_flip_joker_2018-06

ArtMediaVerlag2013

Juni 2018

29. Jahrgang

„Ich sage: Ja, Ja, Ja!“

Im Gespräch: Hermann Nitsch, österreichischer Aktionskünstler

INHALT

THEATER ____________________ 5

Freiburg Festival

KUNST ____________________ 11

Werke von Friedemann Hahn bei Kunst Koch

FILM _______________________ 16

Filmfestspiele von Cannes

LITERATUR __________________ 19

21. Hausacher LeseLenz

VISION 2025 _______________ 20

Nach der Wahl ist vor der Wahl, oder?

KULTOUR __________________ 22

40 Jahre Fabrik

NACHHALTIG _______________ 25

Verkehrswende in Freiburg?

GESUNDHEIT _______________ 27

Psychologische Schmerztherapie

MUSIK _____________________ 30

Per-Tutti-Sommerkonzerte

VERANSTALTUNGEN ________ 33

Open Air Festival auf dem Grethergelände

Als Aktionskünstler

forderte er sein Publikum

schon immer mit

blutigen Performances

und expressiven Werken

heraus. Hermann Nitsch

ist ein umstrittener, aber

auch international gefeierter

Künstler. Noch bis

zum 3. Juni zeigt er im

Kurhaus Hinterzarten

seine Werkschau „Zum

Konzept des Orgien Mysterien

Theaters“. Seine

berühmten Schüttbilder

sind dort ebenso zu betrachten

wie Filme und

Fotografien seiner Performances.

Fabian Lutz

hat ihn in Hinterzarten

getroffen und mit ihm

über die Ausstellung,

seine Kunst, deren Einflüsse

und das Problem

von Ideologien gesprochen.

ste Stufe ist dann das

Verwenden von Blut,

Fleisch, Eingeweiden,

schleimigen Substanzen,

menschlichen Körpern

und Tierkadavern.

Kultur Joker: In Ihrer

Kunst trifft Geistliches,

also Religion, auf Körperliches,

also Fleisch.

In der Religion gilt aber

oft die grundsätzliche

Trennung zwischen

Geist und Körper.

Nitsch: Es gibt keinen

Gegensatz zwischen

dem Geist und dem

sinnlichen Erfahren.

Das sinnliche Erfahren

entsteht über das Bewusstsein.

Geist und

Körper sind für mich

eine Einheit. Die Trennung

zwischen Diesseits

und Jenseits, zwischen

Immanenz und Tran-

La Ola

ist einfach.

dere machen, aber die machen

noch größeren Unfug.

Kultur Joker: Ihre Kunstwerke

sind ja sehr großformatig angelegt,

gleichzeitig ist der

Ausstellungsraum im Kurhaus

Hinterzarten recht klein. Entsprechend

wirkt ihre Kunst

dort sehr geballt. War dies

ästhetischer Absicht oder bloß

pragmatischer Natur?

Nitsch: Als ich gesehen habe,

dass das riesige Foyer im Kurhaus

neu aufgebaut wird, habe

ich gedacht: Warum habe ich

nicht dort ausgestellt? Aber

man hat mir diesen Mikroraum

gegeben und meine Kunst kann

sich, soll sich, muss sich überall

bewähren.

Kultur Joker: Die Ausstellung

bezieht sich ja auf Ihr großes

Orgien Mysterien Theater...

Nitsch: Immer! Alle meine

Ausstellungen beziehen sich

auf dieses, mein Hauptwerk.

Kultur Joker: Ihr Lebenswerk?

Nitsch: Richtig!

Kultur Joker: Wie ordnen Sie

die hier ausgestellte Malerei in

Ihr Lebenswerk ein?

Nitsch: Die Aktionsmalerei

ist die erste Realisationsstufe

meines Orgien Mysterien

Theaters. Der Maler erregt

sich. Dieses Malen ist ein traumatischer

Prozess. Die nächsparkasse-freiburg.de

Wenn man einen echten

Leistungsträger für die

besten Plätze der Welt

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s

Kultur Joker: Warum stellen

Sie als bekannter Künstler

fernab aller Kunstmetropolen

im Hochschwarzwald aus?

Hermann Nitsch: In Mistelbach,

in der tiefsten Provinz,

habe ich ein großes Museum.

Ich lege Wert darauf, dass sich

Kunst nicht bloß in den Großstädten

und Metropolen ansiedelt,

sondern auch dort, wo alle

Leute hinkommen. Und weil

ich Landschaft und Natur liebe,

möchte ich, dass meine Kunst

auch dort gezeigt wird.

Kultur Joker: Die unmittelbare

Natur hier passt wiederum zu

Ihrer Kunst, die mit dem Einsatz

von Fleisch, Blut, generell

Organischem, ja nahe am Natürlichen

ist.

Nitsch: Hier gibt es ja auch

eine Art Großstadtatmosphäre,

aber es ist auch viel Pflanzliches

hier. Hier gibt es einen

richtigen Wald, hier sieht man

noch den Himmel. Ich halte

das Leben in Großstädten überhaupt

für schädlich – nur andererseits:

wenn es die Großstädte

nicht gäbe, würde bald das

ganze Land wie Los Angeles

aussehen. Das Zusammenleben

von Menschen ist sehr problematisch,

aber das kann ich

nicht lösen und ich will es auch

nicht. Eigentlich sollten das an-

szendenz, die gibt’s für mich

nicht. Für mich transzendiert

jeder Augenblick. Jeder Augenblick

ist im Ganzen enthalten

und mit dem Ganzen verbunden.

Kultur Joker: Ist das Malen für

Fortsetzung des

Interviews auf

Seite 31

Kultur Joker

Tel.: 0761 / 72 0 72

www.kulturjoker.de


PREMIERE: 9. Juni 2018

FESTSPIELE BREISACH

Kartenvorverkauf

01806 700733 (0,20 €/min aus dem

Festnetz der Deutschen Telekom, bei Anrufen

aus dem Mobilfunknetz 0,60 €/min)

Breisach-Touristik Mo – Fr

Festspiele Breisach an Spieltagen

Badische Zeitung oder

www.reservix.de

www.festspiele-breisach.de

PREMIERE: 17. Juni 2018

Aladin

und die Wunderlampe

Spielzeit: 9. Juni bis

9. September 2018

JUNI

FREIBURG

Theater Freiburg, Großes Haus +49.(0)761.2012853

„The Black Forest Chainsaw Opera“ / Musiktheater: 1./21. - 19.30 Uhr.

„Katja Kabanowa“ / Oper: 2. - 19.30 Uhr.

„Angels in America“ / Musiktheater: 3. - 19 Uhr.

„La Bohème“ / Musiktheater: 10. - 19 Uhr, 23. - 19.30 Uhr.

„Coraline“ / Oper: 15. - 19.30 Uhr PREMIERE! 17. - 19 Uhr, 20. - 19.30

„Ein Sommernachtstraum“ / Schauspiel: 22. - 22 Uhr, 30. - 19.30 Uhr.

„Drei Winter“ / Schauspiel: 10. - 19 Uhr, 27. - 19.30 Uhr.

Theater Freiburg, Kleines Haus +49.(0)761.2012853

„Der Kirschgarten“ / Schauspiel: 2. - 20 Uhr.

„Krieg“ / Schauspiel: 3./21. - 20 Uhr.

„Mayday“ / Schauspiel: 19. - 20 Uhr.

„Der goldne Topf“ / Schauspiel: 22. - 20 Uhr.

„Autoctonus II“ / Tanz: 28. - 20 Uhr PREMIERE! 29. - 20 Uhr.

Wallgraben Theater +49.(0)761.2012853

„Er is wieder da“ / Komödie: 1./2./6./7./8./9./12./13./15./19./20./21./2

2. - 20 Uhr.

BASEL

Theater Basel, Große Bühne +41.(0)61.2951133

„Tod in Venedig“ / Ballett: 1./11./13./20. - 19.30 Uhr.

„Die Dreigroschenoper“ / Oper/Schauspiel: 2./4./16./21. - 19.30 Uhr.

„The Rake‘s Progress“ / Oper: 8./14./18./21. - 19.30 Uhr, 10. - 16 Uhr,

24. - 18.30 Uhr.

„Der Spieler“ / Oper: 9./15. - 19.30 Uhr, 17. - 18.30 Uhr.

Theater Basel, Schauspielhaus +41.(0)61.2951133

„Kaspar Hauser und Söhne” / Schauspiel: 1./5./9./19.. - 19.30 Uhr.

„Mary Page Marlowe - Eine Frau” / Schauspiel: 2./22. - 19.30 Uhr, 10

- 18.30 Uhr.

„Amphitryon” / Schauspiel: 3./24. - 18.30 Uhr, 6. - 19.30 Uhr.

„Romulus der Große“ / Schauspiel: 7./12./18 - 19.30 Uhr.

„Vor Sonnenaufgang” / Schauspiel: 11./20. - 19.30 Uhr.

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STRASSBURG

Opéra national du Rhin +33.(0)825.841484

„Eugen Onegin“ / Oper: 16. - 20 Uhr PREMIERE! 18./20./22./26. - 20

Uhr, 24. - 17 Uhr.

„Bach tanzen im 21. Jahrhundert“ / Ballett: 8./9./13./14./15./16. - 20

Uhr, 9./10. - 15 Uhr.

COLMAR

Théâtre municipal, +33.(0)389.337801

„Die sieben Todsünden“ / Oper: 5. - 20 Uhr.

MULHOUSE

La Sinne +33.(0)389.202901

„Die sieben Todsünden“ / Oper: 13./15. - 20 Uhr.

FREILICHTTHEATER

Festspiele Breisach +49.(0)1805-700733 (Reservix)

„Dracula“ / Schauspiel: 9. - 20 Uhr PREMIERE! 16./23./30. - 20 Uhr.

„Aladin und die Wunderlampe“ / Kinderstück: 17. - 15 Uhr PREMIE-

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„Die drei Musketiere“/ Schauspiel: 16. - 19.30 h PREMIERE!

22./23./27./30. - 19.30 Uhr.

„Timm Thaler“/ Kinderstück: 24. - 16 h PREMIERE! 29. - 16 Uhr.


THEATER KULTUR JOKER 3

Bitterböse Abrechnung mit der Medienindustrie

„Er ist wieder da“ nach Timur Vermes im Wallgraben Theater in Freiburg

Wenn sich auf der Bühne des

Wallgraben Theaters die bombastischen

Klänge von Wagners

Walkürenritt samt Gefechtgetöse

und Qualm im Off verlieren,

sieht man erst nur einen Stiefel

vor blutroten Kioskwänden.

„Kein Feindflieger, kein Geschützdonner!“,

wundert sich

wenig später der dazugehörige

Mann in Wehrmachtsuniform

und sucht im Zeitungsständer

vergeblich zwischen Geo und

Spiegel nach dem Völkischen

Beobachter. „Das Großdeutsche

Reich eine Bundesrepublik mit

Kanzlerin?“ – der Führer ist

entsetzt.

„Er ist wieder da“, so der Titel

von Timur Vermes 2012

erschienenem und vieldiskutiertem

Roman, einer galligen

Politsatire, die Adolf Hitler in

das heutige Berlin katapultiert

und seine Karriere als Comedy-

Star im Privatfernsehen erzählt.

Schön böse, weil plausibel, so

die Meinung der einen, verharmlosend

und eindimensional,

die anderen. Trotzdem oder

deswegen wurde Vermes Debüt

ein Bestseller: 2015 erschien die

gleichnamige Verfilmung, 2016

feierte die erste Theateradaption

in Stuttgart Premiere. Das

Wallgraben Theater hat es sich

aber nicht nehmen lassen, Dirk

Schröter mit einer

eigenen Fassung zu

beauftragen. Christian

Sunkel, langjähriger

Regisseur

bei den Schwäbisch

Haller Freilichtspielen,

inszenierte das

rund zweistündige

Stück.

Das hat von Anfang

an Witz und

Tempo: Ist ja auch

zu komisch, wie

Hans Poeschl als

todernster, aber

reichlich verwirrter

Führer wie ein Rottweiler

durch die Gegend

blafft oder ins

melodramatische

Dozieren verfällt,

was zu jeder Menge

Missverständnissen

führt. Verschroben

wirkt sein kerniges

Vokabular im Jetzt

und Hier, zumal

wenn er es im ausgeliehenen

Jogginganzug

absondert.

Dass dieser Mann

kein Spinner und

auch kein Method-Acting-Performer

ist, sondern ein Verbrecher

und Demagoge, den man

auch nach siebzig Jahren nicht

Elisabeth Kreßler und Hans Poeschl Foto: Mathias Lauble

unterschätzen sollte, wird spätestens

in der zweiten, leider

ziemlich langatmigen Hälfte

dieser Inszenierung klar. Da hat

Hitler schon seine

eigene Fernsehsendung

und dem Publikum

bleibt das

Lachen bei seinen

glühenden Reden

zu Rassenlehre und

Endsieg immer wieder

im Halse stecken.

„Es war nicht

alles schlecht“, so

die Propaganda-

Offensive seines

zunehmend begeisterten

Teams.

Vor der Pause

schnurrt diese

groteske Farce mit

pointierten Dialogen

und launiger

Situationskomik

dahin: Hitler findet

Unterschlupf

im Kiosk, bringt

seine Uniform in

die türkische Blitzreinigung,

trifft

zwei Typen von der

Produktionsfirma

flashlight und bekommt

seinen ersten

Auftritt in Ali

Wizgürs Comedy-

Show „Krass, Alter“. Im Grunde

ist Vermes Geschichte eine

bitterböse Abrechnung mit der

Medienindustrie, die für eine

gute Quote auf Moral und Tabus

pfeift. Ob machtgeiler Karrierist,

naives Hascherl oder eiskalte

Geschäftsfrau – in ganz

unterschiedlichen Rollen zeigen

Achim Barrenstein, Sybille

Denker, Elisabeth Kreßler, Thomas

Tiberius Meikl und Christian

Theil ihre Schauspielkunst

in minimalistischer Kulisse aus

variablen Holzelementen. Alle

sind sie beeindruckt von diesem

herrischen Herrn Hitler, der nie

aus der Rolle fällt und entlang

dem „granitenen Fundament

seiner Weltanschauung“ immer

so genau weiß, wo‘s langgeht.

Inhalte? Interessieren hier keinen.

Allerdings wissen auch die

Zuschauer nach der Pause recht

schnell wohin der Hase läuft,

da hätte man Hitlers Selbstdarstellungen

gut zusammenstreichen

können. Fantastisch aber,

wie Poeschl mit dicken Backen

geifert, bellt und plustert, ohne

seine schwierige Rolle zur Karikatur

zu machen. Klasse auch

Elisabeth Kreßler als Gothicpunk-Sekretärin.

Noch bis 22. Juni immer um

20 Uhr im Wallgraben Theater.

Infos: www.wallgraben-theater.

com.

Marion Klötzer

Spannende Geschichtsstunde

Schillers „Maria Stuart“ auf der Experimentalbühne im E-Werk mit Studierenden der Freiburger Schauspielschule

Die eigene Kusine köpfen lassen?

Noch dazu eine Königin

und damit von Gott und Welt

zur Krone ermächtigt? Elisabeth

I. sieht keinen anderen Ausweg

mehr: Zu gefährlich und einflussreich

ist diese Konkurrentin,

zu schön die Frau, die allen

Männern den Kopf verdreht.

Das Dilemma ihrer Zerrissenheit

packte Friedrich Schiller in

sein opulentes Trauerspiel „Maria

Stuart“, das 1800 am Weimarer

Hoftheater uraufgeführt

wurde.

Jetzt hat Dramaturg und Regisseur

Dirk Schröter den Stoff

für die Experimentalbühne im

E-Werk zu einem neunzig minütigen

Stück mit nur fünf Rollen

verdichtet und dabei Szenen

und Erzählstränge verwoben:

„Maria Stuart – ein Traumspiel

nach Friedrich Schiller“, so der

Titel dieser Inszenierung mit

Studierenden der Freiburger

Schauspielschule.

Das Setting ist eindrücklich:

Ein riesiges Kreuz leuchtet in

der Tiefe, aus dem Off hört

man bedrohliches Uhrenticken,

die Spieler in historisch

anmutenden Kostümen sitzen

wie eingefroren auf schwarzen

Kisten, die im leeren Raum verteilt

stehen. „Ist es geschehen?

Ist es nicht? Mir graut vor beidem!“,

so die ersten Worte, gesprochen

von Nora Zoē Haak,

die mit Krone in der Lockenpracht

eine starke und doch

gebrochene Elisabeth I. gibt,

wartet sie doch auf die Hinrichtung

von Maria Stuart und das

bedeutet Sieg und Niederlage

gleichermaßen.

Die Geschichte ist bekannt –

es geht um Macht, Glaube und

Liebe, destilliert in zwei starke

Frauenfiguren unter ungeheurem

Druck auf allen Ebenen.

Aufrecht und glühend spielt Victoria

Sonntag ihre Maria Stuart,

die nach zwanzigjähriger Haft

in Schloss Fotheringhay nun

das erste Mal auf Elisabeth I.

trifft. Ihre emotionsgeladene

Begegnung findet hier auf einem

Streifen Kunstrasen statt.

Beide Königinnen haben ein

Alter Ego zur Seite: Moira Pawellek

spielt mit clownesker

Mimik, Halskrause und überdimensioniertem

Reifrock den

diabolischen Cecil, der Elisabeth

I. immer wieder zu Strenge

und mehr Härte mahnt. Jeanine

Amacher gibt Maria Stuarts

warmherzige und resolute

Freundin Hanna, die treu ergeben

nicht von ihrer Seite weicht.

Als dann noch Max Färber als

smarter Heißsporn Mortimer

die Gefühle beider Frauen aufmischt,

wird ihr Konflikt noch

auf einer weiteren, sehr persönlichen

Ebene befeuert: Jetzt

geht’s ans Eingemachte und unter

die Haut!

Dabei lässt Schröter sein

Königinnen-Drama vor allem

entlang der historischen Fakten

erzählen und hat dafür Schillers

Drama auf ein psychologisches

Kammerspiel eingedampft.

Hier sind die Figuren alle ständig

auf der Bühne und wie bei

einem Familienstellen in Beziehung,

ob nonverbal oder in

leidenschaftliche Diskussionen

verstrickt. Erst ganz am Ende ist

Elisabeth I. das erste Mal alleine

– ihren Frieden hat sie nicht

gefunden.

Eine spannende Geschichtsstunde,

bei der jedes Wort und

jede Geste weiter ins emotionale

Labyrinth führt, aus dem es

trotz Zickzackwendungen kein

Entkommen gibt. Gespielt wird

sie von den jungen Schauspielerinnen

und Schauspielern beeindruckend

gut: Nicht nur beleben

sie eine enorme Textfülle samt

verschachtelter Wortkaskaden,

Im Waldhof 16

79117 Freiburg-Littenweiler

sondern über neunzig Minuten

lang auch ihre Charaktere mit

sehr viel Bühnenpräsenz und

Ausdruckskraft.

Weitere Aufführung: 3. Juni,

18 Uhr, Experimentalbühne

im E-Werk, Freiburg. Karten:

0761/381191.

Marion Klötzer

VERANSTALTUNGSPROGAMM Juni 2018

7.6.: Zeitgenössische Architektur im Elsass (Vortrag der Architektin Sarah Barth, Basel)

8.-10.8.: Tänze aus Griechenland (mit Holger Ulatowski)

14.5.: Zur Aktualität von Karl Marx (Vortrag von Dr. Michael Berger)

15.-17.6.: Reden heißt eine Rolle spielen: Hans Blumenberg über das Mängelwesen

Mensch und seine rhetorische Absicherung (Seminar mit Prof. Dr. Gert Ueding, Tübingen)

18.-21.6.: Schreibwerkstatt „Märchen“ (mit Prof. Dr. Sabine Wienker-Piepho)

18.-21.6.: Malerei als Dialog (Malkurs mit Andrea Dürr)

22.-24.6.: Goldschmieden für Anfänger u. Fortgeschrittene (mit Ulrike Fretter)

22.6.: Islam in der Krise: Eine Weltreligion auf dem Rückzug? (Abend mit dem Autor Michael Blume)

22.-23.6.: Korbflechten mit ungeschälten Weiden (mit Dieter Deringer)

29.6.-1.7.: Tänze aus Rumänien und Bulgarien (mit Klaus Grimm u. Linda Tsardakas-Grimm)

Info und Anmeldung:

www.waldhof-freiburg.de


4 KULTUR JOKER THEATER

Ein Opfer, das Täter wurde

„Mayday“ am Theater Freiburg erzählt von Familiendramen und Verbrechen

Marieke Kregel, Tim Al-Windawe, Anne Langer, Angela Falkenhan, Laura Angelina

Palacios

Foto: Birgit Hupfeld

Mayday lautet der internationale

Notruf des Funkverkehrs

und ein bisschen klingt im Titel

von Dorothée Zumsteins Drama

auch der Name des Buches an,

dem sie einen Großteil ihres Materials

verdankt. „Schreie, die

keiner hört“, im Original „Cries

unheard“, heißt Gritta Serenys

Buch über den spektakulären

Kriminalfall der Mary Bell.

Das elfjährige Mädchen wurde

1968 in Newcastle überführt,

zwei Kinder aus der Nachbarschaft

getötet zu haben. Der

eine Junge vier, der andere drei

Jahre. Aufgrund ihres Alters

wurde Mary Bell, genannt May,

des Totschlags verurteilt und in

ein Heim überwiesen, mit 16

Jahren ging sie dann für sechs

Jahre ins Gefängnis. Nach ihrer

Entlassung gelang es ihr ein

bürgerliches Leben aufzubauen,

sie wurde Mutter einer Tochter,

musste jedoch, nicht zuletzt

durch die Veröffentlichung von

Serenys Buch oft den Wohnort

wechseln, da die Yellow-Press

ihr auf der Spur war.

Die französische Autorin Dorothée

Zumstein deckt wie im

antiken Drama eine Schicht um

die andere auf bis sie zu jenem

Verbrechen vorstößt, das wie

eine Ursünde alle anderen verursacht

hat. Doch der häusliche

Missbrauch bleibt eine Vermutung

und ist eine Geschichte

zwischen May Bells Mutter und

ihrer Großmutter. Zumstein hat

sich auf ein derartiges biografisches

Erzählen auf der Bühne

verlegt. Das Leben Egon Schieles

war bereits Thema eines ihrer

Stücke, ebenso die Dreiecksgeschichte

zwischen Ted Hughes,

Sylvia Plath und Assia Wevill,

derzeit arbeitet sie an einem Libretto

über Rosemary Kennedy

und die Lobotomie in den USA.

Das wirkt, als hätte das Leben

auf der Bühne der dramatischen

Literatur einiges voraus und als

gäbe es keine Theaterstücke

über Frauen, die töten oder gar

über Kindsmörderinnen. Doch

im Theater Freiburg, wo „Mayday“

nun in einer Inszenierung

von Bastian Kabuth als deutsche

Erstaufführung zu sehen

ist, scheint man derzeit das Biografische

dem eigentlich Dramatischen

vorzuziehen.

Bastian Kabuth hat den Bühnenraum

des Kleinen Haus gestaffelt

(Bühne: Anne Manss).

Vorne sitzt in einer sehr normalen

Wohnzimmergarnitur

die erwachsene May (Marieke

Kregel), sie strickt, nimmt am

Telefon Kuchenbestellungen

für ein Schulfest auf, dahinter

in einem weißen Rahmen sieht

man die Schatten ihrer Vergangenheit

anfangs als Silhouette:

ihre Mutter Betty Burns (Laura

Angelina Palacios), die Großmutter

(Angela Falkenhan) und

May als Kind (Anne Langer),

das ganz unnötigerweise auf

Ähnlichkeit zur historischen Figur

getrimmt wurde. Vorne wiederum

wird der Journalist (Tim

Al-Windawe) Platz nehmen,

dessen Fragen in May die Erinnerungen

aufkommen lassen.

Doch das Stück führt sein Publikum

an der kurzen Leine. Bevor

die beiden überhaupt anfangen

miteinander zu reden, werden

im Radio Witze über einen vergrabenen

Hund gemacht und ist

die Liedzeile „Das Kind, das wir

mal waren“ zu hören.

Die 75-minütige Inszenierung

ist handwerklich gut gemacht.

Erinnerung verselbstständigt

sich in den Figuren, etwa in

Mays Mutter, die in einem halb

transparenten Babydoll und

monströser Perücke (Kostüme:

Ines Koehler) gegen die Verhältnisse

aufbegehrt und sich

doch nur mehr in ihnen verstrickt.

Von ihrer eigenen Mutter,

die Angela Falkenhan als

selbstgerechte Kirchengängerin

charakterisiert, konnte Betty

Burns keine Hilfe erwarten.

Ihre eigene Tochter soll Betty

mehrfach versucht haben, zu

töten. Vieles an diesem Drama

ist gut gemeint, hinterlässt aber

zwiespältige Gefühle. Das eigentliche

Problem der Inszenierung,

aber vor allem des Stückes

ist, dass es die wirklichen Verhältnisse

– und die sind in ihrer

Mischung von Alkoholismus,

Arbeitslosigkeit, Kriminalität,

Verwahrlosung und Prostitution

wirklich so, dass man sich im

Theatersessel behaglich grausen

kann, schlicht verrät. Wenn

am Ende das Schweigen durchbrochen

wird, das von einer Generation

zur anderen getragen

wird, indem May ankündigt,

ihrer Tochter alles zu erzählen,

ist dies ja nur vermeintlich tröstlich.

Bei einer solchen seelischen

Verwahrlosung wollten mehr als

ein Augenpaar nicht allzu genau

hinsehen.

Weitere Vorstellungen: 19.

Juni, 5./7. und 13. Juli im Kleinen

Haus des Theater Freiburg.

Annette Hoffmann

Badner-Lied für den Klassenerhalt des SC Freiburg

Freiburg erweist sich beim 10. Deutschen Chorwettbewerb als perfekter Gastgeber

Das Forum Merzhausen ist

voll besetzt. Die meisten Besucher

beim letzten Wertungssingen

des Senior Jazzchors

Freiburg müssen stehen, weil

alle Sitzplätze schon belegt

sind. Neben dem normalen

Konzertpublikum hören auch

viele Mitglieder anderer Chöre

zu, die ihre Gesangsprüfung

beim 10. Deutschen Chorwettbewerb

schon hinter sich haben.

Die Freiburger Lokalmatadoren

werden enthusiastisch bejubelt.

Chormitglied Franz Nagel feiert

an diesem Tag seinen 92. Geburtstag

und ist damit der älteste

der 5000 Teilnehmer aus ganz

Deutschland. Am Ende reicht es

für den Senior Jazzchor Freiburg

und seinen Leiter Julian Knörzer

für einen dritten Platz in der

Kategorie „Populäre Chormusik

mit Trio“.

Helmut Schubach vom Deutschen

Musikrat zeigt sich nach

dem Wettbewerb (5.-13. Mai

2018) hochzufrieden: „Der 10.

Deutsche Chorwettbewerb war

hervorragend in jeder Hinsicht.

Wir hatten hier tolle Spielstätten

und eine großartige Atmosphäre

in der Stadt.“

53 der insgesamt 116 teilnehmenden

Chöre wurden mit Preisen

ausgezeichnet. Insgesamt

19 Formationen erreichten 23

von möglichen 25 Punkten, was

mit dem Prädikat „mit hervorragendem

Erfolg teilgenommen“

ausgezeichnet wurde. Auch die

Bilanz der baden-württembergischen

Chöre kann sich sehen

lassen. Erste Preise erhielten

neben dem Ulmer Spatzen Chor

auch der Kammerchor der Musikhochschule

Mannheim. Mit

einem zweiten Preis wurde neben

der Stuttgarter Kantorei und

dem Freiburger Popchor Twäng!

auch der Karlsruher Kammerchor

des Helmholtz-Gymnasiums

ausgezeichnet, der zusätzlich

noch den von der Stadt

Freiburg gestifteten Preis für

zeitgenössische Musik erhielt.

Das Freiburger Vokalensemble

Herrengedeck konnte sich einen

dritten Preis ersingen. „Kultur

ist für uns keine freiwillige Leistung,

sondern eine politische

Pflichtaufgabe“, sagte Freiburgs

erster Bürgermeister Ulrich von

Kirchbach beim finalen Preisträgerkonzert.

Mit 120 000

Euro hatte die Stadt, die für die

Durchführung des Wettbewerbs

viel Lob erhielt, die 1,1 Millionen

Euro teure, nur alle vier

Jahre stattfindende Fördermaßnahme

des Deutschen Musikrats

unterstützt.

Was den deutschen Chorwettbewerb

aber besonders ausmachte,

ist neben der Qualitätssteigerung

für die Chöre, die im

intensiven Probenprozess davor

stattfand, auch die Ausstrahlung

in die Stadt hinein. Die öffentlichen,

kostenlosen Wertungssingen

in den verschiedenen Sälen

und Kirchen der Stadt waren die

ganze Woche über sehr gut besucht.

Auch die vielen Rahmenkonzerte

und ein Auftritt des

jungen, großartigen Chores Pop

Up aus Detmold in der Justizvollzugsanstalt

Freiburg hinterließen

Spuren. Selbst der Sportclub

Freiburg wurde am letzten

Spieltag im Abstiegskampf

erfolgreich unterstützt, indem

am Samstagmorgen im Konzerthaus

das Badner-Lied von

1500 Sängerinnen und Sängern

unter der Leitung von Bertrand

Gröger angestimmt wurde und

der Mitschnitt davon wenige

Stunden später auf der Stadionleinwand

vor dem 2:0-Sieg

gegen Augsburg zu sehen war.

Musik als verbindende Sprache,

Singen als ganz moderne Form

des Musizierens – cool und generationsübergreifend!

Neben

der Breitenwirkung ist aber auch

echte Spitzenklasse zu erleben,

wenn der Jazzchor Freiburg unter

der Leitung von Bertrand Gröger

beim Sonderkonzert im Freiburger

Konzerthaus mit gewagten

Arrangements und fließenden

Rhythmen Maßstäbe setzt oder

der mit dem ersten Preis dekorierte

Viva-Nova-Chor München

unter der Leitung von Kerstin

Behnke mit einem ganz transparenten

Ensembleklang und

perfekter Textverständlichkeit

begeistert.

„GemEinsame Spitze“ war das

Motto des 10. Deutschen Chorwettbewerbs.

Passender hätte

man es nicht wählen können.

Georg Rudiger


THEATER KULTUR JOKER 5

Schlicht Freiburg Festival

heißt es nun und hat sich mit

dem veränderten Kuratorinnenteam

Sonja Karadza, Laila Koller

sowie Tamina Theiß und

Anna Gojer noch einmal sichtlich

verändert. Die Programmmacherinnen

der drei beteiligten

Häuser – Theater im Marienbad,

E-Werk und Theater Freiburg

– haben dem Festival eine

deutlich performative Ausrichtung

gegeben. Ausgesprochene

Tanzproduktionen oder reines

Schauspieltheater werden vom

8. bis 16. Juni nicht zu sehen

sein. Dafür Vorstellungen von

Künstlerinnen und Künstlern,

für die Grenzziehungen zwischen

den Sparten nebensächlich

sind. Zudem ist das Festival

mit einer Dauer von acht Tagen

kompakter geworden.

„How close is far?“ lautet

die Fragestellung, unter der die

16 Produktionen stehen. Geografisch

loten diese die Weite

ausgiebig aus. Eröffnet wird

das Freiburg Festival am 8.

Juni mit der estnischen Gruppe

Theater NO99, die das Ensemble

in einen mit Erde gefüllten

Raum schickt, in dem es sich

nur notdürftig fortbewegen

kann. Man wird diese starken

Bilder durchaus auch politisch

deuten können. Am nächsten

Tag wird dann im E-Werk die

Performance des chinesischen

Choreografen Yang Zhen zu sehen

sein, der von Vertreterinnen

der unterschiedlichen Ethnien

Von Nahem und Fernem

Das Freiburg Festival zeigt sich modifiziert und politisch

Die Ägypterin Laila Soliman greift in „ZigZig“ die Gewalt gegen Frauen während

des Unabhängigkeitskriegs gegen die Briten auf

© Ruud Gielens

Chinas das rebellische Potential

von Heavy-Metal austesten lassen

wird.

Nicht das erste Mal ist Sebastian

Nübling mit dem Jungen

Theater Basel in Freiburg zu

Gast, das für „Zucken“ mit dem

Berliner Maxim Gorki Theater

kooperiert. Aus Deutschland

hingegen kommt das Solo von

Flinn Works, das in „Schädel X“

ein Stück deutsche Kolonialgeschichte

aufarbeitet. Nicht minder

politisch: „Lessons of Leaking“

von machina eX, das einen

Volksentscheid in Deutschland

im Jahr 2021 mit dem Publikum

durchspielt. Und selbst Freiburg

ist mit dem Abend Tanzwerk 18

vertreten, für den drei Projekte

aus der Freiburger Tanzszene

eingeladen wurden.

Belgien darf bei einem Festival,

zu dem Produktionen der

freien Szene eingeladen sind,

natürlich nicht fehlen. Zu innovativ

und originell sind belgische

Compagnien. Nach Freiburg

werden so Kopergietery

mit einem Abend über Russland

und Peeping Tom mit „Moeder“

sowie Berlin mit ihre Videodokumentation

über Tschernobyl

kommen. Mit Tschechows

„Drei Schwestern“ setzt sich

Christiane Jatahy auseinander,

die in „What if they went to

Moscow?“ gleich zwei Versionen

der Geschichte zeigt, die

sich miteinander verschränken

werden. Motus aus Italien hat

sich Jeffrey Eugenides Roman

„Middlesex“ vorgenommen und

wird was Gender, Nation und

Herkunft angeht, Grenzen überschreiten.

„There is a noise“ des

dänisch-norwegischen Künstlerduos

Freya Sif Hestnes und Marina

Popovic thematisieren den

Krieg, während die Ägypterin

Laila Soliman in „Zig Zig“ die

Gewalt gegen Frauen während

des Unabhängigkeitskriegs gegen

die Briten aufgreift.

Die drei Freiburger Kooperationspartner

nutzen das Festival

zudem als eigenes Schaufenster

und beteiligen sich mit Eigenproduktionen

am Programm. Es

sind Aufführungen der Arbeit

domani

möbel

Günterstalstraße 20

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art

„Ann Lee & Marcel“ von Tino

Sehgal im Rahmen der Ausstellung

„In a world of endless rainfall“,

die Oper „Coraline“ im

Großen Haus des Theater Freiburg

sowie die Installation von

Judith Nab „Die große Reise“,

die in einem Bus zu einer Reise

um die Welt einlädt.

Freiburg Festival 2018 vom 8.

bis 16. Juni. Weitere Infos unter

www.freiburgfestival.de

Annette Hoffmannn

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Kreative Köpfe Stephanie Heine

Ich bin: Mein Name ist Stephanie

Heine, ich bin in Tübingen

geboren und am Bodensee

aufgewachsen, meine Mutter

stammt vom Niederrhein. Sie

hat mir den Gesang gegeben,

mein Vater die Musikalität dazu.

Meine Eltern stammen beide

aus Elternhäusern, in denen viel

gesungen wurde, und haben sich

auch über das Singen kennengelernt.

Das Singen prägt mich

seit frühester Kindheit und ist

ein großer Teil von mir. Erst gegen

Ende der Schulzeit drängte

es mich zusätzlich zum Spielen,

also zur Bühne.

Nach dem Abitur habe ich versucht,

nicht Gesang zu studieren

und bin meinen anderen Neigungen

gefolgt: Erziehungswissenschaften,

Psychologie und

Germanistik. Doch die Liebe

zum Singen war größer und ich

landete an der Musikhochschule

in Freiburg, wo ich Gesang und

Musiklehrpädagogik studierte.

Doch schon am Ende des Studiums

brachte mich mein stets

ganzheitliches gestalterisches

Denken und Ausführen dazu,

noch weiter in Richtung Regie

zu gehen.

Da bin ich nun gelandet und

kann die Pädagogik, die Liebe

zur Sprache, die Bühne, die

Musik und die intensive Arbeit

mit und an den Menschen wunderbar

miteinander vereinen.

Projekte: Seit nunmehr zehn

Jahren leite ich die Mondo Musical

Group des SWFR, die jetzt

Mondo Musiktheater heißt. Wir

begannen mit Inszenierungen

von bestehenden Musicals,

dann gingen wir dazu über,

eigene Stücke zu kreieren: ich

erfand Handlung und Personagen

und schrieb Dialoge, dazu

suchten wir passende Musikstücke

aus den verschiedensten

Genres. Das war der Stil von

Mondo, das kam an, das bot

die Möglichkeit, viele Studierende

ihren Talenten gemäß

unterzubringen, das war ganz

eigen und originell. Jetzt sind

wir noch einen Schritt weitergegangen

und entwickeln die

Details der Geschichte mit den

Darstellern gemeinsam – ein

wunderbares Format, dessen

erstes Endergebnis mit „Café

Europa“ im Januar erfolgreich

über die Bühne der MensaBar

ging. Wie wunderbar war es zu

sehen, wie sehr alle mit ihren

Rollen verschmolzen waren,

wie sehr das Stück ihr Stück

war.

Das hat mich in meiner Arbeit

bestätigt und weitergebracht

und ich bade gerade in Ideen für

die nächste Produktion, sammle,

recherchiere und spinne erste

Fäden.

Mich inspiriert: Ich bin immer

noch ein Kind, denke ich,

neugierig, spielend, inspiriert

durch das Leben im Moment

der Kinder, ihre Ehrlichkeit und

Wahrhaftigkeit. Das Sein mit

den Kindern gibt mir Kraft, auch

die Natur – einfach laufen und

schauen und staunen, was es um

die nächste Ecke zu sehen gibt.

Mein Thema: Schwerpunkt in

meinen Geschichten sind sicherlich

immer alle mitmenschlichen

Ebenen und das, was das Leben

mit den Menschen macht…oder

im besten Fall die Menschen mit

dem Leben. So erzählte auch

„Café Europa“ von einem Europa,

wie es sich die Studierenden

wünschen, wie sie es brauchen

und wie sie es leben.

Vision: „Viele kleine Leute, die

viele kleine Schritte tun, können

das Gesicht der Welt verändern“.

Vielleicht ist das mein kleiner

Beitrag: Musiktheater mit Studierenden,

Singen mit Kindern,

Spielfreude für die, denen der

Gesang des Lebens abhandengekommen

ist.


6 KULTUR JOKER THEATER

Von Anfang an ins Chaos

Das Ensemble „Harry hol schon mal den Wagen“ mit „Bunbury“ ‐ Openair in der Spechtpassage

„Ernst“ müsste man heißen,

denn dann liegen einem heiratswillige

Damen gleich im Doppelpack

zu Füßen. So schlicht jedenfalls

funktioniert das in Oscar

Wildes 1895 uraufgeführter Komödie

„The Importance of Being

Earnest“ (deutscher Titel: „Ernst

sein ist alles“ oder „Bunbury“),

die um das Wortspiel earnest =

aufrichtig eine turbulente Gesellschaftsposse

mit klassischen

Theatermitteln strickt: So gibt

es am laufenden Band abstruse

Zufälle, Missverständnisse,

Verwechslungen und Verstrickungen,

in deren Mittelpunkt

eine Handvoll ebenso schrulliger

wie schriller Protagonisten

steht. Das ist wie eine Mischung

aus Ohnsorg- und Kasperletheater

für Erwachsene, wobei sich

Oscar Wilde hier ausschließlich

über die Oberschicht in ihrer

Doppelmoral und ihren strengen

Etiketten lustig macht. Beidem

wird er durch seine Homosexualität

zeitgleich selbst zum Opfer

fallen.

Regisseurin Barbara Zimmermann

vom Ensemble „Harry hol

schon mal den Wagen“ inszeniert

„Bunbury“ jetzt mit leichter

Hand und vielen clownesken Elementen

als hochtouriges Openair-Spektakel

in der Spechtpassage,

wobei man sich manches

noch frecher und klamottiger gewünscht

hätte, ist die Geschichte

Ein Ensemble mit enormem Komiktalent

selbst trotz aller Prallheit doch

ziemlich hohl. Weißes Sofa,

Paravent und Beistelltischchen

– mehr braucht es nicht auf der

kleinen Hinterhof-Bühne, umso

aufgekratzter wirbeln und palavern

Algernon (als bestgelaunter

Schwätzer: Dominik Berberich)

und sein Freund Jack (geschmeidige

Lebemann: Simon Matt)

durch diese Londoner Junggesellenbude.

Zwei Dandy-Hallodris

und Schlitzohren im Team: Beide

pflegen nicht nur ihre Hipsterbärte,

sondern auch ein Doppelleben

außerhalb gesellschaftlicher

Verpflichtungen, was komplexe

Flunkereien erfordert. Frei nach

dem Motto „Im Ernstfall zählt

Stil, nicht Aufrichtigkeit“ und da

kommt es vor allem darauf an,

wie hoch man sein Kinn trägt. So

kümmert sich Algernon anscheinend

hingebungsvoll um seinen

kranken Freund Bunbury, Jack

dagegen hat sich einen Sorgenbruder

namens Ernst ausgedacht.

Jetzt aber wird alles anders, denn

er hegt Heiratspläne. Klar, dass

ihre Lügengebäude im folgenden

Herz-Tohuwabohu mit Karacho

zusammenkrachen werden.

Launig schnurrt das Stück so

von Anfang an ins Chaos, wobei

das junge Ensemble mächtig

auf die Tube drückt: mit vollem

Körpereinsatz, quicklebendiger

Dynamik und viel Slapstick

wird sich ratzfatz verliebt, verlobt

und wieder entzweit, es gibt

Geschmachte, Zickenkrieg und

Dramen. Dabei grätschen alle

Figuren in ihrer Exaltiertheit

haarknapp an der Karikatur vorbei.

Vor allem die Frauenrollen

sind da schillernde Abziehbilder:

Klasse, wie Rahel Wölfle als

resolute Tante Augusta die eiserne

Lady gibt, die außer Gurkenschnittchen

nichts mehr als

Disziplin und Ordnung schätzt.

Juliane Flurer spielt die feurigleidenschaftliche

Gwendolen

mit naiver Großäugigkeit, Lena

Müller ihre Cecily als schlagfertiges,

schreibwütiges Fräulein

in der Sommerfrische. Ihre

Gouvernante Miss Prism (Mia

Sanner) ist auf den ersten Blick

ein hausbackenes Trutscherl,

hat es aber faustdick hinter ihren

vom Dutt zurecht gezurrten

Ohren. Enormes Komiktalent

zeigt auch Tim Huber in diversen

Nebenrollen. Alles in allem vergnüglich-leichte

Sommerkost im

emotionalen Durchlauferhitzer

– sehr gut gespielt und pfiffig

inszeniert, aber doch mit nicht

zu übersehenden Anzeichen von

Trivialität.

Weitere Aufführungen:

2./3./7. und 10. Juni, sowie 5./

8./12./19./21. und 22. Juli, jeweils

20 Uhr, Openair in der Spechtpassage.

Karten: Buchhandlung

Jos Fritz oder unter 01577-

97 09 269. Marion Klötzer

Lustig-blutig Horrorshow

Das Musiktheater „The Black Forest Chainsaw Opera“ von Stef Lernous im Theater Freiburg

Schwarzwald klingt für den

Außenstehenden düster, für

den Eingeweihten nach Kuckucksuhr

und Bollenhut. Zusammen

mit Drehbuchschreiber

Rüdiger Bering sucht der

belgische Regisseur Stef

Lernous mit The Black Forest

Chainsaw Opera etwas dazwischen,

einen Weg zwischen

atmosphärischem Musikspiel

und skurriler Popmontage.

Gleich zu Anfang singt ein

Mädchen mit Bollenhut (Tina

Van den Wyngaert) Roy Orbisons

„In Dreams“ leidenschaftlich

zum Publikum, wird dann

aber kreischend durch eine

Luke in die Tiefe gezerrt. Der

Vorhang ist da schon gefallen

und das dunkle Innere einer

Blockhütte bildet fortan das

Bühnenbild (Bühne und Lichtdesign:

Sven Van Kuijk). Immerhin:

Eine Kuckucksuhr ist

auch zu sehen. Alles von da an

bleibt aber mehr Geisterbahn

als Schwarzwaldportrait.

Stef Lernous‘ Theaterkollektiv

Abattoir Fermé (dt. „geschlossener

Schlachthof“) steht

für Horrortheater und das ist

wie der klassische Horrorfilm

(Tobe Hoopers Texas Chainsaw

Massacre ist Namensparte)

auf den Effekt aus. Seine

Koproduktion mit dem Theater

Freiburg versteht Horror aber

auch als Begegnung mit dem

Unbewussten, den verdrängten

und doch manifesten Schreckgespinsten

der menschlichen

Natur. „In Dreams“: Ohne erkennbare

Figurenzeichnung

oder erkennbare Dramaturgie

schafft Stef Lernous autonome

Traumwelten. Ganz der stationenhaften

Geisterbahn oder

dem ungeordneten Unbewussten

gemäß, häufen sich morbidskurrile

Horrortableaus.

Vor einem karg ausgeleuchteten

Bühnenbild voll Nebel und

Flackern greift ein bekittelter

Mann (Holger Kunkel) zur

Kettensäge, eine Besessene

(Kirsten Pieters) traumwandelt

als Zombie, eine Frau (in anderer

Rolle: Tina Van den Wyngaert)

wird mit Trauben übergossen

und damit beschmiert.

Mit seiner grotesken Horrorshow

ist den Abattoir Fermé

nicht zuletzt auch am lustvollen

Aufbrechen typischer

Horrormechanismen gelegen,

Kalauer miteingeschlossen.

Plötzlich geben sich die Horrorgestalten

als – nicht minder

skurrile – Filmcrew zu erkennen,

tanzen und knutschen zu

ABBA. Die bunte Truppe zu

der auch Roberto Gionfriddo,

Janna Horstmann, Lukas Hupfeld,

Inga Schäfer, Chiel van

Berkel und die Statisterie des

Theater Freiburg gehören, gibt

dabei auch Einblicke in einen

Horroralltag mit Kaffee und

Zigarette. Hier träumt auch der

Horrorfilm von sich selbst.

Nur wo bleibt dabei die Oper?

