city magazin - Wetter Wiener Neustadt

wetter.neustadt.at

city magazin - Wetter Wiener Neustadt

Postentgelt bar bezahlt VERLAGSORT 2700 WIENER NEUSTADT RM 09A038058K FOTO Florian Sitter

AUSGABE 10 | 09 www.dascitymagazin.at

DAS CITY MAGAZIN

DER HERBST ROCKT

Erntezeit bei Neustadts Nr. 1-Band „Herbstrock“

BUSINESS

Arbeiten bis zum Umfallen

GRÜNES WIENER NEUSTADT

Ein Lichtblick an grauen Herbsttagen

POTZBLITZ

Die 2700 Wetterfrösche

LOCATION CHECK

Winery – der Wein im Mittelpunkt

REISE

Kreta, Köln &

der Kilimanjaro


Gestaltung Agentur die kueche, Foto: iStockphoto Andresr


2 7 0 0

IMPRESSUM

2700 DAS CITY MAGAZIN

Herausgeber

„Das City Magazin“ Verlags-GmbH

Anzeigenleitung

Alexander Csitkovits

anzeigen@dascitymagazin.at

Chefredaktion

Mag. (FH) Anita Oberhofer

Stv. Chefredaktion

Mag. Sonja Knotek

RedakteurInnen dieser Ausgabe

Caroline Mempör

Anja Trapper

Mag. Gudrun Blümel

Mag. Sophie Kaiser

Mag. Patricia de Maré

Niklas de Maré

Dr. Philip de Maré

Birgit Nowak

Petra Lenz

Birgit Suppan

Jan Hestmann

Alexandra Cech

Sabine Eckerstorfer

Christina Jackel

Art Direction

René Haller

Corporate Identity

Mick Gapp

FotografInnen dieser Ausgabe

Florian Sitter

Roland Rudolph

René Haller

Lektorat

Mag. Sonja Knotek

Grafi k & Layout

DI (FH) Konrad Dummer

Kordula Brunner

Mick Gapp

Repro & Druck

Leykam GmbH

Redaktionsadresse

„Das City Magazin“ Verlags-GmbH

Lange Gasse 10, 2700 Wiener Neustadt

E-Mail: redaktion@dascitymagazin.at

www.dascitymagazin.at

FB.Nr.

274079 h

UID Nr.

ATU 62309013

Bankverbindung

Bank Austria

BLZ 12000

Kontonummer

51858015527

Editorial

Liebe Leserinnen! Liebe Leser!

Von mir aus könnte der Sommer noch ewig dauern: die hellen Morgenstunden, die

Mittags hitze und die lauen Abende – ach, wie ich die warme Jahreszeit liebe! Doch jetzt

lässt es sich nicht mehr leugnen – es „herbstelt“ gewaltig!

Bei mir hat sich auch schon – pünktlich zum Jahreszeitenwechsel – die erste Verkühlung

eingestellt, weil sich mein Styling nicht so schnell auf den Herbst anpassen wollte.

Damit Ihnen das nicht passiert und damit Sie wissen, was in und um 2700 in Sachen

Mode im Herbst angesagt ist, fi nden Sie in dieser Ausgabe das erste Modeshooting mit

Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, als Models. Sie werden staunen!

Wer sich eher kulinarischen Vergnügungen hingeben möchte, für den hat der Herbst

auch sehr viel zu bieten. Einen Vorgeschmack auf Käse & Co. bekommen Sie auf unseren

Gourmet & Genuss-Seiten. Sind Sie dem Wein nicht abgeneigt, werden Sie ebenso in

dieser Rubrik fündig.

Damit Ihnen die Arbeit nicht über den Kopf wächst, haben wir für Sie das Thema Burnout-Syndrom

genau unter die Lupe genommen, haben mit Betroffenen gesprochen und

für Sie recherchiert, wo Sie hier bei uns Hilfe bekommen. Da vorbeugen immer noch

besser ist als heilen, zeigen wir Ihnen, wie Ihre Work-Life-Balance aussehen sollte und

wie Sie ein Burnout vermeiden.

In diesem Sinne, passen Sie auf sich auf und ziehen Sie sich warm an!

Ihre

Foto: Kordula Brunner

Mag. (FH) Anita Oberhofer

Chefredakteurin

E-Mail anita.oberhofer@dascitymagazin.at

Editorial

3


Stadtnotizen 6/7

Wie Musik unsterblich macht 8/9

Wussten Sie, ... 11

Grünes Wiener Neustadt 12/13

Die „Guten Geister“ der Stadt 14/15

STADTGESPRÄCH

17

18

20/21

22

Arbeiten bis zum Umfallen

„Kampf gegen Windmühlen“

Traditionsbetrieb Bäckerei Kustor

2700 Insider - Florian Sitter

24/25 Business Tipps

BUSINESS

CITY MAGAZIN

MOTOR & TECHNIK WOHNEN & FAMILIE

IAA Automesse – bewegte Ausstellung 32-36 40/41

Es werde Licht! 37/38 42

44

45 Aus dem Nähkästchen

27DAS

4 Inhalt

Foto: Roland Rudolph

Foto: Florian Sitter

MODE & BEAUTY

Das 2700 Modeshooting 26-31

Foto: IAA

Seniorenwohnungen. Das Geschäft der Zukunft.

Familienleben in der mobilen Gesellschaft

Kinderbetreuung in der modernen Gesellschaft

Foto: Florian Sitter

Foto: istockphoto.com


Jump for Joy 46/47

00

Sporttrends – Trendsport 48

Wie ein Fisch im Wasser 50/51

Unser Herz & sportlich abnehmen 52/53

SPORT & GESUNDHEIT

INHALTSVERZEICHNIS

Oktober 2009

Foto: fl obox / photocase.com

Foto: Dominik Peer

GOURMET & GENUSS

Aufgegabelt 64

Bitte lächeln ... cheeeeese! 65

Location Check Winery 68/69

Lockstoff – Wein 70/71

Ausg´steckt & eing´schenkt 72/73

54/55 Regionalreport Schloss Ebenfurth

56/57 Cityreport Köln

58/59 Inselreport Kreta

60-63 Swahililand Tansania

REISELUST

RUBRIKEN

3

86/87

89

90

KULTUR & FREIZEIT

74/75

76/77

82/83 Oktober-Feste

84/85 Kino

88

Bücher

Der Herbst rockt

Editorial / Impressum

Eventkalender

Preisrätsel

Das letzte Wort

Potzblitz! Die 2700 „Wetterfrösche“

Foto: Florian Sitter

Foto: Florian Sitter

Inhalt

5


Dom-Foto: Florian Sitter

STADTNOTIZEN

6 Stadtgespräch


Stadt erleichterte den Schulbeginn

Alle „Plus-Card“ Besitzer konnten zu Schulbeginn

aufatmen, kaufte doch die Stadt

Wiener Neustadt für rund 400 Schülerinnen

und Schüler aus „plus card“-Familien

Schulartikelgutscheine von Libro im Wert

von 100 Euro an. Am 4. September überreichte

Libro-Geschäftsführer Thomas

Zechner symbolisch diesen Gutschein an

Bürgermeister Bernhard Müller und Sozialstadtrat

Andreas Krenauer.

Alte Bekannte in neuem Glanz – der

Domplatz und die Neunkirchner Straße

werden am 23. und 24. Oktober feierlich

eröffnet!

Der offi zielle Festakt der Stadt fi ndet am

Freitag, dem 23. Oktober um 18 Uhr in der

Neunkirchner Straße zwischen Sparkassenbrunnen

und Kuckucksuhr statt. Nach

den Festansprachen wird Bürgermeister

Bernhard Müller beide Bauprojekte offi ziell

ihrer Bestimmung übergeben. Auf die

Besucher wartet ein umfangreiches Programm,

so wird eine große Fotoausstellung

präsentiert, welche die Neunkirchner

Straße und den Domplatz im Wandel der

Zeit dokumentiert. Für Musik und Verköstigung

ist ebenso gesorgt.

Am Samstag, dem 24. Oktober, steht von 9

bis 13 Uhr alles im Zeichen des großen Eröffnungs-Shoppings

mit Straßenfest in der

gesamten Fußgängerzone Neunkirchner

Straße. Die Fußgängerzone wird zur Bühne

und die Geschäfte feiern mit. Lassen Sie

sich vom abwechslungsreichen Programm

begeistern, bewundern Sie Stelzengeher,

lauschen Sie der Musik der Straßenband

und spazieren Sie über den Roten Teppich,

während Ihre Kids bei der Bastel- und

Ballon station spielen.

Wir sehen uns in der Neunkirchner

Straße und am Domplatz!

Gleichenfeier für neue Dr. Hertha Firnberg-Hauptschule

Am 17. September fand in der Pottendorfer

Straße die Gleichenfeier für die neue bilinguale

Hauptschule, die im Juni 2010

fertiggestellt wird, statt. In zwölf Klassen

werden zukünftig maximal 25 Schüler pro

Klasse unterrichtet.

Bürgermeister Bernhard Müller bedankte

sich beim Architekturbüro „HahnzuRauhofer“

und der Firma STRABAG für die geleis-

tete Arbeit und wünschte auch weiterhin

unfallfreie Bauarbeiten. Wieder nimmt die

Stadt Wiener Neustadt ihre bildungspolitische

Verantwortung wahr und investiert

in die Zukunft unserer Kinder. Die Gesamtinvestition

beträgt 11.000 Euro, die Schule

wird erstmals im Schuljahr 2010/2011 in

Betrieb genommen.

Neuer Mannschaftsbus für SCM

Der Wiener Neustädter Verkehrsbetrieb

(WNSKS) und der SC Magna gehen gemeinsame

Wege. Am 19. September wurde

am Wiener Neustädter Hauptplatz der

neue, hochmoderne Mannschaftsbus des

Bundes ligisten präsentiert. Er kommt von

der Firma MAN und ist de facto ident mit

jenem des berühmten FC Bayern München.

Neben den Fahrten mit der Profi -Mannschaft

leistet der Verkehrsbetrieb auch eine

Vielzahl weiterer Transfers im Bereich der

Nachwuchsteams des Klubs. Somit umfasst

die Zusammenarbeit verschiedenste Ebenen.

Durch dieses umfassende Service aus

einer Hand ist es dem Verkehrsbetrieb der

WNSKS möglich, das Angebot optimal und

zielgerichtet auf die Bedürfnisse des SC

Magna Wiener Neustadt abzustimmen.

Cäsar-Nominierung für Martin Camus

Der „Cäsar“ ist die höchste Auszeichnung,

welche die österreichische Immobilienbranche

zu vergeben hat. Traditionsgemäß

werden mit dem Immobilienpreis besondere

Leistungen der einheimischen Immobilienwirtschaft

gewürdigt. Vergeben

wird der Preis von epmedia in Kooperation

mit dem Fachverband der Immobilientreuhänder

der WKO. In der Kategorie „Small

Diamonds“, in welcher Unternehmer bis 5

Mitarbeiter ausgezeichnet werden, wurde

der Neustädter Immobilien-Unternehmen

Martin Camus nominiert. Camus hat seine

Firma immotrends binnen kürzester Zeit

zum wichtigen Player im Raum Wiener

Neustadt gemacht. Der seriöse und durchdachte

Auftritt im Internet geht mit viel Engagment

und Kompetenz in seinem Team

einher. Er ist sicher einer der „Diamanten“

der Branche, die den Cäsar in dieser Kategorie

verdienen würden. Nominierungen

auf www.immoaward.at

Bürgermeister-Wandertag

Am Samstag, dem 17. Oktober, lädt die

Stadtführung unter dem Motto „Aktiv mit

Bürgermeister Bernhard Müller“ zum Wan-

dertag ein. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am

Neustädter Hauptplatz. Nach einem musikalischen

Bieranstich erfolgt um 10 Uhr der

Start. Die Route führt die Wanderbegeisterten

durch den Akademiepark in Richtung

Katzelsdorf / Sägewerkssiedlung. Vor

Katzelsdorf wartet dann eine Labestation.

Nachdem sich alle gestärkt haben, geht es

wieder zurück in den Akademiepark, wo

der Wandertag einen gemütlichen Ausklang

fi nden wird. Die Teilnahme und die

Verköstigungen sind kostenlos, dazu gibt

es noch für jeden eine gratis Windjacke.

Kommen und mitwandern!

Neustadt Nord hat eröffnet

Am 11. und 12. September feierte das familienfreundliche

Einkaufszentrum „Neustadt

Nord“ im Norden von Wiener Neustadt

mit zahlreichen neuen Shops, attraktiven

Angeboten, buntem Rahmenprogramm

und großem Preisausschreiben seine erfolgreiche

Erweiterung. Entertainment pur

für die ganze Familie bereicherte das Einkaufserlebnis.

Beim Glücksrad konnten die

Besucher tolle Sofortgewinne erspielen.

Speziell für die jüngsten Besucher warteten

zahlreiche lustige Spielmöglichkeiten

und Attraktionen: Auf einer riesigen

Lego-Kletterpyramide konnten Kinder ihre

Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Im

Lego Spielezelt probierten kleine und große

Besucher die neuesten Spiele gleich aus.

Auf jedes Kind wartete zudem eine kleine

Überraschung. Weiteres Highlight an diesen

Tagen war das Gewinnspiel, bei dem

als Hauptpreis ein einwöchiger Aufenthalt

für die ganze Familie im „Kleinen Familienhotel

Koch“ in Kärnten verlost wurde.

STADTGESPRÄCH

Stadtgespräch

7


Foto: z.V.g.

Josef Matthias Hauer: der „geistige Vater“ der Hauer-Musikschule in Neustadt.

8 Stadtgespräch

Wie Musik

Von Sonja Knotek

Der Wiener Neustädter Komponist Josef

Matthias Hauer verstarb 1959. Seine

Musik lebt jedoch in der Hauer-Musikschule

in Wiener Neustadt weiter.

Josef Matthias Hauer wurde am 19. März

1883 in der Lange Gasse 23 in Wiener

Neustadt als Sohn eines Gefängnisaufsehers

geboren. An Hauers revitalisiertem

Geburtshaus wurde im Zuge des Neustädter

Frühlings am 19. Juni 1997 eine Gedenktafel

enthüllt, die Hauers Hauptwerk – das

Zwölftonspiel – würdigt.

Volksschullehrer in

Krumbach & Neustadt

Josef Matthias Hauer besuchte die Lehrerbildungsanstalt

in seiner Geburtsstadt

Wiener Neustadt. Dort erhielt er Klavier-,

Orgel-, Cello- und Gesangsunterricht und

beschäftigte sich autodidaktisch mit Musiktheorie.

Nach der Matura wurde er 1902

Volksschullehrer in Krumbach, 1904 in

Wiener Neustadt. Nebenbei wirkte er als

Organist, Chorleiter und Cellist in einem

Streichquartett und qualifi zierte sich für

den Musikunterricht an Gymnasien. 1907

heiratete er seine Frau Leopoldine Hönig

(gestorben 1934). Aus der Ehe gingen drei

Kinder hervor: Martha, Bruno und Elisabeth.

Hauers Zwölftontechnik

Nachdem er den Lehrerberuf aufgegeben

hatte, entdeckte er 1911 die Grundlagen

seiner Zwölftontechnik und siedelte sich

1914 in Wien an. Ausgangspunkt seiner Betrachtungsweise

waren Paare von Sechstongruppen,

deren 44 Anordnungsmöglichkeiten

er als „Tropen“ bezeichnete. Die

Charakteristiken seiner Zwölftontechnik

sah Hauer nicht nur im Musikalischen, sondern

auch im Philosophisch-Mystischen,

wie er in seinen Schriften darlegte: „Vom

Wesen des Musikalischen“ (Wien 1920),

„Die Lehre von den Tropen“ (Wien 1925).

Die Überwindung des Subjektivismus sowie

die Umsetzung allgemein gültiger organischer

Gesetze waren für Hauer Tendenzen

seiner Musik.

Der Streit mit Schönberg

Hauer beanspruchte für sich ein historisches

Vorrecht gegenüber Arnold Schönberg

(1874 bis 1951, österreichischer Komponist,

Musiktheoretiker Lehrer, Maler,

Dichter und Erfi nder, Anm. d. Red.), der um

1921 seine eigene Zwölftontheorie formulierte.

Das persönliche Verhältnis der bei-


unsterblich macht ...

den Künstler war ambivalent. Hauer hatte

seit Längerem den Kontakt zu Schönberg

gesucht. Nach einer persönlichen Begegnung

im Jahr 1917 äußerte er sich privat

eher abfällig. Dennoch kam es Anfang der

1920er-Jahre noch einmal zu einem Gedankenaustausch.

Hauer widmete Schönberg

1922 seine Neun Etüden (op. 22) für

Klavier und Schönberg unterbreitete Hauer

in einem Brief vom 1. Dezember 1923 verschiedene

Vorschläge für eine praktische

Zusammenarbeit. Diese Pläne wurden jedoch

nicht verwirklicht. Hauer gründete

seinen eigenen Kreis von Privatschülern,

der von dem der Schönberg-Schüler getrennt

blieb. Ab 1937 setzte er in Briefen

neben seine Unterschrift einen Stempel

mit den Worten: „Der geistige Urheber und

(trotz vielen Nachahmern!) immer noch der

einzige Kenner und Könner der Zwölftonmusik“.

Vater-Verehrung

1914 wurde Hauer zum Militär einberufen.

1915 übersiedelte er nach Wien. 1918 wurde

er aus dem Heer entlassen; 1919 schied

er krankheitsbedingt aus dem Schuldienst

aus. Ab 1922 nannte er sich zu Ehren seines

Vaters, für den er große Bewunderung

hegte, Josef Matthias Hauer. Hauers Vater

förderte seit früherster Kindheit den Schaffensdrang

seines Kindes. „Mit fünf Jahren

wollte ich in die Schule gehen, und unter

Heulen und Tränen bat ich meine Mutter,

sie möge mich doch endlich in die Schule

schicken, ich sei schon groß und gescheit

genug. Meine Mutter wußte sich nicht zu

helfen. Mein Vater aber, der meinen Schaffensdrang

in gute Bahnen lenken wollte,

entschloß sich, mir Zitherunterricht zu erteilen.

Ich bekam einige Stunden, in denen

ich trotz meiner kleinen Hände die nötigen

Griffe erlernte. Bald konnte ich auch die Zither

stimmen und hatte sogleich den Quinten-

und Quartenzirkel, die Tonarten und

ihre Vorzeichen gelernt. Das Notenlesen

und -schreiben verursachten mir gar keine

Schwierigkeiten, so daß ich also schon Notenschreiben

und Zitherspielen konnte, bevor

ich in die Volksschule eintrat“, erinnert

sich Hauer in dem Buch „Deutung des Melos.

Eine Frage an die Künstler und Denker

unserer Zeit.“

Der junge Hauer war sehr begabt und wissbegierig

und lernte vom Vater alles über

die Musiklehre, aber nicht auf der Ebene

der Theorie, sondern immer in der Praxis.

„Mein Vater wußte nichts von Stufen, vom

Quartsextakkord und seiner Schlußwirkung,

er spielte mir einfach alle Kadenzen, die er

kannte, in den verschiedenen Ton- und

Taktarten vor. Wenn ich nun irgendwo ein

Liedel oder einen Tanz hörte, so konnte ich

das Gehörte aufschreiben oder auch gleich

spielen. Dadurch bekam ich bei den Leuten

ein gewisses Ansehen, und die praktische

Verwendung dieser Fertigkeiten zur

Unterhaltung kleiner Gesellschaften war

gegeben“, so Hauer weiter. Im Laufe seiner

Auseinandersetzung mit der Musik stellte

er aber fest, dass er eigentlich alles, was

man in Europa an Musik erlernen konnte,

schon zwischen seinem fünften und zehnten

Lebensjahr vom Vater vermittelt erhalten

hatte.

Große Auszeichnungen

1927 erhielt Hauer den Kompostionspreis

der Stadt Wien, 1954 den Professor-Titel

und 1956 den Großen Österreichischen

Staatspreis. Seine Lehre lebt in seinen

Schriften und Schülern (siehe Infobox)

weiter, während seine Kompositionen bis

heute ein Schattendasein führen und als

Nebenweg der Musik des 20. Jahrhunderts

betrachtet werden.

Am 22. September 1959 ist Hauer in Wien

verstorben. Hauers Ehrengrab befi ndet

sich auf dem Dornbacher Friedhof in Wien

(Gruppe 12, Nummer 10).

Die Hauer-Musikschule in Neustadt

Hauers Musizierpraxis ist heute an der Josef

Matthias Hauer-Musikschule in Wiener

Neustadt auf der Basis einer von Hauer-

Schüler Victor Sokolowski entwickelten

Didaktik erlernbar. Sokolowski-Schüler Robert

Michael Weiß leitet die Kurse für das

Zwölftonspiel. Die Musikschule des Wiener

Neustädter Musikvereins wurde 1872

ins Leben gerufen. Bereits 18 Jahre nach

der Gründung besuchten sie 1377 Schüler.

1976 erlangte die städtische Musikschule

das Öffentlichkeitsrecht. Ein Jahr später

wurde die Schule nach dem wohl bedeutendsten

Komponisten der Stadt in „Josef

Matthias Hauer Musikschule“ benannt.

Dem Pioniergeist Josef Matthias Hauers

entsprechend ist die Schule immer auf der

Suche nach neuen Möglichkeiten und Perspektiven.

Quellen:

Josef Matthias Hauer-Musikschule /

„Deutung des Melos. Eine Frage an die

Künstler und Denker unserer Zeit.“ (1922:

E.P. Tal & Co. Verlag / Wikipedia

Werkverzeichnis (im Überblick):

• Rund 90 Werke mit Opuszahlen,

darunter 2 Opern, Kantaten,

Gesänge, Konzerte, 8 Suiten für

Orchester,

• Tanzsuiten, Kammermusik,

Klavier stücke und Zwölftonmusik-

Werke (1912-1939).

• Ab 1940 o. op. mehrere hundert,

meist wenig umfangreiche

Zwölftonspiele für verschiedenste

Besetzungen.

• Schriften: 5 größere

Abhandlungen und Monographien

sowie rund 30 Zeitschriftenaufsätze.

Ausgewählte Werke auf Audio-CD:

• Die Schwarze Spinne, Deutsches

Singspiel in 2 Akten

op.62 / Wiener Symphoniker

(erschienen 1994, Extra)

• Salambo – Complete Opera von

Josef Matthias Hauer (erschienen

2006, Import Megaphon)

• Zwölftonspiele / Ensemble

Avantgarde (erschienen 2001,

mdg CODAEX)

• Hauer, Atonale Musik op.20 /

Steffen Schleiermacher, Klavier

(erschienen 2003, Mdg CODAEX)

Schüler von Josef Matthias Hauer:

• Hermann Heiß (1897–1966;

Komponist)

• Othmar Steinbauer (1895–1962;

Komponist, Musiktheoretiker)

• Heinrich Simbriger (*1903–1976;

Komponist, Musiktheoretiker)

• Johann Ludwig Trepulka (1903–

1945; Komponist, Pianist)

• Viktor Sokolowski (1911–1982;

Cembalist, Cembalist, Pianist,

Organist, Musikpädagoge)

• Arnold Keyserling (1922–2005;

Philosoph)

• Gerhard Rühm (*1930; Schriftsteller,

Komponist, bildender

Künstler)

• Nikolaus Fheodoroff (*1931;

Komponist, Dirigent)

Stadtgespräch

9


Hier bin ich zuhause!

Evris Mavrofrydis

Gastronom, Wiener Neustadt

10 Stadtgespräch

Eine Initiative der

Stadt Wiener Neustadt

MA7 - Integrationsreferat

Mit freundlicher Unterstützung von:

horiz ont

Beratungsstelle für Migrantinnen und Migranten

HALLO

NACHBAR!

:-)

Foto: Erich Leonhard

WIENER NEUSTADT


Foto: Florian Sitter

Wussten Sie, … Von Caroline Mempör

... dass der Dom zu Wiener Neustadt nicht immer ein Dom war?

Seine lange Geschichte begann als einfache Pfarrkirche, die

der Heiligen Jungfrau Maria geweiht war. Die Türme, in denen

sich heute die Domglocken befi nden, mussten Ende des 19.

Jahrhunderts abgetragen und neu gebaut werden.

Jenes Werk, das heute noch eines der bedeutendsten, und eines

der wenigen, über die Domglocken von Wiener Neustadt ist, stammt

aus dem Jahr 1836. Der Autor, Karl Fronner, war damals der Verwalter

der Armenkasse und ein kunstinteressierter Mann. Er half

bei der von Bürgermeister Felix Mießl in Auftrag gegebenen Erfassung

der Kunstdenkmäler von Wiener Neustadt. 1836 erschien das

Werk „Monumenta Novae Civitatis“ (Bauten der Neuen Stadt), das

auch Beiträge über die alten und die neuen Domglocken enthält.

Ein Faksimile des Buchs ist heute im Stadtarchiv zugänglich.

Die alten Glocken

Im Wesentlichen gab es fünf Glocken im Dom zu Wiener Neustadt:

Die große Glocke, die laut dem damaligen Turmwächter 97 Zentner

wog, das entspricht heute rund 5.000 Kilogramm.

Sie zeigt eine männ- liche und eine

weibliche Kaiserfi gur und die Muttergottes,

der die Kirche geweiht war. Die zweitgrößte

war die Predigtglocke, da- nach kam die

so genannte Segenglocke

mit der Aufschrift „Deus

custodiat, protegat, defendat,

feveat, benedicat“

(Gott wacht, schützt, verteidigt,

formt, segnet). Im

vierten Rang befand sich

die Ratsglocke, die zur

Ratsversammlung läutete.

Sie wurde auch „Halunkeneder“

genannt, da sie außerdem

noch zum Zeichen

für die Sperre des Stadttors

gebraucht wurde.

Ein verheerender Brand

wütet in der Stadt

Alle diese Glocken wurden beim

großen Stadtbrand am 8 September

1834 zerstört: Sie stürzten von

den Türmen, als der Dach- und Glockenstuhl

vom Feuer erfasst wurden.

An diesem Tag wurden in Wiener Neustadt

auch Teile des Rathauses, das Dach des

Neuklosters und viele Bürgerhäuser zerstört. Überstanden

haben die Katastrophe jedoch die beiden kleineren

Glocken im Dom: Das neu gegossene Bräunglöckel, das 1821 – übrigens

in Gegenwart von Karl Fronner – geweiht wurde und nach

2

WIN

Gewinnen Sie mit 2700 6 Führungen durch den Dom

Wiener Neustadt, Termin: 26. Oktober 2009, 11 Uhr,

Treffpunkt: Nordtor des Doms.

der Bräunkrankheit (heute Diphterie) benannt wurde; Es befand

sich laut Fronner über dem „Thurmwächter Häusl“. Außerdem gab

es auch nach dem Brand noch das Zügen- oder Sterbeglöckel, das

im großen Glockenturm dem damaligen Spital zugewandt war.

Die neuen Glocken

Trotz der schweren Beschädigungen durch den Brand 1834 konnte

Karl Fronner schon zwei Jahre später von den neuen Domglocken

berichten. Es wurde eine neue große Glocke angeschafft, die mit

95 Zentnern nur unwesentlich leichter war als ihre Vorgängerin

und wieder auf die Heilige Jungfrau Maria verwieß. Die Segen- und

die Predigtglocke wurden durch gleichwertige Glocken ersetzt, auf

der zweiten befi ndet sich die Aufschrift: „Im wuethendsten Feuer

bin ich zwar leicht zerfl ossen (1834). Erneuert ruf ich wieder jetzt.

Eilet zur Feier, zum Feuer, zur Leiche.“ Die vierte und kleinste, die

ehemalige Ratsglocke, zeigt die Inschrift: „Die unerhört grässliche

Feuersbrunst vertilgte mich zwar (1834). Erneuert rufe ich jeden

jetzt wieder zur Anbetung der göttlichen Liebe.“ Sie wurde 1836

in Salzburg neu gegossen. Die Glocke im kleinen Türmchen (vermutlich

der Wächterturm), die den Brand überstanden hatte, ist

im Dom verblieben und war Karl Fronner 1836 unter dem Namen

„Messglöckel“ bekannt.

Das Zuhause der Glocken: der

Glockenturm

Neben den Inschriften über das

Feuer waren und sind sowohl

auf den alten, als auch auf

den neuen Glocken noch

unzählige andere Inschriften

zu sehen. Meist sind sie

in Latein verfasst und beziehen

sich auf Herrscher, Stifter, Kirchen obere,

Heilige oder den jeweiligen Glockengießer.

Auch Bilder waren teilweise

zu sehen. Beides, Abbildungen wie

Inschriften, verdeutlichen auch

die wechselvolle Geschichte der

Stadt und der Glocken selbst.

Die letzten Jahrzehnte verliefen

für das Geläut des Wiener Neustädter

Doms eher ruhig. Davor

war für sie aber – nach dem

großen Stadtbrand – noch ein

„Umzug“ zu bewältigen, denn die

beiden Domtürme mussten 1886 abgebaut

und bis Ende des 19. Jahrhunderts

neu errichtet werden. Erdbeben hatten sie so

schwer beschädigt, dass dies nötig geworden war. Den

Glocken konnte das jedoch nichts mehr anhaben: Sie läuten

heute noch Messen, Hochzeiten und andere Anlässe ein.

Einfach auf www.dascitymagazin.at am Gewinnspiel

teilnehmen oder eine Postkarte mit dem Kennwort „Dom“

an: „Das City Magazin“-Verlags GmbH, Lange Gasse 10, 2700

Wiener Neustadt senden.

Wussten Sie...

| Stadtgespräch

11


Fotos: Florian Sitter

Der grüne Lichtblick an grauen Herbsttagen

Wenn das Selbstverständliche viel Aufwand erfordert.

In Wiener Neustadt werden im Jahr zwischen 150 und 200 Bäume gepfl anzt.

Die meisten haben es vermutlich schon anhand der frühmorgendlichen

Nebelschwaden beziehungsweise kühlen Abende

bemerkt: Der Herbst ist da. Wie jede Jahreszeit hat aber auch

dieser seine schönen Seiten - nicht von ungefähr spricht man

vom „Goldenen Herbst“. Die bunte Blättervielfalt und Atmosphäre

dieser Jahreszeit kann man besonders genießen, wenn

man durch Grünfl ächen und Parkanlagen von Wiener Neustadt

spaziert.

Verantwortlich für die Gestaltung und liebevolle Pfl ege der Grünfl

ächen zeichnet die Wiener Neustädter Stadtgartenverwaltung.

Rund 65 Personen widmen sich rund 2.200 - 2.500 Stunden pro

Woche dem 120 Hektar umfassenden „Grünen Wiener Neustadt“.

Ungefähr 20 dieser 65 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind dabei

saisonal, das heißt, zirka acht Monate pro Jahr, angestellt.

Unauffällig, aber unabdingbar

Die Tätigkeiten der Wiener Neustädter Stadtgartenverwaltung erstrecken

sich aber nicht nur ausschließlich auf das Anlegen, die

Betreuung und Reinhaltung der Grünfl ächen. Auch die Errichtung

und Instandhaltung der öffentlichen Spielplätze, die Erhaltung und

Pfl ege der infrastrukturellen Einrichtung öffentlicher Grünfl ächen

(Parkbänke, Wasseranlagen und Wege) sowie eines Kleintierzoos

im Stadtpark (Bären, Schafe und Hühner) fallen in den Zuständigkeitsbereich

der Stadtgartenverwaltung. Die Tischler, Mechaniker

und Installateure unter den Mitarbeitern kümmern sich zudem um

technische Reparaturen. Weiters werden pro Jahr insgesamt zwischen

150 und 200 Bäume gesetzt; zusätzlich gilt es, die stolze

Anzahl von rund 9.000 Bäumen, an deren Anblick sich aufmerk-

12 Stadtgespräch

Von Anja Trapper

same Spaziergänger schon mehrere Jahre erfreuen können, auf

ihre Robustheit zu überprüfen, um zu gewährleisten, dass diese

kein Sicherheitsrisiko für vorbeigehende Parkbesucher und Passanten

darstellen. Zu den besonders beliebten Baumsorten zählen

die heimische Esche und Linde sowie die exotischen Arten Akazie

und Schnurbaum, die aufgrund ihrer Beschaffenheit auf dem trockenen

Wiener Neustädter Untergrund besonders gut gedeihen.

Das Pfl anzen sortiment hingegen variiert ständig und zeichnet sich

somit durch Abwechslungsreichtum aus. Unter den 80 bis 100.000

Pfl anzen, die jährlich gesetzt werden, fi nden sich jedoch häufi g

Begonien und Pelargonien.

Schön, aber trotzdem nützlich

Interessierten Fußgängern werden mitunter schon das ein oder andere

Mal dekorativ gestaltete Hausmauern, die von den verschiedensten

Schlingpfl anzen geschmückt werden, ins Auge gestochen

sein. Derartige ornamental verzierte Fassaden nennt man „vertikale

Gärten“. Gewächse wie Efeu und der wilde Wein bahnen sich seit

eh und je, ob gewollt oder ungewollt, ihren Weg zu Häusergiebeln.

