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HANSEstyle 1| 2017

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Nr. 1 | 2017

4,90 €

DIRNDL

Trends aus Hamburg

Was die Welt

zusammenhält?!

Mit Kultursenator Dr. Carsten Brosda

Essen gehen

HIER IST HAMBURG

GANZ NEW YORK

GESUND &

GLÜCKLICH

Experten geben Tipps

Neue App aus Hamburg:

Die sollten Sie

AUSPROBIEREN

Jung, sexy &

erfolgreich

Bloggerin Marie von Behrens

4

1 9 2 3 4 5 6 0 4 9 0 9


DER NEUE DISCOVERY

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DER ERDOBERFLÄCHE

AUS ASPHALT BESTEHEN.

EDITORIAL

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FULL-SERVICE

MARINA

Foto: Marius Engels

Liebe Leserin, lieber Leser,

für unsere Reihe „360 Grad“ tauche ich mit unseren

Gesprächspartnern in die verschiedenen Facetten des

Lebens ein – sowohl in die privaten als auch beruflichen.

Abgerundet werden die Treffen durch ein Fotoshooting,

bei dem auch das HANSEstyle-Cover fotografiert wird.

Diesmal besuchte uns dafür Sibel Kekilli im Verlag. Die

Schauspielerin erzählte von ihrer Liebe zur Schauspielerei

und zum FC St. Pauli. Außerdem berichtete die

Bundesverdienstkreuz-Trägerin von ihrem politischen

Engagement. Freuen Sie sich auf eine inspirierende

Frau. Lernen Sie Sibel Kekilli RUNDUM kennen!

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Der neue Discovery setzt Maßstäbe dank zahlreicher Innovationen:

Aktivieren Sie einfach Terrain Response 2 Automatik und Kraftübertragung,

Federung und Traktion werden den Bedingungen

angepasst. So genießen Sie optimale Performance auf sämtlichen

Fahrbahnoberflächen. Perfekt für jede Entdeckungsreise – auch

abseits des Asphalts.

Hauptsitz: Hugo Pfohe GmbH, Alsterkrugchaussee 355, 22335 Hamburg

www.hugopfohe.de

Hamburg-Fuhlsbüttel

Hindenburgstraße 167

T. (040) 500 60 500

Auch darüber hinaus werden Sie spannende Beiträge

in dieser Ausgabe finden. Das Gespräch mit Kultursenator

Dr. Carsten Brosda zum Beispiel, mit dem Heinz

H. Behrens und ich über (mögliche) Synergieeffekte der

Elbphilharmonie für andere Kultureinrichtungen und

über das geplante Deutsche Hafenmuseum sprachen.

Außerdem erläuterte der Senator, was die Kulturstadt

Hamburg für ihn ausmacht.

Für die Sonderseiten „Gesund & Glücklich“ traf die Redaktion

sorgfältig ausgewählte Expertinnen und Experten

verschiedener Fachgebiete. Heraus kamen sehr

interessante Beiträge mit vielen Empfehlungen, um die

eigene Lebensqualität zu steigern. An solch gute Tipps

kann man sich doch nur halten, oder?

Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre. Und einen

gesunden, glücklichen Frühling.

Ihr

Tankstelle

350 Liegeplätze

Genuss Natur Ruhe

Yoga auf dem Wasser:

14./28.5., 11./18.6., 2./16.7., 6./13./20.8., 3.9.17 und 22. Mai,

5. und 19. Juni, 3. und 17. Juli, 7., 14.

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Yachthandel mit

Kraftstoffverbrauch Discovery 2.0l Td4 5 Sitze in l/100 km: 7,2 (innerorts); 5,6 (außerorts); 6,2 (komb.); CO 2

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Emissionen in g/km: 191; CO 2

-Effizienzklasse: A; RL 80/1268/EWG. Abbildung zeigt Sonderausstattung.

Christian Bauer

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Die Küche als ein weiteres Highlight: Ein Küchenchef

für zwei ausgezeichnete Restaurants. Sowohl

im À la Carte-Restaurant (in der Halbpension inklusive),

sowie in der mit 2 Sternen ausgezeichneten

„Trenkerstube“, spannt Küchenchef Gerhard Wieser

mit Kreativität und besten Zutaten

regionaler Herkunft den Genussbogen

seiner leichten, alpin-mediterranen

Küche.

Das Carpe Diem SPA, mit dem großen

Panorama-Freibad, dem römischen Hallenbad,

seinen vielen Saunen & Bädern

und großem Behandlungsangebot, sowie

abwechslungsreiche Freizeitaktivitäten

wie Golf, Wandern, E-Bike-Touren,

automobile Genussfahrten,... runden das

facettenreiche Castel ab.

Hotel Castel *****

Traumaussicht auf den Frühling: Genießen

Sie vom Logenplatz aus eine Auszeit im ungezwungenen

Luxus mit der besten Küche Südtirols.

Weniger ist mehr. Im privaten, exklusiven Ambiente

von nur 25 Zimmer & 20 Suiten – alle im vergangenen

Winter komplett neu renoviert – ist persönliche

Servicequalität durch die Gastgeber-Familie und

ihre gut 45 Mitarbeiter-/innen garantiert. Ruhe, Privatsphäre

und Geborgenheit bei legerem Luxus sind

die Werte der Gastlichkeit und machen das Castel

einzigartig. Charme und ehrliche Herzlichkeit prägen

den Charakter der Gastgeberfamilie.

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Hotel Castel liegen exakt 768 Kilometer.

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INHALTSVERZEICHNIS

HANSEstyle #1 SPRING 2017

48

Sibel Kekilli

360 Grad

INHALTSVERZEICHNIS

76

Jaden Bojsen

Hamburgs

Teenie-Star und

eine neue App

86

Limberry

Schöne Dirndl

aus Hamburg

62

63

64

66

68

70

74

76

80

84

Superfoods

Fünf Starkmacher und ihre Geheimnisse

Zum Nachkochen

So gelingen Energiebällchen

Entgiftung – und zwar richtig

Wer fastet, muss nicht hungern

Herzenssache

Dr. Oliver Zantis über Bluthochdruck

Nicht ausbrennen!

Gesunde Psyche – mit Dr. Nadja Behling

KUNST & UNTERHALTUNG

Das bleibt im Kopf!

Frehn Hawel trifft Johannes Oerding

Neue App easyVR

Ein Team für alle Sinne

Hamburgs neuer Teenie-Star

Jaden Bojsen – von Hamburg bis L.A.

Zwischen Kunst & Vandalismus

Die Kreativität des N.O.Madski

Mit allen Höhen und Tiefen

Auch Jana Osterhus nimmt am Award teil

8

12

13

14

INSPIRATION

Entdecken in Hamburg

Tipps aus der Redaktion

Pet Shop Boyz

Besondere Leckereien – für Hunde

Dog en vogue

Für Hund und Frauchen

Verrückt nach Marie

Die Bloggerin und ihre rund 400.000

Instagram-Follower

42

45

46

WINE & DINE

Sie haben New York nach

Hamburg geholt

Gallaghers, Peter Luger, THEO`S

Kleine Steakkunde

Woher stammen Filet, Porterhouse, Rib-Eye,

T-Bone …?

Das Ahoi ist neu

Franzis kulinarische Seiten und zweimal

Henssler

86

90

92

94

FASHION & BEAUTY

Dirndl aus Hamburg

Die Limberry-Gründerin und ihre

Lieblingsteile

Starkes Haar

Ganz natürlich perfekt gestylt

Peelings

Gels & Cremes von sanft bis stark

EVENTS

Goldene Kamera

Da lohnt der Blick zurück

eine liebeserklärung für die ewigkeit.

Promise by kim

20

22

28

30

6

Hamburger Lieblingsteile

Besondere Produkte aus der Hansestadt

WIRTSCHAFT & POLITIK

Was die Welt zusammenhält

Mit Kultursenator Dr. Carsten Brosda

Gründergeist

Ausgezeichnet & innovativ

Das treibt Falko

Droßmann an

Das Innenstadtgespräch

48

56

60

FACES

360 Grad: Sibel Kekilli

Lernen Sie die außergewöhnliche Schauspielerin

RUNDUM kennen

GESUND & GLÜCKLICH

100 Prozent

So macht nicht nur Wilhelm Schröter eine

gute Figur

Das essbare Glück

Expertentipps von Maren Maiwald

95

96

3

6

18

98

Strandhotel Fontana

Neu – und an der Ostsee

Maskenball

Ein bisschen Verkleidung und ganz viel

guter Zweck

STANDARDS

Editorial

Inhalt

Impressum

Ausblick: „Moin Hamburg!“,

sagt Tim Bendzko

Fotos: Tim Wendrich (2), Brian Bojsen

Hamburg: Jungfernstieg 8, T 040.33 44 88 24 · Mönckebergstraße 19, T 040.33 44 88 22

Besiegeln Sie große Gefühle mit einem brillanten Zeichen. Entdecken Sie die Welt der Solitaire-Ringe Promise BY KIM bei Wempe

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INSPIRATION

ENTDECKEN IN HAMBURG

Kleine und große Besonderheiten aus Hamburg

warten darauf, von Ihnen getestet, gekauft, verschenkt

und ausprobiert zu werden!

PLANETARIUM HAMBURG

Endlich wieder nach den Sternen greifen! Nach über einem Jahr ist das Planetarium seit Februar

2017 wieder geöffnet und begrüßt seine Gäste mit vielen baulichen und inhaltlichen Erweiterungen,

wie zum Beispiel einer Ausstellungsfläche und einer Cafeteria mit Innen- und Außenbereich.

Außerdem ist mit drei Aufzügen ein barrierefreier Zugang bis hoch zur Aussichtsplattform

mit Blick über den Stadtpark möglich. Dank des einzigartigen Techniksystems werden im Planetarium

beeindruckende Inszenierungen mit musikalischer Begleitung für Groß und Klein produziert.

Dabei sorgen unter anderem die naturgetreue Zeiss-Sternenprojektion und die weltgrößte

Showlaser- und Lichtanlage für unvergessliche Momente unter der Sternenkuppel.

Linnering 1 (Stadtpark) | www.planetarium-hamburg.de

MAD ABOUT JUICE

Clean Eating, Healthy Lifestyle, Superfoods

– bei diesen Begriffen

macht das Genießerherz zunächst

wohl nicht gerade einen Freudentanz.

Doch: Mad about Juice ist der Beweis

dafür, dass gutes und gesundes Essen

(und Trinken) ziemlich lecker sein

kann. Bowls mit „Power Ingredients“

wie Acai Beeren, frischen Früchten

und selbst geröstetem Granola sowie

Avocado Sandwiches oder Säfte mit

den Namen „Drive me crazy“ – Ingwer,

Ananas, Apfel, Spinat – oder „Back to

the roots“ – Rote Bete, Karotte, Apfel –

geben eine Extra-Portion Energie und

schmecken großartig. So gefällt uns

der #superfood-Trend!

Mühlenkamp 12 und

Dammtorstraße 29-32

www.madaboutjuice.de

FRESH

SPRING

SHOPPING

WWW.KAUFMANNSHAUS.COM

HENK UND HENRI KEKSMANUFAKTUR

Backet, backet Kekse! Nadja Bruhn, Deutschlands erste Keksdesignerin,

schafft in ihrer Keksmanufaktur kleine Kunstwerke, die eigentlich viel

zu schade zum Vernaschen sind. Zur Hochzeit, zum Geburtstag oder

einfach nur zur Teatime – die handverzierten Kekse sind ein Hingucker

und durch die Möglichkeit der Personalisierung eine einzigartige Geschenkidee.

Lehmweg 46 | www.henkundhenri.de

PATIO ANTIQUES

Mediterranes Flair trifft auf nordischen Stil – und das verbunden

mit der ein oder anderen Geschichte. Patio Antiques ist

ein Kleinod für Antiquitäten aller Art. Wahre Schätze so weit

das Auge reicht, warten auf einen ehrwürdigen Platz bei ihren

neuen Besitzern. So zum Beispiel die Saxophon-Leuchte, ein

eigens produziertes Unikat.

Hohe Bleichen 18 | www.patio-antiques.com

Fotos: Michael Björnson, Mad about Juice Hamburg, PR (2)

MANY STYLES, ONE HOUSE

GROSSE BLEICHEN 31 | BLEICHENBRÜCKE 10

HAMBURG CITY

8


INSPIRATION

OCEAN STORY

Gibt es in Ihrem Leben einen Ort, den

Sie mit etwas ganz Besonderem verbinden?

Der schönste Urlaub, das erste

Kennenlernen oder Ihre Wohlfühl-

Oase? Wie wäre es, wenn Sie diesen

Ort immer bei sich tragen könnten?

Die Co°ordinates Kollektion vom

Schmucklabel Ocean Story macht

genau das möglich und vereint

die Sehnsucht nach fernen Orten,

dem Meer und bleibenden

Erinnerungen. Ganz individuell

kann jedes Schmuckstück, ob

Kette oder Armband, ob Gold

oder Silber, mit den Koordinaten

des Lieblingsplatzes versehen

werden.

Juwelier Wempe,

Mönckebergstraße 19

www.oceanstory.de

Johannes Schröder (l.), Gründer des

Eppendorfer Hotspots, und Teilhaber

Tim Lang

„WAS WIR WIRKLICH

LIEBEN“

...gibt es in der Hegestraße in

Eppendorf. Regionale Zutaten

und eine liebevolle Zubereitung

machen den Charme und das Angebot

des kleinen Cafés im skandinavischmodernen

Design aus. Die Zutaten für Übernacht-Müsli,

Rote Bete-Ziegenkäse-Stulle und

all die anderen Leckereien kommen direkt

vom eigenen Kastanienhof in der Lüneburger

Heide. Mit Herz und Verstand wird dort

produziert, was in Eppendorf über die Theke

geht. Tipp: „Was wir wirklich lieben“ ist als

Hotspot vieler Genießer gut besucht, darum

lieber etwas Wartezeit für einen Tisch mitbringen

– es lohnt sich!

Hegestraße 28

www.waswirwirklichlieben.de

WEINLAND WATERFRONT

Umgeben von den besten Weinen dieser Welt, zwischen

Backstein und Stahlträgern, lassen sich genussvolle

Abende in uriger Atmosphäre direkt

an der Elbe verbringen. Hier hat Gastronom Ali

Nouranian eine Bodega für Weinliebhaber und

Freunde des gemütlichen Beisammenseins

geschaffen. Begleitet von einer ausgewählten

Speisekarte können die Gäste eine sprichwörtliche

Reise um die Welt machen und die

feinsten Trauben probieren. Highlights: Jeden

Donnerstag gibt es After Work mit DJ und sonntags

wird die Woche mit Live Sessions internationaler

Künstler abgeschlossen.

Große Elbstraße 146

www.weinland-hamburg.de

SLAM RECORDS

Back to the roots, back to Vinyl! Alles kommt wieder, so

behaupten einige Stimmen. Auf die gute alte Schallplatte

trifft das mit Sicherheit zu. Für das dazugehörige Retro-

Gefühl ist im Second-Hand-Plattenladen Slam Records

gesorgt. Ein breit gefächertes Repertoire von Soul über

Rock bis hin zu Klassik lässt bei leidenschaftlichen Musikliebhabern

und Sammlern keine Wünsche offen. Die

kompetente fachliche Beratung der Mitarbeiter tut ein Übriges.

Wer es etwas moderner mag: CDs und Musik-DVDs

findet man ebenfalls bei Slam Records.

Schulterblatt 104

HOLZWERK HAMBURG

Rustikales Design made in Hamburg: Holzwerk Hamburg in der HafenCity

versteht sich als Tischmanufaktur für individuelle Massivholztische aus Naturholz.

Ess-, Couch-, Konferenz- und Waschtische gehören zum Sortiment.

Die Wunschtischplatte wird dabei individuell mit Gestellen aus Beton, Holz

oder Metall kombiniert. Ein Blickfang sind die Baumtische, die aus einer unverleimten

Naturholzplatte gefertigt werden und mit ihren durchgängigen

Maserungen wie rustikalen Ästen oder Unebenheiten Unikate sind.

Überseeboulevard 2 | www.holzwerk-hamburg.de

Fotos: Ina Marie Köhler, PR (4)

10


INSPIRATION

PET SHOP BOYZ

Hier kommt man anders auf den Hund

Mathias Hoffmann, strahlende

Persönlichkeit und Hundeliebhaber

aus tiefstem Herzen

Pet Shop Boyz

Schmilinskystraße 15

20099 Hamburg

040 288 036 10

und

Waitzstraße 26

22607 Hamburg

040 890 189 03

In St. Georg „erfand“ Inneneinrichter

und Hundebesitzer Mathias Hoffmann

vor sieben Jahren einen Delikatessen-Laden

für Hunde, der so

einzigartig ist, dass er 2012 den Dogs-

Award als „Hundeshop des Jahres“

gewann. Nun erobert ein zweiter Laden

in Othmarschen die Herzen der

Hunde und seiner Besitzer.

„Rinderhufsehne, Hähnchenhälse oder

lieber Lammlungenbrocken heute?

Was brauchen Sie als Snack zum Gassigehen?“

Mit weicher, fast liebevoller

Stimme verkauft Mathias Hoffmann (47)

Hundeköstlichkeiten und alles andere,

womit man Hund und Besitzer eine Freude

machen kann. 2009 war es, als der

Hamburger den ersten Laden der Pet

Shop Boyz (Pet Shop / engl. Tierhandlung)

in der Schmilinskystraße gründete

– seit letztem Jahr Oktober besitzt er

in Othmarschen eine Dependance und

erfüllte sich damit einen Traum: Hier ist

er aufgewachsen, hier wollte er sein ...

Die Kunden seien durchaus anders als in

St. Georg, meint Hoffmann, der einst zwei

dreibeinige Hunde besaß. Die Tiere hier

seien größer und es gebe mehr Stammpublikum

aus den Elbvororten. In dem City-

Shop, den ein saisonal dekorierter Baum

schmückt und der durch seinen Kolonialstil

besticht, würde die Laufkundschaft mit

vielen Touristen und der Single mit dem

Hund eher vorstellig.

ELDORADO FÜR HUNDE

Genauso stilvoll und erlebnisreich wie in

St. Georg ist aber auch der Shop in der

Waitzstraße – da sind Holzregale, in denen

Futterdosen in warmen Farben mit ansprechendem

Design und große Weidenkörbe

mit Leckereien stehen. Schrille Quietschtiere

in bunten Farben und mit lustigen Formen

laden nicht nur Kinder zum Draufdrücken

ein. Es ist schön bunt und aufregend,

in jedem Winkel des Ladens gibt es etwas

zu entdecken, launig und spaßig soll es

sein und wirkt so vollkommen anders als

herkömmliche Hundeläden – Hundefutter

muss eben nicht auf kalten Metallregalen

präsentiert werden. Bei so viel Stil lässt es

sich nicht verleugnen, dass Mathias Hoffmann

früher als Inneneinrichter bei einem

Architekten tätig war. Jedes Detail stimmt

– wie in einem modernen Kaufmannsladen

fühlt man sich hier und von einem

exklusiven Label bekommt der Vierbeiner

das passende Hundebett oder schicke

Hundehalsband.

Anstandslos nimmt der Betreiber, aber

auch die vier Mitarbeiter, alles zurück, was

dem Wauwau nicht gefällt oder schmeckt.

Doch dass das vorkommt, scheint bei

der vielfältigen und exklusiven Auswahl

unwahrscheinlich: „Unser Dosenfleisch

wird in einer kleinen Manufaktur in Süddeutschland

gefertigt. Da kommt nur

Gutes rein“, so Hoffmann. Die Zusammensetzung

hat er gemeinsam mit einem

Heilpraktiker entwickelt, denn „alles geht

über Ernährung! Hunde brauchen andere

Nahrung als Menschen. Gesund füttern ist

die Devise“. Und das Geheimnis, warum

die Snacks nicht riechen, verrät er gerne:

„Zum Beispiel Entenhals und Lammlunge

werden sofort nach der Entnahme luftgetrocknet.“

Auch hier arbeitet er mit einem

kleinen, persönlich bekannten Betrieb zusammen,

so kann er sich der Qualität sicher

sein. Hohen Anspruch erfüllt ebenso

die sanfte Musikuntermalung im Laden –

allein schon wegen der Auswahl von Jazz,

Funk und Soul in diesem besonderen Ambiente

lohnt sich der Besuch, selbst wenn

man keinen Hund besitzt.

Text: Nathalie E. Reinschmidt

Fotos: Marius Engels

Autorin Nathalie E. Reinschmidt auf

Knuddelkurs mit Mathias Hoffmann

DOG EN VOGUE – noch ein Tipp für Hund und Frauchen

Möchten Sie Ihren Vierbeiner mit bestem Bio-Futter, hochwertigen Lederleinen und einem

kuscheligen Schlafplatz verwöhnen? Dann wagen Sie einen Klick auf www.eddybarkin.com.

Der Onlineshop für Hundeluxusausstattung beweist mit seinen glamourösen

Produkten, dass ein Leben mit Hund nicht nur bereichernd,

sondern auch echt stylish sein kann. Und da geteilte Freude bekanntermaßen

doppelte Freude ist, wird nicht nur Ihr haariger

Freund hier glücklich gemacht. Edle Taschen und Armbänder,

die perfekt zu den Hundeaccessoires passen, lassen auch Frauchens

Herz höher schlagen.

13


Besuch in der Redaktion: Tradition

trifft Zeitgeist – Bloggerin

Marie von Behrens sitzt auf alten,

originalen Reederei-Schränken

VERRÜCKT

NACH MARIE

Ihren Blog „MvB by Marie von Behrens“ startete sie im Alter

von gerade mal 12 Jahren. Marie von Behrens gilt

als eine der Vorreiterinnen ihrer Branche. Direkt nach dem

Abitur stieg sie hauptberuflich ins Blogger-Geschäft ein.

Heute zählt die Hamburgerin rund 400.000 Instagram-Follower

zu ihrer Fangemeinde.

"Ich trage gerne Schwarz, das geht einfach immer.

Meine große Kuscheljacke liebe ich. Sie ist

bequem, hält warm und sieht trendy aus. Die

Lederhose ist cool und angenehm zu tragen.

Zu meinen Lieblingsteilen gehören auch die

schwarzen Balenciaga-Boots."

Marie von Behrens


INSPIRATION

Die Hamburgerin ist ein

echter Posing-Profi

INSPIRATION

Stilvoll und sexy:

Gerne zeigt Marie

von Behrens auch

mal nackte Haut

Abi 2017

und dann?

Lernt man sie kennen, wirkt Marie von

Behrens (21) wie ein ganz normales junges Mädchen –

modeinteressiert, locker und unbeschwert. Dass dahinter

eine echte Businessfrau steckt, vermutet man kaum.

Doch so ist es. Marie von Behrens hat aus ihrem Blog

ein kleines Unternehmen aufgebaut. 2016 gewann sie

den BILD „Place To B Influencer Award“ in der Kategorie

Lifestyle. Die Hamburgerin hat ihren Stil gefunden:

lässig, cool und hier und da ein wenig verrucht. Wie sie

tickt? Das verrät sie im Gespräch mit HANSEstyle.

#erfolgohnekonzept

Eigentlich war ich immer nur ich selbst und habe gemacht,

was mir Spaß bringt. Dass das Ganze diesen Weg nimmt,

war nicht geplant. Damals habe ich mit meinen Freunden

viele Fotos gemacht, von uns selbst und von anderen Motiven.

Irgendwann wollte ich die Bilder mit anderen teilen und

habe mit zwölf Jahren einen Blog gestartet. Außerdem war

ich schon immer an Mode interessiert. Ich wusste schon

früh, welche Klamotten mir gefallen und was ich tragen

möchte. Dann kam Facebook, wenig später Instagram und

dann hat sich alles ganz von alleine ergeben.

#support

Zum einen unterstützt mich meine Agentur Fab4Media. Sie

kümmert sich um sehr vieles: E-Mails, Abläufe, die Kommunikation

mit den Kunden. Die Fotos für den Blog macht meist

mein Freund. Bei den Instagram-Fotos, die ich alle mit dem

Handy mache, muss immer derjenige herhalten, der gerade

mit mir unterwegs ist. Da kommt es öfter vor, dass ich sage

„Oh, hier hätte ich gerne ein schönes Foto“.

#community

Ich möchte alle meine Follower gleich behandeln. Kommentare

lese ich mir immer durch. Private Instagram-Nachrichten

beantworte ich von Zeit zu Zeit auch. Ich kenne das ja

selber: Man möchte etwas über ein Kleidungsstück wissen

oder braucht einen Hotel-Tipp. Da helfe ich gerne. Negative

Kommentare gab es früher öfter, heute nicht mehr. Meistens

ging es um meine Figur. Die Leute behaupteten, ich würde

zu wenig essen, was aber nie der Fall war. Doch solche Kommentare

haben mich nie gestört, da war ich immer selbstbewusst

genug.

"Ich bin ein totaler Fan von Mules,

besonders die von Gucci mit dem

Felleinsatz haben es mir angetan.

Zusammen mit einer Destroyed

Jeans und einem bequemen Pullover

ergibt das den perfekten Stilmix."

Marie von Behrens

Fotos: Marie von Behrens (4)

#bestprojects

Einmal bin ich mit Tommy Hilfiger für ein Sonnenbrillen-Shooting

nach Jamaika geflogen. Das war cool. Die dort entstandenen

Bilder wurden auf Tommy Hilfigers und meinen Online-

Kanälen veröffentlicht. Gerne erinnere ich mich auch an ein

Magazin-Shooting mit Chanel. Das war wirklich herausragend

(Anm. von Marie von Behrens Agent, Michael Fassl: Marie war

die erste Bloggerin, die von Chanel gebucht wurde).