Stef Lernous sieht das nicht so

eng, die sonst stummen Schauspieler

bringen einfach ein paar

Lieder, etwa von Friedrich

Glück, Johannes Brahms oder

Franz Schubert. Meist druckvoll

leidend intoniert werden

die melancholischen Lieder

alleine im Kontext der skurrilen

Horrorshow aber auch

wieder gebrochen. Oder nicht?

Vielleicht passt ein gesungener

von Eichendorff doch ganz gut

hinein: „Ich möcht am liebsten

sterben, / Da wär’s auf einmal

still.“ Ansonsten dröhnen meist

Klangteppiche im Hintergrund

(Jef De Smet), dazu eigenständig

atonales bis begleitendes

Klavierspiel (Mihai Grigoriu).

Ob einem das alles gefällt, liegt

wirklich daran, wie offen man

einem Traumgebilde als Theater

gegenübersteht und wie

tolerant all dem Ekligen und

Peinlichen, das damit nach

oben spült. Bei den Abattoir

Fermé darf es im grellsten

Glanze schillern.

Weitere Vorstellungen: 21.6.,

19.30 Uhr; 14.7., 19.30 Uhr,

Theater Freiburg.

Fabian Lutz

Lieber gleich zum FACHMANN

…denn beim Fachmann wird‘s auf

Dauer günstiger!


THEATER KULTUR JOKER 7

Der Vorverkauf für die Theatersaison

2018 der Festspiele

Breisach ist bereits angelaufen.

Nachdem das Jahr 2017 wieder

neue Zuschauer Rekorde

gebracht hat, rechnet Festspiel-

Vorstand Mirco Lambracht

auch für dieses Jahr mit sehr

großem Interesse für die beiden

Theaterstücke.

Gruselig wird es im Abendstück

„Dracula“, wenn der berühmteste

Vampir der Literaturgeschichte

sich in Breisach

die Ehre gibt. Der junge Anwaltsgehilfe

Jonathan Harker

reist zu Graf Dracula nach

Transsylvanien, um von ihm

Kaufpapiere für ein Haus unterzeichnen

zu lassen. Schon

bald nach seiner Ankunft auf

dessen Schloss bemerkt er, dass

der Graf sich nur nachts blicken

lässt, und es scheint so, als habe

Spannende Abenteuer mit Dracula und Aladin

Theatersaison 2018 der Festspiele Breisach startet

er kein Spiegelbild. Die Dorfbewohner

schenken ihm Knoblauch

und Harkers Verlobte

Mina in England ist besorgt

um ihre Freundin Lucy,

die von einem Siechtum

heimgesucht wird. Als

der Arzt Dr. Seward an

ihrem Hals zwei kleine

Einstichstellen entdeckt,

informiert er seinen

ehemaligen Lehrer, Dr.

van Helsing, der einen

fürchterlichen Verdacht

äußert.

Premiere des schaurig

schönen Spektakels unter

der Regie von Armin

Kuner ist am 9. Juni, 20

Uhr. Weitere Aufführungen:

23./30. Juni, 1./

7./8./14./15./21./22. Juli;

11./12./18./19./25./26.

August; 1./2./8. September. Beginn

jeweils 20 Uhr.

Das erfolgreiche Junge Theater

der Festspiele nimmt seine

Zuschauer in diesem Jahr auf

eine zauberhafte Reise in die

Geschichten von 1001 Nacht mit.

„Aladin und die Wunderlampe“

wird von Regisseur Peter W.

Hermanns mit zahlreichen Kindern

und Jugendlichen auf

die Bühne gebracht.

Das spannende Abenteuer

aus 1001 Nacht,

in dem ein alter Zauberer

versucht mit Aladins

Hilfe eine verwunschene

Öllampe zu finden, die einen

Dschinn beherbergt,

der jedem gehorcht, der

das Lämpchen besitzt,

wird am 17. Juni, 15 Uhr

auf der Freilichtbühne auf

dem Breisacher Schlossberg

Premiere haben.

Weitere Aufführungen:

24. Juni, 1./8./15./22. Juli;

19./26. August, 31. August

(Abendvorstellung 19

Uhr); 2./9. September. Beginn

jeweils 15 Uhr.

Tickethotline: 01806 700 733.

Infos: www.festspiele-breisach.

de.

Sirenengesang ohne Verführungskraft

Bei den Schwetzinger SWR Festspielen wird José Maria Sánchez-Verdús Oper „Argo“ uraufgeführt

Ein 50-köpfiges All-Star-Team

der Antike hatte einst Jason auf

dem Schiff Argo versammelt,

um auf einer gefährlichen Fahrt

nach Kolchis im Kaukasus das

goldene Vlies in die griechische

Heimat zu holen – unter ihnen

Pollux, Herakles, Orpheus,

Odysseus und Laokoon. Auch

Butes aus Attika ist bei diesem

Abenteuer dabei – in der Argonautensage

wird er von Apollonios

von Rhodos allerdings

nur mit zwei Zeilen erwähnt.

Der spanische Komponist José

Maria Sánchez-Verdú stellt nun

bei seiner neuen Oper „Argo“

(Libretto: Gerhard Falkner),

die bei den Schwetzinger SWR

Festspielen uraufgeführt wurde,

diese Randfigur in den Mittelpunkt.

Butes lässt sich im Gegensatz

zu Orpheus, Odysseus

und dem Rest der Argonauten

vom Sirenengesang verführen.

Er folgt seiner Leidenschaft,

riskiert sein Leben und springt

ins Meer. Aphrodite rettet ihn,

sorgt für ein Happyend – und am

Ende auch einen gemeinsamen

Sohn.

Für sein „dramma in musica“

hat der spanische Komponist,

der an diesem Abend auch die

musikalische Leitung hat, die

gewaltige Geschichte auf wenige

Szenen und Personen reduziert.

Das SWR-Symphonieorchester

sitzt bei dieser Koproduktion

mit dem Staatstheater Mainz

nicht nur im Orchestergraben,

sondern einige Bläser sind in

den Logen des Rokokotheaters

platziert. Das Freiburger SWR

Experimentalstudio (Joachim

Graf Dracula und Lucy

Haas, Sven Kestel, Constantin

Popp) schickt elektronisch

erzeugte und live bearbeitete

Klänge zu den im Raum verteilten

Lautsprechern, so dass

die Zuhörer von allen Seiten mit

Musik umgeben sind. Sánchez-

Verdú möchte das Theater zur

„Argo“ selbst machen. Die vielen

Glissandi in den Streichern,

Bläsern und Stimmen sollen von

der unruhigen Fahrt des Schiffes

künden. Auch akustisch

entsteht ein Schwanken, wenn

die Klänge zwischen den Lautsprechern

hin- und herswitchen.

Diese Imagination wird in der

poetischen, aber zu statischen

Inszenierung von Mirella Weingarten

szenisch unterstützt. Eine

Wasserfläche auf der Bühne, in

der sich in der ersten Szene im

Halbdunkel nackte Frauenkörper

zu einer sinnlichen Skulptur

formieren, symbolisiert das Mittelmeer

(Ausstattung: Etienne

Pluss). Pendelnde Scheinwerfer

lassen an eine Schiffsfahrt mit

hohem Seegang denken (Licht:

Ulrich Schneider).

Zu Beginn ruft Jason (solide:

Martin Busen) in der Seitenloge

seine Helden an, die sich hinter

der Schiffswand als schwarze

Gestalten abzeichnen (Chor des

Staatstheaters Mainz/Sebastian

Hernandez-Laverny). Orpheus

(mit betörendem Schmelz: der

Countertenor Alin Deleanu) und

Butes (mit kernigem Bassbariton:

Jonathan de la Paz Zaens)

erscheinen auf einem Sprungbrett,

das an der Bühnenwand

herausgeklappt wird. Die drei

von Sabrina Hölzer gebauten,

Aladin und die Wunderlampe

wie übergroße Sirenen aussehenden

Bühnenhörner werden

vom Schnürboden herabgelassen

und bewegen sich in ruhiger

Drehung. Aus den Schalltrichtern

erklingt der elektronisch

gefilterte, hinter der Bühne

positionierte Frauenchor. Ganz

bewusst haben die Verantwortlichen

auf die Übertitelung des

Geschehens verzichtet, um nicht

von der Musik abzulenken. Allerdings

hält sich deren Sogwirkung

in Grenzen, weil Sánchez-

Verdú sich zu oft wiederholt und

keinen echten Spannungsbogen

aufbauen kann. Die ewigen

Glissandi ermüden, die häufige

Kombination von extrem hohen

und sehr tiefen Frequenzen ist

nicht mehr als eine Farbe. Natürlich

sind die elektronischen

Klangflächen, deren Struktur

sich andauernd wie eine Wasseroberfläche

verändert, nicht

ohne Reiz, aber es fehlt der Musik

Raffinement, Suggestionskraft

und vor allem Dramatik.

Der meist vom Blech getragene

Sirenengesang betört nicht. Man

fragt sich, warum Odysseus (sonor:

Brett Carter) nur gefesselt

diesen spröden Klängen widerstehen

kann. Auch Butes stürzt

sich nicht kopflos ins Meer,

sondern bewegt sich in Schwetzingen

nach langer Bedenkzeit

in Zeitlupe ins knöcheltiefe

Wasser, wo er von Aphrodite

(mit Catsuit, überlangem Haar

und kristallinem Sopran: Maren

Schwier) mit strahlenden

Gesangslinien empfangen wird

(„ich begehre, Butes, dich mit

meinen Hüften“). Dieser Spannungshöhepunkt

wird auch

szenisch verschenkt, da die entfesselten

Leidenschaften, von

denen das Libretto erzählt, in

der stilisierten Bühnensprache

gefrieren. Bei diesem „Dramma

in musica“ fehlt das Drama. Der

90-minütige Musiktheaterabend

bleibt zu abstrakt und konstruiert,

um wirklich zu berühren.

Folgevorstellungen am Staatstheater

Mainz: 2./6.6., 19.30

Uhr. www.staatstheater-mainz.

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8 KULTUR JOKER THEATER

„Wir sind die Frisösen, heiß

wie die Fritösen!“ schmettert

das Team vom Salon Diva und

rockt gleich noch ein kerniges

„We will cut you“ frei nach

Queen hinterher. Friede, Freude,

Eierkuchen? Von wegen

– die Kacke ist am Dampfen:

Mit seinen Monster-Trockenhauben,

Stofftapeten und altertümlichen

Drehsessels hat

der Laden zwar den Charme

der 70er, damit aber eindeutig

schon bessere Zeiten gesehen.

Seit längerem bleibt die Kundschaft

aus und das rosafarbene

Plüsch-Telefon klingelt zwar im

Minutentakt, am anderen Ende

aber drohen nur Finanzamt, Badenova

und Gerichtsvollzieher.

Höchste Zeit für eine konzertierte

Rettungsaktion – und um

die dreht sich die Fortsetzung

der musikalischen Revue „Die

Frisösen“, die jetzt unter dem

Titel „Le Grand Retour“ in

der Freiburger Alemannischen

Bühne zu sehen ist.

2015 feierte der erste Teil hier

erfolgreich Premiere, jetzt hat

Stückeschreiberin, Mundartübersetzerin

und Ge-schäftsführerin

Claudia Süt-terlin

Fetziges Medley auf Alemannisch

Fortsetzung der musikalischen Revue „Die Frisösen“ auf der Alemannischen Bühne Freiburg

(Buch und Regie) noch einmal

nachgelegt und für ihre Frisösen

Nachwuchskünstler aus der

Musicalszene gewonnen. Mit im

Boot ist erstmals auch Mihai

Grigoriu als musikalischer Leiter

und Pianist; man kennt ihn

vom Freiburger Musiktheater

„Die Schönen“. Natürlich sind

viele der pfiffigen Dialoge in

Alemannisch, das exzentrische

Salon-Personal kauderwelscht

und trällert aber auch in allen

möglichen Sprachen. Ansonsten

hat diese musikalische

Revue alles, was ein lustiger

Abend braucht: eine turbulente

Story samt Zickenkrieg, Liebelei

und Verwechslungen, schräge

Charaktere, witzige Regieideen

und tolle Ohrwürmer

zwischen Klassik, Rock und

Schlager. Vor allem aber ein vor

Energie strotzendes Ensemble,

das mit komplexen Gesangsarrangements

und fantastischen

Choreografien (Jenna Benos)

beeindruckt.

Natürlich wimmelt es im

Salon Diva vor geballten Klischees,

die allerdings immer

wieder frech gegen den Strich

gebürstet werden: Klar, tänzelt

Das exzentrische Salon-Personal kauderwelscht und

trällert in allen möglichen Sprachen

der französische Frisör Jean

Luc (Lukas Baßler) im Rosenhemdchen

herum und ist eine

echte Zicke, sein italienischer

Konkurrent Luigi (Nico Alesi)

dagegen schnulzt sich als

heißblütiger Lover mit Macho-

Allüren in die Herzen. Von

ihm infiziert ist auch Kollegin

Chantal (Jenna Benos), ein

schriller Feger mit viel Mutterwitz.

Haare auf den Zähnen und

das Zepter in den lackierten

Fingernägeln hat ihre resolute

Chefin (Claudia Sütterlin), die

sich ihr Urlaubsmitbringsel Luigi

auf keinen Fall ausspannen

lassen will. Und weil man sich

in solch angespannt finanzieller

Lage sein Personal nicht aussuchen

kann, zetert und rebelliert

die russische Putzfrau (Maria

Lelchuk) völlig ungehemmt.

Dann tauchen noch Mauerblümchen

Marlies (Michelle

Natascha Baumer) und eine

echte Operndiva (Melita Miculs)

auf. Trotz viel Tohuwabohu

rauft man sich zusammen und

will sich als singender Haarsalon

samt Internetauftritt neu

vermarkten. So gibt es jede

Menge Songs mit eigenem Text

samt Verballhornungen: Da

wird aus Leonard Cohens Song

ein „Haarleluja“, zu Brahms

„Ungarischem Tanz Nr. 5“

gibt es eine urkomische Rasiernummer

und Daliah Lavis

Schmachtlied „Wann kommst

du“ ist auf Alemannisch eine

Wucht. Das Ensemble präsentiert

fetzige Medleys mit

eigenen Texten, Tango- und

Stepptanz-Nummern und vierhändiges

Klavierspiel. Beste

Unterhaltung! Ein prima Appetizer

ist da der Trailer „Frisösen

2“ auf youtube.

Weitere Vorstellungen: 10.6.;

21./28.10.; 4./25.11. sowie am

9.12. jeweils 19 Uhr, Alemannische

Bühne, Freiburg. Einlass

und Bewirtung ab 17.30 Uhr.

Marion Klötzer


LITERATUR/KUNST KULTUR JOKER 9

Lyrik wird zu Klang zu Musik

Freiburgs erstes Festival für Poesie „Lauter leise Lesekonzerte“

Freiburgs erstes Festival für

Poesie „Lauter leise Lesekonzerte“

lädt vom 22. bis 24 Juni

zu literarisch-musikalischen

Grenzgängen mit Wort-, Klangund

Performance-KünstlerInnen

sowie dem Freiburger Südufer-

Chor. ein. Das Festival findet im

Freiburger Literaturhaus statt.

Der 22. Juni wird um 15 Uhr

gleich zum „wilden Freitag“.

Dichterin Dagmara Kraus und

Grüne Dystopie

Nach der Performance von New Noveta im Kunstverein Freiburg verbleibt eine Installation

New Noveta: „fateful“, 2018

Performances werfen immer

die Frage auf, was bleibt. Genügt

da ein Vorhang aus mehreren

Bahnen olivgrünen Latex und die

mehr oder weniger eingetrocknete

grüne Farblache, beleuchtet

von einem fahl aussehenden

grünen Licht und verdichtet von

elektronischem Sound? Hinterlässt

ein Auftritt wie der von New

Noveta bei der Vernissage ihrer

Ausstellung „Fateful“ nicht immer

auch eine gewisse Aura? Im

Kunstverein Freiburg jedenfalls

hat man sich entschlossen, die

Ausstellung durch Vorträge und

Gespräche mit den Freiburger

Wissenschaftlern Marion Mangelsdorf

sowie Ulrich Bröckling

und Gregor Dobler zu erweitern

und zu ergänzen, aus London

wird die Kulturkritikerin und

Feministin Nina Power anreisen.

Die Kunst von New Noveta lädt

Courtesy Sandy Brown, Berlin

nicht grundlos zu einer solchen

Reflexion mit Kulturwissenschaftlern

und Soziologen ein.

Es geht um Weiblichkeit und die

Kehrseite eines optimierten Ichs.

Doch allein die Einmaligkeit und

Kürze der Performance – Keira

Fox und Ellen Freed wiederholen

ihre Arbeiten nicht, bauen

lediglich Teile in spätere ein ‒ erzeugt

Redebedarf. New Novetas

Performances überfallen einen

wie ein Ereignis, sie sind lauter

als manches Konzert, sie sprechen

unangenehme Gefühle wie

Angst, Panik und Verzweiflung

an. Als Zuschauer ist die eigene

Rolle unklar, weicht man den

rennenden Künstlerinnen aus,

wird man leicht vom Geschehen

abgehängt. War das Oper oder

ein Singspiel, so wie es heute

erfunden werden würde oder

einfach eine Erinnerung daran,

Gitarrist Matthias Kadar bringen

gesungene Gedichte für Kinder

ab 4 Jahren auf die Bühne. Um 21

Uhr desselben Tages fasziniert

der Sängerdichter Peter Licht mit

seinem „Das Sausen der Welt“.

Am 23. Juni, 11 Uhr vernimmt

man dann hörbare Dichtung: Ulrike

Almut Sandig präsentiert

mit Stimme und Effektgerät ihr

elektronisches Gedicht. Rike

Scheffler tut es ähnlich innovativ

und klangverführend mit Gitarre

und Loopmaschine um 14

Uhr. Um 15 Uhr folgt dann der

preisgekrönte Hausacher Dichter

José F. A. Oliver mit seinem

Werk „wundgewähr“.

Ein echtes Highlight aus Klang

und Text sind Georg-Büchner-

Preisträger Marcel Beyer und

Perkussionist Christian Dierstein

vom Freiburger ensemble

recherche. Zusammen suchen

Einem großen Dichter zu Ehren

Freiburg feiert den 120. Geburtstag Federico García Lorcas

Federico García Lorca ist wohl der

berühmteste spanische Lyriker und

Dramatiker. 1938 starb er, ermordet

von den Faschisten im Spanischen

Bürgerkrieg. Zum 120. Geburtstag

Lorcas haben sich nun KünstlerInnen

und Kollektive aus Freiburg

zusammengeschlossen, um das

vielseitige Werk des Dichters wieder

in Erinnerung zu rufen und erlebbar

zu machen.

Am 9. Juni, 10 Uhr beginnt die

Feier mit der literarischen Intervention

Touch Me, I‘m Lorca! mit der

Nomadic School of the Senses aus

Granada auf dem Wiehremer Bauernmarkt.

Um 20 Uhr desselben

Tages dann ein gemeinsames Gedichtelesen

mit kleinem Konzert in

der Gallerie des Alten Wiehrebahnhofs,

wieder mit den Kooperationspartnern

aus Granada, aber auch

mit den Buenos Ayran aus Freiburg

und dem Literarischen Stammtisch

Tertulia Freiburg. Am 10. Juni, 17.30

Uhr folgt der Dokumentarfilm Bones

of Contention über die Opfer

des Bürgerkriegs und LGBTIQ*-

Community im Kommunalen Kino.

Regisseurin Andrea Weiss steht zum

Nachgespräch und für Diskussionen

bereit.

Künstlerisch wird es wieder mit

der Transdisziplinären Performance

Werkschau: Dichter in New York am

12. Juni, 21 Uhr, veranstaltet von der

dass Keira Fox einmal in einer

experimentellen elektronischen

Band spielte?

Das britisch-schwedische

Künstlerinnenduo arbeitet oft

mit zwei hierarchischen Ebenen.

In ihrer Freiburger Performance

wird sie durch den Musiker und

Komponisten Vindicatrix, aka

David Aird verkörpert, der noch

bevor die beiden Frauen in grünbraunen

Reifröcken die Galerie

betreten, zu singen anfängt. Er

wird für jene Flussmacht stehen,

die wir aus vielen Märchen kennen

und die jedes Jahr ein neues

Opfer fordert. Meist jedoch tragen

Keira Fox und Ellen Freed

diesen Konflikt raumgreifend

und kräfteverschleißend mit

sich und gegeneinander aus. Fox

und Freed rennen die Treppe

herunter, zwischen beiden Bereichen

des Vorhangs hin und

her, sie werden sich Stücke aus

dem Kostüm schneiden, dessen

Reifrock sich immer wieder

nach oben stülpt. Sie werden

grün eingefärbte Eisstücke auf

dem Boden verteilen und sich

in Ecken drängen und aus zwei

Kanistern von der Galerie grün

gefärbtes Wasser in die Ausstellungshalle

leiten.

Ein bisschen ist es mit New

Noveta und der Weiblichkeit so,

wie mit den Trägerinnen und

den Reifröcken. Denn im 19.

Dichter und Drummer am 24.

Juni, 11 Uhr nach einem gemeinsamen

Beat. Um 17 Uhr trägt der

Südufer-Chor Liebeslieder aus

unterschiedlichen Sprach- und

Kulturräumen vor, begleitet von

Pianist Tilman Fehse und Perkussionist

Konrad Wiemann und

unterstützt durch die Stimmen

von José F. A. Oliver und Rike

Scheffler. Zum Abschluss des Festivals

folgt dann noch ein echter

assemblage per moment

aus Freiburg und der

Nomadic School of the

Senses aus Granada. Die

Performance findet im

Freizeichen (Artik) statt.

Ein literarisch-musikalischer

Auftritt zum 120. Geburtstag

Lorcas beschließt am 29. Juni

um 20 Uhr die Veranstaltungsreihe.

Blanca-Esther Moreno, Bernhard

Renzikowski, Tim Lucas und Raúl

BERUFSKOLLEGS FÜR

KREATIVE

KOPFE

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vocatium am 10.07.+11.07.2018

im Konzerthaus Freiburg

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unter Telefon: 0761/1564803-0

Akademie für Kommunikation

in Baden-Württemberg

Freiburg

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Höhepunkt. Das furiose Finale

am Sonntagabend um 19.30 Uhr

gestalten nämlich die Ingeborg-

Bachmann-Preisträgerin Nora

Gomringer und Schlagzeuger

Philipp Scholz: Ihr Programm

„Peng Peng Peng!“ hat keine

Berührungsängste und verbindet

Jazz und Poesie auf virtuose,

eindrückliche Weise.

Weitere Infos zum Programm:

www.literaturhaus-freiburg.de/

Lorca in

Freiburg

Veranstaltungen zum 120.

Geburtsjubiläum des spanischen

Dichters

Juni 2018

www.lorcainfreiburg.de

Páramo bringen Gesang, Klavier

und Rezitation atmosphärisch im

Historischen Kaufhaus zusammen.

Weitere Infos:

www.lorcainfreiburg.de

Jahrhundert konnte dieser weitausladende

Unterrock aus Federstahlbändern

hergestellt werden,

so dass selbst Dienstmädchen

sich plötzlich Krinolinen leisten

konnten. Die Kunst von Keira Fox

und Ellen Freed ist eine ständige

Selbstermächtigung. Die beiden

Frauen werden in ihren Performances

grundsätzlich laut, sie

gehen über das hinaus, was in

der Öffentlichkeit üblicherweise

toleriert wird. Es sind Verhaltensmuster,

die man leicht als

hysterisch abtun könnte. New

Noveta verwehrt sich gegen eine

solche Wahrnehmung. Das, was

als krank oder zumindest als

nicht normal stigmatisiert wird,

könnte ebenso als Kraft verstanden

werden, geben sie zu bedenken.

Nicht grundlos erinnert die

1984 geborene Fox im Gespräch

an die Fälle, bei denen Passanten

in Notsituationen nicht zur Hilfe

eilten. Die Britin wuchs in den

späten Thatcher-Jahren auf, als

sie und Ellen Freed 2011 New

Noveta gründeten, war die Zeit

vom Neoliberalismus geprägt.

Empathie ist keine Assoziation,

die einem bei ihren Performances

einfiele, aber in der Umkehrung

ist sie womöglich deren

geheimes Zentrum.

New Noveta mit Vindicatrix,

Fateful. Kunstverein Freiburg,

Dreisamstr. 21. Di-So 12-18

Uhr, Mi 12-20 Uhr. Bis 1. Juli.

Gespräch mit Marion Mangelsdorf

27. Juni, 19 Uhr.

Annette Hoffmann

❱ PRODUKTDESIGN

❱ MEDIENDESIGN


10 KULTUR JOKER KUNST

Schöne neue Welt

Im Museum für Neue Kunst ist der erste Teil eines deutsch-französischen Kooperationsmodells zu sehen

Es ist kein Fehler, in einer

Institution wie dem Museum

für Neue Kunst Freiburg Angela

Merkels viel verspottetes

Bonmot vom Internet als dem

„Neuland“ zu zitieren. Denn

kann ein regional verortetes

Museum nicht manchmal ebenso

schwerfällig sein wie ein

Regierungsapparat? Man sollte

nur eben nicht die Besucher mit

der Institution verwechseln.

Insbesondere dann nicht, wenn

sich in der näheren Umgebung

mit dem ZKM in Karlsruhe und

dem Haus der elektronischen

Künste Basel gleich zwei Häuser

befinden, die mit den sogenannten

neuen Medien Erfahrungen

gesammelt haben.

„Your North is my South“

ist als Kooperation mit der

Kunsthalle Mulhouse gestartet

und beim Internet gelandet.

Das überall gleich ortlos ist.

Dabei hätten die beiden Häuser,

deren Ausstellungen sich

jetzt lediglich um drei Wochen

überschneiden, sich einiges zu

sagen. Denn der Titel deutet

es an, von Paris aus gesehen,

liegt Mulhouse nur sehr relativ

im Süden. Man hätte sich also

mit der gefühlten gemeinsamen

Randlage auseinander setzen

können. Das kann schnell im

Gutgemeinten und in allzu lokalen

Geschichten enden, doch

im Jahr 2018 eine Ausstellung

darüber zu machen, wie sich

virtuelle Welten auf unsere

Wahrnehmung auswirken,

kann wiederum schnell

etwas Missionarisches haben.

Zudem kann man sich

technische Probleme einhandeln.

Bei der Pressekonferenz

war ein Gutteil

der Arbeiten noch nicht

fertig installiert, manche

befanden sich noch in den

Transportkisten.

Ein bisschen ist es im

Museum für Neue Kunst

mit den virtuellen Welten

vielleicht so wie bei Jon

Rafmans Arbeit „You,

the world and I (com)“, in

der ein junger Mann von

seiner Internetrecherche

nach einem Foto seiner

Ex-Freundin erzählt. Die Vorstellung

bei googlemaps fündig

zu werden, wird zur fixen Idee.

Am Ende wird er Erfolg haben,

gut möglich, dass dies kurzzeitig

den Verlust der Freundin

kompensiert. Tobias Donats

Installation „Departure“ greift

Leitsysteme in Flughäfen auf

und definiert den realen Raum

des Treppenhauses in einen

Shopping-, Gepäck- und EU-

Bürger-Bereich um. Das Internet,

so lässt sich dieses Entree

der Ausstellung wohl verstehen,

ist auch nur ein weiterer Transitraum.

Die Arbeiten von Simon

Denny und auch Louise Drulhe

befassen sich mit Block Chains

Asad J. Malik: „Asad & Assad“, 2018

und Zahlungsverkehr im Internet.

Drulhes „Critical Atlas of

the Internet“ ist geradezu im

klassischen Sinn eine Kritik

des Internets, die sich mit einer

möglichen Formgebung und

einer Analyse des Virtuellen

verbindet, die auf mehreren

Ausdrucken nachzulesen ist.

Eines der Modelle, das Drulhe

dabei heranzieht, ist das Höhlengleichnis

von Platon.

Man könnte auch die Gestalten

von „Asad J. Malik, Asad

& Assad“ als eine derartige

Illusion beschreiben. Asad J.

Malik hat mit amerikanischen

Immigranten, die wie er oft wegen

ihres Aussehens oder ihres

© Courtesy the artist and studio 1RIC

Namens benachteiligt werden,

vor der Kamera Interviews geführt.

Die Filme hat er in Hologramme

umgewandelt. Zieht

man sich eine AR-Brille über,

sieht man die Interviewpartner,

deren Existenz im realen

Raum durch zwei leere Stühle

behauptet wurde, dreidimensional.

Das ist wirkungsvoll –

jedoch gehen die Inhalte dieser

Interviews dabei unter. Das

Formale marginalisiert hier das

Politische der Arbeit.

Die aufmerksamkeitsheischende

Ästhetik und Präsenz

der sozialen Netzwerke spiegelt

hingegen die Netz-Installation

„Garden of Error and Delay“

von Michael Bielicky

und Kamila B.

Richter wider. Unzählige

Icons wie

ein Eichhörnchen

für Donald Trump,

ein roter Fuchs für

Fox News bewegen

sich über die Projektionsfläche.

Sie

stehen für Katastrophen

oder politische

Nachrichten, die

aktuell auf Twitter

kommentiert werden.

Schießt man

eines der Symbole

ab, ploppt eine

Textzeile mit dem

Namen einer Firma

oder eines Tweets

auf. Der Betrachter jedoch kann

die Animation nur vermeintlich

beeinflussen, ihre Dynamik

wird über den Aktienkurs

eines Unternehmens gesteuert.

Für Bielicky und Richter ist

das Internet nicht der liberale

Raum, als der es immer noch

oft angesehen wird.

Doch insgesamt hätte man es

in dieser Ausstellung gern ein

bisschen genauer gewusst.

Museum für Neue Kunst,

Marienstr. 10a, Freiburg. Di-

So 10-17 Uhr. Bis 7. Oktober.

Zwischen dem 14. September

und dem 7. Oktober gibt es einen

Shuttle-Service zwischen

Mulhouse und Freiburg. AH

Neun in einer Stadt

Vom 11. bis 17. Juni stehen in Basel alle Zeichen auf Kunst

WEITERE INFOS UNTER:

WWW.BADEN-BADEN-EVENTS.DE

CARO JOSÉE & BAND

„SUMMER’S EASE”

SO/10. JUN 2018/20 UHR

K URHAUS RUNDER SAAL

BADEN-BADENER

SOMMERNÄCHTE

DO – S0/28. JUN – 1. JUL 2018

KURGARTEN

Basel rüstet sich. Denn ab

Mitte Juni ist die auch sonst an

Kunst nicht arme Stadt wieder

einmal Mittelpunkt des

Kunstmarktes. Neben der Art

Basel, die mittlerweile weltweit

agiert, haben sich mehrere

Messen etabliert. Doch

so sicher im Sattel wie die Art

Basel und die Liste – Art Fair

Basel sitzen nicht alle Kunstmessen

am Rheinknie.

Die Kunstwoche, die am 11.

Juni mit der Eröffnung der

Liste beginnt und bis zum

Sonntag andauert, erfordert

Zeitmanagement. Soll man

sich lediglich die Art Unlimited

ansehen, die Werke,

meist große Installationen und

Videoprojektionen, von Museumsqualität

zeigt oder sich

von Galeriekoje zu Galeriekoje

treiben lassen? Oder eben

den ganzen Marathon auf sich

nehmen. Denn außer Art und

Liste, öffnet auch die Volta

(www.voltashow.com), diesmal

in der Elsässerstraße ihre

Tür sowie die Scope Art Fair

(www.scope-art.com).

Interessanter dürften aber

die Nischen sein, die in den

letzten Jahren besetzt wurden.

So lohnt sich immer ein Besuch

der Design Miami/Basel

(www.designmiami.com), auf

der meist viele ikonische Möbel

bedeutender Designer zu

sehen sind und auch die Photo

Basel (www.photo-basel.com)

mit internationalen auf Fotografie

spezialisierte Galerien

sollte man nicht links liegen

lassen. Wer sich für Kunstbücher,

Fanzines, Drucke aller

Art oder überhaupt für Künstlerbücher

interessiert, ist bei

I never read – Art Book Fair

Basel (www.ineverread.com)

richtig. Ergänzt wird sie in

diesem Jahr erstmals durch

die Paper Positions (www.paperpositions.com),

die in der

St. Johanns-Vorstadt zu finden

sind. Wer jene Schweizer

Künstlerinnen und Künstler im

Blick haben will, die vielleicht

in den kommenden Jahren an

einer der Kojen der Liste oder

Art Basel vertreten sein wird,

sollte sich bei den Swiss Art

Awards umtun (www.journal.

swissartawards.ch). Und wer

keine Lust auf die diversen

Messehallen hat, der kann

rund um den Münsterberg den

Artparcours erkunden und

gleichzeitig ansonsten verschlossene

Räume und Kunst

entdecken.

Liste – Art Fair Basel, Warteck

PP, Burgweg 15, Basel.

11. bis 17 Juni. www.liste.ch

Art Basel, Messe Basel,

Hallen 1 & 2, 14. bis 17. Juni.

www.artbasel.com

Annette Hoffmann


KUNST KULTUR JOKER 11

Dem Auge geben, was einst Vorstellung war

Kunst Koch zeigt Werke von Friedemann Hahn

Mit großer Wucht

trifft das Bild das Auge

der Eintretenden, kaum

dass sie sich ihm in der

Eingangshalle der Firma

Beschläge Koch in

einer leichten Drehung

zugewandt haben: Das

Diptychon „Zwei Figuren“

(1993), das zu

den frühesten der hier

gezeigten Werke Friedemann

Hahns zählt.

Mit gutem Grund jedenfalls

behauptet es

seine Ausgangsposition

zu diesem Bilderparcours,

leitet es doch

zu dem über, was nun

folgen wird – dem Kino.

Friedemann Hahn ist

nicht nur Maler und

Zeichner, sondern (unter

anderem) auch Cineast

und Dichter.

Auch wenn diese Ausstellung

mit keinem Titel überschrieben

ist, so zitiert, abgesehen von

einer Serie „Schwarzwald“,

nahezu die gesamte Bildauswahl

Szenen alter Kinofilme.

Diese beiden Figuren hingegen

erscheinen wie eine Art

Pendant und Projektionsfläche

für all die anderen Bilder. Bunt

Friedemann Hahn: „The big sleep“

flirrend-pulsierend verfangen

sich die Farben auf ihren Körpern,

als säßen diese zwischen

Filmprojektor und der Leinwand

im Hintergrund. Letztere

indes bleibt leer.

Ob der Künstler sein Doppelbildnis

wohl selbstreflexiv an

den Beginn seiner Kinoserie

gestellt hat, bleibt im Dunkeln.

Doch fällt auf, dass sich auf all

den anderen Kino-Bildern die

Gesichter der Figuren hell vor

einem Hintergrund absetzen,

der, je früher das Bild, desto

monochromer ist.

Keinesfalls handelt es sich

bei diesen Filmstills jedoch

um verwaschene Erinnerungsbilder.

Zu stark liegt der

künstlerische Fokus

auf dem, was man als

die Essenz oder den

Sehnsuchts-Funken

inneren Erlebens bezeichnen

könnte. Jenen

Funken nämlich,

der von der Kinoleinwand

direkt auf den

gebannten Betrachter

überspringt, ohne dass

er überhaupt zwingend

mit der Handlung in

Verbindung stünde –

das nostalgische Flirren

alter Filmstreifen

inbegriffen; ob das

nun der Moment ist, in

dem Humphrey Bogart

sanft das unmerklich

zitternde Kinn Ingrid

Bergmanns anhebt,

oder jener, der die

Zeit vor dem entscheidenden

Showdown für

einen Sekundenbruchteil anzuhalten

scheint.

Der Kunsttheoretiker Konrad

Fiedler beschrieb die Welt

aus Sicht der Künstler einmal

als ein „ungeheures und buntes

Gewirr von Wahrnehmungen

und Vorstellungen“, die „auftauchend

und verschwindend,

bald an unserem äußeren, bald

an unserem inneren Auge

vorüberziehen“; Wahrnehmungen,

die sich zugleich aufdrängen

und wieder entgleiten,

sobald sie der Verstand in Begriffe

zu übertragen sucht. Erst

die Kunst könne die Bilder in

unseren Köpfen adäquat evozieren.

Nun, Friedemann Hahn

scheint noch weiter zu gehen,

indem er in einem weiteren

Schritt die (bereits zu einem

Film) transformierten Bilder

filtert. Bilder, die wie Filme

in seinem Kopf ihr Eigenleben

führen.

Evident, geradezu positivistisch

demonstriert, findet

sich das in den kleinformatigen

„Schwarzwald“-Bildern

(2003). Auch sie gehen auf

schwarzweiß-fotografische

Vorlagen zurück, deren Silbergelatine-Abzug

Friedemann

Hahn mit Emaille-Tusche derart

bearbeitete und verfremdete,

dass von der einstigen

Landschaft nur mehr eine Ahnung

zurückblieb. Damit konnte

er dem Auge geben, was seine

Vorstellung einst war.

Noch bis 25. Juni. Kunst

Koch, Hanferstraße 26, Freiburg-Hochdorf.

Friederike Zimmermann

Dokumentation topographischer Umwälzungen

„Ausverkauft“. Erdschollen – Spurensicherung einer Zerstörung im Amazonasgebiet – Ausstellung Betty Beier

in der Katholischen Akademie Freiburg

Der Belo Monte-Staudamm in Brasilien

Was charakterisiert Landschaften,

wie werden sie

künstlich produziert und welche

Auswirkungen ergeben

sich dabei für Mensch und

Tier? Solche Fragen beschäftigen

Betty Beier (*1965) und

haben sie als Künstlerin dazu

gebracht, Großbaustellen zu

bezeugen, in Berlin und Stuttgart,

in Island und China und

neuerdings im Amazonasgebiet

Brasiliens. Ihr entsprechendes

Kunstkonzept nennt

sie „Erdschollen-Archiv“ (erdschollen-archiv.de);

es umfasst

einerseits fotografische Serien,

die topographische Umwälzungen

dokumentieren und

andererseits „Erdschollen“,

d.h. bildlich verarbeitete In-

Situ-Materialien einer Landschaftsveränderung

oder eines

Urbanisierungsvorgangs.

Eine „Erdscholle“ von Betty

Beier besteht aus mindestens

einem Quadratmeter

authentischer Bodenfläche,

die in Acryl oder Kunstharz

dauerhaft fixiert wurde. Am

jeweiligen Ort wird zunächst

ein Gipsabdruck gefertigt,

danach im Atelier ein quadratischer

Rahmen erstellt, der

Spuren von dort Vorhandenem

in sich birgt, von Lehm und

Löss, Algen, Blüten, Stengeln,

Früchten, Reifenabdrücken,

Scherben u.a.. Eine haptisch

ansprechende Oberfläche aus

divergierenden Elementen

kontrastiert ästhetisch mit der

geometrisch geordneten Form

des Reliefbildes.

Die derzeit in der Katholischen

Akademie gezeigte

Ausstellung setzt sich mit Vorgängen

und technischen Eingriffen

im Zuge der Erstellung

des Belo Monte-Staudamms

im Amazonasgebiet Brasiliens

auseinander, die horrende

Auswirkungen auf Ackerland,

Regenwald und Bevölkerung

haben: Dörfer wurden

umgesiedelt, riesige Flächen

zerstört und der Fluss Xingu

aufgestaut. Dabei gingen

verschiedene Flussschleifen

verloren, womit der indigenen

Bevölkerung quasi das Wasser

abgegraben und der Boden

unter den Füßen weggezogen

wurde, also das Lebensnotwendige.

Betty Beier war vor Ort und

legt mit ihren „Erdschollen“

ein Zeugnis dieser Prozesse

ab; damit weist sie auf einen

Teil unseres Globus hin, der

ökologisch und sozial in Gefahr

ist, indem er einem rücksichtslosen

Ausverkauf unterliegt,

der nicht zuletzt unabänderliche

Auswirkungen auf

den weltweiten Klimawandel

hat.

Betty Beier. „Ausverkauft“.

Erdschollen – Spurensicherung

einer Zerstörung im

Amazonasgebiet. Katholische

Akademie. Wintererstr. 1.,

Freiburg. Mo-Do 8.30-18.15.

Fr. 8.30-15.30 und während

Veranstaltungen. Bis 6. Juli

2018

Cornelia Frenkel


12 KULTUR JOKER KUNST

Produktive Kontroversen

Im Karl-Marx-Jahr 2018 warten eine umstrittene Statue und ein abwechslungsreiches Programm auf Neugierige

Die Ausstellung „Leben. Werk. Zeit.“ im Rheinischen Landesmuseum

Trier

Foto: Karl-Marx-Ausstellung Trier

An seinem 200. Geburtstag,

dem 5. Mai 2018

erscheint Karl Marx überlebensgroß

auf dem Simeonstiftplatz

in Trier. Das

rote Tuch fällt und enthüllt

eine erhaben stolze Statue

aus Bronze. Trier ist Marx‘

Geburtsort, aber nicht alle

Trierer wollen Geburtstag

feiern. Zur Enthüllung

gab es nicht nur Feierlichkeiten,

sondern auch Demonstrationen

verschiedener

Prägung, nur geeint

durch den Wunsch, Marx

vom 5,50 Meter hohen Sockel

zu holen. Der Protest

entzündet sich nicht bloß

allgemein an der bekanntermaßen

umstrittenen

Person Marx‘, sondern

auch an den politischen

Hintergründen der Statue. Die

ist nämlich ein Geschenk Chinas

an die Stadt Trier. Bergen

die diplomatischen Beziehungen

Deutschlands zu China schon an

sich Potential zur Kontroverse,

konkretisiert sich die Problematik

im Angesicht des Urkommunisten

Marx noch. So gilt das

autoritär geführte China doch

gerade als ein Negativbeispiel,

ein Beleg für das Scheitern des

Kommunismus. Und vice versa

wird damit auch Marx an sich

wieder als Ideengeber für solche

scheitertenden Autokratien

problematisiert.

Dabei sind die Trierer Feierlichkeiten

im 200. Geburtsjahr

von Karl Marx eigentlich nicht

als Kontroverse angelegt, sondern

sollen vielmehr differenzierte

Einblicke in ein kontroverses

Werk bieten. In diesem

Kontext ließe sich die Statue als

ausgestelltes Untersuchungsobjekt

begreifen, dessen kritische

Kontextualisierung durch die

diversen Veranstaltungen 2018

geleistet werden. Nicht zu vernachlässigen

ist schließlich der

enorme Aufwand, den die Stadt

betreibt, um ihren berühmten

Sohn adäquat ins Bild zu fassen.

Im Mittelpunkt steht dabei die

große Landesausstellung „Karl

Marx 1818-1883. Leben. Werk.

Zeit“ des Rheinischen Landesmuseums

Trier und des Stadtmuseums

Simeonstift Trier.

Die Kooperation bedeutet eine

Ausstellung, und zwei Partnerausstellungen

in Marx‘ Geburtsstadt.

Daneben bereichern

viele weitere Veranstaltungen

ein breites Marx-Jahr und machen

es für Interessierte aller

Couleur informativ.

Zunächst ist da vor allem die

große Ausstellung im Rheinischen

Landesmuseum Trier

vom 5. Mai bis 21. Oktober

2018. Auf eindrücklichen 1000

m² Ausstellungsfläche wird die

Person Marx in all ihren

Facetten in den Blick

genommen. Das betrifft

sowohl dessen intellektuellen

als auch politischen

Werdegang. Der

Philosoph, Politökonom,

Journalist und Revolutionär

steht dabei ebenso im

Fokus wie seine Einflüsse.

Marx agierte ja nicht vollkommen

isoliert in einer

Schreibstube, sondern

als aufmerksamer Beobachter

eines Zeitalters

großer gesellschaftlicher

und wirtschaftlicher Umbrüche.

Zur Schau stehen

300 Kunstwerke und Zeitdokumente

als Leihgaben

aus ganz Europa.

„Stationen eines Lebens“

ist das Motto der

Ausstellung im Stadtmuseum

Simeonstift Trier, die ebenfalls

vom 5. Mai bis 21. Oktober 2018

gezeigt wird. Über einen Rundgang

wird der Lebensweg Marx‘

veranschaulicht. Einfluss- und

Wirkungsorte wie Trier, Paris

und London kommen ebenso in

den Blick wie die Personen und

Umstände in Marx‘ Leben. Auf

gut 600 m² Ausstellungsfläche

sind unter anderem Zeitdokumente

und Lebensschilderungen

ausgestellt. Nicht zuletzt wartet

das Museum Karl-Marx-Haus

seit dem 5. Mai mit einer neuen

Dauerausstellung auf. Im seinem

Geburtshaus wird die Wirkungsgeschichte

Marx‘ von seiner Zeit

bis heute präsentiert.

Jenseits der Museen warten

dann noch spannende Veranstaltungen

wie die Karl-Marx-

Revue, die am 7./8./16./17. Juni,

20 Uhr im Großen Saal der Tufa

Trier stattfindet oder das Kurzfilmprogramm

„Marx & the

Revolution“ im broadway filmtheater

am 16. Juni, 17 Uhr. Das

Stück Cash – Und ewig rauschen

die Gelder im Theater Trier bietet

am 22. Juni, 19.30 Uhr skurril-fetzige

Unterhaltung, kritisch

und komisch. Nicht zuletzt sind

die Ausstellungen auch mit Führung

begehbar. So sehr die Debatte

also tobt – hier wird sie in

produktive Bahnen gelenkt.

Weitere Infos zum Jahresprogramm:

www.karl-marx-ausstellung.de

Fabian Lutz

Die Natur der Kunst

„In a world of endless rainfall“ in der Galerie für Gegenwartskunst im E-Werk Freiburg

Der Basler Johannes Willi ist

zu jung, um die Diskussionen

über das Waldsterben miterlebt

zu haben. Und dennoch denkt

man, sobald man vor den in

eine Betonfläche eingegossenen

kahlen Bäumchen steht, an sauren

Regen. Auch wenn dieser

womöglich doch nicht so sauer

und verheerend war, wie es sich

Mitte der 1980er Jahre angefühlt

hatte. Willis Installation, die zusammen

mit dem Soundkünstler

Daniel Lara entstand, entfacht

auch dann noch eine Wirkung,

wenn die beiden Künstler nicht

die gespannten Saiten zwischen

den vertrockneten Christbäumen

bespielen. Laras und Willis

Komposition, die stattdessen zu

hören ist, lehnt sich an die animistischen

Praktiken indigener

16 internationale

Produktionen

E-WERK Freiburg

Theater im Marienbad

Theater Freiburg

8.-16. Juni

Info und Karten:

freiburgfestival.de

Kulturen an. Der 1983 geborene

Willi und Daniel Lara hatten sich

im letzten Jahr in Bogotà kennen

gelernt. Die seltsamen Abgüsse,

die an den Pfeilern hängen, sind

eine Referenz an Opfergaben der

Muisca, die seit präkolumbianischer

Zeit in den Anden leben.