In der Zeit der deutschen Romantik erfreuten sie sich aus Gründen

der Ästhetik besonderer Beliebtheit. Heute wissen derartige

Gartenbesitzer auch um den ökologischen Wert und Nutzen dieser

„grünen Wände“. Als positive Aspekte der Fassadenbegrünung

gelten kalkulierte Wärmegewinnung und –verlust (gemäß den unterschiedlichen

Jahreszeiten), Regulation der Feuchtigkeitswerte,

erhöhte Luftfeuchtigkeit, die Absorption von Gasen sowie die vorübergehende

Fixierung von Staub, wodurch die städtische Luftverschmutzung

reduziert wird. Paris zählt zu den Pionieren auf dem

Sektor vertikaler Gärten. Im Bewusstsein dieser positiven Effekte,


welche die Lebensbedingungen der Stadtbewohner nachhaltig zu

verbessern im Stande sind, hat die Hauptstadt Frankreichs im Jahr

2006 in ihrem städtebaulichen Regelwerk konkrete Maßnahmen

fi xiert, um die Anlage vertikaler Gärten zu forcieren. Dies hatte die

Schaffung 39 vertikaler Gärten im selben Jahr zur Folge. In Wiener

Neustadt hingegen obliegt die Kreation der grünen Fassaden nicht

der Stadtgartenverwaltung, sondern geht bislang auf Privatinitiativen

zurück. In Zusammenschau mit den Parkanlagen und dem

Straßenbegleitgrün, wofür die Stadtgartenverwaltung verantwortlich

zeichnet, und den Kleingartenanlagen ergibt sich die mannigfaltige

Naturidylle von Wiener Neustadt.

Wer also demnächst nach einer ausgiebigen Joggingrunde erschöpft

auf den grünen Wiesen im Milakpark Rast macht oder

einen entspannten Spaziergang durch die Schmuckerau unternimmt,

der möge einen Moment innehalten und den Anblick, der

sich ihm bietet, aktiv wahrnehmen - in dem Bewusstsein, dass es

sich dabei um keine Selbstverständlichkeit handelt.

Quellen:

Stadtgartenverwaltung, Referatsleiter Ing. Norbert Dallinger

Tel: 02622 / 373-690

www.wiener-neustadt.gv.at/p-448.html

Christa Aue - Vertikale Gärten und grüne Wände greifen um

sich in Paris

www.biotope-city.net

65 Mitarbeiter der Stadtgartenverwaltung sind rund 2.000

Stunden pro Woche im „Grünen Wiener Neustadt“ im Einsatz.

So genannte „vertikale Gärten“ erfüllen wichtige Funktionen im

Bereich der Bausubstanz und des Raumklimas.

Stadtgespräch

13


Fotos: Florian Sitter

Von Sophie Kaiser

Die „Guten Geister“ der Stadt

Mitarbeiter der Stadt durchstreifen jeden Samstag in der Inneren

Stadt, um helfend, schlichtend und wachsam zur Stelle zu

sein. 2700 begleitete die Mitarbeiter des „City Service“ einen

Vormittag lang:

Seit Juli 2009 gibt es in der Wiener Neustädter Innenstadt das

so genannte „City Service“, ein Projekt der KME Wiener Neustadt

Auch für Tiere haben die Mitarbeiter des „City Service“ ein großes Herz.

Hundeleckerlis haben sie stets mit dabei!

14 Stadtgespräch

Das „City Service“ geht immer mit offenen Augen durch die Stadt. Hier

beseitigen Mitarbeiter aus den Blumenbeeten in der Wiener Straße

Müll, den unachtsame Passanten weggeworfen hatten.

GmbH und des Wirtschaftshofs. Wiener Neustadt bietet damit den

Kunden und Geschäftsleuten des Zentrums eigene Mitarbeiter der

Stadtgemeinde zur persönlichen Hilfestellung. „Wir installieren mit

dem ‚City Service’ eine fl exible, unbürokratische Anlaufstelle, die

der Innenstadt ein noch freundlicheres, serviceorientierteres Ambiente

geben wird“, so Bürgermeister Bernhard Müller über diese

Einrichtung.

„City Service“-Mitarbeiter erleichtern einer Dame

den Alltag, indem sie ihr den Einkauf abnehmen und

sie auch gleich nach Hause bringen.


Das „City Service“ ist

nicht nur Helfer, sondern

auch Ansprechpartner:

Diese Dame

hätte gerne mehr Bänke

in der Wiener Straße

zum Ausrasten. Der CS-

Mitarbeiter notiert diesen

Wunsch und leitet

ihn an die zuständigen

Stellen der Stadt weiter.

Alles, was nicht persönlich

erledigt werden

kann, wird aufgenommen.

Ordnung muss sein: Falschparker am Hauptplatz werden

entsprechend aufgenommen und am Magistrat angezeigt.

Vandalen haben in der Nacht

in der Herzog Lepold-Straße

eine Bank verschoben. Das

„City Service“ stellt sie wieder

auf ihren richtigen Platz.

City Service-Mitarbeiter geben auch

telefonisch Auskunft (0676/88-373-

2700), hier zum Beispiel wollte der

Anrufer wissen, wo die Hrdlicka-

Ausstellung stattfand.

Stadtgespräch

15


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16 Business

startet neues Musikmagazin

Dreharbeiten im Backstage mit Amabassajah Camp

WNTV – Ihr Privatfernsehen aus Wiener Neustadt geht ab sofort

mit „BACKSTAGE – das Musikmagazin“ auf Sendung.

Regelmäßig werden Bands aus dem Sendegebiet vorgestellt. Produziert

wird ausschließlich in bester High Defi nition Qualität und

mit einer neuen Moderatorin: Mariella. Seit Jahren im Redaktionsteam

von WNTV ist die Wiener Neustädterin das neue Gesicht des

Musikmagazins.

WNTV präsentiert alle Musikrichtungen

WNTV deckt die gesamte Palette im Musikbereich ab. Wirklich alle

Facetten der regionalen Bands werden auf BACKSTAGE präsentiert.

Je bunter die Serie, desto besser. Mit der neuen Musikprogrammierung

will WNTV neue Bands und auch neue Seher ansprechen

und ein möglichst vollkommenes Bild der Jugendkultur

zeigen. Egal, ob Funk, Jazz, Rock, Metal, Punk oder ein anderer

Musikstil – jede Musikrichtung ist willkommen auf WNTV.

WNTV Partnerschaft mit Backstage Bar

Namensgeber für die Sendung und Garant für das Gelingen von

BACKSTAGE ist der Club Backstage in der Wiener Neustädter Brodtischgasse.

Der Musik-Hotspot im südlichen Niederösterreich ist

Partner von WNTV. So wird die Location für WNTV Dreharbeiten

zur Verfügung gestellt.

Backstage Konzert für neue Bands

Das Besondere dabei: Bands, die für WNTV gefi lmt werden, bekommen

nach den Dreharbeiten ihren großen Auftritt im Backstage!

Christian Pinkernell öffnet die Location nicht nur für WNTV,

sondern nach dem Dreh können die Nachwuchs-Bands ihr (vielleicht

erstes großes) Konzert im Backstage spielen. Nähere Infos

zur Teilnahme und Terminen von Jungbands gibt’s auf

www.backstagebar.at

Backstage – auch im Internet

Die ersten Sendungen sind bereits on air gegangen: Wer die Berichte

im UPC Telekabel versäumt hat, kann alle Folgen auch im

Internet abrufen. Auf www.wntv.at gibt’s das Musikmagazin

weltweit auf Mausklick. Die Produktion in High Defi nition garantiert

Internetmovies in bester Qualität und ermöglicht Bildschirm

füllendes Fernsehen am Computer. Internetfernsehen auf

www.wntv.at

Bands für Berichte gesucht!

Bands, die in der Backstage Bar und auf WNTV auftreten möchten,

schicken bitte Infos an www.backstagebar.at

BACKSTAGE – das neue Musikmagazin auf WNTV.

Im UPC Telekabel und im Internet auf www.wntv.at.

Bewerbungen auf www.backstagebar.at Moderatorin Mariella Alle Sendungen auf www.wntv.at


Foto: istockphoto.com

Arbeiten bis zum Umfallen

Von Sophie Kaiser

Leistungsdruck und steigende Anforderungen:

Der Stress am Arbeitsplatz zeigt

Auswirkungen – manchmal sogar bis

zum Zusammenbruch.

Einen Beruf auszuüben, ist ein unverzichtbarer

Bestandteil unseres Lebens und für

die meisten Menschen mehr als nur reiner

Gelderwerb. Die Möglichkeit, etwas Nützliches

zu leisten, die Anerkennung für erbrachte

Leistungen und nicht zuletzt der

Kontakt zu den Kollegen befriedigen auch

persönliche und soziale Bedürfnisse. Dem

gegenüber stehen heute jedoch mehr und

mehr Belastungen. Angst um den Job, steigender

Leistungs- und Konkurrenzdruck

sowie Erfolgszwang nehmen entscheidenden

Einfl uss auf den Berufs- und Lebenslauf.

Als Ursachen für arbeitsbedingte psychische

Erkrankungen gelten primär die Intensivierung

der Arbeit durch Stellenabbau,

sozialpathologische Erscheinungen wie latente

Konfl ikte, Mobbing und sexuelle Belästigung

sowie die existentielle Unsicher-

Mobbing

Mobbing oder Mobben (engl. to mob: „anpöbeln, angreifen, bedrängen,

über jemanden herfallen“ und mob „Meute, Gesindel,

Pöbel, Bande“) steht im engeren Sinn für „Psychoterror am Arbeitsplatz“

mit dem Ziel, den Betroffenen aus dem Betrieb hinauszuekeln.

Im weiteren Sinn bedeutet Mobbing, einen Kollegen

ständig zu schikanieren, zu quälen und zu verletzen. Typische

Mobbinghandlungen sind Verbreitung falscher Tatsachen, Zuweisung

sinnloser Arbeitsaufgaben, Gewaltandrohung, soziale Isolation

sowie ständige Kritik an der Arbeit.

heit durch die Angst vor Arbeitsplatzverlust

sowie durch prekäre Beschäftigungsbedingungen.

Überfordert!

Arbeitspsychologen unterscheiden grundsätzlich

zwei Arten von psychischer Überforderung:

Bei quantitativer Überforderung besteht ein

unangemessenes Verhältnis von verfügbarer

Zeit zur Arbeitsmenge. Bei qualitativer

Überforderung stehen die inhaltlichen

Jobanforderungen im Missverhältnis zu den

Kompetenzen und Fähigkeiten des Mitarbeiters.

Folgen von Überforderung sind

Stressreaktionen wie innere Unruhe, Konzentrationsprobleme,

Frust, Fehlhandlungen,

Aggressionen, Mobbing oder sozialer

Rückzug. Langfristig reagieren Überforderte

mit körperlichen Leiden wie Rückenbeschwerden,Herz-/Kreislauf-Erkrankungen,

Diabetes, Magen-/Darm-Problemen.

Weitere Folgen dauernder Überforderung

sind Depressionen, Burnout, Alkohol-,

Niko tin- und Medikamentenmissbrauch.

Burnout in Zahlen

Allein durch physische Arbeitsplatzbelastungen

entstehen jährlich gesamtwirtschaftliche

Kosten von 2,8 Milliarden

Euro. Das entspricht in etwa 1,2 bis 1,3 Prozent

des Bruttoinlandprodukts (BIP). Dies

geht aus einer von der Arbeiterkammer in

Auftrag gegebenen aktuellen Wifo-Studie

hervor. Verbesserungen bei stark belasteten

Arbeitsplätzen könnten laut Wifo schätzungsweise

bis zu 1,7 Milliarden Euro an

Einsparungen für die Wirtschaft bringen.

Insgesamt betragen die jährlichen Kosten

für Krankenstände 12,7 Milliarden Euro.

Stressmanagement

Um Stress zu bekämpfen, muss man zuerst

seine Ursachen ausfi ndig machen. Je mehr

negative Faktoren sich kumulieren, umso

eher entsteht Stress. Um ihn abzubauen,

geht es in einem ersten Schritt darum,

möglichst viele, so genannte Stressoren

ausschalten zu können. Folgende Faktoren

können am Arbeitsplatz Stress auslösen:

zu große Arbeitsmenge, zu komplizierte

Aufgaben, unklare Aufträge, wenig Handlungsspielraum,

Angst vor Arbeitsplatzverlust,

Konkurrenzdruck, häufi ge Störungen,

schlechte Koordination, zu wenig Pausen,

Schichtarbeit, Konfl ikte mit Arbeitskollegen

und/oder Vorgesetzten, große Verantwortung,

keine oder nur negative Rückmeldungen

bezüglich der eigenen Arbeitsleistung.

Wie gut jemand Stressfaktoren erträgt,

hängt auch davon ab, ob er über die nötigen

Ressourcen verfügt, um gelassener

rea gieren zu können. Dazu zählen etwa

Information und Mitsprache, eine gute Organisation

und Planung, körperliche und

geistige Fitness sowie der Rückhalt von Arbeitskollegen.

Diese Ressourcen aufzubauen,

kann ebenfalls helfen, den Stress am

Arbeitsplatz zu mildern.

Burnout

Ein Burnout-Syndrom (engl. to burn out: „ausbrennen“) ist ein

Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter

Leistungsfähigkeit, der als Endpunkt einer Entwicklungslinie

bezeichnet werden kann, die mit idealistischer Begeisterung beginnt

und über frustrierende Erlebnisse zu Desillusionierung und

Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Depression oder

Aggressivität und einer erhöhten

Suchtgefährdung führt.

BUSINESS

Business

17


Foto: Florian Sitter

Wolfgang Bauer erlitt vor einem Jahr ein Burnout.

„Kampf gegen Windmühlen“

Wolfgang Bauer (51) war 20 Jahre lang Vertriebsdirektor bei

einer Firma aus der Software-Branche. Voriges Jahr reichte er

seine Kündigung ein. Der Grund: Burnout.

Wolfgang Bauer liebte seinen Job, den Umgang mit Menschen und

die stets neuen Herausforderungen, die aus der Vertretung interessanter

Produkte entstanden. Doch in den letzten 5 Jahren lief

etwas schief: „Dieser ständige Druck, etwas leisten zu müssen, das

ans Unmögliche grenzt, war für mich zuviel“, erzählt Bauer: „Die

Quoten wurden jährlich erhöht, obwohl das Jahresziel ohnehin

nicht erreicht worden war.“

Gehaltskürzungen und Drohungen

Die Folge: Bauers Gehalt wurde suksessive gekürzt und er selbst

mit der Kündigung bedroht, sollte er die Vorgaben nicht erfüllen.

„Gleichzeitig wurde mir aber auch mein Personal wegrationalisiert.

Mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln konnte ich die

Firmenziele nicht einmal annähernd erreichen“, so Bauer weiter:

„Früher hatte ich nie ein Problem damit gehabt, 70 Stunden in der

Woche zu arbeiten, weil ich Erfolge sah und Spaß an meiner Tätigkeit

hatte. Doch am Schluss arbeitete ich 70 Stunden oder mehr

und hatte nur noch Druck und Frust.“

Burnout

Mit der Zeit stellten sich bei Bauer die typischen Burnout-Symptome

ein: Herzrhythmusstörungen, Schlafstörungen, Nachtschweiß

und allgemeiner Verlust der Lebensfreude. „Am Ende war ich nur

18 Business

Ihre Arbeit ist

unser Anliegen.

Ihre Rechte. Unsere Kompetenz.

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noch fremdbestimmt“, schildert Bauer: „Mein Gehalt stand in keiner

Relation mehr zum Arbeitsaufwand, mein Umfeld bestand nur

noch aus Stress, ich aß und schlief wenig, rauchte viel – es war

einfach ein Kampf gegen Windmühlen.“ Es sei 5 Minuten nach 12

gewesen: „Ich hatte keine Perspektiven mehr, keinen Lebenssinn,

ich wurde wie von einer Woge erdrückt, fühlte nur Ohnmacht und

Ausweglosigkeit, Depression und Selbstzweifel.“

Kündigung & Neubeginn

Bauer wusste, wenn er jetzt nicht handelte, würde er bald im

Krankenhaus enden. Er kündigte, das war voriges Jahr. Seither

widmet er sich voll und ganz seiner Leidenschaft „Musik“. „Die

Musik war quasi immer ein zweites Standbein von mir gewesen,

eine Art Hobby“, so Bauer. In seinem eigenen Tonstudio „Sound

Storm Production“ nimmt Bauer selbst Tonträger auf, produziert

Alben von anderen Musikern und komponiert Musik. Weiters tritt

Bauer als Entertainer bei diversen Veranstaltungen auf. „ Es ist

sicher einfacher, sich mit einer Opferrolle zu identifi zieren, als den

Mut zu Veränderung aufzubringen“, so Bauer: „Ich würde gerne

den Menschen, die Angst vor dem Ungewissen nehmen und sie

ermutigen, das zu tun, wofür sie sich berufen fühlen, als sie darin

zu bestätigen, dass unsere profi torientierte Gesellschaft nur wenig

Spielraum für Alternativen offen lässt.“

Wenn Sie mehr über Wolfgang Bauer wissen möchten:

www.fortissimo-voice.at

Von Sonja Knotek


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Fotos: Florian Sitter

Zurück an die Arbeit!

Im Mai 2009 hat das „a.t.z. (arbeitstrainingszentrum)

süd“ am Ferdinand

Porsche Ring 21 seine Aktivität aufgenommen.

Diese Einrichtung beschäftigt

psychisch beeinträchtigte Menschen im

Rahmen eines Arbeitsprogramms aus

Handwerks- und Dienstleistungen für

die Öffentlichkeit und führt sie so wieder

in die Arbeitswelt zurück.

Unbedingte Voraussetzung für eine Teilnahme

am a.t.z. süd ist die Diagnose eines

Arztes oder zumindest ein psychologischer

Befund des AMS. Nach einem ausführlichen

Erstgespräch absolviert der Interessent eine

Schnupperwoche, nimmt also eine Woche

lang am Arbeitstrainingsprogramm im Haus

des a.t.z süd. teil. Das eigentliche Training

dauert maximal 15 Monate. Die ersten 3

Monate gelten als „Arbeitserprobung“, eine

Art Probezeit, in der sich der Teilnehmer

– wie in der realen Berufswelt auch – bewähren

muss. „Wir erwarten natürlich eine

gewisse Ernsthaftigkeit und Vertrauen von

unseren Teilnehmern“, so Michael Pribyl,

pädagogischer und kaufmännischer Leiter

des a.t.z. süd: „Wenn jemand nicht versteht,

wozu er bei uns ist, hat das Training für ihn

keinen Sinn.“

Ab dem sechsten Monat absolvieren die

Teilnehmer 14-tägige „Kurzpraktika“ bei

regionalen Firmen und Betrieben. „Auf

diese Weise kann man erworbene Stärken

und noch bestehende Schwächen sehr gut

erkennen“, so Pribyl. Sind die Teilnehmer

erfolgreich, haben sie die Möglichkeit, an

Langzeitpraktika teilzunehmen, die maximal

2 Monate laufen. „Das Ziel ist hierbei

bereits die defi nitive Aufnahme in den Betrieb“,

so Pribyl.

Werkstätten nehmen öffentliche Aufträge

entgegen

Für ihr Arbeitstraining stehen den Teilnehmern

verschiedenste Werkstätten und Einrichtungen

zur Verfügung (siehe Infobox),

in denen öffentliche Aufträge angenommen

und gegen Bezahlung ausgeführt werden.

Werkstätten & Dienstleistungsangebot:

Textilwerkstätte:

• Bügelservice

• Änderungsschneiderei

(Liefer- und Abholservice im Raum Wiener

Neustadt)

Das a.t.z. süd muss 35 Prozent seiner Gesamtkosten

selbst erwirtschaften. Auf diese

Weise leisten die Teilnehmer durch ihren

Arbeitseinsatz gleichzeitig einen wesentlichen

Beitrag zum Fortbestehen des a.t.z.

süd.

Die Werkstätten werden jeweils von einer

Fachkraft, die beim a.t.z. süd angestellt ist,

und 8 Teilnehmern geführt. Im Rahmen einer

35-Stunden-Woche können die Betroffenen

Fertigkeiten trainieren, die in jedem

Job wichtig sind, wie Pfl ichtbewusstsein,

Teamfähigkeit, Pünktlichkeit, geregelte Arbeitszeiten

etc. In den ersten Monaten ist

das Beschäftigungsausmaß genau limitiert,

die Teilnehmer beginnen also jeden Tag

unter der Woche zur selben Zeit und hören

zur selben Zeit auf. Im Programm fortgeschrittene

Teilnehmer werden fallweise

bereits mit Überstunden konfrontiert, wenn

es die Auftragslage erfordert.

„Wir produzieren keine Arbeitsroboter, sondern

bieten eine ganzheitliche Begleitung

des Menschen auf seinem Weg zurück in

die Arbeitswelt. Für uns stehen daher die

Bedürfnisse und Gefühle der Betroffenen

an erster Stelle. Unsere Teilnehmer werden

behutsam an das Endziel ,Jobvermittlung´

herangeführt. Das Gute und die Defi zite

des Menschen haben bei uns den gleichen

Wert. Wenn also jemand noch Zeit braucht,

bekommt er sie hier im a.t.z. süd“, so Michael

Pribyl abschließend.

a.t.z. süd – Zahlen & Fakten:

Dachorganisation:

Fördergeber: Pensionsversicherungsanstalt,

Land NÖ, AMS

Mitarbeiter: 10, Teilnehmer: 22

Vorgeschriebene Eigenerwirtschaftungsquote:

35 %

Vermittlungsquote: 35 %

Holzwerkstätte:

• Lernhilfen für Schulbeginn (Holzalphabete

in Block- und Schulschrift etc.)

• Auftragsarbeiten

• Eigenproduktion

Michael Pribyl, Leiter des a.t.z. süd

Das a.t.z. süd führt Menschen

in ihren Job zurück.

Der a.t.z. süd shop in

der Altstadtpassage

Shop „a.t.z. süd shop“ (Altstadtpassage):

• Verkauf von Kindermarkenprodukten

• Verkauf von Eigenprodukten

• Annahmestelle Bügelservice &

Änderungsschneiderei

Business

19


Fotos: Florian Sitter

Ein Jahrhundert im Bäckergewerbe

Von Caroline Mempör

Seit bald 100 Jahren gibt es die Bäckerei Kustor. Kriege, Wirtschaftskrisen

und der Umzug von der Neunkirchnerstraße an

den heutigen Standort konnten dem Familienbetrieb nichts

anhaben. Das Erfolgsgeheimnis seien Freundlichkeit und Qualität

– sagt Fritz Kempf, der Enkel des Gründers der traditionsreichen

Bäckerei.

Ludwig Kustor war das elfte Kind eines ungarischen Bauern. Mit

12 Jahren lief er von zu Hause weg in die Stadt Sopron. Die Bäckerlehre

war dort hart; der Meister zog seine Lehrbuben schon einmal

an den Füßen in die Backstube. Aber Ludwig wurde Bäckermeister

und zog weiter – nach Wiener Neustadt. Die Bäckerei, die er dort

1910 gründete, leitet heute sein Enkel: Fritz Kempf.

Unruhige Zeiten

Die „rustikalen Zustände“, wie Kempf die Lehre seines Großvaters

beschreibt, blieben ihm selbst erspart. Er erlernte den Bäcker beruf

bei seiner eigenen Mutter. Bis dahin jedoch hatte die Bäckerei

Kustor noch schwierige Zeiten zu überstehen: Der Erste Weltkrieg

und die Wirtschaftskrise der Zwischenkriegszeit waren nicht einfach.

1945 wurde schließlich der Sitz der Bäckerei, damals noch

das Haus in der Neunkirchnerstraße 24, ausgebombt. Eine Wand

der Backstube fehlte und die russische Besatzungsmacht nahm

sich, was sie wollte, erzählt Fritz Kempf. Doch Ludwig Kustor gab

nicht auf. „Ich weiß nicht, ob die Geschichten wahr sind“, sagt

Kempf, aber die Familienlegende sagt, dass der Großvater „den

Russen“ die Ziegelsteine nachgeschossen hätte.

Mit der Arbeit kommt der Erfolg

Die Bäckerei blieb bestehen, es folgte ein Umzug. Der heutige

Standort an der Ecke von Bahngasse und Lederergasse wurde der

20 Business

Die Bäckerei Kustor in der Bahngasse wird bald 100 Jahre alt.

Familie noch von der Besatzungsmacht zugewiesen. Mit dem Tod

Ludwig Kustors 1951 übernahm Kempfs Mutter den Betrieb, bis

schließlich er selbst die Leitung übertragen bekam. Das ist nun fast

40 Jahre her, das 100-jährige Betriebsjubiläum steht nächstes Jahr

bevor. Fritz Kempf weiß, dass der Erfolg erarbeitet werden musste;

in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg aufgewachsen, kann

er sich noch an Zeiten erinnern, in denen Lebensmittelmarken das

einzige Zahlungsmittel im Geschäft waren.

Wiener Neustadt ist einfach meine Heimat“

Später besuchte Kempf in Wiener Neustadt die Handelsschule

und er entschied sich mit seiner Lehre im familieneigenen Betrieb,

auch weiterhin hier zu bleiben. „Wiener Neustadt ist schlicht

und einfach meine Heimatstadt“, erklärt er. 65 Jahre ist er jetzt

alt, und natürlich macht er sich Gedanken um die lange Tradition

des Betriebs – und ihre Fortsetzung. Einer seiner beiden Söhne

ist Bäcker meister, dessen Gattin ebenfalls. Die zweite Schwiegertochter

steht heute schon als Verkäuferin im Geschäft.

Wer führt die Tradition fort?

Für die Nachfolge sieht Kempf viele Möglichkeiten. Wichtig ist ihm,

dass alle mit der Lösung zufrieden sind und der Betrieb weiterhin

erfolgreich bestehen bleiben kann. Er will sich in die Angelegenheiten

der zukünftigen Leitung nicht zu sehr einmischen.

Schmunzelnd sagt er: „Alles kann man seinem Nachfolger geben,

nur keine guten Ratschläge.“

Jahrzehntelange Erfahrung

In seiner eigenen langen Laufbahn hat Kempf viel gelernt: mit

„Menschenliebe und Toleranz“ ein guter Chef zu sein zum Beispiel,

aber auch sehr viel über die Menschen. Freundlicher und herzli-


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Bäckerei Kustor

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Kennwort „Bäckerei“ an: „Das City Magazin“-Verlags

GmbH, Lange Gasse 10, 2700 Wr. Neustadt

senden.

Liebevolle Handarbeit in der hauseigenen Backstube ist in der

Bäckerei Kustor ebenfalls Tradition.

cher seien sie in den letzten Jahrzehnten geworden, hat er beobachtet,

auch hinter der Theke – heute würde der Beruf mehr als

Dienstleistung am Kunden begriffen, als früher. Damals sei eher

das Gefühl da gewesen, „wir verteilen etwas“.

Das Erfolgsgeheimnis: Beständigkeit…

Heute ist das anders. Kempf bemüht sich, seinen Kunden das zu

bieten, was sie suchen: freundliche Bedienung und hohe Qualität.

Dazu gehört auch die Tradition. „Es kommen viele Leute in

meinem Alter herein und sagen: ‚Mein Gott! Erstens, die Bäckerei

gibt’s noch. Und zweitens, die Marmeladekipferl, die ich vor 40

Jahren hier gekauft habe, die gibt’s auch noch immer.’ Wenn ich

das immer noch anbieten kann, dann ist das für mich der Erfolg.“

Trotzdem ist seine Kundschaft durchgemischt, es kommen Schüler

genauso wie ältere Menschen.

…und Mut zur Veränderung

Der Umgang mit den Kunden ist es auch, was Fritz Kempf heute

noch an seinem Beruf gefällt. „Ich mag Menschen“, sagt er über

sich selbst, und dass er versucht habe, seine Persönlichkeit in dem

kleinen Geschäft umzusetzen. So gibt es seit fast zwei Jahrzehnten

auch eine kleine Sitzecke, die zum gemütlichen Kaffeetrinken

einlädt. Vor sechs Jahrzehnten wäre man an dieser Stelle noch im

großen Lehmofen der Backstube gesessen. Für die, die keine Zeit

zum Sitzenbleiben haben, gibt es seit zwei Jahren „coffee to go“ –

so geht auch die Bäckerei Kustor mit der Zeit. Was aber macht nun

das Besondere an einem traditionsreichen Betrieb aus? „Das Erfolgserlebnis“,

sagt Fritz Kempf, und meint damit, dass auch nach

langer Zeit die Kunden gerne hier einkaufen. Immer wieder.

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Hausherr Fritz Kempf liebt auch noch nach 40 Jahren, seine

Kunden mit eigens kreierten Schmankerln zu verwöhnen.

Traditionsbetrieb

Ein Produkt von

| Business

21


2700 INSIDER

Name: Florian Sitter

Alter: 28 Jahre (noch)

Mein Bereich bei 2700 ist:

Fotografi e

Das Beste an 2700 ist:

Seitdem ich dabei bin, natürlich die Fotos ;-)

So würde ich mich beschreiben:

Meistens sehr umgänglich

Mit dieser Persönlichkeit würde ich gerne einen Tag verbringen:

Quentin Tarantino (US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur, Produzent und

Drehbuchautor, Anm. d. Red.)

Auf eine einsame Insel würde ich mitnehmen:

Badehose, Kamera, Sonnenbrille, Motorboot, mein Gummientchen

Diese Marke wäre ich gerne:

FloSi

Das kann ich gar nicht leiden:

Intoleranz

In 5 Jahren wäre ich gerne:

Gesund und genauso fi t wie jetzt

„Den guten Seemann erkennt man

erst bei schlechtem Wetter.“

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23


Die Eigenkapitalquote – eine der wichtigsten Basel II-

Rating Kennzahlen

Eigenkapitalquote = (Eigenkapital/Gesamtkapital) x 100

Die Eigenkapitalquote gibt Aufschluss

über die Kapitalstruktur eines Unternehmens.

Sie zeigt, wie viel Prozent des Gesamtkapitals

(Fremd- und Eigenkapital)

auf das Eigenkapital entfallen.

Das Eigenkapital stellt jene fi nanziellen

Mittel dar, die von den Eigentümern zur

Verfügung gestellt beziehungsweise aus

der Betriebstätigkeit erwirtschaftet und

nicht ausgeschüttet wurden.

Dem Eigenkapital kommen wesentliche

Aufgaben zu, wie zum Beispiel:

• Finanzierungsfunktion (Finanzierung

des langfristigen Vermögens)

• Risikofunktion (Abdeckung von Verlusten)

• Haftungsfunktion (gegenüber Gläubigern)

• Grundlage für die Gewinnverteilung

• Beurteilung der Kreditfähigkeit

Berufsunfähigkeit im Fokus

Je höher der Eigenkapitalanteil ist, desto

kreditwürdiger ist das Unternehmen. Das

Unternehmen wird damit auch konkurrenzfähiger,

da es am Markt auch rascher

und fl exibler agieren kann. Je höher die

Eigenkapitalquote, desto mehr Verlustjahre

überlebt das Unternehmen. Deswegen legen

die Banken auf diese Kennzahl besonderen

Wert (Stichwort: Basel II-Rating).

Wie hoch soll die Eigenkapitalquote sein?

Grundsätzlich gilt: Je höher das Eigenkapital,

desto geringer ist die Abhängigkeit

von den verschiedenen Kreditgebern. Aus

betriebswirtschaftlicher Sicht sollte die EK-

Quote zumindest 20 Prozent betragen. Bei

der Betrachtung wichtig ist der Branchenvergleich.

Laut Unternehmensreorganisationsgesetz

(URG) sollte die Eigenkapitalquote eines

Unternehmens mehr als 8 Prozent des Gesamtkapitals

ausmachen.

Unser wertvollster Vermögensgegenstand ist unsere Arbeitskraft!

Auf sie ist unsere gesamte Lebensplanung aufgebaut.

Bei einem Durchschnittseinkommen von

2.000 Euro im Monat über 40 Jahre ergibt

die eigene Arbeitskraft ein Lebenseinkommen

über 1,1 Millionen Euro!

Dementsprechend wichtig ist es auch,

unsere eigene Arbeitskraft „Vollkasko“

zu versichern und nicht nur unser neues

Auto!

Ein Beispiel:

Maria Muster ist 35 Jahre alt und seit 15

Jahren berufstätig. Einkommen: rund 2.000

Euro im Monat.

Wird sie berufsunfähig, erhält Sie 1.200 Euro

monatliche Berufsunfähigkeitspension. Das

bedeutet eine Einkommenslücke von 800

Euro pro Monat!

Wer noch keine fünf Jahre gearbeitet hat,

kriegt meistens gar keine staatliche Pension.

24 Business

Durch einen plötzlichen Unfall oder Krankheit

ist Ihr Lebensstandard massiv gefährdet,

denn Fixkosten wie Miete, Strom/

Heizung, Betriebskosten, Lebenserhaltungskosten,

Kredit etc. laufen weiter.

Die Gefahr der Berufsunfähigkeit wird

meist als Risiko für die anderen gesehen.

Tatsächlich ist es so, dass jeder 10. Erwerbstätige

berufsunfähig wird.

Nicht nur Handwerksberufe sind davon

betroffen. Immer mehr führen psychische

Erkrankungen („Burnout“) quer durch alle

Berufsgruppen zu Berufsunfähigkeit.

Die private Berufsunfähigkeitsversicherung

ist eine notwendige und sinnvolle Ergänzung

Ihres privaten Schutzes.

Sie können eine – wie im Beispiel oben angeführte

– Einkommenslücke im Falle der

Wissen ist Vorsprung, aus diesem Grund

laden wir Sie herzlich zu unserem Praxisseminar

„Bilanzen lesen und verstehen“

und „Tipps im Umgang mit Banken“ am 14.

Oktober 2009 um 18.30 Uhr ein. Weitere

Informationen fi nden Sie unter www.

bollenberger.com oder 02622/22347-0

Margit Bollenberger-Klemm

www.bollenberger.com

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Berufsunfähigkeit schließen und sind somit

fi nanziell abgesichert.