#sozialenetzwerke

Für mich ist definitiv Instagram die wichtigste Plattform. Es ist

die Plattform, die am meisten Spaß bringt und meiner Ansicht

nach die größte ist. Sekündlich werden Hunderttausende Fotos

hochgeladen. Ich finde Instagram am ästhetischsten und

interessantesten. Der Hype um die Video-Plattform Snapchat

ist für mich vorbei, es gibt ja jetzt Instastories – ein Feature von

Instagram. So sind Fotos und Bewegtbild auf einer Plattform

gebündelt. Das ist praktischer und gibt uns die Möglichkeit,

Dinge, die wir nicht als Foto in unserem Feed veröffentlichen

wollen, zu teilen.

#privatsphäre

Ich ziehe eine klare Grenze zwischen meinem Privatleben und

dem, was ich mit der Öffentlichkeit teile. Manchmal finde ich

es fast gruselig, was andere Blogger zeigen. Da habe ich das

Gefühl, ich weiß wirklich alles über Mutter, Vater, Geschwister,

die Cousine 8. Grades. Das möchte ich auf gar keinen Fall. Auch

meine Wohnung zeige ich nur auszugsweise, wenn es zum Bespiel

um das Thema Interior geht. Viele sagen, dass sie mein

Mode und Reisen (hier im italienischen

Positano, rechtes Bild) sind

zwei der größten Leidenschaften

von Marie von Behrens. Für das

Outfit-Bild (l.) bekam sie knapp

13.000 Likes auf Instagram

International

und praxisnah

studieren.

Semesterstart:

15. September 2017

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European

Management

Bachelor of Arts (B.A.)

7 Semester - ohne NC

European

Business & Psychology

Bachelor of Science (B.Sc.)

7 Semester - ohne NC

Studienorte:

Düsseldorf | Essen |

Frankfurt | Hamburg |

Köln | München |

Stuttgart

Beratung unter:

0800 1 97 97 97

studienberatung@eufom.de

16

eufom European School for Economics & Management -

eine School der FOM Hochschule


INSPIRATION

Instagram-Account inspiriert. Ich bin kein Mensch, der sich

den ganzen Tag vor der Kamera zeigt. Das ist nicht mein Verständnis

von Ästhetik.

#socialmediatrends

Momentan gibt es einen sehr kommerziellen Trend, dem extrem

viele Blogger folgen: Da sieht man Fotos mit Luftballons

in New York, perfekt drapierte Blumensträuße auf der

Fensterbank oder Chanel-Tüten, aus denen Blumen herausgucken

– ganz offensichtlich bis aufs Letzte mit Photoshop

bearbeitet und von vorne bis hinten arrangiert. Für mich ist

das zur Zeit der verbreitetste und gleichzeitig schlimmste

Trend in den sozialen Netzwerken. Das ist nicht mehr echt,

nicht spontan.

#fürimmerblogger

Ich hoffe, dass ich so lange wie möglich als Blogger arbeiten

kann. Ich liebe den Beruf. Man kann sich selbst verwirklichen

und das machen, was einem Spaß bringt. Mich interessieren

Interior Design und Mode aber auch die Onlinebranche

und die Fotografie. Sollte ich mal nicht mehr bloggen

können, könnte ich mir vorstellen, in einen dieser Bereiche

zu gehen.

#modetrends

Eine coole, abgerockte Jeans war für mich schon immer ein

absolutes Must-have. Gerade sind vor allem Jeans von Levi's

im Trend. Für mich ist immer wichtig, dass Klamotten bequem

sind. Ich habe mir gerade Gummi-Schlappen von Chanel

gekauft. Ich trage gerne ausgefallene Teile, die meinen

sonst eher lässigen, entspannten Stil aufpeppen.

#wanderlust

Los Angeles ist bisher mein liebstes Reiseziel. Toll finde ich

auch Kopenhagen und Paris. Dieses Jahr sind neben L.A.

auch Trips nach Mykonos und Mexiko geplant. An beiden

Orten war ich noch nie.

#hamburgliebe

Hamburg ist meine Lieblingsstadt. In meinen Augen ist es

eine extrem schöne Stadt. Es gibt viel Wasser und Natur. Die

IMPRESSUM

VERLEGER:

Christian Bauer (V.i.S.d.P. / cb@ckb.hamburg)

ART DIREKTORIN: Ellen Holthaus (eh@ckb.hamburg)

VERLAGSBEIRAT: Marie Brömmel, Heinz H. Behrens,

Hans-Ulrich Jörges, Klaus Liedtke, Stephan Luca, Klaus

May, Michael Waack, Prof. Dr. Michael Zerres

REDAKTION / FREIE MITARBEITER: Shidi Bashang,

Heinz H. Behrens, Brian Bojsen, Marius Engels,

Brigitte Engler, Natalja Fischer, Frehn Hawel, Franziska

Heinemann-Schulte, Iani Iskowik, Anne Simone Krüger,

Ulrich Lindenthal-Lazhar, Beate Reichmann, Nathalie E.

Reinschmidt, Simone Rudloff, Florian Schmidt, Leonie

Schneider, Phillip Stengelin, Tim Wendrich, Louisa Wölke

REDAKTIONSMANAGEMENT:

Louisa Wölke (lw@ckb.hamburg)

POLITIK: Klaus May

STADTGESCHICHTE(N): Heinz H. Behrens

COVER FOTOGRAFIE: Tim Wendrich für HANSEstyle

VERMARKTUNG:

Aline Sodjinou (Leitung / as@ckb.hamburg),

Lea Domhardt (Online), Lutz Egloff (Mediaberater),

Christian Bauer (verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen),

Tel.: 4153-7680, (anzeigen@ckb.hamburg)

VERTRIEB / MAGAZIN-DISTRIBUTION:

Christian Ackermann

DRUCK: Möller Druck und Verlag GmbH,

Zeppelinstraße 6, 16356 Ahrensfelde OT Blumberg

VERTRIEB: Direktvertrieb. Kontrollierte Verbreitung

über festgelegte Vertriebspartner. Für Direktbezug

und Abonnement wenden Sie sich bitte an den Verlag.

Teilauflage über Pressevertrieb Nord KG, Schnackenburgallee

11, 22525 Hamburg. Teilauflage über Valora

Retail Services GmbH, Danziger Straße 35a, 20099

Hamburg

HEALTHCARE & LIFE – DAS GESUNDHEITSPORTAL

FÜR HAMBURG UND DIE METROPOLREGION!

Ihr Kontakt via E-Mail: as@ckb.hamburg

(Ansprechpartnerin ist Aline Sodjinou)

ABONNEMENT: Hamburger Leidenschaft – leidenschaftliche

Hamburger. HANSEstyle erscheint derzeit

Bloggerin Marie von Behrens in ihrem Element: Selfie-Action

mit Redakteurin Louisa Wölke

Architektur ist toll. Alles ist irgendwie gemütlich, nicht so

groß. Und auch außerhalb gibt es schöne Ecken: Man kann

an die Ostsee oder nach Sylt fahren. Hamburg ist einfach

mein Zuhause.

#whattodoinhamburg

Empfehlen kann ich meinen Lieblingsvietnamesen Xeôm im

Karolinenviertel, da gibt es richtig authentisches vietnamesisches

Essen. Zum Bummeln kann man gut in die Schanze

oder nach Eppendorf gehen. Dort gibt es viele schöne

kleine Boutiquen – von Klamotten über Einrichtung bis hin

zu Accessoires. Für einen gemütlichen Spaziergang: ab in

den Jenischpark, den haben viele Leute noch nicht auf dem

Schirm.

Im Gespräch mit: Louisa Wölke | Fotos: Simone Rudloff

viermal im Jahr. Abo-Jahrespreis: 20 € (entspricht 5 €

pro Ausgabe / Porto hier bereits enthalten). Jederzeit

kündbar. Schreiben Sie uns eine E-Mail mit Adresse

und Namen an: abo.hansestyle@ckb.hamburg

VERLAGSINFORMATION: HANSEstyle ist eine

Publikation der CKB mediahouse GmbH und darf nur

mit Verlagsgenehmigung in Lesezirkeln geführt werden.

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Aufnahme in

Onlinedienste und Internet sowie Vervielfältigung auf

Datenträgern dürfen nur nach Zustimmung des Verlages

erfolgen. Der Verlag haftet nicht für unverlangte

Zusendung von Fotos, Manuskripten etc.

VERLAG: CKB mediahouse GmbH,

Alsterterrasse 7, 20354 Hamburg

Tel: 040 - 4153-7680

Geschäftsführer: Christian Bauer

www.hansestyle.hamburg

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www.metropole-kreativ.hamburg

www.ckb.hamburg

Kampener Literaturund

KuLtursommer 2017

Lesungen, KLassiKKonzerte &

aussteLLungen

13. April olaf scholz

12. Mai Heinz strunk

01. Juni Hannelore Hoger

22. Juni Michael naumann

29. Juni günther Maria Halmer

16. Juli White Dinner

20. Juli arno strobel

18. August sommerfest

24. August gert scobel

02. September rolando Villazón

07. September Michael Jürgs

Auszug aus dem Programm

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Ein Flirt fürs Leben

Kampen Jazz

am 6. & 7. Juli 2017

Tourismus-Service Kampen Hauptstr. 12, 25999 Kampen, Tel: 04651-4698-0, info@kampen.de


INSPIRATION

INSPIRATION

HAMBURGER

LIEBLINGSTEILE

Der Online-Marktplatz www.productmate.de bietet lokalen Unternehmen und

Manufakturen einen Ort, an dem sie sich und ihre Produkte vorstellen

können. Dabei entstehen verschiedene Themenwelten nach Produktart oder Region.

Mit HANSEstyle hat das Productmate-Team einige seiner Lieblingsprodukte aus

Hamburg ausgewählt und stellt die Gesichter dahinter vor.

GOLDEN KISSES BAG

von House of Cases, ca. 190 Euro

Laisa Maria Mann, Gründerin & Creative Director

bei House of Cases

Concept Store Hamburg

Große Bleichen 31 – im Kaufmannshaus

LEUCHTE AUS BETON UND GLAS

von Concrete Home Design, 390 Euro

Sabine Ross, Inhaberin &

Geschäftsführerin

Wohndock – Eppendorfer Landstraße 76

MASSGESCHNEIDERTE

LEDERJACKE

von JN Llovet, 3.000 Euro

Jacqueline Llovet Garcia,

Inhaberin & Designerin

JN Llovet – Rothenbaumchaussee 219

BIG JIM WANDREGAL

von Lokaldesign,

ab ca. 1.000 Euro

Katharina Roedelius,

Inhaberin & Geschäftsführerin

Lokaldesign – Schulterblatt 85

MOSAIKTABLETT

von helmuth, ca. 180 Euro

Meike Woermann, Inhaberin &

Mosaikkünstlerin

helmuth – Friedrichsberger Straße 53

BIO-TEEMISCHUNG

von LOV Organic, ca. 12 Euro

Peter Oschätzchen, Inhaber

Oschätzchen – Hohe Bleichen 26

Fotos: House of Cases (2), Helmuth (2), Jan Cray Möbel (2), JN Llovet (2), Lokaldesign (2), Oschätzchen (2), Schokovida (2), Wohndock (2), Productmate

ALSTERBLICK

SCHOKOLADE

von schokovida, ca. 6 Euro

Berit Windisch & Oliver Rohlf, Inhaber

schokovida – Hegestraße 33

HOCKER

von Jan Cray Möbel, ab 195 Euro

Jan Cray, Inhaber & Designer

Jan Cray Möbel – Bahrenfelder Straße 59

PRODUCTMATE

Das Hamburger Start-up wurde 2013 von den

drei Gründern Benedict Sebesta, Moritz Held

und Matthias Rickertsen (v. l.) ins Leben gerufen.

Mit dem Ziel, dem lokalen, inhabergeführten

Einzelhandel ein Gesicht und neue Stärke

zu verleihen, bietet Productmate mittlerweile

über 600 Unternehmen deutschlandweit aus

den Bereichen Interior, Mode, Food und Nischenbranchen

einen Online-Marktplatz, auf

dem sie sich ihrer Zielgruppe präsentieren

können. Nutzer können auf Productmate in

Themenwelten wie zum Beispiel „Kunst und

Wohnaccessoires“ oder „Köstlichkeiten für

Gourmets und Feinschmecker“ eintauchen

und so, ab vom Mainstream, besondere Produkte

und Läden in ihrer Stadt entdecken.

Neben Hamburg sind auch Städte wie Berlin,

München und Düsseldorf Teil des Projekts.

20 21


Zu Besuch in seinem Büro: Seit

Frühjahr 2017 ist Dr. Carsten

Brosda Kultursenator

WAS DIE WELT

ZUSAMMENHÄLT

Hamburgs neuer Kultursenator, Dr. Carsten Brosda, 42, berichtet

in HANSEstyle über den Start der Elbphilharmonie und die

großen Herausforderungen in der Hamburger Kulturpolitik. Darüber

hinaus beantwortet er die Frage, was Hamburg als

Kulturstadt wirklich ausmacht.

HANSEstyle: Einerseits kündigen Sie

eine Renaissance der Kulturpolitik an,

andererseits möchten Sie die Politik

Ihrer Vorgängerin, Barbara Kisseler,

fortsetzen. Ein Widerspruch?

Senator Brosda: Nein! Einen Zustand,

an dem man sagen kann, dass etwas

vollbracht oder gänzlich erledigt ist,

gibt es in der Kulturpolitik nicht. Nehmen

wir die Elbphilharmonie: Sie ist eröffnet

und die Baugeschichte ist weitgehend

zu Ende geschrieben – jetzt

geht es darum, dieses Haus mit Leben

zu füllen, es auf Dauer zu vernetzen

und in der Gesellschaft zu verankern.

Insofern geht es immer weiter. Gegenwärtig

kommen wir in eine Situation,

in der manche Institutionen, die in

unserer Gesellschaft Sinn und Orientierung

vermitteln, zunehmend brüchig

werden. Wenn man Nachrichten

guckt, fragt man sich, was in unserer

Welt eigentlich los ist, in welchen Zeiten

wir leben und was die Welt überhaupt

noch zusammenhält. Das sind

Fragen, auf die auch in der Kunst nach

Antworten gesucht wird. Das stellen

wir in den Spielplänen der Theater

fest, in den Programmen der Museen,

in den Werken der bildenden Künstler

oder in der Musik. Dort finden wir Auseinandersetzungen

mit dem, was in

unserer Gesellschaft passiert. In solchen

Prozessen und Diskursen muss

die Kulturpolitik Partner sein. Nicht,

indem wir etwas erwarten, sondern,

indem wir für die Rahmenbedingungen

sorgen, in denen solch drängende Fragen

gestellt und beantwortet werden

können. Und weil diese Fragen drängender

werden als noch vor ein paar

Jahrzehnten stehen wir potentiell vor

einer notwendigen Renaissance der

Kulturpolitik.

Barbara Kisseler besaß ein ganz tiefes

Verständnis für Kultur als einen

eigenständigen, eigensinnigen und eigenrationalen

Wert im beschriebenen

Sinn: Kultur entsteht in Freiheit und

vollständig aus sich selbst heraus,

aus dem, was Künstlerinnen, Künstler

und Kreative machen. Es ist die Aufgabe

des Staates, die Rahmenbedingungen

dafür zu schaffen, und zwar ohne

Vorgaben oder funktionalistische Erwartungen.

Danach ist es an uns als

Gesellschaft, sich mit der kulturellen

Produktion auseinanderzusetzen, an

dem Diskurs darüber teilzunehmen

und mitzubestimmen, wohin sich unsere

Gesellschaft entwickeln soll. Das

ist ein kulturpolitisches Verständnis,

das ich mit Barbara Kisseler teile und

das an Bedeutung gewinnt.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Start

der Elbphilharmonie?

Was mit der Elbphilharmonie passiert,

ist sensationell. Die Wahrnehmung

und Aufmerksamkeit, die wir derzeit

nicht nur aus Deutschland, sondern

aus Europa und vielen anderen Teilen

der Welt erfahren, haben wir uns

in unseren kühnsten Träumen nicht

ausgemalt. Jetzt lautet die Frage: Wie

sorgen wir dafür, dass diese Aufmerksamkeit,

die dieses Gebäude und sein

musikalisches Programm momentan

erhalten, auch andere Blickachsen

freilegen kann auf das, was in dieser

Stadt kulturell sonst noch passiert.

Dass sich nicht alles auf die Elbphilharmonie

fokussiert, sondern dass

sie zum Aufmerksamkeits-Fanal für

die gesamte Kulturstadt Hamburg

wird. Um ein paar Beispiele zu nennen:

Wir haben eine Ausstellung in

den Deichtorhallen eröffnet – „Elbphilharmonie

Revisited“ – in der sich

zwölf Künstlerinnen und Künstler mit

dem Entstehungsprozess der Elbphilharmonie

beschäftigt haben. Oder das

„Ensemble Resonanz“, das im kleinen

Saal der Elbphilharmonie eine neue

Heimat gefunden hat und parallel

seine Dependance im Bunker in der

Feldstraße bespielt. Oder das Festival

„Theater der Welt“, das in diesem Jahr

in Hamburg stattfinden wird, auch mit

der Spielstätte Elbphilharmonie. Und

auch im Rahmen des „Elbjazz“-Festivals

wird es Konzerte in der Elbphil-

„Wenn man Nachrichten guckt, fragt man sich,

was in unserer Welt eigentlich los ist …!“

Senator Dr. Carsten Brosda


24

WIRTSCHAFT & POLITIK

„Ein großer Prozess ist die

Entwicklung des Deutschen Hafenmuseums.

Wie wird das inhaltliche

und räumliche Programm des

Museums aussehen?“

Senator Dr. Carsten Brosda

harmonie geben. So gibt es viele kulturelle Vorhaben, die

eine ganz neue, andere Wirkung entfalten können – mit all

der Kraft, die an diesem Ort entstanden ist. Unsere Aufgabe

ist, dies auch für die anderen Häuser, Institutionen und

Sparten zu ermöglichen.

Wie gefällt Ihnen die Akustik?

Ich glaube: Akustik ist in gewisser Weise immer auch schwarze

Magie! Was man in jedem Fall sagen kann: Man hört in

der Elbphilharmonie überall gleich gut, aber man hört nicht

überall das Gleiche.

Werden kleinere Kultureinrichtungen durch die große Aufmerksamkeit,

die die Elbphilharmonie auch vonseiten der

Stadt erhält, Nachteile haben?

Wir haben finanziell sichergestellt, dass die Elbphilharmonie

nicht zu Lasten eines anderen Bereiches der Kultur

gehen kann. Alle Mittel für die Elbphilharmonie werden zusätzlich

aufgewendet und sind im Haushalt klar abgegrenzt.

Es gibt rechtliche Mauern, die es unmöglich machen, aus

dem sonstigen Kulturbereich Gelder zu verwenden, selbst

wenn mehr Geld für die Elbphilharmonie gebraucht würde.

Derzeit erleben wir eher, dass man in großer Freundschaft

prüft, wie man zwischen den verschiedenen Kulturinstitutionen

gemeinsame Perspektiven und Projekte entwickeln

kann. Diese Kooperationen können eine besondere Kraft

entfalten.

Wo sehen Sie in der Hamburger Kulturpolitik weiteren Handlungsbedarf?

Was wollen Sie in dieser Legislatur sonst noch

anpacken?

Ich bin sicher, dass wir im Lauf der Zeit immer wieder neue

Herausforderungen entdecken werden. Ein großer Prozess

ist die Entwicklung des Deutschen Hafenmuseums. Wie wird

das inhaltliche und räumliche Programm des Museums aussehen?

Wo wird der Standort sein? Ich halte es für vernünftig,

sich im gesamten Stadtgebiet umzusehen und Möglichkeiten

zu prüfen. Die 50er-Schuppen sind ein hoch plausibler

Standort. Doch warten wir ab, was die Standort- und Potentialanalyse

ergibt. Wir haben die Stiftung Historische Museen

Hamburg beauftragt, den Entwicklungsprozess maßgeblich

zu gestalten. Entscheidend wird für uns sein, dass wir nicht

nur die historische Perspektive zeigen oder den Hafen nur

als romantischen Sehnsuchtsort – beides sicherlich wichtige

emotionale Faktoren für so ein Museum – sondern dass

dort auch Fragen zu den Auswirkungen von Freihandel, weltweiten

Warenströmen und zur Globalisierung dargestellt

Der Kultursenator sprach über die Eröffnung der Elbphilharmonie.

Einige seiner ihm liebsten Musikalben verriet er ebenfalls.

und erfahrbar gemacht werden. Das Museum sollte aus der

historischen Erfahrung Hamburgs in die Welt überleiten, in

der wir heute leben.

Könnte man auch einen Neubau in Betracht ziehen, zum Beispiel

im Gebiet der Osterweiterung unserer HafenCity?

Da verschiedene Schiffe eingebunden sind, muss man es in

Elbnähe umsetzen. Mit der „Peking“ kommt noch ein weiteres

nach Hamburg und soll mit dem Museum verbunden werden.

Dabei müssen verschiedene Aspekte beachtet werden –

wenn die Schiffe zum Beispiel direkt im Strom liegen. Welche

Liegeplätze gehen also und welche nicht? Es gibt technische

und nautische Gegebenheiten, die bei der Standortsuche

auch berücksichtigt werden müssen.

Zur Populärkultur – Hamburg hat zum Beispiel Kampnagel

und die Bühnen von Schauspielhaus und Thalia. Sehen Sie

im Hinblick auf das jüngere Publikum besonderen Förderungsbedarf?

Was die Frage unserer Publikumsstruktur angeht, könnte

man ja mal die ketzerische Behauptung nachprüfen, ob nicht

das durchschnittliche Publikum in der Elbphilharmonie derzeit

jünger ist als das durchschnittliche Publikum bei einem

Konzert der Rolling Stones? Meine These wäre das! Insofern

glaube ich, dass die Unterscheidung von Jung oder Alt angesichts

der Diversität unserer Kulturangebote keine so große

Rolle mehr spielt. Natürlich besucht ein eher jüngeres Publikum

einen Club, in dem nachts um drei Uhr elektronische

Musik gespielt wird. Das ist aber schon immer so gewesen

und hat etwas mit individuellen Vorlieben zu tun. Aber was

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WIRTSCHAFT & POLITIK

wir vermeiden müssen, sind Barrieren, die sich aus Tradition oder

aus einem bestimmten Dünkel heraus ergeben. Das ist der entscheidende

Unterschied! Ich möchte nicht dafür plädieren, Kunst

zu vereinfachen, damit sich jeder alles anguckt. So wird sie beliebig.

Aber wir wollen die Schwellenängste etwas abbauen. Nehmen

wir nochmals die Elbphilharmonie: Aufgrund der baulichen Attraktivität

gehen plötzlich auch andere Menschen in ein klassisches

Konzert als vorher zum Beispiel in der Laeiszhalle.

Daher müssen wir unsere extrem heterogene, bunte und lebendige

kulturelle Landschaft erhalten. Dazu zählen ja nicht nur die Bühnen

der großen staatlichen Häuser, sondern auch die Privattheater und

die vielen spannenden kleinen Bühnen, in denen hochmoderne

Inszenierungen entstehen, die von einem ganz jungen Publikum

besucht werden. Dazu zählen die Musikclubs, in denen junge Musik

und Nachwuchskünstler auftreten, die dort ihre ersten Gehversuche

machen. Dazu zählen auch die Orte, an denen bildende

Künstler präsentieren, was sie in Auseinandersetzung mit der Welt

zeigen wollen: Kunstvereine, junge Galerien, Off-Szenen, Lofts und

Hinterhöfe, wo man miteinander in Kontakt treten kann. All das ist

wichtig und all das macht die Breite von Kultur aus. Man kann Kultur

definieren als die Gesamtheit aller Lebensformen einer zusammenlebenden

Gesellschaft. Wenn ich das mache, komme ich nicht

mehr auf die Idee, dass Kultur nur etwas für einen kleinen, älter

gewordenen und in sich abgekapselten Bereich ist. Es gibt nur unterschiedliche

Formen, Kultur zu leben. Und daraus erwächst viel

Spannendes – gerade auch in den dezentralen Kulturvermittlungsstrukturen

unserer Stadt wie Kulturzentren, Geschichtswerkstätten

oder die öffentlichen Bücherhallen in den Stadtteilen. Sie alle

sind Kristallisationspunkte für kulturelle Angebote und Begegnungen.

Das alles müssen wir unbedingt fördern und lebendig halten,

denn das macht eine Kulturstadt wirklich aus!

Das Gespräch führten: Heinz H. Behrens und Christian Bauer

Fotos: Marius Engels

26

„Das alles müssen wir unbedingt

fördern und lebendig halten, denn das

macht eine Kulturstadt wirklich aus!“

Senator Dr. Carsten Brosda

DREI GANZ PERSÖNLICHE FRAGEN AN SENATOR BROSDA

Sie besitzen mehrere tausend CDs. Welche sind drei Ihrer Lieblingsalben?

Das wechselt ständig. Neben den Klassikern von Bob Dylan, Van

Morrison, Bruce Springsteen und Neil Young liegen aber dauerhaft

ebenfalls weit vorn:

• Richard & Linda Thompson: „Pour Down Like Silver“

• Joe Henry: „Scar“

• Jason Isbell: „Southeastern”

Welche CD war Ihre erste?

Bruce Springsteen: „Born in the USA“

Welche kam zuletzt hinzu?

Rhiannon Giddens: „Freedom Highway“

ÜBER SENATOR DR. CARSTEN BROSDA

Zwischen 2011 und 2016 leitete der gebürtige Gelsenkirchener

das Amt für Medien in Hamburg. Damit war er in

allen Belangen der Branche wichtigster Ansprechpartner

in der Hansestadt. Zum Beispiel oblag ihm die Betreuung

von Medien-, IT- und Werbewirtschaft. Dr. Carsten

Brosda ist Fachmann in Sachen Medien – das wusste

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, denn schon

von 2005 bis 2009 war Brosda Referatsleiter, ab 2008

zudem auch stellvertretender Leiter des Leitungs- und

Planungsstabes im Bundesministerium für Arbeit und

Soziales unter dem SPD-Mann. Brosda promovierte

über „Diskursiven Journalismus“ und schuf mit seinem

„Handbuch Medienethik“ ein Standardwerk. Seit März

2016 war Brosda Staatsrat in der Kulturbehörde und

Staatsrat in der Senatskanzlei für Medien und Digitales.