Die Spanier, so führt der Saaltext

aus, leiteten von den goldenen

Opfergaben die Legende von Eldorado,

der unermesslich reichen

Stadt, ab.

Die Installation „DJ Duft juega

con tus sentimientos“ ist zweifellos

ziemlich eklektisch. Doch

in der Zusammenführung unterschiedlicher

Erzählstränge, hier

die naturmagische Praxis eines

autochthonen Stammes, dort die

kapitalistische Schwundstufe in

Form eines Weihnachtsbaumes,

erkennt man das Anliegen der

Ausstellung „In a world of endless

rainfall. Natur als Choreografie

des Werdens“. Es geht um

die verheerenden Spuren, die

wir in der Natur hinterlassen

und die Suche nach einem anderen

Umgang mit ihr. Denn auch

in Sylvia Schedelbauers Video

klingt das Bedauern über den

Verlust der unberührten Natur

an.

Ika Huber petrifiziert in

„Roots“ die natürliche Schaffenskraft.

Diese Bronzen sind

Abgüsse wirklicher Wurzeln

und ästhetisieren gleichermaßen

wie ihre Bilder die Natur

als Schöpferin. In ihrer Serie

der „Fragments“ werden Wachstumsprozesse

in vertikale Malbewegungen

umgedeutet und

zur Kunst. Innerhalb der Ausstellung

nehmen die Arbeiten

der Freiburger Künstlerin eine

Sonderposition ein und sind

als eine kleine Soloschau in der

Galerie I zu sehen. Auf eine

weniger klassische Weise ästhetisierend

sind die Arbeiten von

Lucia Schmuck und Pauline von

Angerer. Letztere fädelt aus Samenständen,

Kernen oder Halmen

fragile Kettengebilde, im

E-Werk hängen sie wie in einem

Laden an der Wand. Während

Lucia Schmuck sich die botanischen

Querschnittszeichnungen

zum Vorbild genommen

hat. Wie eine Schautafel sind

diese großformatigen Papierarbeiten

aufgezogen. Fläche und

Detail ergänzen sich, ist die

Vorzeichnung aufs Genaueste

ausgeführt, sind die malerischen

Flächen freier behandelt und setzen

die Gestalt der Pflanze ins

Spekulative fort.

Man darf gespannt sein, wie

sich die Arbeit von Tino Sehgal

„Ann Lee & Marcel“, die während

des Freiburg Festivals zu

sehen ist, in diese Ausstellung

integriert.

In a world of endless rainfall.

Galerie für Gegenwartskunst E-

Werk Freiburg, Eschholzstr. 77.

So/Fr 17-20 Uhr, Sa 14-20 Uhr,

So 14-18 Uhr. Bis 24. Juni. Tino

Sehgal „Ann Lee & Marcel“: 8.

bis 16. Juni.

Annette Hoffmann


KUNST KULTUR JOKER 13

Die fremde, vertraute Welt des Biedermeiers

„Gediegener Spott. Bilder aus Krähwinkel“ im Museum LA8 in Baden-Baden

Zwischen Hintertupfingen

und Schilda, da liegt Krähwinkel.

Ein fiktiver Ort von großer

Berühmtheit in der ersten Hälfte

des 19. Jahrhunderts. Es gab

Satiren, Komödien und Briefe

in und über Krähwinkel. Was

aber macht den speziellen subversiven

Charme dieses Ortes

aus? Das Museum LA8 in Baden-Baden

verrät Krähwinkels

Geheimnis. „Gediegener Spott.

Bilder aus Krähwinkel“ entführt

die Besucher bis zum 2. September

in die Welt des Biedermeiers.

Jahrzehntelang ergoss sich

ein regelmäßiger Strom handkolorierter

Karikaturen in

deutsche Stuben, in denen über

die Torheiten der Krähwinkler

herzlich gelacht wurde. Da die

bunten Blätter keine offensichtlich

politischen Themen aufs

Korn nahmen, ließ die Zensur

sie passieren. Noch heute kann

man sich amüsieren über die

braven Krähwinkler Bürger,

die jedes Sprichwort wörtlich

umsetzen. Krähwinkler ziehen

Kinder groß? Aber ja, und zwar

an jedem Ende des Kindes! Die

Ausstellung hat die zahlreichen

Blätter aus der Sammlung von

Dieter Antes schön nach Themenbereichen

sortiert. Neben

der Erziehung, die modernen Pädagogen

die Tränen in die Augen

treiben dürfte, werden Geiz und

Durch Feuer und Rauch

28. Freiburger Keramiktage am Alten Wiehrebahnhof in Freiburg

Die Handwerker, die

im Mittelalter als einzige

das so lebenswichtige Geschirr

herstellen konnten,

mussten dies noch halbgeächtet

vor den Toren der

Stadt tun. Die rauchenden

Öfen, die das so gefährliche

Feuer beherbergten,

durften in der Stadt nicht

stehen. Aber in ihnen fand

die wunderbare Transformation

statt, die aus Lehm

und Dreck haltbare, apettitliche

und unverzichtbare

Ware werden ließ.

Heute wird das Gebrauchsgeschirr

längst

als Massenware industriell

produziert und Töpfer

und Töpferinnen, Keramikerinnen

und Keramiker

fertigen kunstvoll

die Dinge, die Maschinen

nicht machen können.

Spuren von Feuer

und Rauch sind inzwischen

gesucht, erzählen ästhetisch

schön von den Umwandlungsprozessen,

die Lehm zu glatter

C. G. H. Geißler: „Wie die unruhigen Bürger zu Krähwinkel doch noch unter einen

Hut gebracht worden sind“

Foto: Dieter Ante

Geltungssucht wohlhabender

Bürger mit Witz auf die Schippe

genommen. Das LA8 hat zu

jedem Themenbereich auch eine

passende Überschrift gefunden,

zum Beispiel den zeitlos aktuellen

Spruch von Heinrich Heine

zum Kult um den schnöden

Mammon: handelt es sich um die

Geldwerdung Gottes oder um

die Gottwerdung des Geldes?

Arbeiten von Jörg Treiber

oder rauher Oberfäche, zu farbigen,

nuancierten, schlichten

oder reich verzierten, nützlichen

und schönen Gegenständen

werden lassen. Eine

ausgesuchte Auswahl

der Ergebnisse heutigen

Könnens in Formgebung,

Oberflächengestaltung,

Glasur- und Brennkunst

ist am 23./24. Juni auf

dem Platz um den Alten

Wiehrebahnhof in Freiburg

zu sehen. Dann präsentieren

zirka fünfzig

Werkstätten Brauchbares

und Schönes, Kleines

und Großes, Ein- und

Vielfarbiges, das Eines

gemeinsam hat: Es war

vor Kurzem noch in

einem Brennofen, ist

durch Feuer und Rauch

gegangen.

Flankiert werden die

Freiburger Keramiktage

von einem feinen Rahmenprogramm

mit Filmen,

Kindertöpfern und

Angeboten zum leiblichen

Wohl. Am Samstag Vormittag

findet auch der Bauernmarkt

daneben seinen Platz.

Infos: www.keramiktage.org

Ein dankbares Objekt für den

gediegenen Spott stellt auch das

Militär da. In der Realität wurde

das Freiheits- und Demokratiestreben

deutscher Bürger durch

Zensur und Militär unterdrückt,

bis es sich in der Revolution

von 1848 Bahn brach. Bis dahin

stichelten die oft unbekannten

Karikaturisten, indem sie militärische

Redewendungen wörtlich

abbildeten und damit ad

absurdum führten. Da wirft der

Krähwinkler General Fußvolk

in die Festung, und man sieht die

armen Soldaten in hohem Bogen

Richtung Festungsmauern fliegen.

Der gefangene Deserteur

wird unter starker Bedeckung

ins Gefängnis gebracht – wenn

ihn die zahlreichen Matratzen,

die ihn bedecken, nicht schon

vorher ersticken.

Da Krähwinkel reine Fiktion

ist, konnte man wenigstens über

die Krähwinkler Lokalpolitik

ungeniert ablästern, was man

bei real existierenden Lokalpolitikern

besser unterließ. Aber

der Krähwinkler Bürgermeister,

der ärgerte sich richtig grün und

gelb oder ließ sich (an einem

Seil!) herab, mit Bürgern zu

sprechen.

Natürlich wollten die wohlhabenden

Krähwinkler auch durch

Bildung und Kultur glänzen.

Leider fällt das Laienschauspielensemble

durch, und zwar

wortwörtlich durch die Bretter

der Bühne. Wie im echten Leben

versuchten die Krähwinkler

Damen, den gefeierten Primadonnen

und Theaterdiven

nachzueifern, ein gefundenes

Fressen für die spitzen Federn

der Karikaturisten.

Diese längst vergangene,

manchmal fremde, manchmal

aber auch sehr vertraute Welt des

Biedermeiers, von denen die Bilder

erzählen, ergänzt die Ausstellung

durch Alltagsgegenstände.

Elegante Biedermeiermöbel

beschwören die Atmosphäre

bürgerlicher Salons herauf,

in denen die höheren Töchter

Hausmusik machten. Puppenhäuser

stellten mit Miniaturmobiliar

den bürgerlichen Haushalt

nach. Gerade die Puppenhäuser

aus dem 19. Jahrhundert machen

diese Mischung aus Gemütlichkeit

und Enge deutlich, von der

ja nicht nur die Einrichtung, sondern

der Geist der Zeit geprägt

war. Keiner der Krähwinkler

Bürger wagt den Ausbruch, im

Gegenteil, die Karikaturen zeigen,

wie sich die braven Leute

in ihrer gediegenen kleinen Welt

fleißig um sich selbst drehen.

„Gediegener Spott. Bilder aus

Krähwinkel“, Di-So 11-18 Uhr,

Eintritt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro,

Museum LA8, Lichtentaler Allee

8, 76530 Baden-Baden, www.

museum.la8.de Nike Luber


14 KULTUR JOKER KUNST

Wo der Himmel die Erde zu

berühren scheint

„Im Bann der Nordsee“ – Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen

Die norddeutsche Küstenlandschaft

übt in ihrer Eigenart bis

heute nicht nur auf Touristen

eine große Anziehungskraft aus,

sondern hat auch immer wieder

Künstler inspiriert. Wie sich

diese Faszination und Beschäftigung

in deren Werken niedergeschlagen

hat, zeigt diese

Ausstellung in weitgefächerten

Blickwinkeln.

Die Auswahl der Exponate

setzt um 1900 mit Malern aus

dem Norden ein und reicht bis in

unsere Gegenwart, die unter anderem

durch den erklärten Stuttgarter

Nordseeliebhaber Aurelius

Maier repräsentiert wird.

Versammelt sind 31 Künstler,

die sich von der Nordsee bannen

ließen, sich mit ihrer rauen

Schönheit auseinandersetzten.

Anschaulich gemacht wird

das durch eine breite Auswahl

von Landschaftsdarstellungen

und Seestücken, in Gemälden,

Zeichnungen, Fotografien und

Filmen. So entsteht ein Brückenschlag

von der frühen Moderne

bis zur zeitgenössischen Kunst,

wodurch sowohl traditionelle,

als auch veränderte Sichtweisen

deutlich werden. Nicht zuletzt

kann die Ausstellung auch einstimmen

auf einen Urlaub an der

Nordsee.

Die Maler, die an der Nordsee

ansässig waren, wie etwa Poppe

Folkerts (1875-1949) und Hans

Peter Feddersen (1848-1941), oft

schon erkennbar durch ihre Namen,

sind bei uns kaum bekannt.

Kunsthistorisch gesehen, sind

sie, wie einige andere aus dieser

Zeit und Gegend auch, Vertreter

eines gediegenen, postimpressionistischen

Stils. Doch können

sie auch oft, beispielsweise wie

ein Hans Trimborn, sehr frisch

und unmittelbar in ihren Darstellungen

der norddeutschen

Landschaft und ihrer Bewohner

sein. Dass Poppe Folkerts sich

besonders der Marinemalerei

verschrieben hatte, ist eingangs

in einer Reihe großformatiger

Gemälde zu sehen. Sie zeigen

verschiedene Schiffstypen

wie Schoner, Schaluppe oder

Tjalk auf offener, zumeist stürmischer

See, wobei auch der

Wellengang den Maler intensiv

beschäftigte.

Die bekanntesten auswärtigen

Künstler, die die Nordsee

zuerst als Inspirationsquelle

entdeckten, waren die Expressionisten

Erich Heckel und Karl

Schmidt-Rottluff, Mitbegründer

der Künstlervereinigung

„Die Brücke“. Sie erklärten den

kleinen Küstenort Dangast am

Jadebusen zu ihrem Domizil,

mit ihren Werken haben sie ihn

bekannt gemacht und verewigt.

Sie gewannen auch Kollegen aus

dem Kreis der „Brücke“ dafür,

sich ihnen anzuschließen. Auf

Empfehlung Schmidt-Rottluffs

folgte Anfang der 1920er Jahre

auch der sehr eigenwillige

Maler Franz Radziwill, der den

Expressionismus überwand und

sich zwischen neuer Sachlichkeit

und Surrealismus bewegte.

Der Anziehungskraft der Nordsee

erlagen auch nachhaltig die

Maler Alfred Depser aus Franken

und Hans Trimborn aus dem

Rheinland. Nicht zu vergessen

im Reigen der Bilder ist Emil

Nolde, der die nordfriesische

Landschaft um Seebüll in unvergleichlichen

Farbräuschen

einfing.

Durch die zeitgenössischen

Künstler in der Ausstellung

findet eine für heute typische

Vielfalt stilistischer und technischer

Mittel Ausdruck. Neben

dem Stuttgarter Fotografen

Aurelius Meier, der Eindrücke

von meditativer Ruhe und unendlicher

Weite in seine großen

Poppe Folkerts:

„Bewegte See mit Booten“

Formate bannt, präsentieren sich

vier waschechte „Nordlichter“.

Marikke Heinz-Hoek schärft

einerseits ihre Wahrnehmung

unmittelbar, mit Stift und Pinsel,

vor der Landschaft ihrer

Heimat, dem Rheiderland, anderseits

experimentiert sie in

der Reihe „Rider on the Storm“

mit den Mitteln des Films. Jochen

Hein versucht in seinen

akribisch gemalten Meeresbildern

das Unfassbare zwischen

kochender und ruhender See zu

fassen. Anja Jensen inszeniert

in ihren Fotografien geheimnisvolle

und unheimliche Szenerien

in Dünenlandschaften,

mit Jugendlichen, die im Zwielicht

wie erstarrt wirken. Ganz

anders der Ostfriese Hermann

Buß, der in sachlicher, fast superrealistischer

Malweise den

Spuren des Eingriffs folgt, die

das Menschenwerk im Küstenraum

hinterlässt. Besonders

eindrucksvoll das großformatige

Gemälde, auf dem vor Schaulustigen

ein gigantisches Kreuzfahrtschiff

durch die tiefer gebaggerte

Ems Richtung Nordsee

geschleppt wird.

Einblicke in friesische Wohnlichkeit

geben die Gemälde von

Otto Heinrich Engel („Friesische

Stube, 1906) und Ulfert

Lüken (“Ostfriesisches Interieur“,

1913-19). Diese stillen

Bilder zeigen Zufluchtsorte für

Menschen, die mit der Macht

der Elemente zu leben gelernt

haben und dieses Leben bei allen

Anforderungen lieben.

Die Ausstellung „Im Bann der

Nordsee“ ist noch bis zum 8.

Juli in der Städtischen Galerie

Bietigheim-Bissingen zu sehen.

Geöffnet: Di, Mi, Fr 14-18 Uhr;

Do 14-20 Uhr; Sa, So, Feiertage

11-18 Uhr.

Peter Frömmig

MUSEEN / AUSSTELLUNGEN

FREIBURG 0761/

AMTSGERICHT FREIBURG

- „Anne Hooss und Christine

Huss - 2” -27.07.

ARCHÄOLOGISCHES MUSEUM

COLOMBISCHLÖSSLE

- „Eisen, Macht, Reichtum - Kelten

am südl. Oberrhein” b.a.w.

- „Kultur - Umwelt - Wandel:

Steinzeit und Bronzezeit am südl.

Oberrhein”

b.a.w.

ARTKELCH

- „Palaneri - Aboriginal Art der

Tiwi” 09.06.-04.07.

ALTER WIEHREBAHNHOF, GA-

LERIE

- „Die Welt ist immer noch ein

Paradies - Rosemarie Hübner &

Angela Fifilio” -21.06.

AUGUSTINERMUSEUM

- „Japanische Holzschnitte aus der

Sammlung Ernst Grosse” (Haus der

Graphischen Sammlung)

-23.09.

CENTRE CULTUREL FRANÇAIS

- „Attractions#2018 - Biennale de

la Photographie Mulhouse”

04.06.-30.08.

DEPOT.K

- „Michael Wiesinger - Wandbilder

und Papierschnitte” 02.06-01.07.

DEUTSCHER ALPENVEREIN

- „Korsika - Gebirge im Meer”

-08.09.

ELISABETH-SCHNEIDER-STIF-

TUNG

- „Amin El Dib: Under Skies of

Blue and Grey” -22.9.

E-WERK

- „Ika Huber - Flowers” (Galerie für

Gegenwartskunst) -24.06.

- „In a World of Endless Rainfall

- Natur als Choreographie des

Werdens” -24.06.

GALERIE ALBERT BAUMGARTEN

- „Thomas Kitzinger: Gleichmäßige

Temperatur” -09.07.

KATHOLISCHE AKADEMIE

- „Betty Beier: Ausverkauft - Erdschollen:

Spurensicherung einer

Zerstörung im Amazonasgebiet“

-06.07.

KUNST KOCH

- „Friedemann Hahn - Bilder”

-25.06.

KUNSTHAUS L6

- „Monitoy, Almut Quaas und

Klaudia Schrenk“ 15.06.-14.07.

KUNSTRAUM FOTH

- „Ariane Faller & Mateusz Budasz“

-28.06.

KUNSTVEREIN FREIBURG

- „New Noveta mit Vindicatrix -

Fateful“ -01.07.

LITERATURHAUS FREIBURG

- „Gautschätä - Pop-Up-Ausstellung

zur Schweizer Schriftkunst”

10.06.-17.06.

MECKELHALLE, SPARKASSE FR

- „Gardens around the World

- Ausstellung der Deutsch-

Afghanischen Initiative Freiburg

und Textile Ressource Frankreich

20.06.-06.07.

MODO VERLAG

- „Kammerer-Luka: modul //

linie - Künstlerbücher und neue

Arbeiten auf Papier” -26.07.

- „Keummi Paik-Bauermeister -

Neue Arbeiten” -26.07.

MUSEUM FÜR NEUE KUNST

- „Im Raum meiner Imagination

- Julius Bissier und Ostasien”

-23.09.

- „Your North Is My South - In

Kooperation mit La Kunsthalle

Mulhouse” -07.10.

MUSEUM F. STADTGESCHICHTE

- „#freiburgsammelt - Erinnerungen

für morgen” -16.09.

MUSEUM NATUR UND MENSCH

- „Mensch Biene! - Mitmach-Ausstellung”

-10.02.19

PFÖRTNERHAUS

- „Wolfram Scheffel - Ganter”

-10.06.

PRAXIS ZURMÜHLEN

- „Michael Peters” -30.06.

STADTBIBLIOTHEK, HAUPTSTEL-

LE MÜNSTERPLATZ

- „Johan Bävmann - Väter: Eine

gesellschaftliche Rolle im Wandel”

Fotos -09.06.

BASEL 0041 61/

ANTIKENMUSEUM

- „Die Griechen und ihre Welt -

Identität und Ideal” (Dauer)

FONDATION BEYELER

- „Bacon - Giacometti” -02.09.

- „Sammlung der Klassischen

Moderne”

(Dauer)

HAUS DER ELEKTRONISCHEN

KÜNSTE

- „Lynn Hershman Leeson - Anti-

Bodies” -05.08.

KUNSTHALLE BASEL

- „Luke Willis Thompson”

08.06.-19.08.

- „Raphaela Vogel” -12.08.

KUNSTHAUS BASELLAND

- „Naama Tsabar” -16.07.

- „Rochelle Feinstein” -16.07.

- „Rossella Biscotti” -16.07.

- „Vittorio Brodmann - Jahresaussenprojekt

2018” -31.12.

KUNSTMUSEUM BASEL

- „Kunst.Geld.Museum - 50 Jahre

Picasso-Story” -12.08.

- „Maria Lassing - Zwiegespräche

-26.08.

- „Martha Rosler, Hito Steyerl -

War Games -02.12.

- „Sam Gilliam - The Music of

Color 09.06.-30.09.

- „Thaster Gates - The Black

Madonna” 09.06.-21.10.

MESSE BASEL

- „Art Basel” 14.06.-17.06.

SCHAULAGER

- „Bruce Nauman - Retrospektive”

-26.08.

SPIELZEUG MUSEUM WELTEN

- „Exquisite Kostüme venezianischer

Karnevalsbälle” -07.10.

ANDERE ORTE

AACHEN

Ludwig Forum f. Internationale Kunst

- „Flashes of the Future - Die

Kunst der 89er oder Die Macht der

Ohnmächtigen” -19.08.

ALBSTADT

Kunstmuseum

- „Im Felsenmeer der Schäwbischen

Alb” -16.09.

- „Katharina Krenkel - Faden,

Stein, Papier” -16.09.

ANTWERPEN

MAS - Museum aan de Stroom

- „Michaelina - Eine außergewöhnliche

Künstlerin” -02.09.

Museum für Moderne Kunst

- „Sanguine / Blutrot - Luc Tuymans

über das Barock” -16.09.

AUGSBURG

Galerie Noah

- „SEO - Der Endlose Horizont”

-15.07.

BAD KROZINGEN

Kurhaus

- „Künstlerkreis FreeArt” -30.06.

BAD SÄCKINGEN

Villa Berberich

- „Christel Andrea SteierBrichst

du auf gen Ithaka...” -17.06.

BADEN-BADEN

Museum LA8

- „Gediegener Spott - Bilder aus

Krähwinkel” -02.09.

Museum Frieder Burda

- „James Turrell - The Substance

of Light“ 09.06.-28.10.

Staatliche Kunsthalle

- „Ausstellen des Ausstellens

- Von der Wunderkammer zur

kuratorischen Situation“ -17.06.

BADENWEILER

Freie Schule Badenweiler-Lipburg

- „Francine Finck - Fotoarbeiten”

-03.06.

BALINGEN

Rathausgalerie

- „Jörg Immendorff - Grafik” -07.07.


KUNST KULTUR JOKER 15

BERLIN

Galerie Brockstedt

- „Paul Joostens: Absurde Realität

- Damals wie heute” -28.07.

Gropius Bau

- „Aba Mendieta - Covered in Time

and History“ -22.07.

- „Philippe Parreno” -05.08.

Museum für Kommunikation

- „Oh Yeah! - Popmusik in Deutschland“

-16.09.

Schwules Museum

- „Lesbisches Sehen - Lesbian

Visions“ -20.08.

BERN

Alpines Museum der Schweiz

- „Baustelle Fortschritt - Emil

Zbinden und der Staumauerbau

Grimsel-Oberaar” -19.08.

- „Schöne Berge - Eine Ansichtssache”

-06.01.19

Kunstmuseum

- „Bestandsaufnahme Gurlitt Teil

2 - Der NS-Kunstraub und die

Folgen” -15.07.

- „Martha Stettler - Eine Impressionistin

zwischen Bern und

Paris” -29.07.

BERNAU

Hans-Thoma-Kunstmuseum

- „Babberger und die Höll“ -29.07.

BIETIGHEIM-BISSINGEN

Städtische Galerie

- „Im Bann der Nordsee - Die Norddeutsche

Landschaft seit 1900”

-08.07.

BREGENZ

Kunsthaus

- „Alicia Frankovich” -15.07.

- „Mika Rottenberg” -01.07.

Kornmarktplatz

- „Die Welt steht Kopf - Camera

Obscura am Kornmarkt”

23.06.-08.10.

Voralbergmuseum

- „Wacker im Krieg - Erfahrungen

eines Künstlers” 09.06.-Frühjahr 19

BREISACH

Museum für Stadtgeschichte

- „Ausstellung zur Geschichte der

Stadt Breisach am Rhein” b.a.w.

BRUCHSAL

Schloss Bruchsal

- „Angerichtet & aufgebrezelt - Für

Sie ein optisches Menü“ -29.07.

- „Photo.Raum.Kunst - Vier Elemente:

Archäologie der Zukunft”

-02.09.

BRÜSSEL

Atomium

- „Magritte - Retrospektive” -30.09.

BOTTROP

Josef Albers Museum Quadrat Bottrop

- „Bernd und Hilla Becher - Bergwerke“

-16.09.

COLMAR

Musée Unterlinden

- „Corpus Baselitz“ 09.06.-29.10.

DENZLINGEN

Galerie im Rathaus

- „Johanna Helbig-Felix - Airscape,

Landscape“ 09.06.-08.07.

DONAUESCHINGEN

Museum Art.Plus

- „Axel Anklam“ (2-Raum) -17.06.

- „Dorothy Fratt: Colorful - Farbenfroh“

-20.01.19

DRESDEN

Deutsches Hygienemuseum

- „Rassismus - Die Erfindung von

Menschenrassen” -06.01.19

- „Tierisch beste Freunde - Über

Haustiere u. ihre Menschen” -01.07.

DÜREN

Leopold Hoesch Museum & Papiermuseum

- „Claudia Kallscheuer - Clear and

Cloudy“ -10.06.

DÜSSELDORF

Museum Kunstpalast

- „Bilder ohne Schatten - Werke

aus der Sammlung Kemp” -15.07.

- „Black & White - Von Dürer bis

Eliasson” -15.07.

- „Das Rembrandt-Experiment -

Grafikausstellung” -24.06.

- „Spot On: 1937 - Die Aktion

‘Entartete Kunst’ in Düsseldorf”

-Sommer 2018

DURBACH

77770 Sammlung Hurrle/ Museum

für Aktuelle Kunst

- „Adieu Tristesse - Neue Figuration

in den 60er Jahren” -17.06.

- „Profile in der Kunst am Oberrhein

- Jürgen Brodwolf” -08.07.

- „Stillleben im Wandel der Kunst”

29.06.-04.10.

EBRINGEN

Badisches Kunstforum

- „Alois Achatz - Druckgrafik”

-24.06.

Rathaus

- „Jörg Hilfinger - Wasser, Nebel,

Licht“ 12.06.-27.07.

Winzerhof

- „Fabian Forban” -18.07.

EMMENDINGEN

Arkana Forum

- „Sichtweisen - Wolfgang

Straube” -10.06.

Galerie im Tor

- „Birgit Straub - Von Chaos und

Ordnung” -17.06.

Sparkassen-Finanzzentrum

- „Hommage an den Tachismus”

-02.07.

ETTENHEIMÜNSTER

Galerie Linda Treiber

- „Michael-Peter Schiltsky - Wegbereiter,

Wegbegleiter” -24.06.

FRANKFURT AM MAIN

Caricatura Museum

- „Die Zeichner der Neuen Frankfurter

Schule” -17.06.

- „Otto - Die Ausstellung” -02.09.

DZ Bank Kunstsammlung

- „Die Zahl als Chiffre in der

Kunst“ -20.10.

Museum für Moderne Kunst

„Deutsche Börse Photography

Foundation Prize 2018” (MMK 3)

22.06.-09.09

- „Image Profile - Aspekte des

Dokumentarischen in der fotografischen

Sammlung des MMK”

(MMK 2) -15.07.

- „Primary Structures - Meisterwerke

der Minimal Art” (MMK 2)

-13.08.

- „RAY 2018: Extreme, Nomads

- Cao Fei, Richard Mosse, Paulo

Nazareth” -09.09.

- „Soziale Fassaden - Dialog der

Sammlungen des MMK und der

Deka Bank” (MMK 1) -09.09.

GENGENBACH

Museum Haus Löwenberg

- „Passion in Seide und Gold -

Gengenbacher Passionsteppiche

und ihr historisches Umfeld” -17.06.

HAMBURG

Deichtorhallen

- „Astrid Klein” (Sammlung Falckenberg)

-02.09.

Haus der Photographie

- „7. Triennale der Photographie”

08.06.-07.10.

HARTHEIM

Galerie für handwerkliche Kunst

- „Hartheimer Kunstausstellung -

Leben in der Stadt” -01.10.

Withas Werkhof

- „Roland Köpfer - Holzskulpturen“

-28.06.

HEIDELBERG

Sammlung Prinzhorn

- „Unruhe und Architektur” -26.08.

HEILBRONN

Kunsthalle Vogelmann

- „Emil Nolde: Farbenzauber - Eine

Retrospektive auf Papier” -17.06.

HERBOLZHEIM

Torhaus

- „Tabak in Herbolzheim - Cartoons

von Klaus Karlitzky” -10.06.

HÜFINGEN

Stadtmuseum Hüfingen

- „Alexandra Centmayer & Rolf

Behringer - sunWorks” -19.08.

- „Florian Schwarz - Deep Dark,

Pale Blue” -19.08.

INNSBRUCK

Schloss Ambras

- „Kunst & Macht - Drei Frauen

aus dem Hause Habsburg”

14.06.-07.10.

- „Valie Export: Fama et Infamie -

Die Infamie der Namenlosen”

-30.06.

KANDERN

Galerie Robert Keller

- „Max Laeuger - Frauen und

Landschaften” -09.09.

KARLSRUHE

Bad. Landesmuseum/ Schloss

- „Die Etrusker - Weltkultur im

antiken Italien” -17.06.

- „Island Hopping” -30.12.

- „Revolution! - Für Anfänger*innen”

-11.11.

- „Revolution! - Für Anfänger*innen”

-11.11.

- „Zweck fremd?! - Den Dingen

auf der Spur” -05.08.

Museum beim Markt

- „Südwestdeutscher Keramikpreis”

-06.01.19

Naturkundemuseum Karlsruhe

- „Flusspferde am Oberrhein - Wie

war die Eiszeit wirklich?”

21.06.-27.01.19

Staatliche Kunsthalle

- „Anatomie- und Antikenstudium

- Philipp Jakob Becker als

Zeichner -05.08.

- „Farbe querfeldein (Junge Kunsthalle)

-21.10.

- „Sean Scully - Vita Doplex -26.08.

Städtische Galerie

- „Hanna-Nagel-Preis 2018: Nina

Laaf - Tiptoe” -08.07.

- „Marlene Dumas, Rosemarie

Trockel - Werke aus der

Sammlung Garnatz” -24.06.

- „Umgehängt 2018 - Facetten der

Malerei 1960-2010” - Frühjahr 2019.

ZKM

- „Dia-Logos - Ramon Llull und

die Kunst des Kombinierens”

-05.08.

- „Open Codes - Leben in digitalen

Welten” -05.08.

KASSEL

Caricatura Galerie für Komische Kunst

- „Die 68er in Cartoons” -12.08.

KIEL

Kunsthalle zu Kiel

- „Alicja Kwade - Ambo” -16.12.

- „Globalocal - Sammlungspräsentation

mit Gästen” -13.01.19

KIRCHZARTEN

Kunstverein

- „Junge Kunst XVI: Li Muhua -

Bla Bla Bla”

03.06.-01.07.

KÖLN

Parrotta Contemporary Art Köln

- „Timm Rautert - Manhattan Mirror”

-08.06.

KRONACH

Fränkische Galerie

- „Zeichnen in Cranachs Werkstatt”

-24.06.

LAHR

Innenstadt

- „Jörg Bach - Neuland” -16.09.

LÖRRACH

Dreiländermuseum

- „Schweizerreise - Johann Peter

Hebel unterwegs als Aufklärer”

-02.09.

- „Zeitenwende 1918/19”

30.06.-03.02.19

LONDON

Tate Gallery of Modern Art

- „All Too Human - Bacon, Freud

and a Century of Painting Life“

-27.08.

- „Joan Jonas“ -05.08.

- „The EY Exhibition: Picasso 1932

- Love, Fame, Tragedy“ -09.09.

LUDWIGSHAFEN AM RHEIN

Wilhelm-Hack-Museum

- „Ingo Mittelstaedt - Courtesy”

-22.07.

- „Kabinettstücke - Nachtschwärmer”

-08.07.

- „Thomas Scheibitz - Masterplan\

Kino” -12.08.

- „Zoom #6: Max Ernst - Vegetationen”

-08.07.

MANNHEIM

Reiss-Engelhorn-Museen

- „Ägypten - Land der Unsterblichkeit”

(Museum Weltkulturen, D5)

Dauer

- „Einfach tierisch! - Spaß mit

Dino, Panda & Co.” (Museum Weltkulturen,

D5) -10.03.19

- „Haubitz + Zoche: Postkoloniale

Erleuchtung - Kirchen u. Kinos in

Süditalien” (Zephyr) -26.08.

- „Vom Pulverdampf und Schlachtidyll

- Weißes Gold aus der Frankethaler

Manufaktur” (Museum

Zeughaus C5) -02.12.

MARBACH

Deutsches Literaturarchiv

- „German Fever - Beckett in

Deutschland” -29.07.

MERZHAUSEN

Forum, Schaufenstergalerie

- „Carola Faller-Barris - Anatomie

des Unbewussten” 11.06.-31.08.

METZ (F)

Centre Pompidou Metz

- „Couples Modernes” -20.08.

- „Das Abenteuer Farbe” -22.07.

- „Moderne Paare” -20.08.

MISTELBACH

Nitsch Museum

- „Hermann Nitsch - Leben und

Werk” -05.05.19

MOSKAU

Lumiere Brothers Center for Photography

- „The Kiss - Werke aus Europa,

Russland und Amerika“ -26.06.

MÜNCHEN

Domagkateliers

- „25 Jahre Domagkateliers”

-17.06.

Haus der Kunst

- „Blind Faith - Zeitgenössische

Kunst zwischen Intuition und

Reflexion” -19.08.

- „Sarah Sze - Centrifuge” -12.08.

- „Vivian Sundaram - Dijunctures”

29.06.-07.10.

Museum Brandhorst

- „Cy Wombly - In the Studio“

-26.08.

Museum Villa Stuck

- „José Antonio Suárez Londono”

16.06.-16.09.

Pinakothek der Moderne

- „Japanische Plakate - Ikko Tanaka:

Faces“ -17.06.

- „Paul Klee - Konstruktion des

Geheimnisses“ -10.06.

NEUENBÜRG

Schloss Neuenbürg

- „Faszination Drachen”

-11.11.

- „Kurios. Dubios. Famos!” -17.06.

OOSTENDE (B)

Mu.zee

- „Flouquet, L. Kassák und J. Léonard

- Die Architektur der Bilder

während der Zwischenkriegszeit”

16.06.-04.11.

Städtische Galerie

- „Carolin Jörg - Zeichnung”

23.06.-07.10.

PARIS

Danysz Gallery

- „Jean-Charles de Castelbajac -

Solo Show” -15.07.

Fondation Cartier

- „Junya Ishigami” -10.06.

Halle Saint Pierre

- „Jean-Pierre Jeunet & Marc

Caro” -31.07.

Mémorial de la Shoa

- „August Sander - Verfolgt /

Verfolger: Menschen des 20. Jahrhunderts”

-15.11.

Musée d’art moderne de la Ville de

Paris

- „Zao Wou-Ki - L’espace est

silence” -06.01.19

Musée national Picasso

- „Guernica” -29.07.

Templon

- „Jan Fabre” -21.07.

RHEINFELDEN

Haus Salmegg

- „Fritz und Arnold Schneider -

Wie die Kunst nach Rheinfelden

kam” -26.08.

ROTTWEIL

Kunst Raum Rottweil

- „Angela M. Flaig zum Siebzigsten

- Natur und Konzept” -24.06.

- „Pia Maria Martin” -24.06.

SCHALLSTADT

Kunstverein

- „Telemach Wiesinger - Reisender

mit der Kamera” -17.06.

ST. GALLEN

Kunstmuseum

- „Bettina Pousttchi - Protection”

-17.06.

- „Caro Niederer - Good Life Ceramics”

-26.08.

- „Maria Lassnig - Be-Ziehungen”

-26.08.

- „Roman Signer - Spuren” -12.08.

STAUFEN

Haus der Modernen Kunst

- „Expressiv - Figurativ” -08.07.

Keramikmuseum

- „Magische Kristalle” -30.11.

- „Xavier Duroselle - Seladon,

Ochsenblut und Pfirsichblüte”

-01.07.

STRASSBURG

Espace Django

- „Ditte Haarløv Johnsen - Market

Day” -10.06.

STUTTGART

Galerie Schlichtenmaier

- „Winfred Gaul zum 90. Geburtstag”

-14.07.

Galerie Merkle

- „Karin Brosa - Good Luck” -21.07.

Kunstmuseum

- „Frischzelle_24: Ann-Kathrin

Müller” -07.10.

- „Mixed Realities - Virtuelle und

reale Welten in der Kunst” -26.08.

Museum der Alltagskultur

- „Mein Name ist Hase - Redewendungen

auf der Spur” -09.09.

SULZBURG-LAUFEN

Winzerkeller Laufen

- „Bernhard Malin - Wein-Stein”

-01.07.

TRIER

Stadtmuseum & Rheinisches Landesmuseum

Trier

- „Karl Marx 1918-1883 - Leben.

Werk. Zeit“ -21.10.

Tuchfabrik

- „Geldrausch - Das Kapital ruft

zum MoneyFest“ -05.08.

TÜBINGEN

Kunsthalle Tübingen

- „Sexy and Cool - Minimal goes

Emotional” -01.07.

WALDKIRCH

GeorgScholzHaus

- „Cath Brophy - Reconfigured”

10.06.-15.07.

Fabrik Sonntag

- „Kunst ist dazu da, die Umwelt

zu reflektieren” 16.06.-24.06.

WEIL AM RHEIN

Museum Weiler Textilgeschichte

- „Bakuba Design - Textilkunst

aus dem Herzen Afrikas” -01.07.

Städtisches Museum am Lindenplatz

- „Haholtingas‘ Erben - 1250 Jahre

Haltingen” -22.07.

Vitra Design Museum

- „Bas Princen - Image and Architecture”

-05.08.

Vitra Design Museum

- „Night Fever - Design und Clubkultur

1960-heute” -09.09.

ULM

Galerie am Saumarkt

- „Erich Hauser & Jürgen Knubben”

08.06.-04.08.

Kunsthalle Weishaupt

- „Warum Kunst?” -12.08.

WIEN

21er Haus

- „Günter Brus - Ich bewege mich”

-12.08.

Albertina

- „Keith Haring - The Alphabeth”

-24.06.

Belvedere

- „Kopf oder Zahl - Lisa Pahlke &

Richard Leue” -12.08.

- „Klimt ist nicht das Ende - Aufbruch

in Mitteleuropa” -26.08.

Jüdisches Museum

- „Arnstein, Todesco, Zuckerkandl

- Gastgeberinnen und ihre Salons

zwischen Kunst und Politik” -30.09.

Kunsthaus Wien

- „Visions of Nature” -13.01.19.

Kunsthistorisches Museum Wien

- „Stairway to Klimt” -02.09.

Leopold Museum

- „Egon Schiele - Die Jubiläumsshow”

-04.11.

- „Wien um 1900 - Klimt, Moser,

gerstl, Kokoschka” -10.06.

WOLFSBURG

Kunstmuseum Wolfsburg

- „Facing India” -07.10.

ZÜRICH

Kunsthaus

- „Fashion Drive - Extreme Mode

in der Kunst” -15.07.

- „Magritte, Dietrich, Vallotton -

Visionäre Sachlichkeit” -08.07.

Migros Museum für Gegenwartskunst

- „Imi Knobel & Till Velten”

-02.09.

- „Teresa Burga - Aleatory Structures”

-12.08.

Museum Haus Konstruktiv

- „Till Velten - Wenn die kognitive

Ordnung zerbricht” -02.09.

ZELL AM HARMERSBACH

Arthus Galerie

- „Raphael Rack - Malerische

Farblandschaften“ -20.09.

Museum Villa Haiss

- „Zhang Jie & He Jinwei - The

Sublimity of Wild Grass” -20.09.


16 KULTUR JOKER FILM

Kino unter Palmen

Die Filmfestspiele von Cannes gelten als das arroganteste und gleichzeitig beste Filmfestival der Welt.

In diesem Jahrgang sorgte vor allem das Kino aus Zentral- und Ostasien für Aufsehen.

Pilgerstätte für Cineasten aus aller Welt: Das Palais des

Festivals in Cannes

Dem Filmfestival in Cannes

eilt ein legendärer Ruf voraus.

Nicht nur, dass sich alljährlich

an der Croisette, jener berühmten

Promenade an der Côte

d’Azur, die internationale Kinoszene

trifft mit all ihren Stars

und Sternchen, den ganzen Cineasten

und Cinephilen. Auch

die Tatsache, dass das Festival

in seiner Geschichte immer

wieder ein Gespür für große

Filme und deren Macher hatte,

festigte über die Jahrzehnte das

Image als eines der wichtigsten

Kinoevents weltweit. Beispielsweise

Quentin Tarantino, der in

Cannes 1994 den späteren Kultstreifen

Pulp Fiction vorstellte,

oder der frankokanadische Regisseur

Xavier Dolan, der sich

2009 mit seinem Erstlingswerk

Ich habe meine Mutter getötet in

einer Nebensektion des Festivals

der Öffentlichkeit präsentieren

konnte, und über Nacht zum

international gefeierten Nachwuchstalent

aufstieg.

Nicht selten landen Filme, die

in Cannes ihre Premiere hatten,

ein gutes halbes Jahr später auf

der Oscar-Auswahlliste, zum

Beispiel Michael Hanekes Liebe,

der 2013 mit der begehrten

Academy-Trophäe für den besten

fremdsprachigen Film ausgezeichnet

wurde. Und überhaupt

Côte d’Azur: Ist Cannes

nicht allein schon deswegen der

ideale Ort für Hochkultur, weil

es sich in Frankreich, dem Mutterland

des Kinos, bei Sommersonne,

Strand und Palmen am

besten über Filme nachdenken

und am elegantesten über den

roten Teppich flanieren lässt?

Was ist dagegen schon die Berlinale

mit ihrem grauen Februarwetter

und ihrer alljährlichen

Erkältungsgarantie.

Die Filmfestspiele in Cannes

sind also so etwas wie das cineastische

Komplettpaket: Neben

einem regelmäßig mit international

herausragendem Autorenkino

gespickten Wettbewerb

und einem roten Teppich voller

Stars bietet das Palais des Festivals

mit seinem Meerblick dem

überwiegend im Dunkeln sitzenden

Kinogänger ein gleichsam

ungewohntes wie angenehmes

Setting.

Doch nicht nur der künstlerische

Wert der Festspiele trägt

zu besagtem Ruf bei, auch auf

organisatorischer Ebene ragt

Cannes aus der Masse der A-

Festivals heraus. Berüchtigt

sind die strenge Kleiderordnung

für die großen Premierenveranstaltungen

am Abend -Kleid für

die Dame, Anzug und Fliege für

den Herrn- und die überwältigende

Menge an Sicherheitsbediensteten

und Saalordnern, die

dem einströmenden Publikum

Wege vorgibt, Türen versperrt,

Taschen kontrolliert, Sitzreihen

zuweist, Akkreditierungsausweise

prüft. Nichts soll dem

Zufall überlassen werden und

dennoch, oder vielleicht auch

gerade deswegen, herrschen

auf dem engen Vorplatz des

Festivalpalais‘ besonders zu

den Hochzeiten am Nachmittag

bisweilen chaotische Zustände,

wenn sich die langen Schlangen

für die unterschiedlichen Kinosäle

miteinander vermengen,

Priorisierungen für Akkreditierungen

ausgerufen werden,

sich Zu- und Abwege plötzlich

gänzlich anders gestalten als am

Vortag und prominente Persönlichkeiten

in dunklen Limousinen

polizeieskortiert abgefahren

werden. All das schadet dem

Festival jedoch wenig, im Gegenteil:

Wie so oft macht genau

die Mischung aus Genie und

Wahnsinn den wahren Reiz aus

und so werden die Filmfestspiele

von Cannes kurzer Hand zum

wichtigsten Festival der Welt

und die Goldene Palme nach

den Oscars zum wichtigsten

Filmpreis im Bereich des Autorenkinos

stilisiert.

Das Programm des aktuellen

Jahrgangs beinhaltete Produktionen

aus über 20 Ländern.

Und gleich vorneweg: Die

ganz großen Highlights waren

rar gesät. Mit Ulrich Köhlers

Selbstfindungsparabel In my

Room war nur ein deutscher

Beitrag vertreten, der in der renommierten

Nebensektion Un

certain regard („Ein gewisser

Blick“) lief. Besonders breit

aufgestellt war das Independentkino

aus dem asiatischen

Raum, das damit sektionenübergreifend

Einblicke in den

derzeitigen State of the Art der

Kinokunst insbesondere in Zentral-

und Ostasien gewährte.

Freilich gab es qualitative

Abstufung, für Stirnrunzeln

sorgte beispielsweise Long

Day’s Journey into Night (nicht

zu verwechseln mit der beinahe

gleichlautenden Literaturverfilmung)

des chinesischen

Regisseurs Bi Gan. Der Film

beeindruckt zwar durch seine

Bildkomposition und eine

55-minütige Plansequenz in

3D, ist aber über weite Strecken

derart assoziativ und gleichzeitig

entschleunigt in seiner

Erzählweise, dass selbst passionierte

Kinogänger ihre liebe

Mühe mit dieser rätselhaften

Geschichte hatten.

Anders The Pluto Moment

des Regisseurs Ming Zhan, der

zwar ähnlich ruhig und elliptisch

erzählt, es im Gegensatz

zu Long Day’s Journey into

Night jedoch schafft, mit Andeutungen

und Hinweisen eine

Parabel auf das Filmemachen im

heutigen China zu erzählen und

dabei auch regierungskritische

Elemente einfließen zu lassen.

