Gazette Charlottenburg Juni 2018

gazette

Gazette für Charlottenburg und Westend

GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

Juni 2018

Charlottenburg

Große

Kaskade

am Lietzensee

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2 | Gazette Charlottenburg | Juni 2018

Große Kaskade am Lietzensee

Brunnen im Lietzenseepark verbindet Ökologie und Erholung

Das gemütliche Plätschern lässt

die Laute der Großstadt verschwinden:

Aus dem halbrunden

Becken fließt das Wasser durch

sieben Kaskadenbecken in den

Lietzensee. Die Große Kaskade

am südlichen Ende des Lietzenseeparks

ist ein Treffpunkt für

alle, die die Ruhe schätzen. Hier

kann man die Sonne genießen

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direkt am Lietzensee-Ufer!

und den Blick über Brunnen und

See schweifen lassen. Die Große

Kaskade gehört „schon immer“

zum Lietzenseepark. Zwischen

1912 und 1913 – also vor über

100 Jahren – planten Gartenbaudirektor

Erwin Barth und Architekt

Heinrich Seeling die Anlage

rund um den Lietzensee und den

ungewöhnlichen Brunnen.

Gartenanlage unter

Denkmalschutz

Die Pumpanlage für das Wasser ist

im Podest oberhalb der Großen

Kaskade über dem halbrunden

Becken installiert. Über das letzte

Becken führt eine Brücke mit

sternartigem Muster in der Brüstung

und ermöglicht den Blick auf

den „Mini-Wasserfall“ in den See.

Blumenbepflanzungen auf etwas

erhöhten Sockeln links und rechts

der Kaskadenbecken sind ein weiterer

Blickfang. Sein Gegenstück

– die Kleine Kaskade – steht übrigens

seit 1925 am nördlichen

Ende nahe der Wundtstraße.

Im Jahr 2006 wurde die Große

Kaskade nach längerer „Trockenzeit“

und umfangreicher Sanierung

wieder in Betrieb genommen.

Und das Ganze mit Blick

auf die künftigen Kosten und auf

die Umweltfreundlichkeit der Anlage.

Diese wurde so umgebaut,

dass das Wasser für die Kaskade

aus dem Lietzensee entnommen

wird. Die gesamte Anlage sowie

der Lietzenseepark stehen unter

Denkmalschutz. Sitznischen und

Bänke laden zum Verweilen an

der Kaskade ein – eine ruhige

Oase inmitten der quirligen Stadt,

ein herrlich grünes Erbe früherer

Stadtväter, das auch heutige Bewohner

sehr genießen und das es

zu bewahren gilt.

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Damals wars – dieser Blick auf den Lietzensee stammt aus dem Jahr 1932.


WORT DES BEZIRKSBÜRGERMEISTERS Gazette Charlottenburg Gazette Wilmersdorf | Juni | 62018 | | 3

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Charlottenburg-Wilmersdorf!

Ende Mai startete die neue Saison

des seit 1967 bestehenden

Rheingauer Weinbrunnens auf

dem Rüdesheimer Platz und bis

Sonntag, dem 9. September

2018, täglich von 15

bis 21.30 Uhr, geöffnet.

Erstmals findet in diesem

Jahr mit Rücksicht

auf die Anwohner*innen

eine Pause vom 12. bis

19. Juli statt. Im Wechsel

bieten wieder die drei

Winzer Adam Basting, Ferdinand

Abel und Wilhelm nikolai aus dem

Partnerlandkreis Rheingau-Taunus

ihre beliebten Weine und Sekte

an.

Stadtumbau-Fördergebiet

Charlottenburger Norden“

nach dem Umbau des ehemaligen

Hauses des Grünflächenamtes

(Heckerdamm 242) zum Familienzentrum

Jungfernheide konnte

Ende 2017 das „Starterprojekt“ in

unserem Stadtumbaugebiet vom

Halemweg umziehen und seinen

Betrieb aufnehmen. Parallel arbeitete

das Grünflächenamt und das

von der Verwaltung eingesetzte

Büro Jahn, Mack & Partner das Projekt

„Herstellung Grünverbindung

zwischen Halemweg und Popitzweg“

aus. Teile werden von den

Berliner Verkehrsbetrieben (BVG)

genutzt und derzeit durch den

Einbau eines Aufzuges am U-Bhf.

Halemweg umgestaltet. Die Grünflächen

sowie die hier integrierten

Spiel- und Sportflächen sind

in einem schlechten Zustand und

fehlen Angebote für ältere Kinder

und Jugendliche (z. B. Bolzplätze).

Die Verbindungswege zwischen

Wohnbebauung und Grünfläche

sind zu schmal ausgebildet und in

einem dringend zu verbessernden

Reinhard Naumann

Zustand. Sie entsprechen in keiner

Weise den Anforderungen an

eine barrierefreie Zugänglichkeit.

Für die Jahre 2018 bis 2021 stehen

insgesamt über 1,3 Mio

Euro zur Verfügung. nach

erfolgreicher Ausschreibung

ist ein Büro für

Landschaftsgestaltung

beauftragt worden. Es

nahm bereits an unserer

Auftaktveranstaltung am

5. Mai im Dorothee und

Harald Poelchau-Stadtteilzentrum

im Rahmen des Tags der Städtebauförderung

teil und ließ sich von

den zahlreichen Interessierten aus

der nachbarschaft konkrete Ideen

präsentieren. Alle Anregungen

wurden festgehalten und fließen

nun in die Konzepterstellung ein.

Zudem läuft ein besonderes Beteiligungsverfahren

für Kinder

und Jugendliche an. Über den

Fortgang dieses Projektes und

über viele weitere neuigkeiten

wollen wir ab Herbst durch eine

Stadtteilzeitung berichten. Auch

dafür werden Mittel im Stadtumbau

bereitgestellt. Sie wird durch

eine unabhängige Redaktion

unter Beteiligung von Ehrenamtlichen

aus dem Stadtteilzentrum

gestaltet werden. Die Ausschreibung

läuft zurzeit. Die positive

Weiterentwicklung von Charlottenburg-nord

schreitet damit zu

meiner Freude voran!

Tag des Ehrenamtes –

der Markt der Möglichkeiten

Der Tag des Ehrenamtes hat in

Charlottenburg-Wilmersdorf eine

lange Tradition. Ziel ist es, für das

Ehrenamt und das freiwillige Engagement

zu werben und es publik

zu machen. Organisationen

und Vereine präsentieren sich

von 14 bis 18 Uhr an Marktständen

und stellen ihre vielfältige

Arbeit vor. Gemäß dem Motto:

„Gemeinsam ist mehr möglich”

können sie mit anderen Teilnehmer*innen

ins Gespräch kommen

und neue Personenkreise für ihren

Aufgabenbereich interessieren.

Die offizielle Eröffnung und

diesjährige Verleihung am Freitag,

dem 15. Juni 2018, um 15 Uhr in

der Fußgängerzone der Wilmersdorfer

Straße statt.

Internationale Jugendbegegnung

Israel – Berlin

Das Jugendamt sucht noch

drei junge Menschen im Alter

zwischen 17 und 26 Jahren aus

Berlin, die Interesse haben, sich

aktiv an der internationalen Jugendbegegnung

zwischen Israel

und Berlin in Berlin zu beteiligen,

und 2019 zu einem 14-tägigen

Gegenbesuch nach Israel fahren

möchten.