Seit Frühjahr 2017 ist er Kultursenator. Damit folgt er auf

die beliebte Kultursenatorin Barbara Kisseler, die im

Herbst 2016 nach langer Krankheit verstarb.

Im Büro des Senators: Dr. Carsten Brosda mit Heinz H.

Behrens (r.) und Christian Bauer (l.)

Hinweis: Fonds „FREIRÄUME!“

Nachhaltige Kulturprojekte zur Integration

von Geflüchteten

Chorauftritte, bildende Kunst oder Breakdance-

Unterricht: Viele künstlerische und kulturpädagogische

Aktivitäten können in Hamburger Stadtteilen

zur Partizipation und Integration von Geflüchteten

beitragen. Nach dem erfolgreichen Start 2016 wird

das Engagement auch 2017 weitergeführt. Die Fördersumme

wurde mit nun 400.000 Euro im Vergleich

zum Vorjahr verdoppelt. 200.000 Euro werden von

Hamburger Stiftungen, Unternehmen und Bürgern

bereitgestellt, weitere 200.000 Euro ergänzt die

Freie und Hansestadt Hamburg aus dem Integrationsfonds.

Pro Projekt werden in der Regel zwischen

5.000 und 15.000 Euro vergeben. Bewerben

können sich künstlerische und kulturpädagogische

Institutionen, Initiativen, Programme und Einzelpersonen

aus dem Hamburger Stadtgebiet bis spätestens

31. Mai 2017. Das Konzept haben u. a. die Hamburgische

Kulturstiftung, die Körber-Stiftung und

die Alfred Toepfer Stiftung gemeinsam mit Stadtkultur

Hamburg entwickelt. www.kulturstiftung-hh.de

Das Magazin HANSEstyle erscheint in der

CKB mediahouse GmbH

Alsterterrasse 7, 20354 Hamburg

Geschäftsführer: Christian Bauer

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HANSEstyle erscheint viermal im Jahr. Sie können Ihr

Abonnement jederzeit kündigen. Auslandsangebote

auf Nachfrage. Die Abrechnung erfolgt in Jahresrhythmen.

20 Euro entspricht 5 Euro pro Ausgabe inkl. Porto.

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WIRTSCHAFT & POLITIK

WIRTSCHAFT & POLITIK

DIE WIRTSCHAFTSJUNIOREN

HAMBURG

„Handeln für Hamburg“ – lautet das Leitmotiv

der Wirtschaftsjunioren. Als ein

Zusammenschluss aus 130 Führungskräften

und Unternehmern unter 40 Jahren

ist ihr Ziel, den Wirtschaftsstandort

Hamburg – in enger Zusammenarbeit

mit der Handelskammer Hamburg – zu

stärken und unternehmerische Tätigkeit

mit sozialer Verantwortung zu verbinden.

Dafür stellen die Wirtschaftsjunioren

in verschiedensten Projekten ihr

Know-how zur Verfügung. Ihre Tätigkeiten

basieren vor allem auf vier zentralen

Eckpfeilern:

AUF IN DIE

ZUKUNFT!

Um vielversprechende junge Unternehmen

zu finden und zu würdigen,

verleihen die Wirtschaftsjunioren

Hamburg die Auszeichnung „Gründergeist“.

Lernen Sie mit den

Erstplatzierten der diesjährigen

Preisverleihung drei besonders

innovative Startups kennen.

Vielfalt

Verschiedene Meinungen, Talente und

Know-how führen zu wirtschaftlichem

Erfolg.

Veränderung

Wandel und Neuerungen sind wichtig,

um Verbesserungen zu erzielen.

PLATZ 1: NECT

Digitales Ich

Gründer Benny Bennet Jürgens und Co-

Gründer Carlo Ulbrich schließen mit ihrem

Startup eine Lücke in der Versicherungsbranche.

Musste man bisher bei

jeder Anmeldung für ein Versicherungsangebot

lange Formulare ausfüllen oder

einen komplexen Identifikationsprozess

durchlaufen, soll genau das mit dem

voll digitalen Versicherungsausweis

von Nect ein Ende haben. Durch die

digitale Bündelung und Steuerung aller

personenbezogenen Daten können

Transaktionen mit einem Klick durchgeführt

werden. Mit Nect können Kunden

bequem und unkompliziert neue Verträge

bei Versicherungsunternehmen aller

Sparten abschließen. Dabei werden

alle Daten in der von Nect entwickelten

Zero-Knowledge-Technologie sicher gespeichert.

Auch die Versicherer sollen

von der Idee profitieren, indem sie Kosten

von über 200 Millionen Euro einsparen

können. Nect befindet sich derzeit

im Prototyp-Status.

www.nect.com

Die Gründer: (vorne, v. l.) Dr. Matthias Allmendinger, Dr. Christian Königsheim (beide

Taxdoo), Benny Bennet Jürgens (Nect), Ann-Isabell Hnida (Wirtschaftsjunioren

Hamburg), Natalia Tomiyama und Fahad Khan (beide Nüwiel)

PLATZ 2: TAXDOO

Abrechnung der Umsatzsteuer leichter gemacht

Taxdoo erleichtert Online-Händlern, die ihre Produkte an Privatpersonen

im EU-Ausland verkaufen, eine einfache Versteuerung ihrer Umsätze.

Verkaufen Händler ihre Ware im Ausland und übersteigen gewisse

Abverkaufs-Summen, werden sie im Ausland steuerpflichtig, was Zeitund

Geldaufwand bedeutet. Um die hieraus resultierenden Prozesse

zu vereinfachen, haben die Gründer Dr. Matthias Allmendinger, Roger

Gothmann und Dr. Christian Königsheim mit ihrem Startup Taxdoo eine

Automatisierung der Umsatzsetuer-Abrechnung entwickelt. Die für die

Abrechnung benötigten Daten werden automatisiert über Schnittstellen

bezogen, aufbereitet und für die Einreichung im Ausland vorbereitet.

Auch den Endverbrauchern entstehen Vorteile – es wird davon ausgegangen,

dass sich die Vereinfachung positiv auf die Preisgestaltung

und die Angebotsvielfalt auswirkt.

www.taxdoo.com

Fotos: Ulrich Lindenthal-Lazhar

(hinten, v. l.) Sandro Rabbiosi (Nüwiel), Roger Gothmann (Taxdoo), Henning

Kuhlmann (Wirtschaftsjunioren Hamburg) und Carlo Ulbrich (Nect)

PLATZ 3: NÜWIEL

Logistik-Ass

Die Gründer von Nüwiel sind ein internationales Team: Natalia Tomiyama,

Sandro Rabbiosi und Fahad Khan haben sich zur Aufgabe

gemacht, Großstädte im Hinblick auf Lärm, Luftverschmutzung und

Stau zu entlasten. Mit ihrem Produkt, einem elektrisch betriebenen

Fahrradanhänger, kommen sie diesem Ziel näher. Ob für Lastentransporte

von Firmen oder für den Privatgebrauch – der Fahrradanhänger

von Nüwiel sieht cool aus und soll dem Fahrer eine auf dem Anhänger

transportierte Last von bis zu 100 Kilogramm abnehmen. Mit einer

eigens vom Nüwiel-Team entwickelten Technologie erkennt der Anhänger,

wann er bremsen, schneller oder langsamer fahren oder zum

Beispiel bei Steigungen unterstützen muss. Zurzeit arbeitet Nüwiel an

der Optimierung des Prototyps.

www.nuwiel.de

Vernetzung

Das Netzwerk der jungen Unternehmer

wird durch die Tätigkeiten der Wirtschaftsjunioren

ständig erweitert.

Verantwortung

Die Wirtschaftsjunioren übernehmen

Verantwortung für ihr Handeln und die

Gesellschaft.

www.wj-hamburg.de

Das Startup Nüwiel wurde eine Woche

lang rund um die Uhr von einem japanischen

Filmteam begleitet, so auch in die

HANSEstyle-Redaktion

28 29


WIRTSCHAFT & POLITIK

City Managerin Brigitte Engler und

Bezirksamtsleiter Falko Droßmann zu

Besuch bei HANSEstyle

SERIE

Das Innenstadtgespräch

Für jede HANSEstyle trifft Hamburgs City Managerin, Brigitte Engler, Menschen,

die die Hamburger Innenstadt bewegen. Diesmal: Falko Droßmann, den

Bezirksamtsleiter von Hamburg-Mitte.

Foto: Marius Engels

Brigitte Engler: Sie sind 2001 in die Politik gegangen, um

etwas gegen Ronald Schill zu unternehmen. Was treibt Sie

2017, nach rund 16 Jahren Kommunalpolitik in Hamburg-

Mitte, an?

Bezirksamtsleiter Falko Droßmann: Es motiviert mich,

mitgestalten zu können und damit auch etwas zu bewegen.

Manchmal braucht es einfach eine klare Entscheidung und

nicht die Verschleppung vernünftiger und längst überfälliger

Entscheidungen durch endlos lange „Bedenkenträgerei“. Es

geht mir darum, unser Gemeinwesen mit zu organisieren,

Kompromisse auszuhandeln und allen Menschen ihren Platz

in unserer Stadt, die voller unterschiedlicher Lebensentwürfe

ist, zu sichern.

Sie waren Fraktionsvorsitzender, haben sich zum Beispiel

im Jugendhilfeausschuss und als verkehrs- und umweltpolitischer

Sprecher engagiert. In wieweit profitieren Sie

in Ihrer heutigen Rolle als Bezirksamtsleiter von Ihrem

früheren Engagement?

Natürlich habe ich während meiner Zeit in der Bezirksversammlung

schon einen großen Einblick in die Struktur und

in die Abläufe, aber auch in die drängendsten Handlungsfelder

erhalten. Ich wusste also, wie die Bezirksverwaltung tickt.

Während meiner Zeit als Abgeordneter habe ich genauso die

Lebenswirklichkeit – die großen und kleinen Probleme und

„… generelle Sonntagsöffnungen

Ja oder Nein – wird ein Thema

sein, das uns begleitet.“

Bezirksamtsleiter Falko Droßmann

Bedürfnisse der Menschen – kennengelernt. Nun bin ich als

politischer Beamter Bindeglied zwischen professioneller,

übergeordneter Verwaltung und örtlichen Bedürfnissen.

Eines der großen Projekte ist die Eingliederung der HafenCity

in den Bezirk. Welche sind hierbei die beiden größten

Diskussionspunkte und wie stehen Sie dazu?

Als Bezirksamtsleiter ist mir in erster Linie wichtig, wie dieser

Eingliederungsprozess nahtlos erfolgen kann. Die Unterhaltung

der öffentlichen Flächen erfolgt heute auf einem sehr hohen

Standard. Den wollen wir als Bezirksverwaltung halten.

Dazu ist eine vernünftige Ausstattung mit den entsprechenden

finanziellen Mitteln erforderlich. Ich denke, da wird noch

ein hartes Stück Überzeugungsarbeit nötig sein. Auch die Situation

der Gewerbetreibenden bzw. des Einzelhandels in der

HafenCity – die Frage: generelle Sonntagsöffnungen Ja oder

Nein – wird ein Thema sein, das uns begleitet. Schon in wenigen

Jahren wird die HafenCity ein ganz normaler Stadtteil mit

tausenden von Menschen und Familien sein.

Sie sorgen für mehr Sauberkeit und Sicherheit am Hauptbahnhof.

Welches Ziel verfolgen Sie und welche Maßnahmen

haben Sie bereits ergriffen?

Seit Februar erfolgt die Reinigung der gesamten Fläche aus

einer Hand durch die Hamburger Stadtreinigung – mit zusätzlichen

Nassreinigungen und Erhöhung der Reinigungsfrequenzen.

Mit Brettern vernagelte Fensterfronten wurden

freigelegt, nicht benötigte Bunkeranlagen abgerissen und

Fahrradschrott entfernt, die Beschilderung rund um den

Bahnhof wurde gereinigt bzw. erneuert, die Bahnwache ist

präsenter. Ziel ist eine deutliche Verbesserung der Sauberkeit

und des subjektiven Sicherheitsempfindens der Nutzerinnen

und Nutzer. Klar gibt es noch einiges zu tun, aber wir

bleiben dran!

31


WIRTSCHAFT & POLITIK

HAMBURG & SYLT

Interessante Gespräche über

die City und HafenCity

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Wie wichtig ist eine gut funktionierende

Innenstadt – für den Bezirk

Hamburg-Mitte einerseits und für

die internationale Strahlkraft Hamburgs

andererseits?

Irgendwie assoziiert man Städte – egal

ob Paris, Barcelona, London – doch immer

mit ihren Innenstädten und weniger

mit den dazugehörigen Außenbezirken.

Hamburgs neuer Magnet ist ohne

Zweifel die Elbphilharmonie, jedoch ist

eine einladende, gut funktionierende

Innenstadt in ihrer Gesamtheit neben

den „Leuchttürmen“ ein ebenso wichtiges

Puzzleteil für die internationale

Strahlkraft Hamburgs. Aber nicht zu

vergessen: Eine Stadt soll primär ihren

Bewohnerinnen und Bewohnern Lebensqualität

bieten. Hier sehe ich wiederum

meine Aufgabe, den manchmal

schwierigen Spagat zwischen diesen

legitimen Bedürfnissen und den Ansprüchen

an ein Metropolenzentrum

bestmöglich zu managen.

Über Bezirksamtsleiter Falko Droßmann

Falko Droßmann, Berufssoldat und Oberstleutnant der Luftwaffe, wurde 1973

im oberbergischen Wipperfürth geboren. Nach seiner Ausbildung bei der Polizei

und dem Abitur an einem Wirtschaftsgymnasium studierte er Wirtschaftsund

Sozialgeschichte an der Hamburger Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr.

Falko Droßmann trat 2001 in die SPD ein. Seit 2004 war er Mitglied

der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte und seit 2011 Vorsitzender der SPD-

Bezirksfraktion. Bevor Falko Droßmann im März 2016 zum Bezirksamtsleiter

ernannt wurde, leitete er an der Helmut-Schmidt-Universität einen Fachbereich

mit rund eintausend Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Über Brigitte Engler

Brigitte Engler ist seit dem Jahr 2006 Geschäftsführerin des City Management

Hamburg. Ihre umfangreichen beruflichen Erfahrungen erwarb die studierte

Betriebswirtin zuvor in verschiedenen Tätigkeitsfeldern bei der Peek & Cloppenburg

KG in Hamburg. Parallel engagiert sich die gebürtige Münsteranerin in

den Aufsichtsräten der Hamburg Tourismus GmbH und der Hamburg Messe und

Congress GmbH. Seit dem Jahr 2013 ist sie zudem als Vorstandsmitglied im Tourismusverband

Hamburg tätig.

Das City Management wurde vor 17 Jahren gegründet und ist der Zusammenschluss

der Anlieger in der Hamburger Innenstadt und der HafenCity. Über 850

Partner engagieren sich in diesem Netzwerk, um Hamburgs Innenstadt im nationalen

und internationalen Wettbewerb zu stärken.

www.bruns-moellendorff.de

32

BRUNS & MÖLLENDORFF GMBH & CO. KG • Waidmannstrasse 19 – 23 • 22769 Hamburg

Tel. Hamburg: +49 – 40 – 85 31 47 – 0 • www.bruns-moellendorff.de • E–Mail: info@bruns-moellendorff.de

In der Tenne Sylt • Keitumer Chaussee 10 • Sylt OT Westerland • Telefon Sylt: +49 – 4651 – 83 53 400


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DIFFERENT

Fashion an der

Elbphilharmonie

Nach 21 Jahren ist es soweit: Die Sylter Different Fashion Gruppe

eröffnet seinen ersten Women-Store in Hamburg.

Vis-à-vis der Elbphilharmonie in der HafenCity.

Eine Produktion von HANSEstyle für Different Fashion.

Fotos: Marius Engels | Styling: Iani Iskowik

Foto-Assistenz: Phillip Stengelin | Hair & Make-up: Shidi Bashang

Model: Luana Teifke (Louisa Models) | Produktion: Studio Engels

Seidentuch von »AA – Altuner Ateliers«

Am Kaiserkai 46 ⋅ 20457 Hamburg


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Oben: Jersey-Blazer, Seidenbluse und Sweatpants von »Juvia«,

Stiefel von »Rocco P.«

Rechts: Vintage-Parka von »MPD«

Am Kaiserkai 46 ⋅ 20457 Hamburg


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Oben: Lederjacke von »Salvatore Santoro«,

T-Shirt von »Quantum Courage« und Stretchlederhose von »Lapis Italia«

Links: Jacke von »Bazar Deluxe«, Seidenbluse von »Aglini«,

Ledergürtel: handpainted von »HTC«, Stretchlederhose von »Lapis Italia«

Am Kaiserkai 46 ⋅ 20457 Hamburg


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Oben: Fellweste von »Iphoria«, Longsleeve von »JUVIA«

Rechts: Vintage-Jeansjacke mit Poncho (one piece) von »Standard Form«,

Lederstiefel von Rocco P.

Am Kaiserkai 46 ⋅ 20457 Hamburg


WINE & DINE

Sie haben NEW YORK

nach HAMBURG geholt.

Gallaghers, Smith & Wollensky, Peter Luger: Viele der besten Steaks

seines Lebens aß Heinz H. Behrens in „Big Apple“. Seit das

THEO’S im Grand Elysée eröffnete, muss er für diesen besonderen

Fleisch-Genuss nicht mehr auf Reisen gehen.

Wann immer ich in New York war, führten mich meine Schritte in eines der dort angesagten

Steak-Häuser. Anfangs zu Gallaghers auf der 52nd Street unweit vom Times

Square – dort, so hieß es, gab es zu Beginn der 70er Jahre „the best steaks in town“.

Das Restaurant mit den Fotos berühmter Sportler an den Wänden betrat man durch

eine Gasse von Spezialkühlschränken, hinter deren Glastüren das Fleisch reifte und

dem Besucher der Anblick schon das Wasser im Munde zusammenlaufen ließ.

Zum weiteren Favoriten wurde für mich Smith & Wollensky in Midtown an der 3rd Avenue.

Ich entdeckte das flache blaugrüne Haus auf dem Rückweg von Michael’s Pub, von

jenem Pub, in dem Woody Allen damals montags auf seiner Klarinette jazzte. Was ich

natürlich erleben wollte.

Zunächst irritierten mich damals die auf den ersten Blick verbrannt aussehenden

Steaks, die man mir servierte. Bei uns hätten die wohl bitter geschmeckt und wären

wahrscheinlich durchgebraten gewesen – ein Gräuel. Dort aber hatten sie eine eher

süßliche Kruste und waren innen, je nach Bestellung wirklich rosa/medium, rot/medium

rare oder blutig/rare, was die Franzosen als „saignant“ oder „bleu“ bezeichnen.

Wie das? Ich wurde neugierig und fragte nach – so erfuhr ich das Geheimnis: Man

grillte kurz und knackig auf einem extrem heißen Herd, die Oberfläche des Fleisches

karamellisierte dabei und so entstand diese unübertrefflich schmackhafte Kruste.

Ein solcher Reifeprozess dauert unterschiedlich lange: für Filets mindestens eine

Woche – Rib Eyes und T-Bones reifen drei bis vier Wochen. Erst dann werden sie

vom Knochen gelöst, stets in eigener Schlachterei und von erfahrenem Fachpersonal.

Denn perfekte Zuschnitte, Cuts genannt,

sind die weitere Voraussetzung

für später höchsten Genuss. Das Prime

Rib – übrigens nur etwa zwei Prozent

der US-Fleischproduktion bekommt

dieses USDA-Prädikat (United States

Department of Agriculture) – wird für

THEO’S in Form kompletter Rinderrücken

importiert. Hier in Hamburg wird

der Reifungsprozess unter Aufsicht zu

Ende gebracht und erst danach werden

die Steaks in der eigenen Fleischerei zugeschnitten.

Wahlweise zu Filets, Rumpsteaks,

Sirloins, Rib Eyes, Porter-House,

T-Bones oder New York Cuts – alles in

nun garantiert gleichmäßiger Qualität.

Erst jetzt treten die Köche in Aktion.

Im THEO’S: Links Restaurant-

Chef Levent Tarhan, rechts

Küchendirektor Peter Sikorra

Auf solch einem Grill – einem 800 °C heißen Southbend – werden nun auch hier in

Hamburg, im THEO’S, die Steaks zubereitet. Dabei verändert sich die Fleischstruktur

und das Fleisch wird außen kross, bleibt innen aber wunderbar zart und saftig. Wie in

den Vereinigten Staaten immer wieder erlebt und bewundert.

In Amerika entdeckte man die Qualität des Dry Aged Beef

Das ist aber nur die eine Seite der Geschichte. Eugen Block (Unternehmer, u.a. Block

House und Grand Elysée) unternahm vor Jahren mit seinen Köchen eine kulinarische

Erkundungsreise in die USA. Um dort vor Ort die Zubereitungsvariationen von Steaks

sowie die unterschiedlichen Fleischqualitäten zu testen. Dabei entdeckte man die außergewöhnliche

Qualität des Dry Aged Beef, des trocken abgehangenen Fleisches von

jungen Weiderindern. Während dieser Trockenreifung wird das Fleisch am Knochen

belassen und bei kontrollierter Temperatur und Luftfeuchtigkeit abgehängt. THEO’S

serviert nur Prime Beef von der Rasse Black Angus aus stets bekannten Quellen, vor

allem aus Nebraska. Dort grasen die Tiere das ganze Jahr über auf saftigen Weiden.

Die Trockenreifung soll dann das Fleisch zarter und schmackhafter machen, weil sich

in dieser Zeit die Enzyme entfalten können und dabei den Geschmack intensivieren.

Das tägliche Angebot an Steak-Cuts

in Gramm – für jeweils zwei oder mehr

Personen

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WINE & DINE

WINE & DINE

Peter Sikorra, Küchendirektor aller Restaurants

im Grand Elysée – das THEO’S

gehört dazu – schaut sich immer wieder

um in den Top-Restaurants aller Welt.

Das THEO’S ist sein jüngstes Baby. „Ich

habe den Ehrgeiz, es zum besten Steak-

Restaurant nach amerikanischem Vorbild

nicht nur hier in Hamburg, sondern

in ganz Deutschland zu machen“, erklärt

er mit Nachdruck. Er und seine Köche

suchen für ihre Gäste die besten Stücke

aus, möglichst gleichmäßig mit dünnen

Fettadern marmoriertes Steakfleisch.

Sie aber nur perfekt zu braten genügt

nicht – dazu gehören noch Saucen, Gewürze

und passende Beilagen.

Peter Sikorra steht in regem Erfahrungsaustausch

mit den führenden Restaurants

Amerikas, etwa mit den Storchs,

die heute das kultige Steakhouse von

Peter Luger auf dem Broadway in Brooklyn

betreiben. Das wurde schon zigmal

zum besten Steakhouse New Yorks gewählt.

Dort hatte der in Deutschland geborene

Peter Luger seine berühmte Old

Fashioned Steak Sauce kreiert, die noch

immer als Nonplusultra für teures Geld

in ganz Amerika vermarktet wird. Das

hat Peter Sikorras Kreativität angestachelt:

Seine THEO’S Steaksauce braucht

den Vergleich nicht zu scheuen.

Ein weiteres Vorbild: Wolfgang

Zwiener und sein Wolfgang’s

Ein weiteres Vorbild ist für ihn Wolfgang

Zwiener, der mehr als 40 Jahre bei Peter

Luger gearbeitet hatte. Dann machte

er sich selbständig und betreibt nun

die Steakhouse-Kette Wolfgang’s. Sein

Flagship-Restaurant befindet sich auf

der Park Avenue. Der mittlerweile Mittsiebziger

Wolfgang Zwiener stammt aus

Bremen und hat eine typisch amerikanische

Karriere hinter sich: vom Lehr-

Perfekt nach Wunsch gegrillt: rosa/

medium, medium rare oder blutig/rare

Peter Sikorra am Southbend-Grill

ling bei Luger dort zum Restaurantchef aufgestiegen und heute Millionär. Wolfgang’s

Steakhouses sind moderner und werden effizienter geführt. Die Speisekarten bieten

eine größere Auswahl und das Weinangebot kann sich sehen lassen. Und Wolfgang

Zwiener gibt sich offener, redet auch gern über seine bei Lugers gemachten Erfahrungen,

die dort über lange Zeit als Betriebsgeheimnis gehütet wurden. Von denen er aber

nach 40 Jahren sicherlich einiges mitgenommen hat. Offene Geheimnisse sind für

jedermann die Rohwarenqualität, die Herkunft des Steakfleisches. Damit beginnt alles,

denn aus schlechten Zutaten kann auch der beste Koch nichts Gescheites zustande

bringen. Sikorra: „Wer beim Einkauf spart, der spart am falschen Ende. Wir nehmen

die besten Zutaten und daraus ergibt sich dann der Preis. Aber auch der Genuss!“ Und:

„Man muss beim Grillen den gewünschten Garpunkt instinktiv im Blut haben – und

dann dem Gast die richtigen Zutaten und Beilagen geben.“ Das sind seine Steaksauce

und seine speziell für Prime Beef entwickelte Gewürzmischung. Außerdem frischer

Meerrettich und je nach Wunsch Gemüse der Saison: Bohnen, Mais, Möhren, Spinat.

Und unbedingt American Fries, diese im THEO’S unnachahmlich schmeckenden

schmal geschnittenen Pommes frites, knackig und garantiert nicht in Fett triefend.

Natürlich gehört der passende Wein dazu, den man am besten mit dem Restaurantchef

und Weinkenner Levent Tarhan abstimmt. Ich persönlich liebe vollmundige

aber samtweiche Rotweine – seine Empfehlung war zuletzt ein großartiger Malbec

aus den Bodegas Salentein in Argentiniens Anbaugebiet Mendoza. Tarhans

persönlicher Favorit ist ein Merlot von Doug Shafer aus Napa Valley. Preiswerter

sind der Gaudenz vom Pfälzer Weingut Knipser, ein Cuvée aus Dornfelder, Cabernet

Sauvignon und St. Laurent. Oder ein Cabernet-Sauvignon von Stonewall in

Stellenbosch, ein Weingut, das so nah am Ozean liegt wie wohl kein anderes. Wer

lieber Weißwein trinkt, auch dazu zwei seiner Empfehlungen: Sogar offen in Gläsern

oder Karaffen schenkt man aus einer Magnum-Flasche einen Bamboes Bay

Sauvignon Blanc aus. Oder für Riesling-Fans einen Gelblack vom Johannisberg.

