Gazette Zehlendorf Juni 2018

gazette

Gazette für Zehlendorf, Nikolassee, Schlachtensee, Dahlem und Wannsee

GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

Juni 2018

Zehlendorf

Zehlendorf · Nikolassee · Schlachtensee · Dahlem · Wannsee

Leben im

Mittelalter

Neue Dauerausstellung im

Museumsdorf Düppel

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2 | Gazette Zehlendorf | Juni 2018

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WORT DER BEZIRKSBÜRGERMEISTERIN

Liebe Leserinnen und Leser,

Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski beim

1. Kiezspaziergang. Foto: Jacqueline Lorenz

in diesen Monat fällt nicht nur

der sogenannte längste Tag des

Jahres (21. Juni = Sommersonnenwende),

sondern im Juni finden

auch die beliebten Sommerkonzerte

im Stadtpark Steglitz

wieder statt. Bei freiem Eintritt

hat unsere Leo-Borchard-Musikschule

für Sie wieder einmal ein

tolles Open-Air-Wochenend-Programm

(Beginn jeweils 16 Uhr)

zusammengestellt:

09.06.: Midnight Blue

16.06.: Internationaler Chor und

Deutsch-Polnischer Chor

SPOTKANIE

17.06.: Zehlendorfer

Akkordeonensemble

23.06.: Jazzcapone

24.06.: Musik des Mittelalters

30.06.: Thursday Night Regulars

(Jazz)

01.07.: „Kinder vergesst Eure

Sorgen“ – Ensemble

Studio für Musiktheater

Nur noch wenige Tage (bis zum

10.06.) können Sie die 66. Steglitzer

Woche im Bäkepark am Teltowkanal

mit den unterschiedlichsten

Fahrgeschäften für Klein und Groß

und einem abwechslungsreichen

Bühnenprogramm besuchen. So

wird dort zum Beispiel am 10. Juni

um 16 Uhr der 9. Kleinkunstpreis

der Steglitzer Woche vergeben

wird, bei dem sich Künstlerinnen

und Künstler aus den Bereichen

„Musik, Akrobatik, Comedy, Zauberei,

Jonglage“ dem Publikum

präsentieren. Den drei Siegern

winken Sachpreise und ein Geldbetrag

in Höhe von insgesamt

1.000,- Euro.

Und feste gefeiert wird auch am

9. Juni, wenn der Förderverein

des Bürgertreffpunkts Bahnhof

Lichterfelde West e. V. zu seinem

Sommerfest am Bahnhof Lichterfelde

West, Hans-Sachs-Straße,

einlädt, das von mir um 11.20 Uhr

auf der Bühne eröffnet wird. Auf

dieser Bühne vor dem Bahnhof

wird ab 11 Uhr durchgehend musiziert:

Zuerst sorgen Jazz-Bläser

der Kapelle B., dann eine Beatles-Cover-Band,

später die brasilianische

Trommlergruppe Maracatu,

ein Swing-Orchester u. a.m.

für gute Stimmung. Bis 17 Uhr

gibt es neben den musikalischen

Darbietungen auch ein abwechslungsreiches

Programm für Jung

und Alt, wie z. B. einen Kunst- &

Krempel-Markt, verschiedene

Kleinkunst- und Infostände und

eine Ausstellung über das Leben

und Wirken des Erfinders und

Baumeisters Gustav Lilienthal.

Und natürlich kein Bahnhofsfest

ohne die passenden Eisenbahnen:

Im Obergeschoss sind die Anlagen

von Modelleisenbahnern zu

bewundern. Draußen laden die

Lokomotiven der Märkischen

Kleinbahn zur Mitfahrt ein.

Übrigens ist ebenfalls vom Förderverein

initiiert die „Kunst im

Kiez“-Aktion: vom 1. bis 30. Juni

stellen 26 Geschäfte rund um den

Bahnhof Arbeiten von Künstlerinnen

und Künstlern in ihren Schaufenstern

aus.

Das komplette Sommerfest-Programm

ist übrigens im Bürgertreffpunkt

erhältlich oder im

Internet einzusehen unter www.

lichterfelde-west.net

Oder wie wäre es mit einem Bummel

durch den Botanischen Garten?

Denn Mitte des Monats wird –

nach 12 Jahren – das Victoriahaus,

mit der beliebten Riesenseerose

Victoria und seiner weltweit wichtigen

Wasserpflanzen-Sammlung,

wieder eröffnet, welches aufgrund

seines schlechten baulichen Zustandes

2006 geschlossen und seit

Sommer 2013 denkmalgerecht

saniert wurde. Die Wiederinbetriebnahme

dieses Gewächshauses

wird mit einem „Victoria-Sommer

2018“ gefeiert, so zahlen

zum Beispiel Besucherinnen und

Besucher am Eröffnungswochenende

(16./17.06.2018) nur

den „1-Euro-Victoriatarif“, es wird

zahlreiche interessante Sonderveranstaltungen

geben und die

Gazette Zehlendorf | Juni 2018 | 3

nachtblühende südamerikanische

Riesenseerose Victoria wird

bis Ende August mit den „Victorianächten“

jeden Sonnabend von

9 bis 24 Uhr gefeiert. Aber auch

das Untergeschoss des Victoriahauses

wurde neu gestaltet und

in den 19 Schaubecken sind nun

u. a. ein Korallenriff, ein Reisfeld

und eben die Riesenseerose von

unten zu sehen.

Und dann lade ich Sie ganz herzlich

zu meinem 2. Kiezspaziergang

am 23. Juni 2018, um 14 Uhr, ein.

Nach dem erfolgreichen 1. Kiezspaziergang

durch Zehlendorf, an

dem knapp 50 Interessierte teilgenommen

haben, führt der zweite

nun – wieder für ca. zwei Stunden

– durch den Steglitzer Kiez. Treffpunkt

und Uhrzeit erfahren Sie bei

der Anmeldung entweder unter

der Telefonnummer 90299-5256

(Frau Lestingi) oder per E-Mail:

wirtschaftsfoerderung@steglitzzehlendorf.de.

Vielleicht lassen Sie mich bei meiner

nächsten Bürgersprechstunde

persönlich wissen, wie Ihnen

der ein oder andere Tipp gefallen

hat oder wie Sie das Pilotprojekt

„Kiez spaziergang“ bewerten. Lassen

Sie uns Ihre bezirklichen Anregungen,

Ideen und Kritik in einem

persönlichen Gespräch besprechen:

26. Juni von 16 bis 18 Uhr, im

Rathaus Zehlendorf, Raum A 131,

Kirchstraße 1/3, 14163 Berlin. Damit

Ihnen unnötige Wartezeiten

erspart bleiben, bitte ich um eine

telefonische Anmeldung unter

☎ 90299-3200.

Ihre

Cerstin Richter-Kotowski

Bezirksbürgermeisterin


4 | Gazette Zehlendorf | Juni 2018

Leben im Mittelalter

Neue Dauerausstellung im Museumsdorf Düppel

Eine völlig neu konzipierte Dauerausstellung

bildet den Auftakt zur Weiterentwicklung

des Museumsdorfes

Düppel. Im Zuge der Professionalisierung

des Standortes wurden die

inhaltlichen Ausstellungsebenen neu

durchdacht. Deutlich gestiegene Besucherzahlen

zeigen, dass die neuen

Ansätze in der Vermittlung, das vielfältige

Veranstaltungsprogramm und

die Positionierung als experimentelles

Freilichtlabor für die Erforschung des

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Gazette Zehlendorf | Juni 2018 | 5

Mittelalters in Berlin bereits ihre

Wirkung entfalten. In den kommenden

drei Jahren soll in einem

zweiten Schritt auch der gesamte

Freilichtbereich neu erschlossen

werden. Partizipativ gestaltete

Themeninseln laden die Besucherinnen

und Besucher dann zum

Nachdenken und Mitmachen ein.