Im Rahmen einer internationalen

Begegnung vom 8. bis 14.8.2018

wird eine Gruppe junger Menschen

aus unserer Partnerstadt

Karmi’el (Israel) zu Gast in Charlottenburg-Wilmersdorf

sein.

neben den Besuchen kultureller

Stätten und der Frage, wie jüdisches

Leben in Berlin aussieht,

wird sich die Gruppe insbesondere

mit der Thematik „Migration

in Deutschland“ auseinandersetzen.

Im Zentrum der Begegnung

steht jedoch das gegenseitige

persönliche Kennenlernen der

jungen Menschen beider Gruppen.

Wünschenswert ist, dass

die deutschen Teilnehmenden

jeweils einen israelischen Gast

bei sich zu Hause aufnehmen.

Der Termin der Rückbegegnung

2019 wird noch in Abstimmung

der beiden Gruppen miteinander

festgelegt.

Für die Begegnung in Israel im

nächsten Jahr ist mit einem Teilnehmer*innenbeitrag

von ca.

650 EUR zu rechnen (inkl. Flug,

Übernachtungen, Halbpension,

Programm). Die Teilnahme an der

Begegnung in diesem Jahr in Berlin

ist kostenlos. Interessentinnen

und Interessenten melden sich

bitte beim Jugendamt Charlottenburg-Wilmersdorf,

Jug RT3 JF,

Frau Eckhardt, Heerstr. 12-14,

14050 Berlin, Telefon 9029-17512

oder E-Mail: rebecca.eckhardt@

charlottenburg-wilmersdorf.de.

Kiezspaziergang

Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger

wird mit Ihnen den

198. Kiezspaziergang gehen.

Treffpunkt ist am Samstag, den

9. Juni, um 14 Uhr vor dem S-Bhf.

Grunewald auf dem Karmielplatz.

Der Spaziergang führt durch Grunewald

über die Douglasstraße

mit ihren prächtigen Villen zum

Hundekehlesee. Enden wird der

Spaziergang nach knapp 4 km

wieder am S-Bahnhof Grunewald.

Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei.

Alle Interessierten sind

willkommen. Informationen über

die bisherigen Kiezspaziergänge

finden Sie im Internet unter www.

kiezspaziergaenge.de.

Für Ihre Anregungen, Lob und

Kritik bin ich für Sie erreichbar

unter naumann@charlottenburgwilmersdorf.de.

Herzlichst grüßt Sie

Ihr

Reinhard naumann

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4 | Gazette Charlottenburg | Juni 2018

Der Künstler und sein Milljöh

Vor 150 Jahren wurde Heinrich Zille geboren

Zweifellos einer der bekanntesten

und beliebtesten Maler

der Stadt: Heinrich Zille machte

sich vor allem mit seinen

„Milljöh“-Zeichnungen unsterblich.

Der am 10. Januar 1858 in

Radeburg bei Dresden geborene

Sohn eines Uhrmachers und einer

Bergmanns tochter begann

schon während seiner Schulzeit,

Zeichenunterricht zu nehmen. Ab

1875 verdiente er seinen Lebensunterhalt

damit.

Sein eigentlicher Berufswunsch

war aber Lithograf. Nach seiner

Gesellentätigkeit bei der Lithografieanstalt

„Winckelmann & Söhne“

bekam er eine Stelle bei der Photographischen

Gesellschaft Berlin.

Zunächst lebte er mit seiner Frau

Hulda in einer Kellerwohnung am

Grenzweg in Berlin-Rummelsburg.

1887 zog die Familie mit der

1884 geborenen Tochter Margarete

in die Türrschmidtstraße nach

Lichtenberg, wo Hans 1888 geboren

wurde.

Heinrich Zille, Selbstporträt von 1922.

Der dritte Sohn Walter kam in der

Mozartstraße, die jetzt den Namen

Geusenstraße trägt, zur Welt. Aus

dem Berliner Osten zog er 1892 in

den Westen, da auch sein Arbeitgeber

den Standort gewechselt hatte.

Die Photografische Gesellschaft

Berlin war nach Westend gezogen

und die Familie Zille bezog eine

Drei-Zimmer-Wohnung in der Sophie-Charlotten-Straße

88. Nach

seiner Entlassung 1907 entsann

sich der Künstler der Worte seines

Professors Theodor Hosemann

„Gehen Sie lieber auf die Straße

hinaus, ins Freie, beobachten Sie

selber, das ist besser, als wenn Sie

mich kopieren.“ Der Enttäuschung

über die Entlassung folgte die Hinwendung

zum freien Künstlerdasein.

In jener Zeit entstanden die

typischen Zeichnungen mit frechen

Berliner Untertiteln, die Zille

berühmt machten. Die Wohnung

in der Sophie-Charlotten-Straße

sollte auch seine letzte sein. Nach

zwei Schlaganfällen starb Heinrich

Zille am 9. August 1929 und wurde

unter großer Anteilnahme der Berliner

auf dem Südwestkirchhof in

Stahnsdorf beigesetzt. An seinem

letzten Wohnort Sophie-Charlotten-Straße

88 wurde am 9. August

1949 eine Gedenktafel für Heinrich

Zille enthüllt, die ursprünglich

aus dem Jahr 1931 stammt:

„Die Gedenktafel nach 1933 zum

Verschrotten gegeben gerettet

von Arbeiterhand im Jahre 1949

erneuert. In diesem Haus wohnte

vom 1. September 1892 bis

zu seinem Tode der Meister des

Zeichenstiftes der Schilderer des

Berliner Volkslebens. Heinrich Zille

geb. 10.1.1858 Radeburg, gest.

9.8.1929 Berlin. Seinem Andenken

die Stadt Berlin 1931.“

… wenn das Haus nasse Füße hat …

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Kommunalen

Galerie

Jamprint – Printjam 2

In der Kommunalen Galerie Berlin

am Hohenzollerndamm 176

ist bis zum 1. Juli 2018 bei freiem

Eintritt die Ausstellung

PRINTJAM zu sehen. Sie ist das

Ergebnis eines experimentellen

Druckgrafik-Projekts von fünf internationalen

Künstlern, die sich

regelmäßig in einer Druckwerkstatt

in der Alten Baumwollspinnerei

in Leipzig treffen:

Gemeinsam haben sie einen kreativen

Prozess von Druckformen

und Farben in Gang gesetzt, der

in einem regelrechten PRINTJAM

endete. Was als großformatiger

Linolschnitt-Solo-Print (95 x

138 cm) von jedem einzelnen der

fünf Künstler in 2014 mit PRINT-

JAM 1 begann – endete in einer

Fülle von über 150 Prints, die

sich aus einem lebendigen Mix

von zerstückelten Linolstücken

der Fünfergruppe zu kollektiven

Prints zusammensetzen.

Die angewandte druckgrafische

Technik ermöglicht es, die Formen

aus den jeweils eigenen

Werken herauszulösen, um gemeinsam

neue Kombinationen

zu kreieren.

Die individuellen Handschriften

der beteiligten Künstler bleiben

im kollektiven Prozess identifizierbar.