Zudem werden Sie von einer Service-Mannschaft umsorgt, die sich, nach amerikanischem

Vorbild, betont locker um ihre Gäste kümmert, smart und immer fröhlich.

Eugen Block wollte einen mit perfektem Fachwissen ausgestatteten Service am Gast.

Darum wird der Nachwuchs für das gesamte Haus nur im THEO’S ausgebildet und

geschult.

Autor: Heinz H. Behrens | Fotos: Marius Engels

Im THEO’S serviert man

Filets

Aus dem langen keulenförmigen Muskelstrang

im Lendenbereich. Weil dieser Muskel kaum

bewegt wird, ist sein Fleisch besonders mager,

zart und saftig

Filet Mignon

In den USA auch als Tenderloin oder Lady’s Cut

bezeichnet, aus dem besten Teil des Filets. Das

Fleisch wird sanft gegart und erhält so eine besonders

zarte Kruste.

Porterhouse

Steaks sind größer als T-Bones, werden aber

wie diese aus dem Rücken geschnitten. Sie

sind vier bis sechs Zentimeter dick, wiegen

mindestens 500 g und haben einen größeren

Filet-Anteil.

Rib-Eye

Aus dem vorderen Rinderrücken, aus dem

mageren Teil der Hochrippe (französisch Entrecôte).

Ein sehr saftiges Steak – von feinen

Fettäderchen durchzogen mit kernigem Fettauge.

Vielleicht der Grund, dass es in den USA

besonders beliebt ist.

Rib-Eye Bone in

An einem Knochen. Da es am Knochen gegart

wird, bleibt das Steak saftiger. Zudem beeinflusst

der Knochen durch seine Röstaromen

den Geschmack.

Rumpsteak

In den USA auch Striploin Steak oder New York

Strip genannt. Es wird aus dem Rücken geschnitten,

hat aber im Vergleich zum Rib-Eye

weniger Fett im Fleisch. Dafür einen Fettdeckel,

der den Geschmack unterstützt.

T-Bone

Das Steak um einen T-förmigen Knochen. Auf

der einen Seite Roastbeef, auf der anderen das

Filet, welches aber im Vergleich zum Porterhouse

kleiner ausfällt.

Übrigens: Stammkunden, die auch einmal zu Hause grillen möchten,

können im THEO’S gut gereiftes Steakfleisch bestellen und

abholen. US-Prime-Rib, Angus Steaks aus Irland oder Fleisch von

jungen Weiderindern aus der Uckermark – alle vom Fleischeinkäufer

des THEO’S ausgesucht. Telefonisch zu bestellen bei Herrn Kreuk

unter 040 / 41 412 738.

Fachsimpeln in trauter Runde: von links nach rechts

Heinz H. Behrens, Peter Sikorra, Eugen Block, Hoteldirektor

André Vedovelli, Levent Tarhan

HEALTHCARE&LIFE

Gesundheit in Hamburg und der Metropolregion

Healthcare & Life zeigt das herausragende regionale

Gesundheitsangebot. Auf dem Onlineportal präsentieren

sich ausgewählte Kliniken, Zentren und Praxen.

Healthcare & Life erreicht Patienten in Hamburg und

dem nationalen Umfeld. Darüber hinaus richtet sich das

Onlineportal an Gesundheitstouristen aus Europa, dem

englischsprachigen Ausland mit Dänemark und

Schweden, aus den Vereinigten Arabischen Emiraten,

aus China und Russland.

Asklepios Hamburg

präsentiert sich auf

Healthcare & Life

Auch die Helios Endo-

Klinik Hamburg stellt sich

fünfsprachig vor

Möchten Sie Ihre Praxis, ihr Zentrum oder Ihre Klinik auf

Healthcare & Life präsentieren? Gern kommen wir zu einer

unverbindlichen Präsentation zu Ihnen.

Ihre Ansprechpartnerin: Aline Sodjinou

Tel. 040 4153 7680, E-Mail: as@ckb.hamburg

Healthcare & Life – das fünfsprachige

Gesundheitsportal der

CKB mediahouse GmbH

Alsterterrasse 7, 20354 Hamburg

44

www.healthcare-life.com


WINE & DINE

Kolumne: Franzis kulinarische Seiten

Steffen Henssler und sein Bruder Peter haben

ihr Restaurant „Ahoi“ in der City eröffnet.

Autorin Franziska Heinemann-Schulte blickt

mit ihnen hinter die Kulissen.

HANSEstyle im Ahoi:

Steffen Henssler mit seinem

Bruder Peter und Autorin Franziska

Heinemann-Schulte

So köstlich kann ein Lottogewinn eingesetzt werden: Als

Steffen Henssler im Jahr 1999 im Lotto 44.000 D-Mark

gewann, besuchte er mit dem Geld die renommierte Sushi-Academy

in Los Angeles/Kalifornien, um als erster

Deutscher zum Professional Sushi Chef ausgezeichnet zu

werden. Und das schmeckt man in seinen bisherigen zwei

Restaurants „Henssler & Henssler“ und „Ono“.

Nun hat er zusammen mit seinem Bruder Peter sein mittlerweile

drittes Restaurant in der Hansestadt eröffnet, das

„Ahoi“. Harmonisch familiär ergänzen sich die beiden Brüder.

Steffen über Peter: „Er ist betriebswirtschaftlich sehr

stark und hat genau wie ich richtig Bock. Es gibt eine gute

Energie zwischen uns. Wir beide sind uns sehr ähnlich,

auch wenn er wohl etwas ruhiger ist als ich.“

Der Restaurant-Name „Ahoi“ geisterte schon länger in

Hensslers Kopf umher, nur die Location musste gefunden

werden. Nun ist sie da – in der Spitalerstraße. Durchdesignt

und perfekt abgestimmt erfreut das junge Konzept optisch,

aber auch kulinarisch. Das „Ahoi“ wirkt locker, wie Henssler

selbst. Es soll als modernes Schnellrestaurant positioniert

werden und auch Gäste erreichen, die bei seinen anderen

Restaurants Hemmschwellen haben.

In heller, freundlicher Atmosphäre bietet eine kleine Karte

eine gute Auswahl an Gerichten, alle auf einheitlichen,

gebrandeten Tellern angerichtet. Die Küche, aufgrund der

Anzahl des Küchenteams auch „Die Wilde 13“ genannt, serviert

Handfestes. Oder wie Steffen Henssler sagt: „Geile

Burger, Sushi, gutes Schnitzel und genauso Apfelkuchen

vom Blech mit Sahne.“ Das Schnitzel kommt erfreulicherweise

ohne Nachfrage gleich zusammen mit den Preiselbeeren.

Nicht nur durch das coole Ambiente mit Neon-Schriftzügen

oder dem handgemalten Blauwal an der Wand soll sich

das „Ahoi“ von Hensslers beiden anderen Restaurants abheben,

sondern auch preislich: Zwischen etwa drei Euro

und 17 Euro bietet das Ahoi für jeden etwas. Ein Laden für

alle – wie seit der Eröffnung der ständige, hungrige Besucherstrom

zeigt. Falls man keinen der 140 Innenplätze auf

den zwei Ebenen ergattert hat und trotzdem den Henssler-

Touch kosten möchte, kann man bei sommerlicheren Temperaturen

auch auf der Straße an einem der weiteren 120

Plätze sitzen.

Beeindruckend, was Steffen Henssler seit seinem Besuch

der Sushi-Academy aufgebaut hat und mittlerweile unter

sich bündelt: neben seinen jetzt drei Restaurants, dem Lieferservice

Henssler at Home, zig TV-Auftritten, fünf Kochbüchern,

Live-Kochshows in diversen Theatern und Arenen

Deutschlands auch die mich besonders interessierende Kitchenparty

in Hensslers Küche, in der Kochkurse angeboten

werden. Da steigt doch die Motivation, selbst mal wieder

Lotto zu spielen.

Mehr unter: www.ahoibysteffenhenssler.de

Foto: Tim Wendrich

Hier geht Steffen Henssler gerne essen:

„Ristorante Mamma Mia in Altona finde ich tipptopp. Das

ist ein sensationeller Laden mit einem tollen Chef. Am

besten fragt man nach dem, was nicht auf der Karte steht.

Das Casa di Roma in der Langen Reihe finde ich auch richtig

gut.“

ÜBER DIE AUTORIN

Regelmäßig schreibt die Hamburger Food-Bloggerin und

leidenschaftliche Restauranttesterin über Gastronomien,

in denen sie sich besonders wohl fühlt. Mehr von ihr finden

Sie unter www.tastehamburg.com

47


KOSTJA

ULLMANN

JOHN

NEUMEIER

WOTAN WILKE

MÖHRING

ARMIN

ROHDE

LISA

TOMASCHEWSKY

LESLIE

CLIO

ALEXANDER

BOMMES

KAI

WIESINGER

ESTHER

SCHWEINS

TIL

SCHWEIGER

MORITZ

FÜRSTE

LINDA

ZERVAKIS

ANNA

BEDERKE

STEVEN

GÄTJEN

JASMIN

GERAT

STEPHAN

LUCA

Ich bin ich. Punkt.

Es war schön, ein Teil

der Game of Thrones-

Familie zu sein.

Von Anfang an bei dieser

Serie dabei zu sein und

zu erleben, wie sie

gewachsen ist, war

etwas ganz Besonderes.

48

Obwohl sie eigentlich nie vorhatte, vor der Kamera

zu stehen, gehört Sibel Kekilli heute zur

Spitze des deutschen Filmgeschäfts. Internationale

Bekanntheit erlangte die Schauspielerin

durch die amerikanische Serie Game of

Thrones – die gern auch als „beste Serie der Welt“ bezeichnet

wird. Vier Staffeln lang war Sibel Kekilli dort

als „Shae“ zu sehen, die Geliebte von Tyrion Lennister,

gespielt von Hauptdarsteller Peter Dinklage. Sibel Kekilli

lebt in Hamburg. Geboren wurde die Schauspielerin

1980 als Tochter türkischer Einwanderer in Heilbronn.

2003 wurde sie entdeckt und von Regisseur

Fatih Akin für die weibliche Hauptrolle im Filmdrama

SIBEL KEKILLI

„Gegen die Wand“ besetzt. Damit gelang ihr

der Durchbruch. Ein Leben ohne Schauspielerei

kann sich Sibel Kekilli nicht vorstellen.

Das immer wieder Neue, die Herausforderung,

die wechselnden Rollen – das reizt sie. Doch

auch hinter den Kulissen zeigt die Hamburgerin Engagement:

Insbesondere setzt sie sich für Frauenrechte

ein, zum Beispiel als Botschafterin der Menschenrechtsorganisation

„Terre des Femmes“. Für ihren Einsatz

wurde sie jüngst von Bundespräsident Joachim

Gauck mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Lernen Sie mit Sibel Kekilli eine außergewöhnliche

Frau RUNDUM kennen.

Fotos: Tim Wendrich (15), Ulrich Lindenthal-Lazhar (3). Sibel Kekilli trägt einen Jumpsuit

von Alice & Olivia und Schuhe von Francesco Russo (über Apropos The Concept Store)

Ich lebe lieber im Hier und

Jetzt. Das ganze Leben

verschwenden wir nämlich

sonst immer in der

Vergangenheit.

Ich bin glücklich, dass ich

jetzt lebe, dass es mir jetzt

gut geht. Man darf nicht

vergessen, wie wunderbar

der Moment ist.

Ich höre mit dem Kieler

Tatort auf. Das habe ich im

Laufe des letzten halben

Jahres für mich entschieden.

Beim Tatort war ich seit

2010 dabei. Jetzt ist es aber

einfach Zeit, Sarah Brandt

Lebewohl zu sagen.

Die meisten Menschen üben

immer den gleichen Beruf

aus, um ihre Miete bezahlen

zu können. Das ist völlig

normal und in Ordnung.

RUNDUM: Schauspielerin Sibel Kekilli beim HANSEstyle Fotoshooting

Doch ich bin auch

Schauspielerin geworden,

weil ich genau das nicht

machen möchte. Ich

will mich austoben und

kreativ sein.

Ich brauche immer eine

neue Herausforderung.

Kommissarin Sarah

Brandt – ich mochte die

Rolle sehr. Vielleicht

könnte man über Sarah

Brandt immer noch etwas

Neues erzählen. Aber ich

glaube, dass für mich nach

so langer Zeit der Moment

gekommen ist, um zu

sagen: „Es ist gut.“

Natürlich weiß ich heute

noch nicht, welche Rollen

ich in Zukunft spielen

werde. Doch eines habe

ich gelernt im Leben:

Es kommt, wie es kommt.

Ich habe mich bei

Game of Thrones

selbst synchronisiert.

Die Premieren von Game of

Thrones waren zwar in den

USA, gedreht haben wir aber

in Europa. Die ersten zwei

Jahre habe ich mir die

fertigen Game of Thrones-

Folgen nicht angesehen.

Wenn der Hype um etwas

herum zu groß wird,

sperre ich mich dagegen.

Es ist schon komisch:

Das Genre Science-Fiction

ist in den USA riesig, doch

deutsche Science-Fiction-

Produktionen gibt es

so gut wir gar nicht.


„Nur dadurch, dass ich auch mal

falle, kann ich Höhen erleben. Das ist

doch besser, als wenn es immer

gleichbleibend wäre.“

Sibel Kekilli


Kürzlich habe ich die neue

Serie Westworld gesehen. Sie

ist super – und unglaublich

intelligent gemacht.

Amerikanische Serien gucke

ich auf Englisch an. Wir sollten

aufhören, immer alles zu

synchronisieren.

In die USA auszuwandern

ist für mich kein Thema.

Amerikaner warten nicht auf

europäische Schauspieler.

Manchmal klappt es, wie

bei Christoph Waltz. Doch

ich glaube, dass man diesen

Erfolg nicht forcieren kann.

Ich bin gerne hier in

Deutschland, denn ich

arbeite hier, habe hier

meinen Job. Ich finde das

europäische Kino sehr

interessant. Aber natürlich

sage ich nicht nein, wenn

ein gutes Angebot aus den

USA kommen sollte.

Wenn sich etwas

Interessantes ergibt, schön.

Dafür bin ich offen.

Irgendwann habe ich mich

gegen eine klassische

Schauspielausbildung

entschieden. Ich bin eher

eine „Bauch-Schauspielerin“.

Trotzdem arbeite ich

natürlich mit einem Coach

an mir und meiner Technik.

Auch wenn mich jemand

darum bitten würde, etwas

vorzusingen: Ich singe nicht

gern, weil ich glaube, dass

ich es einfach nicht kann.

Man braucht Menschen um

sich herum, die einem

ehrlich die Meinung sagen.

Ich bin manchmal zu

ehrlich. Ich gerate lieber

mit jemandem aneinander,

als dass ich nicht die

Wahrheit sage.

Kritikfähig bin ich. Aber

ich teile auch aus. Deshalb

wird es immer wieder

Menschen geben, die mit

meiner Direktheit nicht

umgehen können.

Ich vertrage und ertrage

einiges, weil ich loyal bin.

Doch wenn es zu viel wird,

ist es zu viel. Und dann ist

es auch vorbei. Allerdings

habe ich auch schon öfter

gedacht, dass ich die

Reißleine früher hätte

ziehen müssen.

Ich liebe Hamburg.

Ich bin in Hamburg zu Hause.

In Hamburg ist es etwas

schwieriger, Freundschaften

zu schließen, als in anderen

Städten. Da ist die Stadt

etwas nordisch, kühl.

Doch wenn man hier erst

einmal Freundschaften

geschlossen hat, bleiben sie.

Obwohl Hamburg eine

Großstadt ist, ist sie noch

überschaubar und auf

besondere Weise persönlich.

Altona und Ottensen

verändern sich momentan.

Das ist zum Teil in Ordnung,

Stadtteile müssen sich

weiterentwickeln. Doch

das muss mit Bedacht

passieren, der Charakter

der Stadtteile darf nicht

zerstört werden.

Im Hinblick auf die

Mischkultur sind Altona und

Ottensen im Vergleich zu

anderen Stadtvierteln noch

in Ordnung. Diese Kultur

darf den wirtschaftlichen

Interessen nicht völlig

untergeordnet werden.

In meinem Alter abends in

Hamburg auszugehen finde

ich schwierig. In den Clubs

und Bars fühle ich mich

entweder zu jung oder zu alt.

Ich liebe St. Pauli.

Als ich das erste Mal bei

St. Pauli im Stadion war,

dachte ich nur: ,Was für

eine tolle Stimmung'.

Nach verlorenen Spielen

werden die Spieler nicht

ausgepfiffen. Beim FC St.

Pauli gibt es noch ein echtes

Gemeinschaftsgefühl.

Auch in der dritten Liga

würde ich dem Verein treu

bleiben. Das macht St. Pauli

ja aus. Und so ist es doch

auch im richtigen Leben:

Wenn man mal hinfällt,

wenn man mal keinen Erfolg

hat, braucht man Menschen

an seiner Seite. Was will man

mit Menschen, die nur in guten

Zeiten zu einem halten.

Die Gewalt gegen Frauen in

muslimischen Familien

ist auch in Deutschland

ein Problem. Deutsche

Behörden sind überfordert,

wenn ein muslimisches

Mädchen Hilfe braucht.

Mädchen und Frauen aus

muslimischen Familien muss

anders geholfen werden als

aus christlichen, westlich

geprägten Familien.

„Ja, ich glaube sagen zu können:

Ich bin politisch.“

Die Organisation „Terre des

Femmes“ ist unwahrscheinlich

wichtig. Es ist eine

kleine Organisation, doch

sie kann unmittelbar helfen.

Wenn ich angesprochen

und nach Unterstützung

gefragt werde, schicke ich

die Frauen sofort dorthin.

Das kam auch schon in

Hamburg vor.

Deutschland ist mit Schuld

an der Entwicklung von

Sibel Kekilli

Parallelgesellschaften.

Wie fühlt es sich wohl an,

wenn junge türkische

Männer nicht in Clubs

kommen, weil sie aussehen

wie sie aussehen. Oder

wenn sie keine Wohnung

bekommen, weil sie

heißen wie sie heißen.

So kann Integration

nicht funktionieren.

Wenn ich gegen Gewalt

in muslimischen Familien

kämpfe, betrachten das

manche Menschen

als Beschmutzung der

Kultur. Ich will nicht die

Kultur als solches

angreifen. Doch ich

finde, dass ich in diesem

Punkt Kritik üben darf.

Ich empfinde es sogar

als meine Pflicht.

Jeder hat eine Meinung

über andere.


„Wenn ich versuche,

jemanden zu

beeindrucken, geht

das meistens voll

daneben.“

Sibel Kekilli

Fake News in den sozialen

Medien machen mir Angst.

Die Pressefreiheit ist

unglaublich wichtig.

Mal ein bisschen Wellness

macht mir Spaß, auf Dauer

ist mir das aber zu langweilig.

Ein Roadtrip ist mir lieber.

Ich mag die Musik von Peter Fox.

Ich koche sehr selten.

Das Gespräch führte: Christian Bauer

Fotos: Tim Wendrich

SIBEL KEKILLI

Schon ihre erste Filmrolle in Fatih Akins Film „Gegen

die Wand“ sorgte für große Aufmerksamkeit. Das

Milieudrama wurde 2004 mit dem Goldenen Bären

ausgezeichnet. Mittlerweile ist die Hamburgerin

ein internationaler Star, war vier Staffeln lang Teil

der amerikanischen Serie Game of Thrones. Gerade

verkündete sie den Austritt aus dem Kieler Tatort, in

dem sie sieben Jahre lang Kommissarin Sarah Brandt

spielte. Doch man kann sicher sein: Die nächsten

großen Rollen werden bald kommen.

01.04.17 – Mojo Club

DAYMÉ

AROCENA

03.04.17 – Sporthalle

LUKAS GRAHAM

support: HEIN COOPER

04.04.17 – Indra Club 64

THE LEMON

TWIGS

support: LO MOON

05.04.17 – Mojo Club

TINIE TEMPAH

09.04.17 –

Mehr! Theater

GIANNA

NANNINI

›HitStoryTour‹

11.04.17 – Docks

LUKAS RIEGER

›Compass‹ Tour

15.04.17 – Prinzenbar

MY BABY

›Prehistoric Rhythm‹ Tour

18.04.17 – Mojo Club

JOSÉ JAMES

›Love In A Time Of

Madness‹ Tour

21.04.17 – Mojo Club

ROOSEVELT

24.04.17 – Stage Club

JAKE MILLER

support: OVER ATLANTIC

25.04.17 – Docks

JOY DENALANE

›Gleisdreieck‹ Tour

28.04.17 –

Mehr! Theater

DEFTONES

›Gore‹ Tour 2017

support: SKYHARBOR

28.04.17 – Laeiszhalle

PINK MARTINI

›Je dis oui!‹ Tour 2017

29.04.17 – Mojo Club

AN ACOUSTIC

EVENING WITH

GAVIN DEGRAW

09.05.17 –

Uebel & Gefährlich

DISARSTAR

– x – = + Tour 2017

10.05.17 – Mojo Club

ÁSGEIR

14.05.17 – Stage Club

LINDA HESSE

›Sonnenkind‹ Akustik-Tour

2017

15.05.17 – Laeiszhalle

SYMPHONIACS

Klassik-Virtuosen mit

Electro-Kick | Vivaldi

meets Daft Punk!

21.05.17 – Mojo Club

ALEXA FESER

›Zwischen den

Sekunden‹ Tour 2017

23.05.17 – Mojo Club

NATALIE

IMBRUGLIA

›the acoustic tour‹

23.05.17 – Knust

LONG DISTANCE

CALLING

an evening with

›Satellite Bay‹

29.05.17 –

Große Freiheit 36

SIMPLE PLAN

›No Pads, No Helmets...

Just Balls‹

15th Anniversary Tour

support: MALLORY KNOX

opener: THE BOTTOM LINE

31.05.17 –

Barclaycard Arena

TIM BENDZKO

+ BAND

›Immer noch Mensch‹

Tour

07.06.17 – Knust

SOPHIE

ZELMANI

16.06.17 –

Mehr! Theater

IL VOLO

›Notte Magica‹ –

A Tribute to The Three

Tenors

27.06.17 – Laeiszhalle

UTE LEMPER

›Last Tango in Berlin‹

Tour 2017

28.06.17 – Docks

MASTODON

29.06.17 –

Uebel & Gefährlich

RESIDENTE

03.07.17 – Markthalle

TYLER, THE

CREATOR

08.07.17 –

Barclaycard Arena

ELTON JOHN

& BAND

›Wonderful Crazy Night‹

Tour

11.10.17 – Gruenspan

KASALLA

›Mer Sin Eins‹ Tour 2017

13.10.17 – Knust

THE KILKENNYS

›The Homeland‹ Tour 2017

19.10.17 –

Barclaycard Arena

ROBIN SCHULZ

31.10.17 – Laeiszhalle

AN EVENING WITH

PAT METHENY

Pat Metheny (g), Antonio

Sanchez (dr), Linda Oh

(b), Gwilym Simcock (p)

05.11.17 – Fabrik

MARCUS

MILLER

08.11.17 – Laeiszhalle

CONCHITA

›From Vienna With Love‹

23.11.17 – Knust

IVY QUAINOO

08.12.17 –

Mehr! Theater

MICHAEL

PATRICK KELLY

17.12.17 –

Große Freiheit 36

LENA

Tour 2017

30.01.18 –

Barclaycard Arena

AN ACOUSTIC

EVENING WITH

A-HA

Backstage am HANSEstyle-Set. Sibel Kekilli mit

Christian Bauer

17.04.17 – Hotei, Indra Club 64

22.04.17 – Jonas Monar, Nochtspeicher

25.04.17 – The Moonlandingz, Molotow

27.04.17 – Frances, Nochtspeicher

29.04.17 – Abay, Turmzimmer (Ue&G) // 09.05.17 – 3A, Kleiner Donner

20.05.17 – Marianas Trench, Indra Club 64

24.05.17 – Flyying Colours, Indra Club 64

29.05.17 – Matt Andersen, Jazz Café (Mojo Club)

30.05.17 – Deep Purple, Barclaycard Arena

01.06.17 – Brent Cobb, Nochtspeicher

13.06.17 – Nikki Lane, Prinzenbar // 19.11.17 – Seven, Mehr! Theater

TICKETS: → (0 40) 4 13 22 60 → KJ.DE


GESUND & GLÜCKLICH

GESUND &

GLÜCKLICH

Mehr Lebensqualität – mit

den Tipps dieser

Hamburger Experten

Einhundert Prozent

Elbgym-Gründer Wilhelm Schröter spricht über die Qualität von Fitnessstudios,

über neue Körperideale und die richtige Einstellung zum Training.

