es nur ein Job, den sie machen,

kein schöner, aber ein lukrativer.

So fahren sie durch die

Nacht, redend, bramarbasierend.

Quasseln über das Universum

und die Masturbation,

über die Vergebung angesichts

des letzten Liebesverrats und

den Tod, über Aids und Sex

und und und. Unter den Versatzstücken

des Alltäglichen

scheint ein philosophischer

Diskurs auf, im politpopulistischen

Gepoltere die gesellschaftlichen

Vorurteile, Legitimationsmechanismen

und

Verdrängungstechniken, im

Einerlei-Gebrabbel das eigene

kleine Leben, die eigene Angst.

Denn zumindest einer der Auftragskiller

redet auch an gegen

seinen Zweifel, gegen das

schlechte Gewissen, gegen das

unerwartete Angerührtsein,

weil er statt auf die Entsorgungs-Masse

auf einmal in ein

menschliches Antlitz blickte.

Mit Bernhard Schütz, Thomas

Loibl.

Nach der Jurydisskussion

Frageforum mit Irene Schuck

(Regie).

Carlos Eugenio López wurde

1954 in Spanien geboren. Heute

zählt er zu den renommiertesten

spanischen Gegenwartsautoren.

Er hat bereits mehrere

Romane und

Erzählungen

veröffentlicht

(auf deutsch

erschien: „Bordell

der Toten“

und „Abgesoffen“)

und wurde

mehrfach

Carlos

Eugenio López

ausgezeichnet.

López lebt heute

in London.

Übersetzung:

Susanne Mende

Bearbeitung und Regie:

Irene Schuck

Produktion: NDR 2008

66‘18

Wettbewerbsstücke

Donnerstag, 6. November 2008,

16 Uhr, ZKM_Kubus

Stern über Marzahn

Von Lothar Trolle

Sie (Anna), ein Engel im 17.

Stock eines Berliner Wohnhauses,

bespricht ihren Anrufbeantworter

– oder sendet sie himmlische

Botschaften? Er (Lucas),

ein Penner, unten im Park, entpuppt

sich als Chronist der beschwerlichen

Reise dreier seltsamer

Gestalten. Es sind Maria

und Josef, die mit dem Esel unterwegs

sind, immer an der

schmalen Spur neben der Leitplanke

die Autobahn entlang,

Richtung Marzahn ... Es ist die

Zeit um Weihnachten ...

Trolle erzählt in seinem ganz

eigenen, mit vielfach verschachtelten

Parenthesen arbeitenden

Sprachstil, der ganz

selbstverständlich aus dem literarischen

Erbe und aus Volksliedern

zitiert und diese Texte

seinen Protagonisten in den

Mund legt.

„Heutzutage, wo alles schon

gesagt wurde, nur noch nicht

von jedem, ist es vielleicht

dringender denn je, von Leuten

zu erzählen, die (und vieles

sieht man ihnen auf den ersten

Blick an, nur nicht das) durchaus

(ihre) Grenzen hinter sich

lassen, denen es gelingt, sich in

einem größeren geschichtlichen

und gesellschaftlichen Kontext

zu sehen, in dem sie jenseits der

allgemeinen Sprachlosigkeit

heimisch werden in einer Sprache,

die so ist wie sie: inoffiziell,

asozial und von Geschichte

geprägt …“ (Lothar Trolle)

Mit Corinna Harfouch und

Bernhard Schütz.

Nach der Jurydisskussion Frageforum

mit Lothar Trolle (Autor),

Klaus Buhlert (Musik und

Regie), Elisabeth Panknin (Dramaturgie).

Lothar Trolle stammt aus

Brücken (Kreis Sangerhausen),

dort wurde er 1944 geboren.

1965 zog er nach Ostberlin und

absolvierte dort eine Ausbildung

zum Handelskaufmann.

Er studierte marxistisch-leninistische

Philosophie an der

Humboldt-Universität Berlin,

beendete das Studium allerdings

nicht,

sondern arbeitet

seit 1970 als

freiberuflicher

Schriftsteller.

Von 1983-1987

war Trolle Mitherausgeber

Lothar Trolle

der literarischenUntergrundzeitung

„Mikado“. Heute lebt er als

freier Autor in Berlin-Weißensee

und schreibt Theaterstücke,

Hörspiele, Prosa, Lyrik

und Übersetzungen.

Bearbeitung und Regie:

Klaus Buhlert

Produktion: DLF, hr 2007

40’23

Donnerstag, 6. November 2008,

19 Uhr, ZKM_Kubus

Die Unmöglichen

Von Paul Plamper

und Julian Kamphausen

Erfährt eine schwangere Frau,

dass ihr Kind mit Down-Syndrom

geboren wird, entscheidet

sie sich in neun von zehn Fällen

für einen Schwangerschaftsabbruch.

Bei der künstlichen

Befruchtung können heute bis

zu 7 000 Merkmale für spätere

Behinderungen und Krankheitsrisiken

mithilfe der „Präimplantationsdiagnostik“,

der

Diagnose des Erbguts der Embryonen,

ausgeschlossen werden

– darunter Brustkrebs, starke

Hornhautverkrümmung, Schizophrenie.

Ist es nicht fahrlässig,

diese Möglichkeit nicht

wahrzunehmen? Ein deutsches

Paar reist nach England, um in

einer Privatklinik per In-Vitro-

Fertilisation ein Kind zu zeugen.

Drei Embryonen entstehen,

doch nur einer wird eingepflanzt.

Hier beginnt eine ‚spekulative

Vorschau‘ auf die wichtigsten

Ereignisse zwischen

Geburt und Tod. In einer Parallelmontage

laufen drei Leben

ab, wie sie sein könnten. Und

tauchen existentielle Fragen

auf: Was macht das Leben

glücklich? Ist die DNA wirklich

der alles bestimmende Bauplan?

Welches der drei Leben ist das

lebenswerteste? Zu hören sind

drei Möglichkeiten, von denen

nur eine gewählt werden kann:

die „Unmöglichen“.

Mit Margaritha Broich, Herbert

Fritsch, Fabian Hinrichs u. a.

Nach der Jurydisskussion Frageforum

mit Paul Plamper (Autor)

und Julian Kamphausen

(Autor).

Paul Plamper, geboren 1972 in

Ulm, ist Hörspielmacher, Autor

und Theaterregisseur in Berlin.

Am Berliner Ensemble arbeitete

er mit Peter Zadek, Heiner Müller

u. a. Mit seinem Hörspiel

„TOP HIT leicht

gemacht“ (WDR)

gewann er den

Prix Europa

2002.

Julian Kamphausen,

1975 in

Darmstadt geboren,

lebt und

Paul Plamper

Julian

Kamphausen

arbeitet als Autor,

Regisseur

und Dramaturg

in Berlin. Er

arbeitete mit

Karin Beier,

Christoph

Schlingensief u.

a. und ist heute

als Autor, Sprecher,

Regisseur

und Dramaturg

für Funk und

Film tätig.

Musik: Ivo Pogorelich

Realisation: Paul Plamper,

Julian Kamphausen

Produktion: WDR, SWR 2008

54‘11

Freitag, 7. November 2008,

15 Uhr, ZMK_Kubus

Ingenieur Andrées

Ballonfahrt

zum Nordpol

Von Eugen Ruge

Im Jahre 1897 unternahm der

schwedische Ingenieur Salomon

August Andrée den Versuch,

in einem Gasballon den

Nordpol zu erreichen. Er wurde

begleitet von einem 27-jährigen

Eisenbahningenieur und

einem 25-jährigen Studenten

der Physik und der Philosophie.

Ihre toten Körper samt

Ausrüstung fand man erst 33

Jahre später im Eismeer wieder.

Aus den verwitterten Aufzeichnungen

war herauszulesen:

Die Männer hatten nur

etwa 300 km in ihrem Ballon

zurückgelegt, als sie sich zu

Fuß auf den Rückweg durch

die Eiswüste machten.

„Ingenieur Andrées Ballonfahrt

zum Nordpol“ basiert

auf den Tagebüchern und

Briefen dieser Expedition. Die

fragmentarischen Texte werden

durch fiktive Dialoge ergänzt.

So erleben wir drei sehr

unterschiedliche Menschen –

den Forscher, den Abenteurer

und den Romantiker – in einer

existenziellen Situation: eingeschlossen

in eine endlose

Landschaft und eine unbeirrbare

Mission. Eine Geschichte

über die Sinnsuche, die Technikgläubigkeit

und das Scheitern.

Mit Sylvester Groth, Wolfram

Koch, Matthias Koeberlin.

Nach der Jurydisskussion Frageforum

mit Eugen Ruge (Autor),

Walter Adler (Regie), Thomas

Fritz (Dramaturgie).

Eugen Ruge wurde 1954 in

Soswa (Uralgebiet) geboren.

Er studierte in Berlin Mathematik

und arbeitete

dann

als wissenschaftlicher-

Mitarbeiter am

Zentralinstitut

für Physik der

Erde in Potsdam.

Seit 1986

Eugen Ruge

7

ist er freischaffender

Autor

und Regisseur.

Anfang 1989 verließ er die

DDR, lebte bis 1995 in Krefeld

und heute wieder in Berlin. Er

schreibt Filmszenarien, Theaterstücke

und Hörspiele, zuletzt

„Böhme stirbt in Neustrelitz“

(ORB-SFB 2002),

„Maulwurf sucht Seeadler“

(rbb 2004), „Labyrinth“ (rbb

2006).

Musik: David Darling

Regie: Walter Adler

Produktion MDR 2008

58‘36

Fotohinweise: Michaela Melián/

Thomas Meinecke, Carlos

Eugenio López/Kein & Aber,

Lothar Trolle/henschel Schauspiel,

Paul Plamper/Christian

Thiel, Julian Kamphausen/privat,

Eugen Ruge/privat


Mittwoch, 5.11.

8.30 ZKM_Vortragssaal

Schulvorführung

Der Zven kommt

mit Ohrenspitzerpräsenta tion

10.00 ZKM_Vortragssaal

Schulvorführung

Der Winterplanet

mit Ohrenspitzerpräsenta tion

10.00 ZKM_Kubus

Schulvorführung

Druckwerk Orange

Hörspielinstallation über

verbale Gewalt an Schulen

11.30 ZKM_Vortragssaal

Schulvorführung

Was? Wenn!

mit Ohrenspitzerpräsenta tion

13.00 – 18.00

SWR Baden-Baden

Hörspielworkshop (3-tägig)

Grenzüberschreitungen:

Hörspiel trifft Feature,

Feature Hörspiel

Offen für alle Interessierten

(Anmeldung erforderlich!)

14.00 – 18.00

HfG_Senatsraum

Hörspielworkshop (3-tägig)

Hörspiel schreiben

leicht gemacht

Offen für alle Interessierten

(Anmeldung erforderlich!)

19.00 ZKM_Foyer

Eröffnung

Mit Dr. Heinz Sommer (hr),

Prof. Peter Weibel (ZKM) und

Uwe Hochmuth (HfG),

Moderation: Evi Seibert,

Musik: Hilde Kappes

20.00 ZKM_Kubus

Hörspielvorführung

Speicher

von Michaela Melián | BR 2008

Anschl. Jurydiskussion, danach

Frageforum auf dem Musikbalkon

22.00 ZKM_Kubus

Hörspielvorführung

Abgesoffen

von Carlos Eugenio López

NDR 2008 | Anschl. Jurydiskussion,

danach Frageforum

auf dem Musikbalkon

Donnerstag, 6.11.

8.30 ZKM_Vortragssaal

Schulvorführung

Elfenspuk – ein Grünflächengestaltungsplanhörspiel

mit Ohrenspitzerpräsentation

10.00 ZKM_Vortragssaal

Schulvorführung

Der Teddy und die Tiere

mit Ohrenspitzerpräsentation

10.00 ZKM_Kubus

Schulvorführung

Druckwerk Orange

Hörspielinstallation über

verbale Gewalt an Schulen

10.00 – 15.00

HfG_Senatsraum

Hörspielworkshops

(3-tägig)

Hörspiel schreiben leicht

gemacht

Offen für alle Interessierten

(Anmeldung erforderlich!)