Gleichzeitig schaffen

sie durch ihre gegenseitigen

Überlagerungen unerwartete

Verbindungen, Spannungen und

Harmonien.

Die Ausstellung ist geöffnet:

Dienstag-Freitag 10-17 Uhr,

Mittwoch 10-19 Uhr, Sonntag

11-17 Uhr.

Bücherbasar

Am Mittwoch, dem 20. Juni 2018,

veranstaltet der Freundeskreis

der Stadtbibliothek Charlottenburg-Wilmersdorf

von 14 bis

19 Uhr in der Heinrich-Schulz-Bibliothek

im Rathaus Charlottenburg,

Otto-Suhr-Allee 96,

10585 Berlin, einen Bücherbasar.

Es werden Romane und andere

Medien zur Unterhaltung, Ratgeber

und sonstige Sachliteratur

Sommer-Bauwochen für Kinder

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Obst- und Gemüsegarten und

Gazette Charlottenburg | Juni 2018 | 5

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angeboten. Die Medien werden

gegen Spende an Interessierte

abgegeben. Die Spendenerlöse

aus dem Basar werden für die Erneuerung

des Buchbestandes der

Bibliothek verwendet.

Weitere Informationen unter

☎ 9029-12217, -12205

oder im Internet unter www.

stadtbibliothek.charlottenburgwilmersdorf.de.

bereiten ihre Mahlzeiten selbst

mit frischen Lebensmitteln zu.

Das Sommerferienabenteuer in

der Natur bietet der Verein Actiontouren

– leben.lernen. e. V. an.

• 14. bis 21. Juli 2018 für Kinder

im Alter von 10 bis 12 Jahren

• 11. bis 18. August 2018 für

Kinder im Alter von 11 bis

13 Jahren

Pädagogen, Handwerker und

ehrenamtliche Teamer begleiten

und betreuen die Kinder während

der „Bauwoche“ auf dem Gutshof.

Weitere Informationen und das

Anmeldeformular finden Sie online

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6 | Gazette Charlottenburg | Juni 2018

Victoria schwimmt wieder im Botanischen Garten

Riesenseerose ins sanierte Victoriahaus zurückgekehrt

Ein besonderer „Victoria-Sommer

2018“ erwartet die Besucher im

Botanischen Garten, der unterschiedlichste

Veranstaltungen

rund um die Victoria-Riesenseerose

bereithält.

Bereits kräftig darauf hin wächst

die Königin der Wasserpflanzen,

die eigentlich in Südamerika

am Amazonas beheimatet ist.

Im aufwendig sanierten, historischen

und denkmalsgeschützten

Gewächshaus hat sie das

75.000 Liter fassende Wasserbecken

bezogen und fühlt sich bei

etwa 80 Prozent Luftfeuchtigkeit

und Hochsommertemperaturen

ebenso wohl wie ihre Nachbarn,

ausgewählte exotische Sumpfund

Wasserpflanzen aus den

Tropen.

Mit viel Licht verwöhnt das Victoriahaus seine Bewohner.

Foto: Chr. Hillmann-Huber BGMG

Die Victoria-Seerose blüht nur

eine Nacht. Foto: I.Haas BGMG

Mit Spannung wird als Attraktion

ihre lichtabhängige Blüte voraussichtlich

für Juni erwartet, die nur

eine Nacht blüht und sich dann

von weiß nach rosa verfärbend

präsentiert.

Anlässlich dieses besonderen

Ereignisses öffnet nach fast fünfjähriger

Sanierungszeit das über

100 Jahre alte Victoriahaus am

16. und 17. Juni 2018 erstmalig

wieder feierlich seine Türen, um

die Besucher daran teilhaben zu

lassen.

Publikumsmagnet mit Tragkraft

Als „eine der spektakulärsten

Pflanzen überhaupt“ bezeichnet

Thomas Borsch, Direktor des Botanischen

Gartens, diese einjährige

Schwimmpflanze der Gattung

„Victoria“, die über Schwimmblätter

bis zu 2,50 Meter verfügen

kann. Sie besitzen ein stabiles

Stützgewebe und Luftkammern,

so dass ein Blatt das Gewicht eines

Kleinkindes bis zu etwa 40 Kilogramm

locker zu tragen vermag.

In Dahlem wurde die nach

Königin Victoria von England benannte

Pflanze aus einem Samen

gezogen, vorgekeimt und dann

ins Wasser-Becken gesetzt. Die

„Baby-Schwimmblätter“ sind jetzt

bereits etwa 50 Zentimeter groß.

Wann die genaue Blüte erfolgt,

lässt sich nur schwer voraussagen,

da dafür der direkte Lichteinfluss

eine wichtige Rolle spielt.

Nach etwa fünf Monaten haben

die Schwimmblätter ihre volle

Größe erreicht.

In direkter Nachbarschaft zu

blaublütigen Seerosen aus Australien

und Neuguinea, Mimosen,

Lotusblumen und Wasserhyazinthen

präsentiert sich Victoria von

Juni bis August den Besuchern,

die im Zeitraffer und über Video

das Aufbrechen der Blüte nachverfolgen

können. Ein Rundweg

mit Brücke am Becken gibt die

Sicht darauf frei. Hinzu kommen

zahlreiche Sonderveranstaltungen

zum Thema Riesen-Seerose,

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vom „Victoria-Kabinett“, das einen

geschichtlichen Rückblick

auf 166 Jahre Berliner Victoriageschichte

in 100 Bildern liefert,

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Gazette Charlottenburg | Juni 2018 | 7

Vom Samen und Keimling zur

Riesenseerose.

Foto: G. Hohlstein BGMG

talks bis hin zu Konzerten und

Hörspielkino auf der Terrasse des

Victoriahauses.

Von Südamerika über England

zum Botanischen Garten Berlin

Die Riesenseerose „Victoria regia“

war im victorianischen England

Gegenstand von Rivalität zwischen

den Gärtnern des Landes.

Immer ausgefallenere Pflanzenarten

hatten sie gesucht und

gerieten in Wettstreit darüber,

wer wohl als erster diese Riesenseerose

kultivieren und zur Blüte

Skizze aus den Illustrated London News vom 17. Nov. 1849: Joseph

Paxton´s Tochter auf einem Victoria-Blatt im Gewächshaus des Royal

Botanic Garden.

Foto: wiki

bringen würde. Selbst legten sie

dabei nur selten Hand an die Gärten

ihrer Besitztümer, beschäftigten

vielmehr ausgewählte Gartenbauer,

wie es Joseph Paxton

beim Duke of Devonshine war.

Ihm gelang das Blüh-Wunder im

November 1849, – mit nachgebautem

sumpfigem Habitat, das

von einer kohlebefeuerten Heizung

erwärmt wurde. Vom Duke

of Devonshine erhielt Queen

Victoria daraufhin eine der ersten

Blüten der Seerose.

In Berlin erblühte „Victoria“ das

erste Mal in einer Julinacht 1852.

Das Victoriahaus im Botanischen

Garten wurde zusammen mit

Garten und Museum jedoch erst

am 25. Mai 1910 eröffnet.