„Das Wichtigste ist, dass man ehrlich zu sich selbst ist und den Willen hat, etwas

zu ändern“, so beschreibt Wilhelm Schröter, Betreiber der Hamburger Fitnessstudio-Kette

„Elbgym“, die Grundlage für ein erfolgreiches Training. Ob man die eigene

Fitness auf Vordermann bringen möchte oder die lästigen Pfunde endgültig

verschwinden sollen – wer im Elbgym trainiert, sollte es wirklich wollen! Dachten

bisher viele, zum Abnehmen sei Ausdauersport die beste Lösung, die belehrt Wilhelm

Schröter eines Besseren: „Training allein reicht nicht. Möchte man nachhaltig

und gesund Gewicht verlieren, dann gehen 60 Prozent über die Ernährung und 40

Prozent über Krafttraining.“

Welches Schönheitsideal verfolgen die Trainierenden? Gerade bei den Frauen hat

sich eine Wende vollzogen. Wer nicht schlank, ja gar dünn war, fiel noch vor ein

paar Jahren aus dem Idealbild heraus. Heute ist das anders. Es geht um Proportionen

und Ästhetik. Zwar gelten schlanke Frauen nach wie vor als attraktiv, doch

hat sich das Spektrum der „perfekten“ weiblichen Figur erweitert. „Die Gesamtästhetik

der Linie – die Kombination aus Figur, Ausstrahlung und Gesundheit –

steht heute im Vordergrund“, weiß Schröter. Auch bei den Männern sieht Schröter

eine Wandlung: „Nach dem Bodybuilder-Hype kam ein Trend zum androgynen Typ,

mittlerweile tragen Männer wieder Bart und sind trainierter – sie haben nicht zu

viel und nicht zu wenig.“

„Die alljährliche Fahrradtour im Familienurlaub

erzielt eben keinen langfristigen Erfolg.“

Wilhelm Schröter

Redakteurin Louisa Wölke im spontanen

Selbstversuch – mit der richtigen Technik

ist das Kreuzheben kein Problem

Für Elbgym-Gründer Wilhelm

Schröter steht der starke Wille

beim Training im Vordergrund

Aber wie ist Wilhelm Schröter selbst zum Kraftsport gekommen? Schaut man sich

den 1,92 Meter großen Mann mit dem breiten Kreuz an, wirkt es, als wäre er so

zur Welt gekommen. „Ursprünglich habe ich Basketball gespielt, doch ich war zu

schmächtig. Ich war zwar groß und konnte gut springen, habe aber bei meiner Körpergröße

nur 75 Kilogramm gewogen.“ Im Alter von 17 Jahren begann Schröter mit

dem Krafttraining – davon war er sofort fasziniert. Dann wurde er zwar zu schwer

für Basketball auf hohem Niveau, doch seine neue Leidenschaft machte er später

zum Beruf.

Das erste Elbgym eröffnete er 2012, ein bisschen aus der eigenen Not heraus: „Als

ich nach Hamburg kam, fand ich kein Fitnessstudio, das meinen speziellen Anforderungen

entsprach.“ Also gründete er sein erstes Studio. „Alle Elbgyms sind

nach DIN-Norm zertifiziert, so ist die Einhaltung von Standards bestätigt“, sagt

er. Trainingsgeräte, Dienstleistung und die Qualifikation der Trainer entsprechen

einem Qualitätsstandard, der in Schröters

Augen unumgänglich ist: „Leider

kann sich immer noch jeder, auch ohne

besondere Qualifizierung, Trainer nennen.

Obwohl es in diesem Beruf um

Menschen und ihre Gesundheit geht.“

Aus diesem Grund ist die persönliche

Betreuung der Mitglieder im Elbgym

das oberste Ziel. Wilhelm Schröter und

seine Studioleiter kennen den Großteil

ihrer Mitglieder beim Namen. Einen

Unterschied zwischen seinen Studios

sieht der Unternehmer in der jeweiligen

Atmosphäre vor Ort: Während das

57


GESUND & GLÜCKLICH

GESUND & GLÜCKLICH

Stammhaus am Gorch-Fock-Wall auf Vollblut-Kraftsportler

ausgerichtet ist, wurde

am Alsterufer mit warmem Licht und edler

Einrichtung ein stylisches Wohlfühl-Ambiente

geschaffen.

Und jährlich grüßt das Murmeltier: Jetzt

ist die Zeit, in der einem wieder einmal

bewusst wird, wie schnell die Sommermonate

näher rücken, und in der die kleineren

und größeren Problemzonen besonders

nerven. Für Schröter gibt es nur einen Weg,

um auf gesunde und nachhaltige Weise

fit zu werden: die richtige Einstellung. „Es

braucht eine gewisse Selbstdisziplin und

eine ehrliche Selbsteinschätzung. Die alljährliche

Fahrradtour im Familienurlaub

erzielt eben keinen langfristigen Erfolg.“

Hat man die ersten Wochen im Fitnessstudio

geschafft, werden die Trainierenden

höchstwahrscheinlich erste Resultate sehen.

Doch Achtung: die sollten nicht nur

am Gang zur Waage festgemacht werden.

Laut Schröter kann das sogar zu einem

Trugschluss führen: „Das reine Gewicht ist

wenig aussagekräftig. Zum Beispiel können

100 Kilogramm sowohl aus Fett oder

eben aus Muskelmasse bestehen. Nur

wenn man bei der Gewichtsabnahme auch

wirklich Fett verloren hat, hat man gewonnen.“

Selbst ein Profi wie Wilhelm Schröter

kennt sie, die tückischen Motivations-

Tiefs. Um Abhilfe zu schaffen, rät er, die

Trainingseinheiten zum Beispiel auf den

Morgen zu legen und seinen Kopf durch

eine positive Einstellung auszutricksen,

„es geht um intrinsische Motivation

– die man auch langsam entwickeln

kann.“ Man soll sich morgens nach dem

Mit diesen Übungen machen

Sie eine gute Figur

Gemeinsam mit Studioleiter und CrossFit-Trainer

Hannes zeigt Wilhelm Schröter seine Top 3

der Ganzkörper-Übungen – und die haben es

in sich.

1

ÜBUNG I: Schulterdrücken

Das Schulterdrücken eignet sich insbesondere

für die Entwicklung der vorderen

Schultern, aber auch der gesamten Haltemuskulatur

im Oberkörper. Der Bauch, der

untere Rücken und die Schultern werden

trainiert. Als unterstützender Muskel wird

der Trizeps gefördert.

Aufwachen klar machen: ,Wenn ich jetzt zum

Training gehe, bin ich den Tag über ein zufriedenerer

Mensch.’ Auch das Verabreden mit

einem Trainingspartner kann motivieren und

die eine oder andere Ausrede vergessen lassen.

Und selbst wenn mal keine 100 Prozent

gegeben werden, gilt am Ende doch: „Jedes

Training ist ein gutes Training!“

Text: Louisa Wölke

Fotos: Marius Engels

2

ÜBUNG II: Kreuzheben

Beim Kreuzheben werden der untere Rücken,

die Haltemuskulatur und der Po trainiert – eine

Rundumübung.

3

ÜBUNG III: Kniebeuge

Die Kniebeuge wirkt sich auf die komplette Beinund

Pomuskulatur aus. Trainiert werden neben dem

Oberschenkelmuskel, den Waden und dem Po auch

der Bauch und der gesamte Oberkörper.

Vier wichtige Grundregeln von Wilhelm Schröter

1. Ernsthaftigkeit: Das Training sollte genau so ernst genommen werden wie der

Job oder das Privatleben. Am Mobiltelefon herumspielen hat da keinen Platz.

2. Kontinuität: Wer sich vornimmt, dreimal pro Woche Sport zu machen, sollte das

einhalten. Klar kann an einem Tag mal etwas dazwischen kommen, aber dann

muss das verpasste Training nachgeholt werden.

3. Man lernt nie aus: Es gibt immer wieder neue Übungen und Techniken zu erlernen.

Das eigene Wissen ist immer ausbaufähig.

4. Wissen professionell aneignen: Wissen gibt es nicht auf Facebook, Instagram

oder YouTube, sondern in echter Literatur und natürlich von ausgebildeten

Trainern.

ELBGYM

Gestartet im Jahr 2012, eröffnete Wilhelm Schröter 2016

am Alsterufer die dritte Elbgym-Dependance. Das Konzept

bietet sich für jeden an, der ernsthaft an seinem Körper

und seiner Fitness arbeiten möchte. Mit qualifizierten

Trainern sowie modernstem und umfangreichem Equipment

bietet das Elbgym alles, was dazu nötig ist. Neben

Geräten für das Kardio- und Krafttraining gibt es diverse

Kurse – von Yoga bis CrossFit. Die persönliche Betreuung

der Mitglieder steht im Elbgym an erster Stelle. Die Trainer

sorgen dafür, zum Beispiel mit regelmäßigen InBody-

Körperanalysen, dass Sie das gesetzte Ziel nicht aus den

Augen verlieren.

Mehr unter www.elbgym.de

Noch ein Tipp für mehr Power beim Training

Es ist amtlich: Wer beim Sport die richtige Musik hört,

kann seine Energie und Muskelkraft erhöhen. Nämlich um

genau 24,4 Prozent. Gemeinsam mit FC St. Pauli-Torwart

Philipp Heerwagen und einem Forscherteam der Universität

Hamburg hat der Musik-Streamingdienst Deezer herausgefunden,

welche Sounds uns zu Höchstleistungen

antreiben. Ob beim Krafttraining, im Fitnessstudio oder

beim Joggen um die Alster – diese Songs machen stark!

Pitch Perfect – Fritz Kalkbrenner

Finder – Ninetoes

Stay as You Are – Nature One inc.

Right Here, Right Now – Fatboy slim

58 59


GESUND & GLÜCKLICH

Das essbare Glück

Wer seinem Körper mit den richtigen Lebensmitteln etwas Gutes tun

möchte, muss sich erst einmal durch den endlos erscheinenden

Dschungel der Ernährungsmythen kämpfen. In HANSEstyle gewährt

die Hamburger Ernährungsexpertin, Maren Maiwald, Einblicke in

ihre 20-jährige Erfahrung und gibt Tipps, worauf es ankommt.

Ernährungsexpertin

Maren Maiwald

MAREN MAIWALD

Seit 20 Jahren ist Maren Maiwald als diplomierte

Ökotrophologin tätig. 2002 fand

sie während einer Entgiftungskur in Indien

den Weg zum Ayurveda. Der Selbstversuch

überzeugte Maren Maiwald von der

ayurvedischen Ernährungslehre. Heute

berät sie auf dieser Grundlage die Kunden

in ihrer Praxis Classic Veda. Ihr Wissen

wird erweitert durch eine Massage-,

Kräuter- und Therapeutenausbildung.

Außerdem arbeitet sie als Yoga-Lehrerin

und Heilpraktikerin für Psychotherapie.

Ihre Erfahrung gibt sie als Dozentin an der

Meridian Academy, die Teil der MeridianSpa

Deutschland GmbH ist, an ihre Studenten

weiter. Mehr Informationen unter

www.classic-veda-hamburg.de

Schokolade ist ungesund, spätes Essen macht dick und wer hip ist, macht

jetzt Low-Carb – mit genau solchen Thesen rund um das Thema Ernährung

werden wir jeden Tag aufs Neue konfrontiert. Und stetig kommen

weitere Diäten und Trends dazu – kein Wunder, dass man da den Überblick

verliert. Welche Nahrungsmittel sich positiv auf unseren Körper

auswirken, warum wir so gern Süßes essen und welche Superfoods Sie

zukünftig in Ihren Alltag einbauen sollten, sagt Dipl.-Oecotroph. Maren

Maiwald im Gespräch mit HANSEstyle.

Wie kann Ernährung unser allgemeines

Wohlbefinden beeinflussen?

Schon Hipokrates meinte „Du bist was du

isst“ – und es ist tatsächlich so, dass unsere

Ernährung direkten Einfluss auf unser

Wohlbefinden nimmt. Eine vitalstoffreiche

Ernährung – Lebensmittel mit einer hohen

Nährstoffdichte – sind Voraussetzung für gesunde

Haut, Haare, Knochen, Zähne, Nerven

und für ein gut funktionierendes Immunsystem.

Viele Vitamine sind unter anderem wichtig

für den Energiestoffwechsel. Ballaststoffe

hingegen fördern die Verdauung und binden

Giftstoffe im Körper. Und auch unsere Stimmung

kann durch die Ernährung beeinflusst

werden. Hierfür ist die Aminosäure Tryptophan,

aus der das Glückshormon Serotonin

gebildet wird, zuständig. Tryptophan kommt

meist in Süßigkeiten, aber zum Beispiel auch

in Bananen vor.

Welche sind Ihre wichtigsten Ratschläge

im Umgang mit Essen? Worauf sollte

man achten?

Am wichtigsten ist es, sich vielseitig zu ernähren:

also von allen Lebensmittelgruppen

die richtige Mischung zu sich zu nehmen.

Dabei sollte man auf Frische und saisonale

Verfügbarkeit achten, beispielsweise Erdbeeren

und Spargel im Winter vermeiden, da solche

Lebensmittel in der für sie untypischen

Jahreszeit einen langen Transportweg durchlaufen,

auf dem sie viele wertvolle Nährstoffe

verlieren. Außerdem sollte man sich keine

Verbote setzen. Diese bergen die Gefahr von

Essstörungen und sind im Endeffekt eher ungesund.

Anstatt sich Lebensmittel zu verbieten,

sollte man sie lieber bewusst genießen.

So kann eine flexible Esskontrolle entwickelt

werden. Mein Mantra ist: Die Dosis macht

das Gift. Alles ist erlaubt, solange die Menge

stimmt.

In Ihrer Praxis Classic Veda beschäftigen

Sie sich viel mit der ayurvedischen

Ernährung. Was ist das Besondere daran?

Der Dreh- und Angelpunkt in der ayurvedischen

Ernährung ist das Agni, das Verdauungsfeuer.

Dort lautet das Motto nicht „Du

bist was du isst“, sondern „Du bist was du

verdaust“. Das bedeutet, es kommt weniger

darauf an, welche Lebensmittel man zu sich

nimmt, sondern wie der Körper diese verwerten

kann. Die ayurvedische Ernährung ist

nicht besonders dogmatisch, sondern eher

intuitiv. Wenn der Körper nach etwas verlangt,

was ihm gut tut, dann sollte er es auch

bekommen. Dabei spielen die Jahreszeit, die

Art der Zubereitung, die verwendeten Gewürze

und vor allem die Menge eine große

Rolle. Auch wenn Ayurveda seinen Ursprung

in Indien hat und oft als exotisch gilt, kann

man die Prinzipien auf jede Esskultur übertragen.

Süßigkeiten werden im Volksmund

auch Seelenfutter genannt. Was ist

dran an der Bezeichnung und welche

gesunden Alternativen gibt es?

Die Vorliebe für den süßen Geschmack ist

durch die Muttermilch angeboren. Er schenkt

uns Geborgenheit, Wärme und Schutz. Der

Begriff Seelenfutter trifft also durchaus zu.

Dazu kommt: Wer als Kind oft mit Süßigkeiten

belohnt wurde, pflegt dieses Ritual auch als

Erwachsener. Besonders in Stresssituationen

beruhigt der süße Geschmack. Im Ayurveda

werden Süßigkeiten als Stärkungs- und

Verjüngungsmittel deklariert. Gesündere Alternativen

zu den üblichen Süßigkeiten sind

zum Beispiel getrocknetes Obst oder selbst

gemachte Energiebällchen (Rezept auf S. 63).

Sie sind seit etwa 18 Jahren als Dozentin

für Ernährung an der Meridian Academy

tätig. Gibt es eine goldene Regel,

die Sie Ihren Studenten mit auf den

Weg geben?

Vor allem rate ich meinen Studenten sich

nicht verrückt machen zu lassen von all den

Trends, die von außen auf sie einprasseln.

Man sollte lieber in sich hineinspüren: Was

tut mir gut, auf was habe ich Appetit? Jeder

Mensch ist ein Individuum und sollte daher

für sich selbst herausfinden, welche die richtigen

Lebensmittel für ihn sind.

Im Gespräch mit: Louisa Wölke

Foto: Marius Engels

61


GESUND & GLÜCKLICH

GESUND & GLÜCKLICH

FIT & SCHÖN

DANK SUPERFOODS

Maren Maiwald und ihre Top 5

SUPERFOODS – Wer hat nicht schon von ihnen gehört. Aber was ist eigentlich

das Besondere an den Lebensmitteln mit den ultimativen Superkräften? Proteine,

Ballaststoffe, Mineralstoffe, Vitamine – die Liste der Inhaltsstoffe spricht

für sich und ist in den Superfoods in überdurchschnittlicher Menge enthalten.

Eine positive Auswirkung auf Körper und Geist ist das Ergebnis. Teilweise inflationär

genutzt und im Zuge des anhaltenden Food-Trends wird der Superfood-

Stempel immer mehr Lebensmitteln aufgedrückt. Meist exotisch und rar gesät,

werfen sie die Frage auf, wie wir sie in unseren täglichen Speiseplan einbauen

können.

Maren Maiwald ist sich sicher: Superfoods können auch mit Understatement

statt Extravaganz punkten. Nicht nur neue Trend-Produkte, sondern vor allem

etablierte Klassiker überzeugen mit ihren inneren Werten. Ihre Top 5 unter den

Superfoods sind wahre Alleskönner und lassen sich einfach in unsere Ernährung

integrieren:

Beerenfrüchte

Inhaltsstoffe: Ballaststoffe, sekundäre

Pflanzenstoffe wie Polyphenole, Salicylsäure

Wirkung & Verwendung: Die Polyphenole

aus Beerenfrüchten verhindern, dass

das Cholesterin in den Adern oxidiert. Ballaststoffe

fördern die Verdauung und binden

Giftstoffe im Darm. Die Salicylsäure der

Himbeere wirkt außerdem entzündungshemmend.

Beerenfrüchte wie Himbeeren,

Heidelbeeren oder Johannisbeeren passen

sowohl zum Müsli oder Porridge als auch

zu diversen Salaten und in Smoothies. Natürlich

sind sie auch pur als Snack für zwischendurch

zu empfehlen.

REZEPT-TIPP – Energiebällchen

Zutaten

100 g Cashewkerne • 40 g geschälte Mandeln

20 g getrocknete Aprikosen • 20 g Akazienhonig

1 TL Zimt • ¼ TL Vanille • ¼ TL Kardamon

1 Msp. Safran • 150 ml warme Milch

So wird’s gemacht

Alle Zutaten mischen, mit Milch

bedecken und zirka eine Stunde

lang einwirken lassen. Anschließend

im Mixer pürieren und die Masse zu

kleinen Bällchen formen. Je nach

Geschmack auf einem Teller gemahlener

Mandeln oder Kokosflocken ausrollen.

Maren Maiwalds Geheimtipp

Zusätzlich Haferflocken oder

Kakao dazugeben. Lecker!

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Papaya

Inhaltsstoffe: Papain, Magnesium, Vitamin

C, Karotinoide

Wirkung & Verwendung: Papaya fördert

die Eiweißverdauung und beugt so der Luftbildung

im Bauch vor. Magnesium und Vitamin

C wecken die Lebensgeister und wirken

Stress entgegen. Außerdem wirkt sich Papaya

positiv auf das Hautbild aus und wirkt

krebspräventiv. Papaya passt sowohl zum

Müsli als auch zum Salat und kann problemlos

mit Nüssen und Joghurt verzehrt werden.

62

Quinoa

Inhaltsstoffe: Eiweiß, Aminosäure Lysin,

Mineralstoffe, B-Vitamine

Wirkung & Verwendung: Quinoa stärkt

das Immunsystem, die Knochen und das

Herz. Die B-Vitamine sind gut für die Nerven

und die Ballaststoffe fördern die Verdauung,

weshalb Quinoa gut abends gegessen

werden kann. Es eignet sich auch

für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit.

Quinoa schmeckt morgens als Getreidebrei

oder abends zum Salat.

Mung Dal

Kurkuma

Inhaltsstoff: Kurkumin

Wirkung & Verwendung: Kurkumin wirkt

blutreinigend, entzündungshemmend, antioxidativ,

antimikrobiell, ist gut für die Haut

und stärkt die Verdauungskraft. Kurkuma

kann in jedes süße oder herzhafte Gericht

gemischt werden. So zum Beispiel ins Porridge,

in Smoothies oder Gemüsepfannen.

Tipp: Zusammen mit schwarzem Pfeffer

wird die, sonst recht schwache, Wirkung

verstärkt.

Inhaltsstoffe: Mineral- und Ballaststoffe, Eiweiß, B-Vitamine

Wirkung & Verwendung: Mung Dal wirkt entgiftend und ist ursprünglich eine ayurvedische

Fastenspeise. Die B-Vitamine wirken positiv auf das Nervensystem. Für Vegetarier sind

die Mung-Dal-Bohnen eine alternative Eiweißquelle. Mung Dal gilt als Königin

unter den Hülsenfrüchten. Wichtig ist, die Bohnen gut zu waschen bis das Wasser klar ist

und sie mit verdauungsfördernden Gewürzen wie Fenchel oder Koriander zuzubereiten. Zusammen

mit Reis wird Mung Dal beispielsweise zum leckeren Einopf.

Fotos: fotolia – pinkomelet / iMarzi / Johanna Mühlbauer / Jessmine / Zerbor, iStock – Mizina

CHILL OUT

Ganzkörpermassage mit warmen Muscheln:

Tiefenentspannende Körper behandlung mit warmen

Venusmuscheln und nach Tiaré duftendem

Avocado Öl – ein außergewöhnlich vielseitiges

und nachhaltiges Erlebnis.

ca. 90 Min. € 179

ZEIT FÜR DIE SINNE

MEIERHOF ZUM KENNENLERNEN

Eine Übernachtung inkl. Frühstück, freier Eintritt in die Hof-Therme,

3-Gang-Abendmenü, Duftsprudelbad o. Papayapeeling Rasulbad

ab € 200 pro Person im Doppelzimmer

(Anreise Sonntag–Donnerstag)

Vitalhotel Alter Meierhof

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Tel. +49 4631 6199-0 · www.alter-meierhof.de


GESUND & GLÜCKLICH

GESUND & GLÜCKLICH

Abnehmen, entschlacken, bewusst ernähren: ein Vorhaben, das bei richtiger

Umsetzung zu einem positiv veränderten Körpergefühl beitragen kann. Wie

man eine Entgiftungskur richtig durchführt und damit nachhaltig gesundheitliche

Verbesserung erzielt, erklärt Dr. Florentine Markworth, Fachärztin

für Innere Medizin und Kardiologie, Sportmedizin und Spezialistin für Entgiftung

im Hamburger Lans Medicum.

Stress, Leistungsdruck und eine belastete

Umwelt strapazieren den Körper

Tag für Tag. Da kommt einem der

angesagte Detox-Trend, das bedeutet,

den Körper zu entgiften und von innen

zu reinigen, gerade recht. Soll das nun

die Lösung sein und woher kommt dieser

Trend? Dr. Markworth ist am Lans

Medicum für den Bereich der Regenerationsmedizin

zuständig. Sie sieht die

Gründe in der modernen Arbeitswelt:

„Wir leben heutzutage in einer Gesellschaft,

wo alles immer schneller geht,

wir überall erreichbar sein müssen

und wenig Zeit für uns selbst haben.

Damit tun wir unserer Gesundheit keinen

Gefallen. Viele merken das und

wollen sich aktiv um ihr Wohlbefinden

kümmern.“ Doch wie geht man so eine

Entgiftungs-Kur richtig an? Durch die

Ernährungsumstellung wird der Körper

stark belastet. Wer einen Selbstversuch

wagen möchte, dem ist zunächst

64

eine leichte Kur, wie zum Beispiel eine

Saftkur von drei bis fünf Tagen zu empfehlen.

Eine starke Entgiftungskur sollte

aber unbedingt von einem Experten

begleitet werden, damit dem Körper

keine Salze oder wichtigen Nährstoffe

entzogen werden. Schwangere oder

Patienten mit Autoimmun- oder Krebserkrankungen

sollten eine Ernährungsumstellung

grundsätzlich von einem

Arzt betreuen lassen.

Wer fastet, muss

nicht hungern

Wie Entgiftung richtig geht

Entgiften mit der Mayr-Kur

Das Lans Medicum bietet als Entgiftungskur

unter Betreuung von Dr. Markworth

die Mayr-Kur an. Benannt nach

dem Naturarzt Dr. Franz Xaver Mayr,

wird bei der Mayr-Kur durch eine spezielle

Diät die Selbstreinigung des Organismus

angeregt. Im Fokus der Behandlung

steht der Darm. Er wird entlastet

und entschlackt und überflüssige Säuren

können mithilfe ambulanter Behandlungen

wie Massagen, Lymphdrainagen

und Basenbäder abfließen.

Ein positiver Nebeneffekt ist laut Markworth,

dass der Patient dabei lernt, sich

Zeit für sich selbst zu nehmen und dadurch

ein neues Körperbewusstsein erlangt.

Vor allem für die Zeit nach der Kur

kann das nützlich sein, damit man nicht

so schnell zurück in alte Muster fällt.

Insgesamt dauert die Mayr-Kur bis zu

vier Wochen (Empfehlung vom Lans

Medicum). Die erste Woche dient der

Vorbereitung. Um den Körper auf die

anstehenden Veränderungen einzustimmen,

sollten Rohkost und Süßigkeiten

sowie Kaffee, Alkohol und Zigaretten

vermieden werden. Das Fasten

beginnt ab Woche zwei. Ab diesem

Zeitpunkt wird 14 Tage lang Diät gehalten.

Je nach Fastenstufe dürfen verschiedene

Lebensmittel verzehrt werden.

Das reine Tee/Brühe-Fasten wird

eher selten praktiziert. Normalerweise

gehören auch Kohlenhydrate und Eiweiße

(Basensuppen, Dinkelbrötchen,

Joghurt) auf den Speiseplan. Bei einer

weniger strikten Fastenstufe sind mittags

Kartoffeln, Käse, Fisch und Avocado

erlaubt. Ab der vierten Woche wird

Fotos: Tim Wendrich (2), PR (1)

die Auswahl an Nahrungsmitteln langsam

erweitert.

Während der Kur lernen die Patienten

,richtig’ zu essen. Eine wichtige Grundregel:

Jeder Bissen sollte 30 bis 40 Mal

gekaut werden. So werden Magen und

Darm geschont. Außerdem isst man

weniger, bis das Sättigungsgefühl

eintritt. „Man kann sich das anfangs

schwer vorstellen, aber die Patienten

hungern nicht“, betont Dr. Markworth.

Gegessen wird in regelmäßigen Ab-

In den modernen Behandlungsräumen

des Lans Medicum betreut Dr.