Nicht zuletzt aufgrund seiner

philosophischen Anleihen und

seiner beeindruckenden Landschaftsaufnahmen

wird der

Film vielschichtig, ohne aber

den Kontakt zum Zuschauer zu

verlieren.

Ein ähnlich spannender Beitrag

kam aus Kasachstan mit

dem Film The Gentle Indifference

of the World von Adilkhan

Yerzhanov. Denn selbst

ausgewiesene Kinoexperten

werden einräumen müssen, dass

Filme aus Kasachstan eher selten

auf dem Programm stehen.

Der Film zeigt ein junges Paar,

das gemeinsam die Kindheit auf

dem Land verbracht hat und nun

in die Stadt aufbricht. Dort soll

Geld aufgetrieben werden, um

nach dem plötzlichen Tod des

Vaters Schulden und Unterhalt

zu bezahlen. Anders als erwartet

entpuppt sich die Stadt als

Moloch und Sammelsurium von

Schwindlern, Betrügern und

Mördern. Das Paar muss sich

behaupten und kommt am Ende

zu einer tragischen Erkenntnis.

Anders als die Beschreibung

vielleicht erwarten lässt, handelt

es sich auch hier nicht um

einen rasanten Kriminalfilm.

Vielmehr verhandelt Regisseur

Yerzhanov das signifikante

Stadt-Land-Gefälle seiner Heimat

- mit Problemen wie Chancen

in beiden Sphären. Dabei

bedient er sich einer starken

Metaphorik, beinahe jede Einstellung

ist in ihrer Komposition

und dem Gezeigten als Symbol

zu deuten. Von eingesperrten

Tieren, die die Enge auf dem

Land verdeutlichen, bis hin zu

Händen, die einfach nicht mehr

sauber werden wollen, weil

das Leben in der Stadt zu viel

Dreck mit sich bringt. Bisweilen

versteigt sich Yerzhanov in zu

starke Semiotik, Bedeutungen

und Anspielungen werden besonders

gegen Ende des Films

inflationär. Nichtsdestotrotz ist

The Gentle Indifference of the

World gerade für das westliche

Kinopublikum ein intelligenter

landeskundlicher Einblick in

eine immer noch viel zu unbekannte

Region. Ein Highlight

des diesjährigen Festivals.

Aufgrund der starken Beiträge

aus dem asiatischen Raum war

es beinahe folgerichtig, dass der

Hauptpreis, die Goldene Palme,

an den japanischen Filmemacher

Hirokazu Kore-eda und seinen

Wettbewerbsbeitrag Shoplifters

ging. Gezeigt wird eine Familie,

die mit drei Generationen in prekären

Verhältnissen auf engem

Raum zusammenlebt. Zwar hat

die Lebenssituation Auswirkungen

auf die Gruppendynamik,

beispielsweise, weil Vater

und Sohn den Lebensunterhalt

der Familie maßgeblich durch

Ladendiebstahl bestreiten, und

doch wird er Zuschauer den

Eindruck nicht los, dass es sich

um eine harmonische Familienbeziehung

handelt, deren Mitglieder

in Respekt und Liebe

miteinander umgehen. Bis die

Geschichte einen Twist bereit

hält, der das bis dahin Gesehene

relativiert. Kore-eda, der

mit seinen vorherigen Filmen

schon bewiesen hatte, gerade im

dramaturgischen Bereich sein

Handwerk zu verstehen, legte

mit Shoplifters das kompletteste

Kunstwerk des diesjährigen

Wettbewerbs vor – mit ruhigem

aber ausgewogenem Rhythmus,

einem pointierten Handlungsstrang,

stimmigem Set-Design

und einem passenden Cast. Die

Jury entschied sich, mit der Auszeichnung

den japanischen Film

zu fördern und im Hinblick auf

eine internationale Auswertung

in den Fokus zu rücken. Mit

einem Kinostart in Deutschland

kann also gerechnet werden.

Jenseits des asiatischen

Schwerpunkts war 2018 ein

durchschnittlicher Festivaljahrgang

mit einigen Highlights,

einigen Fehlgriffen, einem ansonsten

aber ausgeglichenen

Programm. Cannes kann mehr,

könnte man kalauern. Warten

wir lieber auf’s nächste Jahr

und seien wir gespannt, was uns

dann in einem sicherlich wieder

furchtbar aufregenden Festival

an der Croisette erwartet.

Johannes Litschel


18 KULTUR JOKER LITERATUR

Hausacher LeseLenz 2018

Sprachränder/Rändersprachen

27.Juni – 6. Juli 2018

Mererid Hopwood

Foto: Free Diolch

Arne Rautenberg

Arne Rautenberg

Christoph Simon

Foto: YB Buchwalder

Mittwoch, 27. Juni

19:30 Uhr

Schwarzwaldkrimi

Kulturgarage

Literarische Gäste:

Katharina J. Ferner (A) &

Chili Tomasson (A)

Donnerstag, 28. Juni

19:30 Uhr

Stipendiatenbegrüßung

Rathaus Hausach

Manuskriptlesung:

Barbara Rieger (A)

Freitag, 29. Juni

20:00 Uhr

Eröffnung des 21.

Hausacher LeseLenzes

Stadthalle Hausach

Teil 1

Preisverleihung

„LeseLenz-Preis der

Thumm-Stiftung Junge

Literatur“

Teil 2

„Es war einmal Indianerland“

(Literatursprache/

Filmsprache)

Nils Mohl (D)

im Gespräch mit

Anja Brockert, SWR (D)

Lesung der

Buch-Passagen:

Stefan Wancura (D/A)

Nils Mohl

Foto: a_mo

Samstag, 30. Juni

9:30 Uhr

Nägele mit Köpf

Klosterplatz Hausach

Olaf Nägele (D)

und 1 Literarischer Überraschungsgast

Maarten Inghels

Foto: Dries Segers

Samstag, 30. Juni

11:30 Uhr

Vom poetischen W:ort I

VERSOPOLIS

Mediathek Hausach

Maarten Inghels (B)

Mererid Hopwood (Wales)

Aurélia Lassaque (F)

Richard Kitta (SK)

Samstag, 30. Juni

15:30 Uhr

Ins Erzählen eingehört I

Buchhandlung Streit

Christoph Peters (D) und

Marion Poschmann (D)

Im Gespräch mit

Andreas Platthaus, FAZ (D)

Samstag, 30. Juni

20 Uhr

Vom poetischen W:ort II

Lange Nacht der Lyrik

3 Dichter*innen auf

3 Bühnen mit jeweils

2 Moderator*innen

Stadhalle Hausach, Historischer

Keller, Narrenkeller

Ulrike Almut Sandig (D)

Mikael Vogel (D)

Simone Scharbert (D)

Sabine Scho (D)

Tim Trzaskalik (F/D)

Markus Manfred Jung (D)

Sascha Garzetti (CH)

Stefan Schmitzer (A)

Tibor Schneider (D/HK)

Sonntag, 01. Juli

11 Uhr

Matinee

Korb Welzel

Fabian Burstein (A)

Christoph Simon (CH)

Sonntag, 01. Juli

14 Uhr

Burgerleben (für Kinder)

Burgruine Hausach

Barbara Rose (D)

Rittergeschichten

Sonntag, 01. Juli

16 Uhr

Rathaus-Lesung

Im Fokus „Vom Kaiserreich

zur Republik“

Sitzungssaal Rathaus

Hausach

„Die Revolution von

1918/19. Der wahre Beginn

unserer Demokratie“

Michael Serrer (D)

im Gespräch mit

Wolfgang Niess (D)

Sonntag, 01. Juli

20 Uhr

WELTLESE

Gärtnerei Burkhardt

Ilija Trojanow (A/D/BG)

im Gespräch mit

Dževad Karahasan (BIH)

Montag, 02. Juli

20 Uhr

Ins Erzählen eingehört II

Stadhalle Hausach

Robert Renk

im Gespräch mit

Sabine Gruber (A/I)

Arno Camenisch (CH)

Dienstag, 03. Juli

20 Uhr

„Es war einmal Indianerland“

– Filmvorführung

nach dem gleichnamigen

Roman von Nils Mohl

Stadthalle Hausach oder

Burgruine Hausach, je nach

Wetter

Mittwoch, 04. Juli

Lesung für Alle –

Mit Übersetzung in die

Gebärdensprache

Stadhalle Hausach

Tina Stroheker (D)

Dogan Akhanli (D/TR)

Donnerstag, 05. Juli

14:30 Uhr und 19:30 Uhr

Lyrik-Symposium und

Abendlesung

Rathaus Hausach und

Kulturzentrum Most-Maier-

Areal

Nico Bleutge (D)

Anja Utler (D)

Marcel Beyer (D)

Maren Kames (D)

Freitag, 06. Juli

20 Uhr

Wort-Performance

Kulturgarage

Bas Böttcher (D)

Freitag, 29. Juni –

Freitag, 06. Juli

10 Uhr und 11:30 Uhr

kinderleicht & lesejung

Stadhalle Hausach

Anne Maar (D)

Bas Böttcher (D)

Kathrin Schrocke (D)

Arne Rautenberg (D)

Andreas Kirchgässner (D)

Stefanie Höfler (D)

Thomas Schmid (D)

Klaus Schuker (D)

Sowie weitere Schullesungen

und Schreibwerkstätten

und Veranstaltungen in den

Kindergärten und drei Ausstellungen

in der Volksbank

Mittlerer Schwarzwald,

Schaufenstergalerie und

Rathaus Hausach.

Die Anfangszeiten der

Abendveranstaltungen

können sich aufgrund der

Fußball-Weltmeisterschaft

verschieben.

Irrtümer und Änderungen

vorbehalten

Dogan Akhanli

Foto: Manfred Wegener

www.leselenz.com

Infos: Kultur- und Tourismusbüro, (v.i.S.d.P.), Tel. 07831 7975 www.hausach.de


LITERATUR KULTUR JOKER 19

Sprachränder / Rändersprachen

Der 21. Hausacher LeseLenz findet vom 27. Juni bis 6. Juli statt

Maarten Inghels, der

flämische Dichter, hat

vielleicht ein neues Genre

geschaffen. Auf dem „weiten

Feld“, das manchmal

als Wort-Landschaften der

Lyrik bezeichnet wird.

„Begräbnis-Gedichte“ für

Menschen, an die sonst niemand

erinnern würde. Mit

Džvehad Karahasan durch

Sarajevo zu gehen, bedeutet

die einstige Belagerung

der bosnischen Stadt aus

der Sicht eines großen Romanciers

zu erleben. Leid,

aber auch den Widerstand

zu spüren, der Hoffnung

schenkt. Aurélia Lassaque

singt ihre Gedichte teilweise

in der Sprache der Troubadoure.

Auf Okzitanisch.

Arno Camenisch spricht in

seinem neuen Buch, das im

Winter der Bündner Berge

spielt, vom „Hüttli“ und

lässt Paul sagen: „Hörst

Du, wie schön das unter

den Schuhen knirscht, sagt

der Paul, das ist wie das Lied

aus unserer Kindheit.“ Richard

Kitta, ein Meisterpoet der interaktiven

visuellen Lyrik in der

Slowakei, Dogan Akhanli, der

Kölner, auf die Verhaftungsliste

Erdogans kam und in Spanien in

Gewahrsam genommen wurde

oder das erste Lyrik-Symposium

des Hausacher LeseLenzes

mit Anja Utler, Maren Kames,

Marcel Beyer und Nico Bleutge.

José F. A. Oliver, Kurator des Hausacher LeseLenz Foto: Archiv des Autors

Es ist Spannendes geboten. Das

diesjährige Programm reicht

von den Sprachrändern bis hin

zu den Rändersprachen.

Im letzten Jahr feierte der

Hausacher LeseLenz sein 20.

Jubiläum. 20 Jahre jung und

immer wieder überraschend anders.

Was mit drei Schriftstellerinnen

und Schriftstellern bei

einem als zögerlich zu bezeichnenden

Besuch der ersten Veranstaltung

mit 13 ZuhörerInnen

im Frühjahr 1998 begann, hat

sich zu einem der „spannendsten

Literaturfestivals im deutschsprachigen

Raum entwickelt“

(FAZ).

Hunderte von AutorInnen

waren mittlerweile zu Gast.

Zwischen vier- und fünftausend

literaturbegeisterte Menschen

nahmen allein 2017 an den „öffentlichen“

Lesungen teil. Hinzu

kamen über 2.000 SchülerInnen

aus Hausach, dem

Kinzigtal, der gesamten

Ortenau und darüber hinaus,

die insbesondere

die Reihe „kinderleicht &

lesejung“ des Hausacher

LeseLenzes „begeistert

erlebt haben“ – so ein Resümee

der LehrerInnen

aus der Schulstadt Hausach

und des Landkreises.

Hervorzuheben wären

neben den literarischen

und bildungsbewussten

Veranstaltungen für

Kinder und Jugendliche

weitere charakteristische

Einzelreihen des Festivals:

die „Begrüßungsfeier

der LeseLenz-Stipendiatinnen

und -stipendiaten,

der Hausacher Stadtschreiberinnen

und Stadtschreiber“

und die „Eröffnungsveranstaltung“.

Jedes Jahr ein Ereignis.

Musik, Theater, Film,

Bildende Kunst und Literatur,

samt Ausstellungen im Dialog

mit der Sprache. Darüberhinaus

wird in diesem Jahr zum

zweiten Mal bei der offiziellen

Eröffnung der „LeseLenz-Preis

der Thumm-Stiftung für Junge

Literatur“ verliehen. Der Preisträger

2018 heißt Arne Rautenberg.

Oder die „Marktlesung“

am frühen Samstagmorgen;

und, besonders hervorzuheben,

auch am LeseLenz-Samstag, die

literarisch-lyrischen Gäste der

Kooperation des LeseLenzes

mit 16 europäischen Lyrikfestivals,

dem VERSOPOLIS-Projekt

– „wo die Lyrik zuhause ist“

(where Poetry lives). Anschließend

das Gespräch mit zeitgenössischen

RomanautorInnen –

„Ins Erzählen eingehört“. Unter

der Regie von Andreas Platthaus

(FAZ). Heuer mit Marion Poschmann

und Christoph Peters. Am

Abend ein Publikumsmagnet,

die lange Nacht der Lyrik. „vom

poetischen w:ort“ lässt auf drei

Bühnen neun bekannte und unbekannte

Dichterinnen zu Wort

kommen.

Der LeseLenz-Sonntag ist

dreigeteilt. Die Matinee, mit heiteren,

poetischen, literarischen

und kabarettistischen Beiträgen,

die Menschen animieren sollen

ebenso die Rathaus-Lesung am

Nachmittag zu besuchen – „PolitSache

Buch“, eine neue Reihe

des Hausacher LeseLenzes, die

sich dem Sachbuch widmet. In

diesem Jahr Wolfgang Niess und

sein Buch: Die Revolution von

1918/19. Der wahre Beginn unserer

Demokratie.

Am Sonntagabend wird unter

dem Titel „Weltlese“ Ilija Trojanow

den preisgekrönten Romancier

Karahasan zu Lesung und

Gespräch bitten. Und und und ...

Die Welt, zumindest die literarische

auch in diesem Jahr wieder

zu Gast in Hausach.

José F. A. Oliver

Bewundernswertes Vermächtnis einer jungen Autorin

Das Tagebuch. Wie Otto Frank Annes Stimme aus Basel in die Welt brachte – Ausstellung im Jüdischen Museum Basel

In Amsterdam ist es entstanden,

von Basel aus wurde es

in die ganze Welt verbreitet,

das atemberaubende Tagebuch

der Anne Frank, dem sich momentan

eine Sonderausstellung

des Jüdischen Museums der

Schweiz in Basel widmet.

Die Schau dokumentiert

zunächst die Genealogie der

Familie Frank aus Frankfurt,

deren Situation sich nach der

Wirtschaftskrise 1929 verschlechtert,

mehrere von ihnen

ziehen 1933 nach Basel. Doch

Otto Frank, Annes Vater, geht

mit seinen Angehörigen nach

Amsterdam, um dort eine Firma

zu leiten; 1940 werden die Niederlande

von den Nazis besetzt,

die Ausreise in ein anderes Land

ist unmöglich. Ab Juli 1942 versteckt

sich das Ehepaar Frank

mit seinen Töchtern Margot und

Anne sowie vier Freunden in

einem Hinterhaus, um der Verhaftung

zu entgehen. Die Ausstellung

in Basel zeigt u.a. einen

rekonstruierten Querschnitt des

Gebäudes in der Prinzengracht

263, in dem Anne ihr Tagebuch

schreibt, bevor alle Bewohner

im August 1944 in NS-Vernichtungslager

deportiert werden.

Das Tagebuch wird vor der

Gestapo gerettet, durch ihre

Verbündete Miep Gries, die

es nach dem Krieg Otto Frank

(1889-1980) übergibt, der als

einziger den Holocaust überlebt

hatte. Er siedelt nach Basel um

und veröffentlicht das Tagebuch

seiner Tochter erstmals 1947, es

erlebt in der BRD großes Interesse,

aber auch Anfechtungen,

und wird in über dreißig Sprachen

übersetzt. 1988 erschien

eine historisch-kritische Edition

und schließlich eine verbindliche

Gesamtausgabe mit

zusätzlichen Dokumenten (S.

Fischer-Verlag).

Seit ihrem 13. Geburtstag

musste Anne Frank (1929–

1945) den Judenstern tragen,

an diesem Tag bekommt sie ein

Poesiealbum geschenkt, das sie

alsbald für Eintragungen nutzt,

mit denen sie sich selbst, ihre

Familie, Freunde und Nachbarn

beschreibt sowie Schikanen

notiert, die Juden das Leben

schwer machen. Die Lage im

Versteck wird zunehmend angespannt,

Konflikte bedrängen

das junge Mädchen, das keinen

Kontakt mehr zu Freunden haben

konnte; sie fühlt sich oft

missverstanden, liest viel, rettet

sich in Bücher, entdeckt ihre

Sexualität sowie Liebesgefühle

zu Peter van Pels, der ebenfalls

im geheimen Hinterhaus

lebt. All dies vertraut sie ihrem

Tagebuch an und als sie eines

Tages bei Radio Oranje einen

Minister der niederländischen

Exilregierung sagen hört, dass

nach Kriegsende die Unterdrückung

durch die NS-Besatzung

öffentlich dokumentiert werden

solle, begann Anne an eine

Veröffentlichung zu denken;

sie überarbeitet bisherige Einträge

und adressiert sie an ihre

imaginäre Ansprechpartnerin

Kitty. Für ihre Leidensgenossen

im Hinterhaus denkt sie sich

Pseudonyme aus … unmöglich,

hier der Komplexität des Werks

gerecht zu werden.

Neben der Ausstellung in

Basel ist hervorzuheben, dass

das Tagebuch von Anne Frank

– 70 Jahre nach der Erstveröffentlichung

– als Graphic Diary

erschienen ist, eindrücklich bearbeitet

und illustriert von Ari

Folman und David Polonsky,

beide bekannt für ihr preisgekröntes

Meisterwerk „Waltz

with Bashir“. Auf pfiffige Weise

wird hier der Originaltext mit

Dialogen verbunden, einfühlsam

ins Bild gesetzt und so zu

neuem Leben erweckt.

Das Tagebuch der Anne

Frank. Graphic Diary. Umgesetzt

von Ari Folman und David

Polonsky. Übersetzt von Mirjam

Pressler, Ulrike Wasel, Klaus

Timmermann. S. Fischer-Verlag

2017

Das Tagebuch. Wie Otto

Frank Annes Stimme aus Basel

in die Welt brachte. Jüdisches

Museum der Schweiz, Galerie,

Petersgraben 31. Basel. Bis 8.

August 2018 C. Frenkel


20 KULTUR JOKER VISION 2025

Nach der Wahl ist vor der Wahl, oder?

Freiburg hat sich politisch verändert

Der beliebte pseudo-demokratische

Ausspruch, der suggeriert,

dass eigentlich immer

Wahlkampf herrsche, macht

derzeit auch in Freiburg die

Runde. Denn die zurückliegende

Oberbürgermeister-Wahl

mit für Manche überraschendem

Ausgang wird von Akteuren

mehrerer Parteiungen

und Gruppierungen genutzt,

übergangslos auf die im Jahr

2019 stattfinden Gemeinderatswahlen

hinzuführen. Insbesondere

in den sog. Sozialen Medien

bleibt der Ton nahezu unbeirrt

scharf und angriffslustig.

Man wähnt sich im dauernden

Stimmenfang-Modus. Das kann

es aber nicht sein!

Also muss die Analyse des

Entscheids für das künftige

Stadtoberhaupt vorangehen.

Plädiert haben die BürgerInnen

Die Seiten „Kulturhauptstadt“

werden unterstützt von:

für: Jugend, frischen Wind, unbelastetes

Auftreten und offene

Begegnung ihnen selbst gegenüber,

ein wirkliches Ohr auch

für die Erstwähler ab 16. Sie haben

indes ganz deutlich votiert

gegen: allzu langes Verharren

im Amt, aus durchaus ‚normalen‘

Netzwerken mit der Dauer

dann ungut gefestigte Seilschaften,

Bürgerbeteiligungen als

Beruhigungsvokabel, Bauen

ohne Unterlass, neue Stadtteile

nur zum teuren Preis, ‚Green

City‘ als nurmehr leeres Marketing,

die weitgehende Ignoranz

gegenüber den sozialen

und kulturellen Parametern des

Stadtgefüges.

Das bedeutet in der Konsequenz

vor allem, dass sich der

Gemeinderat selbst verändert

aufstellen muss – und zwar

bereits vor der nächsten Wahl.

Blauschäferei

Kommerz pur bei der Landesgartenschau

Pfingstmontag und sonnig.

Kein Programm. Zur Landesgartenschau

vielleicht? Gesagt,

getan, den 88-jährigen Opa eingepackt

und nach Lahr gefahren.

Besucherströme bereits am Vormittag,

als der Kirchgang noch

gar nicht vorbei sein konnte. Da

kam der erste Schock am Eingang:

stolze 18 Euro kostet der

Eintritt, keine Ermäßigung für

Rentner oder Senioren. (Nachträglich

sehe ich: das ist auch ein

vieldiskutiertes Thema in Internet-Blogs.)

Dann beginnt der Rundgang.

Wenig Schatten. Stattdessen aber

Kommerz ohne Ende. Eine Verkaufs-

und Werbebude nach der

anderen. Wie auf einer Freiluft-

Verbrauchermesse. Nur, dass

es nichts zu verkosten gibt. Die

Krönung: der künstliche See, den

man nicht betreten darf. Dafür

laden am ‚Sandstrand‘ Dutzende

von Liegestühlen zum Verweilen

ein – jeder Einzelne übersäht von

immer wieder neuen Firmen-

Logos. Darin taumeln schon um

11.30 Uhr hochrotgesichtige Besucher

mit dem teuer ergatterten

Denn besonders auf ihn selbst

und nicht nur den geschassten

Alt-OB treffen einige der Attribute

zu, die der Bevölkerung

ganz offensichtlich missfallen.

Es zählt jetzt nicht mehr deroder

diejenige, welche schon

mehrere Legislaturperioden

lang den Fraktionsvorsitz gefühlt

erfolgreich innehatte

oder wiederholt zum ‚Stimmenkönig‘

avancierte. Diese

Lebensläufe und Tätigkeitsnachweise

haben sich – zu

Recht – überlebt. Das Alter

kann viel Weisheit bedeuten

und muss deshalb geachtet

und gerade auch in der Politik

geschätzt bleiben. Aber die

personelle Rotation im politischen

Amt ist nicht erst eine

Erfindung der letzten Jahrzehnte,

sondern bildete schon

einen konstitutiven Bestandteil

Schafe aus Plastik auf der Landesgartenschau in Lahr

Weinglas der nebenbei platzierten

Winzergenossenschaft

oder gar einer Schnapsprobe der

ebenfalls präsenten Brennerei.

Wir haben auch Durst angesichts

von Hitze und langem

Lauf, vergaßen etwas mitzunehmen.

Kein Problem: der halbe

Liter Mineralwasser ist leicht zu

erwerben, für schlappe 3,40 Euro

ohne Pfand, aus der Plastikpulle.

Jeder weiß, was die nebenan

beim Discounter kostet.

Gelegentlich kommt Pflanzliches.

Aber da sticht mehr die

Vokabel, eher Schein als Sein:

wiederholt nette Kräuterbeete,

schöner arrangiert und vielleicht

doppelt so groß wie auf dem heimischen

Balkon. Vor allem aber

jetzt als „Kräuter-Sinfonie“ hochgetitelt.

Was soll der Quatsch?

Dann der vermeintliche Lichtblick:

eine Schafherde! Doch, oh

Schreck, die sind gar nicht ‚echt‘

– wären sie es nur gewesen! Nein,

man kaufte ein durch viele Kommunen

tingelndes Unternehmen

ein. Unter dem Kunst-Vorwand

werden da blau eingefärbte Plastik-Tiere

in Gruppe kommentarlos

aufgestellt – und obendrein

(die Dreistigkeit kennt keine

Grenzen!) als „Friedensherde“

tituliert! Da soll der arme, ahnungslose

Betrachter tatsächlich

noch gutes Gefühl bekommen.

Apropos Kunst: Nein wirkliche

Beispiele dafür gibt es nicht –

wäre ja möglich gewesen. Allein

das Duo Förster/Weißinger aus

Tübingen liefert auf Emaille-Tafeln

Beseeltes zum Thema Natur.

Schön und begrüßenswert dann

doch, dass immerhin an Lahrer

Schulen Projekte ausgeschrieben

wurden: ohne Zweifel nett, einige

Windspiele in Bäumen, ein paar

improvisierte Skulpturen-Installationen.

Das war’s aber auch.

Gewiss haben wir Vieles nicht

gesehen bei der LGS. Das Outside-Trauzimmer,

ein japanisches

Teehaus, das NABU-Schwalbenhaus.

Doch am Ende bleiben das

nüchterne Fazit und viele Fragen:

Wer hat das eigentlich mit welcher

Maßgabe und Kompetenz

kuratiert? 16,3 Mio. Euro allein

aus dem städtischen Haushalt.

So darf es jedenfalls nicht gehen.

Kunst und Nachhaltigkeit stehen

offenbar nur als Zierrat in Geltung.

Eine deutliche Warnung an

alle ähnlichen Projekte, Feiern,

Events und Jubiläen: das bitte

nicht.

Martin Flashar

der ersten europäischen Demokratie

– im Athen des fünften

Jahrhunderts vor Christus.

Welche KandidatInnen und

auf welchen Positionen die

einzelnen Parteien und Listen

für die kommende Gemeinderatswahl

(am 26. Mai 2019) ins

Rennen schicken, ob und wie

sie sich erneuern, das wird die

Wählerin genau beobachten.

Und da muss und wird sich

etwas ändern, das bloße ‚Gendern‘

auf der Kandidatenliste

als Modernismus des Zeitgeists

kann nicht mehr ausreichen.

Vielleicht treten die

Reaktionen des Gemeinderats

sogar schon bald, in den nächsten

Monaten bei bestimmten

Tagesentscheidungen auf den

Plan. Hoffentlich jedoch, so

muss man für die Bedeutung

des Gremiums wirklich hoffen,

nicht nur als frühzeitiges

durchsichtiges Buhlen um die

nächsten Wählerstimmen.

Und so darf man auch gespannt

sein, welche Impulse

der neue OB im laufenden

Jahr noch setzen kann, dem

die Analyse mit dem frischen

Blick ‚von außen‘ vielleicht

sogar leichter fällt. Womöglich

kurbelt er die Planung

des Stadtjubiläums 2020 neu

an, die ja bisher so armselig

daherkommt – in dieser Form

„überflüssig wie ein Kropf“

formulierte vor wenigen Tagen

ein Leserbriefschreiber.

Atai Keller (Stadtrat der Kulturliste)

nannte den Arbeitstitel

„900 Jahre jung“ jetzt in

einem offenen Brief an den Sozial-

und Kulturbürgermeister

eine „hohle Floskel“.

Martin Flashar

Schönes Feuerlöschen

Das Spritzenhaus in der Wiehre darf die

Stadt nicht verkaufen

Man denkt an das alte, 1907 eingeweihte

Feuerwehrhaus im Freiburger

Stadtteil Wiehre. Welch

einen Krampf gibt es nun seit geraumer

Zeit schon, weil die Stadtverwaltung

auch dieses Objekt

veräußern will. Der Unmut entsteht

wegen der Verkaufsabsicht

überhaupt, aber zugleich insofern,

als damit zweifelsohne wegen der

aus Renditerwägung dann angedachten

Baumaßnahme im Hinterhof

schon wieder Investoreninteresse

bedient würde, im Zweifel

zum Bau von Luxuswohnungen.

Das intime Ensemble vor Ort

möchte hier nicht gestört werden.

Und eigentlich liegt vielmehr eine

irgendwie ‚öffentliche‘ Verwendung

des reizvollen Erdgeschosses

oder gar des gesamten Objekts ‚in

der Luft‘. 2009 verließ die Freiwillige

Feuerwehr das Objekt,

eine nachfolgende „bürgerschaftliche

oder kulturelle“ Nutzung war

angedacht, seit 2010 besteht aber

für das EG ein Vertrag mit einem

Oldtimer-Sammler, die Etagen darüber

sind zu Wohnzwecken ebenfalls

privat vermietet.

Feuerwachen folgen seit jeher

einem festen Bautypus: Bedarfsgemäß

beherbergt das Erdgeschoss

eine relativ hohe Halle für

die Löschfahrzeuge samt Aufbauten

(Leitern etc.), und folglich gibt

es an der Straßenfront große Tore

zur Ausfahrt, je nach Architekturstil

mit gerundetem oder rechteckigen

oberen Abschluss. Jedenfalls

sind solche Gebäude, sofern

aufgelassen bzw. nicht mehr zum

ursprünglichen Zweck gebraucht,

heute besonders attraktiv für anderweitige

öffentliche Nutzung.

Ärger und Brand am Annaplatz

könnten leicht gelöscht sein,

überließe man zum Beispiel dem

Bürgerverein Mittel- und Unterwiehre

das Objekt, der darum

deutlich buhlt, zuletzt in einem

Schreiben seines Vorstands Justus

Kampp (Jurist mit Schwerpunkt

Immobilienrecht) mitten

in der heißen Phase des Wahlkampfs

an den scheidenden OB

und den Hauptausschuss des Gemeinderats.

Als „Rohdiamant“

bezeichnet er das Objekt mit den

drei großen Holztoren und dem

Turm, der einst das Trocknen aufgehängter

Feuerwehrschläuche

ermöglichte. Der Bürgerverein

schlägt vor, das gesamte Ensemble

einheitlich bürgerschaftlich

zu nutzen – sicher sinnvoll. Ein

Konzept muss nun dafür erarbeitet

werden.

Wie so etwas gehen kann, hat

die benachbarte Gemeinde Emmendingen

vorgemacht. Dort

wird das alte denkmalgeschützte

Feuerwehrhäusle, in saniertem

Zustand, längst als städtisches

Jugendzentrum genutzt. mf

Jugendzentrum in

Emmendingen


FRÜHSPORTEVENT MITENERGIEINDENTAG

7:00UHR–NAUND?

Raus aus den Federn, rein

in die Sportschuhe! Ab dem 7. Juni

startet ganz Freiburg jeden

Donnerstag acht Wochen lang

beim PTSV Jahn Freiburg

mit Energie in den Tag.

MITMACHENKANNJEDER

egal auf welchem Fitnessniveau

ihr euch befindet.

Überwindet euren inneren

Schweinehund und nehmt

am kostenlosen

badenova Fitness­Workout teil.

POWER-WORKOUT

Erfahrene Fitnesstrainer

machen euch in nur 30 Minuten

fit für den Tag. Ihr werdet

sehen, dass Kniebeugen,

Sit ups & Co. an der frischen Luft

noch viel mehr Spaß machen!

TERMINE

› 7. Juni

› 14. Juni

› 21. Juni

› 28. Juni

› 5. Juli

› 12. Juli

› 19. Juli

› 26. Juli

Gemeinsam vor der Arbeit, vor der Uni oder vor der Schule Sport zu

machen, kostet Überwindung – verbindet aber auch. Nach den Pfingstferien

startet das zweite badenova Frühsport­Event unter dem Motto

„Mit Energie in den Tag“. Das Besondere: Jeder kann kostenlos

teilnehmen. Stattfinden wird das Frühsport­Event immer donnerstags

auf dem Gelände des PTSV Jahn in Freiburg. Bei der Frühsportaktion

kombinieren die Trainer unterschiedlichste Fitnesselemente. Ob

Ausdauer oder Krafttraining – beim Power­Workoutprogramm ist

für jeden was dabei.

Alle Infos rund um die Veranstaltung finden Interessierte auf

badenova.de/fruehsport


22 KULTUR JOKER KULTOUR

Transparent, innovativ und ohne Scheuklappen

Drei Fabrik-Akteure im Interview

Seit 40 Jahren beweist die

Fabrik, dass Soziales, Kulturelles

und Wirtschaftliches

erfolgreich ineinander gehen

können. Zu den Hintergründen

hat Fabian Lutz mit drei

Menschen gesprochen, die vor

und hinter den Kulissen der

Fabrik agieren: Martin Wiedemann,

einer der Geschäftsführer

des Fabrik-Vereins,

Thomas Bethmann, einer der

Geschäftsführer und Gesellschafter

der Freien Holzwerkstatt,

der Schreinerei in der

Fabrik und Heide Serra, Referentin

für Öffentlichkeitsarbeit

bei der Hilfsorganisation

Amica, die ebenfalls in der

Fabrik ansässig ist.

Thomas Bethmann

10%

Rabatt

auf Shojischränke!

Kultur Joker: Im letzten Kultur

Joker war von 320 Jahren

Fabrik die Rede. Sind Sie wirklich

schon so alt?

Thomas Bethmann: 320

Jahre ergibt die einfache Addition

der Jubiläen aller Fabrik-

Jubilare. Das ist die Fabrik

selbst mit 40 Jahren, 40 Jahre

Freie Holzwerkstatt, 40 Jahre

Keramikwerkstatt, 40 Jahre

Motorradclub Kuhle Wampe,

35 Jahre Fahrradwerkstatt, 30

Jahre Theater im Vorderhaus,

30 Jahre Druckerei schwarz auf

weiss, 30 Jahre Naturschule, 25

Jahre Amica und 10 Jahre Vorderhaus-Gaststätte

mit neuem

Pächter. Ganz respektabel für

ein soziokulturelles Zentrum

wie es die Fabrik ist.

Kultur Joker: Was meint „soziokulturelles

Zentrum“?

Thomas Bethmann: Das ergibt

sich schon aus dem Namen:

„Fabrik für Handwerk, Kultur

und Ökologie“. Was mich an der

Fabrik immer fasziniert hat, ist,

dass die Leute hier durchweg

mit vollem professionellem Engagement

und Herzblut arbeiten.

Ökologie, Soziales, Kultur, das

Miteinander und der Eifer, eine

neue Idee gut umzusetzen, stehen

im Mittelpunkt, nicht das Profitinteresse.

Intern punktet die Fabrik

mit innovativen Netzwerken

und Zusammenarbeit nach innen

und außen. So entstehen immer

wieder tragfähige und fruchtbare

Partnerschaften wie etwa

die „Freiburger Partner“, unser

Freiburger Handwerkernetzwerk.

Martin Wiedemann: 1978

sind wir hierhergekommen,

weil Räume

gebraucht wurden,

Freiräume

für etwas, das

sonst keinen

Raum bekommt.

Da

ist in Freiburg

mit

der Fabrik,

dem Grethergelände

oder der

Spechtpassage

ja aus einer starken

Bewegung heraus etwas

entstanden. Alle diese Leute

haben sich dadurch ausgezeichnet,

dass sie keine

Scheuklappen hatten. Sie

haben sich immer auch mit

dem beschäftigt, was über

ihren eigenen Betrieb hinausgegangen

ist. Wir verbinden

regionale Wirtschaft

mit sozialen und kulturellen

Ideen.

Kultur Joker: Können Sie

dafür ein Beispiel nennen?

Martin Wiedemann: Mit unseren

Sponsoren, der Volksbank

Freiburg und den Elektrizitätswerken

Schönau und engagierten

Privatleuten haben wir einen

Verein ins Leben gerufen, der

Solidarenergie heißt. Die Stadt

Freiburg hat uns eine Dachfläche

auf der Edith-Stein-Schule

Foto: Freie Holzwerkstatt

Best of Shoji

Leicht & beschwingt

in den Frühling

mit unseren

japanischen

Schiebetürschränken!

Shojiaktionswochen vom

1. Mai - 30. Juni 2018!

Freie Holzwerkstatt

Habsburgerstr. 9

79104 Freiburg

Fon: 0761 - 5 45 31

fhw@wir-machen-moebel.de

gegeben, die von der EWS mit

einer Photovoltaikanlage ausgestattet

wurde. Die Erlöse durch

diese und andere Anlagen gehen

an den Verein Solidarenergie

und die Volksbank verdoppelt

den Betrag dann, sodass wir

jedes Jahr gut 15.000 Euro für

soziale und kulturelle Initiativen

ausschütten. Für mich ein völlig

gelungenes Beispiel wie die

Dinge hier zusammenfließen.

Kultur Joker: Wie fließen innerhalb

der Fabrik Wirtschaft,

Soziales und Kulturelles zusammen?

Heide Serra: Wir haben

hochprofessionelle handwerkliche

Betriebe auf dem Gelände

und auch soziale Einrichtungen.

Dazu gehört etwa die Naturschule,

die Kinderhausinitiative, die

Sozialberatung friga oder auch

die Hilfsorganisation Amica. In

der Fabrik kommen Menschen

zusammen, um Dinge zu bewegen.

Vor 25 Jahren, während

Martin Wiedemann

Foto: Fabrik

des Krieges in Bosnien wollten

wir nicht tatenlos zuschauen,

sondern helfen. In der Fabrik in

Freiburg wurde dann diese Hilfe

gebündelt. Es wurden Hilfsgüter

gesammelt, LKWs beladen, hier

war alles vollgestapelt. Von hier

aus gingen die Transporte dann

ins Kriegsgebiet und wurden

dort verteilt. Vor Ort wurde zudem

ein Schutzhaus für Frauen

und Kinder errichtet. Bis heute

ist Amica in 8 Ländern tätig, gesteuert

wird alles von unserem

Büro in der Fabrik aus. Die

Hilfe ist auch aus dem Engagement

der Menschen hier auf dem

Gelände entstanden. Und diese

Tradition setzen wir fort. Bei

einem aktuellen Projekt vernetzen

wir geflüchtete Frauen und

Mädchen mit solchen, die schon

länger hier leben. So stärken wir

sie, schaffen Infrastrukturen

und Gemeinschaft in der Stadt.

Dabei arbeiten die Flüchtlingshilfe

der Fabrik und Amica zusammen.

Das ist ein typisches

Beispiel für die sozialen und

kulturellen Synergieeffekte, die

hier auf dem Gelände entstehen

und ins Land oder die Stadt ausstrahlen.

Thomas Bethmann: Zur Fabrik

und Ökologie: Auf dem

Gelände der Fabrik steht auch

das erste Blockheizkraftwerk,

das in Freiburg gebaut wurde.

In der Freien Holzwerkstatt

sage ich immer, dass unsere

Freie Holzwerkstatt Möbel und

Küchen in Freiburg mit grünem

Strom produziert: Energie vom

Fabrik-Solardach, Fabrik-Blockheizkraftwerk

und den Elektrizitätswerken

Schönau.

Kultur Joker: Wie organisiert

sich die Fabrik intern?

Martin Wiedemann: Es gilt

das Prinzip der Selbstverwaltung.

Viermal im Jahr haben

wir eine Mitgliederversammlung.

Dort wird alles Wesentliche

für die Fabrik gemeinsam

beschlossen. Daneben gilt

das Prinzip von Kommunikation,

Kommunikation,

Kommunikation. Wir haben

2012 das Projekt Fabrik

2020 begonnen. Wir sehen

einen Generationswechsel

kommen und haben daher

die Betriebe und einzelne

Mitarbeiter gefragt, wo sie

sich persönlich und ihren

Betrieb in der Fabrik im Jahr

2020 sehen. Da nimmt man

möglichst viele Leute mit

und das Gemeinschaftliche

ergibt sich automatisch.

Man muss schauen, dass das

eine transparente Sache ist.

Deshalb haben wir seit 40

Jahren unsere Regeln und

Verfahren und die funktionieren.

Kultur Joker: Wie

wichtig sind der Fabrik

Autonomie und Unabhängigkeit?

Und wie

stark agiert die Fabrik

mit der Stadt Freiburg.

Thomas Bethmann:

Unabhängigkeit ist

immer wichtig, ob finanziell

oder politisch,

um frei aufspielen zu

können. Das ist in der

Kultur und in den Betrieben

wichtig. Gleichzeitig

wirkt die Fabrik

auch in die Stadt hinein.

Über ihr Kulturangebot,

hochklassige

Gastronomie und über innovative,

qualitätsvolle Betriebe.

Jeder einzelne Betrieb für sich,

aber auch das soziokulturelle

Zentrum der Fabrik mit allen,

die hier arbeiten, schaffen einen

besonderen Geist, den man

auch in der Stadt spürt. Man

hört immer wieder den Satz

„Gehen wir doch in die Fabrik!“

Heide Serra

Ich weiß, dass man hier gerne

herkommt, gute Betriebe findet,

sich generell gut aufgehoben

fühlt. Mit dem Jubiläum wird ja

auch ein großes Fest in die Stadt

getragen.

Heide Serra: Die Fabrik ist

für so viele verschiedene Menschen

offen. Für die Kunden

der Betriebe, für Kinder, für

Kulturinteressierte, für sozial

Engagierte. Da wird die Verschränkung

mit der Stadt ganz

offensichtlich. Für ein soziales

Projekt wie Amica, das spontan

und aus Solidarität heraus

entstanden ist, ist die Unterstützung

seitens der Fabrik, aber

auch das Engagement der Freiburger

und Freiburgerinnen, die

uns durch ihre Spenden erhalten,

sehr wichtig. Das ist auch

ein Wechselspiel zwischen der

Fabrik, den Betrieben und der

Stadt.

Thomas Bethmann: Die Fabrik

gehört einfach zu Freiburg!

Kultur Joker: Was ist jeweils

Ihr Highlight bei der Feier am

16. Juni?

Thomas Bethmann: Auf jeden

Fall sollte man eine Führung

durch die Fabrik machen

und durch die Betriebe. Und

man sollte sich von der Funky

Marching Band und den anderen

Bands die Birne durchpusten

lassen.

Heide Serra: Ich persönlich

liebe den Markt, der an diesem

Tag auch ein sehr sinnliches Entrée

bietet. Wir von Amica bieten

jede Menge Informationen

zum Thema Menschenrechte,

Arbeiten in Kriegsregionen und

es gibt auch Aktionen zum Mitmachen.

Martin Wiedemann: Wenn

Foto: Amica

man durch den Markt gegangen

ist, wird man zu einem Stand

gelangen, an dem sechs Winzer,

die mit dem Vorderhaus

zusammenarbeiten, ihre Weine

vorstellen. Man kann guten

Wein trinken, mit den Leuten

schnacken und es gibt eine mobile

Disco mit wirklich geilem

afrikanischem Soul.


KULTOUR KULTUR JOKER 23

40 Jahre nachhaltig, kritisch, sozial

Die Fabrik feiert ihren Geburtstag als Festtag der Offenen Türen mit Musik, Genuss und Aktionen

Haupthaus der Fabrik

40 Jahre liegt die Gründung

des soziokulturellen Zentrums

der Fabrik nun schon zurück.

Auf dem Gelände einer ehemaligen

Möbelfabrik befinden

sich heute Betriebe, Werkstätten,

Kultur und Bildung,

soziale Einrichtungen, ökologische

und politische Gruppen.

Nachhaltig, kritisch und sozial

– die Fabrik ist eine Institution,

die aus Freiburg nicht mehr

wegzudenken ist. Am 16. Juni

wird der Geburtstag nun ausgelassen

gefeiert.

Zu den Mitgliedern der Fabrik

zählt einmal die Freie

Holzwerkstatt mit ihren ergonomischen

und nachhaltigen

Möbeln und Küchen. Dann die

Keramikwerkstatt für ein professionelles

Arbeiten mit Ton.

Mit Schwung setzt sich der

Motorradclub Kuhle Wampe

für das Mitdenken beim Motorsport

und in der Gesellschaft

ein. Kritisch und nachhaltig ist

auch die Fahrradwerkstatt in ihrer

Haltung gegenüber der Wegwerfgesellschaft.

Mit scharfem Blick präsentiert

die Bühne im Vorderhaus

vor allem Comedy, Kabarett

und Konzert, auch für Kids

gibt es viel zu entdecken. Die

Druckerei schwarz auf weiss

ist längst über Freiburg hinaus

eine wichtige Adresse.

Foto: Freie Holzwerkstatt

Und die Quartiersgastronomie

im Vorderhaus sorgt für bestes

leibliches Wohl. Die Naturschule

Deutschland ist ein

renommierter Ort für Veranstaltungen,

Fort- und Weiterbildungen

zu Naturthemen. Sozial

engagiert sich das Frauenhilfsprojekt

Amica mittlerweile

in verschiedenen Ländern.

Wer nun neugierig ist, mehr

erfahren möchte, oder auch nur

richtig Spaß haben möchte, den

erwarten ab 10 Uhr viele Events

und spannende Attraktionen.

Für Jung und Alt wird vieles

geboten, ob man es nun ruhig,

wild oder ganz anders haben

mag. Das Programm bietet etwa

Weinverkostung und Leckereien

auf dem Wochenmarkt und im

Vorderhaus, Musik und Showeinlagen,

Betriebs- und Fabrikführungen,

Keramikworkshops,

eine Möbelschau und Druckereivorführung,

eine Motoradshow

und vieles mehr.

Ein spaßiges Kinderprogramm

wird ebenfalls geboten. Ein Fest

für alle, wie auch die Fabrik für

alle stets die Türen offen hat.

Weitere Infos:

www.fabrik-freiburg.de

Machtbewusste Machtmenschen

Podiumsdiskussion zum Thema „Macht Macht anders?“

Am 7. Mai lud das Vorderhaus

in der Fabrik zu einer

Podiumsdiskussion mit dem

Titel „Macht Macht anders?“

Es ging um die Versuchungen

der Macht und die Verantwortung,

die mit Macht einhergeht.