Da historische Gewächshäuser

durch Denkmalschutz-Bestimmungen

und Energetik-Überlegungen

nur aufwendig zu sanieren

sind, öffnet das Victoriahaus

nun auch erst nach 12 Jahren

wieder seine Türen, was bereits

für das Jahr 2015 angedacht

war. Doch technische Probleme,

Personalmangel und finanzielle

Engpässe hatten die Eröffnung

immer wieder hinausgezögert.

2013 hatte die Sanierung begonnen,

die etliche Baumängel

zur Folge hatte.

Doch nun kommt der Denkmal-historisch

fertigsanierte Bau

optisch dem Original aus dem

Jahr 1910 wieder näher: Mit viel

Glas – heute wärmeisolierend

und UV-durchlässig – wenig

Streben und biogasbetriebenem

Blockheizkraftwerk.

Weitere Modernisierungsmaßnahmen

im Botanischen Garten

stehen an: So geht es zeitnah an

die barrierefreie Gestaltung der

Eingänge, an die Sanierung des

Italienischen Gartens und die

Errichtung eines Besucherinformationszentrums

am Königin-Luise-Platz.


Jacqueline Lorenz

Wiedereröffnung des Victoria hauses

Am 16. Juni 2018 von 9-24 Uhr und am

17. Juni von 9-20 Uhr, an beiden Tagen

gilt einmalig der „1-Euro-Victoriatarif“

pro Person für Victoria-Besuch, Garten

und Gewächshäuser.

Weitere Termine von Veranstaltungen

im „Victoria-Sommer“ und

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8 | Gazette Charlottenburg | Juni 2018

Attraktion Lunapark

Frühes Disneyland in Halensee

Der heute kleinste Ortsteil von

Charlottenburg-Wilmersdorf war

einst ein Tourismusmagnet.

Wo heute die Autos über die

Stadtautobahn und Halenseestraße

rollen, war der große Vergnügungspark.

Bereits Ende des 19. Jahr -

hunderts entdeckten die Berliner

den kleinen See als Ausflugsziel.

Die Ausflügler wurden von der

frischen Luft und den Wanderungen

am See schnell hungrig. Der

Gastronom Paul Saeger erkannte

das Potential und eröffnete 1882

sein Wirtshaus am Halensee.

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Gazette Charlottenburg | Juni 2018 | 9

Es war die erste Gaststätte vor Ort.

Im Laufe der Jahre baute er sein

Angebot immer weiter aus. Es gab

Schieß- und Würfelbuden sowie

eine kleine Wasserrutschbahn.

Die Konkurrenz schlief nicht, und

im Jahr 1904 eröffneten Bernd

Hoffmann, früherer Küchenchef

im Kempinski, und der bekannte

Gastronom August Aschinger die

Halenseeterrassen.

Mit hohen Türmen und einer großen

Freitreppe war hier fast ein

Märchenpalast entstanden. Doch

so richtig florierte das Geschäft

nicht, und so musste ein neues

Konzept her. 1909 bekamen die

Halenseeterrassen den Namen

Lunapark. Auch das Wirtshaus am

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Halensee gehörte mittlerweile

dazu, da Saeger gegen die Konkurrenz

nicht bestehen konnte

und verkauft hatte. Der Lunapark

entwickelte sich zum Ort der unbegrenzten

Möglichkeiten.

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Foto: Bundesarchiv

Wackeltreppe, Hippodrom, Völkerschauen

– auch der berühmte

Buffalo Bill war mit seiner Show

hier zu Gast – Tanzturniere und

vieles mehr lockten die Besucher.

Es war eine Art frühes Disneyland.

Jeden Abend gab es Feuerwerk.

Auch Showprogramm, Kabarett

und Bayern-Dorf mit Bier in Strömen

fanden regen Zuspruch.

Während des Ersten Weltkriegs

waren im Lunapark eine Fleischkonservenfabrik,

ein Lazarett und

Stallungen für Militärpferde untergebracht.

Nach Kriegsende startete

er wieder durch: neu gestaltet,

mit Wellenbad – der Berliner

nannte es „Nuttenaquarium“, da

sich hier auch viele Prostituierte

aufhielten – mit Ballonfahrten und

einer Art Autoscooter mit Booten

kam der beliebte Vergnügungspark

wieder in Schwung. Beim Boxen

erwarb der junge Max Schmeling

hier 1926 seinen ersten Titel.

Doch der Lunapark hatte nicht nur

Freunde. Anwohner des wachsenden

Ortes beschwerten sich über

die vielen Besucherautos und den

Lärm. Auch den Nazis war der Park

ein Dorn im Auge und bereits im

Oktober 1934 musste er für immer

schließen. 1935 wurde die Anlage

abgerissen, das Gelände wurde

für den Bau der Halenseestraße

benötigt.

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10 | Gazette Charlottenburg | Juni 2018

Christoph 31 – ein flotter 30er hebt ab

Gelber Brummer im Einsatz der ADAC-Luftrettung

Im letzten Jahr hat er seinen

30. Geburtstag und seinen 70 000.

Einsatz gefeiert. Doch in Strömen

floss da statt Champagner Kerosin,

sein Lebenselixier. Immerhin 673

Liter fasst der durstige Tank des

gelben Rettungs-Helikopters. Auf

einem Einsatzradius von 50 Kilometern

in Gesamt-Berlin ist er unterwegs,

um den Notarzt durch

die Lüfte schnell vor Ort zu bringen,

wenn ein Menschenleben

in Gefahr ist und es über Berlins

Straßen zu lange dauern könnte.

Mit einer Leistung von rund 3.400

Einsätzen pro Jahr gilt der sympathische

Berliner Brummer vom

ADAC weltweit als Spitzenreiter

unter den Rettungshubschraubern.

Dessen ist sich der einstige

Polizei-Helikopter wohl bewusst,

denn er macht mächtig Wind

beim Abheben von seiner Heimatstation

auf dem Charité Campus

Benjamin Franklin (CBF) in Steglitz.

Als Betreiber unterhält die gemeinnützige

ADAC Flugrettung

deutschlandweit 37 Stationen der

Luftrettung mit 51 Rettungshubschraubern.

Da in Deutschland der Rettungsdienst

Ländersache ist, greifen

Christoph 31 mit seiner Crew – 30 Jahre in Berlin für die Luftrettung unterwegs.

Foto: ADAC Berlin-Brandenburg e. V.

die verschiedenen Bundesländer

zur Durchführung der Luftrettung

auf unterschiedliche Organisationen

zurück: Zu ihnen gehören

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im zivilen Luftrettungsbereich

neben dem ADAC, der die Etablierung

der Luftrettung der letzten

30 Jahre maßgeblich voranbrachte,

die DRF Luftrettung sowie die

SAR Luftwaffe Bundeswehr und

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das Bundesministerium des Inneren

mit für den Katastrophenschutz

beschafften Hubschraubern.

Der gelbe Engel und seine Helfer

Vier Stammpiloten, 19 erfahrene

Notärzte – viele mit den Schwerpunkt

Kardiologie und Anästhesie

und mit Luftrettungs-Eignung

– sowie vier Rettungsassistenten

verteilen sich auf die Einsatz-Crews,

die im Schichtdienst

Christoph 31 in seiner wichtigen

Mission in Berlin unterstützen.