10.00 – 15.00

SWR Baden-Baden

Hörspielworkshops

(3-tägig)

ZKM Führungen/Installationen

Während der ARD Hörspieltage

bietet die ZKM | Museumskommunikation

öffentliche Führungen

zu den aktuellen

Ausstellungen im ZKM | Museum

für Neue Kunst sowie im

ZKM | Medienmuseum an. Im

KlangLabyrinth im HfG_Studio

sind die Besucher eingeladen,

sich in einer für die Hörspieltage

entworfenen Lautsprecherinstallation

durch einen Parcours

von Klangzonen mit narrativen

und experimentellen Hörspielen

zu bewegen. Im ZKM_Foyer

kann man gleich drei Installationen

erleben: Der Gebetomat bietet

Gebete auf Knopfdruck und

innere Einkehr auf kleinstem

Raum. Als interaktives Internetprojekt

für Feature­Fans, Autoren

und O­Ton­Sammler präsentiert

sich der DOKUBLOG von

SWR2. Das HYPERION_Fragment,

die Adaption einer

Lichtszenographie zu einer

Komposition von Georg Friedrich

Haas, kann man ebenfalls

hier bewundern. Der Musikbalkon

wird vom PANTHELLA-

Screen beleuchtet, einer dreidimensionalen

Skulptur der

Karlsruher Lichtkünstler Rainer

Kehres & Sebastian Hungerer,

die mit Projektionen bespielt

wird. An der ZKM_Hörbar

im Foyer sind COLLECTING

ARD Hörspieltage 2008

SOUNDS, audio­visuelle Produktionen

des ZKM | Institut

für Musik und Akustik und des

Karl­Sczuka­Preis­Archivs für

akustische Spielformen, zu hören.

Öffentliche Führungen durch

ZKM_Ausstellungen im ZKM |

Medienmuseum sowie ZKM |

Museum für Neue Kunst:

­ „Hörspieltage­Spezial“,

Führung durch das Medienmuseum

zum Thema „Hören“.

­ Vertrautes Terrain – Collectors‘

Choice

­ Der diskrete Charm der Technologie.

Kunst in Spanien

­ bit international. [Nove] Tendencije

– Computer und visuelle

Forschung. Zagreb 1961­

1973

­ YOU_ser: Das Jahrhundert

des Konsumenten

Kosten für Ausstellungen und

Führungen, auch für Kinder

am Kinderhörspieltag, finden

Sie im Internet unter www.

zkm.de. Für Pauschalpaket­

Besitzer kostenfrei. Pauschalpaket­Besitzer

werden gebeten,

sich bei Interesse unter folgender

Nummer anzumelden: 07 21

/ 81 00­19 90 (Mo. – Fr. 9 – 13

Uhr, Di 14 – 16 Uhr).

Grenzüberschreitungen:

Hörspiel trifft Feature,

Feature Hörspiel

Offen für alle Interessierten

(Anmeldung erforderlich!)

11.00 ZKM_Vortragssaal

Schulvorführung

Nathans Kinder

mit Ohrenspitzerpräsentation

15.00 ZKM_Vortragssaal

Live-Hörspiel

Menschen, Möbel, Dialoge

Von Stefan Weigl | präsentiert

von SWR2 Dschungel

16.00 ZKM_Kubus

Hörspielvorführung

Stern über Marzahn

von Lothar Trolle | DLF, hr

2007 | Anschl. Jurydiskussion,

danach Frageforum auf dem

Musikbalkon

18.00 ZKM_Kubus

Konzert

Mit dem Schlagzeuger László

Hudacsek

19.00 ZKM_Kubus

Hörspielvorführung

Die Unmöglichen

von Paul Plamper und Julian

Kamphausen | WDR, SWR 2008

Anschl. Jurydiskussion, danach

Frageforum auf dem Musikbalkon

21.00 ZKM_Medientheater

Szenische Lesung

Rotkäppchen und der Wolf

Von Martin Mosebach | Mit Andrea

Reuter, Hans Hollmann

und Martin Mosebach

22.00 HfG_Lichthof 4

Konzert

Shantel & Bocuvina Club

Orkestar

Festivalcafé

Während der fünf Festivaltage

sorgt das ZetKaeM, das Café/

Restaurant im Foyer des ZKM,

mit kalten und warmen Getränken

und mit kleinen und

großen Häppchen für das leibliche

Wohl der Besucherinnen

und Besucher. Hier treffen sich

Gäste, Hörer, Hörspielmacher,

Dramaturgen und Jurymitglieder,

um ins Gespräch zu kommen

oder einfach mal das Thema

zu wechseln.

Hörstationen/

Stimmabgabe

ARD Online

Award

Für alle, die ein Hörspiel verpasst

haben, gibt es die Mög lichkeit,

die zehn von ARD und Deutschlandradio

eingereichten Wettbewerbsstücke

nachzuhören: Dafür

sind auf dem ZKM_Musikbalkon

bequeme Hörstationen eingerichtet.

An Internet­Terminals

können die Besucher zugleich

ihre Stimme für den ARD Online

Award abgeben, den Publikumspreis

der ARD Hörspieltage.

Das Hörangebot an den Hörstationen

umfasst außerdem die

Kinderhörspiele, die am Kinderhörspieltag

präsentiert werden.

Freitag, 7.11.

8.30 ZKM_Vortragssaal

Schulvorführung

Miesel und das Glibbermonster

mit Ohrenspitzerpräsentation

10.00 ZKM_Vortragssaal

Schulvorführung

20 000 Meilen unter dem Meer

mit Ohrenspitzerpräsentation

10.00 ZKM_Kubus

Schulvorführung

Druckwerk Orange

Hörspielinstallation über

verbale Gewalt an Schulen

10.00 – 15.00

HfG_Senatsraum

Hörspielworkshops

(3-tägig)

Hörspiel schreiben

leicht gemacht

Offen für alle Interessierten

(Anmeldung erforderlich!)

10.00 – 15.00

SWR Baden-Baden

Hörspielworkshops

(3-tägig)

Grenzüberschreitungen:

Hörspiel trifft Feature,

Feature Hörspiel

Offen für alle Interessierten

(Anmeldung erforderlich!)

15.00 ZKM_Kubus

Hörspielvorführung

Ingenieur Andrées Ballonfahrt

zum Nordpol

von Eugen Ruge | MDR 2008 |

Anschl. Jurydiskussion,

danach Frageforum auf dem

Musikbalkon

17.00 ZKM_Kubus

Hörspielvorführung

ARD Hörspielbahn

Ein außergewöhnliches Hörvergnügen

bieten der Karlsruher

Verkehrsverbund (KVV)

und die ARD während der gesamten

Hörspieltage an. Vom 5.

bis zum 9. November kreist die

ARD Hörspielbahn“ täglich

mindestens vier Stunden durch

die Karlsruher Innenstadt. Und

das Beste daran: Das Mitfahren

und Anhören des Programms

ist kostenlos.

In diesem Jahr widmet sich die

Hörspielbahn vor allem jungen

Hörspielmachern.

Zum einen werden die 11 Produktionen,

die für die „Premiere

im Netz“ nominiert wurden

(vgl. S. 12), in der Bahn zu hören

sein, das Gewinnerstück

fährt also mit. Die Bekanntgabe,

welches Stück ausgezeichnet

wird, findet am 29. Oktober

statt. Zum anderen wird die

Bahn zwischen den Hörstücken

auch live bespielt. Medienkünstler

der HfG Karlsruhe

EL NIÑO – Verweht, geröstet,

schockgefroren

von Götz Lemberg | RB, SWR,

rbb 2007 | Anschl. Jurydiskussion,

danach Frageforum auf

dem Musikbalkon

19.00 ZKM_Kubus

Hörspielvorführung

Das Wunderwerk – oder The

RE-Mohammed-TY-Show

von Christian Lollike | SWR

2008 | Anschl. Jurydiskussion,

danach Frageforum auf dem

Musikbalkon

21.00 HfG_Lichthof 4

Live-Radioshow

Das Magische Auge

Mit Robert Kreis, Jochen Busse

u. a., Moderation: Axel Naumer

Samstag, 8.11.

11.00 ZKM_Kubus

Hörspielvorführung

Minutentexte

von Christian Pantenburg und

Michael Baute | hr, DLF 2008 |

Anschl. Jurydiskussion, danach

Frageforum auf dem Musikbalkon

14.00 ZKM_Kubus

Hörspielvorführung

Gras wachsen hören. Das biolingua

Institut wird 100 Jahre alt

von Liquid Penguin Ensemble |

SR 2007 | Anschl. Jurydiskussion,

danach Frageforum auf dem

Musikbalkon

16.00 ZKM_Kubus

Hörspielvorführung

Amok Koma

von Alfred Behrens | rbb 2007 |

Anschl. Jurydiskussion, danach

Frageforum auf dem Musikbalkon

setzen die Bewegung durch

Karlsruhe schallgerecht um.

Selbstverständlich erreicht

man auch die Veranstaltungen

der ARD Hörspieltage bequem

mit der „ARD Hörspielbahn“:

einfach an der Haltestelle Lessingstraße

aussteigen.

Die Bahn zieht ihre Runden

von Mittwoch bis Freitag

durchgehend von 15 bis 19 Uhr,

am Samstag von 10 bis 18 Uhr

und am Sonntag von 10 bis 14

Uhr. An jeder Station der Innenstadtroute

kann man ein­

und aussteigen, die Bahn startet

bzw. endet an der

Haltestelle Lessingstraße in der

Gartenstraße, nördlich des

ZKM und passiert u. a. Bahnhof,

Kaiserstraße, Marktplatz

und Zoo.

Den Fahrplan und die genaue

Strecke gibt es im Internet unter

www.radio.ARD.de und an

den Informationskästen der

Straßenbahn­Haltestellen.

18.00 ZKM_Vortragssaal

Öffentliche Aufzeichung

SR2 Diskurs

„Wer einmal lügt, dem glaubt

man nicht ...“

Medienkompetenz im Digitalen

Zeitalter

19.00 ZKM_Kubus

Klangdomkonzert

Raumklangerlebnis mit

47 Lautsprechern

20.00 ZKM_Foyer

Klangplastiken

Schlagzeuger erschaffen

Klangwelten

21.00 ZKM_Medientheater

Preisverleihung

Deutscher Hörspielpreis der

ARD, ARD Online Award, Premiere

im Netz mit SR­Intendant

Fritz Raff, hr­Hörfunkdirektor

Dr. Heinz Sommer und

SWR­ Hörfunkdirektor Bernhard

Hermann. Musik: Motion

Trio, Moderation: Evi Seibert.

Anschließend: Präsentation

des Gewinnerstückes der

„Premiere im Netz“

22.15 ZKM_Medientheater

Konzert

Motion Trio

Das Trio definiert das Akkordeonspiel

neu.

23.00 ZKM_Vortragssaal

Hörspielvorführung mit

Prelistening

ARD Radio Tatort-Nacht

Falsches Herz von Friedrich

Ani und Uta­Maria Heim |

SWR 2008 | Krimkrieg in

Wiesbaden von Roland Schimmelpfennig

| hr 2008 | Abriss

von Tom Peuckert | rbb 2008

Wege zum Hörspiel

ZKM | Zentrum für Kunst und

Medientechnologie Karlsruhe

Lorenzstr. 19, 76135 Karlsruhe

Anfahrt von Norden: A5 bis

Ausfahrt KA­Mitte, weiter auf

der Südtangente Richtung Lan­

dau dem ZKM­Schild folgen,

Ausfahrt 4.

Von Süden: A5 bis

KA­Süd, dem ZKM­

Schild folgen.

Parken: Kostenpflichtiges Park­

haus mit 700 Plätzen unter dem

ZKM, Einfahrt Südendstraße.

Öffentliche Verkehrsmittel:

Vom

Hauptbahnhof aus

mit der Linie 2

(Richtung ZKM) bis Haltestelle

ZKM (Fahrzeit ca. 6 Min).

Öffnungszeiten

ZKM | Museen

während der ARD

Hörspieltage:

Mi. + Fr. 10 – 18 Uhr

Do. 10 – 20 Uhr

Sa. + So 11 – 18 Uhr

www.zkm.de

ARD Kinderhörspieltag 9. 11. 2008

Sonntag, 9.11.

11.00 ZKM_Foyer

Eröffnung

Moderation: Nicola Müntefering,

Musik: Ferri & Perlico

Perlaco und die Akteure des

Kinderhörpieltages

11.00 – 18.00

ZKM_Kl. Seminarraum

hr2-Lauschinsel

Eine Klangreise um die Erde

11.00 – 18.00

HfG_Lichthof 3

Workshop

Lichtbilder: Eigene Geschichten

werden zum Leuchten gebracht

| ab 6

11.30 – 16.00 ZKM_Foyer

Mitmach-Programm

hr2-Domino-Spielbox-Show

Spiele zum Mitmachen,

Raten und Hören | ab 8

11.30 – 16.00

ZKM_Medientheater

Live-Programm für die

Kleinsten

Wege im ZKM – Die Spielorte

Anfahrtsplan

Bärenbude und Ohrenbär, mit

Erwin Grosche und den Flamingos

| ab 4

11.30 ZKM_Kubus

Kinderhörspielvorführung

Der Teddy und die Tiere

von Michael Ende

MDR 2007 | ab 5

11.30 ZKM_Vortragssaal

Kinderhörspielvorführung

Elfenspuk – ein Grünflächengestaltungsplanhörspiel

von Renus Berbig | BR 2008

ab 8

12.00, 15.30 + 17.00

ZKM_Foyer

Mitmach-Kinder-Musik

Mit Ferri & Perlico Perlaco

ab 4

12.30 – 17.00

ZKM_Musikbalkon

Workshop Gespensterorgel

Bau eines Theremins

ab 10

12.30 + 16.00 HfG_Studio

Hörspielwerkstatt

SWR2-Spielraumtour | ab 6

12.30 ZKM_Kubus

Kinderhörspielvorführung

Was? Wenn!