Unter der Moderation

von Annette Bohland diskutierten

vier Personen der Freiburger

Öffentlichkeit: Martina

Feierling-Rombach (Chefin

der Brauerei Feierling), Wilfried

Münch (Regionalleiter

der GLS Bank), Rainer Suchan

(Leiter des SWR-Studio

Freiburg) und Kerstin Andreae

(Mitglied der Grünen im

Bundestag).

Was ist Macht und gibt es das

Potential, davon zu einem anderen,

womöglich korrumpierbaren

Menschen gemacht zu

werden? Ein spannungsreiches

Thema, aber eine Podiumsdiskussion,

die überraschend ohne

Streitpunkte blieb. Vielmehr

verharrte die durchaus informative

Debatte zwischen gegenseitiger

Zustimmung und kluger

Selbstreflexion, niemand in der

Runde wollte sich als „Machtmensch“

verstehen.

Dabei präsentierte sich Martina

Feierling-Rombach schon

zu Beginn des Gesprächs und

augenzwinkernd als durchaus

machtbewusst: Schon als Kind

hätte sie immer schnell nach

den Keksen gegriffen. Sie wäre

immer eine Frau gewesen, „die

sich nach vorne schiebt“, etwas

anderes wäre für sie nie vorstellbar

gewesen. Wilfried Münch

als Regionalleiter der sozialbewussten

GLS-Bank sprach

vom Gestaltungswillen, der die

Macht auch begleiten kann und

die schöne Herausforderung, mit

der Macht vor allem Verantwortung

übernehmen zu müssen.

Ihn hätte seine Macht „mutiger

gemacht“. Rainer Suchan

brachte als Medienvertreter vor

allem die Gefahr von Macht ins

Gespräch. Gerade unter Journalisten

würde man übrigens

lieber von „Einfluss“ sprechen.

Er bestätigte die bekannte Sorge

der Qualitätsmedien gegenüber

Fake News im Netz und der

Macht, die jemand hat, der ohne

klaren Bezug vermeintliche Tatsachen

streut.

Hier hatte er vor allem Politikerin

Kerstin Andreae auf

seiner Seite, die mit besonderer

Skepsis auf die AfD und

ihre selektive Berichterstattung

blickte. Andreae war die Einzige

in der Runde, die letztlich

Macht verloren hatte, als sie Anfang

diesen Jahres ihren stellvertretenden

Fraktionsvorsitz

bei den Grünen aufgab. Man

müsse einfach wissen, wann die

eigene Zeit vorbei ist. Arrogant

wäre sie durch ihre Begegnung

mit der Macht nie geworden,

ihr persönliches Umfeld hätte

sie für so etwas auch sofort kritisiert.

Ähnliches konstatierte

auch Rainer Suchan, dessen

Machtzuwachs ihn nur sensibler

und vorsichtiger

gemacht hätte. Er hätte

mit seiner leitenden

Position ja gerade gelernt,

dass er vor allem

auf andere angewiesen

wäre, eine Macht, die

eigentlich von unten

kommen würde.

Einige allgemein

kritische Ansichten

also, aber eher nebeneinander

gestellt und

sicher kein Streitgespräch,

wie man es

bei einem doch persönlichen

Thema wie

der Verwandlung der

eigenen Person durch

Macht eigentlich erwartet

hätte. Von sich

aus wollte natürlich

niemand von den

Schattenseiten der

eigenen Macht berichten.

Gefragt hatte

danach aber auch

keiner, nicht einmal

das Publikum, das an

diesem Abend viele

Statements beklatschte

und den Tenor allgemeiner

Zustimmung

nur bestärkte. Schön

wäre es, wenn Macht

nur wirklich mit so

viel Akzeptanz einherginge.

Fabian Lutz

Wir gratulieren herzlichst zu

40 Jahren Fabrik

Das Kultur Joker Team


24 KULTUR JOKER NACHHALTIG

NaturVision

Schulfilmprogramm in Freiburg am 17. Mai 2018

Zum sechsten Mal war das

Schulfilmprogramm von Natur-

Vision im Vorfeld des Festivals,

das immer im Juli in Ludwigsburg

stattfindet, zu Gast in den

Friedrichsbaulichtspielen in

Freiburg. Sabine Willmann, die

Leiterin des NaturVision-Schulfilmprogramms,

moderierte

wieder selbst die Vorführungen

mit anschließendem Filmgespräch.

Die beiden Filme „Rashidi und

Hamisi – Leben, wo der Pfeffer

wächst“ von Frank Feustle und

„Galgenfrist für den Ökokiller

– Die unendliche Glyphosat-

Story“ von Almut Gronauer und

Nicoletta Renz zogen so viele

Anmeldungen an, dass die Vorführungen

dieses Jahr im großen

Saal durchgeführt wurden.

Im Film über Rashidi und Hamisi

- zwei Jungs , die auf der

Gewürzinsel Sansibar leben -

war der Saal mit 272 zuschauenden

Schülern der Pestalozzi-

Grundschule, vom Montessori

Zentrum Angell, der Vigelius-

Schule, etlichen Klassen der

Karlsschule und einer dritten

Klasse aus Schallstadt bis auf

den letzten Platz besetzt.

Zum Filmgespräch war Regisseur

Frank Feustle selbst gekommen,

der mit seiner Partnerin Simone

Walther im Team arbeitet

und aus Herrenberg angereist

war. Viele Fragen, zum Beispiel

nach dem geringen Verdienst

der Jungen erläuterte Frank

Feustle sehr genau. Acht Euro

für einen großen Sack getrockneter

Nelken ist für die Jungen

zwar viel Geld, doch arbeiten sie

dafür tagelang.

Eine Szene zeigt Rashidi und

Hamisi mit der Familie beim

Teetrinken. Ein Kind merkte

an, dass auch sie zuhause Chai

mit Gewürzen trinken, allerdings

ohne Zucker. Feustle und

Walther hatten einige Originalgewürze

aus Sansibar dabei

und auch ein Holzmodell eines

kleinen Handelsbootes, einer

sogenannten Dhau, mit der früher

die Gewürze auf den Handelswegen

um die Welt gingen:

Von Sansibar, das zu Tansania

gehört und in Ostafrika liegt,

zum Beispiel bis nach Indien.

Ein Kind wollte wissen, wie

man die beiden Jungs gefunden

hätte. Da der Adoptivsohn des

Paares von dem Inselarchipel

stamme, würden sie Sansibar

und die Gewürzfarmen sehr gut

kennen. “Besonders beeindruckt

hat uns die tiefe Freundschaft

zwischen Hamisi und Rashidi

und wie offen und lustig sie vor

der Kamera waren, deshalb haben

wir sie ausgewählt.”

Einige Making Of-Fotos von

Feustle und seinem Team, die

Theaterleiter und Vorführer Moritz

Hollinger in bewährt guter

Zusammenarbeit nach dem

Film noch über die Leinwand

flimmern ließ, zeigten Feustle

im Jeep, beim Drehen mit der

Kamera und Rashidi und Hamisi

wie sie mit Freunden den

Kamerakran trugen. So konnten

die jungen Zuschauer auch sehen,

welchen Aufwand man bei

solch einem Film betreibt, um

entsprechende Bilder einzufangen.

Nach dem Film verteilten

Feustle und Walther Nelken und

vor dem Kino gaben die beiden

Autogramme auf Papiere und

Unterarme.

Im Film von Almut Gronauer

und Nicoletta Renz ging es um

das Herbizid Glyphosat.

Der Film geht darauf ein, dass

Glyphosat in

menschlichem

Urin gefunden

und in Seen

und Flüssen

nachgewiesen

wird, außerdem

in manchen

Nahrungsmitteln,

und geht der

Frage nach,

was das Unkrautvernicht

u ngsm it t el

mit uns allen

macht. Diese

Frage entzweit

Politik

und Experten, Verbraucher und

Bauern. Zum Filmgespräch kam

Nico DaVinci, Ernährungsberater,

Wissenschaftsjournalist und

Foodblogger. Der Saal war mit

248 Schülern der Internationalen

Schule im Römerhof, des Montessori

Zentrums Angell und einigen

Gärtnerklassen der Edith-

Stein-Schule aus dem Fachbereich

Gartenbau gut gefüllt. Ein

Schüler einer Gärtnerklasse, der

gerade ein Praktikum auf einem

Biolandhof macht, gab zuerst

ein Statement für die Natur und

biologisch-ökologischen Anbau

ab. Ein anderer, der selbst

Bienenstöcke hat, erzählte vom

Sterben seiner Bienenvölker.

Ein Schüler der Internationalen

Schule wollte wissen, welche

Symptome man körperlich

spüren könnte, wenn man Glyphosat

im Körper hat. Nico Da-

Vinci, der eine der größten privaten

Studien über Rückstände

von Glyphosat in menschlichem

Urin durchführt, erklärte die

Wirkungsweise von Glyphosat.

Bei Pflanzen unterbricht es die

Die Regisseure Moritz Hollinger und Nico Da Vinci sowie Sabine

Willmann, Leiterin des NaturVision Schulfilmprogramms

Bildung wichtiger Enzyme, sie

sterben ab. Zahlreiche Studien

machen deutlich, dass Bakterien

und Pilze auf den Stoffwechselblocker

unterschiedlich reagieren.

Den einen kann er nichts

anhaben, bei anderen hemmt er

die Vermehrung. Die Zusammensetzung

der Bakterien im

Magen-Darm-Trakt kann sich

verändern und dies kann den gesamten

Stoffwechsel von Tieren

und Menschen beeinträchtigen.

Die Bildung von Enzymen, die

entgiftend wirken, die Fettverdauung

organisieren oder

den Vitamin-D-Aufbau regeln,

wird reduziert. Bienen würden

durch Glyphosatbelastung die

Orientierungsfähigkeit verlieren

und nicht mehr zu ihrem

Stock finden. Zusammenhänge

mit manchen Krebsarten, mit

Parkinson, Hashimoto und dem

Anstieg anderer Autoimmunerkrankungen

oder mit Autismus

werden immer wahrscheinlicher.

Das Herbizid binde als

sogenannter Chelator außerdem

wichtige Spurenelemente wie

Zink, Selen, Calcium, Magnesium,

Mangan, Eisen, die dem

Körper dann fehlen. Glyphosat

wurde wegen der Eigenschaft,

Metalle und Minerale zu binden

auch als Rohrreiniger patentiert.

Die Genehmigung für Glyphosat

lief 2012 aus, blieb aber

in Kraft, da die EU-Kommission

die Neuzulassung auf 2015

verschob. Den Aufschub verlängerte

sie bis Ende 2017. Für

eine zehnjährige Neuzulassung

findet sich unter den EU-Staaten

keine Mehrheit. Der Kompromiss

in Brüssel war eine Verlängerung

um 5 Jahre. Prognose

von Nico DaVinci: „Aufgrund

des öfentlichen Drucks und einer

Vielzahl von neuen Studien,

die die Bedenklichkeit unterstreichen,

wird Glyphosat noch

vor Ablauf dieser Frist vom

Markt verschwinden.“

Das Hauptfestival NaturVision

findet vom 19.-22. Juli 2018 in

Ludwigsburg statt. Informationen

unter: www.natur-vision.de

Sabine Willmann

für NaturVision

Mit Energie in den Tag

Zweites badenova Frühsportevent

Auch beim zweiten badenova

Frühsportevent in Freiburg heißt

es wieder: Raus aus den Federn,

rein in die Sportschuhe. Acht

Die Seiten „NACHHALTIG“ werden unterstützt von:

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Per Klick zur

RegioKarte

Jederzeit bequem Zugriff aufs Abo unter

vag-freiburg.de/aboonline

Wochen lang startet nach den

Pfingstferien ganz Freiburg, Lahr

und Offenburg um 7 Uhr „Mit

Energie in den Tag“.

Jeder kann kostenlos an dem

Fitnessprogramm teilnehmen

– egal auf welchem Fitnesslevel

er sich befindet. Außer den

Sportschuhen muss nichts mitgebracht

werden. Erfahrene Fitnesstrainer

leiten das dreißigminütige

Workout an. Bei wdem

Freilufttraining kombiniert das

Trainerteam unterschiedlichste

Fitnesselemente. Von Ausdauerübungen

über Krafttraining – bei

dem Workout ist für jeden etwas

dabei. Die ausgebildeten Trainer

zeigen, dass Kniebeugen, Sit ups

& Co. an der frischen Luft sehr

viel Spaß machen können. Die

Übungen werden jeweils vorgemacht.

Die Trainingseinheiten

können je

nach persönlichem

Fitnesslevel angepasst

werden.

In Freiburg wird die

kostenlose Veranstaltung

ab dem 7. Juni

immer donnerstags

um 7 Uhr auf dem

Gelände des PTSV Jahn an der

Dreisam stattfinden.

Über 700 Sportbegeisterte hatten

im vergangenen Jahr an der

Veranstaltung teilgenommen.

Termine: 7./14./21./28. Juni;

5./12./19./26. Juli, jeweils 7 Uhr.

Treffpunkt: PTSV Jahn Freiburg,

Schwarzwaldstraße 187-189.


NACHHALTIG/GESUNDHEIT KULTUR JOKER 25

Verkehrswende in Freiburg? Wenn ja, wohin?

Das hätte uns mal einer vor 20 Jahren sagen sollen: Greenpeace kopiert die Idee eines Städteplaners

Es geht um das unpraktischste

Fortbewegungsmittel weltweit,

das „Gehzeug. Es benötigt zwar

die Fläche eines „Fahrzeugs“,

aber im Gegensatz zu seinem

Referenz-Flächenverbraucher,

einem durchschnittlichen Mittelklassewagen,

ist es leicht genug,

um mit Hosenträgern über den

Schultern getragen zu werden.

Die Lattenkonstruktion ist einfach

nur so sperrig, dass 20-30

FußgängerInnen im Gehzeug einen

kompletten Kreisverkehr allein

für sich beanspruchen können.

So geschehen im Mai am

Berliner Moritzplatz. Luftbilder

zeigen das Greenpeace-Banner

und den Schriftzug „Städte für

Menschen, nicht für Autos“.

Den Erfinder des „Gehzeugs“,

Städteplaner Prof. Hermann

Knoflacher aus Wien und Autor

des Buches „Virus Auto“ wird

es freuen, dass sein Gehzeug inzwischen

virulent durch diverse

Städte geht, dass die „schwachen

Verkehrsteilnehmer“ kreativ

und aufmüpfig gegen eine

Infrastruktur aufbegehren, die

rein aus der Perspektive von

AutofahrerInnen gedacht ist.

Aufnahmen aus dem Jahr 2012

zeigen den charmanten Querdenker

mit Schultafel, Mikrofon

und Verstärker bei einer Vorlesung

mitten auf der eigens dafür

bestuhlten Wiener Operngasse.

Ist so etwas in der Green City

Freiburg denkbar oder nötig?

Dass Freiburg ein Flächenverbrauchsproblem

hat, spiegelt sich

in den teuren Grundstückspreisen

wider – unter den Top-4 in

Deutschland. Welchen Anteil

daran die Anzahl der heiligen

Blechle hat, ist schwer zu schätzen.

Wohnungssuchende werden

zwar die Innenstadt-Lage der

Parkhäuser mögen, aber sich gemütlich

auf drei, vier Parkplätzen

einrichten, ist dann doch nicht so

attraktiv. Obwohl, im Speckgürtel

könnte einen gelegentlich der

Wunsch anwandeln, im nächsten

Leben als Auto zur Welt zu kommen.

Was die für schicke und

geräumige Häuschen bewohnen!

Die gepflegten Doppelgaragen –

eine Seite für seinen Van, eine

Seite für ihren Zweitwagen –

könnten die Sehnsucht nach Platz

in manch einer WG wecken.

Andernorts haben sich in engen

Straßenzügen Anwohner gegen

einen kleinen Blumengarten vor

dem Haus entschieden, zugunsten

einer grauen Parkfläche.

Und dann gibt es noch die armen

Menschen, die zwar eine Garage

haben, ihr Auto aber trotzdem

draußen parken, weil sie darin

inzwischen Unmengen an Konsummüll

– einmal gekauft und

nie wieder benutzt – lagern. Man

parkt dann eben einfach auf der

Straße, kostet ja nix. Die Straßen

werden auf diese Weise faktisch

einspurig, der jeweilige Gegenverkehr

muss jedesmal warten.

Schlimmer als das stop and go in

zugeparkten Straßen ist nur noch

die Königsdisziplin der Automobilität:

der Stau. In Freiburg ist

das statistisch ein verlorener Tag

pro Jahr und Durchschnitts-AutofahrerIn.

Mit den 24 Stunden

schaffte es Freiburg im Deutschen

Ranking auf Platz 25 der

Stau-Hitliste des Verkehrsdatenanbieters

Inrix. Top-Scorer ist

München mit 51 Stau-Stunden im

Jahr. Allerdings führt Freiburg

die Hitliste der langsamsten Quälereien

stadtein- und auswärts

an: der Tagesdurchschnitt liegt

bei 9.7 km/h – während nebenan

auf dem Dreisamufer-Radweg

die Drahtesel an der Blechlawine

vorbeizischen.

Wird es besser oder schlimmer

mit dem neuen OB, der angekündigt

hat, seinen Vorgänger auf

der grünen Seite zu überholen?

Welchen „Beitrag“ wird Freiburg

künftig zu den jährlichen Radfahr-Toten

(2017 bundesweit 254)

und Schwerverletzen (2017bundesweit

11700) leisten? Werden

die schwachen VerkehrsteilnehmerInnen

künftig auch hier zunehmend

kreativer ihr Recht auf

gefahrlose Mobilität einfordern?

Beeindruckend sind Fahrräder,

die neben Radweg-zuparkenden

Autos mittig auf

der Straße stehen,

mit einem großen

Schild „bin nur

eben beim Bäcker“.

Oder auch kunstvolle

Asphalt-Graffitis,

die gefährliche

Schlaglöcher optisch

hervorheben.

Einerseits als Warnung,

andererseits

als Arbeitsaufforderung.

Und welche

kreative Antwort

wird es auf Zeitfresser-Kreuzungen

geben,

an denen RadfahrerInnen

und

FußgängerInnen

überproportional

viele Rotphasen

abwarten müssen,

bis der gesamte Autoverkehr

vor ihnen in alle Richtungen

einmal fahren durfte?

Soll Freiburg sich auf seinen

Image-Lorbeeren ausruhen?

Oder gute Ideen aus Amsterdam,

Kopenhagen, Wien, Utrecht,

Talin, Tübingen oder Paris abkupfern?

Fahrradpisten, Fahrradbrücken,

Flaniermeilen am

Flussufer, Ticketfreier ÖPNV,

Seilbahnen für Pendler ... Oder

wollen wir die Verkehrswende

Gehzeug-Parade in Berlin

darauf reduzieren, dass wir nach

dem Ölzeitalter elektrisch im

Stau stehen? Oder in einer mit

Funk und Sensor-Elektronik vollgestopften

Uber-Infrastruktur

von autonomen Fahrzeugen über

den Haufen gefahren und anschließend

mit dem Flugtaxi ins

Krankenhaus gebracht werden?

Eva Stegen

Erweiterung im Therapiekonzept

Pferdegestützte Therapie im Sigma-Zentrum Bad Säckingen

Das Sigma-Zentrum Bad Säckingen

hat sein multimodales

Therapiekonzept mit seiner

Vielzahl medizinischer, psychotherapeutischer,

fachtherapeutischer

und adjuvanter

Interventionen um die pferdegestützte

Therapie erweitert.

Für diese Zusatzleistung

der Privatklinik arbeitet im

Sigma-Zentrum die speziell

auf die Arbeit mit Patienten

ausgebildete Stute Amy. Mit

ihr findet die pferdegestützte

Therapie unter fachtherapeutischer

Leitung im eigenen

Stall und der Koppel in der

Rheinaue unweit der Klinik

statt. Bei der pferdegestützten

Therapie steht nicht die reiterliche

Ausbildung, sondern

die individuelle Situation und

das Bedürfnis der Patienten

im Vordergrund. Unter www.

sigma-zentrum.de ist ein aktuelles

Erklärvideo abrufbar.

„Die pferdegestützte Therapie

stellt sich aufgrund weniger

Kontraindikationen bei

verschiedenen psychischen

Störungsbildern als sehr sinnvoll

und zielgenau einsetzbar

dar“, erläutert der Ärztliche

Direktor Professor Dr. Christoph

Bielitz. So wird die Therapie

mit Reitpferden zum Beispiel

bei Patienten mit Burnout

oder Angststörungen eingesetzt.

Zu den Therapiezielen

im Umgang und in der Kommunikation

mit dem Pferd

gehört das Erfahren von sozialen

Kompetenzen und Handlungskompetenzen;

aber auch

Beziehungsarbeit, Erlernen

von Entspannung und Selbstwirksamkeitserfahrungen

zur

Persönlichkeitsentwicklung

und Stärkung des Selbstvertrauens

gehören zum Therapieansatz

bei der Arbeit mit

Pferden. „Da die in der Natur

stattfindende pferdegestützte

Therapie den Menschen in

seiner momentanen Situation

abholt und ganzheitlich auf

emotionaler, körperlicher und

kognitiver Ebene fordert, passt

sie sehr gut in das multimodale

Gesamtkonzept des Sigma-

Zentrums“, betont Fachtherapeutin

Dorothea Kundel. Von

den eleganten und gutmütigen

Tieren geht für Menschen eine

unmittelbare Wirkung aus.

Mensch und Pferd sind schon

seit Tausenden von Jahren eng

verbunden. Bereits der Arzt

Hippokrates berichtete im 4.

Jahrhundert vor Christus „über

den heilsamen Rhythmus

des Reitens und die Stärkung

des Menschen beim Umgang

mit Pferden“. Pferde werden

auch mit Gefühlen wie Freiheit,

Stärke, Unabhängigkeit,

Sanftmut, Schönheit, Treue

und Freundschaft assoziiert.

Als Herdentiere leben sie in

festen Familienstrukturen und

sind an Kontakt interessiert.

Sie sind äußerst soziale Tiere

und gehen wertfrei auf jeden

Menschen zu, unabhängig

von Bildungsstand, Lebenssituation,

Aussehen oder sozialem

Status. Darin liegt der

therapeutische Ansatz für das

Erfahren von Sozialkompetenzen,

Interaktionen, Kommunikation,

Beziehungsarbeit.

Weil sie über Körpersprache

kommunizieren, reagieren sie

nonverbal auch beim Menschen

äußerst fein und direkt.

Sie nehmen „versteckte“ oder

unterdrückte Emotionen wahr

und spiegeln diese über ihr

eigenes Verhalten und ihre

Reaktion. Der Therapeut fungiert

dabei anfangs als „Übersetzer“

zwischen Pferd und

Pferdegestützte Therapie

Patient, die eine zunehmend

direktere Beziehung miteinander

aufbauen. Dies ermöglicht

ein direktes Reflektieren ohne

Fremdbewertung, das auch

„therapiemüde“ Patienten sehr

gut auffängt.

Weitere Infos: www.sigmazentrum.de.

© Sigma-Zentrum


26 KULTUR JOKER GESUNDHEIT

„Noch steckt die Forschung in den Kinderschuhen“

Ein Interview mit Dr. Alexandra Klotz über die Therapie mit Cannabidiol, einem Cannabiswirkstoff

Dr. Alexandra Klotz ist

Oberärztin am Epilepsiezentrum

der Universitätsklinik

Freiburg. Für die Therapie

von Epilepsiekranken setzt

sie den Cannabiswirkstoff

Cannabidiol (CBD) ein, der

seit einer Gesetzesänderung

im März 2017 zur umfassenderen

medizinischen Anwendung

in Deutschland zugelassen

ist. Langzeiterfahrungen

mit dem Medikament stehen

jedoch noch aus. Fabian Lutz

hat die Ärztin getroffen. Ein

Gespräch über Wirkung,

Chancen und Wahrnehmung

eines umstrittenen Wirkstoffs.

Kultur Joker: Cannabis als

Medikament, Cannabis in der

Therapie. Das löst auch Befremden

aus, vielleicht weil

viele Menschen dabei an THC

und illegale Rauschmittel denken.

Alexandra Klotz: Cannabis

wird als Medikament schon

ebenso lange eingesetzt wie

auch als Rauschmittel, bereits

im alten Ägypten oder China.

Die Hanfpflanze enthält sehr

viele aktive Wirkstoffe, Cannabinoide

genannt, die potentiell

als Medikament dienen

können. Der Wirkstoff, der

gerade intensiver erforscht

wird, das Cannabidiol (CBD),

ist ein Teil der Pflanze, der im

Gegensatz zum THC keine berauschende

Wirkung hat. Von

den über 100 aktiven Pflanzenstoffen

der Hanfpflanze

sind Cannabidiol und THC

übrigens nur zwei, wir wissen

nicht, ob die 98 anderen nicht

auch potentiell gute Medikamente

sein können.

Kultur Joker: Wie gut ist

die medizinische Wirkung von

Cannabis erforscht?

Alexandra Klotz: Hierzu

muss man sich zunächst überlegen,

welche Forschungsergebnisse

gefragt sind. Wenn

man sich das Beispiel Cannabidiol

anschaut: Da gibt es

Grundlagendaten zur Wirkung

von Cannabidiol in der Zelle,

dann Daten aus Tierversuchen

zur Wirkung von Cannabidiol

bei einem bestimmten Epilepsiemodell

und Beobachtungen

zur Wirkung beim Menschen

selbst. In dieser Reihenfolge

nimmt auch die Datendichte

ab. Die Grundlagendaten und

die aus Tierversuchen sind

qualitativ und quantitativ besser

als jene, die man durch die

Anwendung am Menschen erhält.

Das hat auch forschungsgeschichtliche

Gründe. In den

60ern gab es Forschergruppen,

die sich intensiv mit der

medizinischen Wirkung von

Cannabis beschäftigt haben,

unter anderem jene um den

israelischen Forscher Raphael

Mechoulam, der auch den

Wirkstoff THC entschlüsselt

hat. Durch die Nähe zum kontroversen

Drogenthema ist

das aber nicht weiter verfolgt

worden. Erst in den letzten

fünf Jahren hat sich die medizinische

Cannabisforschung

wieder intensiviert.

Kultur Joker: Welche Ergebnisse

zur medizinischen Wirkung

zeigen die unterschiedlichen

Datenerhebungen?

Alexandra Klotz: Bei der

Grundlagen- und Tierforschung

zeigt sich, dass das

Cannabidiol enorm viele, verschiedene

Wirkungen hat. Es

wirkt gegen Entzündungen,

Übelkeit, Krampfanfälle,

wirkt antioxidativ und hat

noch viele weitere Effekte.

Die entscheidende Frage ist

aber, ob diese Wirkungen auch

beim Menschen eintreten und

mit welchen Nebnwirkungen.

Die besten Daten dazu liegen

tatsächlich in der Epileptologie

vor, gerade im Kinderbereich.

Cannabidiol wirkt definitiv gegen

epileptische Anfälle. Wir

wissen aber noch nicht, ob es

bei allen Arten von Anfällen

und allen Formen von Epilepsie

wirkt. Die Verträglichkeit

Dr. Alexandra Klotz

scheint recht gut zu sein, außerdem

scheint das Cannabidiol

nach den Daten, die wir

bis jetzt zur Verfügung haben

auch kein Abhängigkeitspotential

zu besitzen. Für ein Medikament

ist das natürlich sehr

vorteilhaft. Insgesamt steckt

die Forschung, gerade was die

Langzeitwirkung anbetrifft

aber noch in den Kinderschuhen.

Kultur Joker: Aber es gibt

einen Forschungstrend.

Alexandra Klotz: Cannabis

ist erst mit der Gesetzesänderung

im März 2017 zur

medizinischen Verwendung

richtig freigegeben worden.

Vorher war die medizinische

Verwendung von Cannabis in

Deutschland auf sehr wenige

Anwendungen im Bereich der

Behandlung von Erwachsenen

beschränkt, auch gab es nur

ganz wenige Präparate. Die

Freigabe 2017 bringt aber auch

gesetzliche Vorgaben. So muss

die vorliegende Erkrankung

schwer sein, ebenso müssen

andere, gute Alternativen ausgeschöpft

sein oder gar nicht

erst zur Verfügung stehen. Die

Kostenübernahme ist noch ein

anderes Thema, denn Cannabismedikamente

sind teuer.

Das muss individuell über einen

Antrag an die Krankenkasse

geklärt werden.

Foto: Universitätsklinikum Freiburg

Kultur Joker: Warum haben

Sie sich für eine Therapie mit

Cannabidiol entschieden?

Alexandra Klotz: Wir haben

uns in der Freiburger Epileptologie

dafür entschieden,

die Therapie mit Cannabidiol

zu versuchen, weil es in der

Epileptologieforschung die besten

Daten zur Wirkung gibt.

Wir wissen aber auch, dass

Cannabidiol ein Medikament

ist, zu dem noch keine Langzeiterfahrungen

vorliegen. Daher

wollen wir das ganz standardisiert

machen. Das heißt,

dass alle unsere Patienten ganz

bestimmte Vorsorge- und Begleituntersuchungen

erhalten.

Die Therapie wird von einem

erfahrenen Epileptologen geleitet,

der Beginn der Therapie

erfolgt immer stationär. Bei

einem Medikament, das keine

offizielle Zulassung hat, keine

randomisiert-kontrolliert-verblindeten

Studien, also nicht

den klassischen Weg für eine

Medikamentzulassung durchlaufen

hat, trägt der durchführende

Arzt die Verantwortung.

Die Therapie ist immer

zunächst für drei Monate angesetzt,

weil wir beobachten

wollen, wie das Medikament

vertragen wird, aber auch weil

wir eine gewisse Rechtfertigungspflicht

gegenüber den

Krankenkassen haben, die den

Patienten diese teure Therapie

ermöglichen. Wenn man gar

keinen Effekt bemerkt, würde

man die Therapie nach 3 Monaten

auch beenden, ansonsten

fährt man mit der Therapie

fort.

Kultur Joker: Haben Sie

schon viele Erfolge evaluieren

können?

Alexandra Klotz: Die Patientendaten,

die wir aktuell

überblicken, wurden noch

nicht formell ausgewertet, daher

kann ich keine Statistik

präsentieren. Es gibt aber Patienten,

die an schweren Epilepsien

leiden und sehr von

der Therapie profitieren. Etwa

ein kleiner Junge, der extrem

empfindlich auf Sonnenlicht

reagiert und davon Anfälle

bekommt. Dieses Jahr war er

zum ersten Mal in seinem Leben

Skifahren, weil er dank

der Therapie zum ersten Mal

ins helle Licht auf der Piste

konnte. Solche Fälle sind natürlich

Vorzeigefälle. Wir haben

aber auch eine ganze Reihe

Patienten, die nicht auf die

Therapie angesprochen haben.

Mein Gefühl ist also, dass es

Patienten gibt, denen die Therapie

hilft, aber ein Wundermittel

ist Cannabidiol nicht.

Kultur Joker: Können Sie

anhand eines Einzelfalls schildern,

wie Cannabidiol auf bestimmte

Epilepsiesymptomatiken

wirkt?

Alexandra Klotz: Epilepsie

ist wie ein Kurzschluss im Gehirn.

Unser Gehirn arbeitet mit

elektrischer Aktivität, so kommunizieren

unsere Nervenzellen

unter anderem auch miteinander.

Wenn plötzlich mehrere

Nervenzellen damit anfangen,

überschüssige elektrische

Energie zu produzieren, kann

man einen epileptischen Anfall

beobachten. Das kann sich

zum Beispiel in Zuckungen

oder Bewusstseinsstörungen

ausdrücken. Das Cannabidiol

scheint die Wahrscheinlichkeit

für einen Anfall bei erhöhter

elektrischer Aktivität zu senken.

Soweit zumindest die

Theorie. Im Tierversuch mit

Mäusen, die an Epilepsie erkrankt

waren, konnte man die

Anzahl der Anfälle senken,

wenn Cannabidiol gegeben

wurde. Man konnte auch zeigen,

dass das Potential für eine

Epilepsie weniger wurde. Was

für konkrete Auswirkungen

Cannabidiol nun hat, etwa

auf die epileptische Aktivität

die man im EEG (Anm. Messung

der Hirnströme) messen

kann oder beim Schlaf – denn

zwischen Epilepsie und Schlaf

gibt es einige Verbindungen –,

kann man noch nicht sagen.


GESUNDHEIT KULTUR JOKER 27

Chronische Schmerzen – was nun?

Psychologische Schmerztherapie im Sigma-Zentrum Bad Säckingen

Mit der zunehmenden

Alterung der Bevölkerung

nehmen chronische

Schmerzen an Häufigkeit

zu. Viele der betroffenen

Patienten entwickeln

eine Depression, erhöhen

damit die Sensibilität gegenüber

Schmerzreizen

und der Schmerz beginnt

sich zu verselbstständigen,

unabhängig von

der primären Ursache.

Die Intensität und das

Ausbreitungsgebiet des

Schmerzes nehmen zu,

wodurch die psychosozialen

Folgeprobleme an

Bedeutung gewinnen.

Es sollte deshalb schon

in einem frühen Stadium

das Fachgebiet der Psychiatrie

und Psychotherapie

einbezogen werden.

Das Sigma-Zentrum in

Bad Säckingen arbeitet

mit Methoden der psychologischen

Schmerztherapie.

Dazu gehören

u.a. eine spezielle

Schmerzpsychotherapie,

gezielte Krankengymnastik,

Bewegung und das computergestützte

Biofeedback, mit

dem man Entspannungsverfahren

lernen kann. In einem

ambulanten Schmerzzentrum

können dann Patienten auch

ergänzend mit Akupunktur,

Prof. Dr. Christoph Bielitz im Patientengespräch

© Sigma-Zentrum

Akupressur, manueller Medizin,

Osteopathie aber auch mit

interventionellen Maßnahmen

behandelt werden.

Verschleißerscheinungen

der großen und kleinen Gelenke,

der Wirbelsäule aber

auch Rheuma, rheumatischer

Weichteilschmerz, Polymyalgia

rheumatica, Fibromyalgie

und andere Erkrankungen

plagen weite Teile der Bevölkerung.

Nicht zu vergessen ist

darüber hinaus das Restless-

Legs-Syndrom. Hierbei leiden

Patienten vor allem nachts an

unerträglichen Kribbelphänomenen,

teils mit Krämpfen,

vornehmlich in den

Beinen. Sie müssen dann

die Beine bewegen, aufstehen,

umhergehen um

wenigstens kurzzeitig Linderung

zu erfahren. Bei

allen chronischen Erkrankungen

am Bewegungsapparat

stellt sich die Frage

nach den richtigen Therapieansätzen.

Auch wenn

Erkrankungen wie das

Restless-Legs-Syndrom

mit Medikation gut behandelbar

sind, ist es bei vielen

Schmerzerkrankungen

deutlich effektiver, wenn

man multimodal vorgeht.

„Es reicht eben oft nicht,

sich auf die Schmerzmedikation

zu beschränken“,

betont Professor Dr. Christoph

Bielitz, Ärztlicher

Direktor des Sigma-Zentrums.

Besonders wirksam ist

die Kombinationstherapie

mit Anwendung verschiedener

methodischer Ansätze,

wobei entscheidend ist,

dass diese gut aufeinander

abgestimmt sind und stets

der Patient mit einbezogen

wird. So stellt sich dann oft

heraus, dass trotz jahrelanger

Schmerzkarriere doch noch

Fortschritte erzielbar sind.

Hierbei sind nicht selten Psychotherapie

und ein sensibler

Einsatz von Psychopharmaka

zusätzlich heilsam. Was

viele nicht wissen: man kann

auch mit Psychopharmaka

Schmerzsyndrome gut unterstützend

behandeln, vor allem

mit Antidepressiva. Allerdings

kostet das oft viel Überzeugungsarbeit

am Patienten und

in der Einschleichphase dieser

Medikamente ausreichend Geduld.

In den letzten Jahren hat sich

zudem die Erkenntnis etabliert,

dass Schonung über längere

Zeiträume die Schmerzerkrankung

ungünstig beeinflusst.

Das Sigma-Zentrum

setzt deshalb zunehmend auf

Aktivierung mit patientenindividuellen

Bewegungsplänen.

Hierüber müssen die Patienten

in der Psychotherapie

aufgeklärt werden, um die

häufig vorhandenen Bedenken

auszuräumen. Denn chronisch

Schmerzkranke haben

natürlich Angst, sich mehr zu

bewegen, weil sie Angst vor

Intensivierung der Schmerzen

haben. Generell gilt: man kann

chronische Schmerzen sehr

oft deutlich verringern, wenn

man multimodal vorgeht und

die Patienten in die Therapieplanung

einbezieht. Das kennzeichnet

das Sigma-Zentrum.

Weiterführende Informationen:

www.sigma-zentrum.de

Yoga für alle

40 Tage Kundalini Yoga für Jeden in Freiburg

Bereits zum 7. Mal bietet

die Freiburger Gruppe der

Kundaliniyoga AG Baden-

Württemberg von Montag,

den 11. Juni bis Freitag, den

20. Juli, 40 Tage Kundalini

Herausgeber:

Helmut Schlieper (V.i.S.d.P.)

Verlag:

Art Media Verlagsgesellschaft mbH

Auerstr. 2 • 79108 Freiburg

Redaktionsleitung:

Christel Jockers

Redaktion:

Cornelia Frenkel

Peter Frömmig

Annette Hoffmann

Marion Klötzer

Manuel Kreitmeier

Nike Luber

Fabian Lutz

Georg Rudiger

Claus Weissbarth

Friederike Zimmermann

Terminredaktion:

Valentin Heneka

Layout :

Christian Oehms

Telefon: 0761 / 72072

Fax: 0761 / 74972

e-mail: grafik@kulturjoker.de

redaktion@kulturjoker.de

Anzeigen:

Tel.: 0761 / 72072

Druck:

Rheinpfalz Verlag und Druckerei

GmbH & Co. KG, Ludwigshafen

Das Copyright für vom Verlag gestaltete

Anzeigen und Artikel liegt beim Verlag.

Nachdruck, auch nur auszugsweise, nur mit

schriftlicher Genehmigung des Verlages.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte,

Fotos, Vorlagen und für Programmhinweise

kann keine Garantie übernommen werden,

sie sind aber herzlich willkommen.

Yoga an, täglich von 6.30-7.30

Uhr und von 18-19 Uhr. Das

Ganze findet morgens und

abends im Garten des Tibet

Kailash Hauses, Wallstraße 8,

in Freiburg statt. Bei schlechtem

Wetter ebenfalls im Garten

in einem extra dafür bereit

gestellten Zelt.

Das Angebot ist für alle offen

und findet auf Spendenbasis

statt. Das Mitbringen

von Kindern ist erwünscht.

In einer 40 Tage dauernden

Phase soll täglich die gleiche

Yogaübungsreihe zur Stärkung

des Herzens und zur Unterstützung

des Immunsystems

ausgeführt werden. Um eine

optimale Unterstützung beim

Durchhalten zu bieten, findet

zweimal täglich ein von erfahrenen

Kundalini Yoga LehrerInnen

angeleitetes Üben in der

Öffentlichkeit statt. Darüber

hinaus steht die Übungsreihe

in gedruckter Form zur Verfügung,

so dass jeder Teilnehmer

die Übungen auch für sich zu

Hause durchführen kann. Ziel

dieser Sommeraktion ist es,

Kundalini Yoga einer großen

Anzahl von Menschen zugänglich

zu machen. Durch die zeitlich

begrenzte und intensive

Übungsphase soll die Veränderung

von Alltagsgewohnheiten

ermöglicht werden. Kundalini

Yoga führt zu einem achtsamen

Umgang mit sich selbst und anderen

und zu einer gesunden

Lebensweise. Durch das regelmäßige

Üben werden Fortschritte

bezüglich Kondition,

Koordination und einer guten

Haltung erfahrbar.

Aufgrund des Gruppenerlebnisses

erfahren die Teilnehmer

Unterstützung und Ermutigung.

Die Übungen sind so

ausgesucht, dass keine Vorkenntnisse

erforderlich sind

und der Einstieg in Yoga als

alltagspraktische Methode zur

Gesunderhaltung von Körper

und Geist leichtfällt. Das Angebot

ist kostenlos, um allen

Menschen die Teilnahme zu

ermöglichen. Die Spendeneinnahmen

gehen an „die Freiburger

Straßenschule“ und an die

„women for light foundation“.

40 Tage Kundalini Yoga

für Jeden

11.6. – 20.7.2018

6:30 – 7:30 Uhr und

18:00 – 19:00 Uhr

Im Garten des

Tibet Kailash Hauses

Wallstraße 8, Freiburg

hsk.yoga@gmx.net


28 KULTUR JOKER MUSIK

Kammermusik

Arcadia Ensemble in St. Michael

„Summer‘s Ease“

Caro Josée & Band in Baden-Baden

„Summer‘s Ease“ steht für

ein Lebensgefühl, das wenig

mit der Kühle des Nordens zu

tun hat, da sich Caro Josées Geschichten

vorwiegend in wärmeren

Regionen abspielen.

Dort tankt sie auf und mit

„Summer‘s Ease“, nimmt sie

die Besucher mit auf eine musikalische

Reise. Mit ihrer Band

live zu performen, ist und bleibt

für Caro Josée die Quintessenz.

Im Kurhaus Baden-Baden

ist die Künstlerin am 10. Juni

um 20 Uhr zu erleben. Tickets:

www.badenbadenevents.de.

Am 2. Juni, 20 Uhr findet in

der Kapelle St. Michael im Alten

Friedhof in Freiburg-Herdern ein

Konzert mit Kammermusik aus

dem Barock statt.Das Arcadia

Ensemble mit Johanna Weber

(Blockflöten) und Christian Zimmermann:

(Barocklaute und Barockgitarre)

spielt Sonaten von

Antonio Vivaldi, Georg Philipp

Telemann, Georg Friedrich Händel,

J.S. Bach und Sylvius Leopold

Weiß .Die beiden Musiker,

international, wie auch regional

in vielen Konzertreihen zu hören,

sind glänzend aufeinander

eingespielt und begeistern die

Zuhörer mit ihrer spontanen wie

auch fundierten Interpretation.

In dem abwechslungreichen Programm

werden virtuose wie auch

einfühlsame Werke gespielt.

Caro Josée

Virtuose Gitarrenmusik

Duo Fimbel in Niederrotweil

Am 3. Juni, 19 Uhr gibt das

Gitarrenduo Fimbel mit Nathalie

Fimbel und Jean-Jacques Fimbel

ein Konzert als Rückschau ihrer

Tournee nach Japan. Auf dem

Programm stehen Werke von

Astor Piazzolla, Antonio Lauro,

Jean-Marie Raymond, Rodrigo

Balladen & Folktunes

Konzert im Kunstpalais Badenweiler

Das Early Folk Duo und das

Jazzduo Mike Schweizer/Florian

Döling werden am 24. Juni,

11 Uhr im Kurhaus Badenweiler

alte Balladen & Folktunes von

den Britischen Inseln zu Gehör

bringen. Inspiriert von einer der

ältesten englischen Balladen

Riera und Roland Dyens in der

Kirche St. Michael in Niederrotweil

(Kaiserstuhl). Das Duo hat

seine Zuhörer auf zahlreichen Festivals

begeistert. Die Interpreten

stellen mit diesem virtuosen und

lebendigen Programm ihre zuletzt

erschienene CD vor. Eintritt frei.

“Let no man steal your thyme”

interpretiert das Quartett auf

neue Art einige der schönsten

und virtuosesten Lieder und

Tunes aus Ian Harrisons Heimat

Northumberland und knüpft an

die FolkRockJazz-Grooves der

70-er Jahre an.

Umrahmt von einem großen

Projektorchester eröffnet

am 23. Juni, 10.30 Uhr

Bürgermeister von Kirchbach

den Infotag der Musikschule

Freiburg, die seit

2016 in der Turnseeschule

zuhause ist. Zwischen 11

und 14 Uhr gibt es für alle

Besucher die Möglichkeit,

Instrumente ausgiebig auszuprobieren

und den Instrumentallehrern

Fragen

zu stellen. Auf mehreren

Bühnen im Pausenhof und

in der Schule wird es kurze

Konzerte und Vorspiele aller

Ensembles geben. Draußen

lässt es sich, umsorgt

von allerlei kulinarischen

Angebot, gemütlich sitzen.

Die Musikschule Freiburg

bietet für Kleinkinder ab

18 Monate durchgängig bis

Ein großes Fest

Infotag in der Freiburger Musikschule

Musikschultag 2016

zum Erwachsenenalter ein

Füllhorn mit Angeboten:

Einzel- und Gruppenunterricht,

Ensembles, Chor, Orchester,

sowie Projekte und

Reisen. Ein neues Angebot

ist das Offene Singen für

Senioren.

Wer also gerne mal in

die Tasten greifen, auf die

Pauke hauen, eine Violine

ausprobieren oder in ein Fagott

blasen möchte, ist beim

Musikschulfest am 23. Juni,

zwischen 11 und 16 Uhr am

richtigen Platz.

Im Rahmen des Infotags

startet auch das Kindermusikfestival

klong, das

dann am 1. Juli im Theater

Freiburg seinen Abschluss

findet.

Infos: www.musikschulefreiburg.de

Puccinis „Messa di Gloria“

Uraufführung der Bearbeitung von Joachim Linckelmann

Mit großer Bühnenpräsenz und

der 100 prozentigen Tanzbarkeit

ihrer Stücke hat sich die Band

Son con Ron bei Konzerten, Salsa-Partys

und auch auf Festivals

einen Namen gemacht. Die Musiker

stammen aus Kuba, Ecuador

und Kolumbien. Die beiden

Frontmen der Band sind die

Neue Musik, alte Skulpturen

Mehrklang-Konzert im Herderbau in Freiburg

Im Herder-Gebäude, selbst ein

markanter roter Industriebau aus

dem frühen 20. Jahrhundert,

finden sich antike Originale und

Abgüsse von griechischer, etruskischer

und römischer Kunst.

Gut 2.500 Jahre Menschheitsgeschichte

wird in der Archäologischen

Sammlung der Albert-

Ludwigs-Universität bewahrt.