Mit Ihrer Arbeitskraft und dem daraus resultierenden

Einkommen fällt und steht

Ihre Lebensplanung!

Richard Kolano

www.profi na.at


Gewährleistung

Es ist ärgerlich, wenn man nach dem Kauf feststellen muss, dass eine Ware mangelhaft

ist. Welche Rechte haben Sie gegenüber dem Verkäufer? Was können Sie

verlangen? Welche Fristen sind hierbei zu beachten?

Der Verkäufer hat für die Mängelfreiheit

seiner Leistung einzustehen, er muss dafür

Gewähr leisten. Diese Gewährleistung bezieht

sich jedoch nur auf Mängel, die bereits

zum Zeitpunkt der Übergabe der Ware

vorhanden waren.

Die Frist zur gerichtlichen Geltendmachung

beträgt bei beweglichen Sachen grundsätzlich

2 Jahre, bei unbeweglichen Sachen 3

Jahre, und beginnt mit dem Tag der Übergabe

der Sache zu laufen. Bei einem Konsumentengeschäft

darf diese Frist vertraglich

nicht verkürzt werden – mit Ausnahme

des Kaufs von gebrauchten beweglichen

Sachen: Hier darf die Gewährleistungsfrist

auf 1 Jahr verkürzt werden, wenn dies im

Einzelnen ausgehandelt wurde (ein Vermerk

in den AGB reicht nicht aus). Bei ei-

TIPPS

nem KFZ-Kauf ist eine solche Verkürzung

nur zulässig, wenn seit dem Tag der ersten

Zulassung mehr als ein Jahr verstrichen

ist.

Die Gewährleistungsrechte des Konsumenten

können vor Kenntnis des Mangels

weder ausgeschlossen noch eingeschränkt

werden.

Aber Achtung: Nur in den ersten 6 Monaten

ab Übergabe einer beweglichen Sache

wird gesetzlich vermutet, dass der Mangel

bereits bei Übergabe vorgelegen hat. Danach

muss der Käufer dies beweisen, was

in den meisten Fällen schwierig sein wird.

Was kann man vom Verkäufer aufgrund

der Gewährleistung verlangen? Zunächst

Motivationstipp: Bestimmen Sie Ihre Stimmung!

Schlechte Laune ist kein Zufall, denn Gedanken

beeinfl ussen unsere Gefühle und

Stimmungen. Wenn morgens der Wecker

läutet, was geht Ihnen durch den Kopf?

Denken Sie: „Super, heute beginnt ein

neuer Tag. Packen wir‘s an. Ich werde

nette Menschen treffen, Erfolg und Spaß

bei meiner Arbeit haben und viel Gutes

bewirken. Oder aber sagen Sie zu sich:

„Wieder so ein mühsamer Tag! So viele

unerledigte Dinge, die auf mich warten.

Wer wird mir heute wieder mein Nervenkostüm

zerreißen?“

Nun stellen Sie sich vor, zwei kleine Drachen

wohnen in Ihrer Seele. Der eine ernährt

sich von positiven und liebevollen

Gedanken, der andere von Missgunst, Neid

und Sorgen. Für beide ist genügend „Gedankenfutter“

da - angeblich bis zu 60.000

Gedanken pro Tag.

Was glauben Sie, welcher Drache wird rascher

größer und stärker und das Zepter

übernehmen? Natürlich jener, den Sie

bevorzugt mit seinem Lieblingsfutter versorgen.

Wer von beiden ist denn nun Ihr

Lieblingsdrache? Versuchen Sie, ganz bewusst

auf Ihre Gedanken zu achten, und

hinterfragen Sie, ob negative Gedanken Sie

tatsächlich weiterbringen.

Treten Sie gleich den Sofortbeweis an, dass

Sie Ihre Stimmung bestimmen. Denken Sie

jetzt an etwas Wunderschönes, zum Beispiel

den letzten Urlaub, ein romantisches

Abendessen oder was auch immer – Hauptsache,

es ist schön. Holen Sie sich diese

Bilder, Gerüche und Stimmungen wieder in

den Kopf. Wahrscheinlich werden Sie nun

zu lächeln beginnen, Ihre Kiefermuskulatur

wird sich augenblicklich entspannen

und Ihre Augen beginnen zu leuchten. Ihre

Ausstrahlung wird positiv und sympathisch

und Ihre Stimmung verbessert sich.

einmal nur kostenlose Verbesserung oder

den Austausch der mangelhaften Ware.

Ist dies unmöglich oder wird dies nicht in

angemessener Frist gemacht, besteht die

Möglichkeit, Preisminderung oder Wandlung

zu begehren.

Mag. Erich Allinger

www.schober.at/allinger.htm

Also, füttern Sie den liebevollen Drachen

in Ihnen mit schönen und zuversichtlichen

Gedanken und bestimmen SIE Ihre Stimmung!

Ihre Mag.(FH) Petra Pinker

www.pinker.at

Business

25


26 Mode & Beauty

Das 2700

Modeshooting

Menschen aus Wiener Neustadt präsentieren Mode

aus Wiener Neustadt.

Um sich modisch einzukleiden, brauchen Sie nicht weit zu fahren:

Wiener Neustadts Fashion Shops bieten für jeden Geschmack und

aus jeder Moderichtung – national oder international – genau das

Richtige. Mode ist nicht nur für untergewichtige Models gemacht,

nein: Menschen wie du und ich, Wiener Neustädter und Wiener

Neustädterinnen, präsentieren für 2700 Das City Magazin die neuesten

Modetrends unserer Stadt – und sehen dabei umwerfend

gut aus! Unsere Models wurden von Profi -Stylisten und Friseuren

gestylt und von Werbefotograf Roland Rudolph perfekt in Szene

gesetzt. Blättern Sie sich durch die nachfolgenden Seiten und lassen

Sie sich begeistern und verführen, denn mit der Neustädter

Mode können auch Sie so toll aussehen!

Das 2700-Team bedankt sich beim Stadtmuseum Wiener

Neustadt für die freundliche Unterstützung!

Ausstellungstipp:

L´Invisibile, das Unsichtbare. Von 30.10.2009 bis 06.01.2010.

Die Geschichte der Unterwäsche - Eine kulturhistorische Ausstellung

in Zusammenarbeit mit dem Frauenmuseum Meran

(Museo della Donna).

www.stadtmuseum.wrn.at


Tomann Optik GesmbH&CoKG

Allerheiligengasse 8

2700 Wiener Neustadt

Preise auf Anfrage

Niklas (oben)

Sonnenbrille Ray Ban

Pia (unten)

Brille Vogue

Marc O´Polo

Herzog Leopold Straße 12

2700 Wiener Neustadt

Niklas (links)

Hemd: 59,95 Euro

Sweater: 59,95 Euro

Daunengilet 89,95 Euro

Jeans: 59,95 Euro

Schal: 29,95 Euro

Pia (rechts)

Rollkragenshirt: 25,95 Euro

Sweaterweste: 59,95 Euro

Daunengilet: 99,95 Euro

Jeansrock: 49,95 Euro

Leggins: 19,95 Euro

Schal: 35,95 Euro

Haube: 29,95 Euro

MODE & BEAUTY

Mode & Beauty

27


Tomann Optik GesmbH&CoKG

Allerheiligengasse 8

2700 Wiener Neustadt

Preise auf Anfrage

Andrea (oben)

Brille Carolina Herrera

Irmgard (unten)

Brille Max Mara

BORGATA e.U.

Wiener Straße 36

2700 Wiener Neustadt

Andrea (links)

Mantel „Hoss Intropia“:

460,00 Euro

Kleid „Sisley“

100% Seide: 79,90 Euro

Fell „Hoss Intropia“:

160,00 Euro

Lackpumps „Angelo Bervicato“:

130,00 Euro

Clutch „ABRO“: 110,00 Euro

GERRY WEBER

by Lady Carnaby

Herzog Leopold Straße 20

2700 Wiener Neustadt

Irmgard (rechts)

Bluse: 59,95 Euro

Jacke: 79,95 Euro

Cape: 79,95 Euro

Rock: 69,95 Euro

Tasche: 79,95 Euro

28 Mode & Beauty


Tomann Optik GesmbH&CoKG

Allerheiligengasse 8

2700 Wiener Neustadt

Preise auf Anfrage

Sabrina (oben)

Sonnenbrille Marc Jacobs

Andrea (unten)

Sonnenbrille Gucci

BORGATA e.U.

Wiener Straße 36

2700 Wiener Neustadt

Andrea (links)

Tunika „Hoss Intropia“

100% Seide: 270,00 Euro

Lederleggins „ARMA“:

400,00 Euro

Rolli „Sisley“: 26,90 Euro

Tasche „ABRO“: 265,00 Euro

Stiefelette „Angelo Bervicato“:

165,00 Euro

Haube „Sisley“: 18,90 Euro

Armbänder „Saami Crafts“:

70,00 EUR - 150,00 Euro

Handgefertigte Unikate von

Künstlern aus dem Norden

Schwedens einer jahrhunderten

alten Tradition folgend.

StudioCarnaby

Wiener Straße 24

2700 Wiener Neustadt

Sabrina (rechts)

REVIEW Lederjacke: 179,00 Euro

REVIEW Jeans: 39,90 Euro

REVIEW Bluse: 24,90 Euro

REVIEW Shirt: 24,90 Euro

REVIEW Schal: 9,90 Euro

Mode & Beauty

29


Tomann Optik GesmbH&CoKG

Allerheiligengasse 8

2700 Wiener Neustadt

Preise auf Anfrage

Gudrun (oben)

Sonnenbrille Jee Vice

Karl (unten)

Sonnenbrille Tag Heuer

NERAKO Trendwear

Alexandra Puschner

Lange Gasse 5

2700 Wiener Neustadt

Preise auf Anfrage

Gudrun (links)

Jeans von MISS SIXTY

Kleid und Mantel von

DESIGUAL

Accessoires (Tasche und Schal)

von SKUNKFUNK

Karl (rechts)

Hemd und Jacke von KUYICHI

Jeans von RICH&ROYAL

Tasche von DESIGUAL

30 Mode & Beauty


Tomann Optik GesmbH&CoKG

Allerheiligengasse 8

2700 Wiener Neustadt

Preise auf Anfrage

Gudrun (oben)

Brille Marc Jacobs

Karl (unten)

Brille Tag Heuer

NERAKO Trendwear

Alexandra Puschner

Lange Gasse 5

2700 Wiener Neustadt

Preise auf Anfrage

Gudrun (links)

SKUNKFUNK

Kleid und Accessoires (Tasche,

Schal, Handschuhe)

Karl (rechts)

SKUNKFUNK

Zipp Weste und Jacke

Kuyichi Jeans

Mode & Beauty

31


Fotos: IAA

„BEWEGTE AUSSTELLUNG“

63. Internationale Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main

Von Petra Lenz

„On the Carwalk“

32 Motor & Technik



Messeimpressionen

Gültig bei einem Einkauf ab € 50,–

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Rabattierungen kombinierbar. Eine Barablöse ist nicht möglich.

Gültig bei einem Einkauf ab € 350,–

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Airwear®Junior von Essilor

„Erleben, was bewegt“ lautete das Motto der 63. Internatio- Nachhaltigkeit und Sicherheit

nalen Automobil-Ausstellung IAA PKW, die sich von 17. bis

27. September in Frankfurt am Main als weltweit wichtigste Coole

Die

Brillengläser

63. IAA PKW

für

präsentierte

deine Augen!

sich trotz Wirtschaftskrise mit 753

Mobilitätsmesse präsentierte. In diesem Sinne wurden den BeWie

Ausstellern für dich geschaffen: aus 30 Ländern. beim Lernen, Schon im Vorfeld betonte Matthias

suchern nicht nur zahlreiche technologische Neuerungen Fernsehen, und Wissmann, Computerspielen, Präsident des SMS‘en VDA, die und Bedeutung der Messe als Weg-

Fahrzeugpremieren geboten, sondern auch bewegende Attrakweiser für Freizeit für die Trends und Sport. der Zukunft. Diese zeichneten Jirasko sich GmbH bei 82

tionen und Events.

Weltpremieren schon ab. So soll vor allem nachhaltige Bahngasse Mobilität 44

2700 Wiener Neustadt

ein wichtiges Thema werden. Insbesondere zeigten die deutschen

Tel:02622/22459/11

IAA – eine Messe mit Geschichte

Hersteller mit 42 Weltpremieren den Weg für hohe email: Umweltver-

offi ce@jirasko.at

träglichkeit auf. Im Mittelpunkt standen Innovationen, die sich

Der Ursprung der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) liegt durch eine konsequente weitere Reduzierung des Verbrauchs und

über 100 Jahre zurück. Waren es anfangs 8 Motorwagen, Brillengläser die der aus damit österreichischer der CO -Emissionen Produktion auszeichnen. www.essilor.at Ebenso gab es Fortschritte

2

Öffentlichkeit vorgestellt wurden, erreichte die IAA PKW im Jahre bei der Elektrifi zierung des Automobils. Im Bereich der Fahrzeug-

2003 einen Rekord mit rund 1.000 Ausstellern aus über 40 Länsicherheit standen neuartige Assistenzsysteme im Vordergrund,

dern. Begonnen hatte alles im Berliner Hotel Bristol, in welchem die das Autofahren noch sicherer und komfortabler machen.

im Jahr 1897 die Motorwagen präsentiert wurden. Daraus entwickelte

sich eine regelmäßige Ausstellung. Seit 1991 wird die Das große Angebot an Symposien für Fachbesucher wurde durch

Messe aufgrund des hohen Publikumsandrangs in Personenkraft- eine Vielzahl an Attraktionen ergänzt, um dem Publikum die

wagen und Nutzfahrzeuge unterteilt. Die IAA Nutzfahrzeuge fi ndet

seitdem in geraden Jahren in Hannover statt. Die IAA Personenkraftwagen

wird alle ungeraden Jahre in Frankfurt am Main vom

Verband der Automobilindustrie (VDA) veranstaltet. Gemessen an

der Ausstellerzahl und der Fläche ist die IAA die weltweit wichtigste

Mobilitätsmesse.

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33


„Erleben, was bewegt“ Offroad-Parcours

Faszination Automobil zukunftsweisend und bewegend vor Augen

zu führen. Neben vielen Sonderaktionen zum „Mitmachen“ startete

die IAA in Kooperation mit AUTO BILD TV erstmals ein eigenes

Messefernsehen. Das IAA-TV ist somit eine Ergänzung und bietet

Einblicke in die neuesten Trends und Highlights.

Für Schüler, Auszubildende oder einfach Interessierte gab es auch

die Möglichkeit, sich auf der IAA über Berufe in der Automobilindustrie

zu informieren. Das InfoMobil des Arbeitgeberverbands

Gesamtmetall bot mittels Multimedia-Terminals Wissenswertes

über die Branchen mit ihren Ausbildungsberufen.

32 Fußballfelder

Die IAA ist nicht nur die größte, sondern auch die umfassend ste

Am 18. Oktober ist es zu spät !

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34 Motor & Technik

1. Scheibenwaschanlage

prüfen und auffüllen

2.

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Wiener Neustadt | Neunkirchen

Automobilausstellung. Neben Personenkraftwagen, Anhängern

und Sonderfahrzeugen stellen Anbieter von Werkstatt- und Garagenausrüstungen

ihre Neuigkeiten aus. Einen weiteren Schwerpunkt

bildet der Bereich der Hersteller von PKW-Teilen und -Zubehör

sowie der Telematik. Zwischen all der Zukunftsmusik fand

sich auf der 63. IAA aber auch noch Platz für Nostalgie. „Legendäre

deutsche Automarken“ hieß die Oldtimerausstellung, bei der die

Besucher auf rund 1.000 Quadratmeter die Faszination historischer

Fahrzeuge erleben konnten. Jugendliche, die sich besonders für

die Instandhaltung der alten Vehikel interessierten, erhielten auch

gleich Informationen über die geplante neue Ausbildung zum Oldtimer-Restaurator.

Bewegende Attraktionen im wahrsten Sinne des Wortes wurden

auf dem Freigelände geboten. Ganz nach dem Motto der 63. IAA

Freigelände


Offroad-Parcours

PKW „Erleben, was bewegt“ konnte das Publikum mitmachen und

ausprobieren: Vom Modellautorennen auf einer digitalen Rennbahn

bis zur Probefahrt mit den neuesten Fahrzeugen auf Frankfurts

Straßen reichte die Palette an Aktionen.

Klein anfangen konnten Liebhaber ferngesteuerter Autos auf der

mehr als 230 Quadratmeter großen digitalen Rennbahn von Carrera.

Ob aus reinem Spaß an der Sache oder mit sportlichem Ehrgeiz

– dabei konnten die Rennfahrer sich schließlich für das Finale

der Carrera Challenge Tour 2009 und sogar für die Carrera-Europameisterschaft

2010 qualifi zieren. Unmittelbarer war der Fahrspaß

auf jeden Fall für die „Rennfahrer“ auf der schon traditionellen

IAA-Outdoor-Kartbahn. Rennsport-Feeling auf der 600 Meter

langen Strecke sorgte wieder für bewegendes Vergnügen. Ins Gelände

wagen konnten Abenteuerlustige sich sozusagen mitten

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Motor & Technik

35


„On the Carwalk“

IAA-Outdoor-Kartbahn

Messegelände Frankfurt am Main

36 Motor & Technik

im Messegelände. Der Offroad-Parcours bot Action pur auf 5.000

Quadratmetern mit Schlaglochpisten, Kiesstrecken, extremen

Schräglagen und hohen Brückenkonstruktionen mit 80-Prozent-

Steigung. Ein Profi am Steuer modernster Geländewagen führte

die Besucher durch den anspruchsvollen Parcours.

Nützliches konnten selbst erfahrene Autofahrer bei einem besonderen

Fahrtraining dazulernen. Das Eco-Training lehrte die

Teilnehmer, durch die optimale Ausnutzung moderner Fahrzeugtechnik

Kraftstoff und Emissionen zu sparen. Professionelle Instrukteure

zeigten den Besuchern, wie vorausschauendes Fahren

nicht nur hilft, den Spritverbrauch zu senken, sondern auch CO 2 -

Emissionen zu verringern. Um die zahlreich ausgestellten neuen

Modelle in Bewegung zu erleben, konnten diese von den Besuchern

wieder selbst getestet werden. Ein fachkundiger Beifahrer

begleitete die Probefahrten auf Frankfurts Straßen.

Das gesamte Ausstellungsgelände mit einer Fläche, die der Größe

von 32 Fußballfeldern entspricht, war wieder einmal Treffpunkt

zahlreicher Aussteller, Fachbesucher und Privatbesucher, die nicht

nur kamen, um zahlreiche Produktpremieren, Fachveranstaltungen

und Sonderaktionen zu erleben, sondern vor allem, um sich bewegen

zu lassen.


Fotos: Wikipedia

Fotos: Wikipedia Commons

Xenon-Scheinwerfer erhellen die Nächte seit den Neunziger-Jahren.

Es werde Licht!

Von Sophie Kaiser

Die Lichttechnik im Kraftfahrzeug hat eine lange Geschichte:

von Kerzenlampen auf Pferdedroschken bis zu den Infrarotlampen

des 21. Jahrhunderts.

Vor über 100 Jahren wurde die Beleuchtung der Kutschen für

die ersten KFZs übernommen. Kerzen- und Gaslampen wurden

vor der Jahrhundertwende in den Pferdedroschken und in den

Auto mobilen gleichsam verwendet. Besonders verbreitet war die

Karbid lampe – eine Gaslampe, in welcher der Brennstoff in chemisch

gebundener Form und kurz vor der Verbrennung in Gas umgewandelt

wird. Der Körper der Lampe bestand aus zwei übereinander

angeordneten Behältern. Im unteren Behälter befand sich

Calciumcarbid, auf das aus dem oberen Behälter Wasser tropfte.

Das entstehende Ethin-Gas (Trivialname: Azetylen, Anm. d. Red.)

verließ den unteren Behälter durch eine Rohrleitung, die in einem

Brenner endete, der vor einem Hohlspiegel aus Metall fi xiert war.

Die ersten elektrischen Glühlampen

Anfang des 19. Jahrhunderts nahm die elektrische Beleuchtung

Einzug. Der Strom stammte aus der „Lichtmaschine“, dem heutigen

Generator für die vielen elektrischen Nutzer im Fahrzeug.

Verwendet wurden so genannte Kohlefadenlampen – die ersten

elektrischen Glühlampen, deren Haltbarkeit, Energieverbrauch

und Lichtausbeute für den praktischen Einsatz zu alltäglichen Beleuchtungszwecken

ausreichend waren. Mit diesem Lampentyp

wurde der Wettbewerb der Elektrolampen gegen das früher übliche

Gaslicht erfolgreich aufgenommen. Als temperaturbeständiger

elektrischer Leiter wurde ein meistens ungewendelter Faden aus

Kohle benutzt, der durch Verkohlung eines Nähfadens oder aus

Pfl anzenfasern gewonnen wurde.

Revolution Parabol-Scheinwerfer

Bereits 1908 kamen die ersten Parabol-(genauer: Paraboloid-)

Scheinwerfer auf den Markt. Hierbei handelte es sich um Spiegelscheinwerfer:

Die Refl ektorfl äche bildete die Oberfl äche eines

Para boloiden – eine Parabel, die um ihre Achse gedreht wurde.

Die Lampe war so platziert, dass ihr nach oben abgestrahltes Licht

vom Refl ektor nach unten auf die Straße gelenkt wurde. Das Licht

war dabei nahezu parallel. Die Streuscheibe bewirkte durch ihre

optischen Elemente die Verteilung des Lichts, mit der besseren

Ausleuchtung des rechten Fahrbahnrands. Die Lichtablenkung

erfolgte durch Prismen und die Lichtstreuung durch zylindrische

Optiken.

Erfi ndung der Bilux-Lampe

In den Zwanziger Jahren eroberte die Bilux-Lampe den Automobilsektor.

Damit war es auch möglich, ein Fern- und ein Abblendlicht

am KFZ zu installieren. Diese Varianten, die bis heute in

Verwendung sind, sind Bauformen der Scheinwerfer-Glühlampe

mit zwei Glühfäden (korrekt auch als Leuchtwendeln bezeichnet).

Ein Glühfaden sitzt genau im Zentrum der Lampe und erzeugt das

Fernlicht. Daneben enthält die Lampe noch einen zweiten Glühfaden

für das Abblendlicht. Dieser zweite Faden sitzt außerhalb

Motor & Technik

37


Die Karbidlampe wurde vor über 100

Jahren zur Beleuchtung von Kraftfahrzeugen

verwendet.

Bilux-Halogenlampen haben dank dem

Halogen Iod eine Lebensdauer von bis

zu 4.000 Stunden.

38 Motor & Technik

der Lampen mitte. Unter dieser Glühwendel

ist eine Blende angebracht, welche verhindert,

dass Licht auf den „unteren“ Teil

des Refl ektors geworfen wird. Wäre diese

Blende nicht vorhanden, würde das nach

unten abgestrahlte Licht wieder nach oben

refl ektiert und somit den Gegenverkehr

blenden.

Halogen-Licht und 12-Volt-Bordnetz

In den Dreißiger und Vierziger Jahren

waren bereits mitlenkende Scheinwerfer

und Projektionssysteme in Verwendung. In

den Fünfziger Jahren entstanden die ersten

gesetzlichen Regelungen und Vorschriften

für die Fahrzeugbeleuchtung. In den Sechziger

Jahren kamen das Halogenlicht und

das 12-Volt-Bordnetz auf den Markt, die

zusammen zunächst von einigen als zu hell

empfunden wurden, sich jedoch rasch einer

umfassenden Beliebtheit erfreuten. Die Zugabe

des Halogens Iod, auch Brom, steigert

die Lebensdauer auf 2.000 bis 4.000

Stunden. Das Iod reagiert (zusammen mit

Restsauerstoff) mit den vom Glühdraht verdampften

Wolframatomen und stabilisiert

eine wolframhaltige Atmosphäre.

Die Neunziger und das Xenonlicht

In den Achtziger Jahren bekam in den USA

und in Skandinavien der weit verbreitete

Scheinwerfereinsatz Konkurrenz von den

aerodynamischen und jedem Fahrzeug angepassten

kompositiven Scheinwerfern. In

den Neunziger Jahren wurde das deutlich

hellere Licht der Xenon-Lampen eingeführt.

Unter Xenonlicht bei Kraftfahrzeugen

versteht man den Einsatz einer Gasentladungslampe,

die mit Xenon gefüllt ist,

anstelle einer Halogen-Glühlampe im Abblendlicht

oder Fernlicht.

Neue Trends im 21. Jahrhundert

Mit der Wende zum 21. Jahrhundert zeichneten

sich wiederum neue Trends ab. Das

adaptive, dem Kurvenverlauf folgende Licht

wurde eingeführt, während die nächste

technologische Revolution – die Einführung

der Leuchtdiode als Lichtquelle auch

für den Scheinwerfer – gerade bevorsteht

und die Nachtsicht mit Infrarotscheinwerfern

bereits in den ersten Versuchsstadien

steckt. Die Entwicklung der Fahrzeugbeleuchtung

scheint also noch lange nicht zu

Ende!

Quelle:

Henning Wallentowitz und Konrad Reif:

„Handbuch Kraftfahrzeugelektronik. Grundlagen,

Komponenten, Systeme, Anwendungen“

Die Kohlenfadenlampe war die erste elektrische Glühlampe für Automobile.


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Ein Scheinwerfer für alle Fälle

Vorstellung der nächsten AFL-Generation für den neuen Insignia

Neue Lichtfunktionen für bessere Sicht

Die neuen Lichtquellen basieren auf Bi-Xenon-Scheinwerfern.

Zahlreiche Fahrzeugsensoren geben der Steuerelektronik Informationen

über Streckenprofi l und Sichtverhältnisse. Eine Software

entscheidet, welche Lichtfunktion in der jeweiligen Fahrsituation

angemessen ist.

Stadtlicht

Das Stadtlicht bietet bei Geschwindigkeiten unterhalb von 50

km/h eine breitere, symmetrische Lichtverteilung mit reduzierter

Reichweite. Dadurch können Fußgänger am Straßenrand besser

erkannt werden. Das Spielstraßenlicht schaltet sich automatisch

ein, wenn die gefahrene Geschwindigkeit zwischen fünf und 30

km/h beträgt. Der Lichtkegel beider Scheinwerfer wird dabei um

acht Grad zum jeweiligen Straßenrand hin geschwenkt, um Fußgänger

oder spielende Kinder früher zu erkennen.

Landstraßen- und Autobahnlicht

Das Landstraßenlicht leuchtet den linken und rechten Fahrbahnrand

heller und weiträumiger aus als konventionelles Abblendlicht,

Objekte am Straßenrand werden früher erkannt. Das Licht

wird zwischen 50 und 100 km/h aktiviert, der Lichtstrahl reicht 70

Meter weit. Beim Autobahnlicht (über 100 km/h) wird die Lichtintensität

erhöht und die Scheinwerfer etwas höher eingestellt, somit

kann eine Blendung des Gegenverkehrs ausgeschlossen werden.

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Adaptives Fahrlicht (AFL+). Scheinwerfer mit neun automatischen Licht funktionen

sorgen für optimale Sichtverhältnisse in jeder Fahrsituation.

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keiten und die elektropneumatische Lendenwirbelstütze ermöglichen die

genaue Anpassung der Rückenlehne an die natürliche Haltung der Wirbelsäule.

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Das Schlechtwetterlicht aktiviert sich bei Regen oder Schneefall,

sobald der Regensensor eine bestimmte Menge Niederschlag feststellt

oder der Scheibenwischer mehrmals hintereinander betätigt

wird. Die Lichtleistung wird dann asymmetrisch verteilt: Rechts

wird sie zum besseren Erkennen der Leitmarkierungen erhöht,

links reduziert, um den Gegenverkehr weniger zu blenden.

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FlexRide. Passt das Fahrverhalten des Wagens Ihrem Fahrstil an.

Bietet die Auswahl zwischen drei Fahrmodi (Normal/Sport/Tour).

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Motor & Technik

39


Foto: istockphoto.com

Seniorenwohnungen. Das Geschäft der Zukunft.

Selbständig und unabhängig im Alter – geht das?

Von Birgit Nowak

„Für immer jung“ singt Andé Heller, aber wir alle wissen,

irgend wann kommt die Zeit des Alterns und wir müssen uns

überlegen, wie wir unseren Lebensabend verbringen wollen.

Ein immer beliebteres Modell sind die Seniorenwohnungen.

Früher war es das normalste der Welt, dass die Generationen zusammen

wohnten und die Jungen sich um die Alten kümmerten.

In der modernen Gesellschaft ist dieses Modell kaum mehr anzutreffen,

jede Generation wohnt für sich, oft nicht einmal im selben

Ort oder gar Bundesland. Die Alten sind somit großteils auf sich gestellt

und müssen die letzte Station ihres Lebens alleine meistern.

Lebt der Lebenspartner noch und ist man weitgehend gesund und

rüstig, so ist es vollkommen klar, dass man an der Wohnsituation

nichts verändern braucht. Fehlt allerdings die bessere Hälfte und/

oder eine Krankheit erschwert den Alltag, ist es an der Zeit, an

einen Umzug zu denken.

Was nun? Ab ins Heim?

Neben den bekannten Seniorenheimen, wo man mit mehreren

Bewohnern ein Zimmer teilt und ärztlich sowie kulinarisch versorgt

wird, etabliert sich mehr und mehr das Modell der Seniorenwohnung.

Diese kleinen Miet- oder Eigentumswohnungen sind

entweder an Seniorenheime angeschlossen oder aber bilden eine

eigene Siedlung mit bester Infrastruktur. In unmittelbarer Nähe –

oftmals sogar in der Siedlung - befi nden sich Ärzte, Apotheken,

Einkaufsmöglichkeiten, Cafés und Restaurants. In den altersgerechten

und barrierefreien Wohnungen sind mehrere Notfallknöpfe

angebracht, die alle mit einer Leitstelle verbunden sind. Drückt

man diese, wird ein Lautsprecher in der Wohnung aktiv und eine

Person erkundigt sich nach dem Befi nden. Bei Unfällen im häuslichen

Umfeld – eine der häufi gsten Gefahrenquellen für Pensionisten

– kann somit sofort für ärztliche Hilfe gesorgt werden. Ebenso

möglich sind Pfl egedienste, Reinigung, Einkaufshilfe sowie gesellschaftliche

Zusammenkünfte, Wellnessmöglichkeiten und Beauty-

40 Wohnen & Familie

Einrichtungen. Diese nennt man allerdings Seniorenresidenzen –

kostspielige, aber wunder bare Einrichtungen.

Warum nicht ins Heim?

Die Alten von heute sind schon lange nicht mehr mit den Alten

von früher zu vergleichen. Die modernen Senioren fahren auf Urlaub,

organisieren sich in Vereinen, treiben Sport und betätigen

sich sozialpolitisch und kulturell. Viele wollen ihre Selbständigkeit

und Unabhängigkeit auch im hohen Alter bewahren und nicht beobachtet

und kontrolliert werden, wie das in einem Seniorenheim

doch eher der Fall ist. Dennoch ist klar, dass ein gewisses Maß an

Hilfe und Unterstützung sein muss, die Seniorenwohnungen bieten

durch die Infrastruktur einen wunderbaren Kompromiss. Und

noch etwas: Spazieren Sie einmal durch eine Seniorenwohnsiedlung

und besuchen Sie anschließend ein Seniorenheim. Wetten,

dass Sie den stimmungsmäßigen Unterschied augenblicklich erfassen

werden?

Schlechtes Gewissen? Sicher nicht!

Ich habe schon oft gehört, dass viele alte Leute aufgrund der Kosten

ein schlechtes Gewissen haben, denn diese verzehren oftmals

die kompletten Ersparnisse sowie die hartverdiente Pensionszahlung.

Und dann haben die Kinderleins und Enkeln ja gar nichts

mehr zu erben. Aber ganz ehrlich? Schluss damit. Das ganze Leben

lang wurde gearbeitet, jetzt ist es an der Zeit sich zurückzulehnen

und die Annehmlichkeiten zu genießen, die das Alter noch bringt.

Ich würde es zum Beispiel meiner Mama von Herzen gönnen, und

mir später dann sowieso!

Wenn die Pyramide Kopf steht ...

Von Sonja Knotek

Weniger Geburten und eine steigende Lebenserwartung

führen in Österreich zu einer demografi schen Verschiebung. In


30 Jahren wird es mehr 80-Jährige als

15-Jährige geben.

Der Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung

sinkt, jener der Älteren steigt.

Der Bevölkerungsanteil der unter 15-Jährigen

wird 2050 nur mehr bei knapp über

12 Prozent liegen. Nur noch rund 990.000

Öster reicher werden 2050 zwischen 18 und

29 Jahren sein. Rund 3 Millionen Österreicher

werden 2050 über 60 Jahre sein

und es wird dann um 226 Prozent mehr

über 80-Jährige geben als derzeit.

Menschen werden immer älter

Nach den Ergebnissen der aktuellen Prognose

der Statistik Austria wird die Bevölkerung

Österreichs auch in Zukunft weiterhin

stark wachsen, und zwar bis auf 9,52

Millionen im Jahr 2050. Die Altersstruktur

verschiebt sich deutlich hin zu den älteren

Menschen. Medizinische Versorgung und

moderner Lebensstil lassen die Menschen

immer älter werden. Stehen derzeit 22

Prozent der Bevölkerung im Alter von 60

und mehr Jahren, so werden es mittelfristig

(2020) rund 26 Prozent sein, langfristig (ca.

ab 2030) sogar mehr als 30 Prozent. Der

Alterungsprozess wird im Wesentlichen

alle Bundesländer betreffen, allerdings mit

unterschiedlicher Intensität. Wien wird

sich mittelfristig zum demografi sch jüngsten

Bundesland Österreichs entwickeln.