Florentine Markworth die Mayr-Kur

Das Lans Medicum Hamburg ist die

erste urbane Präsenz des Lanserhof

ständen, alle fünf Stunden. Neben

der Reinigung des Darms und der verbesserten

Selbstwahrnehmung hat

die Mayr-Kur einen weiteren positiven

Effekt: Etwa zwei bis fünf Kilo Gewicht

können während der Entgiftung verloren

werden. Doch nur, wer das Erlernte

auch langfristig in die Lebens- und Essgewohnheiten

etabliert, kann sein Gewicht

halten und vor allem nachhaltig

von der Entgiftung profitieren.

Text: Natalja Fischer

FÜNF DETOX-GRUNDREGELN

1. Täglich drei bis vier Liter klare Flüssigkeit (zum Beispiel Wasser oder Tee) trinken,

um Säuren auszuschwemmen

2. Ausreichend Bewegung, am besten an der frischen Luft

3. Auf vorbehandelte und industriell verarbeitete Lebensmittel verzichten, dafür

lieber auf naturbelassene Produkte zurückgreifen

4. Regionale Produkte verwenden, durch die kurzen Transportwege sind diese

reicher an Nährstoffen

5. Jeden Bissen 30 bis 40 Mal kauen, um Magen und Darm zu schonen

DR. FLORENTINE MARKWORTH

Die Hamburgerin Dr. Florentine Markworth

stammt aus einer Kardiologenfamilie.

Nach dem Medizinstudium und der

Promotion an der Universität Hamburg,

begann sie ihre Tätigkeit in der Kardiologie

am Universitären Herzzentrum

der Hansestadt. Sie ist Ärztin für innere

Medizin und Kardiologie mit Zusatzbezeichnung

Sportmedizin. Ergänzt wird

ihr Portfolio durch eine Fortbildung in Ernährungs-

und Mayrmedizin. Seit 2016 ist

die Fachärztin im Zentrum für Sport- und

Regenerationsmedizin des Lans Medicum

tätig. Außerdem unterstützt sie die

Hamburg Towers Basketballmannschaft

als internistische Mannschaftsärztin.

Reisen mit Freunden

Oldtimerreisen zum genießen

Kulturelles Rahmenprogramm

und kulinarische Highlights

Kennenlernen von neuen Regionen

und neuen Freunden

Weitkamp Classics GmbH

Christoph Weitkamp

E-Mail: cw@weitkamp-classics.eu

www.weitkamp-classics.eu


GESUNDHEIT, HAMBURG!

HERZENSSACHE

LEISE GEFAHR: BLUTHOCHDRUCK

„Die Krankheitsbilder sind

oft sehr schwerwiegend

oder lebensbedrohlich …“

Dr. Oliver Zantis

In Deutschland leiden insgesamt etwa 20 bis 30 Millionen Menschen unter Bluthochdruck,

der unbehandelt zum Herzinfarkt oder gefährlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen

kann. Wie man vorbeugen kann, bei welchen Symptomen man sich untersuchen lassen sollte

und was eine Behandlung in der HELIOS Mariahilf Klinik besonders macht, erzählt der

Chefarzt der Kardiologie und Internistischen Intensivmedizin, Dr. Oliver Zantis.

Fragen an Dr. Oliver Zantis

Wie wurde Hamburg Ihr Lebens- und

Arbeitsmittelpunkt?

Ich komme aus dem Rheinland und wollte

eigentlich immer nach Berlin. Durch

Zufall verbrachte ich ein Wochenende in

Hamburg und besuchte unter anderem

den Hansemarathon und das Restaurant

Cuneo. Ab diesem Zeitpunkt war

ich begeistert von der Stadt. Mittlerweile

lebe ich seit 16 Jahren hier.

Warum Kardiologie?

Ich entschied mich zuerst für die Anästhesie.

Irgendwann überwog das Interesse

an der Kardiologie, so dass ich den

Fachbereich wechselte. Die Krankheitsbilder

sind oft sehr schwerwiegend oder

lebensbedrohlich, wie zum Beispiel ein

Herzinfarkt. Dennoch können wir den

Patienten dank technischer Therapieverfahren

meist schnell helfen. Das ist

das Besondere an der Kardiologie.

Wann spricht man von arterieller Hypertonie?

Von einer arteriellen Hypertonie spricht

man ab einem Blutdruck von 140 zu 90

mmHg.

Welche Erkrankungen kann Bluthochdruck

auslösen?

Es gibt drei Organe, die in den meisten

Fällen betroffen sind: das Gehirn

in Form eines Schlaganfalls, das Herz,

meist mit der Auswirkung eines Herzinfarkts,

und die Nieren. Zudem ist Bluthochdruck

ein häufiger Auslöser von

Herzrhythmusstörungen.

Gibt es besonders gefährdete Patientengruppen?

Gefährdet sind Personen mit Überge-

wicht, Raucher und ältere Menschen.

Menschen mit Stoffwechselerkrankungen,

wie der Schilddrüsenüberfunktion,

und schwangere Frauen unterliegen

ebenfalls einem höheren Risiko. Wir

empfehlen ab 40 Jahren eine jährliche

und ab 50 Jahren eine halbjährliche

Kontrolle. Wer eine Erbanlage hat, sollte

den Blutdruck ab dem 30. Lebensjahr

regelmäßig überprüfen lassen. Symptome

können Kopfschmerzen, Schwindel,

Kreislaufprobleme und Übelkeit sein.

Wie kann man vorsorgen?

Das Wichtigste ist ein gesunder Lebensstil.

Übergewicht und der Konsum von

salzhaltigen Fertigprodukten sollten

vermieden werden. Außerdem ist ausreichend

Bewegung wichtig – fünfmal pro

Woche 30 Minuten schnelles Spazierengehen

reicht schon aus.

Welche Therapien gibt es gegen Bluthochdruck?

Für alle Patienten gilt: Die Grundlage

jeder Therapie ist die Lebensstilmodifikation.

Anschließend kann eine medikamentöse

Therapie erfolgen. Werden

bei einem Patienten Endorganschäden

festgestellt, versucht man sofort, den

Blutdruck mithilfe von Medikamenten

wieder auf optimale Werte zu bringen.

Zudem gibt es eine dritte Therapie-Möglichkeit:

die Verödung der Nierenarterie.

Auf diese Weise können ausgewählte

Patienten mit einem sehr schwer zu therapierenden

Bluthochdruck behandelt

werden.

Was zeichnet die HELIOS Mariahilf Klinik

und ihre Kardiologie speziell aus?

Wir sind ein eher kleines Krankenhaus

und haben die Chance, individuell auf

die Patienten einzugehen. Dennoch haben

wir es geschafft, uns hochspezialisiert

aufzustellen. Es gibt zum Beispiel

eigene Bereiche für Herzrhythmusstörungen

und für die Herzbildgebung. Außerdem

konnten wir in Kooperation mit

dem UKE ein Herzzentrum etablieren.

So sind wir in der Lage den Patienten

alle Therapien, die es in der Kardiologie

und Herzchirurgie gibt, auf kurzem

Wege anzubieten.

Was tun Sie, um fit zu bleiben?

Ich spiele im Sommer Tennis. Im Winter

gehe ich boxen oder ins Fitnessstudio.

Außerdem fahre ich gern Ski und bin

zum Glück kein großer Freund von Fast

Food und Süßigkeiten.

Das Gespräch führte: Florian Schmidt

Foto: Tim Wendrich

DER OPTIMALE BLUTDRUCK

Der Blutdruck ist der Druck, der entsteht,

wenn das Blut vom Herzen in

die Gefäße gepumpt wird. Hierbei

wird der obere Wert des Blutdrucks

erzeugt, die Systole. Um alle Organe

mit ausreichend Blut und Sauerstoff

zu versorgen, versucht der Körper

den Druck so lange wie möglich zu

halten. Der Druckwert, der bis zum

nächsten Herzschlag im Körper aufrecht

erhalten wird, ist der untere

Wert, die Diastole. Gemessen wird

der Blutdruck in mmHg (Millimeter

Quecksilbersäule). Der optimale

Blutdruck hat einen systolischen

Wert von 120 mmHg und einen diastolischen

Wert von 80 mmHg.

DR. OLIVER ZANTIS

Dr. Oliver Zantis studierte Medizin in Aachen. Nach Auslandssemestern

in Wien und Paris kam er 2001 nach Hamburg und

arbeitete in der Anästhesie am UKE. 2003 wechselte er sowohl

das Fach als auch die Klinik und begann am AK Altona in der

Kardiologie. Vier Jahre später ging Dr. Oliver Zantis zurück ans

UKE, als Kardiologe im Herzzentrum. Es folgten Oberarztstationen

im Herzzentrum Nordsee in Husum und in der Asklepios

Klinik Nord. 2013 gründete er in der HELIOS Mariahilf Klinik die

kardiologische Abteilung und ist dort heute Chefarzt der Kardiologie

und Internistischen Intensivmedizin.

66


Hinweis: Healthcare & Life

Die in HANSEstyle veröffentlichten Ärzte finden Sie auch

auf dem fünfsprachigen Online-Gesundheitsportal:

www.healthcare-life.hamburg

„Oft findet eine Entfremdung

von eigentlich

wichtigen Lebensbereichen,

wie beispielsweise von

der Familie, statt.“

Dr. Nadja Behling

GESUNDHEIT

AUSGEBRANNT

ERSCHÖPFUNG ALS DAUERZUSTAND

Ob Druck bei der Arbeit oder familiäre Probleme – Stresssituationen begegnen uns überall.

Doch was, wenn Stress unbemerkt zur Lebensgefahr wird? Im Fachzentrum für Stressmedizin

Falkenried verhilft Dr. Nadja Behling Betroffenen zu neuem Wohlbefinden und mehr Bewusstsein

für eine gesunde Psyche. Wo die Grenzen zwischen Stress, Burnout und Depression

liegen, wer besonders gefährdet ist und wie Alltagsstress reduziert werden kann, erklärt die

Fachärztin für psychosomatische Medizin und Psychotherapie im Gespräch mit HANSEstyle.

Fragen an Dr. Behling

Was macht den Fachbereich der psychosomatischen

Medizin und Psychotherapie

für Sie so interessant?

Er vereint Aspekte aus der Medizin und

der Psychologie und wird dem Menschen

in seiner Komplexität am ehesten gerecht.

Außerdem können Beschwerdebilder

umfassend wahrgenommen und

behandelt werden.

Oftmals wird das Thema psychische

Erkrankung in der Gesellschaft noch

tabuisiert, wie ist Ihre Erfahrung?

Ich denke, dass sich langsam mehr Offenheit

im Umgang mit psychischen Erkrankungen

entwickelt. Das wird unter

anderem daran deutlich, dass die Thematik

häufig in den Medien aufgegriffen

wird und vermehrt auch Personen des

öffentlichen Lebens offen mit ihrer Erkrankung

umgehen. Der Umgang der

Patienten mit der eigenen Erkrankung

ist sehr individuell, auch abhängig vom

Lebens- und Berufskontext.

Stress, Depressionen und Burnout –

wie eng sind diese Themen miteinander

verbunden?

Stress entsteht durch ein Missverhältnis

von Anforderungen und den zur Verfügung

stehenden Ressourcen. Der Körper

mobilisiert alle vorhandenen Kräfte,

um eine besondere Leistungsfähigkeit

herzustellen. Burnout ist definiert als

ein Erschöpfungszustand, der länger

als sechs Monate andauert und bei dem

Regenerationsphasen, wie zum Beispiel

Urlaub, keine Besserung bringen. Bei

einer Depression stehen Symptome wie

gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit

und sogar lebensmüde Gedanken im

Vordergrund.

Welche Symptome deuten auf zu viel

Stress hin und wie können Betroffene

den Alltagsstress reduzieren?

Zu viel Stress kann sich zum Beispiel

durch ein Gefühl von Erschöpfung

äußern, begleitet von innerer Unruhe.

Auch Reizbarkeit, Schlafstörungen und

körperliche Beschwerden wie zum Beispiel

Ohrgeräusche sind möglich. Um

Stress zu reduzieren, gilt es zunächst

herauszufinden, wodurch er entsteht.

Sind es äußere Faktoren, wie eine starke

Arbeitsbelastung oder persönliche Faktoren,

beispielsweise zu hohe Ansprüche

an die eigene Leistung? Wichtig ist, einen

Ausgleich zu schaffen, zum Beispiel

Zeit mit der Familie verbringen oder

Hobbies nachgehen.

Welche Anzeichen kann es für das

Burnout geben? Welche Therapiemöglichkeiten

bieten Sie im Fachzentrum?

Anzeichen für einen Burnout sind neben

der Erschöpfung auch Leistungseinbußen

und die Verminderung der Konzentration.

Oft findet eine Entfremdung von

eigentlich wichtigen Lebensbereichen,

wie beispielsweise von der Familie, statt.

Für den Patienten kann es hilfreich sein,

Abstand zu der belastenden Situation

herzustellen. Wir haben hier im Fachzentrum

die Möglichkeit einer ambulanten

Psychotherapie oder, bei schwereren

Symptomen, die Option einer tagesklinischen

Behandlung.

Gibt es aus Ihrer Sicht bestimmte Risikofaktoren

oder -gruppen?

Ja. Menschen können durch persönliche

Faktoren wie ein hohes Verantwortungsempfinden,

Perfektionismus oder eine

nach Harmonie strebende Haltung gefährdet

sein. Äußere Faktoren wie Leistungsdruck,

ein zu hohes Leistungspensum

oder fehlende Wertschätzung durch

Vorgesetzte können ebenfalls ein Risiko

darstellen.

Welche Ratschläge geben Sie zur Prävention?

Es gilt zu bewerten, wo die Hauptbelastungsfaktoren

liegen – in den äußeren

Lebensumständen oder in der eigenen

Persönlichkeit. Die Hinterfragung der

eigenen Bewertung oder der emotionale

Rückhalt von Vertrauten können eine

Hilfe sein. Grundsätzlich sollte immer

ein Ausgleich geschaffen werden, um die

eigenen Akkus wieder aufzuladen.

Im Gespräch mit: Florian Schmidt

DR. NADJA BEHLING

Dr. Nadja Behling beendete 2002

ihr Medizinstudium, das sie in

Hamburg und Sydney absolvierte.

Tätig ist sie heute als Fachärztin

für Psychosomatische Medizin und

Psychotherapie und als Oberärztin

im Fachzentrum Falkenried und

dem Fachzentrum für Stressmedizin

und Psychotherapie in Eppendorf.

Neben Burnout und Erschöpfungssymptomen

ist sie unter anderem

auf die Behandlung von Depressionen,

Angst- und Panikstörungen sowie

Essstörungen spezialisiert. Besonders

die Wechselwirkungen von

Arbeit und Gesundheit liegen in Dr.

Behlings Interessensgebiet. Sie ist

ausgebildet als psychodynamische

Organisationsberaterin, Coach und

Team-Supervisorin.

68 69

Foto: M. E. / HANSEstyle


KUNST & UNTERHALTUNG

KUNST & UNTERHALTUNG

DAS BLEIBT IM KOPF

Johannes Oerding, 35, wird in die Liga der ganz großen

Songschreiber aufsteigen – davon ist Autor

Frehn Hawel nach seinem Treffen mit dem Hamburger

Musiker im „Alten Mädchen“ in der Sternschanze

umso mehr überzeugt …

Unsere erste Begegnung ist mir bis heute in bester Erinnerung: Vor ungefähr

acht Jahren waren wir gemeinsam für eine Talkrunde beim Sender Tide TV

eingeladen, als Johannes Oerding als musikalischer Gast am Ende der Runde

seinen Song „Die Tage Werden Anders Sein“ vortrug, ein Blue Eyed Soul Song

über die Unbeschwertheit, die man als Jugendlicher und junger Erwachsener

empfindet: „Das, was heute wichtig ist, war früher scheißegal – und für das,

was damals wichtig war, ist die Zeit heut’ nicht mehr da.“ Obwohl ich musikalisch

ganz woanders zuhause bin, war mir sofort klar, dass hier ein junger

Songwriter am Werk ist, der so eingängige Lieder schreibt, dass man deren

Melodien nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Neben der Qualität eines Liedes

erkenne ich ebenfalls, ob ich einem Protagonisten die Inhalte abkaufe, über

die er singt – und das war hier definitiv der Fall. Denn anders als viele andere

deutsche Songwriter, die nur noch wie Interpreten erfolgversprechenden

Lied-Materials rüberkommen, wirkt Johannes Oerding immer echt, weil die

textlichen Inhalte und die Musik in ihrer wiedererkennbaren Eindeutigkeit so

nur von ihm stammen können.

Erste Schülerband mit zwölf

Um bei seinem damals gespielten Song zu bleiben, wurden die Tage für Johannes

Oerding in der Tat bald anders, denn als er knapp ein Jahr später sein

Debütalbum „Erste Wahl“ veröffentlichte, fand er sich plötzlich im Vorprogramm

von Simply Red und Ich + Ich wieder, die damals große Arenen füllten

– und stellte fest, dass es ihm gelingt, auch in größten Spielorten mit einem

fremden Publikum genau die Sorte von Verbindung herzustellen, mit der er

in seinen zahllosen Clubshows landauf landab unermüdlich seine Fanschar

vergrößert. Woher kommt dieses Talent, fremde Menschen so unmittelbar

von seiner Musik zu überzeugen? Früh übt sich, lautet die Antwort: „Schon

als Sechsjähriger bin ich auf dem Flohmarkt aufgetreten – begleitet von einem

Akkordeon. Etwa in dem Alter habe ich auch meine erste Konzertgitarre

geschenkt bekommen. Meine erste Schülerband hatte ich mit zwölf oder dreizehn.“

Klar, dass sich aus diesen frühen Gehversuchen ein Erfahrungsschatz

herausgebildet hat, auf den Oerding inzwischen jederzeit zurückgreifen

kann. Seine Gabe, dem Alltag Poesie zu entlocken und jedem einzelnen Zuhörer

das Gefühl zu geben, nur für ihn allein zu singen, verleiht seiner Musik

heilende, aufbauende und tröstende Kraft. Zudem darf man behaupten, dass

seine Gesangsstimme in Deutschland ihresgleichen sucht, was Ausdruck und

Emotionalität betrifft. Diese Kombination wiederum sorgt für einen stetigen

Anstieg seiner Bekanntheit, die mit den nachfolgenden Alben „Boxer“, „Für

Immer Ab Jetzt“ und „Alles Brennt“ kontinuierlich zunimmt.

Das Wichtigste ist die Bühne

„Erste Wahl“ und „Für Immer Ab Jetzt“

wurden mit Gold, „Alles Brennt“ inzwischen

mit Platin veredelt, er wurde 2015

für den Echo als bester Künstler Rock/

Pop national neben Herbert Grönemeyer,

Andreas Bourani, Mark Forster und

Peter Maffay nominiert. Doch allen Ehrungen

zum Trotz zählt für ihn am meisten

unterwegs zu sein, auf der Bühne

zu stehen und für seine Fans – und alle,

die es werden wollen – zu spielen, was

ihm 2013 nicht nur eine Einladung ins

Vorprogramm der Deutschland Tour

von Joe Cocker, sondern auch der Unplugged

Konzerte der Scorpions einbrachte

und nebenbei sehr deutlich

macht, auf welch breiter Ebene sich die

Masse bewegt, die er mit seiner Musik

begeistert. Im selben Jahr trat er mit

seinem Song „Nichts Geht Mehr“ beim

Eurovision Song Contest für Hamburg

an und belegte den zweiten Platz.

Was hat ihn zur deutschsprachigen

Musik gebracht und noch dazu Hamburg-Fan

werden lassen? Etwa die vielbemühte

Hamburger Schule, die mit

„Schon als Sechsjähriger

bin ich auf dem Flohmarkt

aufgetreten …“

Johannes Oerding

Johannes Oerding beim

HANSEstyle-Shooting. Der

Hamburger Musiker kann dem

Alltag den Tiefgang entlocken

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KUNST & UNTERHALTUNG

KUNST & UNTERHALTUNG

Johannes Oerding ist politischer

geworden – und möchte das

auch bleiben

Ebene verlassen muss, nur noch über eigene Erfahrungen

singen zu wollen. Es wird irgendwann einfach schwierig

etwas so zu erzählen, dass es nicht nach bereits Dagewesenem

klingt. Oft brauche ich aber nur auf menschliche

Beziehungen in meinem Umfeld zu schauen, um genügend

Anregungen für eine Geschichte zu finden, die zwar nicht

zwangsläufig mir direkt passiert sein muss, deren Grundemotion

ich aber nachempfinden und in einem Text verarbeiten

kann. Und was ich inzwischen auch gelernt habe: Wenn

man mal nicht weiterkommt, sollte man die eigene Eitelkeit

hinten anstellen und sich Hilfe holen – das hat mir meine

Freundin beigebracht. Inzwischen macht es mir so wahnsinnig

viel Spaß, mit den unterschiedlichsten Leuten Songs

zu schreiben, dass ich es gar nicht mehr missen möchte –

man gelangt auf diese Weise zu Ergebnissen, die einem so

niemals eingefallen wären.“

Es wird politisch

Insgesamt wirkt das neue Album deutlich vielschichtiger

als seine Vorgänger – es enthält neben den für Oerding

typischen klugen Beobachtungen alles Zwischenmenschlichen

auch zunehmend gesellschaftskritische Kommentare.

„Obwohl ich auch mit diesem Album den Zwei-Jahres-Veröffentlichungszyklus

einhalte, fühlte sich die Zeit

dazwischen diesmal deutlich länger an. Es ist einfach so

viel passiert, persönlich wie gesellschaftlich, dass ich nicht

umhin konnte, das auch in die neuen Songs einfließen zu

lassen. Ich finde, dass es an der Zeit war, sich deutlicher

zu äußern, wo ich politisch stehe. Ich stehe für Pluralismus

und Humanität, bin mittlerweile politischer und möchte

das auch bleiben – allerdings ohne dabei jemals mit erhobenem

Zeigefinger auf vermeintliche Lösungen hinzuweisen.“

Am deutlichsten wird dies in der auf den ersten Blick

ungewöhnlichen Zusammenarbeit mit der Hamburger Hip-

Hop-Ikone Samy Deluxe im Song „Weiße Tauben“ (schöner

Beleg dafür, wie offen und interaktiv die Hamburger Musikszene

sein kann). Das Lied stellt die Frage, wie unsere Gesellschaft

von der Generation der friedensbewegten Atomkraftgegner,

der es gelungen ist, den kalten Krieg fast zu

beenden, in die heutige Situation geraten konnte.

Sein neues Album „Kreise“ wird Johannes Oerding verdientermaßen

endgültig in die Liga der großen deutschen Songschreiber

katapultieren.

Fotos: Tim Wendrich

72

Protagonisten wie Tocotronic, Bernd Begemann, Blumfeld und

vielen anderen Ende der 90er-Jahre ihren absoluten Höhepunkt

in Sachen Popularität hatte? „Nicht ganz, dafür war ich noch

zu jung – das hat eher mein älterer Bruder gehört. Ich bin über

deutschen Hip-Hop zur deutschsprachigen Musik gekommen –

später haben mich auch die großen Namen wie Rio Reiser, Grönemeyer

und Lindenberg inspiriert, bei denen mich nicht nur die

Musik, sondern auch deren Werdegang interessierte.“

Warum hat jemand, der aus Geldern Kapellen am Niederrhein

stammt, eine so starke Verbindung zu Hamburg? „Ich habe mich

mit 17, als ich mit meiner Schülerband das erste Mal für einen

Studioaufenthalt nach Hamburg kam, sofort in die Stadt verliebt

– der Blick, den man bei Dunkelheit von der Kennedybrücke aus

hat, kriegt mich bis heute immer wieder. Natürlich hat mich auch

die Musikszene der Hansestadt, die Konzertwelt in den Clubs um

die Reeperbahn, besonders hervorzuheben dabei der Mojo Club

und die Soullounge-Shows, damals noch mit einem unbekannten

Roger Cicero am Mikrofon, derart fasziniert, dass ich während

meines Studiums in Holland (erstaunlicherweise waren die

Fächer hier nicht Musik und Komposition, sondern BWL und internationales

Marketing, gewissermaßen als Beruhigung für die

„Ich stehe für Pluralismus

und Humanität …“

Johannes Oerding

Eltern) jedes Auslandssemester in Hamburg

verbracht habe und so immer weiter in die

Musikszene der Stadt eingetaucht bin. Letztendlich

war es nur logisch, dass ich einfach

irgendwann hierher ziehen musste.“

Keine schlechte Entscheidung: Die Stadt

meint es offenbar sehr gut mit ihm, denn er

hat über das Knust, die Große Freiheit 36,

den Stadtpark und die Alsterdorfer Sporthalle

bisher nahezu alle legendären Spielorte

der Hansestadt bespielt – und obendrein

ausverkauft.

Das neue Album

Für Mai 2017 steht die Veröffentlichung seines

neuen, fünften Albums „Kreise“ an, das ihn

wieder auf eine ausgedehnte Konzertreise mit

bisher 22 Terminen schicken wird. Der krönende

Abschluss am 25. November findet diesmal

in der Hamburger Barclaycard Arena statt, die

nicht nur die größte Spielstätte der Hansestadt

ist, sondern auch die größte Arena, die

Johannes Oerding bisher auf eigene Rechnung

bespielen wird.

Wenn man, wie er, ständig unterwegs ist und

alle zwei Jahre ein Album veröffentlicht, woher

bezieht man die Inspiration für neue Songs,

ohne sich zu wiederholen? „Klar kommt man

irgendwann an den Punkt, an dem man die

Prickelnde Golftage in Husum

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So sieht es aus, wenn zwei leidenschaftliche Musiker aufeinandertreffen:

Johannes Oerding mit Autor Frehn Hawel.

DER AUTOR

Wo er ist, spielt die Musik. Für die Konzertagentur Karsten

Jahnke sorgt er mit dafür, dass die internationalen Stars nach

Hamburg kommen und mit ihren Live-Shows die Fans begeistern.

Frehn Hawel ist einer der Entscheider des Hamburger

Reeperbahn Festivals und hat als leidenschaftlicher Garagenrocker

selbst drei Platten aufgenommen.