Für das Jubiläumskonzert am

16. Juni zum eigenen zehnjährigen

Bestehen hat Mehrklang

„Ein Monument zur Ehre

Gottes“ schrieb einer der Herausgeber

über die Messe, die

Puccini im Alter von 21 Jahren

als Abschlussarbeit seines

Studiums komponierte und

die 1880 uraufgeführt wurde.

Das Gloria nimmt den weitaus

größten Platz ein, weshalb die

Messe 1950 durch den Priester

Dante del Fiorentino „Messa

di Gloria“ benannt wurde. Er

hat die Messe bei Arbeiten an

einer Puccini-Biographie wieder

entdeckt, nachdem sie seit

der Erstaufführung verschollen

war.

Der aus Merzhausen stammende

Arrangeur Joachim Linckelmann

– u. a. auch Gründer

des pocket orchestra – hat bereits

viele Werke monumentaler

Chor- und Orchestermusik

so umgesetzt, dass sie auch in

kammermusikalischer Besetzung

fantastisch klingen. Dies

gilt auch für die Messa di Gloria,

die am 9. Juni, 20 Uhr in der

Salsa-Konzert zum Tanzen

Son con Ron im Schlossbergsaal

Universitätskirche in Freiburg

in dieser Fassung uraufgeführt

wird.

Die Ausführenden sind Cappella

Nova Freiburg e.V., ein

Projektorchester bestehend unter

anderem aus Mitgliedern

des Philharmonischen Orchesters

Freiburg und dem pocket

orchestra sowie den Solisten

Reginaldo Pinheiro (Tenor) und

Clemens Morgenthaler (Bariton).

Die Leitung hat Jannik

Trescher.

Brüder Pablo und Anichi Perez,

die auch als Tänzer erfolgreich

unterwegs sind.Die Mischung

aus traditionellen Elementen des

kubanischen Son und modernen

Timba-Rhythmen machen den

besonderen Klang von Son con

Ron aus, die im SWR-Studio

Freiburg am 23. Juni, 22 Uhr bekannte

Hits sowie unbekannte

Stücke mit eigenen, frischen Arrangements

und garantiert ganz

viel Spiel- und Lebensfreude interpretieren

werden. Stargast ist

der kubanische Trompeter Amik

Guerra, der zudem als einer der

besten Trompeter des modernen

Jazz in Europa gilt.

– Gesellschaft für Neue Musik

Freiburg e.V. ein musikalisches

Programm entworfen bei dem

sich Plejaden, Faune und Apoll

unter die Feiernden mischen

werden.

Das Konzert findet in zwei

Durchläufen um 19 und 21 Uhr

an drei Orten des Gebäudes statt.

Die Kompositionen gehen auf die

jeweiligen akustischen und räumlichen

Situationen des Hofs, des

mit einer transparenten Glaskuppel

überdachten Nordhofs sowie

der Schauräume der Archäologischen

Sammlung ein. Eröffnet

wird das Konzert durch Chorgesang

mit Werken von Hindemith

und Messiaen, weiter sind zu

hören Bläsersoli sowie der erste

Satz von I. Xenakis „Pléiades“

für sechs Percussionisten. Alte

Skulpturen wie die des Barberinischen

Fauns werden durch kurze

Miniaturen Freiburger Komponisten

zum Leben erweckt.


MUSIK KULTUR JOKER 29

Die Gruppe Barbara Furtuna

– die Stimmen Korsikas, präsentieren

eigene Kompositionen,

polyphone Gesänge in der Tradition

von Lamenti (Klagelieder),

Tribbiera und Paghjella (Hirtenund

Arbeiterlieder) sowie sakrale

Lieder, die bei Gottesdiensten

und Prozessionen gesungen werden.

Barbara Furtuna, das sind

Jean-Philippe Guissani, Maxime

Merlandi, Jean-Pierre Marchetti

und André Dominici, haben

diese traditionellen Gesänge

erfolgreich in zeitgemäße Arrangements

transferiert. Inzwischen

sind es weit mehr als 900

Konzerte, bei denen die Sänger

Judas Priest bringen seit Jahren

verlässlich deftigsten Heavy

Metal. Ihr neues, 18. Album

Firepower macht da keine Ausahme.

Die Engländer im stilbildenden

Lederlook stehen für

Das Jubiläumskonzert aus Anlass

des 40-jährigen Bestehens

der Akkordeongruppe Münstertal

mit ihrem Jugend- und Konzertorchester

findet am 17. Juni,

16.30 Uhr in der Barockkirche

Die Stimmen Korsikas

Konzert mit Barbara Furtuna

von Barbara Furtuna als musikalische

Botschafter ihrer Insel

aufgetreten sind. Am 8. Juni, 20

Voice Event gets real

Voice Event im Forum Merzhausen

Am 24. Juni gibt der Freiburger

A-Cappella-Jugendchor

Voice Event sein großes Jubiläumskonzert

zum 20-jährigen

Bestehen um 19.30 Uhr im Forum

Merzhausen. Unter Leitung

von Christian Geugelin singt der

Chor ein vielseitiges Programm

aus Jazz-, Pop- und Gospel-Arrangements.

Den Hauptakt des

Abends liefern die Stars der A-

Capella-Szene Morten Vinther

und Katharina Henryson (Real

Group), die einen Teil des Programms

mit Voice Event zusammen

gestalten. Einen weiteren

Höhepunkt bildet der Auftritt

des Revivalchors aus ehemaligen

Hart und stilbildend

Judas Priest in Freiburg

Metal-Meilensteine wie British

Steel, Screaming for Vengeance

und Painkiller und auch für

Ruhm und große Verkaufszahlen.

Auf keiner Rock- und

Metalparty dürfen sie fehlen und

Akkordeonkonzert

Reihe „Konzerte in St. Trudpert“

Uhr ist die Gruppe in der St. Ursula

Kirche, Rathausgasse 50, in

Freiburg zu Gast.

Voice Event-Choristen und Solisten

mit dem Beatboxer Tonio

Geugelin an der Seite.Der Opener

eröffnet mit alten und jungen

Voice Event‘lern das Jubiläumskonzert.

Im Programm werden

auch einige der Highlights der

Real Group wie Bumble Bee und

Words zu hören sein.

jetzt sind sie auch wieder live zu

sehen.

Mit ihrer Tour zum neuen

Album kommen sie auch nach

Freiburg. Am 19. Juni, 20 Uhr

spielen sie in der Sick Arena.

St. Trudpert statt. Die 32 Akkordeonisten

unter der Leitung

von Silke D‘Inka spielen unter

anderem das bekannte Milonga

del Angel von Astor Piazzolla

und werden von der Münstertäler

Mezzosopranistin Michaela

Ortlieb begleitet.

Das Konzert ist das vierte

Konzert im Jahr 2018 im Rahmen

der Konzertreihe „Konzerte

St. Trudpert“.

Klassik in Weingarten

Zwei Konzerte im EBW in Freiburg

Am 16. Juni, 19.30 Uhr wird

es im Mehrgenerationenhaus

EBW in Freiburg ein Konzert

mit Violine und Klavier geben.

Laura Mead (Violine) und Joachim

Kist (Klavier) spielen die

Sonate f-moll von Sergej Prokofiev.

Eine Matinée mit Querflöten

steht am 24. Juni, 11 Uhr auf

Bolandos Sommerbühne

Zwei Konzerte in Juni

dem Programm. Silke Mutschler

und Ulrike Bös (Querflöten)

Aleko Geladze und Hyun-Sook

Noh (Klavier) und Frauke Hagemann

(Violoncello) spielen

Werke von Joseph Haydn, Carl

Reinecke und Bohuslav Martinu.

Eintritt wie immer frei.

Spenden willkommen.

Auf`s Land

Konzert mit dem ensemble recherche

An einem schönen Sommerabend

am 22. Juni, 20 Uhr,

im Morat-Institut in Freiburg,

nimmt das ensemble recherche

sein Publikum mit hinaus

auf’s Land zu seinen kleinen

und großen Dramen. Mit dabei

ist alles, was man für eine

große Landpartie braucht:

Töne, die sicher durch verwachsene

Pfade führen, hörbare

und sichtbare Feedbacks

dazu, warum der eine auf den

anderen mal böse ist oder eben

auch nicht. Und wir können

uns wahlweise der Bienenbeobachtung

widmen oder Regenmacher

um Abkühlung des

Gemüts bitten.

Gespielt werden Stücke von

Johannes Schöllhorn, Richard

Strauß, Leos Janacek, Gordon

Kampe, Liza Lim, Catherine

Kontz und Hanns Eisler.

Wenn die Abende wieder

länger und die Nächte kürzer

werden, ist es Zeit für bolandos

Sommerbühne – gute Musik

bei regulärem Gastronomiebetrieb

und freiem Eintritt unter

dem Motto: erst genießen,

dann bezahlen. Die Gage für

die Künstler wird nach dem

Konzert im wandernden Hut

gesammelt.

Am 6. Juni, ab 20.30 Uhr werden

BlueSeed mit Bluesrock im

bolando Dorfgasthaus in Bollschweil

auftreten. Von Led Zeppelin,

Jimi Hendrix, Stevie Ray

Vaughn bis zu Johnny Winter

lassen sie sich unterweisen und

inspirieren.

Den Abend des 28. Juni (ab

20.30 Uhr) werden Rare Tulpe

mit JazzPop gestalten. Das

gutgelaunte Quintett spielt aber

auch Pop, Soul und ein wenig

Funk. Im Repertoire sind

Stücke von Jethro Tull, Zaz,

Rihanna, Britney Spears oder

Lady Gaga.

„Große catholische Messe“,

„Hohe Messe in h-Moll“

oder einfach nur „h-Moll-

Messe“: Mit diesen Namen

wurde in den vergangenen

250 Jahren zu fassen versucht,

was J.S. Bach in der

letzten Zeit seines Lebens

als eines der bedeutendsten

Werke der Musikgeschichte

schuf – und der

Nachwelt ohne Titel hinterließ.

Am 16. Juni, 19. Uhr wird der

Freiburger Kammerchor dieses

überkonfessionelle Werk von

J.S. Bachs h-Moll-Messe

Konzert mit dem Freiburger Kammerchor

zeitloser Gültigkeit in der Kirche

St. Urban in Freiburg-Herdern

interpretieren. Gemeinsam mit

dem international besetzten Originalklangensemble

svapinga

consort sowie auf

Alte Musik spezialisierten

Vokalsolisten begibt sich

der Kammerchor unter

Leitung von Lukas Grimm

auf eine Entdeckungsreise

zum Höhepunkt der Chormusik.

Eine auf vertieftem

Verständnis begründete Interpretation

soll mit allgemeingültiger

Frische das Werk

dem Zuhörer so nahe bringen,

als hätte die letzte Note Bachs

Feder erst gestern verlassen.


30 KULTUR JOKER MUSIK

Unermüdlich

Open-Air-Konzert mit Iron Maiden

Die letzte Tour liegt gerade

einmal ein Jahr zurück, da steigen

die unermüdlichen Jungs

von Iron Maiden auch wieder in

den Tourbus und fahren durch

Europa. Auf ihrer Legacy of the

Beast World Tour spielen sie sowohl

Klassiker als auch frisches

Material von ihren letzten Studioalben,

nicht zuletzt ihrem 16.

Soul, Gospel & Blues

Lisa Mills in Gundelfingen

Lisa Mills nimmt ihr Publikum

mit auf eine musikalische,

oft humoristisch emotionale

Reise, die Charme, Rauheit und

eine beeindruckend offene Ehrlichkeit

beinhaltet. Ihre Shows

sind bezaubernd, hoch energetisch,

unbändig, gefühl- und

kraftvoll.

Im US Bundesstaat Missippi

geboren, finden sich Lisas Wurzeln

in der Gospel Musik des

„Fleurs et Femmes“

Liederabend von Musica Humana

Am 2. Juni findet um 17 Uhr

im Dominikanerkloster St.

Albert, Ludwigstr 35 in Freiburg,

das sechste Liederkonzert

von Musica Humana Freiburg

statt. Zu hören sind die jüngsten

französischen Lieder von

Klaus Miehling aus den Jahren

2005 bis 2015 nach Texten von

Charles-Marie-René Leconte de

Lisle, Arthur Rimbaud und Renée

Vivien sowie Lieder von Gabriel

Fauré. Mit der Orchesterfassung

der Vivien-Lieder war

Studioalbum The Book Of Souls.

Dazu gibt es ein ausgefallenes

Bühnenbild, auf dem unterschiedliche

und doch ineinandergreifende

Welten präsentiert

werden. Nicht zuletzt stand ein

Comic Pate für das Design, Am

30. Juni, 18 Uhr kommen Iron

Maiden zum Open-Air auf das

Messegelände Freiburg.

The Handsome Family

Alternative Country- und Americana

Im Rahmen der SoundGo-

Round-Konzerte, gastiert am

2. Juni, 21 Uhr The Handsome

Family, das Lebensprojekt des

Ehepaares Brett und Rennie

Sparks, im Great Räng Teng

Teng in Freiburg. Ein echtes

Highlight für alle Alternative

Country- und Americana-Fans,

überzeugt die Band doch sowohl

durch großartiges Songwriting

wie auch durch die einfühlsamen

Lyrics. Große Bekanntheit

erlangte The Handsome

Family nicht zuletzt mit dem

Song Far From Any Road, dem

Introsong der Krimiserie True

Detective, der auf Youtube bereits

über 24 Millionen Mal angeklickt

wurde.

amerikanischen Südens sowie

des Blues und des Soul dieser

Region. Mittlerweile wird Lisa

Mills von führenden Musikkritikern

treffend als Blues,

Gospel- und Rhythm & Blues

Queen gelobt. Am 9. Juni, 20

Uhr wird die Künstlerin im

Kultur- und Vereinshaus Gundelfingen,

(Vörstetter Straße 7)

ihr Können unter Beweis stellen.

Miehling in diesem Jahr zum

dritten Mal in Folge „erstplatzierter

deutscher Komponist“

beim Concorso Internazionale

di Composizione „Maurice Ravel“

in Bergamo (Italien) und

erhielt dafür eine „Honorable

Mention“.

Die Interpreten sind Marie-

Luise Reinhard (Alt/Mezzosopran),

Klaus Miehling (Bariton

und Klavier), Laura Marc (Klavier)

und Leon Wirtz (Sprecher).

Eintritt frei.

Vier Jahrzehnte

umfasst Carlos

Santanas Karriere

als leidenschaftlicher

Gitarrist

nun schon. Darunter

Megahits wie

„Black Magic Woman“

und „Supernatural“.

Ob man

seinen Sound nun

als Latin-Rock bezeichnen

will oder

nicht, an seinen

Fähigkeiten als Gitarrenvirtuose

ist

nicht zu zweifeln.

Sein Stil vereint

Opulente Klänge zweier Meister

Per-Tutti-Sommerkonzerte 2018

Das Freiburger Per-Tutti-Orchester

unter Leitung von Nikolaus

Reinke lässt bei seinen

Sommerkonzerten opulente Musik

zweier Meister des 19. Jahrhunderts

erklingen: das Klavierkonzert

Nr. 1 von Brahms und

die Sinfonie Nr. 8 von Schubert.

Dieses Stück sei „gar nicht

danach angethan, daß es irgendeinen

Genuß gewähren könnte“

schrieb eine Fachzeitschrift 1859

nach einer Aufführung des Klavierkonzerts

Nr. 1 in d-Moll von

Brahms. Heute gilt das hochromantische

Werk als Meisterleistung

eines 26-jährigen Aufsteigers.

Und als Endpunkt eines

langen Schaffensprozesses.

Das Orchesterwerk brach mit

althergebrachten Konventionen

und stellte so sein Publikum vor

neue Herausforderungen.

Mit seiner Sinfonie Nr. 8 gibt

Schubert noch heutigen Musikwissenschaftlern

große Rätsel

auf. Er hinterließ nur zwei vollständige

Sätze: Allegro moderato

und Andante con moto. Vom

dritten Satz der „Unvollendeten”

Pop, Rock, Latin,

Jazz und Soul

miteinander. Auf

seiner aktuellen

Eruopatour erklingen

Hits wie auch

neue Songs aus

seinem letzten Studioalbum

Power of

Peace, eine Hymne

an die Menschlichkeit.

Am 24. Juni,

19 Uhr kommt er

in den Volkspark

Mainz und feiert

dort eine ausgelassene

Rock-Fiesta.

Grooves und intime Momente

Das I Em Music auf dem Schlossplatz Emmendingen

Auf dem Schlossplatz in Emmendingen

erwartet Musikliebhaber

vom 7. bis 10. Juni ein

breites Programm: I Em Music.

Den Auftakt machen die Nu-

Metal-Veteranen von Limp

Biskit. Ihr unverkennbarer

Sound zwischen hartem Rock

und funkigem Hip-Hop beeinflusste

viele Musiker. Sie sind

Am 23. Juni, 20.15 Uhr setzt

die Camerata Instrumentale

Freiburg die Reihe ihrer Kaufhaus-Serenaden

im Historischen

Kaufhaus in Freiburg fort.

Es musiziert das Sanssouci-

Trio Freiburg in der Besetzung

Frank Michael, Daniela Weitze

und Stefanie Geisberger.

Zu Beginn erklingen von Wilhelm

Friedemann Bach 2 Fugen

und 2 Polonaisen in Frank Michaels

Bearbeitung für 2 Flöten

und Bassflöte. Antonin Dvořáks

Gavotte nimmt einen barocken

Tanz auf. Das Werk, ursprünglich

für 3 Violinen komponiert,

Leidenschaftlicher Rock

Carlos Santana in Mainz

am 7. Juni, 20 Uhr zu sehen.

Adel Tawil bietet am 8. Juni,

20 Uhr mit seinem Programm

„So schön Anders“ keinen harten

Groove, dafür aber Schmerz

und Hingabe mit intimen Popsongs.

Schauspieler und Sänger

Matthias Schweighöfer schließt

am 9. Juni, 20 Uhr daran an.

Mit seinem Programm „Lachen,

249. Kaufhaus-Serenade

Sanssouci-Trio im Historischen Kaufhaus

Weinen, Tanzen“ bietet er einfache,

aber ehrliche Musik und

mitreißende Momente.

Den Abschluss bilden dann

die Classic Rocker von Uriah

Heep, die am 10. Juni, 20 Uhr

noch einmal richtig auftrumpfen.

Kraftvolle Musik für Körper

und Seele. Seit 45 Jahren

zeitlose Musik.

klingt sehr gut auf drei Flöten.

Dem folgt die „Hommage à

Antonin Dvořák”, der Dumka

op. 69 für 3 Flöten von Frank

Michael. Danach folgt ein charakteristisch-schönes

Werk von

Charles Koechlin, seine Trois

Divertissements op. 90 in der

Originalbesetzung 2 Flöten und

Altflöte in G.

Der 2. Teil des Konzerts beginnt

mit einer Auswahl aus den

Sinfoniae, den dreistimmigen

Inventionen von J. S. Bach in

der Bearbeitung für 2 Flöten

und Bassflöte. An ein barockes

hochvirtuoses Perpetuum mobile

für Flöte solo erinnert das

Capriccio über mi - chae - la

von Andreas Grün. Die danach

folgende Paraphrase über Louis-Joseph-Ferdinand

Hérolds

seinerzeit sehr berühmte Oper

Zampa von Franz A. Doppler

für zwei Flöten macht bestimmt

gute Laune.

Den krönenden Abschluss des

Abends bildet das zweite der

konzertanten Trios (in a-Moll)

des C. F. Schultz ab. Das Werk

ist eindeutig der Klassik zuzuordnen,

auch wenn uns bislang

die Lebensdaten des Komponisten

nicht bekannt sind.

in der Tonart h-Moll sind nur

20 Takte überliefert. Vernichtete

Schubert die Reste seines

Werks gar höchstselbst, da sie

ihm nicht gelungen erschienen?

Oder wollte er die Sinfonie unvollendet

lassen, um gegen den

damaligen Zeitgeist bewusst zu

verstoßen, der vier Sätze verlangte?

Die Konzerte beginnen

wegen der anstehenden Fußball-

WM etwas früher als gewohnt:

23. Juni, 16 Uhr, Steinhalle Emmendingen;

24. Juni, 17 Uhr,

Bürgerhaus Zähringen, Freiburg.


INTERVIEW KULTUR JOKER 31

Fortsetzung des Interviews:

Sie an sich also schon ein transzendierender

Moment?

Nitsch: So ist es.

Kultur Joker: Sie sind ja auch

nahe an Friedrich Nietzsche, der

davon spricht, dass das Bewusstsein

dem Körper nicht entkommen

kann, dass beides eben nicht

voneinander trennbar ist.

Nitsch: Ich verdanke Nietzsche

sehr, sehr viel. Ich habe mich

schon früh mit Philosophie beschäftigt,

aber vor allem mit der

christlichen Mystik und mit asiatischen

Philosophien. Meister

Eckhart, Johannes vom Kreuz,

Angelus Silesius, Jakob Böhme,

aber auch Buddha, der ganze

Hinduismus, Taoismus, Zen-

Buddhismus sind für mich sehr

wichtig. Mich faszinieren alle

Religionen, aber ich bin keiner

verpflichtet. Durch Nietzsche

wiederum habe ich meine Wende

von einer Lebensverneinung

zu einer absoluten Lebens-, Daseins-

und Seinsbejahung bereits

Fabian Lutz im Gespräch mit Hermann Nitsch Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH

als junger Mensch vollzogen.

Und weiterhin lebe ich diesen

Weg. Ich sage: Ja, Ja, Ja!

Kultur Joker: Was ist Religion

für Sie?

Nitsch: Das sind Entwürfe in

Richtung Sein. Entwürfe in

Richtung der sich vollziehenden

Schöpfung. Und alle Religionen

sind wichtig, auch wenn sie sich

teilweise widersprechen. Sie

sind Entwicklungsstadien der

Menschheit. Ich habe von C.G.

Jung auch sehr viel gelernt, von

seiner Theorie des kollektiven

Unbewussten und seiner Archetypenlehre.

Das fasziniert

mich alles, daher habe ich auch

viele Anspielungen auf Mythen

in meiner Kunst. Die Frage, ob

man daran glaubt oder nicht,

stellt sich gar nicht. Ich führe

diese Symbole in meine Arbeit

ein und zeige sie. Das bedeutet

aber keine Aussage, eher ein

phänomenologisches Festhalten.

Kultur Joker: Ihre Werke provozierten

oft und provozieren noch

immer. Ist Ihnen das wichtig?

Leben, Skandale, Lebenswerk

Die große Jahresausstellung zu Hermann Nitschs

80. Geburtstag im Nitsch Museum in Miselbach

Wer es nicht mehr zur Ausstellung

in Hinterzarten schafft,

den erwartet bis zum 5. Mai

2019 im nitsch museum in Mistelbach

in Niederösterreich

eine große Jahresausstellung

zu Hermann Nitschs Leben und

Werk. Denn 2018 steht ganz im

Zeichen seines 80. Geburtstages

und so gibt es die umfassende

Ausstellung als passende Retrospektive.

Hermann Nitschs Lebenslauf

ersteht hier nicht nur auf künstlerischer,

sondern auch persönlicher

Ebene und in all den

Verflechtungen. Konzeptionell

ist die Ausstellung dabei als

biografischer Rundgang angelegt,

ergänzt durch einen großen

Werkfries. Zur Gliederung,

Anschaulichkeit, aber auch der

künstlerischen Vertiefung sind

wesentliche Schlüsselwerke

Nitschs zu sehen, etwa das großformatige

Collagewerk Golden

Love. Dazu kommen Originaldokumente.

Neben Fotografien

sind dabei auch Filme zu sehen.

So werden die verschiedenen

Lebensstationen Nitschs greifbar,

etwa seine Jugendjahre,

seine Ausbildung, vor allem

aber seine künstlerische Arbeit.

Natürlich dürfen dabei auch

die Skandale nicht fehlen,

denn Nitschs Werk wurde stets

kontrovers diskutiert. Ebenso

eindrücklich wie die Skandale

bleibt aber auch das kraftvolle

Werk selbst, das hier nicht zuletzt

mit Nitschs großem 6-Tages-Spiel

facettenreich präsentiert

wird. Als Einstieg in

Nitschs Werk und als Vertiefung

geeignet, ist die Ausstellung für

Nitsch-Interessierte ideal.

Weitere Informationen: www.

Nitsch: Ich wollte immer intensive

Kunst. Ob sie provoziert oder

nicht, war mir egal. Ich habe nie

absichtlich provoziert, war aber

intelligent genug, zu wissen: das

könnte Widerstände auslösen.

Auch gibt es so viel missverstandene

Kunst in der Geschichte. Da

identifiziert man sich mit jedem,

der Probleme mit seiner Arbeit

hatte. Die Impressionisten wurden

abgelehnt, heute hängen Sie

in jedem Wartezimmer.

Kultur Joker: Auch Ihre Kunst

hängt an solchen Orten. Wie

stehen Sie dazu, dass Sie als

Künstler mittlerweile

etabliert sind? Steht

Besitz für Sie in Spannung

zu Ihrer Suche

nach Natürlichkeit?

Nitsch: Mein Geld

brauche ich eigentlich

nur für die Veranstaltung

meines Orgien

Mysterien Theaters,

denn das subventioniert

mir niemand. Ich

habe keine Freude an

finanziellem Besitz.

Kultur Joker: Die

Proteste der 68er haben

dieses Jahr ihr 50.

Jubiläum. Ihre frühe

Kunst der 60er-Jahre

hat sich gerade in

einem solchen soziokulturellen

Umfeld ereignet, wo

so viel möglich schien und der

Protest, auch der künstlerische,

noch deutlicher war.

Nitsch: Ich sehe eigentlich immer

das Ganze. Ich sehe immer

einen Wechsel. Jetzt ist vielleicht

eine viel gefährlichere Zeit.

Man regt sich über nichts mehr

auf und trotzdem gibt es furchtbare

Kriege. Was für mich ganz

schlimm ist, ist diese Pseudointellektualisierung

der Presse, die

Pseudomoralvorschriften macht.

Kultur Joker: Haben Sie ein Beispiel

dafür?

Nitsch: Die Flüchtlingspolitik.

Ich habe dazu keine Meinung,

aber wenn jemand kommt und

Hilfe braucht, dann hilft man

ihm. Was aber jetzt aufgeführt

wird, finde ich unwürdig – was

Pro und Contra betrifft. Dass man

sich für Flüchtlinge einsetzt, aber

gleichzeitig Waffen verkauft, die

diese Flüchtlinge erst schaffen.

Aber ich bin kein Politiker und

es geht mich eigentlich nichts an.

Kultur Joker: Als Künstler sind

Sie vermutlich trotzdem stets

dem Vorwurf der Ideologisierung

ausgesetzt.

Nitsch: Ich habe mich immer dagegen

gewehrt. Ich bin gegen Politik,

gegen Weltanschauungen.

Ich möchte mit meiner Kunst

die höchste und intensivste Erfassung

des Seins fördern.

Kultur Joker: Stehen Ideologie

und Weltanschauung Ihrer Kunst

entgegen? Sie haben auch religiöse

Elemente in Ihrem Werk

und Religion ist ja auch Weltanschauung.

Nitsch: Das Weltanschauliche an

der Religion ist ja das Schlimme.

Wenn Sie sehen, wie der Buddhismus

den Hinduismus vertrieben

hat und der Hinduismus

wieder den Buddhismus. Nach

der Reformation gab es einen

dreißigjährigen Krieg, dabei gab

es auch Flüchtlinge! Goethes

30.

Hermann und Dorothea ist übrigens

auch ein Flüchtlingsroman.

Kultur Joker: Zuletzt noch einmal

zum Ausstellungsort Schwarzwald.

Martin Heidegger ist hier

ja tätig gewesen und auch eines

Ihrer Vorbilder. Glauben Sie,

dass Heideggers Denken vom

Schwarzwald geprägt wurde?

Nitsch: Ich wollte ja nach Todtnau

(Amn.: dort befindet sich

Martin Heideggers Hütte), aber

das hat leider nicht geklappt. Ich

glaube schon, dass Heidegger

durch diese Gegend geprägt ist:

dieser Starrsinn, diese kompromisslose

Zielstrebigkeit.

Kultur Joker: Herr Nitsch, wir

bedanken uns für das Gespräch.

Internationales

MusikFestival

von Colmar

Hommage an EVGENY KISSIN

Künstlerischer Leiter : Vladimir SPIVAKOV

ORCHESTER

Russische

Nationalphilharmonie (N.P.R.)

DIRIGENTEN

Vladimir Spivakov

ENSEMBLES

Trio Chausson

Trio Zadig

Quartet 212

Quatuor Kopelman

Quatuor Sine Nomine

Vision String Quartet

KLAVIER

Martha Argerich

Seong-Jin Cho

Romain Descharmes

Soa Gülbadamova

David Kadouch

Evgeny Kissin

Boris de Larochelambert

Georges Li

Louis Lortie

Alexander Malofeev

Aurèle Marthan

Denis Matsuev

Hélène Mercier

Grigory Sokolov

Jonas Vitaud

GEIGE

Pierre Fouchenneret

Daniel Lozakovitch

Vladimir Spivakov

CELLO

Marc Jaermann

Victor Julien-Laferriere

Antoine Landowski

Mischa Maisky

Mikhaïl Milman

Edgar Moreau

Bruno Philippe

SÄNGER

Hibla Gerzmava

Vasily Ladyuk

Alexey Neklyudov

Tatiana Spivakova

FLUTE

Ekaterina Kornishina

KLARINETTE

Pierre Génisson

TROMPETE

Sergei Nakariakov

Vom 4. bis 14. Juli 2018

22 Konzerte

Koïus (14.-15 Jh.) I Kapelle Sankt-Peter (18. Jh.) I Kirche Sankt-Mattheus (14. Jh.)

Informationen : +33 (0)3 89 20 68 97

www.festival-colmar.com


32 KULTUR JOKER VERANSTALTUNGEN

Ambulante Hospizgruppe

Am 8. Juni um 10 Uhr

stellt sich die ambulante

Hospizgruppe Freiburg e.V.

im Raum Feldberg des Ev.

Stift in der Hermannstr. 10

vor und informiert über ihre

Arbeit. Dazu gehören die

Rock‘n‘Roll-Party

Das Gasthaus Harmonie ist

längst schon Treffpunkt für

allerhand Musiker aus der

Region. Seit 10 Jahren sorgt

Little Walters Rock‘n‘Roll Zirkus

Episches Theater

Thornton Wilder blickt in

seinem Stück Unsere kleine

Stadt auf die kleinen und

großen Momente im Leben.

Die Kulisse einer Stadt wird

da zum komplexen Zusammenspiel

unterschiedlicher

Figuren und Schicksale.

Durch einen liebenswerten

und doch undurchschaubaren

Spielleiter geführt, eröffnet

„Kultur im Weinstetter Hof“ Eschbach

Die Veranstaltungsreihe

„Kultur im Weinstetter Hof

geht in die sechste Runde und

No Plastic Band

Herdermer Sommerlesung

Die Herdermer Sommerlesungen

laden ein zum zweiten

Abend auf dem Kirchplatz

Herdern am 21. Juni, 19.30

Uhr mit der Autorin Daniela

Engist und ihrem Debütroman

„Kleins Große Sache“ in dem

sie die Welt der Großkonzerne

und der Business-Class mit

scharfem Blick und feinem

Humor aufs Korn nimmt.

Freiburg

Unterstützung Sterbender

und ihrer Zugehörigen sowie

Angebote für Menschen

in Trauer. Darüber hinaus

gibt es für Fragen Interessierter

Raum und Zeit.Eintritt

frei.

Freiburg

das Format Little Walters

Rock‘n‘Roll Zirkus jeden ersten

Donnerstag des Monats

für eine rappelvolle Harmonie.

Walter Golczyk und

seine Rockfamilie

feiern am 7. Juni, 21

Uhr nun ihr Jubiläum

und Walter lädt

all die Musiker ein,

die schon einmal mit

ihm gespielt haben.

Motto des Abends

ist: „The Heart

of Rock‘n‘Roll is

Still Beatin‘“. Da

wartet eine echte

Rock‘n‘Roll-Party

auf alle Besucher-

Innen.

Freiburg

sich dem Publikum echtes

episches Theater. Aufgeführt

wird das Stück von der studentischen

Theatergruppe

Spieltrieb, die in Freiburg

längst etabliert ist und ihr

festes Publikum hat.

Die Aufführungen finden

vom 1. bis 4. Juni, jew. 19.30

Uhr in der TheaterFISTung in

der Friedrichstraße 39 statt.

startet am 8. Juni in die Saison

2018. Den Anfang macht wieder

die „No Plastic Band“ mit

ihrer „Beatles Night

– Best oft the 60‘s.

Von Juni bis August

wird an insgesamt 14

Abenden der Weinstetter

Hof der Heinrich

Schmid GmbH & Co.

KG wieder zur Freilichtbühne.

Namhafte regionale

Künstler, Bands und

Kabarettisten werden

im Weinstetter Hof gastieren.

Weitere Infos

und Tickets: www.reservix.de

Freiburg

„Eine erhellende Satire aus der

globalen Welt aufgeblasener

Wichtigkeiten.“ „Brillant beobachtet,

urkomisch und ziemlich

erstaunlich … ein großes

Lesevergnügen“, urteilt die

Kritik über den Debütroman

der Herdermer Autorin.

Wie immer: Eintritt frei,

Spende fürs Autorenhonorar

erwünscht.

Fr 1. Juni

FREIBURG

Musik

19 h: Fatoni & DJ V.Raeter – HipHop, Rap.

Jazzhaus Freiburg

19 h: Lucien Majrich – Meditatives Klangschalenkonzert.

Ebneter Kultursommer. Schloss

Ebnet, Sickingen-Kapelle

20:30 h: Demented Are Go + Moonshine Rockets

– Rockabilly. Walfisch

20:30 h: Mantar + High Fighter – Metal. Walfisch

21 h: Schlammpeitziger – Elektro-Pop, Funk.

Aftershowparty: Stirnband & Valentin Eka.

Slow Club

Theater & Tanz

19:30 h: The Black Forest Chainsaw Opera – Von

Stef Lernous. Theater Freiburg, Großes Haus

19:30 h: Unsere kleine Stadt – Schauspiel von

Thornton Wilders. Theatergruppe Spieltrieb.

TheaterFISTung (Theatersaal im Rektorat)

20 h: Er ist wieder da – Komödie nach dem Roman

von Timur Vermes. Wallgraben Theater

20 h: Maria Stuart – Traumspiel nach Friedrich

Schiller. Experimentalbühne im E-Werk

20:15 h: A Traum vo Hochzit – Familienkomödie

von Robin Hawdon. Alemannische Bühne

Partys

21 h: Forrozin Freiburg – Schnupperkurs und

Tanzparty. Jos Fritz Café

23 h: I Love 80s – Disco, Rock, NDW. Jazzhaus

Freiburg

23 h: Tanz dich glücklich – Tech-House. Waldsee

Gaststätte

BASEL

Kunst

18 h: Recycled Illusions & Isabelle Stoffel –

Widerhall an der Grenze. Live-Audio-Walk durch

eine unbekannte Nachbarschaft. Kaserne Basel,

Treffpunkt: Abendkasse

Musik

19:30 h: Daniil Trifonov, Gidon Kremer: Kremerata

Baltica – Solistenabend. Werke von Schumann,

Trifonov u.a. Musical Theater Basel

22 h: Kammerorchester Basel – Nachtklang IV:

In der Fremde. Druckereihalle im Ackermannshof

Theater & Tanz

19:30 h: Kaspar Hauser und Söhne – Schauspiel

von Olga Bach. Theater Basel, Schauspielhaus

19:30 h: Tod in Venedig – Ballett von Richard

Wherlock. Musik von Dmitri Schostakowitsch.

Theater Basel, Grosse Bühne

20 h: Thom Luz – Girl From The Fog Machine

Factory. Kaserne Basel, Reithalle

Film

09:45 h: Bildrausch Filmfestival Basel – Internationales

Filmfestival. Basel, verschiedene Orte

ANDERE ORTE

Baden-Baden

20 h: The Night of the Saxophones – Rhythm &

Blues. Kurhaus Baden-Baden, Bénazetsaal

Denzlingen

20 h: Bühne 79211 – Axel Prahl & Das

Inselorchester. Kultur- & Bürgerhaus Denzlingen

Sa 2. Juni

FREIBURG

Literatur

17 h: Hartmut Stanke & Corinna Fuhrmann:

Ein Hermann Hesse Abend – Lesung. Ebneter

Kultursommer. Theodor Egel-Saal

Musik

11:30 h: Orgelmusik zur Marktzeit – Münsterorgelkonzerte.

Freiburger Münster

17 h: Musica Humana Freiburg – Fleurs et

Femmes. Werke von Miehling und Fauré.

Dominikanerkloster St. Albert

20 h: Anne-Sophie Mutter – Recital. Konzerthaus

Freiburg, Rolf-Böhme-Saal

20 h: Arcardia Ensemble – Kammermusik für

Blockflöte und Barocklaute. Werke von Vivaldi,

Telemann, Händel u.a. St.-Michaels-Kapelle

(Alter Friedhof)

20 h: Klangfarben – Chorkonzert. Gospel, Pop.

Eintritt frei. Kirche St. Konrad und Elisabeth

21 h: Honeymoon Cowboys – New Wave,

Cold-Wave. Aftershowparty: DJ Darkgir and DJ

Bleakphil. Slow Club

21 h: The Handsome Family – Alternative Country,

Americana. The Great Räng Teng Teng

Theater & Tanz

19 h: PREMIERE: Family Affairs – Tanzstück über

Aufbruch und Loslassen. Junges Theater. Theater

Freiburg, Werkraum

19:30 h: Katja Kabanowa – Oper von Leos

Janacek. Theater Freiburg, Großes Haus

19:30 h: Unsere kleine Stadt – Schauspiel von

Thornton Wilders. Theatergruppe Spieltrieb.

TheaterFISTung (Theatersaal im Rektorat)

20 h: Der Kirschgarten – Schauspiel nach Anton

Tschechow. Theater Freiburg, Kleines Haus

20 h: Die Wunderübung – Komödie von Daniel

Glattauer. Cala Theater

20 h: Er ist wieder da – Komödie nach dem Roman

von Timur Vermes. Wallgraben Theater

20 h: Maria Stuart – Traumspiel nach Friedrich

Schiller. Experimentalbühne im E-Werk

20:15 h: A Traum vo Hochzit – Familienkomödie

von Robin Hawdon. Alemannische Bühne

Partys

22 h: Pink Party – Queer Party des Regenbogen-

Referats. Mensa Rempartstraße

23 h: Eardrum – HipHop. White Rabbit

23 h: Inthemix – Elektro-Pop, Indie-Rock, Charts.

Jazzhaus Freiburg

BASEL

Theater & Tanz

19:30 h: Die Dreigroschenoper – Oper von Bertolt

Brecht. Musik von Kurt Weill. Theater Basel,

Große Bühne

19:30 h: Mary Page Marlowe, Eine Frau –

Schauspiel von Tracy Letts. Theater Basel,

Schauspielhaus

20 h: Dancelab – Choreografien des Ballettensembles.

Theater Basel, Kleine Bühne

22:30 h: Filmkaraoke – Mit Buddy Casino und

Martin Gantenbein. Eintritt frei. Theater Basel,

Theaterplatz

Film

20:45 h: Bildrausch Filmfestival Basel – Internationales

Filmfestival. Basel, verschiedene Orte

ANDERE ORTE

Baden-Baden

18 h: Christian Thielemann & Denis Matsuev

– Werke von Liszt und Brahms. Festspielhaus

Baden-Baden

Titisee-Neustadt

17 h: Nacht der Künste – Eventnacht.

Badeparadies Schwarzwald

Weil am Rhein

20:15 h: Strapse oder Bügelbrett – Mythologische

Komödie. Mit Emine Akman und Mathilda Mara.

TAM Theater am Mühlenrain

So 3. Juni

FREIBURG

Kunst

11 h: Vernissage und Ausstellung: Attractions#2018

– Biennale de la photographie

Mulhouse. Centre Culturel Français Freiburg

Musik

15 h: Konzerte im Freien – Skyline Big Band

Musikverein Landwasser. Eintritt frei. Seebühne

im Seepark

20 h: Guillermo Klein y Los Guachos – Jazz.

Waldsee Gaststätte

20 h: Rieke Katz feat. Joo Kraus – Jazz. Jazzhaus

Freiburg

Theater & Tanz

18 h: Krieg – Schauspiel von Rainald Goetz.

Theater Freiburg, Kleines Haus

18 h: Maria Stuart – Traumspiel nach Friedrich

Schiller. Experimentalbühne im E-Werk

19 h: Angels in America – Musiktheater nach Tony

Kushner. Theater Freiburg, Großes Haus

19 h: Die Falle – Krimi von Robert Thomas.

Alemannische Bühne

19:30 h: Unsere kleine Stadt – Schauspiel von

Thornton Wilders. Theatergruppe Spieltrieb.

TheaterFISTung (Theatersaal im Rektorat)

Kabarett & Comedy

19:30 h: Marion Metternich – Echt, jetzt?

Zauberkunst?! Ebneter Kultursommer. Schloss

Ebnet

Vorträge & Gespräche

11 h: Sonntagsmatinee – Geleitete Meditation

mit Marlot Prester und Videovortrag. Tibet Kailash

Haus

BASEL

Kunst

11 + 17 h: Recycled Illusions & Isabelle Stoffel –

Widerhall an der Grenze. Live-Audio-Walk durch

eine unbekannte Nachbarschaft. Kaserne Basel,

Treffpunkt: Abendkasse

Literatur

19 h: Michael Hugentobler – Sofalesung. Ort wird

bei der Anmeldung angegeben: sofalesungen.ch.

Basel, verschiedene Orte

Theater & Tanz

18:30 h: Amphitryon – Lustspiel von Heinrich

von Kleist nach Molière. Theater Basel, Schauspielhaus

18:30 h: Ballettschule Theater Basel – Sommergala.

Theater Basel, Grosse Bühne

Film

15:45 h: Bildrausch Filmfestival Basel – Internationales

Filmfestival. Basel, verschiedene Orte

ANDERE ORTE

Baden-Baden

17 h: Sonya Yoncheva – Werke von Verdi.

Festspielhaus Baden-Baden

Vogtsburg

17 h: Franz Keller: Vom Einfachsten das Beste

– Lesung. Menü im Anschluss. Reservierung:

T. 07662 933056. Weingut Franz Keller

(Kellerwirtschaft)

19 h: Gitarrenduo Fimbel – Werke von Piazolla,

Lauro, Raymond u.a. Eintritt frei, Spenden

erbeten. Kirche St. Michael Niederrotweil

Mo 4. Juni

FREIBURG

Literatur

20 h: Flugmodus: Die Lesebühne – Vier Poeten,

drei Runden. Jos Fritz Café

Musik

20:30 h: L.L. Buster Vintage – Monday Life Club

der Freiburger Blues Association. Gasthaus Schiff

21 h: The Someday Sessions – Nu Jazz Open Mic

Session. The Great Räng Teng Teng

Partys

22 h: Tageins – Wechselnde DJs. Eintritt frei.

Waldsee Gaststätte

Vorträge & Gespräche

19:30 h: 1968: Die Erfindung der Gegenwart –

Podiumsdiskussion. Universität Freiburg, KG

II, Audimax

20:15 h: Emotionale Intelligenz und Spiritualität

– Vortrag von Dr. Spiegel. Tibet Kailash Haus

BASEL

Theater & Tanz

19:30 h: Die Dreigroschenoper – Oper von Bertolt

Brecht. Musik von Kurt Weill. Theater Basel,

Große Bühne

20 h: Das Recht des Stärkeren – Schauspiel von

Dominik Busch. Theater Basel, Kleine Bühne

Di 5. Juni

FREIBURG

Literatur

20 h: Garrard Conley: Boy Erased – Lesung und

Gespräch. Artjamming

Musik

20 h: Dimitri Monstein Ensemble – Jazz ohne

Stress. Eintritt frei. Waldsee Gaststätte


VERANSTALTUNGEN KULTUR JOKER 33

Partys

18:30 h: Romanisches Kulturfest 2018 – Kulturfest

der Fachschaft Romanisitik mit Musik, Tanz und

kleinen Snacks. Jos Fritz Café

Film

19 h: Tanzkino – Filmreihe über zeitgenössischen

Tanz. Theater Freiburg, Kammerbühne

Vorträge & Gespräche

20:15 h: Kommunikation mit unsichtbaren

Maschinen – Reihe Konturen der nächsten

Gesellschaft. Mit Prof. Dr. Dirk Baecker. Universität

Freiburg, KG II, Hörsaal 2004

BASEL

Theater & Tanz

19:30 h: Kaspar Hauser und Söhne – Schauspiel

von Olga Bach. Theater Basel, Schauspielhaus

20 h: Esther. Eine Geschichte vom Bruderholz –

Schauspiel nach einem Roman von Lore Berger.

Im Anschluss Buchvernissage mit Charles

Linsmayer. Theater Basel, Nachtcafé/Box

20 h: Junges Haus – Seven. Theater Basel,

Kleine Bühne

Vorträge & Gespräche

19 h: Was wir schon immer über den Islam wissen

wollten – Kurs. Anm. bis 22.05.: a.weill@cjp.ch.

Zwinglihaus

ANDERE ORTE

Colmar

20 h: Die sieben Todsünden – Oper. Théâtre

municipal de Colmar

Mi 6. Juni

FREIBURG

Literatur

18:30 h: Platz da! – Praktiken urbaner Verdichtung

in Freiburg: Book Launch Party. Jos Fritz Café

19 h: Namibia, Namibia – Lesung mit Lichtbildern

mit Renate Klöppel. Augustinum Seniorenresidenz

Freiburg

19:30 h: Christophe Boltanski: Das Versteck –

Zweisprachige Lesung und Gespräch. In dt. und

franz. Sprache. Centre Culturel Français Freiburg

Musik

20 h: Reflexionen ENTFÄLLT!