Starke Rentnerjahrgänge

Der aktuelle Altersaufbau der Bevölkerung

hat – neben den Annahmen zu den Bewegungskomponenten

– großen Einfl uss auf

die künftige Entwicklung. Die Prägekraft

lange zurückliegender Entwicklungen und

Ereignisse zeigt sich daran, dass gegenwärtig

noch die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise

der 1930er-Jahre oder der

Weltkriege zu erkennen sind. Heute gehören

die Menschen im Alter von knapp 40

Jahren, die Mitte der 1960er-Jahre geboren

wurden, zu den stärksten Jahrgängen,

die jüngeren Jahrgänge weisen deutlich

weniger Angehörige auf. Starke Jahrgänge

bilden auch die um das Jahr 1940 Gebo-

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renen, die jetzt über 60 Jahre alt sind. Bei

den etwa 30-Jährigen ist ein starker Einschnitt

zu erkennen, hier handelt es sich

um die etwa ab 1970 Geborenen. Dieser

und die jüngeren Jahrgänge sind wesentlich

schwächer besetzt als die Jahrgänge

der 30 bis etwa 65 Jahre alten Einwohner.

Schon daran lässt sich erkennen, dass es

in 20 bis 25 Jahren starke „Rentnerjahrgänge“

– ab 60 bzw. 65 Jahren – geben

wird, denen schwächer besetzte jüngere

Jahrgänge (die heute jünger als 30 Jahre

sind) gegenüber stehen werden. Im Jahr

2050 schließlich werden die Anfang bis

Mitte 60-Jährigen (um 1990 Geborene) die

stärksten Jahrgänge bilden und in Österreich

relativ viele Frauen im Alter von etwa

80 Jahren leben (um 1970 Geborene).

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WOHNEN & FAMILIE

Wohnen & Familie

41


Illustration: istoclphoto.com

Familienleben in der mobilen Gesellschaft

Fluch oder Segen? Von Birgit Nowak

SMS, MMS, E-Mail, facebook-Nachricht, FAX oder schlicht und einfach ein Anruf am Handy oder Festnetz: Wir sind für unsere

Lieben den ganzen Tag erreich- und verfügbar – und irrsinnig fl exibel. Das stresst doch gewaltig, oder etwa nicht?

Fakt ist, dass die Technik nicht nur in die

Büros, sondern auch in unsere Haushalte

und Familien Einzug gehalten hat. So gut

wie jeder Teenager verfügt heute schon

über ein eigenes Handy, manche Kids

oftmals sogar schon im Volkschulalter. In

jedem Heim steht mindestens ein PC mit

Internetanschluss, wir sind also auf Schritt

und Tritt erreichbar – und verfügbar.

Jeder zeit. Und vor allem überall!

Zusammengehörigkeitsgefühl

Toll daran ist, dass wir

dadurch irgendwie den

ganzen Tag beieinander

sind. Die kleine

Tochter verschmiert

beim Mittagstisch ihr

komplettes Gesicht

mit der Spagetti-

Sauce. Das ist doch

so zuckersüß, das

schicken wir dem

Papa jetzt via MMS

ins Büro. Der erhält

die Nachricht und

ruft natürlich sofort

zurück, weil er die

Prinzessin eh viel zu

wenig sieht und sich natürlich

sehr über das Foto

gefreut hat. Das wollte er

nur schnell mal sagen vor der

nächsten Besprechung. Gleich

darauf hinterlässt er im facebook einen

Status, dass er so verliebt in seine

kleine Tochter ist, was natürlich viele seiner

Freunde wohlwollend kommentieren.

Auch sie haben teil an seinem Familienglück.

Alle gemeinsam. Das ist doch schön,

oder?

Morgens Wr. Neustadt – mittags London

– und am Abend wieder daheim

Ein weiteres Phänomen unserer Zeit ist

auch das Zusammenwachsen der Welt.

Nicht nur Internet & Co., welche das Kom-

42 Wohnen & Familie

munizieren über den gesamten Erdball ermöglichen

und vereinfachen, sondern auch

die moderne Luftfahrt bringt uns in kürzester

Zeit aus- und wieder zueinander. Mama

hat ein Meeting in London? Kein Problem,

am Abend ist sie dennoch wieder daheim!

Vor ein paar Jahrzehnten noch war das undenkbar,

ging doch gerade mal wöchentlich

ein Flieger nach London oder retour.

Heute starten pro Tag alleine von Wien

rund 30 Flüge in die Hauptstadt Großbritanniens!

Somit sind Reisebereitschaft und

Flexibilität im Beruf keine Gründe mehr für

Familiendramen. Und sollte es dennoch

mal notwendig sein, einen längeren Auslandsaufenthalt

in Kauf nehmen zu müs-

sen, dann skyped man mit der Webcam vor

dem Schlafen gehen noch ein Gute-Nacht-

Bussi mit den lieben Kinder leins.

Nur Vorteile?

Aber die moderne Kommunikationstechnik

und Flexibilität hat nicht nur Vorteile,

das ist klar. Allzu oft werden Handy

oder Computer zur Überwachung

des Partners oder der Kinder

eingesetzt, was die Privatsphäre

massiv verletzt. Es

gibt bereits technische

Möglichkeiten, die den

Aufenthaltsort eines

Handybesitzers

punktgenau bestimmen

können.

Oder die SMS, beziehungsweise

E-

Mail-Nachrichten,

werden heimlich

gelesen - auch nicht

die feine Art, aber

passiert. So mancheBeziehungskrise

wurde durch

heimliche Schnüffelei

ausgelöst. Ebenso

negativ ist die Störung

der Konzentration des

Kontaktierten. Sei es jetzt

der Anruf der Teenie-Tochter

mit der Fortsetzung des Streits

vom Frühstück, der den Papa im

Auto erreicht und ihn schwerwiegend

vom Straßenverkehr ablenkt, oder

die nervige E-Mail vom Schwiegervater ins

Büro mit der Bitte, ihm noch zwei Karten

fürs ohnehin ausverkaufte Konzert zu besorgen.

Beides hat im Arbeitsalltag nichts

zu suchen, lenkt ab und stört die Konzentration

im Berufsleben.

Jeder sollte also für sich selbst entscheiden,

wie viel Technik er in sein Familienleben

integrieren möchte. Möglich ist

viel – gut nicht immer alles.


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Wohnen & Familie 43


Fotos: isotckphoto.com

Kinderbetreuung in der modernen Gesellschaft.

Ein unkonventionelles Modell

Von Birgit Nowak

Städtischer Kindergarten, Privatkindergarten, Tagesmutter,

Kinderkrippe, Betriebskindergarten, Au-pair, Kindermädchen

… alles da. Alles gut. Keine Frage. Aber sind sie fl exibel genug,

um uns Eltern in unserer Berufstätigkeit zu unterstützen?

Oder braucht es da mehr?

Wir Wiener Neustädter haben zum Glück einige Möglichkeiten, unseren

Nachwuchs während der Arbeitszeit betreuen zu lassen. Ich

habe allerdings neulich in einer Elternzeitschrift über ein ziemlich

unkonventionelles Modell gelesen, das meiner Meinung nach Potenzial

für die Zukunft hat: die Familienrunde! Bis zu vier Familien

mit etwa gleichaltrigen Kindern koordinieren ihre Arbeitszeiten

so, dass immer einer einen Tag lang auf den Nachwuchs schauen

kann. Wäre das vielleicht etwas für Sie?

Wie die Familienrunde entsteht

Oft kennt man durch Mütterrunden, Forums-Treffen, Eltern-Kind-

Zentren oder Spielplatzbekanntschaften doch ein paar Mütter oder

Väter mit gleichaltrigen Kindern. Man trifft sich öfters privat auf

einen Kaffee, die Kinder spielen miteinander, man tastet sich gegenseitig

ab, wie die Einstellung zum Thema „Kindererziehung“

ist und wie die Wertvorstellungen zueinander passen. Und man

kommt im besten Falle drauf, dass man auf einer ziemlich ähnlichen

Welle schwimmt. Der Arbeitsstart rückt näher und das

mulmige Gefühl im Bauch wächst, das heißgeliebte und behütete

Kind jemandem vollkommen Fremden übergeben zu müssen. Die

Familienrunde ist nicht fremd. Man kennt sich, hat gemeinsame

Unter nehmungen getätigt, die Kinder kommen bestens miteinander

aus. Warum diese angenehme Situation nicht nützen?

44 Wohnen & Familie |

Kids Story

Der Vorteil

Kinderbetreuung kostet im Normalfall Geld. Die private Betreuung

durch Tagesmutter, Au-pair oder Kindermädchen naturgemäß

mehr als ein Krippen- oder Kindergartenplatz. Die Familienrunde

kostet nichts zusätzlich, denn jede Familie investiert genau den

gleichen Betrag zur Betreuung der Kinder, die einmal die Woche

anwesend sind. Die meisten Eltern, die aus der Karenz in die Arbeitswelt

zurückkehren, steigen mit 20 oder 25 Stunden wieder

in eine Teilzeitbeschäftigung ein. Somit bleibt leicht ein Tag in der

Woche, an dem man die Betreuung der kompletten Bande übernehmen

kann. Und an allen anderen Tagen weiß man das Kind in

besten Händen. Nicht zu vergessen ist auch die Abwechslung, die

man den Kindern damit bietet. Jede Familie hat andere Wohngegebenheiten

und anderes Spielzeug daheim. Die einen haben ein

Haus mit großem Garten und Pool, die anderen die tolle Autorennbahn

mit den Flitzeautos. Wenn nicht jeden Tag das gleiche Spielzeug

greifbar ist, bleibt es vielleicht auch länger interessant.

Der Nachteil

Niemand von uns Müttern und Vätern hat im Normalfall eine pädagogische

Ausbildung. Somit handeln natürlich alle Beteiligten

nach Gefühl und agieren mit Hausverstand in der Betreuung der

eigenen und auch anvertrauten Kinder. Deswegen muss man sich

unbedingt über die Eckpfeiler der Kindererziehung einig sein und

großes Vertrauen in alle Mitglieder der Familienrunde haben. Dennoch

kann es eben durch die vielen Betreuer zu Konfl iktsituationen

kommen, die man ansonsten nur mit einer Betreuungsperson

zu klären hätte. Bei der Familienrunde müssen sich alle miteinander

an einem Tisch wiederfi nden und eine gemeinsame Lösung

zum Wohle aller erarbeiten.

Ich denke, für viele Familien wäre diese Familienrunde als Betreuungsform

eine tolle Bereicherung!


Aus dem Nähkästchen

Ein Ball war angesagt. Der erste dieser Art, von Banken, Gewerbetreibenden

sowie diversen Organisationen ins Leben gerufen

und auch gesponsert. Eingeladen von Schwester und Schwager

verfolgten der beste Ehemann von allen und ich das Geschehen im

schönsten Schloss unserer Region.

Wieder fi el mir auf, dass Schwester und Schwager den größten Teil

der Ballbesucher kannten, sie wurden am Tisch von Vorbeigehenden begrüßt, geküsst, es wurde

das letzte Treffen besprochen, beim Flanieren konnten sie keinen Schritt machen, ohne jemandem

zuzuwinken, ein paar Worte auszutauschen, über den neusten Klatsch schallend zu lachen, es wird

nach Kindern gefragt, nach Enkelkindern, man erkundigt sich nach den Eltern, bespricht Krankheiten;

es fi ndet sozusagen das „update“ der letzten Wochen statt.

Man ist selbständig in einem Beruf, wo man Klienten aus allen Berufsgruppen hat, und mit ihnen

teilweise auch privat verkehrt.

Man ist in der Gemeinde aufgewachsen, Eltern und Geschwister in angesehenen öffentlichen Ämtern,

selbst Gemeinderat, Jäger, Pfarrgemeinderat, beim Kirchenchor, Männergesangsverein, ..

Man ist Anlaufstelle beim Roten Kreuz, Essen auf Rädern, für plötzlich Bedürftige …

Kein Wunder, dass meine Schwester immer in Eile ist, nur aus dem Auto telefoniert, um ja keine

Zeit zu versäumen, kein Wunder, dass sie auch nachts noch ins Büro geht, um ihrer Arbeit nachzukommen,

da sie sich tagsüber oder an Wochenenden bei Bedarf auch noch um ihre Enkelkinder

kümmert. Kein Wunder, dass sie zwar weiß, wie ein Liegestuhl aussieht, aber selten darin gelegen

ist. Auch der Pool ist immer zugedeckt, wird er auch benützt?

Ja, es gibt sie, die Leute, die eine funktionierende Ehe und Familie haben, den Glauben im Herzen,

und das Herz auf der Zunge, die Leute, die sich mit ehrlicher Freude um andere kümmern, die

Veranstaltungen planen und durchführen, kochen und backen, um dann den Reinerlös jemandem

zu überreichen, der wirklich in Not ist, und der Blick aus den erstaunten Augen ist Dank genug.

Es gibt sie, die Menschen, die erst an sich selbst denken, wenn getan ist, was getan werden musste.

Es gibt sie, unsere Mitmenschen, die die Kraft haben, die Energie und den Glauben an das Gute,

ohne Rücksicht auf die eigene Müdigkeit, die immer gut gelaunt sind, denn sie schöp fen Kraft aus

dem, was sie tun.

Da sind nicht jene Leute, die in den Seitenblicken zu sehen sind, sondern jene, die ohne auf Dank

zu warten, ihren Teil zu einer funktionierenden Gesellschaft beitragen und die dafür unsere besondere

Anerkennung verdienen.

Nähkästchen

| Wohnen & Familie

45


Fotos: Dominik Peer

„Jump for Joy!“

von Gudrun Blümel

Eine Hausmauer, eine Parkbank, Mülltonnen, ... Das ist nichts

Außergewöhnliches, sagen Sie? Nun, so mancher sieht das

anders, denn für die Fans der Sportart Parkour bedeutet all das

nur eines: „Herausforderung!“

Jahrtausende hindurch ist der Mensch immer wieder auf der

Flucht gewesen – vor wilden Tieren, vor Feinden, vor der Witterung.

Da man in der zivilisierten Gesellschaft zum Glück nur wenig

in diese Verlegenheit kommt, es manche aber dennoch als Reiz

empfi nden, diverse Hindernisse zu überwinden, bahnt sich eine

Sportart namens „Parkour“ unaufhaltsam ihren Weg.

Egal, ob Garagen, Mauern, Parkbänke – nahezu überall fi ndet der

„Traceur“, wie der Ausführende im Fachjargon genannt wird, einen

Reiz, Hindernisse zu überwinden. Die Sportart, welche einst

tatsächlich im Krieg seinen Ursprung fand, wurde von dem Franzosen

David Belle begründet. Ein Kamerad brachte Bells Vater

im Krieg bei, wie man möglichst schnell Hindernisse bezwingt.

Weiter gegeben an Sohn David Belle, baute dieser das Gelernte

aus und wandte es auf der Straße an – so gilt Belle als Vorreiter

und begründete die heutige Philosophie von Parkour, die besagt

Hindernisse schnell, effi zient und sicher zu überwinden.

Parkour lernen, aber richtig!

Nun erobert Pakour zunehmend Wiener Neustadt. Die bereits bestehende,

aber bis jetzt noch kleine Szene möchte der gebürtige

Neustädter Dominik Peer ausbauen. Ab dem Herbstsemester star-

46 Sport & Gesundheit

ten die Trainingseinheiten in der Turnhalle des BORG. Der diplomierte

Sportlehrer wird die Basistechnik anhand des methodischen

Aufbaus erörtern, damit die Teilnehmer die Bewegungen

richtig lernen. Für Techniken, bei denen Peer noch kein Aufbau

bekannt war, entwickelte er selbst methodische Wege.

Zu Beginn wird viel Zeit in Übungen – wie Körperspannung, Kraft,

Präzision, Konzentration, Schnelligkeit, Ausdauer und Balance, um

nur einige zu nennen - gesteckt, denn wem die körperlichen Voraussetzungen

fehlen, der läuft Gefahr, sich zu verletzen. Anhand

der Darstellung des Grundkonzepts verringert sich das Risiko und

ermöglicht dem angehenden Traceur, sich später im Freien besser

einschätzen zu können. Selbstverständlich üben auch noch die

Erfahrenen eifrig, denn bekanntlich macht ja erst die Übung den

Meister!

Mit eigenem Stil zum ultimativen Fun-Faktor

Ist die Basis einmal gesetzt, liegt es an jedem Einzelnen, den eigenen

Stil zu fi nden. Für Peer ist wichtig, dass keiner in eine Schiene

gepresst wird, sondern dass jeder seinen individuellen Weg fi ndet.

Hat man den entdeckt, mache es, so Peer, am meisten Spaß. Der

Meinungsaustausch und somit das Voneinander-lernen stehen bei

den Treffen ebenfalls ganz oben, denn durch die Sportart soll sich

nicht nur der Körper, sondern auch der Geist weiterentwickeln.

Die Devise lautet also: „Nicht nur urbane Hindernisse, auch Hindernisse

im Leben sollen schnell und effi zient überwunden werden.“

Die Ausrichtung nach Effi zienz ist übrigens auch der Grund, warum


man bei Parkour Wettbewerbe vergebens

suchen wird.

Spezielle körperliche Voraussetzungen sind

für den Sport nicht erforderlich. Es kommt

stets drauf an, wie intensiv man ihn betreiben

möchte. Bereits anspruchsvollere

„Traceure“ sollten jedoch über eine bessere

Kondition verfügen, um höhere Sprünge

bewältigen zu können.

Eine Einheit – mehrere Sportarten

Trainiert wird nicht nur Parkour, sondern

auch Freerunning sowie Martial Arts Tricking.

Weiters lehrt Dominik Peer Tricks

mit verschiedenen Waffen und Geräten, um

den Unterricht so abwechslungsreich wie

möglich zu gestalten. Zum Training kommen

Leute, die verschiedenste Sportarten

ausüben, und gerade das macht die Besonderheit

aus, denn jeder lässt neue Ideen

einfl ießen und soll schließlich das herauspicken,

was er am liebsten macht und sich

dadurch weiterentwickeln.

Homepage: www.fl owinmotion.at

E-Mail: info@fl owinmotion.at

Trainingseinheiten:

Erwachsene ab 16 Jahren:

Montag: 19:30 bis 21:30 Uhr

Donnerstag: 19 Uhr bis 21 Uhr

Samstag: 16 bis 18 Uhr

Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren:

Freitag von 19 bis 21 Uhr

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SPORT & GESUNDHEIT

Sport & Gesundheit

47


Sporttrends-

Trendsport

Nicht alle Rocker sind gleich!

Die Rocker Technologie wurde so weiterentwickelt, dass verschiedene

Fahrstile davon profi tieren können. Durch das Optimieren des

Shapes, die einzigartige Profi lierung und den verbesserten Grip

der Pressure Distribution Kanten auf den V-Rocker Boards ist es

gelungen, Kantenverhalten, Stabilität und allgemeine Steuerbarkeit

auf neue Art zu verbessern. Ob für Park, Powder oder einfach

nur zum Herumcruisen – wir haben für alles den richtigen Rocker.

Der „Doppeldecker-Schi“

Gleich zwei Mal wurde die Doubledeck Technologie des Skiherstellers

„Atomic“ aus Altenmarkt mit einem Innovationspreis

ausgezeichnet. Bei der einzigartigen Doubledeck Bauweise sind

zwei separat hergestellte Ski freigleitend miteinander verbunden.

Der Unterski (Adapterdeck) passt sich der Piste an. Der Oberski

(Controldeck) verteilt die vom Fahrer eingesetzte Kraft in jeder

Schwungphase optimal. Mit der Doubledeck Technologie erfolgt

somit eine automatische Anpassung an das individuelle Fahrverhalten

und die Pistenverhältnisse, Radius und Biegeverhalten

(Flex) sind erstmals variabel.

Noch mehr Information: www.atomicsnow.com/doubledeck

48 Sport & Gesundheit

Der V-Rocker, mit dem man im Park wie im Powder Spass hat, ist

eine Dreipunkt-Konstruktion, bei dem ein Punkt zwischen und die

beiden anderen vor den Füssen liegen. Diese Konstruktion, die die

Vorspannung wegnimmt, verbessert die Kantenkontrolle zwischen

den Bindungen und setzt die Kontaktpunkte an Tip und Tail frei,

was Hang-ups vermeidet, Stabilität und Sprungkraft verbessert

und maximalen Spass garantiert. Das klingt jetzt nach relaxten,

skate-ähnlichen Sessions – Boards mit V-Rocker garantieren aber

dank des guten Grip der Pressure Distribution Kanten präzise und

schnelle Kantenwechsel.

Den V-Rocker gibt es auf dem neuen Custom V-Rocker, dem neuen

Joystick, Hero, X8V, X8, Hero LTD und Blunt.


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49


Fotos: Florian Sitter

Wie ein Fisch im Wasser ...

Er schwimmt ganz oben auf und immer vorne mit dabei – der

Wiener Neustädter Florian Janistyn. 2700 traf den sympathischen,

aufstrebenden Freistilschwimmer über 400, 800 sowie

1.500 Meter und bekam Einblicke – sowohl in sein berufl iches

als auch privates Leben.

2700: Woher kam die Leidenschaft zum Schwimmen und wie

lange üben Sie diesen Sport schon aus?

Janistyn: Das entwickelte sich allmählich. Am Anfang ging ich mit

meinem Bruder in einen Schwimmkurs und es wurde immer mehr.

Ich trainierte, dann kamen die ersten Wettkämpfe und mit ihnen

die ersten Erfolge. Michael, mein Bruder, trainierte während der

Schulzeit täglich professionell, hörte aber dann auf. Er war immer

mein Vorbild, bis ich irgendwann schneller war als er. Derzeit bin

ich beim Bundesheer als Leistungssportler in der Südstadt stationiert.

Mit dem Schwimmsport verdiene ich seit drei Jahren, also

seit ich beim Bundesheer bin. Seit ungefähr elf Jahren trainiere

ich sechs bis sieben Mal die Woche. Hobby konnte man das schon

damals nicht mehr nennen, man wächst hinein.

2700: Was geht einem Schwimmer während des Schwimmtrainings

durch den Kopf?

Janistyn: Man denkt über Dinge nach, die passiert sind. Während

ich noch in die Schule ging, dachte ich über Aufgaben nach, mit

denen ich nicht zurecht gekommen bin. Sonst denke ich: „Wer ist

der Typ vor mir, wer ist der Typ hinter mir, wer überholt mich

gerade, wen überhole ich gerade?“ Manchmal ist es auch zu anstrengend,

sodass man gar nichts denken kann. Wenn man mehr

schwimmt, muss man sich konzentrieren, damit man sich nicht

verzählt. Man muss sich die Technik im Kopf vorstellen und diese

50 Sport & Gesundheit

möglichst gut im Wasser umsetzen.

Interview geführt von Gudrun Blümel

Florian Janisty trainiert bis zu 30 Stunden pro Woche im Wasser.

2700: Ein Tag mit Florian Janistyn: Wie sieht der in knappen

Sätzen aus?

Janistyn: Nach dem Frühstück steht, wenn es etwas gibt, Organisatorisches

an. Weiters folgt ein Training von eineinhalb bis drei

Stunden, danach gehe ich eine Runde schlafen. Anschließend

lerne ich eine Stunde und nach dem Mittagessen mache ich noch

einmal eine Lernsession, wenn es meine Konzentration zulässt.

Darauf folgen ein bis eineinhalb Stunden Trockentraining in der

Kraftkammer oder Lauftraining, Ergometertraining, manchmal

auch nur Gymnastik und dann wird noch einmal eineinhalb bis

drei Stunden geschwommen. Hinzu kommen noch regenerative

Maßnahmen wie Massagen, Sauna oder Warmwasser, damit man

das Training besser verkraftet und sich am nächsten Tag noch bewegen

kann.

2700: Wie viele Stunden pro Woche trainieren Sie?

Janistyn: Das ist ganz unterschiedlich. In der Belastungsphase

trainiere ich rund 30 Stunden in der Woche im Wasser und vier bis

fünf Stunden am Land. Das ist aber dann schon sehr viel. Wenn ich

weniger trainiere, komme ich nicht über 15 Stunden hinaus.

2700: Wie oft führt Sie der Schwimmsport ins Ausland und haben

Sie auch Heimweh nach Wiener Neustadt?

Janistyn: Das ist davon abhängig, wie viele Wettkämpfe ich pro

Saison habe. Ungefähr sind es zwei bis drei Großeinsätze im Ausland

und drei bis vier Mal Trainingslager - zum Beispiel in Italien

oder Spanien, Deutschland, aber auch in Österreich. Wenn einem


Lebenslauf:

Florian Janistyn wurde am 22. April 1988 in Wien geboren. Nach

der Volksschule, St.Christiana in Wiener Neustadt (1994–1998),

besuchte er das Klemens-Maria Hofbauer Gymnasium (1998-

2006) in Katzelsdorf, wo er maturierte. Seitdem ist Janistyn als

Leistungssportler beim Bundesheer und studiert JUS.

ein Ort gefällt, bleibt man meistens dabei. Heimweh habe ich selten.

Ich bin sehr gerne zu Hause, aber es ist nicht so, dass es mir so

wenig gefällt, dass ich unbedingt nach Hause muss. Ich war auch

schon bei der WM in Australien 2007, in Peking 2008, Bangkok,

Indien, ansonsten in Europa. Der Nachteil beim Schwimmsport ist,

dass man nur die Bäder sieht. Die Wettkämpfe sind am Sonntag zu

Ende und am Montag fl iegt man schon wieder heim.

2700: Haben Sie ein großes Vorbild?

Janistyn: Früher war es sicher mein Bruder Michael, jetzt ist es Ian

Thorpe. Der Sportler aus Wiener Neustadt schlechthin ist natürlich

Werner Schlager, er ist in sportlicher Hinsicht sehr zu bewundern.

Beim Training in Wiener Neustadt sieht man immer wieder „ältere“

Schwimmer, auch bei kleineren Wettkämpfen. Michael Voelgyes

ist ein guter Freund von mir – mit ihm bin ich auch schon Staffeln

geschwommen.

2700: Welches Ziel peilen Sie an?

Janistyn: Langfristig ist mein Blick auf die Spiele in London gerichtet.

Die jetzige Saison-Zielsetzung kann ich noch nicht nennen,

weil es noch keinen Zeitplan für Wettkämpfe gibt. Im Winter fi ndet

eine Kurzbahneuropameisterschaft statt, bei der ich an den Start

gehen möchte. Und im Sommer wird eine Langbahneuropameisterschaft

veranstaltet, bei der ich hoffentlich dabei bin.

2700: Welchen Stellenwert hat der Schwimmsport Ihrer Meinung

nach in Österreich?

Janistyn: Einen sehr hohen, denn durch den Erfolg von Markus

Rogan, Mirna Jukic & Co ist er gestiegen. Wieviel mehr noch in

Körperbeherrschung, Disziplin und die Freude an der Bewegung

sind Janistyns Erfolgsgeheimnisse.

einem Land möglich ist, das sehr auf Wintersport und Fußball gerichtet

ist, weiß ich nicht. Es kommt darauf an, welche Erfolge

sich in nächster Zeit einstellen werden. Der Schwimmsport erlebt

einen Boom, die Kinder-Schwimmkurse sind voll und wenn

gute Nachwuchsarbeit geleistet wird, wird es sicher noch weiter

aufwärts gehen. Es kommt ebenso auf wirtschaftliche Faktoren

an. Die Leute haben weniger Geld, können weniger investieren,

Sponsoren springen teilweise ab. Die Geschichten mit den Dopingaffären

– auch in Österreich – sind natürlich nicht förderlich, weil

die Meinung der Allgemeinheit sinkt. Dann heißt es: „Es ist egal,

welche Sportar – die dopen eh alle!“ Einzelfälle wird es immer

geben, doch ich hoffe, dass der Schwimmsport rein ist und rein

bleibt. Es ist immer alles zu relativieren.

2700: Wird der Schwimmsport ihr ganzes Leben füllen oder haben

Sie vor, nach dem Ende Ihrer Karriere einen anderen Beruf anzustreben?

Janistyn: Irgendwann ist bei mir sicher Schluss. Ich möchte immer

wieder schwimmen gehen und mich fi t halten, weil es mir Spaß

macht. Wenn ich längere Zeit nicht schwimmen war, verspüre ich

einen Bewegungsdrang und wenn ich dann ins Wasser springe,

fühle ich mich wie ein Stein. Mir macht es Spaß, meinen Körper

zu belasten. Es ist ein schönes Gefühl, vom Sport ermüdet zu sein

und wenn man etwas leistet. Viele Sportler laufen, nachdem sie

mit dem Schwimmen aufgehört haben, Gefahr, ihre Figur zu verlieren.

Das möchte ich bei mir nicht. Ich habe vor, immer sportlich

zu bleiben, in welche Richtung auch immer.

2700: Vielen Dank für das interessante Gespräch!

Sport & Gesundheit

51


Foto: istockphoto.com

UNSER HERZ –

TIPPS, UM DIE PUMPE

GESUND ZU HALTEN

VON PHILIP DE MARÉ

Das Herz ist der Motor des Lebens.

Im Durchschnitt 300 bis 350 Gramm

schwer, pumpt es in Ruhe 50 bis 80 Mal

pro Minute etwa 5 Liter Blut durch unseren

Körper. Es leistet während unseres

Daseins kontinuierlich Schwerarbeit, um

uns am Leben zu erhalten.

Heben Sie heute schon eine Tasse Tee getrunken?

Je nach dem, wie lange Sie für

das Trinken dieser Tasse gebraucht haben,

hat Ihr Herz in dieser Zeit ein Mehrfaches

dieser Menge in Form von Blut durch Ihren

Körper gepumpt, denn das Volumen einer

Tasse Tee entspricht ungefähr der Menge

Blut, die pro Herzschlag ausgestoßen wird.

Als unser Lebensmotor wird das Herz als

Zentrum des Körpers gesehen, als Symbol

des Lebens, aber auch als Sitz der Gefühle

und Emotionen. Den ersten Herzschlag erfahren

wir im Mutterleib am 23. oder 24.

Tag, danach schlägt dieses Muskelpaket

kontinuierlich und unser Leben lang bis zu

unserem Tode - bis zu 4 Milliarden Mal.

Um einen Eindruck der Leistungsfähigkeit

des Herzens zu bekommen, kann man sich

folgende Zahlen vor Augen halten: Wenn

man im Schnitt eine Herzfrequenz von

70 pro Minute annimmt, ergibt das 4.200

Herzschläge pro Stunde, 100.800 pro

Tag, 36.800.000 pro Jahr. Das Herz eines

40- Jährigen hat dann bereits 1.472.000.000

Mal geschlagen (eine Milliarde und vierhundertzweiundsiebzig

Millionen)!

In Kenntnis dieser Zahlen sollte man meinen,

dass das Herz von jedem gehegt und

gepfl egt wird. Dass dem nicht so ist, be-

Das Herz

• wiegt etwa 0,5 % unseres Körpergewichts (ca. 300-350 g)

• schlägt in der 4. Schwangerschaftswoche beim Fötus das erste

Mal

• schlägt während unseres Lebens bis zu 4 Milliarden Mal mit

einer Normalfrequenz zwischen 50 und 80 pro Minute

52 Sport & Gesundheit

weist die Tatsache, dass Herz-Kreislauferkrankungen

die häufi gsten Todesursachen

in der westlichen Welt sind.

Das Schlagwort dabei heißt: Arteriosklerose

– die Gefäßverkalkung. Dabei kommt

es zu Kalkablagerungen in den Arterien, in

weiterer Folge zu Gefäßeinengungen bis

zum Gefäßverschluss. Die Durchblutung des

Herzens wird durch drei Herzkranzgefäße

sichergestellt. Diese gehen direkt nach

dem Abgang der Hauptschlagader (Aorta)

in die Herzmuskulatur ab. Wenn diese verengt

sind, spricht der Arzt von „koronarer

Herzkrankheit“ (KHK). Bei Anstrengung

kommt es dann zu einer Unterversorgung

der Herzmuskulatur und zu Brustschmerzen

(Angina pectoris). Wenn sich ein Gefäß

schließlich schließt, spricht man von einem

Herzinfarkt. Muskelgewebe geht dabei unwiederbringlich

zu Grunde.

Risikofaktoren für die Arteriosklerose sind

Übergewicht und ungesunde Ernährung

(erhöhte Blutfette und hoher Cholesterinspiegel),

erhöhter Blutzucker (Diabetes mellitus),

Rauchen, Bluthochdruck und Bewegungsarmut.

Ein wichtiger Faktor ist dabei

auch Stress - positives Denken und positive

Lebenseinstellung beugen anderer seits

dem Herzinfarkt erwiesenermaßen vor.

Was kann ich also tun, um die Pumpe fi t

zu halten?

Bewegung ist eine wichtige Säule, um das

Herz gesund zu halten. Dabei ist es nicht

notwendig, Leistungssport zu betreiben

oder den nächsten Fünftausender zu erklimmen.

Regelmäßige Spaziergänge über

20 Minuten reichen aus, um den Fortschritt

der Gefäßverkalkung wesentlich einzubremsen.

Ausdauersportarten wie Joggen,

Schwimmen und Radfahren sind besonders

dafür geeignet, dem Herzinfarkt den

Kampf anzusagen. Für Neu- und Wiedereinsteiger

in ein sportlich aktives Leben ist

es auch besonders wichtig, seine Grenzen

zu kennen und nicht durch falsches Training

und eigene Überschätzung gesundheitliche

Schäden davonzutragen. Hier

können sportmedizinische Untersuchungen

sinnvoll sein.