Von Claudia Schreiber

WDR 2008 | ab 8

12.30 ZKM_Vortragssaal

Kinderhörspielvorführung

20 000 Meilen unter dem Meer

von Jules Verne

DKultur 2008 | ab 9

14.00 HfG_Lichthof 4

Live-Hörspiel mit Musik

Schon schön oder Die ungewöhnliche

Geschichte vom Ö

Mit der hr­Bigband und dem

Kinderchor Frankfurt

hr/BR/DKultur/NDR/SWR/

WDR 2008

15.15 ZKM_Foyer

Preisverleihung

Deutscher Kinderhörspielpreis

/ Kinderhörspielpreis

der Stadt Karlsruhe

16.00 ZKM_Kubus

Kinderhörspielvorführung

Gewinnerstück Deutscher Kinderhörspielpreis

16.00 ZKM_Vortragssaal

Kinderhörspielvorführung

Miesel und das Glibbermonster

von Ian Ogilvy | NDR 2008

ab 9

16.30 ZKM_Medientheater

Kinderhörspielvorführung

Der Winterplanet

von Hermann Stange | rbb

2008 | ab 5

17.30 ZKM_Vortragssaal

Kinderhörspielvorführung

Nathans Kinder

von Ulrich Hub | hr, NDR,

WDR 2008 | ab 9

17.30 ZKM_Kubus

Kinderhörspielvorführung

Der Zven kommt

von Herbert Beckmann

SWR 2007 | ab 10

Während des ganzen

Kinderhörspieltags treibt

Clown Schorsch sein

Unwesen ...

� = Sendungen

� = Rahmenprogramm

� = Hörspielvorführungen

� = Workshops


10 Wettbewerbsstücke

Freitag, 7. November 2008,

17 Uhr, ZKM_Kubus

EL NIÑO –

Verweht, geröstet,

schockgefroren

Von Götz Lemberg

Die Fischer an der peruanischen

Küste nennen die schweren

wochenlangen Regenfälle,

die alle sechs bis sieben Jahre

ihre Küste aufsuchen, „El

Niño“, das Christuskind. Denn

El Niño beginnt bekanntlich

immer um die Weihnachtszeit.

Weniger bekannt ist, dass El

Niño weltweit das Wettersystem

tiefgreifend beeinflusst.

Dieses Klimaphänomen entsteht

durch die Erwärmung

riesiger Wassermengen im Ostpazifik.

Damit kommt es zu einem

klimatischen Umbruch,

mit katastrophalen Folgen für

Mensch und Natur. Im Verlauf

von ca. eineinhalb Jahren wandert

El Niño von Südamerika

über Südafrika nach Indien,

Australien und Indonesien.

Nach etwa einem Jahr taucht

er auf der Nordhalbkugel auf.

Während dieser Zeit ver ursacht

El Niño Überschwemmungen,

Dürreperioden, Waldbrände,

Hungersnöte, Epi demien, Kältefronten,

Migrationswellen

etc.

Das Hörstück thematisiert das

existentielle Ausgeliefertsein

des Menschen angesichts überwältigender

Naturgewalten. Es

ist in fünf Teilen konzipiert –

den Kontinenten entsprechend.

Als Klangmaterial dienen Geräusche

und Instrumente. Sie

sind gleichwertig eingesetzt

und bewegen sich im Grenzbereich

von Geräuschhaftigkeit

und Musik. Weil keine Geschichte

im narrativen Sinn erzählt

wird, besteht die Sprachebene

aus einer Collage aus

unterschiedlichem literarischen

Material: Wettervorhersagen,

Äußerungen von Betroffenen,

Statistiken zur Umweltzerstörung

etc. Die Übergänge zwischen

den einzelnen Teilen sind

fließend.

Mit David Moss, Jutta Lampe,

Peter Simonischek, u. a.

Nach der Jurydiskussion Frageforum

mit Götz Lemberg

(Realisation) und Holger Rink

(Dramaturgie).

Götz Lemberg, geboren 1963 in

Frankfurt/M., arbeitete nach

dem Studium

als freier Künstler

im Bereich

Licht-, Klang-,

Rauminstallation.

Zudem produziert

er als

Autor und

Komponist

Götz Lemberg

Hörstücke für

das Radio. Zum

Thema Hören

entwickelte Lemberg eine umfangreiche

Werk reihe aus 22 Installationen,

die auf mehreren

Klangkunstfestivals ausgestellt

wurde. Götz Lemberg lebt und

arbeitet in Berlin.

Musik: Peter Koch,

Christoph Renner, Jörg Huke

Realisation: Götz Lemberg

Produktion: RB, SWR,

rbb 2007

47’26

Freitag, 7. November 2008,

19 Uhr, ZKM_Kubus

Das Wunderwerk –

oder The RE-

Mohammed-TY-Show

Von Christian Lollike

Kurz nach den Terroranschlägen

vom 11. September 2001

sagte Karlheinz Stockhausen

auf einer Pressekonferenz:

„Was da geschehen ist, ist —

jetzt müssen Sie alle Ihr Gehirn

umstellen — das größte Kunstwerk,

das es je gegeben hat.“

Ein Aufschrei der Empörung

bewegte Stockhausen wenig

später zu einer öffentlichen

Entschuldigung: „Wenn sich

irgendjemand verletzt fühlt

durch meine Äußerungen bei

der Pressekonferenz, dann bitte

ich um Verzeihung, denn ich

habe nie gefühlt oder gedacht,

was in meine Worte hineingelegt

worden ist.“

Der Autor Christian Lollike

nimmt Stockhausens irritierende

Worte als Ausgangspunkt

für seinen Text, in dem er

Figuren auf die Suche nach

dem „Wunderwerk“ schickt.

Es soll nicht so falsch und gespielt

sein, wie die Reality-

Shows, die „RE-Mohammed-

TY-Shows“. Es soll echt sein

und wahr und es soll Aufmerksamkeit

erregen: „Das Wunderwerk

wirft die Frage auf:

Wünscht sich der moderne

Mensch im Grunde die Katastrophe?

Weil die Katastrophe

die Panik erregt, die dafür

sorgt, dass wir endlich etwas

anderes als Gleichgültigkeit

empfinden?“

„Das Wunderwerk oder The RE-

Mohammed-TY Show“ wurde

in Dänemark als Meisterwerk

gefeiert und war gleichzeitig

Anlass für kontroverse öffentliche

Diskussionen. Thematisch

hochbrisant, mit schwarzem

Humor und sprachlich versiert,

wirft es ein Schlaglicht auf den

Komplex von Kunst, Glauben

und Terror.

Mit Mira Partecke, Laura

Maire, Fabian Busch, Barnaby

Metschurat.

Nach der Jurydiskussion Frageforum

mit Christian Lollike

(Autor), Antje Vowinckel (Regie).

Christian Lollike wurde 1973

in Dänemark geboren. Er ist

Gründungsmitglied von „The

Sheriff“, einer Gruppe, die dem

vorhersehbaren Theater den

Kampf angesagt hat. Zu seinen

Werken zählen Hörspiele,

Drehbücher

und mehrere

Theaterstücke.

Sie behandeln

Themen, die, so

Lollike, in der

dänischen Gesellschaft

zu

selbstgerecht

Christian

Lollike

diskutiert werden.

Die dänischeHörspielproduktion

von

„Das Wunderwerk“ wurde

2006 mit dem Prix Europa ausgezeichnet.

Übersetzung: Gabriele Haefs

Regie: Antje Vowinckel

Produktion: SWR 2008

55’36

Samstag, 8. November 2008,

11 Uhr, ZKM_Kubus

Minutentexte

Von Volker Pantenburg

und Michael Baute

The Night of The Hunter – Die

Nacht des Jägers war die einzige

Regiearbeit von Charles Laughton

und blieb ohne großen kommerziellen

Erfolg im amerikanischen

Kino der fünfziger

Jahre. Robert Mitchum als falscher

Prediger Harry Powell

umgarnt und verführt eine verschlafene

kleine Gemeinde und

vor allem die junge Witwe Willa

(Shelly Winters), um an die Beute

ihres hingerichteten Mannes

zu kommen. Die 10 000 Dollar

aus einem Raubzug sind in der

Puppe des Töchterchens versteckt.

Das Grauen dieses Film

Noir, eines Märchens für Erwachsene

im Stile des amerikanischen

Gothics, kommt auf leisen

Sohlen daher. The Night of

The Hunter gewann allmählich

Kultstatus unter Cineasten.

Zwei von ihnen, Volker Pantenburg

und Michael Baute, verteilten

die 93 Minuten des Films

an ebenso viele Autoren – an

Filmemacher, Schauspieler,

Filmwissenschaftler und Kritiker,

an Lyriker und Dramatiker

– mit der Bitte, diese eine Minute

nachzuerzählen, sie zu analysieren

oder zu interpretieren.

Unter ihnen waren unter anderen

Harun Farocki, Hanns

Zischler, Julia Hummer, Martin

Heckmanns und Stephan Geene.

Herausgekommen ist ein

Buch, das die Kritik das schönste

Filmbuch des Jahres nannte,

und ein Hörspiel, das den Filmton

mit einbezieht sowie die

amerikanische Originalversion

des Hörspiels – ebenfalls von

Charles Laughton.

Mit Bettina Engelhardt, Susana

Fernandes Genebra, Uta Hallant

u. a.

Nach der Jurydiskussion Frageforum

mit Michael Baute (Autor).

Michael Baute, geboren 1968,

wohnt in Berlin. Er arbeitet in

der Medienbranche und als freier

Autor. Seit

1999 veröffentlicht

er seine

Texte sowohl in

Büchern als

auch im Internet,

z. B. in

„Jungle World“,

Michael Baute

Volker

Pantenburg

„Starship“,

„ R e c h e r c h e

Film und Fernsehen“

und seit

2001 im Weblog

„new filmkritik“.

Volker Pantenburg,

Jahrgang

1973, promovierte

über die

Filmemacher

Harun Farocki

und Jean-Luc

Godard. Pan-

tenburg hat zahlreiche Aufsätze

zu Literatur und Film veröffentlicht.

Er schreibt außerdem im

Weblog „new filmkritik“.

Regie: Oliver Sturm

Produktion: hr / DLF 2008

66‘08

Samstag, 8. November 2008,

14 Uhr, ZKM_Kubus

Gras wachsen hören.

Das biolingua Institut

wird 100 Jahre alt

Von Liquid Penguin Ensemble

Sammlung und Forschung im

weiten Feld „pflanzlichmenschlicherBeziehungsgeflechte“

– mit dieser Zielsetzung

wurde das biolingua

Institut 1907 gegründet. Stifterin

war die schillernde Madame

Asch, eine wohlhabende

Industriellenwitwe, deren

letzter Wille damit eingelöst

wurde. Die Intelligenz der

Sonnenblume – manche Botaniker

behaupten, es gäbe sie,

auch wenn sie natürlich nicht

vergleichbar ist mit der Leistungsfähigkeit

des menschlichen

Gehirns. Pflanzen wachsen

erst, dann welken sie

– mehr nicht, dachte man. Von

wegen! Nicht nur das von Madame

Asch 1907 gegründete

biolingua Institut glaubt mit

seinen Forschungen Belege für

Kommunikationsstrukturen

in der Pflanzenwelt gefunden

zu haben. Akribisches Sammeln

von Einzelphänomenen

sowie jahrelange Selbstversuche

mit negativ beschleunigter

Atem- und Pulsfrequenz vertieften

das Verständnis von

pflanzlichen Kommunikations-Codes

und Zeitvorstellungen

(die Fachpresse sprach

von der „wahren Entdeckung

der Langsamkeit“). Das Liquid

Penguin Ensemble hat

sich im weitverzweigten Forschungsarchiv

des biolingua

Instituts umgesehen, eigene

Experimente unternommen

und ist zu interessanten Ergebnissen

gekommen ...