– Gesprächskonzert. Hochschule

für Musik Freiburg, Kammermusiksaal

20:30 h: Lied.Gut – Der Acoustic Slam. Mensa

Rempartstraße

21 h: Die Top oder Flop Show – Schallplattenauktion

& Blutgericht. The Great Räng Teng Teng

Theater & Tanz

19 h: Theatertreff – Monatlicher Stammtisch der

TheaterFreunde. Theater Freiburg, Winterer-

Foyer

20 h: Er ist wieder da – Komödie nach dem Roman

von Timur Vermes. Wallgraben Theater

Partys

20 h: Move to Groove – Wechselnde DJs. Eintritt

frei. Waldsee Gaststätte

Vorträge & Gespräche

19 h: Der Herr der Achterbahnen – SWR live Talk

mit Michael Mack. Eintritt frei, Anm. erbeten: www.

swr.de. SWR Studio Freiburg

BASEL

Musik

19:30 h: Kammerorchester Basel – Lascia

Ch‘io pianga. Konzertante Oper von Händel.

Martinskirche Basel

19:30 h: Nachtigall – Sinfonieorchester Basel.

Mit Werken von Fauré, Saint-Saëns, Strawinsky.

Theater Basel, Große Bühne

20 h: Eunoia Quintett – Ein Fall für Fünf. Gare du

Nord (im Bad. Bahnhof)

Theater & Tanz

20 h: Das Recht des Stärkeren – Schauspiel von

Dominik Busch. Theater Basel, Kleine Bühne

ANDERE ORTE

Kandern

20:30 h: Ghalia & Mama’s Boys – Rhythm‘n‘Blues.

ChaBah

Waldkirch

19:45 h: Island: Mehr als ein Abenteuer –

Bildvortrag. Mehrgenerationenhaus Rotes Haus

Do 7. Juni

FREIBURG

Kunst

19 h: Vernissage: John F. Kennedy – Ikone und

Mythos. Carl-Schurz-Haus, Foyer

Literatur

20:15 h: Schall&Rausch – Die ultimative Freiburger

Late Night Show. Mit Martin Müller Reisinger u.

Bastian Kabuth. Theater Freiburg, Passage 46

Musik

20 h: Matt Woosey – Blues, Folk, Singer/

Songwriter. Eintritt frei, Spenden erbeten. Trattoria

Cum Laude

20:30 h: Dritte Wahl – Deutschpunk. Walfisch

21 h: Little Walters Rock‘n‘Roll-Zirkus – Seit 10

Jahren in der Harmonie. Harmonie Restaurant

Theater & Tanz

19 h: Family Affairs – Tanzstück über Aufbruch

und Loslassen. Junges Theater. Theater Freiburg,

Werkraum

20 h: Er ist wieder da – Komödie nach dem Roman

von Timur Vermes. Wallgraben Theater

20 h: Professor Bernhardi – Schauspiel von Arthur

Schnitzler. Theater der Immoralisten

Weitere aktuelle Termine finden Sie im

Online-Veranstaltungskalender des

Kultur Joker:

www.kulturjoker.de

Vorträge & Gespräche

20:15 h: Tod und Aufklärung: Wie die Aufklärer

dem Tod entgegensahen – Vortrag von Prof.

Dr. Ritchie Robertson. Universität Freiburg, KG

I, Hörsaal 1015

20:15 h: Zwischen Kultur und Kommerz: Quo vadis

Fußball? – Vortrag mit Andreas Rettig. Universität

Freiburg, KG I, Hörsaal 1199

BASEL

Musik

19:30 h: Nachtigall – Sinfonieorchester Basel.

Mit Werken von Fauré, Saint-Saëns, Strawinsky.

Theater Basel, Große Bühne

20 h: SoloVoices & thélème – Lobet die Nacht.

Gare du Nord (im Bad. Bahnhof)

20 h: Umberto Tozzi – Benefizkonzert zu Gunsten

krebskranker Kinder Basel. Musical Theater Basel

Theater & Tanz

19:30 h: Romulus der Grosse – Schauspiel von

Friedrich Dürrenmatt. Theater Basel, Schauspielhaus

20 h: Die Wiederholung: Histoire(s) du théâtre

I – Schauspielerische Untersuchung von Milo

Rau. Kaserne Basel

20 h: Medea – Schauspiel nach Euripides. Theater

Basel, Kleine Bühne

ANDERE ORTE

Bollschweil

h: BlueSeed – Bolando Sommerbühne. Bolando

Dorfgasthaus

Emmendingen

20 h: I EM Music: Limp Bizkit – Crossover, Nu

Metal. Schlossplatz Emmendingen

Fr 8. Juni

FREIBURG

Kunst

15 h: Olena Lytvynenko: Box of Poetry –

Performance. Augustinermuseum

Musik

19 h: Werkstatt-/Mitsingkonzert – Mendelssohn

Bartholdys Elias. Friedenskirche Freiburg,

Friedenskirche

20 h: Barbara Furtuna – Korsische Lieder. Kirche

St. Ursula/ Altkatholische Kirche

20 h: Nehenia Reinhardt Trio – Jazz Manouche.

Ebneter Kultursommer. KfZ-Werkstatt Hätti

20 h: Nie und Nimmer – HipHop. Jazzhaus

Freiburg

20 h: SPH Bandcontest – Stadtfinale der Saison

2018. Waldsee Gaststätte

Theater & Tanz

15 h: Freiburg Festival: Lessons of Leaking –

Machina eX. Theatrales Spiel. Theater Freiburg

20 h: Er ist wieder da – Komödie nach dem Roman

von Timur Vermes. Wallgraben Theater

20 h: Freiburg Festival: NO 43 Filth – Theater

NO99. Theater Freiburg

20 h: Professor Bernhardi – Schauspiel von Arthur

Schnitzler. Theater der Immoralisten

20 h: Vier linke Hände – Komödie von Pierre

Chesnot. Cala Theater

20:15 h: A Traum vo Hochzit – Familienkomödie

von Robin Hawdon. Alemannische Bühne

Kabarett & Comedy

20:30 h: 5. Freiburger Comedy Night – Mit Luca

Brosius, Marc Rosental, Amir Shabazz u.a. Mensa

Rempartstraße

Partys

21 h: Freitagscafé – Für Sexuelle Dissidenten.

Jos Fritz Café

23 h: We Love Hip Hop – HipHop, Trap, Future

Bass. Jazzhaus Freiburg

Vorträge & Gespräche

18 h: Goethe und Ariost – Vortrag von Prof. Dr.

Achim Aurnhammer. Haus zur Lieben Hand

BASEL

Musik

19:30 h: Wiener Symphoniker – AMG World

Orchestras. Werke von Schumann und Dvorák.

Musical Theater Basel

Theater & Tanz

19:30 h: The Rake‘s Progress – Oper von Igor

Strawinsky. Theater Basel, Große Bühne

20 h: Dancelab – Choreografien des Ballettensembles.

Theater Basel, Kleine Bühne

20 h: Die Wiederholung: Histoire(s) du théâtre

I – Schauspielerische Untersuchung von Milo

Rau. Kaserne Basel

ANDERE ORTE

Baden-Baden

20 h: Rocky Horror Show – Bühnenfassung des

Kult-Films. Festspielhaus Baden-Baden

21 h: Philharmonie Baden-Baden – Philharmonische

Schlosskonzerte. Weingut Schloss

Neuweier

Emmendingen

20 h: I EM Music: Adel Tawil – Pop, Singer/

Songwriter. Schlossplatz Emmendingen

Eschbach

20 h: No Plastic Band – Beatles Cover. Weinstetter

Hof

Pratteln

20 h: Rose Tattoo + The Wild! – Rock‘n‘Roll.

Konzertfabrik Z7

Straßburg

20 h: Bach tanzen im 21. Jahrhundert – Ballet de

l’Opéra national du Rhin. Opéra national du Rhin,

Salle Jean-Pierre Ponnelle

20 h: Festival Contre Temps – Kamaal Williams

+ Hailu Merga. Ethio-Jazz, Drum‘n‘Bass, House.

La Laiterie

Weil am Rhein

20:15 h: Runter zum Fluss – Mundartkomödie.

TAM Theater am Mühlenrain

Sa 9. Juni

FREIBURG

Literatur

15 h: Gerlinde Kurzbach & Carola Schark:

Freiburg zu Fuß – Lesung. Ebneter Kultursommer.

KfZ-Werkstatt Hätti

Musik

11:30 h: Orgelmusik zur Marktzeit – Münsterorgelkonzerte.

Freiburger Münster

19:30 h: Flauto Consort Freiburg: O dolce vita

mia! – Italienische Renaissance. Ebneter Kultursommer.

Werke von Festa, Willaert, de Rore u.a.

Schloss Ebnet, Kirche St. Hilarius

20:30 h: Prosecco – Blues & Jazzmusik. Ebneter

Kultursommer. KfZ-Werkstatt Hätti

21 h: Traitor + Total Annihilation – Thrash Metal.

Aftershowparty: DJ Darkgir and DJ Bleakphil.

Slow Club

Open Air Festival auf dem Grethergelände

Fünfzig Jahre 1968 sind für das informationszentrum 3. Welt und Radio Dreyeckland ein Grund zu feiern

Ob in Montevideo, Kinshasa,

Paris, Tokyo oder Berkeley:

Die Revolte von 1968 veränderte

die Welt bis heute. Junge

Menschen rebellierten gegen

die bleierne Schwere der damaligen

Zeit. Der Vietnamkrieg

empörte weltweit eine

ganze Generation.

1968 wurde die Idee von der

internationalen Solidarität

auf ein neues Level gehoben.

In vielen Ländern entstanden

soziale Bewegungen gegen

Krieg, Rassismus und Ausbeutung.

Der antiautoritäre

Geist der Zeit rief eine ganze

Kulturrevolution hervor. Sie

erfasste Musik, Theater, Film

und sogar die alltäglichen Lebenswelten.

Fünfzig Jahre 1968 sind für das

informationszentrum 3. Welt

(iz3w) und Radio Dreyeckland

(RDL) ein Grund zu feiern,

und zwar stilecht mit einem

Open Air Festival.

Den konkreten Anlass dazu

bietet die Gründung des iz3w

im Frühjahr 1968. Damals

schlossen sich junge Studierende

in Freiburg zusammen,

um gegen die Ausbeutung der

so genannten Dritten Welt zu

protestieren. Seitdem hat sich

vieles verändert, aber eines ist

geblieben: Im iz3w engagieren

sich junge und nicht mehr

ganz so junge Leute gegen den

rassistischen Normalzustand

einer hierarchischen Weltordnung.

Ganz ähnliches gilt für Radio

Dreyeckland, das vor 41 Jahren

begann, gegen den medialen

Mainstream anzusenden.

Mit seinen politischen Inhalten

und viel Subkulturellem ist

RDL heute nicht mehr wegzudenken

aus Freiburgs Szene.

Afrobeat mit Blackback

Beim gemeinsamen Open Air

von iz3w und RDL spielen drei

Bands, die den Spirit von 1968

auf ihre eigene Weise lebendig

werden lassen. Der Afrobeat

von Djeli Kouyaté & BLACKback

aus Guinea und Deutschland

schlägt eine musikalische

Brücke zum afrikanischen

Kontinent. Die Hurdy Gurdy

People aus Freiburg spielen

Songs von 1968 im neuen

musikalischen Gewand. Die

Cumbia-Rapperin Sara Hebe

aus Argentinien bringt mit

ihren politischen Lyrics und

urbanen Beats nicht nur die

Bühne zum Beben. Im Anschluss

spielt DJ Dubkali ein

Set aus Rocksteady, Dub und

Roots Reggae – alles Genres,

die ihre Wurzeln im Protestpop

von 1968 haben.

Das Open Air findet am 9.

Juni bei jedem Wetter statt. Bei

Regen wird der Innenhof des

Grethergeländes mit Planen

überdacht. Für internationale

Essensspezialitäten, leckere

Cocktails und kühle Getränke

ist gesorgt. Der Solibeitrag für

den Eintritt liegt bei 5 bis 10

Euro, je nach Selbsteinschätzung.

Einlass ist ab 20 Uhr,

Beginn um 21 Uhr.

Weitere Infos: www.iz3w.org

und https://rdl.de


34 KULTUR JOKER VERANSTALTUNGEN

Laufen für Europa

Kein Wettkampf, dafür ein

Zeichen gegen Hass und Nationalismus.

Am 9. Juni, 16

Uhr beginnt an der Porte de

Belfort in Neuf-Brisach der

zweite „Run for Europe“,

der bis nach Breisach führt.

Den Rahmen für den länderübergreifenden

Lauf bildet

das diesjährige Festival

Remp‘Arts in Neuf-Brisach.

Er kochte für die Queen und

Angela Merkel, war mit Wladimir

Putin in seiner „Adler

Wirtschaft“ in Hattenheim zu

Gast. Franz Keller gehörte zu

den renommiertesten Sterneköchen

in Deutschland. Ende der

1990er verabschiedete er sich

von der Sterne-Jagd und verfolgt

seither konsequent seine

eigene Philosophie: vom Einfachen

das Beste. Artgerecht

und naturnah züchtet er heute

die Rinder, Schweine und Kaninchen

selbst, die er in seiner

Küche verarbeitet. Franz Keller

fordert ein radikales Umdenken:

Schluss mit einer industriellen

Nahrungsmittelproduktion,

die den Respekt vor Tieren

und Pflanzen verloren hat und

den Menschen krank macht.

Am 14. Juni, 19.30 Uhr stellt

Die große Kunstausstellung

bildet den Grundton für den

Lauf, der mit viel Musik

und guter Stimmung für ein

schönes gemeinsames Erlebnis

sorgt. Denn es ist egal,

ob man als Spaziergänger,

Nordic-Walker oder ambitionierter

Läufer teilnimmt. Das

Zusammen zählt. Infos: runfor-europe.eu

Lesung mit Franz Keller Kirchzarten/Burg

Keller sein neues Buch „Vom

Einfachen das Beste“ im Buchladen

in der Rainhof Scheune

vor. Infos: www.buchladenrainhof.de

Franz Keller

Freiburger Fußballlegende

Neuf-Brisach

Foto: Anja Jahn

Vor 25 Jahren war es soweit:

Der SC Freiburg erreichte den

Aufstieg und alle jubelten, die

Fangemeinde wuchs. Zum Jubiläum

treffen sich nun Volker

Finke, Andreas Bornemann,

Martin Spanring und Dietrich

zur Nedden im Vorderhaus der

Fabrik und erzählen Geschichten

rund um die legendäre Er-

Freiburg

folgsgeschichte. Auch wird an

diesem Abend der Neudruck

des ehemals vergriffenen Erfolgsbuchs

Das Freiburg-Fieber

im Fußball-Oberhaus präsentiert.

Der Erlös des Abends

geht an den Förderverein

Freiburger Fußballschule.Die

Gesprächsrunde findet am 13.

Juni, 20 Uhr statt.

Zu den #MeToo-Protesten

#MeToo und #TimesUp sind

Hashtags, die großen Einfluss

zeigten. Nicht nur im Bereich

der Filmindustrie, sondern

bald in allen Bereichen, in

denen mächtige Männer ihre

Position nutzen, um Frauen zu

missbrauchen. Politik-Professorin

Lilly J. Goren, Autorin

von Mad Men and Politics,

Über den Tod sprechen

Das Café Totentanz versteht

sich als offene Plattform für

Gespräche über den Tod. Ob

es um die Lebensgestaltung

angesichts des unweigerlichen

Endes geht oder um allgemeine

Fragen über das Danach. In

Kleingruppen und ohne Rechtfertigungszwang

oder Expertenrat

sprechen. Das Konzept

ist überaus erfolgreich und findet

nun zum dritten Mal statt,

dieses Mal auch mit dem Kooperationspartner

Trauer Leben

Freiburg

hält in Kooperation mit dem

Carl Schurz Haus einen Vortrag

über „#MeToo In The Age

Of Trump“. Ein Blick auf die

Protestbewegung, ihre Energie

und das Potential, auch weiterhin

zu wirken. Der Vortrag findet

am 21. Juni, 20.15 Uhr im

Hörsaal 1199 statt.

Freiburg

Freiburg, der das Café eröffnen

wird. Das Café findet am 17.

Juni, 15 Uhr, im Café Liebes

Bisschen, Komturstraße 33,

statt. Anmeldung erforderlich.

Foto: Tanja Rommler

20 h: Dancehall – Post-Punk, Shoegaze. White

Rabbit

21 h: Wussy – Indie-Rock. Swamp

Theater & Tanz

15 + 17 h: Freiburg Festival: Lessons of Leaking

– Machina eX. Theatrales Spiel. Theater Freiburg

19 h: Freiburg Festival: Minorities – Yang Zhen.

Tanzperformance. E-Werk Freiburg, Saal

19 h: Freiburg Festival: Zucken – Junges Theater.

Theater im Marienbad

20 h: Er ist wieder da – Komödie nach dem Roman

von Timur Vermes. Wallgraben Theater

20 h: Professor Bernhardi – Schauspiel von Arthur

Schnitzler. Theater der Immoralisten

20 h: Vier linke Hände – Komödie von Pierre

Chesnot. Cala Theater

20:15 h: A Traum vo Hochzit – Familienkomödie

von Robin Hawdon. Alemannische Bühne

21 h: Freiburg Festival – MDLSX, Motus. Theater

Freiburg

Partys

15 h: 3PM – Mit DJs Albert Schwarz, Drama Club,

Klingberg und Kuj. Bass Music. Jos Fritz Café

23 h: Connected – Rock, Pop. Jazzhaus

23 h: Deep Station – Techno, House. White Rabbit

23:30 h: Freiburg Festival – Mit DJane Silvia

Calderoni. Theater Freiburg, Passage 46

Feste & Hocks

18 h: 50 Jahre iz3w – Open Air Jubiläumsfest.

Musik von Djeli Kouyaté & Blackback, Hurdy

Gurdy People und Sara Hebe. Grethergelände

BASEL

Theater & Tanz

19:30 h: Der Spieler – Oper von Sergej S.

Prokofjew. Theater Basel, Grosse Bühne

19:30 h: Kaspar Hauser und Söhne – Schauspiel

von Olga Bach. Theater Basel, Schauspielhaus

20 h: Die Wiederholung: Histoire(s) du théâtre I –

Schauspieler. Untersuchung von Milo Rau. Kaserne

ANDERE ORTE

Baden-Baden

21 h: Philharmonie Baden-Baden – Philharmon.

Schlosskonzerte. Weingut Schloss Neuweier

Breisach

20 h: PREMIERE: Dracula – Schauspiel nach

Bram Stoker. Festspiele Breisach

Denzlingen

19 h: 20 Jahre Pop & Jazzchor Concordia

Denzlingen – Pop, Jazz. Kultur- & Bürgerhaus

Denzlingen

Eschbach

20 h: Paradise – Pop-, Rock, Soulcover. Weinstetter

Hof

Gengenbach

11 h: Altstadt-Antikmarkt – In Gengenbach.

Gengenbach, verschiedene Orte

Gundelfingen

20:30 h: Lisa Mills – Southern Soul, Americana,

Gospel, Blues. Kultur- und Vereinshaus

Merzhausen

19:30 h: Arsen und Spitzenhäubchen – Komödie

von Joseph Kesselring. Theater79Merzhausen.

Bürgersaal Merzhausen

Riegel

20 h: Cuarteto Buenos Aires – Tango. Theater

Kumedi

Staufen

20 h: Leonce und Lena – Lustspiel von Georg

Büchner. Auerbachs Kellertheater

Straßburg

15 + 20 h: Bach tanzen im 21. Jahrhundert – Ballet

de l’Opéra national du Rhin. Opéra national du

Rhin, Salle Jean-Pierre Ponnelle

22:45 h: Festival Contre Temps – Mixorama.

House, Techno. La Laiterie

Weil am Rhein

20:15 h: Runter zum Fluss – Mundartkomödie.

TAM Theater am Mühlenrain

So 10. Juni

FREIBURG

Kunst

11 h: Vernissage: Wolfram Zimmer – Eine Tages

Kunstausstellung. Ebneter Kultursommer. KfZ-

Werkstatt Hätti

Musik

11 h: 7. Kammerkonzert – MusikerInnen des

Philharmonischen Orchesters. Werke von

Beethoven, Haydn, Bartók. Theater Freiburg,

Winterer-Foyer

11 h: Robbi Nakayama Trio – Jazzmatinée.

Depot.K

14 h: Ebneter Kultursommer – Freiburg stimmt ein.

Ebneter Kultursommer. Eintritt frei. Schloss Ebnet

14 h: Freiburg stimmt ein! – Mitmach-Kultur-

Festival auf verschiedenen Plätzen. Freiburg,

verschiedene Orte

15 h: Konzerte im Freien – Musikverein Freiburg-

Zähringen. Seebühne im Seepark

18 h: Freiburger Dommusik. Werke von W. Byrd,

da Palestrina, Florent Schmitt, Heinrich Schütz

u.a. Freiburger Münster

20 h: Kaleidobolt – Psychedelic Rock, Progressive

Rock. Slow Club

20 h: SWR Symphonieorchester – Orchesterkonzert.

Werke von Mahler. Konzerthaus Freiburg

Theater & Tanz

16 h: Freiburg Festival: Lessons of Leaking –

Machina eX. Theatrales Spiel. Theater Freiburg

18 h: Freiburg Festival – MDLSX, Motus. Theater

Freiburg

18 h: Freiburg Festival: Zucken – Junges Theater.

Theater im Marienbad

19 h: Divas Salon – Die Frisösen. Alemannische

Bühne

19 h: ImproKrimi – Theater L.U.S.T. Cala Theater

19 h: La Bohème – Oper von Giacomo Puccini.

Theater Freiburg, Großes Haus

20 h: Freiburg Festival: Lessons of Leaking –

Machina eX. Theatrales Spiel. Theater Freiburg

20 h: Freiburg Festival: Minorities – Yang Zhen.

Tanzperformance. E-Werk Freiburg, Saal

BASEL

Kunst

16 h: Das Jacob Burckhardt Katzenstück –

Performnace von Marcel Schwald. Einlass mögl.

bis 22 Uhr. Kaserne Basel

Musik

19 h: Basel Sonfonietta – 6. Abo-Konzert: Phanta

Rhei. Werke von Bates, Heggendorn, Mazzoli u.a.

Hafenareal Basel

Theater & Tanz

16 h: The Rake‘s Progress – Oper von Igor

Strawinsky. Theater Basel, Große Bühne

18:30 h: Mary Page Marlowe, Eine Frau –

Schauspiel von Tracy Letts. Theater Basel,

Schauspielhaus

19 h: Medea – Schauspiel nach Euripides. Theater

Basel, Kleine Bühne

ANDERE ORTE

Baden-Baden

11 h: Piotr Anderszewski – Werke von Mozart und

Chopin. Festspielhaus Baden-Baden

20 h: Caro Josée & Band – Blues, Jazz, Soul.

Kurhaus Baden-Baden, Runder Saal

Gengenbach

12 h: Altstadt-Antikmarkt – In Gengenbach.

Gengenbach, verschiedene Orte

Gutach (Schwarzwaldbahn)

11 h: Trachten, Tänze, Traditionen – Trachtentag.

Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof

Staufen

18 h: Leonce und Lena – Lustspiel von Georg

Büchner. Auerbachs Kellertheater

Straßburg

15 h: Bach tanzen im 21. Jahrhundert – Ballet de

l’Opéra national du Rhin. Opéra national du Rhin,

Salle Jean-Pierre Ponnelle

Mo 11. Juni

FREIBURG

Theater & Tanz

18 + 20 h: Freiburg Festival: Lessons of Leaking

– Machina eX. Theatrales Spiel. Theater Freiburg

Partys

22 h: Tageins – Wechselnde DJs. Eintritt frei.

Waldsee Gaststätte

Vorträge & Gespräche

20:15 h: Interreligiöser Dialog – Mit fünf Weltreligionen.

Tibet Kailash Haus

BASEL

Musik

20 h: Looping Journey – Improvisationen am und

im Rhein. Treffpunkt: Wettsteinbrücke, Basilisk

Theater & Tanz

19:30 h: Tod in Venedig – Ballett von Richard

Wherlock. Musik von Dmitri Schostakowitsch.

Theater Basel, Grosse Bühne

19:30 h: Vor Sonnenaufgang – Schauspiel von

Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann.

Theater Basel, Schauspielhaus

Di 12. Juni

FREIBURG

Literatur

20:15 h: Slam 46 – Poetryslam. Theater Freiburg,

Passage 46

Musik

19:30 h: SurpRising – Stars der Freiburger

Musikhochschule. Werke von Telemann, Fauré,

Ravel u.a. Paulussaal

20 h: Sander Baan Quartet – Jazz ohne Stress.

Eintritt frei. Waldsee Gaststätte

20 h: The Sigourney Weavers + Cadet Carter +

Midnight Car Romance - Power Pop, Punkrock,

Indie. White Rabbit

20:30 h: Jazz Jah Jam Session – Mit Corosol.

Jos Fritz Café

Theater & Tanz

19 h: Freiburg Festival: Schädel X – Flinn Works.

E-Werk Freiburg, Kammertheater

20 h: Er ist wieder da – Komödie nach dem Roman

von Timur Vermes. Wallgraben Theater

20:30 h: Freiburg Festival: Premiere – Tanzwerk’18.

Drei Tanzensemble zeigen eine Kurz-

Performance. E-Werk Freiburg, Saal

Vorträge & Gespräche

19 h: Lady Mary Wortley Montagu – Vortrag.

Augustinum Seniorenresidenz Freiburg

BASEL

Kunst

19 h: Pushit!! – Performance von Nic Kay.

Kaserne Basel

Literatur

19 h: Barbara Achermann: Frauenwunderland –

Lesung. Literaturhaus Basel

Theater & Tanz

19:30 h: Der Spieler – Oper von Sergej S.

Prokofjew. Theater Basel, Grosse Bühne

19:30 h: Romulus der Grosse – Schauspiel von

Friedrich Dürrenmatt. Theater, Schauspielhaus

20 h: Junges Haus: Polly – Schauspiel von

Peter Hacks nach John Gay. Theater Basel,

Kleine Bühne

Vorträge & Gespräche

19 h: Was wir schon immer über den Islam wissen

wollten – Kurs. Anm. bis 22.05.: a.weill@cjp.ch.

Zwinglihaus

ANDERE ORTE

Kirchzarten

20 h: Norbert Gstrein: Die kommenden Jahre –

Lesung und Gespräch. Buchladen in der Rainhof

Scheune

Mi 13. Juni

FREIBURG

Literatur

20:30 h: Poetry Slam – Thema: Nachhaltigkeit.

Mensa Rempartstraße

21 h: Poetry Slam – Im Räng. The Great Räng

Teng Teng

Musik

11 h: Tusch der Woche – Kurzkonzert von

Mehrklang Gesellschaft für Neue Musik. Museum

für Stadtgeschichte, Balkon

20 h: Freiburger Barockorchester – Jubiläumskonzert:

30 Jahre FBO. Werke von Telemann,

C.P.E. Bach und Beethoven. Einführung 19.15

Uhr. Konzerthaus Freiburg


VERANSTALTUNGEN KULTUR JOKER 35

20:30 h: The Scientists – Post-Punk, Blues,

Garage. Cafe Atlantik

21 h: Werkjam: Heirs to the Wild – Jazz, Singer-

Songwriter. E-Werk Freiburg, Foyer

Theater & Tanz

19 h: Freiburg Festival: Zig Zig –

Dokumentartheater. Mit anschließendem

KünstlerInnengespräch. Theater im Marienbad

19:30 h: Boris – Theater Patchwork. Musical in

franz. Sprache (mit Untertiteln). Alemannische

Bühne

20 h: Er ist wieder da – Komödie nach dem Roman

von Timur Vermes. Wallgraben Theater

21 h: Freiburg Festival: Schädel X – Flinn Works.

E-Werk Freiburg, Kammertheater

Partys

20 h: Move to Groove – Wechselnde DJs. Eintritt

frei. Waldsee Gaststätte

Vorträge & Gespräche

19 h: Bevor der Frust uns scheidet – Innovative

Strategien der Prävention von Paarproblemen.

Katholische Akademie

19 h: Telepräs(id)ent Kennedy: Zur Live-

Berichterstattung mit und um JFK – Vortrag mit

Dr. Tanja Weber. Eintritt frei. Carl-Schurz-Haus,

Konferenzraum

BASEL

Theater & Tanz

19:30 h: Tod in Venedig – Ballett von Richard

Wherlock. Musik von Dmitri Schostakowitsch.

Theater Basel, Grosse Bühne

I Never Read – Art Book Fair Basel

13. – 16 Juni 2018

Kaserne Basel

www.ineverread.com

ANDERE ORTE

Kandern

20:30 h: Miss Myra & The Moonshiners – Blues.

ChaBah

Mulhouse

20 h: Die sieben Todsünden – Oper. Théâtre

de la Sinne

Straßburg

20 h: Bach tanzen im 21. Jahrhundert – Ballet de

l’Opéra national du Rhin. Opéra national du Rhin,

Salle Jean-Pierre Ponnelle

Do 14. Juni

FREIBURG

Literatur

20 h: Patrick Salmen: Treffen sich zwei Träume..

– Poetry Slam. Cala Theater

Musik

19:30 h: Omkara Chor Freiburg – Friedenskonzert.

Ebneter Kultursommer. Kulturscheune Schloss

Ebnet

20 h: Bar – LP-Release-Show. Country, Doom.

Slow Club

20 h: Freiburger Barockorchester –

Jubiläumskonzert: 30 Jahre FBO. Werke

von Telemann, C.P.E. Bach und Beethoven.

Einführung 19.15 Uhr. Konzerthaus Freiburg

20 h: Zeus! – Noise. White Rabbit

Theater & Tanz

19 h: Freiburg Festival: Zig Zig –

Dokumentartheater. Theater im Marienbad

20 h: Er ist wieder da – Komödie nach dem Roman

von Timur Vermes. Wallgraben Theater

20 h: Freiburg Festival: Moeder (Mutter) – Peeping

Tom. Theater Freiburg

20 h: Unconcious Collections – Audiovisuelle

Dokumentarkonzert-Performance. Waldsee

Gaststätte

Vorträge & Gespräche

18 h: Zur Aktualität von Karl Marx – Vortrag

von Dr. Michael Berger. Waldhof Akademie für

Weiterbildung

18:15 h: Sich entscheiden: Momente der

Autobiographie bei Goethe – Vortrag von Prof. Dr.

Martina Wagner-Egelhaaf. Universität Freiburg,

KG I, Hörsaal 1199

20:15 h: Fußball und Rechtsextremismus:

Angriff von Rechtsaußen? – Vortrag mit Prof.

h.c. Dr. Gunter A. Pilz. Universität Freiburg, KG

I, Hörsaal 1199

BASEL

Kunst

21 h: Susanne Sachsse & Xiu Xiu – Original Sin:

A Concert. Performance. Kaserne Basel

Literatur

19 h: Hernán Ronsino: In Auflösung – Lesung.

Literaturhaus Basel

Musik

19:30 h: Abschiedskonzert Ivan Monighetti –

Musikakademie Basel. Werke von Rossini, Saint-

Saëns, Offenbach u.a. Musical Theater Basel

Theater & Tanz

19:30 h: Drei Schwestern – Schauspiel von Simon

Stone nach Anton Tschechow. Gastspiel: Pfalzbau

Ludwigshafen. Theater Basel, Große Bühne

19:30 h: The Rake‘s Progress – Oper von Igor

Strawinsky. Theater Basel, Große Bühne

21:15 h: Das Ende von Eddy – Schauspiel und

Ballett nach dem Roman von Édouard Louis.

Theater Basel, Foyer Schauspielhaus

ANDERE ORTE

Bollschweil

20 h: Lebenswert und Liebenswert: Das Hexental

– Naturparadies für Pflanzen, Tiere, Menschen.

Bolando Dorfgasthaus, 1. OG

Kirchzarten

20 h: Franz Keller – Lesung und Gespräch.

Buchladen in der Rainhof Scheune

Straßburg

20 h: Bach tanzen im 21. Jahrhundert – Ballet de

l’Opéra national du Rhin. Opéra national du Rhin,

Salle Jean-Pierre Ponnelle

Fr 15. Juni

FREIBURG

Literatur

20 h: Lorenz Just – Zwischen/Miete: Junge

Literatur in WGs. Ort wird online bekannt

gegeben: facebook.com/zwischenmiete. Freiburg,

verschiedene Orte

Musik

19 h: Import/Export-Jam – Heim und Flucht

Orchester + Gäste. Junges Theater. Eintritt frei,

Spenden erbeten. Theater Freiburg, Werkraum

20 h: Die Selektion + Video Diva – Cold-Wave,

New Wave. Aftershowparty: Jekyl & Daun, DJ

Bleakphil. Slow Club

20 h: SWR Symphonieorchester – Kammerkonzert.

Werke von Glinka, Schiphorst und Schumann.

Konzerthaus Freiburg

Theater & Tanz

19 h: Freiburg Festival: What if they went to

Moscow? – Christine Jatahy. Theater Freiburg

19 h: Freiburg Festival: Zvizdal – Berlin. E-Werk

Freiburg, Saal

19:30 h: Ein jeder Narr tut was er will – Solo-

Theater mit Texten von, über und mit Wilhelm

Busch. Augustinum Seniorenresidenz Freiburg

20 h: Der perfekte Mann – Schauspiel von Morten

Feldmann. Cala Theater

20 h: Er ist wieder da – Komödie nach dem Roman

von Timur Vermes. Wallgraben Theater

20 h: Professor Bernhardi – Schauspiel von Arthur

Schnitzler. Theater der Immoralisten

20:15 h: A Traum vo Hochzit – Familienkomödie

von Robin Hawdon. Alemannische Bühne

21 h: Freiburg Festival: Karandash – Musiktheater.

Theater im Marienbad

Partys

21 h: Bardrei – Die Bar für Frauen. Jos Fritz Café

23 h: Down By The Lake – DJs: Lawrence, Julius

Steinhoff. Waldsee Gaststätte

Feste & Hocks

18:30 h: 2. Münstertreff – Feierstunde und Hock.

Münsterplatz

Vorträge & Gespräche

20 h: Roman Rosdolsky und Paul Mattick: ein

Briefwechsel – Vortrag von Felix Klopotek.

Laterna Magika

BASEL

Musik

19:30 h: Collegium Musicum Basel – Passionato.

Werke von Weber, Elgar, Brahms. Musical

Theater Basel

Theater & Tanz

19:30 h: Der Spieler – Oper von Sergej S.

Prokofjew. Theater Basel, Grosse Bühne

19:30 h: Drei Schwestern – Schauspiel von Simon

Stone nach Anton Tschechow. Gastspiel: Pfalzbau

Ludwigshafen. Theater Basel, Große Bühne

20 h: Dancelab – Choreografien des Ballettensembles.

Theater Basel, Kleine Bühne

ANDERE ORTE

Bad Krozingen

19 h: Der Charmeur von Bad Krozingen – Erlebnistour.

Anm.: T.07633 4008163. Vita Classica

Neu für 2018!

Mulhouse

20 h: Die sieben Todsünden – Oper. Théâtre

de la Sinne

Rheinfelden

20 h: Chicago Hot Club – Jazz. Schützen

Kulturkeller

Straßburg

20 h: Bach tanzen im 21. Jahrhundert – Ballet de

l’Opéra national du Rhin. Opéra national du Rhin,

Salle Jean-Pierre Ponnelle

Waldkirch

20 h: Generation Y – Tanztheater der Dance-

Company Diamond Dust. Theater am Kastelberg

Kunst und beste Unterhaltung

Der Ebneter Kultursommer bietet auch 2018 ein breites Programm

Sa 16. Juni

FREIBURG

Musik

11:30 h: Orgelmusik zur Marktzeit – Münsterorgelkonzerte.

Freiburger Münster

19 h: Mehrklang, Gesellschaft für Neue Musik

– Jubiläumskonzert zum 10-jährigen Bestehen.

Werke von Kutsche, Steiner u.a. Archäologische

Sammlung der Universität

19:30 h: Freiburger Kammerchor – h-Moll-Messe

von Bach. Kath. Kirche St. Urban

19:30 h: Klassik in Weingarten – Laura Mead

(Violine) und Joachim Kist (Klavier). Werke von

Prokofiev. Eintritt frei, Spenden willkommen.

Mehrgenerationenhaus EBW

20 h: Joel Brandenstein – Pop. Jazzhaus Freiburg

20 h: Orsophilharmonic – Danse Générale:

Mythen in Bewegung. Konzerthaus Freiburg

20:15 h: Tiankai Yu: Titanentreffen – Klavierkonzert.

Ebneter Kultursommer. Werke von

Beethoven und Brahms. Eintritt frei. Schloss

Ebnet, Gelber Salon

Theater & Tanz

15 + 16.30 + 21 h: Freiburg Festival: There is

a noise – Mit Hestnes und Popovic. Theater im

Marienbad

19 h: Freiburg Festival: Karandash – Musiktheater.

Theater im Marienbad

19 h: Freiburg Festival: What if they went to

Moscow? – Christine Jatahy (Brasilien). Theater

Freiburg

19 h: Freiburg Festival: Zvizdal – Berlin. E-Werk

Freiburg, Saal

Explosives Duo: Oropax

20 h: Der perfekte Mann – Schauspiel von Morten

Feldmann. Cala Theater

20 h: Professor Bernhardi – Schauspiel von Arthur

Schnitzler. Theater der Immoralisten

20:15 h: A Traum vo Hochzit – Familienkomödie

von Robin Hawdon. Alemannische Bühne

Partys

22 h: Balkon Zum Bahnhof & dunkelgrau – Party.

Aftershowparty: Jekyl & Daun, DJ Bleakphil.

Slow Club

22 h: SchwuLesDance – Gay-Lesbian Party der

Rosa Hilfe Freiburg. Waldsee Gaststätte

23 h: A psychedelic journey – DJ Thelos.

Psytrance, Goa. Jos Fritz Café

23 h: Ahoii Club – Indie, Electronica. Theater

Freiburg, Passage 46

23 h: Inthemix – Elektro-Pop, Indie-Rock, Charts.

Jazzhaus Freiburg

Feste & Hocks

10 h: 320 Jahre Fabrik – Fest-Tag der offenen

Türen mit Musik, Genuss und Aktion. Fabrik für

Handwerk, Kultur & Ökologie e.V.

BASEL

Musik

19 h: Hip-Hop Tanzshow – Fantasy Dance School.

Musical Theater Basel

Theater & Tanz

19:30 h: Die Dreigroschenoper – Oper von Bertolt

Brecht. Musik von Kurt Weill. Theater Basel,

Große Bühne

Partys

17 h: Sun.Set – DJ/ Live: Âme. House, Techno.

Fondation Beyeler, Berower Park

Foto: Oropax

Ein bisschen außerhalb Freiburgs

aber kulturell von zentraler

Bedeutung ist der Ebneter

Kultursommer seit 2005

ein klares Veranstaltungshighlight

in der Region. Auch

dieses Jahr, vom 31. Mai bis 4.

Juli gibt es rund um die naturnahe

Kulisse des Schlosses Ebnet

ein breites Programm mit

Künstlern aus allen Sparten,

sei es im Bereich der Musik,

Literatur, Theater oder Kunst.

Bekanntes und Unbekanntes

geben sich dabei mühelos die

Hand. Initiiert von Nikolaus

von Gayling und Atai Keller

steht der Kultursommer für

die lebendige Begegnung von

Kunst und Unterhaltung.

Für den Monat Juni lassen

sich daher einige Highlights

nennen. Gleich am 2. Juni,

17 Uhr liest der Schauspieler,

Hörbuch- und Radiosprecher

Hartmut Stanke aus Hermann

Hesses Tagebüchern, Briefen,

Romanen und Gedichten. Die

Lesung im Theodor-Egel-

Saal wird von der bekannten

Pianistin Corinna Fuhrmann

begleitet. Flott geht es am 3.

Juni, 19.30 Uhr weiter. Marion

Metternich bringt Magie in

die Kulturscheune, das aber

gar nicht altmodisch, sondern

frisch mit Charme und Esprit.

Gypsy-Jazz nach seinem berühmten

Verwandten Django

Reinhardt spielt Lulo Reinhardt

am 8. Juni, 20 Uhr. Sein

Nehenia Reinhardt Trio bringt

prickelnden Jazz an den ungewöhnlichen

Ort der Autowerkstatt

Hätti. Dort findet

am 10. Juni, 11 Uhr auch die

Vernissage einer Kunstausstellung

von Wolfram Zimmer

statt. Ganz passend zur Umgebung

zeigt Zimmer Bilder

von Autos in Landschaften

oder Kellern. Klassikfreunde

dürfen sich hingegen auf den

16. Juni, 20.15 Uhr freuen. Da

gibt es ein „Titanentreffen“ im

Schloss Ebnet. Beethoven und

Brahms erhalten schillernde

Interpretationen durch den renommierten

Pianisten Tiankai

Yu. Politisch und doch persönlich

wird es am 20. Juni, 19.30

Uhr in der Kulturscheune,

da sprechen die Geflüchteten

Louay Hindi und Khaled Alsaleh

über ihr Heimatland Syrien,

mit Bild und Film.

Witzig und auch für Kids gestaltet

sich das Regionentheater

am 24. Juni, 16 Uhr in der

Kulturscheune mit Das Sams

- eine Woche voller Samstage.

Gar nicht ernst, dafür doppelt

witzig und für Jung und Alt.

Auch witzig und Open-Air:

Das Comedy-Dou Oropax am

29. Juni, 20 Uhr im Schlosspark.

Mit den beiden krachlustigen

Chaosbrüdern ist alles

garantiert, nur eben kein

besinnlicher Abend.

Gitte Haenning ist mit ihrer

Band am 30. Juni, 20 Uhr

ebenfalls im Schlosspark. Mit

Groove, Herz und lebendiger

Stimme interpretiert sie ihre

Lieblingslieder, dazu gibt‘s

die Vorband Red Hat um 18.30

Uhr.

Weitere Informationen zu Programm

und Spielorten unter:

www.ebneter-kultursommer.de


36 KULTUR JOKER VERANSTALTUNGEN

Feste & Hocks

19:30 h: Pelati delicati: Celentano arriviamo!

– Una storia d‘amore per Adriano. Gesang,

Musik, Geschichten, Tanz. Theater Basel,

Schauspielhaus

Vorträge & Gespräche

13 h: Marina Abramovic – Gespräch mit Jeannette

Fischer. Fondation Beyeler

ANDERE ORTE

Breisach

20 h: Dracula – Schauspiel nach Bram Stoker.

Festspiele Breisach

Emmendingen

14 h: Ziegenwanderung – Wein, Ziegen, Winzerin.

Treffpunkt: Burg Landeck

19:30 h: Die drei Musketiere – Abenteuerstück

nach Alexandre Dumas père. Theater im

Steinbruch

Merdingen

20 h: Petra Gack Gack – Die Marquise von O...

grenzenlos ent-Kleistert. Schauspiel und Musik.

Merdinger Kulturtage. Zehntscheuer

Offenburg

10 h: Kamehameha Festival – Mit Sven Väth,

Aka Aka, Claptone, Karotte, Moonbootica u.a.

Flugplatz Offenburg-Baden

Staufen

20 h: Leonce und Lena – Lustspiel von Georg

Büchner. Auerbachs Kellertheater

Straßburg

11 h: Mit brennendem Herzen – Puschkin in der

Musik. Opéra national du Rhin, Salle Paul Bastide

20 h: Bach tanzen im 21. Jahrhundert – Ballet de

l’Opéra national du Rhin. Opéra national du Rhin,

Salle Jean-Pierre Ponnelle

20 h: Eugen Onegin – Oper von Piotr Ilitch

Tchaïkovski. Opéra national du Rhin

Waldkirch

20 h: Generation Y – Tanztheater der Dance-

Company Diamond Dust. Theater am Kastelberg

Weil am Rhein

20:15 h: Männerschlussverkauf – Komödie mit

Emine Akman & Mirjam Schingnitz. TAM Theater

am Mühlenrain

So 17. Juni

FREIBURG

Musik

11 h: Klaviermatinee: Junge Pianisten – Schulte,

Maggioli, Heidler. Ebneter Kultursommer. Werke von

Haydn, Beethoven u.a. Eintritt frei. Schloss Ebnet

15 h: Konzerte im Freien – Musikverein Zähringen

SymBadisch. Seebühne im Seepark

20 h: E – Indie, Post-Rock, Noise. Aftershowparty:

Jekyl & Daun, DJ Bleakphi. Slow Club

Theater & Tanz

19 h: Family Affairs – Tanzstück über Aufbruch

und Loslassen. Junges Theater. Theater Freiburg,

Werkraum

Vorträge & Gespräche

12 h: Finanzkrise im Mittelalter? – Vortrag von

Sybille Schneider. Archäologisches Museum

Colombischlössle

15 h: 3. Café Totentanz – Gespräche über den

Tod. Anm.: T. 0761 61251787. Café Liebes

Bisschen

BASEL

Musik

19 h: Kris Kristofferson – Country. Musical

Theater Basel

Theater & Tanz

18:30 h: Amphitryon – Lustspiel von Heinrich

von Kleist nach Molière. Theater Basel,

Schauspielhaus

18:30 h: Der Spieler – Oper von Sergej S.

Prokofjew. Theater Basel, Grosse Bühne

19 h: Dancelab – Choreografien des Ballettensembles.

Theater Basel, Kleine Bühne

Vorträge & Gespräche

19 h: Worst Case Szenarios – Das Finale:

Schlechte Musik und vieles mehr. Kaserne Basel

ANDERE ORTE

Baden-Baden

17 h: Nederlands Dans Theater – Choreographien

von Sol León, Paul Lightfoot und Crystal Pite.

Festspielhaus Baden-Baden

Hartheim

11 h: Frauenchor Querbeat – Matinee. Pop,

Musical, Gospel. Salmen Hartheim

Münstertal

16:30 h: Akkordeongruppe Münstertal – Jubiläumskonzert

zum 40-jährigen Bestehen. Werke

von Bach u.a. Kirche St. Trudpert

Riegel

11 h: Matinée – Ein musikalischer Blumenstrauß.

Mit Studierenden der Hochschule für Musik Freiburg.

Theater Kumedi

Staufen

18 h: Leonce und Lena – Lustspiel von Georg

Büchner. Auerbachs Kellertheater

Mo 18. Juni

FREIBURG

Musik

20 h: Die goldene Sirene – Freiburgs Song Slam.

The Great Räng Teng Teng

20:30 h: Freispiel #96 – Pallarel Trio & Ephraim

Wegner. Freie Improvisation Ton und Bild. E-Werk

Freiburg, Kammertheater

Theater & Tanz

18 h: 33 Bogen und ein Teehaus – Geschichte

von Flucht und Ankunft. Nach Mehrnousch

Zaeri-Esfahani. Junges Theater Freiburg. Theater

Freiburg, Werkraum

Partys

22 h: Tageins – Wechselnde DJs. Eintritt frei.