„Mit der neuen Dauerausstellung

ist ein erster wichtiger Schritt bei

der Umsetzung des neuen Betriebskonzepts

getan. Die Neuerschließung

des Außenbereichs ist

der nächste Schritt, um das Museumsdorf

Düppel zu einem Ort der

Zukunft zu machen“, so Paul Spies,

Direktor im Stadtmuseum Berlin.

„Hier lassen sich Trends verknüpfen,

die insbesondere im Alltagsleben

einer Großstadt eine immer

größere Rolle spielen werden. Im

Sinne einer zukunftsorientierten

Stadtentwicklung wollen wir hier

Themen wie Ökologie und Nachhaltigkeit

vermitteln.“

Als Freilichtmuseum zieht das

Museumsdorf in Zehlendorf andere

Zielgruppen als die übrigen

Standorte des Stadtmuseums

Berlin an. Das mittelalterliche

Dorf im Grünen wird vor allem

von Familien mit Kindern bis zum

Grundschulalter als Ausflugsziel

geschätzt. In der neuen Dauerausstellung

sollen die Inhalte

deshalb leicht verständlich und

emotional zugänglich sein. Bisher

wurde vor allem die Arbeit der

einzelnen handwerklichen Arbeitsgruppen

des Fördererkreises

Museumsdorf Düppel e. V. vorgestellt.

Die archäologischen Funde

und der kulturgeschichtliche

Kontext der Zeit um 1200 wurden

hingegen kaum thematisiert. In

der neuen Dauerausstellung sollen

die Funde nun einen hohen

Stellenwert einnehmen, da sie

lebendig und anschaulich die Geschichte

des Alltags in einem Dorf

erzählen, das sich zeitgleich mit

der entstehenden Doppelstadt

Berlin-Cölln entwickelte.

In der neuen Dauerausstellung

werden die Objekte künftig den

Kern der Narration bilden. Die Arbeit

der Vereinsmitglieder kann

ihre Wirkung viel lebendiger im

unmittelbaren Kontext des Freilichtbereichs

mit seinen modellhaften

Häusern und Werkstätten

entfalten. Den Bogen zwischen

Innen- und Außenbereich schlägt

eine einführende Medienstation:

Zum Einstieg in die Ausstellung

Pecherzeugnisse konnten hier

nachgewiesen werden.

erzählt sie anhand chronologisch

geordneter Fotografien die Geschichte

des Fördererkreises und

des Museumsdorfes selbst.

Vier Stationen laden

zum Mitmachen ein

Nach einer Einführung zur Vereinsgeschichte

folgen vier Stationen,

die zum Mitmachen einladen.

Die erste zeigt, mit welchen

wissenschaftlichen Methoden

das lebendige mittelalterliche

Dorf rekonstruiert wurde, und

die Besucherinnen und Besucher

werden angeregt, das Modell

eines historischen Hauses

nachzubauen. Anhand von Pollenanalysen

am Mikroskop lässt

sich nachvollziehen, was die

Anhand eines Modells kann

mittelalterliches Bauen selbst

ausprobiert werden.

Mit Pollenanalyse am Mikroskop

lässt sich nachvollziehen, was

die Bewohner früher angebaut

haben.

Bewohnerinnen und Bewohner

einer mittelalterlichen Siedlung

angebaut und gegessen haben

könnten und wie die Landschaft

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6 | Gazette Zehlendorf | Juni 2018

Dr. Julia Heeb, wissenschaftliche Mitarbeiterin, erklärt die Bodenfunde.

um sie herum ausgesehen haben

mag.

Mittelalterliche Teergewinnung

Das Lackprofil einer Teerschwelgrube

erklärt neben dem Prozess

der Pechherstellung auch das

Konzept der Experimentellen Archäologie:

Erst durch die Experimente

der Teerschwelgruppe des

Fördererkreises konnten Archäologen

eine zweite Methode der

mittelalterlichen Teergewinnung

in Brandenburg nachweisen. Anhand

originaler Brunnenhölzer

aus der historischen Siedlung

lernen Besucherinnen und Besucher

zudem die Methode der

Dendrochronologie kennen. Sie

vergleicht die Wachstumsringe

von Bäumen mit bereits datierten

Baumringmustern und ermöglicht

so Aussagen über das

wahrscheinliche Alter der aus den

Hölzern errichteten Konstruktionen.

Deutsche Einwanderer

Um in den kulturgeschichtlichen

Kontext sowie das politische Umfeld

der mittelalterlichen Siedlung

am Krummen Fenn einzuführen,

wird anhand typisch slawischer

und typisch „deutscher“ Funde

die Ost-Besiedlung um 1200 erklärt.

Es wird thematisiert, wie

das slawische Siedlungsgebiet

mit Gewalt christianisiert und

durch die gezielte Aufsiedlung

durch deutsche Einwanderer unwiderruflich

verändert wurde. Die

Grabungsergebnisse aus Düppel

legen nahe, dass hier Slawen und

auch deutsche Siedler gelebt haben.

Alltag im Mittelalter

Der Alltag im mittelalterlichen

Düppel wird anhand von sechs

fiktiven Dorfbewohnerinnen

und -bewohnern in Verbindung

mit archäologischen Funden

zum Leben erweckt. Die Personen

werden den Besucherinnen

und Besuchern als lebensgroße Illustration

gegenüberstehen und

Fundstück: Der Düppeler Krug.

über eine Audiostation aus ihrem

Alltag berichten. Ein Zeitstrahl am

Ende der Ausstellung erleichtert

den Besuchergruppen und vor

allem Schulklassen die zeitliche

Verortung des Mittelalters. Unter

einer linearen Zeitachse erwecken

Schaukästen sieben Zeitabschnitte

seit der letzten Eiszeit

zum Leben.

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Victoria schwimmt wieder im Botanischen Garten

Riesenseerose ins sanierte Victoriahaus zurückgekehrt

Ein besonderer „Victoria-Sommer

2018“ erwartet die Besucher im

Botanischen Garten, der unterschiedlichste

Veranstaltungen

rund um die Victoria-Riesenseerose

bereithält.

Bereits kräftig darauf hin wächst

die Königin der Wasserpflanzen,

die eigentlich in Südamerika

am Amazonas beheimatet ist.

Im aufwendig sanierten, historischen

und denkmalsgeschützten

Gewächshaus hat sie das

75.000 Liter fassende Wasserbecken

bezogen und fühlt sich bei

etwa 80 Prozent Luftfeuchtigkeit

und Hochsommertemperaturen

ebenso wohl wie ihre Nachbarn,

ausgewählte exotische Sumpfund

Wasserpflanzen aus den

Tropen.

Mit Spannung wird als Attraktion

ihre lichtabhängige Blüte voraussichtlich

für Juni erwartet, die nur

eine Nacht blüht und sich dann

von weiß nach rosa verfärbend

präsentiert.

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Anlässlich dieses besonderen

Ereignisses öffnet nach fast fünfjähriger

Sanierungszeit das über

100 Jahre alte Victoriahaus am

16. und 17. Juni 2018 erstmalig

wieder feierlich seine Türen, um

die Besucher daran teilhaben zu

lassen.

Publikumsmagnet mit Tragkraft

Als „eine der spektakulärsten

Pflanzen überhaupt“ bezeichnet

Thomas Borsch, Direktor des Botanischen

Gartens, diese einjährige

Schwimmpflanze der Gattung

„Victoria“, die über Schwimmblätter

bis zu 2,50 Meter verfügen

kann. Sie besitzen ein stabiles

Stützgewebe und Luftkammern,

so dass ein Blatt das Gewicht eines

Kleinkindes bis zu etwa 40 Kilogramm

locker zu tragen vermag.

In Dahlem wurde die nach

Königin Victoria von England benannte

Pflanze aus einem Samen

gezogen, vorgekeimt und dann

ins Wasser-Becken gesetzt. Die

„Baby-Schwimmblätter“ sind jetzt

bereits etwa 50 Zentimeter groß.