Mit Katharina Bihler, Jan-Aiko

zur Eck, Gunter Cremer,

Gabriel Schlenstedt u. a.

Nach der Jurydisskussion Frageforum

mit Katharina Bihler

(Text + Realisation), Stefan

Scheib (Musik + Realisation),

Anette Kührmeyer (Dramaturgie).

Das Liquid Penguin Ensemble

wurde 1997 von Katharina

Bihler und Stefan Scheib in

Saarbrücken gegründet. Bihler

arbeitet als Schauspielerin,

Autorin und Regisseurin und

Scheib als Komponist und

Bassist. Gemeinsam haben sie

Katharina Bihler

und Stefan Scheib

an diversen Projekten als Zusammenspiel

aus Neuer Musik,

Hörspiel, Theater und

neuen Medien mitgewirkt und

Klang- und Hörspielinstallationen

realisiert.

Musik: Stefan Scheib

Regie: Katharina Bihler

und Stefan Scheib

Produktion: SR 2007

63’19

Samstag, 8. November 2008,

16 Uhr, ZKM_Kubus

Amok Koma

Von Alfred Behrens

Die Hauptfigur, ein Mann mittleren

Alters, diktiert einer jungen

Frau einen Roman. Darin

geht es um den Amoklauf eines

Mannes mittleren Alters, der

unverkennbar die Züge der

Hauptfigur trägt. Soviel ist

klar, doch dann verwischen

sich allmählich die Grenzen

zwischen Realität und Fiktion.

Und auch zwischen den Genres:

denn jetzt geht es um die

Verfilmung des Romans. Es

geht darum, dass ein Mann einer

jungen Frau ein Drehbuch

für einen Film über einen

Amoklauf diktiert. Und je weiter

wir in die Geschichte vordringen,

um so mehr verlassen

wir das sichere Terrain unserer

gewohnten Wahrnehmungsmuster.

Findet dieser Amoklauf

nur im Roman statt? Oder im

Film? Oder doch in der Wirklichkeit?

Wird er geschrieben,

um ihn zu verhindern? Oder

um ihn vorzubereiten? Ein faszinierend

schillerndes Hörgeschehen

öffnet sich, ein Fluktuieren

zwischen Hörspiel,

Film und Videogame, zwischen

Bewusstsein und Unterbewusstem.

Mit Alexander Radszun, Katharina

Schmalenberg, Nora

Abdel-Maksoud, Julia Gorr,

Anna Kurek, Thomas Morris,

Anouschka Trocker/Seby Ciurcina.

Nach der Jurydisskussion Frageforum

mit Alfred Behrens

(Autor, Regie), Regine Ahrem

(Dramaturgie).

Alfred Behrens, geboren 1944

in Hamburg-Altona, absolvierte

zunächst eine Lehre als Verlagskaufmann,

bevor er ein

Studium an der Meisterschule

für Grafik, Druck und Werbung

in Berlin

begann. Darüberhinausarbeitete

er als

P r o g r a m m e

Assistant bei

der BBC London.

Seit 1969

schreibt Beh-

Alfred

Behrens

rens Hörspiele,

die mit vielen

Preisen ausgezeichnetwur-

den, u. a. dem Hörspielpreis

der Kriegsblinden 1973, dem

Frankfurter Hörspielpreis 1987

und dem Günter-Eich-Preis

2007. Alfred Behrens lebt heute

als Autor und Regisseur in

Berlin.

Regie: Alfred Behrens

Produktion: rbb 2007

54’09

Fotohinweise:

Götz Lemberg/privat

Christian Lollike/Felix Bloch Erben

Volker Pantenburg/Rainer Schäle

Michael Baute/Stefan Pethke

Katharina Bihler/SR/Oliver Dietze

Stefan Scheib/SR/Oliver Dietze

Alfred Behrens/Christian Hahn


Preise

Deutscher Hörspielpreis der ARD

Der Jurypreis der ARD Hörspieltage

Zehn Hörspiele von ARD und Deutschlandradio stehen im Wettbewerb um den Deutschen Hörspielpreis der ARD. Über die Vergabe entscheidet eine fünfköpfi -

ge Fachjury unter der Leitung von Hortensia Völckers, Vorstand und Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes. Die Experten diskutieren nach

jeder Hörspielvorführung öffentlich. In geheimer Sitzung entscheiden sie dann am Samstagnachmittag über das Gewinnerstück. Der aus Urkunde und Trophäe

bestehende Preis ist mit 5 000 Euro verbunden, gestiftet von der ARD, und führt zur Übernahme des prämierten Hörspiels durch alle Landesrundfunkanstalten

der ARD und DLR. Überreicht wird die Auszeichnung durch den ARD-Vorsitzenden Fritz Raff. Der Jury gehören an:

Hortensia Völckers (Juryvorsitz):

Studium

der Kunstgeschichte

und

Politologie in

München; ab

1989 Organisa-

Foto: Maria Ziegelböck

tion und Konzeption

der Internationalen

Tanzbiennale in München; Kuratorin

diverser Projekte u. a.

am Theater am Turm in Frankfurt;

Persönliche Referentin der

Künstlerischen Leiterin Catherine

David bei der documenta X

in Kassel; von 1997 bis 2001 Co-

Direktorin der Wiener Festwochen;

seit 2002 Vorstand und

Künstlerische Direktion der

Kulturstiftung des Bundes.

Jochen Meißner (Zugleich Mitglied

in Kinderhörspiel-

Jury): Studium

der Germanistik,Philosophie

und Poli-

Foto: Birgit Doris Krause

tologie in Köln

und Berlin;

seit 1993 freier

Kultur- und Medienjournalist,

Featureautor; seit 1996 ständiger

Hörfunkkritiker für die

Funk-Korrespondenz; Mitglied

ver schiedener Jurys (Hörspielpreis

der Kriegsblinden, Hörspiel

des Monats, Deutscher

Kinderhörspielpreis); Künstlerischer

Leiter des Hörspielsymposions

an der Eider,

Rendsburg.

Theresia Walser: Besuchte von

1990 bis 1994

die Hochschule

für Musik und

Theater Bern,

wo sie eine

Schauspiel-

Foto: Privat

ausbildungabsolvierte;anschließend war

sie zwei Jahre lang Ensemblemitglied

am Jungen Theater

Göttingen; 1998 wurde sie in

der Kritiker-Um frage der Zeitschrift

Theater heute zur besten

Nachwuchsautorin gewählt,

1999 zur besten deutschsprachigen

Autorin; mehrfach ausgezeichnet

u. a. mit dem Schiller-Förderpreis

des Landes

Baden-Württemberg.

Preise

Deutscher Kinderhörspielpreis

Der gemeinsame Jury-Preis von ARD und Filmstiftung Nordrhein-Westfalen

Gerda Hollunder: Studium der

Germanistik

und Geschichte

in München;

seit 1968 freie

Hörfunkjournalistin

für den

Foto: Privat

BR und ab 1971

Redakteurin in

der Abteilung

Familie und Gesellschaft beim

WDR in Köln; ab 1988 stellvertretende

Leiterin und ab 1992

Leiterin des Programmbereichs

Kultur, Hörspiel und Un terhaltung

des WDR; 1994

bis 2004 Programmdirektorin

beim DeutschlandRadio Berlin;

seit 2004 ist Gerda Hollunder

wieder als freie Journalistin

tätig.

Der Deutsche Kinderhörspielpreis wird in diesem Jahr zum dritten Mal im Rahmen der ARD Hörspieltage vergeben. Ausgezeichnet

wird „die beste Autoren-/ Adaptionsleistung auf dem Felde des Kinderhörspiels“. Stifter des mit 5 000 Euro dotierten

Preises sind zu gleichen Teilen die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen und die ARD. Einreichen durften die Landesrundfunkanstalten

der ARD und DLR, sowie alle anderen Hörspielproduzenten und Autoren. Das Preiswerk wird zum Abschluss des ARD

Kinderhörspieltages am Sonntag, 9. November, um 16 Uhr im ZKM_Kubus vorgeführt. Zur fünfköpfi gen Jury unter dem Vorsitz

von Frank Olbert gehören:

Frank Olbert (Juryvorsitz): Stellvertr.Feuilletonchef

beim

Kölner Stadt-

Anzeiger,

Schwerpunkt:

Kinofi lm; zu-

Foto: Peter Rakoczy

vor Studium

der Germanistik,

Philosophie

und Anglistik; daneben freie

Mitarbeit bei FAZ und Kölner

Stadtanzeiger zu Medienthemen

und Hörspiel; Radiosendungen

für ARD und DLF.

Karin Lorenz: Studium der

Theaterwissenschaften

und

Philosophie an

der Humboldt-

Universität

Berlin; Drama-

Foto: Privat

turgin bei DeutscheSchallplatten,

danach ebd.

freie Produzentin und Autorin;

1991 bis 2005 Redakteurin, Produzentin,

Programmleiterin

beim Patmos Verlag Düsseldorf;

seit 2006 freischaffend.

Hörspielpreise

Herrmann Schulz: 1967 bis 2001

Leiter des Wuppertaler

Peter

Hammer Verlags;

seit Mitte

der 90er Jahre

zahlreiche Ver-

Foto: Frank Becker

öffentlichungen:Bilderbücher,Kinder-

und Erwachsenenromane,

in mehrere Sprachen übersetzt;

zahlreiche Auszeichnungen;

mehrfach nominiert für den Jugendliteraturpreis.

� Verleihung: Sonntag, 9. November,

15.15 Uhr, ZKM_Foyer

Dr. Eva-Maria Lenz: Freie Journalistin;Veröffentlichungen

zur Geschichte

des Hörspiels

und zu modernen

Autoren;

Foto: Privat

Film und Medienkritiken

für

epd medien und

FAZ; 1972 Dissertation an Univ.

Frankfurt; ebd. Lehraufträge in

Literaturwissenschaft; zahlreiche

Juryerfahrungen, u. a. Hörspielpreis

der Kriegsblinden.

Jochen Hieber: Studium der

Germanistik,

G e s c h i c h t e

und Philosophie

in Göttingen;

seit

1976 Nord-

Foto: F.A.Z./

Wonge Bergmann

deutschland-

Kulturkorres -

pondent der

Süddeutschen Zeitung sowie

freier Mitarbeiter der Zeit und

des Deutschlandfunks; seit

1983 Feuilleton-Redakteur

und Literaturkritiker der FAZ,

von 2001 bis 2005 zudem Moderator

des Weimarer Salons

im MDR-Fernsehen und von

2003 bis 2006 Kulturbeauftragter

der Fußball-WM in

Deutschland.

Preise

11

� Verleihung: Samstag, 8. November,

21 Uhr, ZKM_Medien theater,

Sendung: Sonntag, 9. November,

in hr2-kultur (11.05 Uhr)

und SWR2 (11.03)

Preis der

Karlsruher

Kinderjury

Karlsruhe stiftet zum dritten

Mal den mit 1 000 Euro

dotierten Kinderhörspielpreis

der Stadt Karlsruhe.

Die Auszeichnung geht an

die beste Autoren- bzw. Adaptionsleistung

von einem

der vorgeführten ARD-/

DLR-Kinderhörspiele.

Über die Vergabe entscheidet

eine eigens einberufene

Kinderjury, die mit Hilfe

des Landesmedienzentrums

Baden-Württemberg

und der Stadt Karlsruhe

ausgewählt wurde. (Verleihung

am 9. November 2008,

15.15 Uhr).


12 Preise/Hörspieltage im Netz

Internet-Angebot

Das Hörspiel geht online

Die ARD Hörspieltage im Internet unter www.radio.ARD.de

Hörspiele zum Anhören, Herunterladen,

Bewerten und

alles Wissenswerte rund um das

Festival des Hörspiels – noch bevor

es in Karlsruhe richtig losgeht,

startet das Internetangebot

zu den ARD Hörspieltagen

auf www.radio.ARD.de mit

ausführlichen Informationen

zum Programm und mit der

„Premiere im Netz“. Seit dem

22. Oktober finden Hörspielfans

Hintergrundinformationen zu

Hörspielmachern, exklusive

Hörproben und natürlich eine

große Auswahl an Hörspielen

zum Anhören und Herunterla-

Publikumspreis

Abstimmen per Klick

Der ARD Online Award

Auch in diesem Jahr ist wieder

das Publikum gefragt:

Alle zehn Hörspielproduktionen

der ARD und vom Deutschlandradio,

die für den Deutschen

Hörspielpreis der ARD

nominiert sind, stehen auch für

den ARD Online Award zur Abstimmung.