Ebenso ist eine gesunde Ernährungsweise

von größter Bedeutung. Übergewicht, zu

viel tierisches Eiweiß und Fett führen zu

erhöhtem Cholesterinspiegel und erhöhten

Blutfetten. So genannte Trans-Fettsäuren

sind hier besonders schädlich, viel enthalten

in gebackenen, frittierten und gegrillten

Speisen (dazu zählen auch die Topfengolatsche

oder Kartoffelchips!). Diese Substanzen

lagern sich in die Gefäßwände ein,

führen dort zu chronischen Entzündungsreaktionen

und zur Arteriosklerose. Herzinfarkt

und Schlaganfall sind die Folgen. Um

dies zu vermeiden, sollte eine ausgewogene

Ernährung mit viel Obst, Gemüse und

Vollkornprodukten eingenommen werden.

So nehmen Sie so genannte Antioxidantien

zu sich, zum Beispiel Vitamin E oder C, die

einen schützenden Effekt auf die Gefäßwand

haben. Die mediterrane Kost ist hier

besonders hervorzuheben, da sie - reich an

Olivenöl und Fisch - viele wertvolle, mehrfach

ungesättigte Fettsäuren enthält.

Der echte Killer für unsere Gefäße und somit

auch für die drei Herzkranzgefäße ist

das Rauchen. Rauchen ist der stärkste, beeinfl

ussbare Risikofaktor für Herzgefäßerkrankungen

und Herzinfarkte. 98 Prozent

aller Herzinfarktpatienten unter 40 Jahren

sind Raucher!

Ebenso der Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)

ist ein begünstigender Faktor für

die Entwicklung der Arteriosklerose. Falls

Sie darunter leiden, ist eine regelmäßige

Kontrolle des Therapieerfolgs unerlässlich.

Langzeitfolgen, wie auch beim schlecht

eingestellten Diabetes, sind vorprogrammiert.

Insgesamt kann man sagen, dass das, was

für das Herz gesund ist und unsere Pumpe

fi t hält, den allgemeinen Prinzipien für eine

gesunde Lebensweise entspricht. Passen

Sie auf, dass das Bauchfett nicht überhand

nimmt, dass Sie regelmäßig in Bewegung

sind und auf die eine oder andere kulinarische

Sünde vielleicht verzichten. Bezüglich

des Rauchverhaltens von Herr und Frau Österreicher

hinken wir der internationalen

Entwicklung deutlich hinterher. Ob man

auf Platz 2 der Länder mit dem höchsten

Nikotinkonsum in der EU stolz sein kann,

glaube ich nicht (nur ein Prozent weniger

Raucher als Griechenland), aber das ist

eine andere Geschichte und soll ein anderes

Mal erzählt werden.

• hat 4 Herzkammern und 4 Herzklappen

• wird von 3 Herzkranzgefäßen versorgt - von koronarer Herzkrankheit

(KHK) spricht man, wenn diese arteriosklerotisch

verändert sind

• Herz-/Kreislauferkrankungen sind die häufi gste Todesursache

in der westlichen Welt

• 98 % aller Herzinfarktpatienten unter 40 Jahren sind Raucher


Foto: istockphoto.com

SPORTLICH ABNEHMEN BEI ÜBERGEWICHT

TIPPS UND TRICKS FÜRS SPORTLICHE ABSPECKEN

Ein paar Pfunde zuviel auf den Hüften?

Haben Sie vielleicht auch schon ein

paar Diäten ausprobiert, dieses mehr

oder weniger erfolgreich, und dabei

den Jo-Jo-Effekt allzu gut kennengelernt?

Vielleicht sollten Sie sich

dann mal überlegen, ob ergänzende

sportliche Betätigung Sie Ihrem Ziel etwas

näher bringen könnte.

Übergewicht und dessen Begleiterkrankungen

werden zu einem immer größeren

Problem in der westlichen Welt. Besonders

besorgniserregend ist in diesem

Zusammenhang auch die Entwicklung

bei Kindern und Jugendlichen. Bewegungsmangel,

gekürzter Turnunterricht,

mangelndes Körpergefühl,

allzu viele kalorienreiche Verlockungen

auf dem Schulweg oder in

Fast Food-Restaurants sind nur ein paar

Ursachen dafür. Dabei kann man das den

Kindern schwer verübeln, denn Herr und

Frau Österreicher gehen mit einem „guten

Beispiel“ voran. Laut Statistik Austria sind

43 Prozent der Männer und 29 Prozent der

Frauen übergewichtig. Folgeerkrankungen

sind häufi g unter anderem Bluthochdruck,

Diabetes mellitus, Arteriosklerose,

verfrühte Abnutzungserscheinungen von

Knie- und Hüftgelenken sowie chronische

Wirbelsäulen beschwerden.

Bewegung statt „Wunderpillen“

Dabei werden jährlich Millionen Euro in

verschiedene Arten von Nahrungsergänzungsmittel,

Wunderpillen und dutzende

verschiedene Diäten mit fragwürdiger Wirkung

gesteckt. Aber könnte man dieses

Geld nicht ein bisschen besser investieren?

Zum Beispiel in ein paar neue Sportschuhe,

in Nordic Walking-Stöcke oder ein neues

Fahrrad? In Kombination mit einer dauerhaften

Nahrungsumstellung kann regelmäßige

sportliche Tätigkeit kleine Wunder

bewirken. Nicht nur, dass man dadurch

unnötige Kalorien verbrennt, man steigert

auch das körperliche Wohlbefi nden, baut

Stress ab, steigert das Selbstwertgefühl,

regt den Verdauungstrakt an, bessert die

Konzentrations- und Leistungsfähigkeit,

man schläft auch besser. Die Liste ließe sich

noch lange fortsetzen.

Vernünftige Ziele setzen

Voraussetzung für einen erfolgreichen Einstieg

in die Welt des Sports ist die richti-

ge Planung und Zielsetzung. Wenn man

sich von Anfang an zu hohe Ziele setzt,

wird man rasch enttäuscht und die Motivation

ist dahin. Fangen Sie langsam an und

steigern Sie nach und nach die Intensität.

Bald werden Sie mit Freude merken, wie

Ihr Körper leistungsfähiger wird, längere

Strecken bewältigt werden können, Sie

sich neue Ziele stecken können. So bleiben

die Motivation und der Spaß an der Sache

aufrecht erhalten. Wenn Sie der gesellige

Typ sind, suchen Sie sich Gleichgesinnte,

denn geteiltes Leid ist halbes Leid!

Gelenksschmerzen vorbeugen

Aber Achtung – fangen Sie nicht zu schnell

an! Körper und Kreislauf sind die Bewegung

nicht gewöhnt. Um Gelenkschmerzen

in Knie, Hüfte oder Wirbelsäule zu vermeiden,

sind anfangs eventuell Sportarten

auszuwählen, die das Gewicht mittragen.

Zum Beispiel sind dies Radfahren, Schwimmen,

Aqua-Gymnastik oder Rudern. Wenn

Sie schon etwas trainierter sind, können

Sie Jogging, Aerobic, Nordic Walking oder

längere Wanderungen angehen. Falls Sie

die ersten Schritte eher in den eigenen vier

Wänden machen wollen, um vermeintliche

Blicke anderer zu vermeiden, legen Sie

sich einen Hometrainer oder ein Laufband

zu. Aber meiner Meinung nach braucht

sich keiner zu verstecken, der seinen

Körper in Schuss bringen will. Man muss

am Wochen ende nur in den Akademiepark

oder auf Stadtpark schauen, da sind jede

Menge Gleichgesinnte unterwegs!

Von Philip de Maré

Bitte nicht überanstrengen!

Um das Herz - Kreislaufsystem vor Überanstrengung

zu schützen, sollten Sie

gewisse Grundregeln beachten. Zur

Kontrolle der Intensität Ihres Trainings,

legen Sie sich am besten eine Pulsuhr zu.

Viele Modelle rechnen auch gleich die Kalorien

aus, die Sie während einer Einheit

verbrannt haben – ein zusätzlicher Motivationsfaktor!

Die sicherste Art, um gesundheitsgefährdende

Fehler zu vermeiden, ist,

eine professionelle Betreuung in Form eines

Sportmediziners von Anfang an hinzuzuziehen

(eine Liste von Sportmedizinern

in und um Wr. Neustadt fi nden Sie

in unserer Ausgabe Mai/2009).

Speziell ausgebildetes Personal

fi ndet man auch in vielen Fitnessstudios.

Man kann auch

„Pi mal Daumen“ den geeigneten

Pulsbereich für sich

errechnen. Dabei nimmt man

seine maximale Herzfrequenz – 220 minus

Alter – und rechnet davon 60 bis 70 Prozent.

Zusätzlich kann man auch nach der

Atmung trainieren. Kann man keinen Satz

mehr zu Ende sprechen, ohne dazwischen

Luft zu holen, ist der Puls schon zu hoch!

Nehmen Sie sich mehr als 30 Minuten Zeit

für eine Trainingseinheit, denn erst nach

einer halben Stunde kommt die Fettverbrennung

so richtig in Gang.

Bewegung bringt`s!

Und wundern Sie sich nicht, wenn sich

der erwünschte Erfolg auf der Waage nicht

sofort einstellt oder Sie sogar gering an

Gewicht zunehmen. Das hat nichts zu bedeuten,

denn Muskelmasse ist schwerer als

Fett. Dieses Mehr an Muskelmasse erhöht

in weiterer Folge aber den Grundumsatz,

dadurch wird auch der Energieverbrauch

in Ruhe und im Schlaf höher. Lassen Sie

erstmal das (ohnehin kontraproduktive)

tägliche Wiegen weg und genießen Sie das

körperliche Wohlgefühl nach dem Sport.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass

auch das Geringste an Bewegung mehr

bringt als gar keine, steigen Sie lieber Mal

aufs Fahrrad, um kurze Wege zurückzulegen,

verzichten Sie auf Ihr Auto oder

steigen Sie ein paar Treppen, anstatt den

Aufzug zu nehmen.

In diesem Sinne: Viel Glück beim sportlichen

Abspecken!

Sport & Gesundheit

53


Fotos: Florian Sitter

Fünfzehn Jahre lang hielt Bärbel Langer nach einem alten,

großen und renovierungsbedürftigen Gebäude Ausschau. Kurz

davor, ihren Traum aufzugeben, stieß sie beim Aussortieren

ihrer Unterlagen in einem Zeitungsinserat auf ein adäquates

Objekt – Schloss Ebenfurth. Seit dem Jahr 2000 setzen sich

Frau Langer und ihre beiden Töchter dafür ein, das Schloss zu

renovieren.

11.000 Quadratmeter umfasst das Grundstück, das vor dem Kauf

durch Familie Langer kurz vor dem Verfall stand, auf 4.500 davon

erstreckt sich das Renaissanceschloss mit barocken Elementen. 57

Räume, wie zum Beispiel das Musikzimmer, das Büstenzimmer, der

Festsaal und die Kapelle, bedürfen der Sanierung, nur noch wenige

originale Möbelstücke waren erhalten, kein einziges Fenster mehr

intakt. Anfangs nur scherzhaft in Betracht gezogen, sollten auf

die erste Reaktion von Frau Langer – „Na bumm! Aber irgendwie

interessant.“ – tatsächlich der Erwerb und die Renovierung des

Schlosses folgen. Das Projekt entpuppte sich als Herausforderung

sondergleichen. Mit viel Geduld und positiver Energie, die, so Karin

Langer, auch vom Schloss selbst ausgestrahlt wird, begannen die

drei Damen im Jahr 2000 mit den Sanierungsarbeiten – der Zaun,

der das Grundstück umgibt, und mithilfe von Land und Bund der

Großteil des Dachs wurden wieder hergestellt, Rodungsarbeiten

fanden statt, Räume wurden von Schutt und Asche befreit. Die

Bevölkerung von Ebenfurth zeigte sich den Renovierungsarbeiten

gegenüber von Anfang an positiv gestimmt, einige Bewohner hal-

54

„Na bumm!“ – oder:

Persönlichkeitsbildung

in jeder Weise Von Anja Trapper

Vom Denken in Millionen, Tonnen und Jahrhunderten.

Eines der Zimmer, die wieder mit Möbeln ausgestattet sind.

Beeindruckend sind die gut erhaltenen Fresken.

fen unentgeltlich bei den Arbeiten, andere wiederum spendeten

dem Schloss, das über vier Türme – von denen jedoch nur noch

zwei sichtbar sind, da die anderen beiden in das Dach integriert

wurden – verfügt, alte Möbelstücke.

Maulbertsch und Kommunisten

Die Fresken, die man im Inneren des Schlosses fi ndet, stammen

einerseits von Franz Anton Maulbertsch – wie das Deckenfresko

im hinteren Turmzimmer, das Diana und Akteon darstellt, andererseits

dürften sich auch Schüler von Maulbertsch hier verewigt

haben. Weiters ist bekannt, dass Bertha von Suttner einst immer

wieder im Schloss zu Besuch war – der Park, der an das Schloss

angrenzt, gehört noch heute den Suttners. Es waren auch die

Suttners, die Franz Anton von Maulbertsch mit der Gestaltung

der Schlosskapelle und des Turmzimmers beauftragten. Auch der

ungarische König Matthias Corvinus wohnte im 15. Jahrhundert

angeblich in Schloss Ebenfurth. Während des Zweiten Weltkriegs

gewährte das Schloss Flüchtlingen einige Wochen Unterschlupf,

ehe die Rote Armee einmarschierte. Im Festsaal, der sich ebenso

wie die Kapelle über zwei Etagen erstreckt, fi ndet man kommunistische

Parolen, die als Zeitzeugnisse für die Phase der Besetzung

durch die Russen dienen. Nach Ende des Kriegs wurde im Schloss

eine Hühnerzuchtanstalt eingerichtet und Getreide gelagert, ehe

das Schloss 1979 an Herrn Dr. Liebleitner verkauft wurde, bevor es

in den Besitz der Langers überging.


Einer der zwei „exponierten“ Türme. Die anderen beiden

wurden in das Dach integriert.

Sichtbare Fortschritte bei der Restaurierung: Ein Großteil der

Zimmer ist bereits von Schutt und Asche befreit.

Kleine Hufeisennase und Brennnesseln

Im ersten Stock des Schlosses befi nden sich Verwaltungsräume,

in der zweiten Etage die herrschaftlichen Wohnräume und im

obersten Geschoß die Gemächer des Personals. Schloss Ebenfurth

dürfte aber grundsätzlich mehr als Verwaltungsgebäude denn als

Wohnsitz verwendet worden sein. Familie Langer übernahm das

Schloss mit der Intention, es wieder in seiner ursprünglichen Form

zu errichten. Jedes Zimmer soll wieder seine ehemalige Funktion

erhalten, der Charakter des Gebäudes darf nicht verloren gehen.

Auch die Flora und Fauna rund um dass Schloss sollen wieder zum

Erblühen gebracht werden – so bietet das Kulturgut mittlerweile

schon Heimat für Turmfalken, seltene Falterarten, verschiedene

Fleder mausarten – wie das große Mausohr, das braune Langohr

und die kleine Hufeisennase – und zwei Schafe. Als Hausbaum

des Schlosses gilt eine Eiche, es fi nden sich aber auch Kastanien-

und Nussbäume sowie eine Pfl anzenvielfalt im Garten. Zudem soll

auch der Wassergraben, wenn auch weniger breit als zu früheren

Zeiten, wieder gefl utet werden.

Auch wenn Familie Langer im Laufe der bald neun Jahre seit des

Erwerbs des Schlosses „genug Lehrgeld bezahlt“ hat, so kam ein

Aufgeben nie in Frage – in schwierigen Phasen gab es immer wieder

Momente, die dazu animierten, weiterzumachen. Auch Stürme,

die drohten, das ohnehin schon beschädigte Dach endgültig

zu vernichten, schafften es nicht, die Langers von ihrem Projekt

abzubringen – auch wenn sie manchmal das Gefühl hatten, der

2

WIN

Gewinnen Sie mit 2700 5 Führungen durch

das Schloss Ebenfurth, Termin: 28. November

2009, 14 Uhr

Einfach auf www.dascitymagazin.at am Gewinnspiel

teilnehmen oder eine Postkarte mit dem Kennwort

„Schloss Ebenfurth“ an: „Das City Magazin“-

Verlags GmbH, Lange Gasse 10, 2700 Wr. Neustadt

senden.

Die Kapelle ist neben dem Festsaal der einzige Raum, der sich über

zwei Stockwerke erstreckt.

Weltuntergang stünde kurz bevor. Vielmehr versteht man die Sanierungsarbeiten

nicht nur als schöne Aufgabe, um das Kulturgut

zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sondern

als einen persönlichen Lernprozess, ein Abenteuer, bei dem im

eigenen Leben kein Stein auf dem anderen bleibt.

Mittlerweile kann Schloss Ebenfurth für Hochzeiten, Feste aller Arten

und auch Fotoshootings gebucht werden. Zweimal im Jahr fi ndet

ein Schlossfl ohmarkt mit Büchern, Möbeln und Gewand statt,

ebenso werden in regelmäßigen Abständen Führungen unter der

Leitung des Ebenfurthers Anton Philapitsch durchgeführt. Nach

Absprache mit Frau Langer sind auch Sondertermine für Besichtigungen

möglich. In diesem Sinne steht es jedem - nach vorangegangener

Anmeldung - offen, Schloss Ebenfurth zu besuchen und

die stetigen Renovierungsfortschritte zu bewundern.

Weitere Informationen und Kontaktaufnahme:

www.schloss-ebenfurth.at

REISELUST

55


Fotos: © www.koelntourismus.de MEINE

SINNESREISE NACH KÖLN.

EIN ERLEBNIS SO VIELSEITIG WIE DIE 92 VIERTEL DER STADT.

Von Patricia de Maré

Ein bekanntes Lied bezeichnet Köln als das „Herz der Welt“.

Ein anderes sagt: „Köln ist ein Gefühl in Wort und Bild“. Zugegeben,

mit Köln verbinde ich im ersten Augenblick eher Karneval

und „Kölle Alaaf“ oder die „Lindenstraße“. Doch ich war

fest entschlossen, mich eines Besseren belehren zu lassen,

und machte mich auf zu einem Kurztrip in die Medienstadt, die

vorgab, Erholung, Unterhaltung, Shopping und kulinarische

Gaumenfreuden auf einem Fleck zu vereinen. Hier nun meine

wichtigsten Erkenntnisse und „Gefühle“ im Überblick.

TV

Köln ist die deutsche Hauptstadt des TV-Krimis und der Soaps und

Serien, die wir täglich im TV verfolgen können. Was liegt daher

näher, als eine Führung durch eines der zahlreichen Studios zu

unternehmen oder live an der Aufnahme einer Show teilzunehmen?

Die Auswahl ist riesig: ein Besuch bei „Stern TV“ (RTL), „Nur

die Liebe zählt“ (Sat1) oder lieber doch bei „Wer wird Millionär?“

(RTL)? Wenn auch Sie einen Blick hinter die Kulissen wagen

möchten, dann fi nden Sie unter www.tvtickets.de alle Shows

und Infos dazu.

Shopping

Einkaufen kann man nach Herzenslust in der Schildergasse und

der Hohe Straße, in der Ehrenstraße, ein bisschen feiner in der

Mittelstraße sowie in den Kölner Passagen in der Innenstadt und

am Ring. Ein gutes Wochenende, um zum Einkaufen kurz einmal

nach Köln zu jetten, wäre der 7. und 8. November 2009. Denn hier

haben die Geschäfte auch sonntags geöffnet und dem grenzenlosen

Shoppingvergnügen steht somit nichts mehr im Wege.

56 Reiselust

Blick vom Deutzer Rhein-Ufer auf den Kölner Dom und die Hohenzollernbrücke.

Gastronomie

Gemütliche Cafés, ausgezeichnete Restaurants und typisch kölsche

Brauhäuser! Der Besuch von einem der vielen Brauhäuser ist

ein Muss, denn Köln ohne Kölsch geht gar nicht! Köln wartet auch

mit schönen Biergärten, wie Volksgarten, Decksteiner Mühle oder

Aachener Weiher, auf. Mit fast 4.000 Kneipen und tausenden Restaurants

hat man jeden Abend die Qual der Wahl. Einen Besuch

wert ist sicherlich das „Don Quijote“, ein idyllisches Kellerlokal

inmitten der Innenstadt mit iberischen Gerichten. Typisch kölsch

isst man im „Alten Fachwerkhaus“ im Hotel Falderhof, im Stadtteil

Sürth. Die Ringbar verspricht leckere Cocktails in coolem Ambiente.

Und wer einfach ein bisschen fl anieren möchte und sich dann

erst spontan entscheiden will, der sollte dies zwischen Dom und

Heumarkt am Rhein tun, denn hier gibt es viele Kneipen, Jazzlokale

und Restaurants. Bars und Szenelokale fi ndet man auch im Friesenviertel.

Oder Sie spazieren vom Friesenplatz zum Rudolfplatz,

wo ringsherum Clubs und Restaurants mit Drinks, gutem Essen

und Musik zu fi nden sind.

Wellness

In Köln können Sie aber auch relaxen und die Seele baumeln lassen.

Eine Vielzahl an Health- und Fitness-Clubs, Beauty Farms

und luxuriösen Spa-Einrichtungen bietet Ihnen die Möglichkeit

der Erholung und Entspannung. Besonders leicht abzuschalten

fällt es in der Claudius Therme im Kölner Rheinpark. Es ist eines

der schönsten Thermalbäder Europas, mit ansprechender Architektur

in Anlehnung an die Badekultur der Römer. Oder verbringen

Sie einen Tag im Neptunbad, mit Hamam, japanischer Sauna und

Bäderlandschaft sowie Fitnessclub. Und speziell für die gestresste

Frau von heute bietet der elegante Savoy Health Club den „Divas

Day“ an, ein 4-stündiges Luxusverwöhnprogramm, das sich durchaus

sehen lassen kann!


Nach Herzenlust shoppen…

Sightseeing

Der Dom, das zweithöchste Kirchengebäude Europas, bietet eine

sehr interessante Führung über das Dach der Kathedrale. Auf der

Domplatte zwischen Skatern und Straßenkünstlern ist der Ausgangspunkt

vieler Stadtführungen, die dann durch Kölner Geschichte

und Geschichtchen leiten. Die großen 12 romanischen Kirchen,

deren Historien bis in die römische Zeit Kölns zurückgehen,

sind äußerst sehenswert (z. B. St. Gereon und St. Maria im Kapitol).

Wunderschön fand ich auch die Schatzkammer an der Nordseite

des Doms in historischen Gewölben des 13. Jahrhunderts und die

Grundmauern des römischen Prätoriums in der Kleinen Budengasse.

Hier war einstmals der Sitz der römischen Statthalter. Eine Besichtigung

wert sind auch das Wallraf-Richartz-Museum, das die

umfangreichste Sammlung impressionistischer und postimpressionistischer

Malerei in Deutschland beheimatet, und das Kolumba,

das Kunstmuseum des Erzbistums Köln, erbaut vom Schweizer

Architekten Peter Zumthor. Ein weiteres touristisches Highlight in

Köln ist außerdem das Schokoladenmuseum am Rhein, das auf 3

Ebenen eine Zeitreise durch 3.000 Jahre alte Kulturgeschichte der

Schokolade bietet - eine wahrhaftige Sinnesfreude!

Sport

Schon jetzt freuen sich die Kölner auf die Eishockey WM 2010 und

die Olympic Gay Games 2010. Aber auch Freizeitsportlern bietet

Köln ein umfassendes Spektrum an sportlichen Aktivitäten. Ob Sie

sich beim Golfen, Reiten oder Wassersport in der Natur bewegen

wollen oder Hallensport und Fitness Center bevorzugen, eine Vielzahl

von Clubs hat für jeden das passende Angebot.

… oder die kulturellen Höhepunkte der Stadt erkunden.

Und danach gibt’s ein erfrischendes Kölsch in der Altstadt.

TOP-TIPPS IM OKTOBER:

15. – 31.10.09: Comedy-Night:

Lachen Sie gerne? Wenn ja, ist dies genau das Richtige für Sie:

Von 15. bis 31. Oktober kommen 260 Comedians aus dem In-

und Ausland nach Köln, um in 130 Shows die Bandbreite der

Comedy zu zeigen. Unter www.koeln-comedy.de gibt es Informationen

zu allen Künstlern und Terminen des Festivals.

24.10.09: Night of the Jumps:

Blitzschnelle Bikes und atemberaubende Stunts: Bei der „Night

of the Jumps“ in der Lanxess Arena liefern sich die besten Motorradfahrer

einen Wettkampf um die ausgefallensten Sprünge.

27.10.09: A-HA live in der Lanxess-Arena!

Die Kultband der 80er feiert dieser Tage ihr großes Comeback.

Mit neuer Single, neuem Album und einem neuem Best-Of zeigen

die Pop-Großväter, dass sie es noch drauf haben.

Cityreport

| Reiselust

57


Fotos: TUI Österreich

Den Sommer verlängern?

Auf nach KRETA!

Malerische Häfen …

Der Herbst ist bereits spürbar ins Land

gezogen und, obwohl wir uns nach den

vielen heißen Tagen wieder auf eine

kühlere Brise freuen, schwingt doch

noch ein wenig Sehnsucht mit nach

Sonne, Strand und Meer – zumindest bei

mir. Und so plane ich bereits in Gedanken

den nächsten Urlaub – diesmal soll

es nach Kreta gehen, der größten der

griechischen Inseln.

Wunderschöne Palmenstrände und verträumte

Buchten, die Weißen Berge, Hochebenen

und Höhlen, abwechslungsreiche

Landschaften – das ist Kreta. An fast 300

Tagen im Jahr scheint hier die Sonne ohne

Unterbrechung. Die Sommer in Kreta sind

heiß und trocken, das warme Wetter erstreckt

sich bis weit in den Herbst hinein.

Die Winter sind regenreich und mild, es

kann vorkommen, dass man zu Silvester im

Libyschen Meer baden kann! Im Oktober

erwarten den Besucher Durchschnittstemperaturen

um 20 Grad, bei einer Wassert

emperatur von 23 Grad. Genau richtig,

um den Sommer nun ganz ausklingen zu

lassen!

Das zentral liegende Heraklion, die Hauptstadt

von Kreta, ist Dreh- und Angelpunkt

der Insel. Von hier aus empfi ehlt es sich,

58 Reiselust

Von Patricia de Maré

auf Entdeckungsreise zu gehen. Die erste

Sehenswürdigkeit in Heraklion ist der Hafen

mit der Venezianischen Festung, die

man im Rahmen eines gemütlichen Spaziergangs

entlang der Hafenpromenade

unbedingt besichtigen sollte. Das große

Denkmal von Koules überragt den ganzen

Hafen mit seinen vielen kleinen Restaurants.

Von hier aus kommt man auf der

zentralen Straße (Straße des 25. August)

in die etwas höher gelegene Altstadt. Das

wichtigste Museum Kretas und ein Muss für

jeden Reisenden, ist das Archäologische

Museum, das viele Funde aus dem minoischen

Palast Knossós beherbergt. Gleich

nebenan befi ndet sich das etwas kleinere,

in einem eleganten venezianischen Stadthaus

gelegene Historische Museum.

5 Kilometer vom Zentrum der Stadt liegt

der minoische Palast von Knossós, die

bedeutendste Ausgrabungsstätte Kretas.

Er wurde um 1900 v. Chr. auf Resten einer

neolithischen Siedlung errichtet und nach

einer Zerstörung um 1.700 v. Chr. noch

prächtiger aufgebaut. Schon die Kletterpartie

durch das Labyrinth der engen Wege

und Treppen ist ein Spaß für sich und damit

auch was für Besucher ohne archälogischem

Entdeckungsdrang. Da es hier aber

von Touristen nur so wimmelt, empfi ehlt

sich ein Besuch entweder ganz in der Früh

oder erst abends, um mehr von diesem historischen

Wunder sehen zu können.

Ein weiterer Höhepunkt ist ein Ausfl ug ins

Museumsdörfchen Arolithos. Gesponsert

von einem reichen kretanischen Patrioten,

hat sich dieser Ort zum Zentrum für folkloristische

Traditionen auf Kreta entwickelt.

Schauen Sie Webern, Töpfern, Ikonenmalern

und Künstlern bei Ihrer Arbeit über

die Schulter oder sehen Sie bei der Herstellung

des Nationalgetränks Raki zu.

Eine weitere faszinierende Ausgrabungsstätte

eines minoischen Palasts ist Festos.

Im Unterschied zu Knossós pfl egt man hier

die lokalen archäologische Ausgrabungen

sehr gut, nichts wird wieder gebaut oder

in Beton gegossen. Festos liegt auf einem

Hügel, von dem man einen herrlichen Blick

über die Weiten der Messara-Ebene hat.

Vom Ort Anogia aus führt eine schöne und

relativ neue Straße zum Berg Ida, der mit

2.456 Metern der höchste Gipfel Kretas ist.

An seinem Hang befi ndet sich die Idäische

Höhle, wobei das Spektakuläre wohl weniger

die Höhle selbst ist - in dieser soll

Zeus von seinem Vater versteckt worden

sein - als vielmehr der Weg dorthin: eine


abenteuerliche Fahrt über teilweise unbefestigte

Serpentinen vorbei an verlassenen

ehemaligen Schäferhütten und Schafhirten

mit ihren Tieren… eher nichts für schwache

Nerven!

Interessanterweise fi ndet man hier auch

einen Skilift (Kretas einzigen)! Für uns gletschergeprüfte

Österreicher ist das „Schigebiet“

wahrscheinlich weniger spektakulär,

aber lustig, dies hier vorzufi nden, ist es allemal.

Was die Strände betrifft, gibt es hier etwas

für jeden Geschmack.

Die Nordküste der Insel, also von Sitia bis

Kissamos, eignet sich auf jeden Fall für

kleine Kinder, Nichtschwimmer, alle, die

keine Wellen mögen und Badewannentemperaturen

bevorzugen. Wellen gibt

es kaum, demzufolge ist das Wasser auch

nicht so sauber.

Die Südküste dagegen ist genau das Richtige

für Wellenreiter, Surfer, Schnorchler,

Taucher und Kaltbader. Die meisten Strände

sind Steinstrände, die steil ins Wasser

abfallen. Dafür lockt glasklares türkisfarbenes

Wasser in leeren Buchten. Um dorthin

zu gelangen, muss man allerdings oft einen

längeren Fußmarsch zurücklegen, manchmal

auch eine richtige Kletterpartie.

Wer gerne Baden, Spaß und Aktion verbinden

möchte, ist im Star Beach Water Park

richtig. Von Bungee Jumping bis Jet Skiing,

hier gibt’s Entertainment pur! Aber auch

für Familien gibt es einige Möglichkeiten:

Baby Pool, Abenteuer Spielplatz, Kindergarten,

Watermushrooms und vieles mehr.

Ab 16 Uhr beginnt für alle in Feierlaune die

tägliche Strandparty in der Party Area und

wem das noch nicht genug ist, der kann in

einer der vier Bars noch weitere Drinks zu

sich nehmen.

Unterkunft zum Träumen

Für den luxuriösen Badeurlaub empfi ehlt

sich das stilvolle 5* Hotel Cretan Dream

Royal am Ortsrand von Agia Marina: am

breiten, fl ach abfallenden Sandstrand gelegen,

angelegt wie ein griechisches Amphitheater,

mit wunderschönem Pool und

Sonnenterrasse sowie Blick aufs Meer, nur

6 Kilometer von Chania entfernt, der zweitgrößten

und wahrscheinlich schön sten

Stadt Kretas, wo man genügend Unterhaltungsmöglichkeiten

in Bars und Tavernen

vorfi ndet.

…und viele verträumte Buchten.

Die kleine Kirche mit Blick übers

Libysche Meer lässt romantische

Gedanken aufkommen.

Inselreport

| Reiselust

59


Fotos: TUI Österreich, Niklas de Maré

SWAHILILAND

TANSANIA

In 6 Tagen auf den Kilimanjaro.

Von Niklas de Maré

Der Kilimanjaro (Hintergrund) ist mit 5.893 Metern das höchste Bergmassiv Afrikas.

Über den einwöchigen Aufstieg auf den höchsten allein stehenden

Berg der Welt, auf seinen Gipfel, den Uhuru Peak auf

5.895 Meter.

Das Wahrzeichen Tansanias wird jedes Jahr von vielen Tausend

Touristen bestiegen. Ein Drittel aller Bergtouristen scheitert vorwiegend

an den Symptomen der Höhenkrankheit, aber natürlich

auch an vorzeitiger Erschöpfung.

Am 5. Juli dieses Jahres konnten wir nach langer Vorbereitung

und Vorfreude die Besteigung des Kilimanjaros starten. Zahlreiche

Berichte von Personen, die den Berg bereits bezwungen hatten,

hatten die Neugier gesteigert und damit den Wunsch, die Erfahrung

schließlich selbst zu machen.

Nach detailliertem Vergleich zahlreicher Angebote von Touranbietern

hatten wir uns für den AFROMAXX entschieden. Zwei junge,

deutsche Architekten mit tansanischem Hintergrund, die vor

5 Jahren am Fuße des Kilimanjaros ein Reisebüro eröffnet hatten,

waren auf Bergtouren und Safaris spezialisiert und hatten in Moshi

ihr gut ausgestattetes Base Camp errichtet. Das Wissen um die

europäischen Bedürfnisse der Touristen, europäische Zahlungsmodalitäten

und eine ausgeprägte Vor-Ort-Expertise war ausschlaggebend

für unsere Wahl des Veranstalters. Und er wurde allen

Erwartungen gerecht.