Wann die genaue Blüte erfolgt,

lässt sich nur schwer voraussagen,

da dafür der direkte Lichteinfluss

eine wichtige Rolle spielt.

Nach etwa fünf Monaten haben

die Schwimmblätter ihre volle

Größe erreicht.

Gazette Zehlendorf | Juni 2018 | 7

Mit viel Licht verwöhnt das Victoriahaus seine Bewohner.


Foto: Chr. Hillmann-Huber BGMG

In direkter Nachbarschaft zu

blaublütigen Seerosen aus

Aus tralien und Neuguinea, Mimosen,

Lotusblumen und Wasserhyazinthen

präsentiert sich

Victoria von Juni bis August den

Besuchern, die im Zeitraffer und

über Video das Aufbrechen der

Blüte nachverfolgen können. Ein

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8 | Gazette Zehlendorf | Juni 2018

Rundweg mit Brücke am Becken

gibt die Sicht darauf frei. Hinzu

kommen zahlreiche Sonderveranstaltungen

zum Thema Riesen-Seerose,

vom „Victoria-Kabinett“,

das einen geschichtlichen

Rückblick auf 166 Jahre Berliner

Victoriageschichte in 100 Bildern

liefert, über Victoria nächte und

Victoria talks bis hin zu Konzerten

und Hörspielkino auf der Terrasse

des Victoria hauses.

Von Südamerika über England

zum Botanischen Garten Berlin

Die Riesenseerose „Victoria regia“

war im victorianischen

England Gegenstand von Rivalität

zwischen den Gärtnern des

Landes. Immer ausgefallenere

Pflanzen arten hatten sie gesucht

und gerieten in Wettstreit

darüber, wer wohl als erster

diese Riesenseerose kultivieren

und zur Blüte bringen würde.

Selbst legten sie dabei nur selten

Hand an die Gärten ihrer

Besitztümer, beschäftigten vielmehr

ausgewählte Gartenbauer,

wie es Joseph Paxton beim Duke

of Devonshine war. Ihm gelang

das Blüh-Wunder im November

1849, – mit nachgebautem

sumpfigem Habitat, das von

einer kohlebefeuerten Heizung

erwärmt wurde. Vom Duke of

Devonshine erhielt Queen Victoria

daraufhin eine der ersten

Blüten der Seerose.

In Berlin erblühte „Victoria“ das

erste Mal in einer Julinacht 1852.

Das Victoriahaus im Botanischen

Garten wurde zusammen mit

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Skizze aus den Illustrated London News vom 17. Nov. 1849: Joseph

Paxton´s Tochter auf einem Victoria-Blatt im Gewächshaus des Royal

Botanic Garden.

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Meisterbetrieb seit über 50 Jahren

Garten und Museum jedoch erst

am 25. Mai 1910 eröffnet.

Da historische Gewächshäuser

durch Denkmalschutz-Bestimmungen

und Energetik-Überlegungen

nur aufwendig zu sanieren

sind, öffnet das Victoriahaus

nun auch erst nach 12 Jahren

wieder seine Türen, was bereits

für das Jahr 2015 angedacht

war. Doch technische Probleme,

Personalmangel und finanzielle

Engpässe hatten die Eröffnung

immer wieder hinausgezögert.

2013 hatte die Sanierung begonnen,

die etliche Baumängel

zur Folge hatte.

Doch nun kommt der Denkmal-historisch

fertigsanierte Bau

optisch dem Original aus dem

Jahr 1910 wieder näher: Mit viel

Glas – heute wärmeisolierend

und UV-durchlässig – wenig

Streben und biogasbetriebenem

Blockheizkraftwerk.

Weitere Modernisierungsmaßnahmen

im Botanischen Garten

stehen an: So geht es zeitnah an

die barrierefreie Gestaltung der

Eingänge, an die Sanierung des

Italienischen Gartens und die

Errichtung eines Besucherinformationszentrums

am Königin-Luise-Platz.


Jacqueline Lorenz

Wiedereröffnung des Victoria hauses

Am 16. Juni 2018 von 9-24 Uhr und am

17. Juni von 9-20 Uhr, an beiden Tagen

gilt einmalig der „1-Euro-Victoriatarif“

pro Person für Victoria-Besuch, Garten

und Gewächshäuser.

Weitere Termine von Veranstaltungen

im „Victoria-Sommer“ und

Öffnungszeiten unter www.bgbm.org

Müssen Rentner Steuern zahlen?

Das am 01.01.2005 in Kraft getretene

Alterseinkünftegesetz

beinhaltet unter anderem eine

umfangreiche Neuordnung der

Besteuerung von Alterseinkünften.

Die Neuregelung gilt sowohl

für Personen, die erst jetzt in Rente

gehen oder noch im Arbeitsleben

stehen, als auch für Personen,

die bereits vor 2005 eine Rente

bezogen haben, so genannte

Bestandsrentner. Waren bisher

bei einem Renteneintrittsalter

von 65 Jahren 27 % der Rente als

Einnahmen zu erfassen (Ertragsanteil),

so beträgt im Kalenderjahr

2005 der Besteuerungsanteil

50 %, d. h. die Hälfte der Rente

unterliegt der Besteuerung. Seit

dem 01.01.2005 werden die Rentenzahlungen

an das Bundeszentralamt

für Steuern übermittelt

(Rentenbezugsmitteilung).

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1 | Gazette Zehlendorf | 2017

Individualverkehr in Steglitz-Zehlendorf

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert

In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich die Verkehrsverhältnisse in der Stadt

und im Bezirk erheblich verändert. Die Konkurrenzen zwischen dem öffentlichen

Personennahverkehr und dem motorisierten Individualverkehr sowie die

Zunahme des Fahrradverkehrs führten vermehrt zu Konflikten. Die zahlreichen

Anträge in der Bezirksverordnetenversammlung zu diesem Themenkomplex

zeigen diese Entwicklung deutlich auf. Im Folgenden stellen die Fraktionen in

der BVV ihre Vorstellungen zu diesem Thema vor.

CDU-Fraktion

Die CDU-Fraktion in der BVV lehnt eine

politisch verordnete Bevormundung

von Verkehrsteilnehmern ab. Ob zu

Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto,

für uns sind alle Fortbewegungsmittel

gleichwertig; die Bevorzugung einzelner

Verkehrsmittel zu Lasten anderer

Teilnehmer ist abzulehnen. Der Ausbau

des Radverkehrs auf dem bezirklichen

Nebenroutennetz ist prioritär, weshalb

ein Rückbau und der Wegfall von

Fahrspuren auf den Hauptstraßen des

Bezirks; die Reduzierung von Parkplätzen

zu Lasten der Gewerbetreibenden

und Anwohner auf unseren Widerstand

stößt. Der Verkehrsfluss auf den Hauptverkehrsstraßen

ist entscheidend um

Wohngebiete nicht zu belasten; Tempo

30, ein schlechter baulicher Zustand

der Straßen, ungünstige Ampelphasen

sind hierbei hinderlich. Die Möglichkeit

zur Kombination vom Individualverkehr

und Bus/Bahn ist zu erleichtern

und zu fördern, Abstellmöglichkeiten

und Parkplätze sind hierfür notwendig;

so dass Fußgänger und Anwohner

nicht eingeschränkt werden. Überhaupt

gilt – überall und zu jeder Zeit

ist das Gebot der Rücksichtnahme zu

beachten.

Jens Kronhagel

Berlin SPD-Fraktion

Das neue Mobilitätsgesetz auf Landesebene

stellt zurzeit den Fahrradverkehr

in den Fokus, aber Regelungen für alle,

die in der Stadt zu Fuß unterwegs sind,

werden folgen. Dies heißt jedoch nicht,

dass die Belange des Individualverkehrs

keine Berücksichtigung mehr finden.