Wann der gelbe Engel seine Rotorblätter

anwerfen muss, geht

auf die Leitstellen der Berliner

Feuerwehr zurück: Wenn deren

Computersystem nach einem

eingegangenen Notruf feststellt,

dass der dem Einsatzort nächste

Notarzt länger als 12 Minuten

zum Patienten brauchen würde,

wird Christoph 31 angefordert.

Dann schrillt die Alarmglocke

im Steglitzer Hangar. Im Durchschnitt

zehnmal, aber manchmal

auch siebzehnmal am Tag, von

Sonnenauf- bis Sonnenuntergang.

Dank erfahrener Einsatzkräfte

und ausgefeilter Logistik

meistern Helikopter und Crew

derartige Herausforderungen

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Gazette Charlottenburg | Juni 2018 | 11

Nico Hellmann: Auch am PC im Einsatz für die Flugrettung.

Als Stationsleiter stets den Überblick

behält Verkehrshubschrauberführer

Nico Hellmann, der

sich selbst als Bindeglied zwischen

Station und Außenbetrieb

sieht.

Neben seinem regelmäßigen

Einsatz im Cockpit als Pilot ist er

auch für die Dienstpläne und die

Creweinteilung zuständig, von

denen jeweils ein Pilot, ein Notarzt

und ein Rettungsassistent auf

Christoph 31 Dienst haben. Außerdem

ist er Ansprechpartner für

alle Bereiche rund um den gelben

Luftretter. Hellmann, dem man

die Begeisterung für seinen Beruf

in jedem Satz anmerkt, begann

als Pilot bei der Bundeswehrrettung,

flog im Kosovo, arbeitete als

Fluglehrer und wechselte schließlich

in den Zivil-Rettungsdienst.

Er bestand das strenge Auswahlverfahren

des ADAC mit dem anspruchsvollen

Test des Institutes

für Luft- und Raumfahrt (DLR),

bevor er auf dem Pilotensitz von

Christoph 31 Platz nehmen durfte.

„Wir haben keine Nachwuchssorgen“,

erklärt er, betont aber

Brillenmode

Contactlinsen

Unser Service – Ihr Vorteil

Abheben für Menschenleben.

auch: „Von den Bewerbern sind

es jedoch nur wenige, die für die

Luftrettung in Frage kommen.“

Belastbarkeit und Nervenstärke

sind dafür genauso wichtig wie

überdurchschnittliche Leistungen

in Mathematik, Physik und

Englisch, um nur einige Grundvoraussetzungen

zu nennen.

Im Einsatz von A wie Allergie

bis Z wie Zuckerschock

Etwa 80 Prozent der Rettungseinsätze

machen internistische

Notfälle aus, wie sie bei Herz- und

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Edelsteinfasser und

Goldschmiedemeister

feinen Juwelen- und Goldschmuck

Schlaganfall-Patienten oder allergischen

Reaktionen vorkommen,

die übrigen Notfälle verteilen sich

auf Einsätze, in denen es um Kinder

geht, um klassische Unfälle

und um Suizid-Geschehen.

Gerade wenn Kinder beteiligt

sind, geht das der Crew besonders

nahe. Nico Hellmann erinnert

sich an die Flugrettung

eines durch einen Verkehrsunfall

schwer verletzten achtjährigen

Mädchens im vergangenen Jahr,

das er in die Kinder- und Jugendklinik

geflogen hatte. Viele

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12 | Gazette Charlottenburg | Juni 2018

Wochen musste das Mädchen

dort behandelt werden. „Es war

ein ganz besonderer Tag für mich,

als ich dann gemeinsam mit der

am Unfalltag diensthabenden

Notärztin zu der Kleinen nach

Hause eingeladen wurde und wir

sehen konnten, dass es ihr besser

geht. Da bekommt der Beruf

noch einmal eine ganz andere

Dimension“, verrät Hellmann,

der sich auch über die stattliche

Anzahl von Fehleinsätzen (1/3

aller Einsätze) freuen kann, „weil

das zeigt, dass den Patienten vielleicht

schon geholfen wurde.“

Zwar reicht der Platz im Christoph

31 aus, um einen Patienten

von bis zu 120 Kilogramm Körpergewicht

transportieren zu können,

ob der Patient aber in das

nächste Krankenhaus oder in die

notwendige Spezialklinik geflogen

wird, entscheidet der diensthabende

Flug-Notarzt. Oft können

die Notfall-Patienten jedoch

soweit vor Ort stabilisiert werden,

dass der Weitertransport in eines

der 39 Berliner Krankenhäuser

über die Straße genutzt werden

kann. So findet zu nur etwa drei

Prozent der Christoph-31-Einsätze

ein Patiententransport

statt. Während der Hubschrauber

noch am Einsatzort steht,

kommt oft bereits die nächste

Einsatzanfrage. So gibt es Tage,

an denen Christoph 31 nur kurz

zum Nachtanken seine Steglitzer

Heimatstation aufsucht, um dann

sofort wieder zum nächsten Einsatz

zu entschweben.

Christoph 31 – Erfolgsgeschichte

mit Zukunft

Als Berliner Besonderheit wird

bei jeder Landung von Christoph

31 der Landeplatz durch die

Polizei abgesichert – im oftmals

unübersichtlichen Stadtgebiet

ITH Christoph Brandenburg: durchdachte Intensivmedizin auf

kleinstem Raum.

die bessere Lösung, zumal auch

hier immer wieder neugierige

Passanten die Arbeit der Crew

erschweren.

Und da ist dann noch sein größerer

gelber Brandenburger

Bruder, Christoph Brandenburg.

Er hat seine Heimatstation in

Senftenberg und ist um einiges

voluminöser: Gerne lädt ihn der

kleine Bruder zum Auftanken

nach Steglitz ein, wenn der Weg

zur Brandenburger Zapfsäule

dem Bruder auf der Durchreise

zu weit ist.

Während der wendige Berliner

Christoph 31 und ebenso der

Brandenburger Christoph 33

ihre Hauptaufgabe im Primäreinsatz

– dem schnellen Transport

von Rettungspersonal zum

Einsatzort – sehen, ist Bruder

Christoph Brandenburg ein Intensivtransporthubschrauber

(ITH): Seine Hauptaufgabe besteht

darin, im Sekundäreinsatz

medizinisch versorgte intensivpflichtige

Notfallpatienten aus

einem Krankenhaus in ein anderes

zur Weiterbehandlung zu

fliegen. Während Christoph 31

und 33 nachts Pause haben, weil

Landungen im Stadtgebiet in

der Dunkelheit zu riskant wären,

fliegt ihr großer Bruder auch im

Dunkeln, liegen seine Start- und

Landeplätze doch überwiegend

im Klinikbereich. In Berlin unterwegs

als ITH ist übrigens ein

rot-weißer-Hubschrauber der

DRF-Betreiberflotte, stationiert

auf dem Unfallkrankenhaus in

Marzahn.

Doch eines ist klar: Auch wenn

jeder Rettungshubschrauber

sein Einsatzgebiet besitzt, – im

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Notfall, dessen Mittelpunkt

immer ein Menschenleben ist,

wird flexibel von allen in Frage

kommenden Einsatz-Crews

nach einer Lösung gesucht und

die dann auch gefunden. So hat

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jeder Pilot zwei Wochen jährlich

Bereitschaftsdienst, in dem er

bundesweit eingesetzt werden

kann; jeweils dort, wo Bedarf besteht.