Zusammen mit unserem deutschen Mitstreiter, dem erfahrenen

Tour Guide und einer jungen Crew von acht Trägern starteten wir

den Marsch vom Tor zum Nationalpark auf 1.800 Meter durch eini-

60 Reiselust

ge hundert Höhenmeter Regenwald. Die Träger, die in den Camps

teilweise die Rolle des Kochs, des Kellners oder des Abwäschers

übernahmen, schleppten das schwere Equipment 6 Tage lang

- vorwiegend am Kopf - bis in das Gipfelcamp auf 4600 Meter,

dem „Barafu Hut“. Während wir die wichtigen Sachen wie Wasser,

Regen schutz und Sonnencreme in unseren Tagesrucksäcken verstaut

hatten, mussten sie unter anderem auch Zelte, Camping Mobiliar

(!) und Gasfl aschen hinauf schleppen. Von gutem Schuhwerk

konnte kein Rede sein, trotzdem ähnelte ihr Tempo eher einer

motivierten Nordic Walking Gruppe auf der Hauptallee im Wiener

Prater als einem Team von sauerstoffberaubten Hochalpinisten.

„Pole, pole“, „langsam, langsam“ war als Motto für den Aufstieg

ebenso wichtig wie konsequentes Wasser trinken. Mindestens

drei Liter Flüssigkeit pro Tag war die wirksamste Methode im

Kampf gegen die Höhenkrankheit. Diese soll bei trainierten Menschen

mit einer gleich hohen Wahrscheinlichkeit auftreten wie bei

untrainierten und hat im Extremfall einen tödlichen Ausgang.

In den höher gelegenen Camps waren „auserwählte“ Träger gezwungen,

weitere 1 bis 2 stündige Märsche für unsere Wasserversorgung

zu unternehmen und in 15 Liter Kanistern ausreichend

Wasser von den umliegenden Quellen zu besorgen. Dieses Wasser

wurde abgekocht in unsere Thermoskannen gegossen oder mit

Spezialtabletten von Bakterien und Würmern entkeimt.

Nach 6 Stunden Wanderung am ersten Tag erreichten wir das

Camp, den „Machame Hut“ auf 3000 Metern Seehöhe. Nach einem

Abendessen auf kulinarisch unerwartet hohem Niveau (und na-


„Kili-Gipfel vom Baranco Camp auf 3.900 Meter“ Gletscher-Impressionen vom Karanga Camp, 4.200 Meter.

Der Autor beim Tagebuch schreiben.

türlich auf Camping Mobiliar!), konnten wir einen romantischen

Sonnenuntergang genießen. Um 18.30 Uhr und damit eintretender

Kälte blieb nicht viel übrig, als im Zelt die neuen Schlafsäcke

auf ihre Bergtauglichkeit zu testen. Der wohlverdiente Schlaf ließ

nicht lange auf sich warten und der Schlafsack hielt, was sein

Produzent versprochen hatte.

Der nächtliche Gang auf die provisorisch errichteten WC-Baracken

(Bretter mit Loch) blieb uns nicht erspart. Raus aus dem wohlig

warmen Schlafsack in die eisige Kälte, um bei Vollmond und unter

dem afrikanischen Sternenhimmel das Geschäft zu verrichten!

Die darauf folgenden Tage mit 4- bis 7-stündigen Wander-Einheiten

waren geprägt von wechselnder Vegetation von exotischer

Schönheit und Kopfweh, dem ersten Anzeichen der Höhenkrankheit.

Nach Erreichen der Camps wurden wir aufgefordert, weitere

150 bis 200 Höhenmeter hinauf- und wieder hinunter zu gehen,

damit sich der Organismus auf die steigende Meereshöhe einstellen

konnte.

Ständige Begleiter während der Tour waren strahlender Sonnenschein,

ein fantastischer Ausblick auf das Wolkental unter uns und

den Gipfel des Kilimanjaros vor uns! Aufgrund der unregelmäßigen

Pausenintervalle überholten wir andere Gruppen auf dem Weg

zum Berggipfel oder wurden von ihnen überholt. Zahlreiche europäische

Länder waren ebenso vertreten wie Amerika, Australien

oder Japan, jeweils in Gruppen mit 4 bis 12 Teilnehmern. Eine junge

Französin war alleine beziehungsweise nur mit Tour Guide und

einer Handvoll Trägern unterwegs. Alle Mitstreiter hatten dasselbe

Am Gipfel kurz vor Sonnenaufgang um 06.15 Uhr.

Ziel: den Uhuru Peak auf 5.895 Metern Höhe.

Der Aufstieg zum Gipfel sollte am 10. Juli um Mitternacht starten,

damit wir pünktlich um 6.30 Uhr zum Sonnenaufgang auf der

Bergspitze sein würden.

Mit 40-minütiger Verspätung - unser Tour Guide hatte verschlafen

- machten wir uns schließlich auf den Weg. Mit gewohnt langsamem

Tempo, den Rucksack voll mit heißem Tee und Energieriegeln,

näherten wir uns dem Gipfel. Der hell leuchtende Mond und

ein einzigartiger Sternenhimmel halfen beim Ausleuchten des Gipfelpfads

und trugen gleichzeitig zu spürbar sinkenden Temperaturen

bei. Zahlreiche Lagen von Schi-Unterwäsche, Thermo-Fleece

und Windstopper konnten den starken Wind und Temperaturen

weit unter dem Gefrierpunkt nur teilweise abwehren. Der nach

kurzer Zeit gefrorene Schlauch meiner Trinkfl asche erschwerte die

so wichtige Wasseraufnahme. Die Kopfschmerzen wurden stärker

und ab einer Höhe von 5.000 Metern von Durchfall und Gleichgewichtsstörungen

ergänzt – ein vorzeitiger Abstieg kam jedoch

nicht in Frage.

Nach knapp 6 Stunden Wanderung und fast 1.300 bewältigten

Höhenmetern kamen wir nur wenige Minuten vor Sonnenaufgang

um 06.15 Uhr auf dem dem Gipfel des Kilimanjaros an. Die Emotionen

waren dem gesamten Team ins Gesicht geschrieben. Vor dem

Gipfelkreuz hatte sich bereits eine Schlange von Mitstreitern aus

aller Welt für die begehrten Gipfelfotos gebildet. Der mitgebrachte

Schnapps aus der Heimat wirkte rasch auf Geist und Körper, die

erfrorenen Fingerspitzen wurden wieder durchblutet.

Reiselust

61


Ein Großteil der Landschaft Tansanias wurde von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.

Der Abstieg über die Geröllhänge, die einer Mondlandschaft glichen,

erfolgte schneller als erwartet. In weniger als zwei Stunden

waren wir wieder zurück im Barafu Camp, von wo aus wir gestartet

waren. Dort wurden uns Omelett und Toast zum Frühstück

gereicht, zur Feier des Tages belohnten wir uns noch mit mitgebrachter

Schokolade und „Mag man eben“-Schnitten.

Zwei Stunden später setzten wir außerplanmäßig den Abstieg zum

Base Camp fort, der ursprünglich in zwei Tagesetappen stattfi nden

sollte. Nach dem 7-stündigen Kraftakt und fast 4.000 bewältigten

Höhenmetern war die Erschöpfung enorm. Nur wenige Minuten

nach Beginn des Abstiegs befanden wir uns unterhalb der Regenwolken

und durften nun doch noch den neu erworbenen Regenponcho

zum Einsatz bringen – auch diese Anschaffung hatte sich

gelohnt.

Zurück im Base Camp versammelte sich das gesamte Team zum

lang ersehnten, kühlen Bier, um auf den erfolgreichen Aufstieg

anzustoßen – die erste Dusche nach sechs Tagen musste warten.

Vier Tage später, auf der Insel Sansibar, kamen wir mit einem

deutschen Ehepaar ins Gespräch, die von ihrem Kilimanjaro-

Aufstieg einige Tage zuvor berichteten, bei dem sie sich bereits

am dritten Tag von zwei Salzburgern verabschieden mussten. Sie,

eine 28-jährige Triathletin, musste wegen massiven Symptomen

der Höhenkrankheit vorzeitig absteigen. Diese Erzählung war ein

weiteres Indiz, dass wohl auch ein wenig Glück zu einem erfolgreichen

Aufstieg auf den höchsten Berg Afrikas gehört.

62 Reiselust

Der Kilimanjaro (auch Kilimanjaro-Massiv bzw. Mount Kilimanjaro

und von 1902 bis 1918 Kaiser-Wilhelm-Spitze oder

auch Wilhelmskuppe) ist mit 5.893 Metern (offi ziell: 5.895 m)

über dem Meeresspiegel das höchste Bergmassiv Afkrikas. Das

Massiv im Nordosten von Tansania hat mit dem Kibo den höchsten

Berg des afrikanischen Kontinents.

1987 wurde die Landschaft von der UNESCO zum Weltnatur erbe

erklärt. Der von 1885 bis 1918 zum deutschen Schutzgebiet (Kolonie

Deutsch-Ostafrika) gehörende Kilimanjaro (Swahili „Berg

des bösen Geistes“) war so gesehen in dieser Zeit der höchste

Berg und der einzige aktive Vulkan auf deutschem Territorium.

In diesem Bereich driften seit Jahrmillionen die Afrikanische

Platte sowie die Ostafrikanische Platte auseinander. Sie bilden

aktuell den Ostafrikanischen Graben, der sich in ferner Zukunft

zu einem neuen Ozean ausweiten wird. An den Grabenrändern

quillt Magma aus dem Erdinneren, was zahlreiche Berge und

Vulkane emporwachsen lässt. Am Kilimanjaro-Massiv, das etwa

zwei bis drei Millionen Jahre alt ist, fand die vermutlich größte

Eruption vor rund 360.000 Jahren statt. Zuletzt soll der Kibo

um 1700 ausgebrochen sein, seitdem verharrt die vulkanische

Aktivität auf einem niedrigen Niveau (Fumarole), ist jedoch keineswegs

erloschen.

Quelle: Wikipedia


TANSANIA –

LAND DER NATIONALPARKS

Die Schutzgebiete Tansanias

haben einen beträchtlichen Reichtum

an Tier- und Pfl anzenarten

hervor gebracht.

Tansania lässt sich im Hinblick auf seine

landschaftliche Vielfalt und seinen Tierreichtum

als ein Land der Superlative

bezeichnen: Aufgrund der klimatischen

Gegebenheiten ist die typische Vegetationsform

in Tansania die Trockensavanne

mit ihrem wüstenähnlichen

Bewuchs. Aber auch andere Savannenformen

wie die Feuchtsavanne, Baumsavanne,

Kurzgras- und Langgrassavanne

sind vertreten. In der Küstenregion

sind weitreichende Mangrovensümpfe

mit bis zu fünf Meter hoch wachsenden

Mangroven zu fi nden. Mehr als ein

Viertel der Landes fl äche Tansanias ist

als Schutzgebiet ausgewiesen, um die

Vielfalt und den Artenreichtum dieser

Flora und Fauna zu erhalten. In diesen

National parks können Besucher eine

weitgehend unberührte Natur erleben.

Löwen, Riesenigel & Elefanten

Die verschiedenen Naturräume in Tansania

beherbergen mehr als 430 verschiedene

Tierarten. Raubkatzen wie

Löwen, Geparden und Leoparden sind

ebenso zu entdecken wie unter anderem

Elefanten, Flusspferde, Giraffen, Büffel,

Hyänen, Schimpansen und Zebras.

Aber auch in Europa eher unbekannte

Tier arten wie Mungos, Riesenigel, Elefantenmäuse

und grüne Meerkatzen

sind hier beheimatet. Darüber hinaus

leben in den Weiten Tansanias viele

verschiedene Antilopenarten – von der

Onyx-Antilope, der Sitatunga- und der

Gerenuk-Antilope bis hin zur größten

Antilopenart, der Elen-Antilope. Tansania

ist auch ein besonderes Reiseziel für

Vogelliebhaber. Die Vogelwelt umfasst

über 1.000 verschiedene Gattungen,

unter ihnen auch einige endemische

Vogel arten, die ledig lich in Tansania beheimatet

sind.

Quelle: www.wildlife-safari-afrika.de

Reiselust

63


Aufgegabelt

64 Gourmet & Genuss

Käseglocke – zur Aufbewahrung

und Erhaltung

des Geschmacks und der

Aromen Ihrer Lieblingskäsesorten

NICHT VERSÄUMEN:

Hausmesse bei HES Kochgeschirr, Bahngasse 15,

2700 Wiener Neustadt, von 8. bis 10. Oktober 2009

Jeder Besucher gewinnt am Glücksrad!

Der beste Käse ist nur halb soviel wert, wenn

das Besteck nicht stimmt:

Genius Messer Set, 5 tlg. mit Antihaftbeschichtung

– für makellose, glatte Schnittfl

ächen, auch bei Weichkäse

Großes Käsemesser – eignet sich ideal

für das Schneiden und Trennen großer

Käselaibe

Kleines Edelstahlkäsemesser – dank scharfer

Klinge für alle Käsesorten geeignet

Lasergeschärfter Hobel – für Hartkäse,

Schokolade oder Nüsse zu gebrauchen,

eine fi xe aufschiebbare Schutzhülle sorgt

für zusätzlichen Komfort

Reibe – zum Feinreiben von Hartkäse, kann

man aber auch für Schokolade oder Nüsse

verwenden

Mit freundlicher Unterstützung der Firma HES Kochgeschirr, Bahngasse 15, 2700 Wiener Neustadt


Fotos: fl obox / photocase.com

Bitte lächeln...

cheeeeese!

Käse wirkt vorbeugend gegen Karies, stärkt den Körper und ist

gut für den Geist. In 2700 lesen Sie alles, was Sie über Käse

wissen sollten.

Von Cornelia Fasching

Bereits die alten Steinzeitmenschen schätzten den Genuss von

Käse auf der Jagd: Damals handelte es sich hierbei um im Magen

der Beutetiere fermentierten Labquark, der die Urform des Käses

repräsentiert. Die Kelten, die im 4. Jahrhundert vor Christus die

Alpen überquerten, kannten sogar schon Prinzipien zum Abschöpfen

des Rahms und zur Käseherstellung an sich. Die Germanen

übernahmen diese Kenntnisse von den Kelten und brachten die

Käseherstellung zur Blüte. Aus unserer heutigen Gesellschaft ist

Käse ebenfalls nicht mehr wegzudenken. Der Reichtum an Käsespezialitäten

und –varianten ist mittlerweile weltweit nahezu unerschöpfl

ich.

„Reife“ Leistung

Abhängig von der Art der verwendeten Milch (etwa von Schaf,

Ziege oder Kuh), deren Vorbehandlung (Pasteurisierung, Bakte rien

usw.), vom Herstellungsprozess (Temperatur, Käsebruch-Größe

usw.), von möglichen Zusätzen wie Salz, Gewürzen, Bakterien-

und Pilzkulturen, der Nachbehandlung mit Salzlake oder Schimmel,

den Reifebedingungen (Temperatur, Feuchtigkeit, Folienreifung

usw.) und der Reifedauer entstehen geschmacklich, wie auch in

Festigkeit (Konsistenz) und Aussehen sehr unterschiedliche Käse.

Käse & Gesundheit

Käse hat eine protektive Wirkung bei Karies. Hier fallen dem im

Käse reichlich vorkommenden Kalzium und dem Phosphat bedeutende

Rollen zu. Diese beiden Mineralstoffe härten den Zahnschmelz

und schützen den Zahn vor aggressiven Einfl üssen. Mit

Käse werden weiters bedeutende Mengen an Eiweiß und Fett aufgenommen

sowie die Vitamine A und B2. Auch das Milcheiweiß im

Käse ist biologisch hochwertig, was allerdings kein Grund ist, Käse

in Mengen zu vertilgen, denn Vertreter unserer modernen Gesellschaft

sind mit Eiweiß eher über- als unterversorgt. Der meist

hohe Fettgehalt und die fehlenden Ballaststoffe sprechen ebenfalls

für maßvollen Käseverzehr. Gesund sind bis zu 60 Gramm täglich.

Am besten harmoniert Käse mit Vollkornbrot, Nudeln, Kartoffeln,

Getreide, Gemüse. Wer beim Einkauf auf geschmackliche Qualität

achtet, braucht nicht im Übermaß zuzulangen. Alles über Käse und

Wein lesen Sie übrigens auf Seite 71.

Tipp: Manche Bio-Läden und Vinotheken entpuppen sich geradezu

als Fundgrube für besondere Käsespezialitäten! Schauen Sie

sich mal um!

Käsige Rezeptideen

Pikanter Käsegugelhupf

Zutaten:

500 g Weizenmehl (griffi g), 30 g Germ, 2 TL Salz, 1 TL

Kümmel (gestoßen), 1 TL Anis, 40 g Teebutter, 100 g Topfen,

2 Stück Dotter, 1/4 l Milch (lauwarm),1 Stück Zwiebel (fein

gehackt) 150 g Weichkäse mit Rotkultur (klein gewürfelt, z.B.:

Rosso, Schlierbacher etc.), 100 g Geselchtes (klein gewürfelt)

Zubereitung:

Geben Sie das Mehl in eine Schüssel, lösen Sie die Germ in lauwarmer

Milch auf, dann rühren Sie Dotter und weiche Teebutter (keine

heiße Teebutter verwenden!) schaumig. Das alles vermengen Sie

mit dem Mehl. Rühren Sie den passierten Topfen samt Gewürzen

ein. Dann treiben Sie das Ganze fein ab und erst jetzt geben Sie

Münsterkäse samt dem Geselchten dazu. Die Form gut mit Teebutter

ausfetten und mit Mehl oder Brösel ausstauben. Dann füllen Sie

den Teig ein. Die Form muss zu drei Viertel voll sein. Stellen Sie

die Form in die Wärme und lassen Sie den Teig aufgehen. Ist der

Teig voll aufgegangen, backen Sie den Gugelhupf im vorgeheizten

Backrohr (170 °C) rund eine Stunde.

Frischkäsesulz mit Trauben

Zutaten (für 10 Personen):

500 g Frischkäse (Gervais, Rollino oder Topfen usw.), 250 ml

Schwartenfond (oder 250 ml Suppe und 6-8 Blatt Gelatine), 350 g

Trauben (grün und blau, entkernt und halbiert), Salz, Pfeffer (weiß)

Balsamicoessig, Nussöl, Salat (klein, als Beilage), Öl (für die Form)

Zubereitung:

Schwartenfond leicht erwärmen oder eingeweichte, ausgedrückte

Gelatine in der erwärmten Suppe aufl ösen. Frischkäse einmengen

und glatt rühren. (Nicht kochen, da der Frischkäse dadurch

fl ockig wird!) Entkernte Trauben untermengen. Mit Salz, weißem

Pfeffer, Nussöl und Balsamicoessig kräftig abschmecken. Masse in

eine geölte und mit Klarsichtfolie ausgelegte Form füllen und über

Nacht kalt stellen. Mit einem Elektromesser in Scheiben schneiden

und mit einem kleinen Salat anrichten.

GOURMET & GENUSS

Inselreport Gourmet & Genuss

65


BEZAHLTE ANZEIGE

Ab Herbst versprechen Business Lunch, Fusion Brunch und

monatliche Degustationsmenüs im Rahmen von Wine & Dine

Linsberg Asia kreative kulinarische Erlebnisse.

Vor den Toren Wiens, eingebettet in die idyllische Landschaft der

Buckligen Welt, hat sich das großzügig angelegte Wellness-Ressort

Linsberg Asia seit seiner Eröffnung im August 2008 vor allem auch

auf kulinarischem Gebiet einen Namen gemacht. Unter Küchenchef

Peter Karl Steiners kreativer Führung wird es ab Herbst zahlreiche

Neuerungen auf kulinarischem Gebiet geben.

Wine & Dine Linsberg Asia wird sich monatlich mit einem 5-Gänge-

Degustationsmenü an Gourmets und Weinliebhaber gleichermaßen

richten, um zu verdeutlichen, wie gut Wein und asiatische

Speisen miteinander harmonieren. In der angenehmen Atmosphäre

des á la Carte-Restaurants „das Linsberg“ führen erfahrene

Weinexperten durch den Abend und präsentieren Top-Weine von

ausgewählten, prämierten österreichischen Winzern. Die nächsten

hochkarätigen Wine & Dine Events fi nden am 23. Oktober mit Weinen

vom Weingut IBY sowie am 27. November 2009 mit Weinen

von Weingut Gesellmann statt.

SPA THERME HOTEL

Asia Resort Linsberg Betriebs GmbH

Esskultur vom Feinsten

Der A-2822 sonntägliche Bad Erlach, Thermenplatz Fusion 1 Brunch im stilvollen, wie gemütlichen

Tel +43 2627 48000

Ambiente Fax +43 2627 48000-50 des Restaurants „China Grill“ beweist, dass Leckerbissen

mail@linsbergasia.at

aus www.linsbergasia.at der traditionell österreichischen Küche in einen spannenden

66 Gourmet & Genuss

East meets west:

In Linsberg Asia gehen asiatische und europäische Einfl üsse auch in der Kulinarik eine gelungene Verbindung ein.

im Hotel & Spa Linsberg Asia

Dialog mit fernöstlichen Delikatessen treten können. So trifft etwa

am 4. Oktober Burgenland auf Malaysia und am 8. November die

Steiermark auf China.

Der Business Lunch bietet Montag bis Freitag die Möglichkeit, das

á la Carte-Restaurant „das Linsberg“ bei 2- oder 3-gängigen Menüs

als Business-Kommunikationsplattform zu nützen.

Die asiatische Kulinarik des Linsberg

Ebenso wie in Gestaltung und Design, gehen in Linsberg Asia auch

in der Kulinarik asiatische und europäische Einfl üsse eine gelungene

Verbindung ein.

„Asiatisch“ bezieht sich in Linsberg auf den gesamten asiatischen

Raum und beruft sich somit auf Elemente der traditionellen indischen,

thailändischen, vietnamesischen, chinesischen, japanischen,

aber auch mongolischen Kochkunst. Offene Schauküchen

für asiatische Suppen- und Nudelgerichte, verschiedenste Currykreationen,

eine chinesische Wok-Küche und die spannende Umsetzung

der regionalen Küche lassen den Gast an der Zubereitung

nährstoffreicher, aromatischer, gesunder Köstlichkeiten teilnehmen.

Updates zu Terminen und Menüs auf www.linsbergasia.at


Fantasievolle Gerichte für Geist und

Gaumen Wok-Spezialitäten für jeden Geschmack Entspannte Atmosphäre inbegriffen

Wine & Dine Linsberg Asia

Degustationsmenüs

• Aperitif

• Weinmoderation

• Verkostung von Top-Weinen

ausgewählter und prämierter Winzer

• 5-gängiges Degustationsmenü

• Mineralwasser

79,00 Euro pro Person und Abend inklusive

Weinbegleitung und Moderation

Termine:

jeweils freitags, Beginn: 19.30 Uhr

23. Oktober 2009:

mit Weinen vom Weingut IBY

27. November 2009:

mit Weinen vom Weingut Gesellmann

2-Gang-Menü

• inkl. 1 Mineralwasser und Kaffee

• sowie einer 30 min. Service-Garantie

15,50 Euro pro Person

3-Gang-Menü

• inkl. 1 Mineralwasser und Kaffee

19,50 Euro pro Person

Termine:

Von Montag bis Freitag

Business Lunch Fusion Brunch

Rechtzeitig Tisch reservieren!

Termine:

Jeweils sonntags, 12 bis 15 Uhr

4. Oktober 2009:

„Burgenland trifft Malaysia“

8. November 2009:

„Steiermark trifft China“

• inklusive Softdrinks/Kaffee

29,00 Euro pro Person

Restaurant „das Linsberg“, Thermenplatz 1, 2822 Bad Erlach

0 26 27/48 000, restaurant@linsbergasia.at, www.linsbergasia.at

Gourmet & Genuss

67


Fotos: Florian Sitter

DER WEIN IM MITTELPUNKT

Von Sonja Knotek

In einem mittelalterlichen Kellergewölbe (Zugang: Hauptplatz

10) in Wiener Neustadt befi ndet sich das Winery –

eine Weinbar, die selbst den gehobensten Ansprüchen

echter Weinliebhaber gerecht wird. Das Team von 2700

ließ sich von Chef Friedl Pauer-Rüel und seinem Team

verwöhnen ...

Abseits von Sonnenlicht und Alltagslärm verborgen geben sich

Weinliebhaber nicht nur an Wochenenden im Winery allerhöchsten

Genüssen hin. Die Weinbar von Friedl Pauer-Rüel und Christian

Spritzendorfer, die beide auch Geschäftsführer des Mephisto

sind, ist in Wiener Neustadt unter Genießern längst kein Geheimtipp

mehr! Zahlreiche Freunde erlesenster Gaumenfreuden entspannen

im modern-romantischen Ambiente des Winery. Mittlerweile

hat sich die Weinbar auch zu einem beliebten Treff nach der

Arbeit entwickelt und wird nicht nur von den Stammkunden als

ideale Location für stilvolle Abende (und Nächte) in gemütlichem

Ambiente geschätzt. Vor allem die Winery-Outdoor-Bar am Hauptplatz

erfreute sich in den Sommermonaten großen Ansturms!

Österreichische Spitzenweine

„Wir sind kein Heuriger, bei uns steht der Wein im Mittelpunkt“,

so Pauer-Rüel: „ Unsere Herausforderung ist die Maximierung des

Genusses unserer Gäste durch ein herausragendes Angebot der

edelsten Weine – ausschließlich gekeltert in österreichischen

Weinkellern und kombiniert mit den passenden kulinarischen

Schmankerln.“ Die Weine des Winery kommen aus den besten

Weinregionen Österreichs, so aus Niederösterreich, dem Burgen-

68 Gourmet & Genuss

Der modern eingerichtete Gewölbekeller des Winery bietet Genuss für alle Sinne.

land und der Steiermark, vor allem aber aus der Region Neusiedler

See, der Wachau, dem Kamptal, Kremstal und der Thermenregion.

Das Weinsortiment wird monatlich neu zusammengestellt und

nach den Verkostungen eines Weinprofi s ausgerichtet.

Ein besonderes Zuckerl des Winery ist der integrierte Degustationsraum,

der für Weinverkostungen, aber auch private Feiern

in stilvollem Rahmen zur Verfügung steht. Bezüglich hauseigener

Weinverkostungen oder Weinreisen gibt das Team des Winery

gerne Auskunft.

Unser Fazit:

Ihr selbst ernanntes oberstes Ziel, nämlich „das Wohlbefi nden des

Gastes“, haben Friedl Pauer-Rüel und Christian Spritzendorfer in

ihrem Winery sogar noch übertroffen. Hier fühlt man sich nicht nur

wohl, sondern wie in einer anderen Welt. Der Genuss erlesenster

Spitzenweine in diesem altertümlichen, modern eingerichteten

Gewölbe schärft einfach alle Sinne!

Winery – Weinbar, Genussbar, Lokal für erlesene

Weine

Hauptplatz 10

2700 Wiener Neustadt

Öffnungszeiten:

Mo – Sa ab 18 Uhr

Reservierungen:

06 99/14 40 00 02 oder 06 99/14 40 00 07


Ein seperater Degustationsraum eignet sich ideal für Weinverkostungen oder stilvolle Feiern.

Das Team des Winery verwöhnt Sie gerne!

Das Sortiment österreichischer Spitzenweine

wird jedem Gast gerecht.

2

WIN

Gewinnen Sie mit 2700 1 Weinreise um 50 Euro im

Winery

Einfach auf www.dascitymagazin.at am Gewinnspiel

teilnehmen oder eine Postkarte mit dem Kennwort

„Winery“ an: „Das City Magazin“-Verlags GmbH,

Lange Gasse 10, 2700 Wr. Neustadt senden.

Die Outdoor-Bar war der Hit des heurigen Sommers.

Location Check

| Gourmet & Genuss

69


Fotos: rokit_de / photocase.com ,www.nikolaihof.at

Ein gutes Tröpferl in Ehren ...

Wein ist in vielen Ländern der Welt ein unumstrittenes Kulturgut.

Kein anderes alkoholisches Getränk steht in einem so

großen Ausmaß für Genuss, Eleganz und Tradition.

Als Ursprungsland des Weins gilt das antike Persien (ca. 3.500 v.

Chr.). Schiraz, der Ursprungsort der gleichnamigen Rebsorte, nahe

der Hauptstadt Persepolis, auch bekannt als „Thron des Dschamschids“

(iranische mythologische Figur, Anm. d. Red.), war berühmt

für seine Weine und hatte den Ruf, die besten des Mittleren

Ostens zu produzieren. Doch auch in Ägypten, Griechenland und

im Römischen Reich wurde eifrig Weinbau betrieben.

Im frühen Kolonisationszeitalter wurde der Süden Europas mit

Wein angereichert. Die Römer brachten ihn bis in den Norden.

Im Laufe der Zeit erlebte der Weinbau einige Rückschläge, durch

Seuchen und Krankheiten stockte die Weinkultur in breiten Teilen

Europas. Nach vielen Jahren fand aber eine langsame Regeneration

statt. Österreich kann sich bis heute als wichtiges Weinland

behaupten, aber auch viele andere Länder haben in dieser Hinsicht

Einiges zu bieten.

Weinbau in Österreich

Die Rebfl äche in Österreich umfasst rund 51.000 Hektar, die sich

zum größten Teil in den östlichen und südöstlichen Landesteilen

befi nden. Die Verteilung zwischen Weiß- und Rotwein fällt eindeutig

zugunsten des Weißweins aus: 70 Prozent sind mit den 22

für Qualitätsweinerzeugung zugelassenen weißen Rebsorten bestockt.

Der Rotweinanteil (13 Sorten) ist in den letzten Jahren auf

30 Prozent angewachsen.

70 Gourmet & Genuss

Von Sophie Kaiser

Weinland Österreich: Unsere Heimat verfügt über 51.000 Hektar Rebfl äche.

Österreichs Weinbaufl äche ist in vier Weinbauregionen unterteilt:

Das „Weinland Österreich“ besteht aus den Bundesländern Niederösterreich

und Burgenland mit insgesamt zwölf Weinbaugebieten,

das „Steirerland“ aus den drei steirischen Weinbaugebieten, die

Bundeshauptstadt Wien ist eine eigene Weinbauregion mit immerhin

fast 700 Hektar Rebfl äche. Unter „Bergland Österreich“ sind die

übrigen Bundesländer zusammengefasst, in denen sich verstreut

ebenfalls kleinere Rebfl ächen befi nden.

Die durchschnittliche Erntemenge beträgt 2,5 Millionen Hektoliter,

der größte Teil davon wird im Inland konsumiert. 73 Prozent des

österreichischen Weinkonsums sind heimische Weine, doch der

Export stieg in den letzten Jahren stark an.

Biodynamischer Wein aus der Wachau

Familie Saahs wirtschaftet am Nikolaihof Wachau nach den Regeln

des Demeter-Bunds, einer der strengsten Richtungen des biologischen

Landbaus. Das Prinzip lässt sich grob vereinfacht so beschreiben:

möglichst viel Kraft und Energie in den Wein legen,

indem der Natur so wenig wie möglich ins Handwerk gepfuscht

wird. In Nikolaihof Weingärten werden keine Herbizide, keine

Pestizide, keine Künstdünger und keine synthetischen Spritzmittel

verwendet, sondern Brennesseljauche, Baldriantropfen, Baldriantee

und eigens angesetzte Präparate, die in hoher Verdünnung

wie homöopathische Medikamente angewendet werden. Der gesamte

Betrieb muss biodynamisch bewirtschaftet werden. Diese

Wirtschaftsweise wird laufend staatlich kontrolliert. Geregelt ist

der Bio-Weinbau im Österreichischen Weingesetz, im Österreichischen

Lebensmittelcodex und in der EU-Verordnung „Ökologischer

Landbau“.


Weinerzeugung ist aufwendig.

Optimal gelagert im Weinkeller.

Weinbauern bei der Lese.

Die richtige Lagerung

Weine sind sehr empfi ndlich. Bei falscher

Lagerung können Qualitätsverluste auftreten,

die den Geschmack merklich beeinfl

ussen. Für richtige Genießer ist deshalb

die richtige Lagerung wichtig. Der Wein

sollte immer liegend gelagert werden, am

besten in kühlen Kellerräumen. Die Idealtemperatur

liegt dabei bei 8 bis 16 Grad

Celsius. Die Luftfeuchtigkeit spielt ebenfalls

eine wichtige Rolle bei der Lagerung. Sie

sollte nicht zu niedrig sein, damit der Kork

nicht austrocknet. Weine reifen in der Flasche

weiter und ändern auch ihr Aroma.

Damit dieser Vorgang nicht gestört oder

negativ beeinfl usst wird, muss auf eine

sehr geringe Sonneneinstrahlung geachtet

werden. Es gibt auch Weine, die sich nicht

zur Lagerung eignen und lieber schnell

getrunken werden sollten. Erkundigen Sie

sich in dieser Hinsicht gleich beim Einkauf.

Billigere Tafelweine gehören auf jeden Fall

zu den nicht lange lagerfähigen Weinen.

Na dann, Prost!

Die österreichische Weinkultur

Grüner Veltliner

Besonders in der Region Niederösterreich

kommt diese Art der Rebsorte in

Verwendung. Ein besonderes Verbreitungsgebiet

des Grünen Veltliners ist

das nördliche Weinviertel, im Nordosten

von Niederösterreich. Optimale Klimabedingungen

und Anbauorte machen aus

ihm einen herrlichen Weißwein.