Aber in anderen Bereichen besteht

inzwischen ein deutlicher Nachholbedarf.

Und schließlich ist allen in der

Stadt gedient, wenn der Verkehr besser

fließt. Wir setzen uns weiterhin dafür

ein, dass z. B. Lichtzeichenanlagen optimiert

werden und wir wollen auch,

dass die zur Verfügung stehenden Mittel

für Straßeninstandsetzungen abgerufen

und verbaut werden. Es wird

immer wichtiger, alle Verkehrsmittel

gleichermaßen in den Blick zu nehmen,

sinnvolle Verknüpfungen zu schaffen

und neue Umsteigemöglichkeiten zu

eröffnen. Car-Sharing wird dabei eine

wichtige Rolle spielen. Und angesichts

der künftig stark steigenden Zahl an

Elektroautos ist auch die Förderung des

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Aufbaus eines leistungsstarken Netzes

von Elektroladestationen ein Gebot der

Stunde. Aber dass der von einer Partei

geforderte Bau eines neuen Parkhauses

in Zehlendorf dabei zielführend sein

könnte, bezweifeln wir stark.

Rainer Ziffels

B‘90/Grünen-Fraktion

Oft wird Individualverkehr reduziert auf

Pkw, doch Fuß und Rad zählen auch

dazu. Alle zeichnet eine hohe Flexibilität

aus. Fuß und Rad fördern Gesundheit

und langes Leben, schonen Ressourcen,

Klima und Umwelt. Gifte und Lärm

entfallen. Ziele werden von Tür zu Tür

erreicht. Letzteres galt früher auch für

Pkw, doch in der dicht bebauten Stadt

und wegen der vielen Kfz gelingt das

immer weniger. Täglich Stau, zugeparkte

Feuerwehrzufahrten und Zebrastreifen

wie in der Onkel-Tom-Straße oder

rücksichtsloses Befahren der Bürgersteige

in der Gutzmannstraße zeigen das.

Wir stärken Fuß und Rad mit Beschlüssen

zur Gutzmannstraße, zu sicheren

Radspuren etwa am Teltower Damm bis

nach Teltow und am Steglitzer Damm,

viel mehr Radbügeln und Zebrastreifen

auch am S-Bhf. Lichterfelde West.

Ebenso entlastend für die Straßen und

ergänzend fördern wir den ÖPNV. Etwa

setzen wir uns für den 5-Minuten-Takt

bei der S-Bahn ein – mit bestehendem

Fahrzeugpark! Mehr Flexibilität für die

individuelle Mobilität können in Zukunft

autonome Shuttlefahrzeuge in jedes

Wohngebiet bringen. So können Jung

und Alt gut und sicher ihre Wege bewältigen,

ohne Stau.

Bernd Steinhoff

Alternative

für

Deutschland

AfD-Fraktion

Ist Ihnen schon aufgefallen mit welcher

Intensität jeder Fahrradtote die

Nachrichten der Stadt beherrscht? Der

RBB, die Lobby-Vereine und die Grünen

bestreiten die Kampagne hoch

professionell. Dabei kommen in den

letzten Jahren weniger Fahrradfahrer

zu Tode, und das bei steigendem Verkehrsaufkommen

und zunehmendem

Alter der Verkehrsteilnehmer. Eigentlich

eine tolle Geschichte des guten Miteinanders.

Das passt den ideologisch verblendeten

Fahrrad-Räten aber nicht in

den Kram. Der Gegner ist das Auto und

das wird mit allen Mitteln bekämpft.

Folge: In der Zukunft wird der Individualverkehr

drastisch eingeschränkt

und teuer werden. Bleibt das Fahrrad

für den Berufspendler, die Landpartie

oder den Familieneinkauf. In Kürze auch

versteuert und stets getrackt. Nachhaltigkeit

und Ganzseitigkeit – alles nur

Sprechblasen einer durchschaubaren

Kampagne. Und die Grünen, ganz vorne

mit dabei und sprechen von der Ökologischen

Verkehrswende. Und warum?

Klar! Der CO2-Ausstoß ist zu senken. Nee,

ein Riesengeschäft ist das, an dem nur

Gazette Zehlendorf | Juni 2018 | 9

wenige verdienen. Die AfD geht denen

nicht auf dem Leim.

Peer Lars Döhnert

FDP-Fraktion

Mit dem Mobilitätsgesetz bestimmt

der rot/rot/grüne Senat die Berliner

Verkehrspolitik. Der „Individualverkehr“

kommt darin ganze sechsmal

vor. Es wird vielmehr aufgezeigt, dass

der „motorisierte Individualverkehr“ zu

unterbinden ist. Die gesetzliche Alternative

ist der ÖPNV, das Fahrrad und

„Laufen“. Wir Freien Demokraten (FDP)

halten diese Bevormundung für einen

Irrweg. Natürlich müssen ÖPNV, Radfahren,

wie auch das Zu-Fuß-Gehen, in

einer sich verdichtenden Metropole Unterstützung

finden. Mobilität beschreibt

jedoch den individuellen Wunsch in

jeder Lebenslage schnell, sicher, aber

auch bequem, von A nach B zu kommen.

Der Transport von Gütern, sowie

körperliche Einschränkungen, lassen

ÖPNV, Radfahren oder gar Laufen kaum

als echte Alternative für Jedermann zu.

Dies gilt vor allem für einen Randbezirk

wie Steglitz-Zehlendorf. Die Menschen

sollten daher selbst über die Art ihrer

Mobilität entscheiden dürfen. Aufgabe

der Politik ist es nicht, jedem Einzelnen

die Art seiner Fortbewegung zu diktieren,

sondern ihm jeweils eine für ihn

optimale, ökologisch vertretbare, aber

vor allem ideologiefreie Mobilität zu

garantieren.

Andreas Thimm

Linksfraktion

Automobilität und die autogerechte

Stadt galten lange Zeit als Nonplusultra.

Im Ergebnis ist Berlin eine Autostadt

geworden. Selbst die Straßenbahnen

mussten in Westberlin dem

Auto weichen. Radfahrer*innen und

Fußgänger*innen wurden nachrangig

behandelt und hatten sich mit dem zu

begnügen, was übrig blieb. Nicht erst

seit dem Dieselskandal ist bewiesen,

dass der ÖPNV sowie Rad- und Fußgänger*innen

die Umwelt entlasten

(der Großteil der Luftverschmutzung

in Städten stammt aus Auspuffen von

Autos und Motorrädern). Außerdem

verbrauchen diese Nutzer*innengruppen

deutlich weniger Platz und

ihre Infrastruktur ist viel günstiger.

Deshalb macht sich DIE LINKE. Berlin

unter anderem für einen kostenlosen

ÖPNV stark. Dieser wäre nicht nur ökologisch,

sondern auch sozial: volle Mobilität

unabhängig vom Einkommen.

Die Linksfraktion Steglitz-Zehlendorf

möchte alle Verkehrsteilnehmer*innen

gleichermaßen fördern. Für unseren Bezirk

bedeutet das beispielsweise: Mehr

Fußwege, barrierefreie Haltestellen,

bessere und sicherere Radwege, mehr

Fahrradparkplätze, Taktverdichtung

beim ÖPNV, Reaktivierung der Stammbahn

und Rückkehr der Straßenbahn.

Mathias Gruner


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12 | Gazette Zehlendorf | Juni 2018

Lucie Strewe in Shanghai mit

ihren Söhnen Elmar (li.) und Odo

um 1914. Foto: Sunni Strewe /

Lucie-Strewe-Stiftung

Platz erinnert an Lucie Strewe

Feierliche Platzbenennung am 18. Mai mit vielen Gästen.


Foto: Gisela Krehnke

Eine Zehlendorferin, die Leben

rettete und ihr eigenes dabei riskierte:

Lucie Strewe (1887 – 1981)

war eine Stille Heldin. Die Tochter

eines Richters wurde in Fulda geboren.