Nico Hellmann lernte so

vor Kurzem andere Stationen der

Flugrettung in Neustrelitz und in

Wolfenbüttel kennen.

Der Jungfernflug von Christoph

31 fand im Jahr 1987 in

West-Berlin noch unter amerikanischer

Flagge statt. Kein deutscher

Pilot durfte ihn damals

fliegen, das galt bis zum Mauerfall.

Heute – 2001 durch ein

moderneres Helikoptermodell

von Airbus ersetzt – hat er sich

zum flugstärksten Mitglied der

ADAC-Flotte entwickelt. Unverzichtbar

im Rettungswesen ist er

inzwischen und dürfte das auch

in Zukunft bleiben.

An seiner Heimatstation auf dem

Steglitzer Klinik-Campus wird

sich ab Frühjahr einiges tun,

dann wird der gelbe Rettungsbrummer

voraussichtlich in Schönefeld

Zwischen-Station machen:

Den aktuellen Start- und Landevorschriften

angepasst, wird die

Steglitzer Station eine erhöhte

Start/Landeplattform erhalten,

die mehr Abstand zu den Klinikgebäuden

gewährt, dazu wird

der gesamte Platz neu angelegt.

Im Rahmen dieser Bauarbeiten

wird auch das Hangargebäude

erweitert, denn längst ist es für

die wechselnden Rettungscrews

zu klein geworden.

Und so darf man gespannt sein,

wann Christoph 31 seine neugestaltete

Heimat-Station der Öffentlichkeit

vorstellen kann.

Bis dahin aber werden er und

seine Crew noch zahlreiche erfolgreiche

Einsätze meistern auf

ihren Flügen über Berlin zur Rettung

von Menschenleben.


Jacqueline Lorenz

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Gazette Charlottenburg & Wilmersdorf

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Kinderarmut bekämpfen

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert

Gazette Charlottenburg | Juni 2018 | 13

Kinderarmut trifft auch Familien in Charlottenburg-Wilmersdorf.

Finanzielle Hilfen

sind zur Bekämpfung der Nöte genauso

gefragt wie Betreuungsangebote.

Die Fraktionen in der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf

nehmen in den folgenden

Beiträgen zu diesem Thema Stellung.

Berlin SPD-Fraktion

Kinder sind ohne Frage unser Leben und

unsere Zukunft. Jedes einzelne Kind stellt

eine Bereicherung für unsere Gesellschaft

dar. Doch manchmal geraten Familien in

finanzielle Schieflagen. Oft liegen Familien

mit ihrem Einkommen sogar knapp über

der Bemessungsgrenze und fühlen sich

trotzdem als arm, wenn zwei Kinder auf

Schulfahrt oder ins Kino gehen wollen. Wir

müssen daher schauen, wo die Probleme

liegen und was wir als Bezirk konkret zur

Unterstützung dieser Familien tun können.

Gerade in den Gebieten, wo vermehrt Kinder

und Jugendliche in Armut leben, müssen

wir mit unsern bezirklichen Angeboten

stark vertreten sein. Ausreichende Betreuungsplätze,

aber auch Jugendfreizeiteinrichtungen

und Bildungsangebote sind

hierfür notwendig. Gleichzeitig müssen wir

unser Beratungsangebot und Hilfsnetzwerke

stetig ausbauen. Wir brauchen die

Frühen Hilfen, Schuldner*innenberatung,

Beratungshilfe für Fördermöglichkeiten,

aber auch die aktive Unterstützung bei der

Suche nach Kitaplätzen und die schnelle

Auszahlung des Elterngeldes. Wir dürfen

als Bezirk nicht diejenigen überhören, die

nicht immer am lautesten schreien und

müssen ein Augenmerk auch auf ihre Probleme

und Sorgen richten.

Ann-Kathrin Biewener

CDU-Fraktion

Kinderarmut gibt es nicht ohne die Armut

der Eltern. In relativer Armut befindet

sich, so die herrschende Definition, wer

über weniger als 60 Prozent des mittleren

Netto-Einkommens verfügt. Für eine vierköpfige

Familie mit zwei Kindern sind das

1.980 Euro. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Krankheit in der Familie und der verknüpften

Erwerbslosigkeit, Überschuldung,

steigende Mieten, die Betreuung jüngerer

Kinder und dem damit verbundenen Ausfall

von Einkommen. Letztes schreit nach

einem mit Nachdruck zu betreibenden Kitaplatzausbau

und nach Elterngeld; auf das

neu gewordene Eltern in unserem Bezirk

bis zu 22 Wochen (!) warten müssen. Eltern

haben einen rechtlichen Anspruch auf einen

Betreuungsplatz. Das Bezirksamt vermittelt

inzwischen keine Kitaplätze mehr,

sondern bittet Eltern die Kosten für eine

private Betreuung, um z. B. eine Tagesmutter

zu bezahlen, dem Bezirk in Rechnung

zu stellen. Für Kinder ist Bildung der Weg

aus der Armut. Diesen müssen wir ebnen,

indem wir die Rahmenbedingungen für Bildung

verbessern, die Familie als Institution

stärken, die soziale Infrastruktur für Familien

verbessern, starke Jugendarbeit leisten;

nur so gibt es eine Chancengleichheit im

Kindes- und Jugendalter.

Serdar Bulat

B‘90/Grünen-Fraktion

Der Großteil der Kinder, die bei uns als

„arm“ gelten, lebt mit nur einem Elternteil

zusammen, meist sind das nach wie vor die

Mütter. Um Kinderarmut zu beseitigen, gilt

es also, Alleinerziehende zu unterstützen.

Wir Grüne halten es für ungerecht, dass

über das Ehegattensplitting nur Ehepaare

steuerlich profitieren, selbst, wenn sie gar

keine Kinder haben. Wir brauchen eine

Förderung, die alle Kinder erreicht. Auf

Bundesebene schlagen wir Grüne eine

Garantiesicherung vor, damit alle Kinder

abgesichert sind, egal, ob ihre Eltern verheiratet

sind. Aber auch auf Bezirksebene lässt

sich viel tun: Die Ämter, die finanzielle Hilfen

geben, müssen vernünftig und schnell

arbeiten, die Unterhaltsvorschusskasse

ebenso wie die Elterngeldstelle. Wesentlich

ist, dass Alleinerziehenden selbst für sich

und ihre Kinder sorgen können. Nur wenn

Alleinerziehende ihre Kinder gut betreut

wissen, können sie unbesorgt arbeiten

gehen. Der im Bezirk laufende Kitaausbau

ist hierfür von immenser Wichtigkeit, damit

genug Kitaplätze zur Verfügung stehen.

Kitas sind keine Aufbewahrungsanstalten,

so brauchen wir für eine gute Arbeit vor

allem mehr Erzieher*innen.

Dr. Petra Vandrey

FDP-Fraktion

Kinder sind unsere Zukunft. Damit dies

aber nicht nur eine Phrase bleibt, brauchen

sowohl Kinder als auch ihre Eltern Wertschätzung

und Unterstützung. Der Bezirk

hat dabei eine besondere Verantwortung.