Riesling

Der Riesling ist in Österreich verbreitet.

Um Wien sowie im Kremstal fi nden sich

eher kleine, aber hochwertige Anbaufl ächen

der weißen Rebsorte.

Zweigelt

Diese Rebsorte wird auch Rotburger

genannt. Aus ihr entsteht köstlicher

Rotwein. Heute wird der Zweigelt

hauptsächlich in der Hauptstadt einer

ehemaligen römischen Provinz angebaut

– in Carnuntum. Die Weine haben

ein leicht fruchtiges Aroma.

Frischkäse:

Leichter, lebhafter Weißwein, auch sehr

leichter, sehr junger und sehr frischer

roter Bordeaux, Bardolino oder Beaujolais.

Halbweicher Käse:

Kräftiger weißer Bordeaux, Chardonnay,

Elsässer Pinot gris, trockener Riesling,

süditalienischer oder sizilianischer

Wein, alter weißer Rioja, trockener

Sherry.

Hartkäse:

Diese Käsesorten harmonieren gut mit

feinem roten Bordeaux oder Cabernet

Sauvignon sowie großen Shiraz-Weinen.

Starke Käse indessen verlangen

nach weniger edlen Weinen, vorzugsweise

lokalen Erzeugnissen. Der

rote holländische Mimolette ist wahrscheinlich

der beste alte Käse für einen

feinen, reifen Bordeaux.

Blaufränkisch

Die rote Rebsorte Blaufränkisch bevorzugt

ein mildes Klima. Wind und zu starker

Sonneneinfall verträgt diese Sorte

eher nicht. Die Abstammung der Rebsorte

ist bis heute ungeklärt, aber viel

wichtiger sind die guten Rotweine, die

mittels dieser Rebe produziert werden.

Weine dieser Art werden immer sehr gut

bewertet.

Blauer Portugieser

Die alte, rote Rebsorte existiert in weiten

Teilen Europas. Auch in Österreich wird

sie angebaut. Die Rebsorte ist nach dem

Herkunftsland Portugal benannt.

Welcher Wein passt zu welchem Käse?

Edelpilz-/Blauschimmelkäse:

Zu Roquefort kann ein Sauternes wunderbar

passen; dies gilt aber nicht für andere

Sorten von Blauschimmelkäse. Die Süße

des Sauternes, insbesondere eines gereiften,

verträgt sich gut mit dem Salzgehalt

des Käses. Eine klassische Kombination

ist auch Stilton mit Port. Gehaltvoller alter

Oloroso, Amontillado, Madeira und Marsala

passen zu den übrigen Blauschimmelkäsen.

Weichkäse:

Weichkäse mit fl aumiger Rinde (Brie etc.):

Voller trockener Burgunder oder Rhone-

Wein zu weißem, noch nicht reifem Käse;

zu reifem, kräftigem, fruchtigem Käse passt

St. Emilion, Pinot noir, junger Shiraz aus

Australien oder von der Rhone.

Quelle: kaeseseite.de

Lockstoff | Gourmet & Genuss

71


Fotos: Rita Newmann

Ausg`steckt &eing`schenkt

Von Petra Lenz

Genuss-Kultur entlang der Weinstraße Thermenregion

Eine der schönsten Weinstraßen Niederösterreichs liegt vor den

Toren Wiener Neustadts. Südlich beginnend in Sollenau führt die

Weinstraße durch die Weinanbaugebiete der Thermenregion bis

nach Perchtoldsdorf. Dazwischen gedeihen Weißwein-Raritäten

genauso wie großartige Rotweine.

Sommerspritzer & Weinherbst

Ein fruchtiger Sommerspritzer, erfrischend bei hochsommerlicher

Hitze, oder ein würziger Rotwein, der angenehm wärmt,

wenn`s bereits „herbstelt“, vielleicht noch regionale Köstlichkeiten

auf dem Teller, inmitten von üppigen Weinbergen - das

ist Weingenuss pur. Niederösterreich bietet all das in Fülle. Das

Weinanbaugebiet des Bundeslands ist das größte Österreichs. Die

Weingarten fl äche Nieder österreichs beträgt etwa 62 Prozent von

der des ganzen Landes und ist unterteilt in 11 Weinbaugebiete:

Wachau, Traisental, Kremstal, Kamptal, Wagram, Carnuntum, Klosterneuburg,

Veltlinerland, westliches und südliches Weinviertel

sowie die Thermenregion.

Durch diese 11 Gebiete führt jeweils eine Weinstraße. Abgesehen

von der Lage inmitten der Weinanbaugebiete, zeichnet eine Weinstraße

das hohe Qualitätsniveau der dazugehörigen Betriebe aus.

Mehr als 150 Gemeinden sind Mitglieder der Weinstraße Niederösterreich.

Die zahlreichen Veranstaltungen werden untereinander

abgesprochen und sind auf der Homepage zu fi nden. Der Höhepunkt

des Weinjahrs ist aber der Weinherbst Niederösterreich, die

mittlerweile größte weintouristische Initiative Europas. Von August

bis November bieten über 800 Veranstaltungen einen besonderen

Rahmen, Wein, Winzer und Weingärten kennenzulernen, wie zum

Beispiel Degustationen, Weinfeste oder Wanderungen durch die

Rieden.

Die Straße der Genüsse

Sehr vielfältig gestaltet sich die Weinstraße Thermenregion. Sonnige

Weinberge, quirlige Städte und bekannte Weinorte wechseln

72 Gourmet & Genuss


ARGE Weinstraße

Thermenregion

Tourist-Info Bad Vöslau

Schlossplatz 1

2540 Bad Vöslau

www.weinstrassen.at

Kontakt:

Tourismusdirektorin

Maria Haarhofer

E-Mail: Maria.haarhofer@

badvoeslau.at

Tel.: 02252/70 743

sich ab. Die Trauben für Weißweine reifen vor allem in den Gärten

von Baden, Gumpoldskirchen, Perchtoldsdorf, Guntramsdorf,

Pfaffstätten und Traiskirchen. In der Gegend um Tattendorf , Bad

Vöslau, Teesdorf und Sooß entstehen exzellente Rotweine. Die Region

ist von der Natur reich beschenkt. Spezielle Gegebenheiten

des Bodens und das pannonische Klima sind Voraussetzungen für

den besonderen Charakter und die Qualität der Weine. „Raritäten

wie der Rotgipfl er und der Zierfandler, würzige und elegante

Weißwein-Spezialitäten, gedeihen in solchen Mengen nur noch in

der Thermenregion. St. Laurent und Pinot Noir haben bei den Rotweinen

große Bedeutung, weiß die Projektleiterin der Weinstraße

Thermenregion“, Tourismusdirektorin Maria Haarhofer. Neben diesen

Sorten herrschen bei den weißen Reben Neuburger, Weißburgunder

und Chardonnay, bei den roten Reben Blauer Portugieser

und Zweigelt vor.

Die Region besticht aber nicht nur durch Trink-Kultur. Neben Sommertheater

spielt sich vor allem in den kulturellen Zentren Baden

und Mödling Einiges ab. Ob es das Spiel im größten Casino Europas

ist oder jenes auf den Bühnen der Weinstädte, das Angebot

ist breit gefächert. Entspannung bietet sich in der Thermenregion,

wie der Name schon sagt, bei dem Besuch einer Therme an. Danach

schmecken die edlen Tropfen gleich noch besser.

„Eine weitere Besonderheit der Weinstraße Thermenregion ist der

Rundweg führend durch die malerischen Weingärten“, schwärmt

Tourismusdirektorin Maria Haarhofer. Ein Weinanbaugebiet reiht

sich ans andere. Straßenschilder geleiten den Gast von Ort zu Ort,

durch stimmungsvolle Weingärten zu den gemütlichsten Heurigen.

Ausg`steckt ist immer irgendwo und Veranstaltungen bieten zusätzliche

Unterhaltung. Der „Wein & Genuss Reise-Pass“ enthält

nützliche Tipps für die Weinreise und alle Betriebe. Außerdem erhält

man nach sechs „Betriebs-Besuchen“ mit dem Pass ein kleines

Geschenk. Erhältlich ist der Pass kostenlos in allen Betrieben

und bei der ARGE Weinstraße.

In dieser Umgebung kann die schönste Wein-Jahreszeit ruhig

kommen. Zum Wohl!

Gourmet & Genuss

73


Foto: Florian Sitter

Der Herbst rockt! Interview

Für ihr erstes Album „Ende:Gut“ wurden Herbstock im vergangenen

Jahr mit dem Amadeus ausgezeichnet. Gleich ein Jahr

später setzte die Band noch einen drauf und holte sich im September

den zweiten für ihr brandneues Album „Die bessere

Hälfte“. 2700 traf die aufgeweckte Truppe nach dem Wiener

Neustädter City Festival.

2700: Ihr habt gerade vor Wiener Neustädter Publikum gespielt

– wie ist es, wenn man in der Heimatstadt auf der Bühne steht?

Anna: Es war wirklich toll, vor so vielen Menschen spielen zu

dürfen und die meisten Gesichter davon zu kennen. Ich freue mich

wirklich, dass Wiener Neustadt so ein großartiges Festival aus

dem Boden gestampft hat und ich hoffe, es war nicht das letzte

Mal.

Paul: Wiener Neustadt ist quasi eine neue, zweite Heimat für mich

und es war großartig.

Sebastian: Es ist schon etwas anderes, weil viele Freunde, Eltern

und Familie da sind und es ist ein schönes Gefühl, vor so vielen

Leuten daheim zu spielen.

Duff: Wir haben es zuerst gar nicht richtig auskosten können, weil

wir kurz vor dem Konzert angekommen sind - wir spielten am

2

WIN

Gewinnen Sie mit 2700 2 CDs „Die bessere Hälfte“

von Herbstrock

Einfach auf www.dascitymagazin.at am Gewinnspiel teilnehmen

oder eine Postkarte mit dem Kennwort „Herbstrock“

an: „Das City Magazin“-Verlags GmbH, Lange Gasse 10, 2700

Wr. Neustadt senden.

74 Kultur & Freizeit

geführt von Gudrun Blümel

Nachmittag bei Düsseldorf, aber nachher war es cool.

Duff: Party?

Sebastian: Duff hat versagt. Ich habe schon Party gemacht.

Duff: Man muss ja nicht überall dabei sein (lacht).

2700: Wie kam es zur Tour mit Christina Stürmer im Frühling 2009

und was konntet ihr dabei lernen?

Sebastian: Sie hat uns eingeladen, sie in St. Margarethen zu supporten

und uns kennenzulernen. Das hat gut funktioniert. Auf der

Tour haben wir sehr viel gelernt. Es war das erste Mal, dass wir so

lange und regelmäßig vor so vielen Leuten gespielt haben. Natürlich

lernt man von Christina und der Band Einiges, außerdem lernt

man das Tourleben kennen – insgesamt waren wir zirka sieben

Wochen unterwegs, davon vier durchgehend in Deutschland.

2700: Hat sich in musikalisch-kreativer Hinsicht seit der

Zusammen arbeit mit Universal für euch etwas verändert?

Duff: Das war genau der Punkt, warum wir nicht mehr mit Universal

zusammengearbeitet haben. Sie hätten gerne den ursprünglichen

Stil fortgesetzt - wir haben uns aber im Studio und in der Zeit mit


Paul so weiterentwickelt, dass es irgendwann nicht mehr vereinbar

war. Universal wollte uns auch nicht in Deutschland herausbringen.

Wir waren kurz davor, es selber durchzuziehen, und wir

wollten es unbedingt machen, denn die Stürmer-Tour war schon

in Planung. Wir hatten auch bereits selber alles aufgestellt. Mit

Sony fanden wir einen super Partner, der extrem motiviert und

auch bereit war, Geld in die Hand zu nehmen.

2700: Wie entstehen die Songs und wie kommt ihr auf eure Themen?

Anna: Oft war zuerst nur der Schlagzeugbeat da, dann der Bass,

die Gitarre und so weiter. Die Musik haben wir vier geschrieben.

Die Texte schreibe ich, die entstehen meistens mit nur einem Satz,

der passt, dann ein zweiter et cetera. Das passiert spontan, wenn

der Text fertig ist, weiß ich erst, worum es geht. Es ist also auch für

mich eine Überraschung, was dabei heraus kommt.

2700: Welche Bedeutung hat für euch die Auszeichnung mit dem

„Amadeus Award“?

Sebastian: Das ist schon etwas Feines! Wer weiß, ob man so etwas

noch einmal gewinnt? In Österreich war es kurzzeitig ein mediales

Aufhorchen. Lustig ist, dass das in Deutschland viel mehr

Wert hatte, da hörte man das in jedem Interview. Wobei man dazu

sagen muss, dass es dort den Echo gibt, und wenn man diesen

gewinnt, ist das schon etwas Größeres als der Amadeus bei uns.

2700: Wie ist es, wenn man zum ersten Mal seinen Song im Radio

hört?

Sebastian: Ein gutes Gefühl! Man lernt aber auch dazu, weil man

im ersten Moment denkt: „Cool, jetzt haben wir es geschafft!“,

dann aber bald auf den Boden der Realität zurückgeholt wird. Es

steckt viel Arbeit dahinter und es reicht nicht, wenn das Lied ein

Mal im Radio läuft. Man kann sich nicht einmal einen Kaugummi

darum kaufen.

2700: Habt ihr Tipps für österreichische Nachwuchsmusiker?

BAND

Anna Müller - Gesang: Geboren am 20. September 1986 in Wien.

Müller maturierte im BORG Wiener Neustadt.

Paul Wallner - Gitarre, Programmings: Geboren am 4. Juni 1982

in St. Pölten. Wallner matuierte in der Höheren Lehranstalt für

Tourismus und Marketing, St.Pölten

Mathias *Duff* Dajeff - Bass: Geboren am 11. Juni 1985 in Wiener

Neustadt. Dajeff maturierte 2003 in der SRG Zehner Gasse.

Sebastian Vogt - Schlagzeug: Geboren am 14. März 1983 in

Eisen stadt. Vogt maturierte 2001 im Gymnasium Babenbergerring

und machte dann die SAE Tontechnik-Ausbildung.

ALBEN

Die Bessere Hälfte: Release Date (AT): 24.04.2009

Ende:Gut: Release Date (AT): 01.02.2008

Sebastian: Nie aufgeben und vor allem, nie den Spaß daran verlieren.

Das sagt sich jetzt in unserer Situation vielleicht leicht, aber

man kann nichts erzwingen, sonst verliert man den Spaß. Man

muss stetig versuchen, besser zu werden – technisch, musikalisch

und hinsichtlich der Bühnenpräsenz.

Duff: Es gibt zwei Wege: Entweder entschließt man sich, kommerziell

erfolgreich zu sein, dann muss man das machen, was gerade

gefordert ist. Das ist aber noch lange keine Garantie dafür, dass

man Erfolg hat. Der andere Weg ist, Musik zu machen, die einem

Spaß macht, und an ihr festzuhalten. Es geht Stück für Stück – wir

fanden zuerst einen Booker, spielten viele Konzerte, lernten eine

Menge Leute kennen, dann kam ein Plattenfi rmenmitarbeiter. Es

ist wie ein kleines Haus, das man Stein für Stein zusammensetzt

und das immer mehr wird.

2700: Welche Ziele strebt ihr in Zukunft an? Was erhofft ihr vom

deutschen Markt?

Anna: Natürlich werden wir noch einige Zeit mit dem aktuellen

Album arbeiten, Konzerte spielen und versuchen, am deutschen

Markt Fuß zu fassen. Mit der ersten Single ist uns das schon recht

erfolgreich gelungen. Und sonst: Weiter hart arbeiten, nicht aufgeben,

Konzerte spielen, ein neues Album aufnehmen – was man

als Band eben so tut.

Duff: Unser Ziel ist, dass wir von der Musik leben können, die wir

machen, denn das ist genug Arbeit und erfordert viel Zeit. Wenn

man daraus einen normalen Lohn kriegen würde, von dem man

normal leben könnte, wäre das am besten.

2700: Herbstrock in zehn Jahren? Wo seht ihr euch?

Sebastian: Hoffentlich auf einer Bühne vor vielen Leuten!

Duff: Genau so: Auf einer riesengroßen Bühne vor 15.000 Leuten,

das 4. oder 5. Album schon veröffentlicht, dasselbe machen wie

jetzt und genau so entspannt sein.

Paul: Ich sehe uns in einem Strandhaus mit Studio.

2700: Vielen Dank für das interessante Gespräch!

BANDGESCHICHTE

Herbstrock gründeten ihre Band im Jahr 2003 in Wiener Neustadt.

Für ihr erstes Album „Ende:Gut“ wurde die Band 2008 mit dem

„Amadeus“ ausgezeichnet - am 10. September 2009 heimste

Herbstrock mit dem zweiten Album „Die bessere Hälfte“ den zweiten

„Amadeus“ ein.

KULTUR & FREIZEIT

Kultur & Freizeit

75


Fotos: z.V.g.

Potzblitz!!!

Von Sonja Knotek

Mathias Stampfl und Thomas Schreiner, beide 19 Jahre jung,

haben ein außergewöhnliches Hobby: Sie analysieren meteorologische

Daten aus den Bezirken Wiener Neustadt / Neunkirchen

und prognostizieren so das Wetter für unsere Region auf

drei Tage im Voraus. Ab Oktober sind die „Wetterfrösche“ auch

auf der City Magazin-Homepage aktiv.

Kennengelernt haben sich der Wiener Neustädter Mathias

Stampfl und der Felixdorfer Thomas Schreiner im Jahr 2008, als

sich Schreiner beim meteorologischen Verein „Skywarn Austria“

( www.skywarn.at) registrieren ließ, wo Stampfl bereits seit

Jahren Mitglied im Forum war. Die beiden freundeten sich rasch

an. Vor allem störte sie, dass großräumige Wetterprognosen, wie

für das Land Österreich, auf relativ ungenauen Angaben basierten

und die Vorhersagen daher unzuverlässig waren. „Wir wollten das

für unsere Region besser machen“, so die beiden Hobby-Meteorologen.

Semi-professional-Ausrüstung

Gesagt, getan: Eine zwei Meter hohe Wetterstation und ein fünf

Meter hoher Windmesser wurden in Schreiners Garten montiert.

Diese beiden Geräte schicken ihre Daten an eine Empfangsstation

in Schreiners Zimmer. Ein Computerprogramm wertet die Informationen

aus. „Aus diesen Resultaten entwerfen wir Prognosen,

aus denen man Rückschlüsse für das Wetter in der nahen Zukunft

ableiten kann“, erklärt Stampfl . Am genauesten seien die Prognosen

für die nächsten zwei bis drei Tage. Auf ihrer Homepage

76 Kultur & Freizeit

www.wetter-neustadt.at aktualisieren Stampfl und Schreiner

täglich ihre Daten und kommentieren in verständlicher Form die

Wetterentwicklungen der kommenden Tage für die Bezirke Wiener

Neustadt & Neunkirchen. Hierbei seien vor allem die unteren

Luftschichten interessant, für längerfristige Prognosen müssten

Höhenwinde in den oberen Luftschichten beobachtet werden.

Föhn, Nebel & Gewitter

Zu den typischen Wettererscheinungen unserer Region zählen

Föhnwinde, die durch den Hochwechsel bedingt sind. „Durch den

Regen im Alpensüdkamm staut sich Niederschlag auf und kühlt die

feuchte Luft dabei rascher ab, genauer gesagt um 0,5 Grad Celsius

pro 100 Meter. Beim Abgleiten auf der anderen Seite erwärmt sie

sich hingegen wieder normal, nämlich um 1 Grad Celsius pro 100

Meter. Um die Druckdifferenz auszugleichen, muss die Luft schneller

ziehen – das spüren wir als warmen Föhn“, erklärt Schreiner.

So genannte Inversionswetterlagen mit Neben oder Hochnebel gibt

es ebenfalls häufi g bei uns. „Diese werden durch das Wiener Becken

bestimmt, wenn kalte Luftschichten nicht aufsteigen können,

da darüber liegende warme Schichten dies hindern“, so Stampfl .

Häufi g sind weiters heftige Gewitterzellen, die vom Schneeberg

her kommen. Für solche Fälle haben Stampfl und Schreiner Warntools

entworfen. „Wir beobachten mittels Blitzortung die Heftigkeit

der Gewitter und können so rechtzeitig vorhersagen, wohin sich

die Zellen bewegen“, so Stampfl .


Sämtliche Wettererscheinungen werden

dokumentiert (im Bild: Hagelkörner). Bei jedem Wetter sind Stampfl und Schreiner unterwegs.

Die Beobachtung des Himmels spielt bei

der Prognose eine wesentliche Rolle.

Tornadogefahr im Raum Neustadt

Und noch eine – eher beunruhigende – Wettererscheinung ist

typisch für unsere Region: der Tornado. Die letzte große Wirbelsturmkatastrophe

ereignete sich in Wiener Neustadt im Jahr 1916,

damals wurden weitläufi ge Gebiete der Stadt schwer beschädigt.

Die stärkste, in Wiener Neustadt gemessene Orkanböhe fegte laut

Stampfl und Schreiner mit 135 Stundenkilometern über die Stadt.

In solch einem Fall sind innerhalb des Tornados Windspitzen bis

zu 300 Stundenkilometern möglich. „Die Wahrscheinlichkeit, dass

sich innerhalb der nächsten fünf Jahre im Raum Wiener Neustadt

ein Tornado bildet, liegt bei 25 Prozent“, so die beiden Wetter-

Spezialisten: „Allein in diesem Jahr wurde im Raum Wiener Neustadt

drei Mal eine Tornado-Vorstufe erreicht, österreichweit gab

es heuer nur vier Tornados-Verdachtsfälle, durchschnittlich gibt es

aber jedes Jahr mehr als 8 Tornados, manchmal sogar 12.“ Eine

solche könne man sogar als Laie mit freiem Auge erkennen. „Ein

Tornado entsteht aus so genannten Superzellen, das sind rotierende

Gewitter mit einem extremen Aufwindbereich“, so Stampfl

weiter. Die Rotation könne man vom Boden aus erkennen. „Doch

erst, wenn der Tornado Bodenkontakt hat, wird er zu einem Wirbelsturm“,

so Schreiner. In solch einem Fall blieben jedoch nur

mehr wenige Minuten für die Flucht. Allerdings könne man eine

Superzelle einen Tag vorher prognostizieren. Lesen Sie mehr auf

www.dascitymagazin.at

www.wetter-neustadt.at

Meteorologische Praktika dienen der Fortbildung.

Mittels Blitzortung können die „Wetterfrösche“ vorhersagen,

wohin sich die Gewitterzellen bewegen.

Kultur & Freizeit

77


78 Kultur & Freizeit

Bei der Polonaise der etwas anderen Art wird nicht

nur im ¾ Takt getanzt, vielmehr jagt eine Überraschung

die nächste und ein kunterbunter Mix

an Musikstilen und Bewegungsformen läutet den

Papa geienball 2009 ein.

Sicher werden schon allein die Proben mit unseren

beiden Choreografi nnen lustig und aufregend

zugleich sein. 3 Einheiten wird es geben, bevor

bei der Generalprobe alles sitzen muss. Auch die

Termine dafür stehen schon fest: 24.10., 31.10. und

7.11. Die Generalprobe wird dann in der Gruppe

ausgemacht.

Wir geben 30 Leuten die Möglichkeit, im Team

Polo naise dabei zu sein. Meldet euch jetzt!

www.dascitymagazin.at/de/papageienball

Der Papageienball ist die Alternative zur Tradition:

streng traditioneller Tanzball, der mit sämtlichen

inhaltlichen Konventionen bricht!


Der Kartenverkauf für

die schrägste Ballnacht der Stadt startet am

5. Oktober im Stadttheater und in der Stadtinformation

Wiener Neustadt. Die Karten kosten im

Vorverkauf 12 Euro und an der Abendkassa 20 Euro.

Möchtest du zusätzlich etwas Gutes tun, dann nimm dir

die Benefi zkarte um 30 Euro – ein sensationelles

Goodie ist mit dabei!

Mit eurem Ballbesuch unterstützt ihr die Initiative „Holiday

for kids“, die fi nanziell benachteiligten Kindern

einen Urlaub ermöglicht. Der Papageienball ist also nicht

nur der schrägste Ball der Stadt, sondern auch ein Event

für einen wirklich guten Zweck.

So lautet

unser Motto. Wir möchten

niemanden zwingen, sich verrückt

zu stylen, aber natürlich geben wir eine

Empfehlung ab. Wir möchten Papageien im

Ballsaal – viele bunte Papageien mit schrägen

Outfi ts, bunten, fröhlichen Farben, tollen Frisuren,

extravaganter Schminke – wir wollen einzigartige

Kreationen. Und das nicht ohne Grund, wird doch

auch das beste Styling prämiert. Distanzieren

möchten wir uns aber von einem Ball wie dem

Life Ball. Bei uns gibt’s weder Bodypainting,

noch zu viel nackte Haut, weder Obszönitäten,

noch sexuelle Botschaften – wir feiern

einzig und allein junge Kultur

in Wiener Neustadt!

Kultur & Freizeit

79


Fotos: z.V.g.

Am Ziel:

Thomas Bernhards Drama „Am Ziel“ ist

ein Muss für alle Bernhard-Fans!

Wiener Blut:

Wiener Blut – Liebe und Eifersucht, Intrigen

und Verwirrungen im adeligen

Wien halten die Theaterbesucher in

Atem.

80 Kultur & Freizeit

Der Neustädter

Das Stadttheater Wiener Neustadt präsentiert sein neues Programm:

„Am Ziel“ (Drama von Thomas Bernhard):

20. Oktober 2009, 19.30 Uhr:

Mutter und Tochter reisen seit Jahren in ihr Haus am Meer im holländischen Katwijk.

Beim Kofferpacken breitet die Mutter, reiche Witwe eines Gusswerkbesitzers, in Erinnerungsspiralen

die Familiengeschichte aus. Ihren Mann habe sie, Tochter eines armen

Jahrmarktspaßmachers, nur wegen seines Reichtums geheiratet.. Sie habe alles getan,

um ihn, dem sie sich geistig weit überlegen fühlte, zu demütigen. Die Tochter betrachtet

sie als ihr Eigentum, dem sie niemals die Freiheit gewähren wird. Wie die meisten Figuren

Bernhards hat sie zu allem eine Meinung und zu jedem etwas zu sagen. Wer in ihren

Redefl uss gerät, ist am Ende selber schuld. Die Tochter weiß es und der Gast, ein Dichter,

dessen Besuch in Katwijk der Ablenkung dienen soll, lernt es bald. Tragisch-komisch

läuft eine Geschichte von Abhängigkeiten und Einengungen ab. Ans Ziel aber gelangt

letztendlich so oder so niemand.

Wiener Blut“ (Operette von Johann

Strauß Sohn):

21. Oktober 2009, 19.30 Uhr:

In diesem beliebten Meisterwerk sind die klassischen Elemente einer Operette so meisterhaft

miteinander verwoben, dass eines der mitreißendsten und lebendigsten Werke des

Genres überhaupt entstanden ist. Liebe und Eifersucht, Intrigen und Verwirrungen im

adeligen Wien, die schwungvolle Musik voll beliebter Ohrwürmer und nicht zuletzt die

handelnden Personen, die vor Wiener Charme nur so sprühen – dieses Meisterwerk

sollte man sich nicht entgehen lassen! Prachtvolle Kostüme, stilvolle Bühnenbilder und

das glänzende Orchester der Operettenbühne Wien tun ihr Übriges, diese Schätze der

Operette in Wiener Neustadt zum Blühen zu bringen.

„Ton-Künstler 1“:

24. Oktober 2009, 19.30 Uhr:

Mitglieder des Tonkünstler-Orchesters NÖ stellen sich in solistischer Funktion vor und

konzertieren gemeinsam mit ihren Kollegen in quasi familiärer Atmosphäre. Nach Joseph

Haydns symphonischem Erstling, einem Werk voll jugendlichem Esprit, betritt Gertrude

Rossbacher das Podium und interpretiert Béla Bartóks großartiges Konzert für Viola

und Orchester. Den Abschluss des Programms bildet Dvoráks 7. Symphonie, die mit ihrer

nüchternen Erhabenheit das letzte große Kapitel seiner unglaublichen Entwicklung als

Orchesterkomponist eröffnet.

Kartenvorverkauf an der Theaterkasse (Tel.: 29521),

Mo- Sa, 13- 19 Uhr, sowie bei allen Ö-Ticket-Verkaufsstellen


Theaterherbst

Von Cornelia Fasching

„Pocahontas“ (Familienmusical von Clemens

Handler & Gernot Kogler):

14. November 2009, 15.00 Uhr:

Vieles kann man von einem Indianermädchen lernen! Pocahontas, Tochter des Häuptlings

vom Stamm der Powhatan, liebt die Natur und geht respektvoll mit ihr um. Ihren

Lieblingsplatz unter den schützenden Ästen einer alten Weide besucht sie, sooft sie kann.

Dem Baum erzählt sie ihre geheimsten Gedanken und bekommt so manchen guten Rat

von ihm. Unbeschwert genießt sie ihr Leben, doch dann landet eines Tages ein Schiff

aus dem fernen England in der „neuen Welt“. Eine Siedlung soll gegründet werden, aber

manche Neuankömmlinge vermuten auch Gold bei den Indianern, wie der geldgierige

Leiter der Expedition Ratcliff. So treffen zwei Welten aufeinander und Pocahontas staunt

über die Rücksichtslosigkeit, mit der die weißen Eindringlinge von ihrer Heimat Besitz

ergreifen. Gemeinsam mit einem Jungen namens John Smith, der nach Amerika geschickt

wurde, um Erfahrungen zu sammeln, bringt sie den Mut auf, sich dem Geschehen

entgegen zustellen ...

„Rollenspiel“ (Komödie von Alan Ayckbourn):

17. November 2009, 19.30 Uhr:

Das junge Paar Justin und Julie-Ann hat seine Schwiegereltern in spe zum Essen eingeladen,

um seine Verlobung bekanntzugeben. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren,

da steht plötzlich eine tropfnasse und nur spärlich bekleidete Frau vor Justin. Auf der

Flucht vor ihrem Aufpasser, dem Ex-Boxer Mickey, hat sich die Erotiktänzerin Paige aus

ihrer Wohnung über den Balkon zu dem jungen Paar gerettet. Von nun an klingelt es ohne

Unte rlass an der Tür – die Gäste kommen: Julie-Anns erzkonservative Eltern, Justins bereits

alkoholisierte Mutter und natürlich lässt auch Mickey nicht lange auf sich warten ...

Sir Alan Ayckbourn – er wurde für seine Verdienste um das Theater zum Ritter geschlagen

– ist der meistgespielte Theaterautor unserer Zeit. Seine Komödien wurden in vierzig

Sprachen übersetzt und werden weltweit gespielt.

„Ton-Künstler 2“:

18. Dezember 2009, 19.30 Uhr:

Auf dem Programm des zweiten, rein „tonkünstlerischen“ Abends stehen außergewöhnliche

Stücke und ein beinahe ungehobener Schatz. Nur wenige Monate nach seinen 18.

Geburtstag komponierte Franz Schubert seine 3. Symphonie, die von zauberhafter Eleganz

geprägt ist. Vor dem Finale mit Dvoráks 5. Symphonie spielt Andreas Eitzinger das

Posaunenkonzert von Henri Tomasi, dessen erlebnisreiches Leben in vielen seiner Kompositionen

seinen faszinierenden Ausdruck fand.

Pocahontas:

Die Geschichte der schönen Häuptlingstochter

Pocahontas wird in Neustadt als

Familienmusical aufgeführt.

Gertrude Rossbacher:

Gertrude Rossbachers Interpretation

von Béla Bartóks Konzert für Viola und

Orchester ist einer der Höhepunkte von

„Ton-Künstler 2“.

Kultur & Freizeit

81


Fotos: Stefan Böttcher, istockphoto.com

OKTOBER-

FESTE

Halloween & Oktoberfest –

2 unterschiedliche Bräuche,

die gerne gefeiert werden.

Von Petra Lenz

Die Münchner „Wies´n“ ist jedes Jahr für Bierfans ein Pfl ichttermin!

Während das berühmteste und größte Volksfest der Welt in

unserem Nachbarland Deutschland stattfi ndet und Vorbild für

zahlreiche „Oktoberfeste“ ist, ist Halloween von Irland über

Umwege bis nach Österreich gekommen.

O`zapft is!

Das größte Volksfest der Welt wird jährlich Ende September, Anfang

Oktober in München veranstaltet. Auch heuer wurde am Oktoberfest

in München wieder gefeiert, gegessen und vor allem getrunken.

Rund 6,5 Millionen Liter Bier werden jedes Jahr auf der

Wies´n ausgeschenkt. Weltweit wird nach dem bayrischen Vorbild

gefeiert. Ob Gemeinden, Vereine oder Privatveranstalter, auch in

Österreich werden zahlreiche Oktoberfeste abgehalten – wenn

auch meistens in viel kleinerem Rahmen.

176 x Oktoberfest

Aber wie und wann hat das Ganze begonnen? Anlässlich der

Hochzeit von Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese von

Hildburghausen fand am 17. Oktober 1810 ein Pferderennen auf

der Theresienwiese statt, die damals noch am Stadtrand lag. Der

Name der „Wiese“ wurde von der Braut, Prinzessin Therese übernommen.