1905 zog sie nach Frankfurt

am Main und schloss sich den

Sufragetten an. In Frankfurt lernte

sie ihren künftigen Ehemann, den

Chinaexperten und Redakteur

Theodor Strewe kennen. Bis 1919

lebte die Familie in China. Später

zogen sie nach Zehlendorf. Während

des Zweiten Weltkrieges versteckte

sie jüdische Mitbürger in

ihrer Wohnung und half ihnen,

zu überleben. Für ihren mutigen

Einsatz wurde Lucie Strewe 1961

vom Berliner Senat als Unbesungene

Heldin gewürdigt.

Sie und ihr couragiertes Handeln

dürfen nicht vergessen werden.

Deshalb wurde am 18. Mai ein

Platz in der Nähe ihres letzten

Wohnortes nach ihr benannt:

Der Lucie-Strewe-Platz, Fischerhüttenstraße

Ecke Busseallee/

Sven-Hedin-Straße.

Zu diesem Ereignis waren Verwandte

aus ganz Deutschland

sowie aus Australien und Neuseeland

angereist. Auf dem Platz

lädt eine Sitzbank zum Ausruhen

und zum Gespräch ein – ganz im

Sinne der Namensgeberin. Denn

ihr war es wichtig – so berichtet

ihre Enkelin Sunni Strewe – sich

mit Menschen auszutauschen.

In ihren letzten Lebensjahren

hat sie gerne auf einer Parkbank

gesessen und mit Passanten geplaudert.

Parkour-Anlage

am Brittendorfer

Weg

Am 18. Mai weihten Kinder und

Jugendliche zusammen mit dem

Fußgänger e. V. und dem Mo-

Wo-Team des Nachbarschaftshaus

Wannseebahn e. V. die erweiterte

Parkour-Anlage am Brittendorfer

Weg 16b ein. Aktive Jugendliche

wagten bereits 2013 den großen

Sprung in das innovative Vorhaben

„Parkour in Zehlendorf”, um

ihre Leidenschaft für diese sportliche

Raumaneignung auch im eigenen

Kiez ausleben zu können.

Unterstützt werden sie seither

vom MoWo-Team des Nachbarschaftshauses

Wannseebahn e. V..

Die Anlage wurde im gleichen

Kalenderjahr eröffnet, die jungen

Menschen setzten sich selbst für

die Finanzierung ein und wirkten

unermüdlich am Bau mit. 2017

starteten Jugendliche initiativ in

eine zweite Projektrunde „parkour

reloaded”. Gemeinsam erweiterten

sie die bestehende viel genutzte

Anlage um einige selbst geplante

und gebaute Hindernisse.

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1. Kiezspaziergang mit der Bezirksbürgermeisterin

Geschichte und Zukunft von Zehlendorf Mitte gemeinsam erkunden

„Warum soll man gute Ideen nicht

übernehmen?“ fragte Bezirksbürgermeisterin

Cerstin Richter-Kotowski

anlässlich des ersten von

ihr und der Wirtschaftsförderung

Steglitz-Zehlendorf initiierten

Spazierganges durch Zehlendorfs

Mitte.

Was sich in anderen Bezirken

bereits länger großer Beliebtheit

erfreut, ist nun auch im Berliner

Südwesten angekommen:

In regelmäßig stattfindenden

„Kiezspaziergängen“ gilt es, Bezirk

und Umgebung näher kennenzulernen.

Eingeladen dazu

sind alle Bürgerinnen und Bürger,

die – geleitet von Bezirksbürgermeisterin,

Wirtschaftsförderung

und Fachleuten – Hintergründe,

Geschichte und Zukunft der zu

Fuß angesteuerten Ziele erkunden

möchten.

Vom Bali-Kino…

Auftaktthema war am 28. April

2018Zehlendorf Mitte – vom

BALI zum Heimatmuseum“.

Rund 60 ebenso interessierte wie

erwartungsvolle Teilnehmer hatten

sich bei Kaiserwetter unter

der Kastanie am S-Bahnhof Zehlendorf

eingefunden – darunter

auch Vertreter der Bürgerinitiative

(Bi) Zehlendorf, des Heimatverein

Zehlendorf, der Paulus-Kirche sowie

des Fördervereins und Arbeitskreises

„Alte Dorfkirche“. Auch die

in Zehlendorf lebenden Eltern von

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Cerstin Richter-Kotowski begleiteten

diesen ersten Bürgerspaziergang

ihrer Tochter, der zu Beginn

das Bali-Kino als Ziel hatte.

Helgard Gammert, Hausherrin

und Kino-Betreiberin seit 1979,

begrüßte die Gäste und steuerte

einen Kurzbericht zur Geschichte

und gegenwärtigen Aufgabe des

Kinos bei, das als Bahnhofs-Lichtspiele

und feste Zehlendorfer Institution

mit vorzüglicher Technik

Gazette Zehlendorf | Juni 2018 | 13

(4K-Auflösung) auch heute noch

viele Stammbesucher zählt und

für seine typische Themenvielfalt

bekannt und ausgezeichnet ist.

Der ehemalige Tanzpalast aus

den Zwanzigern, dessen Glasdach

später der Sanierung zum

Opfer fiel, war 1946 als Soldatenkino

wiederbelebt worden

– zuerst von den Sowjets und

später von den Amerikanern –

bevor es in freier Trägerschaft

von Manfred Salzgeber zum

ersten Programm-Kino Deutschlands

entwickelt wurde. Unter

den Kiez spaziergängern erinnerte

sich dann einer auch noch gut

an den ersten Film, der im Bali gezeigt

wurde: „Die sieben Tulpen“

…über Postplatz und Rathaus…

Weiter ging´s flotten Schrittes

über den gut angenommenen,

aber über reichlich Wachstumspotential

verfügenden Wochenmarkt

am „kleinen Teltower

Damm“ zum Vorplatz des „Alten

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14 | Gazette Zehlendorf | Juni 2018

Kaiserlichen Postamtes“. Der

Gründerzeit-Bau aus dem Jahr

1900 ist vor sechs Jahren zum

exklusiven barrierefreien Wohnund

Geschäftshaus umgebaut

worden. Im Rahmen der Attraktivitätssteigerung

von Zehlendorf

Mitte soll nun auch der Vorplatz,

der bis jetzt als Parkplatz genutzt

wird und ansonsten wenig Besucher

anzieht, begrünt werden, wie

die Spaziergänger anhand einer

Skizze erfuhren.

„Wenn durch eine Umgestaltung

dieses Vorplatzes und der angrenzenden

Bahnanlage eine Aufwertung

geschieht, wird das Gebiet

auch belebter werden“, erklärte

die Bezirksbürgermeisterin; an

ihrer Seite ein Sprecher der Deutschen

Bahn. Er gab Einblick in die

bevorstehenden Umgestaltungspläne

des Bahnhof Zehlendorf. So

läuft derzeit die Baurecht-Beantragung

für die zwei zusätzlichen

Ein-/Ausgänge zum derzeitig

einzigen Zugang. Im Rahmen der

Umbauarbeiten wird der bestehende

Tunnel eine Erweiterung

auf 19 Meter Breite mit Rampenführung

zum Bahnhofszugang

für Rollstühle, Kinderwagen und

Fahrräder erfahren. Vom Postplatz

Die Senke auf der Dorfaue: Erinnerung an den Teich.

aus wird ein weiterer Zugangstunnel

gebaut werden. Außerdem

werden zwei Aufzüge integriert,

um Barrierefreiheit zu gewährleisten.

Auf die Frage, wie lange es bis

zu Fertigstellung dauern werde,

gab es konkrete Antwort: Ende

2024 ist angedacht, wobei die

reine Bauzeit lediglich zwei Jahre

betragen dürfte.