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KUNST & UNTERHALTUNG

Eingespieltes (Experten-)Team:

Bianca König und Dr. Holger Liekefett

EIN TEAM FÜR

ALLE SINNE

Inhalte vom Papier auf das Smartphone – dafür sorgen

Bianca König und Dr. Holger Liekefett

Sie ist in ihrem Team die strategische Kreative und er ist der kreative

Stratege – Bianca König, Gründerin der Kommunikationsagentur

„Neue Monarchie“, und Dr. Holger Liekefett, Sales- und Marketing-

Experte und Gründer der Unternehmensberatung „V3“, sind Medienprofis

und Digital-Fans mit Liebe zu Printmedien. Seit einem

Jahr sind die beiden gemeinsam unterwegs und haben mit Ihrer App

„easyVR“ die Vision, Printmedien eine neue Dimension zu geben.

Klassische Printmedien können mit easyVR

auf verschiedenen Ebenen erlebbar gemacht

werden. Die Technologie: Hinter einem

gedruckten Bild, Logo oder einer Grafik

werden Daten hinterlegt. Ob Slideshows,

Videos, 3D-Modelle oder 360-Grad-Ansichten:

Den Inhalten sind kaum Grenzen gesetzt.

Der strategische Gedanke hinter easyVR beruht

auf den natürlichen menschlichen Bedürfnissen.

Sehen, hören, fühlen – unsere

Sinne sind unsere wichtigsten Eigenschaften

und wollen allesamt angesprochen werden.

In der Praxis sieht das so aus: Hält ein

Nutzer beispielsweise ein Magazin in der

Hand und liest einen Artikel mit einem von

easyVR codierten Bild, hat er die Möglichkeit,

dieses Bild mithilfe der App zu scannen

und so in eine virtuelle Welt einzutauchen

– noch während er das haptische Medium

in der Hand hält. Der Artikel wird zum Leben

erweckt. So kann ein Immobilienhändler

mit easyVR innerhalb eines gedruckten

Exposés einen Wohnungsrundgang anbieten.

Ein Modelabel lässt die Klamotten aus

dem Katalog nach dem Einscannen mit der

App in 3D erscheinen – fertig zur virtuellen

Anprobe. Oder Sie lesen einen Artikel über

Hamburgs neuen Teenie-Star, Jaden Bojsen,

und steigen dann backstage ein – hören und

sehen unter anderem, wie er während des

Interviews in der HANSEstyle Lounge einen

seiner Songs singt.

VERGLEICH: QR-CODE

Die Technologie hinter easyVR mag einem

bekannt vorkommen – sie erinnert an den

klassischen QR-Code. Doch es gibt Vorteile,

die die Innovation von Bianca König und Dr.

Holger Liekefett gegenüber dem QR-Code

hat. Zum einen sind die QR-Codes leichter

fälschbar – die Sicherheit bei der Nutzung

eines einzigartigen Fotos ist bedeutend höher.

Zum anderen sind Fotos interessanter

und persönlicher als der QR-Code, der oft

als Fremdkörper auf einem Medium wahrgenommen

wird.

Text: Louisa Wölke | Foto: Marius Engels

BIANCA KÖNIG

Bianca König (43) ist seit 20 Jahren in der Kommunikationsbranche

tätig. Mit ihrer Agentur „Neue Monarchie“,

die sie 1999 gründete, betreut sie namhafte nationale und

internationale Kunden und entwickelt kreative Kommunikationskonzepte.

Sie ist die Kreativschmiede bei easyVR.

DR. HOLGER LIEKEFETT

Ursprünglich aus dem Bereich der Naturwissenschaften

und Psychologie stammend, widmete Dr. Holger Liekefett

(54) sich über 20 Jahre lang der Arbeit im Sales & Marketing

Bereich von international agierenden Konzernen. In

der von ihm gegründeten Firma „V3“ beraten er und sein

Team verschiedenste Unternehmen. Er ist der Strategiemeister

bei easyVR.

So sieht das easyVR-Symbol aus

Sie möchten easyVR

ausprobieren? Dann

blättern Sie bitte um.

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Jaden Bojsen in der „HANSEstyle Lounge“. Der

Hamburger Musiker will mit seiner Boyband

„New District“ richtig durchstarten

KUNST & UNTERHALTUNG

HAMBURGS NEUER

TEENIE-STAR

Der junge Hamburger Jaden Bojsen pendelt zwischen Deutschland und Amerika

und will mit seiner Boyband „New District“ die ganze Welt erobern ...

Wäre ich 15, dann hätte ich mich wohl voll

in diesen jungen Mann verliebt, der im Interview

vor mir sitzt: Jaden Bojsen, 16 Jahre,

blondes Haar, braune Knopfaugen, cooles

Outfit und einfach nur sweet. Wie ein ganz

Großer zupft er auf der Gitarre und singt dabei

mit weicher Stimme ein Lied, das mich

dahinschmelzen lässt. Oha – ich verstehe,

warum Mädchen anfangen zu kreischen oder

gar weinen, wenn dieser junge Mann mit seinen

vier amerikanischen Bandmitgliedern

von „New District“ auftritt. Die fünf Jungs

hauchen dem Begriff „Boyband“ wieder neuen

Atem ein, tourten 2016 durch die Staaten,

besuchten Radiostationen mit ihren Acts

und traten schon vor 10.000 Leuten in Pennsylvania

als Vorgruppe von „Fifth Harmony“

(amerikanische Girlband, die 2012 durch die

Castinghow „The X Factor“ berühmt wurde)

auf. „Das war schon richtig nice!“, so Jaden,

der damit das erste Mal erlebte, wie es ist,

wenn 15 Security-Männer einen von den Fans

abschirmen.

Doch wie kommt ein Hamburger Teenager

dazu, in einer amerikanischen Band aufgenommen

zu werden? „2015 war im Internet

ein Aufruf und da habe ich mich beworben“,

völlig souverän und als wäre es das Selbstverständlichste

von der Welt, erzählt Jaden

über seinen Werdegang. Er bewarb sich für

ein Casting auf einem Online-Portal, gewann

und ist seitdem mit vier anderen Jungs aus

Amerika die Boyband „New District“. Als

14-Jähriger ging er mit einem Schulvisum in

die USA nach Pasadena (Kalifornien) und

wurde dort ein halbes Jahr mit seinen Bandmitgliedern

Sean, Dylan, Julian und Devin

auf Gesang, Tanz und Darstellung gecoacht.

Dann folgten Auftritte, u. a. auch in New York

und San Francisco und im berühmten Music-

Club „Trobadour“ in West Hollywood, wo

schon Elton John oder Tom Waits zu Anfang

ihrer Karriere auf der Bühne standen.

VOM KLEINEN TARZAN

ZUR BOYBAND

Jaden zog es aber schon als Neunjährigen in

die Öffentlichkeit: Er war einer der kleinen

Tarzans, die für das Stage Entertainment

im gleichnamigen Musical von Phil Collins

auf der Bühne standen. Drei Jahre „harte Arbeit“,

wie er sagt. Er bekam durch „Tarzan“

eine fundierte Ausbildung in Gesang, Tanz

und Schauspiel, pendelte zwischen seinem

Geburtsort Sylt und Hamburg, stand am Wochenende

in der Hansestadt auf der Bühne.

Dann wollte der Teenie ins Fernsehen, es

folgte ein Engagement für „Die Pfefferkörner“

(NDR-Produktion) und so wurde die

SENSATIONELL

Verpassen Sie nicht das Backstage-Video!

Sehen und hören Sie Jaden Bojsen singen!

Laden Sie die kostenlose App „easyVR“ im Appstore (iOS) oder bei Google Play (Android),

scannen Sie das linke Foto ein und lassen Sie sich überraschen …

77


KUNST & UNTERHALTUNG

„Meistens geht es um

Liebe und Mädchen.

Wir erzählen eine Story

mit unseren Liedern.“

Jaden Bojsen

ganze Familie zu Hamburgern. Papa Brian, Fotograf, Surfer, Weltenbummler

und immer in der Gastronomie auf Sylt tätig, setzte

die Segel, zog für den Sohn mit Ehefrau Bettina und Tochter Sienna

nach Hamburg und erfüllte sich damit gleichzeitig einen lang

gehegten Wunsch nach einem eigenen Restaurant. Seither verwöhnt

er seine Gäste im „Brian's Steak & Lobster“ in Pöseldorf.

Nach einer Staffel „Pfefferkörner“ kam dann 2015 der Ruf nach

Amerika mit „New District“. Seitdem gibt Jaden mit der Band alles

und stolz können er und seine Bandmitglieder schon sein.

Die Leser der Jugendzeitschrift BRAVO wählten sie zum Gewinner

des Golden Bravo Otto Award 2016 in der Kategorie "Superband".

„New District“ gewann vor internationaler Top-Band-Konkurrenz

wie „The Chainsmokers“, „Twenty One Pilots“, „Fifth Harmony“

und „5 Seconds of Summer“ und reiht sich so in die „Bravo Hall

of Fame“ ein, mit Superstars wie „New Kids on the Block“ und den

„Backstreet Boys“.

Und worüber geht es in den Songs? „Meistens geht es um Liebe

und Mädchen“, schmunzelt Jaden. „Wir erzählen eine Story mit

unseren Liedern.“ Den Song „Closer“ sollte man sich unbedingt

mal anhören, hat „Herzchen-in-den-Augen- Faktor“, auch für uns

ältere Mädchen ...

Text: Nathalie E. Reinschmidt

Fotos: Brian Bojsen

www.newdistrict.us

www.facebook.com/NewDistrictOfficial

www.instagram.com/jadenbojsen

Backstage

bei

HANSEstyle

DAS BACKSTAGE-VIDEO

Würden Sie Teenie-Star Jaden Bojsen gerne „live“ singen hören?

Kein Problem! Einfach die kostenlose App „easyVR“ im Appstore

(iOS) oder bei Google Play (Android) herunterladen, das Bild von

Seite 76 einscannen und überraschen lassen ...

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Autorin Nathalie E. Reinschmidt mit ihrem neuen

„Schwarm“, Jaden Bojsen

Rana

Mit dem Hamburger Weg in die Zukunft schauen: Zum G20-Gipfel erarbeiten

Schulklassen, stellvertretend für die G20-Länder, ihre eigenen Visionen für

das Jahr 2030. Du willst mehr wissen? Dann informier dich auf:

www.der-hamburger-weg.de


Der Award für bildende Kunst

Zwischen

Kunst & Vandalimus

Künstler und METROPOLE.KREATIV-Teilnehmer

N.O.Madski über die Kreativität in Graffiti

Mechanisch konstruierte und Sci-Fi abstrahierte Buchstaben

sind die Charakteristika des Style-Writings von N.O.Madski.

Der international arbeitende Künstler lebt und arbeitet seit

2004 in Hamburg. Dabei wird er von der Golden Hands Gallery

und deren Inhabern, Isabella Augstein und Dr. Christoph

Tornow, unterstützt. Genau wie N.O.Madski setzt die Galerie

auf expressive, außergewöhnliche Graffiti-Kunst. Ein Treffen

mit einem beeindruckenden Hamburger Graffiti-Künstler.

Graffiti-Künstler N.O. Madski

und Galeristin Isabella Augstein

haben dasselbe Ziel: Graffiti

gesellschaftsfähig machen

Der Name N.O.Madski

N.O.mad, also Nomade, war für 20 Jahre mein Sprühername. Als ich zunehmend

künstlerisch arbeiten wollte, ging es darum, das einerseits beizubehalten und

gleichzeitig zu verändern. N.O.Madski kann man auch als richtigen Namen verstehen

– das ist der Clou daran: Norbert Otto Madski.

Sein Weg in die Graffiti-Szene

Ich bin schon relativ lange dabei. Als Zwölfjähriger wurde ich in Bremerhaven

damit konfrontiert. Das Faszinierende für mich war, dass Graffiti eine Alternative

war zu dem, was ich im traditionellen Setting erlebte: Man wächst auf, alles ist

vorgedacht, Schule, Job und so weiter. Und es gibt so viele Erwartungen – durch

Eltern oder Bekannte oder Verwandte und auch die Gesellschaft. Graffiti war einfach

ein Alternativentwurf, der nicht nur einen politischen Charakter hatte und

das Abtauchen in eine Schattenwelt bedeutete, sondern der die Kreativität in den

Mittelpunkt stellte.

Darum Graffiti

Graffiti hat einen Kern von Revolution. Ich gehe irgendwohin, gestalte etwas mit

Farbe, tue keinem weh und drücke mich dabei aus. Das ist die künstlerische Freiheit

schlechthin.

Immer wieder neu: Die„Style-Writings“

Graffiti ist inzwischen in der Kunst und auch in der Kunstwahrnehmung stark

durch einen illustrativen Charakter gekennzeichnet. Im eigentlichen Graffiti, das

sich im Zuge des American Hip-Hop entwickelt hat, ging es um: ICH schreibe meinen

Namen an die Wand, ICH bin hier, ICH bin etwas wert, ICH bin kreativ. Es geht

also eigentlich um das Schreiben. Und wenn wir von „Style-Writing“ reden, dann

beinhaltet das eine bestimmte Form von Ästhetik. Für mich war relativ schnell

klar, dass ich Originalität möchte. Der klassische Sprayer sprüht sein Kürzel in

immer der gleichen Weise immer wieder. Mein Anspruch ist, dass ich immer wieder

neu kreiere und neu gestalte. Dafür bin ich im Graffiti-Kontext auch bekannt

Layers

spraypaint on canvas

100 x 80 cm

geworden. Dass ich meinen Schriftzug

immer neu interpretiere.

Von der Hauswand auf

die Leinwand

Ich habe irgendwann für mich gesagt,

dass ich das weiterentwickeln möchte,

nicht nur die Wand draußen benutzen,

sondern diese Ästhetik auch

weiterbringen und weiter abstrahieren

will. Da ist eine Leinwand ein geeignetes

Medium. Natürlich spielte dann

auch mit rein, dass ich möchte, dass

meine Arbeit auf möglichst vielen Ebenen

Anerkennung erfährt. Dafür ist die

Golden Hands Gallery ein Ort. Außerdem

hat mich dieses „Graffiti ist keine

Kunst“ immer furchtbar schockiert.

Was ist denn Kunst? Es geht doch

letztlich immer um den freien persönlichen

Ausdruck.

81


Der Award für bildende Kunst

Graffiti = Vandalismus?

Wir leben in einer total konsumorientierten Gesellschaft. Keiner würde auf die

Idee kommen, es schlimm zu finden, wenn auf einem Zug Coca-Cola stände. Die

Frage ist immer: Wer hat dafür bezahlt? Natürlich: Wenn es darum geht, dass

Fensterscheiben zerkratzt oder eingeworfen werden, ist es etwas anderes. Ein

entscheidender Punkt ist für mich die Zweckentfremdung. Bei Zügen kann man

das sehr gut sehen. Die Funktion eines Zuges ist es, den Transport von A nach B

zur Verfügung zu stellen. Ob er jetzt eine bemalte Oberfläche hat oder nicht, spielt

für seine Funktion keine Rolle.

Der Award für bildende Kunst

Aus der Ausstellung KAYA VI with Nomad,

Kerstin Brätsch/Debo Eilers,

Gallery MeyerKainer, Wien, 2014

Graffiti und das Gesetz

Von der Gesetzeslage ist es so, dass Graffiti juristisch nicht nur als Verschmutzung

gilt, sondern auch als Beschädigung. Graffiti befeuert eine Diskussion um

Eigentum, Ästhetik und Kunst – und das ist super.

Das ist für ihn Kunst

Aus meiner Perspektive ist Kunst eine Art von Sprache, in der man sich ausdrückt

und etwas gestalten kann. Das heißt natürlich nicht, dass jeder, der sprechen

kann oder im Zweifelsfall etwas gestaltet gleich ein Künstler ist. Es muss auch

eine Spur hinterlassen, also etwas verändern, eine Perspektive aufbrechen. Oder

auch revolutionieren. Aus diesem Denken heraus bin ich, wie das auch Beuys vertreten

hat, der Meinung, dass jeder Mensch ein Künstler sein kann und vielleicht

auch sein muss, wenn wir gemeinsam in einer Gesellschaft leben und das Ziel

verfolgen, das Leben als eine für alle positive Geschichte zu gestalten.

Sein Motto

Als ich jung war, habe ich mal einen englischen Leitsatz gelesen: ,Don’t warm at

the fire, be the flame'. Ich gestalte mein Leben und bin dabei vielleicht für andere

ein Vorbild.

Dana Teodora Beck ist dabei

Billi Methe ist dabei

Lars Koesling ist dabei

Jana Osterhus ist dabei

The Yellow Sign

acrylic on canvas

90 x 90 cm

2017

Über den METROPOLE.KREATIV AWARD

Ich sehe den Award als eine Chance. Ich finde es schön wenn es Möglichkeiten für

Leute gibt, die nicht den klassischen Weg gegangen sind, sich darzustellen, ihre

Kunst zu zeigen und auch etwas zu bewegen.

Im Gespräch mit: Anne Simone Krüger | Fotos: Marius Engels

GOLDEN HANDS GALLERY

In der Golden Hands Gallery präsentieren

die Inhaber Isabella Augstein und

Dr. Christoph Tornow aufstrebende

und etablierte Künstler aus der nationalen

und internationalen Urban-Art-

Szene. Im Vordergrund stehen Werke

von Graffiti-Künstlern und deren Integration

in die Kunstbranche. In ihrer

Funktion als Galeristen, beraten Isabella

Augstein und Dr. Christoph Tornow

Kunstliebhaber zum Aufbau und

zur Erweiterung ihrer Sammlungen

und beschaffen auf Wunsch Arbeiten

von renommierten Künstlern.

Golden Hands Gallery

Kaiser-Wilhelm-Straße 85

20355 Hamburg

www.goldenhandsgallery.com

Fotos der Kunstwerke: N.O.Madski

PARTNER DES AWARDS

H.-J. Kuc ´ ist dabei

Machen auch Sie mit! Die Jury freut sich auf Ihre Arbeiten.

www.metropole-kreativ.hamburg

N.O. Madski ist dabei

CKB

mediahouse

82


Der Award für bildende Kunst

Jana Osterhus in ihrem

Atelier in der Johnsalle.

Sie ist ein Lebemensch

– das wird auch in

ihren Bildern sichtbar

Jana Osterhus

Das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen ist das Thema in

ihren Malereien. Wie ein bildgewordenes Gedicht schafft

Jana Osterhus, Teilnehmerin beim METROPOLE.KREATIV Award,

mit ihrer Kunst bunte Traumwelten.

Vor ein paar Jahren habe ich angefangen

mit meinem Tanzpartner und

Freund Tango für Senioren aufzubauen.

Und dann habe ich meine eigene Kunst,

meine Bilder.

Die Ideen hinter ihren Bildern

Die Ideen kommen einfach. Sie sind

immer da. Manchmal sind es so viele,

dass es sich ballt und mehr ist, als ich

umsetzen kann. Dann muss ich mich

entscheiden. Im Großen und Ganzen

sind meine Themen die Dinge, die ich

liebe oder die mich berühren.

Bilder wie aus einem Traum

Was ich an diesem Traumhaften so

schön finde ist, dass es eine gewisse

Offenheit lässt. Jeder der darauf

schaut, kann seine eigene Geschichte

hineinsehen. Das ist für mich das Schöne

an Kunst: wenn es die eigenen Türen

oder die eigenen Fantasien dessen, der

da schaut, öffnet.

Ihre Materialien

Im Prinzip verwende ich alles: Acryl, Tusche, Kohle, Edding ... Ich beginne meine

Bilder ähnlich wie die alten Meister – lege eine Grundierung, wenn es eine frische

Leinwand ist und wenn es eine Übermalung ist, dann zählt das alte Bild.

Das Übermalen eigener Werke

Ich finde Übermalungen total spannend, weil dann nochmal ein neuer Faktor dazukommt.

Und zwar die Zeit. Die Zeit, die irgendwie darin steckt und sich gleichzeitig

wieder auflöst. Und womit man Vergangenes wieder in die Gegenwart heben kann.

Das bekommt dann so ein Schillern. Meistens bleiben aber Teile stehen. Man weiß

nur als Betrachter natürlich nicht welche. Ganz selten übermale ich wirklich alles.

Das Leben als Inspiration

Man entwickelt sich ja immer und es gibt unglaublich viele Menschen und viele

Künstler, die ganz tolle Sachen machen. Und von all diesen Menschen und Künstlern

kann man auch immer etwas lernen und sich sein Universum bereichern lassen.

Aber es ist nicht so, dass mich ein bestimmter Mensch beeinflusst hätte, sondern

es ist tatsächlich mehr die Fülle all dessen, was es gibt.

Hamburg als Kunststadt

Hamburg ist eine Handelsstadt (lacht). Es gibt eine tolle Kunstszene, absolut. Die

ist da und wenn man weiß wo man sie findet, dann hat man auch Freude damit. Ich

finde jedoch Hamburg macht zu wenig daraus.

Mehr Support für Hamburger Künstler

Statt Atelierhäuser zu schließen, sollten neue eröffnet und Wohnateliers ganz

offiziell zugelassen werden. Und es sollte mehr Ausstellungen geben, für die der

Künstler ein Honorar bekommt.

Die Teilnahme am METROPOLE.KREATIV AWARD

Ich finde es schön, dass es diesen Kunstpreis gibt, denn es gibt in Hamburg insgesamt

wenig regionale Ausschreibungen.

Das Gespräch führte: Anne Simone Krüger | Fotos: Tim Wendrich

Lunático,

Acryl auf Leinwand,

100 x 210 cm, 2015

Kunstexperten unter sich: Jana

Osterhus mit Kunsthistorikerin und

Kuratorin Anne Simone Krüger

Zwischen Abstraktion und Figuration pendelnd erhalten Jana

Osterhus' Bilder durch mehrfaches Übermalen sowohl eine

immense räumliche als auch inhaltliche Tiefe. Die Kunsthistorikerin

und Kuratorin Anne Simone Krüger traf sich mit der

Künstlerin, die in HANSEstyle verrät, warum sie ihre eigenen

Werke immer wieder übermalt, wie sie schon als Neunjährige

zur Kunst kam und was sie sich für die Verbesserung der Situation

von Hamburger Künstlern wünscht.

Ihr Weg zur Kunst

Ich bin so auf die Welt gekommen. Das klingt wie ein schrecklich abgedroschenes

Klischee und trotzdem ist es so. Als Dreijährige hatte ich zwei Berufswünsche:

das eine war Gastwirtin und das andere

war bildende Künstlerin. Dann hatte

ich großes Glück, dass ich als Neunjährige

zu einem sehr guten Unterricht

bei dem ägyptischen Künstler, Yasser

Shehata, kam. Er hat mir beigebracht,

wie die alten Meister gemalt haben, die

Kompositionsgrundlagen sowie Licht

und Schatten zu setzen, also das klassische

Programm, das man als Fundament

braucht.

Lebensunterhalt

Ich habe drei Standbeine: Vormittags

unterrichte ich in einem Kinderatelier.

Fotos der Kunstwerke: Jana Osterhus

Geburt einer Venus,

Acryl auf Leinwand,

230 x 100 cm, 2016

Und Herodes weiß von nix,

Acryl auf Schullandkarte,

120 x 90 cm, 2017

84 85


FASHION & BEAUTY

Die Dirndl-Deern

von Hamburg

So wurde Sibilla Kawala mit ihrem

Trachten-Unternehmen erfolgreich

Mit gerade einmal 26 Jahren gründet Sibilla Kawala 2010

ihr eigenes Unternehmen. Seitdem hat sich Limberry zu

Deutschlands führendem Onlineshop für Designer-Trachtenmode

entwickelt. In der TV-Show „Die Höhle der Löwen“

konnte Sibilla Kawala mit ihrem Konzept sogar gleich zwei

Investoren überzeugen. HANSEstyle spricht mit der gebürtigen

Hamburgerin über die Entwicklung von Limberry, die

Trachtentrends 2017 und das perfekte Dirndl.

Aller Anfang ist schwer

Meine Vision war ein Onlineshop, in dem sich Frauen ihre Kleidung

selbst gestalten können. Im Angebot von Limberry waren Blazer,

Kleider und Trenchcoats. Obwohl das Konzept gut ankam, blieb der

Klick zum Kauf meist aus. Heute, mit etwas Abstand betrachtet, ist

das Problem klar: Ich habe die Katze im Sack angeboten, da es bei

selbst gestalteten Produkten kein klassisches Rückgaberecht gibt.

Damals stellte sich uns die Frage: aufgeben oder weitermachen? Zu

diesem Zeitpunkt hatten wir ein einziges Dirndl im Sortiment – unser

Bestseller. Wir haben festgestellt, dass Trachtenmode, ähnlich dem

Brautkleid, etwas für den besonderen Anlass ist, für den man gern

gesonderte Konditionen in Kauf nimmt. So wurde aus Limberry ein Onlineshop

für Trachtenmode.

Gründerin mit 26

Schon in der Schule wusste ich, dass ich irgendwann mein eigenes

Unternehmen haben möchte. Nach Abitur und BWL-Studium bin in die

Firma meines Vaters im Stahlhandel eingestiegen mit dem Plan, diese

später zu übernehmen. Allerdings haben mein Vater und ich schnell

gemerkt, dass der Stahlhandel nicht das Richtige für mich ist, so dass

ich mich gegen eine Karriere im Familienbetrieb entschied. Zeitgleich

begann ich meine Doktorarbeit zum Thema „Mass Customization“,

die Individualisierung von Massenprodukten, für die ich eine Fallstudie,

also ein Unternehmen, das in diesem Bereich tätig war, benötigte.

Dieses Unternehmen gab es nicht und so gründete ich ein eigenes,

aus dem ich die Daten herausfiltern konnte: Limberry.

Hamburgerin mit Liebe zu Süddeutschland

Ab meinem zweiten Lebensjahr ging es regelmäßig zum Skifahren

nach Garmisch Partenkirchen. Ich habe dort viele Freunde und gehe

seit mindestens acht Jahren zum Oktoberfest. Es besteht also eine

Verbindung nach Süddeutschland, in die Region der Trachtenmode.