In diesem Jahr zum

sechsten Mal ausgeschrieben,

ist der Preis inzwischen für

die Hörspiel-Gemeinschaft ein

wichtiges Feedback und eine

begehrte Auszeichnung. Denn

während beim Deutschen Hörspielpreis

der ARD eine Profijury

den Gewinner kürt, ent-

scheiden über den ARD Online

Award die User – einfach online

per Klick.

Noch bis zum 8. November, um

18 Uhr ist die Meinung der

Nutzer gefragt: Sie können im

Internet unter www.radio.ARD.

de alle nominierten Stücke des

ARD Online Awards bzw. des

Deutschen Hörspielpreises der

ARD anhören und kommentieren.

Die Hälfte der Produktionen

steht zudem als Download

zur Verfügung. Jeder Besucher

der Seite hat eine Stimme, mit

der er seinen Favoriten dem

Sieg des Publikumspreises et-

den. Abgerundet wird das Angebot

mit Gewinnspielen, Videos

von den Höhepunkten des

Programms und multimedialen

Beiträgen direkt vom Festival in

Karlsruhe. Und auch wer selbst

bei den ARD Hörspieltagen

vorbeischauen und seinen Besuch

planen möchte, ist hier genau

richtig: Wann welche Hörspiele

präsentiert werden, auf

welchen Partys der Tag ausklingt,

welche Konzerte stattfinden

und welche Workshops

zur Auswahl stehen – das komplette

Programm gibt es auf

www.radio.ARD.de.

was näher bringen kann. Bei

der Bewertung der Stücke zeigte

das letzte Jahr, dass die Meinungen

der Jurorengruppen

auseinander gehen können: Die

User-Jury des Online-Awards

vergab den Publikumspreis

2007 an „Walk of Fame“ von

Ulrich Bassenge, während die

Profikritiker „Enigma Emmy

Göring“ von Werner Fritsch

zum Sieger bestimmten. Überreicht

wird der ARD Online

Award von Bernhard Hermann

(SWR-Hörfunkdirektor) im

Rahmen der allgemeinen Preisverleihung

am 8. November.

Newcomerpreis

Hörspielnachwuchs

Premiere im Netz

Eine große Chance für freie

Hörspielmacher eröffnet

sich beim Wettbewerb „Premiere

im Netz“. Über 100 Nachwuchsproduzenten

machten

sich Gedanken über Konzept

und Umsetzung eines gelungenen

Kurzhörspiels und reichten

Preisverleihung „Premiere im

Netz“ 2007 Foto: SWR/Schmidt

Premiere im Netz

Die Nominierten für die „Premiere

im Netz“ in alphabetischer

Reihenfolge:

� „Die Fliege“

von Jan Barahona Munoz

Ein Professor verschluckt

versehentlich eine Fliege. Das

Insekt schwirrt durch Speiseröhre,

Magen und Darm und

gelangt durch einen Pups des

Professors wieder ins Freie.

� „Krabat und die schwarze

Pumpe“

von Sebastian Tschöpel

Der sorbische Sagenbursche

Krabat wird von einer dunklen

Traumstimme zur schwarzen

Pumpe gerufen, um dort

zu arbeiten. Bald steht er vor

einer schweren Entscheidung.

Gänsehautgeschichte nach

einer alten Volkssage.

� „Mutabor“

von Christoph Tiemann

Eine freiheitliche Nation im

Süden eines von christlichem

Hass dominierten Europa -

das wäre Südspanien heute,

wenn es nach der maurischen

Eroberung seit dem 8. Jahrhundert

unter islamischer

Herrschaft geblieben wäre.

Eine Utopie.

� „Nackt in C-Dur“

von Christian Schnitker

Eine Frau und ein Mann sitzen

nebeneinander in einem

Klassik-Konzert und tauschen

sich aus. Plötzlich entdecken

sie etwas Ungeheuerliches:

Ein nackter Mann ohne

Instrument sitzt inmitten des

Orchesters.

� „Operator“

von Fabian Kühlein

Eine junge Frau versucht die

Nummer ihres Ex-Freundes

bei der Telefonauskunft zu erfragen.

Im Laufe des Gesprächs

fällt es ihr zunehmend

schwerer, ihr Vorhaben

zu meistern.

ihre Produktionen über ein Upload-Formular

bei ARD.de ein.

Eine Fachjury aus Hörspieldramaturgen

und Mitarbeitern des

ZKM ermittelte unter ihnen elf

Nominierte. Bei der Preisverleihung

am 8. November mit Dr.

Heinz Sommer (hr-Hörfunkdirektor)

entscheidet sich, wer die

Trophäe mit nach Hause nehmen

und ein Hörspiel in einem

professionellen Hörspielstudio

eines ARD-Senders produzieren

darf, das im Radio gesendet

wird. Die User können am PC

alle Hörspiele im Wettbewerb –

wie auch die Stücke des ARD

Online Awards beziehungsweise

des Deutschen Hörspielpreises

der ARD – online anhören. Unter:

www.radio.ARD.de.

Verleihung: Samstag,

8. November, 21 Uhr,

ZKM_Medientheater

� „Die Prinzessin“

von Hermann Mensing

Die Prinzessin erzählt von einer

alten Frau. Von ihren Fantasien,

von ihrem Leben in

der Vergangenheit, der Gegenwart

und vom aufziehenden

Tod.

� „Psychopair“

von Claudia Weber

Psychopathen sind weder

desorientiert noch krank. Was

sie tun, ist das Ergebnis ihres

freien Willens. Die Vermittlungsagentur

„Psychopair“

schafft Psychopathen aus der

Welt. Ein Dokuhörspiel.

� „Rauchen tötet“

von Thomas Coucoulis

Ein Hörstück basierend auf

Originaltönen, aufgenommen

im Bierlokal. Es illustriert die

Geschichte des Protagonisten

Tobi und liefert Gründe dafür,

das Rauchen aufzugeben.

� „Stummfisch wird

Schaumzahn“

von Anselm Schulin und

Ricarda Franzen

Im Bauch ist es so schön, aber

dann kommt die Geburt. Eltern,

Tanten, Opas und Klassenkameraden

reden auf das

Kind ein. Bis zum bitteren

Ende. Eine Collage.

� „Train Womanizing“

von Markus Behr

Begleiten Sie bekennende

„Train Womanizer“ auf

Brautschau im Zug, verfolgen

Sie einen Train-Womanizing-

Wettkampf, hören Sie eine soziologische

Analyse und eine

Pro-und-Contra-Debatte!

� „Transrapid“

von Oliver Hehn

Der Münchener Transrapid

hat es doch noch geschafft,

gebaut zu werden. Eine Live-

Berichterstattung über die

erste Abfahrt vom Hbf ins Erdinger

Moos.


Hörspielvorführungen

Kinderhörspiele

Die Besten von ARD und DLR

� Sonntag, 9. November,

11.30 Uhr, ZKM_Kubus

Der Teddy

und die Tiere

Von Michael Ende

„Wozu bist du überhaupt da?“

fragte eines Tages die Fliege

den Teddybär Washable. Der

Junge, dem er gehörte, brauchte

ihn schon lange nicht mehr,

und als Washable

nichts einfiel,

schimpfte

ihn die Fliege

einen Dummkopf.

Aber das

ließ der alte

Bär nicht so

einfach auf

Michael Ende

sich sitzen! Er

kletterte von

der Fenster­

bank und machte sich auf die

Suche nach einem Sinn.

Mit Klaus Manchen (Washable),

Gerd Baltus (Kuckuck), Max

Urlacher (Erzähler), dem Kindersprecherensemble

u. v. a.

Musik: Franz Bartzsch

Regie: Walter Niklaus

Produktion: MDR 2007

ab 5 Jahren | 35‘

� Sonntag, 9. November,

11.30 Uhr, ZKM_Vortragssaal

Elfenspuk – Ein

Grünflächengestaltungsplanhörspiel

Von Renus Berbig

Was haben Elfen mit dem Klimawandel

zu tun? Natürlich

nichts, da jedermann weiß,

dass es in Wirklichkeit zwar

den Klimawandel, aber keine

Elfen gibt. Deshalb ist Jonas

auch sprachlos, als sich vor

seinen Augen eine harmlose

Libelle in eine äußerst ungehaltene

Elfe namens Eulilia

Pusteblum verwandelt,

die

ihn wütend beschimpft.

Er

soll eine Elfenfalle

gebaut

haben! Dabei

hat er doch nur

sein Fahrrad

Renus Berbig

ein wenig umgebaut

zu einem„Klapper­

apparat“. Doch als sie ihn mit

in den Park zum Elfenklatsch

nimmt, muss er einsehen, dass

es solche zauberhaften Naturwesen

wohl doch nicht nur in

Büchern gibt. Die Stadtelfen,

die sich hier öfter auf ein Tässchen

Tau treffen, sind noch

dazu ein ziemlich schräger

Haufen. Ganz anders, als man

sich Elfen normalerweise vorstellt.

Und dann geht das

Abenteuer richtig los! Die Elfen

sind wild entschlossen, ihren

Lebenraum zu verteidigen.

Und wenn sie mal loslegen,

sind sie keineswegs zimperlich.

Dann wandelt sich das

Klima und zwar richtig!

Mit Jakob Vanhoefer (Jonas

Kunstmann), Alice Hein (Tine

Gerwald) Elfen: Caroline Ebner

(Eulilia Pusteblum), Karin

Anselm (Gisela Gießwasser)

Margrit Carls (Emmavida

Ritzenkraut), Anna Schudt

(Hagebutte Heckenstrüpp),

Olivia Stutz (Kicherlisa Kiesweg).

Musik: Lars Kurz

Regie: Justyna

Buddeberg­Mosz

Produktion: BR 2008

Ab 8 Jahren | 47’

� Sonntag, 9. November,

12.30 Uhr, ZKM_Kubus

Was? Wenn!

Von Claudia Schreiber

Was? Wenn eine Kuh mal etwas

versucht? Was? Wenn sie genug

hat vom faden Leben: Oben

Himmel, unten Gras, und geradeaus

immer die selben Kühe?

Morgens und abends kommt

der Bauer und melkt. „Nützlich

ist mein Leben“, denkt die

Kuh. „Nützlich, aber blöd.“

Was, wenn eine

Kuh nicht

harmlos bleibt?

S o n d e r n

träumt, forscht,

mit den anderen

Kühen Boot

fährt, tanzt,

trommelt. Wenn

Claudia

Schreiber

sich diese Kuh

in einen schneidigenMäusebussardver­

liebt und herb enttäuscht wird?

Wenn ihre Freundinnen sie

trösten? Was, wenn eine Kuh

wegen all der aufregenden Sachen

keine Milch mehr gibt?

Dann wird sie Suppe, droht der

Bauer.

Mit Astrid Meyerfeldt (Kuh 1),

Johanna Gastdorf (Kuh 2),

Mechthild Großmann (Kuh 3),

Anika Mauer (Kuh 4), Caroline

Schreiber (Kuh 5), Volker

Lippman (Bauer), Peter Fricke

(Erzähler) u. v. a.

Regie: Petra Feldhoff

Produktion: WDR 2008

ab 8 Jahren | 47‘

� Sonntag, 9. November,

12.30 Uhr, ZKM_Vortragssaal

20 000 Meilen

unter dem Meer

Von Jules Verne,

Bearbeitung: Holger Teschke

Auf der Jagd nach einem Meeresungeheuer,

das Schiffe auf

allen Ozeanen

angreift, geraten

der Tiefseeforscher

Professor Aron­

nax, sein Assistent

Conseil

Holger

Teschke

und der Harpunier

Ned

Land an Bord

eines geheimnisvollen Unterseeboots.

Die „Nautilus“, die

Kapitän Nemo kommandiert,

wird zum Gefängnis der drei

Freunde. Wer das U­Boot einmal

betreten hat, darf es nie

wieder verlassen. Professor

Aronnax und Conseil sind

fasziniert von den Wundern

des Unterwasserreichs. Aber

Ned Land erträgt die Gefangenschaft

nicht und sucht

nach einer Möglichkeit zur

Flucht. Er entdeckt ein Mädchen

an Bord, es ist die Tochter

des Kapitäns, vielleicht

wird sie ihm helfen!?

Mit Matthias Habich (Professor

Aronax, Tiefseeforscher),

Stefan Kaminski (Conseil,

sein Assistent), Holger Teschke

(Kapitän Farragut,

Kommandant der Abraham

Lincoln), Martin Engler (Ned

Land, Harpunier), Otto Mellies

(Kapitän Nemo, Kommandant

der Nautilus) u. v. a.