Waldsee Gaststätte

Vorträge & Gespräche

19 h: Die Nachkriegsgeschichte im Spiegel von

Schlager, Rock und Pop – Vortrag mit Dr. Lothar

Jahn. Augustinum Seniorenresidenz Freiburg

Neu für 2018!

20:15 h: Goethes Farbenlehre im Lichte seines

Naturverständnisses – Vortrag von Dr. Klaus

Disselbeck. Universität Freiburg, KG I, Hörsaal

1199

BASEL

Theater & Tanz

19:30 h: Romulus der Grosse – Schauspiel

von Friedrich Dürrenmatt. Theater Basel,

Schauspielhaus

19:30 h: The Rake‘s Progress – Oper von Igor

Strawinsky. Theater Basel, Große Bühne

20 h: Junges Haus: Polly – Schauspiel von

Peter Hacks nach John Gay. Theater Basel,

Kleine Bühne

ANDERE ORTE

Straßburg

20 h: Eugen Onegin – Oper von Piotr Ilitch

Tchaïkovski. Opéra national du Rhin

Di 19. Juni

FREIBURG

Musik

20 h: Debussy II – Hommage à Debussy. Werke

von Dukas, Roussel, Malipier u.a. Hochschule für

Musik Freiburg, Kammermusiksaal

20 h: Judas Priest – Heavy Metal. Messe Freiburg,

Halle 2

20 h: Kaos Protokoll – Jazz ohne Stress. Eintritt

frei. Waldsee Gaststätte

20 h: Philharmonisches Orchester Freiburg – 7.

Sinfoniekonzert. Werke von Magnard, Strawinsky,

Fauré. Konzerthaus Freiburg

20:15 h: Internationale Orgelkonzerte – Mit

Matthias Maierhofer. Werke von Buxtehude,

Danksagmüller, Bach u.a. Freiburger Münster

Theater & Tanz

20 h: Er ist wieder da – Komödie nach dem Roman

von Timur Vermes. Wallgraben Theater

20 h: MayDay – Schauspiel von Dorothée

Zumstein. Theater Freiburg, Kleines Haus

BASEL

Musik

19:30 h: Schlusskonzert der Hochschule für

Musik FHNW – Sinfonieorchester Basel. Werke

von Penderecki, Brahms, Chausson u.a. Musical

Theater Basel

Theater & Tanz

19:30 h: Kaspar Hauser und Söhne – Schauspiel

von Olga Bach. Theater Basel, Schauspielhaus

ANDERE ORTE

Straßburg

19 h: Stick To Your Guns + Anti-Flag + Stray

From The Path – Punkrock, Hardcore. House,

Techno. La Laiterie

„Stattfest – Wir feiern Vielfalt“

Erstes interkulturelles Bürgerfest auf dem Platz der alten Synagoge in Freiburg

Feiern, sich informieren

und begegnen bei Musik

und Tanz ist die Devise

dieses ersten interkulturellen

Bürgerfestes an

zentralem Ort in Freiburg:

am 30. Juni startet

das „Stattfest – Wir feiern

Vielfalt“, von 14 bis 23

Uhr zum ersten Mal auf

dem Platz der alten Synagoge.

Zahlreiche interkulturelle

Initiativen aus

Freiburg präsentieren sich

mit musikalischen und

tänzerischen Beiträgen

in einem facettenreichen

und kurzweiligen Bühnenprogramm,

darunter

unter anderem der Südufer-Chor

des E-Werks Freiburg, das kroatische

Tamburaši-Orchester,

die Indonesische Tanzgruppe

oder auch brasilianische Samba-

Percussion-Power.

Ab 18.45 Uhr gehört die

Bühne überregionalen und internationalen

Bands. Die Haiducken

aus Freiburg stehen

für eine bunte Mischung aus

temporeich-aufheizenden oder

träumerisch-sehnsuchtsvollen

Klezmer- und Balkanstücken.

„Di nakht iz far dansing“ – „Die

Nacht ist zum Tanzen da“ heißt

ihr neues Album.

Die Sängerin, Tänzerin und

Perkussionistin Dobet Gnahoré

(Elfenbeinküste / Frankreich)

Natalia Doco

© hugues-anhes-10

ist bekannt für ihre energiegeladene

und mitreißende Power-

Live-Show mit Tanzeinlagen.

Elektronische Elemente vermischen

sich mit westafrikanischen

Mandingo-Melodien,

ivorischen Ziglibiti-Gitarrenläufen,

kongolesischen Rumba-

Rhythmen und kamerunischem

Bikutsi-Pop.

Die argentinische Musikerin

Natalia Doco verbindet Paris

mit Buenos Aires, Cobla und

Cumbia mit Chanson und Indiepop,

sie fusioniert auf Französisch

und Spanisch uralte

Rhythmen und Rituale der Inkas

mit eingängigen Melodien

und hypnotischen Arrangements

und schafft einen ganz

eigenen Latinfolk, Latinblues

und Latinpop.

Mit reichhaltigen

internationalen Speisen-

und Getränkeangeboten,

ausgestattet

mit Sitzgelegenheiten,

einem Kinderprogramm,

zahlreichen Informationsangeboten

und der

Live-Bühne verwandelt

sich der Platz der alten

Synagoge an diesem Tag

in eine Piazza mit internationalem

Charakter –

ein sommerlicher Treffpunkt

der Menschen,

der Kulturen und des

Miteinanders.

Das Stattfest 2018 wird vom

Kulturamt Freiburg in Zusammenarbeit

mit dem Amt für

Migration und Integration, Südwind

e.V. und dem Migrant_innenbeirat

sowie mit zahlreichen

Freiburger Vereinen und Initiativen

veranstaltet.

Kulinarisches bieten: Safran-

Frauen, Deutsch-Portugiesische

Gesellschaft, Eine-Welt-Forum,

Esan Akugbe Association (Nigeria),

PUNTO e.V.(Italien), Initiative

Guinea, Deutsch-Griechische

Gruppe, Indonesische

Gruppe, Frauen im Südwind,

Gruppe Eritrea, Nuestra América

e.V., A.R.S.F. e.V. (Senegal),

Akademische Plattform

Freiburg e.V. (Türkei), Ghana

Dobet Gnahoré

Union Freiburg, Sri-Lankisch-

Deutscher Verein, ASGAM

(Gambia) und der Arabisch-

Deutsche Kulturverein.

Am Bühnenprogramm sind

Brasilikum (Brasilianische

Samba-Percussion), Cantara

(Europäisch-Arabischer Chor),

die Ugarit Tanzgruppe, Acutun

(lateinamerikanische Tänze),

die Indonesische Gruppe

(Tanz), Ghana Union (Trommeln

und Tanz), das kroatische

Tamburaši -Orchester, der

Deutsch-Albanische Kulturverein

(Volkstänze), das Musikensemble

Babel Lokalklang und

der Südufer-Chor des E-Werks

Freiburg beteiligt.

Weitere Infos: unter www.

freiburg.de/stattfest

Mi 20. Juni

FREIBURG

Musik

19 h: Ljiljana Borota und Christian Knebel –

Children’s Corner: Kinderspiele. Werke von

Debussy und Bizet. Augustinum Seniorenresidenz

20 h: Kammermusikfest I – Studierende der

Hochschule für Musik Freiburg. Hochschule für

Musik Freiburg, Kammermusiksaal

20 h: Swing Ting Ting – Lindy Hop Get-Together.

The Great Räng Teng Teng

Theater & Tanz

20 h: Er ist wieder da – Komödie nach dem Roman

von Timur Vermes. Wallgraben Theater

Partys

20 h: Move to Groove – Wechselnde DJs. Eintritt

frei. Waldsee Gaststätte

Vorträge & Gespräche

19:30 h: Louay Hindi und Khaled Alsaleh – Syrien:

Innenansichten eines faszinierenden Landes.

Ebneter Kultursommer. Eintritt frei. Kulturscheune

Schloss Ebnet

BASEL

Musik

18 h: Summerblues Basel 2018 – Blueskonzerte

an verschiedenen Orten. Basel, verschiedene Orte

20 h: Abschlusskonzert – Mit dem Ensemble von

OperAvenir. Theater Basel, Kleine Bühne

Theater & Tanz

19:30 h: Tod in Venedig – Ballett von Richard

Wherlock. Musik von Dmitri Schostakowitsch.

Theater Basel, Grosse Bühne

19:30 h: Vor Sonnenaufgang – Schauspiel von

Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann.

Theater Basel, Schauspielhaus

ANDERE ORTE

Bad Krozingen

18 h: Vita Classica Nacht – Mit großem

Johannisfeuer und zahlreichen Aktionen. Vita

Classica

Colmar

12:30 h: Mit brennendem Herzen – Puschkin in

der Musik. Théâtre municipal de Colmar, Foyer


VERANSTALTUNGEN KULTUR JOKER 37

Pratteln

20 h: Bad Religion – Punkrock. Konzertfabrik Z7

Straßburg

20 h: Eugen Onegin – Oper von Piotr Ilitch

Tchaïkovski. Opéra national du Rhin

Do 21. Juni

FREIBURG

Literatur

18 h: Emmanuel Beule: Aus dem Buch eines

Komapatienten – Lesung und Impulsvortrag. Anm:

T. 0761 27112001. St. Josefskrankenhaus, Casino

19:30 h: Herdermer Sommerlesung – Daniela

Engist: Kleins Große Sache. Eintritt frei, Spenden

erbeten. Herdermer Kirchplatz

Musik

19:30 h: The Yankeles: A Nakht in Gan Eden

– Klezmer Konzert. Ebneter Kultursommer.

Kulturscheune Schloss Ebnet

20 h: Amor Dormiglione: In memoriam Katharina

Müther – Crossover, Jazz. Ebneter Kultursommer.

Schloss Ebnet, Sickingen-Kapelle Ebnet

20 h: Kammermusikfest II – Studierende der

Hochschule für Musik Freiburg. Hochschule für

Musik Freiburg, Kammermusiksaal

20 h: River Rats – Swing, Jazz, Folk. White Rabbit

Theater & Tanz

19 h: Family Affairs – Tanzstück über Aufbruch

und Loslassen. Junges Theater. Theater Freiburg,

Werkraum

19:30 h: The Black Forest Chainsaw Opera – Von

Stef Lernous. Theater Freiburg, Großes Haus

20 h: Er ist wieder da – Komödie nach dem Roman

von Timur Vermes. Wallgraben Theater

20 h: Krieg – Schauspiel von Rainald Goetz.

Theater Freiburg, Kleines Haus

20 h: Professor Bernhardi – Schauspiel von Arthur

Schnitzler. Theater der Immoralisten

Partys

21 h: Försterfest – Party der Fachschaft Forst-

Hydro-Umwelt. Waldsee Gaststätte

Vorträge & Gespräche

19 h: Rainald Goetz: Krieg – Reihe Gespräche

über aktuelle Inszenierungen. Katholische

Akademie

20:15 h: #MeeToo In The Age Of Trump – Vortrag

mit Lilly J. Goren. Eintritt frei. Universität Freiburg,

KG I, Hörsaal 1199

BASEL

Literatur

18 h: Literarischer Spaziergang – Russische

Reisende. Ort wird bei der Anmeldung angegeben:

literaturspur.ch. Basel

19 h: Peter Bichsel & Sinfonieorchester Basel –

Sinfonie en Route. Literaturhaus Basel

Theater & Tanz

19:30 h: Die Dreigroschenoper – Oper von Bertolt

Brecht. Musik von Kurt Weill. Theater Basel,

Große Bühne

ANDERE ORTE

Pratteln

20:30 h: Jeff Beck – Jazz-Rock, Progressive Rock.

Konzertfabrik Z7

Fr 22. Juni

FREIBURG

Literatur

15 h: Lauter leise Lesekonzerte – Lyrikfestival.

Literaturhaus Freiburg

Musik

18 h: Konzertexamen/Meisterklasse I –

Abschlussprüfung. Hochschule für Musik Freiburg,

Kammermusiksaal

20 h: Ensemble Recherche – Auf‘s Land.

Vorkonzert 19.15 Uhr. Morat-Institut

20 h: Konzertexamen/Meisterklasse II –

Abschlussprüfung. Werke von Prokofieff, Saint-

Saëns und Schumann. Hochschule für Musik

Freiburg, Kammermusiksaal

20 h: PREMIERE: Crashtest paradise – Bewegungs-Art

Abschlussstücke. E-Werk Freiburg,

Saal

Theater & Tanz

20 h: Der goldne Topf – E.T.A. Hoffmann Adaption

von Anna-Elisabeth Frick. Theater Freiburg,

Kleines Haus

20 h: Die Wunderübung – Komödie von Daniel

Glattauer. Cala Theater

20 h: Er ist wieder da – Komödie nach dem Roman

von Timur Vermes. Wallgraben Theater

20 h: Hello, Dolly! – Komödie. Theater Hans Dürr

20 h: Professor Bernhardi – Schauspiel von Arthur

Schnitzler. Theater der Immoralisten

22 h: Ein Sommernachtstraum – Komödie

von William Shakespeare. Theater Freiburg,

Großes Haus

Partys

21 h: Freitagscafé – Für Sexuelle Dissidenten.

Jos Fritz Café

23 h: Käthes Ballpalast – Elektro-Swing. Jazzhaus

Freiburg

Vorträge & Gespräche

17 h: Musik im Gespräch – Komponistengespräch

mit Joh. Christian H. Schulz. Stadtbibliothek

Freiburg, Hauptstelle Münsterplatz

18 h: Michael Blume: Islam in der Krise –

Eine Weltreligion auf dem Rückzug? Waldhof

Akademie für Weiterbildung

BASEL

Musik

19:30 h: Schlusskonzert der Hochschule für

Musik FHNW – Sinfonieorchester Basel. Werke

von Ohana, Schostakowitsch, Tschaikowsky u.a.

Musical Theater Basel

Theater & Tanz

10:30 h: Dancelab – Choreografien des Ballettensembles.

Theater Basel, Kleine Bühne

19:30 h: Mary Page Marlowe, Eine Frau –

Schauspiel von Tracy Letts. Theater Basel,

Schauspielhaus

19:30 h: The Rake‘s Progress – Oper von Igor

Strawinsky. Theater Basel, Große Bühne

ANDERE ORTE

Emmendingen

19:30 h: Die drei Musketiere – Abenteuerstück

nach Alexandre Dumas père. Theater im Steinbruch

Merdingen

20 h: Roland Breitenfeld (Elektronik) und Volker

Rausenberger – Der ferne Klang des Echos.

Merdinger Kulturtage. Zehntscheuer

Staufen

20 h: Leonce und Lena – Lustspiel von Georg

Büchner. Auerbachs Kellertheater

Straßburg

20 h: Eugen Onegin – Oper von Piotr Ilitch

Tchaïkovski. Opéra national du Rhin

Sa 23. Juni

FREIBURG

Musik

18 h: Zikaden – Instrumentales Musiktheater.

Freiburg, verschiedene Orte, Treffpunkt: Bertoldsbrunnen

19 h: Aya Tsujimoto (Sopran) & Christina

Lieberwirth-Morris (Violine) – Sprachmelodien.

Werke von Bach, Holst und Kurtág. Depot.K

20 h: Rossini Hayward: Eine musikalische Reise

durch die Zeit – Klassik, Barock, klassische

Gitarre. Ebneter Kultursommer. Schloss Ebnet

20:15 h: Camerata Instrumentale Freiburg – 2.

Kaufhaus-Serenade 2018. Historisches Kaufhaus

22 h: Salsa tanzen mit Son Con Ron –

Schnupperkurs, Konzert und Party. SWR Studio

Theater & Tanz

19:30 h: La Bohème – Oper von Giacomo Puccini.

Theater Freiburg, Großes Haus

20 h: Crashtest Paradise – Tanzperformance.

E-Werk Freiburg

20 h: Hello, Dolly! – Komödie. Theater Hans Dürr

Führungen

10:30 h: Theaterführung – Blick hinter die Kulissen.

Theater Freiburg, Treffpunkt: Bühneneingang

Partys

14 h: CSD Freiburg 2018 – Politparade &

Kundgebung. Freiburg, verschiedene Orte

23 h: Banana Bass – Nilo MC Soundystem. Bass,

Cumbia, Dubstep, Balkan, Trap. Jos Fritz Café

23 h: Inthemix – Elektro-Pop, Indie-Rock, Charts.

Jazzhaus Freiburg

Messen & Märkte

10 h: 28. Freiburger Keramiktage – Rauch und

Feuer. Alter Wiehrebahnhof

BASEL

Theater & Tanz

19:30 h: Tod in Venedig – Ballett von Richard

Wherlock. Musik von Dmitri Schostakowitsch.

Theater Basel, Grosse Bühne

20 h: Medea – Schauspiel nach Euripides. Theater

Basel, Kleine Bühne

ANDERE ORTE

Breisach

20 h: Dracula – Schauspiel nach Bram Stoker.

Festspiele Breisach

Emmendingen

16 h: Per-Tutti-Orchester – Sommerkonzert.

Werke von Brahms und Schubert. Steinhalle

19:30 h: Die drei Musketiere – Abenteuerstück

nach Alexandre Dumas père. Theater im Steinbruch

Eschbach

20 h: Fidelius Waldvogel & Marlies Blume – Das

BaWü-Menue: Zum Fressen gern. Weinstetter Hof

Kirchzarten

18:30 h: 10 Jahre baden.fm – Geburtstagsparty

mit Status Quo. Segelfluggelände Kirchzarten

Staufen

20 h: Leonce und Lena – Lustspiel von Georg

Büchner. Auerbachs Kellertheater

So 24. Juni

FREIBURG

Musik

11 h: Konzerte im Freien – Musikverein Freiburg-

Zähringen. Musikpavillon im Stadtgarten

17 h: Per-Tutti-Orchester – Sommerkonzert.

Werke von Brahms und Schubert. Bürgerhaus

Zähringen

19 h: Theresa Heidler und Romain Carl – Ebneter

Klavierduo-Abend. Ebneter Kultursommer. Werke

von Debussy, Ravel. Eintritt frei. Schloss Ebnet,

Gelber Salon

20 h: Boston Manor + The Deadnotes + Elm Tree

Circle – Pop-Punk, Punkrock, Indie. White Rabbit

20 h: Kaisersaal-Konzerte 2018 – Mozart.

Historisches Kaufhaus Freiburg

Theater & Tanz

19 h: Krieg – Schauspiel von Rainald Goetz.

Theater Freiburg, Kleines Haus

20 h: Crashtest Paradise – Tanzperformance.

E-Werk Freiburg

Messen & Märkte

11 h: 28. Freiburger Keramiktage – Rauch und

Feuer. Alter Wiehrebahnhof

BASEL

Musik

18 h: Mechaje Ensemble Basel: Benefizkonzert

– Zugunsten der Stiftung Christlich-Jüdische

Projekte. Zwinglihaus, Kleiner Saal

Theater & Tanz

18:30 h: Amphitryon – Lustspiel von Heinrich

von Kleist nach Molière. Theater Basel, Schauspielhaus

18:30 h: The Rake‘s Progress – Oper von Igor

Strawinsky. Theater Basel, Große Bühne

19 h: Dancelab – Choreografien des Ballettensembles.

Theater Basel, Kleine Bühne

ANDERE ORTE

Badenweiler

11 h: Early Folk Duo & Jazzduo Mike Schweizer/

Florian Döling – Folk, Jazz. Kurhaus Badenweiler

Müllheim

12 h: Hof-Fest der Stadtmusik Müllheim – Mit

verschiedenen Musikvereinen. Weingut Schindler

Krise des Islam

Dr. Michael Blume räumt mit

einem Mythos auf. In seinem

Buch Islam in der Krise berichtet

er von einer Weltreligion,

die mitnichten selbstbewusst

expandiert, sondern mit tiefen

Spaltungen zu kämpfen hat.

Nur die wirtschaftliche Macht

der islamisch geprägten Staaten

hält diese als solche noch

Tanz ins Paradies

Freiheit der

Rollenbilder der Frau werden

in Cocon - Die Entpuppung aus

der Perspektive unterschiedlicher

Kulturen erkundet.

Das Interkulturelle Theater

brachte Frauen aus verschiedenen

Kulturkreisen mit und

ohne Migrationshintergrund

zusammen. Zusammen haben

die Frauen zu ihren Kämpfen,

dem Ringen um Freiheit

Die Baden-Badener Sommernächte

– die große Sommer-

Party im Kurgarten am Kurhaus

Baden-Baden steigt von 28. Juni

bis 1. Juli. Geboten werden verschiedene

gastronomische Leckerbissen

und viel Live-Musik.

Die Sick-Arena wird während

der Fußball-Weltmeisterschaft

zur Fan-Arena.

Vom ersten Spiel der deutschen

Nationalmannschaft

am 17. Juni bis hin zu einem

möglichen Finale am 15. Juli

präsentiert die FWTM alle

Spiele der deutschen Nationalmannschaft

auf einer 60

Freiburg

am Leben. In all dem Resignationsklima

entsteht schließlich

auch Terrorismus. Hier hilft

Blumes Buch nicht zuletzt Probleme

besser zu verstehen und

neue Lösungswege zu finden.

Am 22. Juni, 19 Uhr liest der

Autor aus seinem Buch. Die

Veranstaltung findet im Waldhof

statt.

Freiburg

Um ins Paradies zu kommen,

muss man auch einmal

mit Schwung durch die Wand.

Unter dem Titel „Crashtest

Paradise“ findet ein Tanz-Performance

Abend an der Schule

für Tanz, Improvisation

und Performance statt. 15

TänzerInnen bringen neun

Kurzstücke als Abschluss

ihrer Ausbildung an der

Schule auf die Bühne des

E-Werk. Da wird es mal

poetisch, mal sinnlich,

mal humorvoll. Gelerntes

kommt hier zur Anwendung,

dabei wird erforscht

und improvisiert, eine lebendige

Show. Premiere ist am

22. Juni, 20 Uhr. Weitere Aufführungen:

23./24./28./29./30.

Juni, jew. 20 Uhr.

Foto: Clara von Arx

ein Theaterstück gestaltet. Da

geht es um die Öffnung, den

Aufbruch, das Zurücklassen

des vertrauen Umfelds, des

Kokons. In einer Schreibwerkstatt

entstanden, entwickelte

sich das Stück schnell zum Erfolg

und ist nun am 22. und 23.

Juni, jew. 20.30 Uhr wieder im

E-Werk zu sehen.

Sommernächte – Open Air Baden-Baden

Public Viewing

Foto: BBE

Freuen können sich die Besucher

auf authentische Tribute-Bands

und vielseitige Musiker – und

das im einmaligen Ambiente

vor dem Kurhaus Baden-Baden.

Der Eintritt ist an allen vier

Tagen frei.

Freiburg

m² großen LED-Leinwand.

„Die Fan-Arena bietet ein

wetterunabhängiges Fußballerlebnis

und Stadion-Atmosphäre

mit Sitzplatztribüne

und Stehplätzen sowie zusätzlichen

Plätzen an Bierbankgarnituren“,

so FWTM-

Geschäftsführer Daniel Strowitzki.


1

Kolumnentitel

31. Jahrgang, Ausgabe 2018

Fotonachweis

38 KULTUR JOKER VERANSTALTUNGEN

Straßburg

17 h: Eugen Onegin – Oper von Piotr Ilitch

Tchaïkovski. Opéra national du Rhin

Vogtsburg

17 h: Werner Berges in Oberbergen – Ausstellungseröffnung

und Gesprächsportrait. Weingut

Franz Keller (Kellerwirtschaft)

Waldkirch

16 h: Generation Y – Tanztheater der Dance-

Company Diamond Dust. Theater am Kastelberg

Mo 25. Juni

FREIBURG

Musik

19:30 h: Liederabend – Mit Irina Jae Eun Park.

Theater Freiburg, Winterer-Foyer

20 h: Chorkonzert – Werke von Schubert.

Hochschule für Musik Freiburg, W.-Hoffmann-Saal

Partys

22 h: Tageins – Wechselnde DJs. Eintritt frei.

Waldsee Gaststätte

Vorträge & Gespräche

20:15 h: Nichts begehren, sich gegen nichts wehren

– Das Geheimnis der Gier und ihre Gegenseite.

Vortrag von Dr. Spiegel. Tibet Kailash Haus

Di 26. Juni

FREIBURG

Literatur

19 h: Sommerfest im MensaGarten – Best of

Surpreme. Mensa Rempartstraße, Mensagarten

Musik

20 h: Woodville 3 – Jazz ohne Stress. Eintritt frei.

Waldsee Gaststätte

20:15 h: Internationale Orgelkonzerte – Mit

Christian Drengk. Werke von Bach, Liszt und

Reubke. Freiburger Münster

20:30 h: Jazz Jah Jam Session – Mit Corosol.

Jos Fritz Café

Partys

19 h: Sommerfest im MensaGarten – Outdoor Ping

Pong Club. Mensa Rempartstraße, Mensagarten

Film

19 h: Tanzkino – Filmreihe über zeitgenössischen

Tanz. Theater Freiburg, Kammerbühne

BASEL

Musik

19:30 h: Kammerorchester Basel – Auto-Tune.

Musiktheater. Druckereihalle im Ackermannshof

ANDERE ORTE

Straßburg

20 h: Eugen Onegin – Oper von Piotr Ilitch

Tchaïkovski. Opéra national du Rhin

Mi 27. Juni

FREIBURG

Musik

11 h: Tusch der Woche – Kurzkonzert von

Mehrklang Gesellschaft für Neue Musik. Museum

für Stadtgeschichte, Balkon

20 h: After Work Big Band Jazz – Ein Abend mit

der Kilian Heitzler Big Band. Eintritt frei, Spenden

erbeten. Augustinum Seniorenresidenz Freiburg

20 h: Klarinetten-Trio – Trio Magos. Werke von

Zemlinsky und Bruch. Hochschule für Musik

Freiburg, Kammermusiksaal

21 h: Werkjam: Stomil – Folklore, Jazz, E-Musik.

E-Werk Freiburg, Foyer

Theater & Tanz

19:30 h: Drei Winter – Schauspiel von Tena

Stivicic. Theater Freiburg, Großes Haus

Partys

20 h: Move to Groove – Wechselnde DJs. Eintritt

frei. Waldsee Gaststätte

20:30 h: Die Autonomie meiner Musik – DJ

Indyquität. Indie. Jos Fritz Café

BASEL

Musik

19:30 h: Kammerorchester Basel – Auto-Tune.

Musiktheater. Druckereihalle im Ackermannshof

19:30 h: Schlusskonzert der Hochschule für

Musik FHNW – Sinfonieorchester Basel. Werke

von Korngold, Strauss, Prokofjew. Musical

Theater Basel

ANDERE ORTE

Emmendingen

19:30 h: Die drei Musketiere – Abenteuerstück nach

Alexandre Dumas père. Theater im Steinbruch

Hausacher Leselenz

Sprachränder/ Rändersprachen

27. Juni – 6. Juli 2018

www.leselenz.eu

Do 28. Juni

FREIBURG

Literatur

19 h: Sommerfest im MensaGarten – KulTourPur:

Internationales Fest der Kulturen. Mensa

Rempartstraße, Mensagarten

Theater & Tanz

20 h: Crashtest Paradise – Tanzperformance.

E-Werk Freiburg

20 h: PREMIERE: Autoctonos – Choreografie von

Ayelen Parolin. Theater Freiburg, Kleines Haus

Führungen

19 h: Freiburger Jägerhäusleweg – Führung.

Freiburg, verschiedene Orte

Partys

22 h: Sportlerparty – Party der Fachschaft Sport

der PH Freiburg. Waldsee Gaststätte

Vorträge & Gespräche

20 h: Donnerstalk – Mit Julica Goldschmidt und

Anna-Lena Gröner. Ebneter Kultursommer.

Kulturscheune Schloss Ebnet

BASEL

Kunst, Klang und Digitales

Die 28. Merdinger Kulturtage

Die 28. Merdinger Kulturtage

warten auch dieses Jahr mit

einem abwechslungsreichen

Programm in der historischen

Zehntscheune auf. Los geht es

am 10. Juni, 11 Uhr mit einer

Ausstellung. Diese verschreibt

sich passend zum Jahresthema

des Merdinger Kunstforums

dem Thema „Digital“ und

somit auch den Schnittstellen

zwischen digitaler und

analoger Welt. Das Künstler-

Duo Flurina Badel & Jérémie

Sarbach verkörpern eine

junge, eigenständige Position

im trinationalen Raum Basel-

Freiburg-Strasbourg. In der

Zehntscheune stellen sie neue

und auch eigens für den großräumigen

Ausstellungsraum

gestaltete Werke aus.

Am 16. Juni, 20 Uhr stellt Petra

Gack ihr neues Programm

Die Marquise von O! ...eine

grenzenlose ent-Kleist-erung

vor. Gack spielt hier alle Rollen

und bringt Heinrich von

Musik

19:30 h: Kammerorchester Basel – Sommernacht

mit Puck und Wolferl. Werke von Mendelssohn

und Mozart. Theodorskirche Basel

ANDERE ORTE

Baden-Baden

16 h: Baden-Badener Sommernächte – Sommer-

Party. Kurhaus Baden-Baden, Kurgarten

Bollschweil

h: Rare Tulpe – Bolando Sommerbühne. Bolando

Dorfgasthaus

Arbeit des Künstlerduos Flurina Badel & Jérémie

Sarbach

Kleists eigentlich tragisches

Stück um eine unverhoffte

Schwangerschaft gewitzt auf

die Bühne. Am 22. Juni, 20

Uhr gibt es dann etwas auf

die Ohren. Zu hören ist ein

abwechslungsreiches Konzert

für Akkordeon und Elektronik

von Roland Breitenfeld. Der

Komponist wird seine Live-

Elektronik mit Hilfe seiner

Klangregie-Assistentin Ingrid

Breitenfeld und dem Akkordeonspieler

Volker Rausenberger

mit Spielfreude performen.

Neben der Komposition

„Ageha-Chō“ nach einem japanischem

Original und hier in

Bearbeitung fürs Akkordeon,

hört man das Stück „Melodia“

des japanischen Komponisten

Toshio Hosokawa, „Wood-

Fr 29. Juni

FREIBURG

Musik

17 h: Zikaden – Instrumentales Musiktheater.

Hochschule für Musik Freiburg, Foyer

18:30 h: Sunrise Avenue + Max Giesinger – Rock,

Pop. Messe Freiburg, Fürstenberg Freilichtbühne

19 h: 3. Freiburger Chornacht – Auf verschiedenen

Plätzen im Stadtgebiet. Freiburg, verschiedene

Orte

19 h: Konzert zur Aufnahme in die Begabtenförderung

– Ein Abend der Musikschule Freiburg.

Eintritt frei, Spenden erbeten. Augustinum Seniorenresidenz

Freiburg

20 h: The Roaring 420s – Psychedelic, Garage.

The Great Räng Teng Teng

21 h: Filmmusikkonzert – Philharmonisches

Orchester Freiburg. Theater Freiburg, Großes

Haus

Theater & Tanz

20 h: Autoctonos – Choreografie von Ayelen

Parolin. Theater Freiburg, Kleines Haus

20 h: Crashtest Paradise – Tanzperformance.

E-Werk Freiburg

20 h: Meisterklasse – Maria Callas, von Terrence

McNally. Cala Theater

20 h: PREMIERE: Ein Sommernachtstraum –

Komödie von William Shakespeare. Theater

Hans Dürr

Kabarett & Comedy

20 h: Oropax – Openair-Spezial. Ebneter

Kultursommer. Schloss Ebnet, Schlosspark

Partys

19:30 h: AfterWorkParty – Toben wie die Kinder

Ü18. Kinder Galaxie

23 h: Filmmusikkonzert – Aftershow-Party.

Theater Freiburg, Passage 46

23 h: Panda Party – HipHop, Trap, Funk, Reggae,

Dancehall. Jazzhaus Freiburg

Feste & Hocks

19 h: Oberlindenhock 2018 – In Freiburgs Oberer

Altstadt. Freiburg, verschiedene Orte

ANDERE ORTE

Baden-Baden

16 h: Baden-Badener Sommernächte – Sommer-

Party. Eintritt frei. Kurhaus Baden-Baden,

Kurgarten

House“ und „Gourd“. Klänge

durch Kürbisse und ostasiatische

Einflüsse verschmelzen

zu einer bunten Klangmischung.

Am 30. Juni, 20 Uhr geht es

mit hochklassigen Orchestern

weiter. Der Balthasar Neumann

Chor und -Ensemble

sowie das Freiburger Barockorchester

spielen hochwertige

Interpretationen alter Musik,

unter anderem Trio-Sonaten

von Johnann Sebastian Bach.

Echten Swing versprechen

Vadim Fedorov, sein Sohn

Sergej Fedorov und Alexandru

Cebanica am 7. Juli, 20 Uhr.

Eine Show voll purer Virtuosität

und echter Spielfreude.

Am 8. Juli, 18 Uhr enden

schließlich die Kulturtage mit

der Finissage der alles umrahmenden

Ausstellung des

Künstler-Duos Flurina Badel

& Jérémie Sarbach.

Weitere Infos: www.merdinger-kunstforum.de

20 h: Thibaut Garcia – Werke von Chapí, Rodrigo

und Giménez. Festspielhaus Baden-Baden

Eschbach

20 h: Die Giselas – A Cappella. Weinstetter Hof

Staufen

20 h: Leonce und Lena – Lustspiel von Georg

Büchner. Auerbachs Kellertheater

Weil am Rhein

20:15 h: Die Knaschtbrüeder – Musikabend

mit Jeannot und Christian. TAM Theater am

Mühlenrain

Sa 30. Juni

FREIBURG

Musik

11:30 h: Orgelmusik zur Marktzeit –

Münsterorgelkonzerte. Freiburger Münster

16 h: SWR Symphonieorchester –

Generationenkonzert. Werke von Prokofiew und

Bizet. Konzerthaus Freiburg

18 h: Verspielt & Elektronisch – Tech House,

Downbeat. Jos Fritz Café

18:30 h: Gitte Haenning & Band: Meine Freunde,

meine Helden, Ihre Gitte! Ebneter Kultursommer.

Schloss Ebnet, Open-Air Schloss Ebnet

18:30 h: Jugendchor St. Georg – Hexental

Lebenswege. Eintritt frei, Spenden erbeten.

Augustinum Seniorenresidenz Freiburg

19 h: Iron Maiden + Killswitch Engage – Heavy

Metal. Messe Freiburg, Fürstenberg Freilichtbühne

MIT

SONDERTEIL

inklusive großem

Festkalender

Hoch hinaus

an Seilen und Ziplines

Das Magazin

für Ihren

Erlebnisurlaub

Inklusive Panoramakarte

zum Herausnehmen

Theater & Tanz

19:30 h: Ein Sommernachtstraum – Komödie

von William Shakespeare. Theater Freiburg,

Großes Haus

20 h: Crashtest Paradise – Tanzperformance.

E-Werk Freiburg

20 h: Meisterklasse – Maria Callas, von Terrence

McNally. Cala Theater

Partys

23 h: Connected – Rock, Pop, Eurodance.

Jazzhaus Freiburg

Feste & Hocks

14 h: Stattfest – Wir feiern Vielfalt. Platz der

Alten Synagoge

15 h: Oberlindenhock 2018 – In Freiburgs Oberer

Altstadt. Freiburg, verschiedene Orte

ANDERE ORTE

Baden-Baden

12 h: Baden-Badener Sommernächte – Sommer-

Party. Eintritt frei. Kurhaus Baden-Baden,

Kurgarten

20 h: Götz Alsmann, Dieter Ilg Trio & Dejan

Lazic – Wem gehört Beethoven? Jazz, Klassik.

Festspielhaus Baden-Baden

Breisach

20 h: Dracula – Schauspiel nach Bram Stoker.

Festspiele Breisach

Emmendingen

19:30 h: Die drei Musketiere – Abenteuerstück

nach Alexandre Dumas père. Theater im

Steinbruch

Heitersheim

15 h: Gutsfest – Mit Musik, Kinderprogramm,

Verkostungen und vielem mehr. Weingut

Zähringer

Merdingen

20 h: Balthasar Neumann Chor und -Ensemble &

Freiburger Barockorchester – Trio-Sonaten von

J. S. Bach. Merdinger Kulturtage. Zehntscheuer

Straßburg

20 h: Liederabend – Mit Ludovic Tézier &

Cassandre Berthon. Werke von Schubert,

Schumann u.a. Opéra national du Rhin

Weil am Rhein

16 h: Die Bremer Stadtmusikanten – Mitspiel-

Theater. TAM Theater am Mühlenrain

4,50 Euro

Die

neuen

Schwarzwald

Impressionen

2018

sind da!!!


VERANSTALTUNGEN KULTUR JOKER 39

1. Juni

Freiburg

15 h: Der Regenbogenfisch und seine Freunde

– Für Kids ab 5 Jahren. Planetarium Freiburg

3. Juni

Freiburg

14 h: Geisterjagd durchs Theater – Die vollkommen

verspukte Theaterführung. Für Kids ab

7 Jahren. Theater Freiburg, Start: Foyer Gr. Haus

4. Juni

Freiburg

15:30 h: Mein Elefant will nicht ins Bett – Bilderbuchkino.

Für Kids ab 4 Jahren. Kinder- und

Jugendmediothek Rieselfeld

5. Juni

Freiburg

10 h: An der Arche um Acht – Schauspiel von

Ulrich Hub. Ab 6 Jahren. Theater im Marienbad

6. Juni

Freiburg

10 h: An der Arche um Acht – Schauspiel von

Ulrich Hub. Ab 6 Jahren. Theater im Marienbad

7. Juni

Freiburg

10 h: An der Arche um Acht – Schauspiel von

Ulrich Hub. Für Kids ab 6 Jahren. Theater im

Marienbad

8. Juni

Freiburg

09/10/11/16/17/18 h: Die große Reise – Eine Fahrt

um die Welt im Inneren eines Busses. Für Kids von

4 bis 7 Jahren. Theater im Marienbad

18 h: Die Verwandlung – Mit Bering und Grubel.

Für Kids ab 10 Jahren. Theater Freiburg, Werkraum

9. Juni

Freiburg

14 + 15 h: Die große Reise – Eine Fahrt um die

Welt im Inneren eines Busses. Für Kids von 4 bis

7 Jahren. Theater im Marienbad

Freiburg

15:30 h: Pettersson und Findus – Eine Geburtstagstorte

für die Katze. Nach Sven Nordqvist. Für

Kids ab 3 Jahren. Theater Hans Dürr

Freiburg

17 + 19 h: Die große Reise – Eine Fahrt um die

Welt im Inneren eines Busses. Für Kids von 4 bis

7 Jahren. Theater im Marienbad

Emmendingen

11 h: Alice im Glockenland – Kindermusical von

Johannes Matthias Michel. Eintritt frei, Spenden

erbeten. Ev. Stadtkirche Emmendingen

10. Juni

Freiburg

14 + 15 + 17 h: Die große Reise – Eine Fahrt um

die Welt im Inneren eines Busses. Für Kids von 4

bis 7 Jahren. Theater im Marienbad

15 h: Die Verwandlung – Mit Bering und Grubel. Ab

10 Jahren. Theater Freiburg, Werkraum

13. Juni

Freiburg

09 + 10 + 11 h: Die große Reise – Eine Fahrt um

die Welt im Inneren eines Busses. Für Kids von 4

bis 7 Jahren. Theater im Marienbad

14. Juni

Freiburg

09 + 10 + 11 h: Die große Reise – Eine Fahrt um

die Welt im Inneren eines Busses. Für Kids von 4

bis 7 Jahren. Theater im Marienbad

15:30 h: Märchenstunde – Die Bremer

Stadtmusikanten. Für Kids ab 3 Jahren.

Stadtteilbibliothek Haslach

14. Juni

Freiburg

09 + 10 + 11 h: Die große Reise – Eine Fahrt um

die Welt im Inneren eines Busses. Für Kids von 4

bis 7 Jahren. Theater im Marienbad

19:30 h: PREMIERE: Coraline – Fantasy-Oper von

Mark-Anthony Turnage. Für Kids ab 12 Jahren.

Theater Freiburg, Großes Haus

16. Juni

Freiburg

14 + 15 + 17 h: Die große Reise – Eine Fahrt um

die Welt im Inneren eines Busses. Für Kids von 4

bis 7 Jahren. Theater im Marienbad

Baden-Baden

11 h: Klangreise – Vom Maulwurf und der Raupe

Nimmersatt. Für Kids bis 2 Jahre. Toccarion

Kinder-Musik-Welt

17. Juni

Freiburg

14 + 15 + 17 h: Die große Reise – Eine Fahrt um

die Welt im Inneren eines Busses. Für Kids von 4

bis 7 Jahren. Theater im Marienbad

15 h: Musikalische Schnitzeljagd – Expedition

durchs Theater mit dem Philharmonischen

Orchester. Für Kids ab 5 Jahren. Theater Freiburg,

Winterer-Foyer

19 h: Coraline – Fantasy-Oper von Mark-Anthony

Turnage. Für Kids ab 12 Jahren. Theater Freiburg,

Großes Haus

Breisach

15 h: PREMIERE: Aladin und die Wunderlampe

– Junges Theater Breisach. Festspiele Breisach

18. Juni

Freiburg

15:30 h: Die Miesmacher-Bande – Musikalische

Lesung nach dem Musical von Tobias Resch. Für

Kids ab 5 Jahren. Stadtteilbibliothek Mooswald

20. Juni

Freiburg

19:30 h: Coraline – Fantasy-Oper von Mark-

Anthony Turnage. Für Kids ab 12 Jahren. Theater

Freiburg, Großes Haus

21. Juni

Freiburg

11 h: Die Geschichte vom Onkelchen – Poetisches

Theater. Für Kids ab 5 Jahren . Theater im

Marienbad

15 + 16.30 h: Babykonzert – Von West nach Ost.

Für Kids von 0 bis 2 Jahren. Theater Freiburg,

Winterer-Foyer

22. Juni

Freiburg

10 h: Babykonzert – Von West nach Ost. Für

Kids von 0 bis 2 Jahren. Theater Freiburg,

Winterer-Foyer

11 h: Die Geschichte vom Onkelchen – Poetisches

Theater. Für Kids ab 5 Jahren . Theater im

Marienbad

Wegen UMBAU haben wir vom 4. bis 15. JUNI geschlossen!

23. Juni

Freiburg

14 + 15 + 17 h: Die große Reise – Eine Fahrt um

die Welt im Inneren eines Busses. Für Kids von 4

bis 7 Jahren. Theater im Marienbad

18 h: Die Verwandlung – Mit Bering und Grubel.

Für Kids ab 10 Jahren. Theater Freiburg,

Werkraum

Baden-Baden

10 h: Kinder-Mitmach-Orchester – Zu den

Sternen! Für Kids ab 10 Jahren mit akustischen

Instrumenten. Eintritt frei. Festspielhaus Baden-

Baden

24. Juni

Freiburg

14 + 15 + 17 h: Die große Reise – Eine Fahrt um

die Welt im Inneren eines Busses. Für Kids von 4

bis 7 Jahren. Theater im Marienbad

15 h: Coraline – Fantasy-Oper von Mark-Anthony

Turnage. Für Kids ab 12 Jahren. Theater Freiburg,

Großes Haus

16 h: Die Geschichte vom Onkelchen – Poetisches

Theater. Für Kids ab 5 Jahren . Theater im

Marienbad

16 h: Regionentheater – Das Sams, Eine

Woche voller Samstage. Ebneter Kultursommer.

Kulturscheune Schloss Ebnet

18 h: Die Verwandlung – Mit Bering und Grubel.

Für Kids ab 10 Jahren. Theater Freiburg,

Werkraum

Breisach

15 h: Aladin und die Wunderlampe – Junges

Theater Breisach. Festspiele Breisach

Emmendingen

16 h: Timm Thaler – Kindertheaterstück nach

James Krüss. Für Kids ab 6 Jahren. Theater im

Steinbruch

27. Juni

Freiburg

15 h: Die Geisterbibliothek – Bilderbuchkino. Für

Kids ab 3 Jahren. Stadtteilbibliothek Haslach

28. Juni

Freiburg

11 h: Die Geschichte vom Onkelchen – Poetisches

Theater. Für Kids ab 5 Jahren . Theater im

Marienbad

15:30 h: Die drei kleinen Schweinchen –

Erzähltheater Kamishibai. Für Kids ab 4 Jahren.

Stadtteilbibliothek Mooswald

19:30 h: Coraline – Fantasy-Oper von Mark-

Anthony Turnage. Für Kids ab 12 Jahren. Theater

Freiburg, Großes Haus

29. Juni

Emmendingen

16 h: Timm Thaler – Kindertheaterstück nach

James Krüss. Kids ab 6 Jahren. Theater im

Steinbruch

Vita Classica Nacht

Mit einem großen Johannisfeuer

und zahlreichen Aktionen

feiert die Kur und Bäder

GmbH die längsten Tage des

Jahres am 20. Juni, von 18 bis

23.30 Uhr in der Vita Classica.

Die Gäste erwartet Baden

bei Kerzenschein und ein

Barbecue mit umfangreichem

Salatbuffet. Das ganze wird

von romantischer Pianomusik

30. Juni

Freiburg

14 h: Offener Familiensamstag – Für Familien mit

Kindern. Eintritt frei. Haus der Jugend

16 h: Familien-Spieletag – Bis 19 Uhr. Eintritt frei.

Haus der Jugend

La science en s’amusant

Wissenschaft macht Spaß

begleitet. Außerdem werden

kostenlose Schnupperkurse in

Aqua-Fitness mit fetziger Musik

angeboten. Bei Einbruch

der Dunkelheit werden bunte

Kerzen und Fackeln entzündet

und ein Johannisfeuer gegen

21.30 Uhr entfacht.

Im 3D-Kino wird der Film

„Schwarzwald in 3D“ zu sehen

sein (17 Uhr).

18 h: Die Geschichte vom Onkelchen – Poetisches

Theater. Für Kids ab 5 Jahren. Theater im

Marienbad

Baden-Baden

10 h: Vorhang auf! – Musiktheater-Workshop.

Für Kids zwischen 8 und 12 Jahren. Toccarion

Kinder-Musik-Welt

Hier

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