Bayerische Energiewende mit Biogas - Fachverband Biogas e.V.

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Bayerische Energiewende mit Biogas - Fachverband Biogas e.V.

Fachverband Biogas e.V.

Angerbrunnenstraße 12

85356 Freising

Telefon +49(0)81 61/98 46 60

Telefax +49(0)81 61/98 46 70

E-Mail info@biogas.org

23. August 2012

Bayerische Energiewende mit Biogas

+++ Ministerpräsident Seehofer lässt Ausbaupotenziale von Biogas prüfen +++

Biogas kann bis zu vier Erdgaskraftwerke ersetzen +++ Fachverband Biogas startet

Infokampagne mit Online-Auftritt, Kurzfilmen und Infotour +++

Freising. Bayern will seine Energieversorgung im Zuge des Atomausstiegs verstärkt aus

heimischen Quellen sichern. So soll die Strommenge von etwa 30 Prozent, die es beim

Abschalten der bayerischen Atomkraftwerke bis 2022 zu ersetzen gilt, durch den Ausbau von

Erneuerbaren Energien und flexible Gaskraftwerke gedeckt werden.

Um die Abhängigkeit vom Bau neuer Gaskraftwerke und importiertem Erdgas zu begrenzen,

hat Ministerpräsident Seehofer kürzlich seinen „Bayernplan“ ins Spiel gebracht. Dieser sieht

vor, den Bedarf an Gaskraftwerken und Erdgas über bestehende und neue Biogasanlagen

zu senken. Für den Ersatz von bis zu vier Erdgaskraftwerken müsste die installierte Leistung

aller bayerischen Biogasanlagen von heute 674 Megawatt etwa verdoppelt werden. Die

neuen Anlagen sollen vor allem mit Gülle und landwirtschaftlichen Nebenprodukten

betrieben werden, so dass der zusätzliche Bedarf an Energiepflanzen nur gering wäre.

„Wir begrüßen den Bayernplan von Ministerpräsident Seehofer. Biogas kann sowohl in

Bayern als auch im Rest der Republik einen bedeutenden Beitrag für eine sichere und

bedarfsgerechte Stromversorgung leisten“, betont Josef Pellmeyer, Präsident des Fachverbandes

Biogas e.V.

Die Voraussetzungen für die Umsetzung des „Bayernplans“ sind sehr gut. Der Freistaat ist

von jeher landwirtschaftlich geprägt, und schon heute stehen hier die meisten Biogasanlagen

aller Bundesländer. Zudem lässt sich Biogasstrom bedarfsgerecht, d.h. in Abhängigkeit vom

Stromverbrauch, herstellen und einspeisen. Biogas ist somit der ideale Ersatz für flexible

Gaskraftwerke, die zum Ausgleich der schwankenden Erzeugung von Solar- und Windkraftstrom

genutzt werden.

Der Fachverband Biogas e.V. ist an der Entwicklung des Bayernplans direkt beteiligt. Mit

einer Kampagne soll nun die Öffentlichkeit über die Potenziale und den Nutzen von Biogas

informiert werden. Dazu Josef Pellmeyer: „Wir wollen zeigen, dass ein Ausbau der Biogasproduktion

auf Basis von kleineren, güllebasierten Anlagen möglich ist. Die bayerischen

Landwirte sind als „Energiewirte“ bereits heute eine Säule der heimischen Energieversorgung.“

In einer Broschüre sowie auf der neuen Internetseite www.biogas-in-bayern.de werden die

wichtigsten Informationen zum Bayernplan und zur Bedeutung von Biogas vorgestellt. Hier

finden sich unter anderem drei Filmportraits über vorbildliche Biogasanlagen in Sochenberg

(Buch am Erlbach), Tödtenberg (Vogtareuth) und Untereichenbach (Ansbach). Vom 15. bis

18. September 2012 stehen diese Anlagen im Mittelpunkt der Biogas kann’s-Tour, wenn der

Fachverband Biogas gemeinsam mit Vertretern der Bundes- und Landespolitik sowie der

Kommunen die Biogasproduktion vor Ort besichtigt.


Fachverband Biogas e.V.

Angerbrunnenstraße 12

85356 Freising

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Kurzinfo Fachverband Biogas e.V.

Der Fachverband Biogas e.V. ist mit über 4.700 Mitgliedern Europas größte Interessenvertretung

der Biogas-Branche. Er vertritt bundesweit Hersteller, Anlagenbauer und landwirtschaftliche

wie industrielle Biogasanlagenbetreiber. Die Biogas-Branche hat inzwischen über

50.000 Arbeitsplätze zumeist in ländlichen Regionen geschaffen.

www.biogas.org

Kontakt:

Fachverband Biogas e.V.

Andrea Horbelt

Pressesprecherin

Tel. 0 81 61/98 46 63

E-Mail: andrea.horbelt@biogas.org

Fachverband Biogas e.V.

Bastian Olzem

Referatsleiter Politik

Tel. 030/27 58 179 13

E-Mail: bastian.olzem@biogas.org

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