Insbesondere bei zwei Maßnahmen zeigen

sich derzeit aber schwere Probleme: bei

der Auszahlung des Elterngeldes und dem

Ausbau der Kitaplätze. Für Eltern kann dies

im schlimmsten Fall existenzbedrohend

sein. In den nächsten Jahren brauchen wir

deutlich mehr Kitas als wir bisher haben.

Der Ausbau der Angebote darf deshalb

auf keinen Fall durch unnötige Vorgaben

behindert werden. Es genügt auch nicht,

Eltern, die keinen Platz finden, lediglich

auf das Angebot zur Kostenübernahme

für andere Betreuungsmaßnahmen zu verweisen.

Fünf Monate müssen Eltern derzeit

auf die erste Auszahlung des Elterngeldes

im Bezirk warten; ein untragbarer Zustand.

Die finanziellen Auswirkungen für die Betroffenen

können dramatisch sein, existierende

Härtefallregelungen sind kaum

bekannt. Als FDP-Fraktion wollen wir die

Verfahrensdauer deutlich beschleunigen

und auch die Abläufe für die Eltern besser

machen, unter anderem durch eine

schnelle Eingangsbestätigung und einer

Prüfung auf Vollständigkeit der Unterlagen

innerhalb von vier Wochen.

Pascal Tschörtner

Alternative

für

Deutschland

AfD-Fraktion

Jahrzehntelang an Bundes- und Landesregierungen

beteiligt, tragen die Altparteien

große Schuld an der Kinderarmut

von heute. Wer im Weltoffenheits- und

Buntheitswahn mit zig Milliarden hunderttausende

illegal sich im Land befindlicher

Versorgungsnomaden aus Afrika

und dem Nahen Osten alimentiert und

gleichzeitig Kinderarmut anprangert,

ist heuchlerisch und verlogen. Wir erleben

– auch in unserem Bezirk – massive

Ausgaben für „Unbegleitete minderjährige

Flüchtlinge“, die oft nur vorgeben,

im Kinder- oder Jugendalter zu sein

und deren Herkunft, Alter, rechtlicher

Status und Bleibeperspektive fast immer

ungewiss sind. Wir fordern, anstatt

nicht-bleibeberechtigte Migranten zu

alimentieren und Hunderte Millionen

Euro für im Ausland lebende Kinder zu

zahlen, eine deutliche finanzielle Entlastung

unserer Familien mit Kindern, ein

hochwertiges Bildungssystem statt ständiger

Experimente, unter denen unsere

Kinder neben dem Lehrermangel leiden.

Die Altparteien wurden von den Bürgern

unseres Landes gewählt. Ihnen und ihren

Kindern sind sie verpflichtet. Die beabsichtigte

Verankerung von „Kinderrechten“

im Grundgesetz ist kein Beitrag zur

Bekämpfung von Kinderarmut, sondern

dient nur der Verschleierung jahrzehntelanger

Untätigkeit.

Dr. Michael Seyfert

Linksfraktion

Niemand kann es sich für ein reiches Land

wie Deutschland oder für sich und andere

vorstellen, und dennoch sind 20 Prozent

der Menschen von Armut und sozialer

Ausgrenzung betroffen, nicht anders in

Charlottenburg-Wilmersdorf. Auch hier

ist jedes fünfte Kind arm oder von Armut

bedroht. Denn die Armut von Kindern und

Jugendlichen hängt unmittelbar mit der

ihrer Eltern oder des alleinerziehenden

Elternteils zusammen und beeinträchtigt

ihre Chancen auf bessere Bildung und gerechte

Teilhabe. Das alles wäre vermeidbar,

denn das Geld ist da. Die Bundesregierung

aber setzt andere Prioritäten und will allein

im nächsten Jahr zusätzlich mind.

5 Mrd. Euro für Rüstung ausgeben. In das

sog. „Gute-Kita-Gesetz“ werden dagegen

nur 3,5 Mrd. Euro bis 2021 investiert. Solche

Fehlinvestitionen lösen vor Ort weder

das Problem des Fachkräftemangels in

Kitas und Schulen noch der zu wenigen

Betreuungsangebote. Allein in unserem

Bezirk fehlen 1800 Kitaplätze. Die Bundesregierung

lässt damit nicht nur Länder

und Kommunen im Stich, sondern auch die

ärmeren Familien. Diese benötigen aber

Unterstützung wie durch das kostenlose

Schülerticket, eintrittsfreie Museumsbesuche

oder die Kindergrundsicherung – für

alle, ohne Unterschiede.

Annetta Juckel

In jedem Kiez und auf allen

Ebenen für Sie vor Ort!

CDU-FRAKTION

CHARLOTTENBURG-WILMERSDORF

SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung

Fraktionszvorsitzende: Constanze Röder

Otto-Suhr-Allee 100 | 10585 Berlin | Zimmer 229a

Tel: 030/ 9029 14906 Fax: 030/ 9029 14904

www.cdu-fraktion-charlottenburg-wilmersdorf.de

E-Mail: info@cdu-fraktion-charlottenburg-wilmersdorf.de


14 | Gazette Charlottenburg | Juni 2018

RATGEBER

Auto auf Pump

Mit Finanzierung aus dem Autohaus fahren Käufer oft teurer


Laut aktuellem DAT-Report wurden zuletzt

44 Prozent aller gebraucht gekauften Autos

und 66 Prozent aller Neuwagen auf Pump gekauft.

Kredite dafür gibt es bei Banken oder

direkt beim Autohändler. Doch bei Finanzierungen

aus dem Autohaus lauern einige

Tücken. Finanztip zeigt, worauf Verbraucher

achten sollten, wenn sie ihren neuen Wagen

finanzieren.

Händler und Hersteller bieten meist eine „Ballonfinanzierung“

an. Hierbei bezahlen Autokäufer

nur geringe Monatsraten und am Ende

der Laufzeit eine hohe Schlussrate. „Wegen

der niedrigen Raten sind die Kredite aus dem

Autohaus zunächst verlockend“, warnt Dirk

Eilinghoff, Kredit-Experte bei Finanztip. „Doch

bei gleicher Laufzeit und gleichem Zins kostet

eine Ballonfinanzierung erheblich mehr als

ein normaler Ratenkredit.“

Ein Beispiel: Ein Kunde zahlt 5.000 Euro für

einen Neuwagen an, der Restbetrag von

Foto: Schlierner / Fotolia

20.000 Euro soll über vier Jahre finanziert werden.

In der Ballonvariante sind am Ende noch

knapp 12.000 Euro fällig. Bei einem Zins von

1,97 Prozent bezahlt der Kunde so insgesamt

1.250 Euro an Zinsen. Hätte er den Kredit im

selben Zeitraum zu gleichen Monatsraten getilgt,

hätte er nur 800 Euro an Zinsen bezahlt.

„Schuld sind die Zinsen für die hohe Schlussrate,

die der Kunde vor sich herschiebt und

für die er natürlich auch Zinsen zahlen muss“,

erklärt Eilinghoff.

Null-Prozent-Finanzierung kann

später teuer werden

Selbst wenn die Hersteller gar keine Zinsen

verlangen, ist die Ballonfinanzierung problematisch.