Daraufhin fand jedes Jahr ein Fest statt. Zunächst wurde

das Pferderennen und Fest auch zur Präsentation landwirtschaftlicher

Leistungen genutzt und privat fi nanziert. Im Jahr 1819 übernahm

die Stadt München die Leitung. Heuer wurde bereits zum

176. Mal gefeiert.

Mit Maß und Dirndl

Die Wies´n ist nicht nur bei Besuchern beliebt. Auch als Arbeitsplatz

ist das Oktoberfest begehrt. Rund 12.000 Mitarbeiter jährlich

82 Kultur & Freizeit

sorgen für das Wohl der Gäste. Nicht alle sind berufl ich im Gastgewerbe

tätig. Viele verdienen sich in diesen zwei Wochen gutes

Geld dazu, darunter auch Studenten.

„2700“ hat eine ehemalige Mitarbeiterin interviewt. Beate Böckel

ist mittlerweile Ärztin und hat sich ihre Studienkassa als

Kellnerin auf der Wies´n gut aufgebessert:

2700: Wie kommt man als

Medizinstudentin auf die Idee,

beim Oktoberfest in München

zu kellnern?

Böckel: Eine Bekannte hatte

schon Erfahrung als Kellnerin

auf der Wies´n und erzählte

mir davon. Verlockend war für

mich vor allem die Gelegenheit,

in kurzer Zeit viel Geld zu verdienen.

2700: Können Sie sich noch

an Ihren ersten Arbeitstag erinnern?

Oktoberfest-Tipps in

Niederösterreich:

Oktoberfest der FF

Wultschau

9. (ab 18 Uhr) + 10. 10. (ab

20 Uhr) + 11. 10. (ab 9 Uhr)

3870 Wultschau

Österreichs größtes Oktoberfest

2. + 3. 10, 9. + 10.

10., 16. + 17. 10., ab 21 Uhr

3863 Reingers, Leopoldsdorf

18

Oktoberfest auf Heini´s Ruh

26. 10., ab 11 Uhr

2821 Lanzenkirchen-Frohsdorf

Rosaliengebirge

Beate Böckel

Böckel: Der erste Tag war sehr hart. Die erste Woche war sehr

hart! Die körperliche Belastung war ich nicht gewöhnt. Ich dachte

ständig: „Nie wieder“. Aber mit Vitaminen und Schmerztabletten

kämpfte ich mich anfangs durch. Die zweite Woche war besser. Es

gab einen guten Zusammenhalt zwischen den Kellnern, ich lernte


Halloween-Tipps in Niederösterreich:

Open-air Halloween-Party

31. 10., ab 17 Uhr,

Hauptplatz 2722 Winzendorf

Halloween-Walk im Moor

31. 10., 18 Uhr,

Naturpark Heidenreichstein

3860 Heidenreichstein

Halloween-Wanderung

31. 10., 17 Uhr, Gemeindezentrum

Unterhöfl ein

2732 Höfl ein an

der Hohen Wand

viele interessante Menschen kennen und man bekommt auch eine

gewisse Routine. Schließlich habe ich ein zweites Mal auf dem

Oktoberfest gearbeitet.

2700: Wie haben Sie die spezielle Atmosphäre auf der Wies´n als

Kellnerin erlebt?

Böckel: Die Stimmung ist sehr gut. Die Menschen kommen aus der

ganzen Welt nach München, um zu feiern und gut drauf zu sein.

Es kommt auch darauf an, in welchem Zelt man arbeitet. Da gibt

es schon Unterschiede. Wichtig für eine Kellnerin ist, freundlich zu

sein, die Stimmung reißt einen da schon mit. Allerdings hatte ich

auch ein bisschen das Gefühl, in dem Film „Und täglich grüßt das

Murmeltier“ zu sein, denn ein Tag ist wie der andere: die gleiche

Musik, das gleiche Programm, der gleiche Ablauf. Aber nach zwei

Wochen hat man es geschafft und die einzigartige Atmosphäre

hilft bei der Arbeit.

HALLOWEEN & PARTYS

Kürbis-Dekorationen, gruselige Kostüme und Partys – Halloween

in Österreich. Ein ganz anderes „Fest im Oktober“ mit ernstem

Hintergrund und dennoch wird es auch gerne zum Anlass genommen,

ein oder zwei Gläser zu trinken. Halloween wird bei uns erst

seit Mitte der 1990er-Jahre gefeiert. Diese neu-europäische Variante

des Festes ist stark kommerzialisiert und hat einen weniger

schaurigen Charakter als in Nordamerika.

TransAtlantik

Ursprünglich kommt Halloween aus Irland. Es gibt auch die Ver-

Jack O´Lantern sucht in der Halloween-Nacht auch viele österreichische Gärten heim.

mutung, dass Halloween auf keltisches Brauchtum zurückgeführt

werden kann. Am 31. Oktober, dem letzten Tag des keltischen Jahres,

sollen sich die Iren als gruselige Gestalten verkleidet haben,

um sich vor Geistern zu schützen, die in dieser Nacht die Welt der

Lebenden betraten. Vor den Häusern wurden Gaben aufgestellt,

um die Geister zu besänftigen. Von Irland aus gelangte der Brauch

mit den vielen irischen Auswanderern im 19. Jahrhundert nach

Nordamerika, wo er bald auch von Kindern anderer Volksgruppen

übernommen wurde und sich im ganzen Land verbreitete. Halloween

entwickelte sich in den Vereinigten Staaten und Kanada

zu einem wichtigen Volksfest. Von dort aus kam das Fest nach

Europa, wo es in veränderter Form gefeiert wird.

Kürbislaternen

Der durch Film und Fernsehen bei uns schon lange bekannte

Brauch, verkleidet von Tür zu Tür zu wandern und „Süßes oder

Saures“ zu fordern, ist in Europa noch nicht so verbreitet wie in

Nordamerika. Vor allem Kinder und Jugendliche verkleiden sich

auch im deutschsprachigen Raum gerne am 31. Oktober. Es gibt

viele Partys zu diesem Thema, manche TV-Sender sorgen mit

ihrem Programm für Gruselstimmung und schließlich kann man

„Jack O`Lantern“ in Gärten oder Fenstern entdecken. Der beleuchtete

Kürbis hat seine eigene Geschichte, die auch variiert. Kurz erzählt,

handelt die Legende von Jack O`Lantern, der zwischen Himmel

und Hölle hin und her wandelt, da ihm von beiden Seiten der

Zutritt verweigert wird. In der Nacht vor Allerheiligen irrt er mit

einem Stück Kohle aus dem Höllenfeuer, das er in eine ausgehöhlte

Rübe gelegt hat, umher. Daher auch der Name Jack O`Lantern.

Kultur & Freizeit

83


Kino & Film

Film von A bis Z

Ein Streifzug durch

Fernsehen und Film!

Beginnend von A wie Anfang bis Z wie Zeit

präsentieren wir jeden Monat einen ganz

persönlichen Einblick in die Welt des Films.

Krieg ist ein weitverbreitetes Thema im Film, angefangen

von den dokumentarischen Aufnahmen bis hin zu

Spielfi lmen. Das Medium Film wird benutzt, um für den

Krieg zu werben, zu rekrutieren, aber zum Glück auch,

um zu dokumentieren, im Nachhinein zu verarbeiten

und wachzurütteln.Der Krieg ist oft nicht das zentrale Thema eines

Films, sondern nur Kulisse für die Protagonisten und deren Einzelschicksale.

Kriegsfi lme beziehen sich sowohl auf reale, bereits

stattgefundene, als auch auf eventuell in der Zukunft liegende

Ereignisse. Die Ängste der Menschen, zum Beispiel vor Atomkrieg,

Weltuntergang oder Lebensmittelknappheit werden wiedergespiegelt.

Für uns ist dieses Genre ein besonders zweischneidiges.

Auf der einen Seite ist der Schritt zu Kriegsverherrlichung und

Heldenverehrung am falschen Platz nicht groß (vor allem, wenn

man bedenkt, welche Reichweite große Hollywood Produktionen

haben können). Auf der anderen Seite können Filme über Krieg

dazu beitragen, niemals zu vergessen, sich dagegen auszusprechen

oder die eigenen Ängste zu verbildlichen.

„Denn es gibt eine tiefe und geheimnisvolle – soll man`s sagen?

- Koketterie zwischen Mensch und Landschaft.” (Béla

Balázs). Die über die Jahre immer wichtiger gewordene

Landschaft im Film wurde anfänglich nicht real wiedergegeben,

sondern mühevoll im Studio nachgebaut. Man

gab den scheinbaren Vorteil des Films gegenüber dem Theater

ab und verzichtete auf die Abbildung der realen Natur. Man erkannte

jedoch, dass Landschaft und Natur mehr sein können und

auch müssen als nur bloßer dekorativer Hintergrund. Die Landschaft

kann eine eigenständige Rolle in Filmen einnehmen, sie

kann Verbündete oder Feindin sein. Sie kann zentrales Thema,

wie etwa in den Filmen James Bennings, werden. se/cj

Ein langweiliger Familienurlaub

abseits der Großstadt

wird zum Abenteuer, als die

Kinder am Dachboden vier

Außerirdische fi nden, die versuchen,

die Weltherrschaft an

sich zu reißen. Mit von der Partie

ist „High School Musical“-

Star Ashley Tisdale.

START: 9.10.09 se

HOGI‘S FAMILY lässt uns in

unglaublichen und noch nie

gesehenen Bildern an den

spannenden Abenteuern einer

Igelfamilie teilhaben. Wir

begleiten die stacheligen Sympathie-Träger

ein Jahr – vom

Frühling, bis zu ihrem nächsten

Winterschlaf.

START: 23.10.09 se

Gewinnen Sie

5x2 Kinokarten

für einen Film Ihrer Wahl im

Cineplexx Wr. Neustadt und beantworten Sie folgende Frage:

Wie heißt die Autorin der Romanvorlage

für den Film „Wüstenblume“?

Einfach auf www.dascitymagazin.at am Gewinnspiel teilnehmen

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„Das City Magazin“-Verlags GmbH, Lange Gasse 10, 2700 Wr. Neustadt

senden. Wir wünschen Ihnen viel Glück!

„Wüstenblume“

Wüstenblume erzählt nach dem gleichnamigen Roman die wahre

Geschichte von Waris Dirie, einer jungen Somalierin, die in London

entdeckt und zu einer der bestbezahltesten Models der Welt wurde.

Doch hinter dieser Erfolgsgeschichte liegt eine dunkle Vergangenheit,

welche Dirie am Höhepunkt ihrer Kariere preisgibt. In einem

Interview erzählt sie von der grausamen Tradition der Frauenbeschneidung,

deren Opfer sie selbst als kleines Mädchen wurde. Die

Veröffentlichung löst eine Welle von Mitgefühl und Protest aus und

Waris entschließt sich, ihr Leben dem Kampf gegen dieses Ritual

zu widmen. In ästhetischen Bildern untermalt mit stimmiger Musik

wird hier eine tragische Geschichte fast schon etwas zu „schön“

präsentiert. START: 4.10.09 se

„Die Noobs“ „Hogi‘s Family“ „G-Force“

84 Kultur & Freizeit

Die Regierung bildet

niedliche Tierchen

zu Spionen aus. Die Meerschweinchen,

ausgestattet mit

modernster Geheimdienst-

Technologie und bis in die

Fellspitzen auf den gefährlichen

Job vorbereitet, müssen

feststellen, dass das Schicksal

der Welt in ihren Pfoten liegt!

START: 15.10.09 se


„Der Fall des Lemming“

Ein neuer Film muss nicht zwingend auf einer neuen Geschichte

beruhen. Immer häufi ger kommt es zu Remakes oder aber ein

Roman wird als Vorlage für das Drehbuch verwendet. Harry Potter

und Der Herr der Ringe gehören zu den populärsten Beispielen

dieser Zeit. Buchstaben verwandeln sich in Film – eine Verwandlung,

die man in diesem Monat mehrmals erleben kann. Neben

Wüstenblume haben sich die Filmemacher auf zwei Krimis gestürzt.

Erstens, Der Fall des Lemming, eine österreichische Krimikomödie

nach einem Roman von Stefan Slupetzky. Hier geht es

nicht um suizidgefährdete, hamsterähnliche Wesen, sondern um

den Detektiv und Pechvogel Leopold Wallisch (Fritz Karl), auch

Lemming genannt. Nachdem er unehrenhaft bei der Mordkommission

rausgefl ogen ist, macht er als Privatschnüffl er weiter und stolpert

gleich über eine Leiche. Und dann taucht auch noch sein arroganter

Ex-Kollege (Roland Düringer) auf, der Lemming den Mord

in die Schuhe schieben will. Eine Extraportion Wiener Schmäh ist

garantiert! START: 2.10.09 jh

„Verblendung“

Stieg Larrson, ein schwedischer Meister des Krimis, liefert mit seinem

Bestseller die zweite Vorlage zum gleichnamigen Film Verblendung.

Damit startet eine Trilogie um den Journalisten Mikael

Blomkvist, der sich mit seinen Recherchen auf eine Reise in tiefe

menschliche Abgründe begibt. Im ersten Teil geht es um ein Mädchen,

das vor Jahrzehnten spurlos bei einem Familientreffen verschwunden

ist. Und diese Familie hat es faustdick hinter den Ohren.

Zusammen mit der kompromisslosen Hackerin Lisbeth verfolgt

Mikael eine blutige Spur, die Aufschluss über den Fall geben soll.

Die Wahrheit birgt Schreckliches. Verblendung war im Jahr 2008

das bestverkaufte Buch in der Europäischen Union. Der Film verspricht

auch Einiges und ist vor allem nichts für schwache Nerven.

START: 16.10.09 jh

STARTTERMINE

1.10.09 GANGS

2.10.09 PANDORUM

2.10.09 DIE NACKTE WAHRHEIT

2.10.09 TORTUGA - UNGL. REISE D. MEERES...

9.10.09 MÄNNERHERZEN

22. OKTOBER– 4. NOVEMBER 2009

Mehr Informationen zum Festival unter: www.viennale.at

In schon altbewährter Tradition lädt die „Viennale“ auch heuer

wieder Filmfreunde aus Nah und Fern ein, nach Wien zu pilgern.

Das Filmfestival hat schon oft bewiesen, dass es kein

Fehler ist, seinem Ruf zu folgen. Womit wir auch schon beim

Thema wären. Lars von Trier (Dancer in the Dark, Dogville)

versucht sich am Genre

Horrorfi lm. Doch Vorsicht!

Denn so mancher

Liebhaber von blutigem

Gemetzel aller Art wird

als Reaktion auf von

Triers Antichrist nicht

mehr als ein britisch

klingendes „Shocking!“

hervorbringen. Dabei

ist es ein großes Talent

dieses Regisseurs, die Zuschauer in einen kurzzeitigen

Schockzustand zu versetzen. Lars von Trier hat einen eigenen

Zugang zu der fi lmischen Welt, die er erschafft. Demnach ist

„Antichrist“ kein Horrorfi lm im klassischen Sinn. Wie der Titel

schon prophezeit, ist es die religiöse Thematik und Symbolik,

mit der hier gespielt wird. Das psychische Trauma der Mutter,

ausgelöst durch den Tod ihres Kindes, veranlasst den Vater –

Psychotherapeut von Beruf – seine Kenntnisse anzuwenden.

Der Ursprung ihrer Ängste und Schuldgefühle soll gefunden

und die Trauerarbeit professionell vollzogen werden. So begeben

wir uns mit dem Paar auf die Spuren des Alten Testaments

und fi nden uns im Garten Eden wieder, in dem die Frau als

Ursprung alles Bösen erwacht.

Anspielungen auf Bibel und Religion fi ndet man auch – natürlich

in abgeschwächter

Form – in „Adventureland“.

1987 scheitern

James‘ Pläne, im Sommer

nach Europa zu

reisen, am nicht vorhandenen

Geld seiner

Eltern. Auf der Suche

nach einem Sommerjob

landet er deshalb – so

gar nicht vergnügt – im Vergnügungspark Adventureland. Und,

wie nicht anders zu erwarten, bei einer Geschichte über das

Erwachsenwerden lernt er dort sogleich ein Mädchen kennen.

Ein Mädchen, das Potenzial hat, es zu lieben, aber James auch

das Herz brechen könnte. Trotz der klischeehaften Story, ist

Greg Mottola (Superbad) ein wirklich sehr liebenswerter Film

gelungen. Ein Blick unter die Oberfl äche auf das wirkliche Leben

wird gewährt. Charmant, komisch, berührend und etwas

zynisch – auf jeden Fall sehenswert!

Für alle, welche die Reise nach Wien nicht antreten wollen

oder keine Karten für das gut besuchte Festival bekommen

konnten, werden die Filme „Antichrist“ und „Adventureland“

vorraussichtlich Anfang November auch in den Wr.

Neustädter Kinos zu sehen sein. ac

Kultur & Freizeit

85

Fotos: Polyfi lm, Walt Disney, Filmladen, Majestic Walter Wehner, iStockphoto, Constantin, Allegrofi lm Petro Domenigg


FÜR PATRIOTEN

2700

MUSIK

4 Years Southurban

9. 10., ab 20:00 Uhr, Clumsy´s

Klavierabend

16. 10., ab 19:30 Uhr, Stadtmuseum

Nockalm Quintett

17. 10., ab 20:00 Uhr, Arena Nova

Wiener Blut - Operette in 3 Akten

21. 10., 19:30 Uhr, Stadttheater

Musikalische Raritäten

23. 10., ab 19:30 Uhr, Stadtmuseum

Tonkünstler 1

24. 10., 19:30 Uhr, Stadttheater

KUNST & KULTUR

Sonnenkinder: Theaterworkshop für Kinder

19. 10., 15:00 – 17:00 Uhr

Info: 0650/7750002

Am Ziel - Schauspiel von Thomas Bernhard

20. 10., 19:30 Uhr, Stadttheater

Musicalworkshop für Kinder & Jugendliche

23., 24. + 25. 10., ab 15:00 Uhr, Bildungszentrum St. Bernhard

Info: offi ce@musicalworkshop.at

CHARITY

Kochen für einen guten Zweck

16. 10., ab 20:30 Uhr, Fischapark, www.fi schapark.at

Rote Nasen-Lauf -

Laufen, Nordic Walking & Wandern für einen guten Zweck

25. 10., 10:00 – 14:00 Uhr, Theresianische Militärakademie

ALTERNATIV

Interkulturelles Familientreffen für Jung & Alt

17. 10., 11:00 – 17:00 Uhr, Bildungshaus St. Bernhard

Einführung in die Zen-Meditation

22. 10., 18:30 – 21:30 Uhr, Bildungshaus St. Bernhard

86 Kultur & Freizeit

SPORT

Apropos Pferd

1. – 4. 10., ganztags, Arena Nova

ASV NÖ Tanzturnier

Österr. Staatsmeisterschaften

31. 10,. ab 19:00 Uhr, Arena Nova

www.asvoe-noe.at

Donnerstag & Freitag Livemusik Saturday DJ-Night

Moviesunday Rent the Backstage für Konzerte, Privatpartys usw .

EVENTKALENDER Oktober 2009

Do 1. ANNIE HÖLLER & MARIO BERGER MIT BAND

Soul/südl. Musik/Jazz € 9.-

Fr 2. LOBSTERPOT

Rock/Blues € 9.-

Di 6. TERRY EVANS (USA) & HANS THEESSINK

Roots-Music/Blues € 20.-

Do 8. StraichelZoo

Schiachschene Liada € 9.-

Fr 9. MEENA CRYLE

The Lady sings the Blues € 9.-

Do 15. DANIEL LUCIO (BRA) | MARTIN SCHABERL & THE NEW BOSSA

Lounge Bossa Nova/Brasil/R´&´B/Jazz € 9.-

Fr 16. SUCKCEED

Rock/Heavy Metal € 6.-

Do 22. TUNESMITH

Rock/Alternative € 9.-

Fr 23. VITRUV

Pop/Folk/Blues € 9.-

Do 29. COME`N`DRUM: PERCUSSION SESSION/OPEN STAGE

by Christian Koch von KALAN freie Spende

Fr 30. GERALD GRADWOHL TRIO

CD-Präsentation/Fusion Rock/Jazz € 9.-

Weitere Infos unter www.backstagebar.at

Kartenvorverkauf von Do bis Sa ab 20 Uhr und So ab 19 Uhr

telefonisch unter 0664-855 45 35 oder Mail an tickets@backstagebar.at

Einlass 20 Uhr, Konzertbeginn 20:30 Uhr

Brodtischgasse 16, 2700 Wiener Neustadt

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und TUNESMITH

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Wr. Neustadt“ senden.


DIVERSES

JOBmania 2009

Schul- & BerufsinfoMesse NÖ Süd + Burgenland

13. – 15. 10., Arena Nova, ab 8:00 Uhr

VIPE Party Night

23. 10., ab 20:00 Uhr, Arena Nova

www.vipe.at

Kreis- & Gruppentänze

23. + 26. 10., ab 19:00 Uhr, Bildungshaus St. Bernhard

AMS Schul- und

BerufsInfoMesse

NÖ Süd und Burgenland

von 13.10. bis 15.10.2009

in der

Rudolf Diesel Straße 30

2700 Wr. Neustadt

Öffnungszeiten:

Dienstag,

Mittwoch,

Donnerstag,

EINTRITT FREI!

13.10.: 8:00 bis 15:00 Uhr

14.10.: 8:00 bis 18:00 Uhr

15.10.: 8:00 bis 15:00 Uhr

FÜR FREMDGEHER

2070

Kürbisfest im Retzer Land

24. + 25. 10., ab 10:00 Uhr, Ortsteil Zellerndorf

www.kuerbisfest.at

3100

Schubertiade

7. 10., 19:30 Uhr, Rathaus Bürgermeisterzimmer

3504

Mittelalterfest am Fuße der Weinberge

10. 10., ab 10:00 Uhr, Lesehof Familie Stagard

www.stagard.at

3364

African – Club 3

Percussionmusik zwischen traditionell & industrial

9. 10., ab 19:00 Uhr, Ostarrichi-Kulturhof

2853

Haydn, der Volkstümliche

9. 10., ab 19:30 Uhr, Kultursaal im Pfarrheim

3874

Schlager, Boogie & Tanzmusik auf Bestellung

10. 10., ab 21:00 Uhr, Oldiebar im Zellerhof

2680

Dinner & Crime - Tartufo Mortale

17.10., ab 19:00 Uhr, Hotel Panhans

www.dinnerandcrime.com

3352

Musikball

17. 10., ab 20:00 Uhr, Gasthof Mitterböck

2340

Haystack – Irish Folk Music

23. 10., ab 20:00 Uhr, Bühne Mayer

3580

Landessporttag des NÖ Pensionistenverbands

24. 10., ab 9:00 Uhr, Vereinshaus Hamerlingstraße

3830

Trend-Messe

24., 25. + 26. 10., ab 8:00 Uhr, Sporthalle/Stadtsaal

3970

Jahreskreisfest Samhain

29. 10., ab 18:00 Uhr, Seminarzentrum Rosenhof

www.seminar-rosenhof.at

Kultur & Freizeit

87


Fotos: www.kno.de

Herr Kratochwil kommt fast zu spät-

Heinz Janisch/Heide Stöllinger, Jungbrunnen

Verlag, 13,90 Euro

Diese Geschichte handelt von einem notorischen

Fast-zu-spät-Kommer, Herrn Kratochwil,

der beim letzten Ton der Schulglocke

das Klassenzimmer betritt. Jeden Tag

erlebt der quirlige Professor auf dem Schulweg

die ungewöhnlichsten Sachen, die er

mit viel Hingabe und Fantasie seinen Schülern

erzählt. Warum betritt der Lehrer wohl mit nassen Klamotten

die Klasse? Ist doch klar, er musste im Fluss den Schwimmreifen

retten! Oder wie kam bloß das Loch in seine Jacke. Natürlich, es

war ein Angriff von zwei Indianern! Gespannt lauschen dann die

Schüler seinen Erzählungen, da denkt keiner mehr selber ans Zuspät-kommen.

Besonders geeignet ist dieses Buch für Vorschüler

und Taferlklässler!

BÜCHER

gewidmet von

L. Kennedy, Was wird, Verlag Wagenbach

20,50 Euro

A.L. Kennedy steht eigentlich für Alison Louise

Kennedy. Die Autorin gehört zur, nun

sagen wir einmal, jüngeren Generation der

englischsprachigen Literatur. Geboren 1965

im schottischen Dundee, gehört sie zu den

meistbeachteten britischen Autorinnen. Für

ihre Bücher hat sie zahlreiche internationale

Auszeichnungen erhalten. Erzählungen, Romane

und Essays sind Inhalt ihres umfangreichen Schaffens.

Dieses Buch umfasst zwölf Erzählungen, die Momentaufnahmen

aus dem Leben von Menschen mit gebrochenen Herzen sind: von

Singles, Paaren in Krisensituationen und allen, die auf der Suche

nach dem Sinn des Lebens an sich sind – fein ziseliert, ohne unnötige

Sentimentalität. So zeigt Kennedy Lebensmomente ihrer

Helden und Heldinnen, die Zärtlichkeit und Enttäuschung, Verletzlichkeit

und Verlangen in sich tragen. Auch wenn Sie noch

keine Kennedy gelesen haben: Probieren Sie ein Buch von ihr

und Sie werden alle lesen! Ihre Art, Leben, Liebe und Tod, Sex

und Gewalt zu beschreiben, beruht auf einer Unmittelbarkeit und

Offenheit, die ihresgleichen sucht.

Gelesen von Hubert Hutfl ess

88 Kultur & Freizeit

Gelesen von Sabine Veselka

Patricia Cornwell, Scarpetta, Hoffman

und Campe Verlag, 24,70 Euro

Patricia Cornwell wurde 1956 in Miami

/ Florida geboren. Sie arbeitete als

Hilfspolizistin und wechselte später

in die Pathologie. Ihre Romane sind

sehr realistisch und detailgetreu, denn

die Hauptfi gur, Dr. Kay Scarpetta, ist

Chefpathologin wie auch die Autorin

selbst. Der neue Roman aus der Kay-

Scarpetta- Reihe besticht durch seine

originelle und spannende Story. Die privaten Probleme der

Hauptfi guren rücken in den Hintergrund und das Augenmerk

wird vermehrt auf die kriminalistischen Details gelegt.

Am Silvesterabend fi ndet man die Psychologiestudentin Terri

Bridges erdrosselt in ihrem New Yorker Apartment auf. Ihr

Freund Oscar Bane wird aufgrund seiner bizarr anmutenden

Erklärungen in die Gefängnispsychiatrie eingewiesen.

Die Gerichtsmedizinerin Dr. Kay Scarpetta weiß nicht, ob sie

ihm Glauben schenken soll, doch eines ist bald sicher: Terris

Mörder hat ein heimtückisches Spiel eingefädelt und sie

selbst aus nächster Nähe ins Visier genommen.

Gelesen von Nicole Wohlmuth

David Foster Wallace, Unendlicher

Spaß (Kiwi), 41,40 Euro

Nahezu unendliche Sätze, so unendlich

ist der Spaß! Der amerikanische

Autor David Foster Wallace kann seine

deutschsprachige Fangemeinde, wie

in seinem wortgewandten Leben,

auch nach seinem überraschenden

Tod, im September des vergangenen

Jahres, immer noch verzücken.

Nahezu dreizehn Jahre musste man auf die deutsche Version

des bereits 1996 erschienenen Buchs warten. Doch das

Warten hat sich gelohnt, wenn man sich die Ausmaße der

gigantischen Gegenwarts-Satire ansieht: 1.547 Seiten – und

selbst da fi ndet man als Leser nicht einen einzigen müßigen

Satz. Sechs Jahre Übersetzungsarbeit für den deutschen

Übersetzer Ulrich Blumenbach! Zwei Hauptfi guren, ein

Nachwuchs-Tennisspieler und ein trockener Alkoholiker, in

denen man Züge des Daseins des Autoren entnehmen kann,

führen durch ein ironisches Fest der Postmoderne. Es ist

sicher nicht immer leicht, ein David Foster Wallace zu sein,

aber irgendwo doch ein unendlicher Spaß.

Gelesen von Michael Kunc


Preisrätsel

Jahreszeit

amer. Grußformel

kostenlos

Vogelnachwuchs

EDV-

Ausdruck

engl.

Frauenname

Leichtmetall

(Kurzwort)

nussartige

Frucht

asiat. Bär

Sudoku

2

Kosename

der Mutter

Abk. schweizerNationalbank

Feldmass

immens/

groß

amer.

Sänger

(Bob)

In jeder Reihe, in jeder Spalte und in jedem Block dürfen

die Zahlen von 1 bis 9 nur ein Mal vorkommen!

9

7

Anfangsbuchstabe

starrköpfi g

Verlagsbüro

ital.

Artikel

plus

ital. Stadt

lat. ich

5

Antiblockiersystem

Bund

fürs

Leben

Leuchtgas

engl.

Gebrauch

Lösungswort: 1 2 3 4 5 6 7 8 9

9

3

2

8

4

... und Her

dort

5

afrik.

Tier

6 5

Ausruf

3

Landsch. in

Vorarlberg

abschließend

Ort im

steirischen KraftfahrThermenzeugland

1

Brettspiel

8

männl.

Vorfahre

4

9

6

Abk.

Energie-

Einheit

Richtungswechsel

Lösungen auf Seite 90

4

männl.

Vorname

französ.

geboren

Apfelsorte

4 3

3

9

4

3

1

5

3

2

4

6

1

4

7

2

6 5

8

1

Gewinnen Sie einen

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Viel Glück!

Teilnahmebedingungen: Die Verlosung erfolgt unter Ausschluss

des Rechtswegs. Erfüllungsort: Wiener Neustadt. Der

Gewinn kann nicht in bar abgelöst werden. Die Gewinner

werden schriftlich verständigt. Die Teilnehmer sind mit der

Verarbeitung Ihrer Daten einverstanden.

Fehlersuche

Entdecken Sie die 5 Unterschiede!

Kultur & Freizeit

89


2 7 0 0

D A S L E T Z T E W O R T

Wir danken den Sponsoren des

großen 2700 Gartenwettbewerbs:

Des Rätsels Lösung:

Fehlersuchbild Sudoku

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4 8 2 5 9 3

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1

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9

9 8

3 1 5

7 2

www.dascitymagazin.at

90 Das Letzte Wort

3

2

4

7

2 6

7 3

1 8

DER GEWINNER IST IMMER DER GÄRTNER

So sehen Gewinner aus! Der 2700 Gartenwettbewerb ging im September zu Ende und die

Gewinner konnten sich einerseits über einen Gutschein der Gärtnerei Zimmermann und

andererseits über hochwertiges Premiumwerkzeug der Firma Sonneck freuen. So steht

der nächsten Gartensaison nichts mehr im Wege und die Teilnahme bei unserem Gartenwettbewerb

2010 ist gesichert! Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Gartenfreunden

für die rege Teilnahme und bei den Sponsoren der Firma Zimmermann und Sonneck für

die großzügigen Geschenke! Bis zum nächsten Jahr!

Cordula Mayr, Norbert Dinhopl, Dagmar Czeipek, Thomas Schaden und Andrea

Ebner (v. l.) bekamen in der Redaktion von 2700 ihre Gewinne überreicht.

Wer im September sonst noch gewonnen hat, erfahren Sie unter

www.dascitymagazin.at.

NEUES AUF WWW.DASCITYMAGAZIN.AT

Wie versprochen erweitern wir unsere Webseite laufend mit neuen Features. Ab sofort

können Sie auf unserer Homepage das aktuelle Wetter bzw. eine Prognose der nächsten

Tage für Wiener Neustadt abrufen.

Zusätzlich gibt’s für alle Heurigenfans einen kompletten Heurigenkalender für den

gesamten Bezirk Wiener Neustadt und zusätzlich den beliebtesten Heurigenorten im

benachbarten Burgenland. So können Sie jederzeit nachschauen, ob Ihr Lieblingsheuriger

gerade ausgesteckt hat.

Also dann, klicken Sie einfach hinein auf www.dascitymagazin.at.


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18.800,-

BMW 325i E90

218 PS, Ezl. 3/2006, 67.600km,

Grau-Met, Klima, CD uvm.

Finanzierungsanbot: Rate 293,- /

20% Anzahlung/ 60 Monate

13.400,-

statt

€19.900,-

statt

€14.900,-

Opel Vectra GTS Diesel Le Mans 1,9 CDTI

150 PS, Ezl. 4/2005 Saturnblau, 64.000km,

Klima-Aut, Tempomat, Alufelgen, Navigationssystem,

Xenon uvm.

Finanzierungsanbot: Rate 210,- /

20% Anzahlung/ 60 Monate

12.400,-

Mazda MPV Diesel 136 PS, Ezl.

9/2003, 100.600km, Hellgrün-Met,

lima, CD, Standheizung uvm.

Finanzierungsanbot: Rate 195,- /

20% Anzahlung/ 60 Monate

3.900,-

50-Punkte-Qualitäts-Check

• Techniksgarantie

• Mobilitätsgarantie

• gleich probefahren

• maßgeschneiderte Finanzierung

• attraktive Inzahlungnahme

statt

€12.990,-

Fiat Punto 1,2 SX

60 PS, Ezl. 10/2001, 102.200km,

Schwarz-Met, Klima uvm.

Finanzierungsanbot: Rate 99,- /

20% Anzahlung/ 60 Monate

12.990,-

statt

€13.900,-

Opel Astra 1.4 GTC Style 90 PS.

Ezl. 4/2008, 21.600km, Royalblau-

Met, Klima-Aut, CD uvm.

Finanzierungsanbot: Rate 204,- /

20% Anzahlung/ 60 Monate

7.400,-

statt

€ 7.900,-

Opel Astra 1.4 Kombi Edition

90 PS Ezl. 3/2006, 118.600km,

Metro-Met, Klima, CD uvm.

Finanzierungsanbot: Rate 117,- /

20% Anzahlung/ 60 Monate

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