Regie: Götz Naleppa

Produktion: DKultur 2008

ab 9 Jahren | 45‘

� Sonntag, 9. November,

16 Uhr, ZKM_Vortragssaal

Miesel und das

Glibbermonster

Von Ian Ogilvy

Warum nur gerät Miesel, ein

kleiner Junge, der alles andere

als ein Held sein will, immer in

schauderhafteste Abenteuer

hinein? Diesmal droht ihn das

gefürchtete Glibbermonster

zu verschlingen, ein riesenhaftes

Ekelwesen,

gegen das keiner

aus der

Gilde der Hexenmeister

ein

Mittel weiß.

Ausgerechnet

als Miesels Eltern

und seine

Ian Ogilvy

zauberkräftige

kleine Schwester

Tilla sich

auf einer Reise zum Südpol

befinden, gelingt dem Monster

der Ausbruch aus dem Gefängnis.

Es glibbert sich bedrohlich

in Miesels Nähe.

Wehrlos muss er mit ansehen,

wie seine geliebte Nanny und

sein treuer Hund Tinker im

Glibbermonster verschwinden.

Doch gemeinsam mit Iggy,

einem trottelig­dämlichen,

aber gutmütigen Hexer stellt

sich Miesel, der über keinen

Funken Zauberkraft verfügt,

einem ungleichen Kampf.

Anton Sprick (Miesel), Benjamin

Utzerath (Iggy), Renate

Delfs (Nanny), Gerhard Garbers

(Lord Octavio), Lutz Herkenrath

(Mr. Needle), Peter

Kaempfe (Mr. Bland) u.v.a.

Musik: Bernd Keul

Bearbeitung: Achim

Schmidt­Carstens

Regie: Hans Helge Ott

Produktion: NDR 2008

Ab 9 Jahren | 53‘

� Sonntag, 9. November,

16.30 Uhr, ZKM_Medientheater

Der Winterplanet

Von Hermann Stange

Der Winterplanet ist im ganzen

Universum für seine vorzüglichen

Winterprodukte bekannt:

Winterhonig, Schneemänner

und der kostbare Schlamatzfisch.

Schlamatz ist der Kaviar

der Galaxis! Im Jahre 4010

landet der Fischfrachter Jonas

4 auf dem Winterplaneten, um

eine Ladung Schlamatz zu

übernehmen.

Mit an Bord

sind Flo und

Fla, die Kinder

des Raumschiffkapitäns.

Kaum sind sie

gelandet, müssen

sie aller­

Hermann

Stange

dingsfeststellen, dass auf

dem Winterplanetenselt­

same Dinge geschehen. Die

Winterbienen haben den Winterwald

verlassen, in den Hinteren

Eisseen gibt es keinen

Schlamatzfisch mehr, im Tal

der Schneemeister hat es angefangen

zu regnen! Schmilzt

etwa der Planet?

Mit Carmen­Maja Antoni (Erzählerin),

Kai Gies (Flo), Nastassja

Hahn (Fla), Herbert

Fritsch (Vater), Gisela Fritsch

(Frau Schröder), Andreas

Mannkopff (Gollo Worm), Hans

Diehl (Schnurr von Burr), Sandra

Schwittau (Flix) u. v. a.

Regie: Robert Schoen

Produktion: rbb 2008

Ab 5 Jahren | 55‘

� Sonntag, 9. November,

17.30 Uhr, ZKM_Vortragssaal

Nathans Kinder

Von Ulrich Hub

Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge:

Nathan, ein reicher Jude,

ist gerade von einer Geschäftsreise

zurückgekehrt, als er erfährt,

dass seine Tochter Recha

von dem jungen Tempelherrn

Kurt vor dem Feuertod gerettet

worden ist.

Kurt wiederum,Angehöriger

eines christlichen

Ordens,

verdankt sein

Leben der unerwartetenBeg

n a d i g u n g

Ulrich Hub

durch Sultan

Saladin, der in

Kurt eine große

Ähnlichkeit mit seinem verstorbenen

Bruder Assad zu erkennen

glaubt. Ulrich Hub ist

eine ebenso kluge wie frische

Neufassung eines alten, berühmten

Stoffes gelungen, mit

13

der er angenehm unaufdringliche

Denkanstöße gibt. Mit der

Frage, welcher der wahre Glaube

sei, hat er ein aktuelles politisches

sowie brisantes Thema

aufgegriffen, dem bereits Kinder

im Alltag begegnen.

Mit Hans­Michael Rehberg

(Nathan), Judith Engel (Recha),

Samuel Weiss (Kurt), Peter

Fricke (Sultan), Wolf­Dietrich

Sprenger (Bischof).

Musik: Sabine Wortmann

Regie: Andrea Getto

Produktion: hr, NDR,

WDR 2008

ab 9 Jahren | 52‘

� Sonntag. 9. November,

17.30 Uhr, ZKM_Kubus

Der Zven kommt

Von Herbert Beckmann

Der Zven ist laut, macht unmögliche

Witze, und wenn man

mit ihm zusammen ist, passiert

auf jeden Fall schon in den ersten

fünf Minuten wieder irgend

etwas Lustiges. Kein Wunder,

dass seine Cousine Lissi und

sein Cousin Bert absolut begeistert

sind, als sie erfahren, dass

er sie besuchen kommt. Ihr Vater

findet das

allerdings nicht

ganz so toll,

denn Zvens Familie

kann auf

Dauer etwas

a n s t re n g e n d

werden. Zum

Beispiel Hein­

Herbert

Beckmann

rich, Zvens Vater,

der den anderen

immer

den Kuchen

wegisst. Oder Hilde, seine Mutter,

die nicht nur im Auto mächtig

aufs Gas tritt. Oder eben der

Zven selbst, dieser Nullblicker,

der einfach nur Quatsch macht

und nervt. Dass der Zven

mit seiner Familie zu Besuch

kommt, hat einen ernsthaften

Grund: Der Oma geht es nicht

so gut, sie erschreckt sich nämlich

manchmal vor ihrem eigenen

Spiegelbild oder verwechselt

den Müllbeutel mit ihrer

Tasche. Während die Erwachsenen

überlegen, wie sie der Oma

helfen können, finden die Kinder

heraus, dass der Zven gar

nicht immer so lustig ist, wie er

tut, manchmal ist er sogar ziemlich

traurig.

Mit Alfons Rau (Der Zven), Valerie

Frick (Lissi, Kusine vom

Zven), Joel Hernandez (Bert,

Lissis Bruder), Lena Stolze

(Conny, Mutter von Lissy und

Bert), Rosemarie Fendel (Oma

Klara, Mutter von Hilde und

Conny), Hubertus Goertzen

(Blumenverkäufer) u. v. a.

Regie: Beate Andres

Produktion: SWR 2007

ab 10 Jahren | 50’

Fotonachweise: Michael Ende/Isolde Ohlbaum, Renus Berbig/privat,

Claudia Schreiber/Jörg Carstensen, Holger Teschke/Karsten Bartel, Ian

Ogilvy/Ravensburger Buchverlag, Hermann Stange/privat, Ulrich Hub/

privat, Herbert Beckmann/privat


14

Live-Hörspiel mit Musik

Schon schön oder Die ungewöhnliche Geschichte vom Ö

Ein Hörspiel mit der hr-Bigband und dem Kinderchor Frankfurt

Höhepunkt des Kinderhörspieltages

ist in diesem

Jahr das Live-Hörspiel „Schon

schön oder Die ungewöhnliche

Geschichte vom Ö“. Es wird auf

der großen Bühne im HfG_

Lichthof 4 live aufgeführt und

von den meisten ARD-Rundfunksendern

direkt übertragen.

Die Geschichte: Es ist Ruhetag

in der Bibliothek, ein Tag ohne

Seitengeraschel, ohne Blättern

und eigentlich auch ohne Geschichten.

Doch nach einstim-

Noch bevor das Stück in

Karlsruhe live präsentiert

wird, kommen die Musiker und

Schauspieler im Studio des hr

zusammen, um die Studioproduktion

aufzunehmen. Und so

geht es zunächst in Frankfurt

um die erstaunliche Geschichte

des Ö.

Es gibt wunderbare Wörter mit

Ö: Grönland, Löckchen, königlich

– unendlich schade, wenn

wir in unserem Wortschatz darauf

verzichten müssten! Noch

schlimmer allerdings, wenn die

miger Bitte aller anwesenden

Bücher erzählt das altehrwürdige

Lexikon die Geschichte vom

Ö, das eines Tages seine Punkte

verlor: Zack, ein Buch klappt

zu, und weg sind sie, die Punkte,

die das schöne Ö zu einem

schnöden O werden lassen. Der

unvollständige Buchstabe leidet

sehr unter dem Verlust seiner

Pünktchen und beginnt nach

ihnen zu suchen.

Das Hörspiel mit Musik für

Kinder entstand nach einem

Alle Einsätze müssen stimmen

Eine Reportage von der Produktion des Hörspiels mit Musik „Schon schön“ von Leonie Berger

Wolf-Dietrich Sprenger erzählt

als Lexikon die Geschichte

vom Ö

Pünktchen nicht verloren gingen,

sondern sich selbständig

machten und allerlei Ünfüg

trieben, sich überäll dorthin

setzten, wo sie nichts zu süchen

hätten! Genau das passiert in

dem Hörspiel „Schon schön

oder Die ungewöhnliche Geschichte

vom Ö“, das der Hessische

Rundfunk in Kooperation

mit BR, DKultur, NDR, SWR

und WDR produziert. Es ist eine

witzige und zugleich traurige

Geschichte, denn das Ö leidet

entsetzlich unter dem Verlust

seiner Pünktchen. Es kann sich

selbst nicht mehr aussprechen,

muss sich umständlich „O mit

Pünktchen“ nennen, um sich

den anderen Buchstaben zu erkennen

zu geben. Es macht sich

auf die Suche nach Ersatz, fragt

beim Ä oder Ü nach, die ihre

Pünktchen aber natürlich nicht

verleihen wollen, und landet

schließlich bei den Satzzeichen,

die schon hilfsbereiter sind.

Aber selbst ein quer gelegter

Doppelpunkt sieht einfach nicht

echt aus. Zum Glück bekommt

das Ö schließlich doch Unterstützung

von den anderen Buchstaben

und dem Lexikon, das

diese Geschichte erzählt, und so

ist es bald wieder vollständig.

Nicht nur die Geschichte ist

ungewöhnlich, auch das Hör-

Theaterstück von Tilla Lingenberg.

Sebastian Goy bearbeitete

das Stück, der österreichische

Komponist und Jazz-Musiker

Max Nagl komponierte die Musik

dazu und Götz Fritsch übernahm

die Regie. Gemeinsam mit

der hr-Bigband und dem Kinderchor

Frankfurt sowie den

Hauptrollen-Sprechern Wolf-

Dietrich Sprenger (das Lexikon),

Winnie Böwe (das Ö), Sabrina

Simon und Jonathan Arefe

(Ö-Pünktchen) ist ein opulentes

spiel ist es: „Schon schön“ ist

ein Hörspiel mit Musik, fast

schon eine Kinderoper, denn

außer den beiden Sprechern,

die die Rolle des Ö und des Lexikons

übernommen haben,

spielen zwei Rapper, ein Kin-

Hilde Kappes probt im Studio

das „Ööööh“

derchor und die hr-Bigband

eine große Rolle. Die Rapper

sind die unternehmungslus-

tigen Pünktchen, Chor und

Bigband un terstützen die Geschichte

musikalisch: Der Chor

zeigt, was passiert, wenn die

Pünktchen alle Kinderlieder

durch einander bringen und

singt „Bäcke, bäcke Küchen“;

die Bigband sorgt für den ent-

sprechend schrägen Sound,

denn der vermurkste Text wirkt

sich auch auf die Musik aus.

Die Musik hat Max Nagl geschrieben

– er schaut auch bei

den Sprachaufnahmen immer

mal wieder vorbei, denn am

Ende soll ja alles zusammen

passen, Text und Musik. Wolf-

Dietrich Sprenger, der dem Lexikon

seine Stimme gibt, und

Hilde Kappes, die für die Studioaufnahmen

in Frankfurt das

Ö spielt, lassen teilweise lange

Pausen in ihren Dialogen, nehmen

mehrere Versionen auf, da

es schwer einzuschätzen ist,

wie laut die Bigband dann tatsächlich

sein wird. Regisseur

Götz Fritsch weiß, wie es später

klingen soll. Er probt mit den

beiden Schauspielern jede Szene

durch, bevor sie ins Studio

gehen, überlegt gemeinsam mit

ihnen, in welcher Situation sie

sich gerade befinden: Zuerst

das Lexikon, das sich bitten

Gesamtkunstwerk entstanden.

Mit viel Phantasie, Wortwitz

und Charme erzählt es von einer

Erfahrung, die viele der kleinen

und großen Hörer schon gemacht

haben dürften: Wer arm

dran ist, dem begegnen nicht

nur Hilfsbereitschaft, sondern

auch Spott und Schadenfreude.