Die Informationen kamen verständlich

an bei den Spaziergang-Teilnehmern,

die das bürgernahe

Angebot, den Bezirk auf

diese Art etwas besser kennenlernen

zu können, lobten. „Man

läuft oft gedankenlos an den

Bauten vorbei und weiß so wenig

über sie. Heute habe ich viel Interessantes

und Neues erfahren“,

verriet eine Steglitzerin, die beim

nächsten Spaziergang wieder dabei

sein will.

In der Kirchstraße erfuhren die

Teilnehmer danach einiges

über das 1929 als „modernstes“

Rathaus erbaute Zehlendorfer

Amtsgebäude, gegenüber der

imposanten Paulus-Kirche gelegen,

mit deren Geschichte es fest

verbunden ist.

Sichtlich in die Jahre gekommen,

erwarten das Rathaus mit der Trockenlegung

des Kellers und den

Fassadenarbeiten erste Sanierungsmaßnahmen,

wie Cerstin

Richter-Kotowski erklärte.

Nach einem launigen „Erinnerungsfoto“

auf der Treppe des Bürgeramtes

wurde dann auch der

Zehlendorfer Dorfaue ein Besuch

abgestattet und an ihren einstigen

Teich erinnert, dessen Bett

noch heute als leichte Senke zu

erkennen ist. Dazu wusste Jürgen

Thonert vom Zehlendorfer Heimatverein,

der für alle Stationen

historische Aufnahmen und viel

Geschichtswissen dabei hatte, Interessantes

zu erzählen: So hätten

die Amerikaner nach dem Krieg

den bei warmem Wetter übel riechenden

Teich aus Angst vor der

Einnistung von Malaria-Überträgern

einfach zugeschüttet.

…zur Alten Dorfkirche und

zum Heimatmuseum

Am Zehlendorfer Standesamt

an der Dorfaue gab es dann Erinnerungen

an Fräulein Sidonie

Scharfe, für die im Jahr 1892 die

kleine, aber repräsentative Villa

errichtet worden war. Die Wohltäterin

gründete zwei Stiftun-

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Gazette Zehlendorf | Juni 2018 | 15

Die Alte Dorfkirche – Sanierungsarbeiten außen und innen.

gen und das Haus Schönow. Sie

sorgte so für alte und bedürftige

Knechte und Mägde sowie „alte

Mädchen“.

Mit der Planung, die am Standesamt

vorbeiführende kleine

Straße von der Potsdamer Straße,

vorbei am Gemeindehaus bis

zum Standesamt für den Autoverkehr

zu schließen, dürfte an Villa

und Aue wieder mehr erholsame

Idylle einkehren. Auch der neu

bewirtschaftete KulturKiosk mit

Nutzung als Eiscafé dürfte davon

profitieren; besonders, wenn der

Taxistand von dort an die Kirchstraße

verlegt wird.

All das erfuhren die Spaziergänger,

die an jeder Station Möglichkeit

bekamen, Fragen zu stellen.

Als letztes Spazierziel schließlich

wurde der „historische Winkel“

von Zehlendorf Mitte, einstiger

alter Dorfkern, angesteuert, der

sich aus dem als Gartendenkmal

erhaltenen Dorffriedhof,

dem 1828 erbauten und heute

als Heimatmuseum genutzten

Schulhaus, der davorstehenden

Friedenseiche und der 1768 als

Amtskirche fertiggestellten Dorfkirche

zusammensetzt. Sie gilt als

der älteste erhaltene Bau Zehlendorfs.

Dass sie pünktlich zur

250-Jahr-Feier in neuem Glanz

steht, daran arbeiten Förderkreis,

Unterstützer und Freunde der

Kirche akribisch, einschließlich

Dr. Eckart von Hirschhausen, der

dem Spaziergang durch seine

Anwesenheit sicherlich noch den

letzten Kick gegeben hätte…

Aber auch ohne ihn gelang es

dem Förderverein-Vorsitzenden

Dr. Eckard Siedke eindrucksvoll

und informativ, über Friedhof

und „Kirchenbaustelle“ zu führen.

Vorbei an knorrigen Maulbeerbäumen,

deren Blätter der Seidenraupenzucht

von Dorfschullehrer

Ernst Ferdinand Schäde

im Schulhaus als Futter gedient

hatten, und vorbei an der letzten

Ruhestätte Sidonie Scharfes und

denen des namhaften Zehlendorfer

Bauernadels und schließlich

vorbei an sanierungsbedürftigen,

künstlerisch verzierten

Eisenkreuzen ging es ins Innere

der achteckigen Alten Dorfkirche.

Hier konnten sich die Spaziergänger

von Zehlendorf ihr eigenes

Bild vom Stand der umfassenden

Sanierungsarbeiten machen, den

Dr. Siedke mit viel Fachwissen

erklärte. So ist der Kirchen-Außenputz

fertiggestellt und auch

im Inneren ist der Innenputz

fast vollständig. Ein großes Sanierungsereignis

steht nun mit

der Entfernung der „weichen“

Innendecke bevor, um marode

Kiefer-Balken erneuern zu können.

Für weitere Feinheiten am

Bau wird dringend Geld benötigt.

Man erfuhr weiter, dass um 1938

die Alte Dorfkirche als Trau- und

Taufkirche genutzt wurde und

nach dem Krieg entkernt als

Baustofflager diente. 1953 reaktivierte

der damalige Konservator

den Kirchenbau: für 1 Mark konnten

Unterstützer zur Rettung der

Kirche einen Nagel ins Dach einschlagen.

1980 wurde die Kirche

ohne Statik saniert.

Dass Weihnachten 2018 „Stille

Nacht“ bereits unter sanierter

Decke gesungen werden kann,

das wünscht sich so mancher.

Auch die Bezirksbürgermeisterin

hat zu der alten Kirche ein besonderes

Verhältnis, hat sie doch vor

27 Jahren darin geheiratet und

die zugleich feierliche und familiäre

Ausstrahlung dieses Baus

selbst erfahren können.

Den rühmlichen Abschluss dieses

gut vorbereiteten 1. Kiezspazier

ganges machte das mit

viel Herzblut vom Zehlendorfer

Heimatverein und seinen Ehrenamtlichen

unterhaltene und geführte

Heimatmuseum, das einstige

Schulhaus Alt-Zehlendorfs.

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sonst verborgen bleiben, da sie

im Keller der Süd-Grundschule

lagern.


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Weitere Kiezspaziergänge

23. Juni 2018, 14 Uhr:

„Besondere Architektur in Steglitz“

25. August 2018: „Glienicke –

Schönheiten am Rande Berlins“

20. Oktober 2018:

„Amerikaner im Berliner Südwesten“

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16 | Gazette Zehlendorf | Juni 2018

Vom Liederabend bis zur Oper…

„Kleine Oper Zehlendorf e. V.“ begeistert seit 22 Jahren

Opernarien und niveauvolles

Liedgut können auch außerhalb

großer Opernhäuser und renommierter

Konzertsäle ihr Publikum

in den Bann ziehen: Das beweist

das Ensemble der „Kleinen Oper

Zehlendorf“ mit seiner Leiterin

Ingeborg Kramer seit nunmehr

22 Jahren.

Zehn professionelle Sängerinnen

und Sänger – darunter allein drei

Tenöre – sowie vier Spitzen-Pianisten

sorgen seit 1996 an der

Seite von Ingeborg Kramer dafür,

dass ein an Oper und Klassik

interessiertes Publikum sozusagen

vor der eigenen Haustür

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Sopranistin Ingeborg Kramer studierte

mit Schwerpunkt Kirchenmusik

an der Hochschule der

Künste u. a. beim „Urgestein des

Operngesanges“ Maria Corelli, arbeitete

als Musiktherapeutin und

war rund 35 Jahre Mitglied im

Extra-Chor der Deutschen Oper

Berlin. Dieser kommt als wichtige

Ergänzung des festangestellten

Opernchores der Deutschen

Oper immer dann zum Einsatz,

wenn zusätzliche Chorstimmen

benötigt werden. Außerdem unterrichtet

Ingeborg Kramer, die

mit dem ehemaligen 1.Oboisten

des Deutsche-Oper-Orchesters

Eberhard Kramer verheiratet ist,

Sängerinnen und Sänger aus

dem Bereich der klassischen Musik.