Tatsächlich zum Dirndl gekommen bin ich aber auf einer Stoffmesse,

wo ich zufällig schöne Trachtenstoffe entdeckte und kaufte, um mir

von meiner Großmutter ein Dirndl schneidern zu lassen. Ich habe

Im Limberry-Office hat Sibilla Kawala ihre Dirndl

immer um sich

mir mein Mieder, den Rock und die Schürze zusammengestellt.

Da fiel mir die Ähnlichkeit zum

Limberry-Konzept auf und ich entschied mich, das

Dirndl in den Onlineshop aufzunehmen.

Hamburg als Unternehmensstandort

Ich bin in Hamburg geboren und lebe hier, genau

wie meine Eltern, die mittlerweile beide bei mir

arbeiten. Vor allem deswegen war für mich klar,

dass auch der Firmensitz von Limberry hier sein

sollte. Sollte ich merken, dass es zur positiven

Entwicklung von Limberry beiträgt, könnte ich

mir auch vorstellen nach München oder Berlin zu

ziehen, wo es eine große Gründerszene gibt.

2016: Das Jahr der Löwen

Ich habe die ersten zwei Staffeln von „Die Höhle der Löwen“

verfolgt und fand an dem Format toll, dass es Start-Ups in

der Öffentlichkeit sichtbar werden lässt. Am Ende der zweiten

Staffel lief der Bewerbungsaufruf für die neue Staffel. Ich

entschied mich, einen Zweizeiler an die Produktion zu schicken,

hatte aber keine großen Hoffnungen. Völlig unerwartet

habe ich dann eine Rückmeldung bekommen, die der Auftakt

zu einem sechsmonatigen Bewerbungsprozess war, bevor

ich die Zusage bekam. Bereits eine Woche später starteten

die Dreharbeiten für VOX.

Judith Williams und Carsten Maschmeyer –

die „Löwenchance“ für Limberry

Die Teilnahme bei „Die Höhle der Löwen“ und die Unterstützung

der beiden Investoren haben einen sehr positiven Effekt

für Limberry, den man allerdings getrennt betrachten muss.

Die TV-Show hat für eine große mediale Aufmerksamkeit ge-

Sibilla Kawalas Favorit: das Limberry-

Dirndl „Alpenkitz“, ca. 600 Euro

Blaues Pünktchen-Dirndl „Waldzauber“

von Limberry, ca. 450 Euro

86

87


FASHION & BEAUTY

sorgt. Die Investoren selbst sind sehr

gut aufgestellt und haben kompetente

Teams, die mir bei sämtlichen Belangen

zur Seite stehen.

Sibilla Kawala hat

sich mit Limberry an

die Spitze des Online-

Trachtengeschäfts

gekämpft

Die Limberry-Kollektion

heute und in Zukunft

Derzeit umfasst unsere Kollektion neben

Dirndln auch Dirndlblusen, Janker

(Blazer), Röcke, Tücher, Ballerinas

und Accessoires. In Zukunft werden

wir das Sortiment um Taschen und

weitere Schuhmodelle sowie Lederhosen,

Hemden und Westen für Herren

ergänzen.

Der perfekte Dirndl-Look

Aus Sicht der Dirndl-Expertin rate ich,

ein knieverdeckendes Dirndl zu tragen.

Zusätzlich gilt die Regel: Wenn es

sich obenherum zu klein anfühlt, dann

sitzt das Dirndl perfekt. Dirndl-Blusen

gehören natürlich genauso dazu wie

eine Schürze mit gebundener Schleife.

Als Privatperson finde ich, dass jüngere

Mädchen ruhig etwas Knie zeigen

dürfen. Das ist zwar nicht traditionell,

aber wir sehen an der großen Nachfrage,

dass dieser Look gut angenommen

wird. Das Schuhwerk sollte dem

Anlass entsprechend sein. Schlendert

man tagsüber über das Oktoberfest,

eignen sich Ballerinas in Wildlederoptik

oder mit Trachtenapplikationen. Ist

man zu Gast im Käfer-Zelt, sollte man

auf schöne Pumps oder Stiefeletten

zurückgreifen.

Die Entstehung von

Trachten-Trends

Ich denke die Trends sind abhängig

von der Laune der Gesellschaft und

der Stimmung im Land. In einer Zeit

wie dieser, mit politischen Unruhen

und finanziellen Schwierigkeiten, wird

alles etwas nüchterner betrachtet.

Das spiegelt sich auch in den Trachten-

Trends und den Preisen wider. Während

vor zwei Jahren Seiden-Dirndl für

bis zu 900 Euro verkauft wurden, sind

jetzt Baumwoll-Dirndl für weniger Geld

gefragt.

Trachten-Trends 2017

Für 2017 sind zwei Trends zu erkennen.

Zum einen heißt es „back to the roots“:

traditionell und nüchtern ohne viel Chichi,

hochgeschlossen aus Baumwolloder

Leinenstoffen. Der zweite Trend

88

„Wenn es sich obenherum zu klein anfühlt,

dann sitzt das Dirndl perfekt.“

Sibilla Kawala

hält sich bereits seit über einem Jahr

und ist nicht nur in der Tracht, sondern

auch in der Alltagsmode zu finden: mit

Blumenmuster bestickte Stoffe.

Sibilla Kawalas Lieblings-Dirndl

Mein Lieblingsdirndl ist das „Alpenkitz“.

Ich mag das Zusammenspiel der

Farbkombination aus Rosé und Mint

mit dem modernen Paisley-Muster.

Der Stehkragen verleiht dem Dirndl

eine gewisse Eleganz, ergänzt von

der Seidenschürze mit traditionellem

Hirschmuster.

Sibilla Kawalas Lieblingszelt

auf der Wiesn

Jedes Zelt auf dem Oktoberfest hat seinen

eigenen Charme. Letztes Jahr war

ich zum ersten Mal im Marstall-Zelt.

Das Zelt gefällt mir so gut, weil es sehr

detailverliebt von der Familie Able geführt

wird. Aufregend ist natürlich auch

das Käfer-Zelt. Hier trifft man in uriger

Atmosphäre viele spannende Menschen.

Im Gespräch mit: Louisa Wölke

Fotos: Tim Wendrich

Begeisterung zwischen Berg & See

Im Alpine-Lifestyle-Hotel DAS KRONTHALER****s

Wenn man vieles gesehen und das Große scheinbar bereits erlebt hat, sind

es Erlebnisse, die das Leben reich machen: ein Segeltörn zwischen Bergmajestäten.

Ein Stand-Up-Paddeling-Abenteuer. Eine Biophilia-Wanderung,

die völlig neue Einblicke in die Welt des Waldes bietet. Und endlich: ein

Gipfelsieg. All das macht den DAS KRONTHALER-Lebensluxus am

Tiroler Achensee so einzigartig. In beneidenswerter Alleinlage mitten

im Naturpark Karwendel verbindet sich hier das Innen mit dem

Außen: bei wohlverdienten Momenten in der natur[e].spa.BOXX. Im

Indoor- und Outdoor-Pool. Auf der Dachterrasse der BARHimmel-

NAH 999 und in den Zimmern, Suiten und Chalets die wie jede

persönliche Begegnung die unvergleichliche Hotel-Persönlichkeit

spüren lassen.

450 km Wanderwege | 250km Mountainbikestrecke |

183 km Laufstrecken | 250 Sport- kletterrouten |

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Kite-, Segel- und Surfrevier

DAS KRONTHALER ****S

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am Waldweg 105 a

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Gewünscht: ganz natürlicher Fall der Haare,

ob kurz oder lang. Dazu gehört: perfekt

gepflegtes Haar durch gute Shampoos und

raffiniert neue Stylingprodukte, die

gleichzeitig schützen.

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8

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FASHION & BEAUTY

8 Das „Powder Spray“ wird gleichmäßig ins trockene Haar

gesprüht und verleiht dem Haar auf die Schnelle mehr Fülle,

Griffigkeit und Textur ohne zu verkleben; von La Biosthétique

/ Oppermann Haute Coiffure // 9 Das Locken-Fluid

„Sublime Curl“ ohne Silikone ist eine Leave-in-Pflege mit

Nachtkerzenöl, so dass die Locken danach definiert sind und

seidig weich wirken; von René Furterer / AEZ Apotheke

// 10 Für Männer mit kurzen bis mittellangen Haaren eignet

sich das mit Bienenwachs und Rapsöl angereicherte „Soft

Wax“ bestens für leichten flexiblen Halt; von Lernberger

Strafsing / Hagel Salons // 11 Das milde Marlies Möller

„Veggie Protein Shampoo“ mit Mango-Kernöl und Veggie-

Pflanzenprotein repariert und kräftigt das Haar / Marlies

Möller Salons

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1 Das ultraleichte Anti-Frizz-Glanzserum „Osis + Soft Glam Smooth Polish Elixir“ bändigt und

glättet das Haar ohne zu beschweren; von Schwarzkopf Professional / FON Friseur //

2 Die „1 Minute Wunder-Ampulle“ aus der Repair & Care Linie reagiert als Soforthilfe für

sprödes, extrem geschädigtes Haar; von Pantene Pro-V / Galeria Kaufhof // 3 Kurz

stylen und 48 Stunden Halt haben! Das neue Gel „EIMI Shape me“ gibt perfekt Struktur und

Glanz für Locken und luftgetrocknetes Haar; von Wella Professionals / Nicolaisen

Intercoiffure // 4 Die reichhaltige Creme „Moroccanoil Texture Clay“, angereichert mit

dem typischen Moroccainoil Arganöl und Heilerde Betonit, stylt locker zerzauste Looks

und Hochsteckfrisuren / www moroccanoil.de // 5 Für coloriertes Haar eignet sich

die Mega-Mask als Tiefenpflege aus der Serie „Color Extend Magentics“ mit Protein

Complex; von Redken / Cut for Friends // 6 Beruhigt und entspannt irritierte

Kopfhaut: das hypoallergene Physio-Hautschutz-Shampoo „Sensinol“ ist ohne Duftund

Konservierungsstoffe; von Ducray / Mö-City Apotheke // 7 Voluminöses

Haar zaubert „Russian Amber Imperial Roots up“. Als Booster und Finish Spray fixiert

es direkt am Haaransatz; von Philip B. / Hagel Salons //

Beitrag: Beate Reichmann, Aufmacherbild: Wella Professionals , Fotos: PR (11)


FASHION & BEAUTY

WIR MACHEN

1

Peelings - neu aufgelegt

Beauty-Ziel ist ein strahlend ebenmäßiger Teint, der attraktiv jugendlich

wirkt. Vielfältig wie nie sind diverse Peelings in Form von Pulvern,

Gels und Cremes von sanfter bis stark klärender Wirkung im Trend.

Auch die Pflege für danach bringt das Hautbild ins rechte Lot!

2

3

Make-up News

Top gestylt in den Frühling

Die Bürste „Sketch & Intensify Double

Ended Brow Brush“ intensiviert Brauen.

„Pomade & Power Brow Duo“: mit spitzer

Bürste Gel-Pomade zum Füllen auftragen,

mit flacher Farbpuder verteilen; drei Farb-

Duos von Laura Mercier / Alsterhaus

HAMBURG * SCHÖNER

4

Wie den Minen-Kugelschreiber

benutzt man den limitierten

„Stylo 4 Couleurs“ mit drei

Eyeliner-Farben und Lipliner;

von Clarins/ Schuback

Parfümerien

6

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5

1 Das Peeling Pulver „Daily Superfoliant“ mit

Reiskleie-Extrakt wird mit Wasser zur cremigen

Paste. Die Tiefenreinigung eignet sich auch bei empfindlicher

Haut; von Dermalogica / Aspria // 2 „Exfoliating Body Scrub“

mit Ingwer-Extrakt und gemahlenen Aprikosenkernen duftet

sanft und vitalisiert; von Artdeco / Douglas // 3 Das „Effekt-

Peeling“ ist ein veganes Gesichts-Creme-Peeling. Durch natürliche

Jojobawachs-Kügelchen werden abgestorbene Hautzellen sanft

entfernt; von Annemarie Börlind / Galeria Kaufhof // 4 Die

Pflegedusche mit Peel-Effekt „Limone & Bambus“ ist ein exotischer

Peeling-Cocktail aus Meersalz, Bambusextrakten und ätherischen

Ölen; von sensena / www.sensena.de // 5 Das 2-in-1

Männer-Produkt „916 Exfoliant Masque Visage Multifonction“ ist

als Peeling oder Maske zu verwenden! Aktivstoffe glätten und

beruhigen; von Homme Galland / Hotel Rungholt Sylt //

6 Mit Dexpanthenol und pH5 Citratpuffer stabilisiert „pH5

Hautschutz Soft Körpercreme“ die empfindliche allergiegestresste

Haut; von Eucerin / Die Apotheke am Dermatologikum //

7 „Sensitive Balsam“ beruhigt bei Irritationen und Rötungen,

der Balm stärkt perfekt die Hautbarriere; von Doctor Eckstein

BioKosmetik / www.eckstein-kosmetik.de // 8 Die „5-

Minuten-Maske“ mit natürlichem Rotwein-Extrakt glättet die Haut

als Sofort-Effekt; von Alcina / www.alcina.de

92

8

Beate Reichmann leitet das HANSEstyle

Beauty- und Wellness-Ressort

STREICHELZARTE HAUT

Abgestimmt auf den Hauttyp und

Hautzustand sind Gesichts-Peelings

mit sanften, natürlichen (!)

Schleifkörnchen oder Kügelchen sowie

auf Enzymbasis äußerst effektiv.

Sie helfen abgestorbene Hautschüppchen

wegzupolieren oder zu

lösen, so dass ein fahler Teint frisch

erstrahlt. Die Poren werden geglättet

und verfeinert, die Haut wirkt

ebenmäßiger und Pflegestoffe werden

optimal aufgenommen. Wichtig:

So eine Peeling-Prozedur bitte

nicht übertreiben. Bei empfindlicher

Haut höchstens einmal in der Woche

peelen, sonst nicht häufiger als alle

zwei bis drei Tage. Bei mechanisch

wirkenden Peelings nie zu stark

reiben! Und am besten tagtäglich

leichten Sonnenschutz verwenden.

Beitrag: Beate Reichmann, Fotos: PR (11)

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EVENTS

EVENTS

Goldene Kamera 2017 „Lebenswerk

International“ für Jane Fonda

Für sein Lebenswerk wurde TV-

Gesicht Dieter Thomas Heck geehrt

Einweihung:

Strandhotel Fontana

(v. l.) Die Goldene Kamera für die beste

Information erhielten Caren Miosga (Tagesthemen),

Peter Kloeppel (RTL Aktuell) und

Marietta Slomka (heute journal)

Die weiße Perle: Das Strandhotel Fontana erstrahlt im

klassischen Bäderstil

Die weiße Perle am Timmendorfer Strand – so wird es liebevoll

genannt, das Strandhotel Fontana. Nach 18-monatiger

Umbauphase feierte Familie Hamester die Eröffnung des

Neubaus ihres Hotels. Rund 250 Gäste kamen zur Einweihung

an die Lübecker Bucht. Mit von der Partie waren unter

anderem Designer Stefan Eckert, Fußballer Dennis Diekmeyer,

Kunstagentin Jenny Falckenberg und die Bürgermeisterin

von Timmendorfer Strand, Hatice Kara. Neben fünf neuen

Zimmern, glänzt der Neubau mit einem Wellnessbereich und

dem Restaurant Horizont, dessen Küche Sebastian Hamester

leitet. Sein kulinarisches Konzept: norddeutsche Küche mit

asiatischen Elementen.

„Bester Schauspieler

International“, Colin Farrell,

freute sich mit Moderator

Steven Gätjen über seinen

Preis

Unten: Die Jury hat

entschieden – die

besten Schauspieler

Deutschlands sind

Lisa Wagner und Wotan

Wilke Möhring

Fußballprofi Dennis Diekmeier

und seine Frau Dana

(l.) mit Schauspielerin Nova

Meierhenrich

Sebastian und Julia

Hamester blicken gespannt

in die Zukunft

des neuen Fontanas

Fotos: Stephan Wallocha, Götz Wrage

Bernd Wehmeyer (HSV)

mit Ehefrau Almuth

(v. l.) Angelika und

Dieter Hamester mit

Bürgermeisterin

Hatice Kara und Meike

Piech

Die Goldene

Kamera

Wohnen mit Wohlfühlgarantie.

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Ganz Hamburg lag unter einem Hauch goldenem Hollywood-Glanz,

als Stars aus aller Welt über den roten Teppich

zur Verleihung der Goldenen Kamera schritten. In

den Messehallen versammelten sich rund 1.200 Gäste,

um die Preisträger aus Film und Fernsehen zu ehren. Der

Hamburger Steven Gätjen führte mit Witz und der richtigen

Portion Emotion durch den Abend. Unter Standing

Ovations wurde Hollywood-Größe Jane Fonda die Goldene

Kamera für ihr Lebenswerk überreicht. Als beste deutsche

Schauspieler wurden Lisa Wagner und Wotan Wilke

Möhring ausgezeichnet.

94

Goldenen Kamera für Nicole

Kidman als beste internationale

Schauspielerin

Die Goldene Kamera „Beste

Musik International“ ging

an Ed Sheeran

Fotos: Eventpress (3), Arne Weychardt (3), Axel Kirchhof

• Moderne, ansprechende Neubau-Architektur

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Maisonette, ca. 69 –141 m 2 Wfl.

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BERATUNGSTEAM HAMBURG Telefon +49 40 284067-175 | info@unterdenlinden-hamburg.de | www.unterdenlinden-hamburg.de

• Denkmalgeschützte Häuser in historischer Parkanlage

• Durchgehend lichtdurchflutete Wohnräume

• Veranda, Terrasse, Balkon

• Stellplätze vor der Tür und in der Quartiersgarage

• Steuervorteile bei Selbstbezug oder Vermietung

• Hohe Denkmalschutz-AfA nach § 7i, 10f EStG

• Zinsgünstiges KfW-Darlehen (energieeffiziente Sanierung)


EVENTS

(v. l.) PR-Beraterin Claudia Schulz mit Unternehmer Christian

Kostiuk, Sonja Steinbach, Anne Leusch und Johannes Leusch,

Clubmanager Winebank

Zwei Gastgeberinnen und ein Gentleman: Jenny Falckenberg

(l.) und Stefanie Stoltzenberg (r.). In ihrer Mitte Mousse T.

Marie Amière verbrachte

einen schönen Abend

beim Bal Masqué

Bal Masqué

Jenny Falckenberg und Stefanie Stoltzenberg luden in das

Museum für Kunst und Gewerbe zum Maskenball ein. Etwa

250 Gäste kamen zusammen und erlebten ein rauschendes

Fest. Die Stimmung, das Dinner, die Getränke, die Musik

– es war ein rundum gelungener Abend, an dem der gute

Zweck im Vordergrund stand: Mit Tombola und Auktion

wurden für Kinder und Jugendliche aus sozial schwierigen

Verhältnissen und Menschen mit Migrationshintergrund

und kognitiven Einschränkungen Spenden gesammelt. Die

Auktion hatte echte Highlights zu bieten, zum Beispiel wurde

ein Bild von Franziska Stünkel, ein Beach-Fußballturnier

mit Marcell Jansen und ein gemeinsames Konzert von DJ

Mousse T. und Scooter-Frontmann H.P. Baxxter versteigert.

Über 50.000 Euro kamen zusammen! Auch HANSEstyle war

an dem Abend sehr gern als Partner dabei.

Scooter-Frontmann H.P. Baxxter

kam mit Freundin Lysann Geller

(v. l.) Schauspielerin

Andrea Lüdke mit PR- und

Eventmanagerin Nadine

Geigle

Fernsehmoderatorin Sandra

Thier in schwarzer Glitzerrobe,

eines ihrer zwei Outfits des

Abends

(v.r.) Die Künstlerinnen Franziska

Stünkel und Billi Methe, die auch am

Metropole.Kreativ Award teilnimmt

Der ehemalige HSV-Profi

Marcell Jansen war unter

den Gästen

Fotos: Heike Ross

96


OUTRO

„Moin Hamburg!“, sagt …

... Tim Bendzko

ZEITLOS UND STILSICHER

HANSEstyle: Sie schreiben alle Ihre Songs selbst. Woher nehmen

Sie die Ideen für neue Songs und Texte? Wie lange dauert es durchschnittlich

bis ein Song fertig ist?

Tim Bendzko: Ich glaube, dass alles, was man erlebt und an Erfahrungen

sammelt, am Ende auch irgendwie wieder aus einem heraus muss.

Das ist eher ein unbewusster Vorgang. Es ist nicht so, dass ich einen

Baum sehe und dann ein Lied über einen Baum schreiben muss. Durchschnittlich

schreibe ich ein bis zwei Tage an einem Song.

Zum Auftakt des neuen Konzertformats „Klassik meets Pop“ vom

NDR haben Sie bereits im neuen Wahrzeichen Hamburgs, der Elbphilharmonie,

gesungen. Wie hat Ihnen der Auftritt gefallen und

was sagen Sie zur Akustik?

Ich fand den Abend toll! Vorher waren wir alle etwas unruhig, weil wir

natürlich nicht wussten, ob es überhaupt möglich ist in diesem Raum

verstärkte Musik zu machen. Es hat wohl sehr gut geklungen, selber hören

konnte ich es nicht wirklich, weil ich diese Kopfhörer im Ohr habe.

Das, was ich da höre, hat mit dem, was die Zuschauer hören, nicht viel

zu tun.

Im Mai kommen Sie für ein Konzert in die Barclaycard-Arena. Was

erwartet Ihre Fans?

Eine ganze Menge handgemachter Musik. Wir spielen alle Songs vom

neuen Album, aber natürlich auch den ein oder anderen älteren Kracher.

Meine Band ist mit zehn Musikern so groß wie noch nie. Wir werden versuchen

einen guten Mittelweg aus Größe und Intimität zu erzeugen. Ich

freue mich drauf, das wird super.

Was gefällt Ihnen an Hamburg besonders?

Ich bin grundsätzlich gerne am Wasser und der Hamburger an sich hat

meistens einen schönen trockenen Humor in Verbindung mit Herzlichkeit.

Eine super Kombination. Deshalb kommt wahrscheinlich ein Großteil

meiner Freunde aus Hamburg.

Ihren Durchbruch hatten Sie mit „Nur noch kurz die Welt retten“.

Was würden Sie tun, um die Welt ein kleines bisschen besser zu machen?

Immer bei sich selbst anfangen. Das scheint mir der einzige Weg.

In Hamburg sagt man Tschüss. Was sagen Sie?

Alle Varianten zwischen Tschüss und Tschüssikolovski.

TIM BENDZKO

Blonde Locken, verträumter Blick und eine unverwechselbare

Stimme – Tim Bendzko ist einer der

beliebtesten deutschen Singer und Songwriter.

Mit seinem ersten Song „Nur noch kurz die Welt

retten“ gelang ihm 2011 der Durchbruch und der

Sprung auf Platz 2 der deutschen Charts. Mit zirka

300.000 verkauften Platten wurde ihm schon für

seine erste Single Platin verliehen. Geboren wurde

Tim Bendzko 1985 in Berlin. Dort ging er auf ein

Sportgymnasium und spielte Fußball beim 1. FC

Union Berlin. Mit 16 Jahren kam er durch Gitarrenunterricht

zur Musik. Zeitgleich schrieb er seine

ersten eigenen Songs. Im Zuge eines Talentwettbewerbs,

den er gewann, trat er 2002 in der Berliner

Waldbühne auf und wurde dort entdeckt. Ein

Plattenvertrag mit Sony Music katapultierte ihn in

die Liga der professionellen Musiker. Mittlerweile

performte er bereits als Vorband von Musikgrößen

wie Elton John und Joe Cocker, zu seinen Auszeichnungen

zählen der Bambi in der Kategorie „Newcomer“

sowie der Echo. In Hamburg hat er kürzlich

Reden von sich gemacht, als er mit einem Mini-

Orchester das neue NDR-Konzertformat „Klassik

meets Pop“ im Großen Saal der Elbphilharmonie

einweihte. Am 31. Mai 2017 kommt Tim Bendzko

wieder in die Hansestadt – für ein Konzert in der

Barclaycard-Arena.

(l.) City und HafenCity – eine Illustration der Hamburger Künstlerin Kimiya Justus

AUSBLICK

Showtime in 1A Lage. Am Alsterufer 1-3 präsentiert Bornhold internationale Wohntrends auf insgesamt 1.300 m 2 Ausstellungsfläche

über zwei Etagen. Neben der Eigenmarke „Bornhold | Die Maßkollektion“, sehen Sie das Schönste von Cassina, Giorgetti, Interlübke,

Poltrona Frau, Schramm Werkstätten, Walter Knoll und vielen mehr – sowie alle führenden Textilhersteller in der für Hamburg einzigartigen

Stoffabteilung. Mit bester Beratung von Fachkräften und Innenarchitekten, auf Wunsch auch gerne bei Ihnen zu Hause.

„Bornhold & Friends“ erwartet Sie mit kompletten Wohnraum-Konzepten wie Beispiel Smart-Home-Lösungen, Räume mit Akkustikdecken,

exklusive Tapeten, maßstabsgerecht für die eigenen Räume gefertigt, sowie traumhafte Böden für unterschiedlichste

Anforderungen.

Mit der Bornhold Lounge als Treffpunkt für Wohnkultur. Mit Parkplätzen im Hause, um stressfrei bei uns „anzulegen“.

Die nächste Ausgabe erscheint im Juni 2017.

Seien Sie wieder gespannt auf Hamburger Persönlichkeiten, Unternehmen

und Trends. HANSEstyle. Journalistisch unabhängig – immer mit Blick auf

das, was für Hamburg und den Norden von Bedeutung ist.

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Foto: PR

ALSTERUFER 1-3

20354 HAMBURG

T: 040.471020

WWW.BORNHOLD- HAMBURG.DE

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