� Das Ö: Winnie Böwe

� Das Lexikon: Wolf-Dietrich

Sprenger

� Die Ö-Pünktchen: Sabrina

Simon und Jonathan Arefe

lässt, die Geschichte vom Ö zu

erzählen. Es kommt etwas gelehrt

daher, fühlt sich wichtig.

Das Ö funkt aufgeregt immer

wieder da zwischen, schließlich

ist es ja seine Geschichte! Wolf-

Dietrich Sprenger und Hilde

Kappes probieren aus, variieren

Stimmlagen und Betonungen.

Götz Fritsch freut sich

über ihre Ideen. Es ist ihm anzusehen,

dass er in über 400

Hörspielen, bei denen er Regie

geführt hat, die Freude am Hören

nicht verloren hat. Er merkt

sofort, wenn etwas nicht überzeugend

klingt, denn nie kommt

einem die Stimme eines Schauspielers

so nah wie im Hörspiel.

Ist das Ö wirklich verzweifelt?

Das Lexikon hämisch genug,

wenn es von den anderen Umlauten

erzählt? Wieder und

wieder werden Szenen aufgenommen

– und wenn es toll war,

dann noch eine Version, „falls

technisch was war“. Kein Papierrascheln

oder zu hart gesprochenes

„P“ darf die Aufnahme

stören.

Bei dieser Hörspielproduktion

wird alles einzeln aufgenommen:

Die gesprochenen Teile,

die gesungenen, die Bigband,

der Chor. Die fertige Geschichte

vom Ö entsteht am Pult von

Ursula Potyra und Helmut Becker,

die den Schnitt und den

Klang verantworten. Beim Ö

jedoch ist es mit dieser Arbeit

nicht getan: Das Hörspiel soll

ja bei den ARD Hörspieltagen

in Karlsruhe live aufgeführt

werden. Bei den Proben für

diesen Auftritt treffen die

Auch der Frankfurter Kinderchor

singt nicht nur saubere

Töne Fotos: hr/Knabe

� Regie: Götz Fritsch

� Regieassistenz: Dorothea von

Hindte

� Musik: Max Nagl

� Dirigent: Örjan Fahlström

� Sowie: Die hr-Bigband und

der Frankfurter Kinderchor

(hr) unter Leitung von Sabine

Mittenhuber

� Produktionsleitung: Stefan

Hoffmann

� Technik: Rainer Schwarz

� Tonmeister: Axel Gutzler

� Bühnenbild: Jun Hye-Joo

Schön schräg spielt die hr-

Bigband

Schauspieler, der Chor und die

Bigband zum ersten Mal aufeinander.

Eine Herausforderung:

Alle wissen, wie es klingen soll

– doch diesmal muss es gleich

klappen, alle Einsätze stimmen,

die Dialoge an den richtigen

Stellen sitzen. Für den Frankfurter

Kinderchor wird die Situation,

vor vielen Leuten auf

der Bühne zu stehen, nicht neu

sein. Ein Hörspiel haben sie allerdings

noch nie gemacht. Es

ist ungewohnt, manchmal nur

kurze Sequenzen zu singen,

auch einmal nur etwas dazwischen

zu rufen. Und es ist das

erste Mal, dass nicht alles

schön klingen soll, was sie singen.

Die Leiterin Sabine Mittenhuber

entlockt ihren jungen

Sängerinnen und Sängern

zwar saubere Töne, aber die

Bigband ist dann für die im

Manuskript gewünschte Kakophonie

zuständig, für die

musikalisch falsch sitzenden

Pünktchen. Die Zuschauer in

Karlsruhe und die Zuhörer am

Radio werden gespannt miterleben,

wie sie wieder zur Vernunft

gebracht werden. Winnie

Böwe wird in Karlsruhe die

Rolle des Ö übernehmen und

der Dirigent Örjan Fahlström,

hält bei der Live-Aufführung

nicht nur die Ö-Pünktchen im

Zaum.

� Sonntag, 9. November,

14 Uhr, HfG_Lichthof 4

Live-Übertragung in

hr2-kultur, BR 2,

DKultur, NDRInfo,

SWR2, WDR 5


Ein Fest für die ganze Familie

Heute Kinder wird’s was geben! Um 11 Uhr eröffnet SWR-Moderatorin Nicola Müntefering den ARD Kinderhörspieltag und Ferri & Perlico Perlaco unterstützen sie

mit einem großen Trommelwirbel. Danach gibt es bis 18 Uhr jede Menge Kinderhörspiele aus dem Angebot von ARD und DLR. Die Hörspielmacher stellen ihre Produktionen

vor und beantworten anschließend alle Fragen von Klein und Groß. Außerdem gibt es viele Live-Aktionen mit dem Besten, was die ARD-Kinderradioprogramme

zu bieten haben: die WDR-Bärenbude und den rbb-Ohrenbär, die hr2-Domino-Spielbox-Show und die SWR2-Spielraumtour. Auf der Lauschinsel von hr2kultur

können die Besucher jederzeit eine Klangreise rund um die Erde unternehmen oder sie nehmen an den ZKM-Workshops „Lichtbilder“ und „Thereminbau“ teil.

Ferri & Perlico Perlaco laden immer wieder zur Mitmach-Kinder-Musik ein und den ganzen Tag ist auch der urkomische Schorsch im ZKM unterwegs und treibt seinen

Schabernack mit den Gästen. Höhepunkt des Tages: Das Live-Hörspiel mit Musik „Schon schön oder Die ungewöhnliche Geschichte vom Ö“. Preise gibt es natürlich

auch: Um 15.15 Uhr werden im ZKM_Foyer der Deutsche Kinderhörspielpreis und der Kinderhörspielpreis der Stadt Karlsruhe verliehen.

FERRI &

Perlico Perlaco

Georg Feils alias FERRI macht

seit 1985 Musik und Theater

für Zweibeiner ab 1,20 Meter.

Bei FERRI und Perlico Perlaco

ist das Publikum immer aktiv,

sei es mit Instrumenten, der

Stimme oder tanzend. Mitmach-Kinder-Musik

ab 4.

12 Uhr,

15.30 Uhr, 17 Uhr

und bei Eröffnung

+ Preisverleihung

ZKM_Foyer

Druckwerk Orange

„Ich wurde immer stiller, baute

eine Mauer und verlor irgendwann

ganz den Halt.“ So beschreibt

ein Schüler seine eigene

Karriere als Mobbing-Opfer.

Mit dem Thema Mobbing und

verbale Gewalt an der Schule

beschäftigt sich die Audioinstallation

„Druckwerk Orange“.

Die experimentelle surround

Installation entstand als

Schülerprojekt in Kooperation

zwischen der Regionalen Schule

Rülzheim, dem ZKM | Institut

für Musik und Akustik und

der medien+bildung.com Lernwerkstatt

Rheinland-Pfalz.

Die Installation besteht aus

drei Teilen: Zunächst formiert

sich akustisch eine Gruppe von

Schülerinnen und Schülern

rund um die Zuhörerschaft und

konfrontiert diese mit „Du-

Botschaften“, wie sie täglich

auf Schulhöfen zu hören sind.

Anschließend folgen kurze

Hörspielszenen, in denen Personen

direkt oder indirekt zu

Schorsch treibt seinen Schabernack

„Schorsch“ macht spontanes

Clowntheater der Extraklasse.

Mal als Hausmeister im grauen

Kittel, mal als Straßenfeger

in knalloranger Kluft treibt er

mit arglosen Besuchern des

ARD Kinderhörspieltages seinen

Schabernack. Wedelt unsichtbare

Staubkörchen von

Anzugjacken, drückt einem

Toilettenpapier als Eintrittskarte

in die Hand und sorgt

immer und überall für die verrücktesten

Ideen – sehr zur

Gaudi (nicht nur) der Kinder.

Kein Wunder, daß der vielfach

Opfern verbaler Gewalt werden.

Den dritten Teil der Installation

bilden alltägliche Lästereien,

die zwar oft hinter

vorgehaltener Hand stattfinden,

deren Wirkung aber umso

verheerender sein kann.

Durch die weltweit einzigartige

Raumklangtechnologie des

Klangdoms im ZKM_Kubus

wird das Publikum der ARD

Hörspieltage während den Vorführungen,

die jeweils vormittags

um 10 Uhr laufen, quasi

direkt an den Ort des Geschehens

versetzt. Statt plump den

Zeigefinger zu erheben, macht

diese Installation also die verbal

vermittelte Gewalt in ihrer

ursprünglichsten Form erlebbar

– der akustischen.

ARD-Kinderradio stellt sich vor

hr2-Lauschinsel

Wie hört sich brodelnde Lava

an, wie klingen Eisschollen,

wenn sie aneinander stoßen

und welche Töne gibt ein

sprudelnder Geysir von sich?

Wie klingt es in einem europäischen

Wald, einem südamerikanischen

Dschungel, einem

asiatischen Urwald und im

australischen Outback? Diese

und andere Töne aus aller Welt

hört ihr im Lauschinsel-

Raum: Macht die Augen zu

und die Ohren weit auf und

lauscht bei einer Klangreise

durch unsere Welt bekannten

und fremden Geräuschen.

� 11.00 – 18 Uhr

ZKM_Kleiner Seminarraum

� Mittwoch, 5. November,

bis Freitag, 7. November,

jeweils 10 Uhr

Druckwerk Orange

ZKM_Kubus

WDR-Bärenbude

Die Bärenbude ist so groß wie

die Welt und trotzdem gemütlich

und kuschelig. Genau das

richtige für Radioanfänger.

Und das, was sonst allabendlich

aus dem Radiolautsprecher

kommt, können die Kleinen

jetzt auch sehen. Johannes

und Stachel zum Beispiel, die

beiden Kuschelbären mit ihren

runden Kulleraugen. Und den

Kabarettisten Erwin Grosche,

der wahre Wundermusik macht,

einen Toaster täuschend echt

imitieren kann und sich mitunter

sogar in einen Staubsauger

verwandelt. Ab 4.

11.30 – 16 Uhr

� ZKM_Medientheater

Schorsch treibt Schabernack

Foto: SWR/Schmidt

Ohrenspitzer

Wie klingt das eigentlich,

wenn ein Auto startet,

eine Ente auf dem See landet

oder Pommes ins heiße Fett

geworfen werden?

Die Fähigkeit zuzuhören, sich

auf das Gehörte zu konzentrieren,

ist eine wichtige Voraussetzung,

um Neues zu lernen.

Richtiges Zuhören unterstützt

das soziale Miteinander und ist

Grundlage jeder Kommunikation.

Wenn man jedoch – wie

heutzutage oft – einer permanenten

Geräuschkulisse ausgesetzt

ist, will aktives Zuhören

erst einmal wieder gelernt

sein. Ist der Bleistift stumpf,

schnappen sich die Kinder einen

Bleistiftspitzer. Damit sich

ihr Gehör fein ausbildet, greifen

die Erwachsenen nun zum

„Ohrenspitzer“. Das medienpädagogische

Projekt, das von

SWR2, den Landesmedienzentren

Rheinland-Pfalz und

Baden Württemberg und der

Stiftung MedienKompetenz

rbb-Ohrenbär

Zehn Minuten am Abend zuhören,

dann ins Bett gehen

und weiterträumen, das möchte

Ohrenbär „kleinen Leuten“

ermöglichen. Live zu erleben

ist die literarische Sendereihe

für die Jüngsten auf dem ARD

Kinderhörspieltag. Antje von

der Ahe liest aus lustigen,

nachdenklichen und skurrilen

Geschichten vor. Zu hören

sind: „Das Änderungsatelier“

von Martin Baltscheit, „Wachtelwünsche“

von Susanne

Kornblum und „Restaurant

Zu den glücklichen Ohren“

von Katja Hensel. Ab 4.

11.30 – 16 Uhr

� ZKM_Medientheater

preisgekrönte Clown in diesem

Jahr als „Spürnase für

grenzwertigen Humor" ausgezeichnet

wurde.

„Schorsch“ alias Georg

Schweitzer wurde 1963 in

Trier geboren. Er war Meßdiener

und ist seit damals, wie er

selbst sagt, mit „der Kunst der

Darstellung und der bildenden

Kunst zutiefst vertraut“. Von

1984 bis 1990 studierte Georg

Schweitzer an der Kunstakademie

in Karlsruhe und betreibt

seither als Hans Wurst

das "Änderungsatelier".