Der „Kleinen Oper“ wertvolle Unterstützung

bietet ihr Mann nicht

selten am häuslichen Flügel als

„Korrepetitor“ beim Einstudieren

neuer Gesangs-Partien. Die

Opern-Gründerin verrät: „Er ist

ein Rundum-Musiker und damit

einer meiner besten Pianisten

geworden…“

Ihr Ziel, auf das sie mit ihrem Kleine-Oper-Ensemble

hinarbeitet,

erklärt Ingeborg Kramer so: „Ich

möchte den Menschen, die uns

besuchen, ein Gesamterlebnis

bieten, das nahezu vollkommen

ist. Dabei setze ich neben der

richtigen Musikauswahl auf deutliche

Aussprache, mikrophonlose

Präsentation, passende Moderation

und themenbezogene exakt

Einladung zur Renovierungsschau

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ausgewählte Zwischentexte, um

dem Publikum letztendlich einen

stimmigen Gesamteindruck von

Musik und Theater vermitteln zu

können.“ – Positiv bewertet wird

dieses Konzept nicht nur von den

älteren Gästen und Stammbesuchern,

die besonders die überwiegend

deutschen Gesangstexte

zu schätzen wissen. Auch die

jüngere Generation spricht die

ambitionierte Sängerin mit ihrem

Profi-Ensemble damit zum gewissermaßen

barrierefreien Einstieg

in Oper und Klassik an.

Klassisches Repertoire

von Ohrwurm bis Oper

Neben den beeindruckenden

Opernpräsentationen und -auszügen,

die von „Bastian & Bastienne“,

dem „Freischütz“ und

„Martha“ über „Margarethe“ und

den „lustigen Weibern von Windsor“,

von „Orpheus und Eurydike“

bis hin zu „Zar und Zimmermann“

und der „Zauberflöte“ reichen,

Öffnungszeiten:

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Gazette Zehlendorf | Juni 2018 | 17

Ohne Profi-Ensemble keine „Kleine Oper“ mit „Orpheus“ und „Zauberflöte“.

bestimmen u. a. gehobene Caféhaus-Musik,

Walzerträume im

Frühling, Lieder und Couplets

der 20er-Jahre das Ensemble-Programm,

hier und da aber

auch unvergessene Musical-Melodien

vergangener Jahre. Nicht

zu vergessen auch die beliebten

Weihnachtskonzerte mit deutschen

Weihnachtsliedern und

„Wiedererkennungs-Effekt“.

Gut besuchte und reizvolle

Spielorte waren in den letzten

Jahren das Hertha-Müller-Haus,

der Stahnsdorfer Friedhof, aber

immer wieder auch der Bürgersaal

des Rathaus Zehlendorf, in

dem in Kooperation mit dem

Bezirksamt eine musikalische

Veranstaltungsreihe der „Kleinen

Oper“ angesiedelt ist. Aber

auch bei den Bezirksämtern von

Charlottenburg-Wilmersdorf

und Tempelhof-Schöneberg, im

Rathaus Friedenau und im Spandauer

Johannesstift ist die „Kleine

Oper“ gern gesehener Gast, die

u. a. auch schon auf der Plattenburg

auftrat.

Bereits jetzt arbeitet das

Opern-Ensemble, deren Mitglieder

u. a. aus Rias-Kammerchor,

Deutscher Oper und Staatsoper

mit Solistenerfahrung den Weg

zur „Kleinen Oper“ fanden, an

einer Opern-Collage mit dem

Foto: KOZ

Arbeitstitel „Wie das Leben so

spielt“ und am Programm für

2019.

In der Regel finden vor den jeweiligen

Auftritten nur zwei Proben

statt, in denen das Ensemble

gemeinsam probt. Zuvor – wohl

auch Zeichen der hohen Professionalität

aller Beteiligten – studieren

die Mitglieder ihren Part

selbst ein.

Die Zügel für Programm, Auftritte,

Spielorte und Gagen hält

Ingeborg Kramer bühnenerfahren

in der Hand, aus der auch

die zeitaufwendige Fertigung

der Kostüme, Kulissen und Dekoration

stammt. Selbst singt sie

bei den Auftritten ebenfalls und

agiert zusätzlich als engagierter

„Bühnenarbeiter“. – Ein fordernder

Rundumjob, der ihr jedoch

spürbar Freude bereitet. „Wohl

auch, weil wir im Laufe der Jahre

als Ensemble so intensiv zusammengewachsen

sind“, betont sie,

die ihrem Ensemble durchaus

Mitspracherecht einräumt und

dabei offen und aufgeschlossen

für neue Mitglieder geblieben ist.

Welche weiteren Ziele hat Ingeborg

Kramer für die „Kleine Oper

Zehlendorf e. V.“?

„Ich habe früher viel Kirchenmusik

gemacht und bin ihr immer

noch stark verbunden. Mit der

„Kleinen Oper“ auch Kirchenkonzerte

zu veranstalten, wäre

wohlklingende Zukunftsmusik

für mich…“ Jacqueline Lorenz

Kleine Oper Zehlendorf e. V.

Ingeborg Kramer

☎ 030 – 802 67 69

Nächste Veranstaltungstermine:

8. Juli 2018, 19 Uhr

Konzert in der Nova Vita Residenz

Emser Platz 5, 10719 Berlin-Wilmersdorf

18. August 2018, 16 Uhr

Musikalischer Sommerausklang

in der Villa Grüntal

Seehofstr. 12, 14169 Berlin-Zehlendorf

Eintritt 10,- Euro

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18 | Gazette Zehlendorf | Juni 2018

Mehr Rechte für Urlauber

Ab 1. Juli gilt die neue EU-Pauschalreise-Richtlinie

Am 1. Juli 2018 treten umfassende Änderungen

des Reiserechts für Pauschalreisen in

Kraft. Ziel ist es, die zunehmende Buchung

von Reisen über das Internet zu berücksichtigen

und den Verbraucherschutz zu verbessern.

Laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH

gilt das Pauschalreiserecht künftig unter

bestimmten Voraussetzungen auch für mehrere,

beim gleichen Anbieter gebuchte Einzelleistungen.

Außerdem verlängern sich unter

anderem die Fristen, um Mängelansprüche

geltend zu machen.

Das Reiserecht gehört zum Zivilrecht und ist

in einem eigenen Abschnitt im Bürgerlichen

Gesetzbuch geregelt. Die Europäische Union

(EU) hat seit Jahren an einer neuen Pauschalreise-Richtlinie

gearbeitet, die diesen Rechtsbereich

in allen EU-Staaten vereinheitlichen

und verbraucherfreundlicher machen soll.

Nun ist das Projekt abgeschlossen und der

deutsche Gesetzgeber hat die EU-Vorschriften

in nationales Recht umgesetzt.

Erweiterter Geltungsbereich

Die neuen Vorschriften erweitern den Geltungsbereich

des Pauschalreiserechts. Jetzt

fallen nicht mehr nur klassische Pauschalreisen

unter den Schutz dieser Regelungen. Sie

kommen nun beispielsweise auch zur Anwendung,

wenn Urlauber mindestens zwei

einzelne Reiseleistungen für die gleiche Reise

– etwa Flug und Hotel – über das gleiche

Internetportal gebucht haben. Das Internetportal

gilt dann juristisch als Reiseveranstalter

und haftet dementsprechend. Auch die

Haftung von Reisebüros verschärft sich: Sie

gelten nun in mehr Fällen als bisher als Reiseveranstalter.