Aktuell bieten einige Hersteller,

wie etwa Ford oder Renault, eine Null-Prozent-Finanzierung

beim Neuwagenkauf.

Hier sollten Käufer aber genau hinschauen:

„Die null Prozent gelten nur für die Laufzeit

des Kredits“, sagt Eilinghoff. Wer das Geld für

die hohe Schlussrate später nicht parat hat,

benötigt dann erneut einen Autokredit. Der

könnte künftig aber teuer werden. „Momentan

gehen fast alle Experten davon aus, dass

die Zinsen in den kommenden Jahren wieder

steigen werden.“ Je höher der offene Betrag

ist, desto höher ist das Zins-Risiko für die Anschlussfinanzierung.

Keine Restschuldversicherung abschließen

Eine weitere Kostenfalle, die beim Abschluss

eines Autokredits lauert, ist die Restschuldversicherung.

Andere Bezeichnungen für

dieses Angebot sind Kreditschutzbrief oder

Kreditabsicherung. Die Versicherung soll die

Kreditraten bezahlen, falls der Autokäufer

stirbt, arbeitsunfähig wird oder seinen Job

verliert. „Restschuldversicherungen werden

gerne in Kombination mit dem Kredit angeboten,

bieten aber meist nur löchrigen Schutz

und sind immer sehr teuer“, sagt Eilinghoff.

Käufer sollten den Kredit deshalb ohne eine

solche Versicherung abzuschließen. Erfreulich

ist, dass einige Banken, wie etwa die ING-Diba

oder die Mercedes Benz Bank, diese Versicherungen

inzwischen gar nicht mehr anbieten.

Das Angebot aus dem Autohaus vergleichen

„Wer ein Kreditangebot aus dem Autohaus

erhält, sollte nicht sofort unterschreiben, sondern

erst einmal vergleichen“, rät Eilinghoff.

Finanztip empfiehlt Autokäufern, immer zu

prüfen, ob sie den Kredit nicht auch in gleichbleibenden

Raten zurückzahlen können. Einen

guten Marktüberblick bieten Kreditportale,

zum Beispiel Verivox, Check24 oder Smava.

Die Portale zeigen, bei welchen Banken und

zu welchen Konditionen Käufer voraussichtlich

einen Kredit erhalten können. „Mit diesen

Unterlagen im Gepäck haben Käufer gute

Chancen, das Angebot im Autohaus nochmals

zu ihren Gunsten nachzuverhandeln“, ist Eilinghoff

überzeugt.

Impressum Gazette Charlottenburg · Juni Nr. 6/2018 · 36. Jahrgang

Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in

Charlottenburg, Wilmersdorf, Steglitz, Zehlendorf sowie

Schöneberg & Friedenau.

Online-Ausgaben www.gazette-berlin.de

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Redaktion Karl-Heinz Christ · redaktion@gazette-berlin.de

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Nächste Ausgabe Juli Nr. 7/2018

Anzeigen-/Redaktionsschluss 18.06.2018

Erscheinung 05.07.2018

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RATGEBER

Gazette Charlottenburg | Juni 2018 | 15

Mehr Rechte für Urlauber

Ab 1. Juli gilt die neue EU-Pauschalreise-Richtlinie

Am 1. Juli 2018 treten umfassende

Änderungen des Reiserechts

für Pauschalreisen in Kraft. Ziel

ist es, die zunehmende Buchung

von Reisen über das Internet zu

berücksichtigen und den Verbraucherschutz

zu verbessern.

Laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH

gilt das Pauschalreiserecht

künftig unter bestimmten

Voraussetzungen auch für

mehrere, beim gleichen Anbieter

gebuchte Einzelleistungen. Außerdem

verlängern sich unter

anderem die Fristen, um Mängelansprüche

geltend zu machen.

Die Europäische Union (EU) hat

seit Jahren an einer neuen Pauschalreise-Richtlinie

gearbeitet,

die diesen Rechtsbereich in allen

EU-Staaten vereinheitlichen und

verbraucherfreundlicher machen

soll.

Erweiterter Geltungsbereich


Die neuen Vorschriften erweitern

den Geltungsbereich des Pauschalreiserechts.

Jetzt fallen nicht

mehr nur klassische Pauschalreisen

unter den Schutz dieser

Regelungen. Sie kommen nun

beispielsweise auch zur Anwendung,

wenn Urlauber mindestens

zwei einzelne Reiseleistungen für

die gleiche Reise – etwa Flug und

Hotel – über das gleiche Internetportal

gebucht haben. Das Internetportal

gilt dann juristisch als

Reiseveranstalter und haftet dementsprechend.

Auch die Haftung

von Reisebüros verschärft sich:

Sie gelten nun in mehr Fällen als

bisher als Reiseveranstalter. Etwa

dann, wenn sie ein Paket selbst zusammengestellter

Einzelleistungen

als „Pauschalreise“ anbieten.

Längere Frist für Ansprüche

Künftig verlängert sich außerdem

die Frist, innerhalb der Reisende

bei einer mangelhaften Reiseleistung

Ansprüche gegen den Reiseveranstalter

geltend machen können.

Bisher musste dies innerhalb

von einem Monat nach Reiseende

passiert sein, künftig haben Reisende

dafür zwei Jahre Zeit.

Erweiterte Haftung

Der Reiseveranstalter kann seine

Haftung nicht mehr auf den dreifachen

Reisepreis beschränken,

wenn es um körperliche Schäden

geht und der Veranstalter den

Schaden verschuldet hat. In solchen

Fällen zählt ein Verschulden

der einzelnen Leistungsträger, wie

etwa des Hotels, als Verschulden

des Veranstalters. Wenn Reisende

in Zukunft wegen außergewöhnlicher,

unabwendbarer Ereignisse,

Foto: Jürgen Fälchle / Fotolia

beispielsweise einer Naturkatastrophe,

nicht nach Hause fliegen

können, muss der Reiseveranstalter

ihnen für bis zu drei Nächte

eine Unterkunft besorgen. Diese

sollte möglichst dem Standard

der gebuchten Unterkunft entsprechen.

In besonderen Fällen –

etwa bei Schwangeren – gilt dies

auch über drei Nächte hinaus. Außerdem

sind Reiseveranstalter ab

1. Juli bei solchen außergewöhnlichen

Ereignissen zu weiteren Beistandsleistungen

verpflichtet – wie

der Herstellung von Telefonverbindungen

oder der Suche nach alternativen

Reisemöglichkeiten.

Anpassung Reisepreis

Allerdings hat der Veranstalter nun

auch das Recht, den Reisepreis

nach der Buchung um bis zu acht

Prozent zu erhöhen. Dies ist allerdings

an einige Voraussetzungen

geknüpft, zum Beispiel muss der

Veranstalter sich diese Möglichkeit

vertraglich offen gehalten haben.

Die Preiserhöhung muss er bis spätestens

20 Tage vor Reisebeginn

mitteilen.

Nach wie vor gilt: Reisende müssen

Mängel vor Ort unverzüglich

dem Veranstalter melden und Abhilfe

verlangen – sonst haben sie

keine Ansprüche (Bundesgesetzblatt

2017 Teil I Nr. 48 vom 21. Juli

2017).

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16 | Gazette Charlottenburg | Juni 2018

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