Südwest (MKFS) initiiert wurde,

will Hören und Zuhören als

gleichrangige Basiskompetenz

neben dem Schreiben, Rechnen

und Lesen etablieren. Das auch

vom Ministerium für Kultus

und Sport geförderte Projekt

richtet sich vor allem an Kinder

der Klassen 1 bis 6, denen

mit einem „Hörkoffer“, voll

gepackt mit CD-Hörangeboten

aus der Welt der Märchen,

Krimis und der Abenteuer,

Appetit aufs Lesen und Zuhören

gemacht werden soll. Auch

wurden schon viele kleine

Hörspiele produziert, Gedichte

vertont oder Geräusch-

Bands gegründet.

� Mi., 8.30, 10 und 11.30 Uhr

Do., 8.30, 10 und 11 Uhr

Fr., 8.30 und 10 Uhr

Jeweils im ZKM_Vortragssaal

vor den Schulvorführungen

(Anmeldung über:

hoerspieltage@hr-online.de)

hr2-Domino-Spielbox-Show

Wer bringt als erstes den Buchstabensalat

in die richtige Reihenfolge?

Wer errät flinker den

von den Zuschauern pantomimisch

dargestellten Begriff?

Oder wer schafft es am schnellsten,

einen linken braunen

Schuh aufzutreiben? Gemeinsam

mit den hr2-Domino-Moderatoren

Monika Schäfer und

Tanja Rösner und dem Maskottchen

Max treten Kinder aus

dem Publikum in verschiedenen

kniffligen Wettspielen gegeneinander

an. Eine Quiz-

Show für Menschen ab 8.

� 11.30 – 12 Uhr

und 16 – 16.30 Uhr

ZKM_Foyer-Bühne

„Lichtbilder“

offener Workshop

15

Inspiriert durch die wunderschönen

Geschichten,

die wir während der Hörspieltage

gehört haben,

schneiden und kleben wir

aus Seidenpapier zarte Bilder.

Die Teilnehmer können

sich eigene, farbige Geschichten

ausdenken und

sie in ein Bild verwandeln,

das mit einem Leuchtkasten

zum Leuchten gebracht

wird. Selbstverständlich

können die jungen Künstler

ihre Werke mit nach

Hause nehmen. Anmeldung

nicht erforderlich. Ab 6.

11 – 18 Uhr

� HfG_Lichthof 3

„Gespensterorgel aus

dem Gruselfilm – Eigenbau

eines Theremins“

Mit Lötkolben und Lötzinn

werden aus elektronischen

Bauteilen und Platinen

kleine Theremins gebaut.

Das Theremin ist ein Synthesizer,

der Veränderungen

im elektromagnetischen

Feld bemerkt und in Klänge

umsetzt. Bewegen wir

unsere Hände nahe der

Thereminantenne durch die

Luft, ertönen wie von Geisterhand

Klänge. Maximal

10 Kinder können zeitgleich

Theremins bauen

und bedienen. Anmeldung

nicht erforderlich. Ab 10.

12.30 – 17 Uhr

� ZKM_Musikbalkon

SWR2-Spielraumtour

Wie kommen eigentlich die

Geräusche ins Hörspiel? Wie

entstehen Eulenrufe, Wind

und Wolfsgeheul? Wie kommt

der Vollmond ins Radio? Und

wofür braucht man die Geräusche

überhaupt? Diesen

und anderen Fragen gehen

die SWR-Mitarbeiter Roland

Wagner und Nicola Müntefering

gemeinsam mit ihrem

Publikum auf den Grund.

Und zwar ganz praktisch: Mit

und ohne Requisiten erzeugen

alle zusammen eine Klangcollage.

Ab 6.

12.30 – 13.30 Uhr

und 16 – 17 Uhr

� HfG_Studio


Live-Radioshow

Das Magische Auge

Von den Golden Days of Radio bis heute

Die ARD Hörspieltage präsentieren

in diesem Jahr

die Live-Radioshow „Das Magische

Auge“, die an die „Golden

Days of Radio“ erinnert,

als man am Rundfunkempfän-

Foto: SWR/Kluge

16 Rahmenprogramm

ger noch drehte und

die Frequenzstärke

von einem „grünen

Auge“ angezeigt

wurde. Für die Hörer

war das ein ma-

Chansonnier Robert Kreis erweckt die 1920er Jahre zum Leben

Aufzeichnung

Der Radio-Showmann

hr2-kultur Doppel-Kopf

Schlagzeug-Drive, anschwellendes

Saxophon, das

mächtige Organ Jochen Malmsheimers

ertönt und kündigt im

Auftrittsapplaus einen Mann

mit dunklem Kurzhaar und

schelmischen braunen Knopfaugen

an: Axel Naumer. Was

wie ein Remake der „Bunten

Abende“ der 50er-Jahre mit

Fuchsberger oder Kulenkampff

klingt, ist doch zeitgemäße, ja:

Radioshow-Mann Axel Naumer

Foto: WDR/Fußwinkel

avantgardistische Radio-Unterhaltung

und nennt sich

„Schlag auf Schlag“. Das Publikum

im WDR-Sendegebiet erlebt

nicht nur eine kabarettistische

Nummern-Revue, sondern

auch Talk, handgemachten,

mundgeblasenen Jazz und ein

Live-Hörspiel unter spontaner

Einbeziehung prominenter

Gäste und des Publikums – mit

Geräuschemachern, eingespielten

Klängen und fiktiven Dialogen.

Die Bundekanzlerin tritt

stimmlich auf, und sie findet

sich oft auch im Originalton in

Naumers eingespieltem satiri-

schem Wochenrückblick wieder,

die von mehreren ARD-Radiosendern

übernommen wird.

Naumer verpackt die von Politikern

oder Wirtschaftskapitänen

abgesonderte heiße Luft in

die transparenten Ballons seiner

O-Ton-Collage, um den enthaltenen

Sinn zur Kenntlichkeit

zu verzerren.

Axel Naumer macht Radio wieder

zur Show und nimmt den

Medienmacher-Spruch wörtlich,

wonach die Zukunft des

akustischen Mediums in seiner

Vergangenheit liege. Anregungen

holt sich Naumer auf Reisen

durch Großbritannien und

die USA, aber auch bei Recherchen

für historische Features

in deutschen Rundfunkarchiven.

Er lässt sich faszinieren

von Reportagen, Gesprächen,

wabernden Hammond-Orgeln

oder exotischen Gesängen, Originaltönen

aus aller Welt –

Klanglandschaften, die so gar

nicht zum vorherrschenden

Typus der formatierten Pop-

und Jingle-Klangtapete passen

wollen.

Wie er seine Radioshow für die

ARD Hörspieltage auch noch

auf die Bühne holen will, das

verrät Axel Naumer im Gespräch

mit dem hr2-Moderator

Arne Kapitza. Denn in der einstündingen

Gesprächssendung

„Doppel-Kopf“ in hr2-kultur

gibt der Radio-Showman Einblicke

in seine Arbeit und sein

Leben. Er selbst sagt von sich:

„Kann auch ernst sein, aber

lieber nicht.“

� hr2-kultur – Doppel-Kopf,

5.11.08., 12.05 Uhr

(Wdh. 23.05 Uhr)

Am Tisch mit Axel Naumer,

Radio-Showmann

Gastgeber: Arne Kapitza

gisches Auge, denn

es brachte die weite

Welt akustisch nach

Hause. Heute ist das

zwar alles digital

und normal, die

Faszination des Hörens

ist aber geblieben

– und genau

damit hör-spielt diese unterhaltsame

Revue: mit allem,

was Spaß macht und gut

klingt.

Gastgeber der „Radioshow“

ist Axel Naumer. Der Chansonnier

Robert Kreis versetzt

mit seinen Liedern und Conférencen

in das Radio der 1920er

Jahre; O-Töne, Klänge, Collagen,

Texte und Songs des Radiobühne-Ensembles

schaffen

den Zeitsprung bis heute. Und

ein Urgestein der deutschen

Kabarettlandschaft erregt sich

mit satirischem Ernst über die

Sprache im Radio und … na ja,

eigentlich alles: Jochen Busse.

Aufzeichnung

Wer einmal lügt …

SR 2: Öffentliche Diskussion

Für Radiohörer heißt Medienkompetenz

in digitalen

Zeiten auch: Das Gehörte mit

gesundem Misstrauen wahrnehmen

und sich selbst ein Urteil

bilden. Denn durch die Digitalisierung

ist es einfacher geworden,

Originaltöne, ja ganze Interviews

zu fälschen. Noch ist

das Vertrauen des Publikums in

die Wahrhaftigkeit des Radios

groß – zu Recht? Unter dem

Motto „Wer einmal lügt, dem

glaubt man nicht ...“ diskutieren

Katharina Bihler (Hörspiel-

Mit freundlicher Unterstützung von:

Legende des deutschen Kabaretts:

Jochen Busse Foto: HR/

Kessler Kabarett Promotion

Zum weiteren Radioshow-

Ensemble gehören: Die Geräuschemacherin

Nina Wurman,

der Sprecher Jean-Michel

Autorin und Regisseurin), Wolfgang

Bauernfeind (Leiter der

Feature-Abteilung des rbb) und

Arthur Landwehr (Hörfunk-

Chefredakteur des SWR) über

die Auswirkungen der Digitalisierung

im Radio.

Die ARD Hörspieltage im Radio

DI 4. 11. | 23.03 | SWR2

ARS ACOUSTICA

... denn was ist überhaupt der

Sinn dieses ... ? | SWR 2008

Von Jürgen Palmtag, Gewinner

des Newcomer-Awards

Premiere im Netz 2007

MI 5. 11. | 21.30

| hr2-kultur

Sendung des Gewinnerstücks

ARD Hörspielpreis 2007:

Enigma Emmy Göring von

Werner Fritsch | SWR 2006

SO 9. 11. | 11.05 |

hr2-kultur, SWR2

| Mitschnitt aus Karlsruhe

Preisverleihung des Deutschen

Hörspielpreises der

ARD, des ARD Online Awards

und der Premiere im Netz.

� Samstag, 8. November,

18 Uhr,

ZKM_Vortragssaal

Sendung: Sonntag,

16. November 2008,

20.04 Uhr SR 2 KulturRadio

Moderation: Evi Seibert, Musik:

Motion Trio

SO 9. 11. | 14.05 |

hr2-kultur, BR 2, DKultur,

NDRInfo, SWR2, WDR 5|

Live aus Karlsruhe

Live-Hörspiel mit Musik

„Schon schön oder Die ungewöhnliche

Geschichte vom Ö“

SO 09. 11. | 18.20

| SWR2

Sendung des Gewinnerstücks

Deutscher Hörspielpreis der

ARD 2008

MI 12.11. | 21.30 |

hr2-kultur

Sendung des Gewinnerstücks

Deutscher Hörspielpreis der

ARD 2008

Räber, das „Schlag- auf-

Schlag“-Trio mit Wolf Mayer

(piano), Dirik Schilgen

(drums), Matthias Dörsam

(sax), Stephan Schmolck (bass)

und die Kabarettisten Thomas

C. Breuer und Maria Grund-

Scholer.

Im Mittelpunkt der Radioshow

steht ein satirisches Live-Hörspiel,

bei dem tatsächlich alles

auf der Bühne passiert: die

Geräusche, die Musik, die Dialoge

– und die Pannen sowieso.

Denn das Radio lebt und das

grüne Auge ist immer noch

magisch.

� Freitag, 7. November 2008,

21.00 Uhr, HfG_Lichthof 4

Live-Übertragung in

hr2-kultur und SWR2

Eintritt:

12,- €/10,– € (vgl. S. 3)

Ticket-Hotline:

0 72 21 / 300 200

Impressum

Herausgeber

Hessischer Rundfunk

im Auftrag der ARD-

Hörfunkkommission

Verantwortlich:

hr2-kultur Hörspiel

Redaktion:

Andrea Enk, Pia Frede,

Julika Tillmanns

Anzeigenleitung:

Hans-Joachim Zehender

Layout/Satz:

Tanja Kimmel/

Melanie Schnaufer, BNN

Druck:

Badische Neueste

Nachrichten,

Badendruck GmbH

Linkenheimer Landstraße 133

76149 Karlsruhe

Tel.: 07 21 / 7 89-0

www.bnn.de

Kontakt und Info

hoerspieltage@hr-online.de

Tel.: 07 21/81 00-19 90

www.radio.ARD.de

Organisation

Die ARD Hörspieltage sind

eine Gemeinschaftsveranstaltung

der Arbeitsgemeinschaft

der öffentlich-rechtlichen

Rundfunkanstalten Deutschlands

(ARD) mit dem Deutschlandradio.

Die Organisation

der ARD Hörspieltage 2008

teilen sich Hessischer Rundfunk

(federführend), Südwestrundfunk,

das ZKM | Zentrum

für Kunst und Medientechnologie

Karlsruhe und die Hochschule

für Gestaltung (HfG).

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