Etwa dann, wenn sie ein Paket

selbst zusammengestellter Einzelleistungen

als „Pauschalreise“ anbieten.

Längere Frist für Ansprüche


Künftig verlängert sich außerdem die Frist,

innerhalb der Reisende bei einer mangelhaften

Reiseleistung Ansprüche gegen den Reiseveranstalter

geltend machen können. Bisher

musste dies innerhalb von einem Monat

nach Reiseende passiert sein, künftig haben

Reisende dafür zwei Jahre Zeit.

Erweiterte Haftung

Der Reiseveranstalter kann seine Haftung

nicht mehr auf den dreifachen Reisepreis beschränken,

wenn es um körperliche Schäden

geht und der Veranstalter den Schaden verschuldet

hat. In solchen Fällen zählt ein Verschulden

der einzelnen Leistungsträger, wie

etwa des Hotels, als Verschulden des Veranstalters.

Wenn Reisende in Zukunft wegen außergewöhnlicher,

unabwendbarer Ereignisse,

beispielsweise einer Naturkatastrophe, nicht

nach Hause fliegen können, muss der Reiseveranstalter

ihnen für bis zu drei Nächte eine

Unterkunft besorgen. Diese sollte möglichst

dem Standard der gebuchten Unterkunft

entsprechen. In besonderen Fällen – etwa bei

Foto: Jürgen Fälchle / Fotolia

Schwangeren – gilt dies auch über drei Nächte

hinaus. Außerdem sind Reiseveranstalter ab

1. Juli bei solchen außergewöhnlichen Ereignissen

zu weiteren Beistandsleistungen verpflichtet

– wie der Herstellung von Telefonverbindungen

oder der Suche nach alternativen

Reisemöglichkeiten.

Anpassung Reisepreis

Allerdings hat der Veranstalter nun auch das

Recht, den Reisepreis nach der Buchung um

bis zu acht Prozent zu erhöhen. Dies ist allerdings

an einige Voraussetzungen geknüpft,

zum Beispiel muss der Veranstalter sich diese

Möglichkeit vertraglich offen gehalten haben.

Die Preiserhöhung muss er bis spätestens

20 Tage vor Reisebeginn mitteilen.

Nach wie vor gilt: Reisende müssen Mängel

vor Ort unverzüglich dem Veranstalter melden

und Abhilfe verlangen – sonst haben sie

keine Ansprüche (Bundesgesetzblatt 2017

Teil I Nr. 48 vom 21. Juli 2017).

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Auto auf Pump

Mit Finanzierung aus dem Autohaus fahren Käufer oft teurer

Laut aktuellem DAT-Report wurden zuletzt

44 Prozent aller gebraucht gekauften Autos

und 66 Prozent aller Neuwagen auf Pump gekauft.

Kredite dafür gibt es bei Banken oder

direkt beim Autohändler. Doch bei Finanzierungen

aus dem Autohaus lauern einige

Tücken. Finanztip zeigt, worauf Verbraucher

achten sollten, wenn sie ihren neuen Wagen

finanzieren.

Händler und Hersteller bieten meist eine „Ballonfinanzierung“

an. Hierbei bezahlen Autokäufer

nur geringe Monatsraten und am Ende

der Laufzeit eine hohe Schlussrate. „Wegen

der niedrigen Raten sind die Kredite aus dem

Autohaus zunächst verlockend“, warnt Dirk

Eilinghoff, Kredit-Experte bei Finanztip. „Doch

bei gleicher Laufzeit und gleichem Zins kostet

eine Ballonfinanzierung erheblich mehr als

ein normaler Ratenkredit.“

Ein Beispiel: Ein Kunde zahlt 5.000 Euro für

einen Neuwagen an, der Restbetrag von

20.000 Euro soll über vier Jahre finanziert werden.

In der Ballonvariante sind am Ende noch

knapp 12.000 Euro fällig. Bei einem Zins von

1,97 Prozent bezahlt der Kunde so insgesamt

1.250 Euro an Zinsen. Hätte er den Kredit im

selben Zeitraum zu gleichen Monatsraten getilgt,

hätte er nur 800 Euro an Zinsen bezahlt.

„Schuld sind die Zinsen für die hohe Schlussrate,

die der Kunde vor sich herschiebt und

für die er natürlich auch Zinsen zahlen muss“,

erklärt Eilinghoff.

Null-Prozent-Finanzierung kann

später teuer werden

Selbst wenn die Hersteller gar keine Zinsen

verlangen, ist die Ballonfinanzierung problematisch.

Aktuell bieten einige Hersteller,

wie etwa Ford oder Renault, eine Null-Prozent-Finanzierung

beim Neuwagenkauf.

Hier sollten Käufer aber genau hinschauen:

„Die null Prozent gelten nur für die Laufzeit

des Kredits“, sagt Eilinghoff. Wer das Geld für

die hohe Schlussrate später nicht parat hat,


benötigt dann erneut einen Autokredit. Der

könnte künftig aber teuer werden. „Momentan

gehen fast alle Experten davon aus, dass

die Zinsen in den kommenden Jahren wieder

steigen werden.“ Je höher der offene Betrag

ist, desto höher ist das Zins-Risiko für die Anschlussfinanzierung.

Keine Restschuldversicherung abschließen

Eine weitere Kostenfalle, die beim Abschluss

eines Autokredits lauert, ist die Restschuldversicherung.

Andere Bezeichnungen für

dieses Angebot sind Kreditschutzbrief oder

Kreditabsicherung. Die Versicherung soll die

Kreditraten bezahlen, falls der Autokäufer

stirbt, arbeitsunfähig wird oder seinen Job

verliert. „Restschuldversicherungen werden

gerne in Kombination mit dem Kredit angeboten,

bieten aber meist nur löchrigen Schutz

und sind immer sehr teuer“, sagt Eilinghoff.

Käufer sollten den Kredit deshalb ohne eine

Gazette Zehlendorf | Juni 2018 | 19

Foto: Schlierner / Fotolia

solche Versicherung abzuschließen. Erfreulich

ist, dass einige Banken, wie etwa die ING-Diba

oder die Mercedes Benz Bank, diese Versicherungen

inzwischen gar nicht mehr anbieten.

Das Angebot aus dem Autohaus vergleichen

„Wer ein Kreditangebot aus dem Autohaus

erhält, sollte nicht sofort unterschreiben, sondern

erst einmal vergleichen“, rät Eilinghoff.

Finanztip empfiehlt Autokäufern, immer zu

prüfen, ob sie den Kredit nicht auch in gleichbleibenden

Raten zurückzahlen können. Einen

guten Marktüberblick bieten Kreditportale,

zum Beispiel Verivox, Check24 oder Smava.

Die Portale zeigen, bei welchen Banken und

zu welchen Konditionen Käufer voraussichtlich

einen Kredit erhalten können. „Mit diesen

Unterlagen im Gepäck haben Käufer gute

Chancen, das Angebot im Autohaus nochmals

zu ihren Gunsten nachzuverhandeln“, ist Eilinghoff

überzeugt.

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Impressum

Gazette Zehlendorf · Juni Nr. 6/2018 · 43. Jahrgang

Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Zehlendorf, Steglitz, Wilmersdorf,

Charlottenburg sowie Schöneberg & Friedenau.

Online-Ausgaben www.gazette-berlin.de

Verlag

Gazette Verbrauchermagazin GmbH · Badensche Str. 44 · 10715 Berlin

☎ (030) 407 555 47 ·

Redaktion

Karl-Heinz Christ · redaktion@gazette-berlin.de

Anzeigen

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Druck

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Nächste Ausgabe Juli Nr. 7/2018

Anzeigen-/Redaktionsschluss 18.06.2018

Erscheinung 05.07.2018

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20 | Gazette Zehlendorf | Juni